Einigkeit besteht, dass eine Verbesserung der Versorgung angestrebt werden sollte. Der Gestaltungsspielraum hierfür wurde nun erweitert.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Einigkeit besteht, dass eine Verbesserung der Versorgung angestrebt werden sollte. Der Gestaltungsspielraum hierfür wurde nun erweitert."

Transkript

1 Neue Versorgungsformen in der gesetzlichen Krankenversicherung Cui bono? (Stellungnahme des Ausschusses für Qualitätssicherung der LPPKJP Hessen, ) Seit mit der Verkündung der kaiserlichen Botschaft durch Reichskanzler Bismarck am die bis heute gültigen Grundzüge des gegliederten deutschen Sozialversicherungssystems festgelegt wurden, hat der Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung als wesentlicher Bestandteil dieses Systems viele Veränderungen und Reformgesetzte durchlaufen. Von der Reichversicherungsordnung von 1911, über das Gesetz über das Kassenarztrecht von 1955 bis zum Beginn der Ära der SGB-Gesetzgebung am mit Inkrafttreten des Gesundheitsreformgesetzes haben Regierungen versucht das System der gesetzlichen Krankenversicherung den sich wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen. In der Reihe der Reformgesetze kommt dem am 1. April 2007 in Kraft getretenen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz eine sicherlich herausragende Bedeutung zu. Wie kaum ein anderes Reformgesetz zuvor könnten die hierin getroffenen Bestimmungen das Gesicht der gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig und auf lange Zeit verändern. In der Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom formuliert die Bundesgesundheitsministerin einen weit reichenden und doch recht optimistischen Anspruch des Gesetzes, da mit der Gesundheitsreform eine neue Ära in der Sozialgesetzgebung beginne, die Reformen in den Strukturen, in der Organisation und in der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie die Veränderungen in der privaten Krankenversicherung zu einem bisher nicht gekannten Wettstreit zugunsten der Patientinnen und Patienten führen würden usw. Die bereits mit den Gesundheitsreformen 2000 und 2004 in Gang gesetzten Entwicklungen, vertragliche Regelungen außerhalb des kollektivvertraglichen Systems zu eröffnen, wird im GKV- WSG noch einmal intensiviert und ausgeweitet. Der Anspruch ist sehr hoch. Über die Ausweitung der Möglichkeiten zu Selektivverträgen bei voller Vertragsfreiheit aller Beteiligten versprechen sich die Verantwortlichen eine Anhebung der Qualität im Gesundheitswesen bei gleichzeitiger Ausschöpfung vermuteter Wirtschaftlichkeitsreserven. Die Verzahnung verschiedener Leistungsbereiche und die Kooperation unterschiedlicher, an der Patientenversorgung beteiligter Berufsgruppen soll durch Ausweitung der Integrierten Versorgung ( 140, SGB V) erreicht werden, die Entwicklung neuer Versorgungsformen über Verträge nach 73c SGB V. Flankiert wird das GKV-WSG vom Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG), das seit seinem Inkrafttreten zu Beginn des Jahres 2007 zur Flexibilisierung der Organisation vertragsärztlicher und psychotherapeutischer Tätigkeit beitragen soll. - 1

2 Einigkeit besteht, dass eine Verbesserung der Versorgung angestrebt werden sollte. Der Gestaltungsspielraum hierfür wurde nun erweitert. Boten im kollektivvertraglichen System im Konsens aller Beteiligten definierte Rahmenbedingungen klar umrissene Vorgaben und Orientierung sowohl für Psychotherapeuten wie auch Patienten (in der Psychotherapie u. a. durch die sicherlich nicht unumstrittenen Psychotherapie-Richtlinien) könnte es nun bald zu einer beliebig anmutenden Vielfalt an Behandlungsangeboten abhängig von diversen inhaltlichen und formalen Faktoren wie Diagnose oder Zugehörigkeit des Patienten zu einer bestimmter Krankenkassen kommen. In dieser Vielfalt ist die erste, gewollte Folge der Einführung marktwirtschaftlicher Elemente im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zu erkennen. Konnten sich Arzt oder Psychotherapeut bislang noch als Angehörige einer Profession verstehen, die im gesellschaftlichen Konsens die negativen, gesellschaftlichen Potentiale der Krankheit lindern und bewältigen helfen, versehen mit dem gesetzlichen Auftrag die Bedürfnisse der Patienten mit dem Gebot von Wirtschaftlichkeit, Angemessenheit, Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit als Ausdruck der gesellschaftlich notwendigen Limitierung gesundheitsökonomischer Ressourcen in Einklang zu bringen, also die heikle, professionelle Verantwortung der Vermittlung individueller und gesellschaftlicher Interessen wahrzunehmen, so wird er nun zum Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen, die er nach jeweils vorgefundenen und wechselnden Vertragsangeboten unter evtl. partikular definierten wirtschaftlichen und inhaltlichen Maßstäben zu erbringen hat. Das ursprünglich kollektiv definierte und geregelte Anliegen der Krankenbehandlung wird zum Gegenstand marktwirtschaftlich orientierter Vertragsverhandlungen, bei denen nicht nur die Verbesserung der Versorgungsqualität als handlungsleitendes Motiv in Erschienung tritt. Die Auswirkungen neuer Versorgungsformen auf den Bereich psychischer Erkrankungen und insbesondere auf die psychotherapeutische Heilkunde nehmen seit einiger Zeit deutlichere Konturen an. Etwas langsamer als im somatischen Bereich, aber doch mit erkennbarer Dynamik halten erste vertragliche Regelungen zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern Einzug in die Versorgungslandschaft, als Beispiele für Verträge, die psychotherapeutische Leistungen einbeziehen, seien u. a. die Einbeziehungsvereinbarung zwischen DAK und PTK Niedersachsen ( 140 SGB V), der Strukturvertrag der TK und der KV Schleswig-Holstein ( 73c SGB V), der IV-Vertrag zur Versorgung von Depressionen zwischen der Medi GmbH und der Daimler BKK ( 140 SGB V), der IV-Vertrag Depression zwischen der Medi GmbH und der DAK Baden-Württemberg oder der IV-Vertrag ADHS zwischen der DPtV und den diversen Ersatzkassen in Reinland-Pfalz genannt. Daneben kam es in diesem Versorgungsbereich aber auch zu anderen Verträgen, die die - 2

3 Psychotherapie aus ihrem Versorgungskonzept unverständlicherweise ausschließen! Erhebliche Auswirkungen auf die Erbringung psychotherapeutischer Leistungen werden auch die neuen organisatorischen Rahmenbedingungen und Niederlassungsformen entfalten, z. B. bei der Mitarbeit von PPn und KJPn in Medizinischen Versorgungszentren, deren Gestaltung dann weitgehend vom Arbeitsvertrag und dem Verträgen des MVZ abhängt. Die wachsende Zahl der Verträge im Bereich psychischer Erkrankung weist grundsätzlich aber auf die zunehmende Beachtung der Relevanz dieser Störungen hin, sowohl unter epidemiologischem wie auch unter gesundheitsökonomischen Aspekten der Krankheitskosten und des neuen Verteilungsrationals des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Selbstverständlich sollten Psychologische Psychotherapeuten/Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeuten an allen Verträgen teilnehmen und Vertragspartner werden können, damit der Rolle der Psychotherapie bei der Behandlung seelischer Störungen Rechnung getragen wird, was in der Vertragswirklichkeit allerdings mit sehr unterschiedlichen Gewichtungen geschieht. Über klar definierte Behandlungspfade und den Verweis auf Leitlinien greifen die meisten Verträge allerdings weitgehend in die Behandlungsfreiheit der teilnehmenden Leistungserbringer ein und regeln auch die Formen psychotherapeutischer Leistungserbringung nach Art und Umfang neu. Die so definierten psychotherapeutischen Behandlungsangebote weichen nun z. T. erheblich von den in den Psychotherapie-Richtlinien festgelegten Versorgungsstandards ab. Einige dieser Unterschiede sind von besonderer Relevanz hinsichtlich der Versorgungsqualität und bedürfen daher einer genaueren Betrachtung. Indikation, Zugang zur Therapie: Besonders für den in einem IV-Vertrag eingeschriebenen Patienten verändert sich der Zugangsweg zu einer möglicherweise indizierten Fachpsychotherapie erheblich. Durch die Einschreibungsmodalitäten erfolgen Diagnostik und Indikation überwiegend durch den Hausarzt, z. T. über werksärztliche Dienste (MEDI-BKK Daimler) oder den Facharzt. Je nach dort diagnostizierter Störung, bzw. Schwere der Störung werden bestimmte Behandlungsangebote der möglicherweise indizierten Fachpsychotherapie vorgelagert. Bisweilen müssen häufige Kontakte zu Hausarzt oder Facharzt absolviert werden, die Option einer Pharmakotherapie oder Psychoedukation durchlaufen werden, bevor die Schnittstelle zur Psychotherapie im Behandlungspfad erreicht wird. Häufig sind die Kriterien für die Einbeziehung des Psychotherapeuten unscharf definiert. Unter dem Aspekt der Behandlungsqualität ist nicht nachzuvollziehen, dass die psychotherapeutische Behandlungskompetenz häufig nachrangig und verspätet gegenüber der hausärztlichen, bzw. fachärztlichen Kompetenz im Rahmen des Behandlungspfades ins Spiel - 3

