Wirtschaftskraft KMU. Vorfahrt für Österreichs KMU. Ein Projekt des Managementkreises der Wirtschaftskammern Österreichs

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1 Wirtschaftskraft KMU Vorfahrt für Österreichs KMU Ein Projekt des Managementkreises der Wirtschaftskammern Österreichs Koordination: Wirtschaftkammer Österreich Stabsabteilung Wirtschaftspolitik Wiedner Hauptstraße Wien wko.at/wp in Zusammenarbeit mit: KMU-Forschung Austria Gußhausstr Wien

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3 Vorwort Österreichs Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Sie sind für den Großteil der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Die Wirtschaftskammern Österreichs stellen die herausragende Leistung dieser Unternehmerinnen und Unternehmer vor den Vorhang und machen bewusst, dass ihr Beitrag zur Beschäftigung und zur Wertschöpfung ganz wesentlich zum Wohlstand in Österreich beiträgt. Gerade in Zeiten einer wirtschaftlichen Abschwächung wird deutlich, wie wichtig eine funktionierende klein- und mittelbetrieblicher Wirtschaft ist. Deshalb muss sie gerade jetzt gestärkt werden. Es ist in den letzten Jahren gelungen, zahlreiche Verbesserungen zu erreichen, wie die eindrucksvolle Bilanz der Erfolge im Bereich der Stärkung des Unternehmertums, der effizienteren öffentlichen Strukturen und der Wachstumsstärkung durch Zukunftsinvestitionen unterstreicht. Allerdings liegt noch ein anspruchsvoller Weg vor uns, um nachhaltiges Wachstum und dynamische Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen zu stärken. Dazu gehört ganz klar, angesichts zurückgenommener Wachstumsprognosen keine neuen Steuern einzuführen, auf Gebühren- und Steuererhöhungen zu verzichten und notwendige Strukturerneuerungen anzugehen, die einen konsequenten Schuldenabbau und Investitionen in die Zukunft ermöglichen. Insbesondere wird der geplante KMU-Test, den die Bundesregierung noch diesen Herbst operativ anwenden will, dazu führen, dass in Zukunft schon bei der Entstehung von Gesetzen die Interessen von klein- und Mittelbetrieben nachhaltig berücksichtigt werden. Damit können nachträgliche Diskussionen über Ausnahmen für diese Unternehmen vermieden werden, weil das Prinzip Think Small First zu KMU-tauglichen Regulierungen führt. Die zahlreichen Vorschläge für Reformen im dritten Abschnitt dieser Broschüre zeigen auch, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, das Wachstumspotenzial der Klein- und Mittelbetriebe und damit der österreichischen Wirtschaft insgesamt zu heben. Investitionen in die Zukunft der österreichischen Unternehmen sind damit auch Investitionen in die Zukunft Österreichs.

4 Inhaltsverzeichnis Vorwort 1 KMU Facts & Figures Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Struktur des KMU-Sektors in Österreich Struktur des KMU-Sektors mit weniger als 100 Beschäftigten in Österreich Betriebswirtschaftliche Situation der österreichischen KMU 7 2 KMU-politische Erfolge der WKO Unternehmertum durch angebotsorientierte Rahmenbedingungen stärken Steuerentlastung Gebühren- und Abgaben-Entlastung bzw. Verhinderung zusätzlicher Belastungen Sicherung des Wettbewerbs bzw. Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit Verbesserung der Vorsorge Familie & Beruf Personalressourcen Förderung Reduzierung administrativer Belastungen Effiziente öffentliche Strukturen durch Systemreformen sicherstellen Wachstum durch Zukunftsinvestitionen fördern Förderung Personalressourcen 21 3 KMU-politische Forderungen der WKO Unternehmertum durch angebotsorientierte Rahmenbedingungen stärken Finanzielle Entlastung Sicherung des Wettbewerbs sowie Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit Familie & Beruf Personalressourcen Reduzierung administrativer Belastungen Förderungen Effiziente öffentliche Strukturen durch Systemreformen sicherstellen Öffentliche Hand Verbesserung der Vorsorge Familie & Beruf Personalressourcen Wachstum durch Zukunftsinvestitionen fördern Sicherung des Wettbewerbs und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit Förderungen 30

5 1 KMU Facts & Figures Österreichs Unternehmen sind der Motor der heimischen Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Innovationen und Wohlstand. Nicht zu vergessen ist, dass sie mit ihren Steuern und Abgaben einen wesentlichen Teil des Staatshaushaltes und der sozialen Systeme finanzieren. Aufgrund der öffentlichen Diskussion könnte man meinen, multinationale Konzerne und Großunternehmen seien für den Großteil der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Tatsächlich ist es aber so, dass kleine und mittlere Unternehmen die KMU Österreichs Wirtschaft prägen. Anschließend an einen Überblick über die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich wird mittels Facts & Figures die oft unterschätzte ökonomische Bedeutung der heimischen KMU belegt und ihre betriebswirtschaftliche Situation beleuchtet. 1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach dem Krisenjahr 2009 hat sich die österreichische Gesamtwirtschaft im Jahr getragen durch die Exporte - wieder positiv entwickelt. Auch 2011 wird bei den wichtigsten Indikatoren ein Anstieg erwartet. Für 2012 ist mit einem gedämpften Wachstum zu rechnen. Der private Konsum, der in der Krise eine wichtige Stütze war, kommt nicht richtig in Fahrt. Die Verbraucherpreise steigen wieder stärker als in den Vorjahren an. Am Arbeitsmarkt nimmt die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2011 voraussichtlich zu, aber 2012 wird es laut jüngsten Prognosen nur noch zu einem geringfügigen Anstieg kommen. Entwicklung der Hauptindikatoren, 2010 sowie Prognose 2011 und 2012, reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent BIP Exporte Importe Privater Konsum Bruttoanlageinvest. Verbraucherpreise unselbst. aktiv Besch. Quelle: WIFO, Konjunkturprognose September 2011 Die Wirtschaftsentwicklung Österreichs im Jahr 2011 wird voraussichtlich höher ausfallen als im EU- 27-Durchschnitt.

