Erasmus+ ist das EU Programm für Bildung, Jugend und Sport Als Teil des Jugendkapitels wird der Europäische Freiwilligendienst gefördert.

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1 Erasmus+: Jugend in Aktion EUROPÄISCHER FREIWILLIGENDIENST EFD Erasmus+ ist das EU Programm für Bildung, Jugend und Sport Als Teil des Jugendkapitels wird der Europäische Freiwilligendienst gefördert. Der EFD bietet jungen Menschen die Möglichkeit sechs bis zwölf Monate lang ins Ausland zu gehen und sich in einer gemeinnützigen Organisation zu engagieren. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich und die Liste der möglichen Einsatzorte ist vielfältig. Der Europäische Freiwilligendienst steht allen Jugendlichen zwischen 18 bis 30 Jahren offen. Es werden keinerlei Qualifikationen, Schulabschlüsse oder Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Der EFD ist ein "Lerndienst" und kann persönliche und berufliche Orientierung geben. Er ist aber kein Ersatz für einen Arbeitsplatz oder ein Praktikum. Einsatzstellen können sein, z.b. ein Jugendzentrum, ein Bauernhof, ein Kindergarten, eine Werkstätte für Menschen mit Behinderung, ein Nationalpark, ein Pflegeheim, ein Kulturzentrum u.v.m. Wer ist beteiligt? NA_ Nationalagentur. Bindeglied zwischen der Europäischen Kommission und den Organisationen. Die NA akkreditiert Organisationen als SO, AO oder KO, bereitet die Entscheidung (durch ein Kuratorium) über die Förderung von Anträgen vor und organisiert die 2 verpflichtenden Trainings für die Freiwilligen (On Arrival Training - OAT & Mid- term Meeting MTM). Darüber hinaus werden Trainings für ProjektleiterInnen (ASK4EVS) & MentorInnen angeboten. SO_ Sendeorganisation. Die Sendeorganisation hat die Verpflichtung alle FW entsprechend auf den EFD vorzubereiten. Sie schließt unter anderem die Versicherung (AXA) ab. AO_ Aufnahmeorganisation. Die AO stellt den Projektplatz und die Tätigkeiten für die FW zur Verfügung. Die AO garantiert im Rahmen des EFD Projektes die Sicherstellung der Lernerfahrung für die FW sowie für alle Beteiligten. Sie entscheidet über Urlaub und Einsatzzeiten während der Projektlaufzeit im Rahmen des EFD Projektes. Der/Die MentorIn wird ebenfalls von der AO zur Verfügung gestellt.

2 KO_ Koordinierende Organisation. Österreich hat im Jugendbereich ein System der Regionalstellen, die für die Information und die Umsetzung des EU Programms zuständig sind. Die Regionalstellen sind gleichzeitig Koordinierende Organisationen und übernehmen diverse Aufgaben für die Projekte und im Zusammenhang mit den Freiwilligen im eigenen Bundesland. akzente ist Salzburger Regionalstelle für Erasmus+: Jugend in Aktion und als KO akkreditiert. FW_ Freiwillige/r. Der/Die Freiwillige braucht keine Ausbildung oder besonderen Hintergrund. Die Motivation an freiwilliger Arbeit steht immer im Vordergrund. Der/Die Freiwillige verpflichtet sich mit seiner/ihrer Teilnahme am EFD zum Besuch der Trainings (OAT on arrival training & MTM midterm training) und dazu, mit einer positiven Einstellung am Projekt mitzuarbeiten. Deutschkenntnisse dürfen keine Voraussetzung sein. Praktische Informationen für Aufnahmeorganisationen Einsatzzeit Freiwillige sollten zwischen 30 und 35 Stunden pro Woche in der Einsatzstelle tätig sein. Diese Stunden beinhalten auch die Stunden für den Sprachkurs, den Freiwillige im Rahmen ihres EFD absolvieren. EFD Begleittrainings Die verpflichtenden Trainings für Freiwillige (OAT und MTM) sind für die Freiwilligen Arbeitszeit. Wenn das Training (teilweise) an Tagen stattfindet, an dem der/die Freiwillige normalerweise nicht eingesetzt wäre gelten die Trainingstage als Arbeitstage und der Freiwillige hat Anrecht auf Ersatz für die fehlenden freien Tage. Wochenende Freiwillige haben Anrecht auf zwei aufeinander folgende freie Tage in der Woche. Diese müssen aber nicht automatisch Samstag/Sonntag sein. Urlaub Zusätzlich zum Wochenende haben die Freiwilligen Anrecht auf zwei Urlaubstage pro Monat. Die Urlaubstage können angespart werden, müssen aber immer in Absprache mit der Aufnahmeorganisation genommen werden. Wenn die Einsatzstelle fixe Urlaubszeiten hat und kein Einsatz möglich ist, müssen Freiwillige ebenfalls ihren Urlaub nehmen. Taschengeld Das Taschengeld ist ein geregelter Monatssatz, angepasst an das jeweilige Einsatzland (z.b. UK 150,00/Monat, Österreich 110,00/M, Rumänien 60,00/M). Das Taschengeld wird beantragt und zu 100% von der EU gefördert.