4 kommt. Unter dem Aspekt der Behandlungsqualität erscheint hierbei problematisch, dass einerseits die Rolle des Hausarztes zu Beginn und bei der Indizierung der Behandlung gestärkt wird, andererseits keine Spezifikation der dafür erforderlichen Qualifikation vorliegt. Gerade die differentielle Indikation zur Schwere einer psychischen Störung und der Notwendigkeit einer Psychotherapie erfordert eine hohe fachliche Kompetenz und Erfahrung. Unter dem Aspekt der Qualitätssicherung wäre es deshalb wünschenswert, sehr früh in der Behandlungskette die psychotherapeutische Expertise gleichberechtigt einzubeziehen. Erfreulicherweise gehen nicht alle Verträge diesen Weg, es gibt auch Beispiele für IV, bei denen eine direkte Zugangsmöglichkeit zum Psychotherapeuten besteht. Die in Behandlungspfaden von IV-Verträgen vorzufindende nachrangige Einbeziehung des Psychotherapeuten muss jedenfalls als Minderung der Behandlungsqualität angesehen werden. Die gleichrangige Einbeziehung zu Beginn des Behandlungspfades wäre fachlich angemessen. Probatorik, Passung: Erstaunlicherweise finden in die Vorstellungen der IV-Verträge über psychotherapeutische Behandlung bewährte und unverzichtbare Elemente dieses Prozesses keinen Eingang mehr. Eine probatorische Phase, in der die Indikation erarbeitet und die für das Therapieergebnis so wichtige Passung hinsichtlich personaler und therapiebezogener Merkmale von Psychotherapeut und Patient überprüft werden kann, ist in den meisten Behandlungspfaden nicht vorgesehen. Die Freiheitsgrade bei der Wahl des Behandlers sind zudem eingeschränkt, da der IV-Patient zunächst an einen der IV-Psychotherapeuten verwiesen wird und Regularien für einen Therapeutenwechsel in der Initialphase nicht Bestandteil des Behandlungspfades sind. Ähnliche Auswirkungen sind auch bei der Durchführung von Psychotherapie im Rahmen eines MVZ zu erwarten. Es besteht somit das Risiko einer psychotherapeutischen Anbehandlung unter forcierenden organisatorischen und vertraglichen Bedingungen mit ungünstigen Erfahrungen für den Patienten und Folgen für dessen zukünftige Erwartungen an psychotherapeutische Behandlung. Behandlungspfade und Leitlinien: Zentrales Merkmal der meisten Verträge ist die Lenkung des Behandlungsangebotes durch elaborierte Behandlungspfade und/oder verbindliche Vorgabe von Leitlinien oder Therapiemanualen. Die grundsätzliche Problematik der Sequenzierung der Therapiemodule zum Nachteil der Psychotherapie wurde bereits weiter oben erörtert. Darüber hinaus muss auf ein weiteres Problem der Behandlungspfade aufmerksam gemacht werden. Nur sehr rudimentär werden wissenschaftliche und methodische Grundlagen für die Konstruktion der Behandlungspfade expliziert, Evidenzen werden nicht spezifiziert, die - 4

5 Kombination der Therapiemodule erscheint willkürlich, bzw. dem Prinzip der Vorlagerung niederschwelliger Behandlungsangebote verpflichtet. Bisweilen wird auch auf spezielle Behandlungsleitlinien verwiesen, wie im Depressionsvertrag Medi/DAK in Baden-Württemberg, dem die Leitlinie der DGPPN zur Behandlung von Depressionen zugrunde gelegt wird. Es handelt sich hierbei um eine Expertenleitlinie der Stufe S1, bei der das Expertengremium nicht repräsentative besetzt ist, das Konsens- und Evidenzverfahren nicht expliziert wird, die Anforderungen an eine gut abgesicherte Leitlinie somit nicht erfüllt sind. Zudem sind die meisten Handlungsempfehlungen dieser Leitlinie für die psychotherapeutische Behandlung von Depressionen nicht relevant, da sie sich überwiegend auf die medikamentöse Therapie beziehen. Die Gewichtung der psychopharmakologischen Behandlung in Behandlungspfaden und Leitlinien berücksichtigt aktuelle Befunde zur medikamentösen Therapie der Depression hierbei kaum. Eine Verbesserung der Behandlungsqualität ist auf diesem Wege sicher nicht zu erwarten, wohl aber Priorisierung eines psychiatrisch-medikamentösen Zuganges bei der Behandlung. Auch die auf den ersten Blick Qualität sichernde Festlegung des psychotherapeutischen Behandlungsangebotes der IV auf störungsspezifische Therapiemanuale birgt bei genauerem Hinsehen Probleme. Die der Auswahl zugrunde liegenden Kriterien und Evidenzen werden nicht genannt. Die Verpflichtung zur Anwendung der Manuale lässt keinen Spielraum für eine individuelle Planung der Therapie unter Berücksichtigung der differentiellen Indikation und Motivation der Patienten und folgt einem mechanistisch symptomorientierten Therapiekonzept, dass mit der Versorgung und den Bedürfnissen der Patienten unter Alltagsbedingungen wenig gemein hat. Wie die z. T. sehr umfangreichen Therapiemanuale mit den in der IV zur Verfügung stehenden Kontingenten (im o. g. Beispiel 15 Sitzungen) erfolgversprechend realisiert werden sollen, bleibt zudem ein wohl gehütetes Geheimnis. Diese Überlegungen leiten über zu einem weiteren problematischen Merkmal des psychotherapeutischen Leistungsangebotes unter Vertragsbedingungen. Kontingentierung und Wirtschaftlichkeitsziele Übereinstimmendes Merkmal der IV-Verträge ist eine drastische Limitierung des psychotherapeutischen Behandlungsangebotes. Mit 20minütigen Gesprächen in 14tägigem Abstand, ggf. auch wöchentlich, bei mittelschweren Depressionen in einem Erstbehandlungsintervall von 6 Wochen ( Depressionsvertrag Medi/DAK in Baden-Württemberg) stellen kein sinnvolles Behandlungsangebot dar. Auch mit den 15 Sitzungen manualgestützter Therapie, die in der Einbeziehungsvereinbarung vorgesehen sind, ist dies nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen, etwa einer klar umschriebenen, monosymptomatischen Störung, denkbar. - 5

