Ökologieorientierte Entscheidungen in Unternehmen

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1 Dr. Stefan Schaltegger / Dr. Andreas Sturm Ökologieorientierte Entscheidungen in Unternehmen Ökologisches Rechnungswesen statt Ökobilanzierung: Notwendigkeit, Kriterien, Konzepte 2000 Schaltegger/Sturm, alle Rechte vorbehalten 3. Auflage, Juni 2000 (Internet Ausgabe) 2. Auflage Mai Auflage, Mai 1992

2 i i Vorwort zur ersten Auflage Die vorliegende Arbeit untersucht einerseits die Frage, was unter ökologisch vernünftigem Handeln einer Unternehmensleitung verstanden werden kann. Andererseits werden alle bis heute publizierten Methoden zur Evaluierung der ökologisch vernünftigsten Alternativen (sog. Ökobilanzierungsmethoden) untersucht sowie aufgrund der Analyse ihrer Schwächen ein neues Instrumentarium, das ökologische Rechnungswesen und die Ecorational PathMethod (EPM) entwickelt. Die Arbeit entstand als Dissertation am Institut für Betriebswirtschaft des Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrums (WWZ) der Universität Basel. Zu einem ausgesprochen grossen Dank sind wir der Firma CibaGeigy AG verpflichtet, die uns nicht nur während über zwei Jahren als Datenlieferantin zur empirischen Prüfung unserer Konzepte zur Verfügung stand, sondern auch durch ihr finanzielles Engagement unsere Arbeit ermöglichte. Dabei leistete uns insbesondere auch Herr Dr. P. Donath unschätzbare Hilfestellung. Er waltete als unser Ansprechpartner innerhalb der Firma, vermittelte und gab unzählige wichtige Anregungen. Die Betriebsleiter, Betriebs und Verfahrenschemiker, Produktverantwortliche und vor allem der ÖkoAssistent Herr Faust und ÖkoAssistentin Frau Cramer in der Produktion der untersuchten Produkte waren uns bei der konkreten Ermittlung der Stoff und Energieflüsse eine unabdingbare Hilfe. Ihnen, unserem geduldigen Sponsor, dem Leiter des Konzernbereichs Sicherheit und Umwelt Herrn Dr. K. Eigenmann, sowie allen weiteren Gesprächspartnern in der CibaGeigy AG sei für ihren wichtigen Einsatz und ihren Goodwill herzlich gedankt. Von Seite der Universität Basel und des Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrums (WWZ) haben wir in diversen Diskussionen mit unserem Referenten Prof. Dr. W. Hill und unserem Koreferenten Prof. Dr. R.L. Frey wichtige Anregungen zur Bewältigung theoretischer Fragen erhalten. Für ihre bedeutsame und wertvolle Unterstützung möchten wir uns besonders bedanken. Für die gewissenhafte Durchsicht und Kritik des Manuskriptes in der Abschlussphase möchten uns insbesondere bei Andreas Knörzer, Marc Schwyzer und Vivian Schaltegger bedanken. Vorwort zur zweiten Auflage Für die zahlreichen Anregungen und Kommentare auf die für uns überraschend schnell ausverkaufte erste Auflage möchten wir allen Beteiligten bestens danken. Das Konzept des ökologischen Rechnungswesens hat im letzten Jahr nicht nur zahlreiche Anwendungen in Unternehmungen in ganz Europa erfahren. Es diente auch schon als Grundlage für die Erstellung einer volkswirtschaftlichen, ökonomischökologisch integrierten Schadschöpfungsrechnung (BAK 1992). Der grosse Zuspruch hat uns beflügelt, das Konzept des ökologischen Rechnungswesens im Rahmen eines Forschungsprojektes des Schweizerischen Nationalfonds (Schwerpunktprogramm Umwelt) zu einem betrieblichen Öko Controlling weiter zu entwickeln. Durch Sandra Kempke erhalten wir hierbei eine grosse Unterstützung. Zur Vervollständigung und Anpassung an die rasante Entwicklung neuer Modelle zur Gewichtung von Umwelteinwirkungen, wurde in der vorliegenden zweiten Auflage der Teil II mit den neusten Ansätzen erweitert. Auf vielfachen Wunsch haben wir ein Schlagwortverzeichnis hinzugefügt. Basel, Mai 1994 Stefan Schaltegger Andreas Sturm Vorwort zur dritten Auflage Für die dritte elektronische Ausgabe wurde auf den Index der zweiten Auflage verzichtet. Zudem wurden die Anhänge A Gewichtungsfaktoren und B Schadschöpfungsträgerrechnungen weggelassen. Basel, Juni 2000 Stefan Schaltegger Andreas Sturm Basel, April 1992 Stefan Schaltegger Andreas Sturm

3 ii Inhaltsverzeichnis Vorwort zur ersten Auflage... i Vorwort zur zweiten Auflage...ii Vorwort zur dritten Auflage...ii Abkürzungsverzeichnis... v Teil I: Grundlagen 1 Einleitung Bedeutung des Themas Ziele und Aufbau der Arbeit Begriffsbestimmungen Definition und Entstehung der Begriffe Ökologie und Ökonomie Umweltverschmutzung und Umweltschutz Ökologiebewusst, orientiert, gerecht, induziert oder ökologisch? Unternehmungen als gesellschaftliche Institutionen Das StakeholderKonzept Das Konzept der sozioökonomischen Rationalität Interpretation des Konzepts der sozioökonomischen Rationalität bezüglich ökologischer Fragestellungen Das soziokulturelle Umfeld Das technologische Umfeld Das wirtschaftliche Umfeld Das politische Umfeld Fazit Teil II Bisherige Konzepte zur Erfassung der Schadschöpfung 1 Anforderungen an Instrumente zur Erfassung der Schadschöpfung Von der Wertschöpfung zur Schadschöpfung: Wesen und Probleme der Beurteilung der ökologischen Schädlichkeit Sozioökonomische und ökologische Anforderungen an Instrumente zur Beurteilung der Schadschöpfung Effizienzkriterium Effektivitätskriterium Legitimitäts und Legalitätskriterium Prozesspolitische Kriterien Fazit Datenerfassung Statistische Analyse InputOutputAnalyse Stoff und Energieflussanalyse Hybridmethode Fazit Ökobilanzierung Was ist eine Ökobilanz? Gewichtungs und Klassifikationsmethoden Monetäre Bewertungskonzepte Stoffflussorientierte Konzepte Energieflussorientierte Konzepte Schadensfunktionsorientierte Konzepte ABC und Nutzwert Analysen Grenzwertorientierte Konzepte Zusammenfassende Kritik der Ökobilanzierungsansätze Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung von Konzepten zur Beurteilung der Schadschöpfung Weshalb quantitativ? Weshalb nichtmonetär? Weshalb auf naturwissenschaftlicher und politischer Basis? Weshalb Grenzwerte nicht genügen, eine Gewichtung von Schadstoffen sich aber an ihnen orientieren muss...133

4 iii Teil III Ökologisches Rechnungswesen 1 Überblick und Abgrenzung Differenzierung des Rechnungswesens Grundidee einer Ökologiedifferenzierung Probleme einer ökologiebezogenen Differenzierung Ökologisches Rechnungswesen Die Umweltbuchhaltung Die Schadschöpfungsrechnung Die Umweltbestandesrechnung Die SchadschöpfungsLeistungsrechnung Die Schadschöpfungsstellenrechnung Die Schadschöpfungsträgerrechnung Schadschöpfungsartenrechnung Ökologische Veränderungsrechnungen Die SchadschöpfungsVeränderungsrechnung Die UmweltbestandesVeränderungsrechnung Ökologische Investitionsrechnungen Die ökologische Rückzahldauer (ORZ) Der Erntefaktor Fazit Ökonomischökologische Integration des Rechnungswesens Die Ecorational PathMethod (EPM) EPM zur Beurteilung von Prozessen und Produkten EPMModul I: Erfassung der ökologischen Wirkungen EPMModul II: Bestimmung der ökologischen Effizienz EPMModul III: Erfassung der ökonomischen Wirkungen EPMModul IV: Bestimmung der ökonomischen Effizienz EPMModul V: Bestimmung der ökonomischökologischen Effizienz EPM zur Beurteilung von Investitionen (Massnahmen) EPMModul I: Erfassung der ökologischen Wirkungen EPMModul II: Bestimmung der ökologischen Effizienz EPMModul III: Erfassung der ökonomischen Wirkungen EPMModul IV: Bestimmung der ökonomischen Effizienz EPMModul V: Bestimmung der ökonomischökologischen Effizienz EPM zur Entwicklung und Beurteilung von Strategien: Das EPM Portfolio iv 5 Empirische Prüfung der Ecorational PathMethod (EPM) Pigmente und Farbstoffe Empirische Prüfung EPMModul I: Erfassung der ökologischen Auswirkungen EPMModul II: Bestimmung der ökologischen Effizienz EPMModul III: Erfassung der finanziellen Auswirkungen EPMModul IV: Bestimmung der ökonomischen Effizienz EPMModul V: Bestimmung der ökologischökonomischen Effizienz Fazit: Pigment A Fazit: Farbstoff B Sozioökonomische und ökologische Rationalität des ökologischen Rechnungswesens und der Ecorational PathMethod (EPM) Legitimitäts und Legalitätskriterien Effektivitätskriterien Effizienzkriterien Prozesspolitische Kriterien Zusammenfassung der Arbeit Literaturverzeichnis...235

5 v Abkürzungsverzeichnis AOX ARA BfK BMI BSB BUS BUWAL COD DB DOC EPA EPM ERZ GE GF IAWR IPPC KVA LRV MAK MIK ORZ PLA SE SGE TA Luft TOC TVA UBA VAL VDI VSBo WEC WHO adsorbierbare organische Halogenverbindungen Abwasserreinigungsanlage (Kläranlage) Bundesamt für Konjunkturwesen Bundesministerium des Innern biologischer Sauerstoffbedarf Bundesamt für Umweltschutz (Schweiz) Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Schweiz) chemischer Sauerstoffbedarf Deckungsbeitrag gelöster organischer Kohlenstoff Environmental Protection Agency (USA) Ecorational PathMethod energetische Rückzahldauer Geldeinheit Gewichtungsfaktor Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet Intergovernmental Panel on Climate Change Kehrichtsverbrennungsanlage LuftreinhalteVerordnung Maximale Arbeitsplatzkonzentrationswerte gesundheitsschädlicher Stoffe Maximale Immissionskonzentrationswerte ökologische Rückzahldauer Produktlinienanalyse Schadschöpfungseinheit Strategische Geschäftseinheit Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft totaler organischer Kohlenstoff Technische Verordung über Abfälle Umweltbundesamt (Deutschland) Verordnung über Abwassereinleitungen Verein Deutscher Ingenieure Verordnung über Schadstoffe im Bodens World Energy Conference World Health Organisation Teil I: Grundlagen 1 Einleitung 1.1 Bedeutung des Themas Unsere Gesellschaft steht seit Jahrzehnten der wohl grössten Herausforderung seit Menschengedenken gegenüber: Umweltbelastungen nehmen unüberblickbare, globale Ausmasse an. Obwohl das Wissen über ökologische Zusammenhänge steigt, sind sich nicht alle Gruppen in der Gesellschaft des Ausmasses der Bedrohung gleichermassen bewusst. Einig ist man sich im wesentlichen über die Existenz, nicht aber über die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Problems. Bei der Betrachtung von Prozessen innerhalb und zwischen gesellschaftlichen Gruppen in einem marktwirtschaftlichdemokratischen System fällt zudem auf, dass alle aus individualistischer, mikroökonomischer Sicht rationale Gründe besitzen (wie Bequemlichkeit, private Kosten), weniger zu tun, als für einen effektiven und effizienten Umweltschutz notwendig wäre. 1 Wohl könnte im Idealfall oftmals eine gesellschaftliche Gruppe allein bewirken, dass ein wirksamer und effizienter Umweltschutz betrieben würde. Durch Interaktionen zwischen diesen Gruppen entstehen jedoch Abhängigkeiten und Interessenkonflikte, die eine weitergehende Durchsetzung behindern. Ökologieorientierte Bewusstseinsänderung einerseits und wettbewerbspolitische Rahmenbedingungen andererseits werden oft als diametral entgegengerichtet angesehen, weshalb häufig von einem Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie gesprochen wird. Auch das Management steht vor der Aufgabe, 1 Vgl. z.b. Hobbensiefken 1989, S. 29: Aufgrund seiner eigenen Entwicklungslogik ist es systemimmanent rational, die Umwelt immer dann und ohne institutionelle Hemmungen zu schädigen, wenn es privatökonomisch im Sinne individueller [Nutzen resp.] Profitmaximierung vorteilhaft erscheint. (Hervorhebungen im Original)

