Innovative Visualisierung von Produkten für Kundenberatungen im Bankwesen

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1 WINCKELMANN-Gymnasium Stadtseeallee 51/ Stendal Innovative Visualisierung von en für Kundenberatungen im Bankwesen Ronny und Steffen Harbich 1. EINLEITUNG 2 2. KONVENTIONELLE KUNDENBERATUNG Beratungsgespräch Defizite 2 3. OPTIMIERUNG DER KUNDENBERATUNG Konzept Idee Kodierung weiterer informationen klassen Kapitalanlagen Geldansammlungen Kredite Realisierung Plastisches Modell Software Benutzeroberfläche und Bedienung Auszüge aus der Graphikprogrammierung Auszug aus den Berechnungen der zweidimensionalen Graphen ZUSAMMENFASSUNG DISKUSSION DANKSAGUNG QUELLENNACHWEIS 15

2 Ronny und Steffen Harbich 2 1. Einleitung Unsere Teilnahmen am Wettbewerb Jugend forscht beschränkten sich bislang auf Untersuchungen, die im stillen Kämmerlein weltentrückter Programmierer entstanden. Immerhin ließen sich Bezüge zum Schulalltag knüpfen beziehungsweise eine gewisse allgemeine Anwendbarkeit der Ergebnisse erkennen. Mit dem vorliegenden Projekt gelang uns erstmals eine Kooperation mit der Wirtschaft: In enger Zusammenarbeit mit einer Anlageberaterin aus der Filiale Stendal der COM- MERZBANK AG entstand eine Software, die eine Neugestaltung von Beratungsgesprächen im Privat- und Geschäftskundenbereich nach sich ziehen könnte. Ziel dabei war es, Arbeitsvorgänge zu effektivieren, die Beratungsqualität zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Ausgehend von empirischen Daten zur üblichen Praxis bei Kundengesprächen und verbreiteten en bei Kapitalanlagen, Geldansammlungen und Krediten entwickelten wir eine Idee, schneller den kundenspezifischen typ zu finden, Kunden aktiver in Entscheidungsprozesse einzubinden und bankkaufmännische beziehungsweise mathematische Zusammenhänge deutlicher zu machen. Ansatz war dabei eine völlig neuartige Form der Visualisierung der Entwicklungen. 2. Konventionelle Kundenberatung 2.1. Beratungsgespräch Die konventionelle Kundenberatung lernten wir in einer Reihe von Beratungsgesprächen in unserer Heimatstadt kennen. Relativ schnell erkannten wir grundlegende Muster: Nach einer freundlichen Begrüßung versuchte man neben dem Ziel unseres Kommens auch unsere für die Banken relevanten Lebensumstände (regelmäßiges Einkommen, Belastungen, finanzielle Vorhaben) zu erfassen. Danach wurde eine in ihrer Breite stark streuende Palette von mehr oder weniger auf uns zugeschnittenen Angeboten beschrieben. Da wir nur zu Informationszwecken vorsprachen, kam natürlich die sich traditionell anschließende Abschlussphase nicht zustande Defizite Aus Sicht des Kunden und nach Einschätzung der mit uns kooperierenden Anlageberaterin der COMMERZBANK lassen sich viele Ansätze zu einer Optimierung der Beratung finden. Bestenfalls hat ein Kunde, der ein Beratungsgespräch einer Bank miterlebt, von Anfang an bestimmte Vorstellungen von Anlagezielen. Die damit verbundenen Individualvorstellungen von Sicherheit oder hohen Zinsen gilt es vom Berater in möglichst kurzer Zeit zu erfassen, um kundenspezifische e vorstellen zu können. Der Erfolg dieses Teils des Gespräches hängt stark von den sprachlichen Fähigkeiten des Kunden, der Präzision seiner Vorstellungen von der angestrebten Entwicklung seines Depots und der Menschenkenntnis und Deutungsbegabung des Beraters ab. Der innerhalb des Klientels stark schwankende Wissenstand bezüglich bankspezifischer Begriffe erhöht die Verantwortung des Beraters. Die zu erwartende Entwicklung einer Anlage gehorcht mitunter recht komplizierten mathematischen und wirtschaftlichen Mustern. Also muss die Fähigkeit der Kunden, mathematische Modelle anzuwenden, Berücksichtigung finden. Leider kennt der Berater diese Kundenfähigkeiten nicht.

