Der böse Wolf und das Geißlein

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1 Der böse Wolf und das Geißlein von Wolfgang Stabentheiner Sie war arm. Sehr arm. Sie hatte keinen Job. Mit ihren Eltern hatte sie keinen Kontakt mehr. Sie war alleinerziehende Mutter. Sonja lebte mit ihrer Tochter in einer Sozialwohnung. Sonja lebte von der Sozialhilfe. Und von den Alimenten, die sie vom Vater ihrer Tochter erhielt. Und von der Kinderbeihilfe. Und von einer kleinen Unterstützung durch einen christlichen Sozialverein, für die sie vierteljährlich ansuchen musste, für die sie auch eine Bestätigung ihrer Bedürftigkeit beilegen musste. Und im Winter bekam sie eine Heizbeihilfe vom Gemeindeamt. Frauen haben es schwer. Auf ihnen liegt die ganze Last der Kindererziehung. Sie müssen die Wohnung in Ordnung halten, das Stiegenhaus putzen, und auch noch für den Familienunterhalt sorgen. Wir Frauen müssen zusammenhalten. Wir müssen uns wehren., sagt Christiane immer, Sonjas Freundin. Sie stärkt Sonja immer den Rücken, wenn s darum geht, sich gegen Hanspeter und seine Familie durchzusetzen. Hanspeter ist der Vater von Sonjas Tochter. Er pocht immer auf sein Besuchsrecht, alle 14 Tage ein Wochenende. Aber Sonja will das nicht. Hanspeters Eltern haben ein Haus und einen Garten und einen Hund und ein Auto. Was, wenn sich Sonjas Tochter an diese Umgebung gewöhnt? Sie würde dann nicht mehr zu ihr zurückwollen. Nein, das lassen wir gar nicht einreißen!, pflegt Sonja Hanspeters Anliegen zurückzuweisen. Ein Kind braucht seine Mutter! Hanspeter hatte ja schon genug angerichtet. Er hatte am Jugendamt interveniert, und als ihm dort erklärt wurde, dass der Mann zu zahlen habe und ansonsten das Aufwachsen des Kindes nicht stören solle, hatte er bei Gericht wegen Verweigerung des Besuchsrechts geklagt. Sonja wurde zu einer Strafe von 180 verurteilt, wo sie doch ohnehin nur das Notwendigste zum Leben hatte! Hanspeter will einfach keine Ruhe geben!, weinte sie sich bei ihrer Freundin Christiane aus. Du musst einfach nur hart bleiben, riet ihr ihre Freundin Christiane. Irgendwann wird er s schon kapieren. Aber Hanspeter kapierte nicht. Immer wieder belästigte er Sonja mit seinen Telefonaten. Aber Sonja wusste sich zu behaupten. Sie wechselte ihre Telefonnummer. Die Vorstellung, Hanspeter und seine Eltern würden bei ihrem nächsten Anruf Kein Anschluss unter dieser Nummer zur Antwort bekommen, erfüllte sie mit Genugtuung. Hanspeter wollte vom Jugendamt Sonjas Telefonnummer erfahren. Dieses aber erklärte sich dazu nicht berechtigt. Hanspeter klagte über seinen Rechtsanwalt wiederholte Male bei Gericht das Besuchsrecht ein, aber die Richterin weigerte sich, Sonja ein zweites Mal zu bestrafen. Er müsse doch einsehen, dass angesichts der angespannten finanziellen Lage der Kindesmutter, weitere Strafen die Not des Kindes nur noch verschärfen würden, mahnte sie ein. Hanspeter lauerte Sonja vor ihrer Wohnung auf, um wenigstens einen Blick auf sein Kind werfen zu können, aber Sonja erschien nicht. Hatte sie etwa nicht nur ihre Telefonnummer sondern auch ihre Adresse gewechselt? Das Jugendamt erklärte sich nicht berechtigt, Sonjas Adresse preiszugeben. Auch der Kinderarzt erklärte sich nicht berechtigt, ihm Auskunft über den Gesundheitszustand seiner Tochter zu erteilen. Als es Hanspeter schließlich doch gelang, Sonjas neuen Wohnsitz herauszufinden, kochten seine Gefühle über. Schon öfter, wenn er verzweifelt war, hatte er sich betrunken. So auch dieses Mal. Nein, dieses Mal mehr