WIRTSCHAFTLICHE MITTEILUNGEN

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1 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 WIRTSCHAFTLICHE MITTEILUNGEN Nr. 4/2004 Inhaltsverzeichnis Kurzinformation Editorial Lateinamerika - stärkeres Wachstum als erwartet Aktuelle Lateinamerika-Termine Transparenzliste des Gesprächskreises Lateinamerika der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft Statistik Entwicklung des deutschen Außenhandels mit Lateinamerika, Spanien und Portugal im Januar 2004 Argentinien Umschuldung Energie-Krise Mercosur-Andengemeinschaft FTAA Innenpolitik - Wirtschaftsentwicklung Investitionsanreize Inflation - IWF-Beziehungen - Investitionsprojekte - Kredite Branchen/Unternehmen Kfz Brasilien Industriepolitik - Popularität Gewerkschaftsreform EU-Mercosur - Wirtschaftswachstum 2003 Entwicklung 2004 Inflation - Leitzins-Senkung - Rating/Börse Investitionsprojekte Kredite Unternehmen Kfz Informationen Chile Visa Russland - Gaskrise - Inflation - Volkswirtschaft - Aussenhandel - Investitionen - Stromerzeugung - Bergbau - Projekte - Forst-, Land-, Vieh-, Fischwirtschaft - Andere Sektoren - Information Dominikanische Republik Präsidentschaftswahlen - Freihandel USA - Freihandel EU-Karibik - Wirtschaftswachstum Aussichten Staatsfinanzen - Direktinvestitionen - Kredite - Branchen/Unternehmen - Informationen Ecuador Kabinettsumbildung - Freihandel USA - Wirtschaftsentwicklung - Inflation - Staatsfinanzen - Soziale Lage - Investitionsprojekte - Kredite - Erdölsektor - Branchen Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 04/2004 Inhaltsverzeichnis

2 IBERO-AMERIKA VEREIN 2 Kuba Hermes-Deckung - US-Lebensmittellieferungen - US-Außenpolitik - UNO-Verurteilung - US$- Nutzung - Investitionsprojekte - Bancomext-Schließung - Branchen/Unternehmen - Information Mexiko Justizreform - Wahlrechtsreform - Mercosur-Beitritt - Wirtschaftsentwicklung - Inflation - Direktinvestitionen - Investitionsprojekte - Finanzierungsbewilligung - Branchen/Unternehmen - Kfz Peru Steuern - IWF - Außenwirtschaft - Binnenwirtschaft - Bergbau - Erdgas - Wasserkraftwerk - Andere Sektoren - Kredite - Information Uruguay Volkswirtschaft IWF - Wirtschaftsprogramm Außenhandel Industrieproduktion Inflation Tourismus Energie Land-, Vieh, Forstwirtschaft Venezuela Interessante Projekte und Investitionen in Venezuela Zentralamerika Freihandel - Regionaler Handel - Grenzerleichterungen - Delegationen - Branchen/Unternehmen - Information Costa Rica: Rating - Inflation - Präsidentschaftswahlen - Volkswirtschaft - Branchen/Unternehmen - Information El Salvador: Wahl - Volkswirtschaft - Inflation - Branchen/Unternehmen - Kredite Guatemala: Volkswirtschaft - Handel Mexiko - Armee - Inflation - Kaffee - Kredite Stellengesuche Betriebswirt (DAV)/Schwerpunkt Außenhandel Stammdatenänderungsformular IBERO-AMERIKA VEREIN Hamburg, den 21. April 2004 Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 04/2004 Inhaltsverzeichnis

3 IBERO-AMERIKA VEREIN 3 WIRTSCHAFTLICHE MITTEILUNGEN Nr. 4/2004 K U R Z I N F O R M A T I O N April 2004 Argentinien: wirtschaftliches Assoziierungsabkommen zwischen Mercosur und der Andengemeinschaft unterzeichnet - Demonstration gegen ansteigende Kriminalität und Korruption - vorläufige BIP-Zunahme um 10,2 % für 1. Quartal Industrie: Rekordwachstum im März Anstieg der Exporte im Februar um 12 % - neue Maßnahmen zur Förderung der Investitionsanreize - schnelleres Reformtempo vom IWF verlangt - Anstieg des Kfz-Absatzes im März 2004 um 245 % Brasilien: US$ 5,2 Mrd zur Unterstützung der technologischen Innovation - BIP-Wachstum bei 0,8 % im ersten Quartal Industrieproduktion im Februar 2004 um 1,8 % höher als im Vorjahr - Handelsbilanz in den ersten drei Monaten 2004 mit Rekordüberschuß von US$ 6,172 Mrd - Leitzinssenkung um 0,25 % - März 2004 Rekordmonat für die Kfz-Industrie Mexiko: umfassendes Justizreformprojekt - Vorschlag für Wahlrechtsreform - Beitritt zum Mercosur geplant - Platz 10 bei BIP-Ranking in Anstieg der Industrieproduktion in Februar 2004 um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat - BIP-Wachstum für 2004 mit 3,5 % prognostiziert - rund US$ 20 Mrd ausländische Direktinvestitionen in 2004 erwartet - Aufschwung der mexikanischen Kfz-Industrie hält an - *** Außerdem enthalten die WIRTSCHAFTLICHEN MITTEILUNGEN Nr. 4/2004 Beiträge zu folgenden Ländern und Regionen: Chile, Dominikanische Republik, Ecuador, Kuba, Peru, Uruguay, Venezuela und Zentralamerika. Bestandteil des Heftes sind ferner die aktuellen Lateinamerika-Termine der Transparenzliste des Gesprächskreises Lateinamerika (Aktualisierung auf IAV-Homepage) und die Statistik zur Entwicklung des deutschen Außenhandels mit Lateinamerika, Spanien und Portugal im Januar Weiterhin enthält das Heft eine aktuelle Einschätzung zu den Entwicklungschancen Lateinamerikas im Jahr Anlagen zum Heft: Einladung zu den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen 2004 einschließlich Programm, Organisatorische Hinweise, Anmeldung und Hotelliste ( in Stuttgart) Einladung zur Buchlesung "Cuba solo para turistas" mit dem Autor Jorge Luis Seco ( im Ibero-Amerika-Haus, Hamburg) Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 04/ Kurzinformation

4 IBERO-AMERIKA VEREIN 4 IBERO-AMERIKA VEREIN e.v. Wirtschaftsvereinigung für Lateinamerika, Spanien und Portugal Asociación de la Economía Privada para América Latina, España y Portugal Associação da Economia Privada para a América Latina, Espanha e Portugal Business Association for Latin America, Spain and Portugal Alsterglacis Hamburg Herausgeber: Frank K. Westermann Druck: Slotta-Druck, Inh. E. Slotta, Hamburg Nachdruck oder Vervielfältigung der Texte nur mit Genehmigung des Ibero-Amerika Vereins und mit Quellenangabe

5 IBERO-AMERIKA VEREIN 5 Editorial Liebe Mitglieder des IAV und Leser unserer "Wirtschaftlichen Mitteilungen", in der Märzausgabe unserer Nachrichten, Analysen und Kommentare hatten wir Ihnen eine Vielzahl von Veranstaltungen angekündigt und Sie zur Teilnahme eingeladen. Heute möchten wir Sie ganz besonders auf zwei wichtige Konferenzen aufmerksam machen: Vom 20. bis 22. Juni finden in Stuttgart die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage statt. Nutzen Sie diese Gelegenheit, sich umfassend über die derzeitige Situation dieses größten und bedeutendsten Landes "unserer" Region vertraut zu machen! Ergreifen Sie die Chance, mit wichtigen Unternehmern aus Brasilien Kontakt aufzunehmen, um neue, unter Umständen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten auszuloten! Gibt es Anzeichen für eine Überwindung der Rezession im Lande? Welche Auswirkungen könnte für deutsche Unternehmer ein Freihandelsabkommen zwischen den Mercosur-Staaten und der Europäischen Union haben? Kann Präsident Lula da Silva die hohen Erwartungen der ärmeren Bevölkerungsschichten erfüllen und sein Regierungsziel "fome zero" gegen alle bürokratischen Widerstände verwirklichen? All diese und weitere Fragen werden ausführlich behandelt und diskutiert werden! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Stuttgart. Die Vorbereitungen für den Ibero-Amerika-Tag 2004 sind in vollem Gange. Ein erstes, vorläufiges Programm finden Sie bereits auf unserer home page: ibero-amerikaverein.de oder ibero-amerikaverein.org. Dort erscheint auch schon das Verzeichnis derjenigen Hotels, in denen wir zu Sonderkonditionen unter dem Stichwort "Ibero-Amerika-Tag 2004" ein bereits jetzt abrufbares Zimmerkontingent reserviert haben. Es ist uns auch gelungen, den Teilnehmern am Ibero-Amerika-Tag ein attraktives Kulturprogramm in Dresden direkt anschließend am Samstag, den 16. Oktober 2004 anbieten zu können. Es stehen u.a. knapp siebzig Karten für die Semper- Oper zur Verfügung. An diesem Tag gibt es Wagners "Tristan und Isolde", Beginn ist um 17.00! Uhr. Die Karten kosten zwischen Vorbestellung sollten möglichst bald über die Geschäftsstelle des Vereins, Frau Ingrid Mack, Tel.: , vorgenommen werden. Am Donnerstag, den 14. Oktober beginnen wir mit dem Wirtschaftstag Chile. Der Wirtschaftsminister des Landes hat zugesagt, alle Anstrengungen zu unternehmen, trotz der Vorbereitungen für die in Santiago Ende November stattfindende Apec-Konferenz eine Teilnahme zu ermöglichen. Unsere Kooperationspartner sind die staatlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaften CORFO und ProChile, das staatliche Kupferunternehmen CODELCO, die Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer sowie in Deutschland die sächsischen Industrie- und Handelskammern aus Chemnitz, Dresden und Leipzig. Am Abend laden wir Sie gemeinsam mit der Dresdner Bank Lateinamerika AG zu einem Empfang auf Schloß Albrechtsberg, direkt am Elbufer ein. Die eigentliche Ibero-Amerika-Konferenz findet dann am 15. Oktober im neuen Internationalen Congress Centrum Dresden statt, das erst Mitte Mai eröffnet wird. Das Galadiner schließlich wird in der "Gläserne Manufaktur" stattfinden, in der unser Mitglied, die Volkswagen AG die Luxuslimousine Phaeton montiert. Hier haben übrigens einige Aufführungen der Semper-Oper stattgefunden, als die Stadt Dresden und ihre Umgebung im Sommer 2002 vom Hochwasser der Elbe heimgesucht und das Gebäude der Oper vorübergehend unbenutzbar wurde. Auf Einladung des AA kommt Ende April eine Kommission des mexikanischen Abgeordnetenhauses, um sich über die deutschen Programme zur Entwicklung und Förderung der kleinen und mittelständischen Betriebe zu informieren. Der Unterzeichner wird eine Veranstaltung der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) moderieren und einen Dialog mit den Abgeordneten führen. Bitte notieren Sie sich Donnerstag, den 3. Juni 2004: Mitgliederjahresversammlung des IAV! Mit freundlichen Grüßen Frank K. Westermann

6 IBERO-AMERIKA VEREIN 6 Lateinamerika stärkeres Wachstum als erwartet Die Prognosen für das diesjährige BIP-Wachstum Lateinamerikas hatten Ende 2003 im Schnitt bei 3,5 % gelegen. Gegenüber den 1,5 % Wachstum im vergangenen Jahr wäre dies schon ein spürbarer Fortschritt gewesen. Inzwischen haben sich die Aussichten für Lateinamerika weiter verbessert: Nunmehr wird ein BIP-Zuwachs von mehr als 4 % erwartet wenn die von Federal Reserve-Chef Alan Greenspan nicht mehr ausgeschlossenen US-Zinserhöhungen und die Folgen der Überhitzung der chinesischen Konjunktur im Rahmen bleiben. Das Anziehen der Konjunktur war bereits im 4. Quartal 2003 festzustellen. Insgesamt hatte die Region im Zeitraum Oktober-Dezember ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % erreicht, das damit deutlich über dem Ergebnis des Gesamtjahres lag. Diese Erholungstendenz beschleunigte sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres. Somit wird wieder für alle Länder der Region ein positives Wachstumsergebnis erwartet. Vor allem das externe Umfeld könnte für Lateinamerika nicht besser sein: Die Region, die immer noch in starkem Maße auf den Export von Bergbau- und Agrarprodukten sowie auf den Zufluß von Auslandskapital angewiesen ist, profitiert vom niedrigsten internationalen Zinsniveau der letzten vierzig Jahre und von den höchsten Commodity-Preisen seit den achtziger Jahren. Auch die Binnenmärkte erholen sich sichtbar, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Darüber hinaus konnten die meisten Regierungen der Region in den letzten Jahren durch die Weiterentwicklung ihre geld- und fiskalpolitischen Instrumentarien einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihrer Länder leisten. Der Zugang der Region zum internationalen Finanzmarkt hat sich nachhaltig verbessert. So waren Anfang des Jahres 2004 die Risikoaufschläge für wichtige Länder Lateinamerikas weiter kräftig nach unten gegangen. Die Emission von Anleihen im Inund Ausland zeigt genau so eine steigende Tendenz wie die Investitionen ausländischer Anleger an den Börsen der Region. Das Institute of International Finance in Washington erwartet für 2004 eine kräftige Zunahme des privaten Nettokapitalzuflusses auf US$ 45 Mrd. Bereits im Jahr 2003 waren das Preisniveau und die Qualität wichtiger Exportprodukte Lateinamerikas angestiegen. Dadurch hatten sich auch die Terms of Trade verbessert. Diese Entwicklung setzt sich im laufenden Jahr fort, wie die Preistendenz bei Erdöl, Kupfer, Nickel und zahlreichen anderen Bergbau- und Agrarprodukten beweist. Die Mehrzahl der Länder der Region verfügen heute über Wechselkurse, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit begünstigen. Der Tourismussektor meldet zunehmende Besucherzahlen aus dem Ausland. Die Überweisungen der im Ausland lebenden Lateinamerikaner an ihre Verwandten in den Herkunftsländern spielen als unerwarteter Devisenregen eine immer wichtigere Rolle: Im Jahr 2003 erreichten sie ein Rekordvolumen von US$ 38 Mrd. Für manche Länder sind sie mittlerweile zu einer der wichtigsten Devisenquellen geworden. Das immer noch zu hohe Zinsniveau in vielen Ländern der Region weist eine deutliche Abwärtstendenz auf, die durch das niedrige internationale Zinsniveau unterstützt wird. Der anhaltende Konjunkturaufschwung besonders in China und den USA aber auch in Japan stellen die Basis für den weiteren Ausbau der Exporttätigkeit dar. So erwartet die Welthandelsorganisation WTO für 2004 eine kräftige Zunahme des weltweiten Handelsvolumens um 7,5 %. Da Kernländer der Europäischen Union immer noch mit der Überwindung ihrer Rezession beschäftigt sind, wird vor allem die EU-Erweiterung den Unternehmen Lateinamerikas auch in Europa neue Exportchancen eröffnen. Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Lateinamerika 2 (21.4.)

7 IBERO-AMERIKA VEREIN 7 Innenpolitische Faktoren werden in diesem Jahr vor allem in Venezuela - und möglicherweise in Bolivien - Einfluß auf die Wirtschaftsentwicklung haben. Weiterhin fraglich ist, ob es zu einem Abberufungsreferendum gegen Präsident Chávez kommen wird, welches Ergebnis zu erwarten wäre und wie die innenpolitischen Reaktionen sein werden. Allerdings ist ein neuer Generalstreik derzeitig wenig wahrscheinlich, so daß trotz innenpolitischer Spannungen und der Beibehaltung der Devisenbewirtschaftung wegen der anhaltend hohen Erdöleinnahmen für 2004 mit Wirtschaftswachstum zu rechnen ist. In Bolivien steht eine Verfassungsreform bevor, die den amtierenden Interimspräsidenten Mesa stärken könnte. Kolumbien profitiert derzeitig von einem Wirtschaftswachstumsschub, der die Probleme des Drogenhandels und der Gewalt teilweise in den Hintergrund gedrängt hat. Die kolumbianische Bevölkerung besitzt weiterhin hohes Vertrauen in die Fähigkeit von Präsident Uribe, Fortschritte bei der Lösung dieser Kernfragen zu erzielen: Seine Popularität liegt bei einer Rekordhöhe von 80 %. In Argentinien hat sich die innenpolitische Lage als Ergebnis des rasanten Wirtschaftswachstums stabilisiert. Der Außenhandel und die ausländische Investitionstätigkeit boomen trotz Schuldenkrise. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Schuldenproblem und den Direktinvestitionen gibt es nach Meinung der in Argentinien engagierten Auslandsunternehmen nicht; man werde dann investieren, wenn sich der Markt gut entwickelt. Da die Wettbewerbsfähigheit argentinischer Waren nach der Abschaffung des Currency Boards und der US$-Peso-Parität wiederhergestellt ist, zeigt der Export Rekordzuwächse zwischen 10 und 15 %. Für das Jahr 2004 wird erneut ein kräftiger BIP-Wachstumsschub von 8 9 % erwartet. Von der guten Entwicklung in Argentinien profitiert vor allem auch das Nachbarland Uruguay, dessen Wirtschaft in diesem Jahr um 6,5 % zulegen könnte. Für Paraguay wird wie im Vorjahr ein BIP-Wachstum von 2,5 % erwartet. Die strikte Austeritäts- und Geldmarktpolitik der Regierung Lula da Silva hatte 2003 in Brasilien zu einer Wirtschaftsrezession beigetragen. Ein weiterer Grund waren ungeklärte Rahmenbedingungen z.b. im Energiesektor. Um das Schiff der brasilianischen Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zurückbringen, hat die brasilianische Regierung inzwischen konkrete Maßnahmen im Bereich der Industriepolitik sowie zur Förderung von Infrastrukturvorhaben, Exporten und Projekten der Öffentlich-Privaten Partnerschaft beschlossen. Die weiterhin relativ hohe Popularität von Präsident Lula da Silva wird ihm auch 2004 noch ausreichend Spielraum für die Durchsetzung seiner Wirtschaftspolitik verschaffen. Allerdings wird er dieses Jahr nutzen müssen, um sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich greifbare Ergebnisse zu erzielen. Von einigen Ausnahmen z.b. im Bereich der Justizreform oder des Wahlrechts abgesehen, wird der Reformstau in Mexiko auch in diesem Jahr nicht überwunden werden können. Durch die Einbindung in Nafta und die starke Verflechtung mit der Wirtschaft des nördlichen Nachbarlandes bleiben jedoch die Wachstumsperspektiven Mexikos vorrangig von der Entwicklung der USA-Wirtschaft abhängig. Ähnliches gilt auch für Zentralamerika, wo ein regionales Wirtschaftswachstum von 3,5 % erwartet wird, sowie für die Karibik, wenn man vom Beispiel Kubas absieht. Dieses Land erwartet aufgrund einer günstigen Tourismusentwicklung und gestiegener Nickel-Exportpreise ein BIP-Wachstum von 2,5 %. Die Dominikanische Republik ist immer noch mit der Überwindung der Folgen betrügerischer Bankenzusammenbrüche beschäftigt, so daß die Volkswirtschaft nur ein geringes Wachstum erzielen wird. Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Lateinamerika 2 (21.4.)

8 IBERO-AMERIKA VEREIN 8 Chile hat im Gegensatz zu Mexiko erreicht, seinen Außenhandel in starkem Maße zu diversifizieren. Zahlreiche Freihandels- und Assoziierungsabkommen haben dazu geführt, daß der durchschnittliche reale Importzollsatz Chiles unter 3 % abgesunken ist. Trotz des relativ beschränkten Binnenmarktes ist Chile als Folge dieser Außenhandelsliberalisierung zu einem äußerst interessanten Wirtschaftsstandort geworden. Die innenpolitische Stabilität und die Verläßlichkeit der Wirtschaftspolitik sind weitere Faktoren, die für dieses Land sprechen. Für das laufende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 4,5 5,5 % erwartet. Damit setzt Chile eine schon länger anhaltende Wachstumsphase fort. Auch Peru gehört zu den Ländern Lateinamerikas, die seit einigen Jahren hohe Wachstumsraten erzielen. Für dieses Jahr ist mit einem BIP-Wachstum von 4 % zu rechnen. Ecuador muß ähnlich wie Peru weitere Anstrengungen zur innenpolitischen Konsolidierung unternehmen. Mit einer Wachstumsprognose von 5 % kann sich aber auch dieses Andenland sehen lassen. Nach Meinung von Präsident Gutiérrez ist die erfolgreiche Dollarisierung die Grundlage für das gute Abschneiden der Wirtschaft Ecuadors. Wachstumsperspektiven Lateinamerikas im Vergleich Land BIP-Wachstum 2002 BIP-Wachstum 2003 Wachstumsprognos e 2004 Lateinamerika insgesamt - 0,5 % ca. 1,5 % über 4,0 % Argentinien - 10,8 % 8,7 % 8,0 % Bolivien 2,7 % 2,5 % 2,5 % Brasilien 1,9 % - 0,2 % 3,5 % Chile 2,1 % 3,2 % 5,0 % Costa Rica 2,9 % 5,6 % 4,5 % Dominikanische Republik 4,3 % - 0,4 % 0,2 % Ecuador 3,8 % 3,0 % 5,0 % El Salvador 2,1 % 1,8 % 3,0 % Guatemala 2,2 % 2,0 % 3,0 % Honduras 2,4 % 3,0 % 3,5 % Kolumbien 1,7 % 3,6 % 4,5 % Kuba 1,2 % 2,6 % 2,5 % Mexiko 0,8 % 1,3 % 3,1 % Nicaragua 0,7 % 2,0 % 3,5 % Panama 0,8 % 3,3 % 3,5 % Paraguay - 2,3 % 2,5 % 2,5 % Peru 4,9 % 4,0 % 4,0 % Trinidad & Tobago 3,0 % 4,5 % 5,0 % Uruguay - 10,7 % 4,3 % 6,5 % Venezuela - 9,0 % - 9,2 % 7,0 % Peter Rösler, stellv. Geschäftsführer des Ibero-Amerika Verein Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Lateinamerika 2 (21.4.)

9 IBERO-AMERIKA VEREIN 9 ENTWICKLUNG DES DEUTSCHEN AUSSENHANDELS MIT LATEINAMERIKA, SPANIEN UND PORTUGAL IN 1000 Januar 2004 EINFUHR AUSFUHR Argentinien Bahamas Barbados Belize Bolivien Brasilien Chile Costa Rica Dominikanische Republik Ecuador El Salvador Grenada Guatemala Guyana Haiti Honduras Jamaika Kolumbien Kuba Mexiko Nicaragua Panama Paraguay Peru Suriname Trinidad und Tobago Uruguay Venezuela zusammen: Sonstige Lateinamerika/Karibik gesamt: Weltweit Anteil der lateinamerik./karibischen Länder 1,76% 2,24% Portugal Spanien (einschl. Kanarischen Inseln) Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Statistik (21.4.)

10 IBERO-AMERIKA VEREIN 10 Argentinien Argentinien: Bruttoinlandsprodukt BIP-Wachstum 1. Quartal 2004 (vorläufig - Statistikinstitut Indec) 10,2 % Industrieproduktion Februar 2004 (Indec) 13,1 % BIP-Wachstumsprognose Wirtschaftsministerium 9,0 % BIP-Wachstumsprognose 2004 Experten der Privatwirtschaft 6,6 8,5 % zum Vergleich: BIP-Wachstum ,7 % Argentinien: Handelsbilanz Jahr 2004 gegenüber 2003 Export Februar US$ 2,386 Mrd 12,4 % Export kumuliert US$ 4,665 Mrd 8,5 % Import Februar US$ 1,349 Mrd 73,8 % Import kumuliert US$ 2,948 Mrd 87,2 % Handelsbilanzsaldo Januar-Februar US$ 1,717 Mrd - 37,0 % Umschuldung Vom 14. bis fanden in Buenos Aires Treffen zwischen Wirtschaftsminister Roberto Lavagna, dem Schuldenunterhändler Guillermo Nielsen und anderen Mitgliedern der argentinischen Regierung mit Vertretern der Organisationen privater Gläubiger statt. Diese Gesprächsrunde war im März d. J. mit dem IWF vereinbart worden. Vertreten waren die italienische Assotutella Consumatori, die USamerikanischen Capital Group Companies, die deutsche IG Argentinien e.v. und das Global Committee of Argentina Bondholders (GCAB). Besonders problematisch waren die Gespräche mit GCAB, die von sich behaupten, Forderungen italienischer, USamerikanischer, japanischer und deutscher Anleger im Gesamtwert von US$ 37 Mrd zu vertreten. Der Nachweis für diesen Anspruch stehe bis heute aus. Im März d. J. hatte der italienische GCAB-Co- Vorsitzende Nicola Stock die Isolierung Argentiniens und den Boykott des Abkommens EU- Mercosur gefordert. Der Vorsitzende von Assotutella Consumatori, Pablo Alazraki, beschuldigte GCAB, vorrangig ein Sprachrohr der Banken zu sein. Er habe die argentinische Regierung aufgefordert, den Abschlag von 25 % auf 35 % zu erhöhen und die Zinsen in die Schuldsumme einzubeziehen. Die Banken, die den Anlegern den Kauf der argentinischen Anleihen empfohlen hatten, sollten weitere 35 % beisteuern, so dass die Gläubiger 70 % ihrer Gelder zurückerhalten würden. Obwohl die argentinische Regierung lediglich eine Flexibilisierung der Verzinsung der neuen an die BIP-Entwicklung gebundenen Bonds in Aussicht stellte, bezeichneten alle Vertreter der Gläubiger-Organisationen - ausdrücklich auch Nicola Stock von der GCAB - die Gespräche als den Beginn einer guten Zusammenarbeit. Energie-Krise Ursache der argentinischen Energie-Krise ist nicht nur der Rückgang der Investitionstätigkeit der privaten Erdgas-Erzeuger als Folge der Umwandlung der US$- in Peso-Verträge und des Einfrierens der Tarife. Auch die unerwartet schnelle Erholung der argentinischen Wirtschaft trug dazu bei. So nahm der Energieverbrauch alleine im März 2004 um 10,8 % zu. Mitte April waren 35 größere Unternehmen von Gas- Rationierungen mit einem Volumen von 7 Mio cbm pro Tag betroffen. Ab dem wurden der Industrie 10 Mio cbm weniger geliefert, um den stärkeren Bedarf der Privathaushalte wegen der ersten Kältewelle abdecken zu können. Die Gas-Verknappung gefährdet somit zusehends die wirtschaftliche Erholung im Inland sowie auch die guten Beziehungen zum Nachbarland Chile, das bereits durch Erdgas-Lieferkürzungen betroffen wurde. Die Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Argentinien 4 (21.4.)

11 IBERO-AMERIKA VEREIN 11 Stromlieferungen nach Uruguay sind ebenfalls bedroht. Durch die Erhöhung der nicht regulierten Butangaspreise um fast 300 % drohen soziale Unruhen, da dieses Gas gerade in Familien unterer Einkommensschichten zum Kochen unentbehrlich ist. - Unter diesen Umständen sah sich die argentinische Regierung am gezwungen, mit den Erdgas-Unternehmen eine stufenweise Liberalisierung der Gas- Tarife gegen Investitionen zu vereinbaren. Die Gas-Tarife für die Industrie sollen bis Juli 2005 vollständig freigegeben sein und die für private Haushalte bis zum Die Lieferverpflichtungen gegenüber Chile sollen komplett erfüllt werden. Um diese Ziele verwirklichen zu können, wird Argentinien aus Bolivien vorerst täglich 4 Mio cbm Erdgas beziehen. Die Privatwirtschaft begrüßte diese Vereinbarung als Rückkehr zur Normalität am Erdgasmarkt. Mercosur-Andengemeinschaft Am unterzeichneten der Mercosur und die drei Andengemeinschaftsmitglieder Ecuador, Kolumbien und Venezuela in Buenos Aires nach achtjährigen Verhandlungen ein wirtschaftliches Assoziierungsabkommen, das am 1.7. in Kraft treten wird und in einigen Jahren zu einer gemeinsamen Freihandelszone führen soll. Da es mit Bolivien, Chile und Peru bereits ähnliche Abkommen gibt, wird die zukünftige Freihandelszone nunmehr fast ganz Südamerika umfassen. Ab dem 1.7. werden durchschnittlich Zollpositionen von allen Importzöllen und sonstigen Restriktionen befreit sein. Dazu gehören u.a. Maschinen, Rohstoffe und Zwischenprodukte. Die anfängliche Zollbefreiung fällt je nach der Wirtschaftskraft der Länder unterschiedlich stark aus. Für ca. weitere Zollpositionen gelten Übergangszeiträume zwischen 4 und 15 Jahren. Für Milchprodukte und Fleisch bleiben erst einmal Importquoten in Kraft; für diese sensiblen Bereiche kommen die längsten Übergangszeiträume (12 15 Jahre) in Anwendung. Zucker ist vorläufig von der Vereinbarung ganz ausgeschlossen. FTAA Am und trafen sich in Buenos Aires Vertreter von Argentinien, Brasilien, der karibischen Wirtschaftsgemeinschaft Caricom, Chile, Costa Rica, Ecuador, Kanada, Mexiko, Paraguay, Uruguay, den USA und Venezuela auf Vizeminister-Ebene, um eine Lösung zum Problem der unterschiedlichen Konzepte zur gesamtamerikanischen Freihandelszone FTAA zu finden. U. a. bestanden die Mercosur-Länder erneut auf deutlich sichtbaren Fortschritten bei der Öffnung des US-Agrarsektors. Man sei hier mittlerweile mit der EU viel weiter gekommen. Das Treffen, das auch die Tagesordnung für die nächste offizielle Zusammenkunft der 34 Länder Amerikas am 22. und im mexikanischen Puebla vorbereiten sollte, ging ohne Ergebnis auseinander. Aus diesem Grund musste auch die Puebla- Konferenz ohne Nennung eines neuen Termins abgesagt werden. Nach Meinung von Argentiniens Außenminister Rafael Bielsa sei es jetzt kaum noch möglich, die FTAA wie geplant Anfang 2005 in Kraft treten zu lassen. Trotzdem sei der Mercosur weiter bereit, auf diesen Termin hinzuarbeiten. Innenpolitik Am demonstrierten in Buenos Aires Menschen gegen die ansteigende Kriminalität und die Zunahme der Korruption in der Justiz, der Polizei und den politischen Strukturen des Landes. Besonders in Buenos Aires verhilft ein Filz aus Politik, Justiz und Polizei den Delinquenten regelmäßig zu Straffreiheit. Viele Morde und Entführungen haben politische Hintergründe, wobei immer wieder Verbindungen zu führenden Vertretern der Peronisten aufgedeckt werden. Am kündigte die Regierung einen Mega-Plan zur Bekämpfung des Verbrechens im Lande an. Dieser Plan beinhalten auch Maßnahmen zur Säuberung der Justiz- und Polizeiorgane sowie die Herstellung von mehr Transparenz und Demokratie in diesem Bereich. Ebenfalls am 1.4. hatte Präsident Néstor Kirchner die Gouverneurin der Provinz Santiago del Estero und ihren Mann absetzen und festnehmen lassen. Beide sind typische peronistische Caudillos, denen Auftragsmorde, Nepotismus, Korruption und die Veruntreuung von öffentlichen Geldern vorgeworfen wird. Als bevollmächtigter Beauftragter der Regierung wird der Staatssekretär im Finanzministerium Pablo Lanusse die Leitung der Provinz für 180 Tage übernehmen und die Überprüfung der Beschuldigungen und Anklagen überwachen. Kirchner ist darüber hinaus bemüht, die kriminellen Caudillo-Strukturen auch in der peronistischen Regierungspartei Partido Justicialista (PJ) zu zerschlagen. Seiner Meinung nach ist er nur gegenüber Argentinien der Loyalität verpflichtet, und nicht gegenüber irgendwelchen korrupten Partei- Strukturen. Auf dem PJ-Nationalkongreß am kam es fast zu einer Spaltung zwischen den Vertretern Kirchners und der traditionellen Führungsriege, die das Land seit fast 60 Jahren dominiert. Am trat auf Druck der Kirchner-Fraktion der PJ- Vorsitzende Eduardo Fellner zurück. Wirtschaftsentwicklung Nach vorläufigen Berechnungen des Wirtschaftsministeriums nahm das Bruttoinlandsprodukt Argentiniens im 1. Quartal 2004 um 10,2 % zu. Diese Wachstumsrate lag nur wenig unter dem Ergebnis von 11,3 % im letzten Quartal In den Monaten Januar-Februar hatte das BIP-Wachstum 9,7 % betragen. Die Industrie hätte im März einen Rekordzuwachs um 15,5 % erzielt. - Die Bruttoanlageninvestitionen hätten im 1. Quartal 2004 nur geringfügig unter dem Zuwachs des 4. Quartals 2003 von 48,8 % gelegen. - Die monatliche Indec- Schätzung (EMI) für die Entwicklung des Industriesektors ergab für Februar 2004 einen Zuwachs um 13,1 %. - Die Exporte stiegen im Februar um 12 % an. Gleichzeitig setzten die Importe den Normalisierungskurs mit einem Zuwachs um 74 % fort. - Die Steuereinnahmen der Zentralregierung nahmen im März 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat um Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Argentinien 4 (21.4.)

12 IBERO-AMERIKA VEREIN 12 37,1 % auf Arg$ 6,6 Mrd (ca. US$ 2,3 Mrd) zu; gegenüber Februar d. J. war dies ein Anstieg um 44 %. Der Anteil der in Armut lebenden Großstadtbewohner hatte sich im 2. Halbjahr 2003 um 6 Prozentpunkte auf 47,8 % verringert. Allerdings lag die reale Kaufkraft der Löhne im offiziellen Sektor der Wirtschaft Argentiniens Anfang d. J. durchschnittlich um 13 % unter dem Niveau vor zwei Jahren. Investitionsanreize Wirtschaftsminister Roberto Lavagna kündigte Mitte April 2004 neue Maßnahmen zur Förderung der Investitionstätigkeit an. So soll drei Jahre lang der Erwerb oder Import in- und ausländischer Maschinen und Anlagen durch eine vorzeitige Rückzahlung der Mehrwertsteuer bzw. eine beschleunigte Abschreibung unterstützt werden. Dabei sollen neben Industrieinvestitionen auch Infrastrukturprojekte besonders im Energiebereich begünstigt werden. Ausgenommen von der Sonderbehandlung sind die Fälle, in denen bereits andere Fördermittel und Subventionen gewährt wurden sowie bereits begonnene Industrieoder Infrastrukturprojekte. - Die Schecksteuer soll ab dem 1.5. von 1,2 % auf 1,0 % verringert werden. Argentinien: Inflation 2004 Januar 0,4 % Februar 0,1 % März 0,6 % kumuliert 1,1 % Zwölfmonatsrate 2,3 % Inflation ,7 % IWF-Beziehungen Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Anne Krueger, hat ein schnelleres Tempo bei den Wirtschaftsreformen angemahnt. Auslöser war die Entscheidung der Gouverneure wichtiger Provinzen, wie Buenos Aires, Santa Fé und Córdoba, dem von der Regierung Kirchner mit dem IWF vereinbarten Vorschlag zur Reform des Gesetzes über die Verteilung der öffentlichen Einnahmen zwischen der Zentralregierung und den Provinzen bis zum die Zustimmung zu verweigern. Dadurch wird immer fraglicher, ob die Gesetzesnovelle noch rechtzeitig vor der möglichen Verlängerung des IWF-Abkommens im September d. J. verabschiedet werden kann. Der IWF besteht aber auf der Änderung des bestehenden Rechts, da es keinerlei Möglichkeit biete, die übermäßigen Ausgaben der Provinzen unter Kontrolle zu bringen. Die obenerwähnte Gruppe von Provinzgouverneuren lehnt den Reformvorschlag der Regierung als völlig inakzeptabel ab: Die Regierung erhalte damit die Möglichkeit, hohe Beträge nach eigenem parteipolitischen Gutdünken einzusetzen und sie den eigenen Amigos und Gefolgsleuten zugute kommen zu lassen. Da stellt sich natürlich die Frage, wem diese Gelder derzeitig zugute kommen... Investitionsprojekte Volkswagen: US$ 200 Mio in den Ausbau der Produktionskapazitäten der Werke in den Provinzen Buenos Aires und Córdoba Fresenius Medical Care: US$ 0,7 Mio in eine neue Extrusionsanlage im argentinischen Werk Wintershall: US$ 140 Mio in die Erdölprospektion und förderung in der Provinz Neuquén Gas Atacama (Endesa, Spanien und CMS Energy, USA): US$ 25 Mio in die Steigerung der Transportkapazität der Erdgas- Pipeline über die Anden Goliat (Spanien): US$ 15 Mio in ein Zemntwerk im Hafen von Rosario Nestlé: US$ 12 Mio in die Modernisierung des Werkes Santo Tomé Cargill: US$ 270 Mio, davon US$ 161 Mio in den Bau einer Soja-Verarbeitungsanlage und eines Hafenterminals in Villa Gobernador, US$ 19 Mio in die Ausweitung der Mahlkapazitäten der Ölmühlen, US$ 20 Mio in die Produktion und den Vertrieb von Düngemitteln und US$ 70 Mio in die Übernahme von 50 % des Rindfleisch-Exporteurs Finexcor SA Silver Standard Ressources (Kanada): US$ 5 Mio für den Ausbau der Bergbauaktivitäten in Argentinien Petrobrás: Aufstockung der Beteiligung an Citelec um 0,007 % auf 50 % Vicentin: US$ 40 Mio in den Bau eine Lecithin- Gewinnungsanlage aus Soja in San Lorenzo Pérez Companc: US$ 80 Mio in die Erhöhung der Soja- Mahlkapazität der Ölmühlen in San Lorenzo AGD: US$ 25 Mio in den Ausbau von Soja- Lagerkapazitäten Stadt Buenos Aires / AA 2000: US$ 280 Mio in die Ausweitung der Kapazität des Flughafens Aeroparque sowie die Verbesserung der Sicherheitsbedingungen in den umliegenden Gebieten Petrolera del Sur: US$ 140 Mio in eine Zugverbindung über die Anden zwischen Mendoza und Zentral-Chile Inalpa: US$ 1,5 Mio in den Ausbau der Gemüsekonservenfabrik in Santa Fé Fiplasto / Bunge Argentina: US$ 2,2 Mio in den Anschluß an das Großhandels-Stromnetz InterContinental: ca. US$ 10 Mio in zwei neue Hotels in Buenos Aires und Ushuaia Naindo S.A.: US$ 13 Mio in ein Hotel in La Rioja Nelio Mastrángelo: US$ 12 Mio in ein neues Hotel in Bariloche Cinecolor Argentina: US$ 8 Mio in ein neues Verwaltungsgebäude Globalforo: US$ 5 Mio in den Ausbau des öffentlichen Telefonnetzes Aldo Duscher: US$ 2,5 Mio in die Übernahme von 59 % des Wasserkraftwerkes Ameghino am Chubut-Fluss Ministerio de Planificación Federal: US$ 2 Mrd in Infrastruktur-Projekte, davon ca. die Hälfte in den Energiebereich Kredite 1. genehmigt Globale Umweltfazilität (Weltbank): US$ 1,14 Mio für Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Argentinien 4 (21.4.)

13 IBERO-AMERIKA VEREIN 13 Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Klimaschutzkonvention. Projektträger: Ministerio de Asuntos Extranjeros, 2. beantragt Weltbank: US$ 500 Mio für ein Strukturanpassungsprogramm zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung. Projektträger: Ministerio de Economía y Producción, Fax / (Teil eines bereits zugesagten Kreditprogramms von US$ 2 Mrd bis Ende 2005) Branchen / Unternehmen Nach Angaben des Verbandes der Automobilhersteller Argentiniens (Adefa) nahm der Absatz neuer Kfz an die Händler im März 2004 ein weiteres Mal um eine Rekordzahl von 245 % zu. Die Produktion erhöhte sich um 60 % und die Exporte konnten um 15 % zulegen. Für das Gesamtjahr wird nun mit einem Absatz von Einheiten gerechnet. In den ersten drei Monaten 2004 wurden in Argentinien Gebrauchtwagen verkauft. Das war ein Zuwachs um 29 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Einzelhandelsumsätze Argentiniens nahmen nach Angaben von CAME im März 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9 % zu. Die Supermärkte und Warenhäuser konnten ihre Umsätze im Januar 2004 um 11,8 % steigern und im Februar um 10,8 %. Die Elektrizitätsgesellschaft von Entre Ríos (Edeersa) wurde Anfang April 2004 wieder von der Provinzregierung übernommen. Das Unternehmen war vor über 7 Jahren privatisiert worden, dann aber 2002 von ihrem privaten Betreiber, der US-Firma PSEG, mit einer Verschuldung von US$ 80 Mio einer Treuhandgesellschaft übergeben worden. 51 % der Anteile sollen im Rahmen einer Ausschreibung wieder veräußert werden. Nach einer Mitteilung von Terminal de Cargas Argentina stieg das Luftfrachtvolumen im März 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat m 34 % an. Im März 2004 verzeichnete die Bauwirtschaft Argentiniens gegenüber dem Vorjahresmonat einen Umsatzzuwachs um 12 %. Die Pharma-Unternehmen Argentiniens erzielten im 1. Quartal 2004 einen Umsatzzuwachs um 10 %. Die Produktion nahm um 9,3 % zu. Nach Angaben der Bolsa de Cereales fiel die Soja-Ernte in der Provinz Santa Fé wegen der Trockenheit in Einzelfällen um bis zu 20 % niedriger aus. Die Regierung erwartet nunmehr ein Ernteergebnis von 34,7 Mio t, das damit geringfügig unter dem Rekordergebnis des Vorjahres liegen würde. Kfz (Quelle: ADEFA) März 2004 Produktion Veränd. zu ,6 % Absatz an Händler Veränd. zu ,4 % Export Veränd. zu ,8 % kumuliert 2004 Produktion Veränd. zu ,5 % Absatz an Händler Veränd. zu ,2 % Export Veränd. zu ,0 % Gesamtjahr Prognose Absatz an Händler 2004 Absatz Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Argentinien 4 (21.4.)

14 IBERO-AMERIKA VEREIN 14 Brasilien Brasilien: Bruttoinlandsprodukt Prognose Ipea für das Gesamtjahr ,4 % Prognose Zentralbank / Planungsministerium für ,5 % Prognosen der Privatwirtschaft für ,0-4,0 % Zentralbankumfrage 80 Finanzinstitute und Beratungsunternehmen für ,5 % BIP-Wachstum ,2 % Brasilien: Industrieentwicklung Industrieproduktion Januar-Februar 2004 (Statistikinstitut IBGE) 2,7 % Industrieumsätze Januar-Februar 2004 (Industriedachverband CNI) 5,93 % Prognose CNI für Industrieproduktion ,5 % Prognose FIESP für Industrieproduktion ,0 % Industrieproduktion 2003 (IBGE) - 0,1 % Brasilien: Handelsbilanz Jahr 2004 Vergleich zu 2003 Export März US$ 7,927 Mrd 25,0 % Export kumuliert US$ 19,449 Mrd 27,2 % Import März US$ 5,325 Mrd 18,8 % Import kumuliert US$ 13,277 Mrd 16,2 % Handelsbilanzsaldo kumuliert US$ 6,172 Mrd 62,1 % Industriepolitik Am gab Wirtschaftsminister Luiz Fernando Furlan Details zu den bereits zuvor angekündigten Industrieförderungsmaßnahmen bekannt. Insgesamt sollen zur Unterstützung der technologischen Innovation und Modernisierung der Unternehmen R$ 15,05 Mrd (ca. US$ 5,2 Mrd) vorrangig für folgende Sektoren bereitgestellt werden: Software, Kapitalgüter, Halbleiter, Pharma- Industrie, Biotechnologie, Nanotechnologie und bessere Nutzung der Artenvielfalt des Landes. Die staatliche Entwicklungsbank BNDES, der Banco do Brasil und die Finanzierungsbehörde für Studien und Projekte (Finep) werden zu dieser Summe mit R$ 14,5 Mrd beitragen. Den Rest wird die Regierung aus Haushaltsmitteln beisteuern. Ein neues Amt für Industrieentwicklung ist nach dem Vorbild der Exportförderungsagentur Apex für die Umsetzung der Industriepolitik verantwortlich. Für kleine und mittelständische Unternehmen aus Industriesektoren außerhalb der genannten Bereiche soll ein zusätzliches Kreditprogramm aufgelegt werden. Schließlich ist ein permanentes Gesprächsforum zwischen Regierung und Unternehmerschaft geplant. Popularität Nach einer Umfrage des brasilianischen Instituts für Öffentliche Meinung und Statistik (IBOPE) schätzten Ende März 2004 zwar immer noch 75 % der Befragten die Leistungen von Präsident Lula da Silva als gut oder befriedigend ein. Allerdings hatte sich die Zahl derjenigen, die seine Regierungsarbeit für gut halten, von 34 % auf 28 % verringert. Entsprechend war der Anteil von befriedigend von 41 % auf 47 % gestiegen. - Die Kritik der Befragten konzentrierte sich auf die Misserfolge der Regierung beim Abbau der Arbeitslosigkeit und der Armut sowie auf den immer deutlicheren Reformstau. Die offizielle Arbeitslosenrate hatte sich von 11,7 % im Januar d. J. auf 12 % im Februar erhöht. Nach einer Studie der Getúlio-Vargas-Stiftung lebt inzwischen ein Drittel der Brasilianer in extremer Armut mit einem Monatseinkommen von weniger als R$ 79. Nicht schnell genug voran kämen die Agrarreform, die Sicherheitsreform, die Reform der politischen Strukturen und die Reform der Gewerkschaften und Unternehmerkammern. Besonders Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Brasilien (21.4.)

15 IBERO-AMERIKA VEREIN 15 gravierend ist die Verschleppung der Agrarreform. Anfang April besetzte die Bewegung der Landlosen (MST) zahlreiche Grundstücke illegal, um auf diese Weise Druck auf die Regierung auszuüben. Gewerkschaftsreform Ein Vorschlag für die Reform der Gewerkschafts- und Arbeitgeberorganisationen soll noch im April d. J. dem Parlament vorgelegt werden. U. a. ist darin die Abschaffung des Monopols der jetzt bestehenden Organisation nach Branche und Region vorgesehen. Auch die de facto in vielen Unternehmen bestehende Zwangsmitgliedschaft wird stufenweise wegfallen. In Zukunft kann statt dessen jeder Arbeitnehmer frei entscheiden, ob und in welcher Gewerkschaft er sich organisieren will. Eine Gewerkschaft würde dann als repräsentativ angesehen, wenn sie mindestens 20 % der Mitarbeiter vertritt. Bei einer Verabschiedung der Gesetzesvorlage würden viele der heute existierenden Gewerkschaftsorganisationen Brasiliens von der Bildfläche verschwinden. Der Wettbewerb würde dazu führen, auch in den überlebenden Organisationen die Korruption zu verringern und die Transparenz zu erhöhen. Die Rolle des Staates bei der Lösung von Konflikten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern soll ebenfalls verringert werden. Gleichzeitig sollen Schiedsverfahren zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zur Regel werden, um die langwierigen und kostspieligen Gerichtsprozesse zu verringern. Das heute noch gültige Gesetz stammt aus den vierziger Jahren und wurde von der entsprechenden Gesetzgebung des Mussolini-Regimes in Italien kopiert. EU-Mercosur Nach einer jüngsten Stellungnahme von Arancha González, der Sprecherin der EU-Kommission für Handel, sei die Verhandlung des Abkommens zwischen der EU und dem Mercosur so weit fortgeschritten, dass eine grundlegende Übereinkunft bereits auf dem Gipfeltreffen EU- Lateinamerika Ende Mai 2004 in Guadalajara möglich sei. Die Unterzeichnung solle spätestens im Oktober d. J. erfolgen, so dass das Freihandelsabkommen Anfang 2005 in Kraft treten könne. Am begannen beide Seiten in Buenos Aires die Diskussion der endgültigen Angebote, die bis zum 3.5. in allen Details überprüft werden sollen. Brüssel habe dem Mercosur einen privilegierten Zugang zum Agrarmarkt angeboten (ohne Nennung von Einzelheiten gegenüber der Presse). Der Mercosur wolle der EU weitere Zugeständnisse bei den Dienstleistungen und Investitionen einräumen, wenn die Ankündigungen der Kommission über die Öffnung des EU- Agrarmarkts den Erwartungen entsprächen. - Brasiliens Außenminister Celso Amorim hatte zwar am 5.4. das Angebot der EU als realistischer bezeichnet, als das der USA im Falle der gesamtamerikanischen Freihandelszone FTAA. Trotzdem würde derzeitig eine Annahme noch zu teuer für Brasilien sein. - Der Europäische Industrieverband UNICE versuchte im April d. J., die Mercosur-Führung zu weiteren Zugeständnissen in den Bereichen zu bewegen, die für die Europäer von Interesse seien. Der entsprechende Brief wurde in den brasilianischen Medien als Ultimatum der europäischen Industriellen an die Mercosur- Präsidenten hochstilisiert. Das Handelsblatt sieht das Interesse des Mercosur an einem Abkommen mit der EU mehr im politischen als im wirtschaftlichen Bereich: Es gehe den Südamerikanern darum, eine Alternative zu den USA zu finden. Auch die Financial Times trug zum Reigen der Interpretationen bei: Demnach sei das derzeitige große Interesse der EU an dem Abkommen mit dem Mercosur darauf zurückzuführen, dass man sich damit die Unterstützung der Südamerikaner bei der nächsten Doha-Runde der WTO erkaufen wolle. Wirtschaftswachstum 2003 Nach einer Studie von GlobalInvest fiel Brasilien im Jahr 2003 im weltweiten Ranking der Volkswirtschaften vom 12. auf den 15. Platz zurück. Die brasilianische Wirtschaft sei um 0,2 % auf US$ 493 Mrd geschrumpft und somit von Indien, Holland und Australien überrundet worden. Das Statistikinstitut IBGE korrigierte die Zahl für das Industriewachstum im Jahr 2003 von + 0,3 % auf 0,1 %. - Nach Angaben der WTO stieg Brasilien 2003 in der weltweiten Liste der Exportnationen vom 26. auf den 25. Platz herauf und war mit 1 % am gesamten Exportvolumen der Welt von US$ 7,3 Mrd beteiligt. Entwicklung 2004 Die Zentralbank Brasiliens geht für das erste Quartal 2004 von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 0,9 % aus. Nach Meinung von Zentralbankpräsident Henrique Meirelles hätten sich die volkswirtschaftlichen Eckdaten besonders im März und bisher auch im April 2004 hervorragend entwickelt, so dass die BIP- Wachstumsprognose der Regierung von mehr als 3 % in diesem Jahr ihre Gültigkeit behalte. - Die Industrieproduktion Brasiliens hatte im Februar 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 % zugelegt. Der nationale Industriedachverband CNI meldete für Februar einen Zuwachs der Umsätze um 1,35 %. - Die Handelsbilanz schloss im März d. J. mit einem Überschuß von US$ 2,602 Mrd ab. Für die ersten drei Monate 2004 ergab sich somit ein Rekord-Plus von US$ 6,172 Mrd. Nach Angaben der Steuerbehörde nahmen die ordentlichen Steuereinnahmen der Zentralregierung im März 2004 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat real um 15,63 % auf R$ 24,46 Mrd zu. Brasilien: Inflation 2004 Januar 0,76 % Februar 0,61 % März 0,47 % kumuliert 1,85 % Zwölfmonatsrate 5,89 % Inflation ,30 % Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Brasilien (21.4.)

16 IBERO-AMERIKA VEREIN 16 Leitzins-Senkung Am senkte der geldpolitische Ausschuss der Zentralbank (COPOM) den Leitzinssatz Selic um 0,25 Prozentpunkte auf 16 %. Diese vorsichtige Reduzierung des Zinsniveaus sei angesichts des immer noch relativ hohen Inflationstempos angemessen. Die COPOM-Entscheidung wurde von der Privatwirtschaft, den Gewerkschaften sowie von Politikern des Regierungslagers und der Opposition als erneut zu zögerlich kritisiert: Dies sei zu wenig, um die Konjunktur wieder in Gang zu bringen. Nach Meinung des Handelsverbandes des Bundesstaates São Paulo könne man damit die Apathie im Lande nicht überwinden. Der durchschnittliche Zinssatz für Konsumenten-Kredite nahm im März 2004 um 0,8 Prozentpunkte auf 142,2 % p. a. zu. Rating / Börse Die Finanzmarkt-Eckwerte bleiben weiterhin in starkem Maße volatil. Anfang April d. J. sorgten gute Nachrichten über die Entwicklung des Binnenmarktes zu einem Anstieg des Bovespa-Börsenindex, der am 4.4. wieder die Grenze von Punkten überstieg und den Tag mit Punkten abschloss. Die C-Bonds wurden mit 97,87 gehandelt, das Länderrisiko ging auf 542 Basispunkte zurück und der Wert des US$ verringerte sich unter R$ 2,90. Die geringe Leitzins- Senkung, die Überlegungen des US Federal Reserve-Chefs Alan Greenspan über die Möglichkeit einer Zinserhöhung in den USA sowie die Ankündigung von JP Morgan und der Citigroup, dass sie ihre Empfehlungen für den Erwerb brasilianischer Papiere verringern würden, führten zu einer Umkehr der Tendenz. Der US$ erholte sich bis zum auf R$ 2,927, der Risiko-Aufschlag stieg auf 616 Basispunkte an, der Kurswert der C- Bonds fiel auf 93 % und der Börsenindex auf Punkte. Damit blieb der Risiko-Aufschlag für internationale Anleihen über dem von Nigeria und nahm weltweit die vierthöchste Position hinter Argentinien, Ecuador und Venezuela ein. Allerdings hatte trotzdem der Zufluß ausländischer Direkinvestitionen an die Börse angehalten. Die Evaluierungs- Agenturen Fitch, Moody s und Standard & Poor s stellten gleichzeitig klar, dass sie nicht an eine Änderung des Brasilien-Ratings denken würden. Investitionsprojekte Telefónica / Telemar /Brasil Telecom: US$ 550 Mio für die Übernahme von 52 % der Anteile von Embratel, wobei US$ 396 Mio noch vor der Genehmigung des Geschäfts durch die brasilianische Telekomregulationsbehörde gezahlt werden sollen (beide Beträge liegen über der Offerte der mexikanischen Telmex von US$ 360 Mio) Bunge: US$ 1,3 Mrd bis 2007 in die Ausweitung der Brasilien- Aktivitäten Companhia Vale do Rio Doce: US$ 1 Mrd in den Ausbau der Stahlproduktion Ferrovia Novoeste: US$ 4,5 Mio in die Eisenbahnstrecke Bauru- Campo Grande Usina Siderúrgica Cearense: US$ 700 Mio in den Bau eines neuen Stahlwerks in Ceará (südkoreanische Dongkuk US$ 50 Mio, italienische Danieli- Gruppe US$ 30 Mio, Vale do Rio Doce US$ 25 Mio und verschiedene brasilianische Entwicklungsbanken) Hafen Santos: US$ 1 Mrd in den Ausbau und die Modernisierung UTE Norte Fluminense: US$ 480 Mio in den Bau eines 778- MW-Wärmekraftwerkes in Macaié (US$ 260 Mio durch BNDES finanziert) 1. bewilligt Kredite Kfw: Finanzierung von Einzelvorhaben zum Schutz des atlantischen Küstenwaldes. Projektträger: Ministério do Meio Ambiente, Fax / BNDES: US$ 194,5 Mio für zwei Venezuela-Projekte der brasilianischen Baufirma Norberto Odebrecht Bank of Tokyo-Mitsubishi: US$ 300 Mio an Companhia Vale do Rio Doce 2. beantragt: Weltbank: US$ 350 Mio für die Verbesserung des Sozialhilfeprojekts Bolsa Familia. Projektträger: Ministério da Presidencia, Fax / Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 30 Mio für ein Forschungsprogramm im Bereich Lebensmittel / Landwirtschaft. Kontaktadresse: Banco Interamericano de Desarrollo, Brasilia, Fax / Branchen / Unternehmen Brasiliens Kfz-Hersteller betrachten März 2004 als den bisherigen Rekordmonat in der Geschichte der Branche: Die Produktion nahm um 34 % zu, die Neuzulassungen im Inland um 38 % und die Exporte wertmäßig um 63 %. Im 1. Quartal 2004 nahmen die Umsätze von Wellpappe um 6 % zu und im März sogar um 13,3 %. Die brasilianischen Einzelhandelsumsätze waren im Februar 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 % angestiegen. Nach Angaben des Branchenverbandes Abal ging im Jahr 2003 der Inlandsabsatz von Aluminiumprodukten um 6,5 % zurück. Für 2004 wird ein Anstieg der Verkäufe um 5,5 % erwartet. Nach Schätzungen von Indústrias Nucleares do Brasil verfügt das Land über Uranreserven von t. Damit würde Brasilien weltweit an 6. Stelle stehen. Der Stromverbrauch Brasiliens stieg im 1. Quartal 2004 um 2,32 % an und im März um 7,23 %. Die Kritik an den neuen Rahmenbestimmungen für den Elektrizitätssektor hält an: Nach Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Brasilien (21.4.)

17 IBERO-AMERIKA VEREIN 17 Meinung des Copel-Direktors für Beziehungen zu den Investoren, Ronald Ravedutti, nutze das neue Modell nur den Stromvertreibern. Dagegen benachteilige es die Erzeuger und Verbraucher, da es die Kapitalkosten und die Stromtarife erhöhe. Auf der Basis genauer Satelliten-Daten wurden seit Mai 2003 insgesamt qkm Amazonas-Urwald in Brasilien zerstört. Verursacher waren mehrheitlich Viehzüchter. Die Regierung Lula da Silva hat noch wirkungsvollere Maßnahmen angekündigt, um dieses Tempo der Urwaldzerstörung zu verringern. Die brasilianische Soja-Produktion wird in diesem Jahr aufgrund von drei Faktoren niedriger ausfallen, als erwartet: eine anhaltende Trockenheit im Süden, heftige Regenfälle im Zentralwesten und Nordosten sowie der landesweite Befall durch asiatischen Rost. Somit wird es wahrscheinlich nicht zur prognostizierten Erhöhung der Erntemenge um 7 Mio t kommen. Der hohe Exportpreis könnte aber trotzdem zu einer Steigerung der Ausfuhrerlöse führen. Die Nachrichten für Außenhandel veröffentlichten vom 7. bis folgende Brasilien-Beiträge: Stärkere Nutzung erneuerbarer Energien geplant Pharmamarkt befindet sich weiter im Umbruch Spielzeugmarkt vor Konsolidierung Kfz (Quelle: ANFAVEA) März 2004 Produktion Veränd. zu ,8 % Kfz-Neuanmeldungen Veränd. zu ,9 % Export/Einheit Veränd. zu ,1 % Export/US$ 0,68 Mrd Veränd. zu ,0 % kumuliert 2004 Produktion Veränd. zu ,5 % Kfz-Neuanmeldungen Veränd. zu ,2 % Export/Einheit Veränd. zu ,4 % Export/US$ 1,62 Mrd Veränd. zu ,3 % Gesamtjahr Prognose Produktion 2,1 Mio 2004 Produktion Informationen Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Brasilien (21.4.)

18 IBERO-AMERIKA VEREIN 18 Chile Entwicklung der Volkswirtschaft Jahr 2003 Zuwachs zum Vorjahr in % oder Vergleichszahl 2002 BIP-Zuwachs 3,2 % 2,1 % BIP-Wachstumsprognose 2004 Zentralbank 4,5 5,5 % Fiskaldefizit 0,8 % des BIP 0,8 % des BIP Exporte in Mio US$ Importe in Mio US$ Visa Russland Mitte Februar trat ein Abkommen zwischen Chile und Rußland betreffend visafreie Reisen für Russen mit einem Servicepaß nach Chile und Chilenen mit einem offiziellen Paß nach Rußland in Kraft. Diese Personen können das Territorium des jeweils anderen Staates im Transit passieren oder sich drei Monate im Lande aufhalten. Außerdem können Angestellte des diplomatischen und konsularischen Dienstes, ebenso wie ihre Familienmitglieder, während der gesamten Dienstzeit im jeweils anderen Lande ein- und ausreisen. Gaskrise Ende März kündigte Argentinien eine Kürzung seiner Gasexporte nach Chile ab dem 1. April an. Chile hatte ursprünglich mit einem Energiemangel ab 2007 gerechnet und seine Investitionspläne darauf abgestellt. Nunmehr müssen die Pläne geändert und beschleunigt werden. Bisher zeichnete sich Erdgas dadurch aus, daß es die billigste Energiequelle war, zudem umweltfreundlich und mit sicherer Versorgung. Der Anteil von Erdgas an der chilenischen Energieerzeugung macht derzeit ca. 20 % aus und sollte ursprünglich bis 2008 auf 33 % gesteigert werden. Nunmehr sollen vornehmlich neue Wasserkraftwerke sowie geothermische und mit Kohlefeuerung in Betrieb genommen werden. Die Abhängigkeit von Argentinien soll durch Diversifizierung so weit wie möglich beendet werden. Die kurzfristigen Maßnahmen werden von der fehlenden Gasmenge abhängen. Verschiedene Thermokraftwerke werden auf Diesel und Kohle umgestellt, wodurch der Strompreis, der nach der Einführung der Gasfeuerung um 35 % gesunken war, aber bereits vor der Gaskrise wieder um 32 % angestiegen war, erneut zunehmen wird. Die Preiserhöhungen, sofern sie nicht durch Verträge festgesetzt sind und weiter gegeben werden, werden entsprechende Folgen auf die Industrieproduktion haben. Der trockene Norden Chiles ist besonders abhängig von Thermokraftwerken, da es dort keine Staudämme gibt. Die Stromverteilungsgesellschaften fordern von der Regierung ein Rationalisierungsgesetz, um nicht eventuell Strafen wegen Vertragsbruches zahlen zu müssen. Die Rationalisierung soll zuerst die Industrie und möglichst wenig die privaten Konsumenten betreffen. Hohe Vertreter Chiles verhandeln derzeit mit Argentinien über das Gasgeschäft. Nach einigem Zögern hat der bolivianische Präsident zugesagt, bolivianisches Erdgas an Argentinien zu liefern, unter der Voraussetzung, daß auch Teile davon nicht nach Chile geliefert werden. Diese Zusage gilt vorerst für sechs Monate mit einer Verlängerungsmöglichkeit, bis das bolivianische Volk in einem Referendum über die Zukunft des Erdgases entschieden hat. Große Kupferminen mußten bereits ihre Turbinen mit Kohle antreiben. Dieser Betrieb kostet heute ungefähr dreimal soviel wie bei der Benutzung von Erdgas. Bereits jetzt erreichen die Kosten der Gaskrise ca. US$ täglich, wobei die Kosten hauptsächlich auf in ausländischem Besitz befindliche Elektrizitätsproduzenten entfallen, die unveränderbare Verträge mit Bergbaubetrieben im Norden des Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Chile 3 (19.04.)

19 IBERO-AMERIKA VEREIN 19 Landes haben. Die Krise könnte sich noch verschlimmern, wenn im stark bevölkerten Zentrum des Landes im Winter wenig Regen fällt, so daß die Wasserkraftwerke nicht die volle Leistung erbringen. Es bestehen Befürchtungen, daß die hohen Wachstumsprognosen Chiles negativ beeinflußt werden. Inflation 2004 Januar 0,20 % Februar 0,00 % Zwölfmonatsrate 0,00 % Inflation ,10 % Volkswirtschaft Nach einem Zuwachs von 3,1 % nahm das BIP im Februar um 4,2 % gegenüber dem Vergleichsmonat 2003 zu. Die Industrieproduktion stieg in der gleichen Periode um 8 %, die Exporte um 33,8 % auf ein Rekordniveau seit Die nationale Handelskammer Santiago erachtet das Gasproblem mit Argentinien als temporär, wodurch die Wachstumsprognosen für 2004 (+4,1 %) nicht verändert würden. Die Universität von Talca rechnet gar mit einem Wirtschaftswachstum von 5,1 % im laufenden Jahr, basierend auf Zuwächsen bei Handel (+9 %) und Investitionen (+4 %). Die Investitionen sollen 25 % des BIP erreichen und Chile könne durch die Freihandelsabkommen mit den US$ und der Europäischen Union profitieren. Die Kommission für ausländische Investitionen (CIE) sieht die Lage nicht ganz so positiv, da die ausländischen Investitionen im vergangenen Jahr gegenüber 2002 um 35,5 % auf US$ 2,5 Mrd gefallen seien. Eine Beurteilung des ersten Quartals 2004 durch Analysten ergab, daß die Exporte mit ca. +20 % wegen der hohen Rohstoffpreise, speziell für Kupfer, angestiegen seien. Bemängelt wurde der Rückstand bei den Investitionen, der sich in nur 8%igen Zuwachs der Importe widerspiegele. Negativ wurden auch von der Regierung geplante höhere Steuern auf Rohstoffe, z.b. Kupfer und Exporte wegen höherer Weltmarktpreise beurteilt. Die Analysten erwarten für das ganze Jahr ein Rekordergebnis bei den Exporten von gut US$ 24 Mrd und damit seit vielen Jahren erstmals einen Leistungsbilanzüberschuß. Andere sehen in den hohen Rohstoff - besonders Kupferpreisen die Gefahr, daß die Sektoren Dienstleistung und Technologie vernachlässigt werden könnten, die jedoch langfristig besonders wichtig sind. Nach Angaben des Industrieverbandes Sofofa stieg die Industrieproduktion im Januar um 2,2 % und im Februar um 6,9 %. Die Verkäufe des Sektors nahmen um 0,9 % bzw. 6,2 % zu. Die größten Zuwächse wiesen die Verarbeitung von Fleisch, Fisch, Früchten und Gemüse (+27,9 %) auf, gefolgt von Cellulose und Papier (+12,5 %) und Getränken (+8,6 %). Nach Angaben der nationalen Handelskammer verzeichnete der Handel im Januar und Februar Verkaufssteigerungen von 6 %, woraus das größere Vertrauen der Konsumenten und eine verbesserte Wirtschaftslage ersichtlich seien. Parallel mit dem steigenden Konsum nehmen die persönlichen Kredite wieder zu, im Februar im Jahresvergleich um 16,7 % für Konsum und um 11 % für den Erwerb von Wohnraum. Die Devisenreserven Chiles nahmen im Februar nach Angaben der Zentralbank um US$ 64,8 Mio auf US$ 16,1 Mrd zu. In der ersten Woche des März wurde eine Abnahme um US$ 183,8 Mio auf US$ 15,9 Mrd registriert. Die Zentralbank beließ ihren Leitzins Mitte April unverändert auf dem historischen Tief von 1,75 %. Die Bank erwartet für das laufende Jahr eine Inflation von maximal 3 %. Im Februar stiegen die Konsumentenpreise um 1,1 %, die niedrigste Rate seit In der vergangenen Dekade hat sich Chiles Außenschuld von US$ 21 Mrd in 1994 auf US$ 43,6 Mrd im Januar 2004 mehr als verdoppelt. Experten erwarten in den kommenden Monaten eine Fortsetzung dieser Tendenz kam der Privatsektor noch für 77 % der gesamten Auslandsverschuldung auf, bis Januar diesen Jahres war sein Anteil auf 66 % gesunken. Aussenhandel Nach Angaben des Direktors von ProChile wurde im vergangenen Jahr bei den Exporten nicht nur das größte Volumen der letzten fünf Jahre erreicht, sondern auch die Diversifizierung vorangetrieben: Unternehmen exportierten verschiedene Produkte in 165 Länder. ProChile wird diese Tendenz fördern. Insgesamt profitierten Chiles Exporte nicht nur von der weltweiten Erholung und den hohen Weltmarktpreisen für Kupfer und Cellulose, sondern besonders auch von der Entwicklung in Brasilien und Argentinien. Nach wie vor bleiben die USA wichtigster Absatzmarkt für Chile, jedoch auch die Exporte in die EU nahmen um 16 % zu, wobei die nichttraditionellen Exporte eine Steigerung von 21 % aufwiesen. Auch Asien ist ein wichtiger Abnehmer. Die Ausfuhren nach China nahmen um 50 % zu, die nach Südkorea um 42 %. Wichtigste Exportprodukte waren Kupfer, Trauben, Cellulose, Wein und Lachs, wobei frische Früchte einen Zuwachs von 6,2 % gegenüber 2002 verzeichneten, Lachs und Forellen einen von 15 %. Seit Herbst letzten Jahres sehen sich die Exporteure mit einem neuen Problem konfrontiert: Durch eine Verknappung von Frachtraum steigen die Transportkosten. Die Lagerzeiten in den Häfen führen zu einer weiteren Verteuerung. Nach Ansicht der Handelskammer Santiago könnte dies zu zusätzlichen Kosten von ca. US$ 760 Mio für den Außenhandel im laufenden Jahr führen. In den ersten zwei Monaten diesen Jahres wies die Handelsbilanz Chiles nach Angaben der Zentralbank bei Exporten in Höhe von US$ 4,09 Mrd und Importen von US$ 3,07 Mrd einen Überschuß von US$ 1,02 Mrd auf. Im vergangenen Jahr lag dieser Überschuß bei einer Rekordhöhe von US$ 3,01 Mrd. Die Zentralbank erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der Exporte auf über US$ 27 Mrd in Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Chile 3 (19.04.)

20 IBERO-AMERIKA VEREIN 20 Anbetracht der Freihandelsabkommen mit den USA, der EU und Südkorea. Der Freihandelsvertrag mit Südkorea trat am 1. April in Kraft. Damit wird der Zoll auf südkoreanische Produkte, inklusive Kfz, Computer, TV-Apparate und Klimaanlagen, die für über 60 % der koreanischen Exporte nach Chile aufkommen, aufgehoben. Im Gegenzug befreit Südkorea chilenische Produkte, darunter 639 aus den Sektoren Land-, Forst- und Fischwirtschaft, von Zöllen. Der Bergbausektor, der für 73 % der chilenischen Exporte aufkommt, wird von dem Freihandelsabkommen besonders profitieren. Die Exporte nahmen in 2003 gegenüber dem Vorjahr um 29 % zu. Der Industriesektor, auf den 29 % der Exporte entfallen, könnte mittel- und langfristig profitieren. Die Landwirtschaft wird Zollerleichterungen innerhalb der nächsten fünf bis 10 Jahre erfahren. Im vergangenen Jahr hat der binationale Handel mit US$ 1,564 Mrd nach der Asienkrise wieder das Niveau von 1997 erreicht. Damit wurde Südkorea viertwichtigster Abnehmer chilenischer Exporte. Während die Importe aus Korea in der vergangenen Dekade keine Veränderung erfuhren, erreichte Chile bei seinen Exporten eine Diversifizierung von 56 Produkten in 1990 auf 133 in 2001, wobei nach wie vor Kupfer und Cellulose den größten Anteil einnehmen. Chile hofft, ein Freihandelsabkommen mit der Volksrepublik China abzuschließen. Ein Datum für Vorgespräche wurde bereits festgesetzt. Außerdem möchte Chile ähnliche Abkommen wie mit Korea mit Indien, Neuseeland, Singapur und Japan abschließen. Kontakte werden während der APEC-Tagung in Chile im November gepflegt werden. Ende April will Chile Verhandlungen mit Indien über ein Handelsabkommen beginnen, das den Abbau von Zöllen für die wichtigsten Güter des derzeitigen binationalen Handels impliziert. Derzeit erreicht der Handel Chiles mit Indien nur US$ 250 Mio. Investitionen In den ersten zwei Monaten diesen Jahres lagen die Auslandsinvestitionen chilenischer Unternehmen hauptsächlich in den Sektoren Handel, Energie und Forstwirtschaft, mit über US$ 643 Mio mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres (US$ 246 Mio). Damit erreichen sie nach Angaben der Handelskammer Santiago kumuliert zwischen 1990 und 2004 US$ Mio. Die positive derzeitige Entwicklung ist nach Angaben der Kammer auf die dynamische Entwicklung in den USA, die erstaunliche Erholung in Japan und die positive Entwicklung in anderen asiatischen Ländern, z.b. dem starken Wachstum in China und Indien zu verdanken. Regional ergaben sich gute Geschäftsmöglichkeiten z.b. in Argentinien, wohin 51 % der Auslandsinvestitionen flossen. Stromerzeugung Im Rahmen der Bestrebungen der chilenischen Regierung, bis 2006 das Ziel einer zu 90 % flächendeckenden Stromversorgung auf dem Lande sowie die Verbesserung der Stromversorgungssysteme in entlegenen ländlichen Gemeinden zu erreichen, sondiert sie das Interesse von Unternehmen und Konzernen, an Entwurf, Durchführung und eventuellem Betrieb eines hybriden Stromerzeugungssystems (mit Energie-Diesel) auf der ca. 600 km von der chilenischen Küste entfernten und zur fünften Region gehörenden Robinson Crusoe-Insel teilzunehmen. Informationen zu dem Vorhaben erscheinen auf der Website der Energiekommission ( Bergbau Nach Angaben der Zentralbank von Mitte März exportierte Chile im Februar Kupfer für US$ 865,5 Mio. Es handelt sich um das höchste monatliche Ergebnis seit 1996, vielleicht sogar das höchste überhaupt. Die Preise waren zwischen März 2003 und März 04 bis zu ca. 75 % angestiegen gestiegen, hauptsächlich durch die dynamische Wirtschaftsentwicklung in China. China ist inzwischen Hauptabnehmer von der staatlichen Kupfergesellschaft Codelco. Für das laufende Jahr wurden bereits Verträge über t Kupfer für schätzungsweise US$ 750 Mio unterschrieben. In den ersten zwei Monaten 2004 erhöhte China seine Importe von Feinkupfer um fast 61 %. Anfang März erklärte Präsident Lagos, daß die Bergbaugesellschaften Chiles einen höheren Finanzbeitrag leisten könnten. Kupfer kommt für über 30 % der gesamten Exporte auf und ist größter Devisenbringer. Am 9. März wurde ein Gesetz betreffend eine 3%ige Royalty für Bergbaufirmen im Kongreß eingebracht. Die von Politikern des gesamten Spektrums befürwortete Initiative sieht eine Steuer auf Kupfer und Produkte von Minen mit einer jährlichen Produktion von über t vor. Über 40 % aller Auslandsinvestitionen im Lande in den letzten 30 Jahren sind in den Bergbau geflossen. Die meisten Bergbauländer fordern Royalties. Chiles Bergbau liegt hauptsächlich in den Händen von 17 großen Gesellschaften, von denen die meisten in ausländischen Besitz sind und Codelco ein Staatsunternehmen ist. Zwischen 1991 und 2002 zahlte der private Bergbausektor jährlich durchschnittlich Steuern in Höhe von US$ 160 Mio, was Experten zufolge in keinem Verhältnis zu den in der Periode erzielten Gewinnen steht. Bergbauunternehmer warnen, daß die neue Steuer die Entwicklung neuer Projekte unrentabel machen könnte. Chile kann nach Angaben des Finanzministeriums durch die neue Steuer Mehreinnahmen von mindestens US$ 100 Mio jährlich erzielen. Das Geld solle in einen Fonds fließen, der Innovation und Technologie fördern solle. Außerdem sollen die Mittel benutzt werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Bergbaugebieten zu finanzieren, die nach Ausbeutung der Vorkommen keine neuen wirtschaftlichen Perspektiven haben. Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 4/2004 Chile 3 (19.04.)

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