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1 WHITE PAPER Virtualisierung und FlexNet Publisher

2 Virtualisierung und FlexNet Publisher Einführung Fast alle Softwarelizenzierungsmodelle erfordern entweder eine Lizenz oder einen Pool von Lizenzen, die an einen bestimmten Computer gebunden sind. Zwar wurde diese Frage im Laufe der Jahre für physische Computer geklärt, doch einige Virtualisierungstechnologien stellen Softwarehersteller vor neue Herausforderungen bei der Durchsetzung ihrer Lizenzverträge mithilfe traditioneller Lizenzierungsmodelle. Mehrere Analysten erwecken in Whitepapers den Anschein, dass die Servervirtualisierung ihre anfängliche Einsatzphase hinter sich gelassen hat und zur strategischen Virtualisierung vorangeschritten ist. Beispielsweise berichtet Forrester, dass der Einsatz der Servervirtualisierung in Unternehmens-IT bis % und bei x86- Servern 45 % erreichen wird. 1 Dies bedeutet, dass Softwarehersteller Lizenzierungsrichtlinien entwickeln und ihre Kunden davon in Kenntnis setzen müssen. Diese Richtlinien müssen berücksichtigen, dass der Lizenzserver und die Anwendungen auf virtuellen Maschinen ausgeführt werden. Zudem muss FlexNet Publisher geeignete Durchsetzungs- und Berichterstellungstools anbieten, die Softwareherstellern und ihren Unternehmenskunden einen souveränen Umgang mit dieser neuen virtuellen Umgebung ermöglichen. Untersuchungen von Flexera Software deuten darauf hin, dass die meisten Softwarehersteller ihre Lizenzrichtlinien nicht an die veränderten Bedingungen angepasst haben, die durch die Virtualisierung entstehen. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass langfristig neue nutzungsbasierte Möglichkeiten zur Vermarktung von Software ins Auge gefasst werden müssen. Kurzfristig müssen jedoch die bestehenden, auf Hardware beruhenden Lizenzierungsmodelle auf virtuelle Plattformen angewandt werden müssen. Das vorliegende Dokument beschreibt, wie FlexNet Publisher Softwarehersteller in die Lage versetzen wird, der Virtualisierung gerecht zu werden, indem ihnen verschiedene Mittel zur Durchsetzung der Lizenzierung auf virtuellen Maschinen an die Hand gegeben werden. Das Papier stellt sowohl bereits verfügbare als auch für die Zukunft denkbare Ansätze und Technologien vor. Fragen, die Softwarehersteller beantworten müssen Auf zwei von Flexera Software veranstalteten Virtualisierungsgipfeln kamen die teilnehmenden Kunden zu dem Schluss, dass ihre Unternehmen zunächst die folgenden Fragen beantworten müssen: 1. Haben wir eine Virtualisierungsrichtlinie definiert und haben wir unsere Kunden davon in Kenntnis gesetzt? Können wir dieselbe Richtlinie anwenden, die wir auch für unsere physische Hardware-Umgebung anwenden? 2. Wie viele unserer Kunden nutzen derzeit Virtualisierung? Besteht ein Compliance-Problem und, falls ja, kann es quantitativ bestimmt werden? Welche virtuellen Plattformen verwenden unsere Kunden und in Kombination mit welchem Betriebssystem? 3. Eröffnen sich aufgrund der Virtualisierung neue Märkte (z. B. zeitlich begrenzte Anmietung über SaaS)? 4. Welches spezifische Problem möchten wir lösen (z. B. Piraterie, Compliance oder beide)? Machen wir uns Sorgen über absichtliche oder unbeabsichtigte übermäßige Nutzung? 5. Sollte die Preisgestaltung auf physischen oder virtuellen Ressourcen beruhen (Preisgestaltung unter Kapazität)? 6. Sollten periodische Preismodelle für die Lizenzierung in virtuellen Umgebungen definiert werden? Sollten wir auf der Basis der zusätzlich beteiligten Virtualisierungstestmatrix höhere Preise verlangen? Ist ein Markt für geringere Gebühren für einen begrenzten Leistungsumfang vorhanden? Die Ergebnisse einer begrenzten Umfrage über Virtualisierung, die während einer der zuvor erwähnten Virtualisierungsgipfel durchgeführt wurde, sind im Folgenden zusammengefasst. 1 Wie im FORRESTER-Whitepaper mit dem Titel x86 Virtualization Adopters Hit the Tipping Point vom 30. November 2007 dargestellt. 2 Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher

3 Wie aus diesen Tabellen ersichtlich ist, haben die meisten der befragten Softwarehersteller angegeben, dass ihre Unternehmen keine Virtualisierungsrichtlinien definiert bzw. Kunden davon in Kenntnis gesetzt haben. Zwar haben die meisten von Ihnen keine quantitative Bestimmung eines spezifischen Compliance-Problems im Zusammenhang mit Virtualisierung vorgenommen, doch es ist allgemein anerkannt, dass das Potenzial zu übermäßiger Nutzung vorhanden ist und dass dieses Problem gelöst werden muss. Letztendlich beabsichtigen die meisten Kunden, anfänglich traditionelle Lizenzierungs- und Preisgestaltungsmodelle auf virtuelle Umgebungen anzuwenden. Umfrageergebnisse Frage 1: Hat Ihr Unternehmen eine Virtualisierungsrichtlinie definiert und seine Kunden davon in Kenntnis gesetzt? % der Befragten Ja 21 % Wir erarbeiten gerade eine Richtlinie, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. 