6 2 diesen vermeintlichen oder tatsächlichen Konflikt auf Unternehmensebene 2 anzugehen. Die Bewältigung dieser neuen Herausforderung stellt nicht zuletzt auch ein Testfall für das System der sozialen Marktwirtschaft dar. Heute wird vielfach davon ausgegangen, dass die Lösung von Umweltproblemen nur über ein aktives Verhalten von Politikern gelingen könne. Von den Unternehmungen wird ein reaktives, sich an gesetzliche Änderungen anpassendes Verhalten erwartet. Nun gibt es aber, neben intrinsischen Gründen von Seiten des Managements, noch weitere, nicht primär mikroökonomischmonetär erzwungene Überlegungen, die ein zukunftsgerichtetes, aktives, umweltorientiertes Verhalten von Unternehmungen angebracht erscheinen lassen. So ergibt sich aus dem Verständnis der Unternehmung als gesellschaftliche Institution die Einsicht und Forderung, dass auch das Management sich vermehrt für den Umweltschutz einsetzen muss und dass sowohl die betriebswirtschaftliche Forschung, als auch die Unternehmung als Akteurin an der Quelle 3 einen sehr wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann und muss. In der Arbeit wird aufgezeigt, dass kein unvermeidlicher Konflikt zwischen ökologischen Anliegen und betriebswirtschaftlicher Rationalität besteht. Die ökonomische, insbesondere die betriebswirtschaftliche Rationalität wird unter dem Gesichtspunkt ökologischer Aspekte von innen heraus neu durchdacht. Gesellschaftliche Werthaltungen werden deshalb nicht als Obernorm über die Betriebswirtschaftslehre gestülpt bzw. als Korrektiv äusserlich auf die Unternehmungsführung angewandt. 1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit In dieser Arbeit werden folgende vier Ziele verfolgt: ❶ Aufzeigen von Erfolgsfaktoren und damit zusammenhängenden Entscheidungsproblemen des Managements, die sich durch die ökologische Herausforderung ergeben. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Beurteilung der Umweltverträglichkeit von Produkten sowie die damit zusam 3 menhängenden Herstellungsprozesse, Produktionsprozess und Umweltschutzinvestitionen gelegt (Teil I). 4 ❷ Darstellung bis heute bekannter instrumentellmethodischer Ansätze zur Lösung der oben dargelegten Entscheidungsprobleme (Teil II). ❸ Entwickeln eines neuen Instrumentariums bzw. einer Methodik, die Entscheide auf Produktionsprozess, Produkt und Investitionsebene in Richtung einer ökologieorientierten Lösung auf der Basis einer proaktiven und interaktiven Unternehmungspolitik und strategie unterstützt (Teil III/Abschnitt 1 4). 5 ➍ Anwendung und Prüfung des Instrumentariums an Beispielen aus der Chemischen Industrie (Teil III/Abschnitt 5). Aus der gewählten Zielsetzung lässt sich unser Verständnis der Betriebswirtschaftslehre als Managementlehre ableiten. So soll die Betriebswirtschaftslehre als Managementlehre sowohl eine Aufklärungs und Orientierungsfunktion (Ziel 1) als auch eine pragmatische und instrumentelle Gestaltungsfunktion (Ziele 2, 3 und 4) erfüllen. 1.3 Begriffsbestimmungen Definition und Entstehung der Begriffe Ökologie und Ökonomie Wenn wir im folgenden von Umwelt sprechen, meinen wir die Gesamtheit unserer Lebensbedingungen, sowohl die urwüchsige Natur als auch den von Menschen gestalteten Lebensraum. Wird der aus dem Griechischen (oikos = Haus) abgeleitete Begriff Ökologie wörtlich übersetzt (= Lehre vom Haushalt) 6, so schliesst er den Begriff Ökonomie (= Regeln des Haushalts) vollumfänglich und widerspruchslos mit ein. 7 Beide Wortanwendungen haben allerdings gemäss heutigem Verständnis eine eigenständige Bedeutung erlangt. Während Ökonomie vorwiegend im wirtschaftswissenschaftlichen Sinne verwendet wird und unter dem Begriff Ökonomik die Lehre von der Wirtschaft zu 2 Die Begriffe Unternehmung, Unternehmen und Betrieb werden trotz etymologischer Unterschiede synonym verwendet. 3 Der Begriff Quelle soll den direkten Einfluss von Unternehmungen auf Konzeption, Organisation und Produktion von Gütern versinnbildlichen. Im Gegensatz hierzu üben Politik und Markt einen indirekten Einfluss aus. Vgl. auch Dyllick 1982, S. 36ff. 4 Weder Ressourcenökonomie noch Unfallrisiken, sondern kontinuierliche Umwelteinwirkungen sind Gegenstand unserer Betrachtungen. 5 Soziokulturelle, technologische und politökonomische Implikationen des entwickelten Instrumentariums werden angesprochen, aber nicht schwergewichtig behandelt. 6 Oikos = Haus; logos = Geist, Lehre 7 Vgl. Lengwiler 1989, S. 10.

7 4 verstehen ist, wird Ökologie zumeist als Zweig der biologischen Wissenschaften gehandelt, ohne die Verbindung zu den gesellschaftlichen Ursachen der Umweltproblematik einzuschliessen. Das Wort Ökologie, im heutigen Sinne verwendet, wurde 1866 vom Biologen Ernst Haeckel 8 geprägt und beschreibt die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Aussenwelt. 9 Hierbei beschäftigt sich die Humanökologie mit der Fragestellung, wie Menschen innerhalb ihrer Umwelt ihren eigenen Oikos bauen können, so dass die Umwelt, in der und von der sie leben, nicht zerstört wird. 10 Wirkungsgefüge aus biotischen und abiotischen Komponenten werden als Ökosysteme bezeichnet. Die Gesamtheit aller Ökosysteme wiederum bildet die Bio oder Ökosphäre. 11 Die Anthroposphäre ist der menschliche Teil der Biosphäre. Hauptsächliches Kennzeichen ökologischer Systeme ist, dass die Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung nicht linear verlaufen. Werden natürliche Systeme gesamtheitlich schematisch zu erfassen versucht, so stehen immer mehrfach miteinander gekoppelte Kreisläufe 12 im Vordergrund, in die auch der Mensch einbezogen sein kann. Wird ein Kreislauf durchbrochen, so hat dies Auswirkungen auf alle Einzelteile des Kreislaufes und auch auf andere Kreisläufe; das Gesamtgefüge erreicht oftmals einen labilen Ungleichgewichtszustand. Werden labile Kreisläufe durchbrochen, so ist der Ausgangszustand nach einer Störung nie mehr, es sei denn zufällig, erreichbar. Aufgrund der gegen unendlich strebenden Anzahl Systemelemente sowie der Anzahl und Art der Vernetzungen zwischen den Elementen sind die gesamten Auswirkungen von Störungen i.d.r. nicht voraussehbar. 13 In der Diskussion gesellschaftlicher Ansichten, wie die Welt heute und zukünftig aussehen soll, ist eine Erhaltung der Ökosphäre von zentraler Bedeutung, weil zukünftige Zustände nicht ausreichend prognostizierbar sind und deshalb das Risiko unerwünschter Situationen gegeben ist. Um dieses zu verhindern, müssen soziale Systeme auf die Gesetzmässigkeiten 8 Haeckel 1866, S. 286, vgl. auch Schmidt H. 1924, Fellenberg 1985, S. 2ff., Braunschweig 1988, S. 23, Straass 1987, S. 75, Teutsch 1985, S. 80f. 9 Straass 1987, S. 75. Einen guten Einstieg in die Ökologie aus naturwissenschaftlicher Sicht vermitteln: Bick 1989, Fellenberg 1985, Kalusche 1982, Klötzli 1983, Odum, Remmert 1989, Schubert 1984, Schwerdtfeger 1978, Tischler Vgl. Picht 1989, S Vgl. Odum, S. 50, Kalusche 1982, S. 13, Schwerdtfeger 1978, S. 14. Der Begriff Ökosystem geht auf Tansly 1935 zurück. 12 Vgl. z.b. Ehrlich/Ehrlich 1972, S Vgl. z.b. Botkin 1990, S. 32ff. 5 und Prinzipien 14 ökologischer Systeme Rücksicht nehmen. 15 Das Beziehungsgefüge sozialer Systeme umfasst auch die sie massgeblich bestimmenden wirtschaftlichen Strukturen und Prozesse. Ökologie als Wissenschaft hat neben der rein biologischen auch eine angesichts der heutigen Umweltprobleme notwendige soziale Komponente Umweltverschmutzung und Umweltschutz Je nach ethischer Grundposition wird Umweltschutz verstanden als Schutz des Menschen vor der Umwelt (d.h. z.b. vor Naturkatastrophen) Schutz der Natur vor dem Menschen (z.b. Naturschutzreservate, die von Menschen nicht betreten werden dürfen) Schutz des Menschen vor dem Menschen bzw. der von ihm verschmutzten Umwelt (z.b. Lärmschutzwand an Autobahn) Schutz der natürlichen Umwelt und des Menschen als Teil hiervon (z.b. Reduktion von Schadstoffausstoss) Dieser Arbeit liegt die Vorstellung einer Koexistenz von Mensch und Natur zugrunde, wobei der Menschen nicht destruktiv auf seine Umwelt einwirken soll. Unter Umweltverschmutzung oder Umweltbelastung 16 verstehen wir in dieser Arbeit Zustände und/oder Handlungen, welche zu Situationen führen, die Kreisläufe der Ökosphäre durchbrechen oder zu durchbrechen drohen 17 und als solche gesellschaftlich erkannt werden. Ob eine Emission in ein natürliches System Kreisläufe durchbricht oder zu durchbrechen droht, 14 Bei den Gesetzmässigkeiten und Prinzipien der Natur handelt es sich um Evolution, Selektion, Vitalismus, Massen und Energieerhaltung und Entropie. Vgl. z.b. Schreiner 1988, S. 4 11, Steger 1988, S. 23. Zu ökologischen Kreisläufen vgl. z.b. Commoner 1972, S. 41, Odum, S , Remmert 1989, S Unold 1990, S. 30ff. Zu den Prinzipien der Natur, die eine Gesellschaft berücksichtigen muss, zählen negative Rückkoppelung, Unabhängigkeit vom Wachstum, Unabhängigkeit vom Produkt, JiuJitsuPrinzip, Mehrfachnutzung, Recycling, Symbiose und biologisches Design. Vgl. Vester 1988, S. 20ff. 15 Verschiedenen Autoren zufolge ist es für unsere Art und Weise des Wirtschaftens kennzeichnend, dass bis anhin gegen diese Prinzipien verstossen wurde und auch heute noch wird. Vgl. Amery 1985, Forrester 1971, ders. 1972, Meadows 1972, Mesarovic/Pestel 1975, Vester Eine Übersicht zu den grössten Umweltproblemen geben z.b. Botkin 1989, Fellenberg Das Aussterben einer Art ist hierbei als eine unwiderrufliche Zerstörung eines Kreislaufes zu verstehen.