als üblich. Es war spät, als Hanspeter am Wohnblock ankam, in welchem seine Tochter zu Hause sein sollte. Er konnte aber bei den Glocken Sonjas Namen nicht finden. Er läutete zunächst da, wo die Namensschilder leer waren. Niemand meldete sich. Er läutete noch einmal und noch einmal. Keine Antwort. Hanspeter heulte auf vor Wut, drückte alle Knöpfe zugleich und hörte nicht mehr auf, sie zu drücken, bis sich irgendjemand meldete. Ob er denn wahnsinnig sei, schrie dieser Jemand. Er solle sofort abhauen. Er habe hier nichts verloren. Was? Ich habe hier nichts verloren? Ich habe hier alles verloren, was ich habe!, brüllte Hanspeter außer sich vor Wut. Mach sofort auf, sonst bring ich euch alle um! by FUTURE Training Beratung Coaching Ges.m.b.H, 2015 Seite 1 von 6

2 Hanspeter wurde in eine geschlossene psychiatrische Anstalt gebracht, wo man ihm medikamentös half, Ruhe zu finden. Auch die Schnittwunden heilten, die er sich zugezogen hatte, als er durch die verschlossene Glastür gesprungen war. Seine Freunde allerdings sollten ihn künftig den Glöckner nennen, nicht des ungestümen Läutens wegen sondern auf Grund der Narben, die sein Gesicht, ähnlich jenem des Glöckners von Notre Dame, verunstalteten. Im Anschluss an den Spitalsaufenthalt, absolvierte er die teilbedingte Haftstrafe, zu der man ihn verurteilt hatte. Im Übrigen war ihm auch das Besuchsrecht wegen drohender Gewalttätigkeit aberkannt worden. Hanspeter zahlte pflichtgemäß, was er für den Unterhalt des Kindes zu zahlen hatte, und damit war wieder Frieden eingekehrt in Sonjas Leben, sieht man von den Streitereien mit ihren immer wieder wechselnden Männern ab, und auch mit der Nachbarin, einer älteren Dame, die sich einmal beschwert hatte, als die Musik allzu laut war. Naja, und sieht man von den ständigen Versuchen des Arbeitsamtes ab, ihr eine Arbeitsstelle zu vermitteln. Sonja musste sich dagegen mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Sonja wollte ganz für ihre Tochter da sein, ihr ein behütetes, warmherziges Zuhause bieten. Die ihr angebotenen Arbeitsstellen hätten ihr dies unmöglich gemacht. Sonja liebte ihre Tochter. Sie wollte immer nur ihr Bestes. Jeden Abend vor dem Schlafengehen erzählte sie ihr Geschichten, besonders oft jene vom bösen Wolf und den sieben Geißlein. Anfangs erschrak das Kind, wenn der Wolf an die Tür klopfte die Geißlein allein und ungeschützt zu Hause. Und wenn der Wolf sich die Pfote mit Mehl beschmierte, sodass sie weiß erschien wie jene der Mutter, oder wenn er Kreide fraß, sodass er eine hohe Stimme bekam, wie jene der Mutter, dann durchlief ihren ganzen Körper ein Zittern und Schauern ob der drohenden Gefahr. Umso größer war dann die Erleichterung, als der Wolf schlussendlich im Brunnen ertrunken war und die Geißenmutter mit ihren Geißlein um den Brunnen tanzte und sang: Der Wolf ist tot, der Wolf ist tot Später wollte das Kind die Geschichte vom Wolf und den sieben Geißlein nicht mehr hören. Es wurde immer kränklicher, immer stiller. Sonja wusste sich nicht zu helfen. In ihrer Not organisierte sie eine tolle Geburtstagsparty für ihre Tochter, kaufte bunte Luftballons, schaffte, von wo auch immer, vielerlei Spielzeug herbei, lud Kinder ein, lud Erwachsene ein - ihre Freundin Christiane, zum Beispiel buk einen Kuchen, ganz mit Schokolade überzogen und steckte Kerzen darauf, für jedes Lebensjahr eine. Und sie kamen alle, die geladen waren, die Kleinen wie die Großen. Allein, das Kind sperrte sich in sein Zimmer ein und wollte niemanden sehen. Gar