6 Prognostiziertes Wachstum des realen BIP 2011, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent Litauen Estland Schweden Polen Finnland Slowakei Luxemburg Lettland Bulgarien Ungarn Deutschland Belgien Österreich Tschech. Rep. Malta Niederlande Slowenien EU 27 Frankreich Dänemark UK Zypern Rumänien Italien Spanien Irland Portugal Griechenland Quelle: Eurostat, 2011 Am österreichischen Arbeitsmarkt steigt die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2011 an, während die Arbeitslosenquote (nach AMS-Definition) von 6,9 % (2010) auf voraussichtlich 6,7 % (2011) zurückgehen wird dürfte es bei einer nur geringen Steigerung der Beschäftigung - wieder zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen. Nach Eurostat-Definition, wonach sich die Quote als Anteil der Arbeitslosen an der Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitslosen (im Gegensatz zu AMS-Daten inklusive selbstständig Beschäftigte) berechnet, fällt die Arbeitslosenquote stets geringer aus und lag für Österreich bei 4,4 % im Jahr Damit konnte Österreich die niedrigste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union verzeichnen. Arbeitslosenquote nach Eurostat-Definition Österreich Luxemburg Niederlande Zypern Malta Deutschland Tschech. Rep. Rumänien Slowenien Dänemark UK Belgien Italien Finnland Schweden Polen EU 27 Frankreich Bulgarien Ungarn Portugal Griechenland Irland Slowakei Estland Litauen Lettland Spanien Quelle: Eurostat 2011 Umsatz und Beschäftigung entwickelten sich im Jahr 2010 und im I. Halbjahr 2011 in den drei großen Sektoren - Produktion, Handel und Dienstleistungen - überwiegend positiv. Lediglich im produzierenden Bereich war die Anzahl der ArbeitnehmerInnen im Jahr 2010 noch leicht rückläufig. In der ersten Jahreshälfte 2011 kam es aber auch hier wieder zu einem Wachstum. Im Vergleich der drei Sektoren stieg die Anzahl der Beschäftigten am stärksten im Dienstleistungsbereich (exkl. Handel). Das Umsatzwachstum fiel allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau im produzierenden Bereich am höchsten aus. 2 von 32 Wirtschaftskraft KMU

7 Entwicklung der unselbstständig Beschäftigten und des Umsatzes (nominell) 2010 sowie I. Halbjahr 2011, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent 2010 I. Halbjahr Produzierender Bereich Handel Dienstleistungen (exkl. Handel) unselbst. Besch. Umsatz (1) unselbst. Besch. Umsatz unselbst. Besch. Umsatz Anmerkung: unselbstständig Beschäftigte inkl. geringfügig Beschäftigte (1) Jänner bis Mai 2011 gegenüber 2010 Produzierender Bereich = Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008 Handel = Abschnitt G der ÖNACE 2008 Dienstleistungen = Abschnitte H bis N (Umsatz ohne Abteilungen 72, 75, 77 sowie Gruppen 70.1, 81.1) der ÖNACE 2008 Quellen: Statistik Austria, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger Angesichts der aktuellen Finanznöte von Staaten wird der öffentlichen Verschuldung in den letzten Monaten international verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Österreichs gesamtstaatliche Verschuldung betrug im Jahr 2010 rd. 72 % des BIP (Bruttoinlandsprodukts) und lag damit unter dem EU- 27-Durchschnitt von 80 %. Das österreichische Budgetdefizit belief sich 2010 auf 4,6 % des BIP und fiel so ebenfalls geringer als die europaweit durchschnittlichen 6,4 % aus. Beide Indikatoren überschritten in Österreich die so genannten Maastricht-Kriterien, die eine öffentliche Verschuldung von maximal 60 % und ein jährliches Defizit des Staatshaushaltes von bis zu 3 % des BIP vorsehen. Für 2011 und 2012 wird lt. Wifo-Prognose in Österreich ein Finanzierungssaldo von -3,1 % erwartet. In der mittelfristigen Budgetplanung (2012 bis 2015) wird davon ausgegangen, dass das Maastricht- Defizit auf 1,6 % im Jahr 2015 reduziert werden kann. Die Finanzschulden sollen gemäß dieser Budgetstrategie, in der weder externe Schocks noch umfangreiche Zukunftsinvestitionen einkalkuliert wurden, bis zum Jahr 2013 auf 75,5 % des BIP steigen und ,4 % betragen. Damit läge die öffentliche Verschuldung in den kommenden Jahren stets über der Maastricht-Grenze von 60 %. Öffentlicher Schuldenstand lt. Maastricht-Definition 2010, in Prozent des BIP Estland Bulgarien Luxemburg Rumänien Slowenien Litauen Tschech. Rep. Schweden Slowakei Dänemark Lettland Finnland Polen Spanien Zypern Niederlande Malta Österreich EU 27 UK Ungarn Frankreich Deutschland Portugal Irland Belgien Italien Griechenland Quelle: Eurostat, von 32 Wirtschaftskraft KMU

