Kindergarten Botsberg 9230 Flawil,

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1 Dokumentation Stufen Workshop Kindergarten 1. Vorbemerkungen Es sind zwei Kindergartenklassen aus einem Doppelkindergarten der Gemeinde Flawil. Total 40 Kinder (ca.2/3 Knaben, 1/3 Mädchen). Der Fremdsprachenanteil liegt bei ca. 40%, daher ist es auch möglich, dass einzelne Kinder die gegebenen Aufträge nicht vollständig verstehen und umsetzen können. Es sind eher lebhafte Klassen. Die Durchführung fand Mitte November 2015 statt, es war ein sonniger Tag, es hatte etwas Morgentau und die Spielgeräte waren daher teilweise etwas feucht. 2. Workshops 2.1 Organisation und Durchführung Siehe Anhang Unicef-Label auf der Stufe: Kindergarten 2.2 Vorgehensweisen und Ziele: Gemeinsam mit den anderen 3 Lehrpersonen habe ich die Durchführung vor Beginn besprochen und überarbeitet. In verschiedenen Zusammensetzungen der Lehrpersonen habe ich das Projekt mit den Kindern innerhalb von 3 Tagen umgesetzt. Meine Ziele waren vor allem, einen Überblick über die beliebtesten Spielorte und Wohlfühlorte der Kinder zu erhalten. Da Flawil für die Kindergartenkinder vor allem ihr Wohnquartier, Kindergarten und Schulareal bedeuten, habe ich mich auf dieses Befragungsumfeld beschränkt. Die Spielorte werden von den Kindern während der Kindergartenzeit, aber auch in der Freizeit verwendet. 3. Ergebnisse: 3.1 Allgemeine Befindlichkeiten der Flawiler Kinder und Jugendlichen Antworten Wann geht es dir gut, wann fühlst du dich wohl: Aussagen der Kinder: - Wenn niemand andere ärgert/ streitet/ schupft (mehrfach erwähnt) - Wenn ich schaukeln kann (mehrfach erwähnt) - Wenn ich zu Hause spielen kann, mit Klötzen und Spielsachen - Wenn es draussen einen riesigen Zoo hätte 1

2 - Wenn ich auf dem Kletterturm bin, geht es mir gut - Wenn es eine Feuerwehrstation zum Spielen hätte - Wenn ich Velo und Kickboard fahren kann - Ich hätte gerne eine Regendusche, unter der ich nackt durchspringen könnte - Wenn draussen eine Räuber und Polizei-Station stehen würde - Ein Pony zum Spielen, das fände ich sehr schön - Freunde zum Spielen (mehrfach erwähnt) - Seiligumpe (Seilschwingen) finde ich ganz toll - Wenn ich Fussball spielen kann, bin ich glücklich Auswertung Den Kindergartenkindern gefällt es gut in Flawil, sie kennen natürlich nicht viele andere Orte für einen Vergleich. Sie beschäftigen sich mit den Kindern und Spielmöglichkeiten in ihrer näheren Umgebung. Wünsche sind natürlich immer da, vor allem wenn es um alltägliche Themen der Kinder geht, wie Tiere, Polizei, Räuber... Jedes Kind ist anders und hat andere Interessen, daher ist es sehr wichtig, dass sie viele kreative Spielorte zur Verfügung haben, die sie in ihrem Handeln nicht zu sehr einschränken und wenn möglich auch veränderbar sind. 3.2 Was gefällt dir gut in Flawil? Was nicht? Was würde ich ändern und was bin ich bereit dafür zu tun? Antworten Hauptteil Nummer 2: Zeichenerklärung: rot = ich spiele hier nicht gerne, hier fühle ich mich nicht wohl grün = ich spiele hier gerne, hier fühle ich mich wohl Knaben Mädchen rot grün rot grün Kletterbaum liegend Kletterbaum Sandkasten Steinplatten auf dem Kiga-areal Grosser Stein Schwarzer Platz Naturareal mit Bäumen und Steinen Steintreppe Schwungseil Steinbänke mit

