Internationale Studierende beim Eintritt in den regionalen Arbeitsmarkt unterstützen. Ein Werkzeugkasten

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1 Internationale Studierende beim Eintritt in den regionalen Arbeitsmarkt unterstützen Ein Werkzeugkasten Kathrin Carl Matthias Schwarzkopf Friedrich-Schiller-Universität Jena Entwickelt im Projekt Study and Work Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Länder

2 Einleitung Die Friedrich Schiller Universität hat im Rahmen des Projektes die Aufgabe übernommen, einen Werkzeugkasten für folgende Fragestellung zu entwickeln: wie können ausländische Studierende am besten in den regionalen Arbeitsmarkt gelangen. Gefragt war dabei nach der Lücke, die zwischen dem, was die ausländischen Studierenden bereits mitbringen und dem, was die regionale Wirtschaft benötigt, besteht. Im Werkzeugkasten wird gezeigt, wie diese Lücke identifiziert werden kann und was zum Schließen der Lücke getan werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass die Beschreibung nur auf einer obergeordneten Ebene allgemein gültig ist, aber für jede Hochschule auf die konkrete Situation vor Ort angepasst werden muss. Der Werkzeugkasten ist daher so aufgebaut, dass der Leser einen Überblick bekommt, wie konkrete Handlungsmöglichkeiten vor Ort an der eigenen Hochschule zu entwickeln sind. Es wird beschrieben, in welcher Reihenfolge am besten vorgegangen werden sollte, um die Lücke zu identifizieren, wie aus den gefundenen Ergebnissen Konsequenzen abgeleitet werden können, welche Handlungsoptionen daraus entstehen und wie diese umgesetzt werden sollten. Die Schritte werden mit Beispielen aus der Universität Jena illustriert. Der Werkzeugkasten bildet dabei in seinen einzelnen Kapiteln die Reihenfolge des Arbeitsprozesses ab. 2

3 1. Was ist die Lücke? Die Grundüberlegung für die Lücke ist folgende: auf der einen Seite gibt es eine Reihe von Unternehmen, die qualifiziertes Fachpersonal suchen, es aber im regionalen Arbeitsmarkt nicht finden oder zu finden glauben. Bei diesen Unternehmen sind ausländische und insbesondere nicht deutschsprachige Fachkräfte im Allgemeinen und ausländische Studierende im Besonderen noch nicht in hinreichendem Maß in den Blick gekommen. Sie verzichten daher lieber auf die Besetzung oder Schaffung von Stellen und somit in der Regel auch auf die damit verbundenen Möglichkeiten, das Geschäft stabil zu halten oder auszuweiten. Auf der anderen Seite der Lücke stehen die ausländischen Studierenden. Sie haben je nach kultureller, nationaler und sozialer Herkunft, in Abhängigkeit von den Studiengängen, die sie im Ausland und in Deutschland studiert haben sowie in Abhängigkeit von den sozialen Settings während ihres Studiums und ihren eigenen Weiterbildungsbemühungen individuelle, ganz verschiedene Kompetenzen und auch Interessen im lokalen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Nach unserer Erfahrung ist sinnvoll zu überlegen, ob beide Seiten der Lücke adressiert werden sollen oder ob es genügt, eine Seite, in der Regel die der Studierenden, genauer in den Blick zu nehmen. Für die andere Seite, die der Unternehmen, ist eine grundsätzliche Bestandsaufnahme natürlich notwendig - sonst ließen sich die ausländischen Studierenden auf den Eintritt in diese Unternehmen nicht vorbereiten. Es wäre darüber hinaus aber auch denkbar, diese Seite der Lücke dadurch zu adressieren, dass den Unternehmen konkrete Weiterbildung im interkulturellen oder sprachlichen Bereich angeboten werden, damit sie sich leichter für ausländische Fachkräfte bzw. Studierende öffnen können. Für eine Hochschule wird das in der Regel nicht zu leisten sein. Vielmehr sind die Studierenden die originäre Zielgruppe. 3