8 6 wird im wesentlichen von der Integrierbarkeit der betreffenden Emission in das ökologische System bestimmt. Dies wiederum hängt von der spezifischen Adsorptionsfähigkeit des Systems ab. Von Umweltverschmutzung sprechen wir erst dann, wenn eine tatsächliche oder potentielle Störung eines Systems als solche gesellschaftlich erkannt wurde. Funktion der Umwelt Lieferant von Inputs Aufnahmemedium für Outputs Verbrauch stofflicher Ressourcen Stoffliche Emissionen mineralische Ressourcen Luftbelastungen Biomasse Wasserbelastungen Wasser Bodenbelastungen Luft fossile Energieträger Erdöl Kohle Erdgas regenerative Energieträger 7 türlichen Umwelt werden von den in Abb. 1 dargestellten Belastungsfaktoren beeinflusst. 19 Der Begriff Umweltschutz wird oft in einem den Handlungsspielraum einschränkenden Sinne verwendet, ohne die Chancen eines den Umweltschutzgedanken integrierenden Verhaltens zu beachten. Dem Gegenstand der Ökologie und einer erweiterten gesellschaftlichen Betrachtungsweise einer Unternehmung wird ein ausschliesslich therapierendes Verhalten nicht gerecht. Von grösserer Bedeutung sind vorsorgende Verhaltensmuster, wie Unterlassung, Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen. Umweltschutz stellt demnach die Summe aller Massnahmen, Vorkehrungen und Unterlassungen dar, die Umweltbelastungen und/oder verschmutzungen vermeiden, vermindern oder beheben. Umweltverschmutzung im beschriebenen Sinn wird, je nach kultureller, physiologischer und individueller Auffassungsgabe, in ihrer Art und Intensität unterschiedlich empfunden. Die Bildung der Begriffe Umweltschutz und Umweltverschmutzung sind demnach interessengebunden und unterliegen stark historischem und gesellschaftlichem Wandel Ökologiebewusst, orientiert, gerecht, induziert oder ökologisch? Nutzung stofflicher Ressourcen Flächennutzung Erosion Landschaftsbild Entnahme energetischer Ressourcen chemische Energie Strahlungsenergie mechanische Energie thermische Energie Energetische Emissionen chemische Energie Strahlungsenergie mechanische Energie thermische Energie Von Ökologiebewusstsein kann dann gesprochen werden, wenn eine Person oder eine Gruppe ihr Eingebundensein in und ihre Abhängigkeit von der sie substantiell tragenden Ökosphäre fühlt, in Werthaltungen, Vorstellungen, Gedanken oder Wissen einbindet oder als Handlungsbereitschaft und Verhaltenstendenz versteht. 21 Führt dieses Bewusstsein zu Handlungen oder Verhaltensweisen, die sich an den Gesetzmässigkeiten der Ökosphäre orientieren (siehe Teil I/Abschnitt 1.3.1), so sprechen wir von ökologieorientierten Handlungen. 22 Wirken sich ökologieorientierte Handlungen tatsächlich auch positiv auf die Biosphäre aus und werden sie hiermit den Gesetzmässigkeiten der natür Abb. 1: Funktionen der Umwelt und Belastungsfaktoren 18 Die Ökosphäre übernimmt bei wirtschaftlichen Aktivitäten zwei Funktionen (Abb 1). Sie ist einerseits Lieferantin von Einsatzstoffen (Inputs) und andererseits Aufnahmemedium für den Ausstoss (Outputs). Beide Funktionen der na 18 Eine detailliertere Besprechung der aufgeführten Punkte erfolgt in Teil III/Abschnitt Vgl. zu Umweltfaktoren auch Walder/Hofstetter/Frischknecht a, S. 8f. 20 Ein Beispiel hierfür wäre der Wandel des Ziels Umweltschutz. Bis Mitte dieses Jahrhunderts verfolgte der Natur und Heimatschutz optische Ziele, wie Ortsbild, Landschaftsbild, Nationalpärke usw. Heute verfolgen Umweltschutzorganisationen Ziele eines umfassenden, integrierten Umweltschutzes und thematisieren hierbei auch Fragen des Konsumverhaltens, der Energieerzeugung, des internationalen Umweltrechts usw. 21 Vgl. Wimmer 1988, S. 46ff., Dierkes/Fietkau Vgl. z.b. Kirchgeorg 1990, S. 269f.

9 8 lichen Umweltgerecht, so dürfen sie als ökologiegerecht u mschrieben werden. Ökologisch wird oftmals auch in einem derivativen, also nicht biologischen Sinn verstanden und kann sowohl ökologiebewusst, ökologieorientiert wie auch ökologiegerecht beinhalten. Ergeben sich aus dem Gegenstand der Ökologie bestimmte gesellschaftliche oder wirtschaftliche Implikationen, so können diese als durch ökologische Anliegen der Gesellschaft hervorgerufen bzw. als ökologieinduziert bezeichnet werden. 2 Unternehmungen als gesellschaftliche Institutionen 2.1 Das StakeholderKonzept Bis Mitte dieses Jahrhunderts konnten Unternehmungen als private Erwerbseinheiten eines oder mehrerer Eigentümer bezeichnet werden. Heute stellen jedoch die allermeisten, insbesondere die grossen Unternehmungen, quasiöffentliche Institutionen dar. 23 Sie bilden einen Marktplatz konfligierender Interessen verschiedener interner und externer Anspruchsgruppen (Abb. 2: Institutionelles gesellschaftliches Umfeld). Als Stakeholder 24 (Deutsch: Anspruchsgruppen) einer Unternehmung können alle Personen, Personengruppen oder Institutionen im Sinne von Interessenvertretern verstanden werden, die im Erreichen ihrer Ziele vom Betrieb abhängen und von denen der Betrieb abhängt. 25 Stakeholder können die Unternehmensziele selbst, ihre Erreichung und damit die Bedingungen, unter denen die Unternehmung handelt, beeinflussen und werden durch sie beeinflusst. 26 Anspruchsgruppen fühlen sich vom Handeln der Unternehmung tangiert und erbringen direkt durch eine Handlung oder indirekt durch das Zulassen von 23 Vgl. Ulrich P Zum StakeholderKonzept vgl.: Ackoff 1981, ders. 1984, Barnard 1966, Bösch 1974, S. 67ff., Bowman/Asch 1987, S. 23ff., Cyert/March 1963, Freeman 1984, Pfeffer/Salancik 1978, March/Simon 1976, Mintzberg 1983, Weitzig 1979, Heinen 1976, S , Heymann 1981, S. 837, Hill 1985, S. 118ff., ders. 1989, S. 34f., ders., S. 10ff., Kappler 1977, Post 1978, Sieben/Goetzke 1975, 1976, 1977, Staehle 1980, S , und die dort zitierte Literatur. 25 Vgl. Freeman 1984, S Der englische Ausdruck stakeholder (stake: die Einlage, das Interesse, der Anteil) drückt die Beziehung zur Unternehmung präziser aus als der deutschsprachige Begriff Anspruchsgruppe. 9 Handlungen eine Leistung für die Unternehmung. Sie erachten sich deshalb als legitimiert, Ansprüche zu stellen. Ein weiteres Motiv, aus dem heraus Ansprüche formuliert werden, können auch allgemeine, das Wirtschaftssystem unterstützende Leistungen der Gesellschaft sein, wie z.b. das Zur Verfügung Stellen von Infrastruktur oder die Garantie von Ordnung, denen Gegenleistungen wie Steuern oder Gebühren verschiedener Anspruchsgruppen gegenüberstehen. soziokulturelles Umfeld allg. Öffentlichkeit Eigentümer Behörden Bildung und Forschung Lieferanten technologisches Umfeld Medien Management Unternehmung Mitarbeiter Aktionsgruppen Konkurrenten institutionelles gesellschaftliches Umfeld generelles gesellschaftliches Umfeld Abb. 2: Das StakeholderKonzept politisches Umfeld Gewerkschaften Endabnehmer u. Zwischenglieder Kreditgeber Verbände geographische Nachbarn wirtschaftliches Umfeld Unter einem Anspruch kann hierbei das Recht bzw. ein Interesse an einer Gegenleistung oder die Erwartung eines Tuns bzw. Unterlassens von Handlungen anderer verstanden werden. 27 Dies steht grundsätzlich allen Personen, Personengruppen oder Institutionen zu. Ansprüche können materieller oder immaterieller Natur sein. 28 Werden sie artikuliert, so bezeichnen wir sie als Forderungen. 27 Vgl. Dichtel et al. 1987, S. 72f., Gabler 1988, S Stake is obviously multidimensional, and not measured solely in dollar terms. (Freeman E. 1984, S. 59).