6 Meist werden diese Ultrakurzzeitkontingente mit einer Vergütung versehen, die deutlich über dem Honorarniveau der Regelversorgung liegt. Hierdurch werden für die teilnehmenden Leistungserbringer materielle Anreize geschaffen, die eine eindeutige Steuerungswirkung entfalten. Innerhalb des Vertrages erhält der Patient rasch ein Therapieangebot, der am Vertrag beteiligt Kostenträger begünstigt somit den bei ihm versicherten Patienten, für den der teilnehmende Psychotherapeut ein deutlich höheres Honorar erzielt. Der schnelle Zugang zu einem Therapieplatz wird unter der Bedingung der psychotherapeutischen Unterversorgung für die Kostenträger zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil, der auch ausdrücklich offensiv beworben wird. So entsteht der Verdacht, dass ein wesentliches Ziel der Verträge in der Sicherstellung eines raschen Zuganges zu kostbaren Therapieplätzen besteht. Dieser partikulare Vorteil kann aber letztlich nur zur Lasten der Versicherten anderer Kostenträger gehen, für die sich die Wartezeiten verlängern. Für die sektorale Strukturqualität insgesamt ergibt sich somit keine Verbesserung. Auf die massiven ethischen Bedenken soll hier nur kurz hingewiesen werden, der Verstoß u. a. gegen das Prinzip der Versorgungsgerechtigkeit wird von den Vertragspartnern bewusst in Kauf genommen. Aus den explizit formulierten Vertragszielen lässt sich aber auch entnehmen, dass der besser dotierten Ultrakurzzeitpsychotherapie kaum die Funktion des Türöffners für den Übergang zur Richtlinientherapie haben dürfte. Wirtschaftlichkeitsziele der Kostenreduktion oder vermeidung (z.b. Strukturvertrag nach 73c SGB V der TK Schleswig- Holstein) werden ebenso definiert wie die Absicht der Ressourcenaufstockung im Bereich der ambulanten Psychotherapie (Einbeziehungsvereinbarung). Es besteht also seitens der Kostenträger durchaus die unrealistische Erwartung, den psychotherapeutischen Behandlungsbedarf eines Patienten innerhalb dieser Kontingente zu decken und dadurch mehr Patienten innerhalb der verfügbaren Behandlungskapazität der teilnehmenden Psychotherapeuten zu versorgen, stationäre Therapie zu vermeiden und Arbeitsunfähigkeitszeiten zu reduzieren. Materielle Anreize hierfür werden zusätzlich durch erfolgsabhängige Boni geschaffen. Was bedeutet dies nun für die Prozess- und Ergebnisqualität der Psychotherapie? Es ist zu befürchten, dass diese Vorgaben nicht ohne Einfluss auf die Gestaltung und den Verlauf von Psychotherapien bleiben werden. Eine differentielle Therapieplanung ist unter diesen Umständen kaum noch möglich, die Bestimmung von Therapiezielen sowie die Entwicklung des therapeutischen Prozesses folgt weniger den personalen und störungsspezifischen Bedingungen des Patienten, als den formalen Vorgaben des Vertrages. Tempoorientierung und Reduktion von Komplexität sind unvermeidlich, Therapieziele müssen minimiert werden, es kommt fast nur noch eine rasche Symptomkontrolle infrage, die nur - 6

7 über eine direktive, tendenziell paternalistische Be-handlung zu erreichen ist. Ansprechbarkeit, persönliches Tempo und individuelles Veränderungspotenzial können kaum noch berücksichtigt werden, die Gefahr unrealistischer Erwartungen der Patienten, die zu Enttäuschung und Versagenserlebnissen führt, ist sehr hoch, was gerade für depressive Patienten, die der behutsamen Remoralisierung bedürfen, zum unkalkulierbaren Risiko wird. Fazit: Eine Verbesserung von Prozess- und Ergebnisqualität ist unter diesen Bedingungen eher unwahrscheinlich. Schlussfolgerungen und Ausblick Bei der genaueren Durchsicht der aufgrund der neueren Sozialgesetzgebung im Bereich der GKV vorgelegten Struktur- und IV-Verträge entsteht der Eindruck, das die Chancen zu einer substantiellen Verbesserung in der Behandlung psychischer Störungen, speziell auch im Hinblick auf die psychotherapeutische Versorgung, nicht genutzt wurden. Die meisten Konzepte fallen hinter die Standards der über Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelten Standards wissenschaftlicher Psychotherapie zurück, zielen auf Einspareffekte und die schnellere Verfügbarkeit eingeschränkter psychotherapeutischer Behandlungskapazitäten ab, was oft als Konkurrenzvorteil im gesundheitsökonomischen Verteilungskampf herhalten muss. Aus Sicht des Patienten bedeutet dies, dass ein bislang einheitlich und überschaubar geregelter Versorgungsbereich durch vertragliche Diversifizierung zerfällt und nicht mehr adäquat und differenziert bewertet werden kann. Es droht die Preisgabe einer sich nicht zuletzt durch die Umsetzung des Psychotherapeuten-Gesetzes in den letzten 10 Jahren stärker etablierenden und im Bewusstsein der Gesellschaft verankernden psychotherapeutischen Kultur, die zunehmend von Transparenz und Akzeptanz gekennzeichnet ist und durch ihre Institutionalisierung zu einer sachlich adäquaten Rezeption geführt hat. Dieses Konzept von Psychotherapie steht auf dem Spiel, wenn die Beliebigkeit der Angebote im marktwirtschaftlich orientierten Gesundheitssystem Hoffnungen weckt, die in keiner Weise erfüllt werden können. Die damit verbundenen Reduktionen schaden der Reputation der Psychotherapie und damit langfristig ihrer Wirksamkeit. Sicherlich enthalten die neuen Verträge auch sinnvolle Ansätze zur Qualitätsförderung, die weiter verfolgt werden sollten. Interdisziplinäre Fallkonferenzen oder die verbindliche Fallreflexion im Qualitätszirkel weisen in die erwünschte Richtung. Doch sollten die psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten in ihrer ganzen Breite integriert und psychotherapeutische Expertise gleichberechtigt in den Lenkungsgremien der Verträge und im Prozess der Vertragsgestaltung einbezogen werden. Zu begrüßen sind die Überlegungen zur Verbesserung der intersektoriellen Zusammenarbeit und die Bemühungen zur Zusammenführung aller an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen. Um die gewünschten Synergieeffekte aber zu erzielen, müssen die fachlichen Standards dieser Gruppen - 7

8 angemessener als bisher, d.h. gleichrangig und mit dem jeweils aktuellen Erkenntnisstand berücksichtigt werden. Hier bleibt die aktuelle Entwicklung offensichtlich zugunsten wirtschaftlicher Interessen hinter den fachlichen Möglichkeiten zurück. Dies weckt eher Zweifel am Postulat der regulierenden und kreativen Kraft des nach marktwirtschaftlichem Vorbild freien Spiels der Kräfte, das seinen Ausdruck in den neuen Versorgungsverträgen finden soll. Bislang ist überwiegend die Absenkung qualitativer und ethischer Standards zu beobachten, was die Tauglichkeit dieses Modells für das Gesundheitswesen grundsätzlich in Frage stellt. Ausschuss für Qualitätssicherung

Verbesserungsmöglichkeiten in der Versorgung psychisch kranker Menschen in Hamburg

Verbesserungsmöglichkeiten in der Versorgung psychisch kranker Menschen in Hamburg Verbesserungsmöglichkeiten in der Versorgung psychisch kranker Menschen in Hamburg Rolle der Kostenträger / Chancen und Grenzen Kathrin Herbst Leiterin der vdek Landesvertretung Hamburg Psychenet- Symposium

Mehr

10. Landespsychotherapeutentag. Statement zur Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung im Gesundheitssystem. Berlin,

10. Landespsychotherapeutentag. Statement zur Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung im Gesundheitssystem. Berlin, 10. Landespsychotherapeutentag Statement zur Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung im Gesundheitssystem Berlin, 12.09.2015 Wer ein Statement zur Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung abgeben

Mehr

Statement Prof. Dr. Rainer Richter

Statement Prof. Dr. Rainer Richter Statement Prof. Dr. Rainer Richter Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer Sehr geehrte Damen und Herren, ein gemeinsames Kennzeichen aller seelischen und auch einiger körperlicher Erkrankungen ist

