Beurteilung von Suchräumen für Windenergie hinsichtlich Avifauna und Fledermäusen im Rahmen des RROP der Region Hannover

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1 Beurteilung von Suchräumen für Windenergie hinsichtlich Avifauna und Fledermäusen im Rahmen des RROP der Region Hannover Region Hannover Höltystr. 17 Team Regionalplanung / OE Hannover Sterntalerstr. 29a D Neustadt / Februar 2015

2 Beurteilung von Suchräumen für Windenergie hinsichtlich Avifauna und Fledermäusen im Rahmen des RROP der Region Hannover Auftraggeber: Region Hannover Team Regionalplanung Hildesheimer Straße Hannover Bearbeitung: Dipl.-Biol. Dirk Herrmann Dipl.-Biol. Tobias Wagner Abia GbR Sterntalerstr. 29a D Neustadt / Neustadt, 28. Februar 2015 Abia GbR Neustadt 2

3 Inhaltsverzeichnis 1 Anlass und Aufgabenstellung Artenschutzrechtliche Grundlagen Methodik Grundsätzliche Vorgehensweise Verwendete Quellen Beurteilung Brutvögel Beurteilung Gastvögel Beurteilung Fledermäuse Ergebnisse Überblick und Flächenbilanz Ausblick Quellen Anhang... I 6.1 Gebietsblätter... I 6.2 Karten... II Tabellenverzeichnis Tabelle 3-1: Kriterien zur Konfliktbeurteilung Brutvögel... 9 Tabelle 3-2: In die Suchraumbeurteilung der Region Hannover einbezogene Brutvogelarten sowie Mindestabstände und Prüfbereiche...10 Tabelle 3-3: Kriterien zur Konfliktbeurteilung Gastvögel...12 Tabelle 3-4: Kriterien zur Konfliktbeurteilung Fledermäuse Tabelle 4-1: Übersicht über die flächenbilanzmäßige Beurteilung der Suchräume...17 Kartenverzeichnis Karte 1: Konfliktbeurteilung Vögel und Fledermäuse Blatt 1: Norden und Westen der Region Blatt 2: Osten der Region Blatt 3: Süden der Region Abia GbR Neustadt 3

4 1 Anlass und Aufgabenstellung Im Rahmen der laufenden Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2015 für die Region Hannover wird auch das Planungskonzept zur Steuerung der Windenergie mit Ausschlusswirkung fortgeschrieben. Hierbei sind u.a. die höchstrichterlichen Anforderungen an die Planungsmethodik zu beachten. Die Regionsverwaltung hat in Anwendung eines Katalogs von harten und weichen Tabuzonen (Stand Juni 2014) Suchräume für Windenergiestandorte ermittelt. Diese werden zurzeit durch weitere raumordnerische Tabuzonen sowie vertiefte Einzelfallprüfungen fachlich qualifiziert und räumlich konkretisiert. Das vorliegende Gutachten dient dazu, die Suchräume für Windenergie vor dem Hintergrund der Schutzgüter Avifauna und Fledermäuse zu überprüfen. Als Grundlage dafür wurde in Abstimmung mit dem Fachbereich Umwelt der Region Hannover ein methodisches Konzept entwickelt, das in Abschnitt 3 näher erläutert wird. Dabei sollen Suchräume, in denen die Windenergienutzung ein zu hohes Risiko für Vögel und Fledermäuse bedeuten würde, ausgeschlossen werden; für andere Suchräume sollen mögliche Konfliktpotenziale aufgezeigt und ggf. modifizierte Gebietsabgrenzungen entwickelt werden. Es ist zu beachten, dass das Gutachten lediglich die vorliegenden Daten, kombiniert mit einer Einschätzung der potenziellen Habitatsituation im Gelände, als Grundlage der Beurteilung heranzieht. Das Gutachten dient der vergleichenden Einschätzung von verschiedenen möglichen Vorrangflächen auf regionalplanerischer Ebene. Es ersetzt in keinem Fall eine detaillierte Geländeerfassung von Brut- und Gastvögeln sowie Fledermäusen und eine entsprechende, konkrete artenschutzrechtliche Prüfung auf der Zulassungsebene! Mit dem vorliegenden Gutachten können artenschutzrechtliche Konflikte in keinem Fall ausgeschlossen werden, auch nicht für die Flächen, die mit Kategorie III bewertet wurden! Im Gegenteil ist für jedes konkrete Vorhaben mit weiteren artenschutzrechtlichen Konflikten zu rechnen, die auf dieser regionalplanerischen Ebene noch nicht erkannt wurden! Abia GbR Neustadt 4

5 2 Artenschutzrechtliche Grundlagen Die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) kann sich in verschiedener Hinsicht negativ auf Vögel und Fledermäuse auswirken: Direkter Verlust durch Kollision oder Barotrauma an den sich mit hoher Geschwindigkeit drehenden Rotorblättern Verlust von Brut-, Nahrungs- und Rastgebieten durch Meideverhalten gegenüber WEA Störungsbedingte Beeinträchtigungen während der Bauphase Anlagenbedingter Verlust von Fortpflanzungs- und Ruhestätten. Europäische Vogelarten, d.h. alle in Europa natürlich vorkommende Vogelarten im Sinne des Artikels 1 der EU-Vogelschutzrichtlinie, sind gemäß 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG besonders geschützt (ein Teil der Arten ist darüber hinaus auch streng geschützt). Alle Fledermausarten fallen als Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie ebenfalls unter besonderen sowie gemäß 7 Abs. 2 Nr. 14 BNatSchG auch unter strengen Schutz. Für beide Artengruppen sind die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 BNatSchG relevant. In Bezug auf WEA ist vor allem das Tötungsverbot gemäß 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG zu beachten. Nach der aktuellen Rechtsprechung 1 kommt es dabei darauf an, ob das sich am geplanten Standort der WEA ergebende Tötungsrisiko in signifikanter Weise erhöht ist (KRATSCH 2011: 747, Rdnr. 16). Eine gewissermaßen zufällige Tötung einzelner Individuen, die sich aus einem gelegentlichen Aufenthalt im Nahbereich einer WEA ergibt, ist nicht verboten. Ein solches allgemeines Tötungsrisiko lässt sich bei der Nutzung der Windkraft wie auch in anderen Bereichen, z.b. im Straßenverkehr nirgends ausschließen. Insofern ist zu überprüfen, ob sich durch eine regelmäßige, im Vergleich zum umgebenden Naturraum erhöhte Nutzung des Bereichs der geplanten WEA die Wahrscheinlichkeit einer Tötung für Individuen einer bestimmten Art erhöht. Hierbei ist auch das Verhalten der jeweiligen Art einzubeziehen, z.b. die Flughöhe, die überwiegend eingehalten wird. Eine Störung im Sinne des 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG kann z.b. dann eintreten, wenn Vogelarten verhaltensbedingt einen Abstand zu WEA einhalten und sich damit die für eine Art nutzbare Lebensraumfläche verkleinert. Rechtlich relevant ist hier eine erhebliche Störung während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten; eine erhebliche Störung liegt dann vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert. In bestimmten Fällen kann auch das Zugriffsverbot gemäß 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG (Schutz von Fortpflanzungs- und Ruhestätten) relevant sein. Dies ist insbesondere dann in die Beurteilung einzubeziehen, wenn WEA in Wäldern errichtet werden, da in diesen regelmäßig geschützte Lebensstätten von Vögeln und Fledermäusen zu erwarten sind. Aber auch in der Feldflur sind regelmäßig Niststätten von Vögeln zu erwarten. Gemäß der Arbeitshilfe des Niedersächsischen Landkreistages (NLT 2011 und 2014) sollen Vorranggebiete für Windenergie nur dargestellt werden, wenn eine besondere Bedeutung für Vögel und Fledermäuse ausgeschlossen werden kann. Falls die verfügbaren Erkenntnisse für eine solche Einschätzung nicht ausreichen, sollen Geländeerhebungen durchgeführt werden. Dieser Ansatz ist allerdings problematisch. Zum einen liegen nur für sehr wenige Gebiete ausreichend detaillierte Daten für eine sichere Beurteilung vor, zumal umfassende Untersuchungen des Arteninventars abseits der bekannten, naturschutzfachlich bedeutsamen Gebiete in aller Regel überhaupt nur vor dem Hintergrund konkreter Eingriffsplanungen stattfinden. Zum anderen ist der 1 vgl. u.a. BVerwG, Urteil vom 12. März A 3.06, Rdnr Abia GbR Neustadt 5

