Frauen und Männer nach höchster abgeschlossener Ausbildung

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1 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_1 Frauen und Männer nach höchster abgeschlossener Ausbildung Alter in Jahren 1 Höchste abgeschlossene Ausbildung Männer 9 Frauen Kinder und Schüler/innen unter 15 Jahren Allgemeinbildende Pflichtschule 7 Lehre 6 Berufsbildende mittlere Schule 5 Allgemeinbildende höhere Schule 4 3 Berufsbildende höhere Schule (inkl. Kolleg) Berufs- oder lehrerbildende Akademie Universität, Fachhochschule, Hochschule Anzahl in Tausend Q.: Statistik Austria 5; Wisbauer 6. Die Bevölkerungspyramide über die Wohnbevölkerung s nach höchster abgeschlossener Ausbildung, Alter und Geschlecht 1 zeigt zum Beispiel, dass noch vor wenigen Jahrzehnten der Anteil von Frauen mit einem Abschluss einer höheren Schule oder Universität geringer als jener von Männern war.

2 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_2 Schulbesuchsquoten in Alter Frauen 1 Männer 1 Frauen 1971 Männer 1971 Q.: Statistik Austria; Wisbauer 6. Die Entwicklung der alters- und geschlechtsspezifischen Schulbesuchsquoten in zeigt die gestiegene Bildungsbeteiligung der Jugendlichen und die Tendenz zur Höherqualifikation der weiblichen und der männlichen Bevölkerung. Der relativ hohe Lehrlingsanteil der männlichen Jugendlichen bewirkt eine niedrige Schulbesuchsquote.

3 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_3 Geschlechterverhältnis an österreichischen Schultypen 1 Allgemeinbildende höhere Schule Berufsbildende höhere Schule Universitäten Frauen Männer /56 5/6 1955/56 5/6 1955/56 5/6 Q.: Statistik Austria. In den 195er Jahren wurden höhere Schulen und Universitäten von männlichen Jugendlichen dominiert. Weibliche Jugendliche profitierten von der Bildungsexpansion der letzten Jahrzehnte stärker als männliche Jugendliche. Das belegt auch die Umkehrung des Geschlechterverhältnisses an AHS, BHS und Unis: Frauen stellen die Mehrheit an den genannten Schulen.

4 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_4 Höchste abgeschlossene Ausbildung in Universität, (Fach-)Hochschule Kolleg, Akademie 4,5 7,2 3,1 1,2 3% der Frauen 3% der Männer Berufsbildende höhere Schule 5, 6,5 Allgemeinbildende höhere Schule 5,3 5,1 Berufsbildende mittlere Schule 15,8 7, Lehrlingsausbildung 22,7 45,9 Allgemeinbildende Pflichtschule ,6 27,1 Q.: Statistik Austria; Wisbauer 6; eigene Berechnungen. Die Daten über die Wohnbevölkerung s im Alter von 15 und mehr Jahren nach höchster abgeschlossener Ausbildung und Geschlecht 1 zeigen nach wie vor bedeutende Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Nicht das von Geschlecht als biologische Tatsache, sondern die von der Gesellschaft zugeschriebenen Rollen und Erwartungen sind die Gründe dafür.

5 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_5 Frauen und Männer nach Bildungsstand Bildungsstand der Bevölkerung (15 Jahre und älter) Universität, (Fach-)Hochschule 129 Hochschulverwandte Lehranstalt Frauen Männer Höhere Schule Berufsbildende mittlere Schule Lehrabschluss Pflichtschule in Tausend 1 6 Q.: Statistik Austria Arbeitskräfteerhebung 5. Durch die Höherqualifizierung der österreichischen Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten konnten besonders die Frauen einen höheren Bildungsstand erreichen. Dennoch haben überdurchschnittlich viele Frauen einen Pflichtschul- und BMS-Abschluss.

6 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_6 S I Lehrberufe in Prozentanteile der Top-7 Mädchen Burschen Rest Einzelhandel insgesamt 1) Rest Kfz-Techniker Elektroinstallationstechniker Einzelhandel insgesamt Maschinenbautechniker Tischler Hotel- und Gastgewerbeassistentin Friseurin Köchin Gastronomiefachfrau 2) Bürokauffrau Restaurantfachfrau 1) umfasst Lehrlinge im Einzelhandel in verschiedenen Schwerpunkten und den Einzelhandelskaufmann (frühere Bezeichnung) 2) umfasst Köchin und Restaurantfachfrau Koch Maurer Q.: WKO 7. In nur drei Lehrberufen kommt die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge s unter, obwohl es hunderte Lehrberufe gibt. Diese drei Berufe haben ein niedrigeres Durchschnittseinkommen. Außerdem ist auf Grund der höheren Anzahl von weiblichen Lehrlingen die Konkurrenz in diesen drei Berufen größer. Die Verteilung der Burschen auf Lehrberufe ist ausgewogener.