3 Ronny und Steffen Harbich 3 Beim Vorstellen verschiedener Angebote erweist sich die offensichtlich typische parallele Arbeit in verschiedenen Computerprogrammen als zeitaufwendig. Der Kunde ist dadurch auch gezwungen, sich einer Vielzahl unterschiedlicher Visualisierungsformen anzupassen. Insbesondere beim Einsatz von Charts (Wert- entwicklung-zeit- Graphen) ist die Vergleichbarkeit verschiedener Angebote wegen der unterschiedlichen Skalierungen (vergleiche Abbildung 2.1 und Abbildung 2.2) oder unzureichender Übersicht (Abbildung 2.3) häufig nicht gegeben. Abbildung 2.1: Beispielchart mit circa 50% Rendite Abbildung 2.2: Beispielchart mit circa 30% Rendite Abbildung 2.3: Unübersichtliches Diagramm mit vier Charts 3. Optimierung der Kundenberatung 3.1. Konzept Idee Der innovative Ansatz besteht im Übergang von zweidimensionalen Darstellungen, wie wir sie beispielsweise bei Charts und Musterdepots finden, zu dreidimensionalen Funktionen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, die zeitliche Veränderung spezielle e beschreibender Größen für verschiedene Angebote nebeneinander anzuordnen. Somit scheint eine geländeartige Oberfläche (Abbildung 3.1) zu entstehen. Die Dimensionen der Grundfläche sind die Zeit und dynamische Breitenanteile konkreter e beziehungsweise von gruppen. Senkrecht darauf wird als Funktion von den Eigenschaften der jeweiligen e und der abgelaufenen Vertragszeit eine als interessant klassifizierte Abbildung 3.1: Skizze der geländeartigen Oberfläche

4 Ronny und Steffen Harbich 4 Größe aufgetragen. Dies könnten Kapitaleinsatz und Wertentwicklung, Rendite, verbleibende Gesamtbelastung oder ähnliche sein. So stellt ein Chart die zeitliche Veränderung der Wertentwicklung des Anlagekapitals dar. Zum Vergleich der Wertentwicklung verschiedener Geldanlagen werden nun verschiedene Charts hintereinander gereiht. Zur besseren Unterscheidbarkeit bekommt jeder Graph eine gewisse Breite. Um den Eindruck einer geschlossenen Oberfläche zu erzeugen, kann darüber hinaus an den Verlaufsgrenzen benachbarter eigenschaftsverläufe eine allmähliche Anpassung erfolgen. Auf diese Weise könnte dem Kunden innerhalb einer Darstellung eine relativ breite Palette von en gezeigt werden. Durch die geeignete Verwendung von Transparenz, Unschärfe oder den Einsatz von Farben können viele Eigenschaften symbolisiert werden Kodierung weiterer informationen Nachdem nun die Komparation der e durch die dreidimensionale Visualisierung erheblich verbessert wurde, erfolgen an dieser Stelle weitere Beschreibungen zur Optimierung der Darstellung. Hierzu zählt die Kolorierung der einzelnen dreidimensionalen Graphen der e (vergleiche Abbildung 3.2). Durch Nutzung von Farben beziehungsweise Texturen können weitere Informationen kodiert werden. In der von uns für diese Präsentation bevorzugten Variante wählten wir die allseits bekannten Signalfarben der Ampel in symbolischer Bedeutung: Abbildung 3.2: Beispiel für eine Farbkodierung Oberflächenanteile werden rot dargestellt, wenn ein Zugriff auf das Kapital bei der beschriebenen Anlage im so texturierten Zeitintervall nicht möglich ist (vergleiche Sparbriefe) oder sich wegen einer Rendite unter 0% selbst verbietet. Gelb dargestellte Oberflächenanteile beschreiben die Anlage in Zeitintervallen, in denen die Wertentwicklung über 100% liegt, die empfohlene Laufzeit jedoch noch nicht ablief beziehungsweise Kreditverläufe außerhalb der Zinsbindungsfrist. Durch grüne Oberflächenanteile werden Anlagen nach Ablauf der empfohlenen Laufzeit beschrieben, solange die Rendite über 0% liegt. Alternativ könnte man hier zum Beispiel das Erreichen wählbarer Mindestrenditen programmieren. Bei der Visualisierung von Restschuld beziehungsweise verbleibender Gesamtbelastung bei Krediten sind Flächenanteile innerhalb der Zinsbindungsfrist und nach vollständiger Tilgung grün texturiert. Die Visualisierung der begrenzten Laufzeit von Anlagen könnte über den Einsatz von Transparenz gelingen. Nach Ablauf der vom Administrator definierten maximalen Laufzeit verliert der der Anlage entsprechende Oberflächenbereich an Farbe. Eine weitere Kodierung von informationen könnte durch ein Muster auf der Oberfläche der geländeartigen Visualisierung gegeben sein. Mit diesem Muster könnte zum Beispiel die zeitliche Einteilung der e durch Linien hervorgehoben werden oder Linien, die ähnlich wie Höhenlinien einer Landkarte angeordnet sind, könnten beispielsweise einen besseren Aufschluss über die Wertentwicklungen der e geben.

