14/ /2015. Master of Arts. Master of Arts. Leadership in Digitaler Kommunikation

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1 14/2015 Master of Arts Master of Arts Leadership in Digitaler Kommunikation Inhalt & Redaktion: Dana Neubert & Alexandra Ohlhoff Impressum Alle Angaben sind ohne Gewähr. Änderung der Veranstaltungstermine vorbehalten. 2014/2015

2 Inhaltsverzeichnis Begrüßung 03 1 Infos und Kontakte 04 Organigramm 05 Studienverlauf 06 Veranstaltungsorte 07 LDK Campus 08 Stipendien 09 2 Module 10 Kommunikation I 11 Management I 14 Leadership I 16 Gestaltung I 22 Projekt I 24 Kommunikation II 26 Management II 29 Gestaltung II 32 Projekt II 35 Leadership II 38 Master Colloquium 47 3 Personen 49 1

3 BEGRÜSSUNG Liebe Studierende des Masterstudiengangs Leadership in Digitaler Kommunikation, liebe Interessenten, wir begrüßen Sie herzlich im neuen Studienjahr! Der Blick auf die gesamte globale Wirtschaft zeigt die weiter rasant steigende Bedeutung der Digitalisierung. Beispiel China: Hier sind von den 1,2 Milliarden Menschem schon fast 50 Prozent im Internet. Genau so viele haben ein Handy oder Smartphone. Die Wachstumsraten für ecommerce sind enorm. Alibaba, einer der größten Anbieter, ist heute schon größer als amazon und ebay zusammen. Auch in anderen wichtigen Märkten der Welt zeigt sich dieser Megatrend. Wie sieht die Online-Welt der Zukunft aus, welche Geschäftsmodelle, Technologien und Gestaltungsparameter werden sich durchsetzen? Unser Masterstudium möchte Sie als Führungskraft in der Digitalen Ökonomie qualifizieren: Wir vermitteln aktuelles Know-how aus dem Bereich der digitalen Kommunikation, Strategien zur effizienten Führung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Kreativitäts- und Innovationstechniken. Sie lernen, interdisziplinäre Zusammenhänge und aktuelle Trends zu erkennen und zu beurteilen. Das Studium ist handlungsorientiert und berufsbezogen. Die Hochschulrektorenkonferenz sieht unseren Studiengang als Good Practice-Beispiel und bescheinigt uns in deren Newsletter ein hohes Maß an Interdisziplinarität und einen starken Praxisbezug. Das vorliegende kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV) führt Sie durch alle Module eines Studiendurchlaufs. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter Dort finden Sie neben Kommentaren zu den Lehrveranstaltungen und Lehrenden auch aktuelle Ankündigungen und Veranstaltungshinweise. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude während Ihres Studiums. Prof. Dr. Dieter Georg Herbst, Studiengangsleiter Dana Neubert, Studiengangskoordinatorin Alexandra Ohlhoff, Studiengangsmitarbeiterin 2 3

4 INFOS UND KONTAKTE ORGANIGRAMM Das Studiengangsteam In allen Angelegenheiten rund um Ihr Studium steht Ihnen das Studiengangsteam mit Rat und Tat zur Seite. Herr Prof. Dr. Dieter George Herbst ist Leiter des Studiengangs und für die inhaltliche Ausrichtung des Masters verantwortlich. Darüber hinaus betreut er den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing, PR und den Internetauftritt. Frau Dana Neubert ist für die Gesamtkoordination, Planung und Organisation des Masterstudiengangs verantwortlich. Sie ist Ihre Ansprechpartnerin für administrative Studienangelegenheiten, für die Semester- und Studienplanung sowie alle Prüfungsverfahren und berät Sie gerne, wenn Sie Fragen zum Studiengang haben. Frau Alexandra Ohlhoff organisiert während der Kontaktzeiten die Abläufe. In ihr haben Sie stets eine kompetente Ansprechpartnerin vor Ort. Weiterhin organisiert sie den Alumnievent so wie die Absolventenverabschiedung. Zusätzlich unterstützt Frau Ohlhoff den administrativen Bereich des Masterstudiengangs. Herr Damian Gerbaulet ist studentischer Mitarbeiter und betreut das studentische Intranet Campus. Darüber hinaus unterstützt er den Marketingbereich sowie die Administration. Zögern Sie nicht, sich mit Anregungen und Wünschen bei uns zu melden. Soweit es im Rahmen des Curriculums möglich ist, berücksichtigen wir gerne Ihre Interessen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start ins neue Studienjahr. Prof. Dr. Dieter George Herbst, Dana Neubert, Alexandra Ohlhoff, Damian Gerbaulet Studiengangsteam Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW) Bundesallee 1 12, Berlin Tel.: 030/ UdK Ansprechpartner Zentrale Ansprechpartnerin an der UdK Berlin für alle Fragen rund um die Immatrikulation ist Frau Heidemarie Helmin Immatrikulations- und Prüfungsamt (IPA/Stud24) Universität der Künste Berlin Einsteinufer Raum 403 C Berlin Öffnungszeiten: Mo, Do von 9.30 bis Uhr Di von bis Uhr Tel.: 030/ Fax: 030/ Studiengangsleiter Prof. Dr. Dieter Georg Herbst Organisation IT / Intranet Campus Damian Gerbaulet StuMi Kommunikation Stand: Oktober

5 VERANSTALTUNGSORTE ÜBERSICHT STUDIENVERLAUFSPLANUNG Universität der Künste Berlin Berlin Career College Bundesallee Berlin Anfahrt: U-Bahn-Haltestelle: U Spichernstraße, Linien: U3, U9 Bus: Haltestelle U Spichernstraße, Linie: 204; Haltestelle: Rankeplatz, Linie: 249 Universität St. Gallen Institut für Medien und Kommunikationsmanagement Blumenbergplatz 9 CH-9000 St. Gallen Übersicht zur Studienverlaufsplanung - Master 'Leadership in Digitaler Kommunikation' (Aufbau: 4 Grundmodule; 6 Aufbaumodule) 2014 Anfahrt: Zu Fuß vom Bahnhof: Unterführung Richtung Rosenbergstraße benutzen, danach rechts der Rosenbergstraße folgen (ca. 500 m) Mit dem Wagen: Autobahnausfahrt Kreuzbleiche nehmen, links Richtung Zentrum einspuren, dann der Rosenbergstraße folgen bis zum Blumenbergplatz, Parkplätze vor der Grabenhalle oder im Parkhaus Unterer Graben Legende: Grundlagenstudium: K I Kommunikation I Grundlagenstudium L I G I K I M I Aufbaustudium P I K II P I K II M II G II P II L II M I Management I Master Thesis MT MT MT MT MT MT MT MT L I Leadership I 2015 G I Gestaltung I Grundlagenstudium L I G I K I M I Aufbaustudium P I K II P I K II M II G II P II L II Aufbaustudium: Master Thesis MT MT MT MT MT MT MT MT P I Projekt I 2016 K II Kommunikation II Grundlagenstudium L I G I K I M I M II Management II Aufbaustudium P I K II P I K II M II G II P II L II Master Thesis MT MT MT MT MT MT MT MT G II Gestaltung II L II Leadership II Grundlagenstudium L I G I K I M I Aufbaustudium P I K II P I K II M II G II P II L II Master Thesis MT MT MT MT MT MT MT MT MT MT: Master Thesis P II Projekt II 6 7

