BLACKROCK INVESTMENT INSTITUTE INNOVATION VERSTEHEN DIE BEDEUTUNG TECHNOLOGISCHEN WANDELS FÜR PRODUKTIVITÄT, INFLATION UND KAPITALANLAGE

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1 INNOVATION VERSTEHEN DIE BEDEUTUNG TECHNOLOGISCHEN WANDELS FÜR PRODUKTIVITÄT, INFLATION UND KAPITALANLAGE SEPTEMBER 214 BLACKROCK INVESTMENT INSTITUTE

2 Die Bedeutung technologischen Wandels für Produktivität, Inflation und Kapitalanlage Der technologische Wandel hat tiefgreifenden Einfluss auf Volkswirtschaften und Unternehmen. Kann er sich auch positiv auf das nominale Wirtschaftswachstum auswirken? Und was bedeutet Innovation für Beschäftigung und Inflation? Wir haben 85 Investmentexperten von BlackRock zusammengerufen, um über dieses Thema zu diskutieren und jenseits des vorherrschenden Hype eine realistische Sicht zu entwickeln. Ewen Cameron Watt Chief Investment Strategist, BlackRock Investment Institute Rick Rieder Chief Investment Officer, BlackRock Fundamental Fixed Income Was macht Innovation für Anleger so wichtig? Der technologische Fortschritt steht im Schnittpunkt von Beschäftigung, nominalem Wirtschaftswachstum und Inflationsgefahr und betrifft somit Schlüsselthemen für politische Entscheidungsträger weltweit. Die Notenbanken sind zurzeit weniger strikt in Hinsicht auf die Geldwertstabilität, weil ihnen das Inflationsrisiko gering erscheint und sie sich stattdessen auf die Förderung von Beschäftigung konzentrieren. Innovation kann helfen, die Teuerung im Zaum zu halten, indem sie die Löhne und Preise dämpft. Andererseits birgt sie Gefahren für die Beschäftigung, wenn weniger Menschen mehr Güter und Dienstleistungen produzieren. Im Folgenden sollen die Zusammenhänge zwischen Innovation, Produktivität und Inflation näher beleuchtet werden. Außerdem identifizieren wir potenzielle Gewinner und Verlierer (Unternehmen, aber auch Länder) und untersuchen, welchen Effekt Innovationen auf Zinsen und Anlagestrategien haben. Unsere wichtigsten Erkenntnisse: } Repetitive (sich wiederholende Routine-) Tätigkeiten in der Industrie werden heute größtenteils von Maschinen ausgeführt. Das ist nicht neu. Roboter sind schon seit Jahrzehnten in Fabrikhallen im Einsatz. Möglicherweise sind wir aber jetzt an einem kritischen Punkt angekommen. Roboter werden immer billiger und intelligenter. Peter Fisher Senior Director, BlackRock Investment Institute Chris Jones Chief Investment Officer, BlackRock Americas Fundamental Equity INHALT Einführung 3 5 Gewinner und Verlierer 6 7 Produktivität 8 9 Inflation 1 11 Kapitalanlage } Die nächste Phase der Innovation beginnt gerade erst. Man denke nur an das exponentielle Wachstum der Rechenleistung von Computern, an maschinelles Lernen und die Fähigkeit, riesige Datenmengen zu analysieren. Viele Unternehmen und Investoren haben sich diese ungeahnten Möglichkeiten bislang noch nicht nutzbar gemacht. } Der schnellere Transfer von Technologien erschwert es Unternehmen, einen Wettbewerbs vorteil zu behaupten. Dank der Internetökonomie können Firmen auf eine bestehende Infrastruktur zugreifen und müssen weniger Kapital investieren. } Innovation untergräbt den traditionellen Vorteil vieler Schwellen- und Entwicklungsländer: den Zugriff auf billige Arbeitskraft. Hinzu kommt, dass sich neue Technologien in vielen dieser Länder nur langsam ausbreiten, gebremst durch eine schwach ausgebaute Infrastruktur und mangelnde Rechtssicherheit. } Technik-Optimisten behaupten, wir stünden an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter des Produktivitätsfortschritts, in dem neue Technologien auf breiter Front Einzug halten. Pessimisten erwidern indessen, die produktivitätssteigernden Segnungen der Internet-Ära seien bereits im Schwinden begriffen. Wir neigen eher den Ansichten der ersten Gruppe zu. } Innovationen verdrängen in Lieferketten den Zwischenhandel, wodurch sich die Nachfrage nach bestehenden Dienstleistungen tendenziell verringert. Andererseits bewirken sie eine sogenannte Kommodifizierung, also einen Prozess der Kommerzialisierung, der das Angebot erhöht. Das Ergebnis ist eine stetige Abwärtsbewegung der Preise. } In den USA ist es nicht zuletzt der technische Wandel, der Beschäftigungswachstum und Lohnanstieg begrenzt. Deshalb wird der nächste Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank wahrscheinlich flacher verlaufen als frühere Zyklen mit niedrigerem Gipfel. Die hier vertretenen Ansichten datieren vom September 214. Änderungen sind möglich, wenn die Bedingungen sich wandeln. [2] INNOVATION VERSTEHEN

3 Einführung Innovationen begleiten die moderne Welt spätestens seit der Erfindung der Dampfmaschine. Was ist also heute anders? Ganz einfach: Für den Weg vom Reißbrett bis zur alltäglichen Nutzung benötigen Erfindungen weniger Zeit als je zuvor. SCHNELLERE EINFÜHRUNG Verbreitungstempo neuer Technologien in den USA, VERBREITUNGSGESCHWINDIGKEIT 1% Radio Elektrizität Telefon Farb-TV Autos Mobiltelefon Computer Videorekorder Internetzugang Smartphone Quellen: BlackRock Investment Institute, Federal Communications Commission, U.S. Census Bureau, World Bank und Statista, Juli 214. Anmerkung: Die Verbreitungsgeschwindigkeit bezieht sich auf das Vorhandensein je Haushalt außer bei Mobiltelefonen und Smartphones (je Person). Man betrachte beispielsweise das Telefon: Die Erfindung von Alexander Graham Bell brauchte 56 Jahre, bis sie in der Hälfte aller Haushalte in den USA anzutreffen war. Zum Vergleich: Beim Smartphone dauerte dieser Prozess gerade einmal sieben Jahre (siehe Grafik links). 1 % MEHR DATENVOLUMEN ALLE ZWEI JAHRE Das Paradebeispiel für In - novation ist der Roboter er darf in keinem Science- Fiction-Film fehlen. In High- End-Fertigungsbetrieben sind repetitive und mechanische Tätigkeiten heute größ- Quelle: IDC, April 214. tenteils Sache von Robotern. Viele Arbeitsplätze mit einfachen Tätigkeiten sind dadurch überflüssig geworden. (Ein Roboter der Traum jedes Managers: Er tut immer genau das, was man ihm sagt, ist zuverlässig und effizient; er streikt oder kündigt nie und kommt auch nie mit einem Kater zur Arbeit.) Industrieroboter kennen wir nun seit Jahrzehnten. Ihre Zahl ist jedoch verglichen mit der Zahl der Beschäftigten in den meisten Branchen verschwindend gering eine Ausnahme ist hier die Autoindustrie. Japan, Deutschland und die USA marschieren bei der Roboter-Revolution an der Spitze. In der japanischen Autoindustrie werden mehr als siebenmal so viele Roboter eingesetzt wie in China (siehe Grafik unten links). Das dürfte sich ändern, wenn Roboter billiger (und noch leistungsfähiger) werden und die Löhne in China steigen. Noch beschränkt sich der Einsatz von Robotern weitgehend auf die Montagehallen. Neben der Autoindustrie sind die Elektronik- und die Chemieindustrie die größten Abnehmer (siehe Grafik unten rechts). Dass die Automatisierung Arbeitsplätze vernichtet, ist seit Langem bekannt. Die entscheidende Frage lautet: Gelangen wir jetzt an einen kritischen Punkt, an dem Roboter in größerem Stil eingeführt werden, da ihre Preise sinken, ihre Rechenleistung aber exponentiell steigt? EIN ROBOTER HAT MEIN AUTO GEBAUT Weltweite Roboterdichte in der Industrie und jährliche Absatzzahlen, 212 ROBOTER PRO 1. BESCHÄFTIGTE ROBOTERDICHTE Autoindustrie Allgemeine Industrie Japan DE USA GB China Brasilien Indien ZAHL JÄHRLICH VERKAUFTER ROBOTER Kraftfahrzeuge Elektro Autozulieferer Chemie und Kunststoffe Metallerzeugnisse Kommunikation Nahrungsmittel Industriemaschinen Medizinische Geräte Haushaltsgeräte Glas und Keramik Sonstige Nicht angegeben STÜCKZAHL IN TAUSEND Quellen: BlackRock Investment Institute und International Federation of Robotics, 213. EINFÜHRUNG [3]

