Geheimnisse. Durch Fenster scheinend. Gnadenstuhl nennt sich ein ikonographisches

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1 Nr. 24 Sonntag, 19. Juni 2011 Preis: 0,65 (Abonnement), 1,- (Einzelverkauf) Heute mit inpuncto rinität 2 Seligsprechung. Ein diözesanes Großereignis steht bevor. 5 Priesterweihe. Der Steyler Missionar P. Severin Korsin in St. Gabriel geweiht. KIRCHENFENSTER MIT GNADENSTUHL VON MARTIN HÄUSLE IM DOM FELDKIRCH / ÖLZ 13 Glauben heute. Eine Gebetsschule mit dem Professor für Altes Testament, P. Georg Fischer. Geheimnisse. Durch Fenster scheinend Wenn die Kirche die Dreifaltigkeit feiert, geht es um den Kern des Glaubens. Gnadenstuhl nennt sich ein ikonographisches Programm, das auf eigentümliche Weise das Leiden Christi mit dem göttlichen Vater in Verbindung setzt. Der unergründliche Vater hält den gekreuzigten Sohn in seinem Schoß umfangen. Martin Häusle geht in seinem Kirchenfenster in der Marienkapelle im Feldkircher Dom noch einen Schritt weiter, wenn er die Innenfläche der Hand des Vaters gleich neben die durchbohrte des Sohnes setzt, so als ob der Vater auch gemartert wird. Ein Geheimnis im farbigen Licht der Kirchenfenster. Der Glaube kann es sehen und verstehen. WOLFGANG ÖLZ

2 2 Thema 19. Juni 2011 Vorarlberger KirchenBlatt AUF EIN WORT Ungeheuerlich! Gott scheint fern, und ist doch so nah. In der medialen Gegenwart grassieren religiöse Vorstellungen von Gott, die nicht selten von archaischen Vorstellungen bestimmt sind, die suggestiv einen strengen, unverzeihlich richtenden Gott ins Zentrum stellen. Umso wichtiger ist es, die befreiende Botschaft des guten, liebenden Gottes weiterzugeben. Da ist die Botschaft von Gott, der in sich Liebe ist und Liebe schenkt, von unschätzbarem Wert. Wörter wie `Gott, `Liebe und `Kirche sind im öffentlichen Diskurs oft zu Worthülsen geworden, deren ursprünglicher Sinn nicht mehr transparent ist. Künstler wie der verstorbene Regisseur Christoph Schlingensief haben das früh erkannt, und versucht, durch ihre Arbeit ihren Sinn für jene Bevölkerungsschichten, die mitunter keine Berührungspunkte mit der Kirche mehr haben, neu zu buchstabieren. Die Dreifaltigkeit ist ein großes Geheimnis. Vom Staub der kultischen Gewohnheiten verdeckt, offenbart sie eine unsichtbare Wirklichkeit, die begeistert. Jesus betet: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein (Joh 17, 21ff). Christus bittet da, die Menschen in die Dynamik der Liebe zwischen ihm und dem Vater hineinzunehmen. Ungeheuerlich, wenn eine/r sich das überlegt! Wärmstens empfehle ich Ihnen dazu unsere Beilage zur Trinität. WOLFGANG ÖLZ Nachgefragt: Seligsprechungsverfahren Carl Lampert Herr Lampert, tun Sie etwas fürs Vaterland Carl Lampert hätte es leichter haben können. Er hätte dafür nur sich und seine Überzeugung verraten müssen. Nun tritt in Rom die Heiligsprechungskongregation zusammen und ein Ende des Seligsprechungsprozesses um Carl Lampert rückt in immer greifbarere Nähe. VERONIKA FEHLE Vier Worte. Vier Worte, die eine ganze Welt umfassen. Geschrieben am 13. November In Halle an der Saale. In einer Zelle. Allein. Nun ruft mich Gott. Carlo bello, rief man ihn, wenn er gerade wieder um die Ecke gebogen war knapp noch in Hörweite. Und ja, Carlo bello - der schöne Carl - war er ja auch. Die Frisur perfekt, die Kleidung korrekt, der Gang sicher und aufrecht, der Verstand messerscharf. Ein Bild von einem Mann. Er hätte es leicht haben können. Während seiner Verhöre, noch im Zuchthaus, wurde ihm mehrmals angeboten, den Priesterstand hinter sich zu lassen: Heiraten Sie, zeugen Sie Kinder, tun Sie etwas fürs Vaterland. Überleben Sie, werden Sie glücklich, ist man versucht zu ergänzen. Aber Carl Lampert lehnte ab. Mit einem schlichten Nein. Gefängnistrakt des Roten Ochsen in Halle an der Saale, wo Provikar Carl Lampert bis zur Vollstreckung des Todesurteils inhaftiert war. KBW Es gibt Lebensläufe, die lassen sich kurz und bündig fassen. Meist beginnt man mit dem Geburtsdatum. Es sind ordentliche Lebensläufe. Alles so, wie es sich gehört. Und dann gibt es Lebensläufe, die sind gebrochen. Die Bruchlinien sind es, an denen sich ein Mensch entscheiden muss und hier beginnt es, interessant zu werden. Gegen das Unrecht. Carl Lampert zum Beispiel wurde am 9. Jänner 1894 in Göfis geboren. Zur Volksschule ging er mit seinen Nachbarskindern. Dass er das Gymnasium in Feldkirch besuchte, zeichnete ihn vielleicht schon etwas aus. Da war man doch irgendwie besonders. Theologiestudium in Brixen, Priesterweihe ebendort, Primiz in Göfis. Alles im Rahmen. Dass der Göfner dann Karriere machte, das Kirchengericht in Innsbruck aufbaute und schließlich zum Generalvikar in Tirol ernannt wurde, überraschte nicht sonderlich. Bis hier her liest sich die Vita Carl Lamperts als einer dieser geradlinigen Lebensläufe. Und dann zeichnet sich ein Bruch ab. Der Zweite Weltkrieg bahnt sich an. Carl Lampert spielt nicht mit, sperrt sich gegen die Schließung von Klöstern, gegen Unrecht, gegen Verfolgung und Lüge und besteht darauf, dass in der Todesanzeige für Pfarrer Otto Neururer der Todesort angeführt wird - Weimar/Buchenwald. Alle, die es sehen wollten, sahen es. Die meisten werden es wohl überlesen haben. Aber sie standen da, die Worte Weimar/Buchenwald. Carl Lampert hatte darauf bestanden. Ein Fehler vielleicht. Vielleicht aber auch das einzig Richtige. Gewissensentscheidungen. Gauleiter Hofer hatte dem Führer ja versprochen, dass er ihm ein kirchenfreies Tirol und Vorarlberg zum Geburtstag schenken werde. Ein schönes Geschenk. Das System wartete jetzt nur noch auf Anlässe, die ihm die Möglichkeit gaben, seine Muskeln spielen zu lassen. Provikar Lamperts Eintreten für die Menschen, für die Wahrheit und für die Kirche war ein solcher Anlass. Die Todesanzeige erschien und für jeden, der es wissen wollte, war klar, dass ein Mensch, der in Buchenwald gestorben ist, ermordet wurde. Es war auch jedem, der nicht nach den Regeln des Systems spielte, klar, dass er binnen weniger Tage vor der Gestapo stehen wird. Da war sehr viel Angst und gleich-

