Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle. Elektrische Zigaretten ein Überblick. Band 19 Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

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1 Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle Elektrische Zigaretten ein Überblick Band 19 Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

2 Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle Band 19: Elektrische Zigaretten ein Überblick 2013, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg 1. Auflage 2013 Zitierweise: Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.) Elektrische Zigaretten ein Überblick Heidelberg, 2013 Titelbild: istockphoto.com/beba73, bearbeitet und ergänzt durch Deutsches Krebsforschungszentrum, Stabsstelle Krebsprävention, 2013 Gestaltung, Layout und Satz: Sarah Kahnert, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg Verantwortlich für den Inhalt: Deutsches Krebsforschungszentrum Stabsstelle Krebsprävention und WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle Leiterin: Dr. med. Martina Pötschke-Langer Im Neuenheimer Feld Heidelberg Telefon: Telefax: Internet:

3 Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle Band 19 Elektrische Zigaretten ein Überblick Autorinnen Dr. Katrin Schaller Linda Ruppert, MPH Dipl. Biol. Sarah Kahnert Christina Bethke, Volljuristin Dr. Urmila Nair Dr. Martina Pötschke-Langer Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

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5 Inhalt Vorwort...V Kernaussagen... VI 1 Hintergrund Produkteigenschaften Produktvielfalt Technische Probleme und Gefahr der Überdosierung Schwankungen in der Aerosolbildung und im Nikotingehalt Defizite bei der Deklaration der Inhaltsstoffe der Liquids Gesundheitliche Auswirkungen Mögliche Gesundheitsgefährdung durch Inhaltsstoffe Propylenglykol Glyzerin Nikotin Krebserzeugende Substanzen (Kanzerogene) Nebenwirkungen Rückgang der durch Tabakrauchen verursachten akuten Beeinträchtigungen Belastung der Raumluft Bekanntheit der Produkte und Marktentwicklung Konsumenten von E-Zigaretten Soziodemografische Merkmale Gründe für die Verwendung von E-Zigaretten Einschätzung der Gesundheitsschädlichkeit von E-Zigaretten E-Zigaretten als mögliches Einstiegsprodukt Nutzen in der Tabakentwöhnung Meinung der Nutzer Auswirkungen elektrischer Zigaretten auf Rauchverlangen und Entzugssymptome Nutzen elektrischer Zigaretten für eine langfristige Tabakentwöhnung Produktregulierung Einstufung der Produkte Möglichkeiten für die Einstufung Regulierung der E-Zigarette international Produktsicherheit Nutzung im öffentlichen Raum Jugendschutz Werbung...32 Literaturverzeichnis...33 Autorenverzeichnis...40 Inhalt V

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7 Vorwort Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist eine wesentliche Aufgabe von Regierungen. In der Europäischen Union sterben jedes Jahr rund Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens. Da der Tabakkonsum damit das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko ist, ist es eine wichtige Aufgabe der Politik, ein Umfeld zu schaffen, das junge Menschen davon abhält, mit dem Rauchen anzufangen und Raucher dazu ermutigt, mit dem Rauchen aufzuhören. Dieser Prozess wird auch durch Regulierungsmaßnahmen unterstützt. Die Europäische Kommission überarbeitet derzeit die Richtlinie über Tabakerzeugnisse (2001/37/EG). Als eine Neuerung ist vorgesehen, elektrische Zigaretten in die Tabakproduktrichtlinie aufzunehmen, da diese Produkte, die seit 2006 in Europa verfügbar sind, in den Mitgliedstaaten sehr uneinheitlich geregelt werden. Grundsätzlich besteht ein Konsens darüber, dass elektrische Zigaretten besser reguliert werden müssen. Denkbar ist eine Regulierung als Arzneimittel, Medizinprodukt, Verbraucherprodukt oder Tabakprodukt. Um den Meinungsbildungsprozess hierzu zu unterstützen, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum in dem vorliegenden Report die aktuell verfügbaren Studien zur Produktqualität elektrischer Zigaretten, möglichen gesundheitlichen Auswirkungen und ihrem Nutzen als Hilfsmittel zu einem Rauchstopp ausgewertet. Das Deutsche Krebsforschungszentrum begrüßt den Vorschlag der Europäischen Kommission, elektrische Zigaretten wie Arzneimittel zu regulieren. Durch eine Regulierung als Arzneimittel ist zum einen eine gute Produktqualität gewährleistet, zum anderen stehen dadurch die Produkte denjenigen Rauchern, denen ein Rauchstopp mit anderen Hilfsmitteln nicht gelingt, zur Verfügung. So finden sie Verwendung entweder als Alternative zum Rauchen für eine Reduzierung des Tabakkonsums im Sinne einer Verminderung des Gesundheitsrisikos ( harm reduction ) oder als neues Hilfsmittel für einen Rauchstopp. Ein vollständiger, dauerhafter Rauchstopp ist Voraussetzung für eine effektive Krebsprävention. Prof. Dr. Otmar D. Wiestler Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, im April 2013 Vorwort VII

8 Kernaussagen Elektrische Zigaretten sind neuartige Produkte, die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind. Dementsprechend gibt es nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen des Konsums. Nach der aktuellen Datenlage lassen sich folgende Aussagen treffen: Produkteigenschaften Die elektrische Zigarette kann derzeit nicht als bedenkenlos bewertet werden. Der Verbraucher hat keine zuverlässigen Informationen zur Produktqualität. Elektrische Zigaretten weisen verschiedene technische Mängel auf (auslaufende Kartuschen, unbeabsichtigte Nikotinaufnahme bei Kartuschenwechsel, Möglichkeit einer unbeabsichtigten Überdosierung). Manche Hersteller deklarieren die Liquids unzureichend und teilweise auch falsch. Gesundheitliche Auswirkungen Die Liquids enthalten Inhaltsstoffe, die bei Kurzzeitgebrauch die Atemwege reizen und zu allergischen Reaktionen führen können sowie bei wiederholter Inhalation über einen längeren Zeitraum hinweg möglicherweise gesundheitsschädlich sind. Das Aerosol mancher Liquids enthält gesundheitsschädliche Substanzen (Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein, Diethylenglykol, Nickel, Chrom, Blei). Elektrische Zigaretten unterscheiden sich zum Teil erheblich in ihrer Funktionalität (Aerosolbildung, Abgabe von Nikotin ins Aerosol). Eine gesundheitliche Belastung Dritter kann nicht ausgeschlossen werden, da beim Konsum elektrischer Zigaretten feine und ultrafeine lungengängige Flüssigkeitspartikel, Nikotin und krebserzeugende Substanzen in die Raumluft abgegeben werden. VIII Kernaussagen

