KANZLEI DR. BRÜCKNER UND FELLMMER LÜBECK UND GRAF-LEHNDORFF-INSTITUT FÜR PFERDEWISSENSCHAFTEN VETERINÄRMEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN

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1 KANZLEI DR. BRÜCKNER UND FELLMMER LÜBECK UND GRAF-LEHNDORFF-INSTITUT FÜR PFERDEWISSENSCHAFTEN VETERINÄRMEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN ERFOLGSFAKTOREN VON SCHULBETRIEBEN IM VERGLEICH VON VEREINEN UND PFERDEBETRIEBEN IN STÄDTISCH UND LÄNDLICH GEPRÄGTEN REGIONEN BAKKALAUREATSARBEIT ZUR ERLANGUNG DER WÜRDE EINER BAKKALAUREA DER NATURWISSENSCHAFTEN IM STUDIUM PFERDEWISSENSCHAFTEN AN DER VETERINÄRMEDIZINISCHEN UNIVERSITÄT WIEN UND DER UNIVERSITÄT FÜR BODENKULTUR WIEN VORGELEGT VON STEFAN SEYFARTH WIEN; IM JUNI 2011

2 WISSENSCHAFTLICHE BETREUUNG: DR. JUR. SASCHA BRÜCKNER GUTACHTER: PROF. DR. VET. MED. JÖRG AURICH

3 Danksagung: An erster Stelle möchte ich mich bei meinem wissenschaftlichen Betreuer Herrn Dr. Sascha Brückner bedanken. Durch die angenehme Zusammenarbeit und unendliche Geduld war Dr. Sascha Brückner ein ausgezeichneter Ansprechpartner, der an der Umsetzung dieser Bachelorarbeit eine entscheidende Unterstützung darstellte. Mein Dank gilt auch insbesondere Herrn Dipl. Inf. Birk Schütz, der mit seinen unendlichen Mühen die statistischen Angelegenheiten bearbeiten konnte. Für die Idee dieser Arbeit möchte ich mich bei Herrn Thomas Ungruhe bedanken und auch bei Prof. Jörg Aurich für die konstruktiven Kritiken. An dieser Stelle ergibt sich die Möglichkeit, meinen Eltern für die tatkräftige Unterstützung zu danken. Ohne das von Euch geschenkte Vertrauen wäre mein Studium nicht möglich gewesen. Auch meiner Partnerin und Studienkollegin Karin Schmitt möchte ich danken. Die ständige Unterstützung und die gemeinsamen, spannenden Stunden während der gesamten Studienzeit werde ich nie vergessen. Ohne diese wundervollen Menschen wäre dies alles nicht möglich gewesen.

4 Inhaltsverzeichnis Seite 1. Einleitung 3 2. Literaturübersicht Geschichtliche Entwicklung Aktuelle Erhebungen Ipsos-Studie Jahresbericht Symposium für Pferdebetriebe Tag der offenen Stalltür PM-Schulpferde-Cup Erwachsene im Pferdesport Gesundheitssport Investition in die Zukunft PM-Schulpferde-Management-Wettbewerb PR-Aktivitäten Jugendförderprogramme Sportentwicklungsbericht Vorreiter-Deutschland Erfolgsfaktoren Standort Anlage Schulpferd Angebot und Zielgruppe Marketing Management und Organisation Material und Methode Fragebogen Ergebnisse Vorbemerkungen Rücklauf der Onlineumfragen Auswertung der Fragebögen 49 1

5 Standort Anlage Schulpferd Angebot und Zielgruppe Marketing Management und Organisation Diskussion Warteliste Kooperationen Qualität und Preis des Schulpferdes Erreichbarkeit Anzahl Reitschüler Rechtsform Reitstundenpreis Zusammenfassung Summary Literaturverzeichnis Anhang 97 2

6 1. Einleitung Verfolgt man die Geschichte der Reiterei, so war das Schulpferd im 17. Jahrhundert jenes, welches den Adligen die Reitkunst lehrte. Ein ausgebildetes Schulpferd war ein kostbares Gut, welches es zu schützen und lange zu erhalten galt. Einrichtungen, die solche Pferde ihren Schülern zur Verfügung stellen konnten, waren so genannte Reitkunstschulen (HEINZE, 2000). Diese Einrichtungen waren vorrangig Adligen, Königshäusern und dem Kaiser vorbehalten. Mit dem Sprung in die Neuzeit und einem Blick auf die heutige Entwicklung der Reiterei, ist das Reiten und die Freizeit mit dem Pferd ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden und auch für viele Pferdebegeisterte finanziell erschwinglich. Betrachtet man die fast 14 Mio. am Pferdesport interessierten Menschen in Deutschland von denen 1,1 Mio. gerne das Reiten beginnen würden, wird offensichtlich welches Potential die Schulreiterei in der Pferdewirtschaft in sich birgt (IPSOS/FN, 2001). In dem Bestreben, diese pferdebegeisterten potenziellen Neuanfänger zum Reitsport zu führen, ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Ausbildungsbetrieben und Reitschulen entstanden. Um alle gesellschaftlichen Schichten bedienen zu können, gibt es Reitangebote in unterschiedlichen Preiskategorien. Durch die Vielfältigkeit an Angeboten, kommt es unweigerlich zu Qualitätsunterschieden in den Bereichen Reitanlage, Betriebsführung, Trainerangebot und Pferdematerial. Knapp 57 Prozent aller Pferdesportvereine und rund 72 Prozent aller Pferdebetriebe in Deutschland stellen Schulpferde zur Verfügung. Es gibt in Deutschland rund Schulpferde in 4400 Pferdesportvereinen und 2750 Pferdebetrieben. Bemerkenswert ist, dass rund 55 Prozent der Pferdesportvereine mit Schulbetrieb und 1100 Pferdebetriebe eine Warteliste für Pferdesportinteressierte haben. Diese beträgt im Schnitt vier Monate (DEUTSCHE REI- TERLICHE VEREINIGUNG, 2009). Dadurch wird ebenfalls deutlich, welches Potential der Sektor Schulpferd in sich birgt. Bei einer solchen Anzahl von wartenden Einsteigern würde man vermuten, dass die Vereine und Betriebe mit einem Schulpferdeangebot sehr stark ausgelastet sind und sich guter Einnahmen erfreuen. Doch haben deutschlandweit rund 30 Prozent aller Pferdesportvereine, bzw. über 25 Prozent aller Pferdebetriebe aufgrund verschiedener Ursachen ein ihre Existenz be- 3

7 drohendes Problem (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009). Es stellt sich u.a. die Frage, ob die Qualität oder die Quantität der Angebote dazu führt, dass Pferdesportvereine und -betriebe wirtschaftlich erfolgreich im Schulpferdesektor tätig sind. Es gilt zu klären und zu hinterfragen, warum es trotz der hohen Nachfrage unterschiedliche, v.a. wirtschaftliche, Entwicklungen bei den Schulbetrieben der Pferdesportvereine und Pferdebetriebe gibt. Die Gründe hierfür sind vielfältig und z.t. schon bekannt; so wird häufig die Qualität der Schulpferde bemängelt (u.a. IPSOS/FN 2001). Ein Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, welchen Stellenwert die Qualität des Schulpferdebetriebes als Erfolgsfaktor einnimmt. 4

8 2. Literaturübersicht 2.1. Geschichtliche Entwicklung Das Schulpferd war seit Xenophon in der Antike bis zum Zeitalter des Barock jenes Pferd, welches die schwierigsten Lektionen, den höchsten Grad an Versammlung und die Schulen über der Erde beherrschte. Es hatte einen hohen Wert und die Reitkunst wurde vom Adel finanziert. Vor allem der französische Sonnenkönig Ludwig XIV ( ) galt als Liebhaber edler Pferde und der Reitkunst. So ließ er z.b. in Versailles (ab 1682) u.a. prunkvolle Stallungen - die Grande Ecurie - für die Schul- und Paradepferde, erbauen. Die besten Schulpferde erhielten als erste Auszeichnung eine silberne und als höchste Ehrung eine goldene Trense, wodurch die Wertschätzung der Schulpferde zum Ausdruck gebracht wurde. Für ernsthafte Schüler der Reitkunst gab es im damaligen Europa die Möglichkeit, zu einem Meister oder an eine der großen Akademien zu gehen und dort in ein paar Jahren das Schulreiten zu erlernen. Die damalige Definition des Schulpferdes mit den Ritualen und den Feinheiten der Schulreiterei verblasste gegen Ende des 18. Jahrhunderts schnell. Die deutschen Militärkommandeure versuchten, den künstlerischen Aspekt der Reiterei zu modernisieren und zu verbessern. Daraus resultierte eine vielseitige Reiterei, die v.a. militärischen Bedürfnissen entsprach. So lag zu Ende der Regierungszeit von Friedrich dem Großen von Preußen ( ) der Schwerpunkt auf der Campagnereiterei (LOCH, 2010). Ab 1949 entwickelte sich in Deutschland immer stärker die Gebrauchs- und Freizeitreiterei; gleichzeitig entstanden immer mehr Reitvereine. Der 1905 gegründete deutsche Dachverband der Reiterei, die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), gewann mehr und mehr an Bedeutung und das Schulpferd erhielt eine andere Wertschätzung: Es diente fortan als Einstiegspferd, um einem Reitanfänger die Grundlagen der Reiterei beizubringen. Gegen Ende der neunziger Jahre erhöhte sich die Aufmerksamkeit für Schulpferde bei der FN. So gibt es beispielsweise seit 1998 den Schulpferdecup sowie zahlreiche Bestrebungen, das Angebot an Schulpferden auszubauen. 5

9 2.2. Aktuelle Erhebungen Die aktuelle Entwicklung von 2001 bis Ende 2009 wurde in Deutschland dokumentiert durch die von der FN durchgeführte Ipsos-Studie, die Jahresabschlussberichte und den Sportentwicklungsbericht Aufgrund des Volumens werden hier nur die direkt mit dem Schulpferd in Verbindung stehenden Fakten und Aussagen angeführt Ipsos-Studie 2001 Unter den Namen Faszination Zukunft erschien 2001 die von der FN durchgeführte Marktanalyse über Pferdesportler in Deutschland. Die Basis für diese Umfrage bildeten 600 Mitglieder sowie 600 Nichtmitglieder von Reitvereinen. Ziel war es, die Situation der Reiterei aus Sicht der Aktiven und der am Reitsport interessierten Menschen darzustellen, um Potenziale für die Zukunft nutzen zu können. Konkret wurde festgestellt, dass Schulpferde und die verschiedenen Formen der Reitbeteiligung schon 2001 zu knapp vorhanden waren oder nur unzureichend genutzt wurden. Rund 90 Prozent aller aktiven Mitglieder wie Nichtmitglieder haben schon einmal Schulpferde geritten. Deutlich bemängelt wurde jedoch die Qualität vieler Schulpferde. Ohne ein ausreichendes Angebot an guten Schulpferden ist die Zukunft des Pferdesports gefährdet. Gleichzeitig wurde erkannt, dass ein durchdachter und gut gemanagter Schulbetrieb für Vereine und Pferdebetriebe eine Investition für die Zukunft ist. Die Ausbildung und der Reitunterricht sind von höchster Bedeutung. Das heißt für Vereine und Pferdebetriebe, dass die Quantität und die Qualität der gebotenen Ausbildungsmöglichkeiten und des Reitunterrichts in hohem Maße die Zufriedenheit von Kunden sowie die positive Entwicklung der Mitglieder- und Kundenzahlen bestimmen. Es kristallisierte sich heraus, dass Vereine und Betriebe ein besonderes Augenmerk auf Angebote im Bereich der Anfängerausbildung legen sollten, wodurch sich das große Potenzial der Interessierten, aber noch nicht aktiven reitenden Kunden umwandeln ließe (IP- SOS/FN, 2001). 6

10 FN-Jahresbericht 2009 Der Jahresbericht 2009 der FN stellt sämtliche Maßnahmen, Entwicklungen und Daten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung im Berichtsjahr dar. Im folgenden Abschnitt sind die Maßnahmen im Bereich des Schulpferdes aufgezählt und später erklärt, welche 2009 zur Unterstützung der Pferdesportvereine und Pferdebetriebe durchgeführt wurden. Als Hauptgrund dieser Maßnahmen wird der Mitgliederrückgang in den der FN angehörigen Reitvereinen um Mitglieder seit dem Jahr 2004 genannt. Zusammenfassend wurden v.a. Kampagnen wie Symposium für Pferdebetriebe (siehe ), Bundesweiter Tag der offenen Stalltür (siehe ), PM-Schulpferde-Cup (siehe ), Erwachsene im Pferdesport (siehe ), Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT (siehe ), Investition in die Zukunft (siehe ), Schulpferde- Management-Wettbewerb (siehe ), PR-Aktivitäten (siehe ), Jugendförderprogramme (siehe ) WBO Wettbewerbsordnung für den Breitensport, Lehrkräfteausbildung im Breitensport, Veranstaltungen im Breitensport, Vereine und Betriebe unser Plus, Pro Ehrenamt und Qualitätsoffensive Reiten im Gelände durchgeführt (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) Symposium für Pferdebetriebe Unter dem Motto Mit sicherem Gefühl in die Zukunft erhielten auf der im März 2009 stattgefundenen Fachmesse Equitana 350 Vertreter von Vereinen und Betrieben zu folgenden Themen wertvolle Informationen: Kundenmanagement effektive Chancen für Ihren Pferdebetrieb, Schulpferdeeinsatz effektiv und wirtschaftlich sowie Tourismus rund ums Pferd (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010). 7

11 Tag der offenen Stalltür Zum ersten Mal rief die Deutsche Reiterliche Vereinigung gemeinsam mit den Landespferdesportverbänden die Vereine und Mitgliedsbetriebe im Oktober 2009 zu einem bundesweiten Tag der offenen Stalltür auf. Ziel der Initiatoren war es, gemeinsam mit den Vereinen und Betrieben zu zeigen, dass Pferdesport ein Sport für Jedermann ist. Gleichzeitig sollte mit dem Tag der offenen Stalltür den Betrieben und Vereinen eine Plattform zur Selbstdarstellung geboten und diese darin unterstützt werden, neue Kunden und Mitglieder zu gewinnen (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) PM-Schulpferde-Cup der bundesweite Mannschaftswettbewerb für Schulpferdereiter und Schulpferdeausbilder Beim Schulpferdecup starten verschiedene Teams mit je vier Reitern aus einem Schulbetrieb mit dessen Ausbilder. Dabei wird ein Dressurreiterwettbewerb der Klasse E, ein Theoriewettbewerb sowie der leichte Sitz und ein Schulpferdeparcours geprüft. Die punktbesten Mannschaften qualifizieren sich für das Halbfinale, bei welchem zusätzlich auf fremden Pferden geritten werden muss (PFERD-AKTUELL, 2010). Ziel dieser seit 1998 erstmals ausgetragenen Initiative ist es, den Zugang für Reitinteressierte in den Reitsport langfristig zu sichern. Erwünschte Effekte sind, die Vereine und Betriebe zu motivieren, Schulpferde in ihr Angebot aufzunehmen und die Schulpferdeanzahl sowie das Schulpferdeangebot zu steigern, und die Ausbildungsqualität im Eingangsbereich zu verbessern. Durch die Schaffung von Maßstäben für korrekte Basisausbildung soll ein Qualitätsvergleich unter den Anbietern ermöglicht werden. Für die Absolvierung der Prüfungen wird die Rittigkeit zu einem wichtigen Kriterium, was eine Qualitätssteigerung darstellt und zusätzlich den Reitschüler in seiner Motivation fördern soll. Die Reitschüler können sich durch das Wettbewerbsangebot unter den Schulpferdereitern vergleichen, sodass die Steigerung der Motivation, sich aus- und fortzubilden, gefördert werden soll (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010). 8