3 Vorarlberger KirchenBlatt 19. Juni 2011 Thema 3 HINTERGRUND In vier Stufen zur Seligsprechung zeitig sehr viel Mut, schlägt Dr. Walter Juen die Unterlagen zur Seligsprechung Carl Lamperts auf und taucht damit ein in eine Zeit, in der Gewissensentscheidungen lebensgefährlich waren und gerade deshalb umso drängender. Carl Lampert hat eine solche Gewissensentscheidung getroffen. Motor des Verfahrens. Wollte man die Beweisaufnahme zum Seligsprechungsverfahren mit dem Maßband messen, dann füllt sie heute rund fünf Meter an Büroraum. In Zahlen sind das 34 Ordner, fünf Fotoordner, unzählige Video- und Tonbandaufnahmen, Zeitungsartikel, Fernsehbeiträge und und und. In Zeiteinheiten, in der Arbeit, die Pater Gaudentius und Dr. Richard Gohm in die Sammlung der Beweise investierten, ist die Seligsprechung Carl Lamperts kaum noch zu fassen. Pater Gaudentius und Dr. Richard Gohm, betont Juen, waren stets der Motor hinter dem Verfahren, dessen Ende nun schon in greifbare Nähe gerückt ist. In nächster Zeit tritt die Heiligsprechungskongregation in Rom zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. auch der Entscheid über Carl Lampert, sein Leben und Sterben für den Glauben, sein Eintreten für die Wahrheit und sein Martyrium im Schatten des Nationalsozialismus. 1998, als ich mit der Betreuung des Seligsprechungsverfahrens beauftragt wurde, merkte ich, wie sich bei mir wiederholte, wovon Pater Gaudentius berichtete. Je mehr man sich mit der Carl Lampert aus Göfis wurde am 13. November 1944 in Halle/ Saale hingerichtet. Er hatte sein Gewissen nicht verraten. PRIVAT Person Carl Lampert auseinandersetzt, umso faszinierender wird er, erinnert sich Dr. Juen. Faszinierend in dem Sinn, als dass man es hier mit einem Menschen zu tun bekommt, der sich der Wahrheit verpflichtet sah, der für seinen Glauben eintrat und davon auch nicht einen Millimeter abrückte, weil es ihm sein Gewissen einfach nicht erlaubte. Damit wird Carl Lampert nicht zu einer Figur, die eben irgendwann während des Zweiten Weltkriegs getötet worden ist, sondern zu einem sehr heutigen Vorbild. Juen: Es ist meine feste Überzeugung, dass wir die Zukunft nicht gut gestalten können, wenn wir nicht aus der Vergangenheit lernen. Für mich ist das eine Ellipse mit zwei Brennpunkten, zwischen denen wir unaufhörlich pendeln. Mut, Überzeugung, Gewissen, Menschlichkeit sind Signalwörter, die uns die Vergangenheit hier mit auf den Weg in die Zukunft gibt. Nun ruft mich Gott. Provikar Carl Lampert wurde am 13. November 1944 in Halle an der Saale hingerichtet. Er hätte es leichter haben können. Er hätte überleben können. Er hätte dafür nur seine Überzeugung verraten müssen. Er hätte nur bestätigen müssen, dass das große Morden, die Verfolgung, die Denunziation, der Hass gerechtfertigt sind. Er hätte ja nur zu sagen brauchen: Ich glaube an den Führer. Stattdessen schreibt er vier Worte: Nun ruft mich Gott. Ein Seligsprechungsverfahren gliedert sich in vier Stufen. Die erste Stufe umfasst die grundsätzliche Sondierung der Dokumente und Zeugnisse, die auf ein heiligmäßiges Leben bzw. auf ein Martyrium schließen lassen. Die zweite Stufe beginnt mit der offiziellen Beweisaufnahme in der antragstellenden Diözese. Daran schließt sich mit der Überprüfung dieser Erhebungen in der Kongregation die dritte Stufe an. Die Positio, die kompakte Zusammenfassung der Beweisaufnahme, umfasst im Falle Carl Lamperts mehr als 1000 Seiten. In einem nächsten Schritt werden die Unterlagen acht Sachverständigen vorgelegt, die aus historischer und theologischer Sicht hinterfragen, ob tatsächlich, wie bei Carl Lampert, ein Martyrium vorliegt. Um Mauscheleien auszuschließen, werden die Sachverständigen von der Heiligsprechungskongregation in Rom nach Dr. Walter Juen begleitete das Seligsprechungsverfahren um Carl Lampert. JUEN strengen Kriterien ausgewählt. So werden in der Regel Männer und Frauen zur Prüfung bestellt, die der antragstellenden Diözese fern stehen. Ist diese Hürde genommen, steht der Seligzusprechende in der Heiligsprechungskongregation zur Diskussion. Das Votum der Kardinäle wird schließlich an den Papst weitergereicht, der deren Empfehlung bestätigen bzw. auch ablehnen kann. Im Falle eines positiven Bescheids erfolgt schließlich die Seligsprechungsfeier in der antragstellenden Diözese mit der Erhebung des Seligen zur Ehre der Altäre.

4 4 Berichte 19. Juni 2011 Vorarlberger KirchenBlatt AUF EINEN BLICK Alle Franziskaner, die bisher im Kloster gewirkt hatten, sind gekommen FRANZISKANER 20 Jahre Franziskaner in Bludenz Bei einem stimmungsvollen Dankeabend wurde im Hotel Daneu am 3. Juni das 20jährige Bestehen des Franziskanerklosters in Bludenz gefeiert. Klostervater Heinz Seeburger freute sich besonders, dass alle Franziskaner, die jemals im Kloster in der Alpenstadt gewirkt hatten, gekommen waren. Abgerundet wurde der Abend mit einer Präsentation über den Beginn der Franziskaner im Jahr 1991 bis zu den verschiedensten Aktivitäten und Höhepunkten. Das Kloster ist ein sehr wertvoller spiritueller Ort und für die Menschen der Region äußerst wichtig, waren sich die zahlreichen Gäste einig. Kirche in Indien und Vorarlberg Wenn ich sehe, dass die Jugendlichen mit ihren Paten zur Firmung kommen, dann freue ich mich. Sie lächeln und fröhlich bestärken sie durch die Firmung ihren Weg als Christen ein weiteres Mal. Die fröhlichen und aufmerksamen Jugendlichen sind unsere Zukunft, schildert Erzbischof Francis Kallrackal aus Indien, der während seines Vorarlberg-Besuchs etlichen Jugendlichen das Sakrament der Firmung spendete. Erzbischof Kallrackal betreut in seiner Diözese - Verapoly ist im Süden Indiens gelegen - gemeinsam mit 208 Priestern rund Katholiken. Die Gegenwart und Zukunft der Kirche - in Indien wie in Österreich - waren dann auch Themen, die Erzbischof Kallrackal, Weihbischof Josef und Bischof Dr. Elmar Fischer im gemeinsamen Gespräch diskutierten. Drei Pfarren haben Mini-Zuwachs bekommen 30 neue Ministrant/innen Seit heuer können sich drei Pfarren über insgesamt 30 neue Ministrant/innen freuen: Bludenz Heilig Kreuz, Dornbirn St. Martin und Bregenz St. Gebhard. Die Aufnahme der Mädchen und Buben war dabei so unterschiedlich, wie die Pfarren selbst: In St. Gebhard wurde die Aufnahme der sieben Kinder feierlich vom Minichor begleitet, der damit bereits seinen vierten Auftritt verzeichnen konnte. In Dornbirn nahmen die Ministrant/innen im Mai ihre Feier selbst in die Hand und begeisterten die Besucher. Links: Die Ministrant/innen samt Chor aus St. Gebhard PFARRE ST. GEBHARD Rechts: Die Ministrant/innen aus Bludenz Hl. Kreuz PFARRE HL. KREUZ Neben einem Begrüßungscocktail und einem mehrgängigen Menü wurde den Gästen auch ein interessantes Programm samt Live- Musik geboten: Unter dem Motto Mini-Power zeigten die Ministrant/innen eine Talentshow und glänzten bei einem Quiz mit ihrem Wissen. In Bludenz wurden die 13 Mädchen und Buben in der Vorabendmesse im Juni feierlich aufgenommen. Die musikalische Begleitung übernahm Sr. Maria vom Kloster St. Peter gemeinsam mit ehemaligen Ministrant/innen. Die Katholische Jugend und Jungschar bildet jedes Jahr über 40 neue Jungschar- und Ministrantengruppenleiter/innen aus. Sie engagieren sich in den Pfarren und leiten dort die Jungschargruppen und Ministrant/innen. Ein besonderes Highlight bildet für die etwa Ministrant/innen in Vorarlberg der Ministrantenausflug und die Miniwochen. Sie versprechen Spiel, Spaß, Abenteuer und viel Kreativität. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie im Rahmen der Miniwochen Freundschaften entstehen, zeigt sich die Projektorganisatorin der Katholischen Jugend und Jungschar Vorarlberg, Silvia Nußbaumer, begeistert. Viele Kinder beginnen ihren Ministrant/ innendienst bereits nach der Erstkommunion. Neben dem Wunsch, aktiv am Gottesdienst mitwirken zu können, bewegen auch die Miniwoche viele Kinder dazu, bei den Minis mitzumachen. Das besondere Sommerlager findet im Jugend und Bildungshaus St. Arbogast statt. Die Miniwoche bietet für jede Altersgruppe etwas. Im Grundkurs für acht- bis zehnjährige, oder den beiden Aufbaukurses für bzw jährige stehen nicht nur religiöse Impulse zu Themen rund um den Ministrant/innendienst im Mittelpunkt. Auch Spiele, Schwimmbad, Fußball spielen, Basteln, Schnitzeljagd oder Singen werden angeboten. Mehr Infos zur Miniwoche finden sich auf der Homepage. Bischofsgespräche. Bischof Dr. Elmar Fischer, Weihbischof Josef und Erzbischof Francis. FEHLE Minipower aus St. Martin. PFARRE ST. MARTIN

