Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM)

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1 Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) Erfahrungsbericht aus Stadt und Kreis Offenbach H. Thomas Stahl

2 Projektpartner In Stadt und Kreis Offenbach teilen sich zwei Gebietskörperschaften, die ein eng verzahntes Verkehrsnetz unterhalten, eine Planstelle. Projektpartner: Lokale Nahverkehrsorganisation Offenbach GmbH (NiO) Geschäftsführerin: Anja Georgi Kreis- Verkehrs- Gesellschaft Offenbach mbh (KVG) Geschäftführer: Andreas Maatz Gemeinsame betriebliche Mobilitätsmanagementberatung (BMM) Projektmanager: H. Thomas Stahl 2

3 BMM Stadt- und Kreis Offenbach In fast allen Kommunen in Stadt und Kreis Offenbach gibt es in den Neubürgerbroschüren ausführliche Hinweise auf den ÖPNV für Neubürgerinnen und Neubürger MOBLITÄTSZENTRALEN in Stadt und Kreis Offenbach Mobilitätsberatung für Kinder und Jugendliche (Bus- und Bahnbegleiter) Mobilitätsberatung für Unternehmen (BMM) Mobilitätsberatung für weitere Zielgruppen z. B. Senioren (Interreg IV b) Qualitätssicherung, Evaluation und Fortschreibung 3

4 effizient mobil in STADT und KREIS Mit allen Kommunen in Stadt und Kreis Offenbach wurden Gespräche bezüglich des BMM geführt. Einzelentscheidungen, wie die Kooperationen fortgeführt werden sollen, gab es bereits. Entscheidend für die positive Entwicklung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements ist die Unterstützung durch folgende Personenkreise: Bürgermeister / Bürgermeisterin / hauptamtliche kommunale Wahlbeamte Personalverwaltungen Personalvertretungen In der Folge regeln Kooperationsvereinbarungen die erfolgreiche Umsetzung. 4

5 effizient mobil in STADT und KREIS Was heißt das für kommunale Kooperationspartner? Förderung, Planung und Steuerung nachhaltiger Mobilität kommunale Ebene: Die Kommune selbst, auch die Kreisverwaltung Kreis Offenbach, integriert ein eigenes BMM, profitiert nachhaltig vom Umwelt- Verbund und wird zum Bindeglied zwischen dem Mobilitätsmanager und der Wirtschaft (Vorbildfunktion) Unternehmen: Das Unternehmen integriert ein BMM und profitiert nachhaltig vom Umwelt- Verbund 5

6 Kosten und Nutzen Warum soll ein Unternehmen, eine Verwaltung oder eine Behörde Interesse an einem BMM haben? Viele Unternehmen bieten Produkte und Dienstleistungen an, bei denen Mobilität und Flexibilität eine entscheidende Rolle spielen. In jedem Unternehmen und jeder öffentlichen Verwaltung in Stadt- und Kreis Offenbach "bewegt" sich täglich eine ganze Menge: Mitarbeiter- und Besucherverkehre Dienstwege Liefer-, Geschäfts- und Wirtschaftsverkehre Siehe DIHK / IHK Jahresthema 2009: Mobilität ist Zukunft 6

7 Kosten und Nutzen Steigende Fahrtkosten und die zunehmende Umweltbelastung mindern die allgemeine Arbeits- und Lebensqualität. Jedes Unternehmen kann durch die Einführung des betrieblichen Mobilitätsmanagements nicht nur Pluspunkte für umweltfreundliche Mobilität sammeln, sondern in Zeiten knapper Kassen auch finanzielle Mittel einsparen. Natürlich profitieren auch die Mitarbeiter von den Vorteilen des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Neben geringeren Ausgaben für den Weg zur Arbeit und anderen Vorteilen, ergeben sich auch gesundheitsfördernde Aspekte und eine größere Zufriedenheit bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 7

8 Aktivitäten Betriebsbesuche: 345 Betriebsbesuche (in zweieinhalb Jahren) bei 91 Firmen, Kommunalverwaltungen und Institutionen 8

9 Resultate Kooperationspartner: Planziel für Stadt und Kreis Offenbach 2008 war: 10 Kooperationspartner Ist 2008: 17 Kooperationspartner in Stadt- und Kreis Offenbach Aktueller Stand: 21 Partner in der Stadt Offenbach 23 Partner im Kreis Offenbach 9

10 Visionen 2010 / 2011 Bei allen Kommunalverwaltungen in Stadt und Kreis Offenbach ein BMM zu integrieren. Dies wäre einmalig in Deutschland und sicher von überregionalem Interesse. Die Vorbildfunktion wäre sicher für Unternehmen und die Region von Bedeutung. 10

11 Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) Erfahrungsbericht aus Stadt und Kreis Offenbach Vorgehensweise und Module

12 Vorgehensweise und Module Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen (auf Kreisebene und örtlich in den Städten und Gemeinden) Zusammenarbeit mit allen Stadtwerken im Kreisgebiet Zusammenarbeit mit der Industrie und Handelskammer Anlässe schaffen für die thematische Ansprache Intensiver Netzwerkaufbau / Empfänge / Fachgesprächsrunden Permanente Weiterbildung / Kollegengespräche / Arbeitskreise /Symposien Mailingaktionen weniger erfolgreich 12

13 Voraussetzungen für Beratungsgespräche Interdisziplinäres Arbeiten in allen Bereichen des öffentlichen Personen Nahverkehrs Fließende Grenzen zwischen dem betrieblichen- und dem Mobilitätsmanagement Mitarbeit in den Bereichen Car-Sharing und Leihfahrradsystemen Abstimmung und Querinformation mit den jeweiligen Gebietskörperschaften und dem regionalen Verkehrsverbund Integration des BMM in allen öffentlichen Verwaltungen in der Region (Vorbildcharakter) Betriebliches Mobilitätsmanagement als Unternehmensberatung verstehen Rationelle Zusammenfassung von einzelnen Gewerbegebieten, da die örtlichen Verkehrsprobleme vergleichbar sind Vorteil: Man erreicht in dem jeweiligen Gebiet alle Unternehmen und kann ganzheitliche Lösungen erarbeiten 13