8 Finanzierungssaldo des Staates lt. Maastricht-Definition 2010, in Prozent des BIP Estland Schweden Luxemburg Finnland Dänemark Bulgarien Deutschland Malta Belgien Ungarn Italien Österreich Tschech. Rep. Zypern Niederlande Slowenien EU 27 Rumänien Frankreich Litauen Lettland Polen Slowakei Portugal Spanien UK Griechenland Irland Quelle: Eurostat, Struktur des KMU-Sektors in Österreich Die österreichische Wirtschaft wird von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dominiert. Bei mehr als Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft handelte es sich im Jahr 2009 um KMU 1. Deren Anteil an allen Unternehmen machte 99,6 % aus, wobei der Großteil weniger als 100 Beschäftigte hatte. Demgegenüber gab es in Österreich nur etwas mehr als Großunternehmen, in denen 250 und mehr Personen tätig waren. Unternehmen 2009 Absolut Anteil in % 0-9 Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte (KMU) ,6 250 und mehr Beschäftigte (GU) ,4 Gesamte gewerbliche Wirtschaft ,0 Auf Grund des Erfassungsumfangs der Leistungs- und Strukturstatistik (ÖNACE B-N, S95) kann es zu Untererfassungen einzelner Sparten/Fachverbänden in der Auswertung nach der Kammersystematik kommen. Dies betrifft in der Auswertung nach Sparten insbesondere die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Gewerbe und Handwerk. KMU = Kleine und mittlere Unternehmen GU = Großunternehmen Quelle: Statistik Austria Die heimischen KMU boten 2009 knapp 1,4 Mio. Personen und damit rd. 62 % aller unselbstständig Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Besonders wichtige Arbeitgeber waren die Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten: sie beschäftigten knapp die Hälfte der österreichischen ArbeitnehmerInnen. 1 Die letzt verfügbaren Daten der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria beziehen sich auf das Jahr Für weitere Daten siehe: 4 von 32 Wirtschaftskraft KMU

9 Unselbstständig Beschäftigte 2009 Absolut Anteil in % 0-9 Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte (KMU) ,0 250 und mehr Beschäftigte (GU) ,0 Gesamte gewerbliche Wirtschaft ,0 Auf Grund des Erfassungsumfangs der Leistungs- und Strukturstatistik (ÖNACE B-N, S95) kann es zu Untererfassungen einzelner Sparten/Fachverbänden in der Auswertung nach der Kammersystematik. Dies betrifft in der Auswertung nach Sparten insbesondere die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Gewerbe und Handwerk. KMU = Kleine und mittlere Unternehmen GU = Großunternehmen Quelle: Statistik Austria Die KMU der gewerblichen Wirtschaft konnten im Jahr 2009 Umsätze (netto) von fast 331 Mrd. Euro erwirtschaften. Dies entsprach einem Anteil an der gesamten gewerblichen Wirtschaft von fast 60 %. Der Anteil der Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten lag bei mehr als 45 % Umsatzerlöse in Mio. Euro 2009 Absolut Anteil in % 0-9 Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte (KMU) ,9 250 und mehr Beschäftigte (GU) ,1 Gesamte gewerbliche Wirtschaft ,0 Auf Grund des Erfassungsumfangs der Leistungs- und Strukturstatistik (ÖNACE B-N, S95) kann es zu Untererfassungen einzelner Sparten/Fachverbänden in der Auswertung nach der Kammersystematik kommen. Dies betrifft in der Auswertung nach Sparten insbesondere die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Gewerbe und Handwerk. KMU = Kleine und mittlere Unternehmen GU = Großunternehmen Quelle: Statistik Austria Die KMU erzielten im Jahr 2009 eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von mehr als 80 Mrd. Euro, das waren rd. 57 % der gesamten Wertschöpfung der gewerblichen Wirtschaft. Der Anteil der Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten machte knapp 44 % aus. 5 von 32 Wirtschaftskraft KMU