9 Konsumenten von E-Zigaretten Elektrische Zigaretten werden vorwiegend von Rauchern und Rauchern, die einen Rauchstopp erwägen, sowie ehemaligen Rauchern verwendet. Elektrische Zigaretten werden zwar nur von wenigen Nichtrauchern verwendet, können diese aber dem Rauchen herkömmlicher Zigaretten näher bringen. Elektrische Zigaretten werden in erster Linie aufgrund der geringeren Gesundheitsgefährdung, die ihr zugeschrieben wird, als Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sowie als Hilfsmittel zum Rauchstopp verwendet. Nutzen in der Tabakentwöhnung Elektrische Zigaretten können unabhängig von ihrem Nikotingehalt das Rauchverlangen und Entzugssymptome verringern. Manche Raucher rauchen infolge des E-Zigarettenkonsums weniger oder hören auf zu rauchen. Der Nutzen von E-Zigaretten als Hilfsmittel für einen dauerhaften Rauchstopp ist derzeit nicht erwiesen. Regulierung Für E-Zigaretten besteht dringender Forschungsbedarf hinsichtlich der Produktqualität, der Inhaltsstoffe, der gesundheitlichen Auswirkungen und der Wirksamkeit der Produkte als Hilfsmittel für einen Rauchstopp. Diesbezüglich müssen schnellstmöglich sorgfältig konzipierte Studien von unabhängigen, qualifizierten Wissenschaftlern durchgeführt werden. Elektrische Zigaretten sollten unabhängig von ihrem Nikotingehalt als Arzneimittel reguliert werden. E-Zigaretten sollten nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden. Im Rahmen der Nichtraucherschutzgesetze sollten elektrische Zigaretten grundsätzlich herkömmlichen Zigaretten gleichgestellt sein. Kernaussagen IX

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11 1 Hintergrund In den letzten Jahren etablieren sich auf dem Tabakmarkt zunehmend elektrische Zigaretten (E-Zigaretten), die das Rauchen mit technischen Mitteln simulieren, ohne dabei Tabak zu verbrennen. Die Geräte bestehen aus einer Stromquelle, einem elektrischen Vernebler und einer auswechselbaren Kartusche mit einer Flüssigkeit (Liquid), die durch das Saugen am Mundstück vernebelt und inhaliert wird. Hauptbestandteile der Flüssigkeit sind Propylenglykol und/oder Glyzerin, Aromen (Tabakaroma, Fruchtaromen, Schokolade, Menthol, Rum, Cola, Piña Colada, Eiscreme, Zuckerwatte und viele andere) und in der Regel Nikotin; es gibt aber auch nikotinfreie Liquids. Elektrische Zigaretten werden derzeit als Möglichkeit zum Nikotinkonsum in Rauchverbotsbereichen, als gesündere Alternative zum Rauchen sowie manchmal als Hilfsmittel zur Rauchreduktion beworben. E-Zigaretten werden über das Internet verkauft, sind aber auch in Tabakläden, Apotheken und Supermärkten erhältlich. Nach aktuellem Wissensstand können elektrische Zigaretten nicht als unbedenklich bewertet werden, auch wenn sie beim Gebrauch anders als herkömmliche Zigaretten keine Abbrandprodukte produzieren; denn zur Wirkungsweise elektrischer Zigaretten, ihrer Produktsicherheit sowie möglichen gesundheitlichen Folgen des Konsums insbesondere zu langfristigen Auswirkungen liegen derzeit erst wenige Studien vor. Der vorliegende Band gibt auf Basis einer systematischen Literaturrecherche einen umfassenden Überblick über die Verbreitung der Produkte, den aktuellen Wissensstand zu Produkteigenschaften und möglichen Gesundheitsgefahren von elektrischen Zigaretten sowie ihrem eventuellen Nutzen in der Tabakentwöhnung. Er weist darauf hin, dass eine Regulierung der Produkte notwendig ist. Hintergrund 1

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13 2 Produkteigenschaften 2.1 Produktvielfalt Elektrische Zigaretten unterscheiden sich im Aussehen sowie in ihren Bestandteilen, haben aber einen ähnlichen Grundaufbau (Abb. 2.1). Saugt der Konsument am Mundstück oder betätigt er bei manchen Modellen eine Taste, wird der Verdampfungsmechanismus aktiviert und die Flüssigkeit wird unter Wärmeeinwirkung bei Temperaturen zwischen 65 C und 120 C verdampft. Der dabei entstehende, als feiner Dampf sichtbare Nebel wird vom Raucher eingeatmet. Der Dampf wird nur während der Aktivierung produziert, nicht aber in den Pausen zwischen den einzelnen Zügen. Bei mehrfach verwendbaren Produkten tauscht der Konsument leere Kartuschen aus. Dafür stehen Ersatzkartuschen, offene Kartuschen und Tropffläschchen mit Nachfüllflüssigkeit zur Verfügung. Die Produktpalette der elektrischen Zigaretten ist vielfältig: Es gibt mehrfach verwendbare E-Zigaretten mit Einmalkartuschen und solche mit nachfüllbaren Kartuschen, Einwegprodukte, die aufgrund des günstigen Preises zum Ausprobieren geeignet sind und weggeworfen werden, wenn die Flüssigkeit aufgebraucht ist sowie Einzelteile zum Eigenbau. Teilweise sehen elektrische Zigaretten aus wie herkömmliche Zigaretten, es gibt sie aber auch in Stiftform, als Pfeifen sowie in verschiedenen Formen und Farben oder verziert mit Strass-Steinen (Abb. 2.2, folgende Seite). Auch die Liquids sind vielfältig. Die Aromamischungen kamen anfangs ausschließlich aus China; heute geben die Verkäufer teilweise an, dass die Liquids aus Deutschland oder europäischen Ländern stammen, in der Apotheke hergestellt würden und Qualitätsnormen entsprächen 107,108,112,125. Die genaue Herkunft der Bestandteile bleibt allerdings meist unklar. Ebenso undurchsichtig ist in der Regel, auf welche Produkteigenschaften sich die Qualitätsstandards beziehen und worin der Qualitätsstandard besteht. Zudem ist nicht gewährleistet, dass die Mischungsverhältnisse der Zutaten der Produkte Abbildung 2.1 Aufbau elektrischer Zigaretten. Quelle: Fraunhofer WKI 52 (bearbeitet) Produkteigenschaften 3