5 Vorarlberger KirchenBlatt 19. Juni 2011 Berichte 5 Jahresbericht der Hans-Klingler-Stiftung für internationale Gewerkschaftssolidarität Über den eigenen Kirchturm hinausblicken Die Hans-Klingler-Stiftung für internationale christliche Gewerkschaftssolidarität hat ihren Jahresbericht für 2010 vorgelegt. Die nach dem verstorbenen Hans Klingler benannte Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, dessen Lebenswerk weiterzuführen. Während seiner gesamten beruflichen Laufbahn innerhalb der Katholischen Arbeiterjugend und später als Zentralsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten hat sich Hans Klingler für die Anliegen der arbeitenden Menschen, insbesondere jener in der sogenannten Dritten, Welt eingesetzt. Im Jahr 2010 wurden von der regionalen Stelle in Ende des Noviziatslehrgangs Ein Kurs für Klosterfrauen Dem Thema Ordenstheologie und Welt widmete sich der erste Noviziatslehrgang der Vereinigung der Frauenorden Österreichs. Dabei trafen sich zehn Novizinnen aus acht verschiedenen Gemeinschaften aus ganz Österreich zur letzten Kurswoche dieses Lehrgangs. Aus Vorarlberg waren zwei Redemptoristinnen aus Lauterach dabei, die in diesem Lehrgang ihre Berufung prüfen und schulen konnten. Kardinal Schönborn weihte Pater Severin Korsin im Steyler-Missionshaus St. Gabriel bei Wien Die Weihe von drei jungen Steyler Missionaren im Missionshaus St. Gabriel geriet zu einer beeindruckenden Feier der Familie der Steyler-Missionare und der Gemeinschaft der Kirche. Für die Priesterweihe der drei Steyler Diakone, unter denen auch der in Dornbirn-Hatlerdorf wirkende Pater Severin Korsin war, füllte sich die große Heilig-Geist-Kirche des Missionshauses wie schon lange nicht mehr. Eine große Delegationen von über fünfzig Hatlern zeigte, dass der aus Indonesien stammende Neupriester in der Dornbirner Pfarre sehr beliebt ist. Pfarrer Christian Stranz freut sich sehr über seinen Mitarbeiter, der sich im vergangenen Jahr gut ein- Bregenz rund Euro an Spenden aufgebracht, die vor allem für ein Alphabetisierungsprojekt für Erwachsene im afrikanischen Togo verwendet wurden. Seit 2009 werden jährlich vier Kurse durchgeführt. Aufgrund eines Hochwassers im Herbst 2010 wird dort dringend Soforthilfe benötigt, und zwar in Form von Medikamenten, Lebensmitteln, Moskitonetzen, aber auch finanzielle Hilfe, um Nahrung und Unterkunft zur Verfügung stellen zu können. Hans-Klingler-Stiftung, Reuteg. 11, 6900 Bregenz Zwei Redemptoristinnen aus Lauterach waren beim Noviziatslehrgang: Christine Deppler (2. von re) und Sr. Petra Maria Amershuber (3. von li). gebracht hat und der ab September 2011 im Hatlerdorf als Kaplan seine Tätigkeit weiterführen wird. Die feierliche Eucharistie zur Priesterweihe begann mit einer Prozession, die von indonesischen Tänzern und Trommlern angeführt wurde. Dann folgten die etwa 40 Konzelebranten, angeführt vom Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn. Der Kardinal ließ es sich nicht nehmen, die mitfeiernde Familie auf indonesisch und die anwesende Vorarlberger Delegation in seinem Montafoner Dialekt anzusprechen: Ein Fest des Glaubens mit weltkirchlichem Flair. P. Severin wurde von Kardinal Schönborn in St. Gabriel bei Wien geweiht. GEROLD HINTER- EGGER REDAKTION BERICHTE: WOLFGANG ÖLZ UND SIMONE RINNER AUSFRAUENSICHT Salomes Tat Die kleine, knapp ein Jahr alte Salome wagt sich mit vorsichtigen, wackeligen Schritten über die am Boden liegenden Zettel, auf denen an die 50 Frauen ihre derzeitige Befindlichkeit zur Kirche beschrieben hatten. Hier paart sich ohnmächtig mit vertraut, ambivalent mit nicht gut und sehnsuchtsvoll mit gebraucht. Salome nähert sich der brennenden Kerze. Als sie nahe genug steht, bläst sie zaghaft. Die Flamme erzittert nicht einmal. Dann stärker und die Flamme flackert. Schließlich mit aller Kraft, entschlossen und mutig. Die Flamme erlischt. Ob des Erfolges erstrahlt ein Licht in den Augen des kleinen Mädchens. Für mich als Teilnehmerin an dem von Frauenreferat und der Frauenkommission initiierten Treffen für an der Kirche interessierte Frauen ein Bild, ins entschiedene Tun zu gehen. Mir in der jeweiligen Situation zu überlegen: Was ist jetzt richtig zu tun? Mitzuarbeiten oder in den Konflikt zu gehen? Immer getragen von einem nährenden Boden, dem Kern christlicher Botschaft: der Einladung Gottes zur Bindung - ich bin gebunden, gehalten über den Tod hinaus - und der Zusage Jesu, dass wir weniger Angst haben müssen: Fürchtet Euch nicht! Ins Tun gehen gebunden und mutig! Mehr Infos auf der Hompage des Frauenreferates. EDITH BURGER

6 6 Thema 19. Juni 2011 Vorarlberger KirchenBlatt STENOGRAM Wer nicht liest, kennt die Welt nicht Lesen ist wichtig und Teil unserer Kultur. Welche Bedeutung dem Lesen in unserer Gesellschaft beigemessen wird, zeigen nicht nur das oben genannte Zitat von Arno Schmidt, sondern auch zahlreiche Lesefrühförderinitiativen, die von der Medienstelle/Bibliotheken der Katholischen Kirche Vorarlberg, dem Bibliotheksverband Vorarlberg und dem Land Vorarlberg organisiert werden. Bookstart. So heißt die Lesefrühförderinitiative, die inzwischen weltweit umgesetzt wurde und demnächst auch in Vorarlberg Einzug halten wird. Während der ersten Lebensjahre werden Kinder und deren Eltern mit Buchpaketen beschenkt, die Informationen und Tipps zur Sprach- und Leseförderung enthalten. So wird bereits im Kleinkindalter der Bezug zur Öffentlichen Bücherei und zum Lesen hergestellt. Erstlesekoffer. Um Kindern die Welt der Bücher besser zu erschließen, werden Bezirkslesestellen mit sogenannten Erstlesekoffern ausgestattet. Diese enthalten Bücher sowie didaktisch wertvolles Material und reisen von Schule zu Schule. Lesepaten. Ein generationenübergreifendes Leseprojekt ist die Lesezeit, bei dem Menschen, die gerne lesen, als Lesepaten ihre Zeit zur Verfügung stellen und Kindern vorlesen. Die Auftaktveranstaltung zur Lesefrühförderinitiative findet am 27. Juni um 10 Uhr in der Öffentlichen Bücherei Ludesch statt. Dort wird Angelika Heinzle-Denifle mit ihrem Handpuppenspiel und anschließendem Workshop Bücher lebendig werden lassen. Informationen finden Sie auf der Homepage. Angelika Heinzle-Denifle und Emma. Gemeinsam begeistern sie Kinder fürs Lesen RINNER Auftaktveranstaltung der Lesefrühförderinitiative am 27. Juni 2011 in Ludesch In einer anderen Welt Die kleine Emma ist frech und nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit ihrem bunten Kleid und den zwei Zöpfen erinnert sie mich etwas an Pippi Langstrumpf. An meine Kindheit. Und an meine Kinderbücher. SIMONE RINNER Emma begleitet Angelika Heinzle-Denifle oft bei ihren Besuchen in den Kindergärten, Schulen und Büchereien Vorarlbergs. Dort unterstützt sie die Mitarbeiterin der Medienstelle der Katholischen Kirche Vorarlberg dabei, Kindern das Lesen näher zu bringen. Emma ist eine Handpuppe. Bücher und Fantasie. Lesen war für Heinzle-Denifle schon immer wichtig. In Büchern fand sie bereits als Kind Freiheit und Freiraum, ihre Fantasie ausleben zu können. Auch heute sieht sie diese Freiheit als Gegenstück zur Arbeitswelt und zur Welt, in der wir leben. Um Kindern ein Stück dieser Freiheit geben zu können, fing sie vor fünf Jahren an, mit ihrem Figurenspiel Bücher lebendig werden zu lassen. Aktives Lesen. Spielerisch und ohne Druck werden Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren an Bücher und das Lesen herangeführt. Heinzle-Denifle arbeitet dabei mit allen Sinnen: Sie zeigt die Bücher, liest die Geschichten vor und lässt die Kinder aktiv mitwirken. Zum Einsatz kommen auch viele verschiedene Requisiten, pädagogische Handpuppen und selbst gestaltete Hintergrundkulissen. Barrieren brechen. Die Medienstelle verfügt über 110 Handpuppen, die von den Kindern angefasst werden dürfen. Sie helfen den zukünftigen Lesern Barrieren zu brechen und sich besser in eine Geschichte einleben zu können. Für ein Kind sind Handpuppen wirklich etwas ganz Lebendiges. Sie sind fasziniert, reden mit ihnen, streicheln sie und sind einfach in einer anderen Welt gefangen, erklärt Heinzle-Denifle. Wiederholung. Sie bringt den Kindern das Lesen, Bücher und die Geschichten aber nicht nur durch reines Vorlesen näher: Ich finde es sehr schön, wenn man die ganze Bandbreite auskosten kann: Buch, Film und Spiel. Kinder gewinnen eine Geschichte lieb, wenn sie sie nicht nur einmal, sondern öfters hören. Auftaktveranstaltung. Doch nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene verfallen ihrem Erzähl-Zauber und Handpuppenspiel. Es verwundert also nicht, dass Heinzle-Denifle mit ihrer Darbietung von Mausemärchen - Riesengeschichte am 27. Juni die Lesefrühförderinitiative eröffnet. Organisiert wird die Initiative von der Medienstelle/Bibliotheken der Kath. Kirche Vorarlberg, dem Bibliotheksverband Vorarlberg und dem Land Vorarlberg.

