Fotografieren wie ein Profi

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1 Fotografieren wie ein Profi Ferienspass Frick Sommer 2011 Patrick Schwarb Philipp Werner ArchiveScan Seite 1 von 21

2 Die digitale Kamera Das Auge und die Kamera haben viele Gemeinsamkeiten im Aufbau und in der Funktionsweise. Die Pupille des Auges ist vergleichbar mit der Blende der Kamera, sie verfügt über eine in der Größe veränderbaren Öffnung. Hier sind die wichtigsten Teile der Kamera aufgezeigt: Seite 2 von 21

3 Grundbegriffe Auflösung Die Auflösung setzt sich zusammen Bildpunkte und unsere Möglichkeit zwei Punkte/Linien mit unserem menschlichen Auge auseinander zuhalten. Daher sagen die Megapixel nur etwas aus im Zusammenhang mit der Grösse des Bildes. In einem immer feiner werdenenden Linienmuster kann unser menschliches Auge in Abhängigkeit von der Distanz noch zwei Linien auseinander halten. Dasselbe gilt für Bildpunkte. Entsprechend braucht man für ein gutes Foto in einer bestimmten Grösse eine entsprechende Anzahl Bildpunkte aber nicht mehr! Internetbetrachtung 9x13 Prints Vergrösserungen Poster > 50x Mio Pixel 2.3 Mio Pixel >3.2 Mio Pixel >8 Mio Pixel Pixel versus dpi : Pixel / Inch (Bildpunkt / 2.54cm) Seite 3 von 21

4 Grau und Farbstufen eines Bildes 256 Farbstufen. Jeder Bildpunkt kann in bis zu 256 verschiedenen Farbstufen gezeigt werden. Das Bild wirkt in den Farben kräftig und auch sehr kontrastreich. 16 Farbstufen: Jeder Bildpunkt kann in 16 verschiedenen Farben dargestellt werden. 4 Farbstufen: Jeder Bildpunkt kann in 4 verschiedenen Farben dargestellt werden. Das Bild wirkt flau und kontrastarm. 2 Farben/Graustufen: Jeder Bildpunkt kann nur entweder weiss oder schwarz sein. Seite 4 von 21

5 Bildformate Das digitale Bild wird nicht mehr auf Film sondern in einer Datei gespeichert. Je nachdem in welchem sogenannten Format man das Bild abspeichert kann die Qualität oder aber auch die Art der zu dem Bild abgelegten Information sehr unterschiedlich sein. Typische Bildformate : JPG: (Joint Photographics Experts Group-) Format erlaubt die variable Komprimierung mit Informationsverlusten. Für Farbbilder stehen 24bit Tiefe zur Verfügung. TIF: Das TIF- (Tagged Image File-) Format belegt nur die benötigte Zahl von Ebenen. Unkomprimiert. Verlustfrei. Je nach Kamera steht auch das Firmeneigene RAW (Rohdatenformat) zur Verfügung. Dieses wird, wie der Name schon sagt ohne jegliche Verarbeitung oder Kompression gespeichert. Allen genannten Formaten können noch zusätzliche Informationen zum Bild in der Datei gespeichert werden (EXIF, IPCT) - Bildaufnahmedatum - Fotograph - Kameratyp - Objektive - Blitz - Aufnahmeeinstellungen - usw. Seite 5 von 21

6 Bilder speichern Bilder finden Die Organisation der Bilder ist ein Thema das immer wieder viele Fotographen beschäftigt. Wie organisiere ich meine Bilder? Sind sie sicher gespeichert? Wie kann ich meine Bilder wieder einfach finden? Zu was dient eine Verschlagwortung der Bilder? Kann ich meine Bilder ablegen um von überall zuzugreifen? Alles Fragen auf die es nicht nur eine Antwort gibt. Doch mit einfacher Software wie Picasa lassen sich schon einige dieser Fragen leicht beantworten. Für den Profi : Je besser man die Bilder ordnet desto besser findet man sie wieder! Seite 6 von 21

7 Bildkompression Bildkompression nennt man die Verkleinerung der Datei mithilfe von Tricks! Die Bildkompression hat aber meist einen Einfluss auf die Bildqualität x1920 mit Bildkompression Economy JPEG mit starker Kompression Standard JPEG mit starker Kompression Fein mit Kompression Superfein wenig Komprimiert Für den Profi : Kompression JA aber überlege Dir vorher wieviel es verträgt Seite 7 von 21

8 Brennweite Manchmal hat man Motive, die man nicht so fotografieren kann wie man möchte. Vielleicht kann man nicht genug nahe ran oder nicht genug weit weg um eine Totale aufzunehmen. Mit mehreren Objektiven mit verschiedenen Brennweiten oder sogenannten Zoomobjektiven kann man die Objekte heranzoomen oder eine Totale aufnehmen. Brennweite 20 mm Brennweite 70 mm Für den Profi : Verwende ein Zoomobjektiv wenn Du kein Objektivwechsel machen willst Seite 8 von 21

9 Einige Beispiele Fotografiert wurde immer vom selben Standort aus Brennweite 35 mm Brennweite 50 mm Brennweite 100 mm Brennweite 200 mm Brennweite 300 mm Seite 9 von 21