6 Aufwand für die empfohlenen Untersuchungen enorm. Eine Beurteilung auf Grundlage intensiver Arterfassungen nach den Anforderungen des NLT ist für die gesamte Potenzialflächenkulisse der Region Hannover nicht leistbar. Deshalb war die Entwicklung eines die regionalen Umstände berücksichtigenden Ansatzes notwendig. Der vorliegende Ansatz geht neben der Berücksichtigung der vorhandenen Datenlage auch von der Beurteilung der Gebietsstruktur aus und schließt Bereiche aus, die generell eine hohe Bedeutung für Fledermäuse und Vögel haben. Die Empfehlungen des NLT werden dabei zwar im Grundsatz berücksichtigt, jedoch wird im Detail verschiedentlich auch davon abgewichen. 3 Methodik 3.1 Grundsätzliche Vorgehensweise Vom Team Regionalplanung der Region Hannover wurde mit Stand von Juni 2014 ein Shapefile mit insgesamt 70 Suchräumen für Windenergie zur Verfügung gestellt. Durch Anwendung verschiedener Tabukriterien waren dort bereits verschiedene, u.a. auch naturschutzfachlich bedeutsame Gebietskategorien ausgeschlossen worden, so z.b. Naturschutzgebiete und Natura 2000-Gebiete (REGION HANNOVER 2014). Zur weiteren Klassifizierung der Suchräume war in Abstimmung mit der Region Hannover ein Kriterienkatalog entwickelt worden, der in Bezug auf Brut- und Gastvögel sowie Fledermäuse differenzierte Beurteilungskriterien enthält (Einzelheiten siehe folgende Abschnitte). Dieser Kriterienkatalog baut auf NLT (2011) auf, da die nunmehr aktuelle NLT-Arbeitshilfe mit Stand von Oktober 2014 erst nach Beginn der Bearbeitung erschien. Bei der Beurteilung ergibt sich die grundsätzliche Schwierigkeit, dass die vorhandene Datengrundlage bei den Fledermäusen im Vergleich zu Brut- und Gastvögeln deutlich schlechter ist. Deshalb wurden bei den Fledermäusen neben konkreten Artvorkommen verstärkt auch Habitatparameter zur Beurteilung herangezogen (s.u.). Die Beurteilung erfolgte anhand der vorliegenden Daten, wobei zur Verbesserung der Datengrundlage eine gezielte Recherche durchgeführt wurde (vgl. Abschnitt 3.2). Eigene Arterfassungen im Gelände wurden nicht durchgeführt. Allerdings fand für jeden Suchraum mindestens eine Begehung statt, bei der die Habitatstruktur aufgenommen wurde. Dabei wurden insbesondere folgende Parameter erfasst: Biotopausstattung in Hinsicht auf die zu beurteilenden Artengruppen, insbesondere das Vorhandensein von Fließ- und Stillgewässern, Wäldern und Gehölzen, Grünland sowie extensiv genutzten bzw. ruderalen Bereichen Relief bzw. Vorhandensein besonderer Geländestrukturen, z.b. Geländekanten, die potenziell als Flugroute für Fledermäuse dienen können Vorbelastungen durch bestehende WEA, ggf. weitere Strukturen wie. z.b. Hochspannungsleitungen, stark frequentierte Verkehrswege u.a. Vorbereitend wurde anhand der von der Region Hannover zur Verfügung gestellten Luftbildbefliegung (Stand 2010) eine Luftbildauswertung durchgeführt. Außerdem fand eine Vorauswertung anhand der Biotoptypenkarte des LRP der Region Hannover statt ( CIR, Stand August 2014). Zur Beurteilung der Eignung von Wäldern als potenzielle Quartiergebiete fand im Gelände eine stichprobenartige Suche nach geeigneten Bäumen (mit Höhlen, Stammrissen, loser Borke o.ä) statt. Alle Artvorkommen sowie Habitatparameter wurden anhand der in den Abschnitte 3.3 bis 3.5 detailliert dargelegten Einzelkriterien zunächst einzeln beurteilt. Es wurden im GIS z.b. durch Pufferung verschiedene Datensätze erstellt, die die jeweiligen Konflikte abbilden. Danach wurde im GIS eine Verschneidung durchgeführt. Abia GbR Neustadt 6

7 Da sich durch den in verschiedene Einzelkriterien differenzierten Kriterienkatalog für verschiedene Arten bzw. Artengruppen oder Habitatparameter unterschiedliche, überlagernde Konfliktbeurteilungen ergeben können, stellte sich die Frage der Aggregierung von verschiedenen Konflikten. Dazu wurde folgendermaßen vorgegangen: Falls sich zwei oder mehr Bereiche mit unterschiedlicher Konfliktbewertung überschneiden, ergibt sich als Resultat der Flächenbeurteilung die jeweils höchste Bewertung der Einzelparameter. Bereits ein mit sehr bewerteter Artenschutzkonflikt (z.b. Brutvorkommen des Rotmilans) führte damit zur entsprechenden Flächenbeurteilung sehr hoher Konflikt. Auf der anderen Seite wurde bei mehreren, überlagernden hohen Konflikten keine Höherstufung der Flächenbeurteilung in sehr vorgenommen. Die resultierende Konfliktbeurteilung kann für verschiedene Teilbereiche eines Suchraums - insbesondere bei den größeren unterschiedlich sein. Zur zusammenfassenden Beurteilung des Konfliktpotenzials der möglichen Vorranggebiete für Windenergie bzw. ihrer Teilbereiche wurde eine vierstufige Klassifizierung verwendet: Ia - Sehr hohes artenschutzrechtliches Konfliktpotenzial: Für diese Flächen ist ein Ausschluss aus gutachterlicher Sicht dringend geboten, da schwer wiegende artenschutzrechtliche Konflikte bereits bekannt oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, die eine spätere Genehmigung von WEA ganz verhindern oder zumindest stark erschweren würden. Ib - Hohes artenschutzrechtliches Konfliktpotenzial: Für diese Bereiche sind artenschutzrechtliche Konflikte bekannt oder potenziell zu erwarten. Hier handelt es sich um Konflikte, die unter dem Niveau von Ia bleiben. Es wird jedoch auch hier empfohlen, von einer Darstellung als Vorranggebiet abzusehen. II - Mögliche Konflikte bekannt: Für diese Flächen liegen zwar Anhaltspunkte auf artenschutzrechtliche Konflikte vor, allerdings handelt es sich entweder nicht um strikte Ausschlussgründe, oder die vorliegenden Informationen sind nicht belastbar genug, um einen Ausschluss der Flächen zu begründen. III Übrige Flächen: Für diese Bereiche sind aktuell keine schwer wiegenden artenschutzrechtlichen Konflikte bekannt, und auch die Beurteilung der Habitatstruktur legt keinen Ausschluss der Flächen nahe. Es ist zu betonen, dass aus dem fehlenden Wissen um Konflikte nicht deren tatsächliches Fehlen folgt. Auch in diesen Fällen sind auf Zulassungsebene detaillierte Arterfassungen im Gelände notwendig. IV Keine Beurteilung: Es handelt sich um zwei Bereiche, für die im vorliegenden Gutachten keine Bewertung erfolgt, da hier entweder aktuell Untersuchungen durchgeführt werden oder bereits Absprachen zwischen Behörden und Vorhabenträgern vorliegen. Alle Analysen wurden mittels ArcGIS (Version 10.2) vorgenommen. Der Bearbeitungsmaßstab ist 1 : , was der Ungenauigkeit der vorhandenen Datengrundlagen, vor allem der Daten zu Artvorkommen angemessen ist. Dies ist insbesondere bei der Weiterverwendung der zur Verfügung gestellten ArcGIS-Shapefiles zu bedenken. Eine feinmaßstäblichere Weiterbearbeitung der Ergebnisse ist nicht sinnvoll. Die Ergebnisse der Analyse sind in den Karte 1 dargestellt. Für jeden Suchraum wurde zudem ein Gebietsblatt erstellt, das neben einer Kurzbeschreibung auch eine Zusammenfassung und Begründung der jeweiligen Konfliktbeurteilung enthält. Diese Gebietsblätter sind im Anhang dokumentiert. Abia GbR Neustadt 7