3 Sprachkurs Eine sprachliche Unterstützung muss gegeben sein. Die Umsetzung hängt von der AO ab und reicht von Sprachkursen bei einem Institut bis zu Sprachtraining mit dem/der MentorIn im Projekt. Der Sprachkurs wird aus der Programmpauschale bezahlt. Unterkunft Die Möglichkeiten reichen von Einzel- bis Doppelzimmer im Studentenheim und von eigener Wohnung bis Gastfamilie. Die Unterkunft wird über die Aufnahmepauschale der EU finanziert. Es stehen 280,- - pro Monat dafür bereit. Die Suche und Bereitstellung der Unterkunft erfolgt durch die AO. MentorIn Dem/Der Freiwilligen muss ein/eine MentorIn zur Verfügung gestellt werden. Vorzugsweise kommt der/die MentorIn direkt aus der AO. Diese Person soll den/die Freiwillige/n dabei unterstützen, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden und für eventuelle Fragen und Probleme zur Verfügung stehen. Regelmäßige Treffen zwischen dem/der MentorIn und dem/der Freiwilligen sollten eingeplant werden. Zu beachten ist, dass der/die MentorIn nicht gleichzeitig ProjektleiterIn sein darf, damit garantiert ist, dass der/die Freiwillige frei über Probleme sprechen kann. Kostenbeitrag der AO Der EFD wird über Erasmus+: Jugend in Aktion mit einer Basispauschale gefördert, davon werden unter anderem Unterkunft, Sprachkurs und Taschengeld gedeckt. Für Verpflegung, Mobilität (Monatskarte, etc.) und einen Beitrag zur Freizeitbetreuung kommen die Aufnahmeprojekte auf. Keine Verpflegung im Projekt: Essensgeld: 220,- Mittagessen/Abendessen im Projekt: Essensgeld: 165,- Mittagessen & Abendessen im Projekt: Essensgeld: 100,-

4 Was macht akzente Salzburg? Anträge Zwei Mal im Jahr gibt es die Möglichkeit einen Antrag für einen EFD bei der Österreichischen Nationalagentur für Erasmus+: Jugend in Aktion einzureichen. Die nächste Frist für die Antragsstellung ist: 1. Oktober 2014 (für Projekte, die zwischen 1. Jänner und 30. Juni 2015 beginnen) Ca Wochen später erhält man Bescheid, ob der EFD gefördert wird. Ab dann kann die Planung der Anreise beginnen. Freizeitbetreuung akzente Salzburg koordiniert ein Freizeitbetreuungsprogramm für die EFD Freiwilligen in Salzburg. Das Team der FZB besteht hauptsächlich aus Ex- Freiwilligen, die etwa einmal pro Monat für und mit den Freiwilligen eine Aktion organisieren (Ausflüge, Geheimtipps, etc). Die FZB soll einerseits der Integration in der lokalen Gemeinschaft dienen und andererseits ein alternatives Programm zum Kennenlernen des Gastlandes fördern. Die FZB wird von der AO kofinanziert. Versicherung Alle EFD Freiwilligen werden ausnahmslos über die AXA - European Benefits Administrators in Frankreich versichert. Die Privatversicherung ist für die Freiwilligen kostenlos, da sie direkt von der Europäischen Kommission übernommen wird. AXA gilt während des Projektzeitraumes weltweit und 24/7; danach noch zwei Monate im Aufnahme- und im Herkunftsland. akzente Salzburg schließt die Versicherung in Kooperation mit der SO des FW ab. In Salzburg kümmert sich akzente (wahlweise auch die AO) um die Unterstützung der Freiwilligen bei Arztbesuchen und übernimmt ab einer Behandlung von 50,00 die Vorausbezahlung für die FW und reicht die Unterlagen direkt bei der Versicherung ein. Somit entstehen den FW keine größeren Kosten und ein barrierefreier Zugang zum Gesundheitswesen kann gewährleistet werden. EFD Frühstück Einmal im Monat organisiert akzente ein Frühstück für alle FW um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit akzente über ihre Projekte und ihr Leben in Salzburg auszutauschen. Das Frühstück dient ebenfalls zur frühzeitigen Krisenerkennung. Einmal pro Woche (im Allgemeinen jeden Donnerstag Vormittag) haben die Freiwilligen die Möglichkeit, administrative Angelegenheiten bei akzente zu klären (Versicherung, Reisekostenabrechnung, etc.)

5 Fahrplan EFD für Aufnahmeorganisationen in Salzburg 1. Informationsgespräch mit der Regionalstelle. Organisationsinterne Motivation? Klarheit über Abläufe und Zuständigkeiten? 2. Expression of Interest EoI: Jede Aufnahmeorganisation muss eine Expression of Interest einreichen, die von der Österreichischen Nationalagentur evaluiert und nach einem direkten Projektbesuch genehmigt wird. Dieses Prozedere ist unabhängig von Antragsfristen, nimmt aber in der Regel mindestens 6 Wochen in Anspruch. Nach der Genehmigung ist die EoI für 3 Jahre gültig. Jedes genehmigte Projekt ist in der EFD Datenbank (http://europa.eu/youth/evs_database) zu finden. 3. Bewerbungen von Freiwilligen: akzente schreibt den freien EFD Platz über verschiedene Netzwerke aus, sammelt alle Bewerbungen und leitet sie an das Projekt weiter. Die AO wählt unter den Bewerbungen die geeignetsten Freiwilligen aus. 4. Antragstellung zur Förderung: akzente stellt in Zusammenarbeit mit der AO den Antrag für den/die gewählte/n Freiwillige/n. Fristen für die Antragstellung siehe oben 5. Ankunft des/der EFD Freiwilligen: akzente koordiniert die Reise und arrangiert die administrativen Angelegenheiten gemeinsam mit den AO (Bankkonto, Meldeamt, Versicherung, etc). Die AO ist verantwortlich für die Unterkunft, einen guten Start im Projekt, Zuteilung eines Mentors/einer Mentorin, Wocheneinteilung, Hausregeln, Urlaubsplanung etc. Silvia Leitner / Magdalena Portisch EFD Koordination Glockengasse 4c 5020 Salzburg Tel / 36 Fax

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