Mehr

Lösungsperspektiven der Deutschen Krankenhausgesellschaft

Lösungsperspektiven der Deutschen Krankenhausgesellschaft Symposium Patientinnen und Patienten mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Krankenhaus Lösungsperspektiven der Deutschen Krankenhausgesellschaft Dr. med. Bernd Metzinger M.P.H. 1 Qualitätsanspruch

Mehr

Antrag auf Ausführung und Abrechnung von Leistungen zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik (Geriatrie)

Antrag auf Ausführung und Abrechnung von Leistungen zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik (Geriatrie) Antrag auf Ausführung Abrechnung von Kassenärztliche Vereinigung Berlin Abteilung Qualitätssicherung Masurenallee 6A 14057 Berlin Praxisstempel Telefon (030) 31003-242, Fax (030) 31003-305 Antrag auf Ausführung

Mehr

Gesundheitsreform 2003 und Medizinische Rehabilitation Forderungen an die Gesundheitspolitik

Gesundheitsreform 2003 und Medizinische Rehabilitation Forderungen an die Gesundheitspolitik Tagung Gesundheitsreform 2003. Was wird aus der Medizinischen Rehabilitation? Kassel, 06. Juni 2002 Gesundheitsreform 2003 und Medizinische Rehabilitation Forderungen an die Gesundheitspolitik Prof. Dr.

Mehr

Seite 1 Jürgen Schwabe - Göhren-Lebbin am

Seite 1 Jürgen Schwabe - Göhren-Lebbin am Vertrag zur Besonderen Lymphologie der BARMER GEK mit dem Mathias Spital in Rheine und dem Lymphnetz NordwestI89 Sonstige nichtinfektiöse Krankheiten der Lymphgemfässe und Lymphknoten 01.08.2016 Seite

Mehr

Was spricht in unserem Gesundheitswesen für eine selektivvertragliche Versorgung - allgemein und speziell im Bereich der ambulanten Psychotherapie?

Was spricht in unserem Gesundheitswesen für eine selektivvertragliche Versorgung - allgemein und speziell im Bereich der ambulanten Psychotherapie? Jürgen Graf Fachbereichsleiter Integriertes Leistungsmanagement Was spricht in unserem Gesundheitswesen für eine selektivvertragliche Versorgung - allgemein und speziell im Bereich der ambulanten Psychotherapie?

Mehr

Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit - 10 Folien zum 10. Geburtstag am

Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit - 10 Folien zum 10. Geburtstag am Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit - 10 Folien zum 10. Geburtstag am 10.10. Dr. Thomas Götz Landesbeauftragter für Psychiatrie Q: Eames Office Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit aber

Mehr

Medizin trifft Recht: Gibt es Regelungslücken in der Qualitätssicherung des SGB V?

Medizin trifft Recht: Gibt es Regelungslücken in der Qualitätssicherung des SGB V? Medizin trifft Recht: Gibt es Regelungslücken in der Qualitätssicherung des SGB V? QS-Konferenz des G-BA, Potsdam, 29.11.2010 Dr. Ilona Köster-Steinebach Agenda 1. Einleitung 2. Fragen zur Qualitätssicherung

Mehr

Regionale Variation der Prävalenz und Behandlung von Depressionen Ergebnisse des Faktenchecks Depression

Regionale Variation der Prävalenz und Behandlung von Depressionen Ergebnisse des Faktenchecks Depression Regionale Variation der Prävalenz und Behandlung von Depressionen Ergebnisse des Faktenchecks Depression 1. Hamburger Symposium zur regionalen Gesundheitsversorgung 27. November 2014 Hamburg Holger Schulz,

Mehr

Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen von der Quantität zur Qualität

Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen von der Quantität zur Qualität Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen von der Quantität zur Qualität Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender Universität Bayreuth Forschungsstelle für Sozialrecht und Gesundheitsökonomie 10. Juli 2013

Mehr

Unterversorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher. Bestandsaufnahme/Handlungsbedarf

Unterversorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher. Bestandsaufnahme/Handlungsbedarf Unterversorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher Bestandsaufnahme/Handlungsbedarf Psychische Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen Etwa jedes/r zwanzigste Kind und Jugendlicher in Deutschland

Mehr

Veränderte Vertrags- und Versorgungsstrukturen durch GMG

Veränderte Vertrags- und Versorgungsstrukturen durch GMG Veränderte Vertrags- und Versorgungsstrukturen durch GMG Rolf Hufenbach 11.11.2004 V/VS2 1 - Teilnehmer und Teilnahmeformen - Versorgungsformen - Position der KVN zur sektorübergreifenden Versorgung 11.11.2004

Mehr

» Der 64b SGB V. Entwicklung und Perspektive. Workshop Jetzt wird s praktisch. Arno Deister. Berlin-Wannsee 21. September Prof. Dr. med.

» Der 64b SGB V. Entwicklung und Perspektive. Workshop Jetzt wird s praktisch. Arno Deister. Berlin-Wannsee 21. September Prof. Dr. med. » Der 64b SGB V Entwicklung und Perspektive Workshop Jetzt wird s praktisch Berlin-Wannsee 21. September 2012 Prof. Dr. med. Arno Deister Klinikum Itzehoe Zentrum für Psychosoziale Medizin » Der 64b SGB

Mehr

DIE VERSORGUNG UND DIE VERGÜTUNG

DIE VERSORGUNG UND DIE VERGÜTUNG DIE VERSORGUNG UND DIE VERGÜTUNG IN DER PSYCHIATRIE, PSYCHOSOMATIK UND KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE Arno Deister Prof. Dr. med. Zentrum für Psychosoziale Medizin Klinikum Itzehoe Robert-Koch-Str. 2 25525

Mehr

Rahmenvertrag als Anlage zum Gesamtvertrag nach 83 SGB V zur Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung in Sachsen

Rahmenvertrag als Anlage zum Gesamtvertrag nach 83 SGB V zur Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung in Sachsen Rahmenvertrag als Anlage zum Gesamtvertrag nach 83 SGB V Rahmenvertrag als Anlage zum Gesamtvertrag nach 83 SGB V zur Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung in Sachsen zwischen der Kassenärztlichen

Mehr

Ist neues Denken in der Medizin finanzierbar?

Ist neues Denken in der Medizin finanzierbar? Ist neues Denken in der Medizin finanzierbar? VdAK - Verband der Angestellten-Krankenkassen e.v. AEV - Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.v. Symposium Neues Denken in der Medizin Schlosstheater Rheinsberg

Mehr

BAnz AT B3. Beschluss

BAnz AT B3. Beschluss Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Allgemeine Grundsätze

Allgemeine Grundsätze Allgemeine Grundsätze zur medizinisch-therapeutischen Versorgung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an hessischen Sonderschulen und im gemeinsamen Unterricht vereinbart

Mehr

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 18/ Wahlperiode 06. September 2016

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 18/ Wahlperiode 06. September 2016 SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 18/ 4567 18. Wahlperiode 06. September 2016 Kleine Anfrage der Abgeordneten Anita Klahn (FDP) und Antwort der Landesregierung - Ministerium für Soziales, Gesundheit,

Mehr

Psychische Störungen in der hausärztlichen Versorgung

Psychische Störungen in der hausärztlichen Versorgung Psychische Störungen in der hausärztlichen Versorgung Dr. med. Cornelia Goesmann Fachärztin für Allgemeinmedizin/Psychotherapie, niedergelassen als Hausärztin in Hannover seit 30 Jahren, Stellv. Vorsitzende

Mehr

Inhalt. Worum es heute geht. Wie funktioniert Gesundheitspolitik? Warum wollen die Länder mehr Mitsprache?

Inhalt. Worum es heute geht. Wie funktioniert Gesundheitspolitik? Warum wollen die Länder mehr Mitsprache? Zweiter Meilensteinworkshop zur Brandenburger Fachkräftestudie Pflege Forum 1 Impuls Möglichkeiten und Grenzen landespolitischer Initiativen in den Bereichen (Seniorenpolitik, Pflege und) Gesundheit Bettina

Mehr

Wie erkennt man gute Förderangebote?

