Breitbandausbau interkommunal und auf Landkreisebene

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1 Breitbandausbau interkommunal und auf Landkreisebene 2. GEO DATA Fibre Optic Day 18. Juli 2012 //Greuthalle Aalen, Hochschule Furtwangen

2 Statistiken und Prognosen: Wachstum in Deutschland Mobilfunk - Sehr starkes Wachstum (Faktor 7) - Web- und Video Dienste ursächlich (Faktor 5) - Geringes Wachstum im Sprachaufkommen Private Haushalte - Sehr starkes Wachstum bei Video Diensten (SDTV und HDTV) (Faktor 3) - Starkes Wachstum bei Austausch von Daten und Web-Diensten (Faktor 1,5) - Sprachaufkommen konstant Geschäftskunden - Starkes Wachstum im Datenaufkommen (Faktor 1,7) - Hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und Qualität 2 SDTV = Standard Definition Television HDTV = High Definition Television Quelle: Cisco VNI Forecast Widget, Juni 2011

3 Megatrends 2012: Das Jahr des Smart TV und Cloud Computing Fernsehen und Internet Mobil- und Festnetz Das Netz ist der Computer - Verschmelzen - Geräte und Netze - VoD Plattformen - E-Inclusion - Wohnen ohne TV? - Vereinheitlichen - WLAN, 3G,4G - Applets und Geräte - Qualitätsansprüche - Cloud Computing - Dropbox und Doodle - Vom Firmennetz zum virtuellen RZ - Deutsche Clouds Mnet München: Angebot 2012 Smart_x, Apps, und Videotelefon e_world und der Lebensmittelpunkt - Anwendungen statt PC Technik - Das Medium ist die Botschaft - Apps und die Cloud - Wo befindet sich der Lebensmittelpunkt? - Social Web Call of Duty und Kinect - Download ade 3

4 Köln, München, Stockholm, Tuningen Neue Dienste für Stadt und Land Ambient Care e_inclusion Transparenz Lebensqualität Wirtschaftskraft Marketing 4 Bildquellen: Pixelio

5 Was ist Internet? Die Stärken und Schwächen im Anwendungsbereich Technologie , Internet, Daten VoIP, Video Kommunikation Video on Demand/ SDTV Streaming, HDTV, 3D TV Glasfaser Kupfer Breitbandkabel Geschäftskunden Daten, Telnet, SSH, Cloud Computing Funk UMTS/ HSPA/LTE WiMax/WLAN Lizenzfrei / lizensiert / - Satellit / + 5

6 Wirtschaftlichkeit Der FTTH Ausbau im Ländlichen Raum erscheint nicht wirtschaftlich Dennoch: Viele Faktoren bestimmen die Wirtschaftlichkeit 1. Der monatliche Ertrag erscheint gering (z.b. 29,99) Aber: bleibt es dabei? 2. Wertschöpfungskette: Passiv Netztechnik - Dienste 3. Welchen Wert hat der Standortfaktor Breitbandversorgung für die Wettbewerbsfähigkeit der Gewerbebetriebe und für die Kommunen? 4. Wie wird der Einfluss auf die Grundstücks- und Immobilienwerte berücksichtigt? 5. Welche Rolle spielen die Entwicklungen im Mobilfunk? 6. Welche Rolle spielt der internationale Wettbewerb? 7. Netze-Ausbau - Evolution oder Revolution? 8. Ist die Nutzung vorhandener Infrastruktur möglich, gibt es Synergieeffekte mit geplanten Baumaßnahmen? 100% 50% 0% Verlegekosten und Wirtschaftlichkeit Heute Mittelfristig Ziel Zielsetzungen zur Kostenreduzierung um Profitabilität erreichen zu können 6

7 Wer gräbt verliert - Wie wird die Wirtschaftlichkeit von FTTH im Ländlichen Raum verbessert? Das 10-Punkteprogram für den FTTH Ausbau im Ländlichen Raum: 1. Reduktion der Verlegekosten durch Synergien und alternative Verlegetechniken 2. Erhöhung der Netzauslastung durch interkommunale Zusammenarbeit (Cluster) 3. Evolution statt Revolution (FTTC und Hybrid) 4. Kommunaler Aufbau passiver Netze 5. Bereitstellung offener Zugangspunkte 6. Kooperation mit den Betreibern 7. Einmalzahlungen der Endkunden (Baukostenzuschuss) 8. Staatliche Förderung 9. Differenzierte Endkundentarife 10. Höherwertige Dienste 7 Quelle: WIK Consult, Februar 2012

8 Vorhandene Glasfaser Infrastrukturen und Synergien Etablierte Betreiber Bahnstrecken Stromleitungen Wasserversorgung Sendemasten Baumaßnahmen Abwasserkanal Kommunale Netze 8 Bildquellen: Pixelio

9 Aspekte einer interkommunalen Planung 1. Erfassung der Versorgungssituation und Telekommunikation Infrastruktur 2. Marktanalyse 3. Interkommunale Netzkonzeption für die Ortsanbindung, -> Backbone-Netz, interkommunale Cluster -> Trassenplanung 4. Innerörtliche Netzkonzeption -> Anknüpfungspunkte, POP Standort, innerörtliche Cluster, Ortsteile -> Architektur, Dimensionierung, Verteilpunkte, Ausbauplanung 5. Synergien -> Baumaßnahmen, Leerrohre, EVU, Wasser/Abwasser, Bahn -> Zentrale Erfassung, Dokumentation und Pflege 6. Ausführung -> Bauverfahren, Genehmigungen, Kostenermittlung, Förderung 9

