Die Brücke vom Business zur IT. Michael Bauer. Organized by:

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1 Do 1.3 January 22 th -26 th, 2007, Munich/Germany Michael Bauer Organized by: Lindlaustr. 2c, Troisdorf, Tel.: +49 (0) , Fax.: +49 (0)

2 Michael Bauer Informatik Consulting Bauer GmbH Obere Reute 30, D Moos Tel.: / , Fax: / Business/IT-Alignment: Die Synchronisation von Geschäftsanforderungen und IT Die immer schnelleren Veränderungen im Geschäftsumfeld stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen Der Einsatz von IT ist ein entscheidender Faktor, diese Herausforderungen zu bewältigen Kundenorientierung Anforderungen Produktgestaltung Prozessoptimierung Neue Vertriebswege Optimierung des Geschäftes Einsatz Informationstechnologie Kostenreduktion Flexibles Sourcing Impulse

3 3 Die Rolle der IT in den Unternehmen Produkt- und Prozess-Innovationen sind ohne IT schlichtweg nicht mehr denkbar Da mehr als 90 % der Geschäftsfunktionen "IT-gestützt" sind, liegt das Gold in der Integration der Geschäftsprozesse. Die IT ist zwar der "Enabler", aber nur dann, wenn die Menschen auf beiden Seiten Business und IT zusammenarbeiten, wird es ein Erfolg Mehr Verständnis des Geschäfts seitens der IT ist erforderlich Die Veränderungen im Geschäft werden immer schneller (Wertschöpfungsketten, Produkte, Märkte, Vertriebswege) Langfristige Vorhersagen und Planungen müssen der Fähigkeit zur schnellen Anpassung weichen Die IT muss kurzfristige Anpassungen an die Veränderungen ermöglichen (Agilität der IT-Anwendungen) 4 Der Wertbeitrag der IT Wertschöpfung durch Informatik Handel Gewerbe Verwaltung Industrie????? Banken Versicherung Fluggesellschaft Rationalisierung/Kostensenkung mit Informatik Bei IT-Kosten zwischen 1 7% der gesamten Kosten sind Effizienzsteigerungen auch wenn sie enorm sind nur ein minimaler Anteil an der Wertschöpfung Der eigentliche Wertbeitrag der IT liegt in der Verbesserung des Geschäftserfolgs Der Wertbeitrag besteht in: Reduzierung von Kosten Steigerung von Erlösen

4 5 Wie beurteilen CEOs die Situation? Ergebnisse einer IBM-Studie Bedeutung und Umfang der Integration zwischen Geschäftsprozessen und Technologie Integration sehr wichtig Integrationslücke weitgehend integriert Quelle: Weltweite Untersuchung der IBM in 2005 bei 772 CEOs veröffentlicht in Informationweek 8/2006 Einige Ergebnisse der Studie: Mehr als auf neue Produkte oder Dienstleistungen kommt es auf neuartige und überlegene Geschäftsmodelle an, wenn man sich vom Wettbewerb differenzieren möchte Die bestverdienenden Firmen stecken nahezu doppelt so viel Aufmerksamkeit in ihre Geschäftsprozesse, wie die mit unterdurchschnittlichem Ergebnis Knapp 80% der CEOs sehen die Integration von Geschäftsprozessen und Technologie als Schlüssel für innovative Prozesse und Geschäftsmodelle Nur 45% der Befragten haben allerdings schon heute eine enge Integration von Geschäftsprozessen und IT realisiert 6 Business Process Management (BPM) Bisher wurden Prozesse eher im Rahmen einzelner Anwendungen betrachtet und unterstützt BPM betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette Erwartungen an BPM Kostenersparnis Time to Market Qualitätssteigerung 15% 18% 38% Klassische Workflow-Anwendungen steuern meist menschliche Aktivitäten (häufig im Zusammenspiel mit Dokumenten-Management) BPM beinhaltet eine stärkere Automatisierung von Abläufen Entkoppelung von IT-Anwendungen und Geschäftsprozessen BPM erfordert flexible IT-Systeme Compliance Quelle: Gartner Group, % BPM stellt eine unternehmerische Leitlinie dar. Es handelt sich um eine weitgehend organisortische Aufgabe, die mittels der IT umgesetzt wird

