Bedingungen für die kontobezogene Nutzung des Online-Banking mit elektronischer Signatur (DFÜ-Banking-Bedingungen)

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1 Bedingungen für die kontobezogene Nutzung des Online-Banking mit elektronischer Signatur (DFÜ-Banking-Bedingungen) I. Leistungsumfang und Nutzungsberechtigung 1. Die Bankhaus Werhahn KG (nachfolgend als Bank bezeichnet) steht ihrem Kunden für die Datenübertragung auf elektronischem Wege Datenfernübertragung (DFÜ) zur Verfügung. Die Bank gibt dem Kunden die Dienstleistungsarten bekannt, die er im Rahmen der DFÜ nutzen kann. Sofern die Bank für Verfügungen mittels DFÜ eine Betragsbegrenzung im System vorsieht, informiert sie ihn hierüber. 2. Zur Abwicklung von Bankgeschäften verwenden der Kunde und etwaige Bevollmächtigte (nachfolgend einheitlich als Nutzer bezeichnet) jeweils individuelle RSA-Signaturkarten mit elektronischer Unterschrift (nachfolgend EU ) zur Identifikation und Legitimation gegenüber der Bank. 3. Soweit die in der DFÜ-Banking-Vereinbarung bzw. in Änderungsaufträgen genannten Nutzer zur Legitimation von Zahlungsverkehr mittels EU berechtigt sein sollen und bisher noch keine entsprechende Zeichnungsberechtigung oder eine Bankvollmacht für das/die vorgesehene/n Konto/en besitzen, muss der Kunde dem Nutzer eine gesonderte Bankvollmacht bzw. Kontovollmacht im DFÜ-Verfahren erteilen. Diese Nutzer dürfen am DFÜ-Verfahren erst teilnehmen, wenn ihre Identität in einer den Vorschriften der Abgabenordnung bzw. des Geldwäschegesetzes entsprechenden Form geprüft worden ist und der Bank schriftliche Vollmachtsurkunden bzw. Bevollmächtigungen im Rahmen der DFÜ-Banking-Vereinbarung vorliegen. 4. Der Kunde erkennt diese Bedingungen auch für die zukünftig in die Datenfernübertragung eingebundenen Konten und ihre Nutzer an. Eine Änderung der Funktionen und Leistungsarten teilt die Bank dem Kunden schriftlich mit. II. Allgemeine Verfahrensbestimmungen 1. Der Nutzer ist verpflichtet, die mit der Bank vereinbarten Übertragungs- und Sicherungsverfahren einzusetzen sowie die vereinbarten Schnittstellen zu beachten; Näheres regelt Anlage 1. Die dazu erforderlichen Gerätschaften (Kartenlesegerät; RSA-Signaturkarte) und Bankparameter werden dem Nutzer gesondert mitgeteilt bzw. übergeben. 2. Die Datensätze des Nutzers müssen in Satz- und Dateiaufbau den Angaben gemäß Anlage 2 entsprechen. 3. Vor der Übertragung von Datensätzen an die Bank ist eine Aufzeichnung der zu übertragenden Datei mit deren vollständigen Inhalt sowie der zur Prüfung der Legitimation übermittelnden Daten zu erstellen. Diese ist von den Kunden mindestens für einen Zeitraum von 15 Kalendertagen bei Inlandszahlungsverkehr und 30 Kalendertagen bei Auslandszahlungsverkehr in der Form nachweisbar zu halten, dass die Dateien auf Anforderung der Bank kurzfristig erneut zur Verfügung gestellt werden kann, sofern nichts Abweichendes vereinbart wird. Die Frist beginnt mit der Übermittelung der Dateien an die Bank. 4. Außerdem hat der Nutzer für jede logische Datei ein maschinelles Protokoll, das inhaltlich den Bestimmungen der Anlage 3 entspricht, zu seinen Unterlagen zu nehmen und auf Anforderung der Bank zur Verfügung zu stellen. 