Grundbildung im Fach Katholische Religionslehre am Hans-Carossa-Gymnasium. Grundwissensheft 6. Jahrgangsstufe

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1 Grundbildung im Fach Katholische Religionslehre am Hans-Carossa-Gymnasium Grundwissensheft 6. Jahrgangsstufe

2 Zwischen Leistungserwartungen und Erlebniswelten: eigene Orientierung finden (6.1) Über christl. Festzeiten, Sonn- und Feiertage Auskunft geben können Weihnachten Ostern Pfingsten 25. Dezember Geburt Christi vor über 2000 Jahren in Bethlehem Fest der Menschwerdung Gottes Vorbereitungszeit: Advent 1. Sonntag nach dem Frühjahrsvollmond Tod und Auferstehung Jesu um 30 n. Chr. in Jerusalem Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus Christus die Menschen erlöst und in seiner Auferstehung den Tod für immer besiegt. Vorbereitungszeit: Fastenzeit (= österliche Bußzeit) 50 Tage nach Ostern Sendung des Heiligen Geistes in Jerusalem Geburtsfest der Kirche: Gemeinschaft der Menschen, die an Christus glauben

3 Christi Himmelfahrt Fronleichnam Mariä Himmelfahrt Erntedank Kirchweih Allerheiligen/Allerseelen Weitere wichtige Festtage im Kirchenjahr Der Sonntag Entstehung: Du sollst den Sabbat heiligen! (3. Gebot) Dieses Gebot wurde von den frühen Christen schon sehr bald auf den Sonntag, den Tag nach dem Sabbat, übertragen. Am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, trafen sich sie sich frühmorgens um gemeinsam die Auferstehung Jesu zu feiern. Sinn: Tag der Ruhe und der Erholung Zeit für Gott Zeit für die Familie

4 Kinder in der Einen Welt: Kinder des einen Gottes (6.2) Lebenssituationen von Menschen in der Einen Welt vergleichen und christliche Solidarität an einem kirchlichen Hilfswerk veranschaulichen können Alle Menschen sind Kinder Gottes und haben deshalb gleiche Grundrechte (z. B. Recht auf Freiheit, Bildung, gerechte Entlohnung, ärztliche Versorgung) Was kann ich dazu verantwortungsbewusst und solidarisch beitragen? jedem Menschen mit Achtung und Offenheit gegenübertreten mich mit den Problemen von Kindern in anderen Ländern beschäftigen (z. B. Kinderarbeit, Straßenkinder, Kindersoldaten in Dritte-Welt-Ländern) und dadurch Verständnis für sie gewinnen Täglich sterben sterben weltweit weltweit mehr mehr als als Kinder an den 20 Folgen 000 Kinder von Hunger. an den Folgen von Hunger - ein Verteilungsproblem. Projekte/kirchliche Hilfswerke unterstützen (z. B. Caritas, Missio, Adveniat, Misereor) einen bescheideneren Lebensstil anstreben, denn Menschlichkeit steht höher als überzogener Konsum, Luxusgüter und Geldgewinn Der Auftrag Jesu: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40) Wie die kirchlichen Hilfswerke versuchen zu helfen Kampf gegen Hunger und Armut Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte Einsatz für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung Einsatz für Bildung (Kindergärten, Schulen, Berufsausbildung) Sorge um ausreichende medizinische Versorgung Entgegenwirken gegen ungerechte Strukturen im Welthandel Information der Bevölkerung in den reichen Ländern

5 Menschliche Macht unter dem Anspruch Gottes: Könige in Israel (6.3) An biblischen Beispielen erkennen, dass menschliche Macht vor Gott zu verantworten ist Die Geschichten von Saul, David und Salomo zeigen, wie schwierig es ist, mit Macht richtig umzugehen. Auch von Gott auserwählte Könige machen Fehler und missbrauchen ihre Macht. Alle Menschen müssen sich für ihr Handeln vor Gott verantworten. Was vor Gott zählt, ist nicht Macht, sondern Liebe: nicht auf Kosten von Schwächeren leben, sondern sie achten und für sie einstehen Otto Dix, Saul und David, nicht nur den eigenen Vorteil suchen, sondern für gerechten Ausgleich sorgen Die Geschichte Israels vom Exodus bis zum babylonischen Exil (Überblick) ca v. Chr.: Exodus Auszug aus der ägyptischen Knechtschaft unter Führung von Mose; Wüstenwanderung; 10 Gebote am Sinai ca v. Chr.: Zeit der Richter (z.b. Gideon) Richter = Führer der israelitischen Stämme in Zeiten der Bedrohung ca v. Chr.: Zeit der Könige (Saul, David, Salomo) Wunsch des Volkes nach einem eigenen König aufgrund der ständigen Bedrohung durch die Philister; Berufung der Könige durch Gott/Jahwe (eigentlicher König) Propheten (z.b. Samuel, Natan) Salbung der Könige, Erinnerung an den Willen Gottes 586 v. Chr.: Babylonisches Exil (ca. 50 Jahre) Eroberung des Südreichs, Zerstörung des Tempels; Verschleppung der Bevölkerung in die Verbannung