4 UNSICHERE JOBS Wegen der hohen Kosten ist der Einsatz von Industrierobotern bislang auf eine kleine Zahl von Hochlohnbranchen beschränkt. In vielen Industriezweigen werden Roboter jedoch zunehmend zur Konkurrenz für billige Arbeitskräfte. Durch die verbesserte Rechenleistung von Computern und billiger gewordene Komponenten wie beispielsweise Sensoren ist das Automatisierungspotenzial ge - wachsen. In Japan bereiten Roboter heute (mit etwas Hilfe von Menschen) Laufband-Sushi zu und pflegen Senioren. Welche Arbeitsplätze sind am stärksten gefährdet? In der wissenschaftlichen Untersuchung von David Autor, Frank Levy und Richard Murnane (The Skill Content of Recent Technological Change) werden Arbeitsplätze in vier Hauptkategorien eingeteilt: Manuell repetitiv: Routineaufgaben, die einfachen Regeln folgen wie Zusammenbauen, Auswählen und Sortieren. Diese Jobs (in Branchen wie Fertigung, Transport und Nahrungsmittelzubereitung) sind von Automatisierung oder Computerisierung am stärksten betroffen. Zugleich sind dies in der Regel die Bereiche mit der höchsten Arbeitslosigkeit und den niedrigsten Löhnen (siehe Grafiken). Das bereitet der Politik große Sorge, da die Zahl der Beschäftigten in diesen Branchen am höchsten ist (wie die Größe der orangefarbenen Kreise erkennen lässt). Manuell nicht-repetitiv: Gärtner, Klempner, Frisöre und Haustierpfleger. Diese Arbeitsplätze lassen sich nicht so leicht automatisieren. Zwar werden hier keine hohen Löhne gezahlt möglicherweise haben wir es aber mit einem der wenigen Wachstumsbereiche der nächsten Jahre zu tun. Die Einkommen der Beschäftigten in der häuslichen Pflege werden laut Prognosen der US- Behörde für Arbeitsstatistik (BLS) von 212 bis 222 jährlich um 4,8 % steigen den höchsten Anstieg unter den 4 Branchen, die die Behörde beobachtet. Kognitiv repetitiv: Büroarbeit, Call-Center, Dokumentation und Buchhaltung. Diese Jobs sind zunehmend der Gefahr der Com - puterisierung ausgesetzt. Ein gutes Beispiel für diesen Verdrängungsprozess ist, wie spezielle Software den Bedarf an Steuerberatern reduziert. Kognitiv nicht-repetitiv: Manager, Programmierer, Techniker. Diese Berufe laufen das geringste Risiko, durch Computerisierung überflüssig zu werden in der Regel ist das Gehalt in diesem Feld hoch und die Arbeitslosigkeit niedrig (die dunkelblauen Kreise in den Grafiken). Aber: Die Trends zur Automatisierung differieren von Land zu Land ebenso wie die Entwicklung der Löhne und Gehälter. So steigen beispielsweise in Japan mit einer alternden Bevölkerung (und einer eher ablehnenden Haltung gegenüber Einwanderung) die Löhne im Baugewerbe. Dabei gilt es auch, die Unterschiede innerhalb einzelner Berufsgruppen zu beachten. Altenpflege und Kinderbetreuung nehmen beispielsweise den größten Teil der Kategorie persönliche Betreuung ein. Diese Berufe erfordern hohe Fähigkeiten im Bereich Denken und Kommunikation und sind daher als kognitiv nichtrepetitiv einzustufen. MEINEN JOB HAT JETZT EIN COMPUTER Wahrscheinlichkeit der Computerisierung nach Berufen (USA, 213) ARBEITSLOSENQUOTE MITTLERES JAHRESEINKOMMEN (IN TAUSEND) 12% 6 $1 Soziale Dienste Geisteswissenschaften Computer Baugewerbe Landwirtschaft Bau u. Instandhaltung Ingenieurwesen Management Bau u. Instandhaltung Transport Kognitiv nicht-repetitiv Manuell nicht-repetitiv WAHRSCHEINLICHKEIT DER COMPUTERISIERUNG Tätigkeitstyp Computer Management Ingenieurwesen Jurist. Bereich Landwirtschaft Objektschutz Produktion Produktion Verwaltung WAHRSCHEINLICHKEIT DER COMPUTERISIERUNG Vertrieb Kognitiv repetitiv Manuell repetitiv Beschäftigte insgesamt 1 Mio. 5 Mio. 2 Mio. Handel u. Finanzen 1% Instandhaltung u. Reparatur Baugewerbe Vertrieb Nahrungszubereitung Nahrungszubereitung Transport Verwaltung Ärzte/ Gesundheitsfachkräfte Bildung/Erziehung Bildung/ Instandhaltung u. Reparatur Erziehung Natur- Objektschutz wissen- schaften Handel u. Finanzen Jurist. Bereich Ärzte/Gesundheitsfachkräfte Naturwissenschaften 5 Persönliche Betreuung Gesundheitsförderung Geisteswissenschaften Soziale Dienste Gesundheitsförderung Persönliche Betreuung % Quellen: BlackRock Investment Institute, Bureau of Labor Statistics und Carl Benedikt Frey u. Michael Osborne, Juli 214. Anmerkungen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Arbeitsplätze durch Computerisierung verloren gehen, basiert auf der Studie von Frey und Osborne The Future of Employment: How Susceptible are Jobs to Automation? (213). Die Angaben über mittlere Einkommen, Arbeitslosigkeit und Beschäftigung basieren auf Jahresdaten des Bureau of Labour Statistics für 213. Ich sehe mich im Lager der Technik-Optimisten. Meiner Ansicht nach ist das erst die Spitze des Eisbergs. Kristen Walters Global Chief Operating Officer, BlackRock Risk and Quantitative Analysis Group [4] INNOVATION VERSTEHEN

5 TRÜBE AUSSICHTEN? Die Unterschiede zwischen den Berufsgruppen verschwimmen immer mehr. Software und Algorithmen beginnen Menschen zu ersetzen (oder zu ergänzen) selbst in Berufen, in denen kognitive Fähigkeiten gefragt sind. Beispiele sind etwa die Bearbeitung von Schadensmeldungen bei Versicherungen, die Aufdeckung von Betrugsfällen, der Aktienhandel und juristische Recherchen. Etwa 65 % der Beschäftigten in den USA sind in Berufen tätig, die der Kategorie Informationsverarbeitung zugeordnet werden können, so Andrew McAfee und Erik Brynjolfsson, Technologieexperten am MIT (Massachusetts Institute of Technology) und Verfasser des Buches The Second Machine Age. Auch viele Tätigkeiten der Kategorie manuell nicht-repetitiv sind möglicherweise stärker gefährdet als bisher angenommen. So könnten fahrerlose Autos eines Tages Lkw- und Taxifahrer überflüssig machen. Das erwartete Wachstum der Produktivität und die Beschäftigungszahlen verhalten sich unserer Ansicht nach umgekehrt proportional. Das heißt, dass die Branchen mit dem geringsten erwarteten Produkti vitätswachstum (aus den unteren beiden Quintilen) im kommenden Jahrzehnt voraussichtlich fast zwei Drittel zur gesamten Zunahme der Beschäftigung in den USA beitragen werden. Dies zeigt unsere Analyse. Wenn sich das Beschäftigungswachstum auf Branchen mit geringer Produktivität konzentriert, wird die Produktivität voraussichtlich auch insgesamt auf niedrigem Niveau bleiben. Die Vergangenheit lehrt jedoch, dass solche Vorhersagen (die auf der Extrapolation aktueller Trends basieren) oft weit an der Realität vorbeigehen. 34. USD So hatte eine technologische Innovation wie das Fracking KOSTET DAS sowohl auf die Produktivität im BASISMODELL EINES amerikanischen Bergbau als UNIVERSALROBOTERS auch auf die Beschäftigungszahlen einen positiven Effekt. Quelle: RIA, Januar 214. Fazit: Durch Innovationen werden in manchen Branchen Arbeitsplätze verloren gehen der Effekt auf die Gesamtwirtschaft ist jedoch schwer vorhersehbar. Umschulung und Weiterbildung von Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, sind der richtige Weg, um die negativen Konsequenzen technologischen Fortschritts abzumildern. Werden die Erfindungen von heute so tiefgreifende Auswirkungen haben wie einst die Dampfmaschine oder die Elektrizität? Die Tabelle unten enthält Argumente für und gegen diese These (wobei die Wahrheit wie so oft vielleicht in der Mitte liegt). Unserer Ansicht nach könnten Roboter bereits zu den älteren Innovationen zählen. Bei vielen technischen Neuerungen dauert es eine gewisse Zeit, bis die Vorteile erkannt werden und jeder sie verstanden hat. Die Erfindungen an der Basis der aktuellen Innovationswelle sind erst fünf Jahre alt. Vielleicht stellt sich erst noch heraus, was uns schnelles, überall verfügbares Internet, Smartphones und Big Data (die Fähigkeit zur Speicherung, Verarbeitung und Analyse riesiger Datenmengen, sodass alles, von Geschäftstrends bis hin zur Ausbreitung von Krankheiten, nachverfolgt werden kann) an Segnungen bescheren werden. INNOVATIONSKRIEGE Wichtigste Argumente von Technik-Optimisten und -Pessimisten ALLGEMEIN BIG DATA AUTO- MATI- SIERUNG EINZEL- HANDEL LAND- WIRT- SCHAFT GENOMIK SHARING ECONOMY TECHNIK-OPTIMISTEN } Wir befinden uns bei der Einführung neuer Technologien an einem kritischen Punkt. } Das Tempo des technischen Wandels wird sich in den nächsten Jahren massiv beschleunigen. } Big Data wird Auswirkungen auf fast jede Branche haben. Die meisten Unternehmen nutzen die Möglichkeiten bisher noch gar nicht wenn sie es tun, haben sie enorm viel zu gewinnen. } Beispiel: Umstellung von Papierbelegen auf elektronische Aufzeichnungen im Gesundheitswesen (medizinische, Versicherungs- und sonstige Daten). } Roboter werden billiger und intelligenter wir stehen an der Schwelle zu ihrer Einführung in viel größerem Stil. } Der (zurzeit noch) begrenzte Einsatz von Robotern in der Dienstleistungsbranche eröffnet die Möglichkeit, dort mit manuellen Tätigkeiten mehr zu verdienen. } Der Onlinehandel schafft größere Preistransparenz, davon profitieren die Konsumenten. } Neue Technologien transformieren das Lieferkettenmanagement und die Logistik, das bringt beträchtliche Produktivitätszuwächse. } Billige, mit Sensoren ausgestattete Drohnen unterstützen Agrarbetriebe bei der Ertragssteigerung und der Verringerung von Ernteschäden. } Genveränderte Anbaupflanzen sind resistenter gegen Schädlinge, Überschwemmungen und Dürren. } Genomik und medizinischer Fortschritt stehen erst ganz am Anfang. } Die Kosten der Genom-Entschlüsselung sinken drastisch, sodass eine umfassende Nutzung bald möglich sein dürfte. } Die Sharing Economy ermöglicht es, Sachen oder eigene Fähigkeiten durch Verkauf oder Vermietung besser zu nutzen. Autos und Wohnungen sind vielleicht nur der Anfang. TECHNIK-PESSIMISTEN } Das ist doch alles nur viel Lärm um nichts, egal, was der Tech-CEO in seiner Jeans erzählt. In Wirklichkeit sinkt die Produktivität. } Sind Smartphones etwa so revolutionär wie die Dampfmaschine oder die Elektrizität? Ganz sicher nicht. } An Big Data ist viel weniger dran, als man uns weismachen will. Bisher war das einzige Resultat ein Wettlauf um Marktanteile. } Es wird Gewinner und Verlierer geben rechnet man alles gegeneinander auf, bringt Big Data der Wirtschaft aber nichts. } Dreh- und Angelpunkt moderner Volkswirtschaften sind die Dienstleistungen und gerade da ist der Einsatz von Robotern am schwierigsten. } Von der Automatisierung profitieren vor allem die Reichen. Geringqualifizierte werden es immer schwerer haben, einen Arbeitsplatz zu finden oder eine Lohnerhöhung durchzusetzen. } Manche Onlinehändler erzielen praktisch gar keinen Gewinn. Die Margen sind hauchdünn. } Viele herkömmliche Läden sind vom Aussterben bedroht. } Die Landwirtschaft wird kapitalintensiver. Kleinere Betriebe werden zur Fusion gezwungen sein, um nicht unterzugehen. } Ein Teil der Verbraucher rebelliert gegen genetisch veränderte Kulturen. Die ökologische Landwirtschaft wird uns erhalten bleiben. } Die Auswirkungen werden wohl sehr begrenzt sein. Der Schwerpunkt wird auf kostspieligen Behandlungen liegen statt auf gesundheitlichen Verbesserungen für die breite Bevölkerung, die sich produktivitätssteigernd auswirken könnten. } Die Kapazitätsauslastung wird steigen. Das mag die Produktivität verbessern, aber zugleich werden die Investitionen sinken. } Vermittler werden aus dem Markt gedrängt, und die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern wird noch größer. EINFÜHRUNG [5]

