Basel II. Die Transparenz als Chance begreifen. am Beispiel der. Carl Giesecke & Sohn. 15. Juni Jan Christmann & Markus Furtwängler

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1 Basel II Die Transparenz als Chance begreifen am Beispiel der Carl Giesecke & Sohn 15. Juni 2004 Jan Christmann & Markus Furtwängler

2 AGENDA Hintergrund Einführung in Basel II Vorbereitung auf Basel II Fragestellung Giesecke Fazit Basel II

3 Europäische Tradition... sprechende Städte Maastricht-Kriterien Schengen-Abkommen Basel II

4 Hintergrund Carl Giesecke & Sohn

5 Konsequenz Bei der Vergabe von Krediten entstehen für Kreditinstitute Risiken. Bei expansiver Kreditpolitik können die Sicherheit der Einlagen oder des ganzen Instituts gefährdet sein. Aus diesem Grund hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht 1988 ein Konsultationspapier zur Eigenkapitalunterlegung von Krediten verabschiedet, das die Grundlage für gesetzliche Regelungen darstellt.

6 AGENDA Hintergrund Einführung in Basel II Vorbereitung auf Basel II Fragestellung Giesecke Fazit Basel II

7 Presseüberschriften Neues Grundgesetz der Bankbranche Ende der Einheitszinsen Verbaselte Kredite Kreditverteuerung für den Mittelstand

8 Basel II Nach dem bislang geltenden Basler-Abkommen aus dem Jahr 1988 müssen die Banken ihr Kreditvolumen pauschal mit acht Prozent Eigenkapital absichern. Mit Basel II müssen die Banken künftig die Eigenkapitalunterlegung von Krediten stärker nach der Bonität ihrer Kunden differenzieren. Für Kredite mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit hat dies einen Preisanstieg zur Folge. Basel II beschreibt Anforderungen an die internen Rating-Verfahren von Banken

9 Bewertung des Ausfallrisikos ,01 0,03 0,08 0,2 AAA AA A BBB BB B CCC Ausfallwahrscheinlichkeit in % Die Ausfallwahrscheinlichkeit bei S&P-Ratings reicht von 0,01% bei Unternehmen bester Bonität bis über 15% bei Unternehmen mit schlechter Bonität Die Kreditmarge muss das Ausfallrisiko abdecken. Quelle: Deutsche Bank, Region West, Februar 2001 (Vortrag W. Henseler)

10 Letzter Stand der Dinge Der Basel II Zeitplan sieht die Umsetzung in nationale Rechtsprechung bis zum vor (voraussichtliche Entscheidung Ende Oktober) Die deutschen Banken entwickeln derzeit mit Hochdruck eigene Rating-Systeme (IT-gestützt) Basel II wirkt somit indirekt auf kreditsuchende Unternehmen Juli 1988 Januar 1996 Juni 1999 Januar 2001 Oktober Februar 2003 Mai 2003 Oktober 2003 Januar 2006 Januar 2007 Einführung Basler Akkord Ergänzung um Marktpreisrisiken 1. Konsultationspapier für Basel II 2. Konsultationspapier für Basel II Empirische Studie (Quantitative Impact Study) 3. Konsultationspapier für Basel II Verabschiedung Basel II Parallelrechnung Basel I und II Basel II tritt in Kraft

11 Definition Rating Ratings sind eine Bewertung der Bonität und damit der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Ratings sind damit Bewertungen, die die Fähigkeit eines Kreditnehmers beschreiben, seinen Zahlungsverpflichtungen, die er eingeht, in der Zukunft nachzukommen. Quelle: Leitfaden Rating, Gleißner/Füser, S. 11.

12 Folgen aus Basel II Mit Basel II werden die quantitativen Bewertungsmaßstäbe, die schon seit vielen Jahren genutzt werden, durch qualitative Bewertungsmaßstäbe ergänzt. Diese qualitativen Faktoren beziehen sich auf: Forschung und Entwicklung Produktions-, Absatz- und Investitionsbereich Beschaffung und Logistik Organisation und Management Finanzen und Controlling Personalwesen etc.

