SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung Berufliche Vorsorge (BV) Aufgaben

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1 SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Zentral-Prüfungskommission Berufsprüfung 04 Berufliche Vorsorge (BV) Aufgaben : Prüfungsdauer: Anzahl Seiten der Prüfung (inkl. Deckblatt): Beilage(n): 60 Minuten 4 Keine Maximale Punktzahl: 60 Erzielte : Note: Hinweise: Schreiben Sie Ihre auf das Deckblatt und jede Seite. Prüfen Sie den Aufgabensatz auf seine Vollständigkeit. Schreiben Sie Ihre Antworten ausschliesslich auf die Vorderseiten der Antwort-/Lösungsblätter. Stichworte sind zugelassen (auf Ausnahmen wird hingewiesen). Der blosse Hinweis auf einen Gesetzes- oder Verordnungsartikel genügt nicht (ausser, es wird ausdrücklich erlaubt). Verwenden Sie bei Bedarf für Ihre Lösungen ein Zusatzblatt. Es sind ausschliesslich die offiziellen Zusatzblätter erlaubt. Die Zusatzblätter werden Ihnen bei Bedarf durch die Prüfungsaufsicht abgegeben. Sie erhalten die Zusatzblätter nach Prüfungsbeginn durch Handzeichen. Die Prüfungsaufgaben können in beliebiger Reihenfolge gelöst werden. Teillösungen ergeben ebenfalls. Das maximum wird bei jeder Aufgabe angegeben. Die Experten/innen Unterschriften Datum Experte/in Experte/in

2 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn 30 In der Funktion als Geschäftsführer der Vorsorgeeinrichtung Futura, welche nur die Minimalleistungen gemäss BVG gewährleistet, müssen Sie die folgenden Situationen beurteilen.. Herr Xavier, Buchhalter, 44 hre alt, AHV-hreslohn CHF 67' Untersteht er der obligatorischen beruflichen Vorsorge?.. Berechnen Sie den koordinierten hreslohn...3 Herr Xavier möchte einen Teil des vor 4 hren in Anspruch genommenen WEF-Vorbezugs von CHF zurückzahlen. Nennen Sie den Mindestbeitrag für die freiwillige Rückzahlung eines Vorbezugs. Seite

3 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn (Fortsetzung).. Frau Brigitte, Assistentin, 6 hre alt, Teilzeitpensum 80%, AHV- hreslohn CHF 47' Berechnen Sie die massgebende Eintrittsschwelle... Untersteht Frau Brigitte der obligatorischen beruflichen Vorsorge?..3 Frau Brigitte arbeitet gleichzeitig auch noch als Sekretärin für einen Verein und erzielt ein AHV-hreslohn von CHF ' Ist das zusätzliche Einkommen obligatorisch zu versichern? Seite 3

4 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn (Fortsetzung).3 Herr Yannik, Leiter HR, 63 hre alt, AHV-hreslohn CHF 03' Berechnen Sie den koordinierten hreslohn..3. Berechnen Sie das projizierte Altersguthaben ohne Zins für Herrn Yannik mit Alter 65 per. April 06 (vorhandenes Altersguthaben per..04: CHF 36'574.5) Welche monatliche Altersrente würde Herr Yannik mit Alter 65 und einem Altersguthaben von CHF 300'000.- erhalten? Seite 4

5 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn (Fortsetzung).3.4 Herr Yannik wünscht ein Teil seines Altersguthabens in Kapitalform zu beziehen. Wieviel darf er als einmalige Kapitalabfindung von seiner Vorsorgeeinrichtung mindestens erwarten?.3.5 Kann die Vorsorgeeinrichtung die Einhaltung einer bestimmten Frist für die Geltendmachung der Kapitalabfindung vorsehen? Nennen Sie auch die massgebende Rechtsgrundlage. Rechtsgrundlage:.4 Herr Daniel, Geschäftsführer, 53 hre alt, AHV-hreslohn CHF 40' Herr Daniel möchte von Ihnen wissen, ob im Falle seines Todes seine Konkubine Anrecht auf eine Witwenrente hat? Seite 5

6 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn (Fortsetzung).4. Herr Daniel hat gehört, dass Versicherte mit einem AHV-hreslohn von mehr als CHF 8'000.- das Recht haben, die Anlagestrategie ihres Vorsorgekapitals bei einer registrierten oder nichtregistrierten Vorsorgeeinrichtung selber zu bestimmen. Stimmt diese Aussage? (Begründen Sie Ihre Antwort.).4.3 Welcher Lohnbestandteil des AHV-hreslohnes von Herrn Daniel ist nicht in der obligatorischen beruflichen Vorsorge versichert?.5. Herr Viktor, Verkäufer, 37 hre alt, Wohnort Frankreich, Arbeitsort Schweiz, Arbeitspensum 00%, AHV-hreslohn CHF 54' Untersteht er der obligatorischen beruflichen Vorsorge?.5. Nennen Sie den für ihn massgebenden Satz der Altersgutschriften. Seite 6