6 Gewinner und Verlierer Die schnelle Ausbreitung neuer Technologien macht es für Unternehmen schwerer, Wettbewerbsvorteile zu bewahren. Dazu einige Fakten: } Nur 63 % der Unternehmen, die vor zehn Jahren im S&P 5 waren, sind in dem Index laut Thomson Reuters auch heute noch notiert. Zum Vergleich: Beim Nasdaq 1 sind es 51 %, beim Eurostoxx 68 % und beim japanischen TOPIX 1 liegt der entsprechende Wert bei 73 %. Das Tempo der Veränderung ist schneller geworden, wie Goldman Sachs feststellt. So haben seit Mitte der 198er-Jahre in jedem Jahrzehnt ungefähr die Hälfte der 1 umsatzstärksten US-Unternehmen ihren Platz für andere räumen müssen. In den Jahren zwischen 1955 und 1985 waren es nicht einmal ein Viertel pro Jahrzehnt. } Firmen im Technologiesektor, die gemessen am Kapitalrückfluss im obersten Viertel der Branche rangieren, halten sich laut Goldman Sachs meist etwa drei Jahre im Spitzenfeld. In der Pharmaindustrie, im Maschinenbau, in der Telekommunikation und in der Versorgungswirtschaft sind es etwa vier Jahre, bei Basiskonsumgütern, Nahrungsmitteln und Getränken über fünf Jahre. Die Einführung von Big-Data-Analysetechniken durch immer mehr Unternehmen wird eine Beschleunigung der Produkt - zyklen zur Folge haben, so Goldman Sachs. In einem solchen Umfeld könnte es schwierig werden, einen Wettbewerbsvorteil länger zu behaupten. Konsequenz: Es wird wichtiger, in Unternehmen zu investieren, die den nachteiligen Effekten disruptiver Innovationen etwas entgegenzusetzen haben (siehe unsere Liste von Fragen an Unternehmensleitungen auf S. 12). Außerdem sollten Anleger Wachstumsraten mit Skepsis betrachten. Zu prognostizieren, ob ein Unternehmen in zehn Jahren noch existiert, wird zunehmend schwieriger (Gewinner, die ihren Platz hartnäckig verteidigen, könnten indessen von Kursaufschlägen profitieren). Der Einfluss von Innovation in der Wirtschaft manifestiert sich hauptsächlich in zwei Bereichen: Disintermediation: Damit ist die Verdrängung des Zwischenhandels aus den Lieferketten gemeint. Man denke etwa an die Folgen des Onlinehandels für Reisebüros, Medien, Buchhandel und Börsenmakler. Was ist dabei herausgekommen? Ein Rückgang der Nachfrage aus Sicht der traditionellen Anbieter dieser Leistungen und ein dämpfender Effekt auf die Preise. Kommodifizierung: Automatisierung und immer leistungsfähigere Computer haben zur sogenannten Kommodifizierung vieler Produkte geführt, zu Lasten der Preissetzungsmacht der bestehenden Anbieter und mit der Folge eines größeren Angebots. Das Resultat: Die Preise werden nach unten gedrückt. Neue Technologien versetzen die Vorreiter im jeweiligen Bereich in die Lage, sich einen riesigen Anteil an (manchmal temporären) Märkten zu sichern, der Sieger kann hier ungehemmt abräumen (Beispiele: Internet-Suchmaschinen oder Onlineshopping). Eine Warnung sei erlaubt: Die Bewertungen der als Gewinner identifizierten Unternehmen neigen zur Übertreibung. Und eine zweite Warnung: Hohe Marktanteile bedeuten nicht immer auch fette Margen. So kann es vorkommen, dass trotz Markterfolgs keine Gewinne erzielt werden und in erster Linie die Verbraucher Grund zur Freude haben. Der Weg zur Automatisierung ist keine Einbahnstraße unter den Gewinnern der Zukunft könnten auch Hersteller von handgefertigten Produkten sein, wie etwa Craft Beer (Bier, das in kleinen Mengen traditionell gebraut wird). Gewinner und Verlierer kommen aus allen Lagern, und die Möglichkeiten zusätzlicher Renditen sind überaus vielfältig. INNOVATION UND LÄNDER Innovation untergräbt den wichtigsten Wettbewerbsvorteil der Schwellenländer: billige Arbeitskraft. Wenn in einem Land die Löhne steigen, können Unternehmen darauf reagieren, indem sie automatisieren oder an billigere Standorte wechseln. Von dieser Reaktion können auch Industrieländer profitieren. Einige amerikanische Unternehmen haben ihre Produktion teilweise in die USA zurückgeholt, angelockt von billiger Energie und der Nähe zu den Endabnehmermärkten. CHINAS AUFSTIEG Arbeitskosten in der Industrie, RELATIV ZUM NIVEAU IN DEN USA 16% Arbeitskosten in China Quellen: BlackRock Investment Institute, Weltbank und Oxford Economics, Juli 214. Anmerkung: Die Arbeitskosten enthalten auch Zahlungen bei Krankheit sowie zusätzliche Leistungen. Die Löhne chinesischer Fabrikarbeiter haben sich seit 22 vervierfacht, und laut Vorhersagen wird sich der Anstieg im gleichen Tempo fortsetzen wobei das Niveau auch künftig weit unter dem in den USA bleiben wird (siehe Grafik oben). Durch die Automatisierung wird es für Schwellenländer wesentlich schwerer, sich mit ihrem bisherigen auf billigen Arbeitskräften beruhenden Modell zu profilieren. Gerardo Rodriguez Senior Investment Strategist, BlackRock Emerging Markets Team [6] INNOVATION VERSTEHEN

7 AUF BILDUNG KOMMT ES AN Für die Schwellen- und Entwicklungsländer gibt es nicht nur Grund zum Klagen. Die aufstrebenden Staaten können Innovationen fremden Ursprungs nutzen und Zwischenschritte überspringen. Kenias blühendes Handy-Bezahlsystem und die Spitzenstellung Südkoreas und Taiwans bei der Entwicklung und Fertigung von IT- Komponenten sind nur zwei Beispiele. Schwache Institutionen und eine mangelhafte Durchsetzung der Gesetzeslage (besonders im Bereich des Urheberrechts) behindern allerdings in vielen Schwellenländern die Innovationskraft der neuen Technologien. Das zeigt, wie wichtig strukturelle Reformen für die Erhöhung der Produktivität in Schwellenländern sind. Fazit: Wer seinen Lohnkostenvorteil verliert, sollte sich schnell etwas anderes einfallen lassen. Das hat weitreichende Konsequenzen für Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Die Qualität der Bildungssysteme ist ein entscheidender Faktor für den zukünftigen Erfolg. Asiatische Länder wie China und Südkorea haben in dieser Hinsicht einen beträchtlichen Vorsprung vor Re - gionen wie Lateinamerika besonders auf dem wichtigen Gebiet der Mathematik und Naturwissenschaften. Dies lässt sich auf der Karte unten nachvollziehen. Noch schneiden Nord amerika und Europa im internationalen Vergleich gut ab, aber andere Regionen holen schnell auf. Industrieländer mit viel Büro kratie riskieren, abgehängt zu werden. So bleibt Europa bei den Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) hinter den USA zurück. 64X DATENAUFKOMMEN IM INTERNET, 218 VS. 25 Quelle: Cisco, Juni 214. Folgende Fakten hat das amerikanische Forschungsinstitut The Conference Board zusammengetragen: } In Europa trugen Gewinne aus Investitionen und Produktivitätssteigerungen im Umfeld der Informations- und Kommunika tionstechnik im Zeitraum 21 bis 211 nur 3 % zum BIP- Wachstum bei, in den USA dagegen 55 %. } Die Zahl der Patentanmeldungen im Telekommunikationsbereich ist in den USA fünfmal so hoch wie in Europa. } Unter den zehn meistbesuchten Internetseiten der Welt ist keine einzige europäische (aber zwei chinesische). Diese Situation liegt unter anderem im fragmentierten europäischen Markt begründet, wo Größenvorteile sich nur eingeschränkt auswirken können (viele Länder und Sprachen), aber auch in einem Mangel an Unternehmergeist und einer unzureichenden Ausstattung mit Risikokapital. Frankreich, Italien und Spanien zählen zu den Schluss lichtern, berichtet The Conference Board und nennt fehlende Strukturreformen als eine der Ursachen. BILDUNGSDEFIZITE Qualität der mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung nach Ländern am schlechtesten am besten Quellen: BlackRock Investment Institute und Global Competitiveness Report 213 des Weltwirtschaftsforums, Juli 214. GEWINNER UND VERLIERER [7]