4 2. Erhebung: Wie sieht die Lücke aus? Für diesen Schritt ist es wie beschrieben notwendig, zuvor festzulegen, welche Seite der Lücke hauptsächlich adressiert werden soll. Diese Entscheidung bewahrt davor, zu viele Ressourcen in eine Untersuchung zu investieren. Wenn wie unter 1. vorgeschlagen der Schwerpunkt vor allem auf Seiten der Studierenden liegt, wird sich eine intensive Befragung der Unternehmen in der Regel erübrigen. Welche Informationen werden auf jeden Fall für die Seite der Unternehmen und anderer Arbeitgeber gebraucht? Prinzipiell ist es sinnvoll, ein umfassendes Profil der in einer Region vertretenen Branchen vorliegen zu haben. Dies wird sich insbesondere dann auszahlen, wenn Studierende beraten werden müssen, die keine eindeutigen Berufsprofile mitbringen. Aus diesem umfassenden Profil können dann auf der Basis der Bedürfnisse der Studierenden die konkreten Informationen zu den Firmen und Arbeitgebern ausgewählt werden, die die höchste Relevanz als potentielle Arbeitgeber haben. Von diesen Firmen und Arbeitgebern sollten folgende Informationen vorliegen: Größe im Sinne der Zahl der Beschäftigten Welche konkreten Stellen gibt es für Absolventen und Absolventinnen der Hochschule? Wird nur Deutsch gesprochen oder kann auch auf Englisch kommuniziert werden? Gehaltsstruktur Sind die Beschäftigungsverhältnisse in der Regel auf Dauer angelegt (unbefristete Arbeitsverträge) oder handelt es sich um befristete Arbeitsverträge? erwartete Entwicklung der Branche Die meisten der genannten Informationen werden regional einfach zugänglich sein, zum Beispiel über regionale Wirtschaftsförderung, die Kontakte, die die Hochschule in Wirtschaft und öffentlichem Bereich hat o.ä. 4

5 Auf der Seite der Studierenden sollten auch mehrere Informationen vorliegen: Was sind die genauen Inhalte der Studiengänge? Welche Kompetenzen erwerben die Studierenden? Zur Beantwortung dieser Frage ist es hilfreich, in die Modulkataloge zu sehen und mit den Lehrenden der Fächer zu sprechen. Welche sprachlichen Kompetenzen haben die Studierenden? Welche interkulturellen Kompetenzen haben sie wie gut kennen sie die deutsche Kultur im Allgemeinen und deutsche Unternehmenskultur im Besonderen? Welche beruflichen Ziele verfolgen Sie? Können sie sich prinzipiell vorstellen, in Deutschland und in der konkreten Region zu arbeiten und zu leben? Zur Beantwortung dieser Fragen wurde im Projekt ein Fragebogen erstellt und an internationale Studierende verteilt. Der Fragebogen liegt dem Werkzeugkasten bei. Er kann problemlos für die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden. Außerdem wurden die Modulkataloge und Studienordnungen analysiert sowie Lehrende der Fächer befragt. 3. Ableitung von Konsequenzen und Ergebnisse Wenn die Lücke wie vorgeschlagen vor allem auf Seiten der Studierenden adressiert wird dann werden aus den gesammelten Informationen Konsequenzen für das weitere Vorgehen abgeleitet, die vor allem die Beratung und die Weiterbildung der Studierenden betreffen. Für die Universität Jena wurden folgende zentralen Ergebnisse gefunden: Die Studierenden kennen den regionalen Arbeitsmarkt nicht gut. Sie wollen mehrheitlich in Deutschland und der Region bleiben. Sie wissen nicht, welche Kompetenzen sie benötigen, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Neben häufig fehlenden Deutschkenntnissen fehlen ihnen vor allem Informationen zu Stellensuche und Bewerbungsprozess. Darüber hinaus fehlt ihnen oft das Wissen, welche Kompetenzen sie in ihrem Studium erworben haben und welche davon für den Arbeitsmarkt relevant sind. 5