niemanden. Es öffnete die Tür erst, als alle weg waren. Gar alle. Ich will nur dich und meinen Papa, sagte es trotzig. Deinen Papa? Du kennst deinen Papa ja gar nicht. Sei froh, dass du ihn nicht kennst!, entfuhr es Sonja. Ich will ihn aber kennen!, gab das Kind zurück. Ich will meinen Papa kennen! Sonja sagte nichts mehr, hob das Kind auf ihren Schoß und drückte es fest an sich. Es wird schon wieder vergehen, dachte sie. Es verging tatsächlich. Das Kind erwähnte seinen Papa nicht mehr. Es erwähnte überhaupt nichts mehr. Das Fieber war konstant hoch. Selbst die stärksten Medikamente halfen nicht, es zu senken. Sonja war verzweifelt. Sag mir, was du dir wünschst!, versuchte sie das Kind aufzuheitern. Die Antwort des Kindes blieb aus. Ich bitte dich, sag mir, was ich für dich tun kann, drängte Sonja. Das, was ich mir wünsche, wirst du ohnehin nicht für mich tun, antwortete das Kind traurig. Ich tu alles für dich. Was könnte es für mich Wichtigeres geben als dein Glück?, sprudelte es aus ihrem Mutterherzen hervor. Was ist es, das du dir wünschst? Ich wünsch mir meinen Papa, hauchte das Kind. Was???, erschrak Sonja, hielt sich aber sogleich zurück. Sonja begann zu verstehen, das Kind brauchte seinen Papa, und es war bereit, bis zum Äußersten zu gehen, diesem Bedürfnis Gehör zu verschaffen. Sie begriff, sie hatte keine andere Möglichkeit, als ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Spätestens zu Weihnachten wirst du deinen Papa sehen, versprach sie. by FUTURE Training Beratung Coaching Ges.m.b.H, 2015 Seite 2 von 6

3 Es war noch eine Weile hin bis Weihnachten. Sonja hatte Hanspeter schon drei Mal angerufen. Als er jedoch Sonjas Stimme hörte, legte er sofort auf. Schluss, aus, vorbei! Hanspeter wollte, konnte mit dieser Sache nichts mehr zu tun haben. Aus, vorbei!, bekräftigte er seinen Entschluss noch einige Male und wandte sich wieder den Aufgaben zu, die ihn gerade beschäftigten. Nein, Hanspeters Weg hatte ihn weit weg geführt von der Hölle, die er durchlebt hatte. Es kam für ihn nicht in Frage, sich davon noch einmal einholen zu lassen. Im Übrigen war ihm der Kontakt zu seiner Tochter ohnehin von Gerichts wegen untersagt. Hanspeter war mittlerweile ein glücklicher Mann. Er hatte einen guten Job, er hatte mit Felice eine liebe Gefährtin an seiner Seite, er hatte einen Freundeskreis, in dem er sich wohlfühlte, auch wenn ihm in dieser Gesellschaft der Spitznamen Glöckner, anhaftete wie manchem Bauern der Namen seines Hofes. Der Glöckner und die Narben, das war das Einzige, was ihm von seiner Vergangenheit geblieben war. Aber beides war ihm so sehr zur Gewohnheit geworden, dass es für ihn keine Rolle mehr spielte. Ich erkenne dich als meine Frau gestand er Felice ein. Du bist die Frau, die meinem Wesen entspricht. Du bist die Frau, mit ich alt werden möchte. Noch nie hatte ihr jemand so was Schönes gesagt, so tief aus dem Herzen. Sie ließ sich gern von Hanspeter zur Frau nehmen. Einen besseren Mann konnte sie sich nicht vorstellen. Und so beschlossen sie zu heiraten. Gleich einmal nach den Feiertagen. Sonja schrieb Hanspeter einen Brief, in welchem sie ihm in allen Details den Zustand ihrer Tochter und ihre eigenen Gedanken und Gefühle dazu erklärte. Hanspeter jedoch warf ihn ungelesen zum Altpapier. Sonjas Schreiben beschäftigte ihn nicht einmal eine Minute, gerade so lange, bis er sich seine unwiderrufliche und unkorrumpierbare Entscheidung vergegenwärtigte, dass diese Angelegenheit für ihn nicht existiere. Und schon hatte er sie