5 7 Unterschiedliche Ausprägungen des BPM Formen der Geschäftsprozess-Steuerung Steuerung arbeitsteiliger Prozesse Automatisierung von Geschäftsprozessen Unternehmensübergreifende Prozesse Workflow-Steuerung Workflow-Steuerung Anwendung 1 Anwendung 2 Anwendung 1 Anwendung 2 Anwendung 3 8 BPM ist weitgehend eine organisatorische Aufgabe Prozess-Optimierung Organisatorische Änderungen Anpassung von Abläufen Änderung IT-Systeme Prozess-Monitoring BPM- Regelkreis Prozess-Design Prozess bewerten Modellierung Optimierung Simulation Kostenanalyse Analyse Prozessabläufe Überwachung SLAs Überwachung KPIs (Key Performance Indicators) Prozess- Implementierung Organisation anpassen IT-Systeme anpassen Workflow- Definitionen erstellen Geschäftsprozesse müssen an Veränderungen anpassbar sein und aufgrund der Erfahrungen optimiert werden können

6 9 Geschäftsorientierte Entwicklung von Anwendungen Geschäftsebene Struktur, Ziele Geschäfts- Strategie Geschäfts- Architektur KPIs Was das Unternehmen erreichen will: Ziele, Kerngeschäft, strategische Entwicklung, BSC Wie das Unternehmen arbeitet: Geschäftsmodell, Geschäftsprozesse, Business Treiber Halbautomatische Transformation Realisierung Performance- Metriken IT-Ebene Implementierungsmodell Prozessmodell Messwerte Was IT-Systeme machen müssen: Ausführbare Geschäftsprozesse Wie IT-Systeme funktionieren: Services, Portale, Middleware, Frameworks 10 Vom Geschäftsprozess zur service-orientierten Anwendung Geschäftsprozess-Modell Service-Modell Technisches Modell Prozess-Steuerung Die fachliche Sicht: Geschäftsablauf Beteiligte Datenobjekte Regeln Die Design-Sicht: implementierbarer Prozessablauf fachliche Services Anwendungsdomänen Die Implementierungs- Sicht: Software-Struktur technische Services Portale, WfM-Engines, Integrationstechnologie

7 11 Durchgängigkeit vom Modell zur Anwendung Ein Prozessmodell soll keine Dokumentation bleiben, sondern zu ausführbaren Instruktionen für Maschinen werden Durchgängigkeit sicherstellen Die Überführung eines fachlichen in ein technisches Modell erfordert manuelle Ergänzungen bi-direktionale Verfolgbarkeit der Modelle Die Ableitung von Services aus den Geschäftsprozessen und die Zuordnung zu konkreten Programmen ist eine besondere Aufgabe 12 Von fachlichen zu technischen Services Seminarteilnahme reservieren Ein Service aus fachlicher Sicht ist nicht immer identisch mit einem Service aus technischer Sicht Ein technischer Service kann nur eine Operation/Methode eines implementierten Service oder ein kompletter Service sein Seminar suchen Reservierung anlegen Anzahl Plätze reduzieren Ein implementierter Service kann sein: eine Neuentwicklung eine vorhandene Anwendung???

8 13 Die beiden Wege zu Services Entwicklung neuer Services SOA Verwendung bestehender Anwendungen Systematisches Design anhand von Prozessen Konsequente Einhaltung des Konzeptes ("saubere" Services) Kaum Mehraufwand gegenüber bisheriger Entwicklung Systematischer Re-Use (Kostenersparnis, Time-to-Market) Punktuelle Umstellung von Programmsystemen Re-Engineering und Entflechtung der Anwendungen (Aufwand??) Services werden durch die vorhandenen Anwendungen geprägt Kaum Re-Use Schnelle Erfolge möglich Beide Vorgehensweisen in Kombination: "Managed Evolution" 14 Entwicklung neuer Services und Anwendungsdomänen Services beziehen sich auf Anwendungsdomänen Anwendungsdomänen sind fachlich gruppierte, kohärente Geschäftsentitäten Bild: Deutsche Post WorldNet Ziele: keine sich überschneidenden Services eindeutige Datenverantwortung Vermeidung des "Service- Chaos"