6 Aus den gewonnenen Ergebnissen wurden für die Universität Jena folgende Konsequenzen abgeleitet: Entwicklung eines Kurzworkshop von einer Stunde Länge mit den wichtigsten Informationen. Entwicklung eines Eintagesworkshops. Der Eintagesworkshop besteht aus vier Teilen: 1. Kompetenzen erkennen. Die Teilnehmer/innen werden durch verschiedenen Frage- und Gesprächstechniken zu einem eigenen Kompetenzprofil geführt. Dieses Profil vereint fachliche und überfachliche Kompetenzen. Die Teilnehmer/innen sollen dabei erkennen, dass neben den fachlichen auch die überfachlichen bzw. personalen Kompetenzen für den Arbeitsmarkt bedeutsam sind. Typische Kompetenzen sind: die interkulturellen Kompetenzen, die die internationalen Studierenden erworben haben; Problemlösekompetenzen, die durch das Studium in einer anderen Kultur bzw. im Ausland verstärkt erworben werden; ökonomische Kompetenzen, die internationale Studierende oft brauchen, wenn sie Teile ihres Studiums selbst finanzieren müssen usw. 2. Den regionalen Arbeitsmarkt kennenlernen. Die Teilnehmer/innen erhalten eine Einführung in den regionalen Arbeitsmarkt. 3. Der regionale Arbeitsmarkt und ich. In diesem Teil wird gemeinsam überlegt, für welche Stellen und auch für welche Gründungsideen die beschriebenen Kompetenzen auf dem regionalen Arbeitsmarkt sinnvoll sind. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass gerade auch die überfachlichen bzw. personalen Kompetenzen für Stellen qualifizieren oder zusätzliche Qualifikationseigenschaften bieten. 4. Klassisches Bewerbungstraining. Die Teilnehmer/innen üben sich in der Stellensuche für Stellen auf dem regionalen Arbeitsmarkt und erhalten grundlegende Informationen darüber, welche Bewerbungsunterlagen in Deutschland üblich sind. Sie arbeiten dann an ihren Bewerbungsunterlagen für eine zuvor recherchierte Stelle. Die Workshops wurden an der Friedrich-Schiller-Universität erfolgreich durchgeführt. Die internationalen Studierenden haben die durch die Workshops gewonnenen Erkenntnisse als sehr sinnvoll eingeschätzt. Über die Workshops hinaus ist in einigen Fällen noch eine Einzelberatung angeboten worden. In der Regel sind die Studierenden auf Basis der Workshops handlungsfähig. 6

7 Anhang Der Anhang enthält: Den Fragebogen für die Studierenden Die Präsentation des Kurzworkshops Die Präsentation des Eintagesworkshops 7

8 Projekt Study & Work: Fragebogen Studierende Angaben zum Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Studiengang: Semester: Angestrebter Abschluss in Deutschland: Sprache der Lehrveranstaltungen: Leben in Deutschland Was hat dich dazu bewegt in Deutschland zu studieren? Warum studierst du in Jena? Welche Schwierigkeiten gibt es bezüglich Leben und Studieren in Jena? Fachlich: Sprachlich: Bürokratisch: Sozial: Sonstiges: Pläne nach dem Studium Was willst du nach dem Studium machen? In welcher Branche und in welcher Position würdest du gern arbeiten? Bei Fragen zu dem Fragebogen kannst du dich an wenden.

9 Willst Du nach dem Studium in Deutschland und in Jena bleiben? Warum/ Warum nicht? Ja Nein in welches Land/welche Stadt willst du gehen? Wie schätzt Du deine beruflichen Perspektiven ein? in Deutschland: in Jena: Wie schätzt du deine berufliche Integration in Deutschland ein, bezüglich: Hürden/Schwierigkeiten: Chancen/Möglichkeiten: Was macht dich für den deutschen Arbeitsmarkt besonders interessant? Was sind deine Stärken? Hast du bezüglich deiner Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt Wünsche für: Information: Beratung: Qualifizierung: Allgemeine Angaben zur Person Herkunftsland / -ort: Seit wann bist du in Deutschland?: Sprachkenntnisse Muttersprache: Deutsch (Niveau, z.b. A1.2, B1): Englisch (Niveau, z.b. A1.2, B1): Alter: Geschlecht: weiblich männlich sonstiges Bei Fragen zu dem Fragebogen kannst du dich an wenden.

