Abb. 1: Schematische Architektur WebLogic-Server

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1 Forms 11g im Weblogic-Server Vertrautes in neuem Gewand Stephan La Rocca TEAM GmbH Paderborn Schlüsselworte: Oracle Weblogic Server, Forms 11g, Administration, Konfiguration, New Features. Einleitung Mit der Migration auf Oracle Forms 11g wird es auch notwendig, sich intensiver mit dem Oracle Weblogic-Server auseinander zu setzen. Der Vortrag berichtet von Projekterfahrungen einer Umstellung angefangen von Herausforderungen im Bezug auf die Installation über die Auseinandersetzung mit der vollständig geänderten Administrationsumgebung bis hin zu notwendigen Konfigurationen im WebLogic-Server. Architektur WebLogic Server Bei der Betrachtung der Architektur des Oracle Weblogic-Server ist es notwendig, einige Begriffe einzuführen, die eine logische und physikalische Gliederung des Servers ermöglichen. Die oberste Ebene wird als Domäne bezeichnet, und stellt eine logisch zusammen gehörige Gruppe von WebLogic-Server-Instanzen dar, die zentral verwaltet werden. Innerhalb dieser Domäne können einzelne Instanzen zu Gruppen zusammengefasst werden. Als Instanz wird in diesem Kontext ein konfigurierter Server zur Bereitstellung von Applikationen und Ressourcen bezeichnet. Dabei unterscheiden sich Administration Server von Managed Servern. Der Administration Server stellt in einer Domäne die zentrale Konfigurationseinheit dar und übernimmt die Bereitstellung der Konsole, Starten und Stoppen von Servern, Deployen von Applikationen, etc. Der Managed-Server schließlich ist die Server-Instanz, die die Applikationen bzw. notwendige Ressourcen bereitstellt und somit die primären Aufgaben übernimmt. In einer Domäne können beliebig viele Managed-Server zur Verfügung gestellt werden. Bei Bedarf können mehrere dieser Managed Server zu einem Cluster zusammengefasst werden. Hauptgründe für das Zusammenfassen sind die Skalierbarkeit und Verfügbarkeit der Applikationen. Aus Sicht des Clients zeigt sich ein Cluster wie eine einzelne Instanz. Unterhalb eines Managed-Server befindet sich schlussendlich im Sprachgebrauch des WebLogic- Servers die Maschine, die die physikalische Hardware repräsentiert. Die zuvor beschriebenen Server werden einer Maschine zugeordnet. Durch diese Zuordnung ist es dem Node-Manager, der auf diesen Maschinen läuft möglich, die einzelnen Serverprozesse zu stoppen und zu starten. Zusammengefasst ergibt sich aus den Begriffsdefinitionen folgendes Bild für eine einfache WebLogic- Server-Installation.

2 Abb. 1: Schematische Architektur WebLogic-Server WebLogic Nachdem diese Betrachtungsweise der Architektur verinnerlicht wurde, kann der nächste Blick auf die Installation für einen Einsatz einer Forms-Applikation Forms betrachtet werden. In zwei Schritten gilt es zunächst eine WebLogic-Server-Middletier zu installieren installiere und im zweiten Schritt die Komponenten Forms hinzuzufügen. Diese beiden Installationen werden mit unterschiedlichen Medien und nacheinander durchgeführt. Forms wird als Bestandteil der Fusion Middleware im Bundle mit Reports und Discoverer installiert. Der Wizard führt durch die notwendigen Schritte.

3 Abb. 2:Schritte der Installation So ergeben sich nach der einfachen Installation in der WebLogic-Domän ein AdminServer, ein WLS_FORMS-Server und ein WLS_REPORTS-Server. Mit etwas Nacharbeit, die auf den Folien präsentiert wird, können diese Server auch ohne Angabe der Adminpasswörter automatisiert gestartet werden. Für eine lauffähige Umgebung sicherzustellen, müssen der NodeManager, der AdminServer, der Forms-Server und der Reports-Server und der OPMN (http-server und ggfls. WebCache) gestartet werden. Um diese Reihenfolge sicherzustellen, bietet es sich ein, alles in einem passenden Skript zusammenzufassen, welches Domänenzugeordnet abgespeichert wird. Das Stoppen aller dieser Komponenten erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge. Oracle Forms 11g Mit dem Wechsel auf den WebLogic-Server wird auch eine neue Forms-Version zur Verfügung gestellt, die ein paar neue Features mit sich bringt. In dem Vortrag wird intensiver auf die Verwendung von externen Events an Hand einiger Code- Beispiele eingegangen. Gerade im Zusammenspiel mit Advanced Queuing und der Interaktion anderer Datenbank-Instanzen ergeben sich hier neue Möglichkeiten, die in den früheren Forms-Versionen nur

