MOTION Change Management Strategien zum Leben erwecken

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1 MOTION Change Management Strategien zum Leben erwecken Dr. Frederik Zohm Werkzeugmaschinenlabor (WZL) Lean Management Summit - Aachener Management Tage Aachen, 11. und 12. November 2004

2 Agenda Kurzvorstellung Abteilung für Unternehmensentwicklung Herausforderung Veränderung - Ursachen und Konsequenzen von Veränderungen MOTION im Überblick - Eine Methode zur ganzheitlichen Veränderungs- und Strategiearbeit MOTION im Detail - Worauf es beim Veränderungsmanagement ankommt Fazit Seite 2

3 Produktionsmanagement in Aachen Fraunhofer IPT Institut Produktionstechnologie Produktionsmaschinen Abteilungen Prozesstechnologie Mess- und Qualitätstechnik Technologiemanagement Prof. C. Brecher Prof. F. Klocke Prof. R. Schmitt Prof. G. Schuh Werkzeugmaschinen Technologie der Fertigungsverfahren Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement Produktionssystematik Lehrstühle Seite 3

4 Der Lehrstuhl im Detail Lehrstuhl Produktionssystematik Abteilungen Produktionsmanagement Unternehmensentwicklung Innovationsmanagement Technologiemanagement IPT Fraunhofer Institut Produktionstechnologie Gruppen Technologiefrüherkenn. Kooperationsmgt. Produktplanung Technologieplanung Veränderungsmgt. Produktentwicklung Produktionsoptimierung Fabrikplanung Branchenfokus Werkzeug- & Formenbau Maschinen- & Anlagenbau Automobilzulieferer Medizintechnik Seite 4

5 Unsere Themen im Detail Strategisches Management Strategieentwicklung / Strategieaudit Unternehmens- und Marktpotenzialbewertung Veränderungsmanagement MOTION - Change Management Performance Messung Benchmarking Controller Systeme Verbesserung der Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens! Kooperations- und Netzwerkmanagement Design kollaborativer Wertschöpfungsketten Lean Management PROPLAN Strategisches Prozessmanagement Seite 5

6 Herausforderung Veränderung - Ursachen und Konsequenzen von Veränderungen Seite 6

7 Existenz ist Wandel Wandel ist Reifung, Reifung ist ewige Selbsterneuerung." Henri Bergson (* ), franz. Philosoph u. Schriftsteller, 1928 Nobelpreis für Literatur Seite 7

8 Unternehmen als soziale Systeme befindet sich ständig im Wandel! Umfeld Wirtschaftliche Einbrüche Wettbewerbsdruck Gesetzesänderungen Wettbewerberstruktur Value Migration Neue Allianzen Akquisitionen Kooperationen Technologien Prozesstechnologien Produkttechnologien Reifegrad der Unternehmen Veränderungsund Strategiearbeit Vision Reife Wachstum Neues Paradigma Krise Beispiel General Electric Restrukturierung des Portfolios ( ) Grenzlosen Unternehmung Work Out ( ) Qualität- und Dienstleistungsoffensive ( ) Zeit Seite 8

9 Es gibt einen Unterschied: Inkrementaler vs. fundamentaler Wandel Inkrementaler Wandel Fundamentaler Wandel Stabilisierung beim bestehenden Attraktor Systemveränderung innerhalb bestehender Ordnungsmuster? Suche nach einem neuem Attraktor (Selbstorganisation) Systemveränderung nur durch Änderung der dominaten Logik Nicht-linearer Prozess Ziele entwickeln sich im Prozess System findet über seine Eigendynamik zu Stabilität Quelle: Haken, H., Erfolgsgeheimnisse der Natur, 1991 Seite 9

10 Veränderungsmanagement ist eine Herausforderung in unterschiedlichen Dimensionen Sachdimension Strategien Strukturen Prozeduren Ziele Erkenntnis Idee Inhalt Phasen des Wandels - Verhaltensebene Schock Desillusionierung Suche nach Sündenbock Ablehnung Emotioneller Stress Druck zum Wandel Kreativität / Risikobereitschaft Konfliktmanagement Handhabung der Probleme Verpflichtung / Unterstützung Wirksamkeit Druck & Ängste Verhaltensdimension Werte Einstellungen Wissen Interessen Krise, Konfusion Konflikte, Antipathie Prozess Kenntnisnahme / Verlust Wandel der mentalen Muster Moral und Optimismus wachsen Akzeptanz Seite 10