7 Vorarlberger KirchenBlatt 19. Juni 2011 Thema 7 Tage der Kirchenmusik vom 12. bis 17. Juli in Bregenz: Wolfgang Schwendinger im Interview Ich liebe Kirchenmusik, sie ist für mich die beste Musik. Christus - unser Lied - unter diesem Motto finden sich im Juli eine Woche lang Kirchenmusiker/innen aus dem ganzen Land zu den Tagen der Kirchenmusik in Bregenz zusammen. Die dabei erarbeitete Literatur wird am Ende mit mehreren Chören zur Aufführung gebracht. Wolfgang Schwendinger, Leiter des Gesamtchores, spricht im Kirchen- Blatt-Interview über seine Erwartungen an die Kirchenmusik-Woche. BERNHARD LOSS Was sind die Kriterien, die zur Auswahl der Chor-Werke bei den heurigen Tagen der Kirchenmusik in Bregenz geführt haben? Die Messe von Brahms wird doch eher selten gesungen. In erster Linie die Jubiläen - ich bin ein etwas sentimentaler Mensch und hier ist mir das Jubiläum des burgenländisch-ungarischen Superstars Franz Liszt ins Auge gesprungen. Die Messe von Brahms lag bei mir schon länger im Warteregal. Da sie kein Gloria hat, würde man sie nur in der Fastenzeit verwenden können. Und dafür ist sie mir wieder etwas zu sinnlich, jetzt aber in Kombination mit Liszts Gloria aus seiner Missa Choralis geradezu ideal. Was erwarten Sie sich von den teilnehmenden Sängerinnen und Sängern? Und was dürfen sich die Teilnehmer/innen von Ihnen erwarten? Erwartungen sind gefährlich. Sie werden allzu schnell enttäuscht. Ich freue mich auf eine Gruppe von Menschen, die Kirchenmusik - für mich die beste Musik! - lieben und dafür ihr kostbarstes Geschenk hergeben: ihre Zeit. Es ist immer faszinierend, wie aus einer bunt zusammengestellten Gruppe in wenigen Tagen ein homogener Chor wird. Wie schaffen Sie das? In erster Linie durch das, was wir immer im Gloria anpreisen: durch Menschen guten Willens ausgestattet mit Liebe zur Musik. Natürlich kommt zudem bei beiden Teilen - Dirigent und Sänger/innen - deren Erfahrung zum Tragen. Auch ich werde auf Handlungsweisen zurückgreifen können, die ich einmal erspüren durfte: sei es als Jugendlicher im Marianum, wo ich das Chorleiten durch Learning bei Doing begann, oder Jahre später, als ich in Wien Chorpropheten wie Erwin Ortner, Johannes Prinz oder Johannes Hiemetsberger hautnah erleben und mit ihnen zusammenarbeiten durfte. Meine Chorarbeit, oder besser mein Chorvergnügen mit Kirchenchören, zuerst in Altenrhein oder heute nach nahezu 20 Jahren in Hohenems St. Karl und Bregenz Herz-Jesu haben mich für solche Aufgaben gestärkt oder dazu beflügelt. Wie beschreiben Sie sich selber als Musiker? Ich versuche, Gefühle zu leben und singend, spielend oder dirigierend weiterzugeben, sprich: andere damit anzustecken und das auf einer Ebene, die weit über das Wörtliche und Rationale hinausgeht: der Musik. Die Werke dieser großen Macht dürfen nicht zu Museumsstückchen verkommen, sondern ihre Aussagen sind heute und in kommenden Zeiten immer aktuell; was ich von meinem größten Vorbild Nikolaus Harnoncourt gelernt habe. ZUR SACHE Christus - unser Lied Tage der Kirchenmusik Werkwoche des Kirchenmusikreferates der Diözese. 12. bis 17. Juli Programm/ Tagesstruktur Dienstag bis Freitag Uhr Morgenlob (Mi + Do) Uhr Gesamtchor/Open Souls Uhr Mittagessen Uhr Seminare Uhr Gesamtchor/Open Souls + Gottesdienste Uhr Abendessen Samstag Uhr Gesamtchor/Open Souls in Herz-Jesu Uhr Abendessen Uhr Konzert in Herz-Jesu Sonntag Uhr Gesamtchor/Open Souls in St. Gallus Uhr Festlicher Schlussgottesdienst in St. Gallus Chorliteratur Gesamtchor: Franz Liszt: Missa Choralis (Teile), Oratorium Christus (Teile), Johannes Brahms: Messe. Open Souls : Geistliche Musik aus allen Richtungen. Referent/innen Wolfgang Schwendinger, Martin Lindenthal, Andreas Peterl, Alfred Dünser, Renate Ess, Gertrud Mayr, Thomas Fellner, Helmut Binder, Marita Lechleitner, Edeltraud Burtscher, Christine Schneider, Annelies Fitz Tagungsort Studieninternat Marianum, Babenwohlweg 5, 6900 Bregenz. Gefühle leben und singend, spielend, dirigierend weitergeben, das versucht Wolfgang Schwendinger. Ich wünsche mir, dass wir zusammen ein romantisches, zu Herzen gehendes, musikalisches Menü aufbereiten und bei diversesten Gottesdiensten auch genießen dürfen. Meine Erfahrung wird hoffentlich die nötige Würze und Süße beisteuern. Bregenz Herz-Jesu, einer der Kirchenmusik-Brennpunkte des Landes. Wolfgang Schwendinger am Pult. SCHWENDINGER (2) Kosten Kursbeitrag (inkl. aller Notenmaterialien): 70,- Euro. Kursbeitrag unter 25 Jahre ( Open souls ) 30,- Euro. Stimmbildung (3 Einheiten à 30 min): 30,- Euro. Anmeldung / Informationen Kirchenmusikreferat Feldkirch Bahnhofstr. 13, 6800 Feldkirch T

8 SONNTAG Dreifaltigkeitssonntag (Lesejahr A), 19. Juni 2011 Die Gottesnähe erahnen Es ist eines der tiefen Geheimnisse christlichen Glaubens: Gott ist Liebe und Beziehung. Für ein Verständnis des Festes der Dreifaltigkeit kann helfen, auf Jesus, seine Gottesbeziehung und sein Leben zu schauen. Jesus nannte Gott Vater, Abba, er wusste sich mit ihm in einer innigen Beziehung. Schon in den frühesten Zeugnissen wird Jesus als ein Mensch dargestellt, der die göttliche Wirklichkeit spürbar und glaubwürdig für andere vergegenwärtigt er verkörpert sozusagen Gottes Wort. Gottes Innerstes, sein eigener Lebensatem Heiliger Geist macht ihn lebendig, ist in ihm wirksam. Evangelium Johannes 3, Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. 1. Lesung Exodus 34, 4b Am Morgen stand Mose zeitig auf und ging auf den Sinai hinauf, wie es ihm der Herr aufgetragen hatte. [...] Der Herr aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben ihn hin. Er rief den Namen Gottes aus. Der Herr ging an ihm vorüber und rief: Gott ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue. [...] Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde und warf sich zu Boden. Er sagte: Wenn ich deine Gnade gefunden habe, mein Herr, dann ziehe doch, mein Herr, mit uns. Es ist zwar ein störrisches Volk, doch vergib uns unsere Schuld und Sünde, und lass uns dein Eigentum sein. 2. Lesung 2 Korinther 13, Im Übrigen freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes und lebt in Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grüßt einander mit dem heiligen Kuss! Es grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

9 WORT ZUM SONNTAG Daheim in dir Sende dein Licht. Send deine Wahrheit. Sende du Segen. Dass ich geleitet werde zu deiner Wohnung bis ich daheim bin im Sein bei dir. BRIGITTE ENZNER-PROBST EMANOO / PHOTOCASE.COM Beziehung ist alles Unser jüngster Sohn kuschelt am Morgen noch oft zu uns ins Bett. Mama, dein Liebling kommt zu dir, schmeichelt er mir. Manchmal liegen wir da und schweigen, manchmal entspinnen sich kurze Gespräche und ich genieße die Minuten, in denen ich so viel vorbehaltlose Innigkeit, Wärme und Zuwendung spüre. Am Dreifaltigkeitssonntag feiern wir eines der tiefen Geheimnisse unseres Glaubens: Gott ist Liebe und Beziehung. Mir hilft für ein Verständnis dieses Festes, wenn ich auf Jesus, seine Gottesbeziehung und sein Leben schaue. Jesus nannte Gott Vater, Abba und verstand ihn nicht als von sich getrennten, weit entfernten und gegenüberstehenden Gott, sondern als einen, mit dem er sich in einer innigen und liebenden Beziehung wusste. Er erlebte sich als mit Gottes eigenem Leben lebendig. Für das Empfinden seiner ersten Anhänger sind Vater und Sohn eins. Schon in den frühesten Zeugnissen wird Jesus als ein Mensch dargestellt, der nicht nur im Namen Gottes spricht, sondern die göttliche Wirklichkeit spürbar und glaubwürdig für andere vergegenwärtigt er verkörpert sozusagen Gottes Wort. Gottes Innerstes, sein eigener Lebensatem Heiliger Geist macht ihn lebendig, ist in ihm wirksam und lässt ihn Gott sozusagen von innen her verstehen. Jesus ist völlig eingetaucht in die göttliche Wirklichkeit. Jesus selber sah sein Einssein mit Gott aber nicht als ein Privileg, das ausschließlich ihm zustehen würde. Er wollte dieses Bewusstsein allen zugänglich machen, er nannte diese Erfahrung Reich Gottes, das bereits mitten unter uns ist. Gott ist keine ferne unnahbare Gottheit, sondern in Gott leben wir, handeln und sind wir (Apg 17, 28). In jeder liebevollen Beziehung wird Gott erfahrbar. Wenn ich die innige Beziehung zu meinen Kindern spüre, dann erahne ich, was Jesus gemeint hat. ZUM WEITERDENKEN Liebevolle Beziehungen nähren uns und erfüllen uns mit Leben. Sie sind Geschenke des Himmels und bedeuten auch Herausforderung und Arbeit. Welche Beziehungen lassen mich leben? MONIKA FIECHTER-ALBER Theologin und Religionslehrerin, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern und lebt in Thaur bei Innsbruck. Die Autorin erreichen Sie unter