Wie erkennt man gute Förderangebote? Wegweiser für die Suche nach einer geeigneten lerntherapeutischen Praxis Wie erkennt man gute Förderangebote? Für die zentrale Punkte sind: Fachlicher Hintergrund/Aus- und Weiterbildung Konzept/Methodik

Mehr

Perspektiven der Versorgung psychisch kranker Menschen

Perspektiven der Versorgung psychisch kranker Menschen Perspektiven der Versorgung psychisch kranker Menschen Dr. Christina Tophoven Kammerversammlung Hamburg, 17. September 2008 2 Überblick Kurzfristige Perspektive: GKV-OrgWG Langfristige Perspektiven: GKV

Mehr

... Berlin Psychiatrie als Psychotherapeutische Disziplin. Presse-Round-Table DGPPN BVDN BVDN. Dr. med. Frank Bergmann

... Berlin Psychiatrie als Psychotherapeutische Disziplin. Presse-Round-Table DGPPN BVDN BVDN. Dr. med. Frank Bergmann Presse-Round-Table DGPPN Berlin 2008 Psychiatrie als Psychotherapeutische Disziplin Dr. med. 1. Vorsitzender Berufsverband Deutscher Nervenärzte Vorstand DGPPN Neurologisch-psychiatrische Gemeinschaftspraxis

Mehr

Altersheilkunde und Rehabilitation

Altersheilkunde und Rehabilitation Altersheilkunde und Rehabilitation Hohe Lebensqualität und Selbstständigkeit, auch im Alter MediClin Schlüsselbad Klinik Bad Peterstal-Griesbach Fachklinik für Orthopädie, Rheumatologie und Innere Medizin

Mehr

Qualitätsmanagement in Krankenhäusern - Hauptziele, Chancen und Risiken verschiedener Zertifizierungsverfahren

Qualitätsmanagement in Krankenhäusern - Hauptziele, Chancen und Risiken verschiedener Zertifizierungsverfahren Medizin Tim Guderjahn Qualitätsmanagement in Krankenhäusern - Hauptziele, Chancen und Risiken verschiedener Zertifizierungsverfahren Studienarbeit Gesundheitsökonomie für Mediziner Fachhochschule Riedlingen

Mehr

Unternehmensvision. Gemeinsam beständig weiter. Offenheit. Klarheit

Unternehmensvision. Gemeinsam beständig weiter. Offenheit. Klarheit Unternehmensvision Gemeinsam beständig weiter Die Vision, die unserer Arbeit zugrunde liegt, hat sich in uns erst langsam entwickelt und unterliegt einer beständigen Weiterformung durch das täglich neue

Mehr

!" # $$ ) * #+, -,. & /

! # $$ ) * #+, -,. & / !" # $$ %& '(& ) * #+, -,. & / 2 Die Bundesregierung hat Eckpunkte für eine große Gesundheitsreform vorgelegt. Aber können diese zur Lösung der bestehenden Probleme beitragen? ver.di will eine Gesundheitsreform,

Mehr

Facharztgleichstellung

Facharztgleichstellung Psychotherapeutenkammer Hessen Facharztgleichstellung - Eine Bestandsaufnahme aus juristischer Sicht Referent: Johann Rautschka-Rücker Gliederung Vortrag Begriff und Verortung Facharztgleichstellung Besonderheiten

Mehr

Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante onkologische Versorgung. Worum geht es im GMG?

Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante onkologische Versorgung. Worum geht es im GMG? Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante onkologische Versorgung Worum geht es im GMG? Ziele des GMG: Finanzierungsziele/Strukturziele Effizienz- und Qualitätsziele Neudefinition von Schnittstellen:

Mehr

HEALTH2GO Die digitalen Chancen nutzen!

HEALTH2GO Die digitalen Chancen nutzen! HEALTH2GO Die digitalen Chancen nutzen! BARMER GEK Landesvertretung Schleswig-Holstein Thomas Wortmann GESUNDHEIT DIGITAL ehealth TELEMEDIZIN eadministration TELEMATIK- INFRASTRUKTUR INTERNET-THERAPIE

Mehr

DMP-Realität nach 10 Jahren

DMP-Realität nach 10 Jahren DMP-Realität nach 10 Jahren Dr. Maximilian Gaßner Präsident des Bundesversicherungsamtes Übersicht 1. Einführung der DMP 2. DMP in der Praxis Kritik und Würdigung 3. Ausblick in die Zukunft von DMP 4.

Mehr

Stellungnahme der Bundesärztekammer

Stellungnahme der Bundesärztekammer Stellungnahme der Bundesärztekammer zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinie: Indikation Schizophrenie (Anfrage des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 17. April 2013) Berlin, 15.05.2013 Bundesärztekammer

Mehr

Fall 2: Kurwesen. Fall 2: Kurwesen

Fall 2: Kurwesen. Fall 2: Kurwesen Fall 2: Kurwesen Bei einem 56-jährigen, bislang immer gesunden Patienten wurde als Zufallsbefund im Rahmen der Vorsorge ein Dickdarmkarzinom entdeckt und operiert. Die Operation verlief komplikationslos,

Mehr

LWL-Klinik Lengerich. Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Steinfurt TAGESKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE STEINFURT

LWL-Klinik Lengerich. Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Steinfurt TAGESKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE STEINFURT LWL-Klinik Lengerich TAGESKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE STEINFURT Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Steinfurt www.lwl-klinik-lengerich.de Mit unserem teilstationären Behandlungsangebot

Mehr

High-tech-Forschung entdeckt die grüne Medizin

High-tech-Forschung entdeckt die grüne Medizin High-tech-Forschung entdeckt die grüne Medizin Krankenkassen und pflanzliche Arzneimittel im Jahr Eins nach GMG Manfred Kreisch KFN-Pressekonferenz München, 0 Manfred Kreisch Seite 1 Pflanzliche Arzneimittel

Mehr

Anlage 5a - Teilnahmeerklärung Leistungserbringer

Anlage 5a - Teilnahmeerklärung Leistungserbringer Anlage 5a - Teilnahmeerklärung Leistungserbringer zu dem Vertrag zur Durchführung der strukturierten Behandlungsprogramme nach 137f SGB V Asthma bronchiale/copd zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung

Mehr

Integrierte Versorgung durch Hausärztinnen, Hausärzte und Apotheken

Integrierte Versorgung durch Hausärztinnen, Hausärzte und Apotheken Integrierte Versorgung durch Hausärztinnen, Hausärzte und Apotheken Hausärztinnen, Hausärzte und Apotheken als Partner der Patientinnen und Patienten und für mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit Thomas

Mehr

Klinische Krebsregister

Klinische Krebsregister Klinische Krebsregister Dorothee Krug Abteilung Stationäre Versorgung Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) XVIII. Gesundheitspolitisches Symposium 28. Oktober 2016 in Magdeburg Krebserkrankungen in Deutschland

Mehr

Gesundheitsförderung bei dauerhafter Arbeitslosigkeit

Gesundheitsförderung bei dauerhafter Arbeitslosigkeit 17. November 2014 Werkhof, Hannover Forum IV Schnittstellen-Management Arbeitsförderung Gesundheitswesen. Drei professionelle Perspektiven auf ein gemeinsames Projekt in Essen Perspektive JobCenter Projekt

Mehr

Anlage 1 zum Vertrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Sachsen

Anlage 1 zum Vertrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Sachsen Anlage 1 zum Vertrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Sachsen zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (nachfolgend KVS genannt) und der DAK-Gesundheit Vertragsgebiet Sachsen (nachfolgend

Mehr

BNHO. Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.v. Die KrebsSpezialisten. Weil Kompetenz und Engagement zählen.

BNHO. Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.v. Die KrebsSpezialisten. Weil Kompetenz und Engagement zählen. BNHO Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.v. Die KrebsSpezialisten. Weil Kompetenz und Engagement zählen. Krebs ist eine häufige Erkrankung In Deutschland leben

Mehr

Einheitlicher Leistungskatalog und differenzierte Versorgungsangebote?