10 Das 10-Punkteprogramm für den Landkreis Das Projekt: Datenautobahn Schwarzwald-Baar Die Breitbandinitiative Baden-Württemberg hat sich das Ziel gesetzt, den flächendeckenden Ausbau der Glasfaser Infrastruktur für Breitbanddienste umzusetzen. Allerdings ist ein Neuausbau kostspielig und vor allem in ländlichen Regionen häufig nicht wirtschaftlich. Lokal vorhandene Infrastruktur, existierende Lösungen und geplanter Netzausbau sollen in eine überörtliche Netzplanung und flächendeckende Ausbaustrategie übergeführt werden (Masterplan für flächendeckendes Ausbaukonzept). Projektpartner waren das Landratsamt Schwarzwald-Baar, die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie die Hochschule Furtwangen. 10

11 Marktanalyse und Kundenpotenzial: Prioritäten in einer interkommunalen Planung Versorgungsgrad von Kommunen Potenzial von Gewerbegebieten in Abhängigkeit von Versorgungsgrad/Bedarf 11

12 Interkommunale Netzkonzeption Landkreisweit verfügbarer Netzzugang durch: 1. Übergreifende Netzkonzeption -> Landkreisebene 2. Nutzung landkreisweit vorhandener Infrastruktur (Versorger, Bahn, etc) 3. Synergien durch gemeinsame Zuführungen (Clusterbildung) 4. Kostenreduktion durch Gesamtplanung statt Einzelplanungen 5. Gemeinschaftliche Schaffung von Lückenschlüssen 6. Aufbau kommunaler Netzinfrastruktur 7. Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Attraktivität für Betreiber Vorhandene Infrastruktur (Schwarz) Lückenschlüsse (Rot) Beispiel: Schwarzwald-Baar-Kreis 12

13 Landkreisweite Erhebung und Dokumentation Erhebung der Infrastruktur durch das Landratsamt Dokumentation in Web-GIS System Direkte Abfragen bei den Kommunen Abfragen bei öffentlichen und privaten Eigentümern Fernzugriff auch für Kommunen möglich Nutzung für interkommunale Netzkonzeption Detaillierte Erhebung von Infrastruktur öffentlicher Eigentümer 13 Beispiel: Schwarzwald-Baar-Kreis

14 Kommunale Cluster und Ortsanbindung Erhöhung der Attraktivität für Betreiber: 1. Definition der Ausbauprioritäten (Marktanalyse) 2. Ermittlung kommunaler Cluster 3. Sondierungsgespräche mit potenziellen Betreibern 4. Festlegung der Zugangspunkte 5. Offener Zugang (mehrfach D50) 6. Ermittlung vorhandener Infrastruktur und Synergien 7. Trassenkonzept 8. Lückenschlüsse 9. Sofortausbau oder bedarfsorientierte Umsetzung Kommunale Cluster Beispiel: Cluster im Schwarzwald-Baar-Kreis 14

15 Beispiel: Gütenbach/Neukirch Gemeinsame Zuführungen, Synergien 1. Gemeinsamer Übergabepunkt am Hauptverteiler Weiter über 2. Gemeinsamer Zugangspunkt im Gewerbegebiet Ob der Eck Hin zu 3. Ortsverteiler/KVz der Kommunen mit mehrfach D50 Dabei einbeziehen 4. Anbindung von Funkmasten Gemeinsamer Zugangspunkt Verteilpunkte Ortsverteiler Anbindung Funkmasten Gemeinsamer Übergabepunkt Und schließlich: Bedarfsorientierte Umsetzung: - FTTC (VDSL 50 Mbit/s) bis Parallel dazu Leerrohr Mitverlegung - Umstieg auf FTTB bis

16 Ortsanbindung und örtliche Planung Ortsanbindung aus interkommunaler Planung Örtliche Ausbauplanung Gegenseitige Einflußnahme 16

17 Innerörtliche Netzkonzeption und Feinplanung Die innerörtliche Planung beinhaltet: Interkommunale Anbindungen (mindestens 2) Point of Presence (POP Standort) Innerörtliche Cluster Verteilpunkte und weitere Technikstandorte Trassenführung und Dimensionierung (Art und Menge an Rohrverbänden pro Straßenzug, Reserven) Synergien Konzept für Gebäudezugang Layer 4 Planung Dokumentation Cluster Verteilergebiete Planung von Faser- und Leerrohrkapazität POP Glasfaser Verteiler 17

18 Zusammenfassung: Die Meilensteine der Planung Versorgung und Markt Infrastrukturerhebung (Landkreis) Interkommunale Netzkonzeption (Landkreis) Innerörtliche/Cluster Netzplanung (Kommunen, Betreiber) Ausführung (Kommunen, Landkreis, Betreiber) 18

19 Zeitplan für eine landkreisweite Masterplanung Ausbauplanung Wohn- und Mischgebiete Priorität Mbps FTTC Ausbau FTTB Planung FTTB Ausbau (Leerrohre) FTTB Ausschreibung Priorität 2 > 25 Mbps FTTB Planung FTTB Ausbau (Leerrohre) FTTB Ausschreibung Ausbauplanung Gewerbegebiete 2020 Priorität 1 Rangliste FTTB Ausbau FTTB Ausschreibung 2013 Priorität 2 Rangliste FTTC Ausbau FTTB Planung FTTB Ausbau (Leerrohre) FTTB Ausschreibung Förderung Grundversorgung NGA-Ausbau 19

20 Hochschule Furtwangen Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 20

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