Gewerkschaften vor der Amazon-Zentrale. will erreichen, dass Amazon formellen Verhandlungen über den Status der rund 9.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Gewerkschaften vor der Amazon-Zentrale. will erreichen, dass Amazon formellen Verhandlungen über den Status der rund 9."

Transkript

1 4,50 Fr. 9,00 Online-Werbung I E-Commerce I Technik Anzeige AUSGABE 26/ DEZEMBER 2013 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL Foto: Fotolia / Vladstar SINGLE EUROPEAN PAYMENT AREA SEPA-Fehlstart droht Gut einen Monat vor dem offiziellen Umschalttermin am 1. Februar 2014 werden in Deutschland und anderen EU- Ländern erst wenige Lastschriften nach dem neuen SEPA-Standard abgewickelt. Nach Zahlen des Finanzministeriums erreichte die deutsche SEPA-Quote im 3. Quartal 2013 für Lastschriften weniger als ein Prozent. In Slowenien und Griechenland läuft hingegen bereits die große Mehrheit aller bargeldlosen Geldtransfers nach SEPA-Standard ab. fk Die letzte Meile Logistiker suchen nach neuen Wegen, wie die Ware ihren Empfänger erreicht S. 26 Neue Serie: Social Media Monitoring Die richtigen Analyse-Tools für Facebook & Co. S. 32 Flat Design verkauft nicht Matthias Steinforth, Kernpunkt GmbH S. 42 Ein Jahr wie im Flug Die Kunst zu mieten Drosselkom, Facebook-Börsengang, Benz im Netz und Amazons Drohne Start-ups revolutionieren den Kunstvertrieb S. 28 Foto: istockphoto/ryanking999 GOOGLE Kampfroboter für Street View Google hat den Militärroboter-Spezialisten Boston Dynamics übernommen. Das Unternehmen baut Roboter, die an Pferde oder Wildkatzen erinnern, und liefert sie elten stand das Internet so in Sder öffentlichen Kritik wie im ausgehenden Jahr: Der Facebook-Börsengang ließ Broker weinen, die Drossel-Pläne der Telekom riefen Verbraucherschützer auf die Barrikaden und Amazon ist inzwischen endgültig das Lieblings-Hasswort der Kulturbranche. Und seit den Enthüllungen des Edward Snowden ist offiziell, was Insider schon längst ahnten: Digitale Kommunikation weltweit steht unter ständiger Beobachtung der Geheimdienste. War 2013 wirklich so furchtbar? Keineswegs! Der Online- Werbemarkt in Deutschland setzte netto erstmals mehr als eine Milliarde Euro um, der E-Commerce legte so stürmisch zu, dass der BVH seine Prognose korrigieren musste. Branchenevents wie die Internet World und die Dmexco verzeichneten Rekordbeteiligungen. Im Netz gibt es inzwischen fast alles zu kaufen, sogar Neuwagen von Mercedes-Benz; die Auslieferung erfolgt vielleicht bald per Drohne. Die wichtigsten Höhepunkte des Jahres ab Seite 6. fk Mechanische Tiere für das Militär baut Googles neueste Akquisition unter anderem an das US-Militär. Google selbst will aber nicht in die Rüstungsproduktion einsteigen. Wahrscheinlicher sei ein Einsatz von Robotern als Kameraträger für Street View. fk FACEBOOK Werbung mit Videoclips Rechtzeitig vor den Feiertagen aber zu spät für die Holiday Season startet das Social Network Facebook mit Video- Werbung. Zunächst in den USA können Werbekunden bis zu 15 Sekunden lange Spots platzieren, die automatisch ablaufen, sobald sie sich im sichtbaren Bereich befinden. Die Einführung von Video- Werbung war schon im Sommer angekündigt worden, doch Facebook-Chef Mark Zuckerberg zögerte, da er Nutzer- Reaktanzen befürchtete. Um die User nicht zu verprellen, laufen die Videos ohne Ton ab. fk Streik bei Amazon USA en derzeit schwelenden DArbeitskampf zwischen Amazon und seinen Arbeitskräften in den deutschen Auslieferungslagern des US-Unternehmens hat die Gewerkschaft Verdi über den Atlantik getragen. Jetzt protestierte eine Verdi-Delegation gemeinsam mit Vertretern amerikanischer Deutsche Plakate bei Amazon in Seattle Gewerkschaften vor der Amazon-Zentrale in Seattle. Verdi will erreichen, dass Amazon formellen Verhandlungen über den Status der rund Beschäftigten in den Auslieferungslagern zustimmt. Bislang orientiert sich die Bezahlung der Mitarbeiter an den Tarifen der Logistikbranche. Für Verdi ist Amazon hingegen ein Einzelhändler die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines entsprechenden Tarifvertrags, der höhere Gehälter vorsieht. Im Dezember kam es bereits zu mehreren Arbeitsniederlegungen an verschiedenen Amazon-Standorten. fk Klarna kauft Sofort AG onsolidierung am Payment- KMarkt: Der Zahlungsdienstleister Klarna aus Stockholm und die Gautinger Sofort AG gehören ab sofort zusammen. Die Sofort AG bietet das Zahlungssystem Sofort Überweisung an. Klarna hat 100 Prozent der Anteile an der Sofort AG von Reimann Investors übernommen. Operativ sollen beide Unternehmen selbstständig bleiben. Die Übernahme muss noch durch die schwedische Finanzaufsichtsbehörde genehmigt werden. is Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

2 AKTUELL 2 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 In eigener Sache Beste Webshops gesucht Der INTERNET WORLD Business Shop-Award geht in die dritte Runde Rund um E-Commerce und Crowdinvesting Für Gründer sind Finanzierungsfragen und das Buhlen um einen Investor von großer Bedeutung. Die Internet World widmet sich in ihrer Keynote-Session am zweiten Tag ausführlich diesem Thema: Aktuelle Trends: Wachstumsfinanzierung und Exits von E-Commerce-Firmen Referent: Julian Riedlbauer, Partner Tech- Investmentbank GP Bullhound E-Commerce und Crowdinvesting: Der ideale Fit in der Wachstumsphase! Referent: Dr. Guido Sandler, Vorstand und CEO Bergfürst AG Die Bedeutung von Online Branding und Kundenbindung, Referent: Benjamin Esser, Gründer und CEO Urbanara GmbH Private Equity als Wachstumsmotor Referent: Fabian Wasmus, Director EQT Partners GmbH Unter dem Motto Die Zukunft des E-Commerce bietet der Kongress der Internet World Messe ( Februar 2014) Best Practices und Case Studies. Leser der INTER- NET WORLD Business erhalten mit dem Code IW14iwb Sonderkonditionen für die Kongressteilnahme. Der Messebesuch ist nach Vorabregistrierung kostenlos. Foto: Fotolia / Chanpipat sability, Kreation und Innova- sind gefragt: INTERNET Ution WORLD Business sucht auch im kommenden Jahr wieder Deutschlands beste Online Shops. Der Countdown läuft: Nur noch bis zum 17. Januar 2014 können sich Shop- Betreiber oder Agenturen um den Preis bewerben. Die Teilnahme ist auch bei Eintragung mehrerer Shops kostenlos und im Vergleich zum Formularkrieg anderer Awards ohne jeden Aufwand möglich: Das Formular zur Bewerbung ist online abrufbar. Dort gibt es auch alle Infos rund um den Shop-Award. Sechs Kategorien für den Sieg In insgesamt sechs Kategorien können sich Händler auszeichnen: Neben dem Online-Pure-Player und dem Multi-Channel-Anbieter des Jahres wählt INTERNET WORLD Business die Besten in den Kategorien Marken- und Hersteller-Shops, Mobile- Commerce-Strategie, Produktpräsentation und Innovationsgrad. Dazu kommt der Gesamtsieger: Best-of-Show. Im Vorfeld prüft die Redaktion alle Einreichungen. Ins Gewicht fallen dabei Kriterien wie Originalität des Shop-Konzepts, das Shop- Design und der gelungene Markentransfer. Beurteilt werden zudem die Produktdarstellung in Wort und Bild, die Bestell- und Bezahlmodalitäten sowie Kriterien wie Usability, Shop Performance und Joy of Use. Aus den jeweils fünf besten Shops pro Kategorie stellen die Redakteure bis zum 22. Januar eine Shortlist zusam- men, die anschließend zur finalen Begutachtung an die Jury des Shop-Awards geht. Expertenjury entscheidet Als Juroren konnte die Redaktion wieder eine bewährte Mannschaft erfahrener E-Commerce-Profis gewinnen: Dazu zählen Johannes Altmann, Gründer der auf Usability spezialisierten E-Commerce- Beratung Shoplupe, Thomas Karst, Geschäftsführer des Shop-Zertifizierers Trusted Shops, Marcus Diekmann, Buchautor und Gründer der E-Commerce- Agentur Shopmacher, Gerrit Heinemann, Professor für BWL an der Hochschule Foto: Marion Vogel INTERNET WORLD Business So sehen Sieger aus: Die Gewinner des Shop-Award Shop-Award München Niederrhein und Leiter des eweb Research Center, Jochen Krisch, E-Commerce-Berater und Betreiber des Weblogs Exciting Commerce, Thomas Lang, Gründer der Schweizer E-Commerce-Beratung Carpathia Consulting, Axel Seeger, Partner der auf Mode spezialisierten Strategieberatung Tailorit, sowie BVH-Geschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Die Preisverleihung findet am 25. Februar 2014 statt erstmals nicht auf der Messe, sondern in glanzvollerem Rahmen auf der Messeparty in der Reithalle München. red INTERNET WORLD Business 26/2013 Meinungen in diesem Heft TRENDS & STRATEGIEN Kunden beobachten Die neue Lokalisierungstechnologie Beacon verfolgt die Kundenwege in Innenräumen 04 Wywy will wachsen Der Second-Screen-Anbieter übernimmt nach einer Millionenfinanzierung einen US-Wettbewerber 05 Das war das Internet-Jahr 2013 Chronik der kleinen und großen Ereignisse, die die Branche in diesem Jahr prägten 06 Facebook zeigt Mitgefühl Das Social Network tüftelt zusammen mit Uni- Forschern am Umgang mit seinen Usern 12 MARKETING & WERBUNG Konkurrenz für TV-Sender Online-Videotheken gelten als Riesengeschäft: Jetzt drängt Sky mit Snap in den Markt 14 Google+ Ads zum Sharen Toyota testet eine neue Werbeform: User sollen per Google+ Werbung mit anderen teilen 15 Das Spiel der Werbeblocker Adblocker stehen für Nutzerservice, halten das Versprechen aber nicht unbedingt 16 Gemeinsam aus der Krise Schwindende Gewinnmargen, korrigierte Wachstumsprognosen: Affiliate Marketing steckt mitten in einem Strukturwandel 18 Mehr Qualität als Quantität Die Kreativ-Awards verzeichneten 2013 große Rückgänge bei den Einreichungen. An Qualität mangelte es trotzdem nicht 20 E-COMMERCE Laden oder Webshop? Bequeme Kunden kaufen online, dringende Wünsche werden aber stationär erfüllt 22 Zieleinlauf für Warenkörbe Abbrüche im Bezahlvorgang sind ein veritabler Umsatzkiller. Nur ausgefeilte Usability hält die Kunden auf dem richtigen Weg 25 Die letzte Meile Wir kaufen online, um Waren zu bekommen, und nicht des Einkaufserlebnisses wegen. Eine wichtige Stellschraube stellt dabei die Logistik dar 26 Die Kunst zu mieten Online-Portale bieten Kunst nicht nur zum Verkauf, sondern auch zur Miete an und sprechen so neue Zielgruppen an 28 TOOLS & TECHNIK Live-Chat macht zufrieden Online Shopper verlangen guten Service, Click-to-Call-Funktionen sind besonders gefragt 30 Neue Serie: Social Media Monitoring Wer unter den mehr als 300 Lösungen für Social Media Monitoring das richtige Werkzeug finden will, hat die Qual der Wahl 32 Rückgrat für Abo-Commerce Wer Produkte im Abonnement verkauft, benötigt ein Backend Tool, das mit wiederkehrenden Transaktionen klarkommt 34 MEINUNG Flat Design verkauft nicht Der neue Trend im Webdesign birgt für den E-Commerce große Probleme, glaubt Matthias Steinforth von der Internet-Agentur Kernpunkt 42 RUBRIKEN Topkampagne: Unilever rettet Leben mit Seife 19 Etats Marketing & Werbung: 19 Rechtstipp: Neue Gesetze Techniktipp: Effektives Video Marketing 30 Dienstleisterverzeichnis 35 Menschen & Karriere 39 Impressum 39 Stellenmarkt 41 Termine 40 Gehört / Feedback 42 Markus Kellermann Geschäftsführer MK Net Medien, glaubt, dass Affiliate Marketing mitten in einer Strukturkrise steckt 18 Michael Kliger Geschäftsführer GSI-Commerce, plädiert dafür, Online-Bestellungen beim Lebensmittelhändler abzuholen 26 Philip Missler Geschäftsführer Interactive Media, findet das Gebaren von Adblock Plus scheinheilig und korrupt 17 Claudia Scholz Gründerin Allyoucanart, mag Abwechslung im Wohnzimmer und will Kunst lieber mieten statt kaufen 28 Matthias Steinforth Geschäftsführer Kernpunkt, findet Flat Design gut; es ist aber nicht die Lösung für jedes Problem 42 Christa Wagner von Wirecard ist überzeugt, dass ein Checkout mit einem Klick für Stammkunden besonders wichtig ist 25 Anna-Maria Zahn Bereichsleiterin Forschungsweb, empfiehlt die Entwicklung einer ausgefeilten Social-Monitoring-Strategie 32

3 Mehr bezahlen will kaum ein Kunde für die Dienste des SDL-Supermanns AKTUELL 3 Hauptsache, schnell! Hype oder Must-have? Same Day Delivery spaltet die Logistikbranche ame Day Delivery (SDL) war defini- das Schlagwort des Jahres: Die Stiv Lieferung am Bestelltag war in aller Munde. Neben den vielen Neuigkeiten um Pilotprojekte, Start-up-Gründungen und Übernahmen im SDL-Bereich blieb kaum noch Zeit zum Luftholen. Same-Day-Delivery-Spezialisten haben sich 2013 am Markt etabliert und können sich mittlerweile vor Investoren kaum retten. Ebay kaufte Shutl und will nächstes Jahr ebay Now starten. DPD übernahm 20 Prozent der Anteile an Tiramizoo. Google bietet Foto: Fotolia / Texelart die SDL-Lieferung seit Kurzem in San Francisco und Umgebung an. My Taxi vermittelt seinen Taxifahrern inzwischen nicht nur Fahrgäste, sondern auch Kurierfahrten. DHL testet die Feierabendlieferung im Ruhrgebiet. Und dass Amazon vehement die flächendeckende Belieferung am Bestelltag ansteuert, ist längst kein Geheimnis mehr. Same Day Delivery gehört, das ist klar, zu den großen Logistiktrends, die 2014 bestimmen werden (siehe auch Seite 26). Service für die Branche oder die Kunden? Fakt ist: Die ganze Branche redet über Same Day Delivery und gleichzeitig zeigt eine Verbraucherbefragung nach der anderen, dass die Kunden ihre Pakete lieber kostenlos zugeschickt haben möchten, als am gleichen Tag beliefert zu werden. Diese Diskrepanz hat längst die Kritiker auf den Plan gerufen. SDL hilft am Ende nur den Logistikern, so E-Commerce-Berater Alexander Graf von Kassenzone.de. Es kann nicht im Interesse des stationären Händlers sein, seine Kunden virtuell zu bedienen. Er kann nur dann Geld verdienen, wenn Kunden in den Laden kommen. Die Maxime,maximaler Service halte ich an dieser Stelle für falsch interpretiert. Auch unter den Logistikern sind längst nicht alle von SDL überzeugt. Frank Iden, CEO der Hermes Logistik Gruppe, warnt vor der mangelnden Zahlungsbereitschaft der Kunden, ohne die sich SDL nicht rechnen wird: Die durch SDL entstehenden höheren Zustellkosten müssen an die Versender und deren Kunden weitergegeben werden. Wer neue und aufwendige Services will, muss eben auch bereit sein, diese zu bezahlen. Alles eine Frage der Betrachtungsweise, widersprechen die Befürworter. Die Zeit, die der Kunde brauchen würde, um in die Innenstadt zu fahren, zuzüglich Kosten für Benzin und Parkhaus oder Nahverkehr, gleichen die SDL-Kosten wieder aus, wiegelt Boris Winkelmann von DPD ab. Andere Marktteilnehmer mahnen, den Blick auf die Bedürfnisse der Kunden zu richten. Logistik funktioniert bislang nur aus der Logistik-Denke heraus, nicht aus Sicht der Kunden-Convenience, bemängelt Franz-Joseph Miller vom SDL-Anbieter Time Matters. SDL bedeutet nicht nur Speed, sondern auch Convenience, wenn der Kunde Zeitfenster für seine Lieferung definieren kann. Aus dieser Denke heraus hat SDL das Potenzial, den Markt stark zu verändern. Hype, Must-have oder Boom die Zukunft von Same Day Delivery wird sich nächstes Jahr entscheiden. CHRISTINA ROSE / IL Andreas du Plessis Metapack SDL ist ein Hype und wird auch langfristig nur eine Nische bleiben. Online-Händler sollten diesen Trend aber aufgreifen, um dem jetzt für Logistikthemen sensibilisierten Kunden zu zeigen, welche Optionen es in diesem Bereich noch gibt wie Time Slot Delivery, Pick-up Services und Abholstationen. Frank Iden Hermes Logistik Gruppe Same Day Delivery ist vor allem ein Nischenservice für eine zwar wachsende, aber weiterhin vergleichsweise kleine Zielgruppe. Ob dieser Service darüber hinaus das Zeug zum Megatrend hat, muss sich erst noch herausstellen. Schließlich benötigt ein solcher Expresszustelldienst eine sehr dichte Infrastruktur an Lagern und Umschlagzentren. Nicht jeder Versandhändler ist aber derart aufgestellt. Neben Umweltkriterien und steigender Verkehrsdichte muss auch das Thema Kosten genau betrachtet werden. Schon heute sieht sich die Logistik zudem einem immensen Kostendruck ausgesetzt. Boris Winkelmann DPD Multichannel Player verstehen langsam, dass sie ihr Filialnetz besser einsetzen können und müssen. Deshalb brauchen sie effiziente Logistiklösungen wie SDL und Intra-City-Kuriere, um das Filialnetz mit dem Endkunden zu verbinden. In der Wahrnehmung am Markt ist SDL noch zu teuer. Aber auch die Fahrt ins Stationärgeschäft kostet Zeit und Geld, das gleicht die SDL-Kosten wieder aus. Wenn der Händler dann noch die Hälfte subventioniert, ist SDL ein Riesenvorteil für den Kunden. Peter Höschl Shopanbieter.de Wenn ich in der Stadt eine Hose finde, die mir gefällt, aber leider nicht passt, möchte ich mein Handy zücken und dieses zeigt mir an, wo ich genau die gesuchte Hose in der passenden Größe in meiner Nähe finde. Es ist zwar noch ein langer Weg, aber in diese Richtung geht die technische Entwicklung bereits. Der stationäre Handel muss nur endlich aufwachen und die vorhandenen Möglichkeiten des Internets nutzen. Nicht SDL ist die Zukunft, sondern Location Based Services.

