UAFKDT Fortbildung 2013 Führungsverfahren und Befehlsgebung

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1 UAFKDT Fortbildung 2013 Führungsverfahren und Befehlsgebung 18. /

2 Ablauf Begrüßung, Einführung in die Thematik Theoretische Grundlagen (1 AE) Befehls- und Meldewege Führungsverfahren, Regelkreis der Taktik Einsatzbefehl Entwicklungs-, Angriffs-, erweiterter Angriffsbefehl Beispiele, praktische Umsetzung in Planspielaufgaben (2 AE)

3 Beweggründe: Allgemeines Erfahrung aus diversen Fortbildungen / Übungen / Einsätzen Klausur Führungsausbildung Ergebnis eine Festigung/Vertiefung Führungsverfahren ist erforderlich Erster Schritt Fortbildung auf Ebene GRKDT / EL Wo bewegen wir uns mit dieser Fortbildung? Festigung des Führungsverfahrens auf Ebene GRKDT (Grundlage ist Ausbildung und Auffrischung von Führungsstufe 1 )

4 Befehls- und Meldewege

5 Aufbau der Führungsorganisation EL ZKDT GRKDT TRUPPFÜHRER

6 Aufbau der Führungsorganisation Anzahl untergeordneter Einheiten zwei bis vier optimal Aufteilung in Züge / Einsatzabschnitte Abhängig von der Distanz und Geschehen Rückmeldungen geben!

7 Befehls- und Meldeweg Externe EL ZGKDT Lageinformation ZGKDT GKDT GKDT GKDT GKDT

8 Führungsverfahren

9 Führungsverfahren und Definitionen: Befehlsgebung Führen ist das richtungweisende und zweckorientierte Einwirken auf das Verhalten anderer Menschen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Jeder Kommandant trägt die Verantwortung für die Aufträge und Befehle die er an seine Einheit gibt. Der Befehl muss den Willen des Kommandanten klar und bestimmt zum Ausdruck bringen. Er ist eine Anweisung zu einem bestimmten Verhalten und verlangt eine konsequente Ausführung.

10 Führungsverfahren und Befehlsgebung Jeder Befehl muss: durchführbar eindeutig vollständig kurz sein Das Führungsverfahren ist ein dynamischer Entscheidungsprozess Zwang zum schnellen Handeln bezieht sich nicht nur auf den Einsatzleiter

11 Schema des Führungsverfahrens

12 Schema des Führungsverfahrens Lagefeststellung um ein möglichst genaues Lagebild zu bekommen durch eigene Wahrnehmungen Befragen Einsatzunterlagen Lageberichte / Rückmeldungen Zu beachten: Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen vor Schadensbekämpfung Abwägen zwischen Gefährdung der Einsatzkräfte und dem erzielbaren Nutzen!

13 Gefahrenerkennung an der Einsatzstelle Die richtige Einsatztaktik kann nur dann entwickelt werden, wenn der Kommandant einer Einheit die einsatzrelevanten Gefahren erkannt hat Optisch eindeutig ersichtliche Gefahren Gefahren, mit denen aufgrund des Einsatzes und vorliegender Lage gerechnet werden muss Darüber hinaus kann es Gefahren geben, die erst im weiteren Einsatzverlauf festgestellt werden können Wichtigstes Hilfsmittel:» 4A 1C 4E Regel

14 Gefahrenerkennung an der Einsatzstelle

15 Planung Schema des Führungsverfahrens Beurteilung der Lage Abgleich eigene Möglichkeiten / Erkenntnisse aus Lagefeststellung Ergebnis der Beurteilung der Lage ist der Entschluss der Kommandant hat sich für die bestmögliche Durchführung zu entscheiden (z.b. Angriff oder Verteidigung) Zeit bis zum Wirksamwerden beachten

16 Befehlsgebung Schema des Führungsverfahrens ist die Anordnung zur Erreichung des Zieles. Mit ihr erfolgt das Umsetzen des Entschlusses. Einsatzbefehl EL Entwicklungsbefehl GRKDT (erweiterter) Angriffsbefehl GRKDT Einzelbefehl / allgemeiner Befehl Alle KDT taktischer Einheiten Kontrolle laufende Kontrolle des Einsatzerfolges

17 Befehlsgebung Einsatzbefehl

18 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz Annahme Sie sind Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr A-Dorf. Die Feuerwehr ist mit folgenden, der Baurichtlinie des ÖBFV entsprechenden Fahrzeugen, ausgerüstet: 1 TLF MTF Weiters sind in unmittelbarer Nähe weitere der Baurichtlinie entsprechend ausgerüstete Einsatzfahrzeuge stationiert: FF B Dorf: 1 TLF 2000 FF C Dorf: 1 LF 1 KDOF 1 MTF

19 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz Die oben genannten Feuerwehren werden heute um Uhr zu einem Brandeinsatz in A-Dorf Hauptstraße 25 alarmiert: Als Sie im Feuerwehrhaus eintreffen, sind bereits einige Mitglieder Ihrer Feuerwehr anwesend. Insgesamt treffen 13 Mitglieder aufgrund der Alarmierung ein. Sie sind bei diesem Einsatz Einsatzleiter. Um Uhr rücken alle 3 Feuerwehren mit allen Fahrzeugen zum Einsatz aus.