10 Bruttowertschöpfung in Mio. Euro zu Faktorkosten 2009 Absolut Anteil in % 0-9 Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte , Beschäftigte (KMU) ,5 250 und mehr Beschäftigte (GU) ,5 Gesamte gewerbliche Wirtschaft ,0 Auf Grund des Erfassungsumfangs der Leistungs- und Strukturstatistik (ÖNACE B-N, S95) kann es zu Untererfassungen einzelner Sparten/Fachverbänden in der Auswertung nach der Kammersystematik kommen. Dies betrifft in der Auswertung nach Sparten insbesondere die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Gewerbe und Handwerk. KMU = Kleine und mittlere Unternehmen GU = Großunternehmen Quelle: Statistik Austria 1.3 Struktur des KMU-Sektors mit weniger als 100 Beschäftigten in Österreich Beinahe in alle Sparten der gewerblichen Wirtschaft kann eine kleinbetriebliche Struktur festgestellt werden. Lediglich in der Industrie und bei den Banken und Versicherungen war der Anteil der Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Jahr 2009 kleiner als 99 %. Im Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft tragen die Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten am meisten zur Beschäftigung und zum Umsatz der Sparte bei. Hohe Anteile sind auch im Gewerbe und Handwerk, in der Sparte Information und Consulting und im Handel zu finden. Anteil der Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten sowie deren Beschäftigten und Umsatz in der jeweiligen Sparte in Prozent 2009 Gewerbe und Handwerk Industrie Handel Bank und Versicherung Transport und Verkehr Tourismus und Freizeitwirtschaft Information und Consulting Unternehmen unselbstständig Beschäftigte Umsatzerlöse Durchschnitt: 99% Durchschnitt: 50% Durchschnitt: 45% Auf Grund des Erfassungsumfangs der Leistungs- und Strukturstatistik (ÖNACE B-N, S95) kann es zu Untererfassungen einzelner Sparten/Fachverbänden in der Auswertung nach der Kammersystematik kommen. Dies betrifft in der Auswertung nach Sparten insbesondere die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Gewerbe und Handwerk. Durchschnitt = Durchschnitt der Gewerblichen Wirtschaft Quelle: Statistik Austria 6 von 32 Wirtschaftskraft KMU

11 Die größten Sparten innerhalb der gewerblichen Wirtschaft sind (sowohl bei den Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten als auch bei den KMU insgesamt) das Gewerbe und Handwerk und der Handel. Während das Gewerbe und Handwerk die meisten Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten stellt (rd ) und der größte Arbeitgeber ist (rd unselbstständig Beschäftigte), ist der Handel die umsatzstärkste Sparte (knapp 116 Mrd. Euro). Verteilung der Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten nach Sparten in Prozent 2009 Gewerbe und Handwerk Bank und Versicherung Information und Consulting Industrie Transport und Verkehr Handel Tourismus und Freizeitwirtschaft Unternehmen unselbstständig Beschäftigte Umsatzerlöse Auf Grund des Erfassungsumfangs der Leistungs- und Strukturstatistik (ÖNACE B-N, S95) kann es zu Untererfassungen einzelner Sparten/Fachverbänden in der Auswertung nach der Kammersystematik kommen. Dies betrifft in der Auswertung nach Sparten insbesondere die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie Gewerbe und Handwerk. Quelle: Statistik Austria 1.4 Betriebswirtschaftliche Situation der österreichischen KMU Österreichs KMU sind nicht nur in Bezug auf ihre Struktur inhomogen, auch betriebswirtschaftlich sind sie ganz unterschiedlich aufgestellt: Outperformer mit mehr als 20 % Eigenkapitalquote und einer Umsatzrentabilität (Gewinn vor Steuern in % des Umsatzes) von über 5 % stehen Underperformern (Unternehmen, die buchmäßig überschuldet sind und keinen Gewinn erwirtschaften) gegenüber. Unter den KMU mit weniger als 100 Beschäftigten können 19 % den Outperformern und etwa ebenso viele den Underperformern zugeordnet werden. Vor dem Hintergrund dieser Unterschiede soll die betriebswirtschaftliche Situation der KMU mit bis zu 99 Beschäftigten nun näher beleuchtet werden. 7 von 32 Wirtschaftskraft KMU

12 Betriebswirtschaftliche Position der KMU 2009/10 Attraktivität Gewinn vor Steuern (in % der Betriebsleistung) hoch über 5% mittel über 2,5% bis 5% niedrig 0% bis 2,5% Outperformer Legende: 1. Quadrant: KMU mit guten Voraussetzungen 2. Quadrant: KMU mit Ertragsproblemen 3. Quadrant: KMU mit Finanzierungsproblemen negativ unter 0% Underperformer Quadrant: KMU mit Ertrags- u. Finanzierungsproblemen negativ unter 0% niedrig 0% - 10% mittel über 10% bis 20% Ressourcen Eigenkapitalquote (in % des Gesamtkapitals) Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank hoch über 20% Etwa 59 % der KMU erzielten im Bilanzjahr 2009/10 ein positives Betriebsergebnis 2. Allerdings ist Gewinn nicht gleich Gewinn: während rd. 18 % der KMU eine positive Umsatzrentabilität (Umsatz in % des Gewinns) bis max. 2,5 % erwirtschafteten, erzielten etwa 6 % Gewinne in Höhe von über 20 % des Umsatzes. Auf der anderen Seite mussten rd. 6 % der KMU Verluste verkraften, die mehr als 20 % des Umsatzes betrugen. Anteil der KMU nach Umsatzrentabilität 2009/ % der Unternehmen mit negativer Umsatzrentabilität 2009/10 59% der Unternehmen mit positiver Umsatzrentabilität < bis bis 5 5 bis 2,5 2,5 bis 0 0 bis 2,5 2,5 bis 5 5 bis bis 20 > 20 Umsatzrentabilität = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in % der Betriebsleistung Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank 2 Um die Vergleichbarkeit mit Kapitalgesellschaften, bei denen die Personalaufwendungen ein Geschäftsführerentgelt beinhalten, herzustellen, wird bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ein kalkulatorischer Unternehmerlohn angesetzt. 8 von 32 Wirtschaftskraft KMU