11 Veränderungsmanagement ist eine Herausforderung in unterschiedlichen Dimensionen Sachdimension Strategien Strukturen Prozeduren Ziele Inhalt Erkenntnis Idee Initiierung Veränderung Verpflichtung & Unterstützung Veränderungsbereitschaft Wirksamkeit Druck & Ängste Verhaltensdimension Werte Einstellungen Wissen Interessen Prozess Seite 11

12 MOTION im Überblick - Eine Methode zur ganzheitlichen Veränderungs- und Strategiearbeit Seite 12

13 Eine Methode zum ganzheitlichem Wandel MOTION Inhalt Positionierung Idee Prozess Initiierung Den Wandel vordenken Kernprozess Identifikation Prozessoptimierung Prozessstrategien Wirksamkeit Strategieaudit Prozessanalyse Veränderung Den Wandel gestalten Wertschöpfung Performance Messung Seite 13

14 MOTION orientiert sich an den fünf Prinzipien des Lean Thinking Idee Prozess Inhalt Positionierung Initiierung Veränderung Flow-Prinzip Wertdefinition Wertstromdefinition Wertschöpfung Pull-Prinzip Den Wandel gestalten Wirksamkeit Performance Messung Perfektion Seite 14

15 Wie funktionieren die Bausteine? Positionierung Inhalt Positionierung Prozess Initiierung Den Wandel vordenken Kernprozess Identifikation Prozessoptimierung Prozessstrategien Strategieaudit Prozessanalyse Veränderung Den Wandel gestalten Welche strategische Stoßrichtung ist die richtige? SEP VerfahrenMittel Ziele Wertschöpfung Welches sind die wettbewerbsentscheidenden Prozesse? Prozesseffektivität: Kernprozesse Legende: Prozessbedeutung groß mittel klein Prozesseffizienz: Was bedeuten die Unternehmensstrategien für unsere Prozesse? Prozessziel Prozessziel Seite 15

16 Wie funktionieren die Bausteine? Wertschöpfung Inhalt Positionierung Prozess Initiierung Den Wandel vordenken Kernprozess Identifikation Prozessoptimierung Prozessstrategien Strategieaudit Prozessanalyse Veränderung Den Wandel gestalten Wertschöpfung Was sind Performance die Messung Wie müssen die wesentlichen Prozesse und Schwachstellen? Strukturen verändert werden? A B C D C A D B Seite 16

17 MOTION im Detail - Worauf es beim Veränderungsmanagement ankommt Seite 17

18 Den Wandel kanalisieren durch 6 Komponenten des Wandeldesigns Timing (Wann?) Akteure (Wer?) Akzente (Was?) Idee Initiierung Verpflichtung & Unterstützung Wirksamkeit Veränderungsbereitschaft Veränderung Stabilität (Was bleibt?) Kommunikation (Was passiert?) Transparenz (Wo stehen wir?) Seite 18

19 Timing schafft Geschwindigkeit Teilung des Wandels in ambitionierte aber machbare Einheiten! Phasen des Wandels - Sachebene Aktivitätenniveau Entwurf des Spannungsbogen (Drehbuchhandwerk) Unternehmen in Wandel betreten Neuland 3-5 Jahre Destabilisierung Stabilisierung Kritische Masse erreichen, damit sich etwas ändert Sensibilisierung: Den Wandel vorbereiten Auftakt: Den Prozesseinstieg begehen Zeit Roll-Out: Die Energie ins System bringen Verstetigung: Das Momentum erhalten Konsolidierung: In einen eingeschwungenen Zustand zurückfinden Es kommt auf die Dosierung zum richtigen Zeitpunkt an Emotionen als notwendiger Bestandteil des Wandels Kein fixer Rahmenprozess sondern vom Menschen abhängig! Regelbruch für Aufmerksamkeit Quelle: Müller-Stewens, G./ Lechner, C.: Strategisches Management, 2003 Seite 19

20 Akteure schaffen Energie Zusammenführung der Kräfte! Typen des Wandels Die Siedler Metapher Machtpromotoren Scouts Individuelle und Kollektive Kräfte bestimmen die Entwicklungsdynamik des Wandels Enthusiasten Zuschauer Kollektive Kräfte können den Wandel verhindern Organisation des Wandels Change Councils Communication Committee Process Design Committee Client Review Committee People Review Committee Kernprozesse Change Steering Committee Services/ Markets Change Manager Transition Teams Operations/ Risks Peer Group Change Academy - Experts - Support Quelle: Müller-Stewens, G./Lechner, C.: Strategisches Management, 2003/ Pettigrew, A.M. Succes and Failure, 1998 Rollen im Wandel sind daher gezielt zu vergeben (Casting) Es werden nicht nur Helden gebraucht Die Organisation des Wandels ermöglicht das Management des Wandels Organisationsgrad von Art des Wandels abhängig Seite 20