12 Erwachsene im Pferdesport Durch die demographische Entwicklung, die ab 1964 durch eine stark rückläufige Geburtenrate gekennzeichnet ist, stellte sich auch ein Rückgang der Zahlen im Kinder- und Jugendbereich, dem Nachwuchs, ein. Umso wichtiger sind die erwachsenen Reiter als Kunden. Der Grundgedanke dieser Initiative Erwachsene im Reitsport ist es, erwachsene Seiten- und Wiedereinsteiger erfolgreich in bestehende Schulbetriebe integrieren zu können. Das Projekt wurde auf die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe erwachsene Wiedereinsteiger ausgerichtet und als Pilotprojekt durchgeführt. Hierfür wurden zehn Vereine/Betriebe aus 43 Bewerbungen ausgewählt, die die Aufgabe erhielten, über Monate eine Wiedereinsteigergruppe Erwachsener mit ca. jeweils fünf Personen zu betreuen. Weitere Ziele waren die Analyse über die Eignung von Lehrpferden, über Besonderheiten in der Unterrichtserteilung, sowie über die Konsequenzen für Ausbilder und Betriebsleiter (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) Gesundheitssport Das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT ist ein vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Bundesärztekammer entwickeltes Zertifizierungsangebot, welches Bewegungsangebote im Präventionsbereich auszeichnet. Hiermit wird versucht, mit Hilfe des Pferdes und seiner Bewegungen sowie durch speziell ausgebildete Übungsleiter gesundheitliche Situationen von Erwachsenen zu verbessern (SPORT PRO GESUNDHEIT, 2011). Ziel ist es, Schulbetriebe mit einem besonderem Angebot für die Zielgruppe Erwachsene sowie die Programme im Bereich der Bewegung und Gesunderhaltung hervorzuheben (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) Investition in die Zukunft Das Projekt Investition in die Zukunft (INVEST) ist ein Großprojekt der FN und der 17 Landesverbände des Pferdesports. Es wurde 2007 ins Leben gerufen und endet voraussichtlich Ende INVEST hat das Ziel, die Mitgliedergewinnung und -bindung in den Ver- 9

13 bänden zu stärken und somit mittelfristig die Zukunft der Pferdesportvereine und Pferdebetriebe in Deutschland zu sichern. Das Projekt soll Pferdesportvereine und Pferdebetriebe bei dem Erkennen von Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken, Ausbau von Kooperationsmöglichkeiten und Vereinsarbeit im örtlichen Umfeld sowie die Stärkung des Pferdesports allgemein fördern. Die hinter INVEST stehende Gesamtstrategie sieht vor, den Schulpferdebestand und -bedarf zu ermitteln und im Weiteren die Auslastung zu optimieren bzw. zu erhöhen, das Selbstverständnis der Ausbilder und deren Einbindung in die Mitgliederentwicklung zu verstärken bzw. zu erhöhen, die Vereine und Betriebe durch Information und das Aufzeigen von Möglichkeiten zu unterstützen, die Pferdebetriebe als Mitgliedsbetriebe ein- und anzubinden sowie das Image des Pferdesports weg vom Mädchensport hin zum Erlebnis Pferdesport für jedes Alter zu erweitern (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) PM-Schulpferde-Management-Wettbewerb Der PM-Schulpferde-Management-Wettbewerb, der sich an Vereine und Betriebe mit Schulbetrieb richtet, hat das Ziel, die besten, bereits erfolgreich praktizierten Schulpferde- Managementkonzepte zu finden und auszuzeichnen. Die Konzepte konnten zu folgenden Themen erstellt sein: Konzepte für besondere Zielgruppen, Konzepte für Kooperationen mit Schulen, Institutionen, Kommunen, anderen Reitvereinen oder Betrieben, Konzepte für Turniersport mit Schulpferden, Konzepte für die Einbeziehung der Mitglieder/Kunden in den Schulpferdebereich usw. (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) PR-Aktivitäten Durch die Zusendung und Verteilung von Merkblättern, Broschüren etc. wird über die neuen Entwicklungen im breitensportlichen Bereich und die Bemühungen für die Unterstützung von Vereinen und Betrieben mit Schulpferden von Seiten der FN informiert (DEUTSCHE REI- TERLICHE VEREINIGUNG, 2010). 10

14 Jugendförderprogramme Nach einer in Kassel angefertigten wissenschaftlichen Studie zum Thema Jungen im Pferdesport wurde der Leitfaden für Ausbilder im Bereich Unterricht für Reitanfänger überarbeitet. In den Schulbetrieben finden immer wieder spezielle Aktionen für Jungen statt, die auf Antrag auch finanziell von der FN unterstützt werden können. Durch dieses gemeinsames Zukunftsprojekt mit dem Titel Investition in die Zukunft: Jungs, Männer, Schulpferde, Schulsport soll auch der männliche Nachwuchs den Weg in den Pferdesport finden (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2010) Sportentwicklungsbericht 2009 Der Sportentwicklungsbericht Pferdesport (SEB 2009) beschäftigt sich ausschließlich mit der Situation der Pferdesportvereine und Pferdebetriebe in Deutschland. Ziel ist es, die Situation der organisierten Pferdesportvereine und -betriebe in Deutschland darzustellen, dadurch Argumentations- und Handlungswissen zu generieren und letztendlich Handlungsbedarf aufzuzeigen. Auf Grundlage des Sportentwicklungsberichts Pferdesport kann der organisierte Pferdesport die eigenen Verbands-, Vereins- und Betriebsentwicklungsprozesse gezielt hinterfragen und optimieren und dadurch eine nachhaltige Zukunftssicherung der Pferdesportvereine und -betriebe als Basis des organisierten Pferdesports in Deutschlands erreichen. Aus der Sicht des Finanzwesens sind die meisten Ausgaben der Pferdesportvereine den Bereichen Durchführung von Sportveranstaltungen, Unterhaltung der eigenen Anlage, Trainer, Ausbilder und Anschaffung von Schulpferden mit dazugehöriger Sportbekleidung oder Sportgeräten zuzuordnen. Die wichtigsten Einnahmequellen der Vereine sind die Mitgliedsbeiträge, denn nicht jeder Pferdesportverein profitiert von direkten Zuschüssen aus öffentlicher Hand. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Werbung und Sponsoring bleiben weitestgehend ungenutzt (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009). 11

15 Laut SEB ist bei den Pferdesportvereinen die Anschaffung von Schulpferden einer der größten Ausgabenbereiche, jedoch wird weder bei Pferdesportvereinen noch bei Pferdebetrieben der Schulbetrieb als einer der höchsten Einnahmequellen genannt. Es wird daher vermutet, dass der Schulbetrieb bei den meisten Reitsportvereinen und -betrieben wenig rentabel ist. Die durchschnittlichen Kosten einer Reitstunden betragen in Reitsportvereinen für Kinder 10, für Jugendliche 11 und für Erwachsene 12. Etwas höher sind die durchschnittlichen Kosten einer Reitstunde in den Pferdebetrieben: 13 für Kinder, 14 für Jugendliche und 16 für Erwachsene. Für hochwertige Reitstunden sind auch dementsprechende Schulpferde und -ponys notwendig, denn nur so kann die Grundlage für eine gute und sichere Ausbildung der Neueinsteiger und Pferdesportler gewährleistet werden. In über 57 Prozent der Pferdesportvereine und 72 Prozent der organisierten Pferdebetriebe sind Schulpferde im Einsatz. Deutschlandweit werden rund Schulpferde in Vereinen und Pferdebetrieben zur Verfügung gestellt. Von den Schulpferden in Vereinen sind in Vereins- und in Privatbesitz, der Rest wird durch andere Besitzverhältnisse für den Schulbetrieb zur Verfügung gestellt Schulpferde sind in Pferdebetrieben organisiert, wobei sich davon in Betriebs- und nur in Privatbesitz oder anderen Besitzverhältnissen befinden. 55 Prozent der Pferdesportvereine mit Schulbetrieb, also Vereine, haben eine Warteliste. Bei den Pferdebetrieben haben 1.100, immerhin 30 Prozent, eine Warteliste für Pferdesportinteressierte, die im Durchschnitt vier Monate beträgt. Mit 97,5 Prozent, was rund Vereinen entspricht, haben fast alle Pferdesportvereine in Deutschland Mitglieder im Alter bis 18 Jahren. Ähnlich hoch ist der Prozentsatz von 81,5 Prozent bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren in den organisierten Pferdebetrieben. Die sehr hohe Zahl von Pferdesportvereinen und Pferdebetrieben mit Kindern und Jugendlichen als Kunden lässt sich nicht nur durch das allgemeine Interesse dieser Altersgruppe am Pferd erklären, sondern auch aufgrund der gemeinsamen Angebotserstellung mit Schulen. Immerhin rund ein Viertel der Pferdesportvereine und Pferdebetriebe kooperieren mit Schulen. Im Vergleich zu anderen Sportvereinen sind die deutschen Reitsportvereine in diesem Kooperationsbereich überdurchschnittlich aktiv. Auch in Kooperationen mit Kindergärten bzw. Kinderta- 12

16 gesstätten befinden sich die Pferdesportvereine mit 16 Prozent und die Pferdebetriebe mit 23 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Speziell genannt werden auch Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention bei 1300 Vereinen und 900 Betrieben, sowie im Bereich der Therapie bei rund 1700 Vereinen und 800 Betrieben (DEUTSCHE REITERLICHE VEREI- NIGUNG, 2009). Insgesamt gibt es in Deutschland rund 7681 Pferdesportvereine und 3826 organisierte Pferdebetriebe. Aktuell stehen viele dieser Vereine und Betrieb vielfältigen Herausforderungen gegenüber und stellen sich der Wirtschafts- und Finanzkrise, dem demografischen Wandel, der Migration, dem Wertewandel und weiteren Problemen. So hat sich ausgehend vom Sportentwicklungsbericht 2007/2008 die Anzahl der Pferdesportvereine, die ein existentiell bedrohendes Problem aufweisen, um 123 Prozent auf Vereine deutlich erhöht. Genannte Gründe, für die aus dem Sportentwicklungsbericht resultierenden Zahlen, sind v.a. die fehlende Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen Funktionsträgern, die finanzielle Situation des Vereins sowie die Kosten des Wettkampfbetriebs. Ähnlich wie bei den Pferdesportvereinen ist die Situation der Pferdebetriebe. Denn ein Viertel, rund 1000 Pferdebetriebe haben ebenfalls Probleme, die ihre Existenz bedrohen. Dabei sind die angegebenen Gründe v.a. die zeitliche Auswirkung der Ganztagesschulen auf den Trainingsbetrieb, die Anzahl an Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften sowie die finanzielle Situation und die Erreichbarkeit des Betriebes mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zukünftig relevant für die Pferdesportvereine sollen die Beibehaltung und Erweiterung des Angebots, die Nachwuchsförderung, die Sanierung, der Ausbau und Bau von Anlagen, die Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen sowie die Bindung und Gewinnung von Mitgliedern sein (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009) Vorreiter-Deutschland Mit Beginn des Jahres 2010 wurde eine neue Initiative unter den Namen Vorreiter Deutschland durch die Abteilung Breitensport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.v. ins Leben gerufen und als Internetplattform zur Verfügung gestellt. Grundlage dieser Initiative ist das bereits erwähnte Projekt Investition in die Zukunft (siehe ). 13

17 Ziel ist neben der Mitgliedergewinnung die Stärkung der Rolle der Schulpferde. Dies erfolgt durch eine umfassende Vereins- und Betriebsberatung. Besonders für Reitsportvereine und Pferdebetriebe mit Schulbetrieb gibt es ein Schulpferdeberatungsprogramm. Dabei wird der Schulbetrieb individuell analysiert und beraten. Es werden ein Kalkulationsschema erstellt und notwendige Investitionen sowie Maßnahmen entwickelt, um für den Auf- oder Ausbau des Schulpferdebestandes Planungshilfen zu bieten. Darüber hinaus werden spezielle Seminar- und Weiterbildungsangebote sowie Fachbroschüren mit zukunftsweisenden und praxiserprobten Konzepten für Vereine und Betriebe angeboten. Über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten der Initiative Vorreiter informiert außerdem ein regelmäßiger -Newsletter. Des Weiteren sind ein Erfahrungsaustausch von Ausbildern, Fachkräften sowie eine persönliche Beratung möglich (VORREITER- DEUTSCHLAND, 2010) Erfolgsfaktoren Das Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der Erfolgsfaktoren von Reitsportvereinen und Reitbetrieben mit einem Schulpferdeunterrichtsangebot. Als Erfolgsfaktoren werden diskutiert: - der Standort, - die Anlage, - das Schulpferd als solches (z.b. Qualität, Alter, Ausbildung), - das Angebot für die Zielgruppen, - das Marketing sowie - das Management und die Organisation der Reitsportvereine und Reitbetriebe. Die Markt- oder branchenspezifische Erfolgsfaktoren sollen Unterschiede im Erfolg zwischen verschiedenen Unternehmen klären Standort Auf jeden Punkt der Erdoberfläche wirkt eine Vielzahl verschiedenster Einflussgrößen physische, ökonomische, politische, kulturelle usw., die die Entwicklung des zu gründenden 14

18 Betriebes entscheidend positiv oder negativ steuern. Solche Einflussgrößen nennt man Standortfaktoren (BRÜCHER, 1982). Laut Fachliteratur bestimmen die Infrastruktur des Einzugsbereiches und die Verkehrslage des Betriebes auch in der heutigen mobilen Zeit weitgehend die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Betriebes / Vereins. Die Infrastruktur des Einzugsbereiches (Groß-, Mittel- oder Kleinstadt, Kurort, ländliche Abgeschiedenheit, Industrie, Gewerbe oder Landwirtschaft, Bevölkerungsdichte und -schichtung, Verkehrserschließung, kommunale Einrichtungen für Kultur usw.) gibt wichtige Anhaltspunkte, um die Nachfrage zu ermitteln, wodurch wiederum wirtschaftlicher Erfolg prognostiziert werden kann. Die Verkehrslage des Betriebes, seine Anbindung an gut ausgebaute öffentliche Straßen und an das öffentliche Nahverkehrsnetz ist insbesondere für jene Unternehmen wichtig, die ihr Angebot an die breite Bevölkerung und v.a. auch an Jugendliche richten. Gleichzeitig sollte auch ein möglichst gefahrloser Zugang vom Reitbetrieb zum Ausreitgelände bestehen, vorausgesetzt es werden Ausritte angeboten (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Aus Sicht des Kunden, dem Reitschüler bzw. dessen Eltern, wird der Anfahrtsweg als ein besonderes Auswahlkriterium genannt. Denn oft stellt sich die Frage wer Zeit hat, das Kind zu Reitstunde zu fahren oder ob es selbst mit dem Fahrrad sicher den Stall erreichen kann (GARO, 2004) Anlage Eine geeignete Anlage ist eine von mehreren Voraussetzungen, um gute Ausbildungsbedingungen für guten Schulunterricht zu schaffen. Wichtig für den Reitunterricht ist ein pferdegerechter Boden. Halle und offener Platz sollten die Mindestmaße von 20x40 Metern haben und sauber und gepflegt sein: ein ausgetretener Hufschlag, zu tiefer Boden oder gar Löcher und Steine sind eine Gefahr für Pferde und Reiter. Auch der Zustand der übrigen Anlage, wie Stallungen, Longierhalle oder Longierzirkel, Weideflächen und Paddocks gehören zu Gesamtbild der Anlage. Die Einzäunung von Weiden und Paddocks muss stabil, verletzungssicher, hoch genug mit geeignet festem Material und gut sichtbar sein. Weideflächen sollten den Schulpferden auch zur Verfügung stehen, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. 15

19 Große, saubere, helle und aufgeräumte Verkehrswege innerhalb der Anlage wirken sich nicht nur positiv auf das äußere Erscheinungsbild aus Sicht des Kunden aus, sondern sind auch ausschlaggebend für die Sicherheit aller Beteiligten (DEUTSCHE REITERLICHE VEREI- NIGUNG, 2004) Schulpferd Schulpferde sind entscheidend, damit neue Menschen zum und vor allem auf das Pferd finden. An das Schulpferd sind viele Anforderungen zu stellen. Es muss gesund, belastungsfähig, aufmerksam, gehorsam, nervenstark, gutmütig sein und ruhig bleiben, dabei gleichzeitig jedoch genug Temperament aufweisen, um eventuell mehreren Reitschülern im Laufe des Arbeitstages gerecht zu werden. Schulpferde werden für die Grundausbildung und für das Voltigieren benötigt; erwünscht sind auch einzelne Lehrpferde, die höheren Ansprüchen genügen und für den Turniereinsatz im Dressur- und Springsport innerhalb der Klassen E oder A in Betracht kommen. Auch sind verschiedene Ausbildungsniveaus der Pferde wichtig, um den Lernfortschritt der Schüler fördern zu können und gegebenenfalls eine erfolgreiche Absolvierung von Abzeichen, Lizenzen, Lehrgängen usw. zu ermöglichen (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Idealerweise haben diese Schulpferde die gleichen Grundeigenschaften, welche für das Reitpferd ausschlaggebend sind wie Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Diese Punkte bilden die Basis für ein harmonisches Reiten und dienen gleichzeitig der Gesunderhaltung des Pferdes (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2002). Um jedem Kunden gerecht zu werden, sollte ein Schulbetrieb Pferde mit unterschiedlichem Temperament und Kaliber sowie unterschiedlicher Größe haben, denn nicht jedes Pferd passt zu jedem Reiter. So bevorzugen meist Kinder und ängstliche Reiter kleine und sehr ruhige Pferde, wogegen für Erwachsene und schwerere Reiter das Pferd ein größeres Gewicht tragen können muss. Für den Einsteiger sollte das Pferd ein ruhiges, gleichmäßiges und angenehmes 16