vergessen. Der Weihnachtstag rückte näher. Sonja war entschlossen, ihr Versprechen einzuhalten. Aber wie konnte dies geschehen? Sonja rief Hanspeters Eltern an, mehrmals, aber sie meldeten sich nicht. Vielleicht waren sie ja wieder nach Brasilien geflogen, wo sie Verwandte haben, erinnerte sich Sonja. Sonja schaltete das Jugendamt ein. Als eine Sozialarbeiterin Hanspeter telefonisch kontaktierte und irgendwie begann, ihr Anliegen vorzutragen, unterbrach er sie sofort. Wurden etwa die Alimente nicht oder zu spät überwiesen? Nein, nein, darum geht es nicht, aber Hab ich mir sonst was zuschulden kommen lassen? Aber nein Dann bitte ich Sie mit Nachdruck, mich in Ruhe zu lassen. Aufgelegt. Mein Gott, Hanspeter hatte auch beruflich mitunter unangenehme Dinge zu erledigen. Er tat dies mit Bestimmtheit und Geradlinigkeit, aber ohne innere Beteiligung. Nicht anders wickelte er auch dieses Telefonat ab. Sonja fand keinen Weg zu Hanspeter. Sie versuchte es mit einer , die sie im Namen ihrer Tochter verfasste: Lieber Papa! Ich bin krank. Ich bin krank vor Sehnsucht nach dir. Ich brauche dich so sehr. Bitte, bitte ruf mich an! Wahrscheinlich ist diese unter die Junkmails geraten. Auf jeden Fall hat Hanspeter davon nicht Notiz genommen. Schau, der mit den Narben im Gesicht, das ist dein Papa, flüsterte Sonja, hinter einer Ecke versteckt, ihrer Tochter zu. Sie hatte Hanspeter in einem Wirtshaus aufgespürt, als er sich gerade mit seiner Herrenrunde beim Kartenspielen vergnügte. Das Kind erschrak. Unwillkürlich musste es an den Wolf denken, den bösen, gefährlichen. Der Wolf ist tot, der Wolf ist tot, erinnerte es sich an die Szene, welche im Märchen das Happy End besiegelte. Nein, der Wolf ist nicht tot. Zum Glück ist der Wolf nicht tot. Der Wolf lebt. Und der Wolf ist mein Papa. Und ich hab ihn lieb, soo lieb. Und er hat mich auch lieb. Er kann gar nicht anders, als mich lieb zu haben, überzeugte sich das Kind. Und, obschon geschwächt durch seine Krankheit, ging es forschen Schrittes auf seinen Papa zu. Darf ich mich zu dir heraufsetzen?, fragte es den ihm fremden Mann, der ihm doch so vertraut schien. Ja freilich!, antwortete Hanspeter. Er liebte Kinder. Hanspeter gehörte zu jener Sorte by FUTURE Training Beratung Coaching Ges.m.b.H, 2015 Seite 3 von 6

4 Menschen, für die es zu einer Selbstverständlichkeit gehörte, niemals ein Kind abzuweisen. Er unterbrach sein Kartenspiel und fragte: Wer bist denn du? Rate!, bekam er zur Antwort. Ich glaube, du bist die Gretel, Hänsels Schwester. Nein, lachte das Mädchen verschmitzt. Dann bist du vielleicht das Schneewittchen hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen. Und wieder das gleiche kecke, langgezogene N e i n. Aber so schön wie das Schneewittchen bist du schon. Das Mädchen lächelte verschämt. Ich weiß, wer du bist, rief Hanspeter nun. Du bist du, einfach ganz du. Dem Kind stockte der Atem vor Glück. Weißt du, wer ich bin?, fragte es. Sag es mir!, antwortete Hanspeter. Ich bin das kleine Geißlein, das sich im Uhrkasten versteckt hatte, und das entdeckt hatte, dass der Wolf gar nicht böse ist, dass der Wolf das Liebste ist, das es auf der Welt gibt. Hanspeter war verwirrt. Das musst du mir schon erklären! Aber das Kind hatte anderes im Sinn. Kommst du mich zu Weihnachten besuchen? Bitte, bitte! Das wäre das schönste Geschenk für mich. Du, du, du bist mein Christkind, sprudelte es aus ihm heraus. Du brauchst mir auch gar nichts mitzubringen. Ich wünsche mir nur, dass du kommst. Der gute Mann wusste