6 LDK CAMPUS STIPENDIEN IM MASTERSTUDIENGANG Mit dem LDK Campus steht ein studienbezogenes Internet und Intranet zur Verfügung, um die Kommunikation und Kollaboration zwischen Studierenden, Lehrenden und Alumni optimal zu fördern. Der LDK Campus ist ein maßgeschneidertes System für Studierende, Lehrende und das Studiengangsteam. Er bietet unter anderem: Kontaktdaten aller Personen des Masterstudiengangs umfassendes Downloadarchiv und Projektarchiv studiengangsrelevante und aktuelle Informationen Sie finden den Campus unter ldk-campus.de Mit Fragen und Anregungen rund um den LDK Campus wenden Sie sich bitte an unseren studentischen Mitarbeiter Damian Gerbaulet Er weist Sie gerne in die Möglichkeiten des LDK Campus ein und macht Sie mit den einzelnen Tools vertraut. DKB-Stipendien Seit Bestehen des Studiengangs Leadership in Digitaler Kommunikation unterstützt die Deutsche Kreditbank AG (DKB) ausgewählte Studierende des Masterprogramms durch die Vergabe von Stipendien. Die DKB ermöglicht damit Bewerberinnen und Bewerbern das Studium, die über Berufserfahrung verfügen, jedoch nicht bei einem Unternehmen angestellt sind und den Studiengang nicht selbst finanzieren können. Wer sich für die Umsetzung des Themas digitale Kommunikation im Bankwesen interessiert, kann sich für das Stipendium der DKB bewerben. Joseph-Weizenbaum-Stipendium Die Universität der Künste Berlin vergibt das Joseph-Weizenbaum-Stipendium. Es richtet sich an Berufstätige oder Selbstständige, die sich mit dem Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation beruflich höherqualifizieren wollen und das Studium nicht selbst finanzieren können. Besonders wichtig für die Auswahl der Stipendiaten ist eine ausgezeichnete digitale Bewerbungsmappe. Des Weiteren müssen die finanziellen Verhältnisse, bereits bei der Bewerbung, offen gelegt werden, damit erkennbar ist, dass der Studiengang nicht selbst finanziert werden kann. Fehlt der finanzielle Nachweis, wird eine Stipendienbewerbung nicht berücksichtigt. Es ist möglich sich auf beide Stipendien zu bewerben. Die Stipendien umfassen die Übernahme der Studiengebühren in Höhe von Euro; Immatrikulationsgebühren, Reise- und Lebenshaltungskosten sind nicht enthalten. Bewerberinnen und Bewerber müssen für ein Stipendium für den Studiengang Leadership in Digitaler Kommunikation zugelassen sein. Detaillierte Informationen zu den Auswahlkriterien und zur Stipendienvergabe erhalten Sie bei: Dana Neubert 8 9

7 KOMMUNIKATION I KOMMUNIKATION I Modulbeschreibungen Kommunikation I Themengebiete Kommunikationstheorie, -prozesse und -modelle Nutzerpsychologie Markt- und Trendforschung Audiovisuelle Kommunikation und Digitalisierung Modulverantwortliche Dozenten Prof. Dr. Dieter Georg Herbst (Honorarprofessor) und Christoph Tapper Lehrende Prof. Dr. Justin Becker Prof. Andreas Mack (Honorarprofessor) Tobias Sievers Christoph Tapper Zeitraum Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Modulbeschreibung Die Themengebiete des Moduls werden in vier großen Blöcken behandelt: Kommunikation und Medien: Modelle, Theorien, Entwicklungen Internet-Nutzerpsychologie, Nutzer- und Konsumentenverhalten Audiovisuelle Kommunikation und Digitalisierung Methoden der empirischen Markt- und Trendforschung Die Blöcke beleuchten dabei jeweils unterschiedliche Aspekte der Kommunikation, die sich inhaltlich ergänzen und deren Kenntnis insgesamt eine Voraussetzung für das professionelle Durchschauen und Managen von Kommunikationsprozessen ist. So vermittelt der erste Block des Moduls grundlegendes Wissen über Kommunikationsprozesse und die Entwicklung und Wirkungsweisen medialer Kommunikation, während sich der zweite Block speziell der Analyse und Gestaltung audiovisueller Kommunikation im digitalen Kontext widmet. Der Bereich Nutzerpsychologie nimmt die Rezipienten digitaler Kommunikation ins Visier und beleuchtet Aspekte wie Verhalten, Entscheidungs- und Informationsverarbeitungsprozesse sowie mögliche Segmentierungen von Konsumenten und Internetnutzern. Mit welchen Methoden sich Informationen über Rezipienten, Märkte und Trends als essentielle Basis jeder zielgerichteten Kommunikationsplanung ermitteln lassen, wird schließlich im letzten Block behandelt. Modulziele Die Studierenden können Medien und Kommunikation analysieren und verstehen sowie die damit verbundenen Prozesse, deren Komplexität und Interdependenzen. Sie besitzen ein vertieftes Verständnis medialer Strukturen und Inhalte in Theorie und Praxis und können die vermittelten und diskutierten theoretischen Modelle und analytischen Methoden auf praktische Aufgaben und Probleme anwenden. Sie können sich analytisch-fachlich mit Medien und Kommunikation auseinandersetzen und komplexe Arbeits- und Produktprozessen der Medienkommunikationsbranche verstehen. Sie verfügen über Analyse- und Gestaltungskompetenz für verschiedene filmische Formate und die damit verbundenen Kommunikations- und Verbreitungsziele. Gewichtung der Prüfungsleistung Die Prüfungsleistung besteht in einer Portfolioprüfung: Recherche, Präsentationen von Teilarbeitsschritten im Plenum und Ausarbeitung (Hausarbeit) von Ergebnissen der Projektarbeit. Zu Beginn des Moduls wird die Aufgabe zur Hausarbeit gestellt, die alle vier Themengebiete des Moduls in gleicher Gewichtung für die Gesamtnote umfasst. Die jeweiligen Themengebiete fließen zu jeweils 25% Prozent in die Benotung ein. Kommentare Christoph Tapper Kommunikation und Medien Nach der Betrachtung grundlegender Theorien von Kommunikation und Kommunikationsprozessen im Kontext der Medienentwicklung werden verschiedene Modelle zur Mediennutzung sowie zur Kommunikations- und Medienwirkungsforschung behandelt. Dabei werden insbesondere Ansätze zu den Wechselverhältnissen von Kommunikation und Persuasion, von interpersonaler und Massenkommunikation, von Medien und öffentlicher Meinungsbildung oder von Realität und Medienrealität dargestellt, darunter Agenda-Setting, Uses-and-Gratifications Approach, ELM, Kultivierungsansatz und Mehr-Stufen-Ansätze. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Ableitung und Diskussion praktischer Anwendungsmöglichkeiten der erörterten Theorien: So schließt sich an die meisten vorgestellten Modelle ein aus der Kommunikationspraxis entlehntes Fallbeispiel an, in dem die Studierenden in Gruppenarbeit oder in gemeinsamer Diskussion im Kurs 10 11

