Seniorenmitwirkung jetzt dauerhaft. Ministerin Birgit Hesse

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1 S enioren Kurier Mitteilungsblatt des Landesseniorenbeirats Mecklenburg-Vorpommern e. V. 20. Jahrgang Nr. 2 / 2015 Seniorenmitwirkung jetzt dauerhaft Das Gesetz hat sich in seiner fünfjährigen Probezeit bewährt Die Landesregierung hat die Entfristung des 2010 in Kraft getretenen Seniorenmitwirkungsgesetzes beschlossen und damit den Entwurf von Sozialministerin Birgit Hesse gebilligt. Mit der angestrebten Änderung soll das Gesetz unbefristet weitergelten. In seiner fünfjährigen Probezeit hat sich das Gesetz bewährt, sagte die Ministerin, und wir wollen die ältere Generation dauerhaft an den Entscheidungsprozessen im Land beteiligen. Dabei gehe es nicht nur um den Landesseniorenbeirat, der sich entsprechend dem Seniorenmitwirkungsgesetz in die Gesetzgebung der Landesregierung und die parlamentarische Arbeit des Landtags einbringen könne. Auch die Kreisseniorenbeiräte und Beiräte in den Städten, Ämtern und Gemeinden leisten einen wichtigen Beitrag zu aktiver sozialer und politischer Teilhabe. Dieses Gesetz stärkt nicht nur formal die Mitwirkungsrechte der Senioren in Mecklenburg-Vorpommern, sondern unsere Demokratie insgesamt, betonte Birgit Hesse. Unser Land ist in besonderem Maße vom demografischen Wandel betroffen, da ist es nur konsequent, den älteren Menschen Gehör zu verschaffen. Das Gesetz solle auch eine Motivation sein, weiter mitzumischen. Aus dem Inhalt Ministerin Birgit Hesse Seite 9 Zweites Pflegestärkungsgesetz Seite 18 Das war die zwölfte Messe 50 plus Seite 20 Aus Landkreisen und Städten Das Seniorenmitwirkungsrecht stärkt die Vertretungs- und Mitwirkungsrechte von Seniorinnen und Senioren. Der Landesseniorenbeirat soll die Landesregierung, den Landtag und seine Ausschüsse in seniorenpolitischen Fragen beraten. Er darf Gesetze vorschlagen und hat ein Anhörungsrecht bei Gesetzes-, Verordnungs- und Verwaltungsvorschriften. Ergänzt wurde der Gesetzentwurf um einen Erfahrungsbericht. Dieser basiert auf einer Umfrage, an der sich knapp 30 Seniorenorganisationen und weitere Verbände aus Mecklenburg- Vorpommern beteiligt hatten. Liebe Vereinsmitglieder, verehrte Leser des Seniorenkuriers, Für über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner ist die diesjährige Rentenanpassung eine gute Nachricht. Auch sie profitieren von der guten wirtschaftlichen Lage, kommentiert Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) die Rentenerhöhung ab Juli könnte die Rentensteigerung sogar noch deutlicher ausfallen. Das lässt zumindest der aktuelle Rentenversicherungsbericht hoffen. Demnach könnten sich die Renten 2016 in Ost und West sogar um ca. 4,5 Prozent erhöhen. Die diesjährige Rentenerhöhung im Westen von 2,1 Prozent basiert auf der Grundlage einer relativen Lohnsteigerung von 2,08 Prozent. Für die östlichen Bundesländer liegt der Rentenanpassung von 2,5 Prozent eine Lohnsteigerung von 2,5 Prozent zugrunde. Obwohl die Renten 2015 deutlich steigen, bedeutet die Rentenanpassung bei einem monatlichen Altersgeld von Euro lediglich ein Plus von 21 Euro bzw. 25 Euro. Der aktuelle Rentenwert erhöht sich somit im Sommer 2015 für Westdeutschland von 28,61 Euro auf 29,21 Euro. Für Ostdeutschland steigt der Wert von 26,39 Euro auf 27,05 Euro. Damit entspricht der Rentenwert der neuen Bundesländer jetzt 92,6 Prozent des Westwertes. Die weitere Angleichung beim Rentenwert Ost an West beträgt damit nur 0,4 Prozent. Es kann sich jeder selbst ausrechnen, wann bei gleichbleibenden geringfügigen Veränderungen die volle Angleichung erfolgen und wer diese noch erleben würde. Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die erneute Forderung der Volkssolidarität nach politischem Handlungsbedarf. Bei pauschal bewerteten Zeiten solle bereits jetzt eine steuerfinanzierte Angleichung vorgenommen werden, forderte der Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff. (Siehe auch Seite 39.) Bernd Rosenheinrich Vorsitzender des Landesseniorenbeirats M-V e. V.

2 Dabei sein ist schön Jubiläumsjahr 10 Jahre individuelle Pflege, die Aktivität süße Frucht und in Lebensfreude unerwarteten Kompositionen Beerenstarker Genuss 10 Jahre Lebensfreude Tag Tag der der offenen Tür Tür Juli Juni Uhr Uhr Diesjähriger Tag der offenen Tür im Vitanas Senioren Centrum Am Schlossgarten steht ganz im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums Lernen Lernen Sie Sie uns uns kennen und und genießen Sie als unser Gast genießen Sie zahlreiche hausgemachte Leckereien. Aktivitäten rund um die Erdbeere. Vitanas Senioren Centrum Am Schlossgarten Vitanas Senioren Centrum Am Schlossgarten Adam-Scharrer-Weg 12, Schwerin, (0385) , Adam-Scharrer-Weg 12, Schwerin, (0385) Seit nunmehr 10 Jahren verbringen ältere Menschen im Vitanas Senioren Centrum Am Schlossgarten einen erfüllten Lebensabend. Hier erhalten sie eine individuelle Pflege und erfreuen sich an den zahlreichen Therapie- und Freizeitangeboten. Ausflüge, Gedächtnistraining, Sturzprophylaxe und wöchentliche Chorproben den Interessierten stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um körperlich und geistig aktiv zu sein. Im zertifizierten Wohnbereich für Bewohner mit Demenz gibt ein biographieorientierter Tagesablauf den Senioren Struktur und Sicherheit. Vertraute Gesichter schaffen eine heimische Atmosphäre. Viele Mitarbeiter sind bereits seit vielen Jahren mit Engagement im Haus tätig oder sogar von Anfang an dabei. Keinen Stillstand gibt es hingegen, wenn es um die Einrichtung des Hauses geht. Immer wieder werden Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt und neue Anschaffungen getätigt. Für das leibliche Wohl der Bewohner sorgen die Mitarbeiter in der hauseigenen Küche. Die frisch zubereiteten Mahlzeiten werden immer wieder gelobt. Und so bietet das Vitanas Senioren Centrum Am Schlossgarten eine Atmosphäre, in der sich die Senioren wohl und geborgen fühlen. Machen Sie sich beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild. Lassen Sie sich durch das Senioren Centrum führen oder halten Sie einen gemütlichen Plausch mit den Bewohnern auf der Terrasse. Vitanas Senioren Centrum Am Schlossgarten Adam-Scharrer-Weg 12, Schwerin, (0385) ,

3 Thema Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 3 Formen der Betreuung für demenziell Erkrankte in Mecklenburg-Vorpommern Gemeinsame Stunden bei Demenz: Förderung für Träger und Unterstützung für Modellstandorte der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft M-V Wenn Menschen mit Demenz einige Stunden von LAGuSanerkannten ehrenamtlichen HelferInnen begleitet werden, erstatten alle Pflegekassen aus dem Betreuungsbetrag die Kosten. In M-V sind solche niedrigschwelligen Betreuungsangebote noch rar. Um es Trägern zu vereinfachen, ein solches qualitätsgesichertes Angebot von Ehrenamtlichen aufzubauen, ist noch bis Juni 2016 die Unterstützung des landesweiten Modellprojektes der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft M-V möglich. Ehrenamtliche Helferkreise zur Demenzbegleitung gibt es in unseren Nachbarbundesländern schon nahezu flächendeckend. Das Bundesrecht nach SGB XI 45 b wird bei uns in der Betreuungsangebotelandesverordnung näher geregelt. Nach Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes am 1. Januar 2015 wird diese gerade überarbeitet, weil Land und Kassen die Träger unbefristet jeweils zur Hälfte fördern. Nach besten Erfahrungen andernorts und auch laut Bundesrecht spielen Ehrenamtliche in der Demenzbegleitung eine kaum ersetzbare Rolle. Als regulär vorgesehenes Angebot schließen sie somit die Versorgungslücke zwischen der rein familiären Betreuung oftmals weniger überlasteter Angehöriger und der Nutzung professioneller Pflegedienste. Als großes Plus bringen diese Freiwilligen Zeit im Überfluss und innere Zuwendung mit. Nach der Grundschulung wissen sie auch genau mit den speziellen Verhaltensweisen umzugehen, an denen Ungeschulte oftmals verzweifeln. Mit dieser Mischung lassen sich viele Situationen um die Menschen mit Demenz herum entschärfen und die Angehörigen werden spürbar entlastet. Dennoch gibt es in M-V noch relativ wenige solcher kassenzugelassenen Helferkreise. Immerhin bedarf der Aufbau einiger Vorüberlegungen: Gruppenbetreuung beim Träger oder Einzelbetreuung in der Wohnung des Menschen mit Demenz? Akquise geeigneter Personen, Versicherungsschutz, Anforderungen an die Fachkraft, Aufwandsentschädigungen, und nicht zuletzt ein Zeitkonzept für die unabdingbare Netzwerkarbeit vor Ort, um auch später die intensiv ausgebildeten Ehrenamtlichen passend vermitteln zu können. Erstanträge müssen immer bis Ende Februar beim LAGuS eingereicht werden. Für 2016 interessierte Träger können sich dazu jetzt mit der Projektleiterin beim Landesverband der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft in Rostock, Melina Meding, unter der Telefon-Nr. 0381/ in Verbindung setzen. Das unterstützende Modellprojekt läuft bis Juni Die Voraussetzungen an jedem der bisherigen Modellstandorte sind immer andere. Vom Erfahrungsaustausch im Modellprojekt profitieren die organisierenden Personen beim Träger, deren erstaunlich viele ausgebildete Ehrenamtliche und auch potenzielle zukünftige Träger. Der Landesverband der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft bietet darüber hinaus laufend kostenfreie Angehörigenschulungen an und vermittelt auch an Einrichtungen gern erfahrene Dozentinnen zu Validation und Umgang mit Demenz. Deutsche Alzheimer-Gesellschaft M-V Einrichtungen und Projekte zur Betreuung von Menschen mit Demenz Die steigende Anzahl demenzkranker Menschen in stationären Einrichtungen erfordert neue Betreuungs-und Therapiekonzepte. Die verschiedenen Anbieter und Träger von Einrichtungen solcher Leistungen haben eine Vielzahl von Spezial-Einrichtungen für demenzkranke Menschen hervorgebracht und bringen ihre Erfahrungen in zukünftige Projekte mit ein. Je nach Ausmaß der Erkrankung sind unterschiedliche Angebote, wie z. B. große Gemeinschaftsräume, geschützte Wanderstrecken oder die Mitarbeit in Stationsküchen beim Backen oder Kochen oder die Einbeziehung ehrenamtlicher Helfer, wichtig. In den folgenden Beispielen werden solche unterschiedlichen Erfahrungen und Projekte für demenzkranke Bewohner vorgestellt. Fortsetzung auf Seite 4