7 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_7 Frauenanteile in Hauptstudienrichtungen Frauenanteile an den inskribierten Universitätsstudienrichtungen /71 19/81 199/91 /1 5/6 Geistes- und Naturwissenschaften Medizin Rechtswissenschaften Sozial- und Wirtschaftswissenschaften Technik Q.: Hochschulstatistik /1 und 5/6. Geisteswissenschaftliche Studien zählten und zählen zu den bevorzugten Studienrichtungen von Frauen. Hingegen werden technische Studienrichtungen mit einem Anteil von etwa % von Männern dominiert. In den letzten 25 Jahren verdoppelte sich der Anteil der Frauen beim Medizinstudium, während er sich beim Jusstudium sogar verdreifachte.

8 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_8 Gender-Schere in ausgewählten Studienrichtungen Technische und naturwissenschaftliche Studienrichtungen (Auswahl) Pharmazie Chemie 82 Technische Chemie Technische Mathematik Montanistik Physik Technische Physik Informatik Verfahrenstechnik Elektrotechnik Maschinenbau Erstabschlüsse von Frauen Erstabschlüsse von Männern Erstabschlüsse: Beendigung des ersten begonnenen Studiums mit einem akademischen Grad 1 Q.: Hochschulbericht 5; Der Standard vom Die Grafik zeigt den Anteil von Frauen und Männern an Erstabschlüssen an österreichischen Universitäten in ausgewählten naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen im Studienjahr 4/5. Obwohl Frauen bei den Studierenden längst die Mehrheit stellen, ist der Frauenanteil in den Naturwissenschaften sowie in der Technik gering und je nach Studienrichtung unterschiedlich.

9 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_9 Frauen- und Männeranteil an s Universitäten Rektorinnen Rektoren 5% Frauen 5% Männer Professorinnen Assistentinnen Professoren Assistenten Lesehilfe: 15% aller Professor/innen sind Frauen Absolventinnen Absolventen Studienanfängerinnen Studienanfänger Q.: BMWF 7; ische Rektorenkonferenz (Stand 7). Auch wenn Frauen mittlerweile mehr als die Hälfte der Studierenden stellen, sind sie in universitären Führungspositionen bedeutend schwächer vertreten. Gezielte Personalentwicklung, solide Unterstützungen und mehr Netzwerkarbeit wären notwendig.

10 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_1 Europa Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologie Anteil von 15-jährigen Mädchen und Buben, die keinerlei Probleme beim Anhängen von Dokumenten an ein haben (Selbsteinschätzung) 1 Mädchen Buben 6 4 SK LV H GR IRL I PL P FIN CZ D DK A GB S IS Q.: Eurydice 5 (Stand 2/3). Dass sich in allen untersuchten europäischen Staaten Buben besser als Mädchen einschätzen, kann zwei Gründe haben. Einerseits interessieren sich Buben auf Grund ihrer Erziehung mehr für technische Dinge, andererseits sind sie in Selbsteinschätzungen wie dieser selbstbewusster. Ähnliches gilt beim Herunterladen von Dateien, beim Benützen von Powerpoint etc.

11 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_11 Welt S I Grundschulbesuch und Alphabetisierungsrate Indien Äthiopien lesen und schreiben von 1 Mädchen besuchen so viele die Grundschule 84 9 von 1 jungen Frauen (15-24 Jahre) können so viele lesen und schreiben lesen und schreiben Grundschule Grundschule Grundschule lesen und schreiben 1% der Mädchen 1% der Burschen Q.: UN The World s Women 5; Human Development Report 6; eigene Berechnungen. In weniger wohlhabenden Staaten müssen Mädchen oft bei der Betreuung der Geschwister, im Haushalt oder auf dem Feld mithelfen. Wenn sie arbeiten gehen müssen, können sie die Schule nicht besuchen. Außerdem wird in die Bildung von Buben mehr investiert. Deswegen können weniger junge Frauen lesen und schreiben, das heißt, sie sind Analphabetinnen.