7 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn (Fortsetzung).5.3 Falls er die Schweiz definitiv verlässt, darf er die Barauszahlung der Austrittsleistung verlangen, wenn er in Frankreich der obligatorischen staatlichen Versicherung für Alter, Invalidität und Hinterlassenenleistungen untersteht?.6 Herr Henry, Informatiker, Empfänger einer halben IV-Rente, AHV- hreslohn CHF Berechnen Sie die Eintrittsschwelle..6. Berechnen Sie den koordinierten hreslohn. Seite 7

8 Aufgabe : Versicherte Personen / Koordinierter Lohn (Fortsetzung).6.3 Herr Henry steht unmittelbar vor der Scheidung. Darf der Richter die Teilung seines Altersguthabens, welches während der Dauer der Heirat angespart wurde, anordnen? (Begründen Sie Ihre Antwort.).7 Herr René, vorpensionierter Hilfsbuchhalter, 6 hre alt, Arbeitspensum 0%, AHV-hreslohn CHF 4' Berechnen Sie den koordinierten hreslohn..7. Darf er, als Empfänger einer Altersrente der vorhergehenden Vorsorgeeinrichtung, von der obligatorischen beruflichen Vorsorge befreit werden?.7.3 Herr René, der weder verheiratet ist noch Kinder hat, möchte von Ihnen wissen, welche Versicherungsleistungen die Vorsorgeeinrichtung Futura erbringen müsste, falls er vor Alter 65 versterben würde? Seite 8

9 Aufgabe : Bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und den EU/EFTA-Staaten 4 Gemäss den Bestimmungen der unterzeichneten Abkommen zwischen der Schweiz und den EU/EFTA-Mitgliedstaaten unterliegen Barauszahlungen von Austrittsleistungen gewissen Einschränkungen. (Art. 5f FZG). In welchem Fall kann eine versicherte Person von den oben erwähnten Bestimmungen betroffen sein?. Spielt die Nationalität oder der Erwerbsstatus (angestellt oder selbständig erwerbend) der Person eine Rolle?.3 Nennen Sie die Leistung aus der beruflichen Vorsorge, welche von dem bilateralen Abkommen betroffen ist. Seite 9

10 Aufgabe 3: Freizügigkeitsleistung Herr Peter Dubach, geboren am 4. November 98, ist seit dem. Februar 0 mit einem AHV-hreslohn von CHF 5'000.- für die ROSA AG tätig. Am. Februar 0 wurde er gleichzeitig in die firmeneigene Pensionskasse aufgenommen. Seine per. Februar 0 eingebrachte Freizügigkeitsleistung betrug CHF 33'000.-, davon aus BVG CHF 4' Er hat per 3. August 04 die ROSA AG verlassen. Sein AHV-hreslohn blieb für die ganze Dauer unverändert. 3. Welche Berechnungen musste die Vorsorgeeinrichtung im Zusammenhang mit dem Austritt von Herrn Dubach erstellen? (Keine Berechnungen.) 3. Welcher Betrag muss schlussendlich von der Vorsorgeeinrichtung transferiert werden? (Keine Berechnungen.) 3.3 Ist die Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, Herrn Dubach das Resultat der Vergleichsberechnungen mitzuteilen? Nennen Sie die Rechtsgrundlage. Rechtsgrundlage: Seite 0

11 Aufgabe 3: Freizügigkeitsleistung (Fortsetzung) 3.4 Berechnen Sie die Austrittsleistung von Herrn Dubach per 3. August 04 gemäss Art. 8 des Freizügigkeitsgesetzes (FZG). 8 Seite

12 Aufgabe 4: Behandlung von Austrittsleistungen 9 Bei Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung hat der Versicherte Anspruch auf eine Austrittsleistung. 4. Wie muss eine Austrittsleistung verzinst werden? 4. Der Angestellte findet unmittelbar nach seinem Austritt eine neue Arbeitsstelle. a. Welche Verpflichtung hat der Versicherte? b. Was muss die frühere Vorsorgeeinrichtung mit der Austrittsleistung tun? 4.3 Wozu ist der Versicherte gegenüber seiner früheren Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, wenn er nicht in eine neue Vorsorgeeinrichtung eintritt? Seite

13 Aufgabe 4: Behandlung von Austrittsleistungen (Fortsetzung) 4.4 Nennen Sie zwei Situationen, in welchen der Versicherte die Barauszahlung der Austrittsleistung verlangen kann. 4.5 Ein Versicherter tritt aus der Vorsorgeeinrichtung aus und meldet sich bei der Arbeitslosenversicherung Bleibt er im Rahmen der beruflichen Vorsorge versichert? 4.5. Für welche Risiken? Was geschieht mit seiner Austrittsleistung? Seite 3

14 Aufgabe 5: Teilliquidation 5 Jede Vorsorgeeinrichtung muss in einem Reglement die Voraussetzungen und das Verfahren einer Teilliquidation festhalten. 5. Nennen Sie die drei Voraussetzungen, welche laut Gesetz vermutungsweise eine Teilliquidation erfüllen. Nennen Sie auch die massgebende Rechtsgrundlage. 5. Nennen Sie mindestens 4 Bestimmungen, welche zwingend in den reglementarischen Grundlagen einer Teilliquidation enthalten sein müssen. 5.3 Welcher zwingende Rechtsgrundsatz muss bei der Bestimmung der Kriterien für den Verteilschlüssel der freien Mittel eingehalten werden? Seite 4

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