10 / Matthias Schwarzkopf, Kathrin Carl Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 1

11 Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Ich Arbeitsmarkt Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Fachliche Kompetenzen: Studium, Ausbildung etc. in der Regel durch Zertifikate und Zeugnisse nachweisbar Sprachen, Berufserfahrung in der Regel durch Arbeitszeiten, Arbeitszeugnisse o.ä. nachweisbar Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 2

12 Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Persönliche Kompetenzen: Schwer nachweisbar können nur getestet werden (AC, Einstellungstests usw.) bzw. durch mich selbst erfahren werden Dazu gehören: Kommunikative Kompetenzen, Selbstorganisation, Projektorganisation, Konfliktfähigkeit, logisches Denken, innovatives Denken und Handeln, Beharrungsvermögen, Geduld, Zielstrebigkeit, Lernfähigkeit, Leadership, Unternehmertum u.ä. Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Persönliche Kompetenzen: Wie finde ich selbst sie heraus? Womit verbringe ich meine Zeit? Welche Erfolge hatte ich? Was mache ich gern? Wobei fragen mich andere um Rat? Welche Probleme habe ich erfolgreich bewältigt? Und welche nicht? Welche Misserfolge hatte ich? Was möchte ich erreichen und was bringe ich dafür mit? Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 3

13 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Persönliche Ziele Was sind Ihre beruflichen und privaten Ziele? Was wollen Sie erreichen? Was ist Ihnen wichtig? kurzfristige Ziele (für die nächsten 1-2 Jahre) mittelfristige Ziele (für die nächsten 3-5 Jahre) Passen Ihre persönlichen Kompetenzen und Ziele zum regionalen Arbeitsmarkt? Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 4

14 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Jenas Wirtschaft Jena ist der High-Tech-Standort in Thüringen: innovative Hochtechnologiefirmen in Wachstumsbranchen optische und photonische Technologien, Medizintechnik, Software und E- Commerce, Analytik und Bioanalytik, Pharma und Biotechnologie, Photovoltaik/Green Tech sowie Präzisionstechnik international tätige Konzerne wie ZEISS, SCHOTT und Jenoptik hochinnovative kleine und mittelständische Firmen zwei große Hochschulen zahlreiche Bundes- und Landesforschungsinstitute (Einrichtungen der Max- Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gesellschaft, der Fraunhofer- und Leibniz-Gesellschaft und u.a. das Institut für Photonische Technologien) Quelle: Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 5

15 Impulsregion Jena-Weimar-Erfurt zahlreiche erfolgreiche Netzwerke und Cluster starke Branchen Hochschullandschaft Technologieatlas Unternehmensdatenbank Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Arbeitsmöglichkeiten Direkteinstieg Trainee-Programme Volontariat Absolventenpraktikum Selbständigkeit Gründerservice, SFT wiss. Karriere: Doktorandenstelle Graduiertenakademie Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 6

16 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Stellensuche in der Region Regionale Stellenportale Stellenportale der Unternehmen/ Verbünde z.b. Überregionale Stellenportale Überblick über Stellenportale (z.t. fachspezifisch) Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 7

17 Stellensuche in der Region Fachkräftebörsen Academix Thüringen am ; Firmenkontaktbörse der FSU Jena am Firmenkontaktmesse der FH Jena Fachkräftebörse der Arbeitsagentur Jena am Anzeigenmärkte von Tageszeitungen, Fachmagazinen, Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 8