8 3.2 Verwendete Quellen Ausgangspunkt und wesentliche Beurteilungsgrundlage waren die bei der Naturschutzbehörde der Region Hannover sowie beim NLWKN aus dem Tierartenerfassungsprogramm vorliegenden Daten zu Vögeln und Fledermäusen. Dies sind vor allem: Umweltinformationssystem der Region Hannover (UIS): Artdatenbank der Region mit Stand von Oktober Avifaunistisch wertvolle Bereiche für Brutvogel (Stand August 2014) und für Gastvögel (Stand: Oktober 2014); jeweils erstellt durch die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN. Ausgewertet wurden außerdem die für die Fauna (Säugetiere) landesweit wertvollen Bereiche aus dem Tierartenerfassungsprogramm des NLWKN (Stand 2013). Günstig erwies es sich vor allem im Hinblick auf Fledermäuse, dass im Rahmen der Erstellung des aktuellen LRP der Region Hannover (REGION HANNOVER 2013) bereits eine umfassende Datenrecherche u.a. auch bei ehrenamtlichen Artkennern durchgeführt worden war, deren Ergebnisse in die Artdatenbank eingepflegt worden waren und auf die aufgebaut werden konnte. Sehr wichtig war zudem eine aktuelle Recherche bei verschiedenen Artspezialisten und Gebietskennern, aus der sich viele Hinweise auf Artvorkommen ergaben. Folgenden ehrenamtlich tätigen Personen sei für entsprechende Informationen herzlich gedankt: CHRISTOPH ADLER, JENS ANDRÉ, THOMAS BRANDT, F.-D. BUSCH, DETLEF GRUBER, MARKUS FIETZ, REINHARD LÖHMER, FRANZISKA THEN-BERGH, KONRAD THYE, ARNE TORKLER, DIETER WENDT, MATTHIAS WULKOPF, ERHARD ZANDER. Auch von verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Regionsverwaltung, der Kommunen sowie des NLWKN kamen wertvolle Hinweise, die in die Beurteilung einbezogen wurden. Ausgewertet wurden zudem eine Reihe von Publikationen und Gutachten (vgl. Abschnitt 5). Die für die Beurteilung des jeweiligen Suchraums relevanten Quellen sind jeweils in den Gebietsblättern angegeben. Es ist zu beachten, dass die verwendete Datengrundlage zwangsläufig Unsicherheiten aufweist. So ist die Kenntnis von Artvorkommen von Art zu Art und auch von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. Während z.b. die Brutvorkommen des Weißstorchs vollständig und die des Schwarzstorchs recht gut bekannt sind, ist bei anderen sensiblen Vogelarten wie Baumfalke und Uhu mit deutlichen Kenntnisdefiziten zu rechnen. Noch größer sind die Datenlücken im Fall der Fledermäuse (vgl. Abschnitt 3.5). Auch liegen für bestimmte Teilbereiche, so z.b. im Norden der Region, nur wenige Daten bei den Naturschutzbehörden vor. 3.3 Beurteilung Brutvögel Für Brutvögel fand der in Tabelle 3-1 aufgelistete Kriterienkatalog Anwendung. Hierbei kann unterschieden werden in Mindestabstände, die zu Neststandorten bzw. Bruthabitaten von bestimmten, gegenüber WEA in besonderer Weise sensiblen Arten eingehalten werden sollen, und Vorsorgeabstände zu bedeutsamen Gebieten verschiedener Kategorien. Die Auswahl der Brutvogelarten, zu denen Mindestabstände erforderlich sind, orientierte sich an NLT (2011), dem zu Beginn der Bearbeitung offiziellen Stand der Arbeitshilfe des Niedersächsischen Landkreistags. Die fachliche Grundlage dafür bilden die von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten aus artenschutzfachlicher Sicht definierten Abstandskriterien zu bedeutsamen Vogellebensräumen, die nur in begründeten Fällen zu unterschreiten sind (LAG-VSW 2007). Abia GbR Neustadt 8

9 Es ist zu beachten, dass der nunmehr seit Oktober aktuelle Stand der Arbeitshilfe (NLT 2014) gegenüber der vorherigen Version verschiedene weitere Arten auflistet, zu deren Brutplätzen Mindestabstände eingehalten werden sollen. Dabei ist ein Teil der Arten für die vorliegende Beurteilung nicht relevant, weil Brutvorkommen in der Region Hannover entweder ganz fehlen oder nur weit außerhalb der Suchräume vorkommen (REGION HANNOVER 2013). Dies betrifft z.b. die meisten aufgeführten Wasser- und Watvogelarten. Andere Arten kommen auch in der Region Hannover oder zumindest Teilen davon (noch) mehr oder weniger verbreitet vor. Hierzu zählen Mäusebussard, Turmfalke, Waldohreule, Kiebitz und Waldschnepfe. In Abstimmung mit dem Auftraggeber wurde auf eine Einbeziehung dieser Arten in die Beurteilung verzichtet. Grund ist hierfür vor allem das Fehlen einer belastbaren Datengrundlage, da zu diesen Arten überwiegend keine oder höchstens punktuelle Informationen zu Brutvorkommen, insbesondere in der Normallandschaft außerhalb von bestimmten Schutz- und Erfassungsgebieten - die hier nicht betroffen sind - vorliegen. In Einzelfällen waren Daten zu Kiebitz und Waldschnepfe sowie einigen weiteren Arten vorhanden, die dann jeweils mit aufgeführt wurden, sich allerdings jeweils nicht entscheidend auf das Beurteilungsergebnis auswirkten. Tabelle 3-2 führt die für die Suchraumbeurteilung im vorliegenden Rahmen relevanten Arten sowie die entsprechenden Mindestabstände und Prüfbereiche auf. Es ist zu beachten, dass bereits die für NLT (2014) gültigen Werte verwendet werden, weil die einzige hier relevante Änderung beim Rotmilan bereits vorab in Absprache mit dem NLWKN zugrunde gelegt worden war. Tabelle 3-1: Kriterien zur Konfliktbeurteilung Brutvögel Schutzgut EU-Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer inkl. 3,0 km Radius Natura 2000 Gebiete, deren Schutzziele auch sensible Brutvogelarten umfassen, inkl. 1,2 km Radius Horste von sensiblen Großvogelarten inkl. artspezifisches Abstandskriterium gemäß NLT (2014) Brutvogelgebiete mit Vorkommen von sensiblen Großvogelarten inkl. artspezifisch festgelegten Abständen Potenziell wichtige Nahrungshabitate von sensiblen Großvogelarten Brutvogellebensräume mit mindestens regionaler Bedeutung inkl. 1,2 km Radius Brutvogellebensräume mit lokaler Bedeutung inkl. 500 m Radius Bekannte Flugkorridore sensibler Großvogelarten Potenzielle Flugkorridore sensibler Großvogelarten Konfliktbeurteilung sehr sehr sehr sehr sehr Abia GbR Neustadt 9

