Jugend und Sucht. (Claudia Steinberger)

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1 Jugend und Sucht (Claudia Steinberger)

2 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines Der Weg bis zur Sucht Definition von Sucht Warum Sucht entsteht? Beispiele Alkoholismus Jugend und Alkohol Kontrollverlust und Black Outs bei Jugendlichen Alkohol und seine Wirkung Nikotinsucht Warum Nikotin? Wirkung Entwöhnung Weitere Beispiele Essstörungen Selbstverstümmelung Suchtprävention Präventionsmaßnahmen Defizite und Bedarf Erreichbarkeit der Jugendlichen Therapie/Therapiezentren Suchttherapien Seite 1

3 4.2 Psychotherapien Allgemeines 1.1 Der Weg bis zur Sucht Bevor man von Sucht spricht, durchläuft man gewisse Stufen. a.) Genuss b.) Missbrauch c.) Gewöhnung d.) Abhängigkeit e.) Sucht Missbrauch Unter Missbrauch versteht man einen gelegentlichen Konsum des Suchtmittels und es kommt zu Gesundheitsschädigungen. Die Droge wird eingesetzt um zb einen unliebsamen Gefühlszustand zum Verschwinden zu bringen. Es werden legale oder illegale Drogen verwendet. Abhängigkeit Man unterscheidet zwischen 1.) körperlicher und 2.) psychischer Abhängigkeit. ad 1.) körperliche Abhängigkeit: bedeutet, dass das Suchtmittel in den Stoffwechsel des Organismus einbezogen wird und sich der Körper an das Mittel gewöhnt hat. Der Körper verträgt immer mehr, d.h. bei gleich bleibender Menge bleibt die angestrebte Wirkung aus. Beim Absetzen der Droge kommt es zu Entzugserscheinungen, die innerhalb der ersten 24 Stunden nach Absetzen des Suchtmittels beginnen. Merkmale von Entzugserscheinungen sind: - Unruhe - Schweißausbrüche - Zittern bis Gliederschmerzen - Magenkrämpfe - Brechreiz oder - Geistesstörung ad 2.) psychische Abhängigkeit: bedeutet ein unbezwingbares Verlangen die Droge ständig zu nehmen und der Preis spielt keine Rolle. 1.2 Definition von Sucht Ist eine Krankheit, die jede Person, jede Alters- und jede Gesellschaftsschicht betrifft. Sucht ist ein prozesshaftes Geschehen und entsteht nicht von einem Tag auf den anderen. Die Übergänge sind fließend und für Angehörige und Betroffene schwer erkennbar. Seite 2

4 Sucht bedeutet - zwanghaftes Verhalten und ist an eine bestimmte Substanz (stoffgebunden) oder an eine bestimmte Verhaltensweise gebunden. - psychische Abhängigkeit - nicht immer körperliche Abhängigkeit (hängt von der Art des Suchtmittels ab) - Suche nach einem anderen Bewusstseinszustand Typische Kennzeichen einer Sucht sind - starker Wunsch oder eine Art Zwang eine Substanz zu konsumieren oder ein Verhalten auszuüben - Erhöhung der Dosis um die gleiche Wirkung zu erzielen - Kontrollverlust in Bezug auf Beginn, Beendigung und die Menge des Konsumverhaltens - klrperliche Entzugserscheinungen beim Absetzen bzw. bei Reduktion des Suchtmittels - fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen - trotz schädigender Wirkung wird Suchtmittel weiterhin konsumiert Jede Sucht hat mehr oder weniger katastrophale Folgen für den Betroffenen, seine Umgebung und die Gesellschaft: - körperliche Krankheit bis hin zur Lebensgefahr durch Überdosierung, chronische Schäden usw. - psychische Schäden wie Depression oder Schlafstörungen bis hin zur völligen Zerrüttung der Persönlichkeit - soziale Konsequenzen wie Schulden, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Verlust alter Freunde etc. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Stoffsüchten und Verhaltenssüchten (zb Spielsucht, Fernsehsucht, Arbeitssucht). Weiters unterteilt man Stoffsüchte in legale Drogen (zb Alkohol, Medikamente, Nikotin usw.) und illegale Drogen (zb Cannabisprodukte, Opiate, Kokain,... etc.) 1.3 Warum Sucht entsteht? Die meisten jungen Menschen beginnen während der Pubertät mit dem Drogenkonsum. Da diese Phase für viele Jugendliche mit einem Suchtrisiko verbunden ist. Gründe für dieses Verhalten können sein: - Erwerb der Geschlechtsrolle - Gewinnung emotionaler Unabhängigkeit von den Eltern - Zeit des Experimentierens - Neugierde - Freundeskreis, Gruppendruck - Vorbereitung auf die berufliche Karriere - Langeweile Seite 3

