Sicherheitsinstitut (A. Götz) Übersicht 2. Sicherheitsinstitut (Piktogramme z.t. Internet)

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1 1 (A. Götz) Übersicht 2 (Piktogramme z.t. Internet)

2 Risiko und Sicherheit = politische Thematik 3 (Bildquelle Internet) Was bedroht uns in Zukunft? 4 (Abbildungen Internet)

3 Ziel: proaktive Planung (vorausschauend) 5 (Abbildung Internet) Reaktive Entwicklung (Ereignisse lösen vieles aus) 6 (Abbildungen Internet)

4 Ursprünge im «Risk Engineering» 7 (Abbildungen Internet) Risikomanagement im Unternehmen 8

5 1. Ziele Risikopolitik (4. Risikostrategie) 9 (nach C. v. Campenhausen, 2006) 2. Identifikation Risikokatalog 10 (nach Bohnenblust)

6 2. Risikokatalog, Beispiele für Szenarien11 (nach Bohnenblust) Szenarien sind nicht ohne Tücken...

7 Szenarien sind nicht ohne Tücken Bewertung Risikoprofil 14

8 Szenario Unsicherheiten Bewältigung Risikostrategie 16

9 5. Überwachung; 6. Info/Komm 17 (Abbildungen Internet) Zahlreiche Normen und Standards 18 / 2010 (aus Dr. P. Winter, Jahrestagung 2008, Netzwerk Risikomanagement)

10 ISO Prozessübersicht 19 Risikomanagement ist Führungsaufgabe 20

11 ONR :2010 Risikomanagement 21 Praxisanwendung ISO für Organisationen und Systeme Inkl. Notfall-, Krisen- und Kontinuitätsmanagement ONR Top Down / Bottom Up 22

12 Thematik voller Zielkonflikte 23 (Abbildung Internet) Ausgewogener Umgang mit Risiken 24

13 Legal Compliance vs. unternehmerische Freiheit 25 Aktueller Megatrend 26 (Abbildung Internet)

14 Risikomanagement bei Naturgefahren 27 (Abbildungen Internet) Immer mehr Schäden

15 Verletzliche Wirtschaft Erste Welt 29 (Swiss Re, sigma Nr.1/2010) Todeszone Dritte Welt 30 (Swiss Re, sigma Nr.1/2010)

16 und in der Schweiz 31 Häufung von Grossereignissen 2/3 der Gemeinden betroffen; 80% gefährdet 32 Verteilung der Unwetterschäden (WSL / BAFU)

17 Geringe Opferzahl bei steigenden Schäden 33 ( Herausforderung steigende Schäden 34 (Daten SVV / VKF)

18 Seltene Ereignisse mit grossen Schäden 35 (Daten VKF) Herausforderung Risikomanagement 36 (BABS 2002)

19 Risikobewältigung - Risikostrategien 37 (Sicherheitsinstitut 2007) Risiken vermeiden (Gefahrenkarten und Redundanzen) 38 (geoportal.ch)

20 Risiken vermindern (Dimensionierungsereignis) 39 (Bilder PLANAT) Risiken überwälzen (versichern) 40 «Versicherungen leben vom Schaden!» Nur Risiken mit einer gewissen Eintretenswahrscheinlichkeit sind versicherungswürdig. Schaden/Gefahr Policenanpassung Deckung Prämie Ausschlüsse Selbstbehalt Versicherungsprodukt Schadenabwicklung Schaden nach X-Jahren Kunde bezahlt Prämie

21 Risiken selber tragen (BCM, Bevölkerungsschutz, usw.) 41 (Bild H.-C. Lindner) Risikomanagement ist nicht gratis 42 PLANAT 2007

22 Wird das Geld richtig ausgegeben? 43 Ursachen der aktuellen Katastrophenserie 44 Schächen UR August 2005 fehlende Rückhalte- und Freihalteräume Folie nach Roberto Loat BAFU

23 Ursachen der aktuellen Katastrophenserie 45 Sörenberg (LU) 1912 Sörenberg (LU) 1999 Bauen in Gefahrengebieten Folie Roberto Loat BAFU Ursachen der aktuellen Katastrophenserie 46 Uri, 1987 intensivere Landnutzung Schattdorf UR, 2005 Folie Roberto Loat BAFU

24 Ursachen der aktuellen Katastrophenserie 47 Visp, VS zunehmende Verletzlichkeit Folie Roberto Loat BAFU Früher war alles besser... stimmt das? 48

25 Pfister, Chr., Wetternachhersage (1999) 49 Falls T CO2 gilt auch R T)??? KATA-Serie 50 KATA-Lücke

26 Lernen aus der Geschichte? 51 Wann kommt nächste Katastrophe? «Es ist schwierig Vorhersagen zu machen vor allem über die Zukunft.» (Niels Bohr) (Ereignisanalyse Hochwasser 2005) Katastrophen früher und heute 52 (nach Pfister, 2002)