12 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_12 Welt S I Analphabet/inn/en nach Regionen Afrika südlich der Sahara Südasien Südamerika Globaler Norden Frauen Männer Globaler Norden: andere Bezeichnung für Industrieländer Q.: UNESCO 1999 Women s Indicators and Statistics Database. Die Analphabet/inn/enrate gibt an, wie viel Prozent der Bevölkerung nicht lesen und schreiben können. Sie ist in allen Regionen der Welt zurückgegangen. Frauen haben jedoch noch immer einen schlechteren Zugang zu Bildung. Besonders problematisch ist diese Situation in ärmeren Regionen unserer Erde.

13 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_13 Welt Fehlende Grundschulausbildung von Mädchen weltweit Westeuropa Mittel- und Osteuropa Nordafrika Zentralafrika Südostafrika Mittlerer Osten Südasien Ostasien Japan SO-Asien, Australien und Ozeanien Nordamerika Lateinamerika Q.: University of Sheffield SASI-Group 6 (Stand 4). Diese besondere Weltkarte zeigt, in welchen Ländern sehr viele Mädchen nicht die Grundschule besuchen können. Je mehr Mädchen (im Vergleich zu Buben) betroffen sind, desto größer ist die Fläche des Landes dargestellt. Unzureichende Bildungsmöglichkeiten für Mädchen führen zu massiver Benachteiligung und haben negative Auswirkungen auf ihre spätere Familie.

14 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_14 Welt S I Bildung für Mädchen als Zukunftsinvestition Gebildete Frauen nehmen eher medizinische Betreuung vor und während der Geburt in Anspruch. Gebildete Frauen bekommen meistens weniger Kinder, weil sie planen, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Bildung für Mädchen Gebildete Frauen erhalten eher eine besser bezahlte Arbeit, wodurch das Familieneinkommen steigt. Gebildete Mütter haben einen positiven Einfluss auf Gesundheit, Bildung und Ernährung ihrer Kinder. Q.: UNFPA Weltbevölkerungsbericht 5. Alle Mädchen und Buben haben ein Recht auf Bildung. Mit diesem werden Wissen und Fertigkeiten erworben, das Selbstwertgefühl gestärkt und die künftige Familie gefördert. Zusammen mit Ernährung, Gesundheit und Berufsqualifikation ist Bildung die Voraussetzung für ein produktives Leben.

15 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_15 Welt Gebildete Mütter geimpfte Kinder Anteil der 2-jährigen geimpften Kinder nach dem Bildungsstand ihrer Mutter Südasien Afrika südlich der Sahara Ostasien Lateinamerika Nordafrika und Mittlerer Osten keine Bildung Grundschulbildung Sekundarstufenbildung (weiterführende Schule) oder höher Q.: Weltbank 1. Der Zusammenhang ist deutlich: Je höher die Schulbildung der Mütter ist, desto höher sind auch die Impfraten ihrer Kinder. Diese Mütter sind sensibler für die gesundheitlichen Bedürfnisse ihrer Kinder, können deren Interessen besser durchsetzen und haben oft auch mehr Geld zur Verfügung.

16 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_16 Welt Lehrerinnen nach Schultypen und Regionen Afrika südlich der Sahara Südasien Südamerika Westeuropa P Primarstufe S1 Sekundarstufe 1 S2 Sekundarstufe 2 P S1 S2 P S1 S2 P S1 S2 P S1 S2 Q.: UN The World s Women Das Diagramm zeigt den Prozentanteil von Lehrerinnen an allen Lehrpersonen. In allen Regionen der Erde ist der Lehrerinnenanteil in niedrigeren Stufen größer als in höheren Stufen. In vielen Regionen der Erde ist der Lehrerinnenanteil zumindest in der Primarstufe höher als jener der Lehrer.

17 2. BILDUNG UND AUSBILDUNG_17 Welt Gleicher Bildungszugang ist keine Selbstverständlichkeit Anzahl der weiblichen Grundschülerinnen bezogen auf 1 männliche Grundschüler unter 7 7 bis unter bis unter 9 9 bis unter und mehr keine Daten Q.: UN Millenium Development Goals Indicators 6. Unterschiede im Bildungszugang von Mädchen und Buben sind vor allem in weniger wohlhabenden Staaten deutlich erkennbar. Für diese Weltkarte wurde der Indikator Bruttoeinschulungsrate von Mädchen im Verhältnis zu Buben herangezogen.

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