Lokale und globale Partnerschaften in der Wissensproduktion Die Bedeutung wissenschaftlicher Kooperationen im globalen Wandel

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1 13. Münchner Wissenschaftstage Wandel der Gesellschaft Wandel der Welt 16. November 2013 München Lokale und globale Partnerschaften in der Wissensproduktion Die Bedeutung wissenschaftlicher Kooperationen im globalen Wandel Mirja Meyborg (Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI) & Axel Schaffer (Universität der Bundeswehr München) Universität der Bundeswehr München WOW Sektion Wandel und Nachhaltigkeit

2 Inhalt Indikatoren der Wissensproduktion Kooperationen in der Wissensproduktion Lokale, regionale und globale Kooperationen in der Wissensproduktion Fazit 1

3 Indikatoren der Wissensproduktion Absolventen Patente & Lizenzen 2

4 Indikatoren der Wissensproduktion Absolventen Patente & Lizenzen Patentanmeldungen mit Beteiligung deutscher Universitäten Anzahl an Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt 3

5 Indikatoren der Wissensproduktion Absolventen Patente & Lizenzen Veröffentlichungen Projektberichte Masterarbeiten, Promotionen, Habilitationen Bücher Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften Patentanmeldungen mit Beteiligung deutscher Universitäten Anzahl an Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt 4

6 Indikatoren der Wissensproduktion Absolventen Patente & Lizenzen Veröffentlichungen Projektberichte Masterarbeiten, Promotionen, Habilitationen Bücher Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften Patentanmeldungen mit Beteiligung deutscher Universitäten Anzahl an Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt Zeitschriftenartikel mit Beteiligung deutscher Universitäten Anzahl von Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften 5

7 Indikatoren der Wissensproduktion Absolventen Patente & Lizenzen Veröffentlichungen Projektberichte Masterarbeiten, Promotionen, Habilitationen Bücher Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften Patentanmeldungen mit Beteiligung deutscher Universitäten Anzahl an Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt Zeitschriftenartikel mit Beteiligung deutscher Universitäten Anzahl von Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften Bedeutung von Kooperationen? 6

8 Kooperation in der Wissensproduktion Wandel der Forschungslandschaft Universitäten verlieren Alleinstellungsmerkmal in der Wissensproduktion (wachsende Bedeutung von Forschungszentren und unternehmerischer Forschung) Zunehmende Komplexität der Probleme Knappheit öffentlicher Mittel Gemeinsame Nutzung von Personal, Labors, Lizenzen, etc. Beispiel Campus Aerospace in Ottobrunn 7

9 Kooperation in der Wissensproduktion Wandel der Forschungslandschaft Universitäten verlieren Alleinstellungsmerkmal in der Wissensproduktion (wachsende Bedeutung von Forschungszentren und unternehmerischer Forschung) Zunehmende Komplexität der Probleme Knappheit öffentlicher Mittel Gemeinsame Nutzung von Personal, Labors, Lizenzen, etc. Beispiel Campus Aerospace in Ottobrunn 8

10 Kooperation in der Wissensproduktion Wandel der Forschungslandschaft Universitäten verlieren Alleinstellungsmerkmal in der Wissensproduktion (wachsende Bedeutung von Forschungszentren und unternehmerischer Forschung) Zunehmende Komplexität der Probleme Knappheit öffentlicher Mittel Gemeinsame Nutzung von Personal, Labors, Lizenzen, etc. Beispiel Campus Aerospace in Ottobrunn These: Zunahme von Kooperation in der Wissensproduktion 9

11 Kooperation in der Wissensproduktion Anstieg der Artikel mit Autoren einer Universität : 20% Zeitschriftenartikel mit Beteiligung deutscher Universitäten % Artikel mit Autoren einer Universität Artikel mit Autoren von mind. zwei Institutionen

12 Kooperation in der Wissensproduktion Anstieg der Artikel mit Autoren einer Universität : 20% Anstieg der Artikel mit Autoren von mindestens zwei Institutionen (darunter mindestens eine Universität): 130% Zeitschriftenartikel mit Beteiligung deutscher Universitäten % Artikel mit Autoren einer Universität Artikel mit Autoren von mind. zwei Institutionen

13 Kooperation in der Wissensproduktion Anstieg der Artikel mit Autoren einer Universität : 20% Anstieg der Artikel mit Autoren von mindestens zwei Institutionen (darunter mindestens eine Universität): 130% Lokale, regionale, globale Kooperation? 12

