Bachelorarbeitsthemen

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1 Bachelorarbeitsthemen Versorgungsmanagement: Anreizwirkung verschiedener Vertragsformen auf Ärzte Während Ärzte in der ambulanten Versorgung traditionell als Selbständige tätig sind, nimmt in den letzten Jahren die Anzahl der Ärzte, die in einem Angestelltenverhältnis in Medizinischen Versorgungszentren beschäftigt sind und ambulante Leistungen anbieten, zu. Am Beispiel der ambulant tätigen Ärzte soll die Eignung der beiden Vertragsarten sowie die von ihnen ausgehenden Anreize analysiert werden. Hromadka W, Maschmann F : Arbeitsrecht Band Auflage. Berlin/Heidelberg: Springer Verlag. S H Kirchner, M Schroeter, M Flesch (2012): Personalakquise Im Krankenhaus: Ärzte Gewinnen, Binden, Entwickeln. Berlin/Heidelberg/New York: Springer Verlag, S Pay-For-Performance in der ambulanten Versorgung in England Als Gegenstück zu einer Vergütung der Leistungsmenge, steht das Pay-For-Performance (P4P) Konzept für die Idee einer variablen und qualitätsorientierten Vergütung im Gesundheitswesen. Das derzeit umfangreichste europäische Referenzprojekt wurde 2004 in Großbritannien mit dem Ziel, die hausärztliche Qualität mithilfe finanzieller Anreize zu verbessern, eingeführt. Trotz der freiwilligen Teilnahme, sind 99,8 Prozent der britischen Praxen in das Programm eingebunden und erzielen derzeit im Schnitt 25 Prozent ihres Einkommens in Abhängigkeit von der Erfüllung von festgelegten Qualitätsindikatoren. Ziel der Arbeit ist es herauszustellen, welche Grundlagen für die erfolgreiche Umsetzung und Kontrolle von P4P notwendig sind. Wie können die Qualität und die Behandlungsresultate in der Medizin zielführend operationalisiert und gemessen werden? Welche Anreize/Fehlanreize setzt ein solches P4P-System? Welche konkreten Erfahrungen gibt es mit der Umsetzung von P4P in England seit 2004? Wie können diese auf Deutschland übertragen werden? Campbell S, Reeves D, Kontopantelis E, Middleton E, Sibbald B, Roland M 2007: Quality of primary care in England with the introduction of pay for performance. In: New England Journal of Medicine 357(2), S Gerdes N, Funke U-N, Schüwer U, Kunze H, Walle E, Kleinfeld A, et al. (2009): Ergebnisorientierte Vergütung der Rehabilitation nach Schlaganfall Entwicklungsschritte eines Modellprojekts In: Die Rehabilitation 48(04), S

2 Bonusprogramme zur Verhaltenssteuerung in der Gesetzlichen Krankenversicherung Mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2004 wurde durch die Einführung des 65a SBG V Krankenversicherungen die Möglichkeit geschaffen, Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten anzubieten. Krankenversicherungen können dieses Instrument nutzen, um Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerb herzustellen und durch eine Verhaltensänderung teilnehmender Versicherter die Ausgaben zu reduzieren. Im Rahmen der Arbeit soll anhand des aktuellen Stands in der Literatur untersucht werden, ob Bonusprogramme zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens zu Einsparungen für die Krankenversicherungen führen und Anreize zu gesundheitsförderndem Verhalten setzen. Friedrichs M, Friedel H, Bödeker W (2009): Teilnehmerstruktur und Ökonomischer Nutzen präventiver Bonusprogramme in der betrieblichen Krankenversicherung. Das Gesundheitswesen, 71(10): S Stock S, Stollenwerk B, Klever-Deichert G, et al (2008): Preliminary analysis of short term financial implications of a prevention bonus program: First results from the German statutory health insurance. International Journal of Public Health, 53(2): S Personal: Einfluss der Teamzusammensetzung auf die Produktivität im Krankenhaus Die Behandlung und Versorgung von Patienten erfordert die integrative Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenpflegern und anderer Professionen im Gesundheitsbereich. Der Erfolg solcher interprofessionellen Teamarbeit wird nicht nur durch das Fachwissen der Teammitglieder, sondern auch durch deren Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen hinsichtlich der Zusammenarbeit im Team beeinflusst. Die Zusammensetzung von Teams wird dabei als Merkmal der Teamdiversität verstanden, die als wichtiger Einflussfaktor auf die Patientenversorgung gesehen werden kann. Ziel der Arbeit ist es, Einflussfaktoren für erfolgreiche Teamarbeit im Krankenhaus zu identifizieren und anhand von Ergebnissen in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Horwitz SK, Horwitz IB (2007): The Effects of Team Diversity on Team Outcomes: A Meta- Analytic Review of Team Demography. In: Journal of Management, 33(6): S Antoni CH (2010): Interprofessionelle Teamarbeit im Gesundheitsbereich. In: Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 104(1): S Marketing: Krankenhauskonzerne im Spannungsfeld zwischen Gewinnmaximierung und Corporate Social Responsibility