nicht, was er von diesem Ansinnen halten sollte. Aber weil er noch nie einem Kind einen Wunsch ausgeschlagen hatte, fragte er. Wo wohnst du denn? Bist du morgen wieder hier? Mit dieser Frage sprang das Kind von seinem Schoß und lief weg. Nein, Hanspeter hatte natürlich nicht vorgehabt, morgen schon wieder das Wirtshaus zu besuchen. Aber die Begegnung mit dem Kind berührte ihn auf seltsame Weise. Sollte er sich manipuliert fühlen? Der Wolf, das Liebste, das es auf der Welt gibt, was hatte das zu bedeuten? Dieses Bitte, bitte, es klang echt, es war echt. Es war irgendwie erschütternd. Wie sollte ich für irgendein von irgendwo dahergelaufenes Kind Christkind sein?, staunte er. Auch seine Freunde hatten die Szene mit Verwunderung beobachtet. Sie brauchten eine ganze Weile, bis sie ihre Fassung wiedererlangten. Kinder sind oft voller Geheimnisse, murmelte Hanspeter. Kommt, spielen wir weiter! Was sagt mir mein Kind?, fragte sich Sonja immer wieder. Was sagt es mir, das ich nicht verstehe? Sie erinnerte sich an die Worte ihrer Tochter, sie wäre das kleine Geißlein im Uhrkasten, und dass der Wolf das Liebste wäre, das es auf der Welt gibt. Sonja war schon öfter aufgefallen, dass in der Geschichte vom Wolf und den sieben Geißlein der Vater fehle. Und das war ihr durchaus recht gewesen. Sie gönnte der Geißenmutter deren mütterlichen Alleinherrschaftsanspruch. Plötzlich griff ein unangenehmer Gedanke in ihr Platz: Der Vater fehlt gar nicht in dieser Geschichte. Der Wolf ist der Vater. Um ihn von ihrem Haus fernzuhalten, hatte die Geißenmutter den Vater ihrer Kinder zum bösen Wolf gestempelt, fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Sonja japste nach Luft. Ihre Mutter fiel ihr ein, ihre Freundin Christiane fiel ihr ein, ihre Sozialarbeiterin im Jugendamt fiel ihr ein. Ihrer aller Traum ist es doch, um den Brunnen herumzutanzen und zu singen: Der Wolf ist tot, der Wolf ist tot! Die Idee, dass die Männer das Ihre schon dazu beitragen würden, verschuf ihr keine Erleichterung. Mama, lerne, den Wolf zu uns hereinzulassen!, war das die Botschaft ihrer Tochter? Es ist zu deinem und meinem Glück, hörte sie sie in ihrem Inneren sagen. Dass es zu meinem Glück ist, versteh ich. Ich spüre sie ja, die Sehnsucht nach Frieden, nach Gemeinsamkeit. Lass mich verstehen, inwiefern es auch zu deinem Glück ist!, setzte sie ihren inneren Dialog fort. Auch ich spüre die Sehnsucht nach Frieden und Gemeinsamkeit, nach Frieden und Gemeinsamkeit meiner Eltern. Verstehst du mich, Mama? Freilich verstehe ich dich, mein Kind!, antwortete Sonja der Stimme ihrer Tochter in ihrem Herzen. Verstehst du auch, dass nicht nur mein Körper zwei Beine hat sondern auch meine Seele? Ich weiß nicht, antwortete Sonja. Du und mein Papa, ihr seid die zwei Beine meiner Seele. Und Sonja ergänzte: Würde man deiner Seele eines dieser Beine amputieren, es wäre schlimmer, als wenn man deinem Körper ein Bein abnähme. Erstmals fühlte sich das Kind ganz von seiner Mutter verstanden. Von dem Tag dieser Einsicht an begann sich eine Reihe seltsamer Wendungen in Sonjas Leben einzustellen. Gerade als das Eis in Sonjas Seele zu schmelzen und sie sich einzugestehen begann, wie sehr ihr ihre Eltern fehlten, läutete es. Ihr Vater stand vor der Tür. Bevor Sonja noch etwas sagen konnte, schloss er sie in die Arme, sanft und doch bestimmt. Und Sonja ließ es geschehen. Vor Kurzem noch hätte sie sich heftig dagegen gewehrt. Nun aber spürte sie, wie sich die by FUTURE Training Beratung Coaching Ges.m.b.H, 2015 Seite 4 von 6