4 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Thema Erste Tagesklinik für Menschen mit Demenz in Mainz Fotos: WIBU Zentralverwaltungs GmbH Einrichtungskonzept für Betreuung und Behandlung Der moderne Neubau der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist eine Einrichtung der Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS) Mainz, eine Tochtergesellschaft des PARITÄTISCHEN, Landesverband Rheinland- Pfalz/Saarland e.v., und der Stiftung PARITÄT und wurde am 10. Oktober 2014 eröffnet. Daran angeschlossen ist die Tagesklinik Schwerpunkt dementielle Erkrankungen. Ein spezifisches tagesklinisches Behandlungsangebot für demenziell erkrankte Menschen soll dort erprobt werden. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf zu stabilisieren, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und einen adäquaten Umgang mit der Erkrankung und den begleitenden Verhaltensauffälligkeiten zu ermöglichen. Je nach Schwere der Erkrankung kommen psychosoziale Interventionen, wie kognitive Verfahren, Ergotherapie und künstlerische Therapien, körperliche Aktivierung, sensorische Verfahren sowie pharmakologische Behandlungen, zur Anwendung. Die Einrichtung unterstützt das Behandlungskonzept Gemeinschaftlich mit einem Objekteinrichter und einem Architekturbüro wurde die komplette Innenarchitektur und Konzeption für diese innovative Tagesbetreuung von bis zu 15 Patienten realisiert. Dabei ging es in erster Linie darum, das Behandlungskonzept durch die Einrichtungsgestaltung zu unterstützen. Es wurden die Aufenthaltsräume, Ruheräume, Personalräume, der Multifunktionsraum, die Küchen und das Untersuchungszimmer komplett ausgestattet. Im Mittelpunkt der Planungen stand der Behandlungsauftrag für den dementen Patienten. So wurden besondere Konzepte für den Therapieraum, für die kognitiven Verfahren und die Ergotherapie erarbeitet und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Hochwertig, praktikabel und sicher In den Aufenthaltsräumen und in der offenen Wohnküche wurden alle Schränke mit einen Sicherheitssystem ausgestattet und sind somit komplett abschließbar. Sämtliche Gegenstände, die für die Therapie eingesetzt werden, können in den Einbauschränken sicher verstaut werden. Die offene helle Küche wurde mit Holzelementen, die in farblicher Abstimmung zum Boden und den Stühlen gewählt wurden, wohnlich abgerundet. Es ist mehr als eine ambulante Versorgung! Wir wollen Erkenntnisse gewinnen, die im Alltag von den Angehörigen und Betroffenen genutzt werden können. Die Einrichtung des Objektes musste sich an dem Behandlungsauftrag orientieren, erklärt Kerstin Diefenbach, Prokuristin beim Träger Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS). Diese erste Tagesklinik bietet den Patienten ein ruhiges und auf ihre Krankheit abgestimmtes tägliches Umfeld und hilft dem Personal durch die entsprechende Objekteinrichtung, den innovativen Behandlungsauftrag auszuführen. Besonderheiten des Projekts Auf das innovative Behandlungskonzept abgestimmte Einrichtung Offene Wohnküche mit abschließbaren Schränken Aus dem Newsletter WIBU Objekteinrichtung 1/2015

5 Thema Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 5 Pflegeoase Zwickau Das anerkannte Konzept Die am ASB Seniorenpflegeheim Willy Stabenau in Zwickau angegliederte Pflegeoase wurde am 1. Juni 2014 nach einjähriger Bauzeit eröffnet. Der Verband hat die erste Pflegeoase nach dem vom Kuratorium Deutscher Altershilfe (KDA) anerkannten Konzept realisiert und weiterentwickelt. In dieser Einrichtung werden zehn schwerstpflegebedürftige Menschen mit vollständiger Immobilität und schwerer Demenz betreut. Ständiger Sichtkontakt möglich In dem ovalen Baukörper befinden sich Einzelzimmer zwischen 16 und 21 m 2, die bei geöffneten Türen einen direkten Sichtkontakt des Bewohners mit dem offenen Wohn- und Küchenbereich und den dort immer anwesenden Mitarbeitern ermöglichen. Selbst, wenn die Menschen im Bett liegen möchten oder aufgrund ihres Allgemeinzustandes liegen müssen, fühlen sie sich durch den ständigen Sichtkontakt mit den Mitarbeitern nie ausgeschlossen und die Angehörigen werden aktiv in die Gemeinschaft integriert, beschreibt der stellvertretende Geschäftsführer und Heimleiter Matthias Sachse das innovative Pflegekonzept. Innenarchitektur für sensible, verletzbare Menschen Auch bei der Gestaltung der Innenarchitektur ging es um eine sanfte, wohnliche Atmosphäre, die alle Sinne positiv anregen kann. Dazu zählt das besondere Lichtkonzept, aber auch der freistehende Kamin im Zentrum des Wohnbereichs. Um die Offenheit einer Pflegeoase und gleichzeitige Privatheit zu ermöglichen, wurden wohnlich anmutende 2-flügelige Kassetten-Türen eingebaut, die eine vollständige Öffnung der Zimmer zulassen. Das räumliche Milieu wird durch Farben, Licht, Aromen und Akustik zur Anregung der Wahrnehmung ergänzt. Besonderer Chalet-Stil trotz klarem Kostenrahmen In der Gesamtgestaltung orientiert sich die Ausstattung am Chalet-Stil, also der Verwendung von Naturmaterialien. Die High-End -Planung und -Umsetzung der Inneneinrichtung erfolgte in enger Abstimmung zwischen der Heimleitung und dem Projektleiter und Innenarchitekten des Objekteinrichters. Trotz der aufwendigen Materialien und Gestaltungen, die hier zum Einsatz kamen, konnte der Kostenrahmen komplett eingehalten werden. Für das Modell Pflegeoase als besondere Wohnform für Menschen mit Demenz, die sich nicht mehr selbstständig bewegen können, hat das KDA ein Konzept entwickelt, das von kleineren Einzelzimmern ausgeht und dadurch die Privatheit der Betroffenen und ihrer Angehörigen schützt. Der ASB Zwickau hat dies aufgegriffen und unter der fachlichen Begleitung des KDA und des Projekteinrichters und Innenarchitekten mit der Öffnung zur Wohngruppe weiterentwickelt. Besonderheiten des Projekts Offener Wohn- und Küchenbereich bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre Gesamtgestaltung im Chalet-Stil Aus dem Newsletter WIBU Objekteinrichtung 1/2015 Fortsetzung auf Seite 6

6 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Thema Ambulante Wohngemeinschaften für Demenzkranke Ginger & Fred in Rostock Foto: Jeannette Hujer Kindergartenkinder zu Besuch bei Ginger und Fred Der Förderverein Gemeindepsychiatrie Rostock e.v. hat mit konzeptioneller Unterstützung der GGP zwei Wohngemeinschaften für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen geschaffen. Hier leben jeweils elf Menschen in einer familiären Atmosphäre und werden rund um die Uhr versorgt. Die WG ist eine Alternative zum Pflegeheim, in der die Bewohner auch in den späteren, schweren Stadien der Demenzerkrankung bis zu ihrem Tod geborgen in einer familiären Gemeinschaft leben wollen. Mietvertrag und Pflegevertrag werden unabhängig voneinander geschlossen. Zudem wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen. Sämtliche Pflege- und Betreuungsleistungen werden durch den Ambulanten Pflegedienst der GGP organisiert. Wie in den Großfamilien zur Zeit von Ginger und Fred (Figuren eines italienischen Spielfilms) leben die Bewohner zusammen einen ganz normalen Tagesablauf. Damit diese Gemeinschaftsleistung gelingt, unterstützt ein weitgehend konstantes Team des Pflege- und Betreuungsdienstes rund um die Uhr. Der tägliche Ablauf richtet sich nach den Gewohnheiten und Bedürfnissen der Bewohner. Jeder Bewohner steht auf, wann er möchte und kann mit den anderen Bewohner bis fast zum Mittag frühstücken. Neben der Selbstversorgung, kleinen Einkäufen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten werden am Vormittag Therapien angeboten. Da geben sich Nervenärztin, Ergotherapeutin und die Übungsleiterin vom Rehasport die Klinke in die Hand. Gekocht wird dann am späten Vormittag. Der Nachmittag ist geprägt von Besuchen der Angehörigen, Spielangeboten und Spaziergängen. Nach dem Abendessen klingt der Tag individuell aus. Geburtstage und besondere Feiertage werden gemeinsam begangen. Hinter all diesen Angeboten steht ein qualitätsgesichertes mäeutisches Pflege- und Betreuungsangebot, dass den an den Demenz und anderen Leiden Erkrankten ein größtmögliches Wohlbefinden ermöglichen soll. Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbh (GGP) Angebot im Mehrgenerationenhaus Torgelow Viele an Demenz erkrankte Menschen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Oftmals müssen diese rund um die Uhr für das erkrankte Familienmitglied da sein. Eine mögliche stundenweise Entlastung bieten die so genannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote gemäß 45 c SGB XI. Die Betreuung wird von geschulten Ehrenamtlichen unter pflegefachlicher Anleitung übernommen. Den Aufbau der Angebote für Einzelne oder Gruppen in Mehrgenerationenhäusern übernimmt federführend der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft. Die Volkssolidarität Uecker- Randow e.v. wurde mit ihrem Mehrgenerationenhaus in Torgelow als Träger in diesem Modellprojekt ausgewählt. Vorläufer des Projekts sind die Mehrgenerationenhäuser Dummerstorf und Kirchdorf auf Poel. Mit unserem Projekt werden den Angehörigen kleine Auszeiten geschaffen. Der Einsatz der Ehrenamtlichen erfolgt in der eigenen Häuslichkeit. So fällt z. B. der Fahrdienst weg und es können auch immobile Menschen betreut werden. Wie sie die Zeit miteinander gestalten, ob sie zusammen spazieren gehen, basteln oder singen, wird individuell mit den Familienmitgliedern festgelegt. Für die Angehörigen ist somit ein Einkaufsbummel, ein Friseurbesuch, vor allem ein kurzes Aufatmen von der Pflegesituation vielleicht wieder möglich. Die Ehrenamtlichen durchlaufen ein festes kostenfreies Schulungsprogramm und werden mit der Lebenssituation und der Gefühlswelt der Betroffenen vertraut gemacht. Nach Abschluss der Schulung erhalten sie ein durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales anerkanntes Zertifikat. Niemand muss allein den Herausforderungen gegenüberstehen. Unser Netzwerk aus Fachleuten im Landkreis Vorpommern-Greifswald sorgt dauerhaft für die fachgerechte Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Als Demenzbetreuerin oder -betreuer werden sie zur festen Bezugsperson von Menschen. Dies ist ein sehr anspruchs-