3 Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein Konzept, das Unternehmen als Grundlage dient soziale- sowie Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehung mit Stakeholdern zu integrieren. Die inhaltliche Konkretisierung von CSR wird dabei kontrovers diskutiert. Die gesellschaftliche Debatte erwächst um die moralische Verantwortung von Unternehmen als Kondensator von Einflüssen unterschiedlicher Stakeholder mit spezifischen Partikularinteressen. Ziel der Arbeit ist es herauszustellen, wie Krankenhäuser in der Praxis mit der Anwendung der CSR umgehen. Dafür sollen die CSR-Aktivitäten von zwei privaten und von zwei gemeinnützigen Krankenhausketten analysiert werden. Was erwarten diese von der Implementierung von CSR-Normen? Wie wird CSR im Stakeholder Diskurs wahrgenommen? Becker ER, Potter SJ (2002): Organizational rationality, performance, and social responsibility: results from the hospital industry. In: Health Care Finance 29(1), S Naegler H, Bustamante S. (2011): Management der sozialen Verantwortung im Krankenhaus: Corporate Social Responsibility als nachhaltiger Erfolgsfaktor. MWV Medizinisch Wiss. Ver. Corporate Social Responsibility als Teil der Marketingstrategie von Pharmaunternehmen Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein Konzept, das Unternehmen als Grundlage dient soziale- sowie Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehung mit Stakeholdern zu integrieren. Die inhaltliche Konkretisierung von CSR wird dabei kontrovers diskutiert. Die gesellschaftliche Debatte erwächst um die moralische Verantwortung von Unternehmen als Kondensator von Einflüssen unterschiedlicher Stakeholder mit spezifischen Partikularinteressen. Ziel der Arbeit ist es herauszustellen, wie die Pharmazeutische Industrie in der Praxis mit der Anwendung der CSR umgeht. Dafür sollen die CSR-Aktivitäten von vier Pharmaunternehmen analysiert werden. Was erwarten diese von der CSR-Implementierung? Wie wird CSR im Stakeholder Diskurs wahrgenommen? Nussbaum ASK (2008): Ethical corporate social responsibility (CSR) and the pharmaceutical industry: A happy couple? In: Journal of Medical Marketing 9(1), Brink A (2007): Corporate Social Responsibility in der Pharmaindustrie. Diskussionspapiere an der Universität Bayreuth [http://pe.uni-bayreuth.de/file/dp/j04h12.pdf, Zugang ]. Einweisermarketing als Maßnahme zur Steuerung des Fallspektrums Niedergelassene Ärzte sind als die in das Krankenhaus einweisenden Ärzte wichtige Stakeholder des Krankenhauses und werden daher gezielt über verschiedene