Einheitlicher Leistungskatalog und differenzierte Versorgungsangebote? Tagung der Gesellschaft für r Sozialen Fortschritt in Berlin am 06. September 2006 Einheitlicher Leistungskatalog und differenzierte Versorgungsangebote? Dr. Michael Dalhoff Leiter der Unterabteilung Gesundheitsversorgung,

Mehr

npa SELBSTBESTIMMT IM ALLTAG nach Hirnerkrankungen/-verletzungen praxis für neuropsychologie björn andersen

npa SELBSTBESTIMMT IM ALLTAG nach Hirnerkrankungen/-verletzungen praxis für neuropsychologie björn andersen SELBSTBESTIMMT IM ALLTAG nach Hirnerkrankungen/-verletzungen npa praxis für neuropsychologie björn andersen Dipl.-Psychologe Psychologischer Psychotherapeut Klinischer Neuropsychologe Häufig leiden Menschen

Mehr

Integrierte Versorgung Depression DAK-HMK Modell. Ingeborg Behling-Hass, Nervenärztin Harburg Hans-Peter Unger, Ltd.Arzt, Asklepios Klinik Harburg

Integrierte Versorgung Depression DAK-HMK Modell. Ingeborg Behling-Hass, Nervenärztin Harburg Hans-Peter Unger, Ltd.Arzt, Asklepios Klinik Harburg Integrierte Versorgung Depression DAK-HMK Modell Ingeborg Behling-Hass, Nervenärztin Harburg Hans-Peter Unger, Ltd.Arzt, Asklepios Klinik Harburg Bad Wildungen Barmbek Falkenstein Ini Hannover Pasewalk

Mehr

24. Deutscher Krankenhaustag Düsseldorf November Integrierte Versorgung. Susanne Renzewitz, Deutsche Krankenhausgesellschaft

24. Deutscher Krankenhaustag Düsseldorf November Integrierte Versorgung. Susanne Renzewitz, Deutsche Krankenhausgesellschaft 24. Deutscher Krankenhaustag Düsseldorf - 21. - 23. November 2001 Integrierte Versorgung Susanne Renzewitz, Deutsche Krankenhausgesellschaft Das Krankenhaus als Partner integrierter Versorgungsformen Vortragsmanuskript

Mehr

Sollte der Morbi-RSA mit einer regionalen Komponente weiterentwickelt werden?

Sollte der Morbi-RSA mit einer regionalen Komponente weiterentwickelt werden? Sollte der Morbi-RSA mit einer regionalen Komponente weiterentwickelt werden? Referat im Rahmen der Veranstaltung Morbi-RSA-Sachgerecht gestalten am 23.09.2015 in Berlin Sollte der Morbi-RSA mit einer

Mehr

Psychologische Faktoren im Krankheitsverlauf. Myelomtage Heidelberg Patiententag

Psychologische Faktoren im Krankheitsverlauf. Myelomtage Heidelberg Patiententag Psychologische Faktoren im Krankheitsverlauf Myelomtage Heidelberg Patiententag 30.09.2012 Dagmar Tönnessen Medizinische Klinik V Universitätsklinik Heidelberg Überblick > Psychoonkologie > Forschungsschwerpunkte:

Mehr

hkkk Qualitätsbericht

hkkk Qualitätsbericht Qualitätsbericht für das hkk-behandlungsprogramm Diabetes mellitus Typ 1 vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 Seite 1 Vorwort Patienten können in Deutschland auf eine leistungsfähige Medizin vertrauen. Dies gilt

Mehr

Umsetzung eines Modellprojekts nach 64b SGB V in einer psychiatrischen Abteilung in Berlin Ein Werkstattbericht

Umsetzung eines Modellprojekts nach 64b SGB V in einer psychiatrischen Abteilung in Berlin Ein Werkstattbericht Umsetzung eines Modellprojekts nach 64b SGB V in einer psychiatrischen Abteilung in Berlin Ein Werkstattbericht Dr. med. Olaf Hardt Ltd. Oberarzt, Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin Kurzdarstellung Netzwerk

Mehr

Hier steht das Thema QUALITÄTSMESSUNG UND

Hier steht das Thema QUALITÄTSMESSUNG UND Hier steht das Thema QUALITÄTSMESSUNG UND des Vortrages QUALITÄTSMANAGEMENT MIT ROUTINEDATEN Erfahrungen und Konzepte der AOK Hessen Thomas Göbel Potsdam, 17. November 2009 Agenda Welche Erwartungen haben

Mehr

NetzWerk psychische Gesundheit

NetzWerk psychische Gesundheit NetzWerk psychische Gesundheit Psychosoziales Forum 4. April 2012 Dresden Simone Hartmann TK-Landesvertretung Sachsen Leistungen am höchsten Vergleich des Versorgungsniveaus der Bevölkerung mit Gesundheits-

Mehr

Forschungsgruppe Primärmedizinische Versorgung (PMV) Köln Epidemiologie und Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden-

Forschungsgruppe Primärmedizinische Versorgung (PMV) Köln Epidemiologie und Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden- Forschungsgruppe Primärmedizinische Versorgung (PMV) Köln Epidemiologie und Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden- Eine Analyse auf der Basis der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen -

Mehr

Wesentliche Merkmale des Tarifs dentzb.100. Tarif dentzb.100 Versicherung für Zahnbehandlung und Kieferorthopädie Fassung Juli 2016

Wesentliche Merkmale des Tarifs dentzb.100. Tarif dentzb.100 Versicherung für Zahnbehandlung und Kieferorthopädie Fassung Juli 2016 Wesentliche Merkmale des Tarifs dentzb.100 Leistungen beim Zahnarzt Wir erstatten 100% der Kosten für: Füllungen Wurzelbehandlungen Parodontalbehandlungen Narkose und Akupunktur bis insgesamt 250 pro Kalenderjahr

Mehr

Innovatives Versorgungs-Management der AOK Baden-Württemberg

Innovatives Versorgungs-Management der AOK Baden-Württemberg Innovatives Versorgungs-Management der Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin, AOK-Bezirksdirektion Ulm-Biberach 1. Ulmer Pflegemanagementkongress Ulm, 10.07.2015 Die Gesundheitskasse fünftgrößte gesetzliche

Mehr

Aktuelle Gesundheitspolitik aus Sicht des DVE. Zwei Themenschwerpunkte:

Aktuelle Gesundheitspolitik aus Sicht des DVE. Zwei Themenschwerpunkte: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.v. (DVE) Aktuelle Gesundheitspolitik aus Sicht des DVE Zwei Themenschwerpunkte: 1. Patientenrechtegesetz 2. Bundestagswahlen 1 Deutscher Verband der Ergotherapeuten

Mehr

Aktueller Stand in der Physiotherapie

Aktueller Stand in der Physiotherapie Agenda Aktueller Stand in der Physiotherapie RehaUpdate 07.10.2011 Dipl.med.päd. Alexander Mohrbacher, Leitung Akademie für medizinische Berufe 2 Agenda Die Bundesärztekammer (BÄK) hält eine generelle

Mehr

Projekt REDUDOK Abschließende Ergebnisse und Ausblick

Projekt REDUDOK Abschließende Ergebnisse und Ausblick Projekt REDUDOK Abschließende Ergebnisse und Ausblick Dominique Labouvie Teamkoordinator Auditoren Bereich Südbayern Pflegefachtag REDUDOK in Nürnberg, 13.05.2014 Dominique Labouvie Teamkoordinator 2 Projekt

Mehr

Rahmenvertrag nach 73a SGB V zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen (Hauptvertrag)

Rahmenvertrag nach 73a SGB V zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen (Hauptvertrag) Rahmenvertrag nach 73a SGB V zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen (Hauptvertrag) zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (nachfolgend KVHB) und der Techniker

Mehr

Morbi-RSA und für Bereich Schmerz. Wer gewinnt? Workshop 4. ADHS Gipfel, Hamburg, 6.-8.Feb L.Slawik/J.Fleischmann, Neuss