5. Soweit die Bank dem Nutzer Daten über Zahlungsvorgänge zur Verfügung stellt, die noch nicht endgültig bearbeitet sind, stellen diese lediglich eine unverbindliche Information dar. Die Daten sind jeweils besonders gekennzeichnet. III. Legitimationsverfahren/Geheimhaltung 1. Der Nutzer ist verpflichtet, die mit der Bank vereinbarten Sicherungsmaßnahmen gemäß Anlage 1 durchzuführen. Das Initialpasswort start ermöglicht es dem Nutzer, sein persönliches Passwort zu erstellen und per DFÜ an die Bank zu übermitteln. 2. Eine Nutzung der DFÜ setzt die Nutzung einer RSA-Signaturkarte (Identifikations- und Legitimationsmedium gegenüber der Bank) und des dazugehörigen Passwortes voraus. Der Nutzer DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 1 von 3

2 hat dafür Sorge zu tragen, dass kein Dritter in den Besitz der Identifikations- und Legitimationsmedien kommt sowie Kenntnis von dem zu deren Schutz dienenden Passwort erhält. Denn jede Person, die im Besitz dieser Medien oder eines entsprechenden Duplikates ist und das Passwort kennt, kann kundenbezogene Informationen abrufen und/oder zu Lasten des Kundenkontos Aufträge erteilen. Insbesondere Folgendes ist zur Geheimhaltung der Identifikations- und Legitimationsmedien zu beachten: Die den Nutzer identifizierenden Daten dürfen nicht außerhalb der Sicherheitsmedien, z.b. auf der Festplatte des Rechners, gespeichert werden; die Identifikations- und Legitimationsmedien sind nach Beendigung der DFÜ-Nutzung aus dem Lesegerät zu entnehmen und sicher zu verwahren; das zum Schutz der Identifikations- und Legitimationsmedien dienende Passwort darf nicht notiert oder elektronisch abgespeichert werden; bei Eingabe des Passwortes ist sicherzustellen, dass Dritte dieses nicht ausspähen können. 3. Sofern sich die Verfügungsberechtigung einzelner Nutzer ändert oder wegfällt, ist der Kunde verpflichtet, die Bank hierüber unverzüglich schriftlich zu informieren. IV. Zugangssperre 1. Bei Verlust von Identifikations- und Legitimationsmedien sowie bei Verdacht ihrer missbräuchlichen Nutzung hat der Nutzer den DFÜ-Zugang zum Konto/Depot unverzüglich durch die Bank sperren zu lassen. 2. Hat der Kunde seiner Bank die Sperrnachricht übermittelt, haftet diese ab dem Zugang der Sperrnachricht für alle Schäden, die aus ihrer Nichtbeachtung entstehen. 3. Werden drei Mal hintereinander ein Passwort falsch eingegeben oder Aufträge mit falscher elektronischer Signatur an die Bank übermittelt, so sperrt die Bank den DFÜ-Zugang zum Konto/Depot. Eine Entsperrung kann nur durch die Bank erfolgen. V. Behandlung der vom Kunden übermittelten Daten durch die Bank 1. Die der Bank im DFÜ Verfahren erteilten Aufträge werden im Rahmen des banküblichen Arbeitsablaufs bearbeitet. Das Datum der Entgegennahme von Datensätzen enthält nicht die Zusage eines Ausführungstermins. 2. Die Bank prüft die Legitimation des Absenders sowie die Übereinstimmung der Auftragsdatensätze mit den Bestimmungen gemäß Anlage Ergibt die Legitimationsprüfung Unstimmigkeiten, wird die Bank die betreffende Datei nicht bearbeiten und dem betreffenden Nutzer hierüber unverzüglich eine Information zur Verfügung stellen. 