9 15 Umbau bestehender Anwendungen zu Services Finden der Programme einer Anwendung, die den geeigneten Service liefern kann Umbau in aufrufbare fachliche Funktionen Probleme bei hochgradig modularen und integrierten Systemen: Erst Entflechten! Gruppierung der Module zu Services Schaffung von Interfaces 16 Die Implementierungssicht auf eine SOA Eine SOA beinhaltet nicht zwangsläufig auch verteilte Verarbeitung Portal-Server D i alog-komponente n Mail Office CRM B2B- Server Aufgrund der Komposition aus technologisch heterogenen Anwendungen entsteht verteilte Verarbeitung Interface Services in Java oder.net Prozesssteuerung (Workflow-Engine) Integrationssoftware Wrapper Mainframe RPC Kaufsoftware Web-Service externer Service Service-Geber oder -Nehmer können auch externe Systeme sein Unternehmensübergreifende Prozesse Sinnvolle Middleware: Portal-Server WfM-Engine ggf. Integrationssoftware (z. B. ESB)

10 17 Veränderungen durch geschäfts-orientierte Anwendungen Geschäftsprozess- Modellierung Der BPM-Regelkreis beinhaltet eine kontinuierliche Prozessverbesserung Optimierung vorhandener Service Service- Design Service- Entwicklung Service- Test Systemtest Deployment / Integration Betrieb QS QS Geschäftsprozesse sind die Basis zur Entwicklung von Services Services sind die Bausteine für IT- Lösungen Services können in verschiedenen Geschäftsprozessen wiederverwendet werden Wiederverwendbare Services müssen zuverlässig sein Design by Contract Zusätzliche Qualitätsprüfung und Zertifizierung Prozess- Monitoring / BAM 18 Geschäfts-orientierte Anwendungen: Erfahrungen und Probleme Wer ist der Treiber für BPM? Eine Management-Entscheidung ist Voraussetzung; die IT kann nur unterstützen. Wer betreibt Prozessmodellierung und - optimierung? Im Prinzip sollte ein Fachbereich selbst seine Prozesse definieren können. Für Optimierung ist meist Hilfe erforderlich. Wird es Widerstände geben? Ja, das Beharrungsvermögen ist erfahrungsgemäß groß. Geschäftsprozesse sind häufig komplexer als zunächst gedacht. Unterschiedliche Modellierungsmethoden und -notationen (EPKs, UML Activity Diagram, BPMN, tool-abhängige Darstellungen). Der Standard BPMN muss sich noch durchsetzen. Die Umsetzung von fachlichem zu technischem Prozessmodell ist nicht trivial. Für das Finden und sinnvolle Schneiden von Services gibt es keine ausreichende Systematik. Hier ist Erfahrung gefragt. BPEL als Standard für die technische, ausführbare Prozessbeschreibung ist noch nicht vollständig.

11 19 Geschäfts-orientierte Anwendungen und SOA Anforderungen des Business an die IT Automatisierung von Geschäftsprozessen Leichte Anpassungen von Prozessabläufen Unterstützung der B2B-Zusammenarbeit Modernisierung vorhandener Systeme Eine SOA ist kein Selbstzweck, sondern ermöglicht einen geschäftsgetriebenen Umbau der IT-Landschaft Der wirtschaftliche Nutzen liegt nicht in der IT, sondern im Unternehmenserfolg. Die wesentlichen Nutzenpotentiale sind: Reduzierung von Prozesskosten Kürzere "Time to Market" Höhere Agilität der Anwendungen Die Disziplinen des BPM und die Design- Prinzipien einer SOA gehören zusammen Flexibles Sourcing von IT-Leistungen 20 Business Process Management und SOA im Zusammenwirken Prozess-Modellierung und -Optimierung Prozess-Monitoring und -Management Prozess-Steuerung + Geschäftsregeln Anwendungsintegration (Enterprise Service Bus) Java- Anwend. Kauf- Software Portal- Anwend..Net- Anwend. Legacy- Anwend. Data Warehouse Collab. Tools

12 21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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