Morbi-RSA und für Bereich Schmerz. Wer gewinnt? Workshop 4. ADHS Gipfel, Hamburg, 6.-8.Feb L.Slawik/J.Fleischmann, Neuss Morbi-RSA und Präsentation ADHS mit Blindtext für Bereich Schmerz Wer gewinnt? Workshop 4. ADHS Gipfel, Hamburg, 6.-8.Feb 2009 L.Slawik/J.Fleischmann, Neuss Zielsetzung Basisinformationen morbiditätsorientierter

Mehr

Stellungnahme der Bundesärztekammer gemäß 91 Abs. 8 a SGB V. Beschlussentwurf des Gemeinsamen Bundesausschusses

Stellungnahme der Bundesärztekammer gemäß 91 Abs. 8 a SGB V. Beschlussentwurf des Gemeinsamen Bundesausschusses Stellungnahme der Bundesärztekammer gemäß 91 Abs. 8 a SGB V zum Beschlussentwurf des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Psychotherapie- Richtlinien zur Einführung eines Schwellenkriteriums

Mehr

Vorgaben zur Honorarverteilung gemäß 87b Abs. 4 SGB V Kassenärztlichen Bundesvereinigung Stand:

Vorgaben zur Honorarverteilung gemäß 87b Abs. 4 SGB V Kassenärztlichen Bundesvereinigung Stand: Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gemäß 87b Abs. 4 SGB V (Artikel 1, Nr. 24 GKV-VStG) zur Honorarverteilung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen mit Wirkung zum 1. April 2012 I. Änderung

Mehr

Der Arzt als Unternehmer Ein provokativer Blick auf das ambulante Gesundheitswesen Dr. med. Andy Fischer, CEO Medgate

Der Arzt als Unternehmer Ein provokativer Blick auf das ambulante Gesundheitswesen Dr. med. Andy Fischer, CEO Medgate Der Arzt als Unternehmer Ein provokativer Blick auf das ambulante Gesundheitswesen Dr. med. Andy Fischer, CEO Medgate 1 19. Januar 2015 Die Ausgangslage: Markt, Geschäftsmodell und Produkt 2 19. Januar

Mehr

Erstgespräch in der ambulanten Pflege ist erheblich unterbewertet

Erstgespräch in der ambulanten Pflege ist erheblich unterbewertet Gutachten Erstgespräch in der ambulanten Pflege ist erheblich unterbewertet Berlin (22. März 2011) - Im Auftrag des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) hat Prof. Dr. Stefan Görres

Mehr

Ein freier Beruf im Rahmen der Notwendigkeiten

Ein freier Beruf im Rahmen der Notwendigkeiten Ein freier Beruf im Rahmen der Notwendigkeiten Berufsrechtliche, haftungsrechtliche und qualitätsorientierte Aspekte Vortrag auf der Tagung: Geht die Psychotherapie ins Netz? Projekte Erfahrungen Realisierbarkeit

Mehr

der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als Landwirtschaftliche Krankenkasse, Hoppegarten

der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als Landwirtschaftliche Krankenkasse, Hoppegarten Protokollnotiz zum Vertrag über die Durchführung des strukturierten Behandlungsprogramms nach 17 f SGB V Brustkrebs auf der Grundlage des 8 SGB V vom 21.05.201 in der Fassung des 1. Änderungsvertrages

Mehr

Workshop C: psychiatrische und somatische Begleiterkrankungen von Suchtkranken und deren Therapie

Workshop C: psychiatrische und somatische Begleiterkrankungen von Suchtkranken und deren Therapie Ekkehard Madlung Fachstation für Drogentherapie B3 Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie B Interdisziplinäres Symposium zur Suchterkrankung Grundlsee, 17. 18.02.2012 Workshop C: psychiatrische und

Mehr

Jens Hennicke Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt 14. Oktober 2013, Halle (Saale)

Jens Hennicke Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt 14. Oktober 2013, Halle (Saale) Jens Hennicke Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt 14. Oktober 2013, Halle (Saale) Alterung der Gesellschaft "Altern ist eine Zumutung!" (Zitat: Loriot) 2 Gesundheitsversorgung unter dem Druck

Mehr

Es gilt das gesprochene Wort.

Es gilt das gesprochene Wort. Statement von Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Es gilt das gesprochene Wort. MDK - drei Buchstaben, die die Versorgung von 70 Mio. gesetzlich Versicherten in Deutschland

Mehr

KOOPERATION MIT KRANKENHÄUSERN - STRATEGISCHER ANSATZ DER KV RLP

KOOPERATION MIT KRANKENHÄUSERN - STRATEGISCHER ANSATZ DER KV RLP KOOPERATION MIT KRANKENHÄUSERN - STRATEGISCHER ANSATZ DER KV RLP VERSORGUNGSSITUATION IN RLP Kurzüberblick Anzahl der Einwohner: 3.998.702 (Stand 31.12.2012) Anzahl der Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten:

Mehr

Der Bremer Depressionsbericht

Der Bremer Depressionsbericht Janine Pfuhl Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales 4.3.2009 Der Bremer Depressionsbericht Depressionen Regionale Daten und Informationen zu einer Volkskrankheit (Herbst 2008) Senatorin

Mehr

Checkliste für Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik

Checkliste für Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik Praxistest t Checkliste für Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik Tina Wessels Berlin, 21. November 2011 Wie und warum? Blickwinkel des Patienten einnehmen um Verbesserungsansätze auszuloten

Mehr

3. Nachtrag zum Vertrag DFS Sachsen Anlage 6 Stand:

3. Nachtrag zum Vertrag DFS Sachsen Anlage 6 Stand: Anlage 6 - Vergütung (1) Es gelten folgende Vergütungsgrundsätze und Vergütungsvoraussetzungen für den Vergütungsanspruch der VERTRAGSÄRZTE nach den Absätzen 2 bis 5. Eine Vergütung nach diesem Vertrag

Mehr

Prof. Dr. med. Arno Deister. Stellungnahme. Hintergrund. Schleswig-Holsteinischer Landtag Sozialausschuss Postfach 7121.

Prof. Dr. med. Arno Deister. Stellungnahme. Hintergrund. Schleswig-Holsteinischer Landtag Sozialausschuss Postfach 7121. Prof. Dr. med. Arno Deister Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Arzt für Neurologie und Psychiatrie Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin

Mehr

Die neuen Vergütungsregelungen für Ärztenetze

Die neuen Vergütungsregelungen für Ärztenetze Die neuen Vergütungsregelungen für Ärztenetze Der 87b SGB V Dr. Burkhard John Vorsitzender des Vorstandes Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt 87b SGB V Vergütung der Ärzte (Honorarverteilung) Neufassung

Mehr

Kindertagespflege in Bewegung

Kindertagespflege in Bewegung LVR-Landesjugendamt Rheinland Kindertagespflege in Bewegung Professionelle Qualität Ein Zusammenspiel aller Beteiligten Vielfalt als Qualitätsmerkmal Inklusive Gedanken in der Kindertagespflege Elke Pfeiffer

Mehr

2. Vertragsgegenstand (z.b. Indikation)

2. Vertragsgegenstand (z.b. Indikation) Die nachfolgenden Regelungen gelten für Verträge, welche den gesetzlichen Voraussetzungen der 140a ff. SGB V in der Fassung des Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung

Mehr

Fragebogen zu den indikationsübergreifenden, populationsbezogenen Versorgungsformen der GKV in Deutschland

Fragebogen zu den indikationsübergreifenden, populationsbezogenen Versorgungsformen der GKV in Deutschland Fragebogen zu den indikationsübergreifenden, populationsbezogenen Versorgungsformen der GKV in Deutschland Erklärung zur Namensnennung Dem Sachverständigenrat für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen

Mehr

auch aus Sicht der Krankenkassen ist dies hier heute eine erfreuliche Veranstaltung.