7 Thema Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 7 Projektleiterin Sandra Winter im Gespräch mit Frau Obst, einer pflegenden Angehörigen Auftaktveranstaltung im Mehrgenerationenhaus Torgelow Fotos: Gerhard Konstantin volles, aber sehr beglückendes Ehrenamt. Sie erfahren viel Dankbarkeit und Freude von den älteren Menschen. Kontakt: Mehrgenerationenhaus Torgelow, Blumenthaler Str. 18, Tel.: , oder Geschäftsstelle der Volkssolidarität Uecker-Randow e.v., Albert-Einstein-Straße 4; Projektleiterin: Sandra Winter, Tel.: Gefördert wird dieses Modellprojekt vom Ministerium für Soziales und Gesundheit, vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern und von allen Pflegekassen. Zu Besuch in einem barrierefreien Dorf: Das EU-Projekt De Hogeweyk in den Niederlanden 1993 wurde in einem bereits bestehenden Wohnheim in den Niederlanden über eine Veränderung der Wohnform für Demenzkranke nachgedacht fiel der Entschluss, das Heim zu einem Dorf inmitten der Stadt mit Wohngruppen in kleinen Häusern mit Dorfcharakter umzugestalten. Ziel war es, den in fortgeschrittenem Stadium an Demenz erkrankten Bewohnern ein weitgehend normales Leben in einem eigens für sie errichteten Dorf zu ermöglichen. Es hat eine Fläche von Quadratmetern, davon sind m² reine Freifläche. De Hogeweyk, 20 Kilometer von Amsterdam entfernt, ist heute ein barrierefreies Dorf für 152 Bewohner, die in Reihenhäusern wohnen. Aber ihr Zuhause endet nicht an der Wohnungstür. Bewegungsfreiheit für die Bewohner wird hier groß geschrieben. Zwischen Straßen, Gärten und einem Dorfplatz finden Alzheimer-Patienten Supermärkte, ein Theater, Cafés, einen Friseur, Schönheitssalons und eine Boules-Bahn (Boule ist ein Freizeit-Kugelspiel), die inmitten der Wohneinheiten integriert sind. Ein Hausarzt und eine Praxisfür Physiotherapie sind ebenfalls vorhanden. Das Dorf bietet 23 in sich abgeschlossene Wohnungen mit jeweils 320 m² Wohnfläche für sechs bis sieben Bewohner. Alle Wohnungen verfügen über einen separaten Eingang mit Türklingel und Briefkasten. Außerdem gibt es in jeder Wohnung einen Zugang vom öffentlichen Bereich, ein Wohnzimmer, eine Küche mit Essbereich, Einzelzimmer mit Waschbecken für jeden Bewohner, zwei große Badezimmer, ein separates WC sowie zwei Hauswirtschaftsund Lagerräume. Für Demenzkranke ist es sehr wichtig, ein wieder erkennbares Leben zu führen. Deshalb leben die Bewohner in einem gewöhnlichen Haus, zusammen mit Menschen mit dem gleichen Lebensstil und in einer ganz normalen Umgebung, die zum jeweiligen Bewohner passt. Die Lebensstile wurden von einem Meinungsforschungsinstitut analysiert. De Hogeweyk bietet deshalb den städtischen gehobenen, handwerklichen, häuslichen, kulturellen und christlichen Lebensstil an. Selbst ein indonesischer Lebensstil wurde entwickelt, da viele Niederländer in der ehemaligen Kolonie Indonesien gelebt hatten. Lebensstile beinhalten Werte, Lebenshaltung und Gewohnheiten. Der Lebensstil ergibt sich aus Vorlieben und Verhalten in den Lebensbereichen Arbeit, Familie, Wohnen, Konsum und Freizeit. Der jeweilige Lebensstil bestimmt Ausstattung und Mobiliar in den Wohngruppen, außerdem welche Musik gehört und was gekocht wird. Für Demenzkranke sind Lebensqualität, die Möglichkeit auszugehen und andere Menschen zu treffen sowie eine auf normales Wohnen und Gesundheit ausgerichtete Pflege sehr wichtig. Die Betreuung in jeder Wohngruppe erfolgt durch ausgebildete Pflegekräfte im Bezugspflegeteam. Fortsetzung auf Seite 8

8 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Thema Der Supermarkt ist immer gut besucht. Das Konzept Das Leben im Dorf soll so normal wie möglich ablaufen. Die Bewohner gehen einkaufen oder zum Friseur. Sie treffen sich in der Kneipe oder im Park und besuchen Theater oder Restaurants. Daneben gibt es viele weitere Angebote, wie z. B. Musizier- und Spielnachmittage, Mal- und Zeichenstunden oder den Besuch von Kunstausstelllungen. Da Demenzkranke im Regelfall nicht in der Lage sind, sich selbstständig in die Gesellschaft zu integrieren, soll die Gesellschaft in De Hogeweyk integriert werden. Es ist eine Form der externen Inklusion. Menschen kommen herein, nicht Kranke gehen hinaus. Die Bewohner leben nicht abgeschottet im Dorf, sondern haben direkten Kontakt zu den Menschen in ihrem Umfeld. Das geschieht durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer und durch Veranstaltungen, die für Bewohner aus der Umgegend zugänglich sind: Konzerte, Tage der offenen Tür und Ausstellungen. Auch die bauliche Umgebung trägt zum Bild einer ganz normalen Wohnsiedlung bei und erinnert nicht an ein Pflegeheim. Blick in den Innenhof einer Häusergruppe Pflege und Betreuung Die Pflegeausbildung in den Niederlanden ist anders organisiert als in Deutschland. Es gibt fünf unterschiedliche Niveaustufen von 1 bis 5 und keine fachspezifischen Ausbildungen wie in Deutschland im Hinblick auf Alten-, Kranken- und Heilerziehungspflege. Für die Betreuung der 152 Bewohner stehen 180 Vollzeitstellen mit 220 Mitarbeitern zu Verfügung. Der Pool der Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen: Ausgebildete Bezugskräfte je Wohngruppe für das normale Leben in der Wohnung und für die Betreuung im Dorf sowie außerhalb. Unterstützung erhalten die Pflegekräfte durch geschulte Ehrenamtliche. Krankenpflege erfolgt ambulant durch eigene ausgebildete Pflegekräfte. Alle weiteren pflegerischen oder medizinischen Dienstleistungen erfolgen im Heim bei Bedarf durch Fachkräfte. Im professionellen Betreuungs- und Pflegebereich wird nur ausgebildetes Personal eingesetzt. 130 geschulte Ehrenamtliche unterstützen die Pflegekräfte. Uns wurde mitgeteilt, dass die Bewohner weniger Medikamente benötigen, seltener bettlägerig sind und Verhaltensauffälligkeiten seltener auftreten, weil die besonderen Bedingungen im Dorf und die entsprechende vertraute Umgebung sehr unterstützend wirken. Insgesamt soll die Pflege den Bewohnern größtmögliche Freiheit ermöglichen. Es gibt über 40 Möglichkeiten, sich in so genannten Klubs zu betätigen. Wahrend unseres Rundgangs erlebten wir, dass Bewohner von Ehrenamtlichen in das Musikzimmer zum selbstständigen Musizieren gebracht wurden. Ab Uhr beginnt die vorwiegend akustische Beobachtung, und es werden technische Hilfen (z. B. Monitore und Sensormatten) eingesetzt. Vier Personen sind jedoch anwesend, um für die 152 Bewohnerinnen und Bewohner zu sorgen. Kennzeichen einer Institution sind nicht sichtbar, die gesamte Organisation findet hinter den Kulissen statt. Kosten und Finanzierung Der Pflegesatz pro Tag beträgt 180 Euro, pro Monat also bei über Euro. Die Pflege von Demenzkranken wird in den Niederlanden als nicht versicherbare Pflege eingestuft und über das allgemeine Gesetz Außergewöhnliche Krankheitskosten (AWBZ) finanziert. Das ist eine in den Niederlanden vorgeschriebene kollektive Krankenversicherung für nicht individuell versicherbare Krankheitsrisiken. Der Platz in De Hogeweyk wird voll von der Sozialversicherung übernommen, die Bewohner müssen nur die Zusatzleistungen wie z. B. Clubmitgliedschaften bezahlen. De Hogeweyk ist eine vollstationäre Pflegeeinrichtung, die ihren Bewohnern ein beschütztes Leben in Erinnerung an eine ihnen bekannte und vertraute Umgebung bietet. Es wird dabei sehr genau auf Menschenwürde, auf das Recht auf Selbstbestimmung und die Teilhabe am Leben der Bewohner geachtet. Ich halte das Konzept, gerade im Hinblick auf die gebotene Lebensqualität der Bewohner, für sehr nachahmenswert und wünsche mir, dass diese Betrachtungsweise auch bei uns in die Erarbeitung der neuen Bedarfsgrade in der Pflege für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Eingang finde. Brigitte Paetow

