Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie. 13 TECHNIK. Milliarden-Subventionen wirbeln Windkraft-Branche auf

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1 Produktion Special: Initiative pro Standort D S1-S Juli 2008 Nummer 29/30 Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie Einzelpreis Euro 2,80 Leserservice Produktion Eltville DPAG PVST 5339 Entgelt bezahlt 3 WIRTSCHAFT 13 TECHNIK Schiffbau: Deutsche Zulieferer unter Volldampf News-Dossier: Der aktuelle Stand zu Schaeffler/Conti Chemie: Fast jede Firma ist von REACH betroffen 20 TECHNIK Schwerpunkte: Roboter und Oberflächentechnik TECHNIK IM FOKUS Stapler auf Öko-Kurs Neben der Schaffung dezentraler Informationstechnologien für Stapler und deren zunehmender Funktion als zentrale Schnittstellen zwischen logistischen Systemelementen ist der Trend zu Produkten mit noch höherer Umweltverträglichkeit eines der Kernthemen, wenn es um die aktuellen Technik-Entwicklungen bei Flurförderzeugen geht. Seite 14 Innovativer Multipicker Um die Kommissionierung zu vereinfachen und zu beschleunigen, haben die Warehouse- Experten Ehrhardt + Partner (E+P) gemeinsam mit dem ITL Institut für technische Lösungen in der Logistik den Kommissionierwagen RFID-Multipicker entwickelt. Seite 14 Energie aus der Pflanze In dem neu gegründeten Exzellenzcluster UniCat haben sich Forscher aus verschiedenen Disziplinen zusammengefunden. Als Reaktion auf Ressourcenknappheit und Klimawandel wollen sie natürliche Grundstoffe quasi als Katalysatoren zusammenbringen, um daraus Neues entstehen zu lassen. Seite 15 Warnung vor Tsunami Die Arbeitsgruppe Tsunami- Modellierung hat ein Softwaresystem zur schnellen Information über Tsunami-Ereignisse mit Katastrophenpotenzial vorgelegt. Seite 15 GEWINNSPIEL Maschinenbau-Gipfel: Die Gewinner unserer Verlosung LANDSERG (ilk). Anlässlich einer Umfrage der Wirtschaftszeitung Produktion zum Thema Mediaplanung gewannen folgende Personen jeweils zwei Freikarten für den 3. Deutschen Maschinenbau-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14. und 15. Oktober in Berlin. Wir gratulieren Susanne Heth von Leuze Electronic, Uwe Fischer von Yamazaki Mazak Deutschland, Martin Buchwitz von der Jetter AG und Georg Harnau von Walther Trowal GmbH. Leserservice Redaktion: Tel.: ( ) , Fax: ( ) Anzeigen: Tel.: ( ) , Fax: ( ) Abo-Service: Tel.: (01 80) * Fax: (01 80) * *9 Cent je Minute aus dem deutschen Festnetz (abweichende Mobilfunktarife möglich) Erneuerbare-Energien-Gesetz Bild: Fotolia RWE Power/BASF/Linde 80 Mio für CO2-Wäsche von Gunnar Knüpffer BERLIN. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert mit vier Mio Euro eine Versuchsanlage zur CO2-Abtrennung von RWE Power, BASF und Linde am Kraftwerksstandort Niederaußem. Die CCS-Technologie, also das Abtrennen und Speichern von Kohlendioxid, ist der Schlüssel für eine klimaverträgliche Kohleverstromung, meint der Vorstandsvorsitzende von RWE Power, Johannes Lambertz. Ziel der Partner ist es, durch energieoptimierte Hilfsmittel für die Gaswäsche (BASF) sowie Verbesserungen der Prozess- und Anlagentechnik (Linde und RWE Power) Wirkungsgradverluste im Kraftwerk und die Verfahrenskosten zu reduzieren. Die CO2-Abtrennung in Braunkohlekraftwerken soll bis 2020 kommerziell zum Einsatz gebracht werden. Auf der Grundlage könnten dann mehr als 90 % des Kohlendioxids eines Kraftwerks entfernt und im Untergrund gespeichert werden. Für das gesamte Entwicklungsprojekt hat RWE Power ein Budget von rund 80 Mio Euro eingeplant. von Kathrin Irmer LANDSBERG. Nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch den Bundesrat erwartet vor allem die Windenergiebranche ab Januar 2009 erhebliche Investitionen und eine starke Belebung des deutschen Sagen Sie uns Ihre Meinung: re Turbinen ersetzt werden. Wir begrüßen die deutlichen Verbesserungen im Bereich der Offshore-Windenergie, denn hier wird in den nächsten Jahren das große Wachstumspotenzial liegen, so Per Hornung Pedersen, der Vorstandsvorsitzende der REpower Systems AG. REpower hat erst kürzlich ein Memorandum of Understanding mit der auf Erneuerbare Energien spezialisierten Tochter des RWE-Konzerns, RWE Innogy, unterzeichnet, das die Verhandlung von Rahmenverträgen von bis zu MW vorsieht, davon etwa MW Offshore. Aufgrund ihrer höheren Ausbeute sind Windenergieanlagen auf dem Meer sehr attraktiv, bestätigt Wolfgang Dehen, CEO Siemens Energy Sektor. Offshore- Windenergieanlagen mit einer Leistung von 450 MW von Siemens sind schon in Betrieb. Weitere Aufträge von MW haben wir in unseren Büchern. Weltweit wurden im Jahr 2007 Windenergieanlagen mit einer Leistung von MW neu installiert. Davon hat Deutschland nur noch 8 % zum Weltmarkt beigetragen. Die einstige Spitzenreiterposition wurde an die USA verloren, Deutschland folgt erst an fünfter Stelle nach Spanien, China und Indien. Hauptgrund Das ist die Trendwende für die Windenergie in Deutschland. Die EEG-Novelle setzt neue Investitions- und Innovationsanreize, sagt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.v. Damit kommen wir unserem Ziel näher, bis 2020 rund MW Windleistung an Land und MW Leistung in Nordund Ostsee zu installieren. Die Anfangsvergütung für neue Windenergieanlagen an Land beträgt ab dem 1. Januar ,2 Cent/kWh (derzeit 8,03 Cent/kWh). Für offshore produzierten Strom aus Wind erhalten die Betreiber künftig 13 Cent/kWh. Als zusätzlicher Innovationsanreiz wird für Anlagen, mit deren Errichtung vor dem 31. Dezember 2015 begonnen wird, ein Bonus von weiteren 2 Cent/kWh gewährt. Auch für das Repowering, das Ersetzen von alten Anlagen, erhöht sich die Anfangsvergütung. Damit können Windenergieanlagen der ersten Generation durch moderne und effizienteweiter auf Seite 2 Ehrung Wittenstein jetzt Dr. h.c. von Claus Wilk MÜNCHEN. In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen und Ideen zu Forschung und Entwicklung innovativer Antriebssysteme und bei der zukunftsweisenden Unternehmensführung hat die Technische Universität München Dipl.-Ing. Manfred Wittenstein, dem Vorstandsvorsitzenden der Igersheimer Wittenstein AG, die Ehrendoktorwürde der Fakultät für Maschinenwesen verliehen. Den festlichen Rahmen für die seltene Verleihung bildete der Tag der INITIATIVE Energie-Effizienz Milliarden-Subventionen wirbeln Windkraft-Branche auf Die neu festgelegten Einspeisevergütungen setzen Investitions- und Innovationsanreize für die Windkraft-Branche. Windenergienutzung in Deutschland Quelle: Statis DEWI Während die Zahl der neu installierten Windkraftanlagen seit 2003 zurückgeht, steigerte sich die installierte Leistung kontinuierlich. Produktion Deutschland belegt im Weltmarkt nur noch Platz 5 Dr. h.c. Manfred Wittenstein erhielt die Ernennungsurkunde aus den Händen von Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann und Prof. Dr. Hans-Peter Kau. Fakultät in der Fakultät für Maschinenwesen auf dem Campus Garching. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München, und Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Kau, Dekan der Fakultät für Maschinenbau, überreichten die Urkunde der Ehrenpromotion an Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein: Mit der Verleihung der Ehrendoktor- WIRTSCHAFTS-TICKER 1,60 1,55 1,50 1, ,59 $ 169,18 Yen 10,86 Yuan 0,80 Euro in Dollar 67,96 Rupie 36,88 Rubel 3,22 Zloty 229,17 Forint Repower boomt HAMBURG (DJ/ks). Die Repower Systems AG hat im ersten Quartal (per 30. Juni) des Geschäftsjahres 2008/09 ihr Betriebsergebnis auf 10,2 (0,1) Mio Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 126 % auf 231,8 (102,5) Mio Euro. Bei uns im Internet Zerspanungs-Umfrage Warum fallen Ihre Werkzeugmaschinen aus? Abstimmen unter Gildemeister im Visier MÜNCHEN (DJ/ks). Russische Investoren sollen sich laut dem Nachrichtenmagazin,Focus über verdeckte Käufe von Aktienpaketen 15 % an der Gildemeister AG gesichert haben. Gildemeister-CEO Rüdiger Kapitza spricht gegenüber,focus jedoch von Gerüchten. Er habe die Aktionärsstruktur des Bielefelder Unternehmens zuletzt im Mai identifizieren lassen. 95% der Aktionäre waren uns damals bekannt, so Kapitza (siehe Bericht S. 4). ZAHL DER WOCHE Seeschiffe wurden 2007 weltweit bestellt, davon 1700 in China, 1231 in Südkorea und 606 in Japan. Im Vorjahr waren es weltweit würde gewinnt die TU München eine hervorragende Persönlichkeit mit herausragendem Engagement und untadeligem Charakter. Manfred Wittenstein steht dafür, dass technisch-wissenschaftlicher Fortschritt und wirtschaftlicher Erfolg gepaart sind und getrieben werden durch Innovationen. Bild: Wittenstein