10 1 0 Die Anspruchsgruppen eines Betriebes stellen, wie die Unternehmung selbst, einen Teil der Gesellschaft dar. Sie prägen die betriebliche Umwelt und sind identifizierbar. Wir unterscheiden unternehmensinterne Stakeholder wie z.b. Management oder Mitarbeiter und unternehmensexterne Anspruchsgruppen wie z.b. Kreditgeber, Lieferanten, Gewerkschaften, Behörden usw. (Abb. 2). Weil ökologische Probleme nicht vor politischen Grenzen halt machen, sind auch angrenzende Gemeinwesen (geographische Nachbarn) als Anspruchsgruppe einzubeziehen. 29 Die Eigentümer können, je nach Rechtsform der Unternehmung, sowohl (bei Personengesellschaften) eine interne als auch (bei Kapitalgesellschaften) eine externe Anspruchsgruppe darstellen. Die einzelnen Gruppen überschneiden sich. So können Individuen gleichzeitig zu verschiedenen Anspruchsgruppen gehören. Mitarbeiter einer Unternehmung können z.b. zugleich Mitglieder einer Gewerkschaft, einer Aktionsgruppe und/oder einer ökologieorientierten Partei sein. Da auch Mitarbeiter und das Management eine Anspruchsgruppe darstellen, werden Ansprüche gleichsam von aussen zur Verarbeitung an sich selbst gestellt. 30 Unternehmen sind zumindest zum Teil einer externen Lenkung unterworfen. Eine Unternehmung bzw. eine Unternehmensleitung kann zwar ihre eigenen Ziele setzen und zielgerichtet handeln, sie ist aber durch ihr Eingebundensein in die Gesellschaft in ihren Handlungen nur beschränkt autonom; ihr Verhalten muss in die Gesellschaft hineinpassen und von dieser akzeptiert werden. 31 Der Zweck von Unternehmungen ist deshalb auch nicht ausschliesslich in der Produktion und im Vertrieb irgendwelcher Leistungen oder in der Gewinnerzielung [zu sehen], sondern in der Befriedigung verschiedenster Ansprüche von sich engagierenden Interessengruppen. Als Zweckgebilde entstehen und entwickeln sich Betriebe nicht einfach, sondern sie werden zur Erfüllung bestimmter Ansprüche [resp. zur Erreichung unterschiedlichster Ziele] geschaffen und gestaltet So opponierte z.b. die Stadt Weil am Rhein (BRD) gegen den Bau eines Sondermüllofens in Basel, die Aktion Selbstschutz, eine regionale grenzüberschreitende Anspruchsgruppe, gegen ein AluminiumSchmelzwerk in der Nähe von Baden (CH) oder der Staat Holland bei den Rheinanliegerstaaten gegen die hohe Schadstofffracht des Rheins. Vgl. Rist 1990, S. 29, Zumstein 1987, S. 11, Goetz 1987, S. 3, Rittelmeyer 1986, S. 3f. 30 Vgl. Bösch 1973, S Ulrich/Probst 1990, S. 53. Vgl. auch Bleicher 1988, S. 1, Jauch/Glück 1985, S. 57, Mintzberg 1983, S Hill 1985, S Vgl. auch Leibenstein 1966, Linsenbühler 1984, S. 424ff. 1 1 Die von der Unternehmung zur Zweckerfüllung benötigte Ressourcenbasis setzt sich aus den Faktoren gesellschaftliche Akzeptanz 33 (Vertrauensbasis), Sach, Finanz und Humankapital und ökologisches Kapital der Biosphäre (Kapitalbasis) sowie Wissen und Information (Wissensbasis) zusammen. Eine Unternehmung braucht zur Leistungsgestaltung, erstellung und verwertung natürliche Rohstoffe (Inputs wirtschaftlicher Prozesse). Gleichzeitig dient die Natur auch als Aufnahmemedium für Emissionen und Abfälle (Outputs wirtschaftlicher Prozesse). Der Bestand an Ressourcen und die Aufnahmekapazität der natürlichen Umwelt bilden das ökologische Kapital der Biosphäre. Übernutzen Betriebe das ökologische Kapital der Biosphäre, so gefährden sie ihre Vertrauensbasis. Aus dem Blickwinkel des StakeholderKonzeptes werden Unternehmungen als gesellschaftliche Institutionen erkannt, die zur kollektiven, arbeitsteiligen Leistungserbringung Ressourcen verwenden, welche ihnen im Austausch von Ressourcenlieferanten zur Verfügung gestellt werden, deren Ansprüche sie [primär] durch ihre Leistung 34 und subsidiär durch die Art der Gestaltung des Leistungsprozesses befriedigen. Das bei dieser Betrachtungsweise durch Leistung und Gegenleistung zum Ausdruck kommende Gegenseitigkeitsdenken betont die Stellung von Unternehmungen als Elemente eines funktionsteiligen, gesellschaftlichen Institutionengefüges. Beim Wechselspiel zwischen Interessengruppen wird die Unternehmensumwelt nicht als exogen vorgegeben betrachtet, sondern als mitgestaltbar verstanden Das Konzept der sozioökonomischen Rationalität Für die Unternehmung stellt sich die Frage, was in seinem gesellschaftlichen Umfeld unter einem rationalen 36 Verhalten verstanden werden kann. 33 Als gesellschaftlich akzeptiert bezeichnen wir eine Person, Institution oder einen Sachverhalt dann, wenn er von der Öffentlichkeit bzw. allen relevanten Anspruchsgruppen wahr, auf und angenommen wurde. 34 Hill 1985, S Burla 1990, S. 31. Vgl. auch Ross 1977, S Rationalität meint Selbstreferenz des diskursiv ermittelten Vernünftigen (Habermas 1985, S. 426ff.). Vgl. auch z.b. Apel 1988, S. 55ff. und Anhang A. Anderer Ansicht ist Luhmann 1990, S. 249ff.

11 1 2 In den klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Theorien wird i.d.r. der Gewinn resp. die Rentabilität als einziges Kriterium für den Gesamterfolg einer Unternehmung gesehen. 37 Aus dem Blickwinkel des StakeholderKonzeptes scheint eine solche eindimensionale Sichtweise jedoch nicht haltbar. Gewinnund Rentabilitätsziele sind genau genommen Ziele einzelner Anspruchsgruppen. Auch die Existenzsicherung der Unternehmung ist nicht letztes Ziel der Betriebe, sondern der gemeinsame Nenner, auf den sich die Beteiligten in der Verfolgung ihrer partiellen Interessen einigen, solange sie die erhaltenen Leistungen höher bewerten als die von ihnen eingebrachten Ressourcen. 38 Folglich ist aus Sicht der Anspruchsgruppen die Sicherung des Fortbestands der Unternehmung nur Mittel zum Zweck und fällt als oberstes Ziel ausser Betracht. 39 Das Verständnis der Unternehmung als gesellschaftliche Institution verlangt nach einem erweiterten Rationalitätsverständnis, 40 wie es der Ansatz der sozioökonomischen Rationalität darstellt. 41 Hill führt eine vierdimensionale Heuristik 42 ein, nach welcher ein Verhalten dann als sozioökonomisch rational bezeichnet wird, wenn es den Kriterien der Effizienz, der Effektivität sowie der politischen und soziokulturellen Rationalität genügt. 43 Das Rationalitätskriterium im wirtschaftlichen Umfeld ist die Effizienz. Da Inputressourcen knapp sind, ist Effizienz, als das Verhältnis von Output zu Input, das traditionell im Zentrum stehende MussKriterium zur Erfüllung des Zweckes der Unternehmung. Das Kriterium rationalen Verhaltens im technischen Umfeld ist die Effektivität. Effektivität drückt aus, in welchem Masse es dem Betrieb gelingt, bestimmte Leistungen zu erbringen und damit seine Grundfunktion zu 37 Vgl. z.b. Burla 1990, S.24ff., Heinen 1976, S Hill, S. 10. Vgl. Burla 1990, S.31ff. Zur Mehrdimensionalität der Ziele vgl. z.b. Bowman/Asch 1987, S. 27ff. 39 Die Frage nach dem obersten Ziel stellt sich ebenfalls in der wirtschaftspolitischen Theorie (vgl. Hill, S. 12), wobei sich auch dort eine mehrdimensional strukturierte, auf Bentham ( ) zurückführbare Zielhierarchie mit obersten Zielen wie Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit, Fortschritt und gute Güterversorgung durchgesetzt hat. Vgl. z.b. Bernholz/ Breyer 1984, S , Frey R.L. 1981, S. 83ff. 40 Auch Freimann vertritt die Ansicht, dass von mehreren Dimensionen und nicht nur von einer Dimension gesellschaftlicher Rationalität gesprochen werden muss. Vgl. Freimann 1977, S. 191ff. 41 Die folgenden Ausführungen basieren im wesentlichen auf Hill 1985, S. 119ff., ders.. 42 Burla 1990, S Hill, S erfüllen. 44 Effektivität als Grad der Zielerreichung kann immer nur an einem definierten Sollniveau gemessen werden. 45 Soziokulturell rational schliesslich sind Handlungen des Betriebes und insbesondere die Entscheide des Managements, soweit sie im Einklang mit vorherrschenden oder sich entwickelnden gesellschaftlichen Normen und Werten stehen. 46 Je besser es dem Betrieb gelingt, durch seine Verteilungspolitik das Interesse der Ressourcenlieferanten am Betrieb zu erhalten, desto politischrationaler verhält er sich. 47 Dies ist dann gegeben, wenn der Betrieb so auf Interessen und Ansprüche eingeht, dass seine Existenz nicht durch den Entzug kritischer Ressourcen gefährdet und seine autonome Handlungsfähigkeit gewahrt wird. 48 Im folgenden werden die vier Dimensionen eines sozioökonomisch rationalen Verhaltens bezüglich ökologischer Fragestellungen interpretiert. 2.3 Interpretation des Konzepts der sozioökonomischen Rationalität bezüglich ökologischer Fragestellungen Die Unternehmung und mit ihr alle internen und externen Anspruchsgruppen stehen unter den sich wandelnden Einflüssen des gesellschaftlichen Umfelds, das durch wirtschaftliche, technologische, soziokulturelle und politische Aspekte gekennzeichnet ist (Abb. 2). Wir bezeichnen eine Unternehmensleitung dann als erfolgreich, wenn sie sozioökonomisch rational handelt und die Unternehmung hierdurch ihren Zweck weiterhin erfüllt. Neben rationalem Handeln können auch Intuition und/oder Glück bzw. Zufall zu unternehmerischem Erfolg führen. Da Intuition und Glück nicht steuerbar sind und somit auch nicht als Handlungskriterien bezeichnet werden können, beziehen sich die folgenden Ausführungen auf steuerbare Erfolgskriterien, die auch als Rationalitätskriterien bezeichnet werden können. Der (steuerbare) Erfolg unternehmerischen Handelns lässt sich an den zu den Dimensionen des generellen gesellschaftlichen Umfelds gehörigen Erfolgskriterien beurteilen. Es sind dies Legitimität und Legalität im soziokulturellen, Effektivität im technologischen und Effizienz im wirt 44 Ders., S Ders., S Ders., S. 12 (Keine Hervorhebung im Original) 47 Ders. 1985, S. 119 (Hervorhebung im Original) 48 Hill, S. 11

12 schaftlichen Umfeld. Als Rationalitäts bzw. Erfolgskriterium im politischen 49 Umfeld schlägt Hill die Handlungsautonomie 50 des Managements vor. Die Durchsetzung von Interessen gestaltet sich i.d.r. umso reibungsloser je grösser die Handlungsautonomie des Managements ist. Eine isolierte Betrachtung eines einzelnen Erfolgskriteriums ist zur Beurteilung des Gesamterfolgs einer Unternehmung nicht ausreichend. Die Erfüllung eines einzelnen Kriteriums ermöglicht zwar einen Erfolg im entsprechenden generellen gesellschaftlichen Umfeld, eine Handlung ist aber erst dann gesamthaft gesehen erfolgreich, wenn sie legitim und legal sowie effektiv und effizient ist und das Management seine Handlungsautonomie wahren kann (Abb. 3). 51 Die Erfolgsbeurteilung einer unternehmerischen Handlung wird von jeder einzelnen Anspruchsgruppe separat vorgenommen 52 und muss nicht mit dem Urteil anderer Gruppen übereinstimmen. Für den Gesamterfolg einer Unternehmung ist die ausreichende Erfüllung jedes einzelnen Erfolgskriteriums massgebend. Was unter ausreichend zu verstehen ist, kann nur im Diskurs mit den unternehmensspezifischen Anspruchsgruppen situativ bestimmt werden. Dabei sind die Ansprüche bezüglich der Bedeutung der jeweiligen Interessengruppen für die Unternehmung zu gewichten. Durch die Zunahme und gesteigerte Bedeutung ökologieorientierter Ansprüche vieler gesellschaftlicher Gruppen haben sich die Erfolgskriterien des Managementverhaltens inhaltlich geändert. Umfeld soziokulturell technologisch wirtschaftlich Anspruch betreffend Zielerreichungsgrad Erfolgskriterium Fragestellung Anspruch betreffend Umfeld Zielinhalte und Zielrestriktionen Welche Ziele sind moralisch und ethisch vertretbar? Welche Ziele sind unter welchen Restriktionen zu verfolgen? Legitimität und Legalität Fragestellung Erfolgskriterium Wie gut wird das Ziel erreicht? Effektivität Erfolgsbeurteilung Handlungsautonomie Wie kann die Handlungsautonomie gewahrt werden? Interessendurchsetzung prozesspolitisch Output zu Input Mit welchem Aufwand wird das Ziel erreicht? Effizienz Abb. 3: Interpretation der sozioökonomischen Rationalität 49 Der deutsche Begriff Politik ist sehr unscharf und umfasst (vgl. Rohe 1978, Robert 1988): Politics: machtbestimmte Interessenausgleichs und aushandlungsprozesse (prozessuale Komponente) Policy: aus politischen Prozessen resultierende Ergebnisse wie Gesetze, Verordnungen, Leitbilder usw. (inhaltliche, juristische Komponente) Polity: die Rahmenbedingungen politischer Prozesse wie politische Kultur, Verfassung usw. und politische Institutionen wie Parlament, Gerichte usw. (formale, ordnungspolitische Komponente) Wird von einem politischen Prozess gesprochen, so ist damit ein machtbestimmter Interessenausgleichs und aushandlungsprozess gemeint (Politics). 50 autonom (griech.) = unabhängig, selbständig, eigengesetzlich 51 Die Erfolgskriterien können in einer spezifischen Situation nicht nur in einem nominalen Sinn erfüllt oder nicht erfüllt (z.b. legitim/nicht legitim), sondern auch in einem ordinalen Sinn mehr oder weniger erfüllt sein (z.b. mehr oder weniger effizient). Luhmann (1990, S. 75ff.) zeigt anhand des Konzepts binärer Codierung, dass die gesellschaftlich folgenreiche Kommunikation durch die kommunikativen Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilsysteme (z.b. Moral, Recht, Wirtschaft ) beschränkt ist. 52 Vgl. auch Burla 1990, S. 30. Die Dimensionen des generellen gesellschaftlichen Umfeldes liefern einen Raster, anhand dessen sich unterschiedlichste Ansprüche aufgrund ihres Anliegens und dazugehöriger Fragestellungen kategorisieren lassen (Abb. 3) Analog zu den soziokulturellen, wirtschaftlichen, technologischwissenschaftlichen und politischen Dimensionen des generellen gesellschaftlichen Umfelds lassen sich vier extern und intern wirksame Lenkungssysteme von Unternehmungen unterscheiden: Moral, Markt, Wissenschaft und Technologie sowie Politik. (Dyllick spricht von drei externen Lenkungssystemen: Markt, Moral und Politik. Vgl. Dyllick 1988, S. 197ff., ders. 1989a, S ). Nach Dyllick wird unter einem Lenkungssystem in einem kybernetischen Verständnis ein System verstanden, das die Unternehmung und ihre Handlungen beeinflusst oder sogar beherrscht, unabhängig davon, ob solche Lenkungseinflüsse bewusst, gezielt oder geplant sind. (Dyllick 1989b, S. 221). Unter Markt ist ein Tauschsystem zu verstehen, dessen Lenkungsmechanismus der Wettbewerb in den Dimensionen Preis und Qualität darstellt. Der Begriff Politik (i.s. von Polity, siehe Fussnote 49) widerspiegelt ein Autoritätssystem, dessen Steuerungsmechanismen in einer Demokratie Wahlen und Abstimmungen sind. Moral übt mit dem Mittel der moralischen Ächtung einen zwar nicht mit Zwang durchsetzbaren, aber auf das Innere des Menschen wirkenden Lenkungseinfluss aus. Der zwischen konkurrierenden Problemlösungen und