4 TRENDS & STRATEGIEN 4 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 GOOGLE Neustart und Rückzieher Google hat seinen Musikstream All Access in Europa gestartet. Für 7,99 Euro Konkurrent Spotify verlangt 9,99 Euro können User aus 20 Millionen Titeln wählen und zudem den gekauften Inhalt von Mediatheken wie itunes in der Google-Cloud ablegen. In Deutschland ist der Dienst wegen unklarer Rechte nicht verfügbar. An anderer Stelle muss Google einen Rückzieher machen: In Frankreich gibt der Konzern den Versicherungsvergleich Compare nach drei Monaten wieder auf, hierzulande verzögert sich der Start weiter. Mehr zu Compare online unter bit.ly/1kcuu4n. vs AUFEMININ.COM Voilà Paris Aufeminin.com, das Frauenportal von Axel Springer, hat 60 Prozent von Mylittle paris.com gekauft, bis 2018 soll die Übernahme komplett sein. Mylittleparis startete 2008 als Newsletter mit Tipps zu Paris, wuchs zum Portal mit Informationen auch zu anderen Städten und stieg vor Kurzem in den E-Commerce ein: Mylittleparis verkauft Mode in kurzfristigen Aktionen sowie Kosmetikproben im Abonnement. vs GROUPON.COM Gutscheine zum Verschenken Rabatt- und Gutscheinspezialist Groupon hat sich Boomerang geschnappt. Das US- Start-up startete 2012 und bietet Usern in den USA Gutscheine für Online Shops und Einzelhändler. Diese können per Mail oder Facebook an Freunde verschenkt werden. Boomerang wurde mit einer Million US- Dollar finanziert. Groupon plant, das Angebot in Kürze auf London auszuweiten. vs CONDÉ NAST Neue Perspektive E-Commerce Die Verlagsgruppe Condé Nast International sucht Perspektiven im E-Commerce: Unsere Medienmarken und die Digitalisierung eröffnen neue Dimensionen im E-Commerce-Bereich, meint Vorstandschef Jonathan Newhouse. Der Verlag, der GQ, Vogue, Wired und Architectural Digest herausgibt, hat den Online- Chef der Galeries Lafayette, Franck Zayan, angeheuert: Er soll in der Condé-Nast-Zentrale London neue Geschäfte entwickeln. vs THALIA / BUCH.DE Noch enger zusammen Die Douglas-Tochter Thalia hat sich weitere 15 Prozent an Buch.de gesichert. Sie besitzt jetzt mehr als 95 Prozent der Anteile und will Buch.de von der Börse nehmen. Buch.de notiert dort seit 1999, kooperiert seit 2001 mit Thalia und verantwortet deren Online- Vertrieb. Buch.de setzte 2011/2012 rund 100 Millionen Euro um. vs Anzeige Kunden beobachten Paypal, Apple, Qualcomm und erste Start-ups setzen auf neue Lokalisierungtechnik Beacon er Leuchtturm leiht einem Technik- den Namen: Wie Leuchttürme Dtrend mit Lichtstrahlen Kontakt zu Schiffen aufnehmen, orten Beacons (engl. f. Leuchtturm) über Funkverbindungen mobile Geräte in ihrer Nähe. Die Lokalisierungstechnik ist für geschlossene Räume gedacht, in denen Wände dem satellitengesteuerten Global Positioning System (GPS) Grenzen setzen. Apple, Qualcomm, Paypal und einige Start-ups bieten erste Beacon-Systeme an. Und Gründer tüfteln an neuen Geschäften: Eine neue Technologie sorgt immer für viel Wirbel, sagt Christian Wallin, Gründer von 42reports. Mit seiner eigenen Beacon-Technik hilft er Händlern, in Läden Kundenbewegungen zu analysieren. Die hohe Smartphone- und Tablet-Penetration fördert jetzt die Verbreitung. Apple nutzt Beacon in seinen US-amerikanischen Stores. Auch die Kaufhäuser von Macy s experimentieren mit der Loka- Systeme zur Kundenerfassung 42reports.de nutzt Wifi-Verbindungen. So funktioniert die Technik mit allen Mobilsystemen. 42reports nimmt lediglich Bewegungsdaten auf, schickt keine Infos. Qualcomm bietet Gimbal Proximity, das auf Bluetooth basiert und ebenfalls mit allen Mobilsystemen korrespondiert. Paypal führt sein Beacon-System 2014 ein, es funktioniert mit allen Mobilsystemen. Apples ibeacon kommuniziert nur mit ios- Geräten. Es basiert ebenfalls auf Bluetooth und verschickt Nachrichten an eine App. Pro Sieben will mehr reisen Münchner Sendergruppe kauft die Portale Weg.de und Ferien.de eine E-Commerce-Sparte baut SPro Sieben Sat1 aus und hat dazu von Betreiber Comvel die beiden Buchungsportale Weg.de und Ferien.de übernommen. Der Internet- Reisemarkt ist einer der größten E-Commerce-Märkte und profitiert enorm von Fernsehwerbung, sagt Pro-Sieben-Vorstand Christian Wegner dazu. Beide Portale ergänzen unser Reiseportfolio optimal. Mit Reisen will die Sendergruppe mittelfristig einen dreistelligen Millionenbetrag erwirtschaften. Rund 52 Milliarden Euro werden in Deutschland pro Jahr mit Reisen umgesetzt, 40 Prozent werden online erzielt. Zu lisierung: Kunden werden damit geortet und bekommen passgenau und mithilfe der App Shopkick zum jeweiligen Standort Gutscheine oder Werbung auf ihr mobiles Gerät geschickt. Weitere Einsatzmöglichkeiten von Beacon könnten Wegweiser durch Museen oder unübersichtliche Flughäfen sein. Das Londoner Startup Start Edition setzt auf die Technik, damit Verlage gezielt und begrenzt in Cafés, Hotels oder an anderen Orten Web-Inhalte kostenlos zugänglich machen können. Datenschutzrechtlich ist das Verfolgen von Bewegungsdaten allerdings sehr bedenklich ein Grund, warum Apple die Beacon-Technik hierzulande nicht einsetzt. Beim Paypal-System sollen Kunden beim ersten Kontakt zu einem Beacon- Transmitter entscheiden, ob danach automatisch oder nur nach Erlaubnis Verbindung aufgenommen werden darf. 42reports hingegen umgeht das Problem: Seine Fernsehsender hat jetzt das Sagen bei Weg.de und Ferien.de Pro Sieben gehören die Buchungsportale Reise.com und Tropo.de sowie das Ferienwohnungsportal Holidayinsider. com. Die Mietwagenbörse Billiger-mietwagen.de, sowie Wetter.com flankieren das Angebot. Comvel, der Betreiber von Weg.de und Ferien.de, wurde 2005 von Media Ventures, der Kölner Beteiligungsgesellschaft von Dirk Ströer, gegründet und finanziert übernahm Comvel Ferien.de. Das Münchner Unternehmen besteht noch aus dem Veranstalter Ferien-Touristik. vs Der Leuchtturm, englisch Beacon, steht für die neue Funkortungstechnik in Innenräumen Neue Ortungstechnik Sogenannte Beacons oder Transmitter nehmen Funkkontakt zu Smartphones und anderen mobilen Geräten auf, die sich in der Nähe befinden. Die neue Ortungs- und Lokalisierungstechnik ersetzt in Innenräumen das Global Positioning System (GPS) und ist deutlich genauer als dieses. Die Transmitter kommunizieren mit den mobilen Geräten über Wifi oder Bluetooth. Einige Beacon- Systeme nehmen nur Gerätesignale auf und registrieren deren Bewegungen, andere ermöglichen über Mobilfunk, WLAN und eine App zusätzlich das Verbreiten von Informationen oder Werbung. Wifi-Verbindung ist einseitig und nimmt nur anonyme Funkdaten auf. Wir beobachten die Beacon-Technik sehr genau, sie ist spannend und eröffnet viele neue Chancen, sagt Wallin, aber wir wollen als Dienstleister Händlern bei der Analyse von Kundenbewegungen helfen und erstmal kein Informationssystem bauen. vs Würth will Svh24 kaufen ie schwäbische Würth-Gruppe ist Dinteressiert am Online-Werkzeug- Shop Svh24.de. Würth-Tochter Hahn + Kolb, die selbst den Shop Betriebsausstatter24.de betreibt, hat daher ein Prüfungsverfahren beim Bundeskartellamt beantragt. Svh24 existiert seit 2002, wurde mit 12 Millionen Euro von verschiedenen Investoren finanziert und strukturierte 2012 um: Die Unterhaltungselektronik verschwand aus dem Sortiment, dafür wurden Werkzeuge ausgebaut. Svh24 setzte zuletzt knapp 19 Millionen Euro im Jahr um. vs Svh24: Werkzeuge für Hobbybastler und auch für Firmen und Werkstätten Foto: Fotolia / Oleksii Sagitov

5 26/ Dezember 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 5 Mehr Filialen von Mymuesli ie zehnte Filiale ist eröffnet, weitere DStandorte in Deutschland sind geplant: Mymuesli erweitert gerade sein Ladennetz und hat sich von seinen Investoren und Beratern getrennt. Team Europe hielt sechs Prozent am Passauer Unternehmen und wurde jetzt ausbezahlt. Der richtige Zeitpunkt, um ein Angebot zum Rückkauf zu machen, so Geschäftsführer Max Wittrock. Auch Team Europe konzentriert gerade seine Mittel und Ressourcen: Der Inkubator von Müsli: Mymuesli bietet die freie Auswahl von Zutaten Lukasz Gadowski und Kolja Hebenstreit verkaufte vor Kurzem seine Anteile an der Personalberatung I-Potentials, Mister Spex sowie der Online- Agentur Projecter. Mymuesli haben die Berliner seit dem Online-Start 2008 begleitet. Das Unternehmen wurde 2007 in Passau gegründet, verkauft Müslimischungen online, in eigenen Filialen und in Supermärkten. Außerdem vertreibt Mymuesli inzwischen auch Tee, Kaffee und Saftorangen. vs Wywy will wachsen chlag auf Schlag pro- das deutsch- Sduziert israelische Start-up Wywy Nachrichten: Der Spezialist für die Synchronisation von Werbung auf verschiedenen Geräten warb erst 5,2 Millionen Euro ein und kaufte danach seinen Konkurrenten Second Screen Networks: Als ein Pionier für Second- Screen-Werbung verfügt das US-Unternehmen über umfangreiche Erfahrung und ein riesiges Kundennetzwerk, sagt Tobias Schmidt, Mitgründer von Wywy. Dieser Kauf ist eine Starthilfe für den Eintritt in den US-Markt. Wywy erweitert so sein Netzwerk um 100 US-Fernsehsender. In Europa arbeitet das Start-up schon mit 200 Sendern zusammen, darunter der RTL-, der Pro-Siebenund der türkischen Dogus-Gruppe. Schauen Zuschauer fern und surfen dabei gleichzeitig mit Tablet oder Smartphone im Internet, erkennen die Apps von Wywy und Second Screen Networks, welche Serie oder Werbung gerade läuft. Synchron dazu spielen sie dann Online- Werbung für mobile Geräte aus. Werbeverantwortliche nutzen die Technik zur Verstärkung von Fernsehkampagnen, zunehmend aber auch, um deren Wirkung bes- Wachstum mit Übergrößen Navabi sichert sich zehn Millionen Euro für größeres Sortiment on einer zu 30 Millionen Euro VUmsatz in drei Jahren: Navabi, 2010 von INTERNET WORLD Business als Business-Idee des Jahres ausgezeichnet (Infos: 18GBS7K), legt ein rasantes Wachstum vor. Beschäftigte der Shop für Mode in Plusgrößen damals acht Mitarbeiter, sind es heute 130. Wir haben uns von der edlen, kleinen Designer-Boutique zum Marktführer für Premiummode in großen Größen entwickelt, berichtet Bahman Nedaei. Spezialität des Shops sind Stylingtipps und intensive Beratung. Ein Treiber für das Wachstum ist auch Risikokapital: 2008 stiegen Seventure Partners, Dumont Ventures und diverse Business Angels mit knapp drei Millionen Euro ein und finanzierten erste Internationalisierungsschritte sowie die Ergänzung des Sortiments um Marken. Navabis Wachstum Navabi startet 1999 erst als Boutique in Aachen, 2007 als Online Shop. Gründer: B. Nedaei, Zahir Dehnadi, Maryam Navabi Das Unternehmen beschäftigte 2010 sieben Mitarbeiter, heute mehr als setzte Navabi brutto etwa eine Mio. Euro mit Mode in Plusgrößen um, 2013 sollen es mehr als 30 Mio. werden Start-up überimmt nach einer Millionenfinanzierung US-Konkurrenten Navabi: Damenmode in Plusgrößen, bald auch mit Accessoires, Schuhen und Wäscheangebot Mit weiteren zehn Millionen Euro soll nun das Wachstum erneut gepusht werden: Wir planen, den Umsatz weiterhin zu verzwei- oder zu verdreifachen, so Nedaei. Etwa ein Drittel der Einnahmen erzielt das Start-up im Ausland, insbesondere in Frankreich, Großbritannien und den USA. Der Erfolg soll in weitere Regionen exportiert werden. One-Stop-Shopping heißt die Strategie: Wir waren bisher fokussiert auf Bekleidung, möchten jetzt noch Accessoires, Taschen, Wäsche und Schuhe aufnehmen, plant Nedaei. Außerdem soll der Shop 2014 technisch aufgefrischt werden. vs Zwei Monitore im Blick: Surfen und fernsehen gleichzeitig ser zu kontrollieren und zu steuern. Sendern wiederum helfen Wywy und die neuen US-Kollegen dabei, eigene Social Apps zu entwickeln, mit denen Zuschauer sich über das Programm austauschen können. So stärken Sender die Zuschauerloyalität und vermarkten eigene Aktionen. Vor dem Kauf hatte Cipio Partners 5,2 Millionen Euro in Wywy investiert, der Risikokapitalgeber hatte sich schon kurz nach dem Start 2012 mit 2,5 Millionen Euro beteiligt. Der große Erfolg von Wywy bei den Media-Agenturen und TV-Werbetreibenden vereinfachte die Entscheidung zur Internationalisierung, sagt Werner Dreesbach von Cipio Partners. TV-Werbetreibende suchen neue Ansätze, um die Effizienz ihrer Kampagnen zu sichern. vs Betriebssystem fürs smarte Haus Energieverbrauch im Blick behal- und Waschmaschine, Herd und Dten Heizung online steuern: Das ist die Vision von Yetu, das Christopher Schläffer, Ex- Manager der Deutschen Telekom, mit dem Ex-McKinsey-Mann Boris Maurer und Jon von Tetzchner, Gründer von Opera, gerade ins Leben gerufen hat. Das Berliner Start-up, das so etwas wie ein Betriebssystem fürs smarte Haus entwickeln will, wurde zum Start mit knapp sechs Millionen Euro von der KfW-Gruppe sowie Bilfinger Venture ausgestattet. Die Idee ist faszinierend, aber nicht ganz neu. Yetu trifft auf das Münchner Start-up Tado, das an einem ähnlichen Ziel arbeitet und seit Ende 2012 die Fernsteuerung der Heizung in Form einer App anbietet. Auch Tado wurde mit mehreren Millionen Euro Risikokapital finanziert. vs Waschmaschine und andere Geräte online steuern und kontrollieren Hier finden Sie Nachrichten von jungen Firmen und Investoren OCULUSVR.COM Geld für die AR-Brille Investoren um den Web-Gründer und -Finanzier Marc Andreessen glauben an Oculus Rift: 75 Millionen US-Dollar gaben sie für die Entwicklung einer Augmented- Reality-Brille und für deren 2014 geplanten Verkaufsstart. Ausgerüstet mit großem Sichtfeld und Bewegungssensoren eignet sich Oculus Rift vor allem für Online- Spiele. Der Vorverkauf erster Modelle über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter brachte Gründer Palmer Luckey US-Dollar Startkapital ein. vs 6WUNDERKINDER.DE Moped gekauft Das Berliner Start-up 6Wunderkinder hat Moped gekauft. Das Tool vereinfacht die Kommunikation in Teams und wird zum Jahresende 2013 eingestellt. Die wichtigsten Funktionen sollen in die Wunderlist integriert werden. Das Planungs-Tool vereinfacht ebenfalls den Austausch zwischen Kollegen, wird zurzeit von sechs Millionen Menschen genutzt und war Investoren im Herbst eine Finanzierung von 30 Millionen US-Dollar wert. vs INSTAGRAM.COM Fotos und Nachrichten Instagram erweitert seine Funktionen und stellt sich dem Wettbewerb mit Snapchat und Whatsapp. Zu den Werkzeugen für die Bearbeitung von Fotos finden Nutzer nun auch Funktionen zum Versand von Foto- und Textnachrichten Dienste, die Snapchat und Whatsapp schon länger anbieten. Instagram wird von rund 150 Millionen Menschen genutzt. Das Unternehmen startete 2010 und wurde 2012 von Facebook für eine Milliarde US-Dollar gekauft. vs REGIONDO.DE Ab in die Welt Regiondo arbeitet gerade an seiner englischen Seite und will 2014 mit weiteren Sprachversionen auch in anderen Ländern durchstarten. Dafür sucht das Startup aus München, auf dessen Seiten Verbraucher seit 2011 regionale Angebote kaufen und Veranstaltungen buchen können, noch Geldgeber. Einen Teil der anstehenden Investitionen, eine einstellige Millionensumme, hat Regiondo bei seinen bestehenden Investoren, Joda Media, Algo Handels GmbH, New Frontier Capital und anderen eingesammelt. vs WUMMELKISTE.DE Mehr Geld für neue Waren Die Berliner Beteiligungsgesellschaft IBB hat sich mit einem sechsstelligen Betrag an der Wummelkiste beteiligt. Das Startup verkauft seit Ende 2011 Spielzeug und Bastelbedarf im Abo und will mit der Finanzspritze sein Sortiment erweitern, Kooperationspartner suchen und mehr für sich werben. vs

6 6 Internet World BUSINESS RÜCKSCHAU 23. Dezember /13 JAHRESRÜCKBLICK 2013 Das war das Internet-Jahr 2013 Leistungsschutzrecht, NSA-Affäre, Leiharbeiterskandale, die neue Huffington Post Deutschland, Tolino und Drohnen: Das Jahr 2013 stand im Zeichen vieler kleiner und großer Ereignisse, die die Branche prägten Junge digitale Wirtschaft in Berlin gegründet Das Jahr 2013 beginnt mit einer Überraschung: Erstmals veröffentlicht Amazon Umsatzzahlen für Deutschland und die liegen mit 6,8 Milliarden Euro deutlich höher als sämtliche Prognosen, die von 3,4 bis 4,5 Milliarden Euro ausgegangen waren. Im Netz entbrennt eine hitzige Diskussion über gezielte Manipulationsversuche klassischer Handelsverbände. +++ Zalando lässt Mytheresa.com und Net-a-porter zittern und eröffnet unter dem Namen Emeza einen Ableger für Luxusmode. +++ Die Marke Neckermann feiert unter dem neuen Besitzer Otto ihr Comeback und wagt wie Quelle vor ihr den Neustart als wenig spektakulärer Marktplatz. +++ Adidas macht die Erfahrung, dass das seit Januar Neckermann erblüht als Marktplatz neu geltende Vertriebsverbot von Adidas- Produkten auf Marktplätzen nicht automatisch dazu führt, dass Amazon und ebay die Marke nicht mehr listen. +++ Media-Saturn Österreich bekommt unerwartet Besuch von der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde. Bei den Hausdurchsuchungen wurden Beweise dafür gesucht, dass Saturn, Media Markt und Philips den österreichischen Online-Handel behindern. +++ Pro Sieben Sat1 gründet den Pro Sieben Sat1 Accelerator. Von Berlin aus sollen eigene Start-ups entwickelt und unterstützt werden. +++ Ebenfalls in Berlin gründet sich Mitte Januar der Beirat Junge digitale Wirtschaft im Bundeswirtschaftsministerium. Er soll den Bundeswirtschaftsminister zu aktuellen Fragen der Informationsund Kommunikationswirtschaft beraten und bessere Gründungsbedingungen für Start-ups schaffen. JANUAR Mozilla stellt in Barcelona erstmals Firefox OS vor Google beginnt damit, seine Shopping-Suche Google Shopping in den USA auf kostenpflichtig umzustellen. Die E-Commerce-Branche reagiert weitgehend gelassen. Zeitgleich kündigt der Suchmaschinenprimus für Juni Enhanced Campaigns an, die den Traffic für Desktop- und Tablet-Computer zusammenführen soll. +++ Tomorrow Focus angelt sich in Deutschland die Vermarktung von Apples iad. Darüber lassen sich alle Nutzer von Apple-Produkten erreichen, beispielsweise beim Hören von itunes Radio oder dem Nutzen von Apps. +++ Amazon bekommt Ärger mit den Kartellwächtern. Der Behörde ist es ein Dorn im Auge, dass der E-Commerce-Riese von seinen Marktplatzpartnern fordert, auf keinem Kanal günstiger zu verkaufen als auf Amazon. Noch viel größer allerdings wird für Amazon der Ärger, als eine TV-Reportage die Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter bei dem Web- Riesen anprangert. +++ Mozilla präsentiert auf dem Mobile World Congress sein mobiles Betriebssystem Firefox OS. LG, Alcatel und ZTE bauen entsprechende Hardware, Carrier in 17 Ländern, darunter Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Serbien, Montenegro, Polen, Spanien, Ungarn und Venezuela, bringen sie in den Verkauf. +++ Douglas macht Ernst in Sachen Multichannel und holt mit Amazon gerät in einen Leiharbeiterskandal Nicholas Denissen einen ehemaligen Amazon-Manager für die neu geschaffene Stelle des Vorstands E-Commerce. +++ Electronic Partner beendet nach drei Jahren seine E-Commerce-Abstinenz. EP-Chef Jörg Ehmer kündigt einen dezentralen Ansatz an, bei dem jedes Verbundmitglied einen fertigen Online Shop nutzen und Preise und Sortiment selbst festlegen kann. +++ Interactive Media übernimmt von der EOS-Gruppe den Retargeting-Anbieter Xplosion Interactive und will Retargeting zum zentralen Absatztreiber im Unternehmen entwickeln. FEBRUAR 2013 Foto: Amazon / Mozilla

7 26/ Dezember 2013 RÜCKSCHAU Internet World BUSINESS Der OVK blickt optimistisch in die Zukunft und verspricht für das Gesamtjahr 2013 Online-Werbeumsätze in Höhe von sieben Milliarden Euro. +++ Für betroffene Gesichter sorgt in der Online-Welt indes die Verabschiedung des umstrittenen Leistungsschutzrechts. Verleger hatten sich dafür starkgemacht, dass Google News für Snippets ihrer Artikel Geld zahlen muss. +++ Zalando launcht nach Emeza eine weitere eigene Modeplattform. Unter Kiomi.de wird die gleichnamige Eigenmarke des Modeversenders vermarktet. Auf der IAA präsentiert der Mode- Shootingstar zudem ein Concept Car, das für Schlagzeilen sorgt: Mit dem Auto kann nämlich gleich von der Sonnenblende aus geshoppt werden. +++ Auch die Verbundgruppe Intersport Otto verabschiedet sich von Intershop rüstet sich für den Online- Handel. Nach zehn Jahren theoretischer Auseinandersetzung mit dem E-Commerce präsentierte der Verbund im März erstmals eine Lösung für seine rund mittelständischen Sportfachhändler. +++ Für Aufsehensorgt im März zudem Otto; der Versender kündigt an, sich von Intershop als Technikpartner verabschieden und die komplette IT künftig inhouse mit Tolino heißt die deutsche Antwort auf den Amazon Kindle einem 100-köpfigen Entwicklerteam stemmen zu wollen. +++ Auf der Cebit bekommt der Multichannel-Supermarkt Emmas Enkel prominenten Besuch: Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich persönlich ein Bild vom Wandel im Handel machen. Ihre Bitte an die Gründer: ein gut sichtbares Zeichen, mit dem man Produkte auch wieder aus dem Einkaufskorb entfernen kann. +++ Weltbild, Thalia, Hugendubel und die Telekom in Berlin präsentieren den E-Book-Reader Tolino. Das von ihnen als Meilenstein im deutschen Buchhandel bezeichnete Lesegerät soll vor allem Amazons Kindle Paroli bieten. Angela Merkel besucht Emmas Enkel auf der Cebit Zalandos Concept Car auf der IAA sorgt für Schlagzeieln MÄRZ Karstadt holt sich Online-Kompetenz ins Haus. Terry von Bibra, Ex-Chef von Yahoo Deutschland, wechselt als E-Commerce-Leiter zu der Warenhauskette. +++ Facebook floppt mit Facebook Home. Nur Nutzer laden die Anwendung innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Launch auf ihre mobilen Geräte. Die klassische App verzeichnete bislang rund 500 Millionen Downloads. +++ Mit Stoersender.tv startet ein neues Online- TV-Angebot auf dem deutschen Markt. Über Crowdfunding wurden Euro eingesammelt. Kabarettist Dieter Hildebrandt sorgt als Mitinitiator für Facebook Home findet nur sehr wenig Anklang den entsprechenden Medienrummel. +++ Hubert Burda kauft die E-Commerce-Plattform Edelight. Die Gründer freuen sich über einen achtstelligen Exit. +++ Google präsentiert seine Datenbrille Google Glass erstmals in Europa. Bis sie in den Verkaufsregalen liegt, wird es jedoch noch Jahre dauern, prognostizieren Experten. +++ Otto kündigt mit Collins eine neue Art von Webshop an, mit dem Konkurrenten wie Zalando oder Amazon die Stirn Google stellt seine Datenbrille erstmals in Europa vor geboten werden soll. Wie ernst es Otto damit ist, unterstreicht die Höhe der Investitionssumme: 300 Millionen Euro stehen zum Launch von Collins bereit. +++ In der Online-Marketing- Branche sorgt die AOL-Tochter Adtech für Schlagzeilen. Sie launcht eine eigene Supply-Side- Plattform für den Echtzeithandel. +++ Auch der Abschied von Matthias Ehrlich als Vorstand von United Internet Media erregt Aufmerksamkeit. Nach fast acht Jahren bei UIM und weiteren sieben bei Web.de will Ehrlich künftig noch einen Aufsichtsratsposten bei dem Vermarkter bekleiden. +++ Von Rocket Internet gelangen vertrauliche Investorenunterlagen ans Licht der Öffentlichkeit. Darin erklären die Samwers in markigen Formulierungen Zara, H&M und Ikea den Krieg. +++ In einen Terry von Bibra wechselt zu Karstadt Stoersender.tv ist das letzte Projekt von Dieter Hildebrandt Kampf zieht auch Verdi gegen Amazon. Erstmals streiken am Standort Bad Hersfeld meherer hundert Mitarbeiter. +++ Rewe gesteht öffentlich das Fehlen jeglicher E-Commerce-DNA ein und gründet einen Inkubator für Start-ups, um so die Wissenslücken zu füllen. +++ Peek & Cloppenburg startet unter Fashion ID in den Online-Handel. APRIL 2013