10 Tabelle 3-2: In die Suchraumbeurteilung der Region Hannover einbezogene Brutvogelarten sowie Mindestabstände und Prüfbereiche nach NLT (2014). Art Mindestabstand Prüfbereich Schwarzstorch m m Weißstorch m m Wespenbussard m - Fischadler m m Rohrweihe m - Schwarzmilan m m Rotmilan m m Seeadler m m Baumfalke 500 m m Wanderfalke m - Kranich 500 m - Wachtelkönig 500 m - Uhu m m Sumpfohreule m m In den Fällen, in denen der Neststandort bekannt ist, wurde der Mindestabstand von diesem Punkt aus bestimmt 2. In vielen Fällen ist aber entweder der genaue Neststandort nicht bekannt, oder die Vogelart nutzt im Lauf der Zeit verschiedene Niststätten innerhalb eines Bruthabitats. Dies betrifft z.b. viele Greifvögel, die oft innerhalb ihres Reviers Wechselhorste besitzen, zwischen denen zwischen den Jahren gewechselt werden kann. In diesem Fall ist eine Pufferung des gesamten Bruthabitats sinnvoll, um den Mindestabstand in jedem Fall gewährleisten zu können. Dies betrifft u.a. den verbreitet in der Region Hannover vorkommenden Rotmilan. Für diese Art ist von der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN ein landesweiter Datensatz mit bedeutsamen Rotmilangebieten erarbeitet worden. Gepuffert wurde jeweils um die Außengrenzen dieser Gebiete. Falls Teilbereiche der Gebiete allerdings erkennbar nicht als Brutplatz, sondern nur als Nahrungshabitat dienen können, weil Wälder oder Gehölze fehlen, wurden diese Teilbereiche bei der Pufferung nicht berücksichtigt. Bei der Begehung der Suchräume wurde jeweils in Bezug auf benachbarte Vorkommen sensibler Arten überprüft, ob eine besondere potenzielle Eignung als Nahrungshabitat vorliegt. Außerdem wurde überprüft, ob aufgrund der Lage von Suchräumen zwischen Brutplätzen und Nahrungshabitaten eine besondere potenzielle Gefährdung bei Transferflügen gegeben ist. Alle Teilbereiche von Suchräumen, die innerhalb des in Tabelle 3-2 aufgeführten Mindestabstands zu Neststandorten oder Bruthabitaten liegen, erhielten die Konfliktbeurteilung sehr. Dasselbe gilt für bekannte Flugkorridore 3. Wenige Ausnahmen wurden dann gemacht, wenn aufgrund von detaillierten Raumnutzungsanalysen ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko belastbar auszuschließen ist. Schwierig ist die Beurteilung von Nahrungshabitaten, weil grundsätzlich jede offene Landschaftseinheit 2 Aus Artenschutzgründen wurde ausnahmslos auf eine kartografische Darstellung oder genaue Beschreibung von Brutplätzen verzichtet. 3 Lediglich potenzielle Flugkorridore erhielten die Konfliktbewertung. Abia GbR Neustadt 10

11 von Greif- und Großvögeln zur Nahrungssuche genutzt wird. Zu Nahrungshabitaten der Arten Weiß- und Schwarzstorch liegen landesweite Datensätze der Staatlichen Vogelschutzwarte vor. Diese schieden schon von vornherein aufgrund ihrer landesweiten Bedeutung aus den Suchflächen für Windenergie aus. In Bezug auf die anderen Arten wurden in einigen Fällen Teilbereiche von Suchräumen mit hohes Konfliktpotenzial bewertet, weil z.b. extensiv genutztes Grünland oder Gewässer eine hohe potenzielle Attraktivität für verschiedene Vogelarten bedingen. Neben bestimmten Artvorkommen sollen außerdem bedeutsame Brutgebiete (vgl. BEHM & KRÜGER 2013) von der Windenergiegewinnung ausgenommen werden. Hierzu zählen in einigen Fällen auch Gebiete, die aufgrund von Artvorkommen bedeutsam sind, die nach aktuellem Kenntnisstand nicht in besonderer Weise sensibel gegenüber WEA sind (z.b. Feldlerche, Neuntöter, Rebhuhn). Als Grundlage der Beurteilung diente der von der Staatlichen Vogelschutzwarten im NLWKN erstellte, landesweite Datensatz der avifaunistisch für Brutvogel wertvollen Bereiche. Zu diesen sollen gemäß NLT bestimmte Vorsorgeabstände eingehalten werden: Zu Brutvogellebensräumen mit mindestens regionaler Bedeutung m, zu solchen mit lokaler Bedeutung 500 m. Diese Abstände können im Einzelfall allerdings unterschritten werden, wenn dies mit dem Schutz der Gebiete bzw. Arten vereinbar ist. Suchräume für Windenergie bzw. Teilbereiche davon, die sich mit den entsprechenden Puffern überlagern, erhalten die Konfliktbewertung. In allen Fällen erfolgte jeweils eine Überprüfung, ob in besonderer Weise empfindliche Arten vorkommen, bzw. in welchem Ausmaß Beeinträchtigungen tatsächlich zu erwarten wären. Zu EU-Vogelschutzgebieten (in der Region Hannover nur das Steinhuder Meer) soll gemäß NLT (2014) ein Mindestabstand von m eingehalten werden. Dieser Abstand erscheint allerdings angesichts der herausragenden avifaunistischen Bedeutung und dem großen Aktionsraum der hier brütenden, gegenüber WEA sensiblen Arten (u.a. Seeadler, Fischadler) als zu gering. Deshalb wird das EU-VSG Steinhuder Meer mit m gepuffert; die resultierenden Pufferflächen erhalten die Konfliktbewertung sehr. Lediglich als theoretisches Kriterium wurde bei FFH-Gebieten ein Puffer von m mit sehr hohem Konflikt bewertet, falls gegenüber WEA sensible Brutvogelarten zu den Schutzzielen gehören würden. Dieser Fall trat aber nicht auf. 3.4 Beurteilung Gastvögel In Bezug auf rastende Vögel existieren im Unterschied zu Brutvögeln keine einheitlich festgelegten, artspezifischen Abstandskriterien. Hier werden gemäß Arbeitshilfe des NLT bestimmte Gastvogellebensräume sowie Feuchtgebiete berücksichtigt 4 (Tabelle 3-3). Der für Gastvögel bedeutsamste Raum in der Region Hannover, das Steinhuder Meer, blieb bereits aufgrund seiner oben dargestellten Bedeutung als EU-Vogelschutzgebiet ausgespart. Zusätzlich wird hier das Kriterium Feuchtgebiet internationaler Bedeutung wirksam, welches nach NLT (2011) ebenfalls ein Abstandskriterium von mindestens m nach sich zieht. Angesichts der auch für Gastvögel sehr hohen Bedeutung und der hohen Rastzahlen schlaggefährdeter Arten (z.b. Möwen) war auch hier ein Puffer von 3 km angemessen, der mit der Konfliktbewertung sehr in die Beurteilung eingeht. In einigen, für Gastvögel relevanten Ackerbereichen spielen nur wenige Arten eine Rolle (meist Kiebitz, z.t. Goldregenpfeifer, Bläss- und Saatgans, Höckerschwan). Hier wurde in einigen Fällen eine artbezogene Einzelfallbetrachtung vorgenommen, die sich an der Empfindlichkeit der vorkommenden Arten orientiert. Bedeutsame Gastvogelgebiete sollten einschließlich des artspezifisch anzuwendenden Meideradius der vorkommenden Arten freigehalten werden. Die entsprechenden Puffer erhalten die Konfliktbewertung 4 Größere Einzelgewässer bzw. Gewässerkomplexe wurden bei den Fledermäusen berücksichtigt. Abia GbR Neustadt 11