13 1 6 Ansprüche aus dem soziokulturellen Umfeld betreffen den Zielinhalt und die Zielrestriktionen. Es stellt sich die Frage, welche Ziele legitim, d.h. moralisch und ethisch vertretbar sind (Beispiel: Sind Herstellung und Einsatz von Herbizid Y moralisch und ethisch verantwortbar?) und unter welchen legalen Rahmenbedingungen, d.h. zwingenden Restriktionen, die angestrebten Ziele verfolgt werden können. (Beispiel: Die Anwendung von Herbizid Y ist in Industrieländern verboten.) Gesellschaftliche Werte stellen oft eine Vorstufe zu Gesetzen dar. Forderungen aus dem technologischen Umfeld haben den Zielerreichungsgrad zum Gegenstand und gehen der Frage nach, wie gut d.h wie effektiv das gesetzte Ziel erreicht wird. (Beispiel: Welches sind die erwünschten und unerwünschten Wirkungen von Herbizid Y?) Ansprüche aus dem wirtschaftlichen Umfeld haben das Verhältnis zwischen Output und Input zum Inhalt. Es stellt sich die Frage, wie effizient d.h. mit welchem Aufwand ein Ziel erreicht wird. (Beispiel: Wie hoch sind die finanziellen Kosten und die externen Effekte 54 von Herbizid Y zur Erreichung der erwünschten Wirkung?) Letztlich betreffen Ansprüche aus dem politischen Umfeld 55 die Interessendurchsetzung. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie kann die Handlungsautonomie im Zusammenspiel von Interessen verschiedenster Anspruchsgruppen gewahrt werden? (Beispiel: Wessen Ansprüchen an das Herbizid Y muss das Management in welchem Ausmass gerecht werden und wie beeinflusst dies die eigene Handlungsautonomie?) Bei der Beantwortung der Frage, was unter einem ökologisch rationalen Verhalten von Menschen 56 verstanden werden kann, werden im weiteren die Erkenntnissen ausgelöste wissenschaftliche und technologische Fortschritt vermag die Leistungen und den Bedingungsrahmen unternehmerischen Handelns wesentlich zu beeinflussen. Aufgrund sehr enger wechselseitiger Verflechtungen kann die Wissenschaft und Technologie jedoch guten Gewissens auch ins Lenkungssystem Markt einbezogen werden. (Wie es Dyllick implizit vornimmt. Vgl. Dyllick 1988, S. 197ff., ders. 1989a, S ) Die erwähnten Lenkungssysteme sind nicht nur extern, sondern auch intern wirksam. Sie beeinflussen sowohl das Verhalten der Unternehmung als Ganzes nach aussen als auch das unternehmensinterne Verhalten einzelner Mitglieder und interner Gruppen untereinander. Die Ausprägung interner und externer Lenkungssysteme sollte i.d.r. nicht, kann jedoch ganz erheblich von denjenigen externer Lenkungssysteme abweichen. Zu den Grenzen der Lenkbarkeit von Unternehmungen vgl. z.b. Dyllick 1982, S Zum Begriff externe Effekte vgl. z.b. Bernholz 1984, S. 115f., Frey R.L. 1981, S. 176, Hobbensiefken 1989, S. 13 und S. 16f., Kemper 1989, S. 5f. 55 Zum Politikbegriff vgl. Fussnote Ökologische Rationalität verstanden als zum Schutz der natürlichen Umwelt angebrachte sozioökonomische Rationalität. 1 7 Erfolgskriterien sozioökonomisch rationalen Verhaltens bezüglich ihrer ökologischen Dimension (ökologische Rationalität) untersucht Das soziokulturelle Umfeld Das soziokulturelle Umfeld einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt von Werthaltungen. Intersubjektiv gültige Werte 57 bilden sich durch Diskussionen zwischen Individuen, Gruppen und Parteien. Diese so geschaffenen Konsenswahrheiten 58 sind einem ständigen Wandlungsprozess unterworfen. Gewisse mehrheitlich akzeptierte Werte finden Eingang in politische Prozesse und werden zu verpflichtenden, mit staatlicher Gewalt durchsetzbaren Normen (z.b. Verfassung, Gesetze, Verordnungen). Zur erfolgreichen Ressourcensicherung genügt es auch bei ökologischen Fragen nicht, wenn sich die Unternehmensleitung nur nach gesetzlichen Vorschriften richtet, d.h. legal handelt, da verpflichtende Normen dem gesellschaftlichen Wertewandel i.d.r. zeitlich hinterherhinken. 59 Deshalb müssen die Handlungen des Managements zusätzlich den Werthaltungen seiner Anspruchsgruppen genügen, d.h. als legitim erachtet werden. 60 Nach Luhmann ergibt sich die ökologische Rationalität von Handlungen aus dem Bezug auf die Letztdifferenz von gesellschaftlichem System und Umwelt. Das heisst: aus der ökologischen Differenz (ders., S. 258): Leben/Sterben. Wir können uns Luhmanns Ansicht grundsätzlich anschliessen, doch bleibt die Frage unbeantwortet, was denn ökologisch vernünftiges und somit erfolgreiches Verhalten bezüglich der Rationalitätskriterien der gesellschaftlichen Teilsysteme bedeutet. Im weiteren wird keineswegs die These vertreten, alles menschliche Verhalten sei das Ergebnis rationaler Reflexionen. Die spezifisch menschliche Fähigkeit, abstrakt zu denken, zukünftige Folgen seines Handelns zumindest z.t. zu erkennen und zu antizipieren, ermöglicht dem Menschen jedoch zu planen, abzuwägen und zu wählen, d.h. rational im Gegensatz zu emotional oder instinktiv zu handeln. 57 Gemeint sind sowohl intrinsische Werte wie Wohlfahrt als auch instrumentelle Werte wie Lohn, Freiheit usw. Vgl. Freeman E. 1984, S. 95ff. 58 Konsenswahrheiten sind Ansichten, über die sich eine Gruppe, ein Volk oder die Menschheit implizit oder explizit geeinigt hat. Zum Begriff Konsens vgl. z.b. auch Dahrendorf 1961, S. 87, S. 98 und S Atteslander zeigt auf, dass es sich dabei keineswegs um objektive Tatbestände handeln muss, sondern, dass durchaus von sozialen Vorurteilen gesprochen werden kann. Hierbei sollte davon ausgegangen werden, dass alle Erkenntnisse nur als vorläufig richtig angenommen werden dürfen, immer im Bewusstsein, dass alles auch als vorläufig falsch, jedoch nie als endgültig richtig bezeichnet werden kann. Vgl. Atteslander 1971, S. 58ff. und S Vgl. auch Boettcher et al. 1968, S. 84f. 60 Sondermüll in Drittweltländer zu exportieren ist z.b. je nach Land legal, meist aber nicht mehr legitim.

14 18 Da quasiöffentliche Institutionen in Demokratien in grossem Masse auf die freiwillige Zustimmung ihrer Anspruchsgruppen angewiesen sind, ist eine Unternehmung auf die Anerkennung der Handlungen der Unternehmensmitglieder angewiesen. Für unsere Betrachtungen stellt Legitimität demnach die an der Gesamtheit aller anspruchsgruppenspezifischen Werthaltungen gemessene moralische Anerkennungswürdigkeit von Handlungen, Programmen und Ordnungen einer Unternehmung dar. Es geht um die Frage, welche Ziele moralisch bzw. ethisch vertretbar sind. 61 Ansprüche basieren auf Werturteilen, wobei Werturteile als Ausdruck moralischer Werte begriffen werden können. 62 Gesellschaftliche Werte unterscheiden sich je nach Kultur, umfassen dabei die Vielfalt aller subjektiven und intersubjektiven Werthaltungen (z.b. persönliche Integrität, Ethik, Moral, Bräuche, Sitten) und äussern sich in inhaltlich unterschiedlichen Zielvorstellungen. Die verstärkte Sensibilisierung aller Anspruchsgruppen auf ökologieorientierte Werte sei es aus analytischem, emotionellem oder intuitivem Antrieb und die zunehmende Diskrepanz zwischen Werthaltungen und beobachtbarem Umweltzustand führen zu einer Zunahme entsprechender Forderungen. Dies kann nicht nur zwischen und innerhalb von Anspruchsgruppen, sondern auch in einer Person zu Spannungen, Konflikten und Unsicherheiten führen. Dabei lässt sich eine zunehmende Heterogenität und Polarität gesellschaftlicher Werthaltungen beobachten. 63 Die unterschiedlichen Ansichten über die Anerkennungswürdigkeit unternehmerischer Handlungen konkurrieren miteinander. In einem durch Macht beeinflussten Interessenausgleichsprozess werden gesellschaftlich verbindliche Normen ausgehandelt, die den Rahmen legitimer Handlungsmöglichkeiten bestimmen. Hierbei lässt sich in den letzten Jahren eine verstärkte Sensibilisierung aller Anspruchsgruppen bezüglich ökologischer Anliegen feststellen. Mit der zunehmenden Ökologisierung der Interessen hat sich auch das Entscheidungsumfeld des Managements geändert. Ökologieorientierte Forderungen wurden anfänglich in erster Linie aus der Kategorie der nichtmarktlichen externen Beziehungsgruppen wie z.b. Umweltschutz und Konsumentenorganisationen, Medien, Bildung und Forschung erhoben. Die Ansicht, Um 19 weltschutz sei nur bei einigen Naturschutzverbänden und grünen Idealisten ein ernsthaftes und vehement vertretenes Anliegen, lässt sich bei genauerer Betrachtung heute aber nicht mehr ernsthaft vertreten. 64 Die Abbildung 4 und 5 zeigen in der zweiten Spalte die Vorstellung von Ansprüchen, die den verschiedenen Stakeholdern herkömmlicherweise zugeordnet werden. Interne Anspruchsgruppen Beispiele herkömmlicher Ansprüche Beispiele ökologieorientierter Ansprüche Mitarbeiter hohe Löhne, kurze Arbeitszeit Identifikation mit Arbeitgeber und mit umweltfreundlicher Arbeit Management finanzieller Unternehmenserfolg (z.b. Gewinn) Legitimation der Unternehmenstätigkeit (auch vor sich selbst) Eigentümer (z.b. Personengesellschaften) hohe Rendite, Sicherheit ethisch motivierter Einsatz von Arbeit und Kapital Abb. 4: Ökologiesensibilisierung interner Anspruchsgruppen 61 Zu den Begriffen Legitimität, Legalität und Ethik vgl. z.b. Gerum 1989, S. 139, Herzog et al S. 1989ff., Hirschelmann 1986 S. 257ff., Quadritsch 1987, S , Luhmann 1969, Weber G. 1976, S. 16ff., S. 122ff., Westle 1987, S. 258ff. 62 Vgl. z.b. Jöhr Vgl. auch Haller 1989, S. 120ff. 64 Vgl. z.b. Freeman E. 1984, S. 8ff.