9 Thema Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 9 Einführung noch in dieser Wahlperiode Zweites Pflegestärkungsgesetz: Fünf Pflegegrade ersetzen die bisherigen drei Stufen Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz soll noch in dieser Wahlperiode der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt werden. Das teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und mit kognitiven und psychischen Einschränkungen (insbesondere Demenzkranke) andererseits soll dadurch wegfallen. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt. Zur Finanzierung der Leistungsverbesserungen werden mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz die Beiträge zur Pflegeversicherung um weitere 0,2 Prozentpunkte angehoben. Bereits das erste Pflegestärkungsgesetz, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, sieht Leistungsverbesserungen vor, die auch schon umsetzen, was mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff gewollt ist: eine bessere Berücksichtigung der individuellen Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen und einen Abbau von Unterschieden im Umgang mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Statt drei Pflegestufen soll es künftig fünf Pflegegrade geben, die der individuellen Pflegebedürftigkeit besser gerecht werden. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit soll nicht mehr zwischen körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen unterschieden werden. Ausschlaggebend dafür, ob jemand pflegebedürftig ist, wird der Grad der Selbstständigkeit sein: Was kann jemand noch allein und wo benötigt er oder sie Unterstützung? Davon profitieren alle Pflegebedürftigen Demenzkranke und Menschen mit körperlichen Einschränkungen gleichermaßen. Ausgehend von der Selbstständigkeit einer Person Leben das ist wie Geröll an der Meereskante. Man wird hin und her geworfen und glatt gerieben, bis man in das allgemeine Schema passt. Berndt Seite, Ministerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern von 1992 bis 1998 wird das Stadium der Einschränkung in fünf Grade eingestuft, von geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1) bis zur schwersten Beeinträchtigung, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergeht (Pflegegrad 5). Um den Grad der Selbstständigkeit einer Person zu messen, werden Aktivitäten in sechs pflegerelevanten Bereichen untersucht. Das Verfahren berücksichtigt erstmals auch den besonderen Hilfe- und Betreuungsbedarf von Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen. Bei dem neuen Begutachtungsverfahren wird nicht wie bei der bisher geltenden Methode die Zeit gemessen, die zur Pflege der jeweiligen Person durch einen Familienangehörigen oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson benötigt wird, sondern es werden Punkte vergeben, die abbilden, wie weit die Selbstständigkeit einer Person eingeschränkt ist. Anhand der Ergebnisse der Prüfung werden die Pflegebedürftigen in einen der fünf Pflegegrade eingeordnet. Vor der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs muss sicherstellt werden, dass sich das neue Begutachtungssystem in der Praxis bewährt und die Verbesserungen auch wirklich bei den Pflegebedürftigen ankommen. Das wird seit 2014 erprobt. Die Ergebnisse dienen als Basis für das zweite Pflegestärkungsgesetz und fließen in die Gesetzesarbeit ein. Die Erprobung wurde im Rahmen von zwei Modellprojekten durchgeführt, die durch den Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) koordiniert wurden. Mit der Praktikabilitätsstudie zur Einführung des neuen Begutachtungsassessments (NBA) zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI sollten mögliche Probleme bei der Begutachtung frühzeitig aufgedeckt werden, damit gegebenenfalls notwendige Änderungen und Anpassungen bereits vor der Einführung des neuen Begriffs vorgenommen werden können. Diese Studie wurde vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes in Essen unter Beteiligung der Hochschule für Gesundheit in Bochum durchgeführt. Die Stichprobe im Projekt umfasste etwa pflegebedürftige Menschen in ganz Deutschland, bei denen eine Begutachtung nach dem neuen und dem derzeit gültigen Verfahren durchgeführt wurde. Parallel fand die Evaluation des NBA Erfassung von Versorgungsaufwendungen in stationären Einrichtungen statt. Mit ihr sollte eine solide und aktuelle empirische Grundlage geschaffen werden, um Hinweise für künftige Leistungshöhen je Pflegegrad in Abhängigkeit vom Pflegeaufwand zu ermitteln. Bei der von der Universität Bremen unter Beteiligung der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg durchgeführten Studie wurde in Zusammenarbeit mit den Medizinischen Diensten der Krankenkassen bundesweit in rund 40 Pflegeheimen bei knapp Personen erfasst, welche Leistungen sie heute bekommen. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll noch in dieser Wahlperiode eingeführt werden.

10 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Aktivitäten des Landesseniorenbeirats Überschuldung im Alter nimmt zu Statistiken belegen einen alarmierenden Anstieg auch in Mecklenburg-Vorpommern Das wachsende Problem der Altersarmut wird mittlerweile von der Politik erkannt und in der Öffentlichkeit verstärkt diskutiert. Weniger bekannt ist, dass immer mehr ältere Menschen auch von Überschuldung betroffen sind. Dieser Trend ist in der Landesstatistik der als geeignet anerkannten Schuldner- und Verbraucherinsolvenz- Beratungsstellen in Mecklenburg- Vorpommern bereits erkennbar: Der Anteil der Ratsuchenden der Altersgruppe 46 bis Rentenalter stieg von 23,2 im Jahr 2003 auf mittlerweile 31,9 Prozent im vergangenen Jahr an. Eine Entwicklung, die auch von anderer Seite bestätigt wird. Das Schuldenbarometer 2014 der Bürgel Wirtschaftsauskunftei stellte fest, dass 9,3 Prozent aller Privatpleiten 2014 die Gruppe der über Sechzigjährigen betrafen. Damit registrierte man für die Altersgruppe 61 und älter zum zweiten Mal in Folge eine Zunahme betrug das Plus 8,4, im vergangenen Jahr sogar 13,9 Prozent. Auch die SCHUFA-Holding AG wies darauf hin, dass der Anteil der Personen mit Kredit bei den 60- bis 64-Jährigen sich von 10,9 im Jahr 2002 auf 15,7 Prozent im Jahr 2012 erhöhte. Bei den 74-Jährigen verdoppelte sich der Anteil im gleichen Zeitraum auf 3,2 Prozent. Noch ist die Altersgruppe der über 60-Jährigen in den anerkannten Schuldnerberatungsstellen in M-V allerdings unterrepräsentiert. Das liegt aber weniger am fehlenden Bedarf als an der höheren Hemmschwelle, die Ratsuchende dieser Altersgruppe zu überwinden haben. Gerade die ältere Generation scheut aus Scham die Inanspruchnahme professioneller Hilfe. Ein Phänomen, das u. a. im Zusammenhang mit den so genannten Enkeltrickbetrugsmaschen beobachtet werden kann. In eine Schuldenspirale geraten zu sein, wird von den Betroffenen als möglicher Beleg für die eingetretene Siegfried Jürgensen Unselbstständigkeit im Alter ebenso verschwiegen wie der Umstand, betrogen worden zu sein. Sie befürchten, dass ihnen am Ende von den eigenen Kindern die Geschäftsfähigkeit abgesprochen werden könnte. In eine Schuldenfalle zu geraten, kann zudem Depressionen auslösen oder diese verstärken und führt nicht selten auch zu Suizidgedanken. Den als geeignet anerkannten Schuldnerberatungsstellen im Land kommt mit Blick auf die demografische Entwicklung und einer zusehends wachsenden Altersarmut eine zweifache Bedeutung zu. Sie müssen nicht nur dem gestiegenen Bedarf älterer Ratsuchender begegnen und entsprechende Zugänge schaffen. Sie leisten darüber hinaus auch einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dem Problem der Altersarmut und Überschuldung im Alter bereits vor seiner Entstehung zu begegnen. Denn gebrochene Erwerbsbiografien mit langen Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitslosigkeit und Krankheit haben sinkende Rentenbezüge im Alter zur Folge, und insbesondere sich über die Jahre verfestigende Überschuldungssituationen sind dafür in nicht unerheblichem Maße mitverantwortlich. Sie führen zudem dazu, dass von Überschuldung Betroffene häufiger und schwerer erkranken und deren Haushalte selbst von konjunkturellen Erholungen nicht profitieren können. Armut im Alter wird dadurch begünstigt. Die nachhaltige Bearbeitung und Überwindung von Überschuldungslagen baut dagegen nicht nur eines der wichtigsten Vermittlungshemmnisse auf dem Arbeitsmarkt ab und führt zu einer signifikanten Verbesserung der Gesundheitssituation der Betroffenen. Sie fördert ebenfalls die Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen Leben und an wirtschaftlichen Erfolgen und entlastet gleichzeitig die Sozialkassen. Und nur ein auf Dauer stabilisierter Haushalt ist darüber hinaus in der Lage; private Altersvorsorge zu betreiben. Eine weitere Feststellung ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung: Der durch die demografische Entwicklung in M-V zu beobachtende Bevölkerungsrückgang der vergangenen Jahre hat in Bezug auf das Armutsrisiko der Bevölkerung zu keinem analogen Rückgang geführt. Im Gegenteil. Während die Einwohnerzahl sank, stieg der Anteil an privaten Haushalten insgesamt und der der Ein-Personen-Haushalte im Besonderen erheblich an. Ein Umstand, dem bislang zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Denn Ein-Personen-Haushalte tragen ein dreifach höheres Armutsrisiko gegenüber Mehrpersonenhaushalten. Dementsprechend überproportional ist die Gruppe der alleinstehenden und alleinerziehenden Klientinnen und Klienten in den Schuldnerberatungsstellen auch vertreten. Siegfried Jürgensen, Dipl.-Sozialpädagoge Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung M/V e.v. und Leiter der Schuldnerberatungsstelle Lichtblick in Schwerin unter der Trägerschaft des Diakoniewerks Neues Ufer ggmbh