5 Die Einnahme von Drogen kann folgende Funktionen erfüllen: - Probleme lösen - Konflikte vermeiden - Normen widersetzen - Gruppengefühl herstellen - Grenzerfahrungen spüren Warum Jugendliche mit Suchtmitteln in Berührung kommen, spielen folgende Faktoren eine entscheidende Rolle: a) Psychische Faktoren b) Familiäre Faktoren c) Freundeskreis d) Schule/Beruf e) Gesellschaftliche Faktoren ad a) Der Drogenmissbrauch von Jugendlichen geht mit einem hohen Grad an psychischen Störungen einher, die nach ihrem Schweregrad teilweise als Krankheit gezählt werden müssen. Der Konsum von Suchtmitteln kann auch die Funktion einer Selbstmedikation erfüllen. Die Einnahme von Drogen hat nicht nur einen negativen Einfluss auf die Schulleistungen, sondern auch auf die Beziehung innerhalb der Familie und dem Freundeskreis. ad b) Zwischen den familiären Rahmenbedingungen und den Drogenproblemen der Jugendlichen ist ein Zusammenhang zu sehen. Wobei das elterliche Konsumverhalten der häufigste Einflussfaktor ist, d.h. sehr häufig haben Drogenabhängige zumindest einen Elternteil mit Suchtproblemen. Die meisten Drogenabhängigen weisen auf unvollständige Familien oder Heimerfahrungen auf. Zu familiären Belastungen zählt man zb Suizid, psychische Erkrankungen oder Haft eines nahen Familienmitglieds. ad c) Der Freundeskreis kann ebenfalls eine relevante Rolle bezüglich Vorbildwirkung sein und somit den Einstieg in die Drogenszene erleichtern. Durch die Anpassung des Konsumverhaltens an die Gruppe kommt es zu einer Integration innerhalb der Gruppe. ad d) Als weitere Risikofaktoren sind schulische und berufliche Probleme anzusehen. In der Schule sind ein negatives Schulklima, Leistungsschwäche und mangelnde Anbindung an Mitschüler (Kollegen) relevante Gründe, um einen Einstieg in die Abhängigkeit zu gewährleisten. Besonders gefährlich sind sogenannte drop outs (Abbrüche von Ausbildungen und Arbeitsverhältnissen findet man bei problematischen Konsumenten am häufigsten). Auch die mangelnde berufliche Integration stellt einen wesentlichen Faktor dar. ad e) Jugendliche können in den zentralen Lebensbereichen Ausbildung/Arbeit, Wohnen und Freizeit häufig keine Perspektiven entwickeln. Seite 4

