Smart Metering Problem hoher Telekommunikationskosten. Dr. Müller-Tengelmann für die AG Smart Metering

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1 Smart Metering Problem hoher Telekommunikationskosten Dr. Müller-Tengelmann für die AG Smart Metering

2 Problemstellung Ziel ist ein effizienter MSB: Spezifische Anforderungen an die TK-Anbindung von Messsystemen Gemäß 21c EnWG 2011 sind durch den MSB Messsysteme einzubauen und in ein Kommunikationsnetz einzubinden (performante und sichere TK-Verbindung auch für abschaltbare Lasten 14a EnWG erforderlich) Preislich günstige Kommunikationsverbindung der neuen Messsysteme von erheblicher Bedeutung für die Erreichung der mit der EnWG-Novelle angestrebten energiepolitischen Ziele Der effiziente Messstellenbetrieb erfordert technisch und wirtschaftlich angemessene Angebote für Festnetz und Funk. Wirtschaftlichkeit/Effizienz kann durch Nutzung vorhandener Infrastruktur verbessert werden. Seite 2 Ein Positionierung der GEODE wäre sinnvoll

3 Problemstellung Seite 3 Neben Funk auch kabelgebundene, kosteneffiziente TK-Anbindung von Messsystemen nach 21 EnWG erforderlich Messsysteme sind über eine IP- Netzwerkverbindung anzubinden Der physikalische Zugang kann über eine kabelgebundene Verbindung 1) oder über Mobilfunk realisiert werden Entscheidend für einen störungsarmen Betrieb mit geringen Folgekosten, ist eine hohe Verfügbarkeit der Anbindung, typisch: >99 % Kabelgebundene Verbindungen sind systembedingt störungsarm und haben eine hohe Verfügbarkeit Funkbasierte Anbindungen sind störungsanfällig und haben eine geringe Verfügbarkeit Für eine kostentransparente Abrechnung ist ein Pauschaltarif ohne ungewisse Folgekosten nötig 1) LWL oder Kupfer, IP-Fähigkeit

4 Lösungsvorschlag Erforderlich: Wirtschaftlich und technisch angemessene, entbündelte TK-MSB-Dienst - Angebote für Fest- und Funknetz Messsysteme stellen spezifische technische Anforderungen an die TK-Verbindung Diese Technik erfordert wirtschaftliche Angebote für Mobilfunk und Festnetz- Verbindung MSB verfügen i.d.r. über kein eigenes TK- Netz und müssen TK-Leistungen einkaufen; die heute verfügbaren, festnetzbasierten TK- Leistungen entsprechen (insb. wirtschaftlich) nicht den Anforderungen eines MSB. Erforderlich für einen effizienten Messstellenbetrieb: Entbündelte Angebote von TK-MSB- Diensten begrenzt den Anstieg der Mehrkosten (Netzentgelte, Messentgelte) für Endkunden Seite 4

5 Beschlussbitte Die AG Smart Metering wird mit der Erstellung eines entsprechenden Positionspapiers beauftragt. Das Positionspapier wird im Anschluss im Wege des Umlaufbeschlusses vom Vorstand der GEODE Deutschland beschlossen und als offizielle GEODE-Position übernommen. Die AG Smart Metering wird beauftragt, das Positionspapier bei den relevanten, politischen Entscheidungsträgern (BMWi, BMU) sowie bei der BNetzA vorzustellen. Seite 5

6 DANKESCHÖN Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Geschäftsstelle GEODE Deutschland Magazinstraße Berlin Tel Fax

7 Backup Seite 7 Hochqualitative TK- Anbindungen basieren auf Kabelverbindungen, die fast immer einem Netzmonopol unterliegen. Der lokal vorhandene TK-Netzbetreiber hat üblicherweise die besten Voraussetzungen für eine hochqualitative TK-Anbindung der Messsysteme. Er sollte in der Lage sein, einen solchen Zugang mit den aus Endkundensicht geringstmöglichen Kosten zu realisieren. 1) Da eine solche (kabelgebundene) Dienstleistung als Monopolleistung erbracht wird, ist eine Kostenregulierung nötig. Diese Dienstleistung muss ein Messstellenbetreiber beim TK-Netzbetreiber zukaufen TK-Netzbetreiber könnten, im Rahmen der Einführung eines zukünftigen Next Generation Networks, die Datenanbindung als Zusatzdienst mit geringem Mehraufwand zur Verfügung stellen. (1) In Deutschland verfügen über 77% der Haushalte und Gewerbe über Internetanschluss (Quelle: Statistisches Bundesamt); Verfügbarkeit je nach Region Großstadt, Stadt und Land unterschiedlich!

