Durchschnittlichen Lagerbestand anpassen

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1 P 01 Lösung Lagerbestände überwachen a) 30. April, 31. August und 31. Dezember b) Verbrauch während der Wiederbeschaffungszeit: ( ) / 150 = 2.66 Mte oder 2 Monate und 20 Tage c) 10. Februar, 10. Juni und 10. Oktober d) Stück P 02 Lösung Durchschnittlichen Lagerbestand anpassen a) durchschnittlicher Bestand = (AB + EB) / 2 gesucht Endbestand = x 500 = (840 + x) / 2 x = 160 b) Verbrauch Januar bis März = 1'870 minus Anfangsbestand = 840 1'030 plus Endbestand März = 160 Einkaufsvolumen Jan. - März = 1'190

2 P 03 Lösung Lagerkosten und Lagerhaltungskosten a) Lagerkosten: CHF 704'000 b) Lagerkostensatz in Prozenten: Lagerkostensatz = Lagerkosten x 100 (Formel) durchschnittlich geb. Kap. am Lager (= Inventarwert) Inventarwert = CHF 5'200'000 Lagerkostensatz 704'000 x 100 = % 5'200'000 c) Lagerhaltungskostensatz Lagerkostensatz % + kalk. Zinssatz % Lagerhaltungskostensatz % P 04 Lösung Kostenfaktoren beim Lager Schlatter GmbH a) Vorhandene Lagerfläche 2'900 m 2 Lagerkosten im Jahr Ø Belegte Lagerfläche 2'500 m 2 Ø Lagerbestand in kg 1'200'000 kg Energiekosten CHF 10'500 / Halbjahr 21'000 Reparaturen Lagerhaus CHF 2'500 / 3 Monate 10'000 Versicherungskosten CHF 1'000 / Monat 12'000 Lagerhaus (Elementarschäden) Allgemeine Verwaltungskosten CHF 32'700 / Halbjahr 65'400 Zinsen (kalkulatorische) CHF 33'000 / Jahr Abschreibungen CHF 90'000 / Jahr 90'000 TOTAL 198'400 b) Lagerkosten pro Jahr CHF 198'400 Lagerhaltungskosten pro Jahr 198' '000 (Zins) = CHF 231'400 Lagerhaltungskosten pro m 2 231'400 / 2'900 m2 = CHF c) Metallrohre 15 Tonnen Klasse A zu CHF 250 pro 100 kg CHF 3'750 Metallrohre 12 Tonnen Klasse B zu CHF 210 pro 100 kg CHF 2'520 Kunststoffrohre 8 Tonnen Klasse A zu CHF 150 pro 100 kg CHF 1'200 Kunststoffrohre 7 Tonnen Klasse B zu CHF 110 pro 100 kg CHF 770 TOTAL CHF 8'240

3 P 05 Lösung Kennzahlen zur Lagerführung,Lagerumschlag' Warenvorrat Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Anfangsbestand Endbestand Ø Lagerbestand pro Mt. Lagerumschlag pro Mt x 8.6x 10x 10.6x 15.3x 15.3x 14.5x 12.1x 15.8x 10.7x 5x 5.5x a) siehe Tabelle b) siehe Tabelle c) In den Monaten März bis Oktober wird das Warenlager bedeutend öfters umgeschlagen als in den Monate November bis Februar. Der Personalbestand im Lager kann in diesen vier Wintermonaten reduziert werden oder es bedarf in den übrigen acht Monaten zusätzliches Personal. P 06 Lösung Kennzahlen zur Lagerführung I a) ( ) / 2 = 150 Stücke b) 4'440 / 150 = 29.3 x c) 360 / 29.3 = 12.3 KT oder 12 Tage d) 150 x CHF 15 = CHF 2'250 e) 12 % von CHF 2'250 = CHF 270 f) 180 Stück x CHF 15 = CHF 2'700 P 07 Lösung Kennzahlen zur Lagerführung II a) 152 / 160 = 95 % b) / 150 = mal c) 360 / = 20.7 Tage (KT) d) 150 Stk. x CHF 80 = CHF 12'000 e) 19 % von CHF 12'000 = CHF 2'280 f) Wurzel aus (200 x x 95) / (80 x 19) = 180 Stücke

4 P 08 Lösung Kennzahlen zur Lagerführung III Lagerumschlag (400 x 360) / 6000 = 24 mal Ø Lagerdauer 360 KT / 24 = 15 Tage Lagerreichweite bei Ø Verbrauch von 400 Stk./Tag 10'000 / 400 = 25 Tage Ø Anzahl EURO- Paletten am Lager 6'000 / 200 = 30 Paletten Ø Lagernutzungsgrad (30 x 1.2 x 0.8) / 1000 = 2.88 % Ø Kapitalbindung im Lager 6'000 x 3.12 = CHF 18'720 Verpackungsanteil am Umsatz 12 Rappen / 3 Franken oder (0.12 / 3.00) x 100 = 4 %