6 Junge Menschen sind häufig zu wenig auf Entscheidungen, Anforderungen und Probleme des Alltags vorbereitet. Der Grund liegt darin, dass weder Eltern noch die Schule die Verantwortung wahrnehmen und eine Vorbereitung vornehmen. Jugendliche haben nicht immer die Möglichkeit ihre Stärken zu entwickeln und Entscheidungen für das zukünftige Berufsleben zu treffen. Sehr oft entscheidet nicht der individuelle Berufswunsch, sondern die gerade offene Ausbildungsstelle über den Eintritt in das Berufsleben. Durch schlechte Arbeitsbedingungen kommt es häufig zum (legalen) Drogenkonsum in einigen Berufssparten. Die Lage obdachloser Jugendlicher ist besonders prekär. Durch den endgültigen Abbruch mit dem Elternhaus verschlechtert sich die Situation suchtgefährdeter Jugendlicher maßgeblich. Außerdem finden Jugendliche kaum adäquate Wohnangebote, da sie mit der Situation meistens überfordert sind. Während sogenannten problemlosen Jugendlichen viele Freizeitmöglichkeiten offen stehen, werden drogenkonsumierende problematische Jugendliche mehr oder weniger durch entsprechende Hausregeln meistens ausgeschlossen. Somit bleibt diesen Jugendlichen nur mehr der öffentliche Raum, wobei sie selbst hier nicht immer erwünscht sind. 2 Beispiele 2.1 Alkoholismus Alkoholismus ist eine Krankheit für die es viele Ursachen geben kann. Ist man einmal dem Alkohol verfallen, bestimmt der Alkohol den größten Teil des Lebens. Alkoholkonsum wird kritisch, wenn - Alkohol beim Essen einfach nicht mehr wegzudenken ist - man sich nicht mehr vorstellen kann einige Zeit abstinent zu leben - bei psychischen oder sozialen Spannungen getrunken wird - man glaubt in belastenden Lebenssituationen nicht mehr ohne Alkohol auskommen zu können - Alkohol als Medikament eingesetzt wird Von Alkoholkrankheit spricht man, wenn - man weiter trinkt, obwohl man weiß, dass man aufhören müsste, dies jedoch nicht kann - man immer mehr Alkohol benötigt, um dieselbe Wirkung wieder zu erzielen - bereits Entzugserscheinungen auftreten, wenn man einige Zeit keinen Alkohol konsumiert Jugend und Alkohol Problematischer Alkoholkonsum kommt nicht nur bei Erwachsenen vor, sondern auch bei Jugendlichen in einem bemerkenswerten Ausmaß. Etwa 2% der 16 bis 17- jährigen sind bereits als Alkoholmissbraucher zu klassifizieren. In der Altersgruppe Seite 5

7 zwischen 16 und 19 Jahren beträgt das Ausmaß schon 6%. In Österreich konsumieren 14% der 13- und 14- jährigen regelmäßig Alkohol. Bei den 15- jährigen sind es bereits mehr als ein Drittel und 3% der 16- jährigen haben einen problematischen Alkoholkonsum. Die meisten Kinder und Jugendlichen kommen durch Freunde das erste Mal mit Alkohol in Berührung. Vor allem in der Pubertät ist es cool einen Rausch zu haben. In dieser Zeit sind Kinder und Jugendliche sehr gefährdet, sich zu sehr in den Alkohol zu flüchten, um sich so die Pubertätsprobleme relativ leicht wegzutrinken. Ein weiterer kritischer Punkt sind die Eltern. Kinder von alkoholkranken Eltern sind durch die Vorbildwirkung stärker gefährdet mit Alkohol konfrontiert zu werden als andere und greifen deshalb bereits bei kleinen Problemen zur Flasche Kontrollverlust und Black Outs bei Jugendlichen Das sogenannte Wochenendsaufen und die wiederholten Alkoholräusche spielen bei vielen Jugendlichen eine große Rolle. In dieser Hinsicht sind österreichische Jugendliche in Europa Spitzenreiter. Nicht jeder Jugendliche, der zu viel trinkt, ist sofort als alkoholabhängig einzustufen. Der Konsum von Alkohol in diesem Alter hat noch keine körperlichen Auswirkungen und Entzugserscheinungen sind selten. Bei diesem Rauschtrinken besteht die Gefahr einer Entgleisung, die mit Kontrollverlust und gelegentlichen Black Outs einhergehen kann, sogar bis hin zur Alkoholvergiftung Alkohol und seine Wirkung Alkohol wird nicht nur wegen des Geschmacks, sondern vielmehr wegen seiner Wirkung getrunken. In geringen Mengen ist die Wirkung anregend und bei höherer Dosierung wirkt er dämpfend auf das Zentralnervensystem. Alkohol macht nicht gleich lustig, sondern erst über den Umweg des Abbaus von Hemmungen wirkt Alkohol als stimmungsverbessernd. Wozu Alkohol gut ist: Man kann demonstrieren, wie erwachsen man ist Man kann sich damit prima entspannen und abschalten Schulprobleme können mit Alkohol schnell in Vergessenheit geraten Unangenehme Gefühle lösen sich in Alkohol völlig auf (Alkohol als Lösungsmittel ) Der Tag kann schön sein, ohne dass man viel Anstrengendes unternimmt Man ist mit Alkohol viel mutiger, hat nicht so viele wenn und aber Gemeinsames Trinken in der Clique ist am schönsten, das schweißt zusammen Seite 6