5 Spannung in ihrem Körper löste. Wie lange habe ich schon nicht mehr geweint!, schoss es ihr durch den Kopf, während sie sich schluchzend an ihren Vater schmiegte. Papa, ich hab dich so gebraucht. Wo warst du nur die ganze Zeit? Sonjas Freund war anders als die anderen alle. Von schlanker, zarter Statur, tiefschwarzes Haar, große, dunkle Augen und immer ein wohlwollendes Lächeln im Gesicht. Besonders gefielen ihr seine Hände. So stelle ich mir die Hände eines Klavierspielers vor, pflegte sie zu sagen. Aber Fabian, so hieß ihr Freund, spielte nicht Klavier, er zählte Geld, in der Bank, als Kundenberater. Wie gern ihn seine Kunden hatten, weil sie ihn einerseits sachlich korrekt, andererseits von Herzen freundlich und zuvorkommend erlebten! Fabian war zweifellos der Kundenmagnet seiner Zweigstelle. Und Fabian hatte den Vorzug, dass er Sonjas Zickereien, mitunter etwas seufzend zwar, aber doch mit heroischem Langmut zu ertragen vermochte. Er war es gewohnt, dass nach jedem Ich lieb dich sogleich ein Ich lieb dich nicht folgte, manchmal ein ganzer Schwall davon. Wie staunte er, der sich nach jedem Ich lieb dich schon gleich innerlich in Deckung brachte, als plötzlich auf ein erstes ein zweites, und gar noch ein drittes und viertes Ich lieb dich folgte. Er wusste anfänglich überhaupt nicht, wie ihm geschah. Und als, wenn er zu spät nach Hause kam, wenn er mit dem Auto etwas temperamentvoller in eine Kurve fuhr, wenn er müde vor dem Fernseher hängen blieb, ohne den Tisch abgeräumt zu haben, als all das von Sonja in keiner Weise geahndet wurde, erschien ihm dies fast schon unerträglich. Er konnte es kaum fassen, dass sich das Schwere und Dunkle, das auf ihrer Beziehung gelegen war, in Leichtigkeit, in Unkompliziertheit, in Spaß, in kecke Neckereien und tiefgründige Gespräche aufgelöst hatte! Aber auch daran gewöhnte er sich schließlich. Ich darf Leben genießen, gestand er sich ein. Wir dürfen gemeinsam Leben genießen. Christiane, Sonjas Freundin, gefiel diese Eintracht zwischen Sonja und Fabian überhaupt nicht. Sie überhäufte Sonja mit Vorwürfen, sie habe sich selbst aufgegeben, sie sei zu einem willenlosen Hausmütterchen geworden, sie gäbe ihrer Tochter ein schlechtes Beispiel, wenn sie sich zu einer braven Dienerin ihres Herrn degradiere, sie zahle einen zu hohen Preis für ihr Glück Und es gelang ihr tatsächlich, Sonja zu verwirren. Immer häufiger spielte Sonja wieder die Ich-lieb-dichnicht-Karte, immer dichter wurde die dunkle Wolke in ihrer Beziehung, bis Fabian sie eines Tages zur Rede stellte: Sag mir, was du möchtest! Ich will nicht, dass, hub Sonja an Ich habe dich gefragt, was du möchtest, nicht, was du nicht willst, unterbrach sie Fabian in ruhigem und bestimmtem Ton, und er meinte es so ernst, dass sein gewohntes Lächeln gänzlich aus seinem Gesicht gewichen war. Sonja war verblüfft über die kompromisslose Entschlossenheit, mit der Fabian seine Worte setzte. Wie der Wolf, wenn er sich das Mehl von Pfote gewischt und die Kreide ausgespuckt hat!, dachte sie bei sich. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Möchtest du Beziehung oder möchtest du keine Beziehung? Möchtest du, dass wir uns gegenseitig attraktiv finden, oder möchtest du, dass wir uns anekeln und abstoßen? Möchtest du, dass wir an unserer gemeinsamen Zukunft bauen, oder möchtest du, dass unser Gemeinsames Vergangenheit ist? Sonja verstand sich selbst nicht mehr. Ich brauche Zeit, Fabian. Bitte, gib mir ein wenig Zeit! Sonja lag die ganze Nacht wach. Sie fühlte sich wie in einem Denkkarussell gefangen - sich im Kreis bewegend, flogen ihre Gedanken immer schneller an ihr vorbei, ohne dass sie jemals einen zu fassen bekommen hätte. Nein, Denken war offenbar nicht die geeignete Methode, zu innerer Klarheit zu gelangen. Also versuchte sie es mit Beten. Das Beten beruhigte sie. Und im Zwiegespräch des Gebets gelang es ihr auch, ihre Gedanken zu entwirren. Am nächsten Morgen, als Fabian erwachte, war Sonja - weg. Wie durch einen Taifun wurden Fabians Gefühle durcheinandergewirbelt und drohten, ihn zu übermannen. Aber es gelang ihm unter großer Willensanstrengung, sich zu beherrschen, musste er doch Sonjas Tochter Ruhe und Sicherheit vermitteln, ihr das Frühstück bereiten und seine Arbeitsstelle benachrichtigen, dass er heute nicht zum Dienst kommen könne, weil er das kranke Kind zu betreuen hatte. Sonja kehrte bald einmal nach Hause zurück. Die Anspannung in Fabians Gesicht entging ihr nicht. Wie stark er ist!, durchfuhr es sie, als er sie mit klarem, festem Blick ansah. Heute Nacht bin ich mir klar geworden, was ich will, sagte sie. Allerdings war es mir wichtig, bevor ich mit dir rede, noch etwas erledigen. Und?, fragte Fabian. Ich bin zu Christiane gegangen und by FUTURE Training Beratung Coaching Ges.m.b.H, 2015 Seite 5 von 6

6 habe ihr gesagt, dass ich mir von ihr mein Glück nicht zerstören lasse. Ich möchte mit ihr keinen Kontakt mehr haben, habe ich ihr gesagt. Fabian atmete etwas leichter. Und, was bist du dir klar geworden, dass du willst? Ich bin mir klar geworden, dass ich mich als deine Frau fühle und deine Frau sein will. Hanspeter nahm Felice mit ins Wirtshaus. Sie bestellten sich etwas zu essen. Ob das Mädchen tatsächlich wieder kommen würde? Von irgendwo musste es sich angeschlichen haben, denn sie erschraken fast, als sie sein Hallo erreichte. Danke, dass du gekommen bist, wandte es sich an Hanspeter. Das ist Felice, und ich bin Hanspeter. Und wie heißt du? Du bist mein Christkind, korrigierte ihn das Mädchen ernst, ohne Hanspeters Frage Beachtung zu schenken. Darf dir dein Christkind etwas zum Trinken bestellen oder zum Essen? Nur einen Tee bitte. Einen Kamillentee mit Honig. Ich bin nämlich ein bisschen krank. Hanspeter hatte die unnatürliche Blässe des Kindes wohl bemerkt, und auch die flackernden Augen und den schweren Atem. Welche Krankheit hast du denn?, wollte Hanspeter wissen. Ich weiß es nicht, antwortete das Mädchen. Niemand weiß es. Das glaube ich nicht. Sag mir, was dir fehlt!, drang Hanspeter weiter in sie ein. Du fehlst mir, wollte das Mädchen sagen, aber es brachte keinen Ton heraus. Alles begann sich zu drehen, immer schneller, immer rasender, es hielt sich am Tisch fest, um nicht vom Stuhl zu fallen Als es erwachte, lag es in einem Spitalsbett. Rings herum standen schweigend Felice und Papa, Fabian und Mama und lächelten ihm zu. Lange blickte es ihnen in die Augen, einer nach dem anderen. Sehr lange. Ist heute Weihnachten?, hauchte es. Sonja, Hanspeter, Fabian und Felice, sie standen immer noch um das Bett des Mädchens, als plötzlich eine Krankenschwester bei der Tür hereinplatzte eine Ewigkeit mochten sie dagestanden haben. Das Mädchen hatte längst seine Augen geschlossen, es hatte längst fast unmerklich - seinen letzten, seinen allerletzten Atemzug getan. Der Satz aber hatte nicht aufgehört, im Raum zu schweben, der Satz: Ist heute Weihnachten? by FUTURE Training Beratung Coaching Ges.m.b.H, 2015 Seite 6 von 6

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