Regionaler Qualifizierungspool in der Landwirtschaft. Ausbildung. Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch

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1 Regionaler Qualifizierungspool in der Landwirtschaft Ausbildung Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch

2 Gliederung I. Modell der Ausbildungspartnerschaft II. III. IV. Inhalt des schriftlichen Ausbildungsvertrages Einzelne Regelungen Haftung V. Die Ausbildungspartnerschaft als Gegenstand der Kooperation Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 2

3 I. Modell der Ausbildungspartnerschaft Ausbildungspartnerschaft = Auftragsausbildung Ausbilder 1 = beschäftigt vom Ausbildenden = KP1 Ausbildender Auszubildender Ausbilder 2 = derjenige, der den = beschäftigt v. KP2 Auszubildenden einstellt = KP1 Ausbilder 3 = beschäftigt v. KP3 Berufsausbildungsvertrag Ausbilder 4 = beschäftigt v. KP4 Kooperationsvertrag Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 3

4 I. Modell der Ausbildungspartnerschaft Finanzierung: Regelfall: Erstattung der anfallenden Kosten während der externen Ausbildung durch den Ausbildenden Alternative: bei Austausch von Auszubildenden Kostenausgleich, d.h. jeder Kooperationspartner trägt die anfallenden Kosten selbst Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 4

5 II. Inhalt des schriftlichen Ausbildungsvertrages Im Vertrag sind zusätzlich aufzunehmen: welche Ausbildungsabschnitte oder Praxiseinheiten extern abgelegt werden, wer der Ausbilder/das kooperierende Unternehmen ist mit Angabe des Ortes der Ausbildungsstätte und wann die Ausbildung dort stattfinden wird. Einbindung von bereits beschäftigten Auszubildenden: schriftlicher Änderungsvertrag zu dem bestehenden Beraufsausbildungsvertrag über die obigen Punkte Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 5

6 III. Einzelne Regelungen Ausbildungsvergütung: Der Ausbildende zahlt die Ausbildungsvergütung an den Auszubildenden Arbeitsmittel/Arbeitsschutzmittel: Allgemeine Pflicht des Ausbildenden zur Bereitstellung der Arbeitsmittel bleibt bestehen Empfehlung: Einigung der Kooperationspartner über Bereitstellung und Finanzierung der Arbeitsmittel bzw. Arbeitsschutzmittel Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 6

7 III. Einzelne Regelungen Arbeitsschutz: Pflicht des Ausbildenden zur Einhaltung des Arbeitsschutzes bleibt bestehen Spezielle Pflicht des Kooperationspartners gemäß 8 II ArbSchG: Je nach Art der Tätigkeit: Vergewisserung, dass der Auszubildende hinsichtlich der Gefahren für seine Gesundheit und Sicherheit während seiner Tätigkeit im Betrieb angemessene Anweisungen erhalten hat Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 7

8 III. Einzelne Regelungen Arbeitsunfähigkeit und Urlaub: Verpflichtung des Auszubildenden, dem Ausbildenden und nicht dem KP die Arbeitsunfähigkeit anzuzeigen bzw. mit dem Ausbildenden den Urlaub abzustimmen Praktisch sinnvoll, aber rechtlich problematisch: Vereinbarung mit dem Auszubildenden, dass er dem Kooperationspartner die Arbeitsunfähigkeit anzeigt bzw. mit ihm den Urlaub abstimmt Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 8

9 III. Einzelne Regelungen Reisekosten: Grundsatz: Der Auszubildende hat keinen gesetzlichen Anspruch auf Erstattung von Fahrt- oder Übernachtungskosten Grenze: Unzumutbarkeit Empfehlung: ausdrückliche Regelung im Berufsausbildungsvertrag - Klarstellung, dass keine Erstattung oder - Regelung, in welchem Umfang Kosten erstattet werden Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 9

10 III. Einzelne Regelungen Zeugnis: Einfaches Zeugnis - Art, d.h. auch externe Ausbildungsabschnitte und deren Dauer - Berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkei-ten des Auszubildenden: Beteiligung der Kooperationspartner sinnvoll Qualifiziertes Zeugnis - Verhalten und Leistung des Auszubildenden: Beteiligung der Kooperationspartner zwingend notwendig (Die Mitwirkung des kooperierenden Unternehmens bei der Erstellung eines qualifizierten Zeugnisses ist nur zwingend notwendig, wenn im kooperierenden Unternehmen eigenständige Ausbildungsbestandteile vermittelt wurden. Bei kurzen Einsätzen ist die Mitwirkung des kooperierenden Unternehmens nicht zwingend erforderlich.) Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 10

11 IV. Haftung Schadensersatzanspruch des Auszubildenden gegen Ausbildenden, wenn der KP die Ausbildungs- und Sorgfaltspflichten schuldhaft verletzt Auszubildender verursacht bei KP einen Schaden Anspruch des Arbeitnehmers gegen KP als Arbeitsgeber, wenn dieser den Schaden zu vertreten hat Nicht ordnungsgemäße Einweisung des Auszubildenden Deliktischer Anspruch nach 831 BGB, für den eine Entlastungsmöglichkeit besteht Bei Personenschäden gilt die Haftungsprivilegierung des 104 SGB VII Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 11

12 V. Die Ausbildungspartnerschaft als Gegenstand der Kooperation Zwischen den Kooperationspartnern ist eine Vereinbarung erforderlich, die u.a. Regelungen enthält Rechte und Pflichten der Kooperationspartner, wie z.b. Informations-, Mitwirkungs- und Dokumentationspflichten Zum Ausgleich der Kosten, die bei der Ausbildung beim Kooperationspartner entstehen Die Ausbildungspartnerschaft verlangt eine Koordination der Ausbildung Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 12

13 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Vertr.-Prof. Dr. Dörte Busch 13

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