5 Ronny und Steffen Harbich klassen Im Nachfolgenden werden die klassen beschrieben, für die bislang eine Visualisierung im Sinne der Idee vorbereitet wurde Kapitalanlagen Unter Kapitalanlagen versteht man die einmalige Bereitstellung von Geld durch Kunden zur treuhänderischen Verwaltung durch das Bankunternehmen mit dem Ziel der Kapitalvermehrung nach Berücksichtigung von Gebühren. Für die Visualisierung von Kapitalanlagen bietet sich die Betrachtung der Wertentwicklung verschiedener e als interessante Größe an Geldansammlungen Geldansammlungen weisen viele Parallelen zu den Kapitalanlagen auf. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass eine regelmäßige Aufstockung des verwalteten Kapitals (Spar-Rate) durch den Kunden erfolgt. Zum Vergleich der Performance verschiedener Angebote stellen wir auch hier die Wertentwicklung absolut oder prozentual vor und nach Gebührenberücksichtigung dar. Eine Besonderheit, die im Zusammenhang mit Geldansammlungen auftritt, wird als Cost- Average-Effekt bezeichnet. Er tritt bei Fondsanlagen auf, bei denen die Kurswerte der Anteile schwanken. Es zeigt sich, dass ein Fallen der Kurse einer gewählten Anlageform nicht notwendiger Weise mit einem Kapitalverlust verbunden sein muss. Da man in diesen Perioden relativ viele Anteile günstig erwirbt, resultieren bereits aus geringer Erholung des Kurses deutliche Gewinne! Diesen Effekt mathematisch nachvollziehen zu wollen setzt gewissen Aufwand voraus. Ihn mit Kunden zu betreiben, ist fast eine Zumutung. Entweder man vertraute seinem Berater oder war gezwungen, diese e mit attraktiven Renditechancen zu meiden. Durch die Programmierung eines entsprechenden Tools können Kunden derartige Effekte nun visuell erfassen und die Folgen verschiedener Szenarien der Kursentwicklung durchspielen Kredite Unter einem Kredit versteht man eine vorübergehende vertraglich reglementierte Herausgabe von Kapital durch ein Kreditunternehmen an Schuldner. In Folge ergeben sich regelmäßige Zins- und Tilgungszahlungen durch den Kunden. Der dem Kunden offerierte Zinssatz ist als Funktion der Sicherheit einer vollständigen Tilgung von den persönlichen Verhältnissen und auch dem Einsatzzweck des geliehenen Kapitals abhängig. Auf ihrer Tour durch verschiedene Kreditinstitute erarbeiten typische Kunden Listen, in denen nach jeweils relativ langen Gesprächen jeder Bank der verhandelte Zinssatz zugeordnet wird. Mangels Spielraum haben bei der Entscheidung allgemein die kleinen Zahlen die größte Bedeutung. Beim Einsatz der hier vorgestellten dreidimensionalen Visualisierung zur vergleichenden Darstellung der verbleibenden Restschuld oder verbleibenden Gesamtbelastung entsteht eine ganze Reihe von Angeboten (mit variablen Zinssätzen, Laufzeiten und Raten). Damit könnte das Gefühl des Ausgeliefertseins durch den Eindruck relativ freien, aktiven Entscheidens ersetzt werden: Um dem Kunden eine Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Angeboten zu unterbreiten, lassen wir nun für unterschiedliche Laufzeiten und anfängliche Tilgungssätze die dreidimensionale Visualisierung zur vergleichenden Entwicklung von Krediten zum Einsatz kommen. Hier lassen sich für einen Kunden mit einem bestimmten Kreditbedarf verschiedene Möglichkeiten der Rückzahlung nebeneinander darstellen. Deutlich wird hier im Allgemeinen, dass längere Laufzeiten zwar die monatliche Belastung gering halten, aber die anfängliche Tilgung dadurch so niedrig ist, dass die resultierende Gesamtbelastung verhältnismäßig hoch sein wird. Neben der verbleibenden Gesamtbelastung kann auch die Restschuld als Funktion der