8 8 Internet World BUSINESS RÜCKSCHAU 23. Dezember / Fab kauft in Deutschland weiter zu. Ein Jahr nach der Übernahme von Casacanda wandert auch der Hersteller individualisierter Echtholzmöbel, Massivkonzept, unter das Dach des US-Unternehmens. +++ Quelle.de wird Drosselkom: Alle empören sich über die Telekom erneut umpositioniert. Nachdem der Neustart als Marktplatz fehlgeschlagen ist, geht die Marke jetzt wieder als richtiger Shop für Haushalt, Wohnen und Technik online. +++ Bei Google Deutschland wechselt die Geschäftsleitung. Philipp Justus kommt von Zanox zu Google und löst Alastair Bruce ab, der seit Anfang 2013 interimistisch die Leitung innehatte. Außerdem bringt der Suchmaschinendienst sein Couponing-Angebot Google Offers nach Deutschland. Die Erweiterung von Adwords spielt Kunden passende Anzeigen mit Rabattangeboten automatisch dann auf die Bildschirme, wenn sie sich in der Nähe des entsprechenden Ladens oder Restaurants befinden. +++ Wie der ZAW auf seiner Jahrespressekonferenz mitteilt, haben die Online-Medien 2012 erstmals die Netto- Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro überschritten. Mit 1,079 Milliarden Euro waren sie drittgrößter Werbeträger nach Fernsehen (4,05 Philipp Justus wird DACH-Google-Chef Milliarden Euro) und Tageszeitungen (3,5 Milliarden Euro). +++ Für reichlich Empörung bis hin zum Shitstorm im Netz sorgt im Mai die Deutsche Telekom mit ihrer Ankündigung, Volumengrenzen fürs Surfen einzuführen. Neuverträge für IP-basierte Anschlüsse enthalten von nun an die Klausel, dass die volle Bandbreite nur noch bis zu einem Datenvolumen von 75 Gigabyte bei Kleinverträgen und 400 Gigabyte bei größeren Verträgen zur Verfügung steht. +++ Die AOL-Tochter Huffington Post verkündet die Zusammenarbeit mit Tomorrow Focus. Bis zur Bundestagswahl im September soll eine deutsche Ausgabe stehen, den Anzeigenverkauf übernimmt die Burda-Tochter. Das Ziel: Profitabilität bis 2015 und fünftgrößte News-Seite bis Und damit nicht genug der frohen Botschaften: Tomorrow Focus kann nämlich für das Groupon schließt seine Berliner Marketingabteilung erste Quartal außerdem noch mit 46,2 Millionen Euro den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte vermelden. +++ Derweil investiert Yahoo rund 1,1 Milliarden US- Dollar in die Übernahme der Blogging- Plattform Tumblr. +++ Weniger gut läuft es bei Groupon. Der Couponing- Anbieter schließt seine Marketingabteilung in Berlin. MAI Die Werbebranche blickt angespannt auf den 25. Juni: An dem Tag launcht die Mozilla Foundation die Version 22 ihres Internet-Browsers Firefox, der in der Grundeinstellung Third-Party Cookies und damit die gängigen Tracking-Verfahren blockiert und personalisierte Werbung damit quasi unterbindet +++ Neuerungen in Sachen Online-Werbung gibt es auch bei Google. Der Suchmaschinenriese hebt mit Enhanced Axel Springer lässt online für Inhalte bezahlen SAP übernimmt Hybris für dickes Geld Campaigns die Trennung zwischen Tablets und Desktops auf. Die Werbekunden reagieren zwiegespalten. +++ Auch Facebook feilt an seinem Werbeangebot: Die Zahl der verfügbaren Formate wird von 27 auf 13 reduziert. Außerdem muss sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf der ersten Hauptversammlung des Konzerns nach dem Börsengang den enttäuschten Anlegern stellen. Sein Fazit: Es lief nicht alles optimal. +++ Derweil verlässt sich Axel Springer online nicht mehr nur auf Werbeeinnahmen. Der frisch aus dem Silicon Valley zurückgekehrte Bild- Matthias Ehrlich wird BVDW-Präsident Mark Zuckerberg gibt Börsenpannen zu Chefredakteur Kai Diekmann macht mit Bild Plus Schluss mit der Kostenloskultur. Leser von Bild.de müssen künftig für einige digitale Inhalte des Portals zahlen. +++ Matthias Ehrlich bleibt der Branche treu und taucht als neuer BVDW-Präsident wieder auf. Dort tritt er in die Fußstapfen von Arndt Groth, der nach über einem Jahrzehnt an der Verbandsspitze den Job an den Nagel hängt. +++ Für Schlagzeilen sorgt auch die Software-Branche: SAP übernimmt für eine nicht genannte, Gerüchten zufolge aber auf rund eine Milliarde US-Dollar geschätzte Summe den Schweizer Shop- Software-Anbieter Hybris. Die Multichannel-Plattform, die besonders auf große Shops und internationale Handelsmarken ausgerichtet ist, soll SAP langfristig im lukrativen E-Commerce- Markt stärken. +++ Bei Peek & Cloppenburg nimmt die frühere ebay-modechefin Miriam Lahage nach rund einem Jahr im Amt als E-Commerce-Leiterin ihren Hut. Offenbar sind Online und Stationär doch zu unterschiedliche Welten. +++ Und dann rüttelt noch Whistleblower Edward Snowden die Welt auf: Seine Enthüllungen über die in großem Stil betriebenen Spionageund Ausspähpraktiken der USA und Großbritannien sorgten weltweit für Schlagzeilen bis heute. JUNI 2013

9 26/ Dezember 2013 RÜCKSCHAU Internet World BUSINESS Der Juli ist unter anderem geprägt von Übernahmen: Die Deutsche Post schlägt beim -Marketing-Experten Optivo zu und positioniert sich noch stärker als Fullservice-Marketing- Dienstleister. +++ Derweil sichert sich die RTL Group für 27 Millionen Euro 51 Prozent der Anteile von Broadband TV. Das kanadische Online-Video-Unternehmen vermarktet, betreut und aggregiert Online-Stars von Youtube. +++ Der Logistiker DPD beteiligt sich mit rund 20 Prozent am Same-Day- Delivery-Spezialisten Tiramizoo. Über ein Netzwerk von Kurierfahrern liefert das Unternehmen Online- Bestellungen in 15 deutschen Großstädten noch am selben Tag aus. +++ Facebook rollt seine Graph Search aus, eine semantische Suche, die die persönlichen Einträge der Facebook-Nutzer besser durchsuchbar macht. Das sorgt im Netz für ähnlich viele Diskussionen wie die Tatsache, dass das badenwürttembergische Kultusministerium Lehrern verbietet, soziale Netzwerke für die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Amazon kündigt Logistik roboter für Deutschland an DPD steigt mit 20 Prozent bei Tiramizoo ein Daten zu nutzen. +++ Promarkt macht im Webshop die Schotten dicht. Rewe- Chef Alain Caparros hatte schon im März eingeräumt, mit der Elektronikkette die Konkurrenz aus dem Web unterschätzt zu haben. +++ Bei Amazon scheinen die Streikbemühungen von Verdi zwar nicht allzu viel Eindruck zu hinterlassen, doch immerhin kündigt das Unternehmen an, in Deutschland erstmals Weihnachtsgeld zahlen zu wollen. Die schlechte Nachricht für die Mitarbeiter folgt allerdings auf dem Fuße: Amazons Logistikroboter sollen in Zukunft auch in Deutschland in Betrieb genommen werden. +++ Bild.de präsentiert seine Sponsoren für die Übertragung der Fußball-Bundesliga: Volkswagen, Vodafone und Kik wollen sich hier engagieren. +++ Peek & Cloppenburg gelingt es für Fashion ID erneut, einen namhaften E-Commerce- Profi abzuwerben: Der Ex-Zalando- Marketingchef Christian Meermann soll sich um den Webshop des Düsseldorfer Textilisten kümmern. Christian Meermann wechselt von Zalando zu Fashion ID JULI Axel Springer setzt voll auf Digital. Das Verlagshaus verkauft für 920 Millionen Euro die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt sowie mehrere Programm- und Frauenzeitschriften Jeff Bezos kauft die Washington Post wie Hörzu und Bild der Frau an die Funke Mediengruppe. Das Geld soll in die digitale Transformation investiert werden. +++ Indes gönnt sich Amazon- Gründer Jeff Bezos aus seinem Privatvermögen den Kauf der US-Traditionstageszeitung Washington Post. Preis für das Hobby: 250 Millionen US-Dollar. +++ Der Textildiscounter Primark wagt einen Schritt in Richtung E-Commerce und bietet ein Teilsortiment auf dem Webshop des britischen Modeversenders Asos an. +++ Derweil beteiligt sich Asos- Anteilseigner Anders Holch Povlsen, dänischer Großinvestor und Inhaber der Modemarken Jack & Jones und Vero Moda, mit zehn Prozent an Zalando und wird damit drittgrößter Anteilseigner. Im Gegenzug zieht sich Rocket Internet aus dem Unternehmen ganz zurück. +++ Mercedes-Benz und BMW sehen im Online- Handel eine lukrative Zukunft und schocken ihre Handelspartner mit der Ankündigung, Autos künftig auch im Web verkaufen zu wollen. +++ Ebenfalls geschockt dürften die Mitarbeiter des ehemaligen E-Commerce-Vorzeigeunternehmens Fab.com auf die Ankündigung reagiert haben, das Berliner Büro zusammenzustutzen und das Geschäft wieder von der New Yorker Zentrale aus organisieren zu wollen. Die Belegschaft, die einst aus rund 250 Mitarbeitern bestand, wird sich nach den angekündigten ndigten Einschnitten und Umzügen halbieren. +++ Für Überraschung sorgte auch die Fusion von Publicis und Omnicom. Beide Agenturen verschmelzen zu einer Holding und stürzen damit WPP von Platz eins der größten Agenturgruppen. +++ Der Suchmaschinenprimus Google wagt erneut einen Angriff auf die TV- Bildschirme der Verbraucher und stellt mit Chromecast eine preisgünstige Streaming-Technik für TV-Geräte vor. +++ Segmüller steigt als erster großer Möbelfilialist unter Daheim.de in den E-Commerce ein. +++ Mytaxi.com testet mit Media Markt, ob sich Taxis zum Ausliefern von Online-Bestellungen lohnen. Google schielt mit Chromecast auf den Fernseher Mercedes-Benz will Autos online verkaufen AUGUST 2013

10 10 Internet World BUSINESS RÜCKSCHAU 23. Dezember / Die Online-Marketing-Messe Dmexco ist das Ereignis des Monats. 700 Aussteller und Besucher sorgen erneut für Rekordwerte. +++ Ströer kündigt in Köln an, die gesamten Bewegtbildaktivitäten bei der Tochter Primetime zu bündeln. Über 500 Millionen Video-Views stehen im Portfolio. +++ T-Online rüstet zum Online- Angriff Dmexco: Erneut bricht die Messe alle Rekorde und richtet einen 24-Stunden-Nachrichtendienst mit 140 Redakteuren ein, die 500 Nachrichten pro Tag publizieren. +++ Auch Web-Radios kommen im September einen Schritt weiter: Radiovermarkter RMS bringt die erste Reichweitenstudie für das Medium auf den Markt. +++ AOL, Microsoft und Yahoo weiten ihre Allianz bei der Werbevermarktung aus und lassen Werbekunden Premiumwerbeplätze auf den Portalen automatisiert buchen. +++ Bei Gruner + Jahr will die neue Vorstandschefin Julia Jäkel den lange vernachlässigten Digitalbereich ausbauen. Statt in Kanälen wie Print oder Digital zu denken, sollen sämtliche Inhalte der Magazine auch in digitaler Form angeboten und das klassische Zeitschriftenhaus zum Inhaltehaus transformiert werden. +++ Während in der Online-Werbewelt die Champagnerkorken knallen, steht der Handel vor Problemen: Weltbild droht Branchengerüchten zufolge die Insolvenz. Das Unternehmen schreibt aufgrund der Umbaumaßnahmen zum Digitalkonzern trotz Milliardenumsätzen seit längerer Zeit Verluste. Außerdem seien sich die Bischöfe nicht über die Fortführung des Medienunternehmens einig, heißt es zur Julia Jäkel will G+J fit für das Web machen Weltbild gibt Verluste zu, dementiert aber Insolvenzgerüchte Begründung. +++ Der Textildiscounter Primark machte bei seiner E-Commerce-Stippvisite bei Asos so schlechte Erfahrungen, dass er das Experiment nach nur einem Monat wieder beendet. +++ Derweil geht das Online-Kaufhaus Hertie optimistisch an den Start. +++ Otto sieht für seine neue Payment- Lösung Yapital ebenfalls beste Zukunftsaussichten. SEPTEMBER Der Oktober steht ganz im Zeichen eines großen Geburtstags: Vor genau 20 Jahren erblickte das erste Online-Werbe- Banner das Licht der Welt. Wer hätte damals gedacht, dass sich 20 Jahre später die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung um die Nutzungsmessung von Online- Videos würde kümmern müssen, oder dass Google beginnt, an einer Technologie zu arbeiten, die Third-Party Cookies ersetzen könnte? Die neue Ad ID soll werbungtreibenden Unternehmen ano nyme Datensammlungen erlauben Huffington Post startet in Deutschland Deutsche Post optimiert Zustellung Apple wird zur wertvollsten Marke der Welt und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer besser schützen. +++ Auch Zalando feiert Geburtstag in diesem Fall aber erst den fünften. Zum Fest gibt es aktuelle Umsatzzahlen: die belaufen sich im zweiten Quartal 2013 auf 437 Millionen Euro, für das ganze erste Halbjahr auf 809 Millionen Euro. Im Gesamtjahr könnte gar die 2- Milliarden-Grenze geknackt werden. +++ Ganz neu das Licht der Welt erblickt indes die Huffington Post Deutschland. Die deutsche Medienlandschaft beobachtet den Launch des von Gratis-Bloggern geprägten Portals gespannt und spart anschließend nicht mit Häme. +++ Die Korken knallten wohl auch bei Apple: Das Unternehmen löste im Oktober Coca- Cola als wertvollste Marke der Welt ab. +++ Kaum Grund zu feiern hat hingegen Netrada. Das Unternehmen, das unter anderem den Webshop von Esprit als Fullservice-Dienstleister betreut, muss wegen eines finanziellen Engpasses Insolvenz anmelden. +++ Ebenfalls für Negativschlagzeilen sorgt der Online-Sport-Shop Mysportworld. Das Unternehmen entlässt 30 Mitarbeiter und schließt seinen Shopping-Club. +++ Axel Springer verbrüdert sich mit Google und will mit dem Suchmaschinenprimus bei der automatisierten Vermarktung von digitalen Werbeflächen zusammenarbeiten. Außerdem steigt das Medienunternehmen mit 30 Millionen Euro bei Project A ein, dem Inkubator aus dem Hause Otto. +++ Nachrichtenstark zeigt sich der Oktober auch in Sachen Logistik: ebay übernimmt den Londoner Same- Day-Delivery-Anbieter Shutl. In Australien liefert der Buchhändler Zookal Bücher mit Drohnen aus. Und die Deutsche Post testet nicht nur in Skandinavien, ob auch Privatleute Päckchen austragen können, sondern plant in Deutschland private Packstationen vor den Haustüren der Verbraucher. Netrada muss Insolvenz anmelden OKTOBER 2013

11 26/ Dezember 2013 RÜCKSCHAU Internet World BUSINESS Für die Online-Händler beginnt die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Und der Rubel rollt in einem Maße, dass der Bundesverband des Versandhandels (BVH) auch mit Blick auf die guten Zahlen der ersten drei Quartale seine Prognosen für den diesjährigen E-Commerce- Umsatz nach oben korrigiert. Aus den ursprünglich vorhergesagten 33,5 Milliarden Euro Umsatz wurden 39,8 Milliarden, das Umsatzplus verdoppelt sich von 21,3 auf 44,2 Prozent. +++ Verdi will mit Streiks dafür sorgen, dass Amazon- Bestellungen in diesem Jahr nicht pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegen. Amazon nimmt es gelassen. Notfalls versende man aus dem Ausland man lasse den Kindern durch die Gewerkschafter-Grinchs nicht das Weihnachtsfest vermiesen. +++ Neu aufs E-Commerce-Parkett tritt derweil die Drogeriemarktkette DM wenn auch nur Sony stellt die Playstation 4 vor in Österreich. In Deutschland bleibt das Unternehmen dem Online-Handel weiter skeptisch fern. +++ Mehrfach für Negativschlagzeilen sorgt der Elektronikversender Getgoods: Erst musste das Unternehmen wegen gescheiterter Investorengespräche Insolvenz anmelden, dann ermittelte die Bafin wegen Scout24 wechselt den Besitzer Verdachts auf Insiderhandel und schließlich gab es noch eine Großrazzia a wegen des Verdachts auf Unterschlagung von 50 Millionen Euro. +++ Gute Nachrichten gibt es von Weltbild: Kurz vor Weihnachten ist durch eine Finanzspritze es wird über eine Höhe von 60 Millionen Euro gemunkelt von den Altgesellschaftern die drohende Insolvenz vom Tisch. Die Mitarbeiter atmen auf. +++ Ordentlich in der Kasse klingelt es bei der Telekom. Sie verkauft 70 Prozent der Scout24-Gruppe an den Finanzinvestor Hellman & Friedman. Der Unternehmenswert des Anzeigenportalbetreibers wird auf zwei Milliarden Euro beziffert. Dafür knickt der Telekommunikationsdienstleister nach heftiger Kritik in Sachen Drosselkom ein und hebt alle Drosselungen bei seinen DSL-Tarifen wieder auf. +++ Im Spielemarkt warten Gamer gespannt auf die Verdi will Amazons Weihnachtsversand sabotieren Vorstellung der neuen Playstation Der holländische TV-Produzent Endemol kündigt an, in Zukunft nicht mehr nur für das klassische Fernsehen, sondern auch für das Internet Inhalte produzieren zu wollen. NOVEMBER Amazon lässt die Drohne los Verdi bekommt unerwartet Rückendeckung bei der Diskreditierung des Online-Handels. In der ARD-Talkshow Günter Jauch dürfen der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und der Moderator Ranga Yogeshwar beinahe unwidersprochen den stationären Handel verklären und den Internet- Handel als unmenschlich verdammen, während die Bemerkung eines Amazon-Betriebsrats, 90 Prozent der Amazon-Mitarbeiter seien zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz, fast ungehört verhallt. +++ Dafür sorgt Amazon-Gründer Jeff Bezos andernorts für einen genialen PR-Coup. In einem TV-Interview präsentiert er eine Paketdrohne, die Bestellungen innerhalb von 30 Minuten zum Kunden liefern soll. Das Ergebnis: Schlagzeilen in allen wichtigen Medien und viel Spott aus dem Web. +++ Doch die Drohnen machen Schule: Auch die Deutsche Post startet einen ersten Testflug mit einem Paketkopter in Bonn und lässt Medikamente über den Rhein liefern. +++ Bei Getgoods nimmt das Schicksal eine positive Wendung: Die Elektronikfachmarktkette Conrad übernimmt den Versender mit fast allen Mitarbeitern. +++ Razzien gibt es aber auch ohne Getgoods: Bei Unister steht einmal mehr die Staatsanwaltschaft vor der Tür, weil 70 Mitarbeiter des Conrad übernimmt Getgoods.de Axel Springer kauft den News- Sender N24 Müller steigt in den Online-Handel ein Reiseportalbetreibers Zehntausende Lufthansa-Tickets durch Betrug zu günstigen Konditionen erworben und auf seinen Seiten wie Fluege.de überteuert verkauft haben sollen. +++ Auch bei Samsung, Philips und Media-Markt klingeln die Ermittler Sturm in diesem Fall geschickt von der Europäischen Kommission. Sie verdächtigt die Unternehmen unerlaubter Absprachen zur Behinderung des Online-Handels. +++ Angestachelt von den E-Commerce-Aktivitäten von DM launcht auch Konkurrent Müller einen Online Shop. Im schmalen Sortiment finden sich Parfüms, Spielwaren und Multimedia- Produkte. +++ Derweil schlägt Axel Springer beim Fernsehsender N24 zu. Die Digitalredaktion von N24 und die Welt -Redaktion werden zusammengeführt und N24 zum Bewegtbildlieferanten für alle Marken von Axel Springer erklärt. Auf diese Weise will Springer eine der größten multimedialen Redaktionen in Deutschland schaffen. +++ Kurz vor Jahresende firmiert dann noch Zalando um zur AG. Im nächsten Jahresrückblick steht dann: Börsengang. DEZEMBER 2013