8 KOMMUNIKATION I KOMMUNIKATION I den zuvor vermittelten Stoff praktisch anwenden und vertiefen können. Zu Beginn des Kontaktstudiums werden die Literaturliste sowie das Seminarskript zum Teilmodul in das Intranet Campus gestellt. Prof. Andreas Mack Internet-Nutzerpsychologie, Nutzer- und Konsumentenverhalten Zur Beschreibung und Analyse des Verhaltens von Internet-Nutzern eignen sich die Konstrukte und Prozesse des Konsumentenverhaltens. Nach konkreten Beispielen aus dem Nutzerverhalten im Internet folgt eine Einführung in das Konsumentenverhalten mit dem Ziel, den Teilnehmern eine wissenschaftlich fundierte und pragmatisch nutzbare Tool-Box für die Analyse des Nutzerverhaltens vorzustellen. Um Verhaltenstypen in Zielgruppen anzulegen, werden die Sinus-Milieus eingeführt und zur Typenanalyse und bildung herangezogen. Verhaltensdimensionen und Nutzertypen werden wiederum mit Marktpotenzialen und Trends abgeglichen, um die Relevanz von Nutzertypen für die Segmentierung beurteilen zu können. Insgesamt entsteht so ein Überblick von wissenschaftlichen Methoden und pragmatischen Werkzeugen zur Analyse des Verhaltens von Nutzern im Internet. Ein Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf Prozessen der Informationsaufnahme und verarbeitung, die für Konsumentscheidungen relevant sind. Die Werkzeuge aus der Tool-Box werden in aufeinander aufbauenden Übungsteilen vertieft. Prof. Dr. Justin Becker Markt- und Trendforschung Für jede zielgerichtete Entscheidung ist eine solide und gesicherte Informationsbasis erforderlich. Im ersten Bereich, Marktforschung, lernen die Studierenden die konzeptionellen und methodischen Grundlagen der Informationsbeschaffung kennen. Vor allem die Methoden der Primärforschung (Befragung, Beobachtung, Experiment) werden ausführlich dargestellt. Hierzu ist eine Einführung in die Messtheorie notwendig. An einem praktischen Fallbeispiel wird ein Marktforschungsprojekt eigenständig geplant. Anschließend werden Datenbereinigung und -auswertung erklärt. Die Zukunfts- und Trendforschung bildet den zweiten Teil. Dazu werden auch hier die einzelnen Methoden vorgestellt. Vor allem der wissenschaftliche Erklärungsgehalt von Ansätzen der Trendforschung wird kritisch diskutiert. Tobias Sievers Audiovisuelle Kommunikation und Digitalisierung Bis vor wenigen Jahren hat sich der Diskurs um audiovisuelle Kommunikation fast ausschließlich um Film und Fernsehen gedreht aber mit der Digitalisierung ist ein stetiger Wandel eingetreten: audiovisuelle Kommunikation hat nicht nur Schritt für Schritt immer neue Bereiche unseres Lebensraums erobert, ist nicht nur wandelbarer und interaktiver geworden, auch die klassische Rollenverteilung zwischen Rezipient und Produzent löst sich zunehmend auf. Zeit also, eine Bestandsaufnahme des Arbeitsfeldes zu machen und gemeinsam mittels Beispielen, Studien und Diskussionen eine Systematik des Arbeitsfeldes und ein Verständnis für die laufende Entwicklung zu gewinnen. Auf diese Grundlagen baut eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit den Wirkungsmechanismen der audiovisuellen Kommunikation und daraus abgeleiteten Gestaltungsmethoden auf. Einblicke in die Abläufe der digitalen audiovisuellen Medienproduktion vervollständigen das Bild und bilden die Grundlage für Gruppenarbeiten, die eine selbständige Konzeption und Kreation von digitaler audiovisueller Kommunikation zum Ziel haben. Basisliteratur Alby, T. (2008): Web Aufl. München. Backhaus, K./Erichson, B./Plinke, W./Weiber, R. (2006): Multivariate Analysemethoden. Eine anwendungsorientierte Einführung. 11. Aufl. Berlin und Heidelberg. Bauer, H.; Neumann, M.; Rösger, J. (2004): Konsumentenverhalten im Internet. München. Beck, K. (2010): Kommunikationswissenschaft. 2. Aufl. Konstanz. Berekoven, L.; Eckert, W.; Ellenrieder, P. (2004): Marktforschung. Methodische Grundlagen und praktische Anwendung. 10. Aufl. Wiesbaden. Bordwell, D.; Thompson, K. (2012): Film Art. An Introduction. 10. Aufl. New York. Bryant, J.; Thompson, S.; Finklea, B. (2013): Fundamentals of Media Effects. 2. Aufl. Long Grove. Hermann, A.; Homburg, Ch. (2000): Marktforschung. Methoden, Anwendung, Praxisbeispiele. 2. Aufl. Wiesbaden. Joinson, A. N. (2003): Understanding the Psychology of Internet Behaviour. Virtual Worlds, Real Lives. Hampshire. Kuß, A. (2005): Marktforschung. Grundlagen der Datenerhebung und Datenanalyse. Wiesbaden. Malhorta, N.K.; Birks, D.F. (2006): Marketing Research. 2nd European Edition. New York. Matula, T. (2011): Social Media Marketing. Handbuch für Vorstände, Geschäftsführer und Marketingleiter. Berlin. Mikos, L. (2003): Film und Fernsehanalyse. 2. Aufl. Konstanz Schmidt-Matthiesen, C.; Clevé, B. (2010): Produktionsmanagement für Film und Fernsehen. Konstanz. Schweiger, W.; Beck, K. (Hrsg.) (2010): Handbuch Online-Kommunikation. Wiesbaden

9 MANAGEMENT I MANAGEMENT I Management I Themengebiete Ökonomie der digitalen Kommunikation Geschäftsmodelle Business Development Businessplan Budgetplanung und Controlling Modulverantwortliche Dozentin Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva (HSG) Lehrende Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva (HSG) Zeitraum Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität St. Gallen Institut für Medien und Kommunikationsmanagement (MCM), Blumbergplatz 9, CH-9000 St. Gallen Modulbeschreibung Die Veranstaltung besteht aus zwei thematischen Teilen: Der erste Teil ist den betriebswirtschaftlichen Aspekten der digitalen Kommunikation und der Gestaltung von Geschäftsmodellen und einer Einführung in die Gestaltung von Businessplänen gewidmet. Der zweite Teil vertieft das Thema Gestaltung von Businessplänen, führt in das Thema Berechnung eines Business Cases ein und bezieht sich auf das Management und Controlling von bereits realisierten Geschäftsmodellen. Modulziele Die Studierenden kennen die wichtigsten Gesetze der Digitalen Ökonomie. Sie kennen Ansätze zur Gestaltung von Geschäftsmodellen und Businessplänen sowie Ansätze zur Budgetplanung und Controlling. Sie wissen, welche Grundprinzipien bei der Gestaltung von Geschäftsmodellen und Businessplänen zu berücksichtigen sind und wie sie konkret vorgehen können. Die Studierenden können Geschäftsmodelle, Businesspläne, Business Cases und Budgets entwickeln. Gewichtung der Prüfungsleistungen Die Gruppenarbeit geht zu 70 Prozent und die schriftliche Prüfung zu 30 Prozent in die Gesamtnote ein. Kommentar Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva Am Anfang des ersten Teils wird der allgemeine wirtschaftliche Rahmen der Informationswirtschaft aufgezeigt. Unter anderem werden Themen wie Netzwerkeffekte, der Einfluss von Standards, Preisgestaltungsansätze und neue Phänomene wie Aufmerksamkeitsökonomie behandelt. Dieser erste Themenbereich steckt den Kontext, in welchem die digitale Kommunikation stattfindet, ab. In einem nächsten Schritt werden Geschäftsmodelle definiert und deren Komponenten beschrieben. Die Gestaltung von Geschäftsmodellen wird an Fallstudien von erfolgreichen und gescheiterten Modellen illustriert und geübt. Ein besonderer Schwerpunkt ist die finanzielle Gestaltung von Business Modellen. Nach einer theoretischen Einführung in die Entwicklung von Business Modellen wird in Gruppen im Selbststudium ein Business Plan entwickelt. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Thema Business Plan vertieft, das Thema Business Case behandelt, sowie spezifische Konzepte zum Controlling und Budgetieren von Lösungen vorgestellt und geübt. Basisliteratur Anderson, C./Schlatterer, H./Bayer, M. (2007): The Long Tail - Der lange Schwanz: Nischenprodukte statt Massenmarkt. München. Bartélemy, F./Knöll, H.D./Salfeld, A./Schulz-Sacharow, C. (2011): Balanced Scorecard: Erfolgreiche IT-Auswahl, Einführung und Anwendung: Unternehmen berichten. Wiesbaden. Jarvis, J./Holtsch, H. (2009): Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet- Giganten profitiert. München. Kaplan, R.S./Norton, D.P. (1996): The Balanced Score Card. Boston. Kropf, M. (2003): Controlling für Electronic- Business. Ein ganzheitliches Steuerungssystem von der Strategie bis zur Umsetzung. Wiesbaden. Osterwalder, A. (2011): Business Model Generation. Frankfurt. Shapiro, C./Varian, H.R. (1999): Online zum Erfolg. München.Stanoevska-Slabeva, K./Meckel, M. (2008): Web 2.0. Baden-Baden. Surowecki, J. (2005): The Wisdom of Crowds. New York. Tapscott, D./Williams, A.D. (2008): Wikinomics How Mass Collabration Changes Everything. New York