8 Um die oben genannten Argumente zusammenzufassen, kann man sagen: Alkohol hilft bei der Bewältigung der Veränderung und Herausforderung des Jugendalters. Normalerweise verliert die jugendspezifische Motivlage im Verlauf des Heranwachsens an Gewicht und löst sich später auf. Alkohol wird riskant, wenn er eine Stellvertreterfunktion für alternative Verhaltensweisen zur Bewältigung lebensphasenspezifischer Herausforderungen übernimmt und beibehält. Über die mit dem Alkoholkonsum verbundenen positiven Erfahrungen kann es zu einem schädlichen Gebrauch von Alkohol oder sogar zu einer Alkoholabhängigkeit kommen. 2.2 Nikotinsucht Tabak ist neben Alkohol das weitverbreiteste legale Sucht- und Genussmittel in den westlichen Industrieländern Warum Nikotin? Körperliche Effekte: In kleinen Mengen wirkt das Nikotin entweder stimulierend oder entspannend, während es in höheren Mengen zu einer Blockierung oder zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. Psychische Effekte: Erhöhte Konzentrationsfähigkeit, Abnahme der Aggressivität, Verringerung des Hungergefühls, Muskelentspannung, Zunahme der Stresstoleranz, Verstärkung durch Kombination mit anderen Genussmitteln oder positiver Empfindungen Entzugssymptome: Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Unruhe, Nervosität, gesteigerter Appetit Suchtkriterien: starkes Verlangen oder Zwang zu rauchen, Rückfälle nach erfolglosen Entzugsversuchen, häufiger Wunsch das Rauchen aufzugeben oder einzuschränken, weiterrauchen trotz wiederholtem Auftretens negativer Wirkungen Als Hauptgrund für die hohen Rückfälle bei Rauchertherapien und die erneute Rückkehr in die Nikotinsucht wird die abhängigmachende Kombination von körperlichen und psychischen Effekten von Nikotin gesehen Wirkung Beim Erstkonsum oder ungewohntem Tabakkonsum führt die Nikotinzufuhr sehr häufig zu Vergiftungserscheinungen (zb Übelkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen oder Erbrechen). Die Wirkung des Rauchens wird von der individuellen Situation und der Stimmungslage des Konsumenten beeinflusst. So kann das Rauchen in Stresssituationen beruhigend und bei Niedergeschlagenheit anregend wirken. Seite 7