8 Innovation ist ein Motor für Produktivität, welche wiederum auf längere Sicht den größten Einfluss auf das BIP-Wachstum hat. Gemäß dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und Wachstumspessimisten Robert Gordon lässt sich die historische Entwicklung von Wachstum und Produktivität in den USA seit 1891 in vier Perioden einteilen (siehe Grafik unten). DEMOGRAFISCHE BREMSE US-Produktivität, geleistete Arbeitsstunden und Output, ANNUALISIERTES WACHSTUM Produktivität 2.5% Produktivität Produktivität pro Kopf Geleistete Arbeitsstunden Quellen: BlackRock Investment Institute, Professor Robert J. Gordon, Northwestern University und NBER, Juni 214. Anmerkung: Produktivität wird als Output pro Stunde gemessen; geleistete Arbeitsstunden verstehen sich pro Kopf bis 1972: Dieser Zeitraum zeichnet sich durch ein rapides Produkti vitätswachstum aus, angetrieben von Neuerungen wie Elektrifi zierung, Massen produktion und Eisenbahnen. Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden ging in dieser Phase leicht zurück, die Leistung pro Kopf war aber hoch. Anzumerken ist, dass es innerhalb dieses Zeitraums, der die Weltwirtschafts krise und zwei Weltkriege umfasst, erhebliche Schwankungen im Wachstum gab bis 1996: Nach 1972 ist ein scharfer Rückgang des Produkti vitätswachstums zu verzeichnen, doch der Eintritt von Frauen (und Teenagern) in die Erwerbsbevölkerung konnte diesen Abwärts trend großenteils ausgleichen bis 24: Neue Technologien wie das Internet ließen das Produk tivitätswachstum auf über 2,5 % ansteigen. Dadurch stieg auch die Leistung pro Kopf über die Marke von 2 %, obwohl sich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden reduzierte. 25 bis 213: Das Produktivitätswachstum ging gegenüber dem Zeitraum 1997 bis 24 um 48 % zurück. Durch den Rückgang der Zahl geleisteter Arbeitsstunden verschärfte sich diese Entwicklung zusätzlich. Dadurch wuchs auch die Leistung pro Kopf in dieser letzten Phase am langsamsten. Bedenken sollte man dabei, dass die Produktivitätsentwicklung in den USA normalerweise in Zyklen von sieben oder acht Jahren verläuft, dies haben unsere Untersuchungen gezeigt. Gegenwärtig befinden wir uns in der Nähe eines zyklischen Tiefstands insofern könnte es demnächst wieder aufwärts gehen. Eine rückläufige Produktivitätsentwicklung ist kein Phänomen, das sich auf die USA beschränkt. So ist das Wachstum der Arbeitsproduk - tivität in China seit der Finanzkrise scharf zurückgegangen und in den meisten europäischen Ländern sogar praktisch zum Stillstand gekommen. Nur eine Handvoll Staaten, darunter Australien und Spanien, trotzt dem Trend (siehe Grafik). Noch drastischer war der Rückgang der Totalen Faktorproduktivität (TFP), einer Kennzahl, die den Einfluss von technologischem Wandel und Innovation auf die Produktivität misst. In den Schwellenländern ist das TFP-Trendwachstum von 2 % Mitte der 2er-Jahre auf aktuell etwa,25 % gefallen, wie Studien von The Conference Board ergaben. Das gibt Grund zur Sorge. In den Schwellenländern wuchs die Produktivität in früheren Jahrzehnten durch die Abwanderung von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft in die Industrie und durch Technologie-Importe aus dem Westen. Heute ist Innovation statt Imitation gefragt. Dazu bedarf es einer besseren Infrastruktur, besserer institutioneller Rahmenbedingungen und eines leistungsfähigeren Bildungssystems. UNPRODUKTIVE ZEITEN Wachstum der Arbeitsproduktivität, China Indien Indonesien Spanien Südkorea USA Australien Brasilien Japan Kanada Frankreich Mexiko Deutschland Großbritannien Italien Griechenland % Quellen: BlackRock Investment Institute und The Conference Board, Juli 214. Anmerkungen: Das Wachstum der Arbeitsproduktivität wird als durchschnittliche Veränderung des Outputs pro Beschäftigtem gemessen. Die Balken stehen für die durchschnittliche jährliche Veränderung vor der Finanzkrise, die Punkte für die Durchschnittswerte nach der Krise. Den USA könnte ein regelrechter Boom durch Produktivitätszuwächse aufgrund neuer Technologien bevorstehen. Barry Knapp Head of Thematic Strategies, BlackRock Americas Fixed Income Team [8] INNOVATION VERSTEHEN

9 DIE MACHT DER DEMOGRAFIE Phasen optimaler demografischer Entwicklung in ausgewählten Ländern, Südafrika Indien Mexiko Indonesien Türkei Brasilien China Heute Australien USA Kanada Europa Japan Quellen: BlackRock Investment Institute und Vereinte Nationen, Juli 214. Anmerkung: Eine Phase optimaler demografischer Entwicklung ist hier definiert als Zeitraum, in dem der Anteil der unter 15-Jährigen an der Bevölkerung weniger als 3 % und der Anteil der über 65-Jährigen weniger als 15 % beträgt. Besondere Bedeutung kommt dem Produktivitätswachstum auch deshalb zu, weil die Alterung der Bevölkerung in vielen Ländern mit einem Rückgang der Zahl geleisteter Arbeitsstunden einhergeht, mit entsprechendem Bremseffekt auf das Wirtschaftswachstum. Die meisten Industrieländer (angeführt von Japan) haben die aus wirtschaftlicher Sicht optimale demografische Phase, in der der Anteil der Erwachsenen im Erwerbsalter auf dem höchsten Stand ist, bereits hinter sich gelassen (siehe Grafik oben). Die Schwellenländer haben noch Zeit, sich auf den demografischen Wandel und seine Konsequenzen einzustellen. Einige (wie Südafrika) haben mehr Zeit als andere (wie China). In China wird die Erwerbsbevölkerung laut UN-Prognosen ungefähr ab 22 abnehmen. Zukünftiges Wachstum wird dann voraussetzen, dass die vorhandenen Arbeitskräfte effizienter genutzt werden. Eine Neuausrichtung der chinesischen Wirtschaft auf den Konsum ist Teil dieses Prozesses. Die Alterung der Weltbevölkerung ist nicht der einzige Faktor, der die langfristigen Wachstumsaussichten trübt. Daneben gibt es weitere: 618MILLION INTERNETNUTZER IN CHINA, 213 Quelle: Nextweb, Januar 214. } Schuldenlast: Die zunehmende Staatsverschuldung in den Industrieländern ist eine potenzielle Wachstumsbremse. In den nächsten Jahrzehnten werden die Ausgaben für Gesundheit und Renten kräftig steigen. Regierungen werden sich deshalb genötigt sehen, die Steuern zu erhöhen oder Leistungen zu kürzen. Hinzu kommen steigende Studienkosten in vielen Ländern (besonders in den USA). Sie führen dazu, dass junge Menschen schon verschuldet ins Berufsleben starten, was den zukünftigen Konsum dämpfen könnte. } Ungleichheit: Eine ungleiche Einkommensverteilung bremst tendenziell das Tempo und die Nachhaltigkeit des Wachstums. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich veröffentlichte IWF-Studie. Wachsende Ungleichheit bewirkt im Allgemeinen eine höhere Verschuldung privater Haushalte. Das macht Volks wirtschaften anfälliger für Finanzkrisen, wie eine weitere IWF-Studie ergeben hat. Große Einkommensunterschiede können auch zu Forderungen nach Reichensteuern und anderen populistischen Maßnahmen führen. Natürlich geht es beim Thema Ungleichheit nicht nur um Finanzielles. Infrastruktur, Geschlecht, Bildung, Sanitärversorgung und Gesundheitsfürsorge sind weitere Beispiele für Bereiche, in denen Ungleichheit das Wachstum drosselt. Mit einer vernünftigen Politik kann vielen dieser Probleme begegnet werden. Lösungen, die sich anbieten, sind etwa Fiskal- und Gesundheits reformen zur Verringerung der staatlichen Schuldenlast, Anhebung des Renteneintrittsalters und Förderung von Einwanderung, um ein weiteres Abnehmen der Erwerbsbevölkerung zu verhindern, und schließlich Investitionen in Aus- und Weiterbildung, um dem Mangel an qualifizierten Fachkräften entgegenzuwirken. Das Problem ist allerdings, dass die jahrelange lockere Geldpolitik und die niedrigen Zinsen den Druck von den Regierungen genommen haben, harte Strukturreformen in Angriff zu nehmen. Eine zunehmende Polarisierung in der Politik erschwert die Durchsetzung von Reformen in einigen Ländern zusätzlich. UNSICHTBARER SPRUNG NACH VORN? Wachstumspessimisten argumentieren, der gegenwärtige Technologieboom sei schon fast am Ende. Was, wenn sie sich irren? Vielleicht gibt es Parallelen zwischen der jüngsten Phase der Wachstumsschwäche und der Weltwirtschaftskrise der 193er-Jahre. Die Finanzkrise und der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit in ihrem Gefolge verdeckten damals ein im Grunde genommen goldenes Zeitalter technischer Neuerungen, so der Wirtschaftshistoriker Alexander Field in seinem Werk The Great Leap Forward. Massive Investitionen in Infrastruktur und andere Neuerungen leisteten die Vorarbeit für das rapide Wirtschaftswachstum der Jahrzehnte danach, analysiert Field. Das Gleiche galt für den Zeitraum 187 bis 19, als Innovationen wie Dampfschifffahrt, Eisenbahnen und die Technisierung der Landwirtschaft zur Deflation führten. Ähnlich könnte auch die jüngste Finanzkrise bahnbrechende Entwicklungen überdecken, die in den Statistiken noch nicht auftauchen. Überdies sind viele der aktuellen Neueinführungen, wie beispielsweise Internet-Suchmaschinen, für die Konsumenten gratis. Sie generieren Aktivität, die in traditionelle, auf Ausgaben basierte Wirtschaftsstatistiken nicht einfließt. Die Produktivitätszuwächse der 199er- und frühen 2er-Jahre konzentrierten sich stark auf den Technologiesektor, führt Field weiter aus. Was folgt daraus? Nun, vielleicht stehen wir an der Schwelle zu einem langen Produktivitätsschub, wenn technische Neuerungen nach und nach auch in den Dienstleistungs sektor und die übrige Wirtschaft eingespeist werden und sich dort ausbreiten. Für das künftige Wachstum wäre das ein sehr verheißungsvolles Szenario und es würde bedeuten, dass wir die potenzielle Höhe von Wachstumsraten und Zinsen möglicherweise unterschätzen. PRODUKTIVITÄT [9]