18 Welche Stelle passt zu mir? Interessiert mich die Branche/ das Aufgabengebiet? Passt der Arbeitgeber zu mir? (KMU, Konzern, Forschung, ) Passen die Ideale, Wertvorstellungen, Arbeitsbedingungen, zu meinen Vorstellungen? (Familienfreundlichkeit, Flexibilität, Verantwortung, Aufstiegschancen ) persönliche Kompetenzen Ziele, Interessen Stellenausschreibung Arbeitgeber Welchen Nutzen bringe ich dem Unternehmen? Welche Kompetenzen kann ich einbringen? Erfülle ich die Anforderungen? Wo gibt es Übereinstimmungen, wo Differenzen? Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Wie lese ich Stellenausschreibungen? Lesen Sie folgende Stellenausschreibung. Diskutieren Sie mit Ihrem Nachbarn, WER in der Ausschreibung gesucht wird! Welche Kompetenzen sollte der ideale Kandidat unbedingt mitbringen, welche Kompetenzen sind bedingt notwendig? Kann man sich bewerben, auch wenn man nicht alle Anforderungen erfüllt? Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 9

19 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work Bewerben Sie sich! jede Bewerbung (Anschreiben UND Lebenslauf) sollte individuell auf die Firma / die Stellenausschreibung zugeschnitten sein stellen Sie die Kompetenzen heraus, die der Firma nützen / die die Anforderungen der Stellenausschreibung erfüllen belegen Sie Ihre Kompetenzen mit Ihren Erfahrungen, Qualifikationen, Referenzen Workshop an der FSU Jena am : Wohin nach dem Studium Berufseinstieg auf dem regionalen Arbeitsmarkt Servicestelle LehreLernen / Projekt Study and Work 10

20 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 11

21 Matthias Schwarzkopf, Kathrin Carl Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung 1

22 Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Ich Arbeitsmarkt Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Persönliche Kompetenzen: Schwer nachweisbar können nur getestet werden (AC, Einstellungstests usw.) bzw. durch mich selbst erfahren werden Dazu gehören: Kommunikative Kompetenzen, Selbstorganisation, Projektorganisation, Konfliktfähigkeit, logisches Denken, innovatives Denken und Handeln, Beharrungsvermögen, Geduld, Zielstrebigkeit, Lernfähigkeit, Leadership, Unternehmertum u.ä. 2

23 Was kann ich? persönliche und fachliche Kompetenzen Persönliche Kompetenzen: Wie finde ich selbst sie heraus? Womit verbringe ich meine Zeit? Welche Erfolge hatte ich? Was mache ich gern? Welche Probleme habe ich erfolgreich bewältigt? Was möchte ich erreichen und was bringe ich dafür mit? Usw. Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung 3

24 Persönliche Ziele Was sind Ihre beruflichen und privaten Ziele? Was wollen Sie erreichen? Was ist Ihnen wichtig? Notieren Sie: kurzfristige Ziele (für die nächsten 1-2 Jahre) mittelfristige Ziele (für die nächsten 3-5 Jahre) Passen Ihre persönlichen Kompetenzen und Ziele zum regionalen Arbeitsmarkt? Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung 4

25 Jenas Wirtschaft Jena ist der High-Tech-Standort in Thüringen: innovative Hochtechnologiefirmen in Wachstumsbranchen optische und photonische Technologien, Medizintechnik, Software und E- Commerce, Analytik und Bioanalytik, Pharma und Biotechnologie, Photovoltaik/Green Tech sowie Präzisionstechnik international tätige Konzerne wie ZEISS, SCHOTT und Jenoptik hochinnovative kleine und mittelständische Firmen zwei große Hochschulen zahlreiche Bundes- und Landesforschungsinstitute (Einrichtungen der Max- Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gesellschaft, der Fraunhofer- und Leibniz-Gesellschaft und u.a. das Institut für Photonische Technologien) Quelle: Jena: Daten und Fakten Einwohner: ( ) Fachkräftequote: 29,6% (über ¼ aller Beschäftigen haben einen Hochschulabschluss Durchschnitt Dtl. 7,8%) Lebensqualität: Jena auf Spitzenposition Rang 5 unter 100 deutschen Großstädten (2013) Wirtschaftswachstum: Jena auf Platz 2 der bundesweit 60 wichtigsten Kommunen (2012 ) Stadt der Karrierechancen: Lt. aktuellem Prognos-Karriereatlas liegt Jena deutschlandweit auf Platz 2 bei den Karriere-Chancen Quelle: 5