3 Gebüsch Fussballwiese Heckenecke mit Versteckmöglichkeiten Schaukel Holzbrücke beim Klettergerüst Häuschen im Klettergerüst Seil-gitter Kletterwand mit Griffen 80m Rennstrecke Kletterstange Ping-Pong-Tisch Hängebrücke Rutschbahn Bemerkungen: nicht alle Kinder haben alle Punkte verteilt, da sie alle anderen Orte als positiv bewerten wollten Auswertung - Die Kinder haben vor allem das Klettergerüst mit seinen Möglichkeiten als sehr wichtig empfunden. - Auch natürlich belassene Plätze, wie der grosse Stein oder die Steinbänke mit Gebüsch finden die Kinder als Spielorte wichtig. Da kann man so gut hochklettern und mit den anderen Kindern Fangen spielen, oder Mehrjungfrau und Pirat. Manchmal spielen sie auch Familie. Die Kinder machen sich auch Gedanken, dass sie dort herunterfallen könnten und sich dabei verletzen. - Plätze mit Rückzugsmöglichkeiten, wie das Häuschen oder auch die Steinbänke mit Gebüsch finden die Kinder gut. - Auch die verschiedenen Brücken haben es den Kindern angetan, da kann man angeblich so cool wackeln und darüber rennen. - Je nach Wetter sind auch die Spielorte und Spielideen der Kinder verschieden, im Sommer spielen sie sehr gerne im Sand, im Winter lieben sie es mit den Schneeschaufeln herumzulaufen und Haufen für Iglus zu bauen. - Es spielt eine grosse Rolle, was wir ihnen für Materialien und Spielgräte bereitstellen. 3.3 Wo fühlst du dich in Flawil wohl? Wo nicht? Was müsste geändert werden, damit ich mich wohl und sicher fühle? 3

4 3.3.1 Antworten Hauptteil Nummer 1: Knaben Mädchen Kletterbaum liegend - 3 Kletterbaum 10 6 Sandkasten 9 10 Steinplatten auf dem 11 3 Kiga-areal Grosser Stein Schwarzer Platz 10 5 Naturareal mit Bäumen und Steinen Steintreppe Schwungseil - 2 Steinbänke mit 2 5 Gebüsch Fussballwiese 8 - Heckenecke mit 7 3 Versteckmöglichkeiten Schaukel 8 6 Holzbrücke beim Klettergerüst Häuschen im Klettergerüst Seil-gitter Kletterwand mit - - Griffen 80m Rennstrecke 14 6 Kletterstange - - Ping-Pong-Tisch - - Hängebrücke 4 1 Rutschbahn Auswertung Gewisse Spielorte wurden von den Kindern nicht oder kaum benutz, dies könnte aber folgende Gründe haben: Rutschbahn = war nass, da es Morgentau hatte Kletterwand mit Griffen = Die Griffe sind ziemlich weit auseinander, da die Wand auf dem Schulareal und daher eher für grössere Kinder gerechnet ist Kletterstange = die Kletterstange fühlte sich dem Wetter entsprechend eher kalt an Ping-Pong-Tisch = Es hatte keine Schläger und Bälle zur Verfügung 4

5 Auch hier zeigte sich das Interesse der Kinder vor allem am Klettergerüst und den verschiedenen Spielmöglichkeiten. Die naturbelassenen Spielmöglichkeiten wie der Stein, Kletterbäume oder auch einfach eine Treppe faszinierten die Kinder sehr. 4. Persönliche Einschätzungen und Kommentare Es war ein sehr spannendes Projekt, die Kinder und auch Kindergärtnerinnen hatten grosse Freude daran, Neues zu entdecken und Unbekanntes zu erfahren. Wir Kindergärtnerinnen haben neue Erkenntnisse über die Beliebtheit von Spielorten und Spielideen der Kinder erhalten. Im Folgenden noch ein paar Fotos, damit sie sich vorstellen können, wo die Kinder gespielt haben: 5