10 Inflation Innovationen, die Arbeitskräfte ersetzen, haben im Allgemeinen einen deflationären Effekt. Nicht jede Deflation ist eine schlechte Sache: Die begrüßenswerte Variante basiert auf einem erhöhten Angebot, häufig infolge disruptiver Innovationen. Ein Beispiel ist die Deflationsphase von 187 bis 19. Erfindungen wie die Glühlampe, elektrischer Strom und die Dampfmaschine führten dazu, dass die Lebenshaltungskosten sanken. (Die unerfreuliche Variante basiert auf einem Einbruch der Nachfrage. Sie schmälert tendenziell die Gewinnmargen und erhöht die Schuldenlast. Beispiele sind die Große Depression in Amerika und das Ende der japanischen Bubble Economy in den 198er-Jahren.) Deflation der positiven Art führt im Laufe der Zeit zu einem höheren Lebensstandard. Die Zahl der Stunden, die ein Industriearbeiter in den USA arbeiten muss, um bestimmte Konsumgüter und Dienstleis tungen kaufen zu können, ist im vergangenen Jahrhundert in den meisten Bereichen kontinuierlich gesunken. So muss ein Arbeiter mit durchschnittlichem Verdienst heute für einen Geschirrspüler nur 2 Stunden arbeiten 1913 waren es 463 Stunden (siehe Grafik rechts). Einige Dienstleistungen sind aber auch teurer geworden. So kostet ein Damenhaarschnitt heute mehr als viermal so viel wie vor 1 Jahren. Dies ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass es im Frisörhandwerk keine bahnbrechenden Innovationen gab. (Auch die Dauerwelle lässt sich nicht als solche bezeichnen, denn in Ägypten kennt man künstliche Locken schon seit 15 v. Chr.) 1 JAHRE SHOPPING Für den Kauf ausgewählter US-Produkte benötigte Arbeitszeit, Produkt Eier 1 Dutzend Milch 1/2 Liter Rinderhack 45 g Kaffee 45 g Tomatoen 1.35 g Kinokarte Flug NY-LA Damenhaarschnitt Geschirrspüler Einheit 6 Min. 6 Min. 12 Min. 15 Min. Min Min Min. Std. 1 Std DAS CAPEX-RÄTSEL Innovationen lassen herkömmliche Kennzahlen wirtschaftlicher Aktivität veraltet erscheinen. Nehmen wir als Beispiel die Investitionsausgaben (Capex). Was muss ein Social-Media- Unternehmen heutzutage wirklich an Ausrüstung kaufen? Dank Innovationen können US-Firmen mit weniger mehr erreichen. Eine Gewinnsteigerung um 1 USD erfordert heute lediglich Investitionsausgaben von,2 USD, verglichen mit,5 USD zwischen 195 und 2 (die Zahlen beruhen auf Schätz ungen des BlackRock Investment Institute). Die Internetwirtschaft ermöglicht es Unternehmen, sich der vor handenen Infrastruktur zu bedienen. Sie können virtuelle oder gemeinschaftlich genutzte Netzwerkressourcen einsetzen Investitionen in eigene Server erübrigen sich. Die Sharing Economy führt zur intensiveren Nutzung vorhandener Wirtschaftsgüter wie Autos und Wohnungen. Das macht Volkswirtschaften effizienter, kann aber für etablierte Anbieter (Taxis, Hotels) negative Folgen haben. Auto Std Quellen: BlackRock Investment Institute, Dallas Fed und Bureau of Labor Statistics, Juli 214. Anmerkungen: Angegeben ist, wie lange (in Stunden oder Minuten) gearbeitet werden muss(te), um bestimmte Güter oder Dienstleistungen kaufen zu können. Die Berechnungen basieren auf US-Preisen geteilt durch die durchschnittlichen Löhne in der Industrie. Steuern und Vorsorgeleistungen sind darin nicht berücksichtigt. Die Zahlen für den Zeitraum vor 214 stammen aus dem Report der Dallas Fed (Regionalnotenbank von Dallas) von 1997 mit dem Titel Time Well Spent, The Declining Real Cost of Living in America. Die Angaben für 214 basieren auf dem US-Verbraucherpreisindex CPI (Nahrungsmittel), dem Einzelhandelspreis für einen Geschirrspüler (Einstiegsmodell von General Electric), dem Händlerpreis für einen Honda Civic (Auto), Preisangeboten von Google Flights (Flugticket), Motion Picture Association of America (Kino-Eintrittskarte) und dem Mobile-Payments-Dienst Square (Damenhaarschnitt). Preise sagen nichts über die verbesserte Qualität vieler Produkte. So sind Kinokarten im vergangenen Jahrhundert stabil geblieben (relativ zu den Löhnen und Gehältern). Heute sind Kinos jedoch mit (exzellenten) Tonwiedergabemedien ausgestattet, sie präsentieren Farbfilme oder sogar 3D-Fassungen, und die Zuschauer sitzen bequem in flauschigen Sesseln. Worauf richten sich die Anreize für CEOs? Auf den Aktienkurs. Und der lässt sich durch Aktienrückkäufe oder M&As leichter beeinflussen als durch Capex. Neeraj Seth Head of BlackRock Asia Credit [1] INNOVATION VERSTEHEN