26 Impulsregion Jena-Weimar-Erfurt zahlreiche erfolgreiche Netzwerke und Cluster starke Branchen Hochschullandschaft Technologieatlas Unternehmensdatenbank Arbeitsmöglichkeiten Direkteinstieg Trainee-Programme Volontariat Absolventenpraktikum Selbständigkeit Gründerservice, SFT wiss. Karriere: Doktorandenstelle Graduiertenakademie 6

27 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Stellensuche in der Region Regionale Stellenportale Stellenportale der Unternehmen/ Verbünde z.b. Überregionale Stellenportale Überblick über Stellenportale (z.t. fachspezifisch) 7

28 Stellensuche in der Region Fachkräftebörsen Academix Thüringen am ; Firmenkontaktbörse der FSU Jena am Firmenkontaktmesse der FH Jena Fachkräftebörse der Arbeitsagentur Jena am Anzeigenmärkte von Tageszeitungen, Fachmagazinen, Stellensuche in der Region Finden Sie sich in 2er Gruppen zusammen. Suchen Sie gemeinsam in den genannten Stellenportalen. Ziel ist, dass Sie EINE passende Stellenausschreibung finden, auf die Sie sich bewerben könnten. 8

29 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Welche Stelle passt zu mir? Interessiert mich die Branche/ das Aufgabengebiet? Passt der Arbeitgeber zu mir? (KMU, Konzern, Forschung, ) Passen die Ideale, Wertvorstellungen, Arbeitsbedingungen, zu meinen Vorstellungen? (Familienfreundlichkeit, Flexibilität, Verantwortung, Aufstiegschancen ) persönliche Kompetenzen Ziele, Interessen Stellenausschreibung Arbeitgeber Welchen Nutzen bringe ich dem Unternehmen? Welche Kompetenzen kann ich einbringen? Erfülle ich die Anforderungen? Wo gibt es Übereinstimmungen, wo Differenzen? 9

30 Wie lese ich Stellenausschreibungen? In der Stellenausschreibung wird immer der Wunschkandidat beschrieben. Je nach Branche und aktueller Arbeitsmarktsituation können Sie sich bewerben, wenn Sie 60% - 80% der Anforderungen erfüllen. Die grundlegenden fachlichen Qualifikationen sollten Sie natürlich mitbringen. Bewerben Sie sich! Wie lese ich Stellenausschreibungen? Lesen Sie Ihre Stellenausschreibung. Diskutieren Sie mit Ihrem Nachbarn, WER in der Ausschreibung gesucht wird! Notieren Sie: 1. Was interessiert mich an dem Arbeitgeber? 2. Was interessiert mich an der ausgeschriebenen Stelle? 3. Welche Qualifikationen sind unbedingt gefordert? 4. Welche Qualifikationen sind wünschenswert? 10

31 Wie finde ich Jobs auf dem regionalen Arbeitsmarkt? 1. Was kann ich? persönliche Kompetenzen 2. Was will ich? Interessen und Ziele 3. Was bietet der regionale Arbeitsmarkt? 4. Wo finde ich Stellen? 5. Welche Stelle passt zu mir? Wie lese ich Stellenausschreibungen? 6. Bewerbung Bewerbungsunterlagen - Allgemein Was gehört dazu? Anschreiben (Deckblatt) Lebenslauf (ggf. mit Foto) (Dritte Seite) Zeugnisse: Hochschulabschluss, Schulabschluss das aktuellste zuerst Nachweise von weiteren Qualifikationen aussagekräftig und für die Stelle relevant Referenzen, Arbeitszeugnisse 11

32 Bewerbungsunterlagen - Allgemein Das Foto ist KEIN Muss professionell vom Fotografen (kein Schnappschuss oder Urlaubsfoto) Position: Deckblatt oder 1. Seite vom Lebenslauf, rechts oben Bewerbungsunterlagen - Allgemein Achten Sie auf: ein einheitliches Schriftformat und Schriftgrößen Rechtschreibung und Grammatik die Übereinstimmung von Lebenslauf und Anschreiben auf welchem Weg die Bewerbung gewünscht wird 12