4. Ergeben sich bei den von der Bank durchgeführten Prüfungen der Datensätze nach Absatz 2 Fehler, so wird die Bank die fehlerhaften Datensätze mit ihrem vollständigen Inhalt nachweisen und sie dem Nutzer unverzüglich mitteilen. Die Bank ist berechtigt, die fehlerhaften Daten von der weiteren Bearbeitung auszuschließen, wenn die ordnungsgemäße Ausführung des Auftrags nicht sichergestellt werden kann. VI. Drittinstitute Sofern Drittinstitute (i.d.r. Banken im Ausland) am DFÜ Verfahren beteiligt sind, wird der Kunde mit diesen jeweils gesonderte Vereinbarungen über Art und Umfang des Auftragsverhältnisses treffen. VII. Haftung 1. Die Bank haftet für die Erfüllung ihrer Verpflichtung aus der DFÜ-Banking-Vereinbarung. Hat der Kunde durch schuldhaftes Verhalten, insbesondere durch eine Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, zur Entstehung eines Schadens beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in welchem Umfang die Bank und der Kunde den Schaden zu tragen haben. DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 2 von 3

3 2. Der Kunde ist im Verhältnis zur Bank oder zu Drittinstituten für alle Schäden und Nachteile verantwortlich, die dadurch entstehen, dass die von ihm übermittelten Auftragsdatensätze oder die von ihm angegebenen Daten sich nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden bzw. unrichtig oder unvollständig sind. 3. Die Bank haftet nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit der von anderen Bankverbindungen des Kunden gelieferten und von ihr für den Abruf durch den Kunden bereitgestellten Kontoauszugsdaten. 4. Die Bank haftet nicht für die ordnungsgemäße Verarbeitung abgerufener Daten durch das vom Kunden eingesetzte EDV-Programm, es sei denn, es handelt sich um eine von der Bank zur Verfügung gestellte Software. In diesem Fall haftet die Bank für alle durch die Software verursachten Schäden nach folgender Maßgabe: (a) Die Bankhaus Werhahn KG haftet unabhängig vom Rechtsgrund nur für Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden. Dies gilt nicht für Schäden, die durch eine von der Bankhaus Werhahn KG zu vertretende schuldhafte Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht in einer das Erreichen des Vertragszwecks gefährdenden Weise verursacht wurden, für Verletzungen von Leben, Körper und Gesundheit und für Schäden, die auf dem Fehlen zugesicherter Eigenschaften beruhen. (b) Die Haftung ist in jedem Fall auf den vertragstypischen Schaden begrenzt, mit dessen Entstehen die Bankhaus Werhahn KG bei Vertragsabschluss aufgrund der ihr zu diesem Zeitpunkt bekannten Umstände rechnen musste. Im Falle leichter und mittlerer Fahrlässigkeit ist die Haftung zusätzlich auf den Betrag von EUR begrenzt. (c) Für den Verlust von Daten und deren Wiederherstellung haftet die Bankhaus Werhahn KG nach Maßgabe von Absatz 1 nur dann, wenn ein solcher Verlust durch angemessene Datensicherungsmaßnahmen seitens des Kunden nicht vermeidbar gewesen wäre. (d) Die Bankhaus Werhahn KG haftet nicht für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden und Folgeschäden. (e) Die Haftungsbeschränkungen gemäß (a) bis (d) gelten sinngemäß auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen, Mitarbeiter und Beauftragten der Bankhaus Werhahn KG. VIII. Rückruf von Aufträgen Der Rückruf von Aufträgen ist ausgeschlossen, sobald die Bank mit der Bearbeitung begonnen hat. Rückrufe einzelner Aufträge oder einer gesamten Datei können nur außerhalb des DFÜ-Verfahrens gegenüber der Bank vorgenommen werden, es sei denn, die Bank sieht eine solche Möglichkeit innerhalb des Verfahrens ausdrücklich vor. Berichtigungen sind nur durch einen Rückruf und erneute Auftragserteilung möglich. Die Bank kann einen Rückruf oder eine Berichtigung nur beachten, wenn ihr die Nachricht so rechtzeitig zugeht, dass ihre Berücksichtigung im Rahmen des ordnungsgemäßen Arbeitsablaufs möglich ist. IX. Schlussbestimmungen 1. Die in diesen Bedingungen erwähnten Anlagen sind Bestandteil der mit dem Kunden geschlossenen Vereinbarung. 