6 6

7 7

8 Auswertung der Kinder: (Hauptteil 2) Einige Collagen der Kinder: 8

9 Baumhaus mit Lift, Riesenrutschbahn und Trampolin zum herunterspringen. Grosser Fussballplatz dazu ein Skaterpark mit Looping. 9

10 Fluss durch den Spielplatz, dazu ein Platz für ein Pony. Grosser Sandkasten mit Wasserbahn, Riesenrutsche und Schlittelstrecke. 10

11 5. Anhang: Unicef-Label auf der Stufe: Kindergarten Ablauf: Gefühle und Stimmung der Kinder aufnehmen vor Projektbeginn: Zu Beginn werden wir die Stimmung der Kinder anhand von Gefühlsbildern bestimmen (dies wird schon 1 Woche vor Projektbeginn mit den Kindern besprochen und ausprobiert, mit einem Teil der Kinder) Einstieg: (Dienstag Nachmittag 10. November 2015) Die Kinder werden auch mit den verschiedenen Farben vertraut gemacht: Welche Farbe bedeutet gut/fühle ich mich wohl (Grün), welche nicht so gut/fühle ich mit nicht so wohl. (Rot) Anhand von kleinen Spielformen und Fragestellungen Die Kinder werden zu ihrer Stimmung und ihrem Wohlbefinden allgemein und in Bezug auf ihren Aussenspielraum (Schulhausareal) befragt. Mit den Gefühlsbildern. Dies geschieht in Kleingruppen von 4-5 Kindern. Wenn du dir etwas wünschen/herzaubern könntest, was wäre das. Und warum? Hauptteil: (Mittwoch Morgen 11. November 2015) 4 Lehrpersonen sind an diesem Morgen anwesend. Die Kinder werden befragt, ob sie gerne auf dem Schulhausplatz sind, warum und warum nicht. Wir gehen gemeinsam mit den Kindern auf den Schulhausplatz und schauen, wohin sich die Kinder als erstes begeben, wenn sie einfach frei wählen können. 2-3 Personen führen eine Strichliste, mit allen Spielgräten und Spielorten. Getrennt in Jungen und Mädchen. Die Kinder erhalten Biella-Chips in 2 verschiedenen Farben (selbe wie zu Beginn des Projektes) Sie können jeweils 5 jeder Farbe an ihre Wohlfühloder Lieblingsplätze und 5 an ihre bin ich nicht so gerne-plätze legen. Einzelne Plätze werden mit Symbolbildern markiert, damit die Punkte besser sichtbar sind. In 4-5 er Gruppen werden sie anschliessend kurz befragt, warum sie die Punkte dorthin gelegt haben. (Liste von Sargans ). Ebenso werden dort die Anzahl der Punkte aufgeschrieben. 11

12 Hauptteil2: (Donnerstag Nachmittag 12. November 2015) Die Kinder gestalten in 3er-Gruppen ihren eigenen Spiel- und Pausenplatz: Zeitschriften mit Bildern, Fotos, Bilderbücher... stehen ihnen zur Verfügung, sowie ihre Fantasie und Farbstifte. (Fotocollage) Die Kinder werden zu ihren Collagen befragt: Was ihnen darauf am wichtigsten ist, warum es ihnen so wichtig ist und was sie brauchen, um sich wohl zu fühlen. Auswertung: Die Antworten der Kinder auf das Wohlfühlen in ihrem Umfeld (Schulareal) werden zusammengefasst Die Punkte-Listen werden zusammengefasst Die Collagen und die Antworten der Kinder werden der Auswertung des Projektes beigelegt. Diese könnten am Erwachsenen-Workshop aufgehängt werden. Bemerkungen: Wenn das Wetter sehr schlecht ist, könnten die Daten auch noch kurzfristig verschoben werden. Da die Nutzung des Spielplatzes nicht dieselbe ist, wenn es stark regnet. An den Nachmittagen ist nur ein Teil der Kinder anwesend. 12

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