20 Bewegungsgefühl vermitteln. Aus diesem Grund sind für den Anfang Pferde mit flachläufigen Bewegungsabläufen erwünscht, da diese es dem Reitanfänger leichter machen, sich an die Bewegungen des Pferderückens v.a. im Trab und Galopp zu gewöhnen, wodurch sich der Reiter schneller wohl fühlt als bei einem stark schwingenden oder zu wuchtig gehenden Pferd (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2007). Betrachtet man das überraschend deutliche Ergebnis der 2001 von der FN in Auftrag gegebenen Marktanalyse, haben rund 90 Prozent aller aktiven Mitglieder und Nichtmitglieder schon einmal ein Schulpferd geritten und dabei deutlich die Qualität dieser Pferde bemängelt (IP- SOS/FN 2001). Für den Reitschüler ist neben dem Gehorsam und dem unkomplizierten Umgang auch die Rittigkeit ein wichtiges Qualitätsmerkmal. In der Praxis wird die Rittigkeit oft unterschätzt, denn sie ist nicht nur für die Freude des Reiters und dessen Fortschritt notwendig, sondern auch für den physiologischen Muskelaufbau des Pferdes ausschlaggebend. Um die Rittigkeit der Schulpferde zu verbessern, gibt es verschiedene Methoden. Neben dem abwechslungsreichen Einsatz, der Vermeidung von Überforderung und Korrekturreiten kann auch die so genannte Zweisprachige Schulung der Lehrpferde eingesetzt werden. Dabei reagiert das Pferd nicht nur auf Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen, sondern auch auf die Stimmhilfen des Ausbilders oder des Reitschülers. Ein positiver Effekt neben dem Erhalt der Sensibilität ist, dass dadurch Gefahrensituationen gemindert werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Korrekturreiten weniger notwendig wird, denn oft ist dies bei hoher Auslastung kaum möglich. Des Weiteren sollte das Schulpferd so ausgebildet sein, dass das Erlernen des korrekten, losgelassenen Reitens möglich ist. Hinter Zuverlässigkeit und leichtem Handling steht immer auch eine vielseitige Ausbildung. Denn das Pferd wird nicht nur in der Reithalle geritten, sondern auch auf dem Außenplatz und im Gelände. Da die meisten Breitensportler sich Ausritte wünschen, ist die absolute Verlässlichkeit auch im Straßenverkehr gefordert (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2007). Als wertbestimmende Faktoren eines Schulpferdes werden angegeben: Gesundheit, gutmütige und ausgeglichene Charaktereigenschaften, Alter, Geschlecht, Rassezugehörigkeit und Abstammung, Reiteigenschaften, erbrachte Leistungen, Exterieur, Farbe und Grundgangarten. Auf dem Münchner Pferdemarkt wurden diese Pferde in der Preisklasse von 600 bis gehandelt (PICK, 2009). 17

21 Angebot/Zielgruppe Die Zielgruppen sind am Reitsport interessierte Menschen jeden Alters aus der Region des jeweiligen Vereins bzw. Betriebes. Wird die Angebotspalette und das gesamte Handeln des Schulbetriebes auf diese Zielgruppe ausgerichtet, spricht man von Zielgruppenorientierten Handeln (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Zielgruppenspezifische Konzepte sind beispielsweise Angebote für Kinder und Jugendliche, Späteinsteiger und Senioren, Geländeausbildung, Gesundheitssport, Therapeutisches Reiten usw. (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2007). Weitere Angebote sind: Voltigierunterricht, Anfängerunterricht an der Longe, Anfängerstunden, Aufbaugruppen, Fortgeschrittenengruppen, Talentgruppen, Leistungsgruppen für Turnierteilnehmer, Interessensgruppen wie Hausfrauen-, Alt-Herren-, Jagdreiter-, Quadrillenreitergruppen usw. sowie Einzelunterricht (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Daneben können Theorieunterricht, Videoanalyse, Lehrfilmseminare etc. in die Angebotspalette aufgenommen werden (DEUTSCHE REITER- LICHE VEREINIGUNG, 2007). Darüber hinaus gibt es erfolgreiche Spezialisierungen in der Praxis, wie z.b. die auf die klassische Dressur gerichtete Egon-von-Neindorff-Schule in Karlsruhe oder die verschiedenen Landesreitschulen, welche sich mit ihrem Angebot vorrangig auf Kurs-, Lizenzen- und Abzeichenprüfungen richten. Es gibt Reitbetriebe unterschiedlichster Ausrichtung; von Ausbildungsställen mit Schulpferden in der klassisch-deutschen Reitlehre, klassisch-barocken Reitlehre, Westernreiten, Isländerreitschulen bis hin zu reinen Ausreit- und Ferienbetrieben (GILBERT, 2006). Die Auswahl des passenden Schulbetriebes ist sehr wichtig für den Kunden. Der Einsteiger will vor allem wissen was Einzel-, Longen-, und Gruppenstunden kosten und ob zusätzliche Kosten wie Aufnahmegebühr, ein Vereinsvertrag, Zuschläge für die Benutzung der Anlage ein Pflege-, Sattelgeld anfallen. Oftmals erleichtert einem Anfänger die Entscheidung auch eine Schnupperstunde (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2004). Zum Reiten lernen gehört auch, den Umgang mit den Pferden zu trainieren. Das Erlernen des Umgangs bezieht sich auf das Putzen, Führen, Aufsatteln, Aufzäumen und abschließende Versorgen der Pferde. Viele Reitschulen bieten deshalb theoretischen Unterricht an und vergeben Pflegepferde (GILBERT, 2006). Für den fortgeschrittenen Reiter ist das Angebot einer Reitbeteiligung sinnvoll, denn dadurch kann ein intensiveres Training und das Zusammenfin- 18

22 den mit dem Partner Pferd ermöglicht werden (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINI- GUNG, 2004) Marketing Der Schulbetrieb der Reitsportvereine und Pferdebetriebe ist als Dienstleister zu sehen, da der Verkauf von Dienstleistungen in Form von Reitstunden und somit der Service am Kunden im Vordergrund steht (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Das Marketing inkludiert die Marktanalyse, Marketingplanung, Marketing-Mix und organisatorische Verankerung sowie Marketingkontrolle. Bei der Markanalyse ist v.a. die Informationsbeschaffung über den bestehenden Markt wichtig. Z.B. ist die Befragung der Kunden eine sinnvolle Form, um an Informationen zu deren Verhalten und Wünschen zu gelangen. Dabei kann der Kunde auch seine Einschätzung und Kritik äußern. Bei einer Kundenbedarfsanalyse könnte u.a. erörtert werden, welche Leistungen der Kunde in Anspruch nimmt, bis zu welchem Preis der Kunde bereit ist für die angebotene Leistung zu zahlen, wie viel Zeit der Kunde für das Reiten aufwenden kann usw. Wichtige Daten können auch durch die Mitbewerberanalyse gewonnen werden. Hier ist v.a. die Konkurrenz im Einzugsgebiet von etwa 30 bis 40 Autominuten zu untersuchen. Relevante Informationen über die Größe des Schulbetriebes, die Auslastung, die Reitanlage, die Verkehrsanbindung, die Kunden- und Preisstruktur wie auch die Qualifikation der Schulpferde und des Reitlehrers können z.b. das eigene Angebot und Preisleistungsverhältnis determinieren. Gleichzeitig ist eine eigene Betriebsanalyse empfehlenswert, damit eigene Stärken und Schwächen des Schulbetriebs im jeweiligen Verein oder Betrieb ermittelt werden können. Die Marketingplanung wird in die operative und strategische Marketingplanung unterschieden. Nachdem die Absatzchancen analysiert wurden, können die Zielgruppe sowie das Marketingziel bestimmt werden. So macht z.b. ein Ferienausreitbetrieb dort Sinn, wo der demensprechende Absatzmarkt, d.h. ein Touristik- und Urlaubsgebiet, vorhanden ist. 19

23 Durch den Marketing-Mix werden verschiedene Marketinginstrumente, wie Werbung, Qualität, Dienstleistung und Preis miteinander kombiniert. Die Angebotspalette sollte auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt, das Preis-Leistungsverhältnis für den Kunden transparent und nachvollziehbar sein. Als langfristige, strategische Zielsetzung muss festgelegt werden, ob der Schulbetrieb eher in Richtung Qualität oder Quantität ausgerichtet werden soll. Eine besondere Rolle hierbei stellt die Kompetenz der Schulbetriebsinhaber bzw. Reitlehrer dar. Das Personal sollte neben dem Schulpferd eine Stärke des Schulbetriebes sein, denn der persönliche Kontakt zum Kunden ist besonders wichtig, da alle Mitarbeiter des Schulbetriebes Repräsentanten und Verkäufer einer Dienstleistung sind und einen entscheidenden Teil für die Kundenzufriedenheit beitragen (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). So sollte z.b. bei einem Kinderferienhof der Reitlehrer neben der fachlichen Qualifikation auch mit Kindern kompetent und freundlich umgehen können (GILBERT, 2006). Oft genutzte Formen von Werbung sind Zeitungsinserate, Werbebriefe, Werbeveranstaltungen wie Weihnachtsreiten oder Vereinsturniere, Prospekte und die Homepage im Internet (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Allerdings ergab die Marktanalyse der FN, dass die meisten Pferdesportler vorrangig durch ihr Umfeld Familie, Verwandte, Freunde und Bekannte zum Reitsport kommen. Gerade im Bereich Marketing und des darauf abgestimmten Managements ist auf diese Tatsache zu achten. So können sich Angebot wie Familienrabatte, Bring a Friend -Modelle durchaus lohnen (IPSOS/FN 2001). Die Neukundengewinnung, Registrierung der Anfragen, Feststellung der Kundenzufriedenheit und regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche bezüglich der Auslastung sind Möglichkeiten der Marketingkontrolle innerhalb des Schulbetriebs (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008) Management/Organisation Zur Gestaltung und Steuerung des finanzwirtschaftlichen Umsatzprozesses des Unternehmens bzw. der damit zusammenhängenden vielfältigen Einzelprozesse wird der übergeordnete Funktionsbereich der Unternehmensführung, auch Management genannt, benötigt (DOMSCHKE, SCHOLL, 2003). Management wird auch oft als Synonym für Personalführung genutzt (SCHIERENBECK, 2000). Als Unternehmenspolitik wird die Gesamtheit der Festlegungen bezeichnet, die die Ziele des Unternehmens sowie sein Verhalten nach innen 20

24 und außen langfristig determinieren. Die Formulierung und dauerhafte Durchsetzung der Unternehmenspolitik sind Aufgaben des strategischen Managements (DOMSCHKE, SCHOLL, 2003). Das strategische Management beschäftigt sich mit der Entwicklung, Planung und Umsetzung von Zielen und strategischen Hauptstoßrichtungen. Es zielt darauf ab, den Bestand und die Rentabilität des Unternehmens dauerhaft zu gewährleisten. Das Ziel der strategischen Planung besteht darin, zukünftige Strategien so festzulegen, dass durch die Ausnutzung der unternehmerspezifischen Stärken unter Beachtung der prognostizierten Entwicklung von Umweltbedingungen Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen entstehen. Unter Zuhilfenahme bestimmter Instrumente und Methoden werden auf Grundlage der gegenwärtigen Situation sowie der Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen, die strategischen Hauptstoßrichtungen für die einzelne Geschäftsfelder des Unternehmens entwickelt. Es geht dabei v.a. um den Aufbau, die Pflege und Nutzung der strategischen Erfolgsposition, welche auch unter dem Terminus Alleinstellungstellungmerkmal bekannt ist. Strategische Erfolgspositionen sind die einzigartige Fähigkeit einer Unternehmung, auch in gesättigten Märkten längerfristig überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. Diese sind von der Konkurrenz nicht zu kopieren. Als Voraussetzungen um Alleinstellungsmerkmale aufzubauen, sind so genannte strategische Erfolgsfaktoren notwendig, welche das Potential des Unternehmens, bzw. Schulbetriebes darstellt. Die Kernkompetenz ist v.a. das kollektive Wissen, welches einen hohen Lernaufwand voraussetzt. Durch die Schaffung von wettbewerbsfähigen Ressourcen kann ein Kompetenzvorsprung erreicht werden (KUTTNER-RAAZ, 2009). Dies bezieht sich in einem Schulbetrieb v.a. auf die Faktoren Qualität der Schulpferde, Kompetenz der Reitlehrer, geeignete Reitanlage und kundenorientiertes Angebot. Jeder Verein und Pferdebetrieb kann sich fragen, ob der Schulbetrieb erfolgreich gegenüber den Mitbewerbern, also wie effizient dieser ist. Es wird hinterfragt, wie gut die Leistungsfähigkeit, d.h. wie hoch die Wirtschaftlichkeit des Schulbetriebes ist. Dabei sind die unter Marketing genannten Mitbewerberanalysen, Kundenbedarfs-, Unternehmens- und Umweltanalysen nutzbar. Aus den Ergebnissen solcher Analysen kann auch erörtert werden, wie effektiv die Ziele mit dem derzeitigen Schulbetrieb erreicht werden. Für die Umsetzung der Ziele ist eine Organisation des Schulbetriebs notwendig. 21

25 Ein in vielen Reitställen organisatorisches Problem ist die Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung des vorhandenen Umfeldes. So kann in Pferdebetrieben der Anteil der Privatpferde einen großen Anteil der eingestellten Pferde ausmachen. Besonders in nassen und kalten Jahreszeiten muss bei einer einzigen Halle für alle Beteiligten eine Kompromisslösung gefunden werden, da es sonst, je nach Anzahl der Pferde, zu einer Überbelegung der Halle kommen kann. Hier sind meistens klare Vereinbarung wie fixe Nutzungszeiten der Hallenbelegung durch Schulbetrieb, Longeneinheiten, Privatreiter oder für die Jungpferdeausbildung notwendig. Die Organisation der Unterrichtserteilung und des Schulpferdeeinsatzes sollte sehr gut geplant sein, um Überbelastung der Pferde zu verhindern und um die Wirtschaftlichkeit sowie Kundenzufriedenheit garantieren zu können (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). In der Literatur wird die Auslastung eines Schulpferdes pro Tag mit drei Unterrichtsstunden empfohlen, damit das Pferd kostendeckend eingesetzt werden kann ohne es zu Überlasten. In der ersten Stunde erwirtschaftet das Pferd den eigenen Unterhalt, in der Zweiten das Gehalt des Reitlehrers und in der Dritten allgemeine Kosten, Ausfall und Amortisation (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Die Kosten eines Schulpferdes pro Stunde werden beispielsweise bei einer Auslastung von 800 oder 550 jährlichen Einsatzstunden mit 4,40 bzw. 6,41 angegeben (LÖBBING, 2003). Die Vollkosten werden (z.b. bei fünf Schulpferden und 30 Pensionspferdeplätzen) für ein Schulpferd bei einer jährlichen Auslastung von 600 Reitstunden auf 13,35 pro Reitstunde beziffert. Bei 480 jährlichen Reitstunden betragen die Vollkosten einer Reitstunde 16,68 (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Die Vollkostenberechnung geht aus folgender Abbildung hervor: 22

26 Abb.: 1 (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG 2008) Je größer der Schulpferdebestand, desto wirtschaftlicher ist der Betrieb, vorausgesetzt, die Pferde werden entsprechend ausgelastet. Wenn ein Schulpferd überlastet wird, können neben den Tierarztkosten auch die Ausfallkosten hinzugerechnet werden. Um das Risiko der Überbelastung zu minimieren, sollten die Schulpferde gezielt abwechslungsreich im Reitunterricht eingesetzt werden, z.b. nach einer Anfängerstunde eine Leistungsstunde und anschließend eine Einzel-Longenstunde oder einen Ausritt. Außerdem sollte ein Schulpferd maximal vier Reitstunden absolvieren und auch täglich Koppel- oder Weideausgang genießen können, damit das sich mental und physisch entspannen kann (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINI- GUNG, 2008). Um eine größtmögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen, sollte monotoner Einheitsunterricht vermieden werden durch die Unterrichtsplanung mit verschiedenen Unterrichtsinhalten. Um auf Dauer für den Schüler eine gute, interessante und effektive Ausbildung anbieten zu 23