2. Ergänzend gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank, die in den Geschäftsräumen der Bank eingesehen werden können und auf Wunsch zugesandt werden. 3. Auf die Geschäftsbeziehung zwischen dem Kunden und der Bank findet deutsches Recht Anwendung, es sei denn, dieses verweist auf eine ausländische Rechtsordnung. 4. Sollte einzelne Bestimmungen dieser Bedingung unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleiben die übrigen wirksam. Eine durch Unwirksamkeit oder Undurchführbarkeit entstehende Lücke ist von den Parteien entsprechend dem Sinn und Zweck der Bedingung auszufüllen. DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 3 von 3

4 Anlage 1: Sicherungs- und Übertragungsverfahren, Sicherungsmaßnahmen, Legitimationsverfahren und Zugangssperre 1. Sicherungs- und Übertragungsverfahren Bei der Datenübertragung zwischen Nutzer (Kontoinhaber und etwaigen Bevollmächtigten) und der Bank sind die für das deutsche Kreditgewerbe geltenden Schnittstellen für Datenübertragung, Sicherheit sowie Datenformate auf Anwendungsebene einzuhalten. Die Dokumentation dieser Schnittstelle ist bei der Bank erhältlich. Es werden das Übertragungsprotokoll FTAM und das Sicherungsverfahren der Elektronischen Unterschrift (EU) verwendet. Mit dem vom Nutzer verwendeten Programm können verschiedene Nachrichten (z.b. Aufträge für den Inlands- und Auslandszahlungsverkehr, aber auch für Initialisierung, den Protokollabruf und die Abholung von Konto- und Umsatzinformationen etc.) erstellt werden. Die Bank teilt dem Kontoinhaber mit, welche Nachrichtenarten genutzt werden können und welche mit Elektronischer Unterschrift zu übermitteln sind. Der Kontoinhaber kann mit der Bank vereinbaren, ob eine EU-pflichtige Nachricht eine oder mehrere Elektronische Unterschriften tragen muss. Im Rahmen des Elektronischen Unterschriftsverfahrens wird mit einem Schlüsselpaar gearbeitet, das jeder Nutzer für sich selbst generiert. Das Schlüsselpaar besteht aus einem Private Key und einem Public Key. Der Private Key dient der Erzeugung der Elektronischen Unterschrift und damit zur Autorisierung von Aufträgen des Kontoinhabers gegenüber der Bank durch den jeweiligen Nutzer. Der Private Key verbleibt beim Nutzer und ist sicher vor Zugriff Unbefugter aufzubewahren. Der Public Key dient der Prüfung der Elektronischen Unterschrift auf Seiten der Bank. Identische Keys können auch für die Kommunikation mit anderen Banken eingesetzt werden. 2. Legitimationsverfahren 2.1 Initialisierung Die Bank teilt dem Kontoinhaber die zur Aufnahme einer Verbindung über Datenfernübertragung (DFÜ) erforderlichen Daten mit. Dabei handelt es sich um: Kunden-ID Hostname Datex-P NUA oder ISDN-NUA Host-Typ User-ID Erstes DFÜ-Passwort Der Kontoinhaber erstellt mit diesen Angaben eine Bankparameterdatei für die Bank, sofern ihm diese nicht durch seine Bank zur Verfügung gestellt wird. Der Kontoinhaber definiert pro Auftragsart die erforderliche Mindestanzahl von Elektronischen Unterschriften. Jeder Nutzer mit entsprechender