12 . Erschwerend wirkte sich allerdings aus, dass für viele Gebiete aktuelle Daten fehlen. Auch in Bezug auf rastende Vögel wurden bekannte oder potenzielle Flugkorridore zwischen verschiedenen Rastgebieten in die Konfliktbeurteilung einbezogen (Konfliktbeurteilung sehr bzw. ). Tabelle 3-3: Kriterien zur Konfliktbeurteilung Gastvögel Schutzgut Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Steinhuder Meer inkl. 3,0 km Radius Gastvogellebensräume mit mindestens lokaler Bedeutung inkl. artspezifischen Meideradien Bekannte Flugkorridore sensibler Gastvogelarten Potenzielle Flugkorridore sensibler Gastvogelarten Konfliktbeurteilung sehr sehr 3.5 Beurteilung Fledermäuse Bei den Fledermäusen ist die Datenlage erheblich lückenhafter als bei den Vögeln, so dass in Bezug auf diese Artengruppe stärker das Vorhandensein potenziell geeigneter Habitate in die Beurteilung einbezogen wurde (s.u.). Die vorhandenen Daten zu Jagdgebieten und Quartieren liegen in der Artdatenbank der Region Hannover vor (Werträume für Fledermäuse). Es erfolgte nochmals ein aktueller Abgleich mit den faunistisch für Säugetiere landesweit wertvollen Bereichen des NLWKN. Es zeichnet sich ab, dass nicht alle, sondern vor allem bestimmte Arten durch Kollisionen an WEA gefährdet sind. Die Staatliche Vogelschutzwarte im Landesumweltamt Brandenburg führt eine Datenbank, in der entsprechend Beobachtungen dokumentiert werden (T. DÜRR) 5. Regelmäßig betroffen sind die Arten Großer und Kleiner Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zwerg-, Mücken- und Rauhautfledermaus sowie Zweifarbfledermaus (vgl. auch BRINKMANN et al. 2011). Daneben könnten noch einige weitere Arten besonders betroffen sein (ebd.), die aber in der Region Hannover zumindest bisher nicht nachgewiesen wurden. Die Teichfledermaus gehört dagegen nicht zu den Arten, bei denen viele Totfunde registriert wurden. Dennoch wird sie in NLT (2014) mit als besonders kollisionsgefährdete Art aufgeführt. Diese Einstufung wurde ungeachtet der fachlich nicht geklärten Lage im vorliegenden Gutachten übernommen, um bei der Beurteilung auf der sicheren Seite zu sein. Andere Myotis-Arten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus werden dagegen nicht als empfindlich beurteilt. Die zur Konfliktbeurteilung definierten Kriterien gewichten grundsätzlich nachgewiesene Vorkommen von in besonderer Weise kollisionsgefährdeten Arten mit sehr und nachgewiesene Vorkommen von anderen Arten mit (Tabelle 3-4). Potenzielle Habitate, auch solche von besonders kollisionsgefährdeten Arten, wurden grundsätzlich nur mit bewertet. Für solche potenziellen Habitate ist nach Einschätzung der Lebensraumeignung zwar mit Vorkommen zu rechnen, konkrete Nachweise fehlen allerdings. Hinsichtlich der Wald bewohnenden Arten Großer und Kleiner Abendsegler sowie Rauhautfledermaus wurden Waldgebiete mit bekannten Wochenstuben und/oder Winterquartieren (sowie falls bekannt auch Balzquartieren) gemäß NLT (2011) mit 1 km gepuffert. Gepuffert wurde dabei nicht um konkrete Quartiere, sondern um geeignete 5 Abia GbR Neustadt 12

13 Waldbereiche, da nur in den seltensten Fällen der genaue Ort von Quartieren bekannt ist und diese zudem regelmäßig gewechselt werden. Alle Suchräume bzw. Teilbereiche von Suchräumen, die sich mit diesem Puffer überschneiden, erhalten die Konfliktbewertung sehr. Aufgrund der nur lückenhaften Kenntnis der Verbreitung dieser Arten wurden zusätzlich auch potenzielle Quartierwälder berücksichtigt, d.h. Laub- und Mischwald-Altholzbestände mit entsprechendem Quartierangebot. Hierzu fand zunächst eine Vorauswahl von infrage kommenden Waldbereichen anhand von Luftbildern sowie der CIR-Biotoptypenkartierung der Region statt. Danach wurde eine stichprobenartige Geländeüberprüfung vorgenommen, bei der ausgesuchte Waldbereiche auf geeignete Quartierbäume (Bäume mit Höhlen, Stammrissen, loser Borke o.ä) abgesucht wurden. Die identifizierten, potenziellen Quartierwälder werden ebenfalls mit 1 km gepuffert, wobei sich in diesem Fall für die Suchräume die Konfliktbewertung ergibt. Tabelle 3-4: Kriterien zur Konfliktbeurteilung Fledermäuse. Schutzgut Wälder mit Quartieren von besonders kollisionsgefährdeten Arten (Großer u. Kleiner Abendsegler, Rauhautfledermaus) inkl. 1 km Radius Potenzielle Quartierwälder von besonders kollisionsgefährdeten Arten (Großer u. Kleiner Abendsegler, Rauhautfledermaus) inkl. 1 km Radius Wochenstuben und Winterquartiere von besonders kollisionsgefährdeten Fledermausarten der Siedlungen inkl. 1 km Radius Natura 2000 Gebiete, deren Schutzziele auch gegenüber WEA besonders kollisionsgefährdete Fledermausarten umfassen, inkl. 1,2 km Radius Natura 2000 Gebiete, deren Schutzziele andere Fledermausarten umfassen, inkl. Radius gemäß Einzelfallüberprüfung Wichtige Jagdgebiete von besonders kollisionsgefährdeten Fledermausarten 500 m Radius um wichtige Jagdgebiete von besonders kollisionsgefährdeten Fledermausarten Winterquartiere mit hoher Bedeutung für Myotis-Arten bzw. andere weniger kollisionsgefährdete Arten inkl. 1 km Radius Mittelgroße bis große Fließgewässer inkl. 500 bzw m Radius als potenzielle Zugkorridore Stillgewässer 1 ha inkl. 500 m Radius Steinhuder Meer inkl. 2 km Radius Bekannte Flugkorridore besonders kollisionsgefährdeter Arten zwischen Quartieren und Jagdgebieten Potenzielle Flugkorridore besonders kollisionsgefährdeter Arten zwischen Quartieren und Jagdgebieten Konfliktbeurteilung sehr sehr sehr sehr sehr Anmerkung: Als besonders kollisionsgefährdet werden für die Region Hannover beurteilt: Großer und Kleiner Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zwerg-, Mücken- und Rauhautfledermaus, Zweifarbfledermaus, Teichfledermaus. Abia GbR Neustadt 13