27 können ist es notwendig, den Unterricht je nach Alter-, Leistungs- und Interessengruppen zu gliedern. Bei der Unterrichtsplanung muss auch auf die individuelle betriebliche Struktur geachtet werden. Dabei ist vorrangig auf die Unfallverhütung zu achten. Aus diesem Grund sollte auch der Unterricht im Gelände gut geplant sein. Die Schüler sollten sich auf einem sicheren Niveau befinden und die Schulpferde absolut brav, verlässlich und geländesicher sein. Des Weiteren sollten die Ausreitgruppen eingeteilt werden und die Wege vor dem Ausritt vom Reitlehrer genau geprüft worden sein. Besondere Veranstaltungen erfordern zwar einen hohen Organisationsaufwand aller Beteiligten, dienen aber neben der Motivation für die Reitschüler auch als Werbung für den Schulbetrieb (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). 24

28 3. Material und Methode Für die vorliegende Bachelorarbeit wurden anhand einer Onlineumfrage verschiedene Erfolgsfaktoren von Schulbetrieben abgefragt und analysiert. Die Daten aus den Fragebögen wurden in zahlenkodierter Form erfasst und mit einem Statistikprogramm (Matlap, Fa. Mathworks, Ismaning) hinsichtlich der Häufigkeit analysiert. Unterschiede zwischen Gruppen wurden mittels Chiquadrat-Tests untersucht. Aus datenschutzrechtlichen Gründen konnten keine Fragen über Ergebnisse aus Gewinn- und Verlustrechnung, Höhe der Über- und Unterdeckung, sowie Finanzsummen gestellt werden. Der Erfolg eines Schulbetriebes soll in dieser Arbeit durch die Faktoren Standort, Anlage, Schulpferd, Angebot und Zielgruppe, Marketing, Management und Organisation untersucht werden. Eine persönliche Einschätzung des wirtschaftlichen Erfolges des Schulbetriebes der Befragten ist in der abschließenden Frage 39 dargestellt. Die Befragung erfolgte als anonyme Umfrage mittels eines auf einem Server (www.onlineumfragen.com) abgelegten Fragebogens (siehe ). Um den Onlinefragbogen möglichst einfach und ansprechend zu gestalten, wurde darauf geachtet, dass bei bestimmten Antworten die nachfolgenden Fragen automatisch übersprungen wurden. Dies war der Fall bei Frage 9 sowie 31. Insgesamt wurden 855 Fragebögen per verschickt. Jeder Teilnehmer wurde vorab über eine Internetrecherche auf seine Tauglichkeit recherchiert. Tauglich war ein Schulbetrieb dann, wenn dieser zu dem Zeitpunkt der Recherche einen laufenden Schulbetrieb hatte. Alle bei dieser Recherche eruierten Schulbetriebe wurden kontaktiert. 25

29 3.1. Fragebogen Erfolgsfaktoren für Vereine & Reitbetriebe mit Schulbetrieb Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Stefan Seyfarth und studiere Pferdewissenschaften an der Vet.-Med. Universität Wien. In Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Dr. Brückner und dem Graf-Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften in Neustadt-Dosse arbeite ich gerade an meiner Abschlussarbeit welche das Thema "Erfolgsfaktoren für Schulbetrieb im Vergleich von Vereinen und Pferdebetrieben mit Schulbetrieb in städtisch und ländlich geprägten Regionen" trägt. Aus diesem Grund führe ich eine Onlineumfrage durch. Ihre Angaben zur Befragung werden selbstverständlich streng vertraulich und der gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz entsprechend behandelt, sowie nur in anonymisierter Form (ohne Name und Adresse) ausgewertet. Somit können auch keine Rückschlüsse von den Ergebnissen auf die einzelnen Vereine/Betriebe gezogen werden. Als Dankeschön haben Sie am Ende der Befragung die Möglichkeit, sich die Ergebnisse zukommen zu lassen. Wenn Sie keine Informationen über den Schulbetrieb in Ihrem Verein/Betrieb geben können bitte leiten Sie diese direkt zur zuständigen Person weiter. Sie sind mir dadurch eine große Hilfe. Mit freundlichen Grüßen Stefan Seyfarth Autor Stefan Seyfarth 26

30 Standort Befindet sich der Stall in der Nähe Großstadt? (über Einwohner) ja (bitte den Name der Stadt ins Textfeld eintragen) nein, wir sind im ländlichen Bereich anzutreffen Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Standort Wie weit ist der Stall ungefähr von der Stadt entfernt? direkt (bis 5 km) bis 10 km Entfernung bis 20 km Entfernung bis 30 km Entfernung über 30 km Entfernung Standort Ist der Stall mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen? (Haltestelle in max. 1km Entfernung) ja 27

31 nein und/oder Standort Gibt es andere Schulbetriebe/ Konkurrenz in der näheren Umgebung des Betriebs/Vereins? Ja innerhalb von 5 km Ja innerhalb von 10 km Ja innerhalb von 20 km Nein Anlage Wann wurde Ihre Reitanlage gebaut? vor Anlage Bitte tragen Sie die Anzahl der Reitmöglichken, die Ihre Anlage bietet, ein. 28

32 Halle 20 x 40 m und kleiner Halle 20 x 60 m und größer Dressurplatz 20 x 40 m Dressurplatz 20 x 60 m Springplatz Gelände sonstige:!!zahl!!zahl!!zahl!!zahl!!zahl!!zahl!!zahl Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Anlage Werden auch Außenplätze und Gelände für den Schulbetrieb genutzt? Nein Ja, beides wird genutzt Ja, nur der Reitplatz Anlage Gibt es ein Reiterstübchen/Kasino? 29

33 ja nein Anlage Was für eine Art von Stübchen/Kasino ist das? Maximal 2 Antworten mit Bewirtung Selbstbedienung mit Automaten das Zuschauen des Unterrichts ist möglich Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Schulpferde Wie viele Schulpferde besitzen Sie? 1 Schulpferde In welchen Besitz sind ihre Schulpferde? Mehrfachantwort möglich 30

34 Privatpersonen gestellt Vereinspferde Betriebseigene Pferde sonstige: Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Schulpferde Bitte ordnen Sie die Anzahl der Schulpferde ihrem Alter zu. 3 bis 6 Jahre 7 bis 10 Jahre 10 bis 15 Jahre 15 bis 20 Jahre über 20 Jahre!!ZAHL Pferde!!ZAHL Pferde!!ZAHL Pferde!!ZAHL Pferde!!ZAHL Pferde Schulpferde Welche Ausbildungen haben ihre Schulpferde? Dressur unter E!!ZAHL Pferd(e) 31

35 Dressur E Dressur A Dressur L Dressur M Dressur S Springen unter E Springen E Springen A Springen L Springen M Springen S Horseball Voltigieren Therapeutisches Reiten weitere Breitensportrichtungen:!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e)!!ZAHL Pferd(e) und zwar 32

36 Schulpferde Erwirtschaftet Ihrer Meinung nach ein höher ausgebildetes Schulpferd mehr Geld innerhalb des Schulbetriebes? Maximal 2 Antworten ja, denn für die höhere Qualität des Pferdes kann ich mehr Geld verlangen nein, denn die Pferde laufen trotzdem nicht mehr Reitstunden pro Tag nein, denn die Kunden würden/können nicht mehr zahlen Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Schulpferde Die Schulpferde sind bevor Sie das erste Mal eingesetzt werden: Mehrfachantwort möglich ehemalige Sportpferde Freizeitpferde Therapiepferde lediglich angeritten im Betrieb ausgebildet Schulpferde 33

37 Werden die Pferde Korrektur geritten von Trainer/Bereiter oder fortgeschrittenen Reitbeteiligungen? ja wöchentlich ja monatlich ja, aber nur wenn das Pferd Rittigkeitsprobleme zeigt nein Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Schulpferde Nach welchen Kriterien würden Sie ein Schulpferd kaufen? Mehrfachantwort möglich junges Alter, da unverbraucht mittleres Alter, da routinierter und erfahrener passendes Interieur korrektes Exterieur Grundausbildung absolviert spezielle Ausbildung (z.b. höhere Dressurlektionen) vielseitige Einsetzbarkeit (Springen, Dressur, Gelände u.a.) Größe Rasse 34

38 Preis Schulpferde Wie viel zahlen Sie im Schnitt für die Anschaffung/Kauf eines Schulpferdes? bis 500 bis 1000 bis 2000 bis 3000 bis 4000 bis 5000 über 5000 Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Schulpferde Welche Qualitätsabstriche bezüglich der Schulpferde sind Ihrer Meinung nach vertretbar? (leichte Qualitätsabstriche im Interieur meint leichte Abweichungen im Schulpferdecharakter, der sich durch absolute Gelassenheit, aber auch Leistungsbereitschaft, sowie der inneren Einstellung auf den nächsten Reiter auszeichnet) Mehrfachantwort möglich Abweichungen im Exterieur (z.b. Stellungsfehler, Überbaut, langer Rücken, kurzer Hals, Stel- 35

39 lungsfehler), wenn das Interieur passt Abweichungen im Exterieur, wenn der Preis sehr günstig ist Abweichungen im Interieur, wenn das Exterieur korrekt ist Abweichungen im Interieur, wenn der Preis sehr günstig ist Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Schulpferde Wodurch könnte man Ihrer Meinung nach langfristig die Qualität der Schulpferde verbessern? Mehrfachantwort möglich regelmäßiges, z.b. wöchentliches Korrekturreiten durch Bereiter, Trainer oder fortgeschrittener Reitbeteiligung gezielter Pferdeeinsatz z.b. nach schlechten Reiter wieder guten Reiter Turnierteilnahme Breitensportliche Wettkämpfe (wie z.b. PM-Schulpferdecup) Teilnahme an Kursen und Seminaren Weitere Veranstaltungen/Prüfungen speziell für Schulpferde wie: Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: 36

40 Angebot / Zielgruppen Wie viele Reitschüler werden pro Woche unterrichtet? Schüler 5 Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Wie oft kommen ca. die einzelnen Reitschüler in der Woche? 1-2 mal 3-4 mal 5-6 mal täglich!!zahl Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Wie hoch ist die Schulpferdeauslastung pro Tag und Pferd? 37

41 1 Reitschüler 2-3 Reitschüler 4-5 Reitschüler mehr als 5 Reitschüler Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Welche Altersgruppe ist ca. wie häufig unter Ihren Reitschülern vertreten? unter 6 Jahre 6 10 Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre über 60 Jahre!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler!!ZAHL Schüler Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: 38

42 Angebot / Zielgruppen In welchen Sparten bieten Sie Unterricht an? Mehrfachantwort möglich Dressur Springen Gelände mit Hindernissen Voltigieren Freizeitreiten - Breitensport Ausritte Bodenarbeit Fahren Western Gangpferde Therapeutisches Reiten sonstige: Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen 39

43 Wie ist der Unterricht strukturiert? Mehrfachantwort möglich Gruppenunterricht als Abteilung bis 5 Pferde Gruppenunterricht als Abteilung bis 10 Pferde Gruppenunterricht als Abteilung über 10 Pferde Gruppenunterricht mit durcheinander Reiten bis 5 Pferde Gruppenunterricht mit durcheinander Reiten bis 10 Pferde Gruppenunterricht mit durcheinander Reiten über 10 Pferde Zu zweit Einzelunterricht Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Wie teuer ist eine Gruppenreitstunde? bis über 25 40

44 Wir haben keine Gruppenstunden, weil Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Wie teuer ist eine Einzelreitstunde? > 35 Wir haben keine Einzelstunden, weil Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Wie begründen Sie Ihre Preise? Mehrfachantwort möglich 41

45 mit dem preislichen Angebot der umliegenden Schulbetriebe mit der Qualität der Schulpferde mit der Qualität des Ausbilders mit der Beschaffenheit der Anlage mit der Nähe zur Stadt mit der weiten Entfernung zur Stadt mit dem speziellen Angebot wie Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Angebot / Zielgruppen Haben Sie momentan eine Warteliste für interessierte Schulpferdereiter? ja nein Angebot / Zielgruppen Wie lange wartet ein Reitschulinteressierter durchschnittlich? Wochen 1 Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: 42

46 Marketing Wie wird für Ihren Schulbetrieb geworben? Mehrfachantwort möglich keine Werbung Mundpropaganda Internet Inserate in Zeitschriften besondere Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür sonstige Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Marketing Wird für den Schulbetrieb mit anderen Einrichtungen zusammengearbeitet? Mehrfachantwort möglich Nein mit Kindergärten 43

47 mit Schulen mit Universitäten mit Hotelanlagen mit Volkshochschulen mit anderen: Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Marketing Welche zusätzlichen Angebote gibt es für Ihre Schulpferdereiter? Mehrfachantwort möglich Theorieunterricht Motivationsabzeichen Leistungsabzeichen Reitbeteiligungen Rabatte (10er-Blöcke, für Vereinsmitglieder etc.) Seniorenstunden Stunden für erwachsene Neu- & Wiedereinsteiger Managerseminare sonstige: Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: 44

48 Marketing Bieten Sie zusätzliche Veranstaltungen an? Mehrfachantwort möglich nein Wanderritte Haus-, Vereinsturniere Kurse, Seminare Weihnachtsfeier Ausflüge außerhalb des Reitsports sonstige: Sonstige: Management / Organisation In welcher Rechtsform bieten Sie das Schulreiten an? eingetragener Verein gewerblicher Pferdebetrieb 45

49 landwirtschaftlicher Pferdebetrieb Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Management / Organisation Gibt es noch andere Betriebszweige? Mehrfachantwort möglich nein Pensionspferdehaltung Landwirtschaft Zucht Beritt Unterricht auf Privatpferden sonstige: Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Management / Organisation Über welche Qualifikationen verfügen die Ausbilder? 46

50 Amateurtrainer C Amateurtrainer B Amateurtrainer A Pferdewirt(meister) Reiten (Bereiter) Pferdewirt(meister) Zucht & Haltung Sonderausbildung Therapeutisches Reiten keine Lizenz andere:!!zahl Ausbilder!!ZAHL Ausbilder!!ZAHL Ausbilder!!ZAHL Ausbilder!!ZAHL Ausbilder!!ZAHL Ausbilder!!ZAHL Ausbilder!!ZAHL Ausbilder Weitere Bemerkungen zu dieser Frage: Management / Organisation Sind Sie zufrieden mit dem Schulbetrieb? o o o o ja, die Schulpferde erwirtschaften ihre Kosten ja, der Schulbetrieb erwirtschaftet einen Überschuss nein, könnte besser laufen nein, der Schulbetrieb benötigt zur Aufrechterhaltung finanzielle Unterstützung Autor Stefan Seyfarth 47

51 4. Ergebnisse 4.1. Vorbemerkungen Am wurde über eine Umfrageplattform im Internet der Fragebogen an 855 Adressen verschickt. Diese Adressen wurden im Internet unter bestimmten Kriterien, wie die Nähe zu einer Großstadt Deutschlands und die Durchführung eines Schulbetriebs recherchiert. Die Adressen der Befragten werden anonym behandelt und nicht in dieser Arbeit aufgezeigt. Aufgrund der Möglichkeit von Mehrfachantworten und Sprüngen entspricht der ausgewiesene Anteil bei bestimmten Fragen nicht der tatsächlichen Teilnehmerzahl sondern der Anzahl der Nennungen. Des Weiteren wurde bei den Fragen 1, 9, 11, 14, 16, 18, 19, 20, 23, 25, 26, 27, 28, 29, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37 und 39 den Teilnehmern die Möglichkeit eingeräumt, durch freiwillige und zusätzliche Informationen ihren Standpunkt und ihre Aussage mit Hilfe eines Kommentarfeldes zu verdeutlichen. Diese Kommentare sind teilweise in die Auswertung einbezogen worden oder im Anhang zu finden. Die Anzahl der Teilnehmer kann in den unterschiedlichen Fragen variieren. Die Teilnehmeranzahl der einzelnen Fragen ist den jeweiligen Abbildungen zu entnehmen Rücklauf der Onlineumfragen Innerhalb des Zeitraums des bis wurde der Fragebogen von 288 Teilnehmern geöffnet und von 206 (72%) wurde mindestens die erste Frage beantwortet. 154 (53%) der Befragten beantworteten die letzte Frage. 48

52 4.3. Auswertung der Fragebögen Standort Zu Beginn des Fragebogens wurden die Teilnehmer über den Standort des Schulbetriebes hinsichtlich der Nähe/Entfernung zu einer Großstadt, der Erreichbarkeit und der unmittelbaren Konkurrenz in der Umgebung befragt. Im ländlichen Bereich sind 116 (57% der 205 Probanden) der befragten Schulbetriebe anzutreffen. 88 (43%) der Teilnehmer führen ihren Schulbetrieb in der unmittelbaren Nähe einer Großstadt (siehe Abb. 2). Hierbei handelt es sich vorrangig um die Städte Berlin, Hamburg, Hannover, Dresden, Leipzig, München, Nürnberg, Köln, Düsseldorf und Stuttgart (siehe Anhang Teil A). Abb. 2: Frage 1 Total Probanden 205 Im unmittelbaren Einzugsgebiet der Stadt (Entfernung bis 5 km) befinden sich 59 (29%) der 201 Probanden, bis 10 km Entfernung 48 (24%), bis 20 km Entfernung 42 (21%), bis 30 km 49