14 Abbildung 2.2 Beispiele für verschiedene elektrische Zigaretten. Quelle: Fraunhofer WKI 52 stets einheitlich sind: In einzelnen Liquids wurden in verschiedenen Fläschchen desselben Aromas Variationen in der chemischen Zusammensetzung gefunden 4. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, privat eigene Liquids zusammenzumischen. Anleitungen dazu gibt es beispielsweise auf YouTube und im Internet stehen Rechner für mögliche Mischungsverhältnisse der einzelnen Zutaten zur Verfügung 133. Beim Selbstmischen können neben den Substanzen, die in handelsüblichen Nachfüllprodukten enthalten sind, auch alle möglichen anderen Stoffe Verwendung finden. So ersetzt beispielsweise eine Selbstmischerin die Zutat Wasser durch Wodka 135. Die Manipulierung der Nikotindosierung und das Mischen der Liquids mit Alkohol und anderen Wirkstoffen können gefährlich sein. Der Hauptbestandteil der Flüssigkeit elektrischer Zigaretten ist Propylenglykol, das als Vernebelungsmittel zur Dampferzeugung dient. Dieser Stoff kann durch Glyzerin ersetzt oder ergänzt werden. Die meisten Liquids sind in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Sie können auch Tabakextrakt enthalten, der möglicherweise krebserzeugende Substanzen und andere giftige Stoffe enthält. Die meisten Liquids enthalten Nikotin; der Käufer kann in der Regel zwischen Nikotinkonzentrationen von 0 bis 18 Milligramm pro Milliliter wählen 77,96,106, einzelne Hersteller bieten auch höhere Nikotinkonzentrationen mit 20, 24 oder 36 Milligramm Nikotin pro Milliliter an 8,38,105. Auch wenn die große Produktvielfalt die Beurteilung erschwert, so zeichnet sich doch ab, dass in einigen Fällen Mängel in der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Produkte sowie bei der Deklaration der Inhaltsstoffe bestehen. 2.2 Technische Probleme und Gefahr der Überdosierung Einige E-Zigaretten weisen ein hochwertiges Design und eine qualitativ gute Verarbeitung auf, jedoch bestehen keine gesetzlichen Standards für die Bestandteile, die Konzentrationen, die Reinheit, die Produktsicherheit oder für Sicherheitshinweise für den Gebrauch. Zudem stehen den Konsumenten keine geprüften sicherheitstechnischen Daten zu den einzelnen Produkten zur Verfügung. Technische Probleme sind keine Seltenheit. So kann durch zu starkes Saugen am Gerät Flüssigkeit in den Mund gelangen 97 bei nikotinhaltigen Liquids kann dabei Nikotin über die Mundschleimhaut aufgenommen oder versehentlich verschluckt werden. Dies kann in Abhängigkeit von der Nikotinmenge zu Vergiftungssymptomen führen. Auch beim Auswechseln der Kartuschen oder beim Befüllen mit Nachfüllfläschchen kann Liquid austreten und dabei auf die Hände gelangen 115. Bei nikotinhaltigen Flüssigkeiten ist hierbei möglich, dass Nikotin über die Haut aufgenommen wird. Zudem geht eine elektrische Zigarette nicht wie eine herkömmliche Zigarette 4 Produkteigenschaften