4 durch eine umständliche und ressourcenintensive Verwendung von Timer auf dem Applikation-Server möglich war. Darüber hinaus werden weitere Funktionalitäten, wie die Verwendung von JavaScript und neue Möglichkeiten beim Einsatz von Java innerhalb der Forms-Applikation aufgezeigt. Abschließend in diesem Kapitel, sollen sehr hilfreiche Änderungen bei der Integration von Oracle Reports in die Forms-Anwendung exemplarisch dargestellt werden. Im Bereich der Administration, so wie auch am Ende des Vortrages ausführlicher zu zeigen ist, ergeben sich neue Möglichkeiten durch die Integration in das Grid-Control. Für Projekte, die aus bereits bestehenden WebForms-Installationen migrieren, ist vor allem die veränderte Verzeichnis-Struktur und damit die Neuverteilung der bekannten Forms- Konfigurationsdateien, sowie der Pfade für die eigenen Sourcen der Module und Bibliotheken zunächst etwas verwirrend. Der Vortrag zeigt auf, welche Motivationen in der veränderten Verteilung begründet sind und wo die entsprechenden Dateien mittlerweile zu finden sind. Sollte bei der Installation und der Aufgliederung an Hand der zuvor eingeführten Architektur ein gewisses Maß an Namenskonvention eingehalten worden sein, ist es auch nicht schwierig den neuen Überblick schnell wieder zu erlangen. Verwendung von JavaWebStarter Ein Punkt, den wir innerhalb unseres Projektgeschäftes mit Oracle Forms Applikationen immer wieder festgestellt haben, ist die Verwendung von JavaWebStarter zum Aufruf der Forms-Anwendung. Neben der Verwendung des Browsers, mit nativer Java-Unterstützung besteht weiterhin die Möglichkeit, die Applikation auch über den JavaWebStart zu starten. Dieses Verfahren ist zwar nicht offiziell von Oracle supported, läuft aber stabil und vermittelt dem Anwender das ursprüngliche Gefühl einer Client-Server-Applikation. Ohne die Verwendung des Browsers, sondern mit der nativen Java-Installation auf dem PC, kann der Anwender recht einfach die 3-Tier-Applikation auf seinem PC starten. Darüber hinaus kann er nicht durch Verwendung des Browsers aus der Applikation navigieren oder Aktionen starten bzw. nutzen, die so nicht gewünscht sind. Bei der Verwendung des WebStarters unter dem Oracle Applikation Server hat es noch gereicht, eine statische JNLP-Datei auf dem Server abzulegen und auf dem Client eine Kommandozeile zu hinterlegen, in der diese JNLP-Datei mit dem Java-Webstarter aufgerufen wird. Dieses statische Verfahren wird unter 11g nicht mehr unterstützt. Der Vortrag zeigt die notwendigen Erweiterungen im Rahmen einer eigenen Servlet-Programmierung und vollzieht Schritt für Schritt die Erfahrungen, die bei der Umstellung aus einer bestehenden Architektur gemacht wurden. Ebenfalls wird darauf eingegangen, welche Änderungen umzusetzen sind, wenn mit der JNLP-Datei eigene Parameter an den ersten Forms-Dialog übergeben werden sollen. Generell wird in diesem Vortrag der Einsatz der JNLP-Dateien erläutert und an einem einfachen Beispiel dargestellt. Das Zusammenspiel der lokalen und Serverkomponenten wird erklärt. Anschließend wird die geänderte Kommunikation im Session-Aufbau mit dem WebLogic-Server dargestellt. Recht schnell wird daraus ersichtlich, welche Hürden zu nehmen sind. Administration Abgerundet wird der Vortrag durch Einblicke in die Administration des WebLogic-Servers. Wie schon bei der Installation bietet es sich an, hier zwischen der Administration des reinen WebLogic- Server und der Administration der Forms-Komponente zu unterscheiden. Bei dem WebLogic-Server

5 muss sich der Administrator Gedanken über Domänen-, Serverinstanz-, Nodemanager- und Application-Log-Dateien machen. Diese sind in der zuvor vorgestellten Verzeichnisstruktur vorhanden und je nach Log-Level (bis zu 10 verschiedene) unterschiedlich umfangreich vorhanden. Für die Forms-Applikation gilt ähnliches, wie es schon oben bei den Konfigurationsdateien angedeutet war; ein Umstieg vom Applikation Server ist erstmal mit dem Suchen nach bekannten Dateien verbunden. Über den Einblick in die Logfiles hinaus beschreibt der Vortrag in kurzen Schritten die Verwendung des Oracle Enterprise Managers zur Administration der einzelnen Forms-Anwender-Sessions und der Server-Komponenten. Abb. 3:Administration mit dem Enterprise-Manager Letzte Hinweise und Skripte werden dann vermittelt, um im Bereich des Tracings des WebLogic- Servers die Verbesserungen nach einer Migration nutzen zu können. Kontaktadresse: Stephan La Rocca TEAM GmbH Hermann-Löns-Str. 88 D Paderborn Telefon: +49 (0) Fax: +49 (0) Internet:

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