53 Entfernung 32 (16%) und über 30 km Entfernung zur Stadt 20 (10%) der Schulbetriebe (siehe Abb. 3). Abb. 3: Frage 2 Total Probanden 201 Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind mit 137 (68%) mehr als die Hälfte der Schulbetriebe, 64 (32%) der 201 an dieser Frage teilgenommen Probanden sind nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (siehe Abb. 4). 50

54 Abb. 4: Frage 3 Total Probanden 201 Mit 109 Teilnehmern hat knapp mehr als die Hälfte (55%) der Schulbetriebe Konkurrenz in unmittelbarer Umgebung (bis 5 km). Innerhalb von 10 km haben 62 (31%) und innerhalb von 20 km haben 22 (11%) Teilnehmer mindestens einen anderen Schulbetrieb als Konkurrenz. 7 (4%) Befragte wissen von keinem anderen Schulbetrieb in ihrer näheren Umgebung (siehe Abb. 5). Abb. 5: Frage 4 Total Probanden

55 Anlage In den Fragen 5 bis 9 wurde vorrangig die Modernität der Anlage erfragt sowie die Reitmöglichkeiten um ausreichend und abwechslungsreichen Unterricht gestalten zu können. Mit 107 (54%) ist die Hälfte aller Anlagen der Befragten den Baujahren zuzuordnen und je 46 (23%) Betriebe erbauten ihre Anlagen vor 1970 bzw. zwischen 1970 bis 1990 (siehe Abb. 6). Abb. 6: Frage 5 Total Probanden 200 Damit ein Schulbetrieb wetterunabhängig und weniger saisonal abhängig bleibt, ist eine Reithalle notwendig. 120 (65%) Schulbetrieben steht eine 20 x 40 m Halle und kleiner zur Verfügung. Zusätzlich besitzen 78 (42%) der befragten Schulbetriebe eine 20 x 60 m Reithalle und größer. Ein Dressurplatz mit den Maßen 20 x 40 ist bei 109 (59%) und ein 20 x 60 m Dressurplatz bei 95 (52%) Schulbetrieben vorzufinden. Am Häufigsten gibt es Reitmöglichkeiten bei den teilnehmenden Schulbetrieben im Gelände mit 151 (82%) dicht gefolgt von einem Springplatz 134 (73%). Sonstige Reitmöglichkeiten wurden 33 (18%) mal angegeben (siehe Abb. 7). 52

56 Abb. 7: Frage 6 Total Probanden 184 Mit 158 (81%) gab ein Großteil der Teilnehmer an, dass die Außenplätze wie auch das Gelände für den Schulbetrieb genutzt wird. Lediglich 24 (12%) nutzen nur den Reitplatz und 12 (6%) Schulbetriebe verwenden weder Außenplatz noch Gelände (siehe Abb. 8). Abb. 8: Frage 7 Total Probanden 194 Bei 60 (31%) Schulbetrieben gibt es kein Reiterstübchen/Kasino; bei 134 (69%) steht den Reitern ein solches zur Verfügung. Bei diesen 134 Schulbetrieben ist das Zuschauen des Unterrichts bei 76 (61%) möglich (siehe Abb. 9). 48 (39%) der Reiterstübchen/Kasinos sind mit 53

57 Bewirtung und bei 59 (48%) kann sich der Reitschüler an einem Automaten oder Tresen selbst bedienen (siehe Abb. 10). Abb. 9: Frage 8 Total Probanden 194 Abb. 10: Frage 9 Total Probanden

58 Schulpferd Das Schulpferd ist die Grundvoraussetzung des Schulbetriebes und wurde mit zehn Fragen (Frage 10 bis 20) hinsichtlich Anzahl, Alter, Ausbildung, Qualität und Qualitätserhaltung sowie Preis und Auslastung des Schulpferdes untersucht. Zur übersichtlichen Darstellung wurde die Anzahl der Schulpferde gruppiert. Die kleinste Gruppierung der Schulpferde mit bis zu fünf Schulpferden ist bei 43 (24%) Teilnehmer gegeben. Der Großteil der Schulbetriebe stehen mit 71 (38%) 6 bis 10 Pferde zur Verfügung. Die Anzahl 11 bis 15 Schulpferde beträgt bei 37 (20%) und 16 bis 20 bei 16 (10%) der Teilnehmer. Über 20 Schulpferde gibt es bei 15 (8%) Schulbetrieben, wobei der Spitzenwert bei 2 (1%) Schulbetrieben bis zu 60 Schulpferde beträgt. Der Mittelwert befindet sich bei 11 Schulpferden (siehe Abb. 11). Abb. 11: Frage 10 Total Probanden 193 Mit 56% (136) sind über die Hälfte der Schulpferde betriebseigene Pferde und 20% (48) stehen im Vereinsbesitz. 27% (53) der Schulpferde werden von Privatpersonen zur Verfügung gestellt und 6 (3%) Teilnehmer gaben sonstige Besitzverhältnisse an (siehe Abb. 12). 55

59 Abb. 12: Frage 11 Total Probanden 193 Das Alter der Schulpferde wurde für eine vereinfachte und übersichtliche Darstellung gruppiert. Die Werte in der Klammer sind die Anzahl der Schulpferde in der jeweiligen Altersklasse. 3 bis 6 jährige Schulpferde stehen bei 10% (84) und 7 bis 10 Jahre alte Schulpferde bei 23% (139) der Schulbetriebe zur Verfügung. Mit 34% (165) befinden sich die meisten Pferde im Alter von 10 bis 15 Jahre. 15 bis 20 Jahre und über 20 Jahre alte Schulpferde stehen bei 26% (128), bzw. 7% (67) der Schulbetriebe zur Verfügung (siehe Abb. 13). Abb. 13: Frage 12 Total Probanden

60 Die Ausbildung der Schulpferde wurde, orientiert an den üblichen Turnierklassen nach der LPO (Leistungsprüfungsordnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung) sowie zusätzlichen Ausbildungsschwerpunkten kategorisiert. Bei 69% (117) der Schulbetriebe befindet sich der größte Teil der Schulpferde in der Dressur auf dem Ausbildungsstand der Klasse E und bei 73% (123) auf dem der Klasse A. In den hohen Klassen befindet sich mindestens ein Pferd auf dem Niveau der Klasse M bei 20% (34) und der Klasse S bei 13% (22) der Schulbetriebe. Beim Springen befindet sich das Schulpferd am Häufigsten bei 58% (98) der Schulbetriebe auf dem Ausbildungsstand Klasse E und bei 51% (87) in der Klasse A. Schulpferde mit dem Springvermögen für die hohen Klassen gibt es auf M-Niveau bei 16% (27) und für S-Niveau bei 8% (14) der Teilnehmer. Aus dem Gesamtanteil geht hervor, dass die meisten Schulpferde in der Dressur mit ihrem Ausbildungsniveau mit 9,3% unter E, mit 17,7% E und mit 14,3 % im Bereich der Klasse A sind. Ähnlich ist die Verteilung beim Springen. 10,3% aller Schulpferde befinden sich im Bereich Springen unter der Klasse E, 11,6% auf dem Niveau E und 7,9% der Schulpferde können bis zur Klasse A springen. Spezielle Ausbildungen der Schulpferde wie Therapeutisches Reiten gibt es bei 32% (54) und Voltigieren bei 36% (60) der Schulbetriebe (siehe Abb.14). Abb. 14: Frage 13 Total Probanden

61 Auf die Frage, ob ein höher ausgebildetes Schulpferd mehr Geld erwirtschaftet, antworteten mit 14% (34) ein kleiner Teil der Teilnehmer positiv. Das Nein begründeten 48% (117) damit, dass das Schulpferd trotzdem nicht mehr laufen würde und 38% (91) sind der Ansicht, dass die Kunden nicht mehr zahlen könnten oder würden (siehe Abb. 15). Weitere Begründungen wurden ausführlich in der Kommentarbox beschrieben und sind dem Anhang (siehe Anhang Teil A) zu entnehmen. Abb. 15: Frage 14 Total Antworten 242 Der Großteil der Schulpferde wurde entweder im eigenen Betrieb ausgebildet 133 (32%) oder vorher im Turniersport eingesetzt 105 (25%), aber auch als Freizeitpferd 177 (28%) deklariert. 38 Schulpferde (9%) wurden vor ihrem ersten Einsatz lediglich angeritten und 20 (5%) Pferde speziell als Therapiepferd geschult (siehe Abb. 16). 58

62 Abb. 16: Frage 15 Total Antworten 413 Das Korrekturreiten der Schulpferde durch einen Trainer/Bereiter oder eine fortgeschrittene Reitbeteiligung wird bei 77 (43%) Schulbetrieben wöchentlich durchgeführt, bei 19 (11%) monatlich und bei 70 (39%) nur wenn das Pferd Rittigkeitsprobleme zeigt. 12 (7%) der Schulbetriebe verzichten auf das Korrekturreiten der Schulpferde (siehe Abb. 17). In den Kommentaren werden hier unterschiedliche Gründe genannt. Zum einen seien bei manchen Schulpferden keine Korrekturen notwendig, anderen Schulbetrieben fehlen hierfür die finanziellen Mittel (siehe Anhang Teil A). 59

63 Abb. 17: Frage 16 Total Probanden 178 Ausschlaggebend für den Kauf eines Schulpferds wurde vordergründig der Preis mit 142 (18%) Antworten genannt, aber auch das korrekte Interieur 119 (15%) sowie ein mittleres Alter und damit verbundene Routine und Erfahrung 124 (16%) sind erwünscht. Weitere wichtige Kriterien für einen Kauf sind die vielseitige Einsetzbarkeit in Springen, Dressur, Gelände u.a. mit 109 (14%) Antworten sowie die passende Größe des Schulpferdes 110 (14%). Auch die Absolvierung der Grundausbildung ist für den Einsatz als Schulpferd von Bedeutung 73 (9%). Weniger wichtig für den Kauf eines Schulpferdes war für die Teilnehmer ein junges Alter 27 (3%), ein korrektes Exterieur 42 (5%) und die Rasse 45 (6%). Eine spezielle Ausbildung des Pferdes, wie z.b. höhere Dressurlektionen, ist für die teilnehmenden Schulbetriebe von geringster Bedeutung 9 (1%) (siehe Abb. 18). 60

64 Abb. 18: Frage 17 Total Probanden 176, Antworten 800 Der Großteil der Schulbetriebe zahlt mit 29% (51) für die Anschaffung/Kauf eines Schulpferdes bis 3000, 26% (46) bis 2000 und 20% (34) der Schulbetriebe zahlt bis zu 4000 für ein Schulpferd. Bis zu einem Preis von 5000 würden 7% (11) und über % (5) der Schulbetriebe ein Schulpferd kaufen. Unter 500 bzw. bis 1000 Kaufpreis geben 6% (11), bzw. 9% (15) der Schulbetriebe für ein Pferd aus (siehe Abb. 19). Abb. 19: Frage 18 Total Probanden

65 Als Qualitätsabstriche bezüglich der Schulpferde gelten für den Großteil der Schulbetriebe Abweichungen im Exterieur (z.b. Stellungsfehler, Überbaut, langer Rückenvertretbar, kurzer Hals etc.) als vertretbar, wenn das Interieur passt mit 134 (55%), oder mit 74 (48%) Antworten wenn der Preis sehr günstig ist mit. Geringe Bewertungen erhielten die Abweichungen im Interieur, wenn entweder das Exterieur korrekt ist 13 (8%) oder wenn der Preis sehr günstig ist 21 (14%) (siehe Abb. 20). Abb. 20: Frage 19 Total Probanden 154 Total Antworten 242 Das Erzielen einer langfristigen Verbesserung der Qualität der Schulpferde findet bei 136 (32%) Schulbetrieben durch ein regelmäßiges, z.b. wöchentliches Korrekturreiten eines Bereiter/Trainer, sowie durch fortgeschrittene Reitbeteiligungen statt. Bei und bei 119 (28%) Teilnehmern wird dies durch einen gezielten Pferdeeinsatz erreicht. Weiter wurde die Teilnahme an Kursen und Seminaren von 71 (17%) sowie an Breitensportlichen Wettkämpfen, wie z.b. dem PM-Schulpferdecup, mit 44 (10%) Antworten genannt. 33 (8%) Schulbetriebe sind der Meinung, dass die Turnierteilnahme die Qualität verbessert und 18 (4%) gaben hierfür weitere Veranstaltungen für Schulpferde an (siehe Abb. 21). Dabei wurde vorrangig die artgerechte Auslaufhaltung und das abwechslungsreiches Training genannt, um ein ausgeglichenes und am Unterricht motiviertes Schulpferd für den Reitschüler zur Verfügung stellen zu können (siehe Anhang Teil A). 62

66 Abb. 21: Frage 20 Total Probanden 166 Total Antworten Angebot und Zielgruppe Ziel dieser Fragen ist es, die Zielgruppen der Schulbetriebe zu beschreiben und das darauf abgestimmte Angebot zu erfahren. Eine Kernfrage ist, ob die Schulbetriebe erfolgreich durch eine breite oder aufgrund einer speziellen Angebotspalette Kunden gewinnen und binden können. Bei der Frage, wie viele Reitschüler pro Woche unterrichtet werden, konnten die Teilnehmer in Fünfer-Schritten von 5 bis 190 Schülern antworten. Zur besseren Übersicht wurden die Antworten in 50-Schülergruppen zusammengefasst. Mit 57,2% (95) hat der Großteil der Schulbetriebe unter 50 Schüler pro Woche. Fast ein Drittel mit 29,5% (49) der Schulbetriebe unterrichtet pro Woche Schüler und 9,1% (15) unterrichten zwischen Schüler. Bei 4,2% (7) der Schulbetriebe werden über 150 Reitschüler in der Woche unterrichtet. Aus den zugehörigen Kommentaren war zu entnehmen, dass zwei Schulbetriebe bis 240 Reitschüler pro Woche unterrichten (siehe Abb. 22). Des Weiteren wurde von den Teilnehmern 63

67 mit Hilfe der Kommentarbox auf die saisonabhängigen Schwankungen, v.a. bei Ferienbetrieben verwiesen (siehe Anhang Teil A). Abb. 22: Frage 21 Total Probanden % (149) aller Reitschüler nehmen pro Woche 1-2-mal eine Reitstunde in den teilnehmenden Schulbetrieben. 3-4-mal nehmen 7% (56) der Reitschüler eine Reitstunde. 5-6-mal pro Woche nehmen 4% (18) und tägliche Reitstunden nehmen 2% (12) der Reitschüler in den teilnehmenden Schulbetrieben (siehe Abb. 23). Abb. 23: Frage 22 Total Probanden 154 Die Auslastung eines Schulpferdes pro Tag ist bei 68% (113) der Schulbetriebe mit 2 3 Reitschülern gegeben. Bei weiteren 25% (42) Reitschulen ist das Pferd mit einem Reitschüler 64

68 pro Tag ausgelastet. 4 5 Reitschüler trägt ein Pferd am Tag bei 5% (8) und mehr als 5 Reitschüler täglich bei 1% (2) Reitschulbetrieben (siehe Abb. 24). Abb. 24: Frage 23 Total Probanden 165 Das Alter der Reitschüler beträgt hauptsächlich von 6 10 Jahre mit 123 (27%) und von Jahre mit 132 (32%). Kinder unter 6 Jahren sind mit 75 (6%), Reitschüler zwischen Jahren mit 100 (13%) sowie zwischen mit 109 (13%) und zwischen Jahren mit 82 (8%) vertreten. Über 60jährige Reitschüler sind mit 21 (1%) die kleinste Altersgruppe (siehe Abb. 25). Abb. 25: Frage 24 Total Probanden

69 Der Unterricht wird vorrangig in den Sparten Dressur 138 (18%), Springen 115 (15%), Freizeitreiten Breitensport 110 (15%) und Ausreiten 122 (16%) angeboten. Bei deutlich weniger Schulbetrieben kann der Reitschüler Geländereiten mit Hindernissen 47 (6%), Voltigieren 52 (7%), Therapeutisches Reiten 46 (29%) in Anspruch nehmen oder sich in der Bodenarbeit 63 (8%) üben. Ein geringes Angebot findet sich im Bereich bei dieser Umfrage im Bereich des Fahren 17 (2%), des Westernreitens 16 (7%), der Gangpferde 7 (1%) (siehe Abb. 26) oder sonstige Angebote 17 (11%) wie Wanderreiten, Hippolini (meist Kinder unter 6 Jahre), Damensattelreiten, klassisch-iberische Reitkunst usw. (siehe Anhang Teil A). Abb. 26: Frage 25 Total Probanden 158 Total Antworten 750 Die am meisten angebotene Unterrichtsstruktur ist der Einzelunterricht bei 133 (26%) und das Zu-Zweit-Reiten bei 119 (24%) Schulbetrieben. Gruppenunterricht als Abteilung wird vorrangig bei bis zu 5 Pferden in 89 (18%) Schulbetrieben genutzt, aber auch bis zu 10 Pferden in 35 (7%) und über 10 Pferde in 3 (1%) Reitschulen. Gruppenunterricht mit durcheinander Reiten bis fünf Pferden ist bei 94 (19%) und bis zu zehn Pferden bei 32 (6%) Schulbetrieben möglich (siehe Abb. 27). 66

