Lean ProLog - Planspiel zur ganzheitlichen und kooperativen Planung schlanker Produktion und Logistik

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1 Workshop Lean ProLog - Planspiel zur ganzheitlichen und kooperativen Planung schlanker Produktion und Logistik Dr.-Ing. Julia Boppert Dipl.-Wi.-Ing. Eva Klenk

2 Dr.-Ing. Julia Boppert Geschäftsführerin trilogiqa Prozesse. Wissen. Schulung Ganzheitliche Unternehmensberatung für Logistik Schlanke Prozessgestaltung Wissensmanagement Weiterbildung und Schulung Dipl.-Wi.-Ing. Eva Klenk Wissenschaftliche Mitarbeiterin Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik, TU München Forschungsprojekt LEAN:log Lösungen für Effizienzsteigerungen in automobilen Netzwerken durch Logistik trilogiqa

3 Zielkonflikte Produktions- und Logistikplanung Ziele der Produktionsplanung: Hohe Produktivität (geringer zeitlicher Aufwand pro Fahrzeug in der Produktion) Gute Arbeitsbedingungen für gesunde, motivierte Produktions-Mitarbeiter Hohe Produktqualität für zufriedene Endkunden Geringer Ressourcenbedarf (Produktions-Mitarbeiter, Produktions-Fläche, Produktions-Equipment etc.) Ziele der Logistikplanung: Hohe Produktivität (geringer zeitlicher Aufwand pro Fahrzeug in der Logistik) Gute Arbeitsbedingungen für gesunde, motivierte Logistik- Mitarbeiter Hohe Logistikqualität für zufriedene Endkunden Geringer Ressourcenbedarf (Logistik-Mitarbeiter, Logistik- Fläche, Logistik-Equipment etc.) Logistik- und Produktionsplaner verfolgen eigentlich gleiche Zielsetzungen, aber mit unterschiedlicher Ausrichtung trilogiqa

4 Zielkonflikte Produktions- und Logistikplanung Gleiche Aufgabenstellung Planen Sie den werksinternen Bereitstell- und Versorgungsprozess von der Wareneingangsfläche (Ware ist bereits vereinnahmt) bis die Ware am Takt zum Verbau bereit steht. unterschiedliche Ergebnisse. Aus Sicht der Produktionsplanung: Aus Sicht der Logistikplanung: Logistik Produktion Logistik Produktion trilogiqa

5 Zielsetzung Planspiel Lean ProLog Ganzheitliche und kooperative Planung schlanker Produktion und Logistik Verständnis der jeweiligen Aufgabe Logistik-/Produktionsplanung Gegenseitige Wertschätzung Vermittlung des Bedarfs nach gemeinsamer Planung Verbesserung der Kommunikation Ganzheitliches Denken Vermittlung schlanker Planungsprinzipien Jede Rolle (Produktions-/Logistikplaner) erhält im Vorfeld eine Rollenbeschreibung mit unterschiedlichen Informationen, Hintergründen spezifischen Zielvorgaben Jede Spielrunde besteht aus drei Phasen: Vorbereitung: Vermittlung von Theorie und Vorab-Informationen Spiel: Durchführung der Spielaufgaben Nachbereitung: Diskussion / Debriefing, Lernziele je Runde Mix aus Grundlagenvermittlung und Planspiel trilogiqa

6 Aufbau Planspiel Lean ProLog Sequenz 1: Planspiel Unabhängige Planung Logistik- und Produktionsplaner bearbeiten unabhängig voneinander eine Planungsaufgabe mit ihren jeweiligen Zielvorgaben. Learning: Sicht des Anderen verstehen, Bedarf nach gemeinsamer Planung erkennen Sequenz 2: Theorie Schlanke Prozessplanung Grundlagen schlanker Prozessplanung, Vermeidung von Verschwendung Ganzheitliche Sichtweise und Planung Sequenz 3: Planspiel Gemeinsame Planung Bestimmung eines gemeinsamen Ziel-Systems für die Planung Gemeinsame Definition von zwei alternativen Lösungswegen Ausplanung je einer Lösung in zwei gemischten Gruppen aus Logistik-, Produktionsplanern Learning: Gemeinsame Planung liefert bessere Ergebnisse trilogiqa

7 Was ist die Grundlage schlanker Prozesse? trilogiqa

8 Wertschöpfung und Verschwendung Jeder Prozess ist eine Zusammensetzung verschiedener Aktivitäten, die erforderlich sind, um ein spezifisches Produkt zu erzeugen. Dabei gibt es grundsätzlich drei Arten von Aktivitäten: Wertschöpfende Arbeit Arbeiten, die Mehrwert schaffen z.b. Bestücken, Verschrauben, Schweißen, Pressen, Lackieren,... Verschwendung, die sofort eliminiert werden kann z.b. Stapeln von Teilen, Verpackungsmaterial entfernen, Wege, Umgreifen,... Arbeiten, die Verschwendung sind, aber durchgeführt werden müssen z.b. Bezetteln, Reinigen, Niederhalten von Schaltern, Handbetrieb,... Verschwendung, die auf Anlagen/ Maschinen zurückzuführen ist z.b. Zu lange Zuführwege, überdimensionierte Maschinen,... Was also ist Wertschöpfung und was ist Verschwendung? Ganzheitlichkeit trilogiqa

9 Die sieben Arten der Verschwendung 7 wastes 1. Über- oder Unterlieferung: Dem Kunden wird die falsche Menge geliefert. 2. Zu hohe Bestände: Das Produkt ist zum falschen Zeitpunkt in der falschen Menge vorhanden. 3. Fehler: Falsche Qualität, falscher Ort, falsches Produkt. 4. Wartezeiten: Der Logistikmitarbeiter oder Kunde muss auf das Produkt warten, die DLZ wird länger. 5. Mangelhafte Organisation des Prozesses: Unnötige Prozessschritte oder ineffiziente Prozesse. Auch die Herstellung von Produkten mit zu hoher Qualität ist Verschwendung! 6. Unnötige Bewegungen und Handlingschritte 7. Unnötige/ zu lange Transportwege Ware wird über große Entfernungen transportiert. Quelle: LEAN:log trilogiqa

10 7 wastes Memory Ziel: Spielerisch Verschwendung erkennen und Lösungen finden! Spielregeln: 1. Der Spielleiter zieht eine Verschwendungs-Problem-Karte. 2. Finde eine dazu passende Lösung und drück den Buzzer. Erkläre deinen Mitspielern, wo das dargestellte Problem liegt und warum deine Lösung eine gute Lösung ist. 3. Prüfe, ob du richtig liegst (Karten umdrehen und vergleichen). Ja? Glückwunsch! Du darfst die Karten behalten. Nein? Schade. Du hast etwas gelernt, die nächste Karte wird aufgedeckt. 4. Der Spieler mit den meisten Karten gewinnt das Spiel. Quelle: LEAN:log trilogiqa

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