10 10 Panorama 19. Juni 2011 Vorarlberger KirchenBlatt STENOGRAMM Geld gut anlegen. Auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr kann die von den Steyler-Missionaren betriebene Bank zurückblicken. P. Franz Pilz: Steyler-Bank bietet faire Geldanlage und Hilfe. KIZ/A. Gegenüber dem Vorjahr ist das Einlagevolumen um 20 Prozent auf 34,4 Millionen Euro gestiegen. Immer mehr Menschen wollen ihr Geld solide, fair und nachhaltig anlegen, sagte der Steyler-Missionsprokurator P. Franz Pilz. Darüber hinaus konnte die Steyler-Bank Österreich aus Erträgen und Spenden im vergangenen Jahr Hilfsprojekte mit Euro unterstützen. Ausgezeichnet. Das vor vier Jahren von der Caritas Wien gestartete Projekt KunstSozial- Raum Brunnenpassage ist mit dem Österreichischen Integrationspreis 2011 in der Kategorie fördern & unterstützen ausgezeichnet worden. In einer ehemaligen Markthalle am Migrations-hot-spot am Brunnenmarkt kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen zusammen. Hilfe im Heiligen Land. Die Österreichischen Grabesritter unterstützten im vergangenen Jahr Hilfsprojekte im Heiligen Land mit Euro unter anderem ein Waisenhaus in Betlehem, ein Haus für betreuungsbedürftige Frauen in Beit Emmaus und das Rehazentrum Ain-Karim. Kaum besser. Die 2010 eingeführte bedarfsorientierte Mindestsicherung hat gegenüber der alten Sozialhilfe im Kampf gegen Armut kaum Verbesserungen gebracht, bedauert die Caritas. Papst Benedikt fordert grundlegendes Umdenken im Umgang mit der Natur Haus des Menschen schützen Papst Benedikt hat zu einem verstärkten Schutz der Umwelt und zu einem grundlegenden Umdenken im Umgang mit Natur und unbeherrschbarer Technik aufgerufen. Fukushima: Die Katastrophe zeigt, welchen Schaden an Natur und Mensch eine unbeherrschbare Technik anrichtet. KIZ/A Sebastian Kurz will als Staatssekretär für Integration verstärkt die Zusammenarbeit mit NGOs suchen und gute Modelle gezielt unterstützen. ÖVP/PD Integration: Geld für Lerncafés der Caritas Das Staatssekretariat für Integration und die Caritas sind eine Kooperation zum Ausbau des Pilotprojekts Lerncafés eingegangen. Bisher gibt es in fünf steirischen Orten und in Amstetten derartige Einrichtungen, in denen vor allem Kinder aus Migrantenfamilien Lernhilfe erhalten. Mit der zugesagten jährlichen Unterstützung von Euro sollen derartige Angebote bis zum nächsten Schuljahr in allen Bundesländern gestartet werden, sagt Caritaspräsident Franz Küberl. Staatssekretär Sebastian Kurz will damit die Kids aus den Parks raus und rein in die Lerncafés holen und damit benachteiligte Kinder auf die Bildungsreise mitnehmen. Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit der Natur, betonte Papst Benedikt anlässlich des Antrittsbesuches mehrerer neuer Botschafter im Vatikan. Der Papst verwies auf die zunehmenden Katastrophen im Laufe dieses Jahres und meinte, sie machen eine Überprüfung des bisherigen Verhältnisses zur Schöpfung dringend notwendig. Er forderte eine menschliche Ökologie als zwingende Notwendigkeit. Die Natur dürfe nicht länger als Gegenstand der Ausbeutung betrachtet werden, sondern müsse als Haus des Menschen geschützt werden. Oberste Priorität. Weiters warnte Papst Benedikt vor den Folgen der Abhängigkeit des Menschen von einer unbeherrschbaren Technik. Der technische Fortschritt gehe oft mit sozialen und ökologischen Katastrophen einher. Eine Technik, die den Menschen beherrsche und nicht umgekehrt, beraube ihn letztlich seiner Menschlichkeit. Deshalb müsse ein verantwortungsvoller Umgang mit der Schöpfung für Politik und Wirtschaft oberste Priorität haben. Diese müssten die Suche und Erschließung von Energiequellen fördern, die den Schutz der Natur respektierten und keine Gefahren für den Menschen mit sich brächten. Damit sprach der Papst gleich ein ganzes Problembündel von Atomenergie (gerade nach Fukushima!), Weltklimakrise und die zunehmenden sozialen und ökologischen Zerstörungen in Amazonien an. Protest gege n Be lo Monte. Nachdem die brasilianische Umweltbehörde entgegen ihren eigenen Auflagen grünes Licht für den Bau des Megakraftwerkes Belo Monte gegeben hat, rufen die Dreikönigsaktion und sei so frei (KMB) zu Protestaktionen auf. Sie wenden sich an die brasilianische Präsidentin und an den Turbinenbauer Andritz AG. Fachtagung: Alle sitzen im selben Boot Die Fachtagung Weltkirche im Stift Lambach (22. und 23. Juli) wird sich heuer mit Beispielen einer drohenden globalen Entsolidarisierung sowie mit christlichen Gegenmodellen befassen. Organisiert wird die Tagung mit dem Titel Alle in einem Boot von den Missionsorden und den kirchlichen Entwicklungshilfeorganisationen (KOO). Angesprochen werden Frauenarmut auf den Philippinen (Sr. Mary J. Mananzan), Armut und Rohstoffreichtum in Afrika (Philomena Mawuli Johnson) und die ökologischen Herausforderungen in Amazonien (Bischof Frei Bernardo J. Bahlmann aus Óbidos)

11 Vorarlberger KirchenBlatt 19. Juni 2011 Panorama 11 Das Hilfswerk Jugend Eine Welt hat am Internationalen Tag gegen Kinderarbeit (12. Juni) auf das dramatische Schicksal von Millionen Kindern aufmerksam gemacht, die arbeiten müssen. JUGEND EINE WELT Im Kampf gegen Kinderarbeit Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass weltweit 215 Millionen Kinder zum Familieneinkommen beitragen müssen. Alleine in Indien geht die Regierung davon aus, dass zwölf Millionen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren arbeiten müssen. Grund dafür sind oft Armut und die Schulden der Eltern, so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. In der südindischen Stadt Vijayawada sind besonders Mädchen aus den Armenvierteln betroffen, die als Haushaltshilfen in reicheren Familien arbeiten. Da es keine Verträge gibt, sind die Mädchen den Arbeitgebern schutzlos ausgeliefert, erzählt Pater Thomas Koshy von den Salesianern Don Boscos, dem Projektpartner von Jugend Eine Welt. Um den Mädchen zu helfen haben die Salesianer Don Boscos das Projekt Navajeeven Bala Bhavan gegründet. Bisher ist es gelungen 81 Kinder, die in Haushalten gearbeitet haben, zu befreien und rechtliche Schritte einzuleiten. Es wird auch Aufklärungsarbeit geleistet, um ein Bewusstsein zu schaffen, was diesen Kindern angetan wird. MENSCHEN HELFEN. SINN FINDEN. EUROPÄISCHES JAHR DER FREIWILLIGENTÄTIGKEIT 2011 MEHR ALS 3 MILLIONEN ÖSTERREICHERINNEN SIND EHRENAMTLICH TÄTIG. FREIWILLIG. ETWAS BEWEGEN! Alle Informationen zu freiwilligem Engagement: BEZAHLTE ANZEIGE