11 Aktivitäten des Landesseniorenbeirats Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 11 Finanzierung muss gesichert bleiben 25. Kooperationstreffen beschäftigte sich mit dem Stand der Schuldnerberatung in M-V Im März hatte der Landesseniorenbeirat zum 25. Kooperationstreffen ins Medienhaus Nord die Vertreter der Seniorenorganisationen der Parteien und Gewerkschaften, der Senioren- und Sozialverbände, der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und der Kirchen eingeladen. Erstmalig nahmen auch Senioren einer Schwulen- und Lesbenorganisation teil. Im Mittelpunkt des Treffens stand auf übereinstimmendem Wunsch der Teilnehmer das Thema Stand und Entwicklung der Schuldnerberatung in M-V Welchen Einfluss hat die steigende Altersarmut auf den Anteil Älterer an der Anzahl der Schuldner im Bundesland?. Als Referent konnte Siegfried Jürgensen, Vorstandsmitglied der LAG Schuldnerberatung M-V, begrüßt werden. Die Entwicklung der Schuldnerberatung in M-V wird auf dem Beitrag links (Seite 10) dargestellt. Unverständlich für alle Teilnehmer ist der Abbau der Schuldnerberatung durch die nicht ausreichende Finanzierung durch das Land Mecklenburg- Vorpommern. Unbestritten ist die wachsende Altersarmut in unserem Bundesland. Jahrelange überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit der im Land Gebliebenen und eine Politik des Standortvorteils Niedrigstlohn bescheren jetzigen und künftigen Rentnern Niedrigstrenten also die Grundsicherung und damit ein hohes Armutsrisiko. Nachdem den Bedürftigsten schon das Pflegewohngeld gestrichen wurde, wird nun auch bei der Schuldnerberatung gespart. Eine erforderliche langfristige Beratung und Betreuung Betroffener muss nun durch eine weniger zeitaufwändige Einleitung der Privatinsolvenz ersetzt werden. Die Kapazitäten anerkannter Schuldnerberatungsstellen in M-V wurden in den vergangenen 14 Jahren bereits um über 20 Prozent abgebaut. Während einem Landesbediensteten für einen Bildschirmplatz eine Sachkostenpauschale von Euro zugestanden wird, liegt die Pauschale für eine Beratungsfachkraft der Schuldnerberatung bei nicht einmal der Hälfte dieses Betrages und wurde seit 1999 nicht mehr angepasst. Ähnliches gilt für die Personalkosten. Wie auch im öffentlichen Dienst sind auch hier mehrere Tariferhöhungen zu berücksichtigen und abzusichern. Der über die Jahre angestiegene Eigenanteil an der Finanzierung von Schuldnerberatungsstellen kann von vielen Trägern der Einrichtungen mittlerweile nicht mehr aufgebracht werden. Diese sind auch nicht für die steigenden Schuldnerzahlen verantwortlich. Nicht nachvollziehbar ist, dass ein Vorschlag der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V. M-V und der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in M-V e.v. aus dem Jahr 2014 für eine auskömmliche Finanzierung der Schuldner und Insolvenzberatung in M-V und zur Sicherung der bisherigen Beratungskapazität von 64 Vollzeit-Beratungsfachkräften nicht zur Kenntnis genommen wird. Die erforderlichen Mehrkosten könnten z. B. durch eine Änderung des Sparkassengesetzes für M-V zum überwiegenden Teil finanziert werden, ohne den Landeshaushalt zusätzlich zu belasten. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz beispielsweise ist eine Mitfinanzierung von Schuldnerberatungsstellen seit längerem geregelt, in Schleswig-Holstein und Niedersachen gibt es freiwillige Vereinbarungen, die einer Änderung der jeweiligen Sparkassengesetze zuvorkamen. Eine Mitfinanzierung der Schuldner- und Insolvenzberatung entspräche auch in Mecklenburg-Vorpommern dem öffentlichen Auftrag der Sparkassen, wie er bereits im Paragraf 2 des Sparkassengesetzes des Landes formuliert wurde: Sie unterstützen die Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich. Bernd Rosenheinrich Vorsitzender des Landesseniorenbeirats M-V e. V. LSB-Vorstand tagt in Röbel Im Mai führte der Vorstand des Landesseniorenbeirats seine Arbeitsberatung in Röbel an der Müritz durch. Zu Beginn informierten sich die Vorstandsmitglieder über die Arbeit des Seniorenbeirats der Stadt Röbel. Einen kurzen Überblick über das gesamte Aufgabenspecktrum gab die engagierte Vorsitzende Gundula Schwarz, assistiert vom Beiratsmitglied Elli Schmidt und Vorstandsmitglied Sascha Jochens. 13 Mitglieder aus Vereinen und Verbänden bilden den Seniorenbeirat, der seit 2010 besteht. Der Vorstand tagt alle zwei Monate. Der Bürgermeister der Stadt ist ständiger Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme. In der Stadtvertretung hat der Beirat Rederecht. Die Arbeit des Beirats unterstützt die Stadt mit 300 Euro. In Röbel sind über 50 % der Einwohner Senioren. Regelmäßige Vorträge wer- Fortsetzung auf Seite 12

12 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Aktivitäten des Landesseniorenbeirats Fortsetzung von Seite 11 den zu ältere Bürger interessierende Themen organisiert. Gegenwärtig wird für 2016 ein neuer Seniorenwegweiser vorbereitet. Wie bei anderen Beiräten auch, stehen vielfältige Themen, wie zum Beispiel Parkplätze für Busse, Bänke, Einkaufseinrichtungen, Apotheken, Geldautomaten, Backwarenversorgung, altengerechtes Wohnen zu bezahlbaren Mieten, Kurzzeitpflegeplätze oder der nichtbedarfsgerechte ÖPNV, im Mittelpunkt der Arbeit des Beirats. Der LSB-Vorstand dankte den drei Vertretern stellvertretend für den gesamten Beirat für die engagierte ehrenamtliche Arbeit und wünschte den Mitgliedern auch künftig viel Erfolg. Angeregt wurde, die Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenbeirat Mecklenburgische Seenplatte zu suchen. Damit besteht auch die Möglichkeit, regelmäßig den Seniorenkurier zu erhalten. Bernd Rosenheinrich LSB-AG Seniorensicherheit tagte in Ludwigslust Im April trafen sich die Mitglieder der AG Seniorensicherheit / Wohnen des Landesseniorenbeirats in Ludwigslust. Im Auftrag des Kreisseniorenbeirats Ludwigslust-Parchim informierte Doreen Radelow, Koordinatorin vom Präventionsrat des Landkreises, über die erfolgreiche Präventionsarbeit und guten Erfahrungen im Landkreis. Der Einstieg in das Projekt Seniorensicherheitsberater ist mit der ersten Veranstaltung mit dem Sicherheitsberater Bernd Fritsch erfolgt. Großes Interesse fanden die im Rahmen eines Projektes selbst sehr anschaulich gestalteten Flyer zu bisher 8 verschiedenen Themen. Deshalb war der Wunsch zur Nachnutzung in anderen Landkreisen nur verständlich. Dies sollte durch einen ordentlichen Antrag an den Präventionsrat Ludwigslust-Parchim rechtlich abgesichert werden. Übrigens interessieren sich auch andere Bundesländer für die Ergebnisse bei der Gestaltung der Präventionsarbeit. Alle Anwesenden stimmten überein, dass im Landkreis Ludwiglust-Parchim eine gute Präventionsarbeit auf dem Gebiet der Seniorensicherheit geleistet wird und sie wertvolle Erkenntnisse für die eigene Arbeit gewinnen konnten. Als zweiter Tagesordnungspunkt wurde die Kriminalstatistik für das Jahr 2014 ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das Sicherheitsniveau in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor sehr hoch ist. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt Straftaten registriert, rund Straftaten weniger als im Vorjahr und damit ein Rückgang um mehr als 3 Prozent. Die Jugendkriminalität ist rückläufig, Zuwachs gibt es bei den Altersgruppen ab 30 Jahren Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick: Wesentliche Rückgänge bestehen dabei im Bereich des Diebstahls und bei den sonstigen Straftatbeständen, aber auch im Bereich der Cybercrime. Das Internet hat im vergangenen Jahr bei der Begehung von Straftaten noch weiter an Bedeutung gewonnen. In den Teilbereichen der Cybercrime, der Computer- und Internetkriminalität, werden aber seit dem Berichtsjahr 2014 auf der Grundlage einer bundesweiten Abstimmung nicht mehr die Straftaten in der PKS erfasst, bei denen sich der Tatort nicht oder nicht sicher in Deutschland befindet, auch wenn die Schädigung durch die Straftaten hier eingetreten ist. Damit erklärt sich auch der Rückgang der registrierten Straftaten im Bereich Internetkriminalität um rund Fälle auf Straftaten. Einen Nutzen haben die Opfer davon jedoch nicht, die Statistik selber schon. Diese Kriminalitätsentwicklung spiegelt sich auch in einer weiter reduzierten Häufigkeitszahl wider. Diese sank um 225 Fälle auf Straftaten pro Einwohner. Die Häufigkeitszahl nivelliert demografische Einflüsse und erlaubt somit einen direkten Vergleich unabhängig der Bevölkerungsentwicklung. Damit wurde der Bundesdurchschnitt in der Kriminalitätsbelastung erstmals unterschritten. Dieses betrifft auch die Aufklärung von Straftaten. Die Aufklärungsquote erhöhte sich im vergangenen Jahr landesweit um 2,1 Prozentpunkte auf 60,4 %. Insgesamt wurden Straftaten aufgeklärt wurden insgesamt Straftäter ermittelt. Die Zahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen ging dabei geringfügig auf Jungtäter zurück. Der größte Teil der Jungtäter wurde mit unter 21-Jährigen im Bereich des Diebstahls erfasst. Die Zahl ging dort aber um 131 zurück. Und auch bei den anderen jugendtypischen Deliktsbereichen, wie der Straßenkriminalität und der Gewaltkriminalität, sind erneut Rückgänge zu verzeichnen. Die Zahl der Jungtäter nahm dort um 265 auf insgesamt junge Tatverdächtige ab. Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung bei den Jungtätern besteht aber ein Zuwachs bei den älteren Jahrgängen: Bei allen ab 30 Jahre gebildeten Altersgruppen stieg die Zahl der Tatverdächtigen, darunter auch die mit einem Alter von 60 und mehr Jahren. Dies betrifft auch die Entwicklung bei den Opfern. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Personen als Opfer einer Straftat registriert. Die Opferzahl ab dem Alter von 60 Jahren erhöhte sich mit einem Anstieg von 5,6 % auf Betroffene am stärksten. Die Entwicklung in einzelnen Kriminalitätsbereichen mit konkreten Fallzahlen erfahren Sie unter de/polizeipresse/pm/108531/ als Jahresbericht bzw. auch als Präsentation. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass durch die AG Seniorensicherheit beim Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung ein Nachschlagewerk unter dem Titel Sicher und aktiv im

13 Aktivitäten des Landesseniorenbeirats Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 13 Alter Ideen und Projekte von A bis Z erstellt werden soll, in der Ideen, Akteure und staatliche Unterstützungsangebote im Bereich der Seniorensicherheit kurz zusammengefasst werden. Zur Vereinfachung der Handhabung dieser Broschüre wird ein alphabetisch geordnetes Stichwortverzeichnis erstellt. Die AG-Mitglieder werden gebeten, weitere Schlagworte mit kurzen Erläuterungen bis zum 30. Juni 2015 der Geschäftsstelle des LSB zuzuleiten. Eine Diskussion in den kommunalen Beiräten ist erwünscht. Bernd Rosenheinrich Vorsitzender der AG Kreispräventionsräte vermitteln weiterhin Seniorensicherheitsberater Pensionierte Polizeibeamte haben sich ehrenamtlich als Seniorensicherheitsberater bereit erklärt und kommen auf Anforderung in Heime, Gemeinschaften oder zu Gruppen Interessierter, um dort Aufklärung zu leisten und Betrug oder Straftaten vorzubeugen. Die Vermittlung erfolgt in den nachfolgend genannten Einrichtungen: Kontaktadressen der Kreispräventionsräte 1. Stadt Schwerin Kommunaler Präventionsrat der Landeshauptstadt Schwerin Büro der Oberbürgermeisterin Am Packhof Schwerin Tel.: 0385 / Stadt Rostock Hansestadt Rostock Kommunaler Präventionsrat St.-Georg-Straße Rostock Tel.: 0381 / Landkreis Rostock Koordinatorin im Büro für Chancengleichheit Am Wall Güstrow Tel.: / (Do. von 8 bis 16 Uhr) 4. Landkreis Nordwestmecklenburg Der Präventionsrat des Landkreises Nordwestmecklenburg Rostocker Straße Wismar Tel.: 03841/ Landkreis Ludwigslust-Parchim Kriminalpräventionsrat des Landkreises Ludwigslust Parchim Putlitzer Straße Parchim Tel.: 03871/ Dieses Präventionsprojekt wird finanziert durch: Weitere Informationen zum Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung und zu dessen Förderprogramm finden Interessenten im Internet unter 6. Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Der Präventionsrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Platanenstraße Neubrandenburg Tel.: 0395/ Landkreis Vorpommern-Rügen Der Präventionsrat des Landkreises Vorpommern-Rügen Carl-Heydemann-Ring Stralsund Tel.: 03831/ Landkreis Vorpommern-Greifswald Der Präventionsrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald Koordinatorin Präventionsrat SG Jugendpflege und Sport An der Kürassierkaserne Pasewalk Tel.: 03834/ Fax:

14 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Aktivitäten des Landesseniorenbeirats Informationen der BAGSO: Komplettes Programm auf 90 Seiten 11. Deutscher Seniorentag in Frankfurt am Main: Auftakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Der 11. Deutsche Seniorentag, der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ausgerichtet wird (siehe vorigen Seniorenkurier), findet vom 2. bis 4. Juli im Congress Center Messe Frankfurt am Main statt. Das vor kurzem veröffentlichte Programm präsentiert auf 90 Seiten Vorträge, Diskussionen und Aktionen zu allen Themenbereichen des Älterwerdens. Ein Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung ist die festliche Eröffnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das vielfältige Programm des 11. Deutschen Seniorentages verdeutlicht, dass es auf Menschen jeden Alters ankommt, sozialen Zusammenhalt zu leben, erklärt sie in ihrem Vorwort. Was Gemeinsam in die Zukunft! bedeuten kann, für jeden Einzelnen wie für Politik und Gesellschaft, darüber informieren Expertinnen und Experten. Auf gegenseitige Unterstützung auch der Älteren für die Jüngeren, der Einheimischen für die Zugewanderten und umgekehrt kann unsere Gesellschaft nicht verzichten, wenn sie die Herausforderungen der Zukunft meistern will, betont Prof. Dr. Ursula Lehr, die BAGSO- Vorsitzende. Die Besucherinnen und Besucher sind zum Mitdiskutieren eingeladen über Bildung, Engagement, Gesundheit, selbstständiges Leben und Wohnen im Alter und vieles mehr. Mitmachangebote wie die Seniorentanz-Mittagspause, Gedächtnistraining, ein Osteoporose- und ein Gesundheitsparcours sowie ein kulturelles Rahmenprogramm runden das Angebot ab. Bei der begleitenden Messe SenNova, die von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, eröffnet wird, können sich die Besucherinnen und Besucher auf m 2 über innovative Dienstleistungen und Produkte informieren. Neben Unternehmen präsentieren auch Ministerien, Behörden und Verbände ihre Angebote rund ums Älterwerden. An der Programmgestaltung sind unter der Federführung der BAGSO mehr als 100 Verbände und Institutionen sowie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und die Stadt Frankfurt beteiligt. Die Internetseite ist die zentrale Plattform der Veranstaltungen, für die es ausführliche Programmbeschreibungen gibt. Individuell kann das Programm zusammengestellt und ausgedruckt werden. Wir brauchen einen breiten Diskurs Stellungnahme der BAGSO zum Entwurf eines Hospiz- und Palliativgesetzes Zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen eine mehrseitige Stellungnahme abgegeben, in deren Vorbemerkung es heißt: Die BAGSO begrüßt die Initiative der Bundesregierung, die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu verbessern. Nur in wenigen Regionen gibt es ausreichend qualifizierte Teams der allgemeinen und speziellen ambulanten Palliativversorgung, sind ambulante Hospizdienste, stationäre Hospize oder Palliativstationen in ausreichender Zahl vorhanden und für schwerkranke und sterbende Menschen erreichbar. Insbesondere im ländlichen Raum herrschen weiße Flecken in der Versorgungslandschaft vor. Neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung am Lebensende spielt auch die psychosoziale und spirituelle Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen eine wichtige Rolle und zeichnet eine humane Gesellschaft aus. Selbstbestimmung der Betroffenen und ihre individuellen Wünsche sind ebenso zu respektieren wie kulturelle und religiöse Präferenzen. Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung müssen Menschen dort erreichen, wo sie ihre letzte Lebensphase verbringen oder verbringen möchten: zu Hause, in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder Hospizen. Aber auch die Angehörigen brauchen in dieser Phase des Abschieds Beratung, Unterstützung und Begleitung. Die Themen Sterben und Tod beschäftigen und belasten schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen sehr. Daher sind Initiativen, die zu einer Enttabuisierung des Umgangs mit dem Sterben und dem Tod führen, zu begrüßen. Wir brauchen einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. Die BAGSO fordert, dass sowohl die allgemeine als auch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ausgebaut werden, damit die letzte Lebensphase in Würde erlebt werden kann. Pflegefachkräfte und -assistenten, Hausärzte und Vertreterinnen und Vertreter anderer Gesundheitsberufe müssen in der palliativen Betreuung geschult werden. Die ehrenamtliche Arbeit, insbesondere Besuchs- und Begleitdienste sowie ambulante Hospizdienste, müssen unterstützt und die psychosoziale Arbeit mit Angehörigen muss gefördert werden.

15 Mecklenburg-Vorpommern Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 15 AUS DEM SOZIALMINISTERIUM Ministerin Hesse: Ein hilfreiches Angebot Opferberatungsstellen haben im vergangenen Jahr mehr als 700 Betroffene beraten Menschen in Mecklenburg- Vorpommern sind im Jahr 2013 Opfer einer Straftat geworden. Oftmals ist das mit körperlichen und psychischen Spätfolgen verbunden. In unserem Bundesland leisten in solchen Fällen vier Opferberatungsstellen in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald wertvolle Hilfe und Unterstützung wurden in den Beratungsstellen 737 Betroffene und deren Angehörige beraten und betreut. Mehr als 70 Prozent der Rat Suchenden waren Opfer von Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Sozialministerin Birgit Hesse sieht in den Beratungsstellen ein hilfreiches Angebot: Die Folgen einer Straftat haben oftmals einschneidende Auswirkungen auf die Gesundheit der Opfer. Es ist wichtig, dass früh geholfen werden kann. Hier leisten die Beratungsstellen eine wertvolle Arbeit. Das Land unterstützt die vier Beratungsstellen jährlich mit Euro. Die Ursprünge der professionellen Opferberatung gehen auf die Initiative des Landesrats für Kriminalitätsvorbeugung zurück wurde der gemeinnützige Verein Hilfe für Opfer von Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Unter seiner Trägerschaft wurde erstmalig eine allgemein und professionell tätige Beratungsstelle für Betroffene von Straftaten in Rostock eingerichtet. Das Beratungsangebot richtet sich an alle, die Opfer oder Zeugen einer Straftat geworden sind, aber auch an Angehörige, die vielfach genauso die Folgen von Opferbetroffenheit zu spüren bekommen. Medienkompetenz auch für Senioren festgelegt In der Staatskanzlei wurde eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet Im April wurde in der Schweriner Staatskanzlei vor geladenen Gästen die neue Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Medienkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern durch den Minister für Inneres und Sport, Lorenz Caffier, den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Mathias Brodkorb, die Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Birgit Hesse, den Chef der Staatskanzlei, Dr. Christian Frenzel, den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Reinhard Dankert, und den Direktor der Landesmedienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Uwe Hornauer, unterzeichnet. Der Chef der Staatskanzlei, Dr. Christian Frenzel, betonte, dass sich die Vereinbarung zur Medienkompetenz, die seit 2007 besteht und nunmehr zum zweiten Mal fortgeschrieben wird, in unserem Land bewährt hat. Medienkompetenz ist für alle Menschen in unserer Gesellschaft wichtig. Nicht nur, um Medien nutzen zu können, sondern auch, um sie kritisch zu hinterfragen und sich vor Gefahren zu schützen. Die vorliegende Kooperationsvereinbarung schreibt zum einen die Ergebnisse der beiden vorangegangenen Vereinbarungen fort. Zum anderen Foto: Staatskanzlei Die Unterzeichner der Medienkompetenz-Vereinbarung in der Staatskanzlei werden zukünftige Arbeitsschwerpunkte festgelegt. Dazu gehören neuerdings auch Festlegungen über die Vermittlung von Medienkompetenz für Seniorinnen und Senioren. Fortsetzung auf Seite 16