70 Abb. 27: Frage 26 Total Probanden 158 Total Antworten 505 Bei der Frage, wie teuer eine Gruppenreitstunde sei, wurde die Antwort in 5 -Schritten von unter 5 bis über 25 gestaffelt um eine übersichtliche Preisdifferenzierung darstellen zu können. Der Preis für eine Gruppenreitstunde liegt bei 54% (85) der Schulbetriebe in dem Bereich von Fast gleich viele Schulbetriebe mit 26 (16%), bzw. 27 (17%) bieten Gruppenunterricht von 5 10 bzw. von an. Unter 5 kostet bei 4 (3%) Teilnehmern und bei 2 (1%) Schulbetrieben kostet die Gruppenreitstunde über 25. Zusätzlich gaben 6 (4%) Teilnehmer an, keine Gruppenreitstunden anzubieten (siehe Abb. 28). 67

71 Abb. 28: Frage 27 Total Probanden 158 Die Antwortmöglichkeit für den Preis einer Einzelreitstunde wurde ebenfalls in 5 -Schritten gestaffelt, um eine übersichtliche Preisdifferenzierung darstellen zu können kostet eine Einzelreitstunde bei 28 (18%), bei 31 (20%), bei 35 (22%), bei 27 (17%), bei 17 (27%) und über 35 bei 12 (8%) Schulbetrieben. 7 (4%) Teilnehmer gaben, keine Einzelreitstunden anzubieten (siehe Abb. 29). Begründet wurde dies mit nicht ausreichenden Platz-, Personal-, und Pferdekapazitäten (siehe Anhang Teil A). Abb. 29: Frage 28 Total Probanden

72 Die Begründung für die Preise der Reitstunden wird bei 103 (24%) der Teilnehmer vorrangig mit der Qualität der Schulpferde und bei 106 (25%) mit der Qualität des Ausbilders erklärt. Des Weiteren orientieren sich die Preise an dem preislichen Angebot der umliegenden Schulbetriebe 79 (19%) und an der Beschaffenheit der Anlage 80 (19%). Bei 28 (7%) der Schulbetriebe beeinflusst ein spezielles Angebot den Preis einer Reitstunde (siehe Anhang Seite 84). Mit der Nähe 22 (5%), bzw. der weiten Entfernung zur Stadt 7 (2%) wurde am wenigsten als Begründung für das Preisgefüge angegeben (siehe Abb. 30). Abb. 30: Frage 29 Total Probanden 158 Total Antworten 425 Um genauer die Auslastung eines Schulbetriebes zu hinterfragen, gab es die Frage nach einer Warteliste. Diese ergab, dass 64 (41%) Schulbetriebe eine Warteliste führen und 91 (59%) keine (siehe Abb. 31). 69

73 Abb. 31: Frage 30 Total Probanden 155 Auf einer solchen Warteliste wird ein Reitschüler im Durchschnitt nach 7,37 Wochen in den Reitbetrieb aufgenommen. Bei 11% (7) der Schulbetriebe wartet der Reitschüler eine Woche, bei 13% (8) zwei Wochen, bei 10% (6) drei Wochen, bei 26% (16) vier Woche, bei 8% (5) sechs Wochen, bei je 3% (2) sieben und acht Wochen, bei 6% (4) zehn Wochen, bei 8% (5) zwölf Wochen, bei 3% (2) zwanzig Wochen, bei 6% (4) 24 Wochen und bei 2% (1) wartet ein Reitschüler 56 Wochen auf eine Reitstunde (siehe Abb. 32). Jedoch kann dies laut der Teilnehmer hinsichtlich der Saison, dem Angebot und dem jeweiligen Kunden sehr variieren (Siehe Anhang Teil A). Abb. 32: Frage 31 Total Probanden 62 Summe:

74 Marketing Im Bereich Marketing erfasste der Fragebogen neben der Werbung und der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen auch zusätzliche Veranstaltungen, um den Reitschüler langfristig als Kunden zu gewinnen und zu binden. Bei Frage 32 gaben 92% (145) und 83% (130) der Teilnehmer an, dass hauptsächlich durch die Mundpropaganda und das Internet für den Schulbetrieb geworben wird. Knapp die Hälfte mit 46% (72) der Reitschulen werben über besondere Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür. Inserate in Zeitschriften nutzen 19% (30) und sonstige Werbemaßnahme wie Flyer, Handzettel, Gutscheine oder Turniererfolge nutzen 18% (28) der Schulbetriebe als Werbemaßnahmen (siehe Anhang Teil A). 10% (15) der Schulbetriebe verzichten auf Werbung (siehe Abb. 33). Abb. 33: Frage 32 Total Probanden 157 Total Antworten 420 Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen findet bei Betrieben mit 51% (80) nicht statt. Hingegen arbeiten 36% (57) der Schulbetriebe mit Schulen und 28% (44) mit Kindergärten zusammen. Ein weiteres Zusammenwirken findet mit Hotelanlagen 10% (16), Volkshochschulen 8% (13), Universitäten 1% (2) und anderen Institutionen 6% (9) wie Jugendzentren, Tourismusverbänden usw. (siehe Anhang Teil A) statt (siehe Abb. 34). 71

75 Abb. 34: Frage 33 Total Probanden 157 Total Antworten 221 Zusätzliche Angebote werden von den Schulbetrieben weitestgehend in dem Bereich Theorieunterricht 110 (71%), Motivationsabzeichen 116 (75%), Leistungsabzeichen 101 (65%) und Reitbeteiligungen 97 (63%) angeboten. Auch spezielle Stunden für erwachsene Neu- und Wiedereinsteiger 88 (57%) sowie Rabatte 83 (54%) werden häufig genutzt. Sonstige zusätzliche Angebote 18 (12%) wie Hausfrauenstunden, Ferienangeboten, Intensivkurse, Wanderritte usw. (siehe Kommentarbox Frage 34 im Anhang Seite 85), aber auch Seniorenstunden 18 (12%) und Managerseminare 11 (7%) werden in den verschiedenen Schulbetriebe im geringeren Maß dem Reitschüler und Kunden zur Verfügung gestellt (siehe Abb. 35). 72

76 Abb. 35: Frage 34 Total Probanden 155 Total Antworten 642 Zusätzliche Veranstaltungen finden größtenteils in Form von Weihnachtsfeiern bei 117 (75%), Kursen und Seminaren bei 113 (72%) sowie Haus- / Vereinsturniere bei 90 (58%) Schulbetrieben statt. Wanderritte und Ausflüge außerhalb des Reitsports werden bei je 61 (39%) Schulbetrieben durchgeführt. Sonstige zusätzliche Veranstaltungen wie Kindergeburtstage, Zucht- und Breitensportveranstaltungen, Pferdetheater, Tag des Pferdes, Turnierteilnahme usw. wurde bei 13 (8%) teilnehmenden Reitschulen in der Kommentarbox angegeben (siehe Anhang Teil A). Keine zusätzlichen Angebote gibt es bei 9 (6%) Schulbetrieben (siehe Abb. 36). 73

77 Abb. 36: Frage 35 Total Probanden 156 Total Antworten Management und Organisation Fragen zur Organisation und das Management des Schulbetriebes wurden bewusst am Ende des Fragebogens gestellt, um die Teilnehmer langsam an das Thema der Betriebs- und Vereinsstruktur heranzuführen. Um die Vereine und Pferdebetriebe in ihren Erfolgsfaktoren vergleichen zu können, bildet die Rechtsform des Schulbetriebes die Grundlage für diese Arbeit. Rund die Hälfte der Teilnehmer ordnet ihren Schulbetrieb mit 48% (75) in den gewerblichen Pferdebetrieb ein. Bei den restlichen Teilnehmern wird der Schulbetrieb bei 32% (50) über einen eingetragen Verein angeboten oder ist wie bei 20% (32) in einem landwirtschaftlichen Pferdebetrieb integriert (siehe Abb. 37). 74

78 Abb. 37: Frage 36 Total Probanden 157 Ein kleiner Teil der Teilnehmer 23 (6%) hat neben dem Schulbetrieb keinen weiteren Betriebszweig. Andere Betriebszweige sind v.a. die Pensionspferdehaltung 111 (27%) und der Unterricht auf Privatpferden 88 (22%). Beritt 65 (16%), Landwirtschaft 53 (13%), Zucht 52 (13%) und sonstige Betriebszweige 17 (4%) wie Hotelanlage, Restaurant, Reitsportartikelhandel, Ferienwohnungen usw. wurden ebenfalls genannt (siehe Abb. 38). Abb. 38: Frage 37 Total Probanden 157 Total Antworten

79 Die Teilnehmer hatten bei dieser Frage die Möglichkeit, die Anzahl des unterrichtenden Personals sowie deren Qualifikation aufzuzählen. Das Ergebnis ist, dass in den teilnehmenden Schulbetrieben 89 Amateurtrainer C (in 59% der Reitschulen), 52 Amateurtrainer B (in 34% der Reitschulen) und 28 Amateurtrainer A (in 19% der Reitschulen) angestellt sind. Des Weiteren stehen den Schulbetrieben 52 gelernte Bereiter (in 34% der Reitschulen), 43 Pferdewirte oder Pferdewirtschaftsmeister in Zucht & Haltung (in 28% der Reitschulen) und 25 Personen mit einer Sonderausbildung des Therapeutischen Reitens (in 17% der Reitschulen) zur Verfügung. 30 unterrichtende Personen (in 20% der Reitschulen) haben andere Qualifikationen und 47 (in 31% der Reitschulen) haben keine Lizenz (siehe Abb. 39). Abb. 39: Frage 38 Total Probanden 151 Die abschließende Frage beschäftigt sich mit der eigenen Einschätzung der Teilnehmer bezogen auf den wirtschaftlichen Erfolg des Schulbetriebes. Dabei stellten sich sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus. Die jeweiligen Begründungen der Teilnehmer sind der Kommentarbox für Frage 39 (siehe Anhang Seite 86) zu entnehmen. 62 (40%) der Schulbetriebe gaben an, dass die Schulpferde ihre Kosten erwirtschaften. 31 (20%) Schulbetriebe erwirtschaften einen Überschuss. Bei 35 (23%) der Teilnehmer könnte es besser laufen und 26 (17%) Schulbetriebe benötigen zur Aufrechterhaltung finanzielle Unterstützung (siehe Abb. 40). 76

80 Abb. 40: Frage 39 Total Probanden

81 5. Diskussion Mittels Chiquadrat-Tests wurden die Ergebnisse miteinander kombiniert und untersucht sowie hinsichtlich der Häufigkeit analysiert und Signifikanzen herausgearbeitet. Zur Diskussion wurden hauptsächlich jene Ergebnisse des Chiquadrat-Test herangezogen, welche die Unterschiede wie auch die Gemeinsamkeiten der Schulbetriebe aufzeigen. Schlussendlich wurden nur jene Ergebnisse weiter untersucht und diskutiert, die sich in Relation zum wirtschaftlichen Erfolg der jeweiligen Pferdebetriebe setzen ließen Warteliste Ausweislich des Sportentwicklungsberichts aus dem Jahre 2009 (DEUTSCHE REITERLI- CHE VEREINIGUNG, 2009) haben 55% (2400) der Pferdesportvereine mit Schulbetrieb eine Warteliste. Bei den Pferdebetrieben haben (30%), eine Warteliste für Pferdesportinteressierte, die im Durchschnitt vier Monate beträgt. Diese Zahlen entsprechen im Wesentlichen den Ergebnissen dieser Arbeit, wonach 41% der teilnehmenden Schulbetriebe, ohne dass zwischen Vereinen und Betrieben differenziert wurde, eine Warteliste haben. Das Angebot kann demzufolge nicht, zumindest nicht ohne zeitliche Verzögerung für die Interessenten, die Nachfrage decken. Bemerkenswert ist, dass Schulbetriebe mit einer Warteliste ihren Betrieb nicht zwangsläufig wirtschaftlich führen, wie eine Verknüpfung der entsprechenden Fragen dieser Arbeit aufzeigt: Von Vereinen und Betrieben, bei denen der Schulbetrieb besser laufen könnte, haben mit 17% wenig eine Wartliste. Diejenigen, die für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes finanzielle Unterstützung benötigen, führen mit 38% eine Wartliste. Wenn die Nachfrage von Kunden nicht durch das Angebot gedeckt werden kann und der Schulbetrieb trotzdem besser laufen könnte oder negativ wirtschaftet, müssen für dieses betriebswirtschaftlich unbefriedigende Ergebnis andere Faktoren (z.b. falsches Management, ein zu niedriger Reitstundenpreis oder zu hohe Kosten) verantwortlich sein. Um welche Faktoren es sich hierbei handelt, kann mittels der vorliegenden Arbeit nicht nachgewiesen werden. Hierzu wären weitere, vor allem interne Erhebungen in den jeweiligen Betrieben, erforderlich. 78

82 5.2. Kooperationen Immerhin rund ein Viertel der Pferdesportvereine und Pferdebetriebe kooperieren mit Schulen. Im Vergleich zu anderen Sportvereinen sind die deutschen Reitsportvereine in diesem Kooperationsbereich überdurchschnittlich aktiv. In Kooperationen mit Kindergärten bzw. Kindertagesstätten befinden sich 16% der Pferdesportvereine und 23% der Pferdebetriebe; diese Zahlen liegen im Verhältnis zu anderen Sportarten über dem Bundesdurchschnitt (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009). Der Vergleich von bestehenden Kooperationen mit dem Erfolg der Schulbetriebe, führte zu einem indifferenten Bild. In der Summe der vielfältigen Kooperationen ist zu sehen, dass hierbei der geringste Prozentsatz mit (11%) in der Gruppe der Schulbetriebe zu finden war, die zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes finanzielle Unterstützung benötigt. Die weiteren Kooperationen verteilen sich hinsichtlich der Zufriedenheit mit dem Schulbetrieb auf die Gruppe könnte besser laufen (23.5%), die Schulpferde erwirtschaften ihre Kosten (42,0%) und auf die Teilnehmer, bei denen der Schulbetrieb einen Überschuss erwirtschaftet (23,5%). Die Aussage, dass der Schulbetrieb von Kooperationen in wirtschaftlicher Hinsicht profitiert (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009), werden durch diese Verknüpfungen mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Vereine und Betriebe bestätigt. Aufgrund fehlender Signifikanz konnte allerdings die Kooperation für sich nicht als alleiniger ausschlaggebender Erfolgsfaktor nachgewiesen werden Qualität und Preis des Schulpferdes Auf dem Münchner Pferdemarkt wurden Schulpferde in der Preisklasse von 600 bis gehandelt (PICK, 2009). Diese Preisspanne deckt sich mit den durchschnittlichen Kaufpreisen der befragten Teilnehmer. Allerdings gibt es große Unterschiede innerhalb dieser Preisspanne. Da für eine höhere Qualität auch ein höherer Kaufpreis zu zahlen ist, ergeben sich die Unterschiede nicht nur im Preisgefüge der Schulpferde, sondern auch in der Preisgestaltung der Reitstunden sowie in der finanziellen Zufriedenheit der Schulbetriebsbesitzer. 79