Berechtigung generiert sein Schlüsselpaar für die Leistung der Elektronischen Unterschrift. Bei der Erzeugung des Schlüsselpaares definiert jeder Nutzer ein EU-Passwort, das den Zugriff auf den Private Key (z.b. auf Diskette oder Chipkarte) absichert. Jeder Nutzer führt in seinem Programm eine Funktion zur Änderung des DFÜ-Passwortes (»PWA«) aus. Mit der Auftragsart»INI«bzw.»PUB«übermittelt der Nutzer per DFÜ eine Datei mit dem geänderten DFÜ-Passwort und dem Public Key seines Schlüsselpaares in die Bank. Das vom Nutzer verwendete Programm erstellt ein Initialisierungsprotokoll, das u.a. den Public Key des Nutzers enthält. Der Nutzer unterschreibt dieses Protokoll mit seiner händischen Unterschrift und sendet das unterschriebene Initialisierungsprotokoll an die Bank. DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 1 von 3

5 Die Bank prüft die händische Unterschrift auf dem Initialisierungsprotokoll sowie die Übereinstimmung zwischen dem über Leitung und dem schriftlich übermittelten Public Key des Nutzers. Bei positivem Prüfergebnis schaltet die Bank den betreffenden Nutzer für die vereinbarten Auftragsarten frei. Zur Änderung seines Schlüsselpaares führt der Nutzer die nachstehenden Schritte durch: Erzeugung eines neuen Schlüsselpaares. Übermittlung des Public Keys dieses Schlüsselpaares an die Bank unter Verwendung der Auftragsart»PUB«. Händisches Unterschreiben des von seinem Programm neu erstellten Initialisierungsprotokolls. Übermittlung dieses unterschriebenen Initialisierungsprotokolls an die Bank. Bei der Schlüsseländerung sind die unter Nummer 4 genannten Hinweise zu beachten. 2.2 Abfrage von Informationen bei der Bank Für die Abfrage von Informationen bei der Bank sind die gewünschten Abholaufträge zu erstellen und an die Bank zu übermitteln. Hierzu ist das entsprechende DFÜ-Passwort des Nutzers einzugeben. 2.3 Auftragserteilung an die Bank Der Nutzer überprüft die mit EU zu unterschreibenden Dateien auf Richtigkeit. Der Nutzer erzeugt eine Elektronische Unterschrift mit Hilfe seines Speichermediums (z.b. Diskette oder Chipkarte), das seinen Private Key enthält, und seines EU-Passworts. Zu jeder Datei mit Aufträgen werden entsprechend der Vereinbarung mit der Bank eine oder mehrere Elektronische Unterschriften erzeugt. Aufträge und zugehörige Elektronische Unterschrift(en) befinden sich in je einer Datei, die gemeinsam oder getrennt an die Bank übertragen werden können. Der Nutzer gibt zur Übertragung der Dateien sein DFÜ-Passwort ein. Die Aufträge sind gegenüber der Bank erst dann erteilt, wenn zusätzlich zur Datei mit den Auftragsdaten (z.b. Zahlungsverkehrsauftrag) auch eine entsprechende Unterschriftdatei - ggf. zu einem von der Übermittlung der Auftragsdatei abweichenden Zeitpunkt - übertragen wurde. 3. Legitimationsprüfung Eine empfangene Auftragsdatei wird durch die Bank erst dann ausgeführt, wenn die erforderliche Anzahl von Elektronischen Unterschriften eingegangen ist und mit den jeweiligen Public Keys der entsprechenden Nutzer mit positivem Ergebnis geprüft wurde. Die Bank stellt das Ergebnis der Legitimationsprüfung im Kundenprotokoll bereit. Je Aktion auf Seiten der Bank sind in dieser Datei u.a. Datum und Uhrzeit, Art der Aktion, Auftragsart, User-ID, Auftragsnummer, Ergebnis der Aktion, Dateiname auf dem Kundensystem sowie Angaben zur Auftragsdatei enthalten. Durch Abruf der Protokolldatei kann sich der Nutzer über das Ergebnis der auf seiten der Bank durchgeführten Prüfungen informieren. Hierzu sendet er einen Auftrag mit der Auftragsart»PTK«(Abholen Protokolldatei) an das Institut. 