12 12 Glaube 19. Juni 2011 Vorarlberger KirchenBlatt Aus Trauer wird Jubel 1 Samuel 1 v8 Und Elkana, ihr Mann sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum isst du nicht?... Bin ich nicht besser für dich als zehn Kinder? (v9f Hanna geht in ihrer Betrübtheit zum Tempel in Schilo zum Beten) v11 Und sie gelobte ein Gelübde...: Jhwh der Scharen! Wenn du wirklich siehst auf die Not deiner Magd... und ihr einen männlichen Nachkommen gibst so werde ich ihn Jhwh geben alle Tage meines Lebens... v13 Hanna aber, sie redete zu ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, doch ihre Stimme wurde nicht gehört, sodass Eli sie für betrunken hielt. v15 (Hannas Antwort an Eli):... ich habe meine Seele vor Jhwh ausgeschüttet. v18... Und die Frau ging ihres Weges und aß, und ihr Gesicht war ihr nicht mehr [wie früher]. Eine tieffromme Mutter Hanna Verwandlung im Beten In ihrem Leid der Kinderlosigkeit und in ihrer Kränkung schüttet Hanna Gott ihr Herz aus. Und sie erfährt ein Wende. Elkana liebt seine Frau Hanna. Doch nicht so, dass er nicht, wegen deren Unfruchtbarkeit, noch eine zweite Frau, Peninna, hielte, die ihm Kinder gebiert und Hanna regelmäßig kränkt und zum Weinen bringt (1 Samuel 1, 1 8). Mit diesem Dreiecksverhältnis beginnt Hingabe. Hannas Bitte um einen Sohn (v11) ist nicht eigennützig. Sie verspricht, ihn Gott zu schenken, dem gegenüber sie sich in großer Demut dreifach als deine Magd bezeichnet. Hanna zeigt so in ihrem Beten zwei grundlegend wichtige Einstellungen: die eigene Niedrigkeit vor Gott und die Bereitschaft, Empfangenes auch wieder herzugeben. Zwei R ichtungen. Hannas Beten hat eine doppelte Orientierung. Einerseits geschieht ihr Reden zu ihrem Herzen (v13); sie ist dabei auf sich gerichtet und ganz gesammelt. Andererseits schüttet sie ihre Seele vor Jhwh aus (v15), d. h. sie öffnet sich völlig Gott gegenüber. Beten verbindet beides: gänzliche Offenheit für Gott und zugleich innere Sammlung. Verkannt. Der Priester Eli schätzt das ungewohnte stille Beten Hannas falsch ein und will sie aus dem Tempel hinausweisen (v13f) bis heute werden Formen, Wert und Kraft des Betens häufig gering geachtet, auch von Menschen, die es besser wissen müssten. Beten mit dem Volk Israel Serie: Teil 2 von 8 P. DR. GEORG FISCHER SJ 1 Samuel 2 v1 Mein Herz jubelt über Jhwh v2... keiner ist Fels wie unser Gott! v4 Der Bogen der Helden zerbrochen!... v7 Jhwh macht arm und reich, v8 er erhebt aus dem Staub den Niedrigen, aus dem Dreck erhöht er den Armen... v10 Jhwh richtet die Enden der Erde, und er gibt Kraft seinem König AUSWAHL UND ÜBERSETZUNG: G. FISCHER, UNIV. PROF. FÜR ALTES TESTAMENT, INNSBRUCK IMPULSE Wem schütte ich meine Seele aus? Wo habe ich Kränkung oder Verkannt- Werden erfahren? Wie spiegelt sich in meinem Leben Gottes Hinwendung zu den Armen? Beten: Ganz bei sich selber und offen für Gott. WALDHÄUSL nicht nur ein biblisches Buch, sondern auch eine ergreifende Wende, vom Leid zum Jubel. Verwandelndes Beten (1 Sam 1, 8 18) Vor lauter Bitterkeit kann Hanna nicht mehr essen (v7f). In ihrer Trauer und Not der Kinderlosigkeit wendet sie sich an Gott und sucht dazu den Tempel in Schilo auf (v9f), dem alten zentralen Heiligtum Israels. Gewandelt. Der Vergleich zwischen v7f und v18 enthüllt eine erstaunliche Veränderung. Hanna kann wieder essen, und ihr Gesicht ist nicht mehr vom Weinen entstellt. Ihr Beten hat sie verwandelt. Jubelnder Dank (1 Sam 2, 1 10) Die Geburt ihres Sohnes Samuel (1 Sam 1, 20), Erfüllung ihrer Bitte, bedeutet nicht das Ende von Hannas Beten. Sie schwingt sich auf zu einem Lobpreis, der später weiterklingt in den Psalmen und im Magnifikat Marias. Einmalig. In v2 preist Hanna Jhwh dreifach als einzig. Sie hat erkannt, dass der biblische Gott bezüglich Heiligkeit und Zuverlässigkeit (Bild Fels ) unübertroffen ist, und dass es keinen anderen Gott außer ihm gibt. Gegensätze. Ab v4 kommen sieben Kontrastpaare, alle mit der gleichen Aussagerichtung: Starkes geht unter, Schwaches nimmt zu. In allem wirkt Gott (s. ab v6), und sein Ziel ist, Niedrige bleibend zu erhöhen (v8). Beten besteht im staunend-preisenden Anerkennen dieser Hinwendung Gottes zu den Armen. Ausblick. Mit seinem König in v10 sieht Hanna in die Zukunft, auf Gestalten wie David und dessen Nachfolger. Sie blickt über ihre Zeit und ihr persönliches Schicksal hinaus auf Gottes universales Richten Beten bedeutet Eintreten in seine Perspektive und Dimensionen.

13 Vorarlberger KirchenBlatt 19. Juni 2011 Inserat 13 Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema. Niemand spricht gerne darüber - weder Angehörige noch ältere Menschen selbst. Und dennoch ist es ein Ereignis, das jeden Menschen früher oder später trifft. Was also machen, wenn Eltern, Ehepartner oder andere nahe Angehörige sterben? Viele Menschen sind mit dieser Situation überfordert, wissen nicht, was zu tun ist. Oft bleibt für die eigene Trauer wenig Zeit, denn viele Fragen müssen schnell geklärt werden: Wer stellt den Totenschein aus, wie finde ich einen günstigen Bestatter? Für die Hinterbliebenen ist es eine traurige, aber auch hektische und anstrengende Zeit. Meist stellt sich schnell eine ganz nüchterne Frage: Welche Kosten fallen an und wer bezahlt die Beerdigung? Abhängig von den Wünschen des Verstorbenen kann das zu einer hohen finanziellen Belastung für die Hinterbliebenen werden gerade weil es für diese Fall der Fälle in Österreich keine staatliche Unterstützung gibt und die Ausgaben für ein Begräbnis ständig steigen. Wer möchte seine Angehörigen auch noch mit diesen Kosten belasten? Eine ebenso beruhigende wie kostengünstige Lösung gibt s dafür von ERGO Direkt Versicherungen: Die Trauerfall-Vorsorge! Dann ist für den Ernstfall gut vorgesorgt! Und Sie haben das beruhigende Gefühl, schon zu Lebzeiten, alles in Ihrem Sinne geregelt zu haben! Gut, wenn alles geregelt ist! ERGO Direkt bietet Vorsorge für den Ernstfall zu günstigen Prämien Wer einen geliebten Menschen verliert, hat Anlass zur Trauer. Umso schlimmer, wenn kein Geld verfügbar ist, um die verdiente, würdevolle Bestattung zu bezahlen. Schnell fallen 4.000,- für ein ganz normales Begräbnis, also ohne individuelle Wünsche, an. Eine Begräbnis- Vorsorge gibt Sicherheit und beruhigt! Wer wird mein Begräbnis zahlen? für die Hinterbliebenen garantiert vorhanden. Lassen Sie sich ganz einfach und kostenlos einenvorschlag schicken, ohne Vertreterbesuch und entscheiden Sie dann in Ruhe daheim! 0800/ www. ergodirekt.at Ausgefüllten Kupon einsenden an: ERGO Direkt, Postfach 1, 2320 Schwechat Ja, senden Sie mir bitte kostenlos einen unverbindlichen Vorschlag zu. 8240/DS4 Name, Vorname Den Trauerfall-Vorsorge-Plan von ERGO Direkt können alle 50 bis 80-jährigen abschließen, mit garantierter Aufnahme und ohne lästigen Gesundheitsfragen. Schon nach nur 3-jähriger Aufbauzeit ist das Geld Straße, Nr. PLZ, Ort Tel.-Nr. Geb.-Datum 19 Ich weiß, dass ich zu Werbezwecken von ERGO Direkt Lebensversicherung AG telefonisch, elektronisch oder schriftlich kontaktiert werden kann. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. BEZAHLTE ANZEIGE