11 WAS DER MENSCH BRAUCHT Ausgewählte Komponenten der US-Verbraucherpreisinflation, US-INFLATIONSRATE (CPI) Haus/Wohnung 22 Computer 26 Obst und Gemüse 21 Neuwagen Telefon Obst und Gemüse 214 Quellen: BlackRock Investment Institute und Bureau of Labor Statistics, Juli 214. Anmerkung: Die Preisindizes sind auf 1 (1998) umbasiert. Wenn wir heute über Inflation sprechen, denken wir an das ständige Tauziehen von zwei gegensätzlichen Kräften: Deflation bei dem, was man haben möchte ( Gadgets ), und Inflation bei allem, was man braucht (Nahrungsmittel, Dach über dem Kopf etc.) (siehe Grafik oben). Insgesamt führt das wahrscheinlich zu einer geringeren Inflation als in den letzten Jahrzehnten. (Niedrige Inflationsraten sind übrigens in den meisten Perioden außer in Kriegszeiten der Normalfall. Die 197er-Jahre scheinen ein Ausreißer gewesen zu sein.) Das könnte zur Verschärfung der sozialen Ungleichheit beitragen, da Geringverdiener einen größeren Teil ihres Einkommens für Güter des täglichen Bedarfs ausgeben als Besserverdienende und Reiche. USA: Wir erwarten, dass steigende Mieten auf mittlere Sicht zu einem moderaten zyklischen Anstieg der Inflation führen werden, siehe dazu auch Das Leben nach dem Nullzins (Juni 214). Langfristig dürfte die Teuerung aus unserer Sicht indessen relativ niedrig bleiben, da der technische Wandel Löhne und Preise im Zaum hält. Das ist nichts Neues. Das von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsbarometer (der PCE-Kernindex) hat seit 1995 nie die Marke von 2,5 % überschritten. Europa: Für die Eurozone rechnen wir noch lange Zeit mit einer sehr niedrigen Inflation. Wir sehen auch die Gefahr von Desinflation oder sogar Deflation. Durch die Alterung der Bevölkerungen sinkt die Nachfrage. Dadurch fallen die Preise für Güter und Dienstleistungen noch weiter ab als ohnehin schon durch die Auswirkungen neuer Technologien. Diese Faktoren könnten in nächster Zeit noch an Bedeutung gewinnen. Laut dem britischen Forschungsinstitut Centre for Retail Research entfallen in Kontinentaleuropa 214 nur 7 % der Einzelhandelsumsätze auf das Internet, verglichen mit 14 % in Großbritannien und 12 % in den USA. Demnach dürfte hier noch Spielraum für Preis senk ungen sein, die mit einem wachsenden Anteil des Online shopping gewöhnlich einhergehen. Japan: Japan zählt zu den Vorreitern der Robolution, bedingt durch hohe Arbeitskosten und eine alternde Bevölkerung. Steigende Löhne und Gehälter sind der Weg, um die Inflation in Japan wieder anzufachen. Die Bank of Japan (BoJ) 4% scheint gewillt zu sein, alles zu tun, um das Ziel von 2 % ALLER UNTERNEHMEN Inflation zu erreichen. Es wird NUTZEN DATEN UND ein zähes Ringen. ANALYSETECHNIKEN EFFEKTIV Inflationsraten lassen sich Quelle: KPMG, Januar 214. nicht leicht vorhersagen (dies zeigt ein Blick auf die wechselvolle Geschichte ökonomischer Prognosen). Und nicht alle Innovationen leisten der Deflation Vorschub. Nehmen wir als Beispiel die Pharmabranche, wo Patente neue Arzneimittel vor massenhafter Nachahmung (und Preiswett bewerb) schützen. Im vergangenen Jahrzehnt ist der Erzeuger preisindex für die US-Pharmabranche um durchschnittlich 5,7 % im Jahr gestiegen. In Ländern mit alternden Bevölkerungen sind die strukturellen Hürden, die einen Anstieg der Inflation verhindern, am höchsten. Ein steigender Abhängigkeitsquotient (Zahl der Kinder und Alten im Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter) dämpft tendenziell die Inflation und umgekehrt (siehe Grafik unten). Länder mit sinkenden Abhängigkeitsquotienten (wie die Türkei und Indien) haben die höchsten Inflationsraten. Dagegen ringt Japan, dessen Bevölkerung von allen Ländern der Welt am schnellsten altert, seit zwei Jahrzehnten mit der Deflation. ALTER UND INFLATION Veränderung von Abhängigkeitsquotienten und Inflationsraten, VERÄNDERUNG DES ABHÄNGIGKEITSQUOTIENTEN 8% Japan Eurozone USA Südkorea Großbritannien Australien Indonesien Brasilien Türkei DURCHSCHNITTLICHE INFLATION (CPI) Indien 1% Quellen: BlackRock Investment Institute, Weltbank und IWF, Juli 214. Anmerkungen: Der Altersabhängigkeitsquotient bezeichnet das Verhältnis der wirtschaftlich abhängigen Altersgruppen (unter 15-Jährige und über 64-Jährige) zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15- bis 64-Jährige). Die Veränderung wird für die fünf vorangegangenen Jahre in Prozentpunkten gemessen. Die Verbraucherpreisinflation (CPI) ist als Fünfjahresdurchschnitt angegeben. Die genannten Faktoren bremsen Wachstum und Inflation auf lange Sicht. In unmittelbarer Zukunft können sich die Dinge ganz anders entwickeln. Deswegen besteht unserer Meinung nach eine Gefahr darin, Wachstum und Inflation kurzfristig zu pessimistisch zu beurteilen und langfristig zu optimistisch. Fazit: Ein verglichen mit früheren Zyklen erheblicher Anstieg der Zinsen im nächsten Erhöh ungs zyklus ist unwahrscheinlich (siehe im folgenden Kapitel). INFLATION [11]

12 Das nominale BIP-Wachstum und die Anleihenrenditen nehmen langfristig einen tendenziell ähnlichen Verlauf. In den G4-Ländern hat das Wachstum an Schwung verloren, und das schon vor der Finanzkrise, die nur als zusätzlicher Bremseffekt hinzukam (siehe Grafik unten). Gründe für diese Abwärtsbewegung sind niedrige Inflationsraten, alternde Bevölkerungen und hohe Schulden. Wir sind keine Wachstumspessimisten. Einen Konjunkturaufschwung in den nächsten ein bis zwei Jahren halten wir für wahrscheinlich. Insgesamt herrscht jedoch ein eher schwacher Trend, und die Schulden steigen. Das macht die Konjunktur sehr zinssensitiv, und die Geldpolitik dürfte sich hüten, die Zinszügel vorschnell zu straffen. UNZERTRENNLICH Nominales BIP-Wachstum in den G4-Staaten und Anleihenrenditen % 8 Kapitalanlage 1-jährige Rendite Ein geringes nominales Wachstum und niedrige Anleihenrenditen sorgen dafür, dass die Unternehmen sich weiter billig refinanzieren können. Für Inhaber von Aktien ist das erfreulich. Die Anleihenmärkte subventionieren im Grunde die Aktienkurse, indem sie es den Firmen ermöglichen, ihre Finanzierungskosten zu senken und die Laufzeiten zu verlängern. Siehe dazu auch Mehr aus den Märkten herausholen (Dezember 213). Die meisten Bewertungsanalysen gehen von einer Annäherung an historische Durchschnitts werte aus. Allerdings müssen diese Modelle in Frage gestellt werden, wenn Wachstum und Zinsen nie wieder den früheren Stand erreichen. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse könnten beispielsweise noch weiter steigen. In Niedrigzinsphasen werden die stabilen Cashflows in defensiven Sektoren (Versorger, Basiskonsumgüter usw.) besonders geschätzt. Einige Aspekte, die Sie bedenken sollten: } Die disruptiven Auswirkungen von Innovationen könnten zu einer stärkeren Differenzierung an den Märkten führen. Die Auswahl der richtigen Unternehmen ist das A und O. Unsere Liste von Fragen an Firmenmanager angesichts dieser neuen Ära finden Sie unten. } Je länger die lockere Geldpolitik andauert (und die Preise risikoträchtiger Anlagen weiter in die Höhe treibt), desto stärker könnte ein möglicher Rückschlag ausfallen. 4 Nominales BIP-Wachstum } Das Vertrauen der Aktienmärkte auf billige Kredite könnte zu einer stärkeren Korrelation von Aktien und Anleihen führen. Das würde die Diversifikation eines Anlageportfolios erschweren. Anleihen wären möglicherweise nicht wie früher geeignet, ein Gegengewicht zu fallenden Aktienkursen zu bilden Quellen: BlackRock Investment Institute, Thomson Reuters und OECD, Juli 214. Anmerkungen: Die G4 besteht aus den USA, Deutschland, Japan und Großbritannien. Das nominale Wachstum und die Renditen der maßgeblichen Staatsanleihen sind mit dem nach Kaufkraftparität gemessenen BIP gewichtet. Ein schwächeres Wirtschaftswachstum muss sich auf Aktien nicht negativ auswirken. Was die Preise risikobehafteter Anlagen aber in der Tat beeinflusst, sind gemäß einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) demografische Faktoren. Der Grund dafür ist, dass junge Menschen und Menschen mittleren Alters tendenziell Vermögenswerte akkumulieren (nicht selten auf Pump). Das treibt die Preise in die Höhe. Wenn die Bevölkerung insgesamt aber älter wird, beginnen die geburtenstarken Jahrgänge, ihre Vermögenswerte zu verkaufen, um ihren Ruhestand zu finanzieren. Laut Schätzungen der BIZ wird die Alterung der amerikanischen Bevölkerung die Hauspreise in den USA zwischen 21 und 24 jährlich um,8 % bremsen (in Japan, Deutschland und Italien, wo der Alterungsprozess weiter fortgeschritten ist, sogar um über 1 %). FRAGEN AN UNTERNEHMEN AM BEGINN EINER NEUEN ÄRA } Inwiefern erhöhen oder schmälern neue Technologien Ihre Margen? } Welche Innovation finden Sie in Ihrem eigenen Unternehmen am spannendsten? } Welche Wettbewerber sind dabei, Ihren Markt umzukrempeln (oder haben das Potenzial dazu)? } Welchen wirklich neuen Markt haben Sie sich im vergangenen Jahr erschlossen? } Können Sie auf effiziente Weise Arbeit durch Kapital ersetzen? } Wie ändert sich Ihr CAPEX-Mix durch neue Technologien? } Herrscht ein Mangel an speziellen Arbeitskräften oder Qualifikationen in Ihrer Branche? } Welches ist das effektivste Schulungsprogramm in Ihrem Unternehmen? Es kann 3 oder 4 Jahre dauern, bis die Auswirkungen neuer Technologien wirklich spürbar sind. Ist es vielleicht noch zu früh für ein Urteil über das zweite Maschinenzeitalter? Jeff Shen Head of BlackRock Emerging Markets [12] INNOVATION VERSTEHEN