10 LEADERSHIP I LEADERSHIP I Leadership I Themengebiete Führen und Kommunikation Führen und Strategie Führen Ethik und Werte Führen und Konflikte Modulverantwortliche Dozentin Prof. Dr. Sabine Fischer (Honorarprofessorin) Lehrende Detlev Trapp Prof. Dr. Stefanie Dänzler Thomas Marschall Roger Kihn Zeitraum Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Modulbeschreibung Im Modul Leadership I sollen Führungsfelder und -methoden kennengelernt, reflektiert und eigene Führungsfähigkeiten im Seminarkontext ausgebaut werden, die eine grundständige Berufsanforderung abbilden. LI geht insbesondere auf Spannungsfelder dieser Führungsansätze ein und vermittelt theoretisches und praxisbezogenes Wissen und Methoden über Kommunikationsanforderungen und -aufgaben in der Führung von Mitarbeitern und Unternehmen, über die Gestaltung von Strategien und deren Anforderungen und Ausprägungen im digitalen Markt und nicht zuletzt über Führungsmaßstäbe und -haltungen als Grundlagen wirtschaftlichen Handelns. Das Studium von Führungskompetenzen setzt auf praktische Selbsterprobung der Studierenden im Seminarkontext. Organisationale wie inhaltliche Selbstführung, Themenführung oder Teamarbeit werden beispielhaft als Konflikt-Chancen und -Risiken reflektiert. Modulziele Die Studierenden kennen die Entwicklung und Bedeutung von tradierten und zeitgenössischen Gesetzmäßigkeiten für strategische Managemententscheidungen. Sie wissen, was Strategie im permanenten technologischen Wandel bedeutet und wie sie in im Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik schlüssig entwickelt werden können. Die Studierenden kennen wirtschaftsethische Fragen aus Unternehmenssicht und wissen diese in die Strategie von Geschäftsmodellen und Produktentwicklungen zu integrieren und ethische Fragen im Alltag von Mitarbeitern wirksam zu einzubetten. Die Studierenden wissen um das Thema Kommunikation als Führungsaufgabe, kennen auch hier die Konsequenzen der Digitalisierung und können Methoden und Instrumente auf ihre eigene Führungspraxis übertragen. Sie können Konflikte erkennen und gezielt lösen. Gewichtung der Prüfungsleistung Die Prüfungsleistung besteht in einer Portfolioprüfung: Recherche, Klausur und/oder Präsentation und Ausarbeitung (Projektdokumentation oder Hausarbeit) von Arbeitsergebnissen. Die Gewichtung der Prüfungsleistung wird am ersten Kontakttag bekannt gegeben. Zentrale Fragestellungen Was ist Leadership und welchen Zusammenhang gibt es zu Strategien, Führungskonzepten sowie Informations- und Kommunikationsverhalten? Was bedeutet Strategie, Kommunikation und Werthaftigkeit in einer dynamischen Umwelt und bei der relativ knappen Vorhaltzeit von Wissen und Informationen? Können und - wenn ja, wie - sollen Verhaltens-und Kommunikationsprozesse initiiert und gesteuert werden? Wie lässt sich Kommunikation als Führungsaufgabe in der Praxis erfolgreich umsetzen? Ist Führung per se ein Wert oder gibt es übergeordnete ethische Regeln, die grundlegender Bestandteil eines Führungssystems sein sollten? Kommentare Prof. Dr. Stefanie Dänzler Führung und Strategie Das Thema Unternehmensführung und Unternehmensstrategie adressiert die Frage, wie sich strategisches Denken und Handeln im Zuge des The Second Machine Age für Unternehmen und Führungspersonen verändert. Die Technologie rast und als Folge der Digitalisierung verändern sich nicht nur die Volkswirtschaften der Welt sondern auch die betriebswirtschaftlichen und strategischen Herausforderungen für Unternehmen. Es gilt, diese Entwicklung und deren Zusammenhänge als Führungskraft zu verstehen und das Unternehmen auf die zukünftigen Chancen und Risiken vorzubereiten. Im Mittelpunkt des Seminars steht die agile Führung von 16 17

11 LEADERSHIP I LEADERSHIP I Unternehmen als strategische Marken. Die Autoren Eric Brynjolfsson und Andrew McAfee legen mit Ihrem Werk The Second Machine Age den Grundstein für unser Seminar und geben uns Einblicke, in eine Welt in der sich die Information vom Medium trennt und sich die wirtschaftlichen Zusammenhänge verändern. Daten und deren Algorithmen rücken immer stärker in den Fokus von strategischen Entscheidungen und beeinflussen den Umgang mit Informationen im Unternehmen. Das Werk von Viktor Mayer-Schönberger und Kenneth Cukier Big Data liefert hierzu eine perfekte Ergänzung. The Digitization of just about everything verändert die Unternehmensstrategie und führt zu agilen Managementmethoden. Der agile Management-Kreislauf, Build- Learn und Test steht hierbei im Mittelpunkt und soll den Teilnehmern neue Handlungsempfehlungen erschließen. Literatur Erik Brynjolfsson, Andrew McAffee, (2014), The Second Machine Age, W.W.Norton&Company Ltd. Viktor Mayer-Schönberger, Kenneth Cukier (2013), Big Data, A Revolution that will transform How we live, Work and Think, John Murray (Publisher) Clayton Christensen (2011): The Innovator s Dilemma: The Revolutionary Book That Will Change the Way You Do Business, Harper Business F. Esch/T. Tomczak/J. Kernstock/T. Langer, Corporate Brand Management, Marken als Anker strategischer Führung von Unternehmen, 2 Auflage, 2006, Gabler Verlag Stefanie Dänzler, Thomas Heun (Hrsg.) (2014) Marke und digitale Medien, Der Wandel des Markenkonzepts im 21. Jahrhundert, Springer Gabler Detlev Trapp Kommunikation als Führungsaufgabe Im Zentrum des Moduls steht die Frage, wie die Herausforderungen unserer Zeit die Anforderung an die Führungsfunktion verändern und welche Schlüsselrolle dabei der Kommunikation zukommt. Unser persönlicher Bezugsrahmen bestimmt unser individuelles Bild von Führung, unsere Wahrnehmung und Kommunikation. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Führung und den eigenen Führungsrollen setzt daher bei einer Klärung der Konzepte sowie der individuellen mentalen Modelle an. Tradierte Führungsansätze, die auf klassischen Mustern und Grundannahmen basieren, verlieren aktuell in vielen Organisationskontexten ihre Wirkung, weil sich deren Aufbau- und Steuerungslogik verändern. Unterstützt wird diese Transformation durch die steigende Nutzung von Social Media Plattformen innerhalb und außerhalb von Organisationen. Flache Hierarchien, virtuelle Zusammenarbeit, neue Arbeitswelten und innovative Formen der Zusammenarbeit erfordern ein Umdenken in Bezug auf Führung. Neue postheroische Führungsparadigmen setzen einen anderen Umgang mit Kommunikation als Führungsaufgabe voraus und erfordern gleichzeitig eine Lösung von traditionellen Erfolgsmustern der Führung. Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen: Welche individuellen Vorstellungen und Konzepte verbinde ich mit Führung? Wie verändern sich die Anforderungen an die Führungsfunktion heute? Wie hängen Führung und Personalentwicklung zusammen? Über welche Instrumente und Ansätze kann die Führungskraft heute Kommunikation und Zusammenarbeit wirkungsvoll gestalten? Welche Kompetenzen werden in dem Zusammenhang wichtiger? Literatur David Rooke and William R. Torbert: 7 Transformations of leadership. Harvard Business Review, April 2005 Frederick Laloux: Reinventing Organizations. A Guide to Creating Organizations Inspired by the Next Stage of Human Consciousness. Brussels 2014 Martin Gerber, Heinz Gruner: Orientierung 108, FlowTeams Selbstorganisation in Arbeitsgruppen. Arbeitspapier der Credit Suisse 2012 Fred Kofman: Conscious Business: How to Build Value Through Values. Boulder Roger Kihn Konfliktmanagement Wie im alltäglichen Zusammenleben treffen auch bei der Zusammenarbeit im Unternehmen Menschen mit ganz verschiedenen Ansichten, Gewohnheiten und Wertevorstellungen aufeinander. Starke Emotionen und Denkblockaden können dabei in vielen Situationen konstruktive Lösungen verhindern. Dieser Block vermittelt an modellhaften Beispielen einen bewussten und konstruktiven Umgang mit Konflikten und Konfliktpotenzialen. Zentrale Fragestellungen sind: Wie steht es um meine innere Einstellung zu Konflikten und welche Strategien nutze ich, um sie zu lösen? Welche Kommunikationsmodelle helfen Konflikten vorzubeugen und welche helfen, wenn es geknallt hat? Wie können rationale und emotionale Intelligenz vorhandene Verhaltensmöglichkeiten erweitern? Literatur Konfliktmanagement Altmann,Gerhard / Fiebiger,Heinrich / Müller,Rolf: Mediation: Konfliktmanagement für moderne Unternehmen(2001) Beltz u. Gelberg ISBN-10: Ballreich, Rudi / Glasl, Friedrich Konfliktmanagement und Mediation in Organisationen, 1. Aufl. (2010), Concadora Verlag, ISBN: Dulabaum, N. L. Mediation: Das ABC; Die Kunst, in Konflikten erfolgreich zu vermitteln. (2003). Weinheim, Basel, Beltz Weiterbildung ISBN-10: Hertel, Anita von: Professionelle Konfliktlösung (2009 ) Campus ISBN-10: Knapp, Peter: Konfliktlösungs-Tools 2012 managerseminare Verlag, ISBN: Schreyögg, Astrid: Konfliktcoaching (2011) Campus ASIN: B005TGZSV6 Simon, Fritz B.: Einführung in die Systemtheorie des Konflikts 1. Aufl. (2010) Carl-Auer-Systeme, ISBN:

12 LEADERSHIP I LEADERSHIP I Literatur Kommunikation Cole, K:. Kommunikation klipp und klar. (2003) Weinheim, Basel, Beltz ISBN Rosenberg, Marshall: Gewaltfreie Kommunikation. 9. Auflage. Junfermann, Paderborn 2010, Rust, Serena: Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt vier Schritte zur einfühlsamen Kommunikation (2006) Kona ISBN-10: X Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander Reden 1 3: Störungen und Klärungen. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung. Das Innere Team und situationsgerechte Kommunikation 1. Auflage (2011) rororo ISBN-10: Stroebe, Rainer W.: Kommunikation I. Grundlagen, Gerüchte, schriftliche Kommunikation. 6. Aufl., Sauer I.H. Verlag GmbH; 2001 ISBN Linker, Wolfgang.: Kommunikative Kompetenz: weniger ist mehr!: Die Mikromuster der Impuls Kommunikation GABAL-Verlag GmbH; Auflage: 2. (2009) ISBN-10: Watzlawick, Paul: Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien (2011) Auflage: 12, Huber, Bern;. Auflage. ISBN-10: Specials Schelen, Frank: Menschenkenntnis auf einen Blick (2006) 3. Auflage, Moderne Verlagsgesellschaft MVG-Verlag ISBN-10: Seliger, Ruth: Das Dschungelbuch der Führung: Ein Navigationssystem für Führungskräfte 3. Auflage Carl Auer-Systeme ISBN-10: Earnhart, Philipp / Krogerus, Mikael: 50 Erfolgsmodelle. Kleines Handbuch für strategische Entscheidungen Kein & Aber; Auflage: 14 (25. Oktober 2008) ISBN-10 Thomas Marschall Ethik und Werte der Führung Aktuelle gesellschaftliche Megatrends wie Verantwortung leben und Nachhaltigkeit hinterlassen zunehmend ihre Spuren in Organisationen und Unternehmen. Vor diesem Hintergrund gewinnen wirtschaftsethische Fragestellungen an Relevanz. In der digitalen Kommunikation kann dies besonders deutlich werden: neben den klassischen Fragen nach Persönlichkeitsrechten und Datenschutz geht es auch um die Transparenz dessen, was jeder Nutzer bewusst entscheiden oder eben nicht kann - beispielsweise mit Blick auf die Suchalgorithmen und nutzerabgeleitete Suchfilter. Die Veranstaltung eröffnet den Teilnehmern die Chance zu verstehen, wie ethische Zielkonflikte in strategischen und täglichen Entscheidungen erkannt werden und wie mit Hilfe von Blickwinkeln diese Konflikte als Lösungstreiber genutzt werden können. Abseits von eindimensionalen Instrumenten wie einem Code of Conduct sind wirtschaftsethische Fragen aus Sicht eines Unternehmens für Strategie, Geschäftsmodell und Produktentwicklung essentiell und Sie sind Basis einer wirksamen Führung. Wir richten das Augenmerk auch darauf, wie diese ethischen Fragen im Alltag von Mitarbeitern wirksam eingebettet werden. Dazu werden einerseits grundlegende Ansätze und Fragestellungen der Integrativen Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich behandelt. Andererseits werden wir mit dem Dilemma-Spiel arbeiten - und dabei vorgegebene Fälle spielen als auch konkrete eigene Fälle aus dem Alltag entwickeln und dabei sehr praxisnah ethische Fragestellungen erfahren und bearbeiten. Schießlich werden wir ergänzend das Wertemanagement-System nach Prof. Wieland kennen lernen - es ermöglicht eine organisationale Absicherung ethischen Entscheidungsmanagements in Unternehmen. Literatur Ulrich, P.: Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie. 4. vollst. neu bearb. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien: Haupt 2008 Ulrich, P.: Zivilisierte Marktwirtschaft. Eine wirtschaftsethische Orientierung. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, Bern/Stuttgart/Wien: Haupt 2010 (208 S.). (Ursprüngliche Ausgabe: Der entzauberte Markt. Eine wirtschaftsethische Orientierung, Freiburg i.b.: Herder 2002.) Revidierte Taschenbuchbuchausgabe (auf Verlagswunsch unter verändertem Titel): Zivilisierte Marktwirtschaft. Eine wirtschaftsethische Orientierung, Freiburg i.b.: Herder spektrum, 1. und 2. Aufl Aktualis. u. erw. Neuausgabe, Bern u.a.: Haupt Ulrich, P.: Auf der Suche nach der ökonomischen Vernunft, in: Dossier zukunftsfähig wirtschaften II, hrsg. von der Katholischen Sozialökonomie Österrreichs, Nr. 06/ 2005, Wien 2005, S Breuer, M./Mastronardi, Ph./Waxenberger, B. (Hg.): Markt, Mensch und Freiheit: Wirtschaftsethik in der Auseinandersetzung, Bern u.a.: Haupt 2009 Büscher, Martin: Integrative Wirtschaftsethik (Peter Ulrich), in: Assländer, M. S. (Hrsg.), Handbuch Wirtschaftsethik, Stuttgart: Metzler 2011, S Normativität und Governance. Marburg: Metropolis Metropolis-Reihe Studien zur Governanceethik, Band 3. Die Ethik der Governance. Marburg: Metropolis 1999 (3. Auflage 2004). Metropolis-Reihe Studien zur Governanceethik, Band 1. Die Praxis gesellschaftlicher Verantwortung im Mittelstand. Regionale CSR-Strategien und Praxis der Vernetzung in KMU. Marburg: Metropolis-Verlag Metropolis-Reihe Studien zur Governanceethik, Band 9 Hans Küng/Klaus M. Leisinger/Josef Wieland: Manifest für ein globales Wirtschaftsethos/Manifesto for a global economic ethic. München: dtv 2010 Behavioural Business Ethics Psychologie, Neuroökonomik und Goveranceethik. Marburg: Metropolis-Verlag Metropolis-Reihe Studien zur Governanceethik, Band

13 GESTALTUNG I GESTALTUNG I Gestaltung I Themengebiete Theorie, Geschichte und Selbstverständnis des Designs Ästhetik, Rhetorik und Semiotik visueller Kommunikation Informations-und Kommunikationsdesign, Service Design Design Thinking, Design Methoden Designforschung, Design Diskurs, Designmanagement Mareis, Claudia (2011). Design als Wissenskultur Interferenzen zwischen Modulziele Design- und Wissensdiskursen seit 1960, Bielefeld: transcript. Die Studierenden kennen die systematischen und historischen Grundlagen des Rawsthorn, Alice (2013). Hello World: Where Design Meets Life, Hamish Hamilton. Designs. Sie haben einen Überblick über seine Methoden und Wirkungsfelder. Sie wissen, welche Aufgaben Design innerhalb der Führungsaufgaben der Kommunikation wahrnimmt. Die Studierenden haben Elemente von Designprozessen kennen- Stoklossa, U.& Rempen, T. (2005). Blicktricks Anleitung zur visuellen Verführung. Verlag: Hermann Schmidt gelernt und an Fallstudien praktisch umgesetzt. Die Studierenden können Design als Erfolgsfaktor einschätzen und gewinnbringend einsetzen. Gewichtung der Prüfungsleistungen Die Prüfungsleistung besteht in einer Portfolioprüfung. Bewertung der Gruppenarbeit über den Designprozess: 20% Recherche und Projektidee, 50% Konzeption, Entwurf, Umsetzung sowie 30% Präsentation und Dokumentation. Modulverantwortlicher Dozent Prof. Dr. Christof Breidenich Lehrender Prof. Dr. Christof Breidenich Zeitraum Kontaktstudium Modulbeschreibung Gestaltung jenseits von Dekoration und Verschönerung bildet die zentrale Schnittstelle zwischen Medien und Nutzern. Ein breites Basiswissen hinsichtlich von historischen, kognitiven und ästhetischen Grundlagen von visueller, multimedialer und serviceorientierter Gestaltung soll mit der Fähigkeit technische und praktische Übungen anzuwenden eine Basis aus Wissen und Können für heterogene Problemstellungen in der Kommunikation vereinen. Die Teilnehmer sollen Design als multidimensionale Strategie und integriertes Arbeiten in allen Lebensbereichen verstehen lernen. Ästhetik und Modellbildung spielen eine ebenso gewichtige Rolle, wie technische und mediale Formate, ethische Grundhaltung, Globalisierung und Nutzer orientiertes Design. Das Ziel mittels Design Innovation, Wirkung und Werte zu erzielen, beinhaltet die Integration von Design auf allen Managementebenen. Iteratives Annähern mittels kreativer Methoden sollen das Bewusstsein für Prozesse, teambasiertes Entwerfen und strategisches Denken und Wissen schaffen. Fallstudien und Forschungsansätze bilden dabei ein heterogenes Fundament für das Verständnis und die Arbeit an komplexen Problemstellungen. Kommentar Substantielle Veränderungen in einer Welt mit stetig steigender medialer Komplexität werden immer dann wirksam, wenn Orientierung, Vereinfachung und Zugänglichkeit für den Kunden (Rezipienten) in höchstem Maße gewährleistet sind. Dabei definiert sich Design nicht als Verschönerung der Dinge sondern als Strategie zur Problemlösung und Verbesserung von Informations- und Kommunikationsprozessen in Werbung, Corporate Identity, Interface Benutzung, Multi- und Cross-Media. Basisliteratur Best, Kathryn (2010). Grundlagen des Designmanagements. München: Stiebner. Breidenich, C. (2010): Design Ästhetik, Kommunikation, Interaktion. Verlag: Springer, X.media.press. Brown, Tim & Katz, Barry (2009). Change by Design. How design thinking can transform organizations and inspire innovation. New York NY: Harper Collins. Curedale, Robert (2012). Design Methods 1: 200 ways to apply Design Thinking, Design Community College. Curedale, Robert (2013). Design Methods 2: 200 more ways to apply Design Thinking, Design Community College. Erlhoff, Michael (Hrsg.) (2007). Wörterbuch Design: Begriffliche Perspektiven des Design. Birkhäuser. Friedrich, Thomas & Schweppenhäuser, Gerhard (2010). Bildsemiotik Grundlagen und exemplarische Analysen visueller Kommunikation. Birkhäuser. Jacobson, Robert (2000). Information Design. The Mit Press. Katz, Joel (2012). Designing Information: Human Factors and Common Sense in Information Design. John Wiley & Sons. Kelley, Tom & David (2013). Creative Confidence. Unleashing the Creative Potential Within Us All, Crown Business. Kelley, Tom & Littman, Jonathan (2002). Das IDEO Innovationsbuch. Wie Unternehmen auf neue Ideen kommen. München: Econ Verlag.