13 Im Durchschnitt lag die Umsatzrentabilität der KMU bei 2,4 %. Die Outperformer erwirtschafteten insgesamt eine Rentabilität von 12 %. Jene der Underperfomer lag bei durchschnittlich -7 % und damit deutlich unter der Gewinnschwelle. Die Rentabilität variiert stark innerhalb der Größenklassen. Umsatzrentabilität der KMU nach Umsatzgröße 2009/ gewerbliche Wirtschaft Outperformer Durchschnitt bis 0,3 0,3 bis 0,5 0,5 bis 1 1 bis 2 2 bis 4 4 bis 7 über 7 Umsatz in Mio. Euro Umsatzrentabilität = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in % der Betriebsleistung Outperformer: Eigenkapitalquote > 20 % und Umsatzrentabilität > 5 % Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank Nicht nur in Bezug auf die Größe unterscheidet sich die Ertragssituation der KMU auch zwischen den Sektoren zeigen sich große Unterschiede: KMU mit weniger als 100 Beschäftigten der Sparte Information und Consulting erreichten mit einer Umsatzrentabilität von 6,4 % den höchsten Durchschnittswert im Spartenranking. Der Tourismus lag mit durchschnittlich 1,0 % am Ende dieser Reihung. Umsatzrentabilität der KMU nach Sparte 2009/ Information u. Consulting gewerbliche Wirtschaft Gewerbe & Handwerk Handel Tansport u. Verkehr Umsatzrentabilität = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in % der Betriebsleistung Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank Industrie Tourismus u. Freizeitwirtschaft Für das langfristige Bestehen eines Unternehmens ist neben einem nachhaltigen Betriebsergebnis vor allem auch eine solide Eigenkapitalausstattung erforderlich. Überschuldete Unternehmen sind in ihrer Existenz gefährdet, wenn nicht zusätzlich Sicherheiten aus dem privaten Vermögen herangezogen werden (können). Besonders schwierig wird die Situation, wenn laufende Verluste durch die 9 von 32 Wirtschaftskraft KMU

14 Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals finanziert werden müssen und die (höheren) Zinskosten ohnehin nicht mehr in der Kalkulation unterzubringen sind. 32 % der KMU mit bis zu 99 Beschäftigten verfügten 2009/10 über kein Eigenkapital. Bei etwa 15 % überstieg das Fremdkapital das Vermögen sogar um mehr als 40 %, bei über einem Viertel beträgt die Eigenkapitalquote mehr als 40 %. Anteil der KMU nach Eigenkapitalquote 2009/ / % der Unternehmen mit negativer Eigenkapitalquote 68 % der Unternehmen mit positiver Eigenkapitalquote < bis bis bis bis 0 0 bis bis bis bis 40 > 40 Eigenkapitalquote = Eigenkapital in % des Gesamtkapitals Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank In der Managementliteratur wird als Mindestrichtwert eine Eigenkapitalquote von 20 % angegeben. Mit durchschnittlich 25 % überschreiten die KMU der gewerblichen Wirtschaft mit weniger als 100 Beschäftigten diesen Grenzwert. Wie schon bei der Rentabilität schneiden die Tourismusbetriebe auch bei der Eigenkapitalausstattung unterdurchschnittlich ab: 13 % beträgt deren Eigenkapitalquote. Die Eigenmittelausstattung der anderen Sparten liegt zwischen 32 % (Industrie) und 22 % (Information und Consulting). Eigenkapitalquote der KMU nach Sparte 2009/ Industrie Handel Tansport u. Verkehr Gewerbe & Handwerk gewerbliche Wirtschaft Information u. Consulting Tourismus u. Freizeitwirtschaft Eigenkapitalquote = Eigenkapital in % des Gesamtkapitals Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank Wesentliche Kapitalgeber der österreichischen KMU sind Banken. Im Durchschnitt bilden Bankverbindlichkeiten rd. 35 % des Kapitals. Bei den Underperformern, übersteigen die Passiva die Aktiva. Ein negatives Eigenkapital (von durchschnittlich 30 %) ist die Folge. Mehr als drei Viertel der Passivseite wird bei diesen KMU durch Banken zur Verfügung gestellt. Bei den Outperformern machen die Bankverbindlichkeiten etwa 18 % des Gesamtkapitals aus, das Eigenkapital etwa die Hälfte. 10 von 32 Wirtschaftskraft KMU