9 Nikotin hat ein hohes Suchtpotenzial. Die Gefahren des Rauchens liegen neben den Vergiftungssymptomen vor allem in einer raschen Gewöhnung und Toleranzbildung sowie langfristig schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken bei Nikotinabhängigen Entwöhnung Auf Nikotinentzug reagiert jeder Abhängige je nach Veranlagung mit Nervosität, Gliederzittern und teilweise mit aggressivem Verhalten. Der typische Raucher konsumiert auffällig große Mengen an Kaffee oder Cola. Dadurch wird die Lust an der Zigarette verstärkt. Wie viele Zigaretten pro Tag konsumiert werden müssen, um von Nikotinsucht sprechen zu können, ist sehr individuell. Therapie - Nikotinersatztherapie: Durch Pflaster oder Kaugummi wird dem Körper Nikotin zugeführt, das über die Haut bzw. Schleimhaut aufgenommen wird. Durch diese Methode soll sich die Chance auf Entwöhnung vergrößern. - Akupunktur: Mit dieser Methode soll das Verlangen nach der Zigarette gedämpft und die Entzugserscheinungen gemildert werden. - Hypnose: Der Raucher wird in einen Trance Zustand versetzt und der Hypnotherapeut wirkt auf das Unterbewusstsein des Rauchers ein. Dabei werden die typischen Rauchersituationen analysiert und Alternativen sollen gefunden werden. Die Therapeuten können das Rauchen mit unangenehmen Vorstellungen verknüpfen (zb Gefühl Asche im Mund zu schmecken). Wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, können folgende Punkte zur Umsetzung des Vorhabens sehr nützlich sein: 1. Motivation stärken: Gezielte Veränderung der alten rauchbezogenen Umgebung. Bereits wenige Tage nach dem Aufhören verbessert sich der Geruchs- und Geschmackssinn 2. Vernichten aller Raucheruntensillien wie Aschenbecher, Feuerzeuge und Zigaretten im Umfeld 3. den Plan möglichst vielen Freunden und Bekannten erzählen. Je mehr davon wissen, desto leichter fällt die Umsetzung der Abstinenzentscheidung 4. Situationen meiden, in denen viel geraucht wurde und in denen man zum Rauchen verführt werden könnte 5. Nachdenken über Verwöhnen und Belohnen 6. Ablenken 7. Alternativen zum Rauchen in Verführungssituationen entwickeln 8. Für ausgewogene Ernährung sorgen 9. Rückfälle müssen keine Katastrophe sein 2.3 Weitere Beispiele Neben Nikotin- und Alkoholsucht haben Jugendliche auch mit anderen Suchtformen zu kämpfen, zum Beispiel mit Essstörungen Seite 8

10 Bei Essstörungen unterscheidet man zwischen a.) Fettleibigkeit: entsteht meistens durch eine erhöhte Kalorienzufuhr. Es kann eine verzerrte Wahrnehmung von Hunger und Sättigung schuld sein. Für Essstörungen gibt es vielerlei Ursachen. Unter anderem können in der Erziehung Fehler gemacht werden, aber auch seelische Probleme können hierfür Auslöser sein. Diese Störung tritt am häufigsten in der Pubertät auf. b.) Magersucht: tritt am häufigsten bei jungen Mädchen auf. Vor allem Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren sind von dieser Krankheit betroffen. Die Ursachen für diese Art von Essstörungen sind ebenfalls unterschiedlich. In der Pubertät wehren sich Mädchen gegen die fraulichen Formen, aber auch aufgrund negativer Erlebnisse wollen junge Mädchen schlank sein. Mit zunehmender Krankheit können sich die Betroffenen nicht mehr richtig einschätzen. Auch wenn sie schon gefährlich dünn sind, sehen sich die Betroffenen als zu dick an. c.) Ess-Brechsucht (Bulimie): die Betroffenen sind etwas älter als Magersüchtige (zw. 15 und 30 Jahren) und Normalgewichtige. Aus Angst zuzunehmen, übergeben sich Ess-Brechsüchtige immer nach einer Mahlzeit. Folgeerscheinungen sind Zahnschäden, Verlust von lebenswichtigen Salzen und Herzrhythmusstörungen Selbstverstümmelung Bei Selbstverstümmelungen fügen sich immer mehr junge Menschen selbst Schmerzen und Verletzungen zu. Diese Störung ist leider im Zunehmen begriffen. Die meisten Betroffenen ritzen (mit Rasierklingen oder scharfen Gegenständen wie Messer) oder verbrennen (mit glühenden Zigaretten) regelmäßig ihre Haut. Neben den genannten Varianten, gibt es noch andere Arten (zb wiederholtes Kopfschlagen, ins- Gesicht-schlagen, in-die-augen-bohren, Verbrühungen, abbeißen von Fingerkuppen oder exzessiver Sport) der Selbstverstümmelung. Hauptsächlich sind Mädchen von dieser Krankheit betroffen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Mädchen aufgrund ihrer Erziehung ihre Aggressionen nicht ausleben dürfen und sich daher selbst verletzen. Die Betroffenen schämen sich für ihr Verhalten und verstecken ihre Verletzungen hinter langärmeligen Blusen und erfinden Lügengeschichten, wenn jemand ihre Verstümmelungen sieht. Dieses Verhalten beginnt meistens in der Pubertät, wenn die Probleme für die Heranwachsenden am größten sind. Am meisten gefährdet sind jene Mädchen, die ängstlich sind und wenig Selbstvertrauen haben. 3 Suchtprävention sind alle Maßnahmen, die einer Entwicklung zur Sucht oder deren Verschlechterung vorbeugen. Man unterscheidet zwischen - Primärprävention: alle Maßnahmen, die allgemein ergriffen werden, um das Leben für die Bevölkerung befriedigender zu gestalten. - Sekundärprävention: wendet sich an Bevölkerungsgruppen, die auf Grund besonderer Umstände besonders suchtgefährdet sind Seite 9