14 teletipps des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz bis SONNTAG, 19. JUNI 9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus Traunstein/Deutschland, mit Weihbischof Wolfgang Bischof und Pfarrer Georg Lindl. ZDF Uhr: Orientierung (Religion). ORF Uhr: Der Leonardo Code Vom Leben und Wirken des geheimnisvollen Mannes aus Vinci (Religion) Der Film versucht, dem Mythos des Mannes aus Vinci auf die Spur zu kommen. Phoenix Uhr: ORFeins Kung Fu Panda (Animationsfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimiserie) ZDF Für immer Frühling (Spielfilm) Uhr: Doris Day Superstar (Dokumentarfilm) Der Film erzählt die Geschichte der märchenhaften Karriere der Doris Mary Anne von Kappelhof. ORF 2 MONTAG, 20. JUNI Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Erlebnis Erde: Mythos Amazonas (2/Doku) BR Bergauf Bergab: Dolomiten klassischer Höhenweg (Reihe) Uhr: Alle Anderen (Fernsehfilm, D 2009) Mit Birgit Minichmayr, Lars Eidinger Regie: Maren Ade Hervorragend gespielter Film, der mit subtilem Humor und grausamer Genauigkeit von den widersprüchlichen Sehnsüchten eines Paares auf der Suche nach seiner Identität erzählt. ARD DIENSTAG, 21. JUNI Uhr: ORFeins Soko Kitzbühel (Krimiserie) ORF 2 Universum: Madagaskar Insel der Wunder (Doku) Uhr: Kabuli Kid Eine Geschichte aus Afghanistan (Spielfilm, F/AFGH 2008) Mit Hadji Gul, Valéry Schatz u.a. Regie: Barmak Akram Eine lebensbejahende allegorische Geschichte, die die vom Bürgerkrieg gezeichnete afghanische Hauptstadt beschreibt, in der die Menschen langsam zum Leben und ihren Ge-fühlen zurückfinden. BR Uhr: kreuz & quer (Religion) Vom Sinn des Gebens Evolution der Nächstenliebe / (23.25) Mama Bock : Ein Porträt über die unbeugsame Flüchtlingshelferin. ORF 2 MITTWOCH, 22. JUNI Uhr: Königreich der Himmel (Spielfilm, USA 2005) Mit Orlando Bloom, Eva Green, Liam Neeson, Jeremy Irons u.a. Regie: Ridley Scott Werte wie Toleranz und friedliches Miteinander finden sich in diesem farbenprächtigen Historienepos. ORFeins Uhr: ORF 2/ARD Zu schön für mich (TV-Film) ZDF Rette die Million! (Quizshow) Uhr: Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (Spielfilm, USA/F 2004) Mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper u.a. Regie: Tommy Lee Jones Epischer Spätwestern, der durch sei-ne Erzählstruktur und seine fabelhaften Darsteller beeindruckt. BR ORF/TELLUX FILM/ALEX SCHLACHER Do., 23.6., Uhr: Der Kardinal (Doku-Drama) Regisseur Andreas Gruber hat dem Leben Kardinal Franz Königs, der zu den prägendsten Persönlichkeiten des Landes im 20. Jahrhundert gehörte, nachgespürt. Entstanden ist dabei ein sehenswertes Zeitdokument und eine Hommage an einen ganz Großen, der im Film von August Zirner dargestellt wird. ORF 2 DONNERSTAG, 23. JUNI Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus Schleching im Chiemgau/ Deutschland. ARD/BR Uhr: FeierAbend Ein deutliches Zeichen (Religion). ORF Uhr: Sonntagsvierer (Spielfilm, D/CH 2010) Mit Klaus Wildbolz, Herbert Leiser u.a. Regie: Sabine Boss Mit hintergründigem Dialogwitz angereicherte, nachdenklich stimmende Komödie. ARD Uhr: Blitzlichtgewitter (Spielfilm, USA 2006) Mit Steve Buscemi, Michael Pitt, Alison Lohman u.a. Regie: Tom DiCillo Frische, hintergründige Gesellschaftssatire. arte Uhr: ORF 2 Klingendes Österreich: Vom großen Werk zum großen Berg Steyrermühl, Gmunden, Traunstein ZDF Wilsberg (Krimiserie) FREITAG, 24. JUNI Uhr: Birdy (Spielfilm, USA 1984) Mit Matthew Modine, Nicolas Cage u.a. Regie: Alan Parker Suggestiv inszenierter Film, der gekonnt Vergangenheit und Gegenwart verknüpft. ServusTV Uhr: ORF 2/ZDF Der Alte ARD Der Duft von Holunder (Spielfilm) Uhr: Makro: Frauen vor! (Magazin) In der Wirtschaft dominieren die Männer das Spiel. Nur in jedem elften deutschen Chefsessel sitzt eine Frau. Woran liegt das? 3sat SAMSTAG, 25. JUNI Uhr: Vorbilder!? (Spielfilm, USA/D 2008) Mit Paul Rudd, Seann W. Scott u.a. Regie: David Wain Amüsante Komödie, die rührselige Momente, liebenswerte Eigenheiten und trotz einiger Derbheiten Gespür für Sprachwitz aufweist. ORFeins Uhr: Vier Minuten (Spielfilm, D 2006) Mit Monika Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Sven Pippig u.a. Regie: Chris Kraus Wunderbarer Film über das Aufbrechen von inneren Verkrustungen mit einer brillanten Hauptdarstellerin. BR Uhr: ORF 2 Mei liabste Weis (Musik) ZDF Ein starkes Team (Krimiserie) radiophon Religion auf Ö 3. So/Do zw und 7.00, Ö3 So/Do 6.05 Uhr, Mo-Mi/Fr-Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Gott hat uns gezeigt wie er ist. Deshalb können und sollen wir von ihm reden meint Pfarrer Rupert Grill in den Morgengedanken dieser Woche. ÖR Zwischenruf... von Landessuperintendent Thomas Hennefeld (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. (So) Das Ziel der Sendung Jesus (Joh 3,16-18). Kommentar von Susanne Gillmayr-Bucher. (Do) Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge (Joh 6,51-58). So/Do 7.05, Ö1 Motive. Das Gute war lebensrettend. Der Schriftsteller Aharon Appelfeld und die religiöse Melodie seines Lebens. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So-Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. Gedanken gegen den Strom der Zeit. Von Erika Pluhar. Mo-Mi/Fr-Sa 6.57, Ö1 Religion aktuell. Mo-Mi/Fr 18.55, Ö1 Memo. Hostie und Propaganda. Der katholische Kampf um die Straße. Do 19.04, Ö1 Katholische Gottesdienste: So Uhr Aus der Pfarrkirche Krumpendorf am Wörthersee/Ktn. ÖR Do Uhr Aus der Pfarrkirche Unterrohr/Stmk. ÖR ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG Toto-Bonusrunden , extra für den Zwölfer Jetzt gibt es bei Toto noch viermal einen Bonus, und der schlägt sich mit jeweils , Euro zu Buche. Die Runden 24 bis 27 sind so genannte Toto-Bonusrunden, und in diesen Bonusrunden wird der Zwölfer-Gewinnrang mit jeweils , Euro extra aufdotiert. Damit T oto auch in der meisterschaftslosen Zeit für seine Fans besonders attraktiv bleibt.

15 Vorarlberger KirchenBlatt 19. Juni 2011 Treffpunkte 15 TERMINE Kinderchor Frechdax - ein Konzert für die ganze Familie. Der Götzner Kinderchor lädt zu einem vergnüglichen Nachmittag für Groß und Klein. Karten: Tageskassa und unter Weitere Infos: oder T So 19. Juni, Uhr, Kulturbühne AmBach, Götzis Sehnsucht Kantorei Rankweil mit den Swing Cats. VVK in allen Vlbg. Raiffeisenbanken und Sparkassen, Expert Tschanett und Musikladen Rankweil, Info T Sa 18. Juni, 20 Uhr, Altes Kino Rankweil. Musik in der Pforte: Versteh ich s recht, ist s Leidenschaft. Die Liebe in der italienischen Kammerkantate. Infos: Kulturreferat Feldkirch, T Do 23. Juni, 20 Uhr, Ritter von Bergmannsaal Hittisau Fr 24. Juni, 20 Uhr, Pförtnerhaus Feldkirch Konzert Brucknerisch. Volksmusik aus Österreich. Im Anschluss an das Konzert findet ab ca Uhr das Sankt Corneli Sommerfest im Eibe Gastgarten statt. Karten: Pfarrbüro Tosters, T So 19. Juni, 17 Uhr Wallfahrtskirche Sankt Corneli, Feldkirch-Tosters. Bücher und CD Flohmarkt in Lochau. Unzählige Medien zu äußerst günstigen Preisen warten auf ihre Abnehmer. Der Erlös kommt dem Projekt der Lochauer Salvatorianerschwester Melitta Kaufmann (Bild Mitte) in Israel/ Westjordanland zugute. Sa 18. Juni, 16 bis 20 Uhr So 19. Juni, 9 bis 12 Uhr Pfarrheim Lochau. Fronleichnam und gemeinsames Pfarrfest Hl. Kreuz und Herz Mariä. Beide Pfarren, Hl. Kreuz und Herz Mariä, feiern gemeinsam um 9 Uhr in ihren Pfarrkirchen Gottesdienst. Prozession zur Dreifaltigkeitskirche. Ab ca. 11 Uhr findet ein gemeinsames Pfarrfest beim Nepomukbrunnen statt. Do 23. Juni, 9 Uhr Gottesdienst ab 11 Uhr Pfarrfest beim Nepomukbrunnen Bludenz, Hl. Kreuz und Herz Mariä Das Bildungswerk lädt zur Jahreshauptversammlung Das Meisterstück Alter Das Katholische Bildungwerk Vorarlberg lädt zur Jahreshauptversammlung und zum Sommernachtsfest. Lebensqualität im Alter - unter diesem Motto steht die Projektinitiative Alt.Jung-Sein, die das Katholische Bildungswerk gemeinsam mit der Caritas vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat. Passend zu Spiritualität im Alter wird der Schweizer Altersforscher Prof. Dr. Urs Kalbermatten ein Impulsreferat zum Thema Alter, das Meisterstück des Lebens halten und im Anschluss mit dem Vorarlberger Arzt Joseph Bachmann über mögliche Konsequenzen für die Bildungsarbeit vor Ort diskutieren. In einem Sommernachtsfest TIPPS DER REDAKTION Lebens-Stufen in Zeit und Ewigkeit. Eine Benefizveranstaltung. Gedicht-Rezitation mit Renaissance Musik mit Gerhard M.Walch und Mechthild Neufeld von Einsiedel. Der Therapeut und CG-Jung-Schüler Gerhard Walch hat sich auch durch sein literarisches Werk einen Namen gemacht. Seine Gedichtsammlung Wandlung zum inneren Himmel hat höchste Qualität. T Do 23. Juni, 11 Uhr, Lindau, Friedensräume, Lindenhofweg 25. Abschlusswallfahrt der Katholischen Männerbewegung durch die Örflaschlucht. Die KMB lädt zu einem Gebetsgang durch die Örflaschlucht nach St. Arbogast mit anschließendem Gottesdienst in der Kapelle ein. Im Anschluss findet eine Agape statt. Die KMB bedankt sich für das vergangene Arbeitsjahr. Männer, Frauen und junge Leute sind herzlich dazu eingeladen mitzugehen und mitzufeiern. Di 21. Juni, 19 Uhr, Treffpunkt Waldbad Götzis Glückliches Altern im Mittelpunkt des KBW. RAINER JURIATTI findet die Jahreshauptversammlung ihren Ausklang. Jahreshauptversammlung und Sommernachstfest des Katholischen Bildungswerks Vorarlberg Mi 22. Juni, 17 Uhr, Klostertalmuseum in Wald am Arlberg T jähriges Priesterjubiläum von Bischof Elmar Fischer. Verbunden mit einer Eucharistiefeier zur Neueröffnung und Umgestaltung der Pfarrkirche Bregenz St. Gebhard findet die Feier des 50-jährigen Priesterjubiläums von Bischof Elmar Fischer mit anschließender Agape statt. Die Gläubigen der Diözese sind zur Mitfeier herzlich eingeladen. So 26. Juni, 10 Uhr, Gottesdienst in der Pfarrkirche Bregenz St. Gebhard. 24 Stunden draußen - Veranstaltung mit Susanne Türtscher. Sonnwende ist ein markanter Übergang im großen Jahreskreis in der Natur. Auch auf unserem Lebensweg stehen wir immer wieder vor Schwellen, die uns herausfordern: eine wichtige Entscheidung, Abschied, der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Information und Anmeldung bei Susanne Türtscher, T E Mi 22. Juni bis 26. Juni, Biosphärenpark Großes Walstertal, Thüringerberg. TERMINE Frühschoppen an Fronleichnam. Mit der Buramusig Fraxern Do 23. Juni, 10 Uhr, Platz der Begegnung (Nähe Pfarrkirche), Fraxern 10 Jahre Schwestern der Hl. Klara in Bregenz. Klosterschnuppern im Kapuzinerkloster Bregenz. Sa 25. Juni, 16 Uhr Besichtigung, 19 Uhr Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Gallus BERICHTIGUNG Zum Artikel Der Sonntag, der meine Seele erhebt im Kirchen- Blatt Nr. 23 vom, 12. Juni 2011 Der Autor des Artikels, Pfr. Peter Mathei, möchte Folgendes präzisieren: Wenn ich beim Lob der schönen Messe und der schönen Predigt schreibe, dass ich früher weniger auf schön', sondern vor allem darauf geschaut hätte, ob eine Predigt gescheit und brauchbar sei, muss ich das zurechtrücken: Bei aller schönen Form hoffe ich sehr, dass die Predigt (eines Priesters) auch gescheit ist und praktisch. Was können die Leute mit der Predigt anfangen, war immer die kritische Frage meines Lehrherrn Pfarrer Otto Feurstein. IMPRESSUM Medieninhaber (Verleger): Diözese Feldkirch Herausgeber: Generalvikar Dr. Benno Elbs. Das Vorarlberger KirchenBlatt ist das Informationsorgan der Diözese Feldkirch Redaktion: MMag. Dietmar Steinmair (Chefredakteur), Mag. Wolfgang Ölz (Chef vom Dienst) Verlagsleitung und Marketing: Petra Baur Abo-Verwaltung: Isabell Burtscher DW 125 Alle: 6800 Feldkirch, Bahnhofstraße 13, Telefon , Fax Internet: Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen der Diözesen Eisenstadt, Feldkirch, Innsbruck und Linz: Hans Baumgartner (Leiter), Mag. Susanne Huber, Brigitte Huemer. Marketing: Mag. Walter Achleitner. Jahresabo: Euro 36,- / Einzelverkauf: Euro 1,- Art Copyright VBK Wien Druck: Vorarlberger Medienhaus, Schwarzach. BEZAHLTE ANZEIGE