6 Ronny und Steffen Harbich 6 Zeit für verschiedene e dargestellt werden. So kann der Kunde für eine sachgerechtere Entscheidung auch die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindungsfrist visuell vergleichen. Hier wird deutlich, dass eine höherer Tilgung eine geringere Restschuld impliziert, was in der Regel im Interesse des Kunden liegt. Insgesamt können die Kunden die kalkulierbaren Konsequenzen der Inanspruchnahme von Krediten vergleichen, um so die auf sie zugeschnittene Version eines Vertrages wählen zu können Realisierung Plastisches Modell Finanziell relativ aufwendig wäre sicherlich die ion gegenständlicher Modelle zur Unterstützung der Visualisierung zur vergleichenden Entwicklung von Kapitalanlagen, Geldansammlungen und Krediten. Ihr Einsatz würde sich in den individuellen Kundengesprächen anbieten. Problematisch könnte die Dynamik des Marktes sein, die in unregelmäßigen Abständen neue Reliefs erfordern könnte. Der Vorteil, real innerhalb des Raumes einen wachsenden Kapitalberg hinaufzuwandern beziehungsweise den Berg der Kreditlast hinter sich zu lassen, könnte jedoch schwer wiegen. Einer Vielzahl von Kunden dürfte das Verständnis der Zusammenhänge gerade bei dieser Variante der Umsetzung leicht fallen Software Der Einsatz einer geeigneten Software dürfte den größten Effekt bei der Verbesserung der Beratungsqualität und der Effektivierung hervorrufen. Der Investitionsaufwand könnte allerdings nicht unerheblich sein. Bei der vorliegenden Programmierung sollte der erforderliche Schulungsaufwand vernachlässigbar gering sein. Selbstverständlich ergibt sich die Notwendigkeit, regelmäßig durch einen Administrator eine Anpassung der implementierten Daten an die Marktsituation vorzunehmen Benutzeroberfläche und Bedienung Einer der wichtigsten Bestandteile der Anwendung ist die Benutzeroberfläche. Sie sollte auf Grund der Verwendung der Software für die Kundenberatung im Bankwesen besonders einfach zu bedienen sein und besonders ein für den Kunden ansprechendes Design aufweisen. Sämtliche Funktionen der Anwendung müssen also leicht und schnell zu finden sein. Die Bedienung sollte eher intuitiv erfolgen können. Die Umsetzung der geforderten Kriterien soll nun beschrieben werden: Die Möglichkeit der Betrachtung jeweils interessant erscheinender Graphikbestandteile gelingt, indem der Benutzer die linke Maustaste gedrückt hält und die Maus bewegt. Zudem ist es möglich, das Gelände detaillierter zu betrachten (Zoom), was durch Drehen des Mausrades oder durch Bewegen der Maus bei gleichzeitig betätigter rechter Abbildung 3.3: Benutzeroberfläche Mausschalt-

7 Ronny und Steffen Harbich 7 fläche realisiert werden kann. Die Benutzeroberfläche besteht, wie in Abbildung 3.3 erkennbar, aus drei oben und einer unten befindlichen Schaltfläche, sowie aus dem Hintergrundbild und dem zentral angeordnetem Gelände. Das Relief Abbildung 3.4: Ansicht auf das Relief bis zu einem bestimmten Zeitpunkt Abbildung 3.5: Auswahl eines speziellen es Abbildung 3.6: Fluten des Geländes Die aneinander gereihten dreidimensionalen Graphen befinden sich in einem Koordinatensystem, dessen Achsen den zeitlichen Verlauf (in Abbildung 3.3 rechts), die Risikogruppe des jeweiligen Graphen (in Abbildung 3.3 links) und die spezifischen Werte für die verschiedenen e (in Abbildung 3.3 oben) darstellen. An jedem der erwähnten Achsen befindet sich je eine Marke, die eine besondere Ansicht des Geländes hervorrufen kann. Die Position der jeweiligen Marke lässt sich durch Ziehen mit der Maus in die gewünschte Richtung variieren. Durch die Veränderung des Schiebreglers der Zeitachse (Abbildung 3.4) werden die Graphen ausschließlich bis zum ausgewählten Zeitpunkt angezeigt. Die Verwendung dieser Funktion bietet sich an, wenn Kunden eine Anlage für einen begrenzten Zeitrahmen planen. Das Verändern des Schiebreglers der Achse mit den Risikogruppen verursacht die Selektion des zugehörigen Graphen (Abbildung 3.5), sodass dieser zweidimensional (als Chart) betrachtet werden kann. Eindrucksvoll ist auch das Tool zum Vergleich der erreichten Funktionswerte der jeweils dargestellten Größe unabhängig von konstanten Zeiten beziehungsweise selektierten en. Beim Verschieben der Marke auf der Achse in Höhenrichtung erfolgt zeitgleich ein ebener Schnitt parallel zur Grundfläche in entsprechender Höhe. Durch die Wahl der Farbe blau entsteht der Eindruck des Steigens beziehungsweise Sinkens eines Wasserspiegels in einem Gelände ( Fluten, vergleiche Abbildung 3.6). Dadurch werden beispielsweise Wertentwicklungs-Chancen sehr viel deutlicher. Angenommen, ein Kunde erwartet eine Rendite von mindestens 25%. Nach entsprechendem Fluten wird klar, welche Laufzeiten er bei den verschiedenen en zu erwarten hat. Um den Anwender der Software weitere Informationen zu den bestimmten en zu