21 % Wir haben noch nicht mit der Erarbeitung einer Virtualisierungsrichtlinie begonnen. 42 % Ich weiß es nicht. 14 % Frage 2: Haben Sie im Zusammenhang mit der Virtualisierung eine quantitative Bestimmung eines Compliance-Problems vorgenommen? % der Befragten Wir haben eine quantitative Bestimmung vorgenommen und müssen das Problem lösen. 20 % Wir haben keine quantitative Bestimmung eines Compliance-Problems vorgenommen, wir möchten jedoch über die Möglichkeit verfügen, unsere Lizenzrichtlinien in virtuellen Umgebungen durchzusetzen. Uns ist die Durchsetzung oder Überwachung der Compliance im Zusammenhang mit Virtualisierung nicht wichtig. 60 % 6 % Ich habe dazu derzeit keine Meinung. 13 % Frage 3: Haben Sie im Zusammenhang mit Virtualisierung neue Möglichkeiten zur Vermarktung Ihrer Software definiert? % der Befragten Nein, wir werden vorhandene Lizenzierungs- und Preisgestaltungsmodelle verwenden. 64 % Nein, aber wir haben begonnen, über diese Frage zu diskutieren. 14 % Ja, wir haben neue Modelle definiert, die besser auf die Nutzung unserer Software in virtualisierten Umgebungen angepasst sind. 7 % Ich weiß es nicht. 14 % Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher 3

4 Verschiedene Arten von Virtualisierungstechnologien Die bekannteste Virtualisierungstechnologie ist die Nutzung virtueller Maschinen. Es gibt jedoch auch andere Arten. Im Folgenden ist eine Übersicht der verschiedenen Arten sowie der Hersteller, die diese Technologie vertreiben, und eine Übersicht der Softwarelizenzierungsprobleme aufgeführt. Virtuelle Maschinen Bei Technologien, die mit virtuellen Maschinen arbeiten, wird jeder Instanz eines Betriebssystems auf einem physischen Computer der Anschein vermittelt, sie sei das einzige Betriebssystem, das auf dem jeweiligen physischen Computer ausgeführt wird. Dies erfolgt, indem die Technologie die Hardware-Komponenten des Computers jeweils mit einer Instanz einer virtuellen Maschine pro Instanz eines Betriebssystems virtualisiert (abstrahiert). Anwendungsvirtualisierung/Anwendungsisolierung Bei Anwendungsisolierungstechnologien wird jeder Anwendungsinstanz, die auf einer Betriebssysteminstanz ausgeführt wird, der Anschein vermittelt, sie sei die einzige Instanz, die auf diesem Betriebssystem ausgeführt wird. Dies erfolgt, indem die Technologie das Dateisystem jedes Betriebssystems (und die Registrierungsdatenbank unter Windows) jeweils mit einem virtuellen Dateisystem (und einer Registrierungsdatenbank) pro Anwendungsinstanz virtualisiert. Einige Anwendungsvirtualisierungstechnologien isolieren darüber hinaus den globalen Namensraum eines Betriebssystems, sodass Anwendungsinstanzen nicht Objekte wie Semaphoren gemeinsam verwenden. Alle übrigen Betriebssystemdienste werden von isolierten und nicht-isolierten Anwendungsinstanzen gemeinsam verwendet. Terminaldienste Bei Terminaldiensten unterstützt ein TerminalComputer mehrere Benutzersitzungen. Jede Benutzersitzung beinhaltet die Desktop- Umgebung eines remote angemeldeten Benutzers. Jedem Benutzer wird der Anschein vermittelt, er sei der einzige, der diesen Computer verwendet. Fernzugriff (Auch als KVM over IP bekannt) - Der Host-Computer kann jeweils nur von einer Person gesteuert werden. Die Tastatur und die Maus, die mit dem Host-Computer und jedem der Gast-Computer verbunden sind, können simultan aktiv sein und somit als Eingabequelle in Konkurrenz zueinander treten. Die Tastatureingaben und Mausaktivitäten der verschiedenen Eingabequellen können miteinander überlappen. Auch der Bildschirm jedes einzelnen Computers zeigt denselben einzelnen Desktop an. Aus diesem Grund sind diese Lösungen nicht dazu gedacht, dass mehrere Gast-Computer zugleich die Ressourcen des Host-Computers nutzen. Fernzugriffslösungen stellen keine Sicherheitsrisiken für Lizenzverwaltungssysteme dar. Durch die Möglichkeit, einen Host-Computer remote zu bedienen, kann ein Benutzer mit unlauteren Absichten nicht mehr Instanzen lizenzierter Software ausführen, als dies mit einem an den Host-Computer angeschlossenen KVM möglich wäre. Deshalb wird im vorliegenden Dokument auf weitere Ausführungen über Fernzugriffstechniken verzichtet. Im weiteren Verlauf des vorliegenden Dokuments wird der Ansatz beschrieben, mit dem Flexera Software Kunden aus dem Kreis der Softwarehersteller die Tools zur Verfügung stellt, die zur Lizenzierung innerhalb von Umgebungen mit virtuellen Maschinen (Servervirtualisierung) mithilfe von FlexNet Publisher erforderlich sind. Virtualisierungstechnologie Hersteller/Produkte Probleme mit der Softwarelizenzierung? Virtuelle Maschinen Anwendungsvirtualisierung VMware: Workstation, ESX; Microsoft: Hyper-V, Virtual PC/Server; Citrix: Xen Server, Desktop; Parallels: Desktop und Server (Mac), Server (Linux), Workstation (Windows und Linux); Sun: Zones; IBM pseries: LPARs; HP: VPars, Integrity Microsoft: App-V; VMware: ThinApp; Wirkt sich auf die Lizenzierung aus Wirkt sich auf die Lizenzierung aus Terminaldienste Microsoft: Terminal Server; Citrix: Presentation Server; Sun: Secure Global Desktop Wirkt sich auf die Lizenzierung aus Fernzugriff GoToMyPC, PCAnyWhere, VNC Wirkt sich nicht auf die Lizenzierung aus Abbildung 1: Auszugsweiser Überblick über Virtualisierungstechnologien 4 Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher

5 Compliance und die Herausforderungen, die Piraterie für die Virtualisierung darstellt Das Spektrum der Lizenzierungsrichtlinien und Ansätze von Softwareherstellern reicht von Compliance für vertrauenswürdige Kunden bis zur Durchsetzung auf Märkten, auf denen das Risiko absichtlicher übermäßiger Nutzung oder offener Piraterie größer ist. Traditionelle Lizenzierungsmodelle, die den Lizenzserver oder die Anwendung an den physischen Server binden, haben sich über die Jahre gut bewährt. Wie Softwarehersteller wissen, kann jede Softwarelizenz von einem entschlossenen Hacker ausgenutzt werden. Dennoch leisten traditionelle Technologien zur Durchsetzung von Lizenzen, Entwurfspraktiken und Verfahrensweisen gute Arbeit, indem sie dafür sorgen, dass ehrliche Kunden ehrlich bleiben und gelegentliche Ausrutscher verhindert werden. Mit der Einführung von Virtualisierungstechnologien hat sich diese Landschaft vollkommen verändert, da sie die Erstellung mehrerer virtueller Maschinen auf einem einzigen physischen Computer sehr leicht machen. Zwar liegen die Vorteile der Computervirtualisierung auf der Hand und mögen dem Unternehmenskunden verlockend erscheinen, doch stellt sie Softwarehersteller, die Lizenzen auf traditionelle Weise durchsetzen, vor eine erhebliche Herausforderung. Dies liegt daran, dass virtuelle Maschinen so konfiguriert werden können, dass sie über dieselben Attribute (z. B. MAC-Adresse, Port- Nummer, IP-Adresse usw.) verfügen, die mit einer bereits vorhandenen Lizenzdatei übereinstimmen. Obgleich das Risiko für weit verbreitete Piraterie im Hinblick auf lizenzierte Anwendungen gering ist, besteht ein potenziell hohes Risiko, dass der Lizenzserver auf vielen virtuellen Maschinen repliziert wird und somit mehr Berechtigungen verfügbar gemacht werden, als ursprünglich gekauft wurden. Die beschriebene Situation ist in Abbildung 2 dargestellt. Lizenzserver, der an physische Hardware gebunden ist, lässt sich nur schwer replizieren Lizenzserver, der an virtuelle Hardware gebunden ist, lässt sich leicht replizieren mit den Herausforderungen der Durchsetzung von Lizenzen und Ansätzen zur Minderung dieses Risikos befasst. Unsere Kunden haben uns mitgeteilt, dass sie traditionelle Lizenzmodelle auf virtuelle Umgebungen anwenden möchten. Dieser Ansatz ist wichtig, um die Abwärtskompatibilität mit an vielen Endbenutzer-Standorten bereitgestellten Legacy-Clients aufrechtzuerhalten. Die Herausforderung für Flexera Software und FlexNet Publisher besteht darin, dass keine allgemeingültige Methode zur Erkennung und Kopplung mit der heute verfügbaren Vielfalt an Virtualisierungsplattformen vorhanden ist. Um diese Herausforderung zu meistern, steht Flexera Software im Dialog mit zahlreichen Virtualisierungsanbietern, um ein unterstütztes Schnittstellenverfahren zwischen FlexNet Publisher und ihren jeweiligen Plattformen zu definieren. Darüber hinaus hat Flexera Software in Zusammenarbeit mit mehreren Virtualisierungsanbietern eine API-Spezifikation für Virtualisierung entwickelt. Dieser Standard soll ein einheitliches Schnittstellenverfahren zur Verfügung stellen, mit dessen Hilfe FlexNet Publisher in der Lage sein wird, die Virtualisierungsplattformen, die diesen Standard übernehmen, schneller zu unterstützen. Andere Hersteller haben ihre eigenen APIs und Architekturen entwickelt, um eine solche Schnittstelle zu erhalten (jedoch mit unterschiedlich starker Komplexität, Effektivität und Overhead). Der Virtualisierungsansatz von Flexera Software Flexera Softwares Virtualisierungs-Roadmap für FlexNet Publisher ermöglicht Softwareherstellern die Einführung einer Durchsetzungsstrategie auf der Basis des Vertrauens, das sie ihren Kunden entgegenbringen. Das Vertrauensspektrum ist in Abbildung 3 grafisch dargestellt. STARK SCHWACH KEINE Betriebssystem LIZENZ- VM-Hypervisor LIZENZ- Btib sy LIZENZ- a tb LIZENZ- s LIZENZ- Abbildung 2: Anzahl der an physische oder virtuelle Hardware gebundenen Lizenzserver In den vergangenen Jahren hat sich Flexera Software in Zusammenarbeit mit vielen Softwareherstellern und Virtualisierungsanbietern Berechtigung: Zulassen Bindung: VM-Container Bericht: Protokolldatei Berechtigung: Zulassen Bindung: physisch Bericht: Protokolldatei Berechtigung: Verbieten Bindung: nicht zutreffend Bericht: nicht zutreffend