13 GELDPOLITIK IN NÖTEN Das hohe Tempo des technischen Wandels bringt die Notenbanken in Bedrängnis. } Finanzinnovationen wie die Securitisation, also die Verbriefung von Forderungen durch Wertpapiere, sowie Derivate tragen dazu bei, Risiken anzupassen bzw. zu verringern. Sie können Anleger jedoch auch dazu verleiten, übermäßig riskant zu agieren, und so die systemischen Risiken im Finanzsystem erhöhen (wie man es in der Krise von 28 beobachten konnte). Die Regulierungsbehörden reagieren mit weiteren Vorschriften, allerdings besteht die Gefahr, dass immer neue Schlupflöcher entdeckt werden. } Innovationen können sich negativ auf das Beschäftigungswachstum (eine der Prioritäten der Notenbanken) auswirken. Das bedeutet, dass eine ultralockere Geldpolitik ihre Wirksamkeit verlieren könnte. STURZ VON DER KLIPPE Korrelation: Produktivitäts- und Beschäftigungswachstum in den USA, % INNOVATION AM KAPITALMARKT Die Welt ertrinkt in Daten doch viele Anleger (und Unternehmen) haben die neuen Möglichkeiten noch gar nicht für sich entdeckt. Nehmen wir einmal Investoren, die quantitative Strategien an - wen den. Diese sogenannten Quants arbeiten schon seit Langem mit großen Datenmengen. Etwa 4 % der Anlagerenditen, die sie im Durchschnitt erzielen, sind jedoch auf die folgenden vier Faktoren zurückzuführen: Markt (Beta), Größe, Value und Momentum. Das zeigt unsere Analyse von 138 aktiven, weltweit anlegenden Aktienfonds (von denen fast ein Viertel Quant-Fonds sind). Zusammen erklären diese vier Faktoren 35 % der Rendite eines durchschnittlichen Fonds. Noch größer wird ihr Einfluss, wenn in einem Portfolio mehrere Strategien gebündelt werden. Neuerdings haben Quant-Anlageideen kürzere Verfallsdaten das erinnert daran, wie Innovationen den Wandel der Wettbewerbs fähigkeit von Unternehmen beschleunigt haben. Wie unsere Analysen zeigen, werden Trading-Signale durch Arbitrage-Geschäfte binnen kürzester Zeit gegenstandslos. Und wenn Ideen weiter funktionieren, können sie kurzerhand in strategische Betaprodukte oder (Kosten sparende) passive Strategien verwandelt werden, die ein Exposure zu bestimmten Renditefaktoren ermöglichen. KORRELATION Wir lenken unsere quantitativen Analysen deshalb zunehmend in Richtung auf Machine-Learning-Technologien und Big-Data- Tools. Beim Machine Learning sprechen wir über den Einsatz neuer Technologien, um von der Datenflut zu profitieren. Die folgenden Beispiele zeigen, worum es geht: } Die 1.2 größten Unternehmen der USA produzierten 213 nach unseren Schätzungen etwa 43. Pressemitteilungen, Transkripte von Telefonkonferenzen, Pflichtveröffentlichungen und Analystenberichte. Eine solche Masse von Texten kann kein Team von Analysten aus Fleisch und Blut bewältigen Quellen: BlackRock Investment Institute und Bureau of Labor Statistics, August 214. Anmerkung: Die Korrelationen beziehen sich auf rollierende Zehnjahreszeiträume auf der Basis von Quartalsdaten. Die Korrelation zwischen der Produktivitätsentwicklung und dem Beschäftigungswachstum in den USA betrug in den vier Jahrzehnten vor 21 im Durchschnitt über 8 % (siehe Grafik oben). Produktivitätszuwächse haben durchweg zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geführt. Wir haben allerdings festgestellt, dass diese Korrelation im vergangenen Jahrzehnt nicht mehr vorhanden war. Ein Anstieg der Produktivität bewirkt neuerdings weniger statt mehr Neueinstellungen. Menschliche Arbeitskraft wird durch Maschinen (oder Algorithmen) ersetzt. Die USA übernehmen bei diesen Trends möglicherweise eine Vorreiterrolle, weil Technologien wie das Internet dort sehr früh eingeführt wurden. Nach unseren Schätzungen müssten die 112 Millionen Beschäftigten, die 21 in den USA tätig waren, dank produktivitätssteigernder Innovationen heute, also 214, in der Lage sein, die Arbeit von 148 Millionen Menschen zu leisten. Die Zahl der Beschäftigten beträgt gegenwärtig aber nur 116 Millionen. Folglich sind rund 32 Millionen potenzielle Arbeitsplätze verloren gegangen. } Im gleichen Zeitraum generierte dieselbe Gruppe von Unternehmen 137 Millionen Seitenaufrufe auf einer bekannten Blog-Seite im Internet. Um all diese Informationen zu analysieren, werden neue Instrumente benötigt. Ein Wettlauf um deren Entwicklung hat bereits begonnen. Maschinelles Lesen (und Lernen) ist nicht ganz neu. Zunächst wird lediglich bestimmten Wörtern ein Stimmungspunktwert zugeordnet. Diese Punktwerte können auf die zukünftige Outperformance einer Aktie hinweisen. Aktuell stehen zum Beispiel folgende Probleme im Fokus: 1. Der Kontext muss berücksichtigt werden, um eine richtige Zuordnung bei Aussagen nach dem Schema X, aber nicht Y zu ermöglichen, zum Beispiel bei einem Satz wie: Der Film ist unterhaltsam, heiter und lustig, aber letztlich unbefriedigend. 2. Die Einbeziehung der Quelle einer Aussage. Einige Analysten sind der Konkurrenz zumeist eine Nasenlänge voraus. Auch hier ein Beispiel: Finanzvorstände, durch die Realität der Zahlen geerdet, senden in Telefonkonferenzen gewöhnlich klare Stimmungssignale, während das bei Geschäftsführern aus unserer Sicht nicht unbedingt der Fall ist. Für uns liegt der Schwerpunkt momentan auf Big Data Besonders interessiert uns die Nutzung der sozialen Medien und von Daten, die mit Suchmaschinen gewonnen werden können. KAPITALANLAGE [13]

14 DIE SCHATZTRUHE ÖFFNEN Die Beobachtung der Mitarbeiterstimmung via soziale Medien ist ein Beispiel für die vielen Ideen, denen wir nachgehen. Von zufriedenen Mitarbeitern erwartet man, dass sie die Produktivität erhöhen, die Stellung im Wettbewerb stärken und den Aktienkurs antreiben. Die Grafik unten zeigt, wie sich die Mitarbeiterstimmung in einem US-Unternehmen im Laufe der Zeit verbessert die Beurteilung der Verdienst- und Karrierechancen durch die Belegschaft wird zuversichtlicher. In der Tabelle erscheinen der Stimmungspunktwert und die Kursentwicklung der Aktie im Jahr danach. Fazit: Wir sehen einen Zusammenhang zwischen den Veränderungen in der Mitarbeiterzufriedenheit und der Aktienperformance jedenfalls bei US-Standardwerten. ZUFRIEDENHEITSRENDITE Mitarbeiterstimmung und Aktienrendite, RECHERCHEN IM NETZ Konjunkturprognosen für Europa auf der Basis von Internetsuchen, 214 Land Punktwert Italien,7 Spanien,7 GB,1 Schweiz,1 Schweden Frankreich -,3 Deutschland -,9 Niederlande -1,1 12-Mon.- Veränd. Quelle: BlackRock Investment Institute, Juli 214. Anmerkungen: Die Zahlen sind Punktwerte, die für den erwarteten künftigen Konjunkturverlauf in ausgewählten europäischen Ländern stehen. Wir berechnen die Punktwerte, indem wir die Internetrecherchen von Verbrauchern auf Schlüsselbegriffe hin analysieren, die mit dem eventuell beabsichtigten Kauf höherpreisiger Güter im Zusammenhang stehen, wie Autos, Wohnraum, Reisen, Kredite sowie langlebige Konsumgüter und Luxusgüter. Vereinbarkeit Beruf/ Privatleben Gesamturteil Karrierechancen Länderübergreifende Analysen und Vergleiche dieser Daten ermöglichen aus unserer Sicht Prognosen des Konjunkturverlaufs und der relativen Performance von Aktienmärkten. Da heutzutage ein Großteil der Aktivitäten (wie beispielsweise der Austausch von s) nicht in die Wirtschaftsstatistiken einfließt (die nur Ausgaben erfassen), gewinnen solche Erkenntnisse zunehmend an Bedeutung. Management Vergütung Die Grafik zeigt europäische Staaten, in denen unserer Analyse zu - folge im Juli 214 eine Konjunkturbelebung bzw. ein Konjunkturrückgang kurz bevorstand. Ein positiver Punktwert signalisiert eine Belebung, ein negativer eine Abkühlung. Stimmungspunktwert Performance im Folgejahr 29 2,34-18% 21 2,31-39% 211 2,76-45% 212 3,24 96% 213 3,34 28% Quelle: BlackRock Investment Institute, Juli 214. Anmerkungen: Die Abbildung zeigt die Mitarbeiterstimmung bei einem großen US-Unternehmen und die Aktienperformance im Folgejahr. Die Renditeangaben für 214 beziehen sich auf den Zeitraum bis zum 31. Juli. Die Mitarbeiterstimmung wird auf einer Skala von bis 5 gemessen und aus anonymen Beiträgen in sozialen Medien errechnet. Ein weiteres Beispiel ist die Auswertung von Suchportalen. Aus Internetsuchen gewonnene Daten eignen sich zum Aufspüren wirtschaftlicher Trends und können gewinnsteigernd verwertet werden. Vor größeren Anschaffungen (Häuser, langlebige Konsumgüter, Flugtickets) recherchieren viele Verbraucher im Internet. Im Frühjahr 213 begann uns Spanien auf Basis dieser Analysen zu gefallen, und gegen Ende letzten Jahres haben wir uns auch mit Italien angefreundet. Großbritannien fuhr 213 konjunkturell das ganze Jahr auf der Überholspur, inzwischen entschleunigt sich das Wachstum dort aber. Kernstaaten der Eurozone, wie die Niederlande und Frankreich, hinkten den übrigen Ländern im vergangenen Jahr durchweg hinterher, und neuerdings schwächelt auch Deutschland. Wie kann man von diesen Trends profitieren? Man könnte beispielsweise Aktien aus Ländern übergewichten, in denen eine baldige Konjunkturbelebung zu erwarten ist, und umgekehrt. Beachten Sie aber: Die Erkenntnisse sind nützlich, wenn es darum geht, die Entwicklung der Binnennachfrage vorherzusagen. Sie geben gute Anhaltspunkte für die Geschicke von Unternehmen, die vornehmlich im Inland operieren für Exporteure sind sie jedoch weniger relevant. In den wichtigsten europäischen Aktienindizes sind Exportunternehmen stark vertreten. Europäische Großunternehmen (Standardwerte) erwirtschaften die Hälfte ihrer Umsätze außerhalb der Region, wie unsere Analysen zeigen. Ideen funktionieren nicht mehr so gut; offensichtlich verlieren sie durch Arbitrage heutzutage schneller die Basis. Ron Kahn Global Head of BlackRock Scientific Active Equity Research [14] INNOVATION VERSTEHEN