15 Externe Anspruchsgruppen Endabnehmer Zwischenhändler Lieferanten Konkurrenten Gewerkschaften Kreditgeber Verbände Behörden Eigentümer (z.b. Aktiengesellschaft) 2 0 Beispiele herkömmlicher Ansprüche billige Qualitätsprodukte grosse Marge, gut verkäufliche Produkte grosse Marge, gute Kundenbeziehung PreisLeistungsWettbewerb hohe Löhne, kurze Arbeitszeiten, gute Sozialbedingungen hohe Rendite, Sicherheit Interessenvertretung der Mitglieder Gesetzesformulierung und überwachung hohe Dividende, Sicherheit Beispiele ökologieorientierter Ansprüche Qualitätsbegriff wird um ökologische Qualität erweitert keine toxischen/verpakkungsintensiven Produkte (Lagerproblem) Erwartung, dass umweltfreundlichere Produkte Anklang finden neues Konkurrenzfeld, Ökomarketing, ökologieinduzierte Kosteneinsparungen umweltgerechte Arbeitsplatzhygiene "Green Investment", kein finanzielles Umweltrisiko Mitglieder haben auch ökologische Interessen, Bildung ökologieorientierter Verbände Gesetzesformulierung und überwachung "Green Investment", kein finanzielles Umweltrisiko Medien Leser gewinnen Leser sensibilisieren Aktionsgruppen Interessen vertreten Interessen vertreten Bildung und Forschung geographische Nachbarn Erkenntnismaximierung gutes Nachbarschaftsverhältnis Erkenntnismaximierung, Wertorientierung gutes Verhältnis auch bezüglich Schadstofftransmissionen Abb. 5: Ökologiesensibilisierung externer Anspruchsgruppen 2 1 In der dritten Spalte von Abbildung 4 und 5 verweisen wir auf ökologieorientierte Forderungen, die vermehrt, und zwar mit grossen Unterschieden in Art und Intensität, von denselben Anspruchsgruppen vorgetragen werden. Hierbei lässt sich sehr oft ein starker Zusammenhang zwischen ökologieorientierten und herkömmlichen Forderungen derselben Gruppe finden. 65 Es ist wenig erstaunlich, dass nicht nur Konflikte zwischen etablierten Interessenvereinigungen wie z.b. Arbeitgeberverband und Gewerkschaften entstehen können, sondern dass auch die zwischen herkömmlichen und ökologieorientierten Ansprüchen auftretenden Diskrepanzen ein Konfliktpotential beinhalten. Dies kann auch zu Konflikten innerhalb von Anspruchsgruppen führen. 66 Ökologieorientierte Ansprüche können grundsätzlich bezüglich zweier Perspektiven unterschieden werden: einer produkt und einer standortbezogenen (Abb. 6). Die beiden Betrachtungsweisen überschneiden sich, da Produkte nicht losgelöst von deren Produktion betrachtet werden können. Produktorientierte Forderungen werden tendenzmässig eher von international ausgerichteten, umweltorientierten Anspruchsgruppen wie z.b. WWF international, Greenpeace u.ä. erhoben. Dagegen sind es eher lokal orientierte Interessengemeinschaften, wie z.b. Bürgerinitiativen, WWF Regional Sektionen u.ä., die Forderungen bezüglich der Art der Leistungserstellung an bestimmten Standorten stellen. Der standortbezogenen Perspektive liegt in der Tendenz eher eine immissionsorientierte Perspektive zugrunde. In einem vom Gesamten aufs Spezifische gehenden OutsideInAnsatz wird zunächst die Umweltqualität über einem bestimmten Gebiet als Zielgrösse definiert, und hernach werden die einzelnen Emissionsquellen betrachtet. Die eher emissionsorientierte Perspektive betrachtet im Sinne eines vom Unternehmen ausgehenden InsideOutAnsatzes zuerst die einzelnen Emissionsquellen, um nachher den Fokus auf die Umweltqualität eines geographischen Gebietes zu erweitern. Ob Produkt oder Standortorientierung: Werden Unternehmungen als interessenpluralistische Institutionen wahrgenommen, so werden die Handlungsparameter des Managements in Aushandlungsprozessen zwischen Anspruchsgruppen bestimmt. 67 Für Politiker und 65 Vgl. z.b. auch Jenner/Smith 1989, S Ein Beispiel hierzu wäre ein ausgebrochener Konflikt zwischen dem Management verschiedener Chemieunternehmungen. Vgl. z.b. Der Spiegel 1989a, S. 149ff., Wiener, S Vgl. Sandner 1989, S. 72.

16 2 2 Manager ist deshalb die Tatsache, dass Ansprüche mit einem bestimmten Inhalt (auch von ihnen selbst) an sie gestellt werden, von Bedeutung. Kriterien Standortbetrachtung Produktbetrachtung Fokus eher immissionsorientiert emissionsorientiert Ansatz kompatibel zu Anspruchsgruppen Zielgrösse TopDown/OutsideIn Land Y Region X Standort A Bubble Policy, Offset Policy, Saldo Strategie, Emission Reduction Banking 68 Anlagenbezogene Auflagen Emissionszertifikate Kausalhaftung Inputbezogene Lenkungs steuern EGÖkoAudit Richtlinie lokal (Bürgerinitiative, regionale Verbände ) lokale Emissionen der Leistungserstellung BottomUp/InsideOut alle Unternehmen Unternehmen X Produkt Produktehaftung (Kausal und Verschuldenshaftung) produktbezogene Auflagen produktbezogene Lenkungs und Kausalsteuern EGÖkoLabel Richtlinie international bis global (WWF int., Greenpeace ) Unternehmensleistung als solche Abb. 6: Produkt und standortbezogene Perspektive. 68 Zu marktwirtschaftlichen Instrumenten des Umweltschutzes vgl. z.b. Frey R.L., S. 73ff. Z 2 3 Die in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft durch Diskussionen zwischen Individuen, Gruppen und Parteien gebildeten Konsenswahrheiten beeinflussen die Kodifizierung von gesellschaftlich verpflichtenden Normen und die Gründung bzw. Duldung politischer Institutionen. Erst was gesellschaftlich konsensfähig und akzeptiert ist (= legitim für eine Mehrheit), kann i.d.r. juristisch geregelt werden. Politische Institutionen wie Gerichte, Parlament usw., politische Kultur und die höchste politische Norm, die Verfassung, bilden die formalen Rahmenbedingungen (engl. polity) politischer Prozesse. Die innerhalb dieses Rahmens in politischen Prozessen formulierten Ergebnisse (engl. policy) werden üblicherweise in Form kodifizierter und sanktionierbarer Normen wie z.b. Gesetze, Gewohnheitsrecht oder juristische Lehrmeinung abgebildet und sind für sämtliche Subjekte verpflichtend. Doch ausser den gesamtgesellschaftlich verpflichtenden Normen existieren auch mit Zwang durchsetzbare Normen zwischen oder innerhalb von Anspruchsgruppen. 69 Hierzu gehören z.b. vertragliche Abmachungen. Verpflichtende Normen und formale Strukturen politischen Handelns verkörpern harmonisierte Interessen 70 in Form eines Grundkonsenses, der die Antwort auf die Frage gibt, unter welchen zwingenden Restriktionen Ziele zu verfolgen sind. Das Kriterium, mit welchem die äusserliche Entsprechung einer Handlung mit diesem formalen, juristischen Grundkonsens gemessen wird, ist die Legalität. Hierbei werden weder Motive noch Einstellungen, die hinter politischen Handlungen, Strategien oder Ordnungen stehen, sondern nur deren formale Gesetzesmässigkeit beachtet. Will die Unternehmung die Legalität ihrer Handlungen gewährleisten, so ist die Respektierung der staatlichen Institutionen und Rahmenbedingungen sowie die Einhaltung verpflichtender Normen auch im Umweltschutz zwingend. 71 Soziokulturelle Werte sowie verpflichtende Normen und Institutionen (engl. polity) beeinflussen in politischen Interessenaushandlungsprozessen (engl. 69 Z.B. weltweit gleiche (und darum scharfe) Umweltschutzstandards in einem multinationalen Konzern. 70 Harmonisierte Interessen sind keineswegs harmonische Interessen. Auch wenn ein Grundkonsens gegeben ist, sind noch Interessenkonflikte (allerdings in stark reduzierter Form) vorhanden. 71 Es kann als das Kennzeichen einer planwirtschaftlich organisierten, ineffizienten, staatlichen Umweltpolitik bezeichnet werden, wenn sich die Umweltschutzstrategie darin äussert, dass die staatliche Bürokratie das umweltrelevante Verhalten von Unternehmungen durch Formulierung von Verboten, Geboten, Bewilligungen und Auflagen, d.h. über eine Einengung des legalen Handlungsspielraums zu steuern versucht. Vgl. z.b. Frey R.L. 1990, S. 16, Jäckle Sönmez 1985, S. 170, Wicke/Schafhausen 1982, S. 412.

17 2 4 politics) die im folgenden dargestellten Ansprüche bezüglich Effizienz und Effektivität, indem sie Ziele, Präferenzen, Interessen, Erwartungen und Handlungsmotivationen der Anspruchsgruppen prägen. Dadurch werden Produktalternativen betreffend Effizienz und Effektivität unterschiedlich beurteilt und unterschiedliche Schlussfolgerungen fürs Konsum und Kaufverhalten gezogen. 72 Die verstärkte Pluralität von Werthaltungen erschwert die gesellschaftliche Konsens und somit auch Entscheidfindung des Managements beträchtlich. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die ethischen Werthaltungen von Anspruchsgruppen bestimmen, welche von einer Unternehmung ausgehenden Handlungen als legitim anerkannt werden. Die juristisch fixierten Normen definieren hierbei den i.d.r. engeren Rahmen legalen Verhaltens. Soziokulturell rational ist ein Verhalten, das sowohl legal als auch legitim ist. Die gesellschaftliche Anerkennung (Legitimation) 73 einer Unternehmung kann dann als gesichert gelten, wenn das Management die Legalität und Legitimität und somit die soziokulturelle Rationalität ihrer Handlungen begründen kann. Oder anders formuliert: wenn kein Begründungsnotstand für die Zwecke und Handlungen der Unternehmung besteht. Die Legitimation unternehmerischer Handlungen kann von Anspruchsgruppen jedoch nicht nur aus moralischen oder rechtlichen Gründen, sondern auch aus wirtschaftlichen (Effizienz) oder technologischen (Effektivität) Gründen in Frage gestellt werden. Insofern ist Legitimität und Legalität nur eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung sozioökonomisch und ökologisch rationalen Verhaltens. Die inhaltliche Ausprägung der Erfolgskriterien Legitimität und Legalität beeinflussen die Beurteilung wirtschaftlicher Aktivitäten bezüglich den restlichen Erfolgskriterien Effektivität, Effizienz und Handlungsautonomie Das technologische Umfeld Der durch den Wettbewerb zwischen konkurrierenden Problemlösungen und Erkenntnissen ausgelöste wissenschaftliche und technologische Fortschritt vermag die Leistungen und den Bedingungsrahmen unternehmerischen 72 Vgl. Raffée 1985, S. 558, Wimmer 1988, S. 44ff. 73 Legitimation i.s. von Begründung/Beglaubigung gesellschaftlicher Anerkennung bzw. einer Machtposition z.b. durch den in einer Wahl/Abstimmung geäusserten Volkswillen. Vgl. z.b. Hirschelmann 1986, S Handelns wesentlich zu beeinflussen. Wie gut ein Ziel erreicht wird, hängt massgeblich vom Knowhow (i.s. von Wissen und Technologie) einer Gesellschaft resp. der Entscheidungsträger ab. Erfolgskriterium im technologischwissenschaftlichen Umfeld ist die Effektivität. 74 Die Effektivität stellt hierbei den Zielerreichungsgrad oder auch das Qualitätsniveau bzw. das Mass der Nutzenstiftung unternehmerischer Leistung dar. 75 Effektivität drückt aus, wie gut es einem Betrieb gelingt, bestimmte Leistungen zu erbringen und damit seine Grundfunktion zu erfüllen. 76 Das Aufwand ErtragsVerhältnis (Effizienz) zur Erbringung dieser Leistung wird ausser acht gelassen. 77 Beim Beurteilen der Effektivität kann auf der einen Seite von den zu erfüllenden Funktionen 78 und von der Leistung selbst ausgegangen werden. Eine Unternehmung erbringt Leistungen für bestimmte von ihr zu definierende Anspruchsgruppen. 79 Erzielt die angebotene Leistung beim Käufer die erwünschte Wirkung, so wird sie von den Marktteilnehmern als ökonomisch effektiv erachtet. Die Beurteilung der Leistung aus Sicht der Abnehmergruppe entspricht dem Postulat eines markt und bedürfnisgerechten Unternehmensverhaltens. Die marktbezogene Effektivität ist eine notwendige Voraussetzung zur Erwirtschaftung einer Wertschöpfung, mit der materielle Ansprüche von Ressourcenlieferanten befriedigt werden können. 80 Wie aus der Betrachtung des Entscheidungsumfelds des Managements hervorgeht, ist der Erfolg unternehmerischen Verhaltens jedoch nicht nur durch Variablen des Absatzmarktes definiert. Solange das Verursacherprinzip nicht umgesetzt ist und Umweltbelastungen somit nicht oder nur zum Teil in den Kosten enthalten (internalisiert) sind, Der Begriff Effektivität entstammt dem Lateinischen (effectus: Wirkung, effectivus: wirksam). Im Englischen werden folgende Begriffe unterschieden: effective (effectiveness): tatsächliche, reale Produktion einer Wirkung; effectual (effectuality, effectuousness): eine Absicht/einen Wunsch erfüllend; efficacious (efficacy, effectingness): das Potential besitzend, tatsächlich zu wirken (z.b. Heilmittel); effectuate (effectuation): zu einer Wirkung führend. Zusammengestellt aus: Standard Oxford English Dictionary 2. Ed. 1989, Longmann 1986, Meldam 1981, MerriamWebster 1942, Partridge 1963, Schröer und Jaeger 1937, Skeat 1881, Springer Vgl. z.b. Pfeffer/Salancik 1978, S. 11f. 76 Hill, S Vgl. z.b. Pfeffer/Salancik 1978, S Unter Funktion eines Objektes verstehen wir die Aufgabe, Tätigkeit und Stellung innerhalb eines grösseren Ganzen. Vgl. Brockhaus Vgl. Hill, S Vgl. ders., S Kennzeichnend für eine marktwirtschaftlich orientierte, staatliche Umweltschutzstrategie wäre eine Internalisierung externer Kosten in die Marktpreise

18 2 6 kann nicht von vollkommenen Märkten 82 gesprochen werden. Deshalb vermag auch eine auf Kostenüberlegungen basierende Entscheidung der Unternehmung (wie auch der Endabnehmer und Zwischenglieder) nicht ein Ergebnis zu erzielen, das heutigen gesellschaftlichen Ansprüchen in bezug auf Umweltschutz gerecht wird. Als Ergebnis eines Prozesses zur Vereinfachung von Entscheidungssituationen resultiert oftmals eine schwergewichtige, wenn nicht gar alleinige Orientierung an Marktpreisen. 83 Werden Entscheide primär auf MarktkostenÜberlegungen gestützt, so dürfte dies einerseits in der dadurch erreichbaren Komplexitätsreduktion und andererseits in der hohen gesellschaftlichen Aktzeptanz monetärer Grössen als Wertmassstab begründet sein. Die Rolle des Preises und darauf beruhender Grössen 84 als Entscheidungsparameter ist jedoch angesichts der Problematik negativer externer Effekte 85 sowie öffentlicher bzw. kollektiver Güter 86 stark zu relativieren. Aus Gründen der Ressourcensicherung im ökologiesensibilisierten gesellschaftlichen Umfeld dürfen Entscheidungen nicht alleine auf Marktpreise abgestützt werden. Nutzen KostenAbwägungen, wie sie implizit oder (seltener) explizit bei jeder Entscheidung stattfinden, bedürfen zumindest des Einbezugs zusätzlicher Ansprüche derjenigen Stakeholder, die über kritische Ressourcen verfügen. Das inzwischen gesellschaftlich allgemein akzeptierte Ziel, Umweltschutz zu betreiben, ist somit, neben anderen Zielen, in die unternehmerische Entscheidfindung zu integrieren. Die Unternehmen erhalten aber in den allermeisten über z.b. Lenkungsabgaben oder durch die Schaffung von Märkten für Umweltgüter z.b. durch Emissionszertifikate. Zu marktwirtschaftlichen Instrumenten des Umweltschutzes vgl. z.b. Bonus 1981, ders. 1984, Frey B.S. 1985, Frey R.L. et al., Kemper 1989, Pearce/Turner 1990, Siebert 1976, ders. 1978, Wegehenkel Zur politischen Durchsetzungsfähigkeit einer ökologisch orientierten Marktwirtschaft vgl. Downing 1979, Paul Charakteristika vollkommener Märkte sind: ❶ atomistische Konkurrenz ❷ vollkommene Information aller Wirtschaftssubjekte ❸ nutzen resp. gewinnmaximierendes Verhalten aller Wirtschaftssubjekte ➍ keine externe Effekte ➎ schnelle Anpassung an Datenänderungen ➏ Einkommensverteilung muss als gerecht empfunden werden. Vgl. Frey R.L. 1981, S Vgl. Bösch 1974, S Wie z.b. Umsatz, Gewinn, Cashflow, Renditen usw. 85 Zu externe Effekte vgl. z.b. Bernholz 1984, S. 115f., Frey R.L.1981, S. 176, Hobbensiefken 1989, S. 13 und S. 16f., Kemper 1989, S. 5f. Der Versuch, externe Effekte zu internalisieren, um damit einem vollkommenen Markt näher zu kommen, scheitert bis heute ausser an politökonomischen Sachzwängen zumeist auch an mangelnder Information über die ökologischen Auswirkungen einer Handlung und an den für eine Verbesserung der Informationssituation aufzuwendenden Informationskosten. 86 Zu öffentlichen bzw. Kollektivgütern vgl. z.b. Frey R.L. 1981, S. 14f. und 184, Geyer 1980, S. 149ff., Hobbensiefken 1989, S. 11, 13 und 46, Kemper 1989, S. 3ff. 2 7 Fällen weder über Beschaffungspreise noch über die Nachfrage eindeutige Gestaltungs und Lenkungssignale, die ihnen das gesellschaftlich akzeptierte oder aus ökologischen Gründen erforderliche Niveau der Umweltbelastung anzeigen. 87 So ist davon auszugehen, dass ein langfristiger Markterfolg (marktliche Effektivität) nur dann sichergestellt werden kann, wenn unter der Voraussetzung einer effizienten Leistungserstellung der Effektivitätsbegriff durch den Einbezug aller auch der nichtmarktlichen Anspruchsgruppen erweitert wird. 88 Ein Produkt oder Herstellungsprozess erfüllt oder berührt ja i.d.r. mehrere Funktionen und betrifft damit auch unterschiedlichste Anspruchsgruppen, Ziel und Nutzenvorstellungen. Jedes soziale System definiert auf der Einflussebene von Werten und Normen für sich selbst, welche Funktionen durch wirtschaftliche Leistungen erfüllt werden sollten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die auf jeden Fall zu erfüllende Funktion aller biologischen resp. sozialen Systeme die Sicherstellung des Überlebens des Einzelnen und der eigenen Gattung darstellt. Über die Erfüllung generischer Funktionen wie Nahrung, Witterungsschutz und Fortpflanzung dürfte ein allgemeiner gesellschaftlicher Konsens herrschen. Abweichende Vorstellungen ergeben sich vor allem bei derivativen Funktionen, welche durch die spezifische soziokulturelle Entwicklung einer Gesellschaft entstanden sind, 89 wie z.b. Unterhaltung, Transport, Pflanzenschutz, angenehme Raumtemperatur u.a.. Ob derivative Funktionen durch (wirtschaftliche) Tätigkeiten erfüllt werden müssen, kann von verschiedenen Anspruchsgruppen in Frage gestellt werden. Aufgrund differierender gesellschaftlicher Werte (Blickwinkel) und je nach Stellung der Stakeholder in der Gesellschaft kann ihre Nutzendefinition unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommt, dass Anspruchsgruppen aufgrund geänderter Zielvorstellungen unternehmerische Leistungen heute nicht mehr nur bezüglich klassischer, wirtschaftlicher Nutzenaspekte bewerten, sondern auch bezüglich des i.d.r. nur für die gesamte Gesellschaft anfallenden ökologischen Nutzens in Form einer Minimierung resp. Optimierung ökologischer Schäden. Viele Anspruchsgruppen 87 Gründe, weshalb Konsumenten nicht eindeutige, ihren Präferenzen entsprechende Nachfrageimpulse geben, sind (vgl. Steinmann 1988, S. 89, Dyllick 1990, S. 11ff.): Informationsdefizit, Bequemlichkeit, Zeitaufwand, höhere Kosten, Gedankenlosigkeit u.ä. Vgl. auch Rat der Sachverständigen für Umweltfragen 1987, S. 48ff., Schärrer/Rist, S. 19ff., Wimmer Hinzu kommt das sog. FreeRiderVerhalten. (A free rider secures the benefits without contributing towards the costs. (Buchanan 1968, S. 87). 88 Anderer Meinung ist Burla 1990, S. 87. Er betrachtet nur die Markteffektivität. 89 Vgl. Hill/Rieser 1990, S. 19.

19 2 8 nehmen somit eine erweiterte Nutzenbetrachtung vor, bei der die Effektivität unternehmerischer Leistungen nicht nur anhand ihrer Haupt, sondern auch bezüglich ihrer Nebenwirkungen beurteilt wird. Beispiel Herbizid: Das mit dem Einsatz eines Herbizides verfolgte Ziel kann sehr unterschiedlich definiert werden, wodurch auch der Nutzen bzw. die Effektivität verschieden bewertet wird. Während eine Anspruchsgruppe das Ziel verfolgt, das Unkraut X zu vernichten, um einen möglichst grossen Ernteertrag zu erzielen, besteht für eine andere Anspruchsgruppe das Ziel des Herbizideinsatzes in der Sicherstellung einer toxisch möglichst wenig belasteten, gesunden Ernte ( integrierter Pflanzenschutz ). Es wird auch eine mengenmässige Einbusse zugelassen. Bei der Beurteilung eines Herbizides kann der Konflikt Unkrautvertilgung versus Erhaltung von Heilkräutern auf seiten gewisser Anspruchsgruppen dazu führen, der Funktion Unkrautvertilgung einen negativen Nutzen (Schaden) beizumessen. Wird die Funktion selbst und/oder die Leistung zur Funktionserfüllung von gewissen Anspruchsgruppen ganz oder teilweise in Frage gestellt, kann damit letztlich die Anerkennung unternehmerischer Handlungen und die weitere Existenz des Produktionsprozesses, der Leistung oder gar der Unternehmung als Ganzes gefährdet sein. Die Unternehmensleitung kann jedoch durch entsprechende Handlungen und eine glaubwürdige Kommunikation ihrer Ziele und ihres Verständnisses von Effektivität ebenfalls die Forderungen interner und externer Anspruchsgruppen beeinflussen. Da der Nutzen und damit die Effektivität von Leistungen und Produktionsprozessen unterschiedlich bewertet wird, 90 können wir von einer Multifunktionalität des Effektivitätsbegriffes 91 sprechen. Hierbei ist zu beachten, dass ökologieorientierte Ansprüche sich nicht zwingendermassen nur auf die Leistung 92 selbst beziehen müssen, sondern dass sie 90 Vgl. Morgan 1986, S Ulrich spricht ebenfalls von einer multifunktionalen Effektivität, ohne allerdings diesen Begriff näher zu konkretisieren. Vgl. Ulrich P. 1987, S Der Begriff Leistung wird im herkömmlichen Sinne für ein materielles und/oder immaterielles Gut verwendet, von dem ein potentieller Benützer/Käufer erwartet, dass es geeignet ist, bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen, Wünsche zu erfüllen oder Probleme zu lösen und dass es von einem Dritten (Person oder Institution) im Austausch gegen Gegenleistung erworben werden kann. (Hill et al. 1990, S. 5.) 2 9 auch auf den Leistungsprozess, d.h. die Leistungsdefinition, erstellung und verwertung Bezug nehmen können. 93 Aus den dargelegten Überlegungen wird offensichtlich, dass sich das Management im Bemühen zur Sicherung der benötigten Ressourcen nicht allein auf Umsatz oder Marktanteil als Kenngrössen der Zielerreichung abstützen darf. Für ökologieorientierte Anspruchsgruppen (das Management ist nur in Ausnahmefällen dazu zu zählen) steht i.d.r. das Umweltschutzziel im Vordergrund, weshalb der Erfolg von Umweltschutzmassnahmen für sie eine Frage der Effektivität darstellt. 94 Da es allerdings unrealistisch wäre zu glauben, das primäre Ziel des Managements bestehe darin, Umweltschutz zu betreiben, müssen die Nebenwirkungen wirtschaftlicher Tätigkeiten als ökologischer Aufwand bzw. externe Kosten zur Erreichung eines i.d.r. ökonomischen Ziels betrachtet werden. Aus Sicht der Unternehmung misst sich wirksamer Umweltschutz demnach am Verhältnis zwischen erwünschtem Output bzw. erwünschten Produkten (= Ertrag) und der dadurch induzierten Umweltbelastung (= externe Kosten) und ist somit als Relation eine Frage der Effizienz. Um den Nutzen und hiermit die Effektivität unternehmerischer Leistungen bezüglich ökologischer Aspekte aus Sicht der Anspruchsgruppen zu wahren oder gar zu erhöhen, muss der Leistungsprozess aus Sicht des Managements deshalb ökologisch effizienter gestaltet werden Das wirtschaftliche Umfeld Je geringer der Aufwand zur Erreichung eines Ertrages resp. Zieles, desto effizienter ist der Umgang mit knappen Ressourcen. Wirtschaftlich rational ist eine Handlung, wenn ein bestmögliches Verhältnis zwischen Output und Input, d.h. maximale Effizienz, erreicht wird Die Leistungsdefinition umfasst die Frage, welche Leistung für wen erbracht werden soll, wie sie aussehen sowie welche Eigenschaften und welches Profil sie aufweisen soll. Die Leistungserstellung umfasst alle Fragen der Produktion. Die Leistungsverwertung umfasst den Problembereich des Marketings. Vgl. Hill/Rieser 1989, S Die Effektivität d.h. die Wirksamkeit einer Umweltschutzmassnahme bemisst sich am ökologischen Erfolg und nicht am Stand der (Umweltschutz)Technik. Zu den negativen Konsequenzen einer am Stand der Technik orientierten Umweltschutzstrategie (Verlangsamen bzw. Stoppen des technischen Fortschritts = Gegenstrategie) vgl. Schmassmann 1985, S. 271, Dreyhaupt 1988, S. 60, Wicke 1985, S. 18, Krol 1985, S. 17ff. 95 Der Begriff Effizienz (engl. efficiency) entstammt dem Lateinischen (effectus: Wirkung, efficere: bewirken). Er hat sich in seiner etymologischen Entwicklung vom Begriff der Effektivität (engl. effectiveness; effectuality, effectuousness;

20 3 0 Wird der Output resp. der Input in Geldeinheiten gemessen, so spricht man von finanzwirtschaftlicher Effizienz oder Rentabilität. Beispiele finanzwirtschaftlicher Effizienzkennzahlen wären Deckungsbeitrag oder Gewinn. Werden die Grössen in Mengeneinheiten gemessen, so spricht man von leistungswirtschaftlicher Effizienz oder Produktivität. Die Differenz zwischen maximal möglichem Output und tatsächlich erreichtem Output wird mit dem Begriff XEffizienz umschrieben. 96 Da aus Sicht der Unternehmung mit Ausnahme freier Güter die meisten Inputressourcen monetär gesehen knapp sind, ist Effizienz das traditionell im Zentrum stehende MussKriterium zur Sicherung der Zweckerreichung der Unternehmung. Da freie Güter aus Sicht der Unternehmung jedoch keinen Preis haben, bzw. ihre tatsächliche Knappheit nicht vollumfänglich in Preisen aufgeht, sind sie i.d.r. weder als Input noch als Outputressourcen knapp und somit buchhalterisch gesehen auch kein MussKriterium. Trotzdem dürfen Entscheidungen nicht ausschliesslich auf finanz oder leistungswirtschaftliche Effizienzüberlegungen abgestützt werden. Effizienter Umgang mit Umweltressourcen ist aus Legitimitäts, Legalitäts und Effektivitätsüberlegungen zur Ressourcensicherung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Jede wirtschaftliche Aktivität stört durch Feinverteilung von Schadstoffen in die Umweltmedien Luft, Wasser und/oder Boden den ursprünglichen, natürlichen Zustand. Die Summe aller durch betriebliche Leistungsprozesse direkt und indirekt (durch Beschaffung, Transport, Konsum, Recycling und Entsorgung) verursachten und nach ihrer relativen ökologischen Schädlichkeit gewichteten Stoff und Energieflüsse in die Ökosphäre bezeichnen wir als Schadschöpfung (Pollution added). Ökologische Probleme haben ihre Ursachen oft auf früheren Stufen wirtschaftlicher Leistungserstellung, resp. äussern sich erst auf nachfolgenden Stufen. Der Betrieb ist durch seine Nachfrage auf Beschaffungsmärkten und durch sein Angebot auf Absatzmärkten indirekter Verursacher von Schadschöpfung. Seitens gewisser Anspruchsgruppen wird die Unternehmung dementsprechend auch für die gesamte Umweltbelastung durch ein Produkt und/oder durch einen Produktionsprozess mitverantwortlich gemacht, ohne dass ein direkter Kausalzusammenhang gesucht wird. So können sich Forderungen an efficacy, effectingness; effectuation) getrennt und umschreibt das Verhältnis einer sinnvollen Leistung zur total hierfür eingesetzten Energie (zusammengestellt aus: Standard Oxford English Dictionary 1989, Longmann 1986, Meldam 1981, MerriamWebster 1942, Partridge 1963, Schröer und Jaeger 1937, Skeat 1881, Springer 1962). 96 Vgl. Leibenstein 1966, Linsenbühler 1984, S. 424ff. 3 1 eine Unternehmung auch auf die Inputseite ihrer Transformationsprozesse bzw. auf den Leistungsprozess von Lieferanten beziehen. Dasselbe gilt für die Outputseite, wo sich die Forderungen, sofern es sich um Zwischenprodukte handelt, auf den Leistungsprozess des Abnehmers oder bei Endprodukten auf den Konsum und/oder die Entsorgung beziehen. Solche Forderungen werden sowohl an den Lieferanten und/oder den Abnehmer selbst als auch an die verarbeitende Unternehmung gestellt und bedingen eine Effizienzbetrachtung, die alle Stufen der Wertschöpfungskette umfasst. 97 Deshalb muss eine ökologische Beurteilung von Produkten und Investitionen umfassend, d.h. über das gesamte Produktleben, erfolgen. Legen wir unseren Betrachtungsschwerpunkt auf die externen Effekte wirtschaftlichen Handelns, so lässt sich analog zur Wertschöpfungskette 98 für jedes Produkt eine Schadschöpfungskette (Pollution added Lifecycle) erstellen (Abb. 7). Die Quantifizierung der Schadschöpfung erfolgt zunächst durch die Erfassung von Stoff und Energieflüssen. Dabei lösen sich inputseitige Energieflüsse bei einer Betrachtung über die gesamte Schadschöpfungskette immer in Stoffflüsse auf (z.b. CO2Emissionen durch Abbau, Aufbereitung, Transport und Endlagerung von Kernbrennstoffen). Anschliessend erfolgt eine Gewichtung der über das gesamte Produktleben aggregierten Stoffflüsse aufgrund der relativen Umweltwirkungen der emittierten Stoffe. Da diese Gewichtungsfaktoren die Dimension Schadschöpfungseinheiten pro Mengeneinheit des Stoffes haben, reduzieren sich die gewichteten Stoffflüsse auf die Dimension Schadschöpfungseinheit. Die konkrete Vorgehensweise zur Bestimmung der Schadschöpfung wird in Teil III ausführlich dargelegt. 97 Nicht nur ökologieorientierte Ansprüche erfordern eine umfassendere Effizienzbetrachtung; auch rein ökonomische Gründe sprechen für eine Erweiterung. So ist es für die eigene Effizienz der Leistungsprozesse nicht unerheblich, wie effizient der Vorlieferant arbeitet bzw. wie vollkommen der Markt ist. Die Effizienz der Ressourcenlieferanten beeinflusst zu einem wesentlichen Teil die Kosten der eigenen Inputfaktoren (= Verkaufspreise der gewünschten Outputfaktoren des Lieferanten) und damit auch den eigenen Preisspielraum auf Abnehmerseite. 98 Die Wertschöpfung ist die periodenbezogene Differenz zwischen Umsatzerlösen und Vorleistungen wie Güterverbrauch und gebrauch. Vgl. Heinen 1981, S. 585.

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