4. Schlüsseländerungen und Sperrmöglichkeiten 4.1 Schlüsseländerungen Der Nutzer kann per DFÜ durch Übermittlung eines neuen Public Keys (Auftragsart»PUB«) sein bisheriges Schlüsselpaar sperren. Das neue Schlüsselpaar wird erst nach Eingang des hierzu erstellten entsprechenden Initialisierungsprotokolls (Ini-Briefs) bei der Bank freigeschaltet. Jede Übermittlung eines Public Keys (auch des der Bank schon bekannten) führt aus Sicherheitsgründen solange zur Sperrung aller Aufträge, die der Elektronischen Unterschrift bedürfen, bis das zugehörige händisch unterschriebene DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 2 von 3

6 Initialisierungsprotokoll der Bank vorliegt und der neue Public Key nach Prüfung von der Bank zur Nutzung freigeschaltet wurde. Für den dazwischen liegenden Zeitraum, der unter Einschluss der Postlaufzeit durchaus mehrere Tage betragen kann, ist daher bei Bedarf mit der Bank ein anderes Sicherungsverfahren für die Auftragslegitimierung (Ersatzverfahren) zu vereinbaren. Die durch die Übermittlung des neuen Public Keys veranlasste Sperrung aller der Elektronischen Unterschrift bedürfenden Aufträge wirkt sich auch auf die Aufträge aus, die noch unter Verwendung des alten Public Key legitimiert wurden, für die die Prüfung der Elektronischen Unterschrift bankseitig noch nicht abgeschlossen wurde oder die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht an die Bank übermittelt wurden. Um eine ungewollte Nichtausführung der bereits an die Bank übermittelten Aufträge zu vermeiden, ist durch Abholung des von der Bank bereitgestellten Kundenprotokolls der Ausführungsstatus dieser Aufträge zu überprüfen. Aufträge, zu denen die EU-Prüfung bankseitig erst nach der DFÜ-Übermittlung des neuen Public Keys durchgeführt wurde, erhalten in diesem Kundenprotokoll den Eintrag»Unterschrift ist falsch«und werden daher nicht ausgeführt. Diese Aufträge sind daher - sofern deren Ausführung gewünscht wird - komplett neu zu erteilen. Nach bankseitiger Freischaltung des neuen Public Keys sind Aufträge, die noch nicht an die Bank übertragen wurden, mit dem neuen EU-Schlüsselpaar neu zu legitimieren und der Bank zu übermitteln. 4.2 Sperrung des gesamten Zuganges per DFÜ Durch Senden einer Nachricht mit der Auftragsart»SPR«(Sperrung der Zugangsberechtigung) kann der Nutzer den Zugang insgesamt, d.h. auch die Zugangsberechtigung der anderen Nutzer, sperren. Nach einer Sperre können bis zur Neuinitialisierung mit einem neuen Schlüssel keine Aufträge per DFÜ mehr erteilt werden. Es muss hierzu der unter Nummer 2.1 genannte Initialisierungsprozess vollständig wiederholt werden. 4.3 Sperrmöglichkeiten außerhalb der DFÜ Der Kontoinhaber kann außerhalb der DFÜ mit seiner Bank die vollständige oder teilweise (z.b. einzelne Nachrichtenarten, einzelne Schlüsselpaare, Elektronische Unterschrift generell) Sperrung der Nutzungsmöglichkeiten für die DFÜ vereinbaren. DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 3 von 3