15 Kapitalstruktur der KMU 2009/ Eigenkapital Sozialkapital Bankverbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen Lieferverbindlichkeiten Sonstiges Fremdkapital gewerbliche Wirtschaft Underperformer Outperformer Outperformer: Eigenkapitalquote > 20 % und Umsatzrentabilität > 5 % Underperformer: Eigenkapitalquote <0 % und Umsatzrentabilität < 0 % Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank Der klassische Bankkredit verlor aber im Jahr 2010 an Bedeutung. Dies zeigte eine Studie der WKÖ und der aws. Demnach finanzieren KMU ihre Investitionen immer öfter über den Cash flow. Knapp 46 % der Firmen nutzten ihre Zahlungsüberschüsse für die Expansion gegenüber 2009 entspricht dies einem Anstieg von über 7 %-Punkten. Für die Underperformer sind die Möglichkeiten der Fremdfinanzierung teilweise schon ausgeschöpft, allerdings ist auch die Cash flow-finanzierung nur selten eine Option. Denn im Durchschnitt fällt der Cash flow dieser Unternehmen 2009/10 negativ aus (-2 % des Umsatzes). Allgemein gilt: Je höher der Cash flow desto höher die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens. Denn dieser Betrag steht für Investitionen, aber auch zur Schuldentilgung bzw. Gewinnentnahme zur Verfügung. Durchschnittlich beträgt der Cash flow im Bilanzjahr 2009/10 etwa 7 % des Umsatzes, bei Outperformern 17 %. Cash flow der KMU nach Umsatzgröße 2009/ gewerbliche Wirtschaft Outperformer 0 Durchschnitt bis 0,3 0,3 bis 0,5 0,5 bis 1 1 bis 2 2 bis 4 4 bis 7 über 7 Umsatz in Mio. Euro Outperformer: Eigenkapitalquote > 20 % und Umsatzrentabilität > 5 % Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank 11 von 32 Wirtschaftskraft KMU

16 Wie hat sich die betriebswirtschaftliche Situation der österreichischen KMU in den letzten Jahren verändert? Der jüngste wirtschaftliche Einbruch spiegelt sich auch in den Bilanzen der Betriebe wider. Die Rentabilität liegt bei den Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten 2009/10 leicht unter den Vorjahreswerten. Gleichzeitig kann beobachtet werden, dass die KMU an einer besseren Eigenmittelausstattung arbeiten. Zwischen 2005/06 und 2009/10 hat die durchschnittliche Eigenkapitalquote um 6 %-Punkte zugenommen. Entwicklung Umsatzrentabilität und Eigenkapitalquote der KMU / / / / / Eigenkapitalquote Umsatzrentabilität Kohortenauswertung: nur jene Unternehmen werden berücksichtigt, für die Bilanzen für alle Jahre vorliegen Quelle: KMU FORSCHUNG AUSTRIA, Bilanzdatenbank 12 von 32 Wirtschaftskraft KMU

17 2 KMU-politische Erfolge der WKO Österreich soll weiterhin nachhaltig und langfristig - ein erfolgreicher Wirtschafts- und Arbeitsstandort bleiben. Gleichzeitig steht die Gesellschaft vor einer Vielzahl an Herausforderungen, etwa der angespannten finanziellen Lage der öffentlichen Haushalte, dem Reformbedarf in den öffentlichen Bereichen, zunehmender Klima- und Umweltbelastungen sowie der demografischen Entwicklung. Strukturelle Änderungen und die Anpassung von Rahmenbedingungen sind vor dem Hintergrund der vielfältigen Problemfelder erforderlich, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu stärken. Die KMU, als zentraler Pfeiler der Wirtschaft, sind bei der Verwirklichung österreichischer Wirtschaftspolitik wesentlicher Anknüpfungspunkt. Anzusetzen ist in den drei Bereichen: Unternehmertum durch angebotsorientierte Rahmenbedingungen stärken Effiziente öffentliche Strukturen durch Systemreformen sicherstellen Wachstum durch Zukunftsinvestitionen fördern In den letzten Jahren wurde eine Fülle von Maßnahmen initiiert, um die österreichischen KMU zu stärken und ein günstiges Umfeld für wirtschaftliches Engagement zu gestalten. Zur Umsetzung nachfolgender Maßnahmen konnte die WKO einen wesentlichen Beitrag leisten. Neben Maßnahmen, von denen alle österreichischen KMU profitieren, erfolgten auch Verbesserungen für einzelnen Sektoren bzw. Branchen. 2.1 Unternehmertum durch angebotsorientierte Rahmenbedingungen stärken Die Stärkung des Unternehmertums sowie der Wettbewerbsfähigkeit sind zentrale Anliegen der WKO. Ziel ist es also, insbesondere auch für KMU ein günstiges Umfeld für wirtschaftliches Engagement zu schaffen und so zur dynamischen Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Dem sich kontinuierlich verändernden Umfeld ist durch zeitgemäße Rahmenbedingungen entsprechend Rechnung zu tragen Steuerentlastung Mit der Senkung der Körperschaftssteuer von 34 % auf 25 % im Jahr 2005 wurde der Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver und Österreichs Wirtschaft insgesamt entlastet. Die WKO macht sich allgemein für Steuerentlastungen des Mittelstands stark stellt die Unternehmensbesteuerung doch einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor im internationalen Wettbewerb dar. Die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer war in diesem Zusammenhang auch ein wesentlicher Meilenstein. Steuervorteile des 13. und 14. Arbeitnehmergehaltes auch für UnternehmerInnen Mit der Einführung des Gewinnfreibetrags entfällt bis zu einem Gewinn von Euro die Investitionspflicht. 13 % des Gewinns werden automatisch steuerfrei gestellt. Über diesen Betrag hinaus kann unter bestimmten Umständen ein zusätzlicher Freibetrag von bis zu Euro geltend gemacht werden. Das kann einen maximalen Freibetrag von Euro pro Jahr bedeuten. Abschaffung der Kreditvertragsgebühr Für Darlehen und Kredite muss seit Jänner 2011 keine Kreditvertragsgebühr mehr bezahlt werden. Diese betrug 0,8 % der Darlehens- oder Kreditsumme bzw. bei Kontokorrent- oder Rahmenkrediten 1,5 %. Die Unternehmen ersparen sich dadurch rund 80 Mio. Euro pro Jahr. 13 von 32 Wirtschaftskraft KMU

