1. Motivation. Workshops für Hochschul-Mathematik- Lehrende. Zentrale Anliegen und konkrete Lösungsansätze. Andrea Hoffkamp

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1 Workshops für Hochschul-Mathematik- Lehrende Zentrale Anliegen und konkrete Lösungsansätze AK Hochschulmathematik-Didaktik Vorlesungsstrukturen neu denken 21. und 22. Oktober 2011 an der FU Berlin Andrea Hoffkamp 1. Motivation

2 Studentenperspektive (Mathematik-Lehramtstudent, PH Karlsruhe) (Einer von >2000 Ingenieurstudenten, Analysis I, TU Berlin)

3 (Einer von >2000 Ingenieurstudenten, Analysis I, TU Berlin) kleine Gruppen, individuellere Betreuung, Stofffülle, Format der Vorlesung (Ingenieurstudenten, Analysis I, TU Berlin)

4 Dozentenperspektive (Ausschnitt einer Folie eines Vortrages eines Hochschuldozenten für Mathematik) 2. Das SAiL-M Veranstaltungskonzept

5 Projekt SAiL-M Semi-automatische Analyse individueller Lernprozesse in der Mathematik BMBF-Förderprogramm Hochschulforschung als Beitrag zur Professionalisierung der Hochschullehre - Zukunftswerkstatt Hochschullehre Projekt SAiL-M Ziele: Entwicklung und Beschreibung von aktivierenden Lernumgebungen zum Mathematiklernen an der Hochschule Entwicklung und Durchführung von Fortbildungen zur Weitergabe und Verbreitung des Veranstaltungskonzeptes Konzeption und Implementierung von (computerbasierten) Dokumentations-, Auswertungs- und Feedbackmöglichkeiten für spezielle mathematische Aufgabenstellungen

6 Projekt SAiL-M Ziele: Entwicklung und Beschreibung von aktivierenden Lernumgebungen zum Mathematiklernen an der Hochschule Entwicklung und Durchführung von Fortbildungen zur Weitergabe und Verbreitung des Veranstaltungskonzeptes Konzeption und Implementierung von (computerbasierten) Dokumentations-, Auswertungs- und Feedbackmöglichkeiten für spezielle mathematische Aufgabenstellungen Grundphilosophie und grundlegende Konzepte Selbstbestimmungstheorie der Motivation: (Self-Determination Theory, Deci & Ryan, 1993) Grundlage: Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit Anregungen zur Herstellung aktiven, selbstbestimmten und motivierten Lernens viele Gelegenheiten für die aktive Auseinandersetzung mit Mathematik bieten

7 Kompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura 1998) Überzeugung einer Person von sich selbst, (mathematische) Handlungen erfolgreich durchführen zu können Quellen: Verhaltensausführung, indirekte Erfahrungen, soziale/verbale Bekräftigung, physiologischer Zustand Angebote für die Studierenden der Einstiegsmodule (Lehramt RS) an der PH Ludwigsburg: Autonomieerfahrung Flexible Übungswahl 3 Arbeitsblätter mit Arbeitsanregungen (Verzahnung mit Vorlesung) Technologieeinsatz Hilfe bei Bedarf (offener Matheraum, Veranstaltungsvideos) Kompetenzwahrnehmung Eigenständige Bearbeitung der Aufgaben zu Hause und in den Übungen Phasen der eigenständigen Bearbeitung in der Vorlesung Individuelles und informatives Feedback durch Tutoren und Tools: veränderte Tutorenrolle: Tutor = Coach Soziale Eingebundenheit Teamarbeit Moodle-Foren Indirekte Erfahrungen Lernen am Modell in der Vorlesung Teamarbeit

8 3. Das SAiL-M Fortbildungskonzept Probleme bei der Konzeption SAiL-M-Konzept lässt sich nicht kopieren : Welche Teile des Konzepts eignen sich für eine Weitergabe in Fortbildungen? Hochschullehrende zum Umdenken bewegen und für innovative Lehrformen sensibilisieren Nachhaltigkeit vs. wenig Zeit große Bandbreite verschiedener Zielgruppen

9 Grundkonzept der Fortbildungen Grundphilosophie und Veranstaltungskonzept auf Fortbildungen anwenden: - 2-teiliges Workshopformat: Dozenten- und Tutorenworkshop Verstrickung VL/Übung - Aktivität und Prozessbegleitung: Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit Coaching statt Teaching Wichtige Menschen auf angenehme Weise von dort, wo sie sind, dorthin zu bringen, wo sie sein wollen. (Definition,Coaching, Szabó & Berg, 2006) Zukunfts- und Lösungsorientierung (Prozessbegleitung),Klient =Experte für Probleme und Lösungen Coach=Experte für den Weg (Selbstwirksamkeitserwartung) Team: Gabriele Moll Tutorenworkshops Andrea Hoffkamp Dozenten/Tutorenworkshops Alexander Rausch SystemCoach