15 nach rund zehn Zügen von alleine aus, sondern kann über hunderte von Zügen pausenlos benutzt werden. Daher kann der Konsument bei bestimmungsgemäßem Gebrauch infolge zu intensiver Nutzung eine gefährliche Nikotinmenge bis hin zu ernsten Vergiftungserscheinungen aufnehmen. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung sowie Presseberichten zufolge kam es bereits zu einzelnen derartigen Vergiftungsfällen 12,73. Technisch minderwertige Produkte können im Extremfall sehr gefährlich sein: In den USA explodierte aus unbekannter Ursache eine E-Zigarette während des Gebrauchs und verletzte den Konsumenten schwer im Gesicht Schwankungen in der Aerosolbildung und im Nikotingehalt Die Inhaltsstoffe der Aromalösungen gelangen in den Dampf dieser wird allerdings von den einzelnen Geräten uneinheitlich produziert. So bilden E-Zigaretten verschiedener Hersteller unterschiedlich dichtes Aerosol und häufig lässt die Dichte des Nebels während des Gebrauchs nach 116,128. Außerdem muss an elektrischen Zigaretten stärker gesaugt werden als an herkömmlichen Zigaretten 116. Insbesondere mit abnehmender Flüssigkeitsmenge in der Kartusche muss die Saugstärke intensiviert werden, um Aerosol zu produzieren 128. Wie eine Analyse von YouTube-Videos zeigte, ziehen die Verbraucher tatsächlich an den meisten elektrischen Zigaretten stärker und deutlich länger als an konventionellen Zigaretten. Die Zugdauer betrug bei E-Zigaretten durchschnittlich 4,3 Sekunden, bei Tabakzigaretten hingegen nur 2,4 Sekunden 66. Manche Nutzer verwenden außerdem stärkere Batterien, damit das Gerät mehr Liquid vernebelt 86. Deutliche Unterschiede bestehen auch in der Effektivität, mit der das Nikotin aus der Flüssigkeit ins Aerosol übertragen wird, sodass die Nikotinmenge im Aerosol elektrischer Zigaretten sehr stark variiert. Dabei spielen die Spannungsstärke der Batterie sowie die Zugintensität eine Rolle: Eine höhere elektrische Spannung sowie eine längere Zugdauer erhöhen die Nikotinmenge im Aerosol deutlich 103. Bei einer Untersuchung von 16 verschiedenen Geräten zeigte sich, dass das meiste Nikotin innerhalb von 150 bis 180 Zügen abgegeben wird, wobei je nach Produkt 21 bis 85 Prozent des Nikotins aus der Flüssigkeit ins Aerosol gelangen; nur wenige Geräte geben das Nikotin gleichmäßig über eine größere Anzahl von Zügen ab 57. Die Nikotinabgabe schwankt dabei nicht nur von Hersteller zu Hersteller, sondern auch innerhalb einer Marke vernebeln viele Geräte das Nikotin von Gebrauch zu Gebrauch unterschiedlich effektiv 57 (Abb. 2.3, folgende Seite). 2.4 Defizite bei der Deklaration der Inhaltsstoffe der Liquids Bei den Angaben zur Nikotinmenge der Flüssigkeiten wurden bei einigen Produkten teilweise gravierende Fehldeklarationen festgestellt 16,18,57,61,114. So wurden in als nikotinfrei deklarierten Flüssigkeiten und Nachfüllkartuschen geringe bis deutliche Mengen Nikotin nachgewiesen 18,57,114. Manche als nikotinfrei ausgezeichnete Produkte enthielten unterschiedliche Mengen Nikotin, im Extremfall 21,8 Milligramm Nikotin pro Kartusche dies entspricht in etwa einer hoch dosierten Nikotinmenge für Liquids 114. Umgekehrt wurde in einigen Flüssigkeiten, die Nikotin enthalten sollten, dieses nur in deutlich geringeren Mengen als auf der Verpackung angegeben gefunden 18,57,114 : So befand sich im Extremfall in einer Flüssigkeit, die mit 24 Milligramm Nikotin pro Kartusche deklariert war, nur 0,09 Milligramm Nikotin 114 und Liquids, die mit 18 Milligramm Nikotin pro Milliliter ausgezeichnet waren, wiesen nur eine Menge von 2 Milligramm Nikotin pro Milliliter auf 57. Bei einer Überprüfung von 20 Kartuschen und 15 Nachfüllfläschchen wurde festgestellt, dass die Nikotinmenge nur in zehn von 35 Proben korrekt deklariert war. In 18 Proben fand sich meist deutlich weniger Nikotin als angegeben und sieben Produkte enthielten ein bis fünf Milligramm Nikotin mehr als angegeben 57. Nahezu vollständig im Unklaren über die Nikotinmenge in der Kartusche bleiben Konsumenten, wenn Mengenangaben wie leicht, mittel oder stark verwendet werden. Aus diesen von manchen Händlern verwendeten Angaben ist in keiner Weise ersichtlich, wie viel Nikotin tatsächlich in den Produkten enthalten ist. Über das Internet kann man auch ausländische Liquids beziehen, die abgesehen von Nikotin weitere pharmakologisch wirksame Substanzen enthalten, wie den als Potenzmittel verwendeten Wirkstoff Produkteigenschaften 5

16 Abbildung 2.3 Übergang von Nikotin in den Nebel bei verschiedenen Produkten. E-Zigarette 5 ( Trendy 808 ) vernebelt das Nikotin sehr ineffektiv (gibt nur rund 30 Prozent des Nikotins aus der Kartusche in den Dampf ab) und sehr uneinheitlich über 300 Züge hinweg (großer Standardfehler); E-Zigarette 16 ( Gamucci ) vernebelt das Nikotin sehr effektiv (rund 70 Prozent des Nikotins aus der Kartusche gelangen in den Dampf) und sehr gleichmäßig über 300 Züge hinweg (geringer Standardfehler). Quelle: Goniewicz Darstellung: Deutsches Krebsforschungszentrum 2013 Kumulative Nikotinmenge [mg] Kumulative Nikotinmenge [mg] 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 E-Zigarette 5 0, Mittelwert Mittelwert ± Standardfehler Mittelwert Mittelwert ± Standardfehler Anzahl der Züge E-Zigarette Anzahl der Züge Prozentsatz des aus der Kartusche freigesetzten Nikotins [%] Prozentsatz des aus der Kartusche freigesetzten Nikotins [%] Tadalafil oder den Appetitzügler Rimonabant 37, der in der Europäischen Union im Jahr 2009 vom Markt genommen wurde 61. Die Kartuschen mit diesen Wirkstoffen sind laut Untersuchungen der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) teilweise falsch deklariert. So enthielten Flüssigkeiten, die den Wirkstoff Tadalafil enthalten sollten, kein Tadalafil, sondern den strukturverwandten Stoff Amino-Tadalafil. In allen untersuchten Produkten mit Rimonabant wurden zusätzlich zu Rimonabant auch Verunreinigungen dieses Wirkstoffs nachgewiesen 61. Insgesamt ist festzuhalten, dass der Verbraucher nicht zuverlässig erkennen kann, welche Inhaltsstoffe ein Produkt tatsächlich enthält. Aufgrund mangelhafter oder falscher Deklaration kann es vorkommen, dass Konsumenten Nikotin ungewollt oder in höherer Menge als beabsichtigt aufnehmen. Fazit Die bestehenden Produktmängel erfordern eine Regulierung, die Hersteller und Händler verpflichtet, folgende Angaben zu machen: Genaue Angabe der Inhaltsstoffe der Liquids auf der Verpackung (Reinheit, Verunreinigungen, Stabilität). Expositionsabschätzung der Inhaltsstoffe beim Gebrauch elektrischer Zigaretten für kurzfristige und langfristige Nutzung. Toxikologische Beurteilung der inhalativen Aufnahme aller Inhaltsstoffe für kurzfristige und langfristige Nutzung. Abschätzung des Gesundheitsrisikos, das beim Gebrauch elektrischer Zigaretten für kurzfristige und langfristige Nutzung besteht. Abschätzung des Abhängigkeitspotentials nikotinhaltiger Produkte. Expositionsabschätzung Dritter (Passivrauchen). 6 Produkteigenschaften

