Menschen mit Demenz professionell betreuen

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1 Sylke Werner Dr. Ernst Eben Menschen mit Demenz professionell betreuen Sichere und kompetente Begleitung

2 Einleitung Fachliche Grundlagen Definition und allgemeine Symptome von Demenz Definition Allgemeine Symptome bei Demenz Stadien der Demenz Leichte Demenz Mittelschwere Demenz Schwere Demenz Demenzformen Alzheimer-Demenz (Senile Demenz vom Alzheimer-Typ, SDAT) Vaskuläre Demenzen Medizinische Diagnostik der Demenzen Einführung in die medizinische Diagnostik der Demenzen Anamnese Körperliche und psychopathologische Untersuchung Labor-Diagnostik Bildgebende Untersuchungen Nicht-medikamentöse Therapie-Ansätze Kognitive Verfahren Realitätsorientierungstraining (ROT) Kognitives Training/ Gedächtnistraining Emotions- und identitätsorientierte Verfahren Selbsterhaltungstherapie (SET) Validation Erinnerungspflege Reminiszenz-Therapie (REM) Körperliche Aktivierung Bewegungstherapie Physiotherapie FACHKOMPETENZ PFLEGE: Menschen mit Demenz professionell betreuen 5

3 3.4 Künstlerische Therapien (Musik- und Kunsttherapie) Sensorische Verfahren Basale Stimulation Snoezelen Biografiearbeit Bedeutung von Biografiearbeit für demenzkranke Menschen Wesentliche Ziele von Biografiearbeit Drei Formen der Biografiearbeit Nutzen im Pflegealltag Biografische Informationen Möglichkeiten zur Biografiearbeit Psychobiografisches Modell nach Böhm Ziele des Psychobiografischen Pflegemodells Die sieben Erreichbarkeitsstufen nach Böhm Psychobiografische Arbeit in der Praxis Die personzentrierte Pflege nach Kitwood Einführung in die personzentrierte Pflege Der personzentrierte Ansatz in der Praxis Milieutherapie Einführung in die Milieutherapie Räumliche Gestaltung Zeitliche Orientierung Soziale Beziehung Minuten-Aktivierung Einführung in die 10-Minuten-Aktivierung Durchführung Umsetzung in der Pflegeeinrichtung Medikamentöse Therapie der Demenzen Pharmakotherapie der Alzheimer-Demenz Pharmakotherapie bei Vaskulärer Demenz Pharmakotherapie weiterer Demenzen Pharmakotherapie von nicht kognitiven Symptomen Spezielle Probleme der medikamentösen Therapie 80 6 MENSCH UND MEDIEN

4 5 Spezielle Prophylaxen bei Menschen mit Demenz Schmerzmanagement Nationaler Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege Schmerzerfassung bei Menschen mit Demenz Pflegerische Maßnahmen zur Schmerzlinderung Sturzprophylaxe Problembeschreibung Nationaler Expertenstandard Sturzprophylaxe Erfassung des Sturzrisikos Pflegeinterventionen Unterernährungs- und Dehydrationsprophylaxe Begriffsbestimmung Nationaler Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege Risikoerfassung von Ernährungsdefiziten Risikoerfassung der Dehydration Pflegeinterventionen zur Prophylaxe von Ernährungsdefiziten und Flüssigkeitsmangel Förderung der Harnkontinenz Problembeschreibung Nationaler Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege Formen der Harninkontinenz Differenzierte Einschätzung von Harninkontinenz Pflegeinterventionen Prophylaxe der sensorischen Deprivation Problembeschreibung Reizarmut bei Menschen mit Demenz Reizüberflutung bei Menschen mit Demenz Einschätzen und Erfassen des Risikos Pflegeinterventionen Besondere Herausforderungen im Umgang mit Demenzkranken in der Praxis Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen Besonderheiten in der Kommunikation Kommunikation im Pflegealltag Einfühlungsvermögen im Umgang mit Demenzkranken FACHKOMPETENZ PFLEGE: Menschen mit Demenz professionell betreuen 7

5 6.2 Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen Was ist herausforderndes Verhalten? Ursachen für herausfordernde Verhaltensweisen Umgang mit herausforderndem Verhalten Rechtliche Grundlagen Heimgesetz Pflegeversicherung Der Begriff der Pflegebedürftigkeit Pflegeleistungsergänzungsgesetz ( 45a SGB XI) Pflegeweiterentwicklungsgesetz Prüfung der Pflegequalität ( 80 SGB XI) Rechtliche Betreuung (BGB) Allgemeine Grundlagen Betreuer Betreuungsverfügung Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Freiheitsentziehende Maßnahmen rechtliche Regelungen Mitarbeiterschulung Adressen und Links Quellenverzeichnis Stichwortverzeichnis MENSCH UND MEDIEN