13 Quantitativ vs qualitativ Gewichtung der qualitativen Rating-Faktoren: Oberer Mittelstand Umsatz > 5,0 Mio. Mittelstand < 5,0 Mio. Jahresabschluss Privatvermögen Qualitative Faktoren 70% 60% 45% 15% 30% 40% 40%

14 AGENDA Hintergrund Einführung in Basel II Vorbereitung auf Basel II Fragestellung Giesecke Fazit Basel II

15 Vorbereitung I Grundsätzliches Aktive Herangehensweise gefordert (jede Schlacht ist schon geschlagen, bevor sie begonnen hat!) Veränderung des eigenen Verhaltens (Informationspolitik) gegenüber den kreditgebenden Banken ist notwendig Betrachtung weiterer Faktoren, z. B. Unternehmensleitung und Management Implementierung neuer Steuerungsinstrumente (BSC, Risikomanagement)

16 Vorbereitung II Zusammenarbeit Bank Informationsbereitschaft Offenheit Übersichtlichkeit Partnerschaftlichkeit

17 Vorbereitung III Rating-Inhalte / erforderliche Instrumente GuV/Bilanz/Kennziffern Unternehmensplanung Personalübersichten (u.a. Fluktuationsquote) Strategie/Balanced Scorecard Risikomanagementsystem Liquiditätsübersicht Zertifizierungsunterlagen Reklamationsauswertungen

18 Vorbereitung IV Chance für den Mittelstand Oberer Mittelstand Umsatz > 5,0 Mio. Mittelstand < 5,0 Mio. Jahresabschluss Privatvermögen Qualitative Faktoren 70% 60% 45% 15% 30% 40% 40% Derzeit kann der Mittelstand sein Rating aktiv beeinflussen

19 AGENDA Hintergrund Einführung in Basel II Vorbereitung auf Basel II Fragestellung Giesecke Fazit Basel II

20 Carl Giesecke & Sohn Als Zulieferer für den Orgelbau sind wir auf die Fertigung von Zungenstimmen und Labialpfeifen spezialisiert.

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24 Carl Giesecke & Sohn Kennzahlen: Umsatz 2003: ca. 2,7 Mio. Anzahl Mitarbeiter : 45 Ergebnis 2003: ca Verhältnis zur Hausbank: sehr gut :-)

25 Rating-Probleme Finanzielle Schieflage Fehlinvestition aus den 90ern hat zu hohen finanziellen Belastungen geführt, für die gemeinsam mit der Bank eine Lösung gefunden werden mussten

26 Rating-Probleme Unternehmensnachfolge Die Lösung dieses Problems führte zu einer deutlichen Höherbewertung Kontrollgremium Diese Funktion übernimmt neben dem Management zukünftig die Hausbank (Sparkasse Göttingen)

27 Rating-Probleme Konflikte Eigentümer - Management Bank zur Gesellschafterversammlung eingeladen Probleme derzeit gering Qualität Risikomanagementsysteme CGS hat sich der Bank gegenüber verpflichtet, hier deutliche Fortschritte zu erzielen

28 Risikomanagementsystem Das neu entwickelte Wochencontrolling enthält u. a. folgende Informationen: Saldo offene Kreditoren Saldo offene Debitoren Auftragslage 2004 Produktionsleistung Cash-Flow-Planung für das nächste Quartal

29 Risikomanagementsystem Das neu entwickelte Wochencontrolling bewirkt: Risiken auf der Auftrags-, Liquiditäts- oder Produktionsseite frühzeitig zu erkennen Die Möglichkeit, unser Unternehmen aktiv zu steuern Besseres Rating bei der Bank (als netten Nebeneffekt)

30 Effekt auf die Kreditsituation Das neue Verhältnis zur Bank lässt sich konkret in Zahlen fassen: VORHER NACHHER REDUKTION Kreditsumme 1,8 Mio 1,0 Mio 0,8 Mio Zinsen / Jahr / Jahr / Jahr Tilgung / Jahr / Jahr / Jahr

31 AGENDA Hintergrund Einführung in Basel II Vorbereitung auf Basel II Fragestellung Giesecke Fazit Basel II

32 Fazit Basel II Risikoorientierte Kosten für Bankkredite

33 Last but not least Wenn es Ihnen gut geht, dann geht es auch Ihrer Bank gut ;-) Die Bank hat also ein Eigeninteresse daran, dass Sie Erfolg haben

34 Basel II Die Transparenz als Chance be ergreifen am Beispiel der Carl Giesecke & Sohn Jan Christmann Ilse-ter-Meer-Weg Hannover 15. Juni 2004 Markus Furtwängler Schiefer Weg Göttingen / Manhattan

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