17 3 Gesundheitliche Auswirkungen 3.1 Mögliche Gesundheitsgefährdung durch Inhaltsstoffe Eine Gesundheitsgefährdung infolge des bestimmungsgemäßen Gebrauchs elektrischer Zigaretten lässt sich derzeit nicht ausschließen. Grundsätzlich gilt, dass nikotinhaltige Liquids ein Gefahrenpotential bergen, da Nikotin giftig ist und abhängig machen kann. Aber auch nikotinfreie Flüssigkeiten sind nicht unbedingt harmlos. Zwar sind die Hauptinhaltsstoffe der Flüssigkeiten (Propylenglykol, Glyzerin, Aromen) zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen, dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sie auch ungefährlich sind, wenn sie wie bei der Verwendung elektrischer Zigaretten über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt inhaliert werden. Zu den Auswirkungen eines langfristigen Gebrauchs von E-Zigaretten liegen derzeit keine Studien vor. Im Folgenden wird das gesundheitliche Gefahrenpotential der einzelnen Bestandteile der Lösungen erläutert Propylenglykol Propylenglykol ist der Hauptbestandteil der Flüssigkeiten und dient in E-Zigaretten als Vernebelungsmittel. In der Europäischen Union ist Propylenglykol als Lebensmittelzusatzstoff (zur Verwendung als Feuchthaltemittel oder Lösungsmittel für Farbstoffe und Aromen) zugelassen 2,43. Es wird aber auch häufig als Feuchthaltemittel in kosmetischen und medizinischen Produkten, die auf die Haut aufgetragen werden, sowie industriell als Frostschutzund Enteisungsmittel für Autos, Flugzeuge und Boote verwendet 2. Sicherheitsdatenblätter von Propylenglykol weisen für die gewerbsmäßige Verwendung darauf hin, dass die Substanz explosive Gas-Luft-Gemische bilden kann und beim Erhitzen oder im Brandfalle die Bildung giftiger Gase möglich ist. Als Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung wird genannt, dass für ausreichende Belüftung zu sorgen und die Inhalation zu vermeiden sei. Propylenglykol wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) für die orale Aufnahme (verschlucken) als unbedenklich (generally recognized as safe, GRAS) eingestuft 13. Bei einer Aufnahme über die Lunge (Inhalation) können aber ganz andere Werte gelten, da die Lunge eine sehr große Aufnahmefläche bietet. Zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung von Propylenglykol bei Inhalation wie beim bestimmungsgemäßen Gebrauch elektrischer Zigaretten liegen bisher nur einzelne Studien vor. Diesen Studien zufolge kann das Einatmen von Propylenglykol die Atemwege beeinträchtigen. So verursacht bereits eine kurzfristige Belastung der Raumluft mit Propylenglykol (309 mg/m³ für eine Minute) Augen-, Rachen- und Atemwegsreizungen 127. Eine langandauernde Belastung der Raumluft mit Propylenglykol kann das Asthmarisiko von Kindern erhöhen 20. Personen, die über mehrere Jahre hinweg immer wieder propylenglykolhaltigem Bühnennebel ausgesetzt waren, leiden häufiger an Atemwegs- Hals- und Nasenreizungen als nicht exponierte Personen 88. Es ist daher davon auszugehen, dass der Konsum von E-Zigaretten, bei dem mehrmals täglich Propylenglykoldämpfe inhaliert werden, zu Reizungen der Atemwege führen kann. Dies gilt insbesondere für Personen mit Atemwegsschädigungen und für Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen oder sie ergänzend benutzen, da Raucher zumeist vorgeschädigte Atemwege haben. Manche Hersteller von E-Zigaretten warnen entsprechend: Benutzen Sie das Produkt nur mit äußerster Vorsicht, wenn Sie an einer Lungenerkrankung (z.b. Asthma, COPD, Bronchitis, Lungenentzündung) Gesundheitliche Auswirkungen 7

18 leiden. Der freigesetzte Nebel kann bei vorgeschädigter Lunge unter Umständen einen Asthmaanfall, Luftnot und Hustenanfälle auslösen. Verwenden Sie das Produkt nicht, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt! Glyzerin Häufig wird neben Propylenglykol auch Glyzerin für die Aerosolproduktion in elektrischen Zigaretten verwendet. Glyzerin gilt für die orale Aufnahme als unbedenklich und wird in der Lebensmittelproduktion als Feuchthaltemittel und Trägerlösungsmittel für Aromen verwendet. Dies heißt aber nicht zwangsläufig, dass es auch harmlos ist, wenn es wie beim bestimmungsgemäßen Gebrauch von E-Zigaretten inhaliert wird. Derartige Bedenken sind nicht ungerechtfertigt, denn im Fachjournal Chest wird in einer Fallstudie von einem Patienten mit einer lipoiden Lungenentzündung berichtet, die durch auf Glyzerin basierende Öle aus dem Aerosol elektrischer Zigaretten ausgelöst wurde. Der Zusammenhang erscheint eindeutig, da nach dem Absetzen der E-Ziga rette die Symptome verschwanden Nikotin Nikotin beeinflusst im Körper zahlreiche Prozesse 6,70,117 (Abb. 3.1): Es steigert den Blutdruck und die Herzschlagfrequenz, zügelt den Appetit, steigert den Ruheenergieverbrauch und aktiviert die Darmtätigkeit, was zu Durchfällen führen kann. Außerdem reduziert es die Urinproduktion, fördert die Blutgerinnung, stimuliert die Atmung, erhöht die Schmerzempfindlichkeit und kann Übelkeit und Erbrechen auslösen. Im Gehirn fördert Nikotin die Freisetzung mehrerer Neurotransmitter, die verschiedene psychische Effekte auslösen, was zu einer Abhängigkeit führen kann. Mindestens einen Teil dieser Wirkungen entfaltet das Nikotin auch beim Gebrauch Pharmakologische Wirkungen von Nikotin Steigerung der Dopaminübertragung in bestimmten Hirnbereichen Wohlgefühl und Verlangen nach Wiederholung Abhängigkeit Kortikale Stimulation oder Beeinflussung des limbischen Systems in Abhängigkeit von der Ausgangslage Aktivierung des Parasympathikus Aktivierung des Sympathikus Fettabbau, Glykogenabbau Wachheit oder Entspannung Durchfall erhöhte Herzfrequenz, erhöhtes Schlagvolumen Gewichtsverlust Steigerung der Adrenalinausschüttung Verengung der Blutgefäße Blutdruckanstieg Nikotin erhöhte Herzfrequenz Freisetzung von Adiuretin Hemmung der Urinproduktion erhöhte Herzfrequenz Erregung des Brechzentrums Erbrechen Abbildung 3.1 Pharmakologische Wirkungen von Nikotin. Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum , Darstellung: Deutsches Krebsforschungszentrum 2013 Erregung von Druck-, Schmerz- und Temperaturrezeptoren Förderung der Blutgerinnung erhöhte Schmerzempfindlichkeit erhöhte Thromboseneigung erhöhte Atemfrequenz 8 Gesundheitliche Auswirkungen