4 Marketingmaßnahmen angesprochen. Sie fungieren als Gatekeeper und nehmen damit entscheidenden Einfluss auf das Fallspektrum eines Krankenhauses nehmen. Ziel der Arbeit ist es zu analysieren, welche Kriterien zur Zufriedenheit der niedergelassenen Ärzte und damit zur Weiterempfehlung des Krankenhauses führen. Darauf aufbauend ist kritisch zu diskutieren, welche potenziellen Einweiser letztendlich angesprochen werden sollen, damit das Fallspektrum der jeweiligen Klinik optimiert werden kann. Naidu GM, Parvatiyar A, Sheth JN, Westgate L (1999): Does Relationship Marketing Pay? An Empirical Investigation of Relationship Marketing Practices in Hospitals. In: Journal of Business Research, 46(3): S Hesse A, Schreyögg J (2007): Determinanten eines erfolgreichen Einweisermarketings eine explorative empirische Analyse. In: Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement 12(5): S Der Einfluss von Wartezeiten in der Arztpraxis auf die Kundenzufriedenheit von Patienten Die Zufriedenheit der Patienten ist für Ärzte ein essentieller Faktor für ein erfolgreiches Kundenmanagement in der niedergelassenen Praxis. In diesem Zusammenhang werden Wartezeiten in der Arztpraxis als wichtiger Indikator für Patientenzufriedenheit angesehen, insbesondere im Vergleich zwischen Versicherten der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. In der Arbeit soll die Bedeutung der Wartezeit in der Arztpraxis als Indikator für Patientenzufriedenheit diskutiert und kritisch beleuchtet werden. Roll K, Stargardt T, Schreyögg J (2012): Effect of type of insurance and income on waiting time for outpatient care, Geneva Papers on Risk and Insurance - Issues and Practice (Epub ahead of print). Schreyögg J et al. Kundenmanagement. In Management Im Gesundheitswesen, edited by Reinhard Busse, Jonas Schreyögg, und Oliver Tiemann, , n.d. Positionierungsstrategien von Arztnetzen in Deutschland Etwa ein Viertel aller niedergelassenen Ärzte sind in Deutschland in einem von ca 400 Arztnetzen organisiert (Ärztemonitor 2012). Neben der Möglichkeit zum Abschluss von Strukturverträgen nach 73a SGB V sowie der Einführung von Modellvorhaben nach 63 SGB V verfolgen diese Zusammenschlüsse sehr heterogene Ziele, zum Beispiel die Nutzung von Instrumenten und Maßnahmen zur Steigerung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität oder der Versorgungseffizienz. Ziel der Arbeit ist es anhand eines geeigneten Analyseschemas und unter Verwendung ausgewählter Beispiele bestehende Positionierungsstrategien von Arztnetzen in Deutschland zu klassifizieren.

5 Braun, G. E.; Gröbner, M.; Seitz, R. (2008): Evaluation vernetzter Versorgungsstrukturen: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung Evaluation of Health Care Networks: Results of an Empirical Study. In: Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement. (13), S.1 7. Sohn, Stefan; Schöffski, Oliver; Voss, Hanswerner (2006): Informationsmanagement und Controlling in Arztpraxen und Ärztenetzen. In: Busse, Reinhard; Schreyögg, Jonas; Gericke, Christian (Hrsg.) Management im Gesundheitswesen. Springer Berlin Heidelberg, S ISBN: Kundenbindungsprogramme in Dienstleistungsunternehmen am Beispiel des deutschen Apothekenmarktes Kundenbindungsprogramme werden heute als wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Customer Relationship Management angesehen. Diese werden zunehmend auch von Apotheken eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Dienstleistungsunternehmen stehen Apotheken aufgrund der wettbewerblichen Rahmenbedingungen sowie der Möglichkeiten zur strategischen Ausrichtung besonderen Zieldimensionen für die Einführung eines Kundenbindungsprogramms gegenüber. Ziel der Arbeit ist es ausgewählte Beispiele von Kundenbindungsprogrammen in deutschen Apotheken anhand eines geeigneten Analyseschemas zu klassifizieren und deren Leistungsfähigkeit hinsichtlich möglicher Wettbewerbsstrategien zu diskutieren. Berry LL, Bendapudi N (2007): Health Care: A Fertile Field for Service Research. In: Journal of Service Research 10(2), S Bruhn M (2011): Relationship Marketing. 2. Auflage. München: Vahlen.

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