12 TRENDS & STRATEGIEN 12 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 FACEBOOK COMPASSION RESEARCH DAY Facebook zeigt Mitgefühl Facebook tüftelt zusammen men mit Forschern von Elite-Universitäten am Umgang mit seinen Usern yber-mobbing und das Abwandern Cvon Teenagern haben Facebooks Image in der jüngeren Vergangenheit zugesetzt. Im September nahm sich eine 12-jährige Schülerin das Leben, nachdem Schulkolleginnen sie ein Jahr lang auf der Plattform terrorisiert hatten und zum Selbstmord aufriefen. Dies ist nur einer von mehreren Fällen virtueller Belästigung, die in den vergangenen Jahren in den sozialen Kanälen eskalierten. Um für Frieden auf dem Social Network zu sorgen und junge User zu behalten, hat das Unternehmen Forscher der Elite-Universitäten Yale, Stanford und Berkeley engagiert. Beim Facebook Compassion Research Day präsentierten sie Anfang Dezember ihre Erkenntnisse. Umgang mit Beschwerden Peinliche Fotos und unpassende Status- Updates beschäftigen das Support-Team von Facebook am häufigsten. Pro Woche kommen rund 3,9 Millionen Anfragen über die Melden -Funktion an. Damit können Nutzer Inhalte, die sie als bedenklich einstufen, direkt an Facebook weiterleiten. Innerhalb von zwei Werktagen behandelt der Support die eingegangenen Beschwerden. Die meisten davon sind Anfragen von Nutzern, Bilder zu entfernen. Arturo Bejar, Entwicklungschef von Facebook, berichtet am Facebook Compassion Day aus der Praxis: Für uns ist es oft schwer nachzuvollziehen, was tatsächlich mit einem Bild oder Kommentar auf der Pinnwand nicht stimmt. Mit einem standardisierten Fragebogen versuchen wir dem nachzugehen. Nur ein Bruchteil derjenigen, die den Melden -Knopf klicken, schließt laut Bejar die Anfrage ab. Offene Textfelder zur Erklärung bleiben oft ungenutzt. Für ihn ein Zeichen, ständig weiterzuoptimieren: Wir analysieren die Daten. Wann hat jemand eine Beschwerde abgebrochen, wann wird sie erfolgreich abgearbeitet und was passiert damit? Eine Menge Energie fließe in die Verbesserung der Beschwerde-Prozesse. Keine Tabus bei Teenagern Wie Jugendliche mit Facebook umgehen, erforschte Marc Brackett vom Center of Emotional Intelligence der Universität Foto: Fotolia / Artisan Beschwerden, Cyber- Mobbing und Schwund jugendlicher Mitglieder Facebook sucht nach Lösungen Yale. Sie haben es nicht einfach, ihre Gefühle zu artikulieren, aber wollen auch darin bestärkt werden, sich zu äußern. Statt Melde -Buttons solle es Lösungswerkzeuge geben, empfiehlt er etwa die Möglichkeit, gewisse Inhalte auszublenden oder in den Dialog mit betroffenen Usern zu treten. In der Praxis aber greifen die jungen Nutzer nur selten auf Funktionen wie Melden oder aber den seitens Facebook angebotenen Support zum Thema Mobbing zurück. Auf einem Panel während der Veranstaltung ließ Facebook fünf Jugendliche über ihren Umgang mit Social Media sprechen: Rufschädigung durch Fake-Profile oder Schluss machen per Facebook Update die Schüler aus East Palo Alto haben das alles schon erlebt. Einige Mädchen zeigen sogar Schnitte auf ihrem Unterarm. Ich hole mir Rat bei Kollegen oder Eltern, sagt die 18-jährige Jennifer. An Facebook habe sie sich noch nie gewendet. Entgegen allen Unkenrufen, auf Facebook finde ein Rückzug der Jugendlichen statt, die Jugendlichen aus Palo Alto bleiben: Ich bin eigentlich dauernd online, um mit meinen Freunden auf Facebook zu chatten, so die 13-jährige Angela. Hoch im Kurs bei den Jugendlichen steht zudem Instagram. Messaging-Apps wie Snapchat oder Whatsapp erwähnen die Diskutanten hingegen nicht. Smileys: Darwin lässt grüßen Den Managern von Facebook ist durchaus klar, wie relevant die zwischenmenschliche Kommunikation auf dem Portal ist. Für das Neudesign der Emoticons hat sich der Tech-Riese deshalb an die Universität Berkeley gewandt. Psychologie-Professor Dacher Keltner holt sich Inspiration bei Darwin: Sein Werk Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren war die Grundlage für die neuen Sticker. Was die Smileys ausdrücken sollen, werde weltweit verstanden. Die Figuren für den Facebook- Chat sind jedoch noch ausbaufähig: Um Emotionen authentisch zu transportieren, brauchen wir auch Ton. Daran arbeiten wir jetzt. Auch der Like-Button könnte eine Ergänzung bekommen. Bei einem der unternehmensinternen Hackathons (Events, bei denen Teams an neuen Funktionen arbeiten), kam Entwickler Dan Muriello die Idee für den Sympathize -Button. Dieser soll dann angezeigt werden, wenn auf Status- Updates negative Gefühle ausgedrückt oder Bad News mitgeteilt werden. Freunde sollen so ihr Mitgefühl kommunizieren können. Intern habe der Vorschlag großen Anklang gefunden. Ob der Sympathize- Button umgesetzt wird, sei noch nicht klar. Den von Usern geforderten Dislike -Button werde es aber nicht geben. Künstliche Intelligenz Ein wichtiges Thema ist für die Website der News Feed. CEO Mark Zuckerberg wollte den Feed zur Zeitung der Nutzer machen, die morgens aufgeschlagen wird, um Nachrichten zu lesen. Eine Design-Änderung habe im Beta-Test jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Jetzt rudert Facebook zurück und tüftelt weiter an der Optimierung der News. Erste Maßnahme: Videos sollen im Feed künftig automatisch starten. Damit wollen Zuckerbergs Entwickler mehr Bewegung in die Startseite des Networks bringen. Zudem werde der News Feed dadurch attraktiver für Werbekunden. Der Gründer des größten Social Networks fokussiert nicht nur auf emotionale, sondern auch auf Künstliche Intelligenz. Für ein neues Artificial Intelligence Lab hat Facebook einen renommierten Experten, Yann LeCun vom Center of Data Science der New York University, engagiert. Er wird die Labore in Menlo Park, New York und London leiten. Von dem, was konkret dort passiert, verrät das Unternehmen nur so viel: Mit neuen Ansätzen der Künstlichen Intelligenz wollen wir den Kontext der Inhalte, den User auf unserer Plattform teilen, erforschen. ELISABETH OBERNDORFER Professor Dacher Keltner erklärt die neuen Emoticons Wie gehen Jugendliche mit Mobbing auf Facebook um? Vier Teenager aus East Palo Alto sprachen in einem Panel über ihre Erfahrungen Arturo Bejar lud zum Compassion Research Day

13 Die Konferenz für Trends im Online Marketing Düsseldorf 26. März 2014 Frankfurt 27. März 2014 Hamburg 01. April 2014 München 03. April 2014 Crossmedia-Marketing: Erreichen Sie Ihre Kunden über alle Kanäle Content Marketing: Relevanten Content erstellen und aussteuern Mobile Marketing: Werbestrategien für Mobile Devices Gezielte Kundenansprache: Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen Suchmaschinenmarketing und -werbung: Google Updates und Co. Best-Practices: Von Erfolgreichen Kampagnen lernen Jetzt anmelden! Internet World Business-Leser zahlen nur 189, * statt 249, * Ihr Code: OMF14iwb Die Referenten (Auswahl): Moderation: Susanne Fittkau, Geschäftsführerin, Fittkau & Maaß Consulting GmbH Andreas Reiffen, CEO und Gründer, crealytics GmbH Kathrin Schürmann, Rechtsanwältin, SCHÜRMANN WOLSCHENDORF DREYER Michael Vietze, Geschäftsleitung, stylefruits GmbH Ingrid Schutzmann, Redaktion, INTERNET WORLD Business Information und Anmeldung: onlinemarketingforum.de * alle Preise zzgl. MwSt. Sponsoren: Veranstalter: Präsentiert von:

14 MARKETING & WERBUNG 14 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 BVDW Neues Kreativ-Ranking Die Agenturbranche hat ein weiteres Kreativ-Ranking. Ab 2014 führen der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) zusammen mit den Fachmedien Horizont und Werben & Verkaufen ein Ranking ein, auf dem die Agenturen mit den kreativsten digitalen Arbeiten gelistet werden. In der Rangliste werden die Ergebnisse von insgesamt 23 digitalen Awards berücksichtigt. Je nach Bedeutung der Awards (z. B. Cannes Lions oder Eurobest) soqwie dem erreichten Rang erhalten die Sieger Punkte für das laufende Jahres-Ranking. Im Laufe des Jahres soll damit eine aussagekräftige Liste entstehen, die kreative Spitzenleistungen im Digitalbereich fair und kompetent würdigt, so der BVDW. hvr IP DEUTSCHLAND Angebot für Smart-TV-Apps IP Deutschland vermarktet künftig auch Smart-TV-Apps von Sendern, die nicht zum eigenen Unternehmen zählen. Der Medienhändler will sich dabei auf die In-App-Vermarktung konzentrieren, da Spiegel TV ist der erste externe Kunde der IP Deutschland bei Smart-TV-Apps diese anders als die Startoberflächen der TV-Geräte den Vorteil der direkten Zielgruppenansprache haben. Das Konzept der IP Deutschland sieht vor, Pre-, Midund Post-Rolls anzubieten. Erster Mandant der Fremdvermarktung ist Spiegel TV. Hier übernimmt IP die Zweitvermarktung für Online, Mobile und Smart TV. hvr YUME Millenials und ihr Handy Dass die Generation der Millenials, der heute 18- bis 30-Jährigen, Multitasking auf Multiscreens kann, ist nicht unbedingt neu. Dennoch liefert eine Studie des Technologieanbieters Yume ein paar interessante Facts über ihr Mediennutzungsverhalten. Beispiel: Die jungen Erwachsenen konsumieren Web Videos auf den unterschiedlichsten Geräten, am häufigsten aber auf Smartphones und nicht etwa am PC oder Tablet. Und sie halten Marken für moderner, wenn sie auch auf mobilen Geräten beworben werden. Für Werbungtreibende außerdem interessant: Millenials lassen sich gern und schnell ablenken. hvr Anzeige Konkurrenz für TV-Sender Online-Videotheken gelten als Zukunftsgeschäft. Jetzt drängt Sky mit Snap in den Markt n den deutschen Video-on- IDemand-Markt kommt Bewegung. Vor wenigen Tagen drängte nun auch der Pay-TV- Sender Sky unter dem Namen Snap in das Geschäft mit den Online-Videotheken. Auf der Plattform Snap sind ab sofort rund Filme und Serien abrufbar, darunter Hangover, How I Met Your Mother oder komplette Serien wie die Sopranos. Die Zahl soll in den kommenden Monaten auf rund anwachsen. Finanzieren soll sich die Online- Videothek vor allem über die Beiträge: Nach einer anfänglichen Testphase kostet die Nutzung 9,90 Euro im Monat. Werbemöglichkeiten sind vorerst nicht vorgesehen, später aber seien Formen des Presenting oder Sponsoring nicht ausgeschlossen, so ein Sky-Sprecher. Tabu bleibt aber auch künftig jede Form der Unterbrecherwerbung. Netflix-Manager in Paris Der Startschuss von Snap erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Hinweise darauf verdichten, dass auch Netflix einen Eintritt in den deutschen Markt erwägt. Netflix ist der Gigant unter den internationalen Online-Videotheken. Die Plattform ist in Europa in Großbritannien, Holland und Skandinavien präsent, nicht aber in Frankreich und Deutschland. Vor Kurzem statteten Manager von Netflix aber hoch- RTB wird Massenmarkt Weltweit wird viel in den Aufbau der Inftrastruktur investiert eal-time Bidding (RTB) steht kurz da- zu einem Massenphänomen zu Rvor, werden. Darauf weisen Zahlen der internationalen Technologie-Investmentbank- Gruppe GP Bullhound hin. Die Berater gehen davon aus, dass die über RTB getätigten Werbeumsätze in den nächsten Jahren jeweils um 50 Prozent zulegen. Damit würden sie sich bis zum Jahr 2017 in etwa verfünffachen und weltweit über 20 Milliarden US-Dollar betragen. Zum Ver- Die Wachstumsraten im RTB-Markt Angaben in Mrd. US-Dollar Netflix: Die Online- Videothek plant den Markteintritt in Deutschland Die über Real-Time Advertising getätigten Umsätze (Online-Display- Werbung) legen weltweit pro Jahr um 50 Prozent zu INTERNET WORLD Business 26/13 Quelle: IDC 2013/GP Bullhound gleich: In diesem Jahr waren es knapp 4,5 Milliarden. GP Bullhound gelangt zu den Zahlen, weil das Unternehmen kontinuierlich beobachtet, wie viel in den Aufbau der technischen Infrastruktur von Real- Time Bidding investiert wird. Dies gilt als Indikator für die kommende Entwicklung. Rund 1,3 Milliarden in zwei Jahren Die Summen, die für technische Plattformen, Server und Software ausgegeben werden müssen, um einen reibungslosen Ablauf für den automatisierten Handel von Werbeplätzen zu garantieren, sind nicht unerheblich. In den vergangenen beiden Jahren waren das nach Schätzungen von GP Bullhound über 1,3 Milliarden Dollar. Und das muss sich rechnen: In den nächsten fünf Jahren soll in den USA die Hälfte aller Online- Display-Verkäufe über RTB erfolgen. hvr Snap: Der Pay-TV-Sender Sky startete die Online- Videothek, den User kostet das 9,99 Euro im Monat rangigen Regierungsvertretern in Paris einen offiziellen Besuch ab. Bei den Gesprächen bestätigten sie, dass sie demnächst auch die zuständigen Stellen in Deutschland kontaktieren wollen. Ein Launch könnte hierzulande einen Big Bang auslösen und für die klassischen TV-Anbieter zur Herausforderung werden. Denn gemessen an den Nutzerzahlen hat die Plattform in den USA mehr Zuschauer als herkömmliche Sender. Zudem ändern sich die TV-Nutzungsgewohnheiten: Immer mehr Menschen machen vom Angebot der Online-Videotheken Gebrauch. 40 Anbieter ringen um Zuschauer Auf den Werbemarkt dürfte diese Entwicklung vorerst trotzdem keine Auswirkungen haben, sagt Andrea Malgara, Geschäftsführer der Mediaplus Gruppe. Er rechnet vielmehr damit, dass durch die neuen Angebote die TV-Nutzung insgesamt weiter steigt. Die bisherige TV-Planung werde sich allerdings im Laufe der Jahre in eine gezielte Screen-Buchung wandeln, bei der die TV-Spots über Adserver ausgeliefert werden. In Deutschland tummeln sich derzeit rund 40 Anbieter in dieser Nische. Die bekanntesten unter ihnen sind Maxdome, Watchever oder Lovefilm. Sowohl die privaten wie auch die öffentlich-rechtlichen Sender hatten sich bemüht, den Zukunftsmarkt mit übergreifenden On-Demand- Plattformen zu besetzen, waren aber vom Bundeskartellamt gestoppt worden. hvr Video führt in den Shop ie Ebuzzing Gruppe vermarktet ab Dsofort ein neues Video-Advertising- Format namens Double V. Die Werbeform kann Video Ads mit dazu passenden Webseiten verknüpfen. Im Anschluss an die Video-Werbung startet im Player eine Landing Page, wodurch sich im Bereich des E-Commerce interessante Möglichkeiten bieten: Wird in dem Spot beispielsweise eine bestimmte Modemarke beworben, öffnet sich danach die dazugehörige Shopping-Site. Der User kann also theoretisch sofort online einkaufen oder sich über die Landing Page weiter über das beworbene Produkt informieren. Format für alle Websites geeignet Grundsätzlich seien alle Websites mit dem Double-V-Format kompatibel, heißt es bei Ebuzzing. Lediglich kleinere Anpassungsarbeiten fallen an. Shoppable Videos sind ein großartiges neues Medium mit klaren Erwartungen bei der Performance, so David Mahoney, Managing Director bei Ebuzzing. Sie ermöglichen den Zutritt zum Online Shop direkt über den Videoplayer. Views werden nur berechnet, wenn das Video vollständig gesehen wurde und sich die Landing Page im Anschluss geöffnet hat. hvr

15 26/ Dezember 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 15 Google+ Ads zum Sharen Toyota testet eine neue Werbeform. Ausgangspunkt ist Google+ it einer Reihe ausge- Kunden testet Mwählter Google derzeit ein neues Werbeformat. Dabei handelt es sich um Plus-Post-Ads, Anzeigen, die vom Werbekunden auf der eigenen Seite von Google+ erstellt werden können. Diese werden im Stil von Native Ads, also weniger werblich, eher redaktionell gestaltet. Ziel ist es, dass die Anzeigen über das Social Web weitergereicht werden. Im Unterschied zu Facebook oder Twitter kann der Werbungtreibende die Plus- Post-Ads allerdings nicht selbst auf Google+ sharen, denn formal ist dort Werbung nicht erlaubt. Google spielt jedoch die Anzeigen über sein Werbenetzwerk aus in der Hoffnung, dass sie dort dann aufgegriffen und geteilt werden. Dazu muss der User auf die Anzeige klicken; er kann sie dann beispielsweise kommentieren und weiterleiten. Einer der ersten Testkunden ist der Automobilhersteller Toyota. In einem Video erklärt Monica Peterson, Director of Social Media, dass man für den Launch des neuen Corolla auf der Suche nach einer innovativen Werbeform für die junge und Internet-affine Zielgruppe gewesen sei. Die Google+ Ads haben hier die besten Plista startet in der Schweiz ie Content- und Werbeplattform DPlista expandiert in die Schweiz. Am 1. Januar startet das Berliner Unternehmen in Zürich die Agentur Swiss Ad Solutions. Sie übernimmt den Schweizer Kundenstamm von Adcloud. Die Deutsche Post hat diesen Marktplatz für Premium-Websites betrieben, wird diesen aber aus wirtschaftlichen Gründen zum Jahresende schließen. Partner, Produkte, Preise sowie Services werden also wie gewohnt weitergeführt, heißt es in einer Mitteilung von Plista. Fly Ads und Native Ads Mit dem Launch werden in der Schweiz auch bislang unbekannte Formate wie beispielsweise Fly Ads eingeführt. Neben den vom deutschen Markt bekannten Bild- Text- und Display-Anzeigen können außerdem auch die Plista-Empfehlungsanzeigen gebucht werden. Dabei handelt es sich um Native Ads, die als redaktionell aufbereitete Teaser das Interesse der User erregen sollen und bei Klick auf eine Seite eines Werbungtreibenden weiterleiten, auf der ebenfalls Inhalte und keine Werbebotschaften im Vordergrund stehen. Plista betreibt eine Plattform, die Werbungtreibende und Medien zusammenführt. Über eine spezielle Technologie werden Inhalte und Werbung passend zu den Interessen der Nutzer ausgespielt. hvr Google-Plus-Ads: Testkampagne für Toyota Corolla Interessanter Inhalt: Die Anzeigen sollen geteilt werden Voraussetzungen geboten. Der Aufwand für die neue Werbeform ist allerdings nicht unerheblich. Die Ads müssen interessante Inhalte aufweisen, sonst werden sie vom User ignoriert und nicht geteilt. Das werbende Unternehmen sollte also eine Inhalte-orientierte Marketingstrategie aufsetzen. Zudem rechnet die Branche damit, dass die Plus-Post-Ads schon allein aufgrund ihrer Größe relativ teuer sein werden. hvr ie führende russische Suchmaschine DYandex will ab nächstem Jahr bei der Bewertung ihrer Suchergebnisse keine Links mehr berücksichtigen. Darauf wies Alexander Sadovsky, Head of Web Search bei Yandex, auf der Internet Business Conference in Moskau hin. Als Begründung gab er an, dass zu viele der Links gekauft seien und den User nur in die Irre führen. Zahlreiche Webseiten haben sich sogar eine spezielle Linkbroker-Software zugelegt, die täglich automatisch Links dazukauft, um so das Ranking auf Yandex zu verbessern. Schätzungen gehen davon aus, dass 90 Prozent aller Links im russischen Internet bezahlt sind. In einschlägigen Foren hat die Nachricht Diskussionen ausgelöst, ob auch Google bald auf die Berücksichtigung von Links verzichten wird. Allerdings ist dort die Verlinkung nur noch ein Faktor unter vielen, zudem wird dies streng kontrolliert. Denn vor rund zehn Jahren galt es auch hierzulande als effektives Mittel, mit gekauften Links die eigene Webseite im Ranking zu Retargeting bei Twitter n den USA sprechen immer mehr Un- potenzielle Käufer über Iternehmen Twitter an. Sie nutzen dazu verstärkt die Mechanismen des Retargeting, die Twitter dort bietet. Denn seit Oktober besteht die Möglichkeit, User, die sich zuvor beispielsweise auf Amazon für Schuhe interessiert haben, mit einem Sponsored Tweet erneut zu kontaktieren. Dies löst aber mitunter auch Unmut aus, da sich einige Nutzer in ihrer Privatsphäre gestört fühlen: Twitter gilt als sehr persönliche Social-Media- Plattform, das Retargeting führte in der Folge zu einer erneuten Diskussion über die Verwendung von Daten. Tool für aktuelle Debatten Für Unternehmen könne dies unangenehme Folgen haben, betont Markus Plattner, CIO Global von Quisma. Dank der Anonymität in den sozialen Netzwerken sind die User oftmals weniger nachsichtig und attackieren Marken, die sie mit irrelevanten oder gar nervenden Inhalten konfrontieren. Twitter ist eigentlich ein Tool, um sich in aktuelle Debatten einzuschalten. Wer Sponsored Tweets nutzt, sollte dieses berücksichtigen, so Plattner. Wichtig sei deshalb, mit den Usern in einen Dialog zu treten, der sich von der üblichen Werbung abhebt. Nach einer ersten Analyse ist die Retargeting-Option besonders für Marken geeignet, die noch kein starkes Profil haben: Hier kann ein neuer Kommunikationskanal aufgebaut werden. hvr Mittel gegen Irreführung Die Suchmaschine Yandex berücksichtigt im Ranking keine Links mehr pushen. Google hat auf diese Auswüchse reagiert und berücksichtigt heute nur noch sogenannte natürliche Links, Weiterleitungen, die dem User tatsächlich weiterführenden Content bieten. Beim Verdacht auf unnatürliche Links wird der Betreiber der Website von Google ang t und Yandex-Zentrale Moskau: In Russland viel wichtiger als Google darauf hingewiesen, dass er eventuell gegen die Webmaster-Richtlinien verstößt. Er wird aufgefordert, die Seite zu überarbeiten. Wörtlich heißt es: Nachdem Sie diese Änderungen vorgenommen haben, stellen Sie einen Antrag auf erneute Überprüfung Ihrer Website. Bis dahin wandert die Seite im Ranking nach unten. hvr KÜCHEN QUELLE Exelution macht SEM Küchen Quelle GmbH, Vermarkter von Einbauküchen, arbeitet jetzt mit Exelution zusammen. Die Agentur, die auf digitales Marketing spezialisiert ist, soll das auf Kuechenquelle.de vorgestellte Angebot sowie die Beratungsleistung der Mitarbeiter bekannter machen. Zum Konzept von Küchen Quelle gehört es, vor dem Einbau einen Berater in den Haushalt zu schicken, der vor Ort die Planung durchführt. Außerdem sollen die Umsätze steigen. Dies soll mit gezielten Suchmaschinenmarketing- Maßnahmen sowie mit verbesserten Webtracking-Analysen erfolgen. hvr BONPRIX Gutscheine sind gefragt Der zur Otto Group gehörende Modeanbieter Bonprix hat Tradedoubler engagiert. Der Performance-Marketing-Spezialist soll über ein Key-Account-Team in München die Affiliate-Proggramme in insgesamt acht europäischen Ländern steuern: in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Schweden, Frankreich, Belgien und In acht Ländern soll Tradedoubler künftig das Perfomance Marketing steuern den Niederlanden. Im Fashion-Markt nimmt die Bedeutung von Performance- Marketing-Angeboten wie Gutscheincodes oder Preisvergleichen derzeit rasant zu. Hier soll Tradedoubler geeignete Kampagnen entwickeln. hvr MARC O POLO Quisma optimiert Website Durch die Überarbeitung ihrer Website konnte die Modemarke Marc O Polo die Conversion Rate ihres Online Shops nahezu verdoppeln. Die Agentur Quisma hatte im ersten Schritt die Start- und Produktdetailseiten als stärkste Einstiegsseiten ausgemacht. Anschließend wurden immer wieder neue Varianten getestet; so konnte allmählich eine optimal überarbeitete Website erstellt werden. Verschiedene technische und optische Änderungen, etwa die Vorstellung der Produktneuheiten bereits auf der Startseite, führten zur Steigerung der Conversion Rate. hvr ADSPERT Neues Feature bei Big Bang Unter The Big Bang Machine vermarktet der Anbieter Adspert seit Längerem ein Produkt, das Adwords-Anzeigen von Online-Shop-Betreibern weitgehend automatisiert erstellt. Nun wird das Tool um das Feature Product Listing Ads (PLAs) erweitert. Damit werden Produkte, die nicht mehr auf Lager sind, automatisch nicht mehr beworben, für neue Produkte werden im Gegenzug Keywords und Anzeigen hinterlegt. Auch Produktänderungen werden bei The Big Bang Machine berücksichtigt. hvr