14 Lokale, regionale oder globale Kooperation Lokale und regionale Kooperation Persönliche Treffen ermöglichen eine sofortige Reaktion auf der fachlichen und emotionalen Ebene Informelle Treffen führen zur Bildung von Vertrauen Empirische Untersuchungen zu Patentanmeldungen weisen auf große Bedeutung lokaler und regionaler Kooperationen hin Globale Kooperationen Verbesserte Kommunikationstechnologie ermöglicht ebenfalls sofortige Reaktion Neue Forschergeneration ist in der virtuellen Welt groß geworden Konzept der Global Universities fördert internationale Vernetzung Ansteigende Bedeutung der EU Forschungsförderung 13

15 Lokale, regionale oder globale Kooperation Identifikation der Ko-Autoren Anteiliger Beitrag jedes Partner (anhand der Anzahl der Autoren jeder Institution) Unterscheidung zwischen lokalem, regionalem und globalem Partner Lokaler Partner: Entfernung < 25km Regionaler Partner: Entfernung 25km und < 479km Globaler Partner: Entfernung 479km 14

16 Lokale, regionale oder globale Kooperation gewichtete Ko-Autorenschaft Lokale, regionale und globale Partner lokal regional global lokal regional global 2000 Jahr

17 Lokale, regionale oder globale Kooperation Kooperationsmuster nach Universitätstyp Technische Universitäten Hohe Einwerbung von Drittmittel und engere Kooperationen mit internationalen industriellen Partner stärkt globale Kooperationen Universitäten mit medizinischer Fakultät Sehr sensible Forschung erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und stärkt lokale und regionale Partnerschaften Elite Universitäten Hohe internationale Reputation in mindestens einem Fachbereich sowie Anspruch als Global University stärkt globale Kooperationen 16

18 Lokale, regionale oder globale Kooperation gewichtete Ko-Autorenschaft 100% 80% 60% 40% 20% Lokale, regionale und globale Partner % 50% 53% 49% 48% 50% 47% 51% 52% alle TU mit med. Fakultät Elite lokal und regional global 17

19 Lokale, regionale oder globale Kooperation gewichtete Ko-Autorenschaft 100% 80% 60% 40% 20% Lokale, regionale und globale Partner % 49% 51% 48% 52% 51% 49% 52% 48% alle TU mit med. Fakultät Elite lokal und regional global 18

20 Lokale, regionale oder globale Kooperation Regionale Kooperationen profitieren von der räumlichen Nähe Wie verteilen sich globale Partner Werden bisherige Muster an die nachwachsende Generation von Wissenschaftlern weiter gegeben? Führt die zunehmende Integration der EU zu einer immer stärkeren Konzentration auf Partner aus der EU? Spiegelt sich der Aufschwung neuer globaler Akteure (BRIC Länder) in der Entwicklung der Ko-Autorenschaft wider? 19

21 Lokale, regionale oder globale Kooperation Globale Partner Top 20 Rang 2009 Land Rangveränderung gegenüber 2000 Rang 2009 Land Rangveränderung gegenüber Dänemark Spanien Brasilien 0 9 Österreich 0 18 Israel -4 8 Russland Schweden +1 7 Italien 0 16 Indien Polen Belgien Australien Japan Kanada

22 Lokale, regionale oder globale Kooperation Globale Partner Top 20 Rang 2009 Land Rangveränderung gegenüber 2000 Rang 2009 Land Rangveränderung gegenüber Dänemark Spanien Brasilien 0 9 Österreich 0 18 Israel -4 8 Russland Schweden +1 7 Italien 0 16 Indien -1 6 China Polen -5 5 Niederlande Belgien +3 4 Frankreich 0 13 Australien Japan Kanada

23 Lokale, regionale oder globale Kooperation Globale Partner Top 20 Rang 2009 Land Rangveränderung gegenüber 2000 Rang 2009 Land Rangveränderung gegenüber Dänemark Spanien Brasilien 0 9 Österreich 0 18 Israel -4 8 Russland Schweden +1 7 Italien 0 16 Indien -1 6 China Polen -5 5 Niederlande Belgien +3 4 Frankreich 0 13 Australien +3 3 Schweiz Japan -6 2 UK Kanada 0 1 USA 0 22

24 Fazit Kooperationen gewinnen in der Wissensproduktion zunehmend an Bedeutung. Lokale / regionale Kooperationspartner haben dabei eine ähnlich große Bedeutung wie globale Partnerschaften. Kooperationsmuster sind auch bei Berücksichtigung verschiedener Universitätstypen sehr stabil (vermutlich aber nicht bei unterschiedlichen Fachrichtungen?). Trotz einer Welt im Wandel weisen die Ergebnisse auf eine hohe Stabilität bei internationalen bzw. globalen Partnern hin. 23

25 Herzlichen Dank für Ihr Aufmerksamkeit! 24

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