14 Vorgehensweise Module Bildung von Mobilitätsteams vor Ort Analyse des ÖPNV Angebotes Erstellung eines vorläufigen Mobilitätsplans Einbindung der Beschäftigten in das Gesamtvorhaben Bestandsaufnahme: Mitarbeiterbefragung Analyse der Wohnstandorte Evaluation der erhobenen Daten Analyse der Straßenanbindung Analyse des Fuhrparks Erstes Fazit Erstellung des Mobilitätskonzeptes Wirkungsabschätzung CO2 Bilanz erstellen Lokale, regionale, bundesweite und EU- Förderung nutzen 14

15 Mobilitätsmanagement für Unternehmen BEST PRACTICES am Beispiel Kreisverwaltung Kreis Offenbach

16 Aufnahme in ein Förderprogramm Im Oktober 2009 wurde die Kreisverwaltung Kreis Offenbach, zusammen mit der Stadtverwaltung Rödermark, in das Förderprogramm effizient mobil aufgenommen und erhielt eine Clusterberatung der Deutschen Energieagentur Berlin dena Berater: H. Th. Stahl 16

17 dena - Projekt effizient mobil Kreisverwaltung Kreis Offenbach Projektverantwortlicher im Hause der Kreisverwaltung Kreis Offenbach Fachdienstleiter Personal Ausgangslage Anlass der Untersuchung am Standort Dietzenbach der Kreisverwaltung Kreis Offenbach sind drückende Parkplatzprobleme für Besucher und Beschäftigte. Steigende Kosten der Dienstverkehre Die Kreisverwaltung sieht die Notwendigkeit zur Einführung des BMM und somit auch die Chance des Vorbildcharakters für die Region. Am Standort sind zurzeit rund 860 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 17

18 Erstberatung Kreis Offenbach Die Erstberatung für die Kreisverwaltung erfolgte in Es gab eine ausführliche Beratung zu folgenden Tools: Stärkung des Rad und Fußverkehrs Förderung von Fahrgemeinschaften Reduzierung der Parkraumnachfrage am Gelände der Kreisverwaltung in Dietzenbach Einführung des Jobtickets Optimierung der Verkehrswege innerhalb der Kreisverwaltung Einbindung der Beschäftigten in betriebliche Projekte Erstellung eines Grobkonzeptes 18

19 Mobilitätsteam innerhalb des Hauses Das Mobilitätsteam in der Kreisverwaltung Offenbach setzt sich zusammen aus: Persönlicher Referent des Landrates Fachdienstleitung Personal Personalräte 19

20 Angebot des RMV Einführung des Jobtickets: Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unser Vorhaben während der Betriebsversammlung 2009 Mitarbeiter Befragung analog eines Fragebogens des ILS / ISB im Januar / Februar 2010 Intensive Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Mobilitätstage in 2010 Das Angebot des RMV gliederte sich in zwei Teile: Das klassische JobTicket vom Wohnort zum Arbeitsplatz (Dietzenbach) Ein Sonder-JobTicket vom Wohnort zu Arbeitsplatz incl. des gesamten Kreisgebietes und dem Stadtgebiet Offenbach 20

21 Angebot RMV Das Angebot 2 (Sonder-JobTicket) lag höher als das klassische Jobticket, wurde jedoch von der Kreisverwaltung gewählt. Gründe: Viele Dienstwege innerhalb von Stadt- und Kreis Offenbach können künftig, ohne Mehrkosten und mit deutlich verringertem CO2 Ausstoß, mit dem Jobticket erledigt werden. Diese Aussicht auf finanzielle Einsparung erleichtert eine Anschubfinanzierung durch die Kreisverwaltung als Arbeitgeber. 21

22 Merkliche Modal Split- Veränderungen Modal Split vor der JobTicket Einführung Februar 2010: Modal Split nach der JobTicket Einführung Mai 2010: Weiteres Potential liegt in der permanenten Kommunikation des JobTickets, der Fahrradaktionen und des Fußverkehrs 22

23 Merkliche Modal Split-Veränderungen Durch folgende gezielte Aktionen planen wir eine Modal Split Veränderung für 2011: Modal Split Februar 2010 Gezielte Fahrradaktionen mit der Unterstützung von bike + business Gezielte Kommunikation des Jobticketangebotes Modal Split Planung 2011 Gesundheitsinformationen zum Fußweg mit der Unterstützung der Krankenversicherer 23

24 Aktivitäten Stärkung des Rad und Fußverkehrs Im 2. Schritt wurde ein entsprechendes Konzept vom Mobilitätsteam der Kreisverwaltung unter der Leitung des lokalen Mobilitätsmanagers erarbeitet. Förderung von Fahrgemeinschaften Hierfür wirbt unser Mobilitätsteam bereits im Intranet, mit dem Hinweis auf 24

25 Aktivitäten Einbindung der Beschäftigten in betriebliche Projekte Alle betrieblichen Projekte werden im Intranet angekündigt. Die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zum künftig jährlichen Mobilitätstag und den Betriebsversammlungen in alle Aktionen eingebunden. Weitere mitarbeiterwirksame Maßnahmen werden vom Mobilitätsteam erarbeitet. Eine entsprechende CO2 Bilanz kann 2010 gerechnet und veröffentlicht werden.. 25

26 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! H. Thomas Stahl Mobilitätsmanager 069 /

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