19 elektrischer Zigaretten. So erhöht der Konsum von nikotinhaltigen E-Zigaretten die Herzfrequenz: Beim Gebrauch einer E-Ziga rette mit mindestens 10 Milligramm pro Milliliter Nikotin stieg der Puls innerhalb der ersten fünf Minuten von 73,2 auf 78 Schläge pro Minute an. Diese Werte wurden bei Personen beobachtet, die seit mindestens drei Monaten E-Zigaretten konsumierten und somit Erfahrung mit dem Produkt hatten 122. Sehr große Mengen Nikotin sind giftig: Rund 50 Milligramm Nikotin sind beim Verschlucken tödlich 80, für Kleinkinder ist bereits eine Menge von sechs Milligramm lebensbedrohlich 13. Da die Flüssigkeiten elektrischer Zigaretten in der Regel 6 bis 26 mg/ml Nikotin, teilweise bis zu 36 Milligramm pro Milliliter Nikotin enthalten, sind die Kartuschen und vor allem Nachfüllflaschen mit bis zu 50 Milliliter Inhalt für Kinder eine ernste Gefahr, falls diese den Inhalt infolge von Unachtsamkeit verschlucken 16. Nikotin durchdringt die Plazenta, gelangt in den Fetus und kann beim Ungeborenen die Lunge, das Herz und das Nervensystem schädigen 81. Daher sollten Schwangere keine elektrischen Zigaretten verwenden. Auf die Gesundheitsgefährdung, die von Nikotin ausgeht, weisen einige Händler, die elektrische Zigaretten vertreiben, hin. Problematischer als die toxischen Wirkungen von Nikotin, die in erster Linie infolge einer Überdosierung zu erwarten sind, ist für den Verbraucher die pharmakologische Wirkung der Substanz auf das Gehirn: Dort bindet sie an Nikotinrezeptoren, wodurch verschiedene Botenstoffe freigesetzt werden, die das Belohnungszentrum stimulieren und dadurch ein Gefühl von Wohlbefinden auslösen 7. Dies kann mit der Zeit zu einem zwingenden Verlangen nach Nikotin und letztendlich zu einer Abhängigkeit führen. Diese setzt sich aus einer körperlichen und psychischen Komponente zusammen, was die Entwöhnung besonders schwer macht 7. Beim Gebrauch nikotinhaltiger elektrischer Zigaretten steigt die Nikotinmenge im Blut an, wobei die Geräte das Nikotin offenbar langsamer und in geringeren Mengen an den Körper abgeben als herkömmliche Zigaretten. So werden beim Rauchen bereits nach durchschnittlich 14,3 Minuten Höchstwerte von rund 15 bis 20 Nanogramm Nikotin pro Milliliter Blut erreicht, bei E-Ziga retten hingegen steigen die Nikotinwerte erst nach 19,6 Minuten lediglich auf bis zu 3,5 Nanogramm pro Milliliter 10,39,121. Diese Messungen wurden an Personen, die zum ersten Mal elektrische Zigaretten verwendeten, durchgeführt. Bei Probanden, die bereits seit mehreren Monaten E-Zigaretten benutzten, stiegen die Nikotinwerte auf 10 bis 15 Nanogramm pro Milliliter an 122. Möglicherweise ziehen Testpersonen, die längere Erfahrung mit den Produkten haben, intensiver an den Geräten, sodass sich die Nikotinabgabe infolgedessen erhöht. Da beim Konsum elektrischer Zigaretten Nikotin aufgenommen wird, ist es denkbar, dass die Nikotinabhängigkeit von Rauchern, die auf E-Zigaretten umgestiegen sind oder diese ergänzend zu herkömmlichen Zigaretten verwenden, aufrecht erhalten wird 130, weil das Rauchritual beibehalten wird. Zwar verwenden derzeit vor allem Raucher und Exraucher E-Zigaretten 41,42,51,63,72,85,90,98, aber vor allem die zahlreichen Aromen (wie beispielsweise Fruchtaromen, Schokolade oder Cappuccino) machen die Produkte in besonderem Maße für junge Menschen attraktiv und möglicherweise sogar für Nichtraucher interessant 130. Gerade junge Menschen sollten aber vor jeglicher Abhängigkeit geschützt werden Krebserzeugende Substanzen (Kanzerogene) In einzelnen Liquids wurden in geringen Mengen Nitrosamine nachgewiesen 55,76,114,126. Außerdem wurden im Aerosol verschiedener E-Zigaretten Formaldehyd, Acetaldehyd und Acrolein gemessen, jedoch in deutlich geringeren Mengen als in Zigarettenrauch 55,76,102,110,119 (Abb. 3.2, folgende Seite). Formaldehyd und Acrolein wurden nur in glyzerinhaltigen Liquids gefunden und entstehen vermutlich beim Erhitzen des Glyzerins 55,110. Das Acrolein wird vom Konsumenten aufgenommen: Ein Abbauprodukt des Acroleins wurde im Urin von E-Zigarettenkonsumenten nachgewiesen, allerdings in deutlich geringeren Mengen als nach dem Rauchen herkömmlicher Zigaretten 56. Zudem wurden im Aerosol Nickel und Chrom nachgewiesen, wobei Nickel in höherer Konzentration, als es von Zigarettenrauch bekannt ist, vorlag 129. Die genannten Substanzen wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der International Agency for Research on Cancer (IARC) als krebserzeugend klassifiziert 30,69. Da es für Kanzerogene keinen Schwellenwert gibt, unterhalb dessen sie unschädlich wären, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Konsum elektrischer Zigaretten das Krebsrisiko erhöht, auch wenn diese Stoffe nur in sehr geringen Mengen vorhanden sind. Gesundheitliche Auswirkungen 9