83 Landwirtschaftliche Pferdebetriebe setzen höher ausgebildete Schulpferde eher ein als gewerbliche Pferdebetriebe oder Reitvereine. Insgesamt sind jedoch 86% der Teilnehmer der Meinung, dass sich ein Einsatz eines höher ausgebildeten Schulpferdes nicht lohnt. Dieses Ergebnis deckt sich mit älteren Erhebungen aus dem Jahre 2001, wonach die Qualität der Schulpferde deutlich bemängelt wurde (IPSOS/FN 2001). Die Wertschätzung eines höher ausgebildeten Pferdes ist demzufolge auch weiterhin gering. Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang, dass eine starke Polarisierung besteht. Denn bei den teilnehmenden Schulbetrieben gab es ausweislich der Kommentare in den Fragebögen zwei Gruppen. Jene, die ausschließlich auf Kinder- und Anfängerunterricht ausgerichtet sind. Diese benötigen für die Basisausbildung ausgebildete Pferde und vorrangig brave Pferde. Eine höhere Ausbildung des Schulpferdes wird nicht als erforderlich angesehen. Die zweite Gruppe sieht in höher ausgebildeten Pferden Vorteile. Als Argumente hierfür wurden die Gesunderhaltung des Pferdes, die Qualitätssicherung des Betriebes, das Ansprechen eines speziellen ( besseren ) Kundensegments, die Kundenzufriedenheit und damit eine langfristige Kundenbindung sowie die schnellere Sicherung des Lernerfolges genannt. Interessant ist, dass ein Drittel der Schulbetriebe mit über 100 Reitschülern pro Woche für ein Schulpferd über 4000 zahlt. Es investieren somit tendenziell jene Schulbetriebe mehr Geld für ein Schulpferd, welche auch die größte Anzahl an Reitschülern in einer Woche haben. Die hohe Anzahl an Reitschülern ist ein Indikator für einen erfolgreichen Schulbetrieb, wie auch aus der betriebswirtschaftlichen Literatur hervorgeht (DEUTSCHE REITERLICHE VEREI- NIGUNG, 2008). Für einen reibungslosen Ablauf des Schulbetriebes mit über 100 Reitschülern pro Woche sind sehr gut geeignete Schulpferde wichtig. Dementsprechende Qualität des Schulpferdes hat auch einen entsprechenden Kaufpreis. Dies kann die Bereitschaft dieser Schulbetriebe erklären, für ein Schulpferd einen Kaufpreis über 4000 zu zahlen. Wiederum kann ein qualitatives Schulpferd ein Grund dafür sein, dass gerade diese Schulbetriebe eine hohe Anzahl an Reitschülern aufweisen. Das Korrekturreiten von Schulpferden wurde in der Literatur bisher wenig diskutiert. Es gibt zwar nachvollziehbare Empfehlungen, dass das Korrekturreiten für die Rittigkeit der Pferde 80

84 förderlich ist, gleichzeitig jedoch aufgrund von Zeitmangel selten stattfindet (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2007). Auffällig ist, dass die Hälfte aller Schulbetriebe, die ihre Pferde nicht Korrekturreiten lassen, sich oft im unteren Preisniveau von pro Einzelstunde befinden. In diesem Preisniveau ist zu beobachten, dass die Schulbetriebe für ein Schulpferd durchschnittlich bis 1000 bezahlen. Hierdurch wird deutlich, dass die Reitstunden im untersten Preissegment durch günstige Schulpferde und Verzicht auf das Korrekturreiten angeboten werden. Im Vergleich dazu sind diejenigen Schulbetriebe, die für ein qualitativ hochwertiges Schulpferd einen Kaufpreis bis 5000 bezahlen, im oberen Preisniveau zu finden. Der Preis beträgt bei diesen Schulbetrieben für eine Einzelstunde über 35 und der Gruppenstundenpreis Für die kleine Gruppe von Schulbetrieben, die für ein Schulpferd über 5000 zahlen, verlangt über die Hälfte einen Preis für eine Gruppenreitstunde von und höher. Es kann schlussfolgernd festgestellt werden, dass Schulbetriebe mit hochpreisigen Schulpferden sich auch im oberen Preisniveau einer Reitstunde befinden. Diese Schulbetriebe sind zwar vergleichsweise selten vorhanden. Gleichwohl besteht in diesem Bereich die Möglichkeit, sich deutlich von anderen Schulbetrieben zu unterscheiden und einen Kompetenzvorsprung zu schaffen. So kann mit höher ausgebildeten Schulpferden die Basis für strategische Erfolgspositionen geschaffen werden, um längerfristig überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen (KUTTNER-RAAZ, 2009) Erreichbarkeit Schulbetriebe, die ihre Reitstunden im oberen Preissegment anbieten, sind am weitesten von der nächst größeren Stadt entfernt. Hierbei handelt es sich zudem um diejenigen Betriebe, die mit dem Schulbetrieb einen Überschuss erwirtschaften. Dieses Ergebnis widerspricht der bislang vorherrschenden Auffassung, wonach die Infrastruktur des Einzugsbereiches und die Verkehrslage des Betriebes auch in der heutigen mobilen Zeit weitgehend die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes / Vereins bestimmen (DEUTSCHE REI- TERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Die ländliche Abgeschiedenheit muss sich also nicht negativ auf die Preisgestaltung und den wirtschaftlichen Erfolg auswirken. Denn wird eine gute Qualität angeboten, kann sich der Preis für eine Unterrichtsstunde auch im oberen Seg- 81

85 ment bewegen, was sich auch dadurch dokumentiert, dass diese Schulbetriebe für ein Schulpferd häufig über 5000 ausgeben. Des Weiteren kann geschlussfolgert werden, dass die Nähe zur Stadt als Erfolgsfaktor weniger ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg ist als die Qualität des Angebotes Anzahl der Reitschüler In der Literatur lagen bislang keine Werte vor, mit welcher Anzahl an Reitschülern ein Schulbetrieb erfolgreich wirtschaftet. In der Gruppe der Schulbetriebe, welche über 50 Reitschüler pro Woche unterrichten, sind nur wenige, die Reitstunden im unteren Preissegment anbieten. Im Gegensatz hierzu stehen Schulbetriebe mit unter 50 Reitschülern pro Woche, denn diese bieten zu einem Drittel Reitstunden im unteren Preissegment an. Im obersten Preissegment von über 35 für eine Einzelreitstunde sind mit nur 3% äußerst wenige Schulbetriebe mit unter 50 Reitschülern pro Woche. Es ist somit festzustellen, dass Schulbetriebe mit einer höheren Anzahl an Reitschülern nicht den günstigsten Preis anbieten. Das Interesse der Schulreiter ist demzufolge nicht darauf ausgerichtet, den Schulbetrieb mit den günstigsten Reitstunden auszuwählen. Vielmehr sind andere Faktoren für einen Schulbetrieb wichtig, um eine große Anzahl an Reitschülern für den jeweiligen Schulbetrieb zu gewinnen. Schulbetriebe mit mehr als 50 Reitschülern pro Woche erwirtschaften eher einen Überschuss, als Betriebe mit weniger als 50 Reitschülern pro Woche. Dass eine höhere Anzahl an Reitschülern mit entsprechender Auslastung der Schulpferde die Rentabilität steigert, ist bekannt (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Einen Überschuss erwirtschaften auch signifikant häufiger Schulbetriebe, die ihre Einzelreitstunden über 35 anbieten Rechtsform Aus dem Sportentwicklungsbericht 2009 geht hervor, dass es in Deutschland 7681 Pferdesportvereine und 3826 organisierte Pferdebetriebe gibt. Ein existentiell bedrohendes Problem 82

86 weisen 30% der Vereine und 26% der Pferdebetriebe auf (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009). Diese wirtschaftliche Problematik zahlreicher Vereine und Betriebe konnte auch im Rahmen dieser Arbeit nachgewiesen werden, wobei sich zeigte, dass die Unterschiede zwischen den jeweiligen Rechtsformen, also vor allem zwischen Vereinen und Betrieben in denen der Schulbetrieb angeboten wird, noch gravierender sind. Unter den 31 wirtschaftlich erfolgreichen Schulbetrieben, die einen Überschuss erwirtschaften, ragen die gewerblichen Pferdebetriebe mit 62% heraus. Auf finanzielle Unterstützung angewiesen eher die Vereine mit einem unerwartet hohen Anteil von 62% gegenüber den gewerblichen Betriebe mit 23% oder landwirtschaftlichen Pferdebetrieben mit 15%. Ein Drittel aller an der Umfrage teilgenommenen Reitvereine arbeitet mit finanzieller Unterstützung, wobei sich diese Zahl mit den Erhebungen im Sportentwicklungsbericht 2009 deckt, nach denen 30% der Vereine ein existenziell bedrohendes Problem aufweisen.. Betrachtet man in diesem Zusammenhang, dass das Bestehen einer Warteliste, also eine volle Auslastung des Betriebes keine Aussagen über den wirtschaftlichen Erfolg zulässt (vergleiche 5.1.), kommt nicht nur der finanziellen Förderung als solcher große Bedeutung zu, sondern auf den zahlreichen aktuellen Bestrebungen seitens der FN, vor allem die Reitvereine beratend zu unterstützen Reitstundenpreis Als Grund für die Situation der in finanzieller Hinsicht unterstützungsbedürftigen Vereine könnte der gemeinnützige Zweck des Vereinswesens diskutiert werden. Aufgrund der Gemeinnützigkeit wird versucht, das Reiten für jeden Interessierten erschwinglich zu gestalten und dadurch die Preise günstig und mitgliederfreundlich anzubieten (IPSOS/FN, 2001). Im Gegensatz zu Betrieben darf der Verein nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein. Unterschiede im Reitstundenpreis zwischen Vereinen und Betrieben konnten auch durch die vorliegende Untersuchung nachgewiesen werden. Im Vergleich zu den gewerblichen Schulbetrieben sind die Preise der Vereine für eine Reitstunde günstiger. 83

87 Aus dem Sportentwicklungsbericht 2009 geht hervor, dass die durchschnittlichen Kosten einer Reitstunde in Reitsportvereinen für Kinder 10, für Jugendliche 11 und für Erwachsene 12 betragen. Etwas höher sind die durchschnittlichen Kosten einer Reitstunde in den Pferdebetrieben: 13 für Kinder, 14 für Jugendliche und 16 für Erwachsene (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2009). In den Untersuchungen dieser Arbeit wurde nicht zwischen den Kategorien Kinder-, Jugendlichen-, und Erwachsenreitstundenpreise unterschieden. Stattdessen wurden die Preise in Einzel- und Gruppenreitstunden differenziert, so dass eine direkte Vergleichbarkeit mit der Literatur aufgrund des unterschiedlichen Ansatzes nicht gegeben ist. Die durchschnittlichen Preise für eine Einzelreitstunde betragen zwischen 22,90 bis 29,25 und für eine Gruppenreitstunde zwischen 12,23 bis 14,42. Die Gruppenreitstundenpreise bewegen sich dabei im Rahmen der Reitstundenpreise des Sportentwicklungsberichtes Für die Einzelreitstunden liegen keine spezifischen Preise in der recherchierten Literatur vor. Die Vollkosten werden (z.b. bei fünf Schulpferden und 30 Pensionspferdeplätzen) für ein Schulpferd bei einer jährlichen Auslastung von 600 Reitstunden auf 13,35 pro Reitstunde beziffert. Bei 480 jährlichen Reitstunden betragen die Vollkosten einer Reitstunde 16,68 (siehe Abb. 1, DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Diese in der Literatur angegebenen Vollkosten wurden durch die Daten der Umfrage verändert (siehe Anhang Teil B). Die veränderten Daten waren die neu errechneten Arbeitskraftstunden/Pferd (625 statt 600 AKh/Pferd) und die jeweilige Summe der Reitstunden in den jeweiligen Gruppen der Schulbetriebe. 84

88 Abb.: 1 (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008) Da ein Schulbetrieb signifikant eher einen Überschuss erwirtschaftet, wenn über 50 Schüler pro Woche unterrichtet werden, wurde bei den folgenden Beispielrechnungen in drei Kategorien gerechnet: 50 Schüler, 100 Schüler und 150 Schüler. Es wurden durch den gewichteten Mittelwert für jede Kategorie Durchschnittswerte errechnet. Dadurch konnten die durchschnittlichen Einzel- und Gruppenreitstundenpreise ermittelt werden. Die Berechnung der gemeinsamen Mittelwerte sowie die Vollkostenberechnung sind dem Anhang und den Fußnoten zu entnehmen (siehe Anhang Teil B). Vorausgesetzt wird: Dass ein Schulbetrieb sechs Tage pro Woche Schulbetrieb anbietet. Es wurde demnach mit einem 300 Tage-Jahr, bzw. mit 50 Wochen im Jahr als Arbeitstage gerechnet. Aus der Umfrage ging hervor, dass mit 87% jeder Schüler nur ein- bis zweimal innerhalb einer Woche reitet und ein Schulpferd bei 68% aller Schulbetriebe am Tag zwei bis drei Schüler bedient. Eine Auslastung bis zu drei Reitern pro Tag und Pferd wird auch 85

89 in der Literatur empfohlen (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008). Diese Ergebnisse wurden in die Berechnungen beachtet und es wurde kalkuliert, dass ein Schüler einmal pro Woche reitet und auf einem Schulpferd zwei bis maximal drei Reitschüler am Tag unterrichtet werden. Weiter wurde errechnet, dass Gruppenunterricht in einer optimalen Größe mit vier Pferden durchgeführt wird (siehe Fußnote 1). Die Bestandsergänzung und der Verlustausgleich von 3% aus der Vollkostenrechnung mit dem Wert für ein Schulpferd von 3000 wurde aus der Literatur übernommen (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008), denn der berechnete durchschnittliche Kaufpreis für ein Schulpferd ergab ähnliche Werte: Für die Gruppe mit 50 Schüler/Woche beträgt der durchschnittliche Kaufpreis 2730, für 100 Schüler/Woche 3360 und für 150 Schüler/Woche 3230 (siehe Anhang Teil B). Da die Kaufpreise nur gering voneinander abweichen, ergibt sich im Endergebnis eine minimale Veränderung und es wurde für alle drei Gruppen der Wert 3000 übernommen. Der aus den statistischen Erhebungen zu Überschuss führende Einzelreitstundenpreis beträgt 35. Die Berechnungen der Anzahl der Pferde, die Reitschüler/Tag, Reitstunden/Jahr, Stunden/Jahr/Pferd, Vollkosten einer Einzel- und Gruppenreitstunde sowie die durchschnittlichen Einzel- und Gruppenreitstundenpreise und die Unter-/Überdeckung sind aus den Fußnoten zu entnehmen und ausführlich am Ende dieser Arbeit angefügt (siehe Anhang Teil B). Schüler/Woche Anzahl Pferde Reitschüler/Tag 2 8,3 16,6 25 Reitstunden/Jahr Stunden/Jahr/Pferd Anzahl der Schüler : 6 Tage; 2 bis 3 Schüler pro Pferd. Anzahl Schüler : 6 Tage. Anzahl Schüler x 50 Wochen/Jahr. (Anzahl Reitstunden/Jahr) : (Anzahl der Schulpferde). 86

90 aus den statistischen Erhebungen zu Überschuss führender Einzelreitstundenpreis Einzelreitstundenpreis ( ) Vollkosten Einzelreitstunde( ) 5 28,97 28,97 28,97 Unter-/Überdeckung pro Reitstunde ( ) 6 6,03 6,03 6,03 Unter-/Überdeckung im Jahr ( ) tatsächlicher, durchschnittlicher Einzelreitstundenpreis Einzelreitstundenpreis ( ) 22,90 25,73 29,25 Vollkosten Einzelreitstunde ( ) 28,97 28,97 28,97 Unter-/Überdeckung pro Reitstunde ( ) -6,07-3,24 0,46 Unter-/Überdeckung im Jahr ( ) tatsächlicher, durchschnittlicher Gruppenreitstundenpreis Gruppenreitstundenpreis ( ) 12,23 13,75 14,42 Vollkosten Gruppenreitstunde ( ) 8 13,97 13,97 13,97 Unter-/Überdeckung pro Reitstunde ( ) -1,74-0,22 0,45 Unter-/Überdeckung im Jahr ( ) AKh/Pferd x 20,00 = ,00 ; , ,00 = ,00 zusätzlich zu den jährlichen Vollkosten; 8.009, ,00 = ,00 Vollkosten/Jahr; ,00 Vollkosten/Jahr : 625 Reitstunden/Jahr/Pferd = 28,97. Einzelreitstundenpreis - Vollkosten Einzelreitstunde. Unter-/Überdeckung pro Reitstunde x Reitstunden/Jahr. 625 AKh/Gruppe / 4 Pferde = 156,25 AKh/Pferd; 156,25 AKh/Pferd x 20,00 = 3.125,00 ; 3.125, ,00 = 725,00 zusätzlich zu jährlichen Vollkosten; 8.009, ,00 = 8.734,00 Vollkosten/Jahr; 8.734,00 Vollkosten/Jahr : 625 Reitstunden/Jahr/Pferd = 13,97. 87