16 MARKETING & WERBUNG 16 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 ADBLOCKER Das Spiel der Werbeblocker Sie stehen vermeintlich für Nutzerservice und kosten die Online-Vermarkter richtig viel Geld. Adblocker gewinnen zunehmend an Verbreitung und jede Gegenmaßnahme führt unweigerlich zu einer Gegenstrategie der Anbieter nde Oktober 2013 schien die Rettung Eder Werbe- und Verlagsbranche zum Greifen nah. Auf Pcgames.de und anderen Seiten des Verlags Computec wurde einen Tag lang Werbung auch bei Adblock-Nutzern angezeigt. War nun endlich die Killertechnologie gegen Werbeblocker gefunden? Wohl nicht. Der Test endete nach wenigen Stunden, und seitdem hat man nichts mehr davon gehört. Alles scheint beim Alten. Für Firmen, die von Online-Werbung leben, ist dieser Status quo unbefriedigend. Adblocker führen zu substanziellen Umsatzeinbußen. Trotzdem redet man in der Branche ungern über das Thema. Fakten und Vermutungen Wer sich mit dem Thema Adblocker beschäftigen will, merkt als Erstes, dass es kaum solide Zahlen gibt. In der Branche kursieren nur grobe Richtwerte. Einige gehen davon aus, dass 20 bis 25 Prozent aller Ad Impressions unterdrückt werden. Beim Online-Vermarkterkreis (OVK) kommt man zu etwas niedrigeren Ergebnissen: Im Schnitt werden zehn bis 20 Prozent des Werbeinventars durch Adblocker unterdrückt, sagt Paul Mudter, OVK- Vorsitzender und Geschäftsleitung Interactive bei IP Deutschland. Die Zahlen unterscheiden sich laut Mudter jedoch Auf technisch orientierten Websites werden bis zu 60 Prozent der Anzeigen blockiert PAUL MUDTER Vorsitzender Online-Vermarkterkreis (OVK) deutlich bei den verschiedenen Zielgruppen und Themen: Auf technisch-orientierten Webseiten beispielsweise werden bis zu 60 Prozent der Anzeigen blockiert. Abwehrhaltung ist groß: Hierzulande wird Werbung sehr häufig geblockt Bei General-Interest-Angeboten sind die Raten eher niedrig. Dass die Adblock-Nutzung in den letzten Jahren zugenommen hat, ist unbestritten, vor allem hierzulande. Deutschland ist Adblocker-Land. Das lässt sich besonders an Nutzungszahlen Infobox Technologien gegen Adblocker des populären Firefox- Plug-ins Adblock Plus ablesen: Ein Fünftel der weltweiten Nutzer sind deutschsprachig. Besagter Adblock Plus ist gleichfalls Made in Germany, er wird von der Kölner Eyeo GmbH betrieben. Die kostenlose, aber kommerzielle Browser-Erweiterung ist das am häufigsten genutzte Firefox-Plug-in überhaupt, es existiert auch für Chrome, Internet Explorer und Opera. Laut Till Faida, Geschäftsführer von Adblock Plus, wurde das Plug-in mehr als 250 Millionen Mal heruntergeladen; es gibt mehr als 60 Millionen monatlich aktive Nutzer. Das nicht kommerzielle Adblock ist eine Abspaltung von Adblock Plus und der populärste Werbeblocker beim Browser Chrome. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer, kleinerer Blocker (siehe Tabelle). Eine Black- und eine Whitelist Die bescheidene Vielfalt an Werbeblockern schrumpft noch einmal zusammen, wenn man sich anschaut, wie sie arbeiten. Arbeitsgrundlage des Marktführers Adblock Plus ist eine lange Liste mit verschiedenen Schlüsselwörtern, URLs und anderen Spezifikationen, die definieren, wie sich Werbung erkennen lässt. An dieser Foto: Fotolia öffentlich zugänglichen Easylist arbeiten nach Angaben von Ben Williams etwa hundert Freiwillige. Die Liste wird auch von Wettbewerbern wie Adblock Edge verwendet. Adblock Plus führt noch eine weitere Liste, eine Whitelist mit Webseiten, deren Werbung nicht blockiert wird, da sich dort Acceptable Ads befinden, die Nutzer nicht übermäßig stören. Adblock-Plus-Nutzer können dieses Durchwinken von Werbung zwar deaktivieren, nach Aussage von Williams macht aber nur ein Prozent davon Gebrauch. Adblock Plus ist es also gelungen, Nutzer eines Adblock dazu zu bringen, Werbung teilweise doch zu akzeptieren. Was in der Theorie so gut klingt, wirft in der Praxis Fragen auf. Im Juni 2013 hatte der Blogger Sascha Pallenberg eine öffentliche Diskussion über das Geschäftsmodell von Adblock Plus losgetreten und über ein mafiöses Werbenetzwerk gesprochen. Er vermutete, dass es bei der Erstellung der Whitelist nicht immer mit rechten Dingen zugehe, was Adblock Plus in einer offiziellen Stellungnahme erwartungsgemäß zurückwies: Der Vorwurf, dass sich Firmen in die Whitelist einkaufen können oder dass Firmen von Gesellschaftern der Eyeo GmbH bevorzugt werden, ist absurd. Offiziell ist, dass größere Seiten zahlen müssen, wenn sie auf der Whitelist landen wollen, die ebenfalls öffentlich zugänglich Der Vorwurf, dass sich Firmen in die Whitelist einkaufen können, ist absurd Name Was machen Sie? Unternehmen Geschäftsmodell Faibl, Faibl.org Messung der Adblock-Rate, Nutzeransprache mit einem Banner, Adblock-Nutzer können sich bei Faibl anmelden und einen frei gewählten Betrag einzahlen, der am Ende auf besuchte Seiten ausgeschüttet wird Faibl UG, Hamburg Kostenlos, provisionbasiert: 10 Prozent der eingezahlten Nutzerbeträge werden einbehalten Page Fair, Pagefair.com Clarity Ray, Clarityray.com Antiblock, Antiblock.org Blockalyzer, Webgilde.com /de/blockalyzer Dsero Anti-Adblock, Dsero.com Messung der Adblock-Rate, Nutzeransprache mit einem Banner, dabei u. a. Bitte um eine Spende an die Webseite möglich. In Kooperation mit der Eyeo Gmbh (Adblock Plus) wird an einer Lösung gearbeitet, um Adblock-Nutzern akzeptable Werbung einzublenden Messung der Adblock-Rate, bei Adblock-Nutzern wird alternative Werbung eingeblendet, die laut Eigenangaben vor Adblocking- Technologie geschützt ist Anti-Adblock-Skript zum Einbauen in Webseiten, blendet Adblock- Nutzern eine schlichte Textaufforderung ein, den Adblocker zu deaktivieren Wordpress-Plug-in, Messung der Adblock-Rate Plug-in für Wordpress und Drupal, ersetzt geblockte Werbung beispielsweise durch Amazon-Banner, es gibt ein spezialisiertes Plug-in für Adsense-Werbung: Dsero Anti Adblock for Google Adsense Page Fair Ltd., Dublin, Irland Clarity Ray Ltd., Tel Aviv, Israel Einzelperson: Marc Gutt, Hennef (NRW) Webgilde GmbH, Züssow (Mecklenburg- Vorpommern) Dsero Ltd., Tel Aviv, Israel Kostenlos, provisionsbasiert: wird nicht geblockte Werbung eingeblendet, wird ein kleiner, nicht bezifferter Teil der Werbeeinnahmen einbehalten Provisionsbasiert, wird nicht geblockte Werbung eingeblendet, wird ein kleiner, nicht bezifferter Teil einbehalten Kostenlos, spendenbasiert Kostenlos Provisionsbasiert, 30 Prozent der Werbeeinnahmen werden einbehalten, individuelle Unternehmenslösungen TILL FAIDA Geschäftsführer Adblock Plus ist. Wie genau die Bezahlpflicht definiert wird, will Till Faida nicht sagen. Das richte sich nach Kriterien wie Größe und dem vermuteten Werbeumsatz, auch zum Abrechnungsmodus sagt er nichts. Die Whitelist ist eine riesige Textdatei, die ausgedruckt etwa 50 Seiten lang wäre. Google mit allen erdenklichen Top-Level- Domains ist dabei, ebenso große deutsche Online-Portale aus den Top 10 des Agof- Angebots-Rankings stehen auf der Liste, etwa das Tech-Medium Chip.de oder Gutefrage.net. Welche Portale für das Whitelisting bezahlen, dazu schweigt Faida gleichfalls, mehr als 90 Prozent stehen aber kostenlos dort. United Internet gibt als einziges deutsches Unternehmen öffentlich zu, für

17 26/ Dezember 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 17 das Whitelisting des Mail-Search-Angebots eine Gebühr zu zahlen. Um den Nutzern der Web.de- und GMX-eigenen Suche ein vollständiges Suchergebnis liefern zu können, wird an dieser Stelle das Whitelisting von Adblock Plus genutzt, erläutert Rasmus Giese, CEO von United Internet Media. Und auf Nachfrage heißt es noch: Wie bekannt ist, gibt es für das entsprechende Whitelisting eine technische Aufwandsentschädigungen. Es wird keine Beteiligung am Werbeumsatz weitergegeben. Viele andere Portale wollten sich zum Thema Adblocking gar nicht äußern. Dass die Branche ungern öffentlich über Adblocker redet, dürfte auch damit zu tun haben, dass auf das schmerzhafte Thema Für das entsprechende Whitelisting gibt es eine technische Aufwandsentschädigung RASMUS GIESE CEO United Internet Media längst noch keine passende Antwort gefunden wurde. Dieses Jahr haben es sechs große Portale probiert. In einer konzertierten Aktion hatten die Online-Auftritte von Spiegel, SZ, FAZ, Zeit und Rheinischer Post sowie das reine Online-Portal Golem.de ihre Leser für etwa eine Woche lang mit großen Bannern gebeten, die Adblocker zu aktivieren. Zeit online berichtete im Anschluss, dass die Adblocker-Nutzung relativ um etwa 15 Prozent zurückging, bei Golem betrug der Rückgang 20 bis 25 Prozent. Die anderen einigten sich auf ein verhaltenes Statement: Obwohl unsere Aktion nur sehr kurz sichtbar war, konnten wir bisher im Durchschnitt die Adblocker-Quote um einige Prozentpunkte senken. Kreativer war die Kampagne des Musikportals Laut.de. Im Januar 2013 sahen Adblocker-Nutzer folgenden Hinweis: Ein Drittel aller Laut.de-Leser benutzen einen Adblocker. Du anscheinend auch. Leider können wir uns dadurch jeden dritten Buchstaben nicht mehr leisten. In einer Animation verschwand dann jeder dritte Buchstabe. Rainer Steffen, Geschäftsführer des Laut.de-Vermarkters Adflames Media, ist mit der Aktion insgesamt zufrieden: Der Adblock-Nutzeranteil ging infolge der Kampagne von etwa 31 Prozent auf 26 Prozent zurück. Mittlerweile hat er sich wieder auf 29 Prozent erhöht, liegt aber nach fast 12 Monaten immer noch unter dem Ausgangswert. Wir werten die Kampagne deswegen als Erfolg. In beiden Fällen haben Appelle an die Leser unterm Strich nur geringfügige Verbesserungen gebracht. Rainer Steffen hat auch schnell gemerkt, welche Grenzen sol- Kampagne gegen Adblocker: Laut.de spart an jedem dritten Buchstaben Freibrief gegen Geld: Adblock Plus lässt sich eine Aufwandsentschädigung für Whitelisting zahlen che Kampagnen noch in einer anderen Hinsicht haben: Nach etwa einer Woche hat Adblock Plus das registriert und die Easylist angepasst, sodass die Kampagne nicht Philip Missler ist einer von zwei Geschäftsführern von Interactive Media CCSP. Die Online-Vermarktungs-Tochter der deutschen Telekom führt das Reichweiten-Ranking der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) an. Wie stehen Sie zum Thema Adblocker? Philip Missler: Der Dienstleistungsansatz von Adblockern ist aus unserer Sicht hochgradig problematisch. Jeder Publisher hat das Recht, sein Angebot so zu präsentieren, wie er das für richtig hält Adblocker greifen vehement in das Recht der Publisher ein inklusive Werbung. Der Nutzer kann dann frei entscheiden, ob er das Angebot nutzen möchte. In dieses Recht der Publisher greifen die Adblocker vehement ein, indem sie Teile der Inhalte ausblenden. Wie viel Prozent der Nutzer nutzen Adblocker bei Interactive Media? Missler: Konkrete Zahlen dazu veröffentlichen wir nicht. Für den Gesamtmarkt schätzt man, dass zehn bis 20 Prozent der Ad Impressions unterdrückt werden. Bei uns ist der Schnitt ähnlich. Die Nutzung ist jedoch von Zielgruppe zu Zielgruppe sehr unterschiedlich. Überall dort, wo eher Technik-affine User sind, ist sie deutlich höher, auf anderen Angeboten niedriger. Mafiöses Werbenetzwerk: Blogger Sascha Pallenberg prangert Adblock Plus an mehr funktionierte. Man habe überlegt, ob man sich auf das Spiel einlassen und die Blacklist immer wieder von Neuem austricksen solle, habe sich aber dagegen entschieden. Auch beim Telekom-Vermarkter Interactive Media hält man nichts von einem Katz-und- Maus-Spiel mit den Adblockern. Geschäftsführer Philip Missler (siehe Interview) glaubt, dass stattdessen gut eingebettete und relevante Werbung ein gutes Rezept ist (siehe Artikel Native Advertising INTERNET WOLRD Business 25, Seite 15). Das empfiehlt auch OVK-Vorsitzender Paul Mudter: Ziel muss es sein, Werbung so zu gestalten, dass Verbraucher sie akzeptieren. Dazu zählen vor allem hochwertige Werbemittel und wirkungsstarke Kreationen sowie eine konsequente Media-Aussteuerung mit Relevanz, erhöhendem Targeting und übergreifender Kontaktdosierung. Online-Vermarkter gegen Adblocker Der Verband arbeitet wie auf der Branchenkonferenz Dmexco angekündigt zurzeit an einer Lösung für das Werbeblocker-Problem. Paul Mudter lässt sich Interview Scheinheilig und korrupt Philip Missler Geschäftsführer Interactive Media media.net Wie machen sich Adblocker betriebswirtschaftlich bemerkbar? Missler: Im Detail kann man das gar nicht sagen. Hier geht es um entgangenen Umsatz, das wäre eine Was-wäre-wenn-Kalkulation. Allerdings skaliert unser Geschäft relativ gradlinig. Wenn man von zehn bis 20 Prozent unterdrückten Ad Impressions ausgeht, kann man den entgangenen Umsatz für Publisher erahnen. Was halten Sie vom Modell des Marktführers Adblock Plus? Missler: Am Modell von Adblock Plus kann man die ganze Verlogenheit dieser Services sehen, die vorgeblich Nutzerinteressen dienen, aber in der Realität nur bei der wirtschaftlichen Optimierung eines nicht ganz koscheren Anbieters helfen. Das ist scheinheilig und korrupt. Ist Adblock Plus an Sie herangetreten? Sie als größter Werbevermarkter würden vermutlich klar unter die Gruppe der zahlungspflichtigen Medien fallen... Missler: Wir haben das stets abgelehnt. Zu Korruption gehören ja immer zwei: einer, der die Hand aufhält, und der andere, der bezahlt. Wir wollen ein solches System nicht stabilisieren. Adblock Plus und andere Anbieter arbeiten mit Blacklists, die spezifizieren, wie sich Werbung technisch erkennen lässt. jedoch keine Details entlocken. Im Moment beschäftige man sich mit der Frage, wieso Adblocker überhaupt genutzt werden. Wenn wir die Gründe kennen, können wir darüber nachdenken, wie wir ihnen entgegentreten und ob sich die Probleme mit Standards lösen lassen. Vorerst müssen Publisher also auf andere Lösungen zurückgreifen. Im komplexen Ökosystem des Adblockings haben sich einige Anbieter positioniert, die Hilfe versprechen: es gibt ein kostenloses Open- Source-Skript, Wordpress-Plug-ins und Start-ups, die eine Monetarisierung der Adblocker-Nutzer in Aussicht stellen. Und die angeblich revolutionäre Lösung, die Ende Oktober einen Tag lang auf den Seiten des Verlags Computec eingesetzt wurde? So schnell wie die mysteriöse Technologie aufgetaucht ist, ist sie auch wieder verschwunden. Computec lässt ausrichten, es bestehe kein Interesse, etwas zu dem Thema zu sagen. Paul Mudter lässt wissen, dass auch der OVK damit nichts zu tun gehabt habe. Alles zurück auf Los also. Vorerst geht das Katz-und-Maus-Spiel weiter. STEFAN MEY Ein naheliegender Gedanke wäre, dieses System einfach auszutricksen. Haben Sie das probiert? Missler: Wir haben natürlich geschaut, was technisch möglich wäre, aber letztendlich macht ein technologisches Wettrüsten mit den Adblockern keinen Sinn. Das ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Was machen Sie ansonsten? Missler: Erstens versuchen wir, in Zusammenarbeit mit unseren Publishern die Ursachen für berechtigte Kritik an Werbung zu beseitigen. Wir versuchen, für eine hohe Relevanz von Werbung und für eine gute Einbettung zu sorgen, sodass sie nicht störend wirkt und vor allem nicht aggressiv. Im Sommer 2013 haben sechs Verlage eine gemeinsame Banner-Aktion gemacht. Wieso waren Sie nicht dabei? Missler: Natürlich macht es Sinn, mit Adblock-Nutzern bewusst zu kommunizieren, sodass mehr User verstehen, wieso das Internet in weiten Teilen kostenlos für sie ist und welche Rolle Werbung dabei spielt. Da kann intelligente Aufklärung helfen. Durch das selektive Vorgehen in der Vergangenheit gab es aber wohl mehr Misserfolge als Erfolge. Man muss das in Zukunft auf Basis einer breiteren Allianz machen, im Zusammenspiel mit möglichst vielen Medienhäusern. Wie stehen Sie zu einer Sperre für Adblock-Nutzer als letzte Konsequenz? Missler: Das wäre sicher die härteste Form der Kommunikation. Das muss nicht unbedingt sein.