20 Formaldehyd Acetaldehyd Abbildung 3.2 Konzentrationen (µg/m 3 ) von Formaldehyd und Acetaldehyd in der Innenraumluft nach dem Gebrauch einer E-Zigarette mit verschiedenen Liquids sowie einer konventionellen Zigarette. Quelle: Schripp et al Darstellung: Deutsches Krebsforschungszentrum 2013 Konzentration [µg/m 3 ] Liquid 1 0 mg/ml Nikotin* Apfelgeschmack Liquid 2 18 mg/ml Nikotin* Apfelgeschmack *vom Hersteller angegeben Liquid 3 18 mg/ml Nikotin* Tabakgeschmack 86 Konventionelle Zigarette 0,8 mg Nikotin 3.2 Nebenwirkungen Als Nebenwirkungen des E-Zigarettengebrauchs werden Reizungen des Mundes und des Halses sowie trockener Husten, Schwindel und Übelkeit genannt, wobei die Beschwerden im Laufe der Zeit nachlassen 17,26,41,93. Zur Wirkung des E-Zigarettenkonsums auf die Lungenfunktion liegen derzeit widersprüchliche Daten vor. Eine Studie mit 30 Probanden beschreibt nach fünfminütigem Gebrauch einer E-Zigarette eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion; ob sich der Konsum auch langfristig auf die Lungenfunktion auswirkt, ist derzeit aber unbekannt 124. Eine andere Studie fand keine Wirkung von E-Zigarettenkonsum oder passivem E-Zigarettenkonsum (vergleichbar dem Passivrauchen) auf die Lungenfunktion 48. Bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) gingen seit dem Jahr Berichte über Nebenwirkungen elektrischer Zigaretten ein, darunter acht Meldungen über schwerwiegende Nebenwirkungen (beispielsweise Lungenentzündung, kongestive Herzinsuffizienz, Verbrennungen infolge Explosion des Produkts, möglicherweise Tod eines Kindes infolge des Verschluckens des Kartuscheninhalts). Auch wenn dabei nicht in jedem Fall zwangsläufig ein kausaler Zusammenhang zwischen dem E-Zigarettengebrauch und den Beschwerden bestehen muss 19, sind gesundheitliche Bedenken hinsichtlich der E-Zigaretten durchaus begründet. Bedenklich ist, dass in einem Produkt im Liquid Diethylenglykol gefunden wurde 126, das beim Verschlucken schwerwiegende gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod haben kann 101. Diese Substanz könnte schädlich sein, wenn beim Ziehen an der elektrischen Zigarette infolge einer Fehlfunktion Flüssigkeit in den Mund gelangt. Inwieweit die Substanz beim Inhalieren gefährlich ist, ist unbekannt. Zu möglichen gesundheitlichen Folgen eines langfristigen E-Zigarettenkonsums liegen derzeit noch keine Studien vor, da die Produkte erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind. 3.3 Rückgang der durch Tabakrauchen verursachten akuten Beeinträchtigungen Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes (reduzierter Hustenreiz, verbesserte Atmung und körperliche Fitness), von der viele Nutzer berichten, seit sie elektrische Zigaretten verwenden 41,63, lässt sich wahrscheinlich auf die nachgelassene Schädigung durch das Rauchen begründen. Vermutlich rauchen die betreffenden Personen weniger oder sie haben sogar ganz mit dem Rauchen aufgehört. Einem Fallbericht zufolge normalisierte sich nach einem Rauchstopp mit Hilfe einer elektrischen Zigarette bei einem Patienten mit chronischer idiopathischer Neutrophilie die Anzahl der weißen Blutkörperchen und der Entzündungsfaktoren 47. Diese Beobachtung 10 Gesundheitliche Auswirkungen

21 wird von einer Studie mit 15 E-Zigarettenkonsumenten gestützt, die feststellte, dass die Verwendung elektrischer Zigaretten keinen Einfluss auf die weißen Blutkörperchen hat Belastung der Raumluft E-Zigaretten sind nicht emissionsfrei. Beim Gebrauch von elektrischen Zigaretten gelangen flüchtige organische Substanzen wie Propylenglykol, Aromen und Nikotin sowie flüssige Partikel mit einem Durchmesser deutlich kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5 ) in die Raumluft 83,91,102. Diese ultrafeinen Partikel können tief in die Lunge eindringen. Elektrische Zigaretten produzieren jedoch wesentlich weniger ultrafeine Partikel als herkömmliche Zigaretten 83,91 (Abb. 3.3). Die beim Gebrauch elektrischer Zigaretten in die Raumluft abgegebenen Substanzen können von Nichtkonsumenten, die im Raum anwesend sind, eingeatmet werden, sodass eine gesundheitliche Belastung Dritter nicht ausgeschlossen werden kann. Derzeit liegen nur wenige Studien vor, die untersucht haben, welche Substanzen im Nebel von E-Zigaretten vorliegen. Demnach finden sich im Aerosol der untersuchten Produkte neben großen Mengen Propylenglykol, dem Hauptbestandteil der Flüssigkeiten, auch Nikotin 24,83,91, Aromen 91, tabakspezifische Nitrosamine, flüchtige organische Verbindungen, Aceton, Form aldehyd, Acetaldehyd, Benzo(a) pyren und Flüssigkeitspartikel 83,102 sowie Silikat- und verschiedene Metallpartikel 129. Die Größe der Partikel im Aerosol ist vergleichbar mit der Größe der Partikel im Tabakrauch und liegt zwischen unter 100 bis 600 Nanometer 102,137. Die Mengen der meisten gemessenen Substanzen sind im Nebel zwar deutlich geringer als im Rauch von konventionellen Zigaretten, dennoch belasten sie die Raumluft 24. Vier der gemessenen Metalle (Na trium, Eisen, Aluminium und Nickel) liegen in höherer Konzentration, als es von Zigarettenrauch bekannt ist, vor, fünf (Kupfer, Ma gnesium, PM 2,5 -Konzentration in der Raumluft [µg/m 3 ] Vor Gebrauch Nach 1,5 Min. Nach 3 Min. Vor Gebrauch Nach 1,5 Min. Nach 3 Min. E-Zigarette (1,25 mg Nikotin) Konventionelle Zigarette (0,8 mg Nikotin, 10 mg Teer) Abbildung 3.3 Konzentration von PM 2,5 (µg/m 3 ) in der Innenraumluft vor und nach dem Gebrauch einer E-Zigarette sowie einer konventionellen Zigarette. Blaue Linie: WHO-Richtwert für die Luftqualität für PM 2,5 für Kurzzeitbelastung (24 Stunden). Quelle: Pellegrino et al Darstellung: Deutsches Krebsforschungszentrum 2013 Gesundheitliche Auswirkungen 11