6 Aus dem Dunkel zum Licht: Jesus gibt Hoffnung in Leid und Tod (6.4) Den Glauben an die Auferstehung Jesu als Hoffnung für unser Leben verstehen Christen feiern Ostern mit Symbolen der Hoffnung In der Liturgie: Osterkerze Sie ist Symbol für das Licht im Dunkel. Dieses Zeichen für den Auferstandenen prägt das ganze Kirchenjahr, denn er ist Alpha und Omega, Anfang und Ende. Lamm Es erinnert Juden und Christen daran, dass Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Im Christentum ist das Lamm vor allem ein Sinnbild für Jesus, der unschuldig für uns gestorben ist. Er befreit uns aus Sünde und Tod, er ist Hoffnung für unser Leben. Im Brauchtum: Ei Aus dem Ei entsteht neues Leben. Das Durchbrechen der Eierschale erinnert an die Auferstehung Jesu. Hase Ursprünglich Klippdachs im AT: Er steht dort für Geborgenheit in/bei Gott. Heute wird er auch gedeutet als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Im Mittelalter galt er als Sinnbild für Christus, der den Schlaf des Todes nicht geschaut hat. Die Emmaus - Jünger Gang nach Emmaus Bildvorlage von Thomas Zacharias Stationen: Die Emmaus-Jünger und die sonntägliche Liturgie 4: Aufbrechen Hoffnung schenken AUSSENDUNG 3: Mahl halten Christus erkennen EUCHARISTIE 2: Schriftauslegung Hoffnung schöpfen WORTGOTTESDIENST 1: Einander begegnen Den Alltag mitnehmen BEGRÜSSUNG 1: Zwei Jünger waren auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus. Während sie redeten, kam Jesus hinzu. Doch sie erkannten ihn nicht. 2: Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen. Sie antworteten ihm: Über das mit Jesus aus Nazaret... Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht. Und er legte ihnen dar, was in der gesamten Schrift geschrieben steht. 3: Sie erreichten das Dorf. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten: Bleib doch bei uns; und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot. Da gingen ihnen die Augen auf. 4: Noch in derselben Stunde kehrten sie nach Jerusalem zurück (nach Lk 24,13-35)

7 Christliches Gemeindeleben: Begeisterung und Mut am Anfang Impulse für heute (6.5) Das Pfingstereignis als Ursprung der Kirche und die begeisternde Kraft des Glaubens begreifen (Credo) Pfingsten als Geburtsfest der Kirche (kyrike = dem Herrn zugehörig) Unser Pfingstfest geht auf den Tag des jüdischen 7-Wochenfestes (Shawuot) zurück, zu dem viele Pilger nach Jerusalem kamen. Die Apostelgeschichte (Apg 2,1-13) schildert, dass sich der Geist Gottes wie in Sturm und Feuerzungen zeigte: Der Sturm weist auf die Veränderung hin, die mit den Jüngern geschah, und die Kraft, die sie aus der Begegnung mit Gottes Geist empfingen. Die Feuerzungen, die sich auf allen niederließen, sind ein Bild für die Liebe Gottes, welche den Menschen erfüllen und ihn zu Großem befähigen kann. Die Begeisterung der Apostel, die nun den Mut haben von Gottes Taten und Jesu Tod und Auferstehung zu erzählen, steckt die Menschen aller Herren Länder an. Der Weg der jungen Kirche Ablösung der Kirche vom Judentum (vgl. ältester Name: Der Neue Weg ) Verbreitung im römischen Imperium Vermittlung zwischen den Kulturen von Judentum und Heidentum durch einen Grenzgänger : Paulus Saulus/Paulus von Tarsus Das Leben des Paulus erfährt eine radikale Wende: Damaskuserlebnis Auf dem Apostelkonvent in Jerusalem kann er Weichen stellen: Es können auch solche Menschen Christen werden, die nicht zuvor Juden waren (Heidenchristen). Paulus gründet Gemeinden und begleitet sie mit Briefen: z.b. Korinth, Ephesus, Philippi, Thessaloniki Apostelfest Peter und Paul: 29. Juni Verkündigung Dienst Feier Gemeinschaft In der Pfarrgemeinde heute wird das Wort Gottes verkündet. Martyria wird der Glauben gefeiert durch Gesang, Gebet und (vielleicht auch durch) Tanz. Liturgia dient einer dem anderen. Jeder kann sich einbringen für andere, egal ob jung, alt, schwach, behindert. Diakonia bilden alle eine Gemeinschaft, Unterschiede sind keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung. Communio

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