2 2 Produktion Wirtschaftsfakten 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Milliarden-Subventionen wirbeln... KONJUNKTUR & MÄRKTE FINANZEN & STEUERN Fortsetzung von Seite 1 für diesen Einbruch um 25 % gegenüber dem Vorjahr war die bisherige nicht mehr wirtschaftliche Vergütung für Windstrom an Land, was jetzt durch das EEG berichtigt wird. Damit erhalten die Hersteller und Zulieferer von Windenergieanlagen in den kommenden Jahren Planungssicherheit, schätzt Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems, die Lage ein. Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die verabschiedeten Regelungen langfristig keinen Ausgleich für die in den letzten beiden Jahren stark gestiegenen Materialkostenpreise geschaffen haben. Die Subventionie- rung der Photovoltaik wird dagegen langsam, aber stetig heruntergefahren. Die Vergütungen für Solarstrom sinken in den nächsten zwei Jahren um 8 % und ab 2011 um 9 %. Doch die Branche schaut dem eher gelassen zu und sieht weiterhin glänzende Aussichten. Die Verringerung der Einspeisevergütung ist prinzipiell eine gute Sache, da wir von staatlichen Förderungen unabhängig werden wollen, so Anton Millner, Vorstandschef der Q-Cells AG. Wir senken die Kosten stetig und können so gut mit den geringeren Vergütungen klar kommen. Außerdem exportieren wir immer mehr unserer Produkte, so dass wir nicht vom deutschen Markt abhängig sind. ZEW-Erwartungen fallen tief FRANKFURT/MANNHEIM (DJ). Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im Juli weiter verschlechtert und dabei den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1991 erreicht. Nach der veröffentlichten Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel der Index der Konjunkturerwartungen auf minus 63,9 von minus 52,4 Punkten im Juni. Wirtschaft schrumpft wieder BERLIN (DJ/ks). Die deutsche Wirtschaft ist laut einem Bericht der,bild -Zeitung erstmals seit vier Jahren wieder geschrumpft. Im zweiten Quartal 2008 sei ein Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal "so gut wie sicher", so der Chefökonom des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. Darauf deuteten zahlreiche Indikatoren hin. "Das Minus dürfte bei bis zu 0,5 % liegen", hieß es weiter. Für das Gesamtjahr bleibt der DIHK jedoch zuversichtlich. Die Konjunktur bleibt robust, es besteht kein Grund zur Sorge", sagte Treier. Russland als Industriepartner MOSKAU (DJ/ks). Russland und Deutschland werden gegenseitig Investitionen und das Zusammenwirken im Industrie- und Innovationsbereich ausbauen. Darauf einigten sich der russische Minister für Industrie und Handel, Wiktor Christenko, und sein deutscher Amtskollege, Minister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, bei Verhandlungen in Moskau. Das Tempo des Investitionswachstums in die russische Wirtschaft legt zu. Unser Bruttoinlandsprodukt ist in den ersten fünf Monaten 2008 um 5,8 % gewachsen, die Industrieproduktion um fast 7%", sagte der russische Minister. Pkw-Zulassungen rückläufig FRANKFURT (DJ/ks). Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa ist im Juni 2008 auf 1,4 Mio Pkw, zurückgegangen, das sind rund 8 % weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Insgesamt sei der Absatz im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 % auf 8,3 Mio Pkw zurückgegangen. Während die Verkäufe in Westeuropa in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 3% nachgaben, nahm der Pkw-Absatz in den neuen EU-Ländern um 7% zu. Entwicklung Deutscher Aktienindex DAX Ost-Zulage wird verlängert BERLIN (DJ/ks). Das Bundeskabinett hat beschlossen, die Investitionszulage für betriebliche Investitionen in Ostdeutschland bis 2013 fortzuführen. Bis 2013 stünden damit trotz der degressiven Ausgestaltung der Fördersätze steuerfreie Zulagen in Umfang von rund 2,3 Mrd Euro zur Verfügung. "Das hierdurch geförderte Investitionsvolumen der Unternehmen liegt bei einem Vielfachen", erklärte das Bundesfinanzministerium. Die derzeit geltenden Fördersätze von 12,5 % bzw. 25 % für kleine und mittlere Unternehmen verringern sich von 2010 bis 2013 jährlich um 2,5 % für Großunternehmen und um 5 % für kleine und mittlere Unternehmen. Technologiehandel in Deutschland: Mehr Ausfuhren als Einfuhren Deutsche Unternehmen verkaufen ihr Know-how in alle Welt. Im vergangenen Jahr nahmen sie dafür mehr als 31 Mrd Euro ein. Doch ist die deutsche Wirtschaft auch auf Wissen aus dem Ausland angewiesen: Die Einfuhren von technologischen Dienstleistungen erreichten im Jahr 2007 einen Wert von 28 Mrd Euro. Damit überstiegen die Ausfuhren die Einfuhren um gut drei Mrd Euro; im Jahr 2002 hatte es noch einen Negativsaldo im Technologiehandel von 5,5 Mrd Euro gegeben. Die größten Positionen im Technologiehandel sind Ingenieur- und EDV- Leistungen. Infografik Produktion Bild: Goodyear Goodyear Company Nachfrage mit 500 Mio stillen von Sarah Holzer BRÜSSEL/HANAU. In den kommenden fünf Jahren wird die Goodyear Tire & Rubber Company 500 Mio US-Dollar in vier deutsche und einen polnischen Produktionsstandort investieren. Die Investition erfolgt im Rahmen einer Strategie, mit der Goodyear der weltweit steigenden Nachfrage nach Premium-Produkten begegnet, sowie im Zuge des Geschäftsausbaus in den Emerging Markets. Darüber hinaus plant der Konzern eine Optimierung seiner weltweiten Supply Chain und weitere Kostensenkungsmaßnahmen. Unser Geschäft in Europa wächst insbesondere in den hoch wertschöpfenden Produktsegmenten konstant, Vier deutsche Goodyear-Produktionen werden für 300 Mio US-Dollar modernisiert - darunter auch das Werk in Hanau. erklärt Arthur de Bok, Präsident der Konzernregion Europa, Mittlerer Osten und Afrika. In Deutschland werden wir über 300 Millionen US-Dollar in die Modernisierung unserer Standorte in Fulda, Fürstenwalde, Hanau und Riesa investieren. In Polen investieren wir über 200 Millionen US- Dollar in das Werk in Debica. Mit den Investitionen soll im Pkw- Segment der Anteil im Markt der High- Performance-Produkte ausgebaut werden. Der Markt für unsere Premium- Reifen im Lkw-Segment wächst ebenfalls. Deshalb werden wir über 200 Mio US-Dollar in Debica investieren, erklärt de Bok. So soll die Produktionskapazität von 1800 auf über 5000 Lkw- Reifen pro Jahr ausgebaut werden. Gleichzeitig wird eine Erhöhung der Produktionskapazitäten in Osteuropa diskutiert, um das Wachstumspotenzial der Region zu nutzen. In Polen hält Goodyear mehr als 65% an TC Debica, einem Vertragshersteller für Goodyear, der jährlich 15 Mio Reifen produziert. 85 % der Reifen sind Markenprodukte des Konzerns, die an Goodyear bzw. andere Tochtergesellschaften verkauft werden. ENERGIE & ROHSTOFFE Entwicklung Ölpreis / Barrel (159 l) Biokraftstoffe sind ineffizient PARIS/BERLIN (ks/afp). Die Förderung von Biokraftstoffen trägt nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) "nur minimal" zum Klimaschutz bei. Setzten die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Kanada ihre gegenwärtige Förderpraxis fort, würde der Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehr im Jahr 2015 "nur um bestenfalls 0,8 % geringer ausfallen", erklärte die OECD. ROHSTOFFPREISE Aluminium je Tonne: 3038,15$ Kupfer je Tonne: 8314,00$ Gold je Feinunze: 960,40$ Silber je Feinunze: 18,26$ Nickel je Tonne: 12773,20 Zinn je Tonne: 14820,47