14 PROJEKT I PROJEKT I Projekt I Themengebiete Projektmanagement: Projektdefinition, Projektplanung, Projekt-Controlling und Reporting, Projektabschluss Projektvorgehensmodelle Projektkommunikation Klassischer Wasserfallansatz sowie agile Methoden des Projektmanagements Management eines eigenen unternehmensbezogenenen, umfassenden Projekts Modulverantwortlicher Dozent Johannes Vogel Lehrende Patrick Betz Johannes Vogel Zeitraum Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Modulbeschreibung Unterrichtsinhalte sind neben einem theoretischen Überblick über verschiedene Projektmanagement Methoden und Werkzeuge zum Thema Projektmanagement auch Kommunikationspläne, Risikomanagement, Reporting, Statusberichte und Teammanagement sowie soft skill -Themen wie Moderation und Aspekte der Projektkultur. Die erlernten theoretischen Inhalte werden im Rahmen einer Case Study projektphasenbegleitend mit Übungen zur Projektdefinition, zur Projektplanung, zu Projektkommunikation- und Risikomanagement und zu Projektstatusberichterstattung praxisorientiert in Teamarbeit erarbeitet. Die Studierenden bearbeiten weiterhin eigenständig ein Projekt aus ihrem beruflichen oder einem anderen Kontext, um die Lerninhalte zu verfestigen. Modulziele Die Studierenden kennen die Grundlagen erfolgreichen Projektmanagements. Nach Teilnahme am Modul können die Studierenden eigene digitale und traditionelle Projekte erfolgreich planen, aufsetzten, steuern. Darüber hinaus können sie eine Reihe kritischer soft skills im Projektverlauf situationsgerecht einsetzen. Die Studierenden erhalten eine Übersicht über traditionelle und agile Methoden des Projektmanagements. Sie wenden ihr Wissen und die behandelten Werkzeuge aktiv auf ein konkretes Projekt aus ihrem Arbeitsumfeld oder einem anderen Umfeld an. Gewichtung der Prüfungsleistung Die Prüfungsleistung besteht in der Präsentation von Projektarbeitsergebnissen und einer abschließenden Dokumentation (Projektbericht). Bewertet werden die Erstellung einer Projektdefinition, eines exemplarischen Statusberichts, eines Projektberichts und die Präsentation des Projekts. Die Gewichtung der drei Komponenten Projektdefinition, Projektstatusbericht und Projektbericht/Präsentation des Projekts liegt bei jeweils einem Drittel. Kommentare Johannes Vogel und Patrick Betz In der ersten Präsenzveranstaltung des Moduls Projekt I wird ein Überblick über Methoden und Werkzeuge zum Thema Projektmanagement vermittelt. Anschließend haben die Studierenden Gelegenheit, an einem Fallbeispiel den Umgang mit diesen Methoden und Werkzeugen zu üben. Insbesondere stellen wir ein Phasenmodell für Projektmanagement vor und erläutern Themen wie Kommunikationspläne, Change Management, Risikomanagement, Reporting und Statusberichte. Die zweite Präsenzveranstaltung beginnt mit einem Erfahrungsaustausch über die bearbeiteten Projekte. Außerdem werden einzelne Themen des Projektmanagements nach Wunsch der Teilnehmer vertieft. Basisliteratur Bea, F.X./Scheurer, S./Hesselmann, S. (2008): Projektmanagement. Stuttgart. Briner, W./Hastings, C./Geddes, M. (1996): Project Leadership. 2. Auflage. Hamshire. Doppler, K./Lauterburg, C. (2002): Change Management. 10. Auflage. Frankfurt Frenzel, K./Müller, M./Sottong, H.J. (2004): Storytelling. München. Gassmann, O. (Hrsg.) (2005): Praxiswissen Projektmanagement. München. Malik, F. (2000): Führen, Leisten, Leben. München. Mayrshofer, D./Kröger, H.A. (2001): Prozesskompetenz in der Projektarbeit. HH. Straub, W.G./Forchhammer, L.S./Brachinger-Franke, L. (2000): Bereit zur Veränderung? UnWege der Projektarbeit. Hamburg. Schnelle, H. (2004): Projekte zum Erfolg führen, Beck. München. Willke, H. (1998): Systemisches Wissensmanagement. Stuttgart

15 KOMMUNIKATION II KOMMUNIKATION II Kommunikation II Themengebiete Integrierte interne und externe Kommunikation Krisenkommunikation Kommunikation als Managementaufgabe Kommunikationsmanagement und Unternehmenswert Bedeutung und Einsatz der digitalen Kommunikation Internationale Kommunikation Digitale Markenführung Rechtliche Aspekte der Kommunikation Modulverantwortlicher Dozent Prof. Dr. Dieter Georg Herbst (Honorarprofessor) Lehrende Prof. Dr. Zümrüt Gülbay-Peischard Prof. Dr. Dieter Georg Herbst (Honorarprofessor) Zeitraum Kontaktstudium Modulziele Die Studierenden wissen, welche Bedeutung Unternehmenskommunikation als Managementaufgabe für den Unternehmenserfolg hat. Sie kennen die Gestaltungsgrößen der Unternehmenskommunikation sowie Anwendungsfelder. Sie kennen Besonderheiten der Digitalen Kommunikation und der Social Media und wissen, wie Sie diese wertschöpfend für das Unternehmen einsetzen können. Sie sind überzeugt, dass professionelle Unternehmenskommunikation essenziell den Unternehmenserfolg unterstützen kann. Gewichtung der Prüfungsleistung Die Gruppenarbeit geht zu 70% in die Gesamtnote ein, die schriftliche Prüfung zu 30 %. Kommentare Prof. Dr. Dieter Georg Herbst Grundlagen und Einsatzfelder digitaler Kommunikation In diesem Modulteil werden die Grundlagen digitaler Kommunikation und deren Einsatzfelder vorgestellt. Dazu werden die Rahmenbedingungen, Aufgaben und Bestandteile des Kommunikationskonzepts erläutert. Am Beispiel der internen Kommunikation wird der Einsatz digitaler Kommunikation aufgezeigt und anhand der Geschäftsprozessoptimierung ihr einzigartiger Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes verdeutlicht. Erörtert wird auch der Einsatz digitaler Kommunikation in der Krise und in der internationalen Kommunikation sowie von Bildern in digitalen Medien. Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Prof. Dr. Zümrüt Gülbay-Peischard Rechtsaspekte der Kommunikation In diesem Modulteil werden Bereiche des Urheber-, Marken-, Wettbewerbs- und Presserechts mit Bezug zum ebusiness vorgestellt. Der Schutz der eigenen Leistung und deren Lizenzierung stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Frage nach den gesetzlichen Grenzen von Gestaltung im ebusiness. Modulbeschreibung Im Modul Kommunikation II wird Kommunikation als Managementprozess und Führungsaufgabe vorgestellt, die den Unternehmenswert steigern. Wichtige Aufgaben des Kommunikationsmanagements sind die Gestaltung und die Begleitung von Unternehmensprozessen. Die digitale Kommunikation kann diese Gestaltungsprozesse wesentlich unterstützen. Es werden Grundlagen und Einsatzfelder digitaler Kommunikation vorgestellt, Rechtsaspekte der Kommunikation vermittelt und Technologie-Updates präsentiert. Darüber hinaus wird zur Situation, Theorie und Praxis in der kommerziellen Kommunikation referiert und dabei die Themen Social Media und Open Innovation anhand von Crowdsourcing-Beispielen besprochen. Basisliteratur Bruhn, M. (2009): Kommunikationspolitik: Systematischer Einsatz der Kommunikation für Unternehmen. 5. aktualisierte Auflage. München. Bruhn, M./Esch, F./Langner, T. (2009): Handbuch Kommunikation. Wiesbaden. Bruhn, M./Esch, F.-R./Langner, T. (2008) (Hrsg.): Handbuch Kommunikation: Grundlagen Innovative Ansätze Praktische Umsetzungen. Wiesbaden. Burmann, C./Halaszovich, T./Hemmann, F./ Meffert, H. (2012): Identitätsbasierte Markenführung: Grundlagen - Strategie -Umsetzung Controlling. Wiesbaden. Herbst, D. (2003): Praxishandbuch Unternehmenskommunikation. Berlin