33 Bewerbungsunterlagen - Allgemein Schriftliche Bewerbung Bewerbungsmappe Reihenfolge Wohin mit dem Anschreiben? Papier stabiler Briefumschlag Empfänger und Absender Bewerbungsunterlagen - Allgemein Online Bewerbung spezielle Bewerberportale per 1 (max. 2) Anhänge als pdf-datei!! Dateigröße beachten Dateiname beachten Qualität von eingescannten Unterlagen beachten (300 dpi) Anschreiben: (in den -Text oder) als pdf Betreff- und -Text beachten seriöse -Adresse 13

34 Bewerbungsunterlagen - Lebenslauf Lebenslauf Name Persönliche Daten Geburtsdatum ggf. Familienstand ggf. Staatsangehörigkeit ggf. Anschrift, Telefonnummer, adresse Ausbildung / Schul- und Hochschulbildung Jüngstes Datum ganz oben - bei Ihnen wahrscheinlich der Studienabschluss Bewerbungsunterlagen - Lebenslauf Praktika Jüngstes Datum ganz oben Kurze Beschreibung der Aufgaben Sprachkenntnisse Qualität angeben, wenn möglich welches Zertifikat Weitere Kenntnisse Immer nur diejenigen, die für die Stelle relevant sind 14

35 Bewerbungsunterlagen - Lebenslauf Ehrenamtliche Arbeit / Soziales Engagement (aber niemals: Parteizugehörigkeit) Hobbies o.ä. Nur dann, wenn es für die Stelle sinnvoll erscheint Ggf. weitere Informationen Bewerbungsunterlagen - Anschreiben Formalien eine A4 - Seite Standardschriftart, Schriftgröße Seitenränder linksbündig, KEIN Blocksatz Aufbau: Anschreibenkopf Anschreibentext ggf. Verweis auf Anlagen 15

36 Bewerbungsunterlagen - Anschreiben Anschreibenkopf Absender: Name, Adresse, Kontaktdaten ( , Handynummer) Empfänger: Adresse, Ansprechpartner Ort und Datum: rechtsbündig (auf die Zeile des Empfängerorts) Betreff: Bezug zur Stellenausschreibung, kurz & präzise Anrede: Sehr geehrte(r) Ansprechpartner aus Stellenausschreibung oder recherchieren nur im Notfall: Sehr geehrte Damen und Herren Bewerbungsunterlagen - Anschreiben Anschreibentext - Aufbau Einleitung: Warum bewerben Sie sich? ggf. Bezug auf persönliches Gespräch oder Telefonat Hauptteil: Bezug zu den Anforderungen der Stellenausschreibung Kompetenzen und Erfahrungen Soft Skills Motivation und Ziele Abschluss ggf. mit Gehaltsvorstellungen und Eintrittstermin Grußformel mit Unterschrift 16

37 Bewerbungsunterlagen - Anschreiben Aller Anfang ist schwer 1. Formulieren Sie Ihre Kompetenzen. 2. Lesen Sie die Stellenausschreibung und notieren Sie: 1. Was interessiert mich an dem Arbeitgeber? 2. Was interessiert mich an der ausgeschriebenen Stelle? 3. Welche Qualifikationen sind gefordert? 3. Gleichen Sie Ihr Kompetenzprofil mit den Anforderungen ab. 4. Entwerfen Sie die Grundstruktur für Ihr Anschreiben. (Adressen, Datum, Betreff, Anrede, Grußformel) 5. Beginnen Sie (ruhig auch stichpunkthaft) mit dem Text. Arbeit an den eigenen Bewerbungsunterlagen Erstellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen passend zu der Stellenausschreibung: Ihren Lebenslauf ein Anschreiben 17

38 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 18

39 Dr Kathrin Carl Dr. Matthias Schwarzkopf Servicestelle LehreLernen Friedrich-Schiller-Universität Jena Jena

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