27 Die Schweiz 53 Fläche km 2 (= Konst.) 7.7 Mio. Einwohner (5 500 m 2 /EW; 400m 2 Siedlungsfläche/EW) Letzte 100 Jahre Bevölkerung x 2 Wasserverbrauch x 6 Energieverbrauch x Bevölkerungswachstum +14% Anzahl Haushalte +27% Wohnfläche pro Einwohner +30% (44m 2 ) Angaben BFS Starker Siedlungsdruck 54 (Quelle BFS, Arealstatistik) Sicherheitsinstitut

28 Steigende Bauausgaben 55 (Quelle BFS) Zunahme der Sachwerte (17.7 Mia. Fr./Jahr) 56 (Quelle BFS)

29 Wirtschaftswachstum in der Schweiz 57 Wertkonzentration Verletzlichkeit 58 (Abbildung Internet)

30 Durchschnittlicher Energieverbrauch? 59 (Quellen PH Linz, energieverbraucher.de) (Abbildung Internet) Strategie Risiko vermindern Trends 60 Häufigkeit vor Hochwasserschutz nach Hochwasserschutz Klima Alterung Raumnutzung Verletzlichkeit Ausmass

31 Strategie Risiko vermindern Trends 61 CHF 100% Investition Früher Heute Morgen Je mehr Werte in Gefahrenzonen errichtet werden, desto wirksamer sind teure Schutzbauten Sicherheit erhöhen Betrieb und Unterhalt Erhalten des Sicherheitsniveaus 0% Früher Heute Morgen Je mehr Schutzbauten existieren, desto teurer wird deren Betrieb und Unterhalt Einordnung von Katastrophen 62 Beispiel Hochwasser 2005 Ein Betrieb (RUAG) 5% Zwei Industriegebiete 17% Versicherte Schäden 66% Private Schäden 77% Infrastrukturschäden 19% Schäden an Bahnen 4% Gesamtschäden 100% [Mia CHF]

32 Vergessen Sie den Durchschnitt 63 Wahrscheinlichkeit aussergewöhnlicher Ereignisse? statistisch schlecht erfassbar (sehr selten, «Ausreisser») vermeintliche Linearität der Ereignisse Beurteilung erfolgt immer aus Erfahrungshorizont heraus Extremereignisse/Katastrophen haben überproportionalen Einfluss Jedoch ist Statistik Basis des Risikomanagements! Beispiel: Hitzesommer 2003 (Rang 10. der todesreichsten Katastrophen seit 1970) (Schär et al. 2004) Katastrophen = Motor der Evolution 64 (Abbildung Internet)

33 Katastrophen = Motor der Wirtschaft 65 (Abbildung Internet) Katastrophen gestalten unsere Zukunft 66 Die Wahrscheinlichkeit sehr seltener Ereignisse lässt sich nicht berechnen Wir können uns eine klare Vorstellung über die Konsequenzen (Auswirkungen) machen Bei Entscheidungen: Wir müssen alles unternehmen, um mögliche Konsequenzen abzuschwächen

34 Folgerungen für Risikomanagement 67 Heiklere Risikostrategien Risiken vermindern (häufige Ereignisse entfallen) Katastrophenpotential entsteht (Risikokompensation) Risiko geht vergessen Einsatzerfahrung fehlt Risiken überwälzen (Versichern) Versicherung deckt nie den gesamten Schaden (Deckungslimiten etc.) Kundenverlust kann nicht versichert werden Folgerungen für Risikomanagement 68 Nachhaltigere Risikostrategien Risiken vermeiden (begrenzen das Potential) Redundanzen schaffen (z.b. Raumnutzung) Portefeuille diversifizieren «Sollbruchstellen» einbauen Risiken selber tragen (Ereignis berücksichtigen) Kleinereignisse zulassen nicht verhindern Kontinuitätsmanagement «BCM» einführen vorbereitet sein nicht identifizierte Risiken berücksichtigt

35 Risiken selber tragen (BCM) 69 Bereite dich auf Schwieriges vor, solange es noch einfach ist. (Sunzi, chinesischer Militärstratege, ca. 500 Jahre vor Christus) Handlungs- und Entscheidungsbedarf Krise ist Führungs- und nicht Managementaufgabe Nicht die Chefs haben Krisen im Griff, sondern umgekehrt die Krise den Chef! In Krisen werden Chefs durch ihre Entscheide gekrönt oder vernichtet. (L. F. Carrel) 70 Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts. Walter Scheel Bundespräsident Deutschland

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