21 Akzente schaffen Effektivität Konzentration der Kräfte! Internationalisierung Nr. 1 weltweit Integration der Unternehmensbereiche Wertschöpfungsprogramm STAR Wandelzyklus mit einer konzeptionellen Klammer versehen Wandel einen Entwicklungsfokus geben Fokussieren der Initiativen im Wandel auf Kernprozesse Turnaround Sanierung und Konsolidierung von auf Filialen Aufbau eines Internationales Logistik Netzwerkes Akquisiton von 19 Unternehmenm (DHL, Danzas) Akzente ermöglichen die Kräfte auf ein Oberthema zu bündeln Inhaltlicher Kern und die konzeptionelle Absicht der Veränderung werden in den Mittelpunkt gerückt Wandel herhält Durchschlagskraft Quelle:. Deutsche Post World Net Seite 21

22 Stabilität schafft Sicherheit Definieren was bleibt! Zukunft hat Vergangenheit IBM Schweiz: Kompass für schwierige Zeiten Kleine Erfolge feiern Mir meinen Zielen treu bleiben Sich den Kunden statt intern verkaufen Prozesse als Weg zum Ziel nutzen Mich auf hier und jetzt konzentrieren Anderen helfen Widersprüche zulassen Mir meinen Traum nicht nehmen lassen Lachen Nein sagen Mit Stolz Ideen von anderen übernehmen Wut und Freude zeigen Quelle:. Müller-Stewens, Unterlagen zum E-MBA 2004 Nicht alles in der Vergangenheit war schlecht Nützliche Rituale, Regeln und Verhaltensnormen übernehmen Inseln des Fortschritts definieren Klare und wenige Regeln vorgeben Prioritäten nachvollziehbar machen Entscheidungen seriös vorbereiten, nachvollziehbar machen und konsequent umsetzen Seite 22

23 Kommunikation schafft Zusammenhalt Ohne Kommunikation ist alles nichts! Führung mit Sensibilität für die Situation Arbeitnehmervertretung Eigentümer / Kapitalgeber Mitarbeiter Ängste der Mitarbeiter: - Reputationsverlust - Fehlende Anerkennung Regelmäßige Besprechungen Führungskräfte Führungskraft Kunde Eigengetriebene schnelle Information Informelle Gespräche Lieferanten Offenes Wort und transparente Inhalte Zielgruppengerechte Aufbereitung Führung als Vorbild mit erkennbar eigenem Risiko Seite 23

24 Transparenz schafft Vertrauen Dynamik im Wandel durch erkennbare Erfolge! Core Values Kunden Menschen Leistung Partnerschaften Innovation & Technologie Quelle:. British Aerospace Values Score Card Menschen What gets measured gets done! Motivation über Early Wins und Verbesserungen Konvergenz der Maßnahmen auf wenige Core Values Ziele klar und verständlich formulieren Offenheit bei allen Maßnahmen der Veränderung Identifikation von Abweichungen Erläuterung der Korrekturmaßnahmen Erfolgsmessung und beteiligung Seite 24

25 Fazit Der Wandel von Unternehmen ist ein kontinuierlicher Prozess und nicht nur eine Episode. Lean Management ist für viele Unternehmen ein Aufbruch zu neuen Ufern. Erfolgreicher Wandel wird nur möglich, wenn sowohl die Inhalte (Sachdimension) als auch der eigentliche Wandelprozess (Verhaltensdimension) in die Konzeption mit einbezogen werden. Das Drehbuch des Wandels beschreibt die Inszenierung einer Veränderung des Unternehmens, ausgehend von einer ggf. sogar noch intakten Vergangenheit/Gegenwart in eine verändert anzugehende Zukunft. (Siedler-Metapher) Die Inszenierung der Veränderung ist in 6 Komponenten zu gestalten. Seite 25

26 "Große Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen." Neil Armstrong (*1930), amerik. Astronaut, 1969 erster Mensch auf dem Mond Seite 26

27 Ihr Ansprechpartner Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Frederik Zohm Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung WZL der RWTH Aachen Seite 27

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