8 Ronny und Steffen Harbich 8 veranschaulichen, wurden so genannte Tooltips verwirklicht. Diese rechteckigen leicht transparenten Flächen mit weißer Schrift erscheinen nachdem der Benutzer mit der Maus auf das zeigt und etwa eine Sekunde lang die Maus nicht mehr bewegt. Die Schaltflächen Mit Hilfe der oben befindlichen Schaltflächen kann der Benutzer die unterschiedlichen klassen aufrufen. Sobald einer dieser Schaltflächen betätigt wird, erscheint ein für die klasse spezifisches Relief und es öffnet sich ein Kontextmenü (/1/). Das Menü der ersten Schaltfläche, also für Geldanlagen, enthält Befehle für die Unterscheidung in Wertentwicklung und Rendite sowie ein Untermenü für die Darstellung und die Präsentation von Musterdepots. Das Kontextmenü für Geldansammlungen weist neben der bereits bekannten Unterscheidung zwischen Wertentwicklung und Rendite auch eine derartige auf, die es erlaubt die Werte prozentual und absolut zu betrachten. Mit Hilfe des Menüs der dritten Schaltfläche, also für Kredite, sind die Parameter der dargestellten Kredite zu ändern sowie nach Bedarf die Restschuld anzuzeigen. Am unteren Rand befindet sich die Schaltfläche Einstellungen, über die die Graphen und Eigenschaften der e manipuliert werden können. Die Einstellungen Während die Beratungsmodi mit ihren Tools allen Mitarbeitern zugänglich sein könnten, sollte der Einstellungen genannte Programmteil bestenfalls von den Filialbetreuungen benutzt werden. Hier werden die Daten für die Visualisierung definiert. Optimal wäre es sicherlich, nach zentraler Datenvorbereitung eine Online-Verteilung auf die Filialen vorzunehmen. Nach Zugang können die Listen (Abbildung 3.7) eingetragener Geldansammlungen oder Geldanlagen Abbildung 3.7: Liste von Geldanlagen bearbeitet oder Einstellungen verändert werden. Die Einstellungen beziehen sich auf die Farbauswahl, die Veränderung der Reflexionseigenschaften des 3-D-Graphen, das Einstellen der Zeit bis zum Autorotationsmodus, das Einstellen der Zeit für den Durchlauf der Musterdepots im Präsentationsmodus, die Wahl der Koordinaten des Richtungsvektors der Beleuchtungsstärke. Bei der Änderung bestehender beziehungsweise der Definition neuer e besteht nach Wahl von Geldansammlungen oder anlagen die Möglichkeit, festverzinsliche oder Fondsanlagen zu bearbeiten. In beiden Fällen können in der entsprechenden Maske Name,

9 Ronny und Steffen Harbich 9 Risikokategorie, Anlagegebühr, Maximale/prognostizierte Laufzeit, empfohlene Laufzeit eingegeben werden. Die Definition des prognostizierten Verlaufs der Anlage erfolgt bei Festverzinsung in der Maske Chart (Abbildung 3.8) durch Eingabe der jährlichen Zinssätze. Um die Gestaltung der hinreichend komplizierten Charts von Abbildung 3.8: Eingabe bei Anlagen mit Festverzinsung Fondsanlagen möglichst einfach zu gewährleisten, setzt sich der Verlauf aus einer Reihe linearer Grundfunktionen zusammen, auf die veränderliche Schwankungsmuster aufmoduliert werden (Abbildung 3.9). Durch Klicken mit der linken Maus-Taste können beliebig viele Punkte der Linearanteile definiert und anschließend bedarfsgerecht verschoben werden. Als besonders zeitsparend hat sich das Tool Auto. Punkte erwiesen, das automatisch jedem Jahr einen Punkt zuordnet. Sollten Analysten konkrete Daten zur Verfügung gestellt haben, kann die Positionierung auch über Koordinateneingabe erfolgen. Mit der rechten Maus-Taste ist ein Löschen einzelner Punkte jederzeit möglich. Ist der erwartete Verlauf im Groben skizziert, können nun für selektierte Teilintervalle oder den Gesamtgraphen die Höhe und die Häufigkeit der aufaddierten Schwankungsmuster Abbildung 3.9: Bearbeitungsmaske für eine Fondsanlage getrennt voneinander fließend eingestellt werden. Der Button neuer Chart liefert eine Folge verschiedenartiger Zufallsmuster. Der Button Vorschau entfernt alle Hilfspunkte aus der Graphik, so dass der Gesamtverlauf deutlicher mit der Sollfunktion verglichen werden kann. Auch die Einflussnahme auf die Reihenfolge der e im 3-D-Graphen ist durch Einsatz der Button hoch und runter unproblematisch. Im Bereich der Administration von Geldanlagen werden darüber hinaus Zuordnungen der Musterdepots vorgenommen. Die Zuweisung geeigneter Vertreter der Anlageformen zu den Risikokategorien der verschiedenen Anlagementalitäten erfolgt hier. Bei Bedarf ist es sogar möglich, den prozentualen Anteil einer Anlageform am Gesamtdepot zu verändern.