18 Senkung der Kfz-Steuer Die Kfz-Steuer für Lkw und Schwerfahrzeuge wurde mit Jahresbeginn 2011 um ca. 30 % auf das europäische Durchschnittsniveau gesenkt. Bisher mussten die UnternehmerInnen mehr bezahlen als die europäischen Mitbewerber Gebühren- und Abgaben-Entlastung bzw. Verhinderung zusätzlicher Belastungen Neben Steuern stellen Gebühren und Abgaben bedeutende Ausgaben und Kostenfaktoren für KMU dar. Die WKO konnte einerseits durch Veränderungen bei bestehenden Regelungen Entlastung für die Unternehmen erreichen und andererseits zusätzliche, ursprünglich geplante Belastungen verhindern. Lohnnebenkostenentlastung für den ersten Mitarbeiter von EPU Das Arbeitsmarktservice gewährt den Selbständigen seit 1. September 2009 eine Beihilfe in Höhe der anfallenden SV-Beiträge im ersten Jahr. Das entspricht in etwa 25 % des Bruttolohnes. Die Voraussetzungen wurden gelockert, indem künftig der förderbare erste (junge) Mitarbeiter nur zwei Wochen und nicht wie vorher vier Wochen beim AMS vorgemerkt sein muss. Jüngst (ab Mitte 2011) wurde diese Förderung weiter ausgeweitet (Wegfall der Altersgrenze des förderbaren Mitarbeiters bzw. Erweiterung der Definition von Ein-Personen-Unternehmen). AGES Finanzierung Eine massive Kostenüberwälzung auf die gewerbliche Wirtschaft konnte in Bezug auf den ursprünglich geplanten Finanzierungsbeitrag der Lebensmittelwirtschaft für die Lebensmittelkontrolle der AGES (Agentur für Gesundheit- und Ernährungssicherheit) verhindert werden. Verhinderung des Ökobonus Modells Das Modell sah für Unternehmen, die eine vorgegebene Mehrwegquote nicht erreicht haben, eine Abgabe auf Einweggetränkegebinde in der Höhe von 20 Cent pro Gebinde vor. Damit sollte ein höchst fraglicher Lenkungseffekt in Richtung Mehrweg erreicht werden. Das Ökobonus-Modell hätte damit eine Gesamtbelastung von rd. 350 bis 670 Mio Euro (je Quotenvorgabe) für die Wirtschaft, aber auch den Konsumenten mit sich gebracht. Ökologisierung der Maut Es ist gelungen, ein aufkommensneutrales Modell einer Mautökologisierung zu vereinbaren, das sich wesentlich wirtschaftsfreundlicher darstellt als ursprünglich vorgesehen. Auch konnte eine Aussetzung der Valorisierung der Mauttarife zumindest für das Jahr 2009 erreicht werden. Wirtschaftsverträgliche Änderung der Wegekostenrichtlinie Ab Jahresbeginn 2010 zahlen Lkw/Busse mit abgasarmen Motoren (ab Euro IV) deutlich weniger, Lkw/Busse mit älteren Motoren (Euro 0 bis Euro III) eine etwas höhere Maut. Für künftige neue Fahrzeugkategorien (Euro VI) wird sich die Maut erheblich reduzieren. Transport leicht verderblicher Lebensmittel an Wochenenden Die Regelung wurde präzisiert, damit entfallen seit Jahresbeginn 2011 unverhältnismäßige Strafen wegen Übertretung des Wochenendfahrverbots. Der Zwang zum Einsatz mehrerer kleiner Lkw entfällt. 14 von 32 Wirtschaftskraft KMU