16 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Mecklenburg-Vorpommern Fortsetzung von Seite 15 Unter Punkt 5 der Vereinbarung ist formuliert: Stärkung der Medienbildung für Ältere Ziel: Der Bedarf an generationenübergreifenden Bildungsmaßnahmen ist unstreitig. Vor dem Hintergrund einer mediatisierten Lebenswelt und der demografischen Entwicklung speziell im ländlichen Raum ist die Medienkompetenz älterer Generationen zu stärken. Dabei soll älteren Menschen der Umgang mit digitalen Medien durch eine geeignete Beratungsstruktur ermöglicht und der Zugang zu entsprechenden Dienstleistungsangeboten, insbesondere zu denen des Gesundheitssektors, erleichtert werden. Umsetzung: Die dafür benötigte Netzwerkarbeit soll gestärkt werden. Bereits vorhandene Netzwerke, wie zum Beispiel der Landesseniorenbeirat M-V und Medienaktiv M-V, sollen stärker vernetzt und Medienbildungsangebote beworben werden. Generationenübergreifende Projekte werden an Orten der Mediensozialisation und Medienbildung wie den Offenen Kanälen und Medienwerkstätten besonders gefördert. Der Medienkompass M-V wird weiterentwickelt und um einen fachspezifischen Teil für Ältere ergänzt. Die Medienkompetenz-Angebote der einzelnen Module werden mit ausgearbeiteten Arbeitsmaterialien konkretisiert, die praktische Beispiele für medienkompetenzfördernde Projekte mit älteren Menschen bieten. Im Rahmen ihrer Ressourcen unterstützen das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit M-V, die Medienanstalt M-V, das Landeskriminalamt M-V wie auch das Netzwerk Medienaktiv M-V die Ausbildung von Senior-Multiplikatoren. Alle Vertragspartner prüfen, ob und in welchem Umfang ein Projekt vergleichbar der Multiplikatoren-Ausbildung bei Jugendlichen umsetzbar ist und hierfür notwendige personelle und finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden können. Das Projekt Seniorensicherheitsberater M-V führt die Landespolizei M-V im Zusammenwirken mit dem Landesseniorenbeirat M-V durch. Im laufenden Prozess der Verstetigung des Projektes soll das Thema Mediensicherheit für Ältere weiter implementiert werden. Ziel ist, ehrenamtliche Multiplikatoren gerade auch für diese Informationstätigkeit zu befähigen. In Kooperation mit dem Landeskriminalamt M-V und anderen Medienaktiv-Netzwerkpartnern werden durch die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow Präventionsmitarbeitende in der Landespolizei M-V zu Mediensicherheitsberaterinnen und -beratern ausgebildet. Die gesamte Vereinbarung finden Sie unter dem Link als pdf-datei: service.mvnet.de/_php/download. php?datei_id= BeRo Information und Beratung stehen im Mittelpunkt Ministerpräsident Sellering: Ehrenamtsstiftung soll Förderer und Dienstleister sein Neben gut organisierten Bereichen, in denen auf der Basis einer klaren Zuordnung zu einzelnen Ressorts die notwendige staatliche Unterstützung durch die Landesregierung gesichert ist, tritt zunehmend ein ebenfalls sehr begrüßenswertes bürgerschaftliches Engagement, das nicht in feste Strukturen eingebunden ist und Unterstützung durch die Landesregierung braucht. Dies soll die neu zu errichtende Stiftung leisten. Mit diesen Worten warb Ministerpräsident Erwin Sellering im Landtag um Unterstützung für die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Aufgaben der Stiftung gehören Information und Beratung von Ehrenamtlichen, Weiterbildung und Anerkennung. Sie soll die Vernetzung von Ehrenamtlichen organisieren und bürokratische Hürden abbauen, zum Beispiel durch die Unterstützung bei behördlichen Vorgängen. Sellering: Es geht bei der Ehrenamtsstiftung um mehr als finanzielle Förderung. Es geht auch um organisatorische Unterstützung. Die Stiftung soll nicht allein Förderer, sondern auch Dienstleister für die Ehrenamtlichen in unserem Land sein. Die Stiftung besteht aus einem Vorstand, einem Stiftungsrat und einem Kuratorium. Der ehrenamtliche Vorstand soll über alle operativen Fragen und die Vergabe der Fördermittel entscheiden. Die sechs Mitglieder des Stiftungsrats legen vergleichbar einem Aufsichtsrat die Grundlinien der Stiftungsarbeit fest und begleiten die Arbeit des Vorstands. Das Kuratorium soll wichtiges Beratungsgremium für die Arbeit der Stiftung sein. Deshalb sollen in ihm Vertreter der bürgerschaftlich Engagierten, die keiner großen Organisation angehören, und solche aus großen Organisationen Mitglied sein. Schließlich soll es einen Konvent geben, dem alle diejenigen Stifter angehören, die sich an der Arbeit der Stiftung beteiligen wollen und dies mit einem entsprechenden finanziellen Beitrag dokumentieren. Die Stiftung wird als Zuwendungsstiftung ausgestaltet. Dafür geplant ist ein Betrag von Euro für das Grundkapital der Stiftung. Für die Stiftung sollen jährlich 1,4 Millionen Euro

17 Mecklenburg-Vorpommern Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 17 aus dem Landeshaushalt bereitgestellt werden, davon 36 Prozent der Gesamtsumme, also Euro für die direkte Förderung und 34 Prozent der Gesamtsumme, also Euro für Personalkosten. Der Rest der Summe, 30 Prozent der Gesamtsumme wird für sächliche Mittel, vor allem zur Finanzierung von Veranstaltungen, für Weiterbildungsangebote und die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit von Ehrenamtlichen verwendet. Ein Kompromiss zwischen den Musikvorlieben Mehr deutschsprachige Musik im Hörfunk? NDR reagiert im Auftrag der ARD auf Proteste Der Wunsch vieler Hörer an die Hörfunksender, mehr deutschsprachige Musik zu senden, hatte besonders im vergangenen Jahr die Medien aufmerksam werden lassen. Auch der Seniorenkurier reflektierte in seinen Ausgaben 3 und 4/2014 die Meinung in den Beiräten auf Stadt- und Kreisebene. Der LSB-Vorstand sowie Vertreter der Kreisseniorenbeiräte folgten daraufhin einer Einladung der Chefin des Landesfunkhauses von NDR 1 Radio MV, worüber wir im vorigen Seniorenkurier berichteten. Die Diskussion entwickelte sich bundesweit und rief die Verantwortlichen auf den Plan. Anfang dieses Jahres äußerten sich die ARD (Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands) und die Rundfunkkommission der Ministerpräsidenten. In einem ARD-Schreiben des NDR Hamburg an die Zeitschrift Deutsche Sprachwelt die Plattform für alle, die Sprache lieben, die vom Verein für Sprachpflege e. V. herausgegeben wird, heißt es u.a.: Die ARD strahlt bundesweit mehr als 60 öffentlich-rechtliche Hörfunkwellen aus, darunter auch explizite Kultur- und Informationsprogramme, die zwar keine Massenprogramme sind, aber dennoch ihr festes Publikum finden. Im NDR zeigten Medienforschungen, dass für viele Hörer die Sprache offenbar nicht das Hauptkriterium für die Beurteilung von Radiomusik ist. Auch NDR 1 Radio MV hat in puncto Musik versucht, einen Kompromiss zwischen den Musikvorlieben der 40- bis über 70-Jährigen zu finden, Es stellte sich heraus, dass der deutsche Schlager mittlerweile eine Musikrichtung ist, die in der oben genannten Zielgruppe stark polarisiert wie auch z. B. Hardrock und Rap, die NDR 1 Radio MV daher ebenfalls nicht im Programm anbietet. Dennoch wird deutschsprachige Musik durchaus gesendet, dies in Form von Pop- und Rockmusik und modernem Schlager. Bei NDR 2 und N-JOY liegt der Anteil deutschsprachiger Musik in einigen Sendestrecken bei fast 20 Prozent. N-JOY unterstützt seit vielen Jahren deutschsprachige Bands und Künstler und ist somit ein wichtiger Faktor in der Förderung von Newcomern. Konkrete Vorhaben, den Anteil deutschsprachiger Musik in den Programmen zu erhöhen, gibt es innerhalb des NDR zur Zeit nicht, wenngleich dies natürlich nicht ausgeschlossen ist. Auf ARD-Ebene werden die Hörfunkdirektoren das Thema weiter im Blick behalten. Lieferung voraussichtlich im dritten Quartal Deutsche Bahn setzt barrierefreie Triebwagen auf der Strecke Bützow Ueckermünde ein Voraussichtlich im dritten Quartal 2015 sollen die erwarteten barrierefreien Triebwagen für den Betrieb im Teilnetz Ost-West geliefert werden. Die ersten dieser Art sollen auf dem Streckenabschnitt Bützow Ueckermünde eingesetzt werden. Das teilte die Deutsche Bahn Regio AG mit. Sie will damit ihren Verpflichtungen aus dem Verkehrsvertrag nachkommen, den das Land und das Unternehmen abgeschlossen hatten. Das Land schließt solche Verkehrsverträge mit Unternehmen, die in Mecklenburg-Vorpommern Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erbringen. In den Verträgen sind Qualitätsstandards definiert, bei deren Nichteinhaltung Vertragsstrafen (so genannte Pönalen) fällig werden. Grundsätzlich beziehen sich die vereinbarten Vertragsstrafen auf Abweichungen vom vertraglich vereinbarten Fahrzeugeinsatz. Darüber hinaus sind teilweise konkret vereinbarte Ausstattungsmerkmale (zum Beispiel Klimaanlage) pönalerelevant. Die Regelungen hierzu sind je Verkehrsvertrag differenziert ausgestaltet. Derzeit ist für die letzten sieben Jahre bis Ende 2014 ein Anspruch des Landes auf Vertragsstrafen im Volumen von rund 10,8 Mio. Euro rechtsverbindlich. Dieser Betrag wurde von den Eisenbahnverkehrsunternehmen beglichen. Die Pönalen stehen, nachdem sie bezahlt wurden, wiederum als Teil des Gesamtbudgets der Regionalisierungsmittel für alle Aufgaben zur Verfügung, die das Land aus diesen finanziert. Dabei handelt es sich insbesondere um die Bestellung von Nahverkehrszügen und Investitionen in Bahninfrastruktur für den Schienenpersonennahverkehr.

18 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Mecklenburg-Vorpommern Eine Vorreiter-Rolle ist denkbar Zweiter Zwischenbericht über die Auswirkungen der Landkreisneuordnung auf das kommunale Ehrenamt Das Kabinett befasste sich unlängst auf seiner Sitzung mit dem Zweiten Zwischenbericht über die Auswirkungen der Landkreisneuordnung auf das kommunale Ehrenamt. Am 20. September 2012 hatten das Ministerium für Inneres und Sport und das Internationale Institut für Staats- und Europawissenschaften, vertreten durch Prof. Dr. Joachim Jens Hesse, eine Vereinbarung getroffen, eine jährlich fortzuschreibende Berichterstattung zu erarbeiten sowie in diesem Jahr einen Abschlussbericht gemäß dem Beobachtungsauftrag hinsichtlich der Auswirkungen der Landkreisneuordnung auf das kommunale Ehrenamt, der sich aus dem Urteil des Landesverfassungsgerichts vom 18. August 2011 ergab. Das Gutachten zeigt deutlich, dass die im Vorfeld aufgestellten Behauptungen, das Ehrenamt würde infolge der Kreisstrukturreform auf der Strecke bleiben, sich nicht bestätigt haben, stellte Innenminister Caffier fest. Vielmehr kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass durch die Schaffung nachhaltig tragfähiger und effizienter Verwaltungsstrukturen die ehrenamtlich ausgeübte kommunale Selbstverwaltung erhalten und gestärkt werden konnte. Nach den Erhebungen des Gutachters lasse sich mit Blick auf die Bewerberzahlen für die Kreistagsmandate im Land keine Gefährdung des kommunalpolitischen Engagements und Ehrenamts erkennen. Gab es 2011 durchschnittlich 29,02 Bewerber auf eines der insgesamt 422 Kreistagsmandate im Land, so waren es im vergangenen Jahr im Durchschnitt 29,05 Bewerber. Trotz großer Belastungen der Mandatsund Funktionsträger werden die Einschränkungen aufgrund der größeren Distanzen durch erhöhte Mobilitätsbereitschaft und die Nutzung des Internets getragen. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass keine Beeinträchtigung der Selbstverwaltung in ihrem demokratiefördernden Gehalt drohe. Mecklenburg-Vorpommern könnte nach Auffassung des Gutachtens von Prof. Dr. Hesse in der Umorientierung ihrer Selbstverwaltung bundesweit sogar eine Vorreiter-Rolle einnehmen, da die Vermischung eines erkennbaren Generationswechsels sowie ein verändertes Informations- und Kommunikationsverhalten und das nach wie vor bestehende Bemühen, die lokale und regionale Verwurzelung aufrechtzuerhalten, die Zukunft der kommunalen Selbstverwaltung nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern sondern auch in anderen Bundesländern entscheiden werde. Mitte dieses Jahres soll der dritte und abschließende Bericht vorliegen. Das war die zwölfte Messe Mitten im Leben 50 plus Meine Eindrücke als Standbetreuerin sind sehr vielfältig gewesen Teilnehmer der Diskusion am Tag der Seniorenbeiräte Im April fand die 12. Landesausstellung für Gesundheit und Lebensfreude in der Sport- und Kongresshalle in Schwerin statt. Die Generation 50+ steht mit beiden Beinen mitten im Leben und gehört noch nicht zu den ganz Alten. Wichtig sind für sie Gesundheit, Kultur, Freizeitspaß und Mobilität. Lebensqualität bedeutet für diese Generation körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden sowie Lebensfreude. Durch die steigende Lebenserwartung wird die Gesundheit dabei immer mehr zum zentralen Thema des Lebens. Diesem Anliegen wollten die Veranstalter mit dieser Ausstellung gerecht werden. Gerd Fuchs, Geschäftsführer der Neuen Messe Rostock eröffnete die Messe. Er dankte allen, die an der Vorbereitung und am Aufbau der Messe beteiligt waren und wünschte den Ausstellern gutes Gelingen. In Vertretung der Oberbürgermeisterin sprach Bernd Nottebaum die Begrüßungsworte. Hartmut Renken vom Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales überbrachte ein Grußwort der Ministerin Birgit Hesse. Viele Aussteller boten ihre Leistungen und Waren für die ältere Generation an. Es waren aber deutlich weniger Stände als in den Jahren zuvor. Einige Messebesucher erinnerten sich, dass