10 Ronny und Steffen Harbich 10 Eine Administration für den Bereich Kredite haben wir nicht vorgesehen, da der Annuitätsverlauf mathematisch invarianten Mustern gehorcht. Die Varianten des anfänglichen Tilgungssatzes haben wir fix mit 1%, 2%, 3%, 4% und 5% definiert. Bei anderen Versionen einer Softwarelösung könnte sich auch hier Bedarf zum Beispiel für veränderliche Zinsbindungsfristen ergeben Auszüge aus der Graphikprogrammierung Bei der Umsetzung des Programms wurde die Graphikkartenschnittstelle Microsoft Managed DirectX (/2/) in der Version 9.0c verwendet. Die Graphikhardware und daher auch die Graphikkartenschnittstelle selbst verwenden ein System, bei dem jedes darzustellende Objekt aus Dreiecken bestehen muss (/3/). Jedes dieser Dreiecke wird über die Koordinaten der Eckpunkte des Dreiecks definiert und besitzt zudem einige Eigenschaften wie Farbe oder Texturkoordinaten, wodurch dieses Dreieck ein bestimmtes Aussehen bekommt. Ein Großteil der Programmierarbeiten befasste sich nun mit dieser Einteilung des Reliefs in Dreiecke und der Berechnung ihrer Koordinaten. Der nachfolgende Absatz Einteilung und Interpolation des Geländes soll einen kleinen Einblick hierzu geben. O 1 Abbildung 3.10: Einteilung in Dreiecke Breite (Laufzeit) Einteilung und Interpolation des Geländes Die Abbildung 3.10 soll die Einteilung des Geländes in Dreiecke näher bringen. Sie zeigt eine Tiefe Draufsicht des Geländes und die Einteilung in Dreiecke, bei der die unterschiedlichen Farben 3 jeweils ein bestimmtes darstellen. Zu beachten ist, dass jedes gleich viele Dreiecke besitzt, aber insgesamt eine unterschiedliche Tiefe haben kann. Diese unterschiedliche Tiefe wird zum Beispiel bei den Musterdepots verwendet, um ein prozentuales Ver- 2 hältnis gegenüber anderen en zu verdeutlichen. In den meisten Fällen bleibt jedoch diese Tiefe der e gleich. Nach dem nun die Einteilung in Dreiecke definiert ist, soll an dieser Stelle die Interpolation des Geländes erläutert werden. Zunächst einmal muss geklärt werden, warum es überhaupt sinnvoll ist eine Angleichung des Geländes in angrenzenden Bereichen der e vorzunehmen. Hierzu ist die Abbildung 3.11 genauer zu betrachten. Sie zeigt einen Querschnitt eines Beispielgeländes für a) ohne und b) mit Interpolation des Geländes. Es ist nur unschwer zu erkennen, dass die Angleichung eine viel bessere Optik und Harmonie erreicht als Höhe O Höhe O Abbildung 3.11: Querschnitt des Reliefs ohne und mit Interpolation a) Tiefe b) Tiefe

11 Ronny und Steffen Harbich 11 eine kantige Abstufung. Im Nachfolgenden soll die Berechnung dieses Angleichens beschrieben werden. Wie bereits beim Betrachten der Abbildung 3.11 erkennbar, ähnelt der Verlauf der Kurve, zumindest an den Grenzbereichen, einen Sinus-Graphen, welcher gestaucht ist und eine unterschiedliche Auslenkung hat. Für die Berechnung ist es demnach notwendig, diese Parameter zu bestimmen: Die Streckung beziehungsweise Stauchung der Sinus-Kurve wird durch verändern des Parameters der Sinus-Funktion erreicht. Da beim Angleichen nur ein Teil des Sinus-Graphen benötigt wird, nämlich im Intervall von bis +, sieht die aufgestellte Funktionsgleichung wie folgt aus: 2 2 ( xx1) f ( x) = sin + 2 x2 x1 wobei x1 x gilt. x2 Die Abbildung 3.12 zeigt, wie diese Parameter zu interpretieren sind. Die Auslenkung der Sinus-Kurve wird typischerweise über den Faktor c vor der Sinus- Funktion beeinflusst: f ( x) = c sin ( x). Die Funktionswerte der Sinus-Funktion liegen im Intervall Höhe 1sin( x) 1. Durch das Addieren von 1 zu t 2 diesen Funktionswerten und dem anschließen- O t 1 h 1 den Multiplizieren mit 1 ergibt sich das Intervall 2 sin ( x) Weiterhin werden die gewünschten Funktionswerte durch Multiplizieren 2 mit h2 h1 erreicht. Unter Verwendung der Erkenntnisse ergibt sich die folgende Funktion: ( ) h h Mit Hilfe dieser Funktion lassen sich nun im Intervall [ x ] für x bestimmen und somit die Kurve erstellen. h 2 Abbildung 3.12: Veranschaulichung der Formel Tiefe ( xx ) f x = h1 + sin x2 x1 1; x 2 die gesuchten Funktionswerte Auszug aus den Berechnungen der zweidimensionalen Graphen Die aus Abschnitt Benutzeroberfläche und Bedienung bereits bekannten zweidimensionalen Graphen müssen natürlicherweise auch berechnet werden. An dieser Stelle soll nun eine solche Berechnung am Beispiel Fondsanlage dargelegt werden. Da zurzeit noch keine Daten aus der Realität für Fondsanlagen verwendet werden können, wurde versucht möglichst wirklichkeitsnahe Graphen zu erzeugen. Während der Betrachtung solcher ist induktiv erkennbar, dass die Graphen scheinbar zufällig schwanken aber dennoch ein deutlicher Abwärts- beziehungsweise Aufwärtstrend zu erkennen ist. Aus mathematischer Sicht liegt es daher nahe ein durch lineare Abschnitte gekennzeichneten Graphen mit einem durch eine Zufallsfunktion erstellten Graphen zu addieren. Der aus linearen Abschnitten bestehende Graph wird durch die im Folgenden definierte Funktion f l induziert:

12 Ronny und Steffen Harbich 12 ( ) ( ) g1 x, wenn u1 x < u2 g2 x, wenn u2 x < u3 fl ( x) = gn( x ), wenn un x < un+ 1 u u u u ; x,u ; n ; i k 1 k n 1 < < < < + { + } ( ) = ( ) + ( ) ( ) { } 1 2 n n 1 i g x a x u g u ; a,g u ; j k 1 k n j j j j 1 j j 0 1 Die Funktion f l setzt sich, wie in Abbildung 3.13 verdeutlicht, in den Intervallen uj x < u j + 1 aus den linearen Funktionen g j zusammen. fl ( x) g ( u ) 0 1 g 1 g 2 g n O u 1 u2 u3 un u n + 1 x definiert die den noch notwendigen zufällig verlau- Im Nachstehenden ist die Funktion f z fenden Graphen erzeugt: ( ) Abbildung 3.13: Aus linearen Abschnitten bestehender Graph ( ) ( ) h1 x, wenn v1 x < v2 h2 x, wenn v2 x < v3 fz ( x) = hn( x ), wenn vn x < vn+ 1 v1 < v2 < < vn < v n+ 1; x,v i; n ; i k1k n+ 1 s r ( y) = s RND( y ) ; h0( v1) = r ( v 1) ; y,rnd( y ),s 2 r v h v h x = x v + h v ; j k 1k n { } ( j+ 1) j1( j) ( ) ( ) { } j j j 1 j vj + 1 vj Die Funktion f z (Graph: vergleiche Abbildung 3.13) setzt sich analog zur Funktion f l aus linearen Funktionen zusammen. Allerdings werden diese linearen Funktionen mit Hilfe einer Zufallfunktion r erzeugt. Diese ist durch eine weitere Funktion RND und einer variablen s definiert. RND( y) liefert Zufallswerte zwischen Null und Eins, die im reellen Zahlenbereich liegen und mit s wird die so genannte Schwankungshöhe angegeben. h j

13 Ronny und Steffen Harbich 13 h fz ( x) ( v ) 0 1 h 1 h n O v 1 v2 vn v n + 1 x Abbildung 3.14: Zufallsgraph Schlussendlich müssen die beiden Funktionen f l und fz werden (Graph: vergleiche Abbildung 3.15): f ( x) = f ( x) + f ( x) fres ( x) res l z nur noch miteinander addiert O x Abbildung 3.15: Resultierender Graph 4. Zusammenfassung In Kooperation mit der COMMERZBANK Stendal entstand eine Strategie zur Optimierung von Beratungsgesprächen durch die Verwendung dreidimensionaler Funktionen. Sie visualisieren die zeitliche Veränderung produktspezifischer Größen für verschiedene Angebote. Auf diese Weise entstehen Oberflächenreliefs, die Kunden als Druckgraphiken, körperliche Modelle oder interaktive Computersoftware präsentiert werden können. Dadurch wird es möglich schneller kundenspezifische typen zu finden, Kundeninteresse auf bisher nicht fokussierte Angebote zu lenken und eine besondere Form der Beratung anzubieten. Werden Kunden 3-D-Graphen zur Wertentwicklung verschiedener Anlagen vorgestellt, dürfte eine relativ schnelle Präzisierung des Interesses möglich sein. Diskussionen, zum Beispiel über die individuelle Definition von Sicherheit oder über die persönliche Vorstellung von hohen Zinsen, verkürzen sich oder entfallen gar. Dies bedeutet eine Effektivierung der Arbeitsvorgänge durch Verkürzung der Beratungszeit bei gleichzeitiger Erhöhung der Beratungsqualität. Ohne viele Worte erfassen Kunden die Breite der Angebotspalette. Gleichzeitig können sie deutlich aktiver in den Prozess der Präzisierung ihrer Anlageziele eingebunden werden. Nicht zu unterschätzen ist auch der Vorteil, dass Kunden unabhängig von ihrer sprachlichen Kompetenz im Banker-Deutsch über die Visualisierung mitreden können. Kundenberaterin Durch die bisher nicht gekannte Visualisierung der teilweise extremen Unterschiede bei den Renditen verschiedener e sollte eine Öffnung von Kunden mit bislang eher sicherheitsorientiertem Anlageschwerpunkt für e mit Chancenorientierung möglich sein. Von Vorteil könnte auch sein, dass neben der typischen Belehrung entsprechend WPHG eine Visualisierung von Risiken durch Rotfärbung entsprechender Graphikanteile unter-