6 Inhaltsverzeichnis CD-ROM 1 Praxistipps und Arbeitshilfen zur Schulung Erfolgreich präsentieren Einladung Muster Teilnahmebescheinigung Muster Teilnehmerliste Muster 2 Schulungsunterlagen Komplette Präsentationen als MS-PowerPoint- und pdf-dateien sowie MS-Word-Dateien mit komplett ausformulierten Vortragstexten. Schulungseinheit Nr. 1: Schulungseinheit Nr. 2: Schulungseinheit Nr. 3: Schulungseinheit Nr. 4: Schulungseinheit Nr. 5: Was verstehen wir unter Demenz? Nichtmedikamentöse Therapie Spezielle Prophylaxen bei Menschen mit Demenz Herausforderndes Verhalten Rechtliche Grundlagen 3 Praktische Arbeitshilfen und nützliche Informationen Kapitel Kurzbiografiebogen Muster Biografiebogen Muster Kapitel Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) Checkliste Kapitel Anleitung zur BESD Merkblatt Einschätzen der Risikofaktoren bei der Sturzprophylaxe nach DNQP Checkliste Sturzprotokoll Merkblatt Kapitel Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation Merkblatt FACHKOMPETENZ PFLEGE: Menschen mit Demenz professionell betreuen 9

7 Einleitung In Deutschland leben heute rund 1,1 Mio. Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Diese Zahl wird aufgrund der steigenden Lebenserwartung bis 2050 auf schätzungsweise drei Millionen ansteigen. Demenzerkrankungen treten vermehrt im hohen Alter auf. Bislang ist weitestgehend unklar, wie die Krankheit verhindert oder geheilt werden kann. Damit kommen auf die zukünftige Gesellschaft große Herausforderungen für die Therapie, Pflege und Versorgung der Erkrankten zu. Neben der körperlichen und seelischen Belastung für die Erkrankten sowie ihre Angehörigen und Pflegenden verursachen Demenzen zudem erhebliche Kosten im Gesundheitssystem. Die Demenz ist der häufigste Grund für einen Umzug in ein Pflegeheim. Dort steigt der Anteil der Demenzkranken kontinuierlich an. In den Heimen selbst wird bereits heute viel für die Lebensqualität demenzkranker Bewohner getan. Durch gezielte Maßnahmen kann das Fortschreiten einer Demenz in begrenztem Maße aufgehalten und die Situation der Betroffenen verbessert werden. Die Pflegenden sind meist bereit, die Lebensqualität Demenzkranker zu gewährleisten, zumal jene dadurch auch ruhiger und zufriedener werden. Die Verbesserung der gefühlsmäßigen Befindlichkeit demenzkranker Menschen spielt bei einer guten Pflege eine zentrale Rolle. Wir wollen Ihnen Instrumente zur Verfügung stellen, die der Erfassung der Lebensqualität demenzkranker Menschen in Heimen dienen. Diese Praxishilfe richtet sich an alle Pflegekräfte. Es werden Grundlagen vermittelt, die zu einem neuen Verständnis von Pflege als kontinuierliche Begleitung demenzkranker älterer Menschen im Alltag führen. Die Weiterentwicklung dieser Pflege erfordert eine enge Kooperation von Pflegewissenschaft und Pflegepraxis, da hierdurch bestehende Ansätze evaluiert und wissenschaftliche Erkenntnisse sinnvoll in die Praxis umgesetzt werden können. Voraussetzung dafür sind regelmäßige Fortbildungen und Schulungen bezüglich einer optimalen Pflege und Begleitung demenzkranker älterer Menschen. Hierzu ist fundiertes Wissen vor allem in der Gerontopsychiatrie erforderlich. Zudem ist in der Betreuung wichtig, dem dementen Menschen mit einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen (Empathie) und Verständnis begegnen. Eine ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter im Umgang mit demenzkranken Menschen schafft die Basis für eine Organisation, die an die individuellen Bedürfnisse der Bewohner angepasst ist und zugleich eine räumliche Umgebung bietet, die Geborgenheit und Häuslichkeit vermittelt. Dieser Praxisratgeber vermittelt einen Überblick über das demenzielle Syndrom an sich und stellt diagnostische und medikamentöse Verfah- FACHKOMPETENZ PFLEGE: Menschen mit Demenz professionell betreuen 11

8 EInleitung ren vor. Ferner werden nichtmedikamentöse Therapieansätze in der Praxis sowie spezielle Prophylaxen bei Menschen mit Demenz erläutert. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit den Besonderheiten im Umgang mit demenzkranken Menschen und gibt Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation. Schließlich werden wichtige rechtliche Grundlagen im Rahmen der Pflegeversicherung, Betreuung und zum Thema freiheitsentziehende Maßnahmen genannt. Für die Umsetzung in die Praxis liefert dieser Leitfaden verschiedene Beispiele und Praxistipps sowie entsprechende Arbeitshilfen im Anhang. Weiterführende Links und Literatur ergänzen dieses Schulungsmaterial. Wir wünschen allen Lesern viel Erfolg in der Pflege und der Begleitung von Menschen mit Demenz. Sylke Werner Dr. Ernst Eben freiberufliche Dozentin Nervenarzt und seit 1989 in der Beruflichen Bildung Ärztlicher Gutachter B.sc. Gesundheits-/ beim MDK Bayern Pflegemanagement staatl. anerkannte Altenpflegerin 12 MENSCH UND MEDIEN

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