8 Backup Synchrone Einführung von Messsystemen und der nötigen TK-Anbindung möglich? Die Einführung eines Next Generation TK-Netzes erfolgt aus heutiger Sicht nicht synchron mit dem geplanten Ausbringen von Messsystemen. Eine flächendeckende Verfügbarkeit von geeigneten NGN-Anschlüssen wird vermutlich erst in einigen Jahren realisiert werden können. Da eine über Mobilfunk realisierte TK- Anbindung erhebliche Nachteile in den Punkten Dienstqualität, Verfügbarkeit und Kosten mit sich bringt, wird eine kabelgebundene Übergangslösung für die nächsten Jahre unverzichtbar. Eine solche könnte mittels Nutzung der bisherigen ISDN-Frequenzbereiche der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) realisiert werden. Seite 8

9 Backup Modernisierung der Telefontechnik (Voice over IP) als Chance für die TK- Anbindung von Messsystemen IP-basiertes Telefonieren ist bei neuen Telefonanschlüssen die Regel Der Frequenzbereich für die alte Telefontechnik wird frei Dieser könnte für eine kostengünstige Anbindung von Messsystemen nach 21 EnWG genutzt werden Die Voraussetzungen (Kupferkabel) sind praktisch in jedem Haus verfügbar Eine Anpassung der Regulierung der TAL wäre nötig, damit diese Lösung allen Marktteilnehmern zur Verfügung stehen kann Seite 9

10 Backup Wäre Powerline (PLC ) eine kabelgebundene Alternative mit hoher Verfügbarkeit? Die Rechtssicherheit bezüglich der von PLC-Systemen genutzten Frequenzen, die gleichzeitig anderen echten Funkdiensten zugeteilt sind, wäre zu prüfen PLC ist eine Art leitungsgebundenes Funksystem und kann durch unvorhersehbare elektromagnetische Einflüsse gestört werden, was die Qualität senkt und die Supportkosten erhöht PLC benötigt eine umfangreiche Infrastruktur und kann im jeweiligen Gebiet nur von einem Netzbetreiber betrieben werden (neues Monopol?) Seite 10

11 WAN-Anbindung für Messsysteme: Dreistufiger Realisierungsvorschlag Stufe 1: Mobilfunk ab sofort Voraussetzungen: Sehr hohe Funksignalqualität für ausreichende Dienstgüte nötig. (evtl. durch Außenantenne und Kabelverlegung) Pauschaler Datentarif kostengünstig verfügbar Erfolgsprognose: Für Pflichteinbauten nur geringe Abdeckung (ohne Außenantenne) Bei Einverständnis des Kunden häufig möglich (mit Außenantenne) Spezifische Kosten pro Zählpunkt hoch Stufe 2: Nutzung unterer TAL-Frequenzbereich ab 2015? Voraussetzungen: Diskriminierungsfreier Zugang zu unterem Frequenzbereich der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) geregelt Technik zur Nutzung des unteren TAL-Bereichs verfügbar (beim Kunden und in Vermittlungsstelle) ISDN oder analoge Telefonie beim Kunden nicht mehr im Einsatz Erfolgsprognose: Hohe Verfügbarkeit und Qualität des Dienstes durch Kabelverbindung gegeben Hohe Penetrationsrate, da CU- Kabel flächendeckend vorhanden Für Pflichteinbauten nutzbar Stufe 3: über NGN-Dienst ab 2016? Voraussetzungen: NGN-Anschluss lokal verfügbar Erfolgsprognose: Penetrationsrate abhängig von zukünftigem NGN-Ausbau Hohe Verfügbarkeit und Qualität des Dienstes gegeben Für Pflichteinbauten nutzbar Seite 11

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