22 Blei, Chrom, Mangan) in gleicher Menge und zwei (Kalium, Zink) in geringerer Konzentration 129. Nickel und Chrom sind krebserzeugend, Blei wahrscheinlich krebs erzeugend 30,69. Insbesondere, wenn in einem Raum mehrere Personen elektrische Zigaretten verwenden, ist davon auszugehen, dass es infolge einer Akkumulation zu einer deutlichen Belastung der Raumluft kommt. Fazit Die elektrische Zigarette ist nach der aktuellen Datenlage gesundheitlich nicht unbedenklich: Propylenglykol kann die Atemwege reizen und möglicherweise das Asthmarisiko erhöhen. Nikotin macht abhängig. Nachfüllfläschchen mit hohem Nikotingehalt können insbesondere für Kinder lebensbedrohlich sein. Teilweise befinden sich krebserzeugende Substanzen im Nebel. Beim Konsum von E-Zigaretten gelangen Propylenglykol, ultrafeine Partikel, Nikotin und krebserzeugende Substanzen in die Raumluft. Es besteht dringender Forschungsbedarf hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von elektrischen Zigaretten. Diesbezüglich müssen schnellstmöglich sorgfältig konzipierte Studien von unabhängigen, qualifizierten Wissenschaftlern durchgeführt werden. 12 Gesundheitliche Auswirkungen

23 4 Bekanntheit der Produkte und Marktentwicklung Die elektrische Zigarette ist in der Bevölkerung insbesondere unter Rauchern mittlerweile gut bekannt, obwohl sie momentan eher ein Nischenprodukt mit geringer Verbreitung ist allerdings mit über die letzten Jahre hinweg deutlich steigendem Absatz. So haben im Jahr 2012 entsprechend einer von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Umfrage (Special Eurobarometer 385) zwei Drittel (69 Prozent) der europäischen Bevölkerung schon von E-Zigaretten gehört. Dabei wissen 46 Prozent auch, was E-Zigaretten sind, während 23 Prozent dies nicht genau wissen. Männer kennen die Produkte eher als Frauen und Jüngere (15 bis 39 Jahre) eher als Ältere (über 55 Jahre). Am bekanntesten sind die Produkte in Finnland (92 Prozent), Griechenland (90 Prozent) und Lettland (88 Prozent). Auch die meisten Deutschen (80 Prozent) haben schon einmal von den Produkten gehört und 57 Prozent wissen auch, worum es sich bei E-Zigaretten handelt. Relativ unbekannt sind die Geräte der Bevölkerung in Schweden (34 Prozent) und in Irland (47 Prozent) 113. Verschiedenen internationalen Untersuchungen zufolge sind elektrische Zigaretten rund 60 bis über 80 Prozent der Raucher bekannt 22,71,89, unter Nichtrauchern ist der Bekanntheitsgrad mit rund einem Drittel geringer 22. Entsprechend einer repräsentativen Studie (International Tobacco Control (ITC) Four-Country Survey), die von Juli 2010 bis Juni 2011 in den USA, Kanada, Australien und dem Vereinigten Königreich an Rauchern und Exrauchern durchgeführt wurde, hatte annähernd die Hälfte der Befragten (46,6 Prozent) bereits von elektrischen Zigaretten gehört. Dabei war die Bekanntheit in den Ländern, in denen elektrische Zigaretten verboten sind (Kanada: 39,5 Prozent, Australien: 20 Prozent) deutlich geringer als in Ländern, in denen E-Zigaretten erlaubt sind (USA: 73,4 Prozent, Vereinigtes Königreich: 54,4 Prozent) 1. Unter deutschen Rauchern ist der Bekanntheitsgrad elektrischer Zigaretten Umfragen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge angestiegen: 2012 kannten 78,3 Prozent der Raucher die Geräte, 2013 waren diese 81,2 Prozent der Raucher bekannt 53,54. Auch unter jungen Menschen sind E-Zigaretten gut bekannt. So hatten 86,4 Prozent von polnischen Schülern und Studenten im Alter von 15 bis 24 Jahren von den Produkten gehört 59 und in einer nordamerikanischen Erhebung mit 228 Jungen im Alter von 11 bis 19 Jahren kannten 67 Prozent der Jugendlichen (91 Prozent Nichtraucher, 9 Prozent Raucher) elektrische Zigaretten. 47 Prozent der rauchenden und 13 Prozent der nicht rauchenden Jungen konnten sich vorstellen, die Geräte auszuprobieren 92. Das Internet scheint für den Bekanntheitsgrad der elektrischen Zigaretten eine wesentliche Rolle zu spielen. Bei einer Online-Umfrage, an der 1347 E-Zigarettenkonsumenten aus 33 Ländern teilnahmen, davon 72 Prozent europäische, gaben 41 Prozent an, E-Zigaretten aus dem Internet zu kennen. 35 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten das erste Mal von einem Bekannten von den Produkten gehört und acht Prozent sahen eine andere Person eine E-Zigarette konsumieren 26. Vermutlich trägt auch die zunehmende Vermarktung zur Steigerung der Bekanntheit bei. In den USA werden elektrische Zigaretten seit einigen Jahren nicht nur im Internet vermarktet, sondern auch in Unterhaltungsshows angepriesen. Im Jahr 2010 wurden diese Produkte bei den Grammy Awards an die Gäste als Geschenke verteilt und sie werden zunehmend in Hollywoodfilmen verwendet 60. In Deutschland liefen im Dezember 2011 im Fernsehen Werbespots für E-Zigaretten (Abb. 4.1, folgende Seite). Das Interesse an elektrischen Zigaretten steigt international bereits seit dem Jahr 2008 kontinuierlich an, wie eine Bekanntheit der Produkte und Marktentwicklung 13

24 Abbildung 4.1 Werbespots im Deutschen Fernsehen. Fotos: Deutsches Krebsforschungszentrum Bekanntheit der Produkte und Marktentwicklung

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