3 Jetzt gratis Newsletter Entscheider lesen Produktion Produktion Wirtschaft Automationslösungen Palettierung Robotersysteme Software germany..com Nummer 29/30 Nachrichten aus der Industrie 24. Juli Markt und Meinung Energie: Neue Geschäftsfelder dank Ökostrom 7 Interview 9 Siegfried Knüpfer, Vollmer Werke: Kurzfristiger Profit uninteressant Unternehmen und Branchen Olympia: Deutsche Firmen befürchten Betriebsstilllegungen SEMINARANZEIGEN Flexible Fabrik- Das Lean Konzept für Umsetzer inkl. Planspiel September in Stuttgart Die Flexible Fabrik II- Etablieren und Feintuning hochflexibler Produktionslinien für Umsetzer September in Stuttgart Leonardo Group GmbH Infos: Tel Fred Wilbert Schiffbau / Offshore Deutsche Zulieferer unter Volldampf von Christian Klein HAMBURG. Den deutschen Schiffbauund Offshore-Zulieferern bläht ein Umsatzanstieg von 13,8 % die Segel. Mit dem damit verbundenen Gesamtumsatzvolumen von 11,9 Mrd Euro konnte die Branche auch 2007 ihre führende Rolle im In- und Ausland bei Hightechsystemen für den Schiffbau halten und ausbauen. Auch für 2008 ist mit prognostizierten 14 % Wachstum Volldampf angesagt. Dr. Lüder Hogrefe, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore- Zulieferindustrie im VDMA, weiß seine Branche in sicherem Fahrwasser: Unsere Erwartungen für 2007 wurden mit 13,8 Prozent Wachstum deutlich übertroffen. Der weltweite Schiffbau und die Offshore- Industrie boomen auf hohem Niveau. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen. Der zunehmende Mangel an Fachkräften dürfe die maritime Zulieferindustie in Deutschland nicht davon abhalten, durch weitere Anstrengungen auf dem Sektor Forschung und Entwicklung den Vorsprung, den diese Industrie habe, weiter auszubauen. Gerade bei den jetzigen Material- und Lohnkosten gilt dies für uns umso mehr. Wir müssen um soviel besser sein, wie wir teurer sind, fordert Vorstand Hogrefe mit Nachdruck. Europäische Werftindustrie derzeit gut behauptet Neben den dominierenden drei großen asiatischen Schiffbau-Nationen behauptet sich derzeit auch die europäische Werftindustrie gut: 2007 wurden weltweit (Vorjahr: 3 329) Seeschiffe bestellt, davon 606 (603) in Japan, (692) in Südkorea, (881) in China und 422 (419) Schiffe in der EU- 27, davon 61 (65) in Deutschland. Der Auftragsbestand an Schiffen weltweit ist im vergangenen Jahr explosionsartig angewachsen von Einheiten auf den Rekordwert von Schiffen. Ein Die Zulieferer der deutschen Schiffbau- und Offshore-Industrie wollen 2008 mit 14% Wachstum den Maschinenbau wieder überholen. Ende dieser Überhitzung könnte sich 2008 abzeichnen, denn die Flut neuer Aufträge nahm in den ersten Monaten deutlich ab, u.a. wohl aufgrund der Sättigungseffekte und Kapazitätsengpässe bei Werften, Zulieferern und auch Reedern selbst. Die Auslandsgeschäfte der deutschen Zulieferer (Exportquote 73 %) verteilten sich 2007 dementsprechend zu 39 % auf Asien und 34 % auf das europäische Ausland. China ist größter Auslandsmarkt mit 25,7 % der Auslandsorder, gegenüber Korea mit nur 10,5 %. Der Absatzmarkt Nordamerika kam auf 6,9 %, der Nahe Osten auf 6,4 %. Der Anteil Norwegens wuchs auf 4,8 %, Osteuropa blieb auf dem Vorjahresniveau von 4,1 %. Ein weiterhin starker Boom findet sich bei der Zulieferung in die Offshore-Öl- und Gas-Industrie. Die explodierenden Rohstoffpreise verstärken weltweit Investitionen in technisch anspruchsvolle Problemlösungen. Zuvor technisch nicht realisierbare Vorhaben zur Gewinnung von Erdöl und -gas werden mit viel Geld vorangetrieben und zeigen durch die neuesten Entwicklungsanstrengungen erste Erfolge, die sich bei dem jetzigen Ölpreis bereits rechnen. Dies gilt als idealer Markt für die besonders in Nischen starke deutsche Zulieferindustrie. Unser Engpass ist aber das fehlende Personal, gibt Christoph Daum von der Menck GmbH, Kaltenkirchen, zu bedenken. Die deutsche Hightech-Industrie muss ihren technologischen Vorsprung nutzen, um im globalen Wettbewerb auf die sich abzeichnende Lebenszykluskosten rücken vermehrt in den Blickpunkt Energieverknappung durch technisch hochwertige langlebige Produkte und pfiffige Ideen zu reagieren. Das gilt sowohl für die Entwicklung des,sauberen Schiffes wie auch für Rohstoffgewinnung in großen Wassertiefen (Beispiel Brasilien) und auch für Energieerzeugung mit Offshore- Windkraftanlagen im tieferen Wasser. Das sowohl in der Wirtschaft als auch in der Bevölkerung zunehmende Verständnis für die Betrachtung der Lifecycle-Costs bringt offenbar weitere Vorteile für die deutsche Schiffbauund Offshore-Zulieferindustrie, da auf diesem Gebiet die Entwicklungsund Forschungsabteilungen gut vorbereitet seien. Und wie lautet die weitere Business-Vorhersage? Wir rechnen für 2008 mit weiterem Wachstum, aber auf konsolidiertem Niveau, erklärt Hogrefe. Mit 14 % liege man erneut weit über der Prognose für den gesamten Maschinenund Anlagenbau. Maik Stövhase vom Zulieferer SAM Electronics in Hamburg freut sich über das Engagement der Maritimen Koordinatorin Dagmar Wöhrl, insbesondere mit der geplanten Delegationsreise anlässlich der Messe Port & Ship India im Herbst dieses Jahres. Weitere Chancen sehen die Zulieferer durch die neue Messe SMMIstanbul im Januar Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft und werden auf den neuen Märkten, insbesondere in der Türkei, in Vietnam und Indien, für die Offshore-Zulieferer in Südamerika, Ost-Asien, Westafrika und den Polarregionen neue Aufträge generieren und rechnen für 2009 und auch für 2010 mit einer sehr guten Auslastung, betont Sagen Sie uns Ihre Meinung: Mail an: Bild: VDMA 3. Deutscher Maschinenbau-Gipfel Gemeinsam mit dem VDMA und dem VDW veranstaltet die Wirtschaftszeitung am 14. und 15. Oktober den 3. Deutschen Maschinenbau-Gipfel. Die Themen: Deutschland am Wendepunkt und Maschinenbau als Schlüssel zur Energie-Effizienz. Infos: Umsatzentwicklung Schiffbau- und Offshore-Zulieferer Umsatz in Mrd. 8,0 8,3 8,7 Produktion Quelle: VDMA 9,3 10,5 13,8% 11, Die in der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore- Zulieferindustrie im VDMA organisierten Unternehmen steigerten im Jahr 2007 ihren Umsatz um 13,8% auf ein Volumen von 11,9 Mrd Euro. Bei uns im Internet Eine Milliardärin kauft ein von Andreas Karius Nach ihrem letzten Coup, der feindlichen Übernahme von FAG-Kugelfischer im Jahr 2001, greift Maria-Elisabeth Schäffler nun nach dem weltweit viertgrößten Automobilzulieferer Continental. Zusammen mit ihrem Sohn Georg rangiert die Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe mit einem geschätzten Vermögen von 8,7 Mrd Dollar auf der Forbes-Liste der Reichsten der Reichen auf Platz 78, in Deutschland auf Bild: picture alliance/dpa Zieht möglicherweise bald die Fäden auch bei Continental: Maria-Elisabeth Schäffler Platz 8. Ihr Sohn arbeitet in Dallas als erfolgreicher Rechtsanwalt. Inwiefern er einmal offiziell die Geschicke der Schaeffler Gruppe lenken wird, ist unbekannt. Die Presse portraitiert die potenzielle künftige Conti-Chefin als,macherin (FTD),,listige Witwe (manager magazin) oder als Frau mit,wiener Charme mit Power (Handelsblatt). Mehr unter

4 Wirtschaft: Markt und Meinung 4 Produktion 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Bild: Imago Windkraft sticht in See Kommentar Dank explodierender Preise für Öl und Gas und CO2-Einsparungsplänen macht die Regierung den Weg frei für den Ausbau erneuerbarer Energien. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) baut dabei vor allem auf Offshore-Windanlagen auf offener See. Mit der Fertigstellung des Raumordnungsplanes ist ein erster Schritt getan, um bis zum Jahr 2030 zusätzlich MW Offshore-Windstrom zu erzeugen. Die ersten Anlagen vor der Küste der Nordseeinsel Borkum sollen noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Es ist ein ehrgeiziger Plan, doch es ist zu bezweifeln, dass das Offshore-Geschäft in Deutschland tatsächlich in Gang kommt. Weltweit sind zurzeit Windkraftanlagen mit einer Leistung von MW installiert, aber nur ein Prozent davon fällt auf Offshore. Die meisten dieser Anlagen stehen in Küstennähe. Und da beginnt das Problem, warum in Deutschland die Realisierung der Pläne so schleppend vorwärts gehen. Damit sich kein Tourist vom Anblick drehender Rotoren belästigt fühlen muss, liegt das Testfeld Alpha Ventus 45 km vor der Insel. Dort liegt die Wassertiefe aber schon bei 30 bis 40 Metern, was die Installationskosten immens in die Höhe treibt. Etwa 3 Mio Euro pro Megawatt kostet der Bau Kathrin Irmer Redaktion Produktion einer Offshore-Anlage in dieser Wassertiefe, das Doppelte einer Anlage an Land. Da wundert es nicht, dass sich Investoren von diesen Projekten in letzter Zeit zurückgezogen haben. Die neu gestaltete Subventionsregelung (siehe Titelstory) kann hier eine Wende bringen. Schließlich sind die Offshore-Windkraftanlagen aufgrund ihrer höheren Ausbeute im Vergleich zu Onshore-Projekten bei höherer Vergütung wieder interessant. Falls die Investitionen in diesem Bereich steigen, müssen die Windkraftanlagenbauer ihre Produktionskapazitäten schnellstens erhöhen. Denn die Auftragsbücher sind jetzt schon voll und die Hersteller bis 2010 ausgelastet. Jetzt gilt es, dass Deutschland seine Technologieführerschaft auf die Windenergie auf hoher See ausdehnt. Werkzeugmaschinen DMG: Kein Insiderhandel von Ulrich Schamari/Claus Wilk BIELEFELD. Aufatmen in der Gildemeister-Konzernzentrale in Bielefeld: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat ihre Ermittlungen wegen Insiderhandels mit Aktien des Werkzeugmaschinenbauers eingestellt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht keine Anhaltspunkte für einen Insiderhandel mit Aktien des Werkzeugmaschinenbauers Gildemeister. Dem Verdacht wurde nachgegangen, weil zum Jahresbeginn Gildemeister-Papiere im großen Stil gekauft wurden, als es im Zuge einer von der Öffentlichkeit unbemerkten Razzia zu einem erheblichen Kurssturz kam. Gildemeister- Mitarbeiter sind jetzt von der BaFin vom Insiderhandel freigesprochen worden. Der Kommentar, den Gildemeister- Sprecherin Tanja Figge zur Einstellung der BaFin-Ermittlungen abgab, war von Erleichterung gekennzeichnet: Das ist für uns zu allererst einmal ein gutes Zeichen ganz unbestritten. Es sei jedoch aus Unternehmenssicht von Beginn an klar gewesen, dass an den Vorwürfen nichts dran ist. Die Entscheidung der Finanzaufsicht sei durchweg positiv zu werten, denn damit wären die Gildemeister- Mitarbeiter vom Verdacht des Insiderhandels freigesprochen. Allerdings, so Figge, bleibe die Tatsache, dass es auffällige, sehr starke Bewegungen des Gildemeister-Kurses gegeben habe. Deshalb stelle sich der Konzern nach wie vor die Frage, wer im Besitz der massenhaft erworbenen Aktien sei. An einer Aufklärung dieser rätselhaften Angelegenheit habe man bei Gildemeister auch weiterhin äußerst großes Interesse. Anja Engelland von der Ba- Fin verwahrte sich gegen die Darstellung einiger Medien, die Wertpapieraufsicht habe gegen die Gildemeister AG ermittelt. Nein, wir haben den Handel mit Gildemeister- Aktien geprüft, und das ist etwas anderes, stellte sie klar. Da man keine konkreten Hinweise auf einen Insiderhandel gefunden und daher die Untersuchungen eingestellt habe, dürften die Vorgänge vom Januar völlig ungeklärt und mysteriös bleiben, soweit es den Aktienhandel betreffe. Auslöser für den Kurssturz seien wohl die Prüfungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld gewesen, aber damit habe die BaFin natürlich nichts zu tun. Kabel Lapp nutzt Dollar-Schwäche von Sabine Spinnarke STUTTGART. Kabelhersteller Lapp profitiert vom schwachen Dollar. Seit 30 Jahren in Amerika aktiv, entwickelt sich Lapp zum Spezialisten für amerikanische Zertifizierungsvorschriften. Der schwache Dollar beschert Lapp North America für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich ein Umsatzplus von 15 bis 20 %. Viele Unternehmen aus der ganzen Welt drängen zurzeit auf den amerikanischen Markt, da sie dort wegen der Dollarschwäche günstig produzieren können. Und wir helfen beim Aufbau der benötigten Anlagen, sagt Vorstand Siegbert Lapp. Die Stuttgarter Lapp Gruppe ist seit 1976 mit einer eigenen Niederlassung auf dem amerikanischen Kontinent aktiv. Inzwischen produziert Lapp in New Jersey pro Jahr km Leitungen. Weitere Lapp-Niederlassungen wurden in Mexiko und Kanada gegründet. Insgesamt sind dort 250 Mitarbeiter beschäftigt. Sie erwirtschaften einen Umsatz von rund 100 Mio US-Dollar. Maschinenbauer gehören zu den wichtigsten Kunden in USA Zu den klassischen Kunden zählen vor allem deutsche Anlagen- und Maschinenbauer, die in den USA produzieren. Aber auch viele einheimische Installateure und Hersteller sind wichtige Kunden. Insgesamt werden rund 50 % des Umsatzes über den landesweiten Handel generiert, der Energie Neue Geschäftsfelder dank Ökostrom von Lothar Lochmaier Berlin (fr). Rund um die Integration von Ökostrom ins Netz soll ein neuer Wirtschaftszweig entstehen. Damit das Ziel der wirtschaftlichen Eingliederung in das normale Strommarktgeschehen gelingt, muss die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) aufgerüstet, virtuelle Kraftwerke ausgebaut und neue Speichertechnologien entwickelt werden. Auch die Liberalisierung des Messwesens steht nach Auffassung von Experten unmittelbar bevor, so die Ergebnisse der VDE Studie Smart Distribution Ökostrom-Integration bietet Innovationsfelder für die Industrie Die Studie des Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik zeigt neue Wege, wie sich regenerative Erzeugeranlagen sowie die aus der Kraft-Wärme-Kopplung gewonnene Energie wirtschaftlich und technisch effizient in das Stromnetz integrieren lassen. Der Verband regt an, die Vergütung für den Strom aus virtuellen Kraftwerksverbünden direkt an den Marktpreisen der Leipziger Strombörse auszurichten und durch Zuschläge so zu erhöhen, dass die Produzenten im Durchschnitt die gleichen Renditen erreichen wie bei den heutigen fixen Preisen. Im Klartext: Das Fördersystem soll über einen Zuschlag auf den Preis an der Strom-Börse laufen und nicht mehr über einen fixen Abnahmepreis, den die Netzbetreiber bezahlen müssen. Nach Berechnungen des Verbandes wird in Schwachlastzeiten europaweit bis 2020 ein Überschuss von 20 % an regenerativer Einspeisung entstehen. Bild: Lapp Wir arbeiten eng mit den Zulassungsbehörden zusammen. Siegbert Lapp, Vorstand Lapp Rest über eigene Absatzkanäle. Typisch für den Markt ist, dass der Einsatz von Leitungen und Industriesteckverbindern strengen Sicherheitsvorschriften unterliegt. Generell gilt: Alle nach Amerika und Kanada exportierten Produkte müssen gelistet sein. Noch strenger sind die Vorschriften in der Norm US-NFPA 79, in Bezug auf die Verwendung von Kabeln und Leitungen in Industriemaschinen. Hier genügen neuerdings nicht mehr Leitungen nach AMW-Standard, sondern nur UL-gelistete Typen, Bernd Michael Buchholz von der Siemens AG berät auch die Europäische Union in Energiefragen. Ohne neue Speichertechnologien oder intelligentes Lastmanagement bestehe aber das Risiko, zumindest zeitweise die Leistung von EEG- und KWK- Anlagen drosseln oder den Ökostrom zu Niedrigpreisen in Nachbarländer abgegeben zu müssen. Um diesem voraussehbaren Dilemma vorzubeugen, bieten sich der Industrie gleich mehrere Innovationsfelder. Der Überschuss an EEG- und KWK-Leistung in Schwachlastzeiten muss künftig gemanagt werden, betont Bernd Michael Buchholz von der Siemens AG, der auch die Europäische Union in Energiefragen berät. Der aus erneuerbarer Energie gewonnene Strom sollte deshalb künftig von den jeweiligen Betreibern im Verbund von virtuellen Kraftwerken über Systemdienstleistungen angeboten werden, ergänzt Hellmuth Frey vom Energieversorger EnBW Energie Baden- Württemberg AG. Denn ein virtuelles Kraftwerk bestehe aus vielen kleinen Bilder: VDE die für die jeweilige Anwendung geeignet und zugelassen sind. Diese Harmonisierungspflicht ist letztendlich eine Technologiebremse, die wir in dieser Form in Europa nicht haben, urteilt Volker Huber, Produktmanager bei Lapp. Auch Elektrotechnik- Dienstleister Emis Electrics kennt die Probleme: Rudolf Fleig, Projektleiter: Die Vorschriften sind teilweise von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Es gibt Fälle, da entscheidet der lokale Sheriff. Das macht es oft sehr schwer, die genauen Vorschriften eindeutig zu klären. Daher will Lapp einen möglichst hohen Eigenproduktionsanteil in den USA selbst erzielen. Zurzeit werden über 50 % der für den nordamerikanischen Markt benötigten Leitungen im eigenen Werk in den USA produziert. Wir entwickeln und produzieren speziell für den amerikanischen Markt zugelassene Leitungen, erklärt Siegbert Lapp. Um den Eigenfertigungsanteil in USA zu erhöhen, wurde in den vergangenen Jahren in den Ausbau von Fertigungskapazitäten investiert. Durch neue Fertigungslinien wurde die Kapazität des Werkes in New Jersey verdoppelt. Hellmuth Frey vom Energieversorger EnBW setzt auf Systemdienstleistungen der virtuellen Karftwerksbetreiber. Erzeugern, Speichern und regelbaren Lasten, das sich jedoch an den konventionellen Betreibern orientieren solle. Das virtuelle Kraftwerk muss daher über die Fähigkeit verfügen, Fahrpläne einzuhalten, die Regelung des Systems zu unterstützen und nach Störungen zum raschen Wiederaufbau des Netzes beizutragen, betont EnBW-Projektmanager Frey. Der anhaltende Trend in Richtung intelligente Energiesysteme bietet auch Chancen für IKT-Dienstleister. Denn die VDE-Experten geben der IKT eine zentrale Rolle für den Betrieb virtueller Kraftwerke. Einen neuen Stellenwert erhielten auch die Messstellenbetreiber, die eine Art Schnittstelle für alle Informationen rund um das virtuelle Kraftwerk bilden. Vorausgesetzt, es geht eine weitere Liberalisierung des Messwesens voraus, das für Siemens in Großbritannien offenbar zu einem einträglichen Geschäftsfeld geworden ist.