Abbildung 3: Vertrauensspektrum zwischen Softwareherstellern und ihren Märkten Bei Märkten oder Kunden, bei denen kein Vertrauen vorhanden ist, kann der Publisher die Existenz virtueller Maschinen erkennen und verhindern, dass der Lizenzserver eine Lizenz ausführt oder eine Lizenz für Anwendungen ausstellt, die auf einer virtuellen Maschine installiert sind. Mit Bezug auf das obige Diagramm würde die Genehmigung zur Ausführung auf einer virtuellen Maschine (VM) verweigert. Aus diesem Grund würden keine Bindung und Berichterstellung erfolgen. Dieser Ansatz ist wahrscheinlich für den Hersteller am sichersten und mag für riskante Märkte gerechtfertigt sein. Dennoch sollten auch die Realität der Unternehmensvirtualisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit berücksichtigt werden. Für Märkte oder Kunden, bei denen ein hohes Maß an Vertrauen vorhanden ist, kann der Publisher zunächst die Existenz virtueller Maschinen erkennen und anschließend den Lizenzserver an den Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher 5

6 Universal Unique Identifier (UUID) des VM-Containers binden. Die Lizenzdatei für eine Anwendung kann auch an den UUID eines bestimmten VM-Containers gebunden werden. Es stimmt natürlich, dass UUIDs repliziert und auf zusätzliche virtuelle Maschinen angewandt werden können (entweder auf demselben oder auf verschiedenen physischen Computern). Allerdings ist fast immer Virtualisierungsmanagementsoftware (beispielsweise vcenter von VMware) vorhanden, die diesen Zustand erkennt und Systemfehler ausgibt, bis die Situation korrigiert ist. In diesem Szenario wird die Genehmigung zur Ausführung auf einer VM erteilt, doch die Bindung an den VM-Container wird ebenfalls durchgesetzt, um zu gewährleisten, dass keine Lizenzberechtigungen auf zusätzlichen virtuellen Maschinen repliziert werden. Mit diesem Ansatz kann der Endbenutzer der Lizenz sämtliche Vorteile der fortschrittlichen VM- Funktionen wie die hohe Verfügbarkeit und die Fehlertoleranz nutzen, weil die Lizenzen ohne Fehler von einem physischen Computer zum nächsten verschoben werden können. Das Berichtprotokoll von FlexNet Publisher enthält sowohl Daten zu virtuellen und physischen Plattformen als auch Informationen über die Verweigerung von Checkouts. Für Märkte und Kunden in der Mitte des Vertrauensspektrums kann der Herausgeber die Existenz einer virtuellen Maschine erkennen und anschließend an ein physisches Hardware-Element (oder an eine Kombination mehrerer Elemente) des Host-Computers binden (z. B. MAC-Adresse). In der Bindung ist ein Mutex Lock-Mechanismus enthalten, um zu gewährleisten, dass der Lizenzserver nicht kopiert wird und in der Lage ist, Lizenzen von einer zweiten VM auf derselben Hardware-Plattform auszugeben. In diesem Szenario wird die Genehmigung zur Ausführung auf einer VM erteilt, doch es ist außerdem eine physische Bindung erforderlich, um zu gewährleisten, dass Lizenzberechtigungen nicht repliziert werden. Das Berichtprotokoll enthält Daten zu virtuellen und physischen Plattformen und Informationen über die Verweigerung von Checkouts. Dieser Ansatz ist sicherer als die Bindung an einen VM-Container, doch Nutzungsfälle wie hohe Verfügbarkeit oder Failover, bei denen die VM von einem physischen Server zu einem anderen übergeht, werden nicht unterstützt. Der Softwarehersteller muss zunächst einige der am Anfang dieses Dokuments gestellten Fragen beantworten, um eine quantitative Bestimmung der Probleme vorzunehmen, die er behandeln möchte. Anschließend muss er eine geeignete Antwort auf die Frage der Lizenzdurchsetzung für die von ihm bedienten Märkte und Kunden finden. Durchsetzung von Lizenzen mithilfe der Erkennung virtueller Maschinen FlexNet Publisher bietet Optionen zur Durchsetzung von Lizenzen, die auf der Erkennung virtueller Maschinen beruhen. Diese Version beinhaltet eine Reihe veröffentlichter Techniken zur Identifizierung virtueller Maschinenplattformen, damit Hersteller-Daemons von FlexNet Publisher und FLEX-fähige Anwendungen ermitteln können, ob sie auf einer virtuellen Maschine ausgeführt werden. Die implementierten Techniken ermöglichen zwar die Erkennung einer Reihe verschiedener virtueller Maschinenplattformen, doch diese Version unterstützt insbesondere den VMware ESX Server und Workstation-Produkte. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass keine falschen Positive zur Erkennung virtueller Maschinen generiert werden. Zugleich wird gewährleistet, dass diese Techniken sich nicht einfach überwinden lassen. Sobald die Software erkennt, dass sie auf einer virtuellen Maschine ausgeführt wird, kann der Softwarehersteller innerhalb seiner Software eine geeignete, auf einer definierten Virtualisierungsrichtlinie basierende Maßnahme implementieren. Einige geschäftliche Richtlinien, die durchgesetzt werden können, beinhalten folgende Optionen: 1. Der Start des Lizenzservers in einer virtuellen Umgebung kann verweigert werden. 2. Die Aktivierung einer bestimmten Funktion einer Anwendung in einer virtuellen Umgebung kann verweigert werden. 3. Eine Softwarefunktion kann so eingestellt werden, dass sie ausschließlich in einer virtuellen Umgebung ausgeführt werden kann. Im folgenden Abschnitt werden einige Nutzungsfälle beschrieben, in denen Möglichkeiten zur Erkennung virtueller Maschinen hilfreich sein können und die Syntax von FlexNet Publisher zur Implementierung der gewünschten Möglichkeit erforderlich ist: 1. Softwarehersteller A stellt ausschließlich ein über einen Server bereitgestelltes Lizenzierungsmodell bereit. Er vermarktet kostenintensive Software in begrenzter Auflage. Sowohl gelegentliche als auch absichtliche Softwarepiraterie geben ihm Anlass zur Sorge. Er möchte nicht, dass sein Lizenzserver in einer virtuellen Maschine bereitgestellt wird, weil dies sehr leicht zu einer übermäßigen Nutzung der Lizenz führen könnte. Stattdessen fordert er von seinen Kunden, dass sie ihren Lizenzserver auf einem physischen Computer innerhalb des Rechenzentrums einrichten. Dies wird vom Softwareherausgeber durch die Festlegung eines Übersetzungszeit-Switchs innerhalb des Anpassungscodes für den Lizenzserver implementiert. Insbesondere wird in der Datei lsvendor.c die folgende Variableneinstellung vorgenommen und der Lizenzserver wird aufgebaut: FLEX_VM_TYPE ls_allow_vm = PHYSICAL; /* Restrict VD to a physical m/c only */ 2. Softwarehersteller B stellt Lizenzmodelle bereit, die über einen Server zur Verfügung gestellt werden, und solche, bei denen dies nicht der Fall ist. Einige Funktionen seiner Anwendung können auf virtuellen Maschinen nicht ausgeführt werden (z. B. diejenigen, die den Anschluss eines Messinstruments über einen USB-Port erfordern, der von virtuellen Plattformen nicht unterstützt wird). Er möchte diese Funktionen auf virtuellen Maschinen deaktivieren, und zugleich sollen die übrigen Produktfunktionen sowohl auf virtuellen als auch auf physischen Plattformen ausgeführt werden können. Dies wird implementiert, indem der Softwareherausgeber in der Zeile FEATURE das Lizenzdatei-Schlüsselwort VM_ PLATFORMS verwendet, wie im Folgenden dargestellt: FEATURE measure_voltage admld jan \ VM_PLATFORMS=PHYSICAL SIGN= 00E3 3. Softwarehersteller C stellt seine Software vorwiegend über ein rechnergebundenes (Node-Locked) Lizenzmodell bereit, das nicht über Server zur Verfügung gestellt wird. Softwarepiraterie gibt ihm Anlass zur Sorge, insbesondere bei Kunden, bei denen es sich nicht um Unternehmenskunden handelt. Er möchte seine Software auf physische Hardware begrenzen. Allerdings möchte er einige vertrauenswürdige Unternehmenskunden unterstützen, die seine Software auf virtuellen Maschinen ausführen möchten. Kurz gesagt, er möchte mithilfe der Lizenzdatei steuern, ob seine Software auf einer virtuellen Maschine ausgeführt werden kann (oder nicht). 6 Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher

7 Dies wird vom Softwareherausgeber durch die Nutzung des Lizenzdatei-Schlüsselworts VM_PLATFORMS in der Zeile FEATURE wie im Folgenden dargestellt implementiert. Die jeweiligen Lizenzen werden von Fall zu Fall erteilt: FEATURE ultraplot admld may \ VM_PLATFORMS=VM_ONLY SIGN= 00E3 Durchsetzung von Lizenzen mithilfe von Bare Metal-Bindungen Wie bereits erläutert, kann die Bindung von Lizenzen an virtuelle Maschinen zur übermäßigen Nutzung der Lizenz führen, weil die virtuelle Hardware sich sehr leicht replizieren lässt. Um die Möglichkeit der übermäßigen Nutzung von Lizenzen in Märkten mit geringem Vertrauen zu verringern, ist es empfehlenswert, die Lizenzen an physische Hardware zu binden. Bei dieser Methode umgeht der auf virtuellen Maschinen ausgeführte Lizenzserver (oder die Client- Anwendung) die virtuelle Hardware und erzeugt Bindungen mit dem Host-System (oder dem Bare Metal). Selbst wenn die virtuelle Maschine, auf der der Lizenzserver ausgeführt wird, später kopiert wird, wird der Lizenzserver in dieser Situation durch den Bruch der Bindung funktionsuntüchtig. Die Bare Metal-Bindung löst zwar das Problem, dass eine Lizenz von einem physischen Host zum nächsten kopiert wird, sie behebt jedoch das Problem der übermäßigen Nutzung nicht. Es kann dennoch zu einer übermäßigen Nutzung kommen, wenn mehrere Instanzen einer virtuellen Maschine, die auf derselben physischen Maschine ausgeführt werden, zur Ausführung des Lizenzservers verwendet werden. Um dies zu verhindern, ist eine Einrichtung erforderlich, die ein Mutex Lock durchsetzt, damit nur eine Instanz eines Lizenzservers (eines Softwareherstellers) auf einer bestimmten physischen Maschine ausgeführt werden kann. FlexNet Publisher v11.8 bietet sowohl die Bare Metal-Bindung als auch Mutex Locks an. Diese beiden Technologien sind in den in Abbildung 4 dargestellten Lösungen abgebildet. Bei Bare Metal-Bindungen lassen sich die Lizenzen nur schwer kopieren Bare Metal-Bindung mit Mutex-Lock verhindert Mehrfachinstanzen des Lizenzservers auf demselben physischen Computer ssystem system Dieser Ansatz bietet sowohl für den Softwarehersteller als auch für seine Unternehmenskunden Vorteile. Der Softwarehersteller hat die Gewähr, dass er über eine verhältnismäßig sichere Lizenzierungslösung verfügt, während der Administrator die Lizenzierungslösung in einem Rechenzentrum mit der Installation virtueller Maschinen bereitstellen kann. Im folgenden Abschnitt werden einige Nutzungsfälle beschrieben, in denen die Erkennung virtueller Maschinen sowie auch Bare Metal-Bin-dungsfunktionen mithilfe der Funktionen und der Syntax von FlexNet Publisher kombiniert werden können, um eine robustere Möglichkeit zur Durchsetzung von Lizenzen zu implementieren. 1. Wir werden das Beispiel von Softwarehersteller A, der ausschließlich ein über einen Server bereitgestelltes Lizenzierungsmodell einsetzt, näher ausführen, das im obigen Abschnitt Durchsetzung von Lizenzen mithilfe der Erkennung virtueller Maschinen beschrieben wurde. Mithilfe der in FlexNet Publisher verfügbaren neuen Funktionen kann der Hersteller die früher bereits implementierte Virtualisierungserkennung durch Einbeziehung von Bare Metal-Bindungen und Mutex-Erkennung erweitern. Damit stehen ihm zusätzliche Möglichkeiten zur Durchsetzung von Lizenzen zur Verfügung, ohne dass er verschiedene Versionen des Lizenzservers bauen muss. Auf diese Weise kann der Hersteller seine Forderung, dass ein Lizenzserver ausschließlich auf einem physischen Computer ausgeführt werden darf, von Fall zu Fall lockern und somit die Kundenzufriedenheit steigern. Der Softwarehersteller kann dies mithilfe besonderer HostID-Schlüsselwörter in der Zeile in den in FNP eingeführten Lizenzdateien implementieren. Diese HostID- Typen enthalten folgende Angaben: a) den Plattformtyp, auf dem der Lizenzserver ausgeführt werden darf, und b) den HostID-Typ. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt: Beispiel 1: Um den Lizenzserver auf VMware ESX Server zu beschränken und die Ethernet-Adresse der physischen Hardware zu nutzen, sind folgende Angaben erforderlich: this_host VMW_ETHER=1234 Beispiel 2: Um den Lizenzserver auf einen physischen Computer zu beschränken und die IP-Adresse des Computers als HostID-Typ zu vewenden, sind folgende Angaben erforderlich: VM-Hypervisor G B ib LIZENZ- LIZENZ- G tb t this_host PHY_INTERNET= Abbildung 4: Lösungen mit Bare Metal-Bindung und Mutex Lock Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher 7

8 Durchsetzung von Lizenzen mithilfe des UUID In Situationen, in denen zwischen Softwareherstellern und ihren Kunden ein hohes Maß an Vertrauen herrscht, kann die Definition einer flexibleren Bindungsmethode wünschenswert sein, die in eine Lizenzierungspolitik einbezogen werden kann. FlexNet Publisher v11.8 bietet die Möglichkeit, den Lizenzserver an den UUID des Containers der virtuellen Maschine zu binden. Wie bereits ausgeführt, ist zwar allgemein anerkannt, dass der UUID repliziert und auf zusätzliche virtuelle Maschinen angewandt werden kann, doch die Virtualisierungsverwaltungssoftware (die fast immer vorhanden ist) gewährleistet, dass der UUID im Netzwerk nur einmal vorkommt. VM1 UUID= VM2 UUID=ABC VM3 UUID=123 UUID= UUID= z- UUID= PHYSISCHER ESX - COMPUTER VM4 UUID=AAA VM5 UUID=BBB VM6 UUID=CCC Abbildung 5: Bindung an den UUID des VM-Containers Wenn Unternehmenskunden die Bindung des UUID an den Container der virtuellen Maschine genehmigt wird, können sie den Lizenzserver unterstützen und verfügen über die Flexibilität, andere fortschrittliche Virtualisierungsverwaltungsmöglichkeiten (z. B. eine Konfiguration mit hoher Verfügarkeit) zu nutzen. Dies verschafft ihnen größere Flexibilität und Sicherheit für ihren Unternehmensbetrieb. Dies wird vom Softwarehersteller durch die Verwendung besonderer HostID-Schlüsselwörter in der Zeile in den in FNP v11.8 eingeführten Lizenzdateien implementiert. Wenn Sie beispielsweise den Lizenzserver auf VMware ESX begrenzen und den UUID der virtuellen Maschine verwenden möchten, machen Sie folgende Angaben: this_host VMW_UUID=1234 UUID= UID UUID= Virtualisierungsmanagement UUID= PHYSISCHER ESX - COMPUTER Virtualisierung und Trusted Storage Die Lösung FlexNet Publisher Trusted Storage stellt einzigartige Herausforderungen in Verbindung mit der übermäßigen Nutzung von Lizenzen in einer virtuellen Umgebung dar. Drei verschiedene Funktionen sind betroffen: Verankerung Bindung Transaktionen zur Aktivierung der Computeridentifikation Diese Themen werden im Folgenden etwas ausführlicher erläutert. Trusted Storage-Technologie verwendet Systemanker, um zu identifizieren, ob der vertrauenswürdige Speicher aus einer Datensicherung wiederhergestellt oder überschrieben wurde. Dabei handelt es sich um eine oder mehrere Systemkennungen, die die Integrität der Trusted Storage-Datei im Zusammenhang mit dem System überprüfen. Auf verschiedenen Betriebssystemen werden unterschiedliche Anker verwendet, wobei sich einige Anker sehr viel schwieriger von einem Benutzer fälschen lassen als andere. Eine Trusted Storage-Lösung, die auf einer virtuellen Maschine ausgeführt wird, hat jedoch nur Zugriff auf die virtuellen Ankertypen, die sich sehr leicht zurücksetzen lassen. Dies wirkt sich auf die von der Trusted Storage-Lösung implementierten Testanker aus, mit dem Ergebnis, dass die Tests unendlich wiederholt werden können. Die Lösung für dieses Problem würde darin bestehen, die Informationen über die Anker auf dem physischen Host der virtuellen Maschine zuspeichern. Die Lizenzrechte, die in Trusted Storage verwahrt werden, werden an ein System gekoppelt, um zu verhindern, dass sie illegal auf ein anderes System übertragen werden. Dieser Vorgang wird als Bindung bezeichnet und die Systemeigenschaften, die für die Bindung verwendet werden, werden als Bindungsidentitäten bezeichnet. Das Problem, das mit virtuellen Maschinen in Bezug auf Bindungen besteht, ähnelt demjenigen, das sich mit der Lizenzierung auf der Basis von Lizenzdateien stellt: Die Bindungsidentitäten lassen sich zu leicht duplizieren, wenn eine virtuelle Maschine kopiert wird. Die Lösung für dieses Problem ist ebenfalls dieselbe: Statt der virtuellen sollten die physischen Bindungsidentitäten verwendet werden. Die Trusted Storage-Aktivierungstechnologie beruht darauf, dass ein Computer (mithilfe von UMN-Werten) bei der Durchführung von Transaktionen mit dem Aktivierungsserver (beispielsweise FlexNet Operations) eindeutig identifiziert wird. Dies ist erforderlich, damit der Aktivierungsserver im Falle einer Reparatur- oder einer Rückgabetransaktion gewährleisten kann, dass derselbe Computer, über den die Originallizenz aktiviert wurde, an diesen Transaktionen beteiligt ist. Mit Virtualisierungstechnologie ist es sehr einfach, mehrere Computer einzurichten, die identisch aussehen, und damit eine übermäßige Nutzung von Lizenzen zu verursachen. Die Lösung würde auch in diesem Fall wieder darin bestehen, ausschließlich physische Elemente in Verbindung mit virtuellen Maschinenidentitäten zur Identifikation von Computern zu verwenden. Berechtigungs- und Compliance-Verwaltung Die Durchsetzung von Lizenzen in Virtualisierungsumgebungen ist nur ein Bestandteil einer End-to-End-Lösung zur Berechtigungs- und Compliance-Verwaltung (ECM). Neben den vorgestellten Bedenken und Ansätzen zur Vermeidung einer übermäßigen Nutzung von Lizenzen müssen auch andere Erwägungen in Verbindung mit Aktivitäten im Lebenszyklus von Lizenzen berücksichtigt werden, die für die Gestaltung der Virtualisierungsrichtlinien eines Softwareherstellers von Bedeutung sein könnten. Beispielsweise könnte ein Softwarehersteller Daten zu 8 Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher

9 der Frage sammeln, wie viele seiner Produkte auf physischen und wie viele auf virtuellen Computern verwendet werden. Solche Daten wären äußerst wertvoll für bessere Einsichten in bestimmte Märkte und Kunden, damit diese Nutzungsmuster ausgewertet werden können, wenn neue Lizenzierungsmodelle für Virtualisierungsbereitstellungen in Erwägung gezogen werden. Die Informationen würden dem Softwarehersteller zudem helfen, eine ausreichende Schulung seines Supportpersonals im Umgang mit wirklichen Bereitstellungen bei Kunden zu gewährleisten. Solche Daten können auf einfache Weise erfasst werden, wenn der Lizenzaktivierungsserver (z. B. FlexNet Operations) den Plattformtyp, auf dem die Lizenzrechte angefordert werden, aktiv protokolliert. Auf Seiten des Lizenznutzers können die Plattformdaten über die von den Lizenzservern von FlexNet Publisher generierten Berichtprotokolldateien auf ähnliche Weise protokolliert werden. Diese Berichtprotokolldateien können anschließend mit FlexNet Manager analysiert werden, um die mit der virtuellen Plattform verbundenen Statistiken zu extrahieren. Sonstige Möglichkeiten Fortschrittliche Produktangebote von Virtualisierungsanbietern eröffnen viele Möglichkeiten, um die Zuverlässigkeit eines Lizenzservers zu gewährleisten. Beispielsweise können die von Virtualisierungsanbietern angebotenen Funktionen der hohen Verfügbarkeit/Fehlertoleranz gewährleisten, dass der Lizenzserver niemals heruntergefahren werden muss. Tatsächlich könnte der Bedarf für Redundanzlösungen mit drei Servern bei sachgerechter Nutzung ebenfalls vermieden werden. Bewährte Vorgehensweise für Softwarehersteller Flexera Software empfiehlt Softwareherstellern, bei ihren Richtlinien zunächst einen restriktiveren Ansatz im Hinblick auf die Ausführung des Lizenzservers in virtuellen Umgebungen einzuführen und die Richtlinie später von Fall zu Fall zu lockern. Der Lizenzserver kann ab FlexNet Publisher v11.7 auf einen physischen Computer eingeschränkt werden, ohne dass Änderungen an der Lizenzdatei vorgenommen werden müssen. Ab FlexNet Publisher v11.8 kann die neue Lizenzdateisyntax zusammen mit einem neuen Lizenzserver verwendet werden. Die neue Lizenzdateisyntax kann für Kunden zum Zeitpunkt der Lizenzverlängerung freigegeben werden, sodass die Dienste möglichst wenig gestört werden. Achtung: Falls der Lizenzserver eigens für die Ausführung auf virtuellen Maschinen gebaut und bereitgestellt wurde, kann diese Einstellung nicht rückgängig gemacht werden. Es wird daher empfohlen, den in diesem Abschnitt erläuterten Ansatz zu verwenden. Zusammenfassung Wie im vorliegenden Dokument eingangs erwähnt, wenden die meisten Softwarehersteller zunächst traditionelle Lizenzierungsmodelle auf virtuelle Umgebungen an. Langfristig erkennen die meisten die Herausforderungen, mit denen sich diese traditionellen Modelle konfrontiert sehen, wenn ihre Software auf einer virtuellen Maschine ausgeführt wird. Beispielsweise besteht eine der neuen im Hypervisor und Verwaltungstoolset von VMwares vsphere 4.0 verfügbaren Funktionen in der Fähigkeit, virtuelle CPUs (vcpus) dynamisch zuzuweisen. Diese Funktion wird die CPU-basierte Lizenzierung weiter durcheinanderbringen. Von Analytikern der Softwarebranche durchgeführte Untersuchungen belegen, dass sich der Trend in der Branche weg von hardwarebasierten Lizenzierungsmodellen hin zu nutzungsbasierten Modellen wie Abonnements und SaaS bewegt. 2 Wie im vorliegenden Dokument dargelegt, dient das grundlegende Nebenprodukt der Virtualisierungstechnologie zur Beseitigung traditioneller Hardware- Aufhänger und -Messungen, von denen Hersteller bisher zur Sicherung und Vermarktung ihrer Software abhingen. FlexNet Publisher bietet die Tools, die unsere Kunden benötigen, um Servervirtualisierung, die jetzt in Unternehmen eine so vorherrschende Rolle spielt, bereitwillig anzunehmen. Informationen zu FlexNet Publisher FlexNet Publisher ist Bestandteil der Lösung für Berechtigungs- und Compliance-Verwaltung von Flexera Software und ermöglicht Softwareund Hightech-Herstellern die Steigerung ihrer Umsätze und die Vereinfachung ihrer Kundenbeziehungen. Mit den flexiblen und doch robusten Lizenzierungsfunktionen von FlexNet Publisher können Software- und Hightech-Hersteller gegen Piraterie vorgehen und den Schutz ihres geistigen Eigentums gewährleisten. Zugleich können sie schnell und effizient auf neue und sich entwickelnde Märkte reagieren, indem sie neue Preisgestaltungsmodelle und vielseitige Produktkonfigurationen erstellen. Mit über 20 Jahren Erfahrung, seinem erwiesenen Erfolg, mehr als drei Millionen Kunden und bislang über FLEX-fähigen Anwendungen ist FlexNet Publisher heute der Branchenführer. FlexNet erhielt 2007 von der SIIA die Auszeichnung Bestes Softwareprodukt der Branche für Softwarehersteller ( Industry best software product for software producers ). Informationen zu Flexera Software Flexera Software ist der führende Anbieter strategischer Lösungen für die Verwaltung der Anwendungsnutzung. Diese Lösungen sorgen für fortwährende Compliance, optimierte Nutzung und maximale Wertschöpfung für Anwendungshersteller und ihre Kunden. Über Kunden vertrauen auf Flexera Software. Sie benötigen unsere umfassenden Lösungen bei der Installation und Lizenzierung, der Verwaltung von Berechtigungen und Compliance sowie im Hinblick auf die Anwendungsverfügbarkeit und die Lizenzoptimierung in Unternehmen. Dadurch können sie die Anwendungsnutzung strategisch verwalten und herausragende Ergebnisse erzielen, die nur mit unserem Ansatz auf Systemebene ermöglicht werden. Flexera Software ist ein Unternehmen in Privatbesitz und entstand durch eine Investition der Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo, LLC. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Weitere Informationen zu FlexNet Publisher und FlexNet Suite erhalten Sie unter: 2 Wie in der Zusammenfassung des IDC Going Hybrid with SaaS - Managing Perpetual and Subscription Businesses in the Same Chassis am 17. Juni 2009 mit Amy Konary dargestellt. Flexera Software: Whitepaper-Reihe über FlexNet Publisher 9

10 Flexera Software, Inc East Woodfield Road, Suite 400 Schaumburg, IL USA Schaumburg (Unternehmenshauptsitz): Großbritannien (Hauptsitz für Europa und den Nahen Osten): Japan (Hauptsitz für Asien und die Pazifikregion): Weitere Standorte finden Sie unter: Flexera Software, Inc. und/oder InstallShield Co. Inc. Alle anderen aufgeführten Marken- und Produktnamen können Marken und eingetragene Marken ihrer jeweiligen Eigentümer sein. FNP_WP_Virtualization2_July10

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