18 MARKETING & WERBUNG 18 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 AFFILIATE MARKETING Gemeinsam aus der Krise Schwindende Gewinnmargen, korrigierte Wachstumsprognosen: Affiliate Marketing steckt mitten in einem Strukturwandel Affiliate Tactixx 2014 Am 25. und 26. Februar 2014 findet im Rahmen der E-Commerce-Messe Internet World die achte Affiliate Tactixx statt. Wie in den vergangenen Jahren setzt sich die größte deutsche Affiliate-Marketing-Konferenz im Kongresszentrum ICM auf dem Münchner Messegelände mit den aktuellsten Entwicklungen im Affiliate Marketing auseinander. Bis zum 31. Dezember 2013 bietet der Veranstalter noch Earlybird-Tickets zum Preis von 199 Euro netto an. Gemeinsam mit Seitenbetreibern werben: Ein Marketingmodell im Strukturwandel enn am 25. und 26. Februar in W München die Affiliate Tactixx stattfindet, wird die Zukunft des Affiliate Marketing die großen Podiumsdiskussionen bestimmen. Nicht ohne Grund, denn aktuelle Zahlen geben Anlass zur Sorge: Mit One Internet, Netrada, Profiliate und Komdat Solutions verschwanden 2013 mehrere Agenturen und Netzwerke vom Markt, sogar Google stellte sein Affiliate Network ein. Auch die Bilanzen der großen Affiliate-Netzwerks lassen aufhorchen. Nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2013 für die Axel-Springer-Beteiligung Zanox gab es den ersten Aufschrei in der Branche. Zwar konnte der Umsatz um 3,3 Prozent gesteigert werden, doch gingen die Gewinne des Medienkonzerns aus dem Bereich Performance Marketing um zehn Prozent zurück. Verdiente Springer im Performance Marketing im ersten Halbjahr 2012 noch 10,5 Millionen Euro waren es 2013 nur noch 9,2 Millionen. Auch die Zahlen der Sedo Holding aus dem dritten Quartal 2013 geben Einblick über das zur Holding gehörende Affiliate- Netzwerk Affilinet. Sedo steigerte ebenso wie Zanox den Umsatz, um 11,2 Prozent von 74,8 auf 83,2 Millionen Euro. Allerdings musste im Gegenzug die Wachstumsprognose für das Jahr 2013 nach unten korrigiert werden. Ging man im Vorquartal noch von einem Wachstum von zehn Prozent aus, so liegt man nach der aktuellen Bilanz mit einer Steigerung von 5,5 Prozent weit unter Plan. Der Münchner Netzwerkbetreiber nennt als eine Ursache ein besonders schwaches Sommerquartal, aber auch die strukturellen Veränderungen bei der Abrechnungsweise von Partnerprogrammen im Großkundengeschäft, die sich negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken. Ähnlich sieht das auch Martin Riess, Managing Director bei Zanox: Je erfolgreicher ein Advertiser wird, je mehr Sales er über das Netzwerk realisiert und je mehr absolute Provisionszahlungen er transferieren muss, desto größer der Wunsch und der Anreiz, die Provisionshöhe entweder zu senken oder gar das gesamte Geschäft eigenständig ohne zwischengeschaltetes Netzwerk oder ohne eine Agentur abzuwickeln. Mit diesem Phänomen müssen aktuell sowohl die Netzwerke, aber ebenso stark auch die Agenturen umzugehen lernen. Die großen Netzwerke stehen ganz offensichtlich unter Preisdruck. Ein Grund hierfür ist das aggressive Vorgehen von Private-Network-Anbietern wie Netslave, Affiliwelt oder Ingenious Technologies, die mit niedrigen Netzwerkkosten die Gunst der Advertiser nutzen wollen, um darüber Marktanteile zu gewinnen. Auch das Affiliate-Netzwerk Tradedoubler umwirbt seit April 2013 neue Großkunden im Rahmen der Initiative #performancevalue mit um bis zu 50 Prozent günstigeren Konditionen als marktüblich. Tradedoubler-Deutschlandchef Björn Hahner analysiert den Markt: Dass die Branche die vom OVK prognostizierten Anbieter sieben Prozent erreichen wird, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. Und dennoch: Stagnation bedeutet gar kein Wachstum und das spiegelt sicherlich nicht die aktuelle Situation in Deutschland wieder! Affiliate Marketing habe sich vor allem inhaltlich geändert, fügt Hahner hinzu, es sei schwieriger geworden, die Branche stehe vor einer Konsolidierung: Bei der aktuellen Diskussion darf man aber nicht außer Acht lassen, dass auch ein reifer Markt den Anbietern immer wieder Möglichkeiten bietet. Auch Affilinet demonstriert Zuversicht. Die Zahl der Partnerprogramme in den ersten neun Monaten 2013 hat sich nach Unternehmensangaben um 14,5 Prozent erhöht, die Zahl der Affiliate-Webseiten wuchs um 5,3 Prozent. Auch der Umsatz in den ersten neun Monaten stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,2 Prozent auf 83,2 Millionen Euro. Neue Entwicklungen Zusammen mit dem Performance-Display-Anbieter Metrigo möchte Zanox Werbekunden zusätzliche Reichweite über Display-Kampagnen offerieren. Über Real-Time-Bidding-Technologien (RTB) können Unternehmen auf einzelne Werbeeinblendungen auktionsbasiert und automatisiert in Echtzeit bieten. Auch Affilinet und andere Affiliate-Netzwerke erweitern ihr Geschäftsmodell, um damit den Advertisern die Möglichkeiten zu geben, über die Publisher-Seiten im Netzwerk klassische Online-Werbung auszuspielen. Doch auch andere Innovationen können den Affiliate-Markt weiter ankurbeln. Zanox-Mann Martin Riess sagt dazu: Wir Die wichtigsten Netzwerkbetreiber Partnerprogramme in den Netzwerken Quelle: 100partnerprogramme.de; Stand: Oktober 2013 INTERNET WORLD Business 26/13 Angemeldete Affiliates Affilinet Adcell Belboon Commission Junction Superclix Tradecoubler Tradetracker Webgains Zanox Foto: Fotolia / Rido Glossar Affiliate Marketing Publisher/Affiliate Werbepartner, der auf einer Website die Werbemittel des Merchants einblendet. Advertiser/Merchant Partnerprogrammbetreiber. Er stellt die Werbemittel zu Verfügung und zahlt die Vergütung für Klicks, Leads und Sales. Netzwerk Das Affiliate-Netzwerk übernimmt die technische und organisatorische Abwicklung der Partnerprogramme, also das Ausspielen der Werbemittel, das Tracken von Klicks, Leads und Sales und das Berechnen der Vergütung. Dafür kassiert das Netzwerk einen Teil der Provisionen (Network Fee). Public Network In einem Public Network können sich grundsätzlich alle Publisher auf alle Partnerprogramme bewerben. Angebot und Konditionen der angebotenen Werbeprogramme sind für alle Publisher sichtbar. Private Network Zu einem Private Network hat nur ein limitierter, vom Advertiser ausgewählter Kreis von Affiliates Zugang. Das Partnerprogramm- Angebot ist nicht öffentlich sichtbar. Die Betreuung der Affiliates wird hier oft nicht von einem Netzwerk übernommen, sondern vom Advertiser selbst. sind absolut davon überzeugt, dass die aktuellen Entwicklungen im Bereich Datenschutz und Privacy, im mobilen Segment und in der Veränderung des Kaufverhaltens der Konsumenten riesiges Innovationspotenzial bieten. Dieses Potenzial können insbesondere die großen, internationalen Netzwerke dafür nutzen, neue Produkte und Services zu entwickeln und so einen immensen Mehrwert für Advertiser und Affiliates zu bieten. Die Affiliates selbst, der wichtigste Baustein im Affiliate Marketing, glauben weiterhin an das Prinzip der Partnerprogramme. In einer Umfrage des Netzwerks Belboon erwarteten drei von vier befragten Website-Betreibern für 2013 ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. MARKUS KELLERMANN Autor: Markus Kellermann Markus Kellermann organisiert mit der Affiliate Networxx den wichtigsten deutschsprachigen Fachkongress für Affiliate Marketing. Daneben betreibt der Geschäftsführer der MK Net Medien und Consultant das Affiliate-Portal Affiliateblog.de, die Partnerprogramm-Suchmaschine Affilixx.com und den Podcast Affiliate Musixx. www. mknetmedien.com

19 MARKETING & WERBUNG 26/ Dezember 2013 Internet World BUSINESS 19 Mit Seife Leben retten Unilever geht mit der Marke Lifebuoy ungewöhnliche Wege Unilever lenkt mit einer überraschenden und fesselnden Kampagne die Aufmerksamkeit auf ein weltweites Problem und sammelt dazu noch eifrig Spenden. lle fünf Minuten sterben Aweltweit 20 Kinder an Infektionskrankheiten wie Diarrhö. Das sind zwei Millionen tote Kinder im Jahr, die ihr fünftes Lebensjahr aufgrund mangelnder hygienischer Verhältnisse nicht erleben. Dabei könnte es so einfach sein. Allein durch regelmäßiges Händewaschen mit Seife könnten sechs dieser 20 Kinder gerettet werden. Genau dieses Thema greift der Konsumgüterriese Unilever mit seiner Kampagne Help a Child Reach 5 für seine Seifenmarke Lifebuoy auf. Das Youtube-Viral zeigt einen Vater, der auf seinen Händen von Thesgora, Steckbrief Auftraggeber: Unilever Mumbai Marke: Lifebuoy Kampagne: Help a Child Reach 5 Kanäle: Online, Social Media Agentur: Lowe Lintas & Partners Launch: Februar 2013 einem Dorf in Indien mit einer der höchsten Diarrhö-Raten, meilenweit durch Straßen und Gassen hinauf zum örtlichen Tempel läuft. Er drückt so seinen Dank aus, dass sein Sohn den fünften Geburtstag erlebt hat als erstes Kind der Familie. Am Ende des Aufklärungs-Clips werden die User aufgefordert, das Video zu teilen oder Facebook Fan zu werden. Für jeden Share spendet Lifebuoy eine Rupie an Population Services International (PSI), eine Gesundheitsorganisation für Handwaschprogramme. Bis 2015 will Lifebuoy so dafür sorgen, dass jedes Kind in Thesgora sein fünftes Lebensjahr erlebt. Hoffnung und Dankbarkeit: Die Kampagne rettet Leben Der Kampagne gelingt der schwierige Spagat zwischen Corporate Responsibility und Werbung. Die Marke Lifebuoy taucht den ganzen Spot über nicht auf und wird erst im Abspann erwähnt. Die Spannungsfelder zwischen Social-Kampagnen einerseits und echter Hilfe andererseits sowie der gesellschaftlichen Botschaft werden perfekt aufgelöst. Gleichzeitig schafft es die Kampagne, Reichweite zu generieren und die Marke emotional aufzuladen. Der Spot drückt nicht Vorgestellt von: Ralf Baumann, Vice President T-Online.de & Audience Products, Deutsche Telekom AG auf die Tränendrüse, sondern vermittelt trotz des bestürzenden Kontexts Lebensfreude und Hoffnung. Das wirkt im Gegensatz zu vielen anderen Social- Kampagnen, die häufig das Elend inszenieren und auf traurige Bilder setzen, sehr anziehend und wird belohnt: Über Kinder konnten so schon gerettet werden. Einfach helfen dank Social Media: Lifebuoy spendet eine Rupie für jeden Share Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen Auftraggeber Auftrag Dienstleister Audemars Piguet Betreuung des Kommunikations- und Media-Etats der PHD Schweizer Luxusuhren-Manufaktur Baywa Chantelle Lingerie GmbH Chemnitz DM-Drogerie Markt Konzeption und Umsetzung einer Social-Media-Strategie zum 90-jährigen Firmenjubiläum; mit Facebookund Youtube-Auftritt Verteidigung des Media-Etats für die beiden Lingerie- Marken Chantelle und Passionata Gewinn des Etats für die Kommunikations- und Marketingstrategie der Stadt Chemnitz Kreation eines Imagespots, der Bewerber für eine Ausbildung bei DM begeistern soll; Video läuft in Kinos sowie Online Webguerillas Media Team OMD Zebra Group Weitclick Auftraggeber Auftrag Dienstleister Deutsche Verkehrswacht Gü Realisierung einer Kampagne zur Sensibilisierung von Jugendlichen für die Gefahren von Alkohol und Drogen am Steuer; läuft auch auf Online-Kanälen Gewinn des Deutschland-Etats der Londoner Dessertmarke Gü; mit crossmedialen Kommunikationsmaßnahmen Serviceplan Berlin und Serviceplan Live GFMO OMD Kapsch Group Neue Lead-Agentur des Technologieunternehmens Serviceplan Austria Moskovskaya Verantwortung der Mediaplanung und des -einkaufs der russischen Wodkamarke in Deutschland; Fokus liegt auf TV- und Digital-Bewegtbild OMD Düsseldorf Napapijri Verantwortung des Media-Etats der Outdoor-Modemarke in Deutschland und Österreich; crossmediale Maßnahmen UM Deutschland Süße Werbung Ferrero setzt in der Vorweihnachtszeit auf Anzeigen im Internet assend zum Beginn der umsatzstarken PWeihnachstzeit investiert Ferrero kräftig in Online-Werbung. Der Süßwarenhersteller gab im November 4,4 Millionen Euro (brutto) für Anzeigen im Netz aus. Damit hat das Unternehmen seine Spendings im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Hinter Ferrero liegt der Video- Streaming-Dienst Watchever mit Investitionen in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Bezahlsender Sky rutscht im November mit Investitionen von 3,6 Millionen Euro vom ersten auf den dritten Rang. sg Der Klassiker: Ferrero Küsschen Top-Werbungtreibende im November 2013 Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an Ferrero gibt im November deutschlandweit am meisten Geld für Online-Werbung aus Produkt Firma Nov Mio. Euro Nov Mio. Euro Ferrero Dt. Image Ferrero Dt., Frankfurt 4,41 1,95 Watchever Online-Dienstl. Sonst. Watchever, Berlin 3,81 k. A. Sky Pay-TV Sky Dt. Fernsehen, Unterföhring 3,55 2,09 Telekom Image Dt. Telekom AG, Bonn 3,51 3,03 ebay Image ebay Int., Kleinmachnow 2,31 1,13 Ikea Möbelhäuser Ikea Dt., Hofheim 2,23 1,25 Media Markt Techn. Kaufhäuser Media-Saturn-Holding, Ingolstadt 2,21 2,19 RWE Image RWE AG, Essen 2,16 1,38 Google Image Google Germany, Hamburg 2,09 0,12 Germanwings Fluglinie Germanwings, Köln 1,84 1,02 INTERNET WORLD Business 26/13 Zeitraum: Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2013

20 MARKETING & WERBUNG 20 Internet World BUSINESS 23. Dezember /13 AWARD-RÜCKBLICK 2013 Mehr Qualität als Quantität Die Veranstalter von Kreativ-Awards mussten in diesem Jahr große Rückgänge bei den Teilnehmerzahlen verzeichnen. An überzeugenden digitalen Kampagnen mangelte es trotzdem nicht. Großer Abräumer 2013 war die Agentur Heimat as vergangene Jahr ging für die Krea- mit einer zwiespälti- Dtivaward-Szene gen Nachricht zu Ende. Im September 2012 hatten Jung von Matt und Scholz & Friends verkündet, künftig nur noch eingeschränkt an Kreativ-Wettbewerben teilzunehmen. Man wolle sich von der zunehmenden Award-Inflation und den teuren Materialschlachten distanzieren, so die Begründung. Diese Zurückhaltung bekamen die Veranstalter in diesem Jahr deutlich zu spüren. Sowohl bei den für Deutschland relevanten Online-Wettbewerben, dem New Media Award (NMA) und dem DMMA OnlineStar, als auch beim international renommiertesten Award, den Cannes Cyber Lions, gab es 2013 einen deutlichen Teilnehmerschwund. Im vergangenen Jahr wurden noch 303 Kampagnen beim DMMA eingereicht, 2013 waren es lediglich 240. Auch beim NMA sah es trüb aus: Hier sank die Zahl der Einreichungen von 227 auf 157. Im vergangenen Jahr buhlten hier noch 77 Agenturen um den Digital- Preis, 2013 waren es gerade mal 69 Agenturen. Ähnliches gilt auch für Cannes: 2012 gingen 163 deutsche Arbeiten ins Rennen um die Cyber Löwen, ein Jahr später waren es bloß 114. Mobile und Multiscreen An innovativen digitalen Kampagnen mangelte es trotzdem nicht. Das bewies vor allem die Agentur Heimat. Die Berliner Kreativschmiede gewann in den drei genannten Wettbewerben zehn Preise für vier Kampagnen (s. Tabelle rechts). Damit liegt Heimat bei einem rein quantitativen Blick auf den Medaillenspiegel auf dem ersten Platz. Und das deutlich vor den Kollegen von Plan Net/Serviceplan und Audi City Der digitale Showroom der Zukunft Kampagne: Audi City Kunde: Audi Agenturen: Designit, Audi AtCC, RTT, Razorfish, Sapient, Büro am Draht, Valtech und S12 Awards: DMMA OnlineStar: 1 x Gold (Digital Commerce) New Media Award: 1 x Silber (Digital Craft) ADC (Art Directors Club): 2 x Bronze-Nägel (Digitale Medien / Digitales Medienformat im Raum; Kommunikation im Raum / Permanente markenbezogene Arbeit) Eines der innovativsten Konzepte, das in diesem Jahr ausgezeichnet wurde, ist der digitale Showroom Audi City. Die virtuelle Autostadt gilt als Zukunftsprojekt im Fahrzeughandel. An den Standorten London und Peking können Kunden mithilfe eines Konfigurators und Der New Media Award wurde in diesem Jahr zum 17. Mal verliehen Scholz & Volkmer. Die Münchner Serviceplan Gruppe punktete mit fünf Auszeichnungen für vier Kampagnen, Scholz & Volkmer aus Wiesbaden sicherte sich vier Medaillen für drei Kampagnen. Eines der diesjährigen prämierten Highlights von Heimat ist die Multichannel-Aktion All eyes on S4. Sie ging für den Telekommunikationsanbieter Swisscom AG ins Rennen. Um das Samsung Galaxy S4 zu bewerben, wurde am Züricher Bahnhof eine Plakatfläche aufgestellt, in die das Smartphone eingebaut war. Passanten konnten das spezieller Multitouch-Tische ihr individuelles Audi- Modell designen. Hat der Nutzer seine Konfiguration beendet, wird das digitale Traumauto in Originalgröße auf einen Screen an der Wand projiziert. Das Terminal ist eine Gemeinschaftsarbeit von Agenturen, die mit wichtigen Kreativ-Awards Die Cannes Cyber Lions 2013 brachten den deutschen Kreativköpfen nur drei bronzene Löwen ausgezeichnet wurde. Auch die Zahlen sprechen für das Konzept: Laut Razorfish entwickelte sich Audi City London zu einem der verkaufsstärksten Showrooms der Marke und verzeichnete seit Einführung im Juli 2012 einen Anstieg der Verkaufszahlen um 70 Prozent. Den DMMA OnlineStar löst im kommenden Jahr der Deutsche Digital Award ab Gerät gewinnen, wenn sie sich davorstellten und es eine Stunde lang nicht aus den Augen ließen. Für entsprechende Ablenkungsmanöver wie eine Musikkapelle oder die Vize-Miss Schweiz war gesorgt, sodass schlussendlich nur fünf der 28 Teilnehmer tatsächlich 60 Minuten durchhielten. Der Clip konnte über Youtube seit Mai mehr als vier Millionen Views generieren. Die Samsung-Kampagne war eine der wenigen, die 2013 Gold gewinnen konnte. Denn vor allem beim OnlineStar und den Cyber Lions zeigte sich die Jury sehr sparsam in Bezug auf die Vergabe des Edelmetalls. Beim DMMA gab es in neun Kategorien gerade mal zwei Gold-Sterne. An mangelnder Qualität lag das aber nicht, wie Andreas Pauli, Kreativchef bei Leo Burnett und Präsident der Jury des Online- Stars, betont, eher an den strengen Anforderungen: Der Qualitätsmaßstab war hoch und es wurde kontrovers diskutiert. Aber am Ende konnten die Winner-Arbeiten doch klar überzeugen. Über die spärlich verteilten OnlineStars in Gold konnte sich neben All eyes on S4 auch das Multiscreen-Showroom-Konzept Audi City freuen (siehe Kasten). Posthume Würdigung Besonders enttäuschend war die deutsche Ausbeute beim glamourösen Cannes Lions International Festival an der Côte d Azur. In der Kategorie Cyber wurde Deutschland mit nur drei Bronze-Löwen ausgezeichnet. Im Vorjahr gab es einmal Gold und sechsmal Bronze. Einer der diesjährigen Cyber-Preisträger ist Serviceplan mit der Kampagne Troy Davis I am alive für Alive e.v., einen Verein zur Abschaffung der Todesstrafe. Der Fall Troy Davis gilt als einer der umstrittensten Justizfälle der USA. Der Amerikaner war im September 2011 wegen Mordes hingerichtet worden trotz dürftiger Beweislage, was international Proteste hervorrief. Mit der Online-Kampagne wollte der Verein an Davis erinnern und ihm posthum eine Stimme verleihen. User konnten auf der Microsite in der Originalhandschrift von Davis ein Statement gegen die Todesstrafe verfassen. Den DMMA OnlineStar wird es übrigens so in dieser Form nicht mehr geben. Ab nächstem Jahr tritt an seine Stelle der Deutsche Digital Award. sg

Jahresrückblick 2011 Das bewegte die Netzwelt

Jahresrückblick 2011 Das bewegte die Netzwelt Jahresrückblick 2011 Das bewegte die Netzwelt Ihre Ansprechpartner: Hans J. Even, Geschäftsführer E-Mail: even@twt.de Tel. +49 (0) 211-601 601-20 Marcel Kreuter, Geschäftsführer E-Mail: kreuter@twt.de

Mehr

Customer Journey 2015: Tracking von der Online-Recherche bis zum Kauf im stationären Handel (Beacons)

Customer Journey 2015: Tracking von der Online-Recherche bis zum Kauf im stationären Handel (Beacons) Customer Journey 2015: Tracking von der Online-Recherche bis zum Kauf im stationären Handel (Beacons) München, 24.03.2015 Thilo Heller, CMO bei intelliad Media GmbH Über intelliad» Neutraler Technologieanbieter

Mehr

Nicht viele, sondern relevante Informationen sind wichtig

Nicht viele, sondern relevante Informationen sind wichtig News Marketing Player Mobil Payment Logistik & Fulfillment Nicht viele, sondern relevante Informationen sind wichtig Gepostet in News 4 Tagen alt Geschrieben von Manuel Stenger Keine Kommentare Eines der

Mehr

Facebook-Analyse von. Facebook: Eine Aktie für jedermann? Die Potential-Analyse. www.aktien-strategie24.de. tom - Fotolia.com

Facebook-Analyse von. Facebook: Eine Aktie für jedermann? Die Potential-Analyse. www.aktien-strategie24.de. tom - Fotolia.com Facebook-Analyse von Facebook: Eine Aktie für jedermann? Die Potential-Analyse tom - Fotolia.com www.aktien-strategie24.de 1 Inhaltsverzeichnis 1. Allgemein... 3 2. Kursentwicklung... 5 3. Fundamental...