14 Die bekannten Wochenstuben und Winterquartiere der gegenüber WEA sensiblen Fledermausarten, die schwerpunktmäßig Siedlungen besiedeln, wurden mit 1 km gepuffert. Es handelte sich ausschließlich um Breitflügel- und Zwergfledermausquartiere. Zur Zweifarbfledermaus liegen aus dem Gebiet der Region keine Informationen zu konkreten Quartieren vor. Alle Suchräume bzw. Teilbereiche von Suchräumen, die sich mit den gepufferten Bereichen überschneiden, erhalten die Konfliktbewertung sehr. Bekannte Winterquartiere mit hoher Bedeutung (z.b. Deisterstollen), die nicht nur von wenigen Individuen genutzt werden, sondern denen eine regionale sowie möglicherweise auch überregionale Bedeutung zukommt, wurden unabhängig von den vorkommenden Arten aus Vorsorgegesichtspunkten mit 1 km gepuffert. Alle Suchräume bzw. Teilbereiche von Suchräumen, die sich mit den gepufferten Bereichen überschneiden, erhielten die Konfliktbewertung. Zu allen Gebieten des ökologischen Netzes Natura 2000 soll ein Abstand von m eingehalten werden, soweit gegenüber WEA kollisionsgefährdete Fledermausarten zu den Schutzzielen gehören 6 oder soweit gemäß den Vollzugshinweisen des NLWKN bedeutsame Vorkommen dieser Arten bekannt sind. Es ist darauf hinzuweisen, dass auch andere, nicht im Standardbogen genannte Fledermausarten unter den Schutzzweck des Gebietes fallen können, wenn es sich um charakteristische Arten der vorhandenen, signifikanten Lebensraumtypen handelt (vgl. TRAUTNER 2010). Dies ist z.b. im Fall von Abendseglervorkommen in FFH-Gebieten mit Wald-Lebensraumtypen wie Bockmerholz und Gaim anzunehmen. Alle Suchräume bzw. Teilbereiche von Suchräumen, die sich mit dem 1,2 km Puffer überschneiden, erhalten die Konfliktbewertung sehr. Falls andere Fledermausarten mit nach gemäß aktueller Kenntnis geringerer Schlagempfindlichkeit vorkommen, erfolgte eine einzelfallbezogene Prüfung, die sich einerseits am Raumnutzungsverhalten der Arten und andererseits an der Landschaftsstruktur orientierte. Alle Suchräume bzw. Teilbereiche von Suchräumen, die sich mit dem so ermittelten Puffer überschneiden, erhielten die Konfliktbewertung. Soweit bekannt, sollen wichtige Jagdgebiete der gegenüber WEA sensiblen Arten inkl. eines Vorsorgeabstands von 500 m ebenfalls von WEA freigehalten werden (NLT 2011). Aufgrund der Unschärfe der vorliegenden Datengrundlage ging hier der Vorsorgeabstand nur mit in die Konfliktbeurteilung ein, die Gebiete selbst allerdings mit sehr. Im konkreten Fall wurde eine Anpassung des Vorsorgeabstands vorgenommen, wenn sich dies aus den vorliegenden Daten ergab. Auch in Bezug auf kollisionsgefährdete Fledermausarten werden bekannte oder potenzielle Flugkorridore zwischen Quartieren und Jagdgebieten in die Konfliktbeurteilung einbezogen. Dabei ergibt sich für bekannte Flugkorridore die Beurteilung sehr, für potenzielle die Beurteilung. Zu Zugkorridoren von Fledermäusen (ebenfalls Kriterium gemäß NLT 2011) liegen kaum direkte Beobachtungen vor. Der Zugaspekt ist für die Beurteilung von WEA allerdings von so hoher Bedeutung, dass eine Einbeziehung unbedingt erforderlich erschien. Deshalb mussten potenzielle Zugkorridore identifiziert werden. Diesbezüglich kommen u.a. mittelgroße (Fuhse, Erse, Westaue, untere Abschnitte von Burgdorfer Aue und Wietze) bis große (Leine) Fließgewässer samt Auen sowie Bereiche mit größeren Stillgewässern infrage. Als mittelgroß werden gemäß RASPER (2001) Fließgewässer mit 5-10 m Breite, als groß Fließgewässer mit mehr als 10 m Breite klassifiziert. Mittelgroße Fließgewässer 6 Hierzu wurde neben den Standard-Datenbögen auch ausgewertet: NLWKN (2014): Für die Erhaltungsziele der FFH-Gebiete maßgebliche Lebensraumtypen nach Anhang I und Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie in den FFH-Gebieten in Niedersachsen. Abia GbR Neustadt 14

15 werden mit 500 m, große mit m beiderseits gepuffert. Suchräume, die sich mit den Puffern überschneiden, erhalten die die Konfliktbewertung. Größere Stillgewässer spielen ebenfalls potenziell eine bedeutsame Rolle im Fledermauszug, sowie darüber hinaus auch allgemein als Jagdhabitat von Fledermäusen. Stillgewässer mit einer Fläche von mehr als 1 ha wurden deshalb mit 500 m gepuffert (Konfliktbewertung ). In Bezug auf größere Stillgewässer wurde auch in die Beurteilung einbezogen, ob für die Zukunft eine weitere Ausdehnung von Nassabgrabungen zu erwarten ist. Dazu wurden die im neuen RROP vorgesehenen Vorranggebiete für Rohstoffgewinnung (Entwurf, Stand ) überprüft. Auch der Mittellandkanal (inkl. Stichkanälen) wurde einbezogen und mit 500 m gepuffert. Suchräume, die sich mit den Puffern überschneiden, erhalten ebenfalls die Konfliktbewertung. Dem Steinhuder Meer kommt aufgrund seiner Größe (ca ha) und seiner Habitatausstattung höchstwahrscheinlich eine herausragende Rolle als Knotenpunkt im Zuggeschehen wandernder Fledermausarten zu. Nach eigenen Beobachtungen kann es dort im Herbst beispielsweise zu großen Ansammlungen von Abendseglern kommen. Da die Quartiere dieser Art im weiteren Umfeld zu vermuten sind, wurde ein Puffer von 2 km vorgesehen, der mit in die Konfliktbeurteilung eingeht. Flächen mit der Konfliktbeurteilung sehr sollen gänzlich von der Windenergienutzung ausgeschlossen werden (vgl. Abschnitt 5), da hier die zu erwartenden Konflikte mit Fledermäusen so groß sind, dass technische Lösungen wie zeitlich begrenzte Abschaltzeiten das Problem nicht lösen können. So besteht im Umfeld von Abendseglerquartieren über die ganze Aktivitätsperiode hinweg die Gefahr von Kollisionen. Abia GbR Neustadt 15