15 INNOVATION UND ZINSEN Im Zentrum der Debatte darüber, ob die Arbeitsmarktprobleme zyklisch oder strukturell bedingt sind, steht der technologische Wandel. Wenn Automatisierung und Computerisierung das Jobwachstum bremsen, wird die Beschäftigung möglicherweise nicht so bald wieder die früheren Höchststände erreichen. In der Debatte geht es um nicht wenig. Schließlich ist die Flaute am US- Arbeitsmarkt für die Aktivitäten der Fed ein zentrales Kriterium. Unser Beschäftigungsindikator für die USA (der sogenannte Yellen- Index) zeigt an, dass die Beschäftigung seit den Tiefständen von 29 wieder kräftig gestiegen ist, aber immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Krise liegt (siehe Grafik unten links). Falls die Fed zu der Überzeugung gelangt, dass die Arbeitslosigkeit größtenteils zyklische Ursachen hat, wird sie mit Zinserhöhungen eventuell noch warten. Allerdings könnte ihr die Zeit, bis arbeitslose Amerikaner wieder in die Erwerbsbevölkerung zurückkehren, lang werden. Wenn nämlich die Löhne (und die Inflation) zwar in Teilbereichen der Wirtschaft anziehen, aber einige Beschäftigungsindikatoren immer noch auf ein erhebliches Potenzial an ungenutzter Arbeitskraft hindeuten In einem solchen Szenario besteht die Gefahr, dass die Fed hinter der Realität zurückbleibt und dass, wenn sie die Zinsen dann anhebt, dies schnell und rabiat geschieht. Was aber, wenn die Fed zu dem Schluss käme, dass die Arbeitsmarktschwäche überwiegend strukturell bedingt ist? Dann würde sie die Zinsen wahrscheinlich früher erhöhen, aber nur schrittweise insgesamt wäre der Anstieg also flacher. Unserer Ansicht nach wird die Fed früher oder später zu der Einschätzung kommen, dass strukturelle Gründe die Entwicklung bestimmen. Das würde dazu führen, dass sie die Zinsen früher anhebt als von den Märkten erwartet, aber in langsamerem Tempo als in vorangegangenen Erhöhungszyklen. Ein relativ geringes nominales Wachstum hätte zudem zur Folge, dass der Tagesgeldsatz seinen Gipfel auf niedrigerem Niveau erreichen dürfte als in der Vergangenheit (in der Nähe von 3 % statt wie früher oberhalb von 4 %). Was könnte den langfristigen Abwärtstrend der Zinsen stoppen? Ein technologiegetriebener Produktivitätsboom (wenn die Technik- Optimisten Recht behalten) und wachstumsfreundliche Reformen, die das nominale BIP-Wachstum beflügeln. Beides ist aber keineswegs gesichert. Das strukturelle Streben nach Renditen (ausgehend von Pensionsfonds und 45. anderen institutionellen Anlegern) sollte einen stärkeren Anstieg der langfristi- PRO SEKUNDE GOOGLE-SUCHEN gen Zinsen verhindern. Auch Quelle: Google, August 214. das begrenzte Angebot unterstützt Anleihen mit langen Restlaufzeiten. Sinkende Haushaltsdefizite in den USA und anderen Industrieländern bewirken, dass die Regierungen nicht im gleichen Maße wie bisher gezwungen sind, neue Anleihen aufzulegen. Dadurch wird die zurzeit noch relativ steile US-Renditekurve vermutlich flacher werden (wie in den meisten früheren Erhöhungszyklen). 214 ist sie schon deutlich abgeflacht: Der Renditeabstand zwischen 3-jährigen und 5-jährigen US-Staatsanleihen ist auf rund 15 Basispunkte gesunken. Wir wissen jedoch aus der Vergangenheit, dass die Renditekurve noch erheblich verlieren kann. Sie ist im Vergleich zum Durchschnitt von 116 Basispunkten für den Zeitraum seit 1991 aktuell noch relativ steil. In den drei letzten Fed- Erhöhungszyklen sank der Abstand auf null oder wurde sogar negativ (siehe Grafik unten rechts: die hellblau hinterlegten Abschnitte). Und wie steht es mit Unternehmensanleihen? Auch hier spielt Innovation eine Rolle: Ein geringerer Investitionsbedarf (siehe S. 1) bedeutet, dass die Unternehmen sich weniger Geld durch die Emission von Anleihen beschaffen müssen als in der Vergangen heit. Ein geringeres Angebot im Verein mit einem starken Interesse renditehungriger Investoren an laufenden Erträgen sollte der Anlageklasse guttun. ARBEITSMARKT-RÄTSEL US-Beschäftigungsindex und Zinsen, Tapering Tagesgeldsatz INDEX-STAND -1 QE1 QE2 QE3 Tapering -Ankündigung PROZENT 4 2 Renditekurve Quellen: BlackRock Investment Institute und Thomson Reuters, August 214. Anmerkungen: Unser US-Beschäftigungsindex basiert auf dem Durchschnitt vergangenheitsgewichteter Werte für: Arbeitslosenquote, Langzeitarbeitslosigkeit, U6-Arbeitslosenquote, Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft, Beschäftigung in Privathaushalten, Neueinstellungsquote, Kündigungsquote, Stellenangebotsquote, Verhältnis der Jobsuchenden zur Zahl offener Stellen und BIP-Wachstum p.a. Die Zahlen für Index-Stand sind Durchschnittswerte für Dreimonatszeiträume. Die Punkte der Renditekurve errechnen sich aus der Differenz zwischen den Renditen 3-jähriger und 5-jähriger US-Staatsanleihen (in Prozentpunkten). KAPITALANLAGE [15]

16 Warum BlackRock BlackRock unterstützt Millionen von Menschen sowie die weltgrößten Institutionen und Regierungen bei der Erreichung ihrer finanziellen Ziele. Wir bieten: } eine umfangreiche Palette an innovativen Lösungen } globale Markt- und Investmentkenntnisse } k omplexe Risiko- und Portfolioanalysen Wir arbeiten ausschließlich für unsere Kunden, die uns mit der Verwaltung von 4,6 Bio. US-Dollar* betraut haben. Dieses Vertrauen macht BlackRock zum größten treuhänderischen Vermögensverwalter weltweit.** *Verwaltetes Vermögen zum 3. Juni 214. **Quelle: Pensions & Investments, BLACKROCK INVESTMENT INSTITUTE Das BlackRock Investment Institute unterstützt die Expertise des Unternehmens über Anlageklassen, Kundengruppen und Regionen hinweg. Das Ziel des Investment Institute besteht darin, den BlackRock Portfoliomanagern Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie zu besseren Investoren machen und ihnen helfen, positive Anlageergebnisse für unsere Kunden zu erzielen. EXECUTIVE DIRECTOR Lee Kempler CHIEF STRATEGIST Ewen Cameron Watt EXECUTIVE EDITOR Jack Reerink Dieses Dokument wurde ausschließlich für professionelle Marktteilnehmer erstellt und unterliegt nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen. Das Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt daher nicht. Dieses Dokument ist Teil einer Serie des BlackRock Investment Institute und darf weder als verlässliche Prognose, Finanzanalyse oder Anlagerat verstanden werden und ist keine Empfehlung, kein Angebot oder keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren noch ist es als Basis für die Übernahme einer speziellen Anlagestrategie zu betrachten. Die geäußerten Meinungen datieren vom September 214 und unterliegen möglicherweise Änderungen, sollten zugrunde liegende Umstände sich ändern. Die Informationen und Meinungen in diesem Dokument stammen aus eigenen und externen Quellen, die von BlackRock als verlässlich eingestuft werden, sind nicht unbedingt vollständig und ihre Richtigkeit wird nicht garantiert. Dieses Dokument enthält zukunftsorientierte Informationen, die nicht rein auf der Vergangenheit basieren. Dazu zählen u. a. Projektionen und Prognosen. Es wird nicht garantiert, dass die gestellten Prognosen auch eintreffen. Wenn sich der Leser auf die Informationen in diesem Dokument verlässt, liegt das in seinem eigenen Ermessen. Die enthaltenen Informationen stellen keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Anleger sollten sich für spezielle Informationen hinsichtlich ihrer Steuersituation an ihren Steuerberater wenden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Die zwei Hauptrisiken bei einer Anlage im Anleihebereich sind das Zins- und das Kreditrisiko. Wenn die Zinsen steigen, verzeichnet der Marktwert der Anleihen üblicherweise einen entsprechenden Rückgang. Das Kreditrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass ein Anleiheemittent keine Kapital- und Zinszahlungen vornehmen kann. Globale Anlagen beinhalten Risiken hinsichtlich Fremdwährungen, eingeschränkter Liquidität, weniger Regulierung durch die Regierungen und der Möglichkeit auf erhebliche Volatilität aufgrund von ungünstigen politischen, wirtschaftlichen oder anderen Entwicklungen. Diese Risiken sind bei Anlagen in den Schwellenländern oder an kleineren Kapitalmärkten oft erhöht. Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält, insbesondere bei kurzfristigen Anlagen. Dies gilt auch für den zu zahlenden Ausgabeaufschlag. Die Anlage in Fonds ist zum Teil Währungsrisiken unterworfen. Der Wert der Anlage kann daher steigen oder sinken. Diese Schwankungen können bei Fonds mit hoher Volatilität besonders ausgeprägt sein und der Wert einer Anlage kann plötzlich und erheblich fallen. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Herausgegeben von BlackRock Investment Management (UK) Ltd. (zugelassen und beaufsichtigt durch die Financial Conduct Authority), eingetragener Geschäftssitz: 12 Throgmorton Avenue, London, EC2N 2DL, Registernummer in England: Die deutsche Übersetzung wird zur Verfügung gestellt von der BlackRock Investment Management (UK) Limited, German Branch, Frankfurt am Main, Bockenheimer Landstraße 2 4, 636 Frankfurt am Main. 214 BlackRock, Inc. Sämtliche Rechte vorbehalten. 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