11 - Tertiärprävention: wendet sich an Suchtkranke und ehemalige Süchtige, um geeignete Maßnahmen im Falle einer Krise oder eines Rückfalles anzubieten, die ein weiteres Abgleiten verhindern. 3.1 Präventionsmaßnahmen Defizite und Bedarf Zwischen den bestehenden Angeboten der Jugend- und Drogenhilfe gibt es große Versorgungslücken, wodurch im Bedarfsfall oft keine geeignete Einrichtung gefunden wird und somit keine kontinuierliche Betreuung stattfinden kann. Das betrifft die gesamte Spannbreite von Primär- zu Tertiärprävention, zb Wohnungsmöglichkeiten für suchtgefährdete Jugendliche oder Entzugsbetten in adäquaten Abteilungen. Viele Einrichtungen der Drogenhilfe sind in der Gestaltung der Angebote häufig nicht auf Jugendliche abgestimmt, sondern sind auf Erwachsene ausgerichtet und werden daher von den suchtgefährdeten Jugendlichen nicht angenommen. Wenn sie in Kontakt mit der erwachsenen Drogenszene kommen, hat dies meist eine Verschlechterung ihrer Situation zur Folge. Ein weiteres Problem ist das Fehlen von TherapeutenInnen, die sich auf Gewalterfahrungen, sexuellen Missbrauch und Drogenkonsum spezialisiert und einen jugendadäquaten Zugang haben. Abgesehen davon ist es schwierig, die Finanzierung von benötigten Therapien für suchtgefährdete Jugendliche zu sichern. Um vorhandene Defizite abzubauen und eine erfolgreiche Arbeit mit Jugendlichen absolvieren zu können, ist das Angebot einer konstanten Beziehung und der Aufbau einer Vertrauensbasis notwendig. Die Bezugspersonen sollen den Jugendlichen als Vorbilder und Identifikationsfiguren dienen, müssen die Jugendlichen ernst nehmen und als Partner für sie dienen. Wichtige Aspekte sind die Entkoppelung der Beziehungsarbeit vom Drogenthema und die Drogenkompetenz der Bezugspersonen. 3.2 Erreichbarkeit der Jugendlichen Ein frühzeitiges Erkennen der Problematik der suchtgefährdeten Jugendlichen ist für den Erfolg der Präventionsarbeit sehr wichtig. Viele Jugendliche besitzen ein mangelhaftes Problembewusstsein und definieren sich selbst als nicht suchtgefährdet oder süchtig. Präventions- und Informationsangebote, die darauf keine Rücksicht nehmen, werden von den Jugendlichen nicht aufgenommen. Die Erreichbarkeit der suchtgefährdeten Jugendlichen hat eine große Bedeutung. Die Familie, die ein wichtiger Bezugspunkt für Jugendliche darstellt, sollte mehr objektive Informationen und Unterstützung erhalten, um die bestehenden Unsicherheiten und Ängste im Zusammenhang mit Drogenkonsum zu verringern und um bei konkreten Anlässen Hilfestellungen zu bieten. Aber auch das Herstellen von Gesprächsebenen innerhalb der Familie ist ein wichtiger Aspekt in der primär- und sekundärpräventiven Arbeit und kann in der Früherkennung von suchtgefährdeten Jugendlichen wesentlich sein. Seite 10

12 Die Schule spielt in der Primärprävention eine wichtige Rolle. Eine verstärkte Sensibilisierung der LehrerInnen durch Fortbildungen zu Suchtprävention wäre notwendig. Ziel der Fortbildung sollte die Früherkennung von suchtgefährdeten Jugendlichen sein, ohne ein Dramatisieren der Situation zu fördern. Im Sinne von Primär- und Sekundärprävention sollten in der Schule verstärkt die individuellen und sozialen Kompetenzen und die Selbstständigkeit der Jugendlichen gefördert werden. Aber auch Informationen über Problembewältigungsmöglichkeiten sollten gegeben werden. Viele suchtgefährdete Jugendliche können über Familie und Ausbildung nicht mehr erreicht werden, daher sind Ansätze in der außerschulischen Jugendarbeit notwendig, die die Jugendlichen dort ansprechen, wo sie sich zusammenfinden. Jugendliche, die bereits aus dem sozialen Netz gefallen sind, können häufig nur durch aufsuchende Jugendarbeit (zb Streetwork) erreicht werden. Unabhängig von der Ausgangssituation stellen pädagogische Ansätze, die auf Kreativität, Bewegung und Erlebnis ausgerichtet sind, ein erfolgreiches Mittel dar, um Jugendliche zu erreichen. Sie sind der Konsumorientierung entgegengesetzt, da sie den Jugendlichen Freizeitaktivitäten nahebringen, die sie selber umsetzen können und die für sie finanzierbar sind. In diesem Rahmen können Jugendliche ihre Grenzen erfahren und Gefühle ausleben. Solche Aktivitäten können eine Alternative zum Drogenkonsum darstellen, aber das Image der Angebote muss attraktiv sein. Es ist nicht immer leicht suchtgefährdete Jugendliche für solche Aktivitäten zu motivieren. 4 Therapie/Therapiezentren Drogenberatungsstellen leisten Vorarbeit für jede Art von Therapie. Durch ein Gespräch wird festgestellt, ob die Person tatsächlich suchtkrank ist. Ist dies der Fall wird die Aufnahme in eine Klinik zum Entzug und eventuell eine Langzeittherapie angeboten. 4.1 Suchttherapien Ambulante Therapie Der Süchtige bleibt in seiner gewohnten Umgebung, erhält aber Motivation zur Behandlung, soziale und medizinische Basisversorgung, Betreuung, Beratung und Therapie für Suchtkranke. Stationäre Therapie Kurzzeittherapie (6 8 Wochen) bzw. Langzeittherapie (12 Monate) mit ärztlicher Betreuung. Nachsorgeeinrichtungen ergänzen das Angebot. Der Süchtige begibt sich in eine dafür vorgesehene Spezialeinrichtung. 4.2 Psychotherapien Zur Anwendung kommen, individuell verschiedene Methoden, zb: Psychoanalytisch orientierte Therapien Bei unbewältigten Erlebnissen aus der Kindheit Familientherapie Seite 11

13 Bei Konflikten in der Familie Gestalt Therapie Wenn Patient nicht in der Lage ist, seine Gedanken in Worte zu fassen Verhaltenstherapie Wenn der Patient falsche Verhaltensweisen erlernt oder nie richtige erlernt hat Seite 12

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