16 NAMENSTAG Pfarrmoderator Wilhelm Schwärzler (Höchst) der auf Schutz Bedachte. Hoffnung gibt mir... die schon oft gemachte Erfahrung, dass Gott mit mir/uns/ der Welt einen Plan hat und auf mein Ja wartet. Besonders liegt mir am Herzen... dass Menschen einander zuhören und als Person akzeptieren. Diesem Mann aus der Bibel fühle ich mich verbunden... Paulus aufgrund seiner Offenheit und Weite. Diese Person inspiriert mich... Altbischof Dr. Reinhold Stecher Ich fühle Gott am nächsten... wenn ich an eigene Grenzen stoße und seine Hilfe erfahre. Zuletzt gelacht habe ich... Heute in der Schule. Ein Firmling antwortete auf die Frage nach dem Firmspender: Ein Schulwart aus Feldkirch (gemeint war der Schulamtsleiter Dr. Hans Fink). Der hl. Wilhelm von Vercelli ließ sich etwa 1115 auf dem Monte Vergine bei Neapel nieder und gründete eine benediktinische Männerkongregation. ANGELIKA HEINZLE Namenstagskalender Romuald Adalbert Alban Thomas Morus Edeltraud Johannes der Täufer Wilhelm L Gen 18,1-15 E Mt 8,5-17 EHRENAMTLICHER DER WOCHE: MATHIAS RAICH, MINISTRANTENLEITER Hier kommt die Rasselbande FEHLE Die Kirche ist einer der größten Ehrenamtsträger Vorarlbergs Menschen engagieren sich dabei in allen Bereichen des Lebens - wie Mathias Raich, Ministrantenleiter aus Ludesch. VERONIKA FEHLE Ludesch zählt mit Stichtag 1. Juni ganz genau 40 Ministrantinnen und Ministranten. Bei rund 3000 Einwohnern will das schon etwas heißen. Das heißt nämlich, dass es Mathias Raich, seines Zeichens Ministrantenführer, ZU GUTER LETZT Dieses öffentliche Ringen um Gott Mir ist es wichtig, dass die Kirche die Jugendlichen fordert und fördert. Das bringt neuen Schwung und neues Leben. MATHIAS RAICH, MINISTRANTENLEITER Christoph Schlingensief war ein Künstler, der durch seine frühen Aktionen vor allem auch Christ/innen verstört hat. Spätestens seit dem Tagebuch seiner Krebserkrankung, So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein, wird er über alle weltanschaulichen Grenzen hinweg wertgeschätzt. Der Erfurter katholische Bischof, Joachim Wanke, hat Schlingensief wegen dessen Umgang mit dem Sterben ausdrücklich gewürdigt. Manchmal wünscht sich der Bischof von seiner Kirche dieses öffentliche Ringen um Gott wie es sich im Tagebuch Schlingensiefs so manifestiert: Ich bin ganz still geworden und habe hochgeguckt, da hing das Kreuz. (...) Ich war plötzlich jemand, der sagt: Halt einfach die Klappe, sei still, es ist gut, es ist gut. Auf der diesjährigen Biennale in Venedig ist der Deutsche Pavillon posthum mit Werken von Schlingensief gestaltet worden. Zentral dabei: Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir, eine Bühneninstallation, die kultische Elemente aufnimmt, und anleiten will, das Fremde in sich selbst zu entdecken. gelingt, Kinder und Jugendliche aller Altersklassen immer wieder neu für den Ministrantendienst zu begeistern - Woche für Woche. Sein Geheimrezept? Da ist erstens das Wissen, dass die vielzitierte heutige Jugend nicht so schlecht ist, wie sie es damals schon nicht war, und zweitens genügend Raum für neue Ideen. Jugendliche Ideen, wohlgemerkt. Mir ist es einfach wichtig, dass die Kirche die Jugendlichen fordert und fördert. Das bringt neuen Schwung und neues Leben für beide Seiten, bastelt Mathias Raich an neuen Entwürfen für die Zukunft. Keine Utopien. Viel einfacher. Eine Möglichkeit sind da zum Beispiel die Jugendmessen, die wir gestalten - mit viel Musik. Ein anderer Weg sind die Ministrantentreffen. Da ist für Fußball genauso Platz wie für Diskussionen über religiöse Themen. Und es funktioniert, so Mathias Raich. Volle Konzentration. Sechs bis acht Ministranten versammeln sich in Ludesch jeden Sonntag um den Altar. Während der Woche sind es zwei bis vier. Konzentriert sind sie bei der Sache - die Kleinen wie die Großen. Mathias Raich ist übrigens nicht nur Ministrantenleiter, er ist mit seinen knapp 20 Jahren auch das jüngste Mitglied des Ludescher Pfarrgemeinderats. Warum? Ganz einfach: Weil es ihm ein Anliegen ist, weil ihm das Leben in der Pfarrgemeinde nicht egal ist und er daran arbeiten will, dass schöne Zukunftsbilder eben keine Luftschlösser bleiben. Natürlich ist hier viel Ironie im Spiel. Nur wusste Schlingensief genau, dass sich im Angesicht des Todes die Ironie verflüchtigt und plötzlich Authentizität um sich greift. Folgerichtig sah er seine Berufung u.a. nicht nur als Regisseur und Politiker, sondern auch als Christ. WOLFGANG ÖLZ Christoph Schlingensief: Sei still, es ist gut, es ist gut. REUTERS P.b.b. Zulassungsnummer 02Z031314, Verlagspostamt A-6800 Feldkirch HUMOR Treffen sich zwei Fische. Sagt der eine zum anderen: Komm schnell unter die Brücke, damit wir nicht nass werden! Papa, wo liegt eigentlich Senegal?, will die kleine Susi von ihrem Vater unbedingt wissen. - Der Papa: Sehr weit kann das nicht weg sein. Ein Arbeitskollege kommt von dort und geht mittags immer zum Essen heim.

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