16 4 Ergebnisse 4.1 Überblick und Flächenbilanz Es standen 70 Suchräume mit einer Fläche von insgesamt rund ha zur Beurteilung an, die sich über das Gebiet der Region verteilen. Nach Prüfung der artenschutzrechtlichen Belange verbleiben davon 39 Suchräume, die ganz oder teilweise weiterhin als potenzielle Vorranggebiete für Windenergie zur Verfügung stehen (35 davon 20 ha). Rund ha der ursprünglichen Suchraumfläche fallen in die Kategorien Ia oder Ib, d.h. für diese Flächen wird ein Ausschluss empfohlen. Dies entspricht ca. 60% der Suchraumfläche. Demgegenüber fallen ca ha, d.h. ca. 40% der ursprünglichen Fläche, in die Kategorien II, III oder IV und verbleiben damit im weiteren Auswahlprozess (Tabelle 4-1). Entsprechend der Verbreitung der gegenüber WEA empfindlichen Artvorkommen verteilen sich die verbleibenden Flächen nicht gleichmäßig über das Gebiet der Region. Vergleichsweise wenig Einschränkungen ergeben sich im Nordwesten und im Osten des Regionsgebietes sowie in Teilen der Calenberger Lössbörde (vgl. Karte 1). Werden die Konflikte nach Arten bzw. Artengruppen aufgeschlüsselt, so ergeben sich die weitaus meisten Einschränkungen infolge von Brutvorkommen des Rotmilans; über 40% der ursprünglichen Suchraumfläche schied wegen Konflikten mit dem Rotmilan aus. Dies entspricht der Verbreitung des Rotmilans, die in Teilbereichen der Region Hannover Dichtezentren aufweist, so insbesondere im Bereich südlich des Steinhuder Meeres, im Bereich Wedemark und in Teilbereichen der Börden. Der Rotmilan ist vor allem im Osten und Süden Niedersachsens verbreitet, während er in der Nordwesthälfte nahezu fehlt (KLEIN et al. 2009, KRÜGER et al. 2014). Aus naturschutzfachlicher Sicht erscheint die starke Berücksichtigung des Rotmilans aus zwei Gründen angemessen. Zum einen ist sie in besonderem Maße von Kollisionen mit WEA betroffen: Nach aktuellem Stand der Vogelschlagkarte der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg steht der Rotmilan mit aktuell 250 Totfunden hinter dem Mäusebussard an zweiter Stelle der beobachteten Verluste an WEA in Deutschland (DÜRR 2014) 7, wobei der Brutbestand des Mäusebussards in Deutschland rund achtmal größer ist. Zum anderen besitzen Deutschland und Niedersachsen international eine sehr hohe Verantwortung für den Rotmilan (SANDKÜHLER & OLTMANNS 2009). In Deutschland brüten ca Paare und damit mehr als 50% des Weltbestandes der Art (MEBS & SCHMIDT 2006). In Niedersachsen brüten ca Paare (KRÜGER et al. 2014); für dieses Bundesland besteht eine hohe globale Verantwortlichkeit für die Art (KRÜGER & OLTMANNS 2008). Der Region Hannover kommt entsprechend ihrem Anteil am Verbreitungsgebiet eine besondere Verantwortung für den Erhalt des Rotmilans in Niedersachsen zu (vgl. auch NLWKN [Hrsg.] 2009). Die Flächenanteile, für die aufgrund des Vorkommens anderer sensibler Greif- und Großvogelarten ein Ausschluss empfohlen wird, sind deutlich geringer. In Bezug auf den Schwarzstorch sind auch aufgrund des großen Aktionsraums der Art immerhin rund 15% der Suchraumfläche von Konflikten inkl. Transfer- und Nahrungsflügen betroffen. Betroffen sind bei dieser Art zwei Bereiche: zum einen der Südwesten der Region im Umfeld von Deister und Osterwald, zum anderen der Norden der Region im Bereich der Gemeinden Wedemark und Burgwedel. Für die anderen, in Tabelle 3-2 aufgeführten Brutvogelarten ergeben sich Überscheidungen von Suchräumen mit Mindest- bzw. Vorsorgeabständen zu Brutvorkommen nur in kleinem Ausmaß (jeweils wenige bis maximal ca. 250 ha, d.h. im Bereich von jeweils unter 1 bis maximal ca. 2% der 7 (Stand , letzter Download ). Es ist zu betonen, dass es sich bei den dortigen Daten nur um gemeldete Verluste handelt, die Dunkelziffer ist mit Sicherheit größer. Abia GbR Neustadt 16

17 Suchraumfläche). Auch Gastvogelvorkommen fallen flächenmäßig weniger ins Gewicht (knapp 200 ha). In Bezug auf Fledermäuse ergeben sich auf rund 9% der Suchraumfläche Konflikte. Dabei handelt es sich überwiegend um Vorsorgeabstände zu Gewässern und zu bekannten oder potenziellen Quartierwäldern. Es ist zu beachten, dass sich die genannten konfliktbelasteten Flächenanteile nicht addieren lassen, da sich die Konflikte oft gegenseitig überlagern. Die Darstellung und Konfliktbeurteilung der einzelnen Suchräume ist im Anhang dokumentiert (Abschnitt 6.1). Tabelle 4-1: Übersicht über die flächenbilanzmäßige Beurteilung der Suchräume. Suchraum Fläche Konfliktkategorie (ha) Ia Ib II III IV Barsinghausen 01 49,55 19,36 90,64 Barsinghausen 02 46,02 Barsinghausen 03 25,78 Barsinghausen-Gehrden 01 62,55 85,49 Barsinghausen-Gehrden-Seelze ,87 13,90 Barsinghausen-Gehrden-Wennigsen 01 2,22 171,27 Barsinghausen-Seelze (Mühlenberg) 01 59,48 Burgdorf 01 38,34 0,78 159,14 Burgdorf 02 28,82 47,81 Burgdorf 03 40,85 Burgdorf 04 26,82 Burgdorf-Lehrte 01 94,13 384,01 120,82 Burgdorf-Uetze ,04 57,23 Burgwedel ,98 99,32 Burgwedel 02 45,96 89,54 Burgwedel 03 43,30 30,70 Burgwedel 04 60,97 Burgwedel 05 48,82 Burgwedel 06 20,75 7,66 0,14 Burgwedel-Isernhagen 01 25,40 9,94 Garbsen 01 76,69 Gehrden-Hannover-Seelze 01 21,05 25,09 Gehrden-Wennigsen 01 1,43 71,49 29,74 Hannover ,83 Hannover-Lehrte 01 93,88 Hemmingen-Pattensen-Springe ,97 221, ,36 128,04 Hemmingen-Ronnenberg ,68 31,41 5,70 Isernhagen 01 49,13 Laatzen ,96 29,60 Laatzen-Sehnde ,18 Laatzen-Sehnde 02 45,44 Abia GbR Neustadt 17

18 Suchraum Lehrte 01 35,74 Fläche Konfliktkategorie (ha) Ia Ib II III IV Lehrte-Sehnde ,96 71,71 78,34 280,41 167,07 Lehrte-Sehnde ,96 1,43 Lehrte-Uetze 01 0,33 50,11 271,83 Neustadt 01 28,00 280,36 Neustadt ,28 Neustadt 03 32,81 103,96 68,24 Neustadt 04 40,44 51,67 Neustadt 05 12,98 69,54 Neustadt 06 5,13 64,97 Neustadt 07 69,64 Neustadt 08 67,09 Neustadt 09 18,89 3,94 36,66 Neustadt 10 24,31 Neustadt 11 22,48 Pattensen-Springe ,97 17,03 151,16 Sehnde ,53 2,54 7,21 Sehnde 02 38,63 Sehnde 03 38,24 Springe ,07 Springe ,71 Springe ,49 Springe ,08 Springe 05 68,77 Springe 06 40,42 Uetze 01 30,24 138,16 15,20 463,41 Uetze ,63 154,06 Uetze 03 65,30 Uetze 04 30,77 24,18 Uetze 05 6,55 38,05 Wedemark 01 39,55 161,00 74,54 Wedemark ,70 Wedemark 03 99,02 Wedemark 04 27,31 32,42 Wedemark 05 28,81 Wedemark 06 26,08 Wunstorf ,10 Wunstorf 02 81,66 Wunstorf 03 23,60 Summe 5.871, , , ,61 226,56 Erläuterungen: Ia - Sehr hohes artenschutzrechtliches Konfliktpotenzial (Ausschluss dringend empfohlen); Ib - Hohes artenschutzrechtliches Konfliktpotenzial (Ausschluss empfohlen); II - Mögliche Konflikte bekannt; III Übrige Flächen; IV Keine Beurteilung. Abia GbR Neustadt 18