10 4. Dozentenworkshops Konzeption Dozentenworkshop Bestandsaufnahme (1. Sitzung: 2 Std.) - SAiL-M-Grundphilosophie und Grundkonzept der Fortbildungen - Rapport und Anliegen - IST und SOLL und ein kleiner Schritt zum Ziel Zwischen den Sitzungen Dokumentation und Aufbereitung in einem WIKI Herausarbeiten der Themenschwerpunkte

11 Erarbeitung individueller Lösungen (2. Sitzung: 4 Std.) - Themenvorstellung: Diskussionsstand Impulse und BestPractice-Beispiele - vertiefende Diskussion der Themen - Beschreibung von Standardsituationen und konkrete Lösungsvorschläge in Form von Handlungsalternativen I. Bestandsaufnahme

12 Vorlesungskultur und Umgang (Inter-)Aktivität und Abwechslung Motivation und Haltung der Studierenden Wunsch-SOLL Lernprozessbegleitung und Individualität Kommunikationskultur und Dialog Feedback, Fragen und Fehler

13 Vorlesungskultur und Umgang (Inter-)Aktivität und Abwechslung Motivation und Haltung der Studierenden Wunsch-SOLL Lernprozessbegleitung und Individualität Kommunikationskultur und Dialog Feedback, Fragen und Fehler II. Erarbeitung individueller Lösungen

14 Impuls: Thema mit Variationen (adaptiert nach H. Schupp) Fragestrategien, neue Fragestellungen finden, Forscherdrang f stetig in a, falls ɛ > 0 δ > 0 x : x a < δ f(x) f(a) < ɛ ɛ > 0 δ > 0 x : x a < δ f(x) f(a) < ɛ What - if not? Play with the parameters M =Menge aller Männer, F =Menge aller Frauen h(m, f) f=mann stetig in m a, hatfalls was ɛ mit > Frau 0 δ > f. 0 x : x a < δ f(x) f(a) < ɛ 1. Variation: mquantorentausch f M f stetig ɛ > 0 δ F in: > h(m, a, 0 x falls f) : x ɛ > a 0 δ < δ > 0 x f(x) : x f(a) a < ɛ δ f(x) f(a) < ɛ m M f F : h(m, f) ɛ M > =Menge 0 δ > 0 x aller : x Männer, a < F δ=menge f(x) aller f(a) Frauen< ɛ ɛ > 0 δ h(m, 0 x f) =Mann : x a < mδhat f(x) was mit f(a) Frau< f. ɛ ɛ M 0 δ =Menge m> 0 x M f : xaller a F < Männer, : h(m, δ f) f(x) F =Menge f(a) < ɛ aller Frauen h(m, mf) M f =Mann F m: h(m, hatf) was mit Frau f. m ɛ > M f 0 δ 0 x F : h(m, x a f) < δ f(x) f(a) < ɛ 2. Variation: Leichtes m Ruckeln ɛ M f 0 δ > 0 x F : h(m, x a f) < δ f(x) f(a) < ɛ ɛ 0 δ > 0 x : x a < δ f(x) f(a) < ɛ ɛ 0 δ > 0 x : x a < δ f(x) f(a) ɛ 3. Variation: Was ist das Gegenteil? Thema mit Variationen bei Standardsituationen What - if not? Play with the 1 parameters 1

15 Standardsituationen Schweigen in der Fragezeit Haben Sie hierzu noch Fragen Wenn der Dozent Fragen stellt, kommen keine Antworten Handlungsalternativen Vorbereitung der Fragerunde und Vertrauensraum: Fragen belohnen, ernst nehmen ( produktiv ), Fragen wieder aufgreifen, Namen kennen Rolle von Fragen in der Mathematik thematisieren Anonyme Fragen Do it yourself Tutor/innen als Stellvertreter Faltpapiermethode echte Fragen stellen...

16 Standardsituation Aktive Auseinandersetzung mit Begriffen und Definitionen Handlungsalternativen 0.te Aufgabe oder Erfahrungsaufgabe Sinnfrage: MindMap und WIKI Genese des Begriffs berücksichtigen Motivationsbeispiel VOR Definition Thema mit Variationen... Methode in VL: Beispiel/Gegenbeispiel, Prototypen

17 Die etwas andere Veranstaltung Die etwas andere Veranstaltung Forschergruppen Problemlösen Projektarbeit und Vernetzung z.b. bei Ingenieursausbildung Gastdozenten AnorMaL - Die etwas andere Vorlesung (U. Kortenkamp, PH Karlsruhe und C. Spannagel, PH Heidelberg) to be continued... What - if not? Play with the parameters WWW: Nehmen Sie sich einen Flyer mit

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