Der Mann im Mond hat eine Frau, die Frau im Mond. Zusammen haben sie ein Kind, das Kind im Mond. Dieses Kind hat seine Eltern eines Tages auf dem

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1 Der Mann im Mond hat eine Frau, die Frau im Mond. Zusammen haben sie ein Kind, das Kind im Mond. Dieses Kind hat seine Eltern eines Tages auf dem Mond zurückgelassen und ist zur Erde gereist. Wie es dazu kam, das sollt Ihr nun hören.

2 er Mann im Mond schritt dahin, als ginge er zur Arbeit. Doch auf dem Mond gibt es nichts zu tun. Nichts. Der Mann sang ein Lied: Mond, Mond, rund wie ein O, rund wie ein Mund, der O singt. Der Mann fing immer wieder von vorne an: Mond, Mond, rund wie ein O... Mitten drin hörte er auf. Er sagte: So! ganz wie einer, der etwas erledigt hat, und kehrte nach Hause zurück.

3 Wunder, muss man sagen, kommen auf dem Mond ziemlich häufig vor. Einmal zum Beispiel flog hoch oben ein Rabe vorbei. Still, fast ohne einen Flügelschlag. Sein Gefieder glänzte vor dem Himmel. Weiß der Kuckuck, woher der Vogel kam.

4 Vielleicht, sagte die Frau im Mond, vielleicht ist es der Geruch eines fernen Nachbarn, der uns besuchen wollte, den wir hätten empfangen sollen. Empfangen jemanden, der stinkt? fragte der Mann. ehrmals landete eine Rakete. Der Mann, die Frau und das Kind im Mond versteckten sich in ihrem Haus, bis das Ding wieder weg war. Auch der Hund und die Katze hatten sich verkrochen. So sahen sie alle nicht, was draußen geschah. Und aus den Spuren, die die Raketen im Staub hinterließen, wurde auch der Hund im Mond nicht klug. Er schnupperte daran herum. Riecht komisch, stellte er fest. Das hieß zwar nicht viel, aber die anderen nickten. Riecht seltsam, sagte der Hund, als käme das der Sache schon näher. Er schnupperte und musste niesen. Es handelt sich, erklärte er zum Schluss, um einen sehr merkwürdigen Geruch. Stinkt, bestätigte die Katze.

5 mmer vor dem Schlafengehen sahen sie fern, der Mann, die Frau, das Kind, der Hund, die Katze und das Kalb im Mond. Das Mondkalb frisst Mondgras. Mehr ist über dieses Tier nicht zu sagen. Wohl aber über das Gras, das eigentlich kein Gras ist, sondern ein Graus: dürre Halme, die in die Nüstern stechen und zum Husten reizen. Sie wachsen überall. Sie bilden das bleiche Fell des Mondes. Sie sahen also fern, die ganze Familie. Das heißt, sie saßen da, den Blick auf die sehr blaue Erde gerichtet. Und während sie so blickten, erzählte die Frau vom Leben auf der Erde, von Kräutern und Früchten, von Würsten und von frischem Brot, dass allen das Wasser im Mund zusammenlief. Sie berichtete von Schwarzwäldertorten und von schwarzen Wäldern, von Regen und von Schnee, von Schneemännern und Schneefrauen. Weiß der Kuckuck, woher sie das alles hatte.

6 or dem Schlafengehen erzählte die Frau, warum die Erde so blau sei. Sie ist nämlich eingehüllt in ihren blauen Himmel. Durch die Lücken im Himmel sieht man vom Mond auf die blauen Meere hinab, die blauen Schiffe, den blauen Rauch über den Städten. Nach und nach entstand im Kind eine große Sehnsucht nach der Erde, von der die Mutter so viel Schönes erzählte. Das Herz des Kindes klopfte an die Rippen, als wollte es hinausgelassen werden. Dann, eines Tages, war es soweit. Das Kind flog oder stürzte davon. Die Mutter bekam es gerade noch an einem Bein zu fassen, als es schon in der Luft war. Doch das Kind riss sich los. Es stieg in den schwarzen Himmel und flog oder stürzte der blauen Erde zu.

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