Mehr

Zukunft E-Commerce im Versandhandel Aktuelle Trends im Online-Marketing. Burkhard Köpper Geschäftsführer jaron.direct

Zukunft E-Commerce im Versandhandel Aktuelle Trends im Online-Marketing. Burkhard Köpper Geschäftsführer jaron.direct Zukunft E-Commerce im Versandhandel Aktuelle Trends im Online-Marketing Burkhard Köpper Geschäftsführer jaron.direct Gesellschaft im Wandel Alles wird ecommerce. Zukunft ecommerce im Versandhandel - Aktuelle

Mehr

HOKUS-POKUS ODER REALITÄT? GEDANKEN ZUM WEB 2.0 HÄNDLER MÜNSTER, 28.02.2012. 2011 Wunderknaben Kommunikation. KW, Dienstag, 28.

HOKUS-POKUS ODER REALITÄT? GEDANKEN ZUM WEB 2.0 HÄNDLER MÜNSTER, 28.02.2012. 2011 Wunderknaben Kommunikation. KW, Dienstag, 28. HOKUS-POKUS ODER REALITÄT? GEDANKEN ZUM WEB 2.0 HÄNDLER MÜNSTER, 28.02.2012 2011 Wunderknaben Kommunikation TORSTEN HEINSON DIPL-KFM, JHG. 1964 BMW AG, EURO RSCG, TBWA, DDB FH-DOZENT SOCIAL MEDIA GESCHÄFTSFÜHRER

Mehr

Suchst Du noch oder shoppst Du schon? Andreas Illig (Geschäftsführer solutiondrive GmbH) am 14.7.2015 in Nürnberg

Suchst Du noch oder shoppst Du schon? Andreas Illig (Geschäftsführer solutiondrive GmbH) am 14.7.2015 in Nürnberg Suchst Du noch oder shoppst Du schon? Andreas Illig (Geschäftsführer solutiondrive GmbH) am 14.7.2015 in Nürnberg Anhand von konkreten Beispielen werden Online- Marketing-Konzepte von verschiedenen Shops

Mehr

Unsere Vorträge im Überblick

Unsere Vorträge im Überblick Unsere Vorträge im Überblick Themenbereich Online-Marketing E-Mail-Marketing der nächsten Generation: Mit Leadgewinnung, Marketing Automation und Mobiloptimierung mehr aus Ihren E-Mails herausholen Mobile

Mehr

1. Über die Gutscheine.de HSS GmbH...

1. Über die Gutscheine.de HSS GmbH... 1. Über die Gutscheine.de HSS GmbH... Die Gutscheine.de HSS GmbH ist ein Tochterunternehmen der Mediengruppe RTL Deutschland und betreibt unter Gutscheine.de und Gutschein.de die größten deutschen Gutscheinportale

Mehr

Wie sexy muss eine Marke für Social Media sein? Der erfolgreiche Social Media-Start von claro

Wie sexy muss eine Marke für Social Media sein? Der erfolgreiche Social Media-Start von claro Wie sexy muss eine Marke für Social Media sein? Der erfolgreiche Social Media-Start von claro Wir helfen Unternehmen, Social Media erfolgreich zu nutzen Unser Social Media Marketing Buch für Einsteiger

Mehr

Ausstellerund Sponsoreninformation

Ausstellerund Sponsoreninformation Ausstellerund Sponsoreninformation 01.-02. März 2016 Messe München Daten und Fakten Seit 1997 ist die Internet World die E-Commerce-Messe der Event für Internet-Professionals und Treffpunkt für Entscheider

Mehr

Cross Device & Multi-Channel

Cross Device & Multi-Channel Cross Device & Multi-Channel analysieren und optimieren e-day 2014 6.3.2014 Wer ich bin Siegfried Stepke, M.A. Gründer und Geschäftsführer e-dialog Country Manager der Digital Analytics Association stepke@e-dialog.at

Mehr

Splicky : Jaduda und Sponsormob entwickeln neue Mobile Demand-Side-Plattform

Splicky : Jaduda und Sponsormob entwickeln neue Mobile Demand-Side-Plattform Splicky : Jaduda und Sponsormob entwickeln neue Mobile Demand-Side-Plattform - Kooperation der Mobile-Marketing-Spezialisten für mehr Transparenz und Automatisierung des Werbemarkts für mobile Endgeräte

Mehr

März 2014 FLASH INSIGHT. Beacons im Handel Kunden erreichen zum günstigen Preis BLE

März 2014 FLASH INSIGHT. Beacons im Handel Kunden erreichen zum günstigen Preis BLE März 2014 FLASH INSIGHT Beacons im Handel Kunden erreichen zum günstigen Preis BLE Copyright Die Nutzung der Inhalte und Darstellungen in Drittdokumenten ist nur mit vorheriger Zustimmung von MÜCKE, STURM

Mehr

INHALTSVERZEICHNIS FACT SHEET 3 ÜBER LADENZEILE / VISUAL META 4 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE 5 PROFILE GRÜNDER- UND GESCHÄFTSFÜHRER 6 PRESSEFOTOS 9

INHALTSVERZEICHNIS FACT SHEET 3 ÜBER LADENZEILE / VISUAL META 4 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE 5 PROFILE GRÜNDER- UND GESCHÄFTSFÜHRER 6 PRESSEFOTOS 9 PRESSEMAPPE INHALTSVERZEICHNIS FACT SHEET 3 ÜBER LADENZEILE / VISUAL META 4 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE 5 PROFILE GRÜNDER- UND GESCHÄFTSFÜHRER 6 PRESSEFOTOS 9 FACT SHEET Unternehmen Visual Meta GmbH ( Visual

Mehr

Amazon Kindle Fire Das trojanische Pferd für den Handel

Amazon Kindle Fire Das trojanische Pferd für den Handel Amazon Kindle Fire Das trojanische Pferd für den Handel Flash Insight For public release Amazon als Produktsuchmaschine Amazons Vormarsch 18% 30% 24% 13% Aktuell macht Amazon besonders durch den Shitstorm

Mehr

ANDREASHADERLEIN in Kooperation mit dem. Bricks & Clicks Wie der stationäre Einzelhandel vom Internet profitiert

ANDREASHADERLEIN in Kooperation mit dem. Bricks & Clicks Wie der stationäre Einzelhandel vom Internet profitiert Bricks & Clicks Wie der stationäre Einzelhandel vom Internet profitiert Bildquelle: Andreas Haderlein 28.02.2014 WorkDay Future Shopping 1 Quelle: Andreas Haderlein, Die digitale Zukunft des stationären

Mehr

Firmenpräsentation im Web

Firmenpräsentation im Web Firmenpräsentation im Web Informationsveranstaltung ebusiness-lotse Oberschwaben-Ulm Ulm, 23.03.2015 Mittelstand Digital ekompetenz-netzwerk estandards Usability 38 ebusiness-lotsen 11 Förderprojekte 10

Mehr

Hypes & Trends. plentymarkets 2013

Hypes & Trends. plentymarkets 2013 Hypes & Trends plentymarkets 2013 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 Spreadshirt alexander.graf@etribes.de www.kassenzone.de @supergraf 2 Über mich Erste eigene Webseiten 1997 SEO/SEM 2010 MoinMoin

Mehr

Virales Marketing mit Smartphones. Jens Doose - Onwerk GmbH 05.11.2010

Virales Marketing mit Smartphones. Jens Doose - Onwerk GmbH 05.11.2010 Virales Marketing mit Smartphones Jens Doose - Onwerk GmbH 05.11.2010 Über Onwerk Was ist ein Smartphone? Eigene Inhalte auf dem Telefon Statistiken Virales Marketing Mobiles virales Marketing Beispiel

Mehr

Wie man über Facebook seine Zielgruppe erreicht

Wie man über Facebook seine Zielgruppe erreicht Wie man über Facebook seine Zielgruppe erreicht Informationsveranstaltung ebusiness-lotse Oberschwaben-Ulm Weingarten, 12.11.2014 Mittelstand Digital ekompetenz-netzwerk estandards Usability 38 ebusiness-lotsen

Mehr

Webshop Booster bh II

Webshop Booster bh II Webshop Booster bh II E Commerce Trends und Facten Kunden mit Newslettern gewinnen Online Marketing mit Google Social Media und Facebook Erfahrungsaustausch 1 E Commerce Trends E Commerce daszugpferd der

Mehr

Zwei Wochen Mobilegeddon : Wie die beliebtesten Online-Shops für Lebensmittel das neue Google-Update verkraftet haben

Zwei Wochen Mobilegeddon : Wie die beliebtesten Online-Shops für Lebensmittel das neue Google-Update verkraftet haben MEDIENINFORMATION Zwei Wochen Mobilegeddon : Wie die beliebtesten Online-Shops das neue Google-Update verkraftet haben Searchmetrics untersuchte Mobile SEO und Desktop SEO für die zehn beliebtesten Lebensmittelshops:

Mehr

Digital Leadership Die Transformation beginnt im Kopf und nicht im Computer

Digital Leadership Die Transformation beginnt im Kopf und nicht im Computer Digital Leadership Die Transformation beginnt im Kopf und nicht im Computer Digitale Technologien schaffen neuen Unternehmen! Internet, Mobilfunk und ITV schaffen Plattformen für elektronische Geschäftsprozesse

Mehr

Mobile Business. Mag. Alfred Luger, MA Co-Founder/COO runtastic GmbH Co-Founder AllaboutApps GmbH

Mobile Business. Mag. Alfred Luger, MA Co-Founder/COO runtastic GmbH Co-Founder AllaboutApps GmbH Mobile Business Mag. Alfred Luger, MA Co-Founder/COO runtastic GmbH Co-Founder AllaboutApps GmbH Intro Markt & AppStores Warum eine mobile App? App Marketing Fazit Q & A Background INTRO Mobile Business

Mehr

Familienurlaub goes Web 2.0 Trends & aktuelle Entwicklungen im Online Marketing

Familienurlaub goes Web 2.0 Trends & aktuelle Entwicklungen im Online Marketing Familienurlaub goes Web 2.0 Trends & aktuelle Entwicklungen im Online Marketing Thomas Hendele Hotelfachmann & Tourismusfachwirt (IHK) seit 3 Jahren selbstständig seit 8 Jahren beratend tätig seit 10 Jahren

Mehr

Online-Payment-Studie 2012. Daten, Fakten, Hintergründe und Entwicklungen

Online-Payment-Studie 2012. Daten, Fakten, Hintergründe und Entwicklungen Online-Payment-Studie 2012 Daten, Fakten, Hintergründe und Entwicklungen Online-Payment-Studie 2012 Daten, Fakten, Hintergründe und Entwicklungen zum deutschen Online-Payment-Markt 2011 für physische

Mehr

Ein Online-Shop ist nichts Neues und fast jeder kennt die wichtigsten Ziele:

Ein Online-Shop ist nichts Neues und fast jeder kennt die wichtigsten Ziele: Online-Shops Die Filialen der Zukunft? Ein Online-Shop ist nichts Neues und fast jeder kennt die wichtigsten Ziele: Darstellung des Portfolios, Kundenbindung, Gewinnung neuer Kunden, Generierung von Umsatz

Mehr

Top Looks & Top Shoppingerlebnis: So erfindet sich PKZ nach 133 Jahren neu

Top Looks & Top Shoppingerlebnis: So erfindet sich PKZ nach 133 Jahren neu Top Looks & Top Shoppingerlebnis: So erfindet sich PKZ nach 133 Jahren neu PKZ Tradition trifft Innovation 27.11.2014 PKZ Assoziation PKZ woran denken Sie? Papa kann zahlen! 4 Aber: auch das ist PKZ 5

Mehr

MOBILE GUTSCHEINE sehr geeignet für Neukundengewinnung, Freunde- Werben- Freunde,

MOBILE GUTSCHEINE sehr geeignet für Neukundengewinnung, Freunde- Werben- Freunde, Ihre komplette lokale Marketing & Werbung Lösung MOBILE COUPONS effektiv für Neukundengewinnung und Kundenbindung. Coupons sind zeitlos und immer beliebt. Meistens als Rabattangebote mit Deals wie z.b.:

Mehr

Apps Mindshare MindMinutes. Wien, März 2015

Apps Mindshare MindMinutes. Wien, März 2015 Apps Mindshare MindMinutes Wien, März 2015 Summary Die Mehrheit (88%) der 15-49jährigen Österreicher haben bereits ein Smartphone und auch mehr als die Hälfte (54%) sind bereits im Besitz eines Tablets.

Mehr

Inspiration und Bedarfsweckung: Die Rolle von Papier in der E-Commerce- Welt bei Otto. Alexander Voges

Inspiration und Bedarfsweckung: Die Rolle von Papier in der E-Commerce- Welt bei Otto. Alexander Voges Inspiration und Bedarfsweckung: Die Rolle von Papier in der E-Commerce- Welt bei Otto Alexander Voges München, 20. November 2014 Agenda A. B. C. Die Otto Group: Weltweit #1 in Fashion & Lifestyle E-Commerce

Mehr

HEIMTEXTIL 2014 ERFOLGSFAKTOREN IM ECOMMERCE ONLINEHANDEL WIRD PERSÖNLICH. Frank Puscher

HEIMTEXTIL 2014 ERFOLGSFAKTOREN IM ECOMMERCE ONLINEHANDEL WIRD PERSÖNLICH. Frank Puscher HEIMTEXTIL 2014 ERFOLGSFAKTOREN IM ECOMMERCE ONLINEHANDEL WIRD PERSÖNLICH Frank Puscher Frank Puscher ECOMMERCE IST WIE ZEHNKAMPF MAN BRAUCHT AUCH MUT ZUR HÄSSLICHKEIT Frank Puscher Frank Puscher ICH JOURNALIST

Mehr

Smart-TV Apps Revolutionieren sie den Markt wie die Smartphone Apps?

Smart-TV Apps Revolutionieren sie den Markt wie die Smartphone Apps? Smart-TV Apps Revolutionieren sie den Markt wie die Smartphone Apps? Medientage 2012 Marcus Worbs-Remann, Partner München, 25. Oktober 2012 Smart-TV Apps was steckt dahinter? Smart-TV Portale bieten eine

Mehr

FLEXIBLE LIEFEROPTIONEN ERHÖHEN KUNDENBINDUNG. Versand im E-Commerce Ergebnisse einer Kundenbefragung

FLEXIBLE LIEFEROPTIONEN ERHÖHEN KUNDENBINDUNG. Versand im E-Commerce Ergebnisse einer Kundenbefragung FLEXIBLE LIEFEROPTIONEN ERHÖHEN KUNDENBINDUNG Versand im E-Commerce Ergebnisse einer Kundenbefragung 1 INHALT 2 Vorwort 3 Auf die Versandqualität kommt es an 5 Kundenfreundlicher Versand bedeutet, die

Mehr

August 2015. 32 FUTURUM Das Magazin 2015

August 2015. 32 FUTURUM Das Magazin 2015 FUTURUM DAS MAGAZIN Digitaler Vertrieb: Ideen für die Zukunft 6. FUTURUM Preisverleihung: Impulse geben, Identität stiften Marktnähe und Produktbesessenheit: Die Verjüngung der Zeitschriften-Community

Mehr

Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis. Wie Perfomance Marketing und Mobile das Kaufverhalten der Verbraucher verändern. tradedoubler.

Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis. Wie Perfomance Marketing und Mobile das Kaufverhalten der Verbraucher verändern. tradedoubler. Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis Wie Perfomance Marketing und Mobile das Kaufverhalten der Verbraucher verändern tradedoubler.com Performance Marketing-Kanäle für Mobilgeräte führen in ganz Europa

Mehr

Welche neuen Erlösmodelle sind mit den Entwicklungen rund um Second Screen generierbar?

Welche neuen Erlösmodelle sind mit den Entwicklungen rund um Second Screen generierbar? Welche neuen Erlösmodelle sind mit den Entwicklungen rund um Second Screen generierbar? Einleitung mit Bezug auf jüngste Befragung von mehr als 25 TV-Sendern mit Bezug auf jüngste Kongresse und Events

Mehr

MEHR ERFOLG MIT EINEM ONLINE-SHOP. Marketing-Basics und innovative Werbeformen

MEHR ERFOLG MIT EINEM ONLINE-SHOP. Marketing-Basics und innovative Werbeformen MEHR ERFOLG MIT EINEM ONLINE-SHOP Marketing-Basics und innovative Werbeformen Emanuel Führer EDay, 06.03.2014 EMANUEL FÜHRER PRODUCT MARKET MANAGER Mein Aufgabenbereich umfasst die Entwicklung und Organisation

Mehr

2. Handelsformate: Erwarteter künftiger Erfolg und Einordnung in Lebenszyklusphasen

2. Handelsformate: Erwarteter künftiger Erfolg und Einordnung in Lebenszyklusphasen GfK RETAIL TREND MONITOR 2013 1 GfK Retail Trend Monitor 2013 Übersicht Allgemeine Informationen Inhalt: 1. Handelstrends: Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Bedeutung für den Handel Ziel: 2. Handelsformate:

Mehr

Die Zukunft der Notebooks ist dünn und leicht

Die Zukunft der Notebooks ist dünn und leicht Die IFA lebt von Dauertrends Keine technische Revolution unterm Funkturm: Die IFA 2011 zehrt von Dauertrends - allen voran HD-Fernseher mit wachsenden Diagonalen, Heimvernetzung und 3D. Sehenswert ist

Mehr

Die Rolle von Print im OTTO Media-Mix

Die Rolle von Print im OTTO Media-Mix Die Rolle von Print im OTTO Media-Mix Alexander Voges Friedrichshafen, 13. Juni 2015 Agenda A. Die Otto Group: Weltweit #1 in Fashion & Lifestyle E-Commerce B. OTTO: Das Flaggschiff der Otto Group C. Die

Mehr

www.iq-mobile.ch Marketing on Tour, 25.10.2011, Zürich.

www.iq-mobile.ch Marketing on Tour, 25.10.2011, Zürich. Marketing on Tour, 25.10.2011, Zürich. Eva Mader Director Sales & Creative Technologist. 5 Jahre Erfahrung im Marketing (Telco, Finanz). 3 Jahre Erfahrung in einer Werbeagentur. Expertin für Crossmedia

Mehr

Toshiba Places Download- und Serviceplattform geht online

Toshiba Places Download- und Serviceplattform geht online Toshiba Places Download- und Serviceplattform geht online Umfassendes und nutzerfreundliches Online-Portal mit einmaliger Registrierung und einfachem Austausch zwischen Services und Geräten Rom / Volketswil,

Mehr

MOBILE. Seit 10 Jahren

MOBILE. Seit 10 Jahren MOBILE Seit 10 Jahren 1 Morgan Stanley: Mobile will be bigger than Desktop in 2014 Global Mobile vs. Desktop Internet User Projection,2001 2015E UNTERNEHMEN FRAGEN SICH Sind die neuen mobilen Endgeräte

Mehr

Regionales Stadt-Shopping-Konzept

Regionales Stadt-Shopping-Konzept Regionales Stadt-Shopping-Konzept das Internetportal für das lokal ansässige Business Ihr regionales Einkaufsvergnügen Der Online-Marktplatz für den lokalen Einzelhandel Auf ShoppingBonn.de kann der in

Mehr

Verkaufen über DaWanda Kurs für Einsteiger. Ngo, Thai Son Marketing 2011, DaWanda GmbH. Download: http://dawanda.me/dawanda-starter_april

Verkaufen über DaWanda Kurs für Einsteiger. Ngo, Thai Son Marketing 2011, DaWanda GmbH. Download: http://dawanda.me/dawanda-starter_april Verkaufen über DaWanda Kurs für Einsteiger Ngo, Thai Son Marketing 2011, DaWanda GmbH Download: http://dawanda.me/dawanda-starter_april In den nächsten 120 Minuten Was ist DaWanda? Was kann ich dort verkaufen?

Mehr

Ihre Firmenpräsentation im Web - auf was Sie achten sollten.

Ihre Firmenpräsentation im Web - auf was Sie achten sollten. Ihre Firmenpräsentation im Web - auf was Sie achten sollten. Informationsveranstaltung ebusiness-lotse Oberschwaben-Ulm Christian Baumgartner Ulmer Cross Channel Tag, 27.04.2015 Agenda Die ersten Schritte

Mehr

ibeacons und BLE-Technologie

ibeacons und BLE-Technologie ibeacons und BLE-Technologie Beacons, oder auch ibeacons genannt, sind auf dem Vormarsch. Doch was kann dieses neue Location-Feature und welche Einsatzmöglichkeiten für Retail und Co. bietet es? Quelle:

Mehr

Die besten Dateien für all Ihre Projekte

Die besten Dateien für all Ihre Projekte Die besten Dateien für all Ihre Projekte Diese Welt kann man nur tolerieren aufgrund der Tatsache, dass sie die Künste hat. Bernard Werber Inhalte: Unsere Kollektionen 4 Fotos 6 Vektorbilder 8 Redaktionelles

Mehr

Produkte/Content/Commerce

Produkte/Content/Commerce Produkte/Content/Commerce Content Technologie für das Zeitalter des Kunden! Michael Kräftner Founder & CEO Marketing für Morgen? Wird Ihr Marketing Budget für die Herausforderungen der nächsten Jahre ausreichen?

Mehr

Online-Unternehmensbefragung Trends im ecommerce 2011

Online-Unternehmensbefragung Trends im ecommerce 2011 Online-Unternehmensbefragung Trends im ecommerce 2011 Hamburg, 20. April 2011 2011 ElmarPWach Agenda Vorstellung ElmarPWach Einleitung Marketing eshop Service & Fulfilment Schwerpunktthema: Mobile Commerce

Mehr

Aktuelle Entwicklungen im Mobile Marketing - Herausforderungen für mittelständische Unternehmen

Aktuelle Entwicklungen im Mobile Marketing - Herausforderungen für mittelständische Unternehmen Aktuelle Entwicklungen im Mobile Marketing - Herausforderungen für mittelständische Unternehmen Vortrag IHK Paderborn Prof. Dr. Uwe Kern Leistungsspektrum Apps Native Lösungen für alle Plattformen Shops

Mehr

DIGITALE TRENDS. Worauf das Marketing schon jetzt reagieren muss. Ingo Notthoff, Leiter Marketing T-Systems Multimedia Solutions

DIGITALE TRENDS. Worauf das Marketing schon jetzt reagieren muss. Ingo Notthoff, Leiter Marketing T-Systems Multimedia Solutions DIGITALE TRENDS Worauf das Marketing schon jetzt reagieren muss Ingo Notthoff, Leiter Marketing T-Systems Multimedia Solutions Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Social Media im BVDW OB IST

Mehr

SCHILD ONLINESHOP. Espresso@Google Medienfrühstück 27. März 2013 INHALT EINLEITUNG FACTS & FIGURES SCHILD ONLINESHOP MARKETING UND KOMMUNIKATION

SCHILD ONLINESHOP. Espresso@Google Medienfrühstück 27. März 2013 INHALT EINLEITUNG FACTS & FIGURES SCHILD ONLINESHOP MARKETING UND KOMMUNIKATION SCHILD ONLINESHOP Espresso@Google Medienfrühstück 27. März 2013 INHALT EINLEITUNG FACTS & FIGURES SCHILD ONLINESHOP MARKETING UND KOMMUNIKATION ZUKUNFT 2 SCHILD TRADITIONSREICHES QUALITÄTSUNTERNEHMEN ZUKUNFT

Mehr

STRÖER MOBILE MEDIA. Juli 2013 I Ströer Digital Group

STRÖER MOBILE MEDIA. Juli 2013 I Ströer Digital Group STRÖER MOBILE MEDIA Juli 2013 I Ströer Digital Group 1 Ströer Digital Group & Ströer Mobile Media Integrierte Vermarktung Branding Display & Special Ads Premium Audience Automobil Telko & Computing Fashion

Mehr

Fachbericht. Social Media Marketing, Content Marketing, Mobile und eine fragmentierte Medienlandschaft - 5 Marketing-Trends

Fachbericht. Social Media Marketing, Content Marketing, Mobile und eine fragmentierte Medienlandschaft - 5 Marketing-Trends Social Media Marketing, Content Marketing, Mobile und eine fragmentierte Medienlandschaft - 5 Marketing-Trends der kommenden Jahre. An diesen Trends kommen Marketer in naher Zukunft kaum vorbei aufbereitet

Mehr

Mobile Commerce: Potentiale und Herausforderungen

Mobile Commerce: Potentiale und Herausforderungen Mobile Commerce: Potentiale und Herausforderungen Marketing on Tour Zürich, 25.10.2011 Daniel Ebneter / Thomas Lang carpathia: e-business.competence www.carpathia.ch carpathia: e-business.competence Gegründet

Mehr

Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins

Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins Gabriel Beck Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins Facebook Landingpages // Das kleine Einmaleins Die Nutzerzahlen von Facebook steigen unaufhörlich (siehe Nutzerzahlen bei facebook Marketing)-

Mehr

Damit Online-Werbung wirkt, müssen Layout, Inhalt und auch das Format zur Zielgruppe passen.

Damit Online-Werbung wirkt, müssen Layout, Inhalt und auch das Format zur Zielgruppe passen. Newsletter Juli 2010 Damit Online-Werbung wirkt, müssen Layout, Inhalt und auch das Format zur Zielgruppe passen. Auch wenn sich Online-Werbung inzwischen im MediaMix etabliert hat, scheint sie bei den

Mehr

Herausforderung Social Media: Künftige Anforderungen an die Versandhandelslogistik im Multichannel-Zeitalter

Herausforderung Social Media: Künftige Anforderungen an die Versandhandelslogistik im Multichannel-Zeitalter Herausforderung Social Media: Künftige Anforderungen an die Versandhandelslogistik im Multichannel-Zeitalter Dr. Ulrich Flatten CEO, QVC Deutschland Inc. & Co. KG 24. November 2011, Veranstaltung LOGISTIK

Mehr

SCHNAPP.AT LBS FÜR HANDEL & INDUSTRIE Isabelle Cholette-Bachner, T-Mobile Austria.

SCHNAPP.AT LBS FÜR HANDEL & INDUSTRIE Isabelle Cholette-Bachner, T-Mobile Austria. SCHNAPP.AT LBS FÜR HANDEL & INDUSTRIE Isabelle Cholette-Bachner, T-Mobile Austria. streng vertraulich, vertraulich, intern, öffentlich DAS5/28/13 VERBINDET UNS. 1 LOCATION BASED SERVICES DREI SPANNUNGSFELDER

Mehr

chocogreets send a personalized gift around the world

chocogreets send a personalized gift around the world chocogreets send a personalized gift around the world myswisschocolate AG Chocogreets ist eine Marke von myswisschocolate AG myswisschocolate bietet individuelle Schweizer Schokoladentafeln, täglich frisch

Mehr

Mobile Commerce. Mit dem Handy auf Shopping-Tour. http://twitter.com/lennarz. Hendrik Lennarz Consultant Trusted Shops GmbH. www.iphonedevcon.

Mobile Commerce. Mit dem Handy auf Shopping-Tour. http://twitter.com/lennarz. Hendrik Lennarz Consultant Trusted Shops GmbH. www.iphonedevcon. Mobile Commerce Mit dem Handy auf Shopping-Tour Hendrik Lennarz Consultant Trusted Shops GmbH http://twitter.com/lennarz Was ist m-commerce nicht? Was ist m-commerce? Shopping Info/News Ticketing Unterhaltung

Mehr

Interaktiver Handel im ländlichen Raum. Beispiel Pritzwalk erleben

Interaktiver Handel im ländlichen Raum. Beispiel Pritzwalk erleben Interaktiver Handel im ländlichen Raum Beispiel Pritzwalk erleben Was macht der ebusiness-lotse Westbrandenburg? Sensibilisieren, Informieren und Hilfestellung zu ebusiness-themen Schwerpunkte ecommerce

Mehr

TV SPIELFILM PLUS STAND JULI 2015

TV SPIELFILM PLUS STAND JULI 2015 TV SPIELFILM PLUS STAND JULI 2015 DIE TRANSFORMATION VON EINER PRINT-MARKE ZUR 360 MULTICHANNEL-BRAND NEXT LEVEL IM JULI 2015: 2015 2006 2012 2005 1991 1990 2012 2009 1996 2009 1990 TRANSFORMATION 2015

Mehr

TRUSTEDSHOPS MITGLIEDERTAG 2015 ECOMMERCE MENSCHELT 5 TRENDS ZEIGEN DIE ECHTE CUSTOMER JOURNEY

TRUSTEDSHOPS MITGLIEDERTAG 2015 ECOMMERCE MENSCHELT 5 TRENDS ZEIGEN DIE ECHTE CUSTOMER JOURNEY TRUSTEDSHOPS MITGLIEDERTAG 2015 ECOMMERCE MENSCHELT 5 TRENDS ZEIGEN DIE ECHTE CUSTOMER JOURNEY JETZT ECOMMERCE IST MOBILE COMMERCE DIE TECHNISIERUNG DES MARKETING MARKETING NERVT ALLE MACHT DEN EXPERTEN

Mehr

ALBERT CONCEPTS Interior Architecture Dipl. Ing. Johannes Albert, Berlin

ALBERT CONCEPTS Interior Architecture Dipl. Ing. Johannes Albert, Berlin ALBERT CONCEPTS Interior Architecture Dipl. Ing. Johannes Albert, Berlin Das Architekturbüro Albert Concepts in Berlin für eine seriöse Präsentation des Portfolios Template verschafft seinen Kunden Aufmerksamkeit

Mehr

Trends im E-Commerce und Herausforderungen für die Logistik

Trends im E-Commerce und Herausforderungen für die Logistik Trends im E-Commerce und Herausforderungen für die Logistik 05.06.2014 Malte Polzin carpathia: e-business.competence www.carpathia.ch Malte Polzin E-Business and E-Marketing (B2B & B2C)seit1999 @Mpolzin

Mehr

Whitepaper PIM 360 - Kapitel 3 How PIM pimps Social Commerce. Von Michael Fieg, Christian Farra & Benjamin Rund

Whitepaper PIM 360 - Kapitel 3 How PIM pimps Social Commerce. Von Michael Fieg, Christian Farra & Benjamin Rund Twitter, Facebook & Co sind in aller Munde. Von Non-sense bis Mega-Hype liegen die Meinungen weit auseinander, welche Bedeutung die Microblogging-Dienste im E-Commerce und Multi-Channel Handel haben. Bereits

Mehr

Möglichkeiten und Trends im Onlinemarketing

Möglichkeiten und Trends im Onlinemarketing Möglichkeiten und Trends im Onlinemarketing Informationsveranstaltung ebusiness-lotse Oberschwaben-Ulm Biberach, 17.09.2014 Mittelstand Digital ekompetenz-netzwerk estandards Usability 38 ebusiness-lotsen

Mehr

DIE MOBILE-AD-SPEZIALISTEN. Einreichung Digital Marketer of the Year 2012 Zürich, Oktober 2012

DIE MOBILE-AD-SPEZIALISTEN. Einreichung Digital Marketer of the Year 2012 Zürich, Oktober 2012 DIE MOBILE-AD-SPEZIALISTEN Einreichung Digital Marketer of the Year 2012 Zürich, Oktober 2012 ADELLO STECKBRIEF» Gründung 2008 als Aktiengesellschaft» Hauptsitz Zürich, Niederlassungen in Hamburg und Lausanne»

Mehr

Digitale Identitäten oder Mein digitales Ich STEFAN MIDDENDORF, VERBRAUCHERTAG 2015

Digitale Identitäten oder Mein digitales Ich STEFAN MIDDENDORF, VERBRAUCHERTAG 2015 oder Mein digitales Ich STEFAN MIDDENDORF, VERBRAUCHERTAG 2015 Erinnern Sie sich? 1999 Boris Becker macht Werbung für AOL ich bin drin das ist ja einfach! Fakten damals: WEB 1.0 V90-Modems Datenraten (56

Mehr

Mobile Marketing Gut vorbereitet auf den mobilen Kunden

Mobile Marketing Gut vorbereitet auf den mobilen Kunden Mobile Marketing Gut vorbereitet auf den mobilen Kunden ebusiness-lotse Oberschwaben-Ulm Köln, 25.08.2015 Agenda Warum Mobile Marketing Mobile Marketing ist nicht gleich APP Mobile Optimierung als Grundlage

Mehr

Mehr Umsatz mit attraktiven Zahlarten

Mehr Umsatz mit attraktiven Zahlarten Mehr Online-Umsatz mit Rechnungskauf, Ratenkauf und Lastschrift Kim Barthel Vertriebsleiter von Billpay Mehr Umsatz mit attraktiven Zahlarten Welche Zahlungsverfahren bieten Online-Shops Wie groß Ihren

Mehr

Social Media der neue Treiber im E-Mail-Marketing?

Social Media der neue Treiber im E-Mail-Marketing? Social Media der neue Treiber im E-Mail-Marketing? Twitter, Facebook, Youtube und Co sind in aller Munde und Computer. Der Hype um das Thema Social Media ist groß - zu Recht? Was können die sozialen Kanäle

Mehr

Payment-Trendstudie: Diese Zahlungsmittel nutzt der europäische Onlinehandel

Payment-Trendstudie: Diese Zahlungsmittel nutzt der europäische Onlinehandel Payment-Trendstudie: Diese Zahlungsmittel nutzt der europäische Onlinehandel Berlin, 9.10.2014 Payment-Trendstudie: Diese Zahlungsmittel nutzt der europäische Onlinehandel Das meistverbreitete Zahlungsmittel

Mehr

Mediadaten KINO&CO Netzwerk

Mediadaten KINO&CO Netzwerk Mediadaten KINO&CO Netzwerk Über die Hälfte aller Deutschen besitzt ein Smartphone Quelle: Onsite-Befragung im TFM-Netzwerk; n=5.622; September 2011 Android überholt Mac ios Quelle: Onsite-Befragung

Mehr

Rechnungskauf Online. langfristiger Trend statt kurzfristiger Hype

Rechnungskauf Online. langfristiger Trend statt kurzfristiger Hype Rechnungskauf Online langfristiger Trend statt kurzfristiger Hype Warum überhaupt Rechnung anbieten? 2 Am liebsten würden Kunden per Rechnung zahlen Kreditkarte und PayPal liegen gleichauf Häufigkeit,

Mehr

Vorgehensweise Online Mediaplanung

Vorgehensweise Online Mediaplanung !! Vorgehensweise Online Mediaplanung Im folgenden findet ihr ein Vorgehenskonzept, anhand dessen Prioritäten für die Online Mediaplanung definiert werden können. Jedes Unternehmen kann dabei mehrere Aspekte

Mehr

Wie macht man Apps? Und warum überhaupt? Dr. Volker Redder, i2dm GmbH

Wie macht man Apps? Und warum überhaupt? Dr. Volker Redder, i2dm GmbH Wie macht man Apps? Und warum überhaupt? Dr. Volker Redder, i2dm GmbH Was sind Apps und warum sind sie so in aller Munde? App (die, das) Der Begriff App (von der englischen Kurzform für application )

Mehr

Semester Report 2014/01. Expertenschätzungen zur Entwicklung des Online-Werbemarkts in der Schweiz

Semester Report 2014/01. Expertenschätzungen zur Entwicklung des Online-Werbemarkts in der Schweiz Online-Werbemarkt Semester Report 2014/01 Expertenschätzungen zur Entwicklung des Online-Werbemarkts in der Schweiz Online-Werbesegmente 2 Online-Trend nach Werbesegment 3 Wachstum 5 Prognose 6 Anteil

Mehr

70 % aller In-Stream-Video-Ads werden bis zum Ende abgespielt

70 % aller In-Stream-Video-Ads werden bis zum Ende abgespielt 10 Fakten über In-Stream-Videowerbung In-Stream-Videowerbung birgt ein enormes Potenzial für die Werbebranche. Diese Werbeform ist eines der am schnellsten wachsenden Segmente in der Online-Werbung. Laut

Mehr

Social Commerce. Internet Briefing E-Commerce Konferenz 2013. @Mpolzin

Social Commerce. Internet Briefing E-Commerce Konferenz 2013. @Mpolzin Social Commerce Internet Briefing E-Commerce Konferenz 2013 8.März 2013 Malte Polzin @Mpolzin www.carpathia.ch Der heilige Gral? Quelle: wilnsdorf.de 8-März-2013 Internet-Briefing E-Commerce Konferenz

Mehr

www.firstbird.eu Recruiting für Pioniere.

www.firstbird.eu Recruiting für Pioniere. www.firstbird.eu firstbird 1 Recruiting für Pioniere. Selected from 500 startups across 65 nations - Microsoft Ventures - 2014 Top 3 Austrian Startups - Trend@ventures - 2014 Winner of the HR Innovation

Mehr

SOCIAL MEDIA: MANAGEMENT, ERFOLGSMESSUNG UND KENNZAHLEN

SOCIAL MEDIA: MANAGEMENT, ERFOLGSMESSUNG UND KENNZAHLEN SOCIAL MEDIA: MANAGEMENT, ERFOLGSMESSUNG UND KENNZAHLEN SOCIAL MEDIA FORUM HOTEL 2014 REFERENT: STEFAN PLASCHKE MARKETING IM WANDEL! Das Marketing befindet sich in einer Lern- und Umbruchphase. Werbung

Mehr

Grundlagen des Mobile Marketing

Grundlagen des Mobile Marketing Grundlagen des Mobile Marketing Marketing ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes. [...] ...Product.. ...Place.. ...Promotion.. ...Price.. Die Evolution

Mehr

Best Practice Sport Alber

Best Practice Sport Alber Ausgangssituation Das renommierte Unternehmen Sport Alber in St. Anton am Arlberg betreibt seit Jahren einen Skiverleih. Die Tendenz des Skiverleihs ist steigend. Anfangs wurde über eine große Online-

Mehr

Case Study: ADforSTYLE - mit Affiliate Marketing Lösung von Commission Junction auf Wachstumskurs

Case Study: ADforSTYLE - mit Affiliate Marketing Lösung von Commission Junction auf Wachstumskurs Pressemitteilung Case Study: ADforSTYLE - mit Affiliate Marketing Lösung von Commission Junction auf Wachstumskurs Das Fashion Performance Netzwerk zieht am Beispiel La Perla erste positive Bilanz Berlin,

Mehr

THEMEN / WIRTSCHAFT UNTERNEHMENSGRÜNDER

THEMEN / WIRTSCHAFT UNTERNEHMENSGRÜNDER 1 von 5 02.05.2013 12:48 THEMEN / WIRTSCHAFT UNTERNEHMENSGRÜNDER Crowdinvesting für Startups ist ein neues Finanzierungsmodell, bei dem eine Vielzahl von Privatpersonen bereits ab ein paar Euro Beteiligungen

Mehr

Shopgate und Computop besiegeln strategische Partnerschaft

Shopgate und Computop besiegeln strategische Partnerschaft Shopgate und Computop besiegeln strategische Partnerschaft Der Mobile Commerce Anbieter Shopgate und der internationale Payment Service Provider Computop geben ihre Zusammenarbeit bekannt. Bamberg, 18.

Mehr

Erfolgsfaktoren im E-Commerce Deutschlands Top Online-Shops

Erfolgsfaktoren im E-Commerce Deutschlands Top Online-Shops Erfolgsfaktoren im E-Commerce Deutschlands Top Online-Shops Eine Zusammenfassung der Studie des E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit Hermes. Diese Studie stellt die Grundlage für

Mehr

Mobile Effects September 2011 Mobiles Internet Im deutschen Markt nicht mehr wegzudenken

Mobile Effects September 2011 Mobiles Internet Im deutschen Markt nicht mehr wegzudenken Mobiles Internet Im deutschen Markt nicht mehr wegzudenken Studiendesign Seite 3 Seite 4 Seite 5 Ausstattung der mobilen Internetnutzer Über die Hälfte aller Deutschen besitzt ein Smartphone Quelle: Onsite-Befragung

Mehr

PKZ gestern - heute. Papa kann zahlen

PKZ gestern - heute. Papa kann zahlen PKZ Gruppe PKZ gestern - heute Papa kann zahlen PKZ Gruppe gestern 1881: Paul Kehl gründet in Winterthur die erste Kleiderfabrik 1984: Eintritt der 4. Generation in die Firma mit Ph. Olivier Burger 1995:

Mehr

Agenda. INSIGHTS OKTOBER 2014 - VoD: Nutzung, Nutzungsgründe und Auswirkungen auf das lineare Fernsehen - Customer-Journey-Analyse: vom TV ins Web

Agenda. INSIGHTS OKTOBER 2014 - VoD: Nutzung, Nutzungsgründe und Auswirkungen auf das lineare Fernsehen - Customer-Journey-Analyse: vom TV ins Web DOWNLOAD Agenda INSIGHTS OKTOBER 2014 - VoD: Nutzung, Nutzungsgründe und Auswirkungen auf das lineare Fernsehen - Customer-Journey-Analyse: vom TV ins Web 2 Angebotsmodelle im VoD-Markt 3 VoD Modelle im

Mehr

Newsday IS INHALT. Newsticker 25% mehr Aufträge durch höhere Servicequalität

Newsday IS INHALT. Newsticker 25% mehr Aufträge durch höhere Servicequalität T o day Newsday IS IS Mauve informiert Ausgabe 04/2015 INHALT Newsticker 25% mehr Aufträge durch höhere Servicequalität Mauve sagt endgültig: bye, bye Windows XP Produktvielfalt als USP Konsequent regional

Mehr

FOCUS sucht den Digital Star 2014!

FOCUS sucht den Digital Star 2014! FOCUS sucht den Digital Star 2014! Gewinnen Sie den Award für digitale Innovationen aus Deutschland. In Kooperation mit Presenting Partner FOCUS DIGITAL STAR Jörg Quoos, Chefredakteur FOCUS FOCUS steht

Mehr

Wie Second-Screen-Nutzung in der Realität wirklich passiert. Ergebnisse eines Eye-Tracking-Tests bei Zuschauern von PromiBigBrother

Wie Second-Screen-Nutzung in der Realität wirklich passiert. Ergebnisse eines Eye-Tracking-Tests bei Zuschauern von PromiBigBrother Wie Second-Screen-Nutzung in der Realität wirklich passiert Ergebnisse eines Eye-Tracking-Tests bei Zuschauern von PromiBigBrother 1 Das Smartphone ist das persönlichste Device. Ohne es geht heute gar

Mehr

Strategien für das digitale Business. Firmenporträt Referenzen Trends & Themen

Strategien für das digitale Business. Firmenporträt Referenzen Trends & Themen Strategien für das digitale Business Firmenporträt Referenzen Trends & Themen Kurzprofil smart digits GmbH Daten & Fakten Unternehmerisch ausgerichtete Beratungsund Beteiligungsgesellschaft Hintergrund:

Mehr