19 Wiedereinführung der 12-Tage-Regel für Busreisen Bisher durften Buslenker im Rahmen des Arbeitszeitrechts nur an sechs aufeinander folgenden Tagen Busfahrzeuge lenken. Danach musste eine Pause von mindestens 24 Stunden eingelegt werden. Diese 6-Tage-Regel wurde nun auf 12 Tage erweitert. Senkung der Gebühren für Stromdurchleitung 2008 und 2009 wurden die Gebühren für die Stromdurchleitung weiter gesenkt. Berücksichtigt man zudem die Reduzierung der Gebühren der letzten Jahre, ergibt das ein Einsparungsvolumen von 512 Mio. Euro pro Jahr. Die Netzkosten für Strom haben sich so um ein Viertel verringert Sicherung des Wettbewerbs bzw. Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen KMU sind rechtliche Bestimmungen erforderlich, die Unternehmen in ihrer Leistungsfähigkeit stärken und die Möglichkeit bieten, flexibler auf die Herausforderungen der Märkte zu reagieren. Einen wesentlichen Beitrag leistet diesbezüglich auch das umfassende Dienstleistungsangebot der Wirtschaftsförderungsinstitute (Wifi der WKO). Absicherung der Einlagen von Unternehmen durch Bankenpaket Das 2008 beschlossene Bankenpaket hatte die Sicherung des Bankensystems zum Ziel, außerdem beinhaltete es die erweiterte Haftung für Firmenkonten (von auf Euro). Für KMU in Form von Einzelunternehmen galt 2009 die unbegrenzte Einlagensicherung. Die Obergrenze ab 2010 liegt bei Euro und damit deutlich über dem ursprünglichen bis 2008 gültigen Niveau. Insolvenzrechtsreform Die Insolvenzrechtsreform sorgte für die Zusammenführung von Konkurs- und Ausgleichsverfahren in einem einheitlichen Insolvenzverfahren. Prioritäres Ziel ist es, die Chancen für eine Unternehmenssanierung zu erhöhen. Dem wurde mit dem neu geschaffenen Sanierungsverfahren Rechnung getragen. Verbesserung der Konditionen für Postpartner Durch die Verbesserung der Konditionen für die Postpartner wurde dieses Modell attraktiver. Von der Postpartnerschaft profitieren Konsumenten, Partner und Post Verbesserung der Vorsorge Im Bereich der Vorsorge für Selbstständige konnten in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt werden vor allem in Bezug auf die Angleichung Selbstständiger an Unselbständige. Beispielsweise wurde die Selbständigenvorsorge eingeführt und die Krankenversicherungsbeiträge auf das Niveau der ASVG-Versicherten gesenkt. Auch die Möglichkeit einer attraktiven Zusatzversicherung für Selbstständige wurde geschaffen. Arbeitslosenversicherung für Selbständige Selbstständige, die vor Beginn der selbstständigen Tätigkeit ArbeitnehmerIn waren, behalten ihren erworbenen Arbeitslosenversicherungsanspruch. Das gilt auch während der Selbständigkeit ohne Beitragszahlung. Seit 1. Jänner 2009 gibt es zudem die neue, freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige. 15 von 32 Wirtschaftskraft KMU

20 Verbesserte Beitragsvorschreibung für UnternehmerInnen Selbstständige können seit 1. Jänner 2010 die Beitragsgrundlage für die Sozialversicherung herabsetzen lassen. Das ist ein Vorteil für UnternehmerInnen, wenn sie geringere Einkünfte erwarten als im Vorjahr. Außerdem können Nachforderungen der Sozialversicherung seit 2011 in vier Teilbeträgen beglichen werden. Beitragsvorschreibungen werden unterjährig nicht mehr angehoben. Förderung für UnternehmerInnen mit Handicap Seit Jänner 2011 können begünstigte Behinderte oder bestimmte Personen mit Behinderung gefördert werden. Die pauschale Abgeltung kann unter bestimmten Bedingungen verdoppelt werden, wenn das Unternehmen wegen Abwesenheit gefährdet wäre Familie & Beruf Familienpolitische Maßnahmen kommen UnternehmerInnen direkt und indirekt zu Gute. So sind optimale Kinderbetreuungsmöglichkeiten Voraussetzung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und helfen nicht nur UnternehmerInnen, sondern auch den MitarbeiterInnen bei der Gestaltung des beruflichen und privaten Lebens. Verbesserung beim Kinderbetreuungsgeld Seit Jahresbeginn 2010 stehen fünf Kinderbetreuungsgeld-Varianten zur Auswahl. Diese Leistungen können für ab 1. Oktober 2009 (Stichtag) geborene Kinder ab 2010 in Anspruch genommen werden. Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten Ab 2009 können Familien anfallende Kosten für die Betreuung von Kindern in Kindergärten, Horten oder bei Tagesmüttern von der Steuer absetzen. Insgesamt sind bis zu Euro jährlich absetzbar Personalressourcen Die MitarbeiterInnen sind zentrale Ressource der österreichischen KMU. Nicht nur für die verstärkt wachsenden (Wirtschafts-)Dienstleister werden MitarbeiterInnen immer wichtiger für den Unternehmenserfolg. Bereits mehr als drei Viertel der mittelständischen Unternehmen sieht sich mit Schwierigkeiten bei der Suche nach gut ausgebildeten Arbeitskräften konfrontiert. Vor dem Hintergrund der schnelllebigeren Wirtschaft gewinnt der flexible Einsatz von MitarbeiterInnen und deren kontinuierliche Aus- und Weiterbildung an Bedeutung. Mit der 2008 eingeführten Möglichkeit, bei einer 4-Tage-Woche die Normalarbeitszeit auf zehn Stunden ausdehnen zu können, wurde ein wichtiger Erfolg zur flexibleren Unternehmensführung von KMU erzielt. Attraktivere Gestaltung der Kurzarbeit Mit 1. Juli 2009 wurde die Behaltepflicht nach der Kurzarbeit eingeschränkt und die Kurzarbeitsbeihilfe für Unternehmen erhöht. Weiters gibt es mehr Arbeitszeitspielräume. Gleichbehandlungsgesetz Die Frauenquote und die Offenlegung der Einkommen konnte verhindert werden. Unternehmen ab 150 ArbeitnehmerInnen müssen ihre Einkommen auf geschlechtsspezifische Unterschiede analysieren. 16 von 32 Wirtschaftskraft KMU

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