7 Anlage 2: Datenformate (Satz- und Dateiaufbau, Spezifikationen) 2.1 Inlandszahlungsverkehr Aufbau und Spezifikationen der Datei im Diskettenformat (ASCII Format; ungepackt) Aufbau und Spezifikationen der Datei im Magnetbandformat (EBCDI-Code, gepacktes Format) Erläuterungen zu Feld 7 a und 7 b des Datensatzes C Kontrollmaßnahmen (Plausibilitäts- und Feldinhaltsprüfungen) Aufbau und Erläuterungen der Datensätze A, C und E bei electronic cash-anwendungen Aufbau und Erläuterungen der Datensätze A, C und E bei Maestro-Anwendungen Aufbau und Erläuterungen der Datensätze A, C und E bei POS-Anwendungen 2.2 Auslandszahlungsverkehr Dateispezifikationen Aufbau und Erläuterungen der Datensätze Q, T, U, V, W und Z Schlüssel zur Kennzeichnung der Zahlungsart Weisungsschlüssel 2.2.4a Erläuterungen zu beleglos erteilten Zahlungsaufträgen im Außenwirtschaftsverkehr ISO-Währungscodes Länderverzeichnis 2.3 Tagesauszugsinformationen MT940: Kontoauszugsdaten Für alle SWIFT-Formate gilt - soweit nichts anderes bestimmt - der SWIFT Zeichencode. (Der Text zu dieser Anlage wurde hier nicht übernommen) DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 1 von 1

8 Anlage 3: Maschinelles Protokoll zur Übertragung von Dateien 1. Maschinelles Protokoll zur Übertragung von Dateien mit Inlandszahlungsaufträgen (Mindestangaben) Listenkopf Überschrift: DTAUS-Übertragung Kurzprotokoll Dateiname: Inhalt Sammel-Überweisung/Einziehungsauftrag Benutzername: Datum: Uhrzeit: ggf. Ausführungsdatum: Anzahl der Datensätze C (Stückzahl): 1 Summe Euro der Datensätze C:' Kontrollsumme/Konto-Nr. (der Begünstigten/Zahlungspflichtigen): 1 Kontrollsumme/BLZ (der Banken der Begünstigten/Zahlstellen): 1 BLZ/Konto-Nr. des Dateiabsenders: BLZ/Name des Dateiempfängers: 2. Maschinelles Protokoll zur Übertragung von Dateien mit Auslandszahlungsaufträgen (Mindestangaben) Listenkopf Überschrift: DTAZV-Übertragung Kurzprotokoll Dateiname: Inhalt Sammelauftrag für Auslandszahlungen Benutzername: Teilnehmernummer: AWV-Meldung durch Bank: AWV-Meldung durch Auftraggeber: Erstellungsdatum: Uhrzeit: Erster Ausführungstermin: Anzahl der Datensätze T (Kontrollsumme aus Feld Z 4): Summe der Beträge über alle Währungen der Datensätze T (Kontrollsumme aus Feld Z 3): Auftragswährung: (Angabe im ISO-Code; bei Euro-Gegenwertzahlungen (Feld T19 = 91) ist die Auftragswährung EUR anzugeben) 1 Die Reihenfolge der Angaben ist einzuhalten. DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 1 von 2

9 Betragssumme: (Summe der Auftragsbeträge einer Währung zu Lasten der für die Belastung des Auftragswertes jeweils angegebenen Kontonummer, nur Vorkommastellen) Kontonummer: (für Belastung des Auftragswertes) Kontowährung: (Währung des zu belastenden Kontos, Angabe im ISO-Code) Ausführungstermin: (nur erforderlich, sofern unterschiedliche Ausführungstermine angegeben sind) zu zahlende Währung: (nur bei Euro-Gegenwertzahlungen) 3. Maschinelles Protokoll zur Übertragung von POS-Dateien (Mindestangaben) (electronic cash-/ Maestro-/POZ-Anwendungen) Zahlungsverkehr (Übertragungsart) (Zahlungssystemname) Terminalnummer: Datum/Uhrzeit: Zahlungsverkehrsdatei: Händlerinstitut: Bankleitzahl: Kontonummer: POS-Zahlungen Anzahl: 1 ggf. Betragssumme, Euro: 1 Summe der Kontonummern: 1 Summe der Bankleitzahlen: 1 (evtl. Name Sicherungsdatei) -»On line«oder»off line«- Anzahl DTA- Sätze Typ C 1 Die Reihenfolge der Angaben ist einzuhalten. DFÜ-Banking-Bedingungen_2.0.doc Seite 2 von 2

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