14 Ronny und Steffen Harbich 14 stützt wird. Die Gefahr diesbezüglicher Beratungsversäumnisse dürfte damit minimiert werden. 5. Diskussion Die innovative Visualisierung von en bietet attraktive Möglichkeiten, die gängige Beratungspraxis neu zu gestalten. Eine Vielzahl weiterer Untersuchungen wäre vor einer endgültigen Markteinführung sicherlich notwendig. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier einige genannt: Ob das Erfassen der Grundidee der Visualisierung durch die Kunden schwierig o- der zeitaufwendig ist, bleibt zu prüfen. Die Wirkung des Einsatzes der Farben auf die Kunden muss geprüft werden. Definierte Farben könnten alternativ Ausdruck des Risikos oder einer klassenzugehörigkeit sein. Zur Erstellung von Charts (Einstellungen) könnte es unter Umständen sinnvoll sein, die Daten aktueller Kursentwicklungen zu verwenden. Die Integration eines Tools, das regelmäßig Kurswerte aus Datenbanken automatisch oder zeitlich diktiert einliest, wäre zu prüfen. Es könnte auch vorteilhaft sein, durch Hinzufügen weiterer Button eine vom Kundenklientel abhängige Zusammenstellung der präsentierten palette zuzulassen. Die Integration eines Benutzer-Hilfe-Systems wäre zu empfehlen. Im Modus Kredite könnte neben dem Kreditvolumen und dem Zinssatz die Eingabe alternativer Größen (anfänglicher Tilgungssatz, Rate) sinnvoll sein. Unter Umständen könnte sich die vergleichende Darstellung der Entwicklung von en in Vergangenheit und prognostizierter Zukunft anbieten. Kosten, die sich durch Schulungsaufwand ergeben, sind zu kalkulieren. Die Anpassung der Software an die verbreitete Hardware-Konfiguration muss erfolgen. Fragen der so genannten Beraterhaftung sind wegen des Prognose-Charakters der visualisierten Verläufe zu klären. Empirisches Datenmaterial zur Wirkung der neuen Strategie auf Kunden konnten aus Genehmigungsgründen bisher nicht gesammelt werden. Weitere Einsatzbereiche der Umsetzungen der Grundidee ließen sich in der Ausund Weiterbildung des Bankwesens oder in Lernsoftware für den Schulunterricht finden. Eine Beurteilung dieser Ansätze ist zurzeit noch nicht möglich. 6. Danksagung Unser größter Dank gilt unserer Kooperationspartnerin der COMMERZBANK AG Frau Silke Matzieka, die mit ihren Ideen, Verbesserungsvorschlägen und bankkaufmännischen Fachwissen zu einer deutlichen Optimierung beitrug. Ebenso danken wir unserem Betreuungslehrer Herrn Maik Schnitzer, der uns bei der Korrektur dieser Wettbewerbsarbeit und beim Testen der Software mehr als lobenswert unterstützte. Wir bedanken uns außerdem beim Winckelmann-Gymnasium Stendal und bei unseren Eltern Gudrun und Klaus Harbich für die finanziellen und technischen Beiträge zu unserem Projekt.

15 Ronny und Steffen Harbich Quellennachweis Die nachfolgenden Quellenangaben beziehen sich auf die Microsoft Developer Network Library. /1/ Menu-Klasse, ms-help://ms.vscc.2003/ms.msdnqtr.2003feb.1031/cpref/html/frlrfsystemwindo wsformsmenuclasstopic.htm /2/ DirectX 9.0 for Managed Code, ms-help://ms.vscc.2003/ms.directx9.1033/directx9_m/directx/directx9m.htm /3/ 3-D Primitives, ms-help://ms.vscc.2003/ms.directx9.1033/directx9_c/directx/graphics/programming guide/gettingstarted/3dcoordinatesystems/primitives.htm

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