16 KOMMUNIKATION II MANAGEMENT II Kroeber-Riel, W./Esch, F.-R. (2011): Strategie und Technik der Werbung. Stuttgart/Berlin/Köln. Mast, C. (2002): Unternehmenskommunika tion. Stuttgart. Meckel, M. (2008): Unternehmenskommunikation: Kommunikationsmanagement aus Sicht der Unternehmensführung. 2. Auflage. Wiesbaden 2008 Meffert, H./Burmann, Ch./Kirchgeorg, M. (2011): Marketing Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung: Konzepte Instrumente Praxisbeispiele. 11. Auflage. Wiesbaden Merten, K./Zimmermann, R. (2001) (Hrsg.): Das Handbuch der Unternehmenskommunikation. Köln. Piwinger, M./Zerfass, A. (2007): Handbuch Unternehmenskommunikation. Wiesbaden. Management II Themengebiete Veränderungsmanagement Wissensmanagement Unternehmensentwicklung Strategisches Management Modulverantwortliche Dozentin Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva (HSG) Lehrende Prof. Dr. Martin Grothe (Honorarprofessor) Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva (HSG) Zeitraum Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Modulbeschreibung Die digitale Ökonomie wird mehr denn je durch spezifische Wissensformen geprägt. Darum experimentieren die Studierenden mit verschiedenen Ansätzen, um aus der öffentlichen digitalen Diskussion Nutzen für operative und strategische Fragestellungen zu ziehen. Zu diesem Zweck werden sie umfassend in das Customer Knowledge Management eingeführt. Zum anderen wird gezeigt, wie internes Wissen effizienter kapitalisiert werden kann. Als wichtige Aufgaben der Unternehmensentwicklung sind dabei neben dem dezentralen Wissensmanagement, die Gestaltung expliziter Fachkarrieren und die Vernetzung dieser Experten und Expertinnen zu nennen. Zu all diesen Bereichen werden Fallbeispiele und praktische Werkzeuge vorgestellt. Unsere Wissens- und Dokumentenbasis ist das Intranet Campus: Hier werden die Stoffe vor- und nachbereitet

17 MANAGEMENT II MANAGEMENT II Modulziele Die Studierenden kennen die Bedeutung von Wissensmanagement und Change Management für die digitale Ökonomie sowie deren Grundlagen. Sie wissen, wie Wissensmanagement in Unternehmen organisiert ist und wie sie bei der Einführung vorgehen können. Die Studierenden können Instrumente des Web 2.0 für ihr Wissensmanagement einsetzen und Maßnahmen des Change Management organisieren. Kotter, J.P. (1997): Chaos, Wandel, Führung Leading Change, Düsseldorf. Probst, G./Raub, S./Romhardt, K. (2010): Wissen managen - Wie Unternehmen die wertvolle Ressource managen. 6. Auflage. Wiesbaden North, K. (2012): Wissensorientierte Unternehmensführung: Wertschöpfung durch Wissen. 5. Auflage. Wiesbaden. Vahs, D. (2009): Organisation: Ein Lehr und Managementbuch. 7. Aufl. Stuttgart. Gewichtung der Prüfungsleistung Zwei schriftliche Prüfungen gehen mit jeweils 50% in die Gesamtnote ein. Kommentare Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva Nach einer Einführung in das Wissensmanagement werden Instrumente, Fallstudien und spezifische Anwendungsbereiche erörtert. Ein Schwerpunkt im Bereich Wissensmanagement liegt im Aufzeigen innovativer Werkzeuge wie Social Media (z.b. Wikis, Blogs, Sozial Networks etc.), ein anderer umfasst das Veränderungsmanagement, das ebenfalls in Beispielen und Fallstudien veranschaulicht und anschließend mit Hilfe theoretischer Ansätze und Modelle vertieft werden soll. Prof. Dr. Martin Grothe In der digitalisierten Ökonomie gilt es, Fehler aus dem Wissensmanagement nicht zu wiederholen. Das Management ist herausgefordert durch eine weit fortgeschrittene und transparente Vernetzung breiter Akteursgruppen im Internet und die Notwendigkeit, die interne Dialogfähigkeit in verschiedenen Fachfunktionen deutlich zu entwickeln. Die Studierenden lernen Methoden kennen, um die öffentliche Diskussion im digitalen Raum für unternehmensbezogene Fragen zu nutzen. Der Umgang mit diesem Wissen führt zum Ansatz des Social Media Management und der Implikation, dass die Online-Dialogrevolution deutliche Veränderungsimpulse im Bereich interner Prozesse erfordert. Dies wird insbesondere in den Bereichen Krisenkommunikation und Personalmarketing vertieft. Didaktisch wird die Balanced Scorecard als Strukturierungsrahmen genutzt und mit einer Gruppenarbeit ergänzt, in der die Studierenden ihr Wissen aktiv einbringen können. So wird deutlich, dass im Zeitalter digitaler Ökonomie das Management gefordert ist, für seine von Vernetzung und Interdependenz geprägten Aufgabenstellungen qualitativ deutlich weiter entwickelte Lösungen zu finden. Basisliteratur Back, A./Gronau, N./Tochtermann, K. (2012) (Hrsg.): Web 2.0 und Social Media in der Unternehmenspraxis. Oldenburg. Kostka, C./Mönch, A. (2009): Change Management. 7 Methoden für die Gestaltung von Veränderungsprozessen. 4. Auflage. München