auch aus Sicht der Krankenkassen ist dies hier heute eine erfreuliche Veranstaltung. Es gilt das gesprochene Wort. Es gilt das gesprochene Wort. Es gilt das gesprochene Wort. Sehr geehrte Frau Ministerin, meine Damen und Herren, auch aus Sicht der Krankenkassen ist dies hier heute eine

Mehr

Anlage. 1. Ausgangslage Gesetzliche Grundlagen

Anlage. 1. Ausgangslage Gesetzliche Grundlagen Anlage Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit zur Versorgung mit psychotherapeutischen Leistungen durch ganz oder überwiegend psychotherapeutisch tätige Ärzte und durch Psychotherapeuten 1. Ausgangslage

Mehr

Übersicht. Gesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Lösungsansatz SeGel. Versorgungsleistungen

Übersicht. Gesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Lösungsansatz SeGel. Versorgungsleistungen 1 Übersicht Gesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Herausforderungen Lösungsansatz SeGel Versorgungsleistungen Historie Versorgungssituation Rahmenbedingungen Versorgungskreislauf SeGel Leistungen

Mehr

Pharmakotherapie im MVZ -Haken und Ösen

Pharmakotherapie im MVZ -Haken und Ösen -Haken und Ösen Dr. med. Bernhard Schenck FA für Innere Medizin und Pharmakologie MVZ Herne Marien-Hospital Herne Klinikum der Ruhr-Universität Bochum Ausgaben der GKV im Jahr 2009 Ärztliche Behandlungen

Mehr

BPtK-Hintergrund. Wartezeiten in der ambulanten Psychotherapie. 22. Juni Seite 1 von 9

BPtK-Hintergrund. Wartezeiten in der ambulanten Psychotherapie. 22. Juni Seite 1 von 9 BPtK-Hintergrund Wartezeiten in der ambulanten Psychotherapie 22. Juni 2011 Seite 1 von 9 Zentrale Ergebnisse der Studie Vergebliche Suche nach einem Psychotherapeuten Psychisch kranken Menschen wird in

Mehr

Ökonomische Aspekte der Besonderheiten der Strukturen der vertragsärztlichen Versorgung

Ökonomische Aspekte der Besonderheiten der Strukturen der vertragsärztlichen Versorgung Ökonomische Aspekte der Besonderheiten der Strukturen der vertragsärztlichen Versorgung Prof. Dr. Volker Ulrich Lehrstuhl für VWL III, insb. Finanzwissenschaft Universität Bayreuth Tag der Versorgungsforschung

Mehr

zwischen dem Verband der Privaten Krankenversicherung, Köln und der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Düsseldorf

zwischen dem Verband der Privaten Krankenversicherung, Köln und der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Düsseldorf Vereinbarung gemäß 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V über Inhalt und Umfang eines strukturierten Qualitätsberichts für nach 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser zwischen dem AOK-Bundesverband, Bonn dem BKK

Mehr

Teilnahmeerklärung DMP-Arzt

Teilnahmeerklärung DMP-Arzt Abteilung Qualitätssicherung Team DMP Bismarckallee 1-6 23795 Bad Segeberg Tel.: 04551/883-685/ -453/ -326 Fax: 04551/883-/7685/ -7453/ -7326 Email: Tanja.Glaw@kvsh.de Helga.Hartz@kvsh.de Carolin.Tessmann@kvsh.de

Mehr

Was ist ein gutes Team?

Was ist ein gutes Team? Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) Universität Dortmund Was ist ein gutes Team? Ziele: Diese Übung bietet einen Anlaß, unterschiedliche Auffassungen zu den Merkmalen guter Teams / Arbeitsgruppen

Mehr

Was macht eine Therapie so schwierig? Therapiemotivation und Gestaltung der therapeutischen Beziehung

Was macht eine Therapie so schwierig? Therapiemotivation und Gestaltung der therapeutischen Beziehung Workshop Essstörungen - Anorexia nervosa und Bulimia nervosa Klinikum Mutterhaus Trier, 04.09.2013 Was macht eine Therapie so schwierig? Therapiemotivation und Gestaltung der therapeutischen Beziehung

Mehr

BPtK-Hintergrund. Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen. 22. Juni Seite 1 von 5

BPtK-Hintergrund. Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen. 22. Juni Seite 1 von 5 BPtK-Hintergrund Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen 22. Juni 2011 Seite 1 von 5 Die Bundespsychotherapeutenkammer analysiert jährlich die Daten der gesetzlichen Krankenversicherung zur

Mehr

QM in der Physiotherapie. Forderungen Grundsätze Konzeption Maßnahmen

QM in der Physiotherapie. Forderungen Grundsätze Konzeption Maßnahmen QM in der Physiotherapie Forderungen Grundsätze Konzeption Maßnahmen Integrierte Managementsysteme Rathausstr. 22 82194 Gröbenzell Tel.: 08142-504248, Fax: - 504286 ims@prozess-effizienz.de 10.03.2005

Mehr

Veranstaltung von Autismus NRW am im Landtag von Nordrhein- Westfalen Rechtliche Grundlagen zur Finanzierung von Autismustherapie

Veranstaltung von Autismus NRW am im Landtag von Nordrhein- Westfalen Rechtliche Grundlagen zur Finanzierung von Autismustherapie Veranstaltung von Autismus NRW am 05.04.2016 im Landtag von Nordrhein- Westfalen Rechtliche Grundlagen zur Finanzierung von Autismustherapie Vortrag von Ass. jur. Christian Frese, Geschäftsführer autismus

Mehr

Integrierte Versorgung für HIV-Patienten: Die HIV-Firma. Building Competence. Crossing Borders.

Integrierte Versorgung für HIV-Patienten: Die HIV-Firma. Building Competence. Crossing Borders. Integrierte Versorgung für HIV-Patienten: Die HIV-Firma Building Competence. Crossing Borders. Prof. Dr. Holger Auerbach; WIG Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie Zürich, 27. Juni 2013 Inhalte

Mehr

Krankenhäusern und. Dr. Dietrich Munz. 19. Deutscher Psychotherapeutentag

Krankenhäusern und. Dr. Dietrich Munz. 19. Deutscher Psychotherapeutentag Psychotherapeuten in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen Dr. Dietrich Munz 19. Deutscher Psychotherapeutentag Offenbach, 12. November 2011 Aktuell die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten

Mehr

Unsere Führungsleitlinien

Unsere Führungsleitlinien Unsere Führungsleitlinien Unser Grundverständnis von Zusammenarbeit Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit den Führungsleitlinien möchten wir unter den Führungskräften aller Berufsgruppen der Kliniken

Mehr

FACHTAGUNG AMBULANTE ÄRZTLICHE VERSORGUNG WEITERENTWICKELN DIE HAUSÄRZTLICHE VERSORGUNG

FACHTAGUNG AMBULANTE ÄRZTLICHE VERSORGUNG WEITERENTWICKELN DIE HAUSÄRZTLICHE VERSORGUNG FACHTAGUNG AMBULANTE ÄRZTLICHE VERSORGUNG WEITERENTWICKELN DIE HAUSÄRZTLICHE VERSORGUNG NÜRNBERG, 08. FEBRUAR 2017 DR. DIETER GEIS, VORSTAND Gliederung Definition zentraler Begriffe Was ist hausärztliche

Mehr

Anlage 6a Qualitätssicherung Asthma bronchiale

Anlage 6a Qualitätssicherung Asthma bronchiale Anlage 6a Qualitätssicherung Asthma bronchiale V 4.1- Stand 19.10.2012 QUALITÄTSSICHERUNG Asthma bronchiale Auf Grundlage der Datensätze nach Teil B Ziffer II Nr. 5 der DMP-Richtlinie Teil 1 Bestandteil

Mehr

Umgang mit schwierigen Kindern und Jugendlichen Stefan Schaaf

Umgang mit schwierigen Kindern und Jugendlichen Stefan Schaaf Umgang mit schwierigen Kindern und Jugendlichen Geplanter Ablauf: Personenkreis und Entwicklungstendenzen Begriffsklärungen Handlungsmöglichkeiten Personenkreis und Entwicklungstendenzen - Knapp 80.000

Mehr