20 Ostwind

21 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz Sie haben folgende Lage festgestellt: Information durch die BAZ: FF B- und C-Dorf ausgerückt! In einem Wohnhaus ist im Dachboden ein Brand ausgebrochen. Der Bau ist ein mit Ziegel eingedeckter Massivbau und grenzt unmittelbar an die Nachbarobjekte (Wohnhäuser). Brand des Dachstuhles, bzw. am Dachboden Durch den Ostwind ist ein Nachbarhaus sehr stark gefährdet

22 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz Wasserentnahmestellen: 1 Überflurhydrant vor Haus Nr. 18, ca. 50 m entfernt 1 Überflurhydrant vor Haus 49, ca. 100 m Entfernung Starke Rauchentwicklung Derzeit sind keine Personen oder Tiere gefährdet. Es sind keine Personen im Wohnhaus Besitzer ist anwesend

23 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz Einsatzbefehl 1. LAGE: 6) an den GKDT des TLF 2000 der FF A-Dorf Schadenslage: Dachstuhl des Wohngebäudes in Vollbrand, Nachbarhaus stark gefährdet, keine Personen und Tiere gefährdet Eigene Lage: TLF2000, MTF, 13 Mitglieder, 2 Überflurhydranten Ostwind Allgemeine Lage: 2. AUFTRAG: Alle erforderlichen Maßnahmen zur Brandbekämpfung setzen

24 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz 3. DURCHFÜHRUNG: Eigene Absicht: Brandausbreitung auf Nachbarobjekte verhindern, Brandbekämpfung durchführen, Löschwasserversorgung sicherstellen Aufgaben und Aufträge an GKDT TLF2000: TLF verhindert übergreifen des Brandes auf das linke Nachbarobjekt, Wasserentnahmestelle Überflurhydrant vor Haus 18.

25 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz 4. VERBINDUNG: - Einsatzleitung bei MTF A-Dorf vor Haus Nr. 4 - Funkverbindung Sprechgruppe MI Haupt 5. VERSORGUNG: Im Bedarfsfall bei der Einsatzleitung MTF A-Dorf anfordern Wiederholen! (durch den GKDT TLF A-Dorf) Durchführen!

26 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz. 3. DURCHFÜHRUNG: Eigene Absicht: Brandausbreitung auf Nachbarobjekte verhindern, Brandbekämpfung durchführen, Löschwasserversorgung sicherstellen Aufgaben und Aufträge an GKDT MTF errichtet Einsatzleitung vor Haus 4 und alarmiert Exekutive, Rückfrage bei FF B-Dorf und C-Dorf ob Zufahrt zum Einsatzort bekannt ist.

27 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz. 3. DURCHFÜHRUNG: Eigene Absicht: Brandausbreitung auf Nachbarobjekte verhindern, Brandbekämpfung durchführen, Löschwasserversorgung sicherstellen Aufgaben und Aufträge an die GKDT TLF2000 und KDOF B-Dorf TLF: Brandbekämpfung, Wasserentnahmestelle Überflurhydrant vor Haus 49 KDOF: unterstützt TLF beim Herstellen der Zubringleitung

28 Führungsverfahren Beispiel: A) Brandeinsatz. 3. DURCHFÜHRUNG: Eigene Absicht: Brandausbreitung auf Nachbarobjekte verhindern, Brandbekämpfung durchführen, Löschwasserversorgung sicherstellen Aufgaben und Aufträge an die GKDT LF und MTF C-Dorf LF: Reserve, Bereitstellung bei der EL vor Haus 4 MTF: Reserve, Bereitstellung bei der EL vor Haus 4

29 Befehlsgebung Entwicklungs- Angriffserweiterter Angriffsbefehl

30 Entwicklungsbefehl Grundsätzlich vor dem Angriffsbefehl Soll die Einheit in die Lage versetzen, den folgenden Angriffsbefehl rasch umsetzen zu können.

31 Entwicklungsbefehl BRANDOBJEKT STANDORT DES VERTEILERS WASSERENTNAHMESTELLE EVENTUELL SONDERGERÄTE Schutzmaßnahmen (z.b. Atem-, Körper-, Hitzeschutz; Einsatz von Sondergeräten) Zum Angriff fertig!

32 ANGRIFFSBEFEHL Voraussetzung Eingehende Lagefeststellung Planung

33 ANGRIFFSBEFEHL ANGRIFFSZIEL Retten Schützen Bergen Löschen

34 ANGRIFFSBEFEHL Angriffsweg Weg zur Einsatzstelle Brandherd

35 ANGRIFFSBEFEHL Angriffsmittel Eventuell Sondergeräte VOR

36 ANGRIFFSBEFEHL Angriffsziel Angriffsweg Angriffsmittel Eventuell Sondergeräte VOR!

37 Erweiterter Angriffsbefehl Tanklöschfahrzeuge Wasserentnahmestelle Wasserversorgung

38 Erweiterter Angriffsbefehl Angriffsziel Angriffsweg Angriffsmittel Wasserentnahme (Schutzmaßnahmen) VOR!

39 DANKE

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