5 P 09 Lösung Lagerführung und Kapitalbindung (Komplettaufgabe) Bezeichnung Produktkomponente Name Lieferant EP Jahresbedarf (Stk.) Sicherheitsbestand (Stk.) optimale Bestellmenge Ø Lagerbestan d Ø gebundenes Kapital Fahrwerk Rollmat AG '710 Verkabelung Amnia Elektro GmbH '550 Antriebsmotor DMF GmbH '400 Steuerungsgerät DMF GmbH '930 Kette Iron Tools AG '848 Haken Iron Tools AG Laufrolle für Kette Rollmat AG '574 Stahlteil Grundgerüst Stahlbau Vogt '580 Total 88'952 d) - Eine Reduktion um rund CHF 40'000 kann nur durch Verhandlungen mit den Firmen DMF GmbH und Stahlbau Vogt erreicht werden; bei den anderen Firmen ist die Auftragssumme zu klein. - Eine Diskussion um bessere Einkaufspreise mag etwas bringen; das Ziel kann aber damit nicht erreicht werden. - Primär geht es darum, die Sicherheitsbestände beim Antriebsmotor und beim Stahlteil Grundgerüst zu reduzieren und Just-in-Time-Lieferungen mit diesen Lieferanten zu vereinbaren, zumindest aber kürzere Lieferfristen. Je grösser die Kapitalbindung, desto höher sind die Kapitalkosten. Das Kapital, das im eigenen Lager gebunden ist, steht nicht für Anlagen auf dem Finanzmarkt zur Verfügung und bringt deshalb auch keine Zinserträge. Diese fehlenden Zinserträge sind die Opportunitätskosten der Lagerhaltung. Hohe Lagerbestände verursachen ausserdem hohe Lagerkosten, weil mehr Personal, Fläche etc. benötigt wird. Auch die Gefahr, dass Artikel nicht mehr nachgefragt werden, steigt mit hohen Beständen. Mit der bisherigen Lagerbewirtschaftung fallen der Antriebsmotor der DMF GmbH mit 29'400 und das Grundgerüst aus Stahl der Firma Stahlbau Vogt mit 30'580 im Vergleich zu den anderen Komponenten besonders ins Gewicht. Eine Optimierung bei diesen zwei Komponenten hat am meisten Potential bezüglich des gebundenen Kapitals. Die LAGERLIFT AG hat verschiedene Möglichkeiten, um das gebundene Kapital zu verringern. Zu bemerken ist allerdings, dass Bestandesprobleme nie isoliert gelöst werden können, sondern unter Einbezug aller Beteiligten betrachtet werden müssen, weil jede Massnahme Einfluss auf andere Faktoren haben kann. Reduktion des Sicherheitsbestandes: Sicherheitsbestände auf teurer Ware wirken sich stark auf das gebundene Kapital aus. Die Reduktion schlägt sich in tieferen Lager- und Zinskosten nieder. Bei einer Reduktion der Sicherheitsbestände entstehen allerdings Risiken. Gleichbleibende Liefersicherheit und ein tieferer Sicherheitsbestand können den reibungslosen Produktionsablauf und die Lieferbereitschaft gefährden. Dies kann wiederum eine schwankende Auslastung der Produktionsfaktoren, Kundenverluste und Fehlmengenkosten mit sich ziehen. Ein rascher teurer Einkauf kann notwendig werden. Mengenrabatte können nicht genutzt werden.

6 Einbezug der Lieferanten: DMF GmbH und Stahlbau Vogt sind keine lokalen Lieferanten (local sourcing). Transportzeiten und -risiken sind zu beachten und ob sie zu bewältigen sind. Um bei kleineren Sicherheitsbeständen den vorerwähnten Risiken entgegen zu wirken, muss der Lieferprozess verbessert werden. Eine Vertiefung der Lieferantenbeziehung kann zeigen, wo im Lieferprozess Verbesserungspotential liegt und ob z.b. JiT-Produktion in Frage kommt. Die JiT-Produktion minimiert die Lagerhaltungskosten. Allerdings rechnet sie sich nur, wenn der Bedarf genau prognostiziert wird und so Fehlmengen und Überschüsse vermieden werden. Damit die JiT- Produktion sicher geplant werden kann, muss der Lieferprozess immer gleich und konstant ablaufen. Je weiter der Zulieferer entfernt ist, desto mehr Probleme können auftreten (Pannen, Wochenendfahrverbot etc.). Neben der DMF GmbH und der Stahlbau Vogt könnte die JiT- Produktion bei der LAGERLIFT AG, und aufgrund der kurzen Distanzen auch bei den anderen lokalen Zulieferern, zusätzliche Einsparungen bei Lagerkosten und Kapitalbindung einbringen.

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