19 4.2 Ausblick Es ist zu betonen, dass das Gutachten lediglich die vorliegenden Daten, kombiniert mit einer Einschätzung der potenziellen Habitatsituation im Gelände, als Grundlage der Beurteilung heranzieht. Das Gutachten dient der vergleichenden Einschätzung von verschiedenen möglichen Vorrangflächen auf regionalplanerischer Ebene. Es ersetzt in keinem Fall eine detaillierte Geländeerfassung von Brut- und Gastvögeln sowie Fledermäusen und eine entsprechende, konkrete artenschutzrechtliche Prüfung auf Zulassungsebene! Mit dem vorliegenden Gutachten können artenschutzrechtliche Konflikte in keinem Fall ausgeschlossen werden, auch nicht für die Flächen, die mit Kategorie III bewertet wurden. Im Gegenteil ist für jedes konkrete Vorhaben mit weiteren artenschutzrechtlichen Konflikten zu rechnen, die auf dieser regionalplanerischen Ebene noch nicht erkannt wurden. Durch das gewählte Verfahren wird aber sichergestellt, dass die zukünftigen Vorranggebiete für Windenergie in die nach derzeitigem Stand des Wissens aus naturschutzfachlicher Sicht am besten geeigneten Gebiete gelenkt werden. Dies schließt nicht aus, dass sich bei späteren Untersuchungen auf Zulassungsebene artenschutzrechtliche Konflikte ergeben, die entweder zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bekannt waren oder die sich erst zwischenzeitlich ergeben haben, z.b. durch Neuansiedlungen von Arten. Dennoch ist davon auszugehen, dass beim Ausschluss der dafür empfohlenen Suchraumflächen die Schwerpunktgebiete der Verbreitung der gegenüber Windenergie empfindlichen Arten in der Region ausgespart werden, so dass der Erhaltungszustand dieser Arten trotz Nutzung der Windenergie gewahrt bleiben sollte. Regelmäßige, längerfristig bedeutsame Brutvorkommen z.b. des Rotmilans oder anderer Arten sollten in aller Regel bereits aktuell bekannt sein und damit bei der vorliegenden Flächenauswahl berücksichtigt worden sein. Allerdings sind auch in Zukunft Ansiedlungsversuche oder Neuansiedlungen außerhalb der aktuell bekannten Bruthabitate zu erwarten. Solche Vorkommen, bzw. auch unregelmäßige Vorkommen sind mit der gewählten Vorgehensweise nicht auszuschließen. Insgesamt ist der Lenkungszweck des RROP jedoch längerfristig angelegt, so dass z.b. unregelmäßige Vorkommen sich nicht entscheidend auf die Flächenauswahl der Vorranggebiete auswirken sollten. Falls sich später auf Zulassungsebene artenschutzrechtliche Konflikte ergeben, sind verschiedene Möglichkeiten zur Vermeidung bzw. Verminderung von Beeinträchtigungen zu prüfen. Dazu gehört zunächst die kleinräumige Positionierung der WEA innerhalb der späteren Vorranggebiete. Dies gilt auch im Hinblick auf die häufigeren Arten wie Mäusebussard, Turmfalke oder Waldohreule, die im vorliegenden Gutachten nicht berücksichtigt werden konnten. Hier muss ggf. ein kleinräumiges Ausweichen innerhalb des Suchraums erfolgen, um den Mindestabstand einzuhalten, was angesichts der z.b. gegenüber dem Rotmilan deutlich geringeren Abstandsempfehlung für die o.g. genannten Arten in vielen Fällen möglich sein dürfte. Als mögliche Maßnahme in Bezug auf kollisionsgefährdete Vogelarten, die frisch bearbeitete Flächen bevorzugt zur Nahrungssuche aufsuchen (z.b. viele Greifvögel, Weißstorch), können zeitlich befristete Abschaltzeiten nach landwirtschaftlichen Bearbeitungsereignissen im direkten Umfeld der WEA hilfreich sein. Ggf. können auch CEF-Maßnahmen gemäß 44 Abs. 5 BNatSchG geprüft werden, z.b. das Ablenken von Rotmilanen oder anderen Großvogelarten in eigens geschaffene und bewirtschaftete Flächen abseits von WEA. Allerdings sind hierfür in der Regel so große Flächen notwendig, dass eine Umsetzung in den meisten Fällen schwierig sein dürfte. Hingewiesen wird für den Bereich der Börde auch auf ein mögliches Vorkommen des Feldhamsters. Auch hier sind auf Zulassungsebene entsprechende Untersuchungen zu veranlassen und ggf. Maßnahmen zu treffen, einschließlich einer kleinräumig günstigen Standortwahl. Abia GbR Neustadt 19

20 Weitere Möglichkeiten zur Verminderung des Schlagrisikos bestehen in der Gestaltung des unmittelbaren Umfelds der WEA. Hier sollten keinesfalls Habitate entstehen, die für kollisionsgefährdete Arten besonders günstig sind und die etwa zur Nahrungssuche regelmäßig aufgesucht werden. Dies ist auch bei der Standortauswahl von eventuellen Kompensationsmaßnahmen zu berücksichtigen. Zum Schutz von Fledermäusen sollte ein ausreichender Abstand u.a. gegenüber Hecken, Gehölzen und Kleingewässern eingehalten werden, soweit sich bei den auf der Zulassungsebene durchzuführenden Untersuchungen nichts anderes ergibt. Hierzu sollten auch die diesbezüglichen Abstandsempfehlungen gemäß NLT (2014) berücksichtigt werden. Dennoch ist überall, auch in ausgeräumten Ackerlandschaften, mit dem zeitweisen Vorkommen von Fledermäusen zu rechnen, insbesondere während des Zuges. Deshalb sind voraussichtlich in den meisten Fällen Abschaltzeiten vorzusehen, wobei die genaue Lage der Zeitfenster durch detaillierte Untersuchungen auf Zulassungsebene zu ermitteln ist. Selbstverständlich kann die Abschaltung auf Zeiten beschränkt werden, die vom Wetter her für die Aktivität von Fledermäusen infrage kommen (d.h. keine Abschaltung bei Starkwind und Regen; nähere Einzelheiten siehe NLT 2014). Auf die Möglichkeit der Ermittlung fledermausfreundlicher Betriebsalgorithmen im späteren Betrieb wird hingewiesen (BRINKMANN et al. 2011). Falls artenschutzrechtliche Konflikte mittels der o.g. Maßnahmen nicht zu vermeiden sind, kann im Ausnahmefall auch die Erteilung einer artenschutzrechtlichen Ausnahme gemäß 45 Abs. 7 Nr. 5 BNatSchG in Betracht gezogen werden. Für die Prüfung der dafür notwendigen Voraussetzungen liegen folgende Ausgangsbedingungen vor: Die Nutzung der Windenergie liegt im öffentlichen Interesse Das Vorhandensein von möglichen Alternativen wurde im Rahmen des Auswahlverfahrens für Vorranggebiete für Windenergie im RROP geprüft Durch die vorliegende Flächenauswahl ist gewährleistet, dass die nach derzeitigem Stand bekannten, für die betroffenen Arten wichtigen Verbreitungsgebiete in der Region von Windenergie freigehalten werden; damit ist bei der Prüfung einer drohenden Verschlechterung des Erhaltungszustandes der Populationen eine vergleichsweise günstige Ausgangslage gegeben. Die Erteilung einer artenschutzrechtlichen Ausnahme obliegt der zuständigen Naturschutzbehörde. Sie ist in jedem Einzelfall umfassend abzuwägen und sollte nur das letzte Mittel sein. Die Möglichkeiten für Maßnahmen zur Verhinderung von negativen Auswirkungen auf den Erhaltungszustand der Populationen sind in die Prüfung einzubeziehen. Abia GbR Neustadt 20

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