91 Bemerkenswert ist, dass die ersten zwei Gruppen (mit 50 und mit 100 Schülern pro Woche) im Durchschnitt zu niedrige Reitstundenpreise verlangen, wenn die in der Literatur (DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG, 2008) empfohlenen Mindestpreise und berechneten Vollkosten einer Reitstunde herangezogen werden. Wie die Beispielrechnung zeigt, sind sowohl die durchschnittlichen Einzel- sowie Gruppenreitstundenpreisen der ersten beiden Gruppen (mit 50 und mit 100 Schülern pro Woche) zu niedrig, da es jeweils zu einer Unterdeckung einer Reitstunde kommt. Daraus folgt, dass diese Schulbetriebe mit diesen Reitstundenpreisen nicht ihre Kosten oder einen Überschuss erwirtschaften können. Bei den Einzelreitstundenpreisen lag der durchschnittliche tatsächliche Preis unterhalb der Grenze von 35, ab welcher signifikant eher ein Überschuss erwirtschaftet wird. Die höchsten tatsächlichen Durchschnittspreise hatte die Gruppe der Schulbetriebe mit der höchsten Schüleranzahl von 150 Reitschülern innerhalb einer Woche. Bei diesen erwirtschaften die Schulpferde sowohl in einer Einzel- sowie in einer Gruppenreitstunde eine Überdeckung. Somit können Schulbetriebe eher ihre Kosten oder einen Überschuss erwirtschaften, wenn diese eine hohe Anzahl an Reitschüler haben. Diese Aussage wurde ebenfalls schon nachgewiesen. Außerdem wird aus den Beispielrechnungen deutlich, dass eine hohe Anzahl an Reitschülern in einem Schulbetrieb nicht durch den günstigsten Preis erreicht wird. Im Durchschnitt ist eine Reitstunde teurer, umso mehr Reitschüler pro Woche in einem Schulbetrieb unterrichtet werden. Auch diese Tatsache wurde durch die Umfrage schon nachgewiesen. Zu beachten ist, dass es sich hierbei um eine Beispielrechnung handelt. Jeder Schulbetrieb unterliegt verschiedenen ökonomischen Einflüssen. Allein die Preise für Futter, Einstreu, Energie, Wasser, Löhne etc. unterliegen regionalen Unterschieden und Marktpreisschwankungen. Auch sind die Grundvoraussetzungen jedes Schulbetriebes verschieden und somit kann kein Schulbetrieb pauschal mit den Beispielrechnungen gleichgesetzt werden. Allerdings besteht die Möglichkeit für jeden Schulbetrieb, seine individuellen Kosten in die Vollkostenrechnung einzusetzen und dadurch die eigene Unter-/Überdeckung des Schulbetriebes zu berechnen. 88

92 6. Zusammenfassung Stefan Seyfarth (2011) Erfolgsfaktoren von Schulbetrieben im Vergleich von Vereinen und Pferdebetrieben in städtisch und ländlich geprägten Regionen In der vorliegenden Arbeit wurden die Erfolgsfaktoren Standort, Anlage, Schulpferd, Angebot und Zielgruppe, Marketing sowie Management und Organisation von Schulbetrieben anhand einer Onlineumfrage untersucht. Insgesamt 206 von 855 angeschriebenen Schulbetrieben nahmen an dieser Umfrage teil. Der Faktor Standort konnte nicht als auschlaggebender Erfolgsfaktor nachgewiesen werden. Hierzu zählten das Einzugsgebiet, die Verkehrslage und die Konkurrenz. Als weiterer Erfolgsfaktor wurde die Anlage in Alter, Reitmöglichkeiten und zusätzlichen Angeboten für den Kunden untersucht. Auch hier konnten keine signifikanten Ergebnisse bezüglich des Erfolges nachgewiesen werden. Über die Hälfte der Teilnehmer bietet den Reitunterricht auf modernen Reitanlagen (zwischen 1990 und 2010 erbaut) an. Zwei Drittel der Schulbetriebe besitzen mindestens eine Reithalle, was eine Voraussetzung für saisonal unabhängiges Wirtschaften ist. Die Qualität der Schulpferde hat starken Einfluss auf das Preisniveau der Schulstunden. Die Qualität wird bestimmt durch den Ausbildungsstand, das regelmäßige Korrekturreiten und den Kaufpreis. Der Großteil der Schulbetriebe lässt seine Schulpferde regelmäßig Korrektur reiten. Diejenigen Schulbetriebe, die ihre Pferde nicht korrigieren, liegen bei den Einzelreitstunden im unteren Preisniveau von In diesem Preisniveau ist zu beobachten, dass die Schulbetriebe, eventuell um diesen Reitstundenpreis zu halten, für den Kauf eines Schulpferdes nur durchschnittlich bis 1000 bezahlen. Im Vergleich dazu sind diejenigen Schulbetriebe, die für ein qualitativ hochwertiges Schulpferd einen Kaufpreis bis 5000 bezahlen, im oberen Preisniveau zu finden. Der Preis für die Einzelstunde beträgt bei diesen Schulbetrieben über 35. In der kleine Gruppe von Schulbetrieben, die für ein Schulpferd über 5000 bezahlen, verlangt über die Hälfte und mehr für eine Gruppenreitstunde. 89

93 Interessant ist, dass der durchschnittliche Kaufpreis eines Schulpferdes steigt, wenn eine hohe Anzahl an Reitschülern in einem Schulbetrieb unterrichtet wird. Die hohe Anzahl an Reitschülern ist ein Indikator für einen erfolgreichen Schulbetrieb. Für einen reibungslosen Ablauf des Schulbetriebes mit über 100 Reitschülern pro Woche sind sehr gut geeignete Schulpferde wichtig. Dementsprechende Qualität des Schulpferdes hat auch einen entsprechenden Kaufpreis. Dies kann die Bereitschaft dieser Schulbetriebe erklären, für ein Schulpferd einen höheren Kaufpreis (über 4000 ) zu zahlen. Wiederum kann ein qualitatives Schulpferd ein Grund dafür sein, dass gerade diese Schulbetriebe eine hohe Anzahl an Reitschülern aufweisen. Nicht ausschlaggebend war das Alter der Schulpferde. Die Anzahl der Schulpferde beträgt durchschnittlich 11 Pferde pro Schulbetrieb, die hauptsächlich von zwei bis drei Reitschülern am Tag geritten werden. Bei den Erfolgsfaktoren Angebot und Zielgruppe gab es eindeutige Ergebnisse für den Erfolg einiger Schulbetriebe. So ist der an das Angebot angepasste Preis für eine Reitstunde und die Anzahl der Reitschüler pro Woche eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Dieser stellt sich unter anderem eher dann ein, wenn mehr als 50 Reitschüler pro Woche unterrichtet werden. Besonders interessant ist, dass je mehr Reitschüler ein Schulbetrieb hat, die Preise einer Reitstunde im Durchschnitt steigen. Bei den teilnehmenden Schulbetrieben war die Höchstzahl 240 Schüler pro Woche. 87% aller Reitschüler nehmen durchschnittlich ein bis zweimal pro Woche eine Reitstunde. Über die Hälfte der teilnehmenden Schulbetriebe verlangt für eine Gruppenstunde % verlangt für eine Einzelreitstunde zwischen 10 und 20, 39% zwischen 20 und 30. 8% verlangen über 35 für eine Einzelreitstunde und dies sind wiederum jene Schulbetriebe, welche auch eher einen Überschuss erwirtschaften. Die Begründung für die Preise der Reitstunden wird bei 103 (24%) der Teilnehmer vorrangig mit der Qualität der Schulpferde und bei 106 (25%) mit der Qualität des Ausbilders erklärt. Zwar besitzen 41% der Reitschulen eine Warteliste mit rund 7 Wochen für einen Neueinsteiger, doch dies ergibt nicht unbedingt eine Aussage über den wirtschaftlichen Erfolg eines Schulbetriebes. So gab es sogar Schulbetriebe (38%), die trotz einer Wartliste negativ wirtschaften. 90

94 Bezüglich des Erfolgsfaktors Marketing stellte sich heraus, dass knapp die Hälfte aller Schulbetriebe mit anderen Einrichtungen zusammenarbeitet oder fast alle Schulbetriebe (94%) spezielle Angebote und zusätzliche Veranstaltungen durchführen. Diese konnten aber nicht als ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg nachgewiesen werden. Im Bereich Management und Organisation könnte bei 23% der Teilnehmer der Schulbetrieb effizienter sein. Für 17% der Schulbetriebe ist sogar eine finanzielle Unterstützung notwendig. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein Drittel der Vereine auf finanzielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes angewiesen ist. Bei den gewerblichen Pferdebetrieben waren es 8% und bei landwirtschaftlichen Pferdebetrieben 13%. Insgesamt war es jedoch 40% der Schulbetriebe, die durch den Schulunterricht ihre Kosten decken konnten und lediglich 20%, die einen Überschuss erwirtschafteten. Ein wichtiger Punkt im Bereich Management und Organisation ist die durchdachte Preisgestaltung der Reitstunden. Aus diesem Grund wurden Beispielrechnungen durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass die Reitstunden häufig zu günstig angeboten werden. Ausnahmen sind die Schulbetriebe mit einer hohen Anzahl an Reitschülern, denn diese haben die höchsten durchschnittlichen Reitstundenpreise und erwirtschaften auch eine Überdeckung der Vollkosten. Auch durch diese Tatsache wird nochmals deutlich, dass der günstige Reitstundenpreis nicht ausschlaggebend für die Auswahl der Reitschule durch die Reitschüler ist, sondern andere Faktoren wichtiger sind. Da die Preise vorrangig mit der Qualität der Schulpferde und Ausbilder begründet wurden, ist die Auswahl kompetenter Ausbilder und adäquater Schulpferde sehr wichtig. Andere bisher ausgewiesene Erfolgsfaktoren konnten nicht anhand dieser Arbeit signifikant nachgewiesen werden. Ein Grund hierfür könnte sein, dass jeder Schulbetrieb individuell seine Stärken und Schwächen hat. Der Erfolg hängt schlussendlich davon ab, wie gut der Schulbetrieb seine eigenen Stärken ausnutzt sowie die Schwächen analysiert und abbaut. 91

95 7. Summary Stefan Seyfarth (2011) Factors of success of riding schools in comparison to riding clubs and equestrian schools in urban and rural regions In this bachelor thesis, the factors of success, such as location, complex, horses, offer and target group, marketing as well as management and organization of riding schools were investigated on the basis of an online-survey. Altogether 206 out of 855 questioned equestrian schools took part. The factor location could not be proved as a decisive one. It includes catchment area, traffic conditions and competition. Further the factors age, riding possibilities and additional offers for customers were checked. Though more than half of the participants offer lessons in modern surroundings (built between 1990 and 2010), no significant differences regarding success could be made. Two thirds of the equestrian schools had at least one indoor riding area, being a basic precondition for economic activities disregarding season and weather conditions. The horses quality strongly influenced the price level of the offered lessons. This quality results from the level of training, regular correction of the horses and purchase price. The majority of riding schools has its horses corrected, those who don t have a lower price level of In this price section, for buying new horses on average a maximum of 1000 is spent, maybe to keep this low price. In comparison, the equestrian schools which are willing to pay up to 5000 per horse are found at a higher price level. The latter have prices of max. 35 per one-to-one lesson. In half of the equestrian schools in this small group, a riding lesson costs or more. Interestingly, the average purchase price of a horse increases, if a high number of students is given lessons in the riding school. This high number is thus an indicator of a successful riding school. For the smooth course of an equestrian school with more than 100 students per week, good trained horses are essential. Of course, appropriate quality has its price. This could explain why riding schools are willing to pay a higher purchase price (more than 4000 ). On the other hand, high-quality horses could be the very reason for them having a great number of students. 92

96 Not decisive was the horses age. The number of horses is on average 11 per riding school. They are mostly ridden by 2 to 3 students per day. Concerning offer and target group there were clear results for the success of certain equestrian schools. The price, adequately adjusted to the offer, and the number of students per week are a precondition for economic success which is more likely, if more than 50 persons per week are given lessons. It is especially interesting, that the more students a riding school has, the higher the prices are per lesson. The participating riding schools had a maximum of 240 students per week. A total of 87% of all students take on average one to two lessens per week. More than half of the riding schools charge for riding lesson in groups. 38% charge for one-toone lessons, 39% ; 8% charge more than 35 per one-to-one lesson, among others these are the ones, which make a surplus. A total of 103 participants (24%) stated that the quality of their horses is the reason for their price levels. 106 (25%) claimed the instructor s quality as decisive. Though 41% of the riding schools do have waiting lists with about 7 weeks wait for beginners, this fact does not necessarily show indicate economic success of a riding school. There were even riding schools (38%) which made losses despite having a waiting list. Concerning marketing as a factor of success, it became clear that almost half of the riding schools cooperate with other organizations and almost all riding schools have special offers and additional events. Those could not be accounted as decisive for economic success. Out of the participants 23% could be more efficient in the field management and organization. For 17%, even financial support is necessary. It could be proven, that one third of the clubs is dependent on financial support for the continuation of their riding school. The same is true for 8% of equestrian schools and for 13% of agricultural riding schools. All in all, 40% of the riding school could cover their costs by riding lessons, but only 20% made a surplus. An important point concerning management and organization is the well thought-out pricing of riding lessons. For this reason, several calculations were made for demonstration purpose. It turned out that very often riding lessons are offered at too low prices, except in those riding schools with a high number of students. This is, because they have on average the highest prices per lesson and even make an overestimate of full cost. Again, it is shown that low prices are not the decisive factor for students to choose a riding school. Since the main reason 93

97 for the price setting is the quality of horses and trainers, the choice of competent trainers and adequate horses by the manager of a riding school is essential. The most decisive factors for success are therefore management and organization. Other factors, until now thought to be important for success, could not be proven as decisive on the basis of this paper. One reason for this could be, that each riding schools has its individual strengths and weaknesses. In conclusion, success is accompanied by the ability to make the most of the own strengths and analyzing and reducing the weaknesses. 94

98 8. Literaturverzeichnis BRÜCHER, W. (1982) Industriegeographie, Westermann-Verlag, Braunschweig. DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (IPSOS/FN 2001). Faszination Zukunft - Neue Perspektiven im Pferdesport, Marktanalyse Pferdesportler in Deutschland 2001, Warendorf. DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2002) Die Deutsche Reitlehre, Das Pferd, FN-Verlag, Warendorf. DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2004) Mit dem Pferdesport aktiv bleiben, FN-Verlag der deutschen Reiterlichen Vereinigung, Warendorf, S DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2007) Lehren und Lernen im Pferdesport, FN-Verlag, Warendorf. DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2008) Betriebswirtschaftslehre, 3. Auflage FN-Verlag, Warendorf. DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2009) Sportentwicklungsbericht Pferdesport 2009, Warendorf/Köln. DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2010) FN Jahresbericht 2009, Warendorf. DOMSCHKE, SCHOLL (2003) Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, 2. Auflage Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York. GARO, M., GARO N. (2004) Rund ums Pferd, Linde Verlag Wien Ges.m.b.h, Wien, S GILBERT, R. (2006) Reiten, Dorling Kindersley Verlag GmbH, Starnberg, S HEINZE, T. (2000) Pferd und Reiter, Nachdruck der 3. Auflage Leipzig und Berlin 1873 (Documenta hippologica), Georg Olms Verlag AG, Hildesheim. IPSOS, FN DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG (2010) ( ). 95

99 KUTTNER-RAAZ, B. (2009) Betriebswirtschaftslehre für Pferdewirtschaftsbetriebe, Foliensammlung Veterinärmedizinische Universität Wien WS 09/10. LOCH, S. (2010) Dressur Die Kunst der klassichen Reitweise, Kosmos, Stuttgart. LÖBBING, C. (2003) Pferdehaltung in Zahlen, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co, Stuttgart. PFERD-AKTUELL (2010), ( ) PICK, M et al (2009) Der Verkehrswert eines Pferdes, Veterinärspiegel Verlag GmbH, Berlin. SCHIERENBECK, H. (2000) Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, Oldenbourg Wissenschaftlicher Verlag, München/Wien. SPORT PRO GESUNDHEIT (2011), ( ). VORREITER-DEUTSCHLAND (2010) ( ). 96

100 9. Anhang Teil A: Frage 1: Frage 3: Frage 9: Frage 11: Frage 14: 97

101 Frage 16: Frage 18: Frage 19: 98

102 Frage 20: Frage 21: Frage 23: Frage 25: 99

103 Frage 26: Frage 27: Frage 28: Frage 29: Frage 31: Frage 32: 100

104 Frage 33: Frage 34: Frage 35: Frage 36: Frage 37: 101

105 Frage 39: Teil B: 102

106 103

107 104

108 105

109 106

110 107

111 108

112 Frage 18x21: 109

113 110

114 111

115 112

116 113

117 114

118 115

119 116

120 117

121 118

122 119

123 Frage 27x21: 120

124 Frage 28x21: 121

125 Frage 39x21: 122

126 123

127 Berechnung der durchschnittlichen Kaufpreise für Schulpferde: Annahme: (Werte aus den Ergebnissen der Frage 18) 124

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