18 GESTALTUNG II GESTALTUNG II Gestaltung II Themengebiete Erfolgskriterien von Design Gestaltung mit Technologien Designprozesse Digitale Produkte Modulverantwortlicher Dozent Andreas Kraft Methode in den Mittelpunkt stellt. Die Studierenden erhalten einen detaillierten Überblick über die aktuelle digitale Gestaltung und erlernen den Umgang mit Werkzeugen von Kreativprozessen, die sich auch in anderen Bereichen der Innovation anwenden lassen. Modulziele Die Studierenden können Gestaltungsprozesse in digitalen Medien praxisnah anwenden. Sie können Design beauftragen und bewerten. Sie können Kreativ- und Innovationsmethoden anwenden. Sie kennen aktuelle Tendenzen und Strömungen in Digitalen Medien und können diese kritisch einschätzen und kritisch bewerten. Lehrende Prof. Kora Kimpel Andreas Kraft Zeitraum Gewichtung der Prüfungsleistungen Die Prüfungsleistung besteht in einer Portfolioprüfung: Recherche, Präsentation und Ausarbeitung (Projektdokumentation oder Hausarbeit) von Arbeitsergebnissen. Voraussichtlich findet am Ende des Moduls eine öffentliche Abschlusspräsentation statt. Bewertet werden: Schlüssigkeit des Gesamtkonzeptes (30%), methodisches, handwerklich sauberes Vorgehen (40%), Kreativität und Innovation der Lösung (30%). Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Modulbeschreibung Schwerpunkt des Moduls ist die praxisnahe Anwendung von Gestaltungsprozessen im digitalen Medium. Anhand einer beispielhaften Projektaufgabe werden die Studierenden einzeln oder in Gruppen einen Designprozess von der Beauftragung bis zur Produktion durchlaufen. Dabei werden verschiedene Bereiche der digitalen Gestaltung berührt und Werkzeuge und Methoden von Kreativprozessen untersucht. Die drei Blöcke begleiten den Designprozess von der Recherche- und Konzeptionsphase über die gestalterische und technische Umsetzung bis zur prototypischen Produktion und Dokumentation. Begleitend zu den Blöcken werden Experten als Gastreferenten eingeladen sowie vor Ort besucht, es werden aktuelle theoretische und wissenschaftliche Diskurse thematisiert und besprochen. Das Modul greift Inhalte aus dem Modul Gestaltung I auf, indem es die dort erlernten Grundlagen in einem Projekt anwendet, sich auf Entwicklungen und Technologien des digitalen Mediums fokussiert und den Prozess der Kreation und Innovation als übergreifende Kommentar Andreas Kraft Digitale Gestaltung und Kommunikation Was ist heute in der Kommunikation nicht digital? Das Digitale ist kein Aushängeschild mehr, sondern fester Bestandteil fast jeder Kommunikation, in täglicher Benutzung und aus kaum einem Leben weg zu denken. Während Kommunikation immer einfacher über digitale Kanäle mit den Konsumenten in Dialog treten kann, wird es jedoch immer schwieriger auch effektiv und glaubhaft zu kommunizieren: Anwender werden immer anspruchsvoller was Gestaltung und Benutzbarkeit dieser Gestaltung im digitalen Umfeld bedeutet. Gestaltung ist nicht mehr nur die sichtbare Form sondern auch immer mehr die Abläufe, die Benutzbarkeit und die Funktion des Objektes. Es wird deutlich, dass Gestaltung ein elementarer Bestandteil des Kommunikationsprozesses ist, der Verhalten, Umgang und Beziehung mit einschließt. Aus diesem Grund ist ein Verständnis des gestalterischen Prozesses, eine Kenntnis seiner Methoden und Werkzeuge, sowie die Beurteilung seiner Ergebnisse für jeden, der digitale Kommunikation strategisch einsetzen und steuern will, von elementarer Bedeutung. Basisliteratur Gregory, R. (1998): Auge und Gehirn. Reinbek. Kelley, T. (2001): The art of innovation, Doubleday 2001 Khazaeli, C.D. (2005): Systemisches Design. Reinbek. Krug, S. (2005): Don t make me think. Upper Saddle River. Moggridge, B. (2007): Designing interactions. Cambridge.

19 GESTALTUNG II PROJEKT II Roam, D. (2009): Auf der Serviette erklärt. München. Stafford, T. (2004): Mind hacks. Sebastopol. Tufte, E.R. (1990): Envisioning Information. Cheshire. Tufte, E.R. (2001): The Visual Display of Quantitative Information. Cheshire. Turkle, S. (2011): Evocative Objects: Things We Think With. Cambridge. Turkle, S. (2012): Alone Together: Why We Expect More from Technology and Less from Each Other. New York. Projekt II Themengebiete Projekdurchführung Projektentstehung und priority setting der Arbeitsschritte Varianten des methodischen Vorgehens im Projektmanagement Innovationsprojekt und techniken Techniken des Designs im Innovationskontext Designing Innovation, Organizational Design & Strategie Enabling Spaces Modulverantwortliche Dozenten Prof. Dr. Markus Peschl und Thomas Fundneider Lehrende Thomas Fundneider Prof. Dr. Markus Peschl Zeitraum Kontaktstudium Veranstaltungsort Universität der Künste Berlin Berlin Career College Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation Bundesallee Berlin Modulbeschreibung Das Modul gliedert sich in drei Phasen, in denen - über unterschiedliche Wissensund Designprozesse hinweg - schrittweise ein Innovationsprojekt bis hin zu einem Prototypen entwickelt wird: A Exploration: explore and understand reality: Exploration eines vorgegebenen Innovations-/Explorationsfeldes mittels unterschiedlicher Explorations- und Beobachtungsmethoden. Hierbei geht es primär darum, präzise Beobachtung zu üben und den Status-Quo des Beobachtungsgegenstandes zu dokumentieren. Die angewandten Methoden werden einander in Ihren Stärken und Grenzen gegenüber gestellt und reflektiert

20 PROJEKT II PROJEKT II B Potentials: Listening to the future as it emerges and bringing forth the new: Entdecken und Herausarbeiten der (Innovations-)Potentiale des beobachteten Themenfeldes: Was ist (noch) nicht da? Was sind Lücken? Was will in diesem Feld entstehen? Die Studierenden setzen sich individuell der Stille und der Leere aus und versuchen auf diesem Weg, dem Neuen zu begegnen und die Potentiale zu identifizieren (Presencing). C Conceptualize & Prototype: cultivating the new: Die identifizierten Potentiale werden in Konzepte und potentielle Lösungen überführt. Diese Lösungskonzepte werden als Hypothesen behandelt und in einem Prototyping-Prozess schrittweise verbessert und zu einem tragfähigen Innovationskonzept und einem dazugehörigen Prototyp weiterentwickelt. Abschließend werden diese Konzepte und Prototypen präsentiert und reflektiert. Modulziele Die Studierenden kennen zukunftsweisende Innovationsansätze und Innovationstechnologien. Sie kennen Methoden der Wissensgenerierung, Methoden der ethnographischen Beobachtung, Methoden und Ansätze der zukunftsorientierten Innovationsarbeit sowie weitere ausgewählte Ansätze, Methoden und Werkzeuge für die Innovationsarbeit. Sie wissen, was unter radikaler bzw. game-changing Innovation verstanden wird, welche Formen von sozio-epistemologischen Prozessen in Innovationsprojekten involviert sind, wie design-basiertes Denken und Innovation zusammenspielen und welche Haltungen und Herangehensweisen für Innovationsarbeit geeignet sind. Sie können Innovationsprojekte von der Ideengenerierung bis zu den ersten Implementierungsschritten autonom entwickeln und managen (individuell und kooperativ). Sie können Strategien für die Generierung von Innovationsprojekten entwickeln und durchführen, Methoden und Werkzeuge der cognitve ethnography einsetzen, digitale Wissens- & Designtools zielgerichtet und reflektiert einsetzen. Helander, M./Landauer, T./Prabhu, P. (Hrgs.) (1997): Handbook of human-computer interaction. Amsterdam. Krippendorff, K. (2006): The semantic turn. A new foundation for design. Boca Raton, FL. Laurel, B. (Ed.) (2003): Design research. Methods and perspectives. Cambridge. Mareis, C. (2011): Design als Wissenskultur. Interferenzen zwischen Design- und Wissensdiskursen seit Bielefeld. Moggridge, B.: (2007): Designing interactions. Cambridge. Scharmer, C.O. (2001): Self-transcending knowledge. Sensing and organizing around emerging opportunities. Journal of Knowledge Management 5(2), Scharmer, C.O. (2007): Theory U. Leading from the future as it emerges. The social technology of presencing. Cambridge. Spradley, J.P. (1979): The ethnographic interview. Fort Worth, Philadelphia. Spradley, J.P. (1980): Participant observation. Fort Worth, Philadelphia. Gewichtung der Prüfungsleistung Die Prüfungsleistung besteht in einer Portfolioprüfung: Präsentation von Arbeitsergebnissen und Dokumentation (Projektbericht). Projektidee 25%, Projektentwicklung 35%, Präsentation 25%, Dokumentation 15% Basisliteratur Dodgson, M./Gann, D. (2010): Innovation. A very short introduction. Oxford. d.school (2010): Design thinking bootcamp bootleg. Methodbook. Stanford. Flick, U./E.v. Kardorff/Keupp, E. (Hrsg.) (1995). Handbuch qualitative Sozialforschung. Grundlagen, Konzepte, Methoden und Anwendungen. Weinheim. Gedenryd, H. (1998): How designers work. Lund, Sweden. Glanville, R. (2007): Try again. Fail again. Fail better: the cybernetics in design and the design in cybernetics. Kybernetes. The International Journal of Systems and Cybernetics 36(9/10),

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