10 Blende Die Blende ist eine Öffnung im Objektiv, ein Loch. Sie bestimmt, wieviel Licht auf den Sensor oder Film fällt, wieviel Motivraum scharf abgebildet und wie scharf das Bild wird. Merke: Kleine Blenden Zahl = grosses Loch = kleine Tiefenschärfe Grosse Blenden Zahl = Tiefenschärfe kleines Loch = grosse Für den Profi : Allzukleine Blendenzahl kann Objektivfehler zeigen Allzugrosse Blendenzahl kann zu Bildverzerrungen führen Seite 10 von 21

11 Einige Beispiele Fotografiert wurde immer vom selben Standort aus mit der gleichen Brennweite Blende 3,5 (offene Blende) Hintergrund unscharf Kurze Schärfentiefe stellt die Person frei Blende 16 (kleine Blende) Hintergrund scharf Grosse Schärfentiefe, das Bild ist von vorne bis hinten scharf Für den Profi : Nicht immer ist grosse Tiefenschärfe richtig. Wenn das Objekt wichtig ist verwende eine kleine Tiefenschärfe Seite 11 von 21

12 Verschlusszeit Die Verschlusszeit (Belichtungszeit) ist die Zeitspanne, während der der Verschluss Licht auf den Sensor einwirken lässt. Sie bestimmt, wie hell das Motiv abgebildet wird und wie scharf bewegtes erscheint. Während der Belichtungszeit formt Licht das Bild. z.b. kann man Wasser einfrieren oder fliessen lassen Für den Profi : Verschlusszeit sollte immer ca. so klein sein wie die Brennweite 50 mm 1/ mm 1/300 Seite 12 von 21

13 Einige Beispiele Das Kind ist mit dem Velo immer gleich schnell beim Fotografen vorbei gefahren. Verschlusszeit 1/40 sec. Verschlusszeit 1/80 sec. Verschlusszeit 1/125 sec. Verschlusszeit 1/250 sec. Seite 13 von 21

14 Bildaufbau Einige Regeln: Was unbeabsichtigt den Blick auf sich zieht, stört. Es verunstaltet das Bild und sollte beseitigt werden, am besten bevor ich den Kameraverschluss auslöse. Dies kann sein: Ein greller Farbklecks, eine Stromleitung, die mitten durch einen herrlichen Baum läuft, ein Glas im Zimmer, das hell die Sonne reflektiert, viele kontrastreiche Flächen hinter dem Motiv... Der goldene Schnitt Der Hintergrund ist der Raum hinter dem Motiv. Betrachtet ihn aufmerksam, bevor ihr fotografiert. Schlechte Hintergründe verderben das beste Motiv. Seite 14 von 21

15 Bildbearbeitung am Computer Welches Programm? z.b. Google Picasa: Gratis Einfache Bildbearbeitung Bildverwaltung Synchronisierung/Datensicherung Synchronisation mit Internetalben Direktes verbinden mit Printservice Seite 15 von 21

16 GIMP : kostenlose Bildverarbeitung für hohe Ansprüche: Gratis Adobe Photoshop : professionelle Bildverarbeitung für Höchstansprüche: Teuer! Seite 16 von 21

17 Gefahren im Internet (Chaten, Facebook und Co.) Es kommt das Gefühl auf, nicht mehr ohne Netzwerke auskommen zu können. Jeder will der Coolste sein. Und zu dem Zeitpunkt, an dem du ein Profilbild hochlädst, ist dir meist nicht bewusst, dass das später schwere Folgen für dich haben kann. o Gib niemals deinen wirklichen Namen, Adresse, Schuladresse, Telefon- oder Handynummer im Chat oder per weiter! o Ein Passwort solltest du niemals Chatfreunden oder freunden anvertrauen. Einen Haustürschlüssel gibt man doch auch nur ganz wenigen Menschen. o Im Profil solltest du niemals richtige Angaben machen. Du solltest z.b. deinen Namen und dein Geburtsdatum verändern und eine andere Stadt oder Straße als eigenen Wohnort angeben! o Es ist clever, Chat- und freunden gegenüber misstrauisch zu sein und nicht alles zu glauben. o Du solltest kein Foto in dein Profil stellen und auch kein Foto an Chatpartner verschicken - auf keinen Fall ein Foto, auf dem du Unterwäsche, ein heißes Top, eine Badehose oder einen Badeanzug trägst. Seite 17 von 21

18 Bildbearbeitungsbeispiel Hintergrund vertauschen Person freistellen mit GIMP Ausgangsbild soll in die Meereslandschaft gesetzt werden Problem: Freistellen der feinen Haare! Ebene dublizieren Klick auf den Ebenen dublizieren Button Seite 18 von 21

19 Farben / Komponenten / Kanalmixer Farbe redutzieren (Monochrom klicken) Kontrast Haare/Körper und Hintergrund herstellen Maske erstellen Seite 19 von 21

20 Ebenenmaske hinzufügen Auswahl alles (Ctrl a) Bearbeiten Kopieren (Ctrl c) Ebene Farbe aktivieren Rechtsklick im Ebenendialog und Ebenenmaske hinzufügen Kleine weisse Fläche neben Farbbildchen anklicken Auswahl einfügen (Ctrl v) Augensymbol bei SW Bildchen anklicken Haare nun hinter transparentem Hintergrund! Seite 20 von 21

21 Neuer Hintergrund einfügen Landschafts-Datei als Ebene öffnen und als unterste Ebene platzieren Nahezu perfekt! Seite 21 von 21

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