19 Mecklenburg-Vorpommern Ausgabe 2 / Jahrgang Seite 19 in den Anfangsjahren die gesamte Hallenfläche mit Ständen belegt war. In diesem Jahr sei die Leere besonders auffällig. Natürlich gehörte auch wieder der Gesundheitsparcours wie in den vorigen Jahren dazu. Den Gewinnern winkten Preise, wie Eintrittskarten ins Wonnemar Wismar oder in die Filmstudios Babelsberg. Am Samstag fand traditionsgemäß der Tag der Seniorenbeiräte mit einem Erfahrungsaustausch statt. Am Nachmittag stand das Thema Barrierefreiheit Altersgerechter Umbau von Wohnungen und Eigenheimen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion. Dr. Edith Nolte, Bauministerium M-V, Bernd Rosenheinrich, Vorsitzender des Landesseniorenbeirats M-V, Jörg Heydorn, Vorsitzender der Enquetekommission Älter werden in M-V, Jörg Wörenkämper, SWG, und Carol Brüggmann, HypoVereinsbank, stellten sich den Fragen der Moderatorin Birgit Schröter vom NDR und dem Publikum. Schwerpunkt waren Finanzierungsvarianten und Möglichkeiten von Unternehmen, um Barrierefreiheit zu schaffen, damit der Verbleib in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter gewährleistet werden kann. Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.:) Carol Brüggmann (Hypo-Vereinsbank), Jürgen Wörenkämper (SWG), Dr. Edith Nolte (Bauministerium), Birgit Schröter (Moderation), Jörg Heydorn (MdL), Bernd Rosenheinrich (Vorsitzender LSB MV e-v.) Das Rahmenprogramm sorgte mit den Auftritten der Kita Future Kids, der Seniorentanzgruppe des Seniorenbüros Schwerin und des Gesangsduos Jo & Josephine für Höhepunkte mit viel Publikum. Das Gesangsduos aus Altentreptow in schrill-buntem Bühnenoutfit, bedruckt mit Landschaftsmotiven aus unserem schönen Norden, bot mit Schlager- und Stimmungsmusik, auch up platt, stimmungsvolle und beschwingte Unterhaltung. Leider fand das Informationsprogramm mit Vorträgen zu verschiedenen Themen weniger Resonanz. Die Referenten sprachen oft nur vor einer Handvoll Zuhörern. Respekt, dass sie an mehreren Tagen durchhielten! Lag es an fehlendem Interesse der Messebesucher oder am Informationsfluss durch die Messeleitung? Zahlreiche Besucher und einige Standbetreuer am Eingang der Halle monierten, dass sie gar nicht wussten, was auf der Bühne passierte. Mein Fazit: Das Informationsprogramm sollte noch interessanter und vielseitiger gestaltet werden. Marita Pilger Ausgeweitet auf das gesamte Land Zuschüsse für den Umbau barrierearmer Wohnungen sind nicht zurück zu zahlen Das Wirtschaftsministerium hat die Förderrichtlinien im Landesprogramm Personenaufzüge und Lifte, barrierearmes Wohnen aktualisiert. Das sind gute Nachrichten für Besitzer von Eigentumswohnungen oder Eigenheimen. Entsprechend der individuellen Lebenssituation und unabhängig vom Alter fördern wir den Umbau zur Reduzierung von Barrieren im Wohneigentum. So wird älteren oder bewegungseingeschränkten Menschen die Möglichkeit gegeben, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Auch Familien haben die Möglichkeit, von den Zuschüssen zu profitieren, kommentierte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Ab sofort gilt der nicht rückzahlbare Zuschuss für Barriere reduzierende Maßnahmen an selbst genutztem Wohneigentum in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor konnte die Unterstützung nur in Ober-, Mitteloder Grundzentren in Anspruch genommen werden. Bei Eigenheimen mit zwei Wohnungen können jetzt Zuschüsse für beide Wohnungen beantragt werden; zuvor war dies nur für eine Wohnung möglich. Gefördert werden unter anderem: die Verbreiterung von Türdurchgängen; der Barriere reduzierende Umbau von Bädern; die Nachrüstung von Personenaufzügen und Treppenliften; das Verlegen von rutschhemmenden Fußbodenbelägen; die Angleichung von Schwellen im Eingangsbereich, an Terrassen oder Balkonen sowie das Versetzen von Wänden, um notwendige Bewegungsflächen herzustellen (etwa bei der Benutzung eines Rollators in der Wohnung). Insgesamt stehen fünf Millionen Euro zur Verfügung. Eigentümer können für bauliche Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren einen Zuschuss von maximal Euro erhalten (30 Prozent der Ausgaben von bis zu Euro pro Wohnung).

20 Seite Jahrgang Ausgabe 2 / 2015 Aus Landkreisen und Städten LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE Erstes Gespräch beim neuen Oberbürgermeister Ende April, rund einen Monat nach Amtsantritt, nahm sich der neu gewählte Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Silvio Witt, Zeit, um mit dem Vorstand des Seniorenbeirats der Stadt ein Gespräch zu führen. Er betonte, dass in einer sich ändernden Gesellschaft dem Seniorenbeirat im Hinblick auf die Demografe eine besondere Rolle zukomme. Ihm sei der Dialog wichtig, denn nur im Meinungsstreit könnten kreative Lösungen gefunden werden. Als Vertreterin der Stadtverwaltung für den Bereich Generationen, Bildung und Sport würdigte Frau Lorenz die bisherigen Leistungen des Seniorenbeirats, zuletzt das Engagement für die Errichtung eines Pflegestützpunktes in Neubrandenburg. Auch an der Auszeichnung der Stadt als Seniorenfreundliche Kommune habe der Beirat wesentlichen Anteil. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Peter Lundershausen, bedankte sich für die Einladung, stellte die Vorstandsmitglieder mit ihren Aufgabenbereichen vor, erläuterte die Themen der Beiratssitzungen, wie Fahrtüchtigkeit der Senioren, Arbeit der Selbsthilfegruppen, Vergesslichkeit schon Demenz?, Wohnen im Alter, Barrierefreie Innenstadt oder Lebensqualität in Neubrandenburg. Vorstand des SB Neubrandenburg mit dem neu gewählten OB Silvio Witt Gleichzeitig übergab er ein Gedicht zur Arbeit eines Seniorenbeirats. Derzeit delegieren 25 Vereine und Verbände Mitglieder in den Beirat. Dieser führt alle zwei Monate öffentliche Beratungen durch. Peter Lundershausen erhofft sich Unterstützung vom OB, um Vertretern des Beirats den Besuch der 11. Seniorentage in Frankfurt/Main zu ermöglichen. Die Vorstandsmitglieder sprachen weitere Initiativen, Wünsche und Projekte an, wie das Einrichten selbstverwalteter Sporträume in den Hochhäusern, eine attraktive Gestaltung der Geröllinsel im Tollensesee, die Zustimmung des Seniorenbeirats zum Projekt Kulturpark, Konsequenzen aus der Kreisgebietsreform und die Rolle Neubrandenburgs als Kreisstadt und kulturelles Oberzentrum. Der Oberbürgermeister bedankte sich für die aufgeschlossene Atmosphäre und brachte zum Ausdruck, dass die geäußerten Anregungen in seiner Arbeit Berücksichtigung finden werden. Zu gegebener Zeit sollten weitere Gespräche erfolgen. Selbsthilfe muss erhalten und erweitert werden Seit Bestehen des Seniorenbeirats haben wir der Entwicklung der Rahmenbedingungen zur Begegnung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der Seniorinnen und Senioren der Stadt Neubrandenburg, große Aufmerksamkeit geschenkt. Im Rahmen des Programms Älter werden in Neubrandenburg haben sich hervorragende Strukturen gebildet und weiter entwickelt. Die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen an dieser Entwicklung gestaltete sich dabei als ein entscheidender Faktor. Ein wichtiges Element dabei war, ist und bleibt die Kommunikation. Wir befürworten die Bestandspflege der Begegnungsstätten in den vielfältigsten Formen. Insbesondere in der Gesundheitspräventionsarbeit haben wir einen beispielhaften Stand erreicht und wir meinen, dass es zweckmäßig ist, im neuen Kreis Mecklenburgische Seenplatte das Element Selbsthilfegruppe umfassend und einheitlich anzuwenden. Wir halten gerade die Selbsthilfe, das Aktivieren der Selbstheilungskräfte als ein hervorragendes Instrument im Verlauf des problemlosen Alterns. Im Landkreis Mecklenburgische Se- Fortsetzung auf Seite 22

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