5 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Wirtschaft: Unternehmen und Branchen Produktion 5 Messe Maintain Vision für Instandhalter von Susanne Bader MÜNCHEN. Fertigungsmaschinen und Prozessanlagen sollen möglichst nicht stillstehen. Doch der Instandhaltung fehlen sowohl Fachkräfte als auch ein einheitliches Berufsbild. Die diesjährige Maintain nimmt sich dieser Problematik an. Bild: Messe München GmbH Informierten im Vorfeld der Maintain über den Fachkräftemangel in der Instandhaltung: Norbert Bargmann, Geschäftsführer der Messe München GmbH, Stephan Nowak, Leiter Instandhaltung TRW Automotive GmbH und Britta Kammel, Management Circle AG. Erstmals findet auf der Maintain (14. bis , München) ein Trendforum zum Thema qualifiziertes Personal in der Instandhaltung statt. Fachliche Unterstützung leisten das Forum Vision Instandhaltung, die European Federation of National Maintenance Societies und der Verlag Moderne Industrie. Die Instandhaltung wird immer mehr zum Garanten für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, so Norbert Bargmann, Geschäftsführer der Messe München GmbH. Die Branche braucht qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Mit dem Trendforum möchten wir auf das Problem eingehen und Lösungen zeigen. Es geht in der Instandhaltung nicht mehr darum, einfach auf den Stillstand hinzuleben, sondern planbaren Stillstand zu erzielen, bestätigt Stephan Nowak, Instandhaltungsleiter der TRW Automotive GmbH. Die Aufgaben an Instandhalter haben sich deutlich verändert, stellt auch Britta Kammel von der Management Circle AG fest. Laut einer Umfrage des Seminaranbieters sehen die Instandhalter selbst den größten Weiterbildungsbedarf in Strategie, Planung und Organisation. Sie bilden sich vorwiegend durch externe Seminare, Bücher und Zeitschriften weiter. Laut Nowak könnte ein duales Studium dazu beitragen, dass die Service- und Wissensorientierung mit technischen Kompetenzen verbunden wird. Einen ersten Entwurf dazu hat das Forum Vision Instandhaltung bereits mit der Universität Dortmund abgestimmt. Der Weiterbildungsbedarf der Instandhalter ist in der Tat nicht gering: Nach Angaben des Forum Vision Instandhaltung hängen in Europa bereits heute 40 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Instandhaltung ab. Rohstoffpreise Stahlkunden schlagen Alarm von Andreas Karius LANDSBERG. Weil Stahl knapp und teuer ist, greifen die Industrieverbände der stahlverwendenden Branchen nun die Erzeuger an und fordern ein Eingreifen der Politik. Antidumping-Verfahren und Stahl-Fusionen gefährdeten die Konjunktur, so die Verbände. Die stahlverarbeitende Industrie kritisiert besonders das Anti-Dumping- Verfahren, das die Stahlerzeuger bei der EU-Kommission initiiert haben, und das sich vor allem gegen Stahleinfuhren aus China wendet. Diese Maßnahme verhindere bereits jetzt den Markteintritt potenzieller neuer Wettbewerber. Die Verfügbarkeit von Stahl ist seit der Eröffnung der Untersuchungen drastisch gesunken, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von sieben Industrieverbänden der Stahlverarbeiter. Anti-Dumping- Zölle auf Stahlflachprodukte seien sachlich nicht gerechtfertigt und würden den Wettbewerb künstlich einschränken, so die Verbände. Die Stahlverarbeiter fordern die Europäische Kommission zudem auf, dem Zusammenschluss der Minengesellschaften BHP Billiton und Rio Tinto die Zustimmung zu verweigern, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Bild: Wirtschaftsvereinigung Stahl Preissprünge, knappe Mengen und Laufzeitverkürzungen von bestehenden Verträgen belasten die Stahlverarbeiter. Auf die Stahlindustrie muss Verlass sein, fordern die Unterzeichner. Ein ungebremstes Abwälzen der Preissteigerungen auf die Kunden sei im globalen Wettbewerbsumfeld keine Option. Zu den unterzeichnenden Verbänden gehören unter anderem VDA, VDMA, und der ZVEI. In einer Stellungnahme verweist der Erzeugerverband,Wirtschaftsvereinigung Stahl auf die Rohstoffkosten, die weltweit noch stärker als der Stahlpreis gestiegen seien. Anti-Dumpingverfahren seien ein notwendiges Korrektiv, um faire Handelspraktiken wiederherzustellen. EADS Sparzwang wegen Dollarverfall BRL 1106 von Andreas Karius Konzernumsatz Vorgeführt: Führend: LANDSBERG. Mehr als der drohende Auftragsverlust bei den US-Tankflugzeugen macht EADS der hohe Euro- Kurs zu schaffen. Ein verstärktes Engagement in den USA soll den Konzern unabhängiger von Wechselkursschwankungen machen. 3,6 Mrd. Astrium 5,5 Mrd. Verteidigung & Sicherheit 4,2 Mrd. Eurocopter Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche 39,5 Mrd. 25,2 Mrd. Airbus Kurzatmig, auch mit Preisauszeichnung Dauerhaft, bei ausgezeich neten Preisen Nach dem Rückschlag beim umkämpften Großauftrag der US-Luftwaffe drohen dem Airbus-Mutterkonzern EADS wegen des anhaltenden Dollarverfalls weitere Schwierigkeiten. Ein um 10 US-Cent höherer Wechselkurs belastet das Airbus-Ergebnis derzeit mit rund 1 Mrd Euro. Denn Flugzeuge werden in Dollar abgerechnet, die Arbeitskosten bei Airbus fallen aber vor allem in Euro an. EADS stehe beim derzeitigen Dollarkurs vor gewaltigen Herausforderungen, sagte der CFO Hans Peter Ring gegenüber der,börsen-zeitung. Hinzu kommt der steigende Ölpreis. Dennoch bekräftigte der CFO die Ergebnisprognose für 2008 von 1,8 Mrd Euro (EBIT). Im vorigen Jahr verbuchte EADS wegen der Verzögerungen beim A380 und beim Militärtransportflieger A400M ein Betriebsergebnis von nur noch 52 Mio Euro. Wegen des Dollarverfalls plane EADS schärfere Einschnitte als zunächst vorgesehen: Das bisherige 12,9 Mrd. Astrium 17,9 Mrd. Verteidigung & Sicherheit 13,5 Mrd. Eurocopter 19,9 Mrd. Militärische Transportflugzeuge Quelle: EADS Auftragsbestand Geschäftsbereiche insgesamt 348 Mrd. 283,8 Mrd. Airbus Produktion Airbus ist für sechs bis sieben Jahre ausgelastet. Der nun fragliche Tankflugzeug- Auftrag ist in dieser Statistik noch nicht enthalten. 1,1 Mrd. Militärische Transportflugzeuge Quelle: EADS Produktion Airbus stellt den Löwenanteil beim EADS- Umsatz. Der Konzern will den militärischen Sektor ausbauen, und sieht Chancen dafür vor allem in den USA. Sparprogramm,Power 8 soll auf die gesamte Gruppe ausgeweitet werden. Bislang war das Sparpaket auf die EADS-Tochter Airbus begrenzt und sah einen Abbau von rund Stellen vor. Mit Power 8 wollte der Konzern seine Kosten bis zum Jahr 2010 um 2,1 Mrd Euro senken. Zum Umfang der nun geplanten Kostensenkungen will sich der Konzern allerdings erst äußern, wenn das neue Programm vorliegt. Dies soll noch in diesem Jahr der Fall sein. Wir können uns allerdings nicht noch mal 2 Milliarden Euro aus den Rippen schneiden, meinte Airbus- Chef Thomas Enders. Um sich vom Dollarkurs abzukoppeln und unabhängiger vom zivilen Geschäft zu werden, setzt EADS vor allem auf den amerikanische Verteigungsmarkt. EADS plant, die Tankflugzeuge in einem neuen Werk in der Stadt Mobile im US-Bundesstaat Alabama zu bauen. Dort soll im Falle des Zuschlags auch die Frachter-Version des A330 entstehen. Bislang offen ist, ob EADS auch bei einem endgültigen Verlust des Tankflugzeug- Auftrags die Frachter-Produktion in den USA aufbauen würde. Auch für einen Verkauf des Militärtransporters A400M an die US-Armee sieht EADS große Chancen, so John Young, operativer Chef für EADS Nordamerika. Das Auftragspotenzial bezifferte er auf 3 bis 25 Mrd Dollar. Rexroth eline Kugelschienenführungen Unsere eline Kugelschie nenführungen haben den längeren Atem bei Handhabungsund Positionier bewegungen sowie im Leichtmaschinenbau. Sie überzeugen durch einfache Montage, auch auf unbearbeitetem Untergrund, durch geringes Gewicht und her vorragenden Korrosionsschutz. Weitere Pluspunkte: Lange Lebens dauer und ein wartungsfreies Schmierkonzept. 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6 6 Produktion Wirtschaft: Unternehmen und Branchen 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Exklusiv-Report: Zulieferer Zuckerbrot Preisverleihung von Susanne Bader LANDSBERG. Zulieferer müssen strenge Anforderungen erfüllen, wollen sie im Rennen um Aufträge vorn bleiben. Erfolgreich, wer von seinen Kunden zum besten Zulieferer gekürt wurde. Produktion fragte nach, wie diese Auszeichnungen eigentlich vergeben werden. Die Auszeichnungen für gute Kunden-Lieferantenbeziehungen sind so vielfältig wie die sie vergebenden Unternehmen. So vergibt Ford seit 1998 jährlich den World Excellence Award in Gold, Silber und als Anerkennung besonderer Leistungen an Firmen, die beständig Spitzenleistungen bei Qualität, Liefertreue und Kosten zeigen. Die Daimler AG wählt ihre Zulieferer anhand der Werttreiber Qualität, Kosten, Innovation und Logistik aus und bewertet deren Leistung während der gesamten Zusammenarbeit mit Hilfe einer External Balanced Scorecard. Diese Werttreiber bilden auch die Basis für die Vergabe der Lieferanten-Auszeichnungen. Zusätzlich wird ein Logistikpreis vergeben. Die Bereitschaft zur stetigen Verbesserung ist wichtig Bild: Magdalena Mirowicz / Fotolia.com Hinter jedem Hersteller stehen Zulieferer, die kontinuierlich gute Leistungen zeigen müssen. BMW dagegen vergibt keine offiziellen Awards. Aufgrund unserer anspruchsvollen Kriterien ist es bereits eine Auszeichnung, zu unseren Lieferanten zu gehören, sagt Pressesprecher Frank Wienstroth. Zudem seien dem Unternehmen alle Lieferanten gleich wichtig. Die Automotive Division von Continental lädt einmal im Jahr ausgewählte Firmen zum Lieferantentag ein. Bereits diese Einladung gilt als hohe Auszeichnung, sagt Bettina Erdem, Markets & Strategy. Jede Business Unit der drei Divisionen Chassis&Safety, Powertrain und Interior zeichnet dort nur einen ihrer Lieferanten mit dem Supplier Award aus. Kriterien seien hohe Qualität bei wettbewerbsfähigen Preisen und hoher Performance. Auch Sonderthemen wie eine erfolgreiche Produktionsverlagerung könnten den Ausschlag geben ein Indiz dafür, dass es Anstrengungen bedarf, die Pole Position zu halten. Der Titel ist Ausdruck für die hervorragende Zusammenarbeit auf diesen Gebieten und nicht Teil der Verhandlungen zwischen Continental und ihren Zulieferern, so Erdem. Auch Bosch meldet, dass eine Ehrung nicht Teil der Verhandlungen mit einem Lieferanten sei, sondern eine Würdigung der tatsächlichen Leistungen. Sie erfolge auf Basis von Qualitäts-, Logistik-, Preis- und Technikkriterien, die über einen Zeitraum von zwei Jahren rückwirkend vom Zentralbereich Einkauf und Logistik bewertet werden. Den Bosch Supplier Award erhalten Unternehmen, die besonders gute Leistungen bei Erstellung und Lieferung von Produkten und Dienstleistungen erbracht haben. Eines der Bewertungskriterien ist die Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung. Epson Vertikale Märkte im Visier von Annika Mentgen MEERBUSCH. Epson feierte jüngst die Eröffnung des ersten Epson Industry Solutions Centers (EISC). In Meerbusch will das Unternehmen auf 500 m 2 in Zusammenarbeit mit Lösungspartnern seine Kompetenz für vertikale Märkte unter Beweis stellen. Das große Wachstum sehen wir mittelfristig im Industrie-Bereich. Der Konsumbereich hingegen wird stagnieren, sagte Geschäftsführer Henning Ohlsson bei der Eröffnungsfeier des EISC in Meerbusch. Diese Prognose ist es auch, die Epson dazu veranlasst hat, sich mittelfristig verstärkt auf die vertikalen Märkte zu konzentrieren. Heißt: Dem Endkunden Epson als Lösungsanbieter für das Industrieumfeld näher bringen und mit Vertriebspartnern und Kunden neue Märkte entwickeln. Obwohl Epson allgemein als Hersteller von Digitaldruckern und Peripheriegeräten wahrgenommen wird, legen wir ein großes Augenmerk auf professionelle Lösungen für Industrie und Business, sagt Ohlsson. Im EISC haben Kunden und Partner die Möglichkeit, sich an konkreten Beispielen aus den Bereichen Professional Graphics, System Devices und Factory Automation über die Technologien zu informieren. Das Center solle jedoch nicht bloß ein Showroom sein, betonte Frank Schenk, Leiter Henning Ohlsson, Geschäftsführer Epson Deutschland, Eiji Ide, President & CEO Epson Europe BV und Bürgermeister Dieter Spindler eröffnen das Epson Industry Solutions Center. Professional Graphics/Photo & SD. Vielmehr will Epson sein Know-how weitergeben, Probleme von Kunden sollen vor Ort simuliert und durchgespielt werden. Auch wird Vertriebspartnern die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Kunden einzuladen und so individuelle Anwendungen mit den installierten Maschinen zu simulieren und zu optimieren. Des Weiteren seien Workshops und Trainings im EISC geplant. Der Bedarf an Automation wird weiter wachsen. Der größte Markt ist für Epson dabei nach wie vor Deutschland, erklärt Volker Spanier, Leiter Factory Automation. Bild: Epson Manfred Wennemer Chairman of the Exec. Board, Continental AG SCHÖNE NEUE AUTOWELT!? 10 Jahre Internationales Automobil Forum Graz: Herzlich willkommen beim führenden Kongress für europäische Hersteller und Zulieferer! Dr. Michael Paul Vorstand, ZF Friedrichshafen AG Michael Dick Vorstand für Technische Entwicklung, Audi AG Peter Tyroller Stv.Geschäftsführer, Robert Bosch GmbH Waren die Prognosen der letzten zehn Jahre richtig? Was war die größte Fehleinschätzung, und vor allem: Was bringen die nächsten zehn Jahre? Diskutieren Sie mit Topmanagern und Insidern. 10. INTERNATIONALES AUTOMOBIL FORUM GRAZ 23. und 24. Oktober 2008 Messecenter Graz ANMELDE-COUPON Ja, ich möchte weitere Informationen erhalten kostenlos und unver bind lich. Firma Abteilung Name, Vorname Tel (0) 8191/ Fax ++49 (0) 8191/ oder Datenschutzhinweis: Die mic GmbH ist ein Unternehmen der Süddeutscher Verlag Mediengruppe. Ihre freiwilligen Angaben werden zusammen mit den für die Vertragsabwicklung erforderlichen Daten von uns und der Unternehmensgruppe, unseren Dienstleistern sowie anderen ausgewählten Unternehmen verarbeitet und genutzt, um Sie über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Wenn Sie dies nicht mehr wünschen, schreiben Sie bitte an: mic management information center GmbH, Justus-von-Liebig-Straße 1, D Landsberg. Hiermit melde ich mich verbindlich zum 10. AUTOMOBIL FORUM GRAZ 2008 an zum Preis von 1.560, Euro ( ). Ich interessiere mich für eine Firmenpräsentation beim 10. AUTOMOBIL FORUM GRAZ Firmenanschrift Position Telefon* * * freiwillige Angabe Rechnung an Fax* Datum, Unterschrift APForum_Graz_285x192_AP08.indd :54:05 Uhr

7 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Wirtschaft: Unternehmen und Branchen Produktion 7 PRODUKTION-INTERVIEW mit Siegfried Knüpfer, Geschäftsführer der Vollmer Werke Der kurzfristige Profit ist für uns zweitrangig von Sebastian Moser BIBERACH. Die Evolution vom konservativen Maschinenbauer hin zum modernen Technologie- und Dienstleistungsunternehmen hat sich die Vollmer-Geschäftsführung auf die Fahnen geschrieben. Darüber sprachen wir mit Geschäftsführer Siegfried Knüpfer. Herr Knüpfer, Sie haben seit 5 Jahren das Steuer bei Vollmer in der Hand. Was hat sich geändert? Vor dieser Zeit waren wir ein klassischer und eher konservativer Maschinenbauer. Seitdem haben wir schrittweise unsere Philosophie komplett verändert und sind heute ein modernes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Aber wir haben die bewährten konservativen Ideale des mittelständischen Maschinenbaus dabei nicht aus den Augen verloren und verfolgen langfristige Ziele. Der kurzfristige Profit ist für uns zweitrangig. Was verstehen Sie unter einem modernen Technologie- und Dienstleistungsunternehmen? Wir wollen unsere Kunden auf ein hö- heres Niveau heben, damit sie auch künftig im weltweiten Wettbewerb erfolgreich sind. Diese Kunden sind überwiegend kleinere mittelständische Betriebe mit 5 bis 30 Mitarbeitern. Technisch sind sie meist fit und beherrschen ihr Handwerk. Sie sind aber selten Betriebswirtschaftler und Strategen. Das wird aber angesichts der globalen Herausforderungen immer wichtiger und genau hier setzen wir mit kompetenter Beratung an. Ob Beratung zu neuen Märkten, Prozessen, Dienstleistungen oder Finanzierungen wir haben als global agierendes Unternehmen das notwendige Know-how. Und wenn wir selbst nicht weiterhelfen können, dann haben wir noch unser Netzwerk von über 100 Partnerfirmen. Über Vollmer Das Unternehmen Vollmer mit Sitz im oberschwäbischen Biberach hat sich auf Schärfmaschinen zur Werkzeugproduktion spezialisiert. Insgesamt erwirtschafteten 750 Mitarbeiter an 5 Produktionsstätten weltweit einen Umsatz von rund 110 Mio Euro im Jahr Bild: Moser Haben Sie mit diesem Geschäftsmodell denn auch Erfolg? Unser Umsatz ist in den letzten 5 Jahren von 70 Millionen Euro im Jahr 2003 auf 110 Millionen Euro 2007 gewachsen und unser EBIT liegt bei zirka 10%. Das alles haben wir ohne große Aufstockung des vorhandenen Personals geschafft. Wie konnten Sie die Mitarbeiter denn zu diesem Kraftakt motivieren? Unsere Mitarbeiter verstehen sich heute als Unternehmer im Unternehmen. Es geht aber nicht von heute auf morgen, diese Denkweise in die Köpfe zu bringen. Zunächst haben wir eine eigene Abteilung zur Personalentwicklung aufgebaut. Dann geben wir unseren Mitarbeitern viel Freiraum, um eigene Ideen und Verbesserungen einzubringen. Zudem kann sich jeder Mitarbeiter zu allen möglichen Themen im Unternehmen fortbilden. Ziel ist die Fähigkeit, auch über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Siegfried Knüpfer (Jahrgang 1954) ist seit Januar 2003 Vorsitzender der Geschäftsführung der Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH in Biberach an der Riß. Viele Köche verderben den Brei verkompliziert diese Strategie nicht Entscheidungsprozesse? Tatsächlich stehen viele Mitarbeiter neuen Ideen zunächst skeptisch gegenüber, was auch typisch für die hiesige oberschwäbische Mentalität ist. Es finden dann Dis- kussionen statt und wenn die Mitarbeiter überzeugt sind, gehen sie auch mit voller Kraft an die Umsetzung. Unser Motto lautet: Zuhören, nachdenken und dann handeln. Dazu verfolgen wir auch in der Führungsetage eine Politik der offenen Türen. Welchen Megatrend sehen Sie? Der gesamte asiatische Markt wird weiter extrem schnell wachsen und sich verändern. Länder wie China oder Indien werden aber bald keine Billiglohnländer mehr sein, weil das technische Niveau schnell wächst. Das ist ja auch der Grund, warum einige deutsche Firmen die Produktion bereits wieder nach Deutschland zurückholen. Wir haben aber keine Angst vor einem sehr starken und technologisch führenden China. Wir sind dort bereits heute mit einer 40 Mann starken Niederlassung vertreten und freuen uns auf die Chancen. Haben Sie Angst vor der nächsten Rezession? Wir wollen in unseren Marktsegmenten weltweit Marktführer sein und denken eher im 10- bis 20-Jahres- Rhythmus. Eine kurzfristige konjunkturelle Delle interessiert uns weniger. Siemens Ingenieure müssen Programm Mobility in Motion fürchten von Gunnar Knüpffer MÜNCHEN. Das Sparprogramm Mobility in Motion sieht vor, dass bei Siemens Stellen im Engineeringund Fertigungsbereich mit Schwerpunkt in Europa gestrichen werden. Wie viele Stellen bei Siemens in den neu geformten Divisionen Industry Automation und Drive Technologies abgebaut werden, steht nach Angaben aus dem Unternehmen noch nicht fest. Die Zahl ist noch nicht heruntergebrochen, sagte Siemens- Sprecher Marc Langendorf gegenüber Produktion. Kommuniziert hat der weltweit tätige Konzern, dass im neuen Industrie-Sektor vor allem bei verwaltungsnahen Funktionen in Deutschland Stellen gestrichen werden sollen, im Ausland kommen noch einmal Stellen hinzu. Nach Angaben von Langendorf ist der so genannte Blue-Collar-Worker am Sind ebenso betroffen von dem Siemens- Umbau: Ingenieure im Industry-Sektor des Konzerns. Bild: Siemens Fließband von den Einsparungen bei verwaltungsnahen Funktionen nicht betroffen. Auch seien Ingenieure nicht die Zielgruppe dieses Programmes. Diese Fachleute müssen sich jedoch mit dem zweiten Programm Mobility in Motion auseinandersetzen. Dieses sieht vor, dass rund Stellen in den Bereichen Engineering und Fertigung mit Schwerpunkt in Europa wegfallen werden. Mobility in Motion soll erreichen, dass die Umsatzrendite mittelfristig auf einen Wert zwischen 5 und 7 % gesteigert wird. Dafür will Siemens standardisierte Plattformen etablieren. Und in der Business Unit Electronics Assembly (EA) Systems, dem Geschäft mit Bestückungsautomaten, sollen in Deutschland noch einmal 250 Stellen gestrichen werden. Verkaufen will Siemens das Segment Industrie Montage Services (SIMS). Betroffen sind von diesem Schritt Mitarbeiter an 35 Standorten in Deutschland. aerotec antriebspraxis ARZT & WIRTSCHAFT AUTOMOBIL-PRODUKTION fertigung fluid industriemagazin Instandhaltung ke Materialfluss Produktion technik+einkauf werkzeug&formenbau AUTOMOBIL-ELEKTRONIK CHEMIE TECHNIK elektronik industrie elektronikjournal IEE KGK Kautschuk Gummi Kunststoffe KI Kälte Luft Klimatechnik neue verpackung Pharma+Food PLASTVERARBEITER productronic Produkt Global EID erfolgsmedien für experten wir schlagen die Brücke zu Ihrem Kunden verlag moderne industrie und Hüthig zu unserem umfassenden Portfolio gehören 26 anerkannte Fachzeitschriften aus nahezu allen Bereichen der Industrie. Hervorragend recherchiert, spannend geschrieben und eng verzahnt mit dem Internet. Den Werbeerfolg unserer Kunden garantieren unsere IVW und IVW-EDA geprüften Vertriebsdaten. Insgesamt erreichen über Exemplare monatlich die Top-Entscheider in Industrie und Wirtschaft. Wir beweisen es Ihnen gerne! Kontakt: Ulrike Frisch, Tel.: 08191/ , In Konstanz sollen Stellen verschoben werden Siemens will in Konstanz nicht so viele Stellen streichen wie zunächst angekündigt wurde. Mehrere Zeitungen berichteten, dass dort 80 Arbeitsplätze überflüssig würden. Nach Informationen von Produktion geht es um 60 Stellen. Und diese sollen nur umstrukturiert werden, das heißt, sie sollen in Bereiche umgesiedelt werden, in denen es mehr Entwicklungspotenzial gibt. erfolgsmedien für experten verlag moderne industrie GmbH Justus-von-Liebig-Str Landsberg Tel / Fax / Hüthig GmbH Im Weiher Heidelberg Tel /489-0 Fax /

8 Wirtschaft: Unternehmen und Branchen 8 Produktion 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Standorterweiterung Hirschkäfer gefährdete Arbeitsplätze von Sabine Spinnarke DELLING. Mit überdurchschnittlichem Umsatz- und Beschäftigungswachstum zeigt TQ-Systems, dass es auch in der Elektronikindustrie Chancen am Standort Deutschland gibt. Eingebettet in die 5 Seen-Landschaft im WestenMünchens, der Sitz von TQ-Systems. gen. Es gibt wenige am Markt, die ihre Projekte so punktgenau und strukturiert abwickeln wie wir, betont Schneider. Mit einem hohen Entwicklungsanteil von über zehn Prozent konnten die Dellinger in den vergangenen vier Jahren ihren Umsatz verdoppeln. Um Ich bin zuversichtlich, dass wir innerhalb der nächsten Jahre die neu geschaffenen Kapazitäten auch ausnutzen werden. Wir haben nun Platz für 300 weitere Mitarbeiter, sagt Geschäftsführer Detlef Schneider anlässlich der Einweihung des neuen Produktionsgebäudes. Davor hatten die beiden Geschäftsführer auf Grund der Lage ihres Unternehmens allerhand bürokratische Hürden zu nehmen Gut Delling liegt in einem Naturschutzgebiet. Da mahlen die Mühlen der Bürokratie bis hinauf auf EU-Ebene. Ein EU-Delegierter entdeckte auf unserem Parkplatz auch noch einen Hirschkäfer. Das hätte das ganze Projekt beinahe zum Scheitern gebracht, berichtet Geschäftsführer Rüdiger Stahl. Dabei ist das Geschäft dank asiatischer Konkurrenz schwierig genug: Mit Bestückpreisen von 0,3 Cent pro Bauteil können wir nicht mithalten. Das kostet uns ja schon die Lötpaste, so Stahl. TQ fertigt deswegen keine Consumerprodukte, sondern spezialisierte sich auf Highend- Lösungen im Rundum sorglos Paket Entwicklung, Produktion, Montage und After-Sales-Service. Die Kunden des 650-Mann starken Unternehmens befinden sich größenteils in unmittelbarer Nachbarschaft: Siemens, Galileo, Kuka, 3M, Zeiss, MAN lassen in Delling vor allem Bildverarbeitungskomponenten entwickeln und fertifit für die Zukunft zu bleiben, arbeiten die Elektronikspezialisten eng mit verschiedenen Hochschulen zusammen, sorgen für 100%ige Traceability im Fertigungsprozess und bieten ihren Mitarbeitern besondere Anreize wie z.b. einen eigenen Badestrand, oder einen Betriebskindergarten. Bild: TQ Systems Aus den Unternehmen +++ Bosch Rexroth: Das deutsche Unternehmen übernimmt die Mehrheit an Zhejiang Easun Pneumatic Technology in Cixi (China). Der Kaufvertrag wurde am 30. Juni 2008 geschlossen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit der Übernahme des Pneumatikunternehmens will Bosch Rexroth seine Position im chinesischen Markt stärken. Anmeldung: Berlin, 14. und 15. Oktober 2008 Ich gehe nach Berlin als ein Repräsentant des mittelständischen eigentümergeführten Maschinenbaus. Der Maschinenbaugipfel ist eine starke Plattform, um der Politik die notwendigen Änderungen für die Zukunft des Landes klar zu machen. Martin Kapp, Geschäftsführender Gesellschafter Kapp GmbH Eine Veranstaltung der Partner: Medienpartner: +++ Epucret: Anfang Juli eröffnete der Hersteller von Mineralgussbetten seinen rund 2000m 2 großen Erweiterungsbau in Wangen bei Göppingen. Damit sieht sich Epucret bestens für weiteres Wachstum in Europa und Asien gerüstet. +++ Heinz Soyer: In diesem Jahr wurde Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik bereits zum zweiten Mal als Top 100 Unternehmen ausgezeichnet. Lothar Späth verlieh das Gütesiegel für mittelständische Unternehmen Anfang Juli in Düsseldorf. +++ Linde: Für den Dieselstapler H80/1100 erhielt Linde Material Handling den red dot design award und darf den Zusatz product design 2008 führen. Stefan Stark und Michael Mauer von Porsche sind die verantwortlichen Designer. +++ SKF: Einer Vereinbarung zufolge, die das Schweinfurter Unternehmen mit den Eigentümern der Peer Bearing Company getroffen hat, wird SKF das Wälzlagerunternehmen Peer und dessen Fertigungseinheiten in China und Thailand erwerben. Auf diesem Weg soll die Präsenz von SKF auf dem nordamerikanischen Markt in verschiedenen Segmenten gestärkt werden. +++ Trumpf: Die Meyer Werft hat dem Technologieunternehmen einen Auftrag über zwei Tru- Disk und einen TruFlow erhalten. Darüber hinaus gibt Trumpf bekannt, dass Jörg Heusel, Leiter der Konstruktionsausbildung, den Innovationspreis 2008 des Innovationskreises Umformtechnik gewonnen hat. MBG-testimonial-kapp-210x297.indd :14:26 Uhr

9 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Wirtschaft: Unternehmen und Branchen Produktion 9 Olympia: Betriebsstilllegungen Peking verärgert Firmen Dicke Luft herrscht bei mehreren deutschen Firmen, denen Produktionsstilllegungen drohen. von Dr. Thomas Kiefer SHANGHAI/AUMÜHLE (gk). Zwar haben einige deutsche Produktionsunternehmen nahe Peking die Zusage bekommen, dass sie von Produktionsstilllegungen nicht betroffen sind. Nach Aussagen von Insidern sind die Zusagen jedoch unsicher. In Peking beginnen in einem Monat die Olympischen Spiele und es herrscht dicke Luft. Die hohe Luftverschmutzung könnte dem Image der Spiele schaden und so verfallen die Spielemacher in einen finalen Aktionismus. Wegen der hohen Luftverschmutzung und Sicherheitsproblemen müssen mehr als 80 Fabriken in Langfang, etwa eine Autostunde von Peking entfernt, vorübergehend schließen. Darunter sind sechs deutsche Firmen sowie Unternehmen aus den USA, Südkorea, Dänemark und Schweden. Auf der Liste der von Stillegung bedrohten Firmen aus Deutschland stehen noch Wörwag, Lacke und Farben, Wirtgen, Baumaschinen, BYK Chemie, DBT Bergbautechnik und Gea, Anlagenbau. Die Firmen wurden aufgefordert, ihre Produktion vom 15. Juli bis Ende September einzustellen. Insgesamt sollen im Großraum Peking fast Firmen die Produktion ruhen lassen. Die Firmen wurden überrascht. Kernproblem ist die mangelnde und späte Kommunikation der staatlichen Stellen gegenüber den Unternehmen, sagt Leif Göritz, Geschäftsführer des German Centre in Peking. Hier gibt es kaum zuverlässige Aussagen über Maßnahmen während der Olympischen Spiele. Aktionen, bis hin zu Betriebsstillegungen, würden sehr kurzfristig angeordnet. Insbesondere Mittelständler stellt dies vor bedrohliche Probleme, da sie beispielsweise nicht einfach die Produktion woanders hochfahren können, Stilllegungen werden mit Sicherheitsbedenken begründet sagt Göritz. Sie hätten keine Zeit, um Kunden zu informieren, dass sich Lieferungen verzögern, oder um neue Logistikstrukturen aufzubauen. Die Maßnahmen seien jedoch keine Aktionen, die sich in erster Linie gegen ausländische Unternehmen richten, überwiegend seien chinesische Firmen betroffen. Der General Manager eines von der Schließung betroffenen deutschen Unternehmens sagte, die Schließungen würden von den chinesischen Stellen weniger mit Umweltproblemen, sondern eher mit Sicherheitsbedenken begründet. Schon in den vergangenen Monaten hätten die Betroffenen massive Auflagen für Gefahrguttransporte und für die Sicherheit bekommen. Logistiker wie Schenker haben für diese Verkehrsbehinderungen detaillierte Übersichten und Notfallpläne ausgearbeitet. Auch die Deutsche Handelskammer in Peking hat eine Übersicht zu den drastischen Verkehrseinschränkungen erstellt und gibt das Olympic Games Logistics News Update heraus. Die von der Schließung betroffenen deutschen Firmen hoffen noch auf eine Ausnahmegenehmigung. Die Maschinenfabrik Hess, Burbach, hatte dabei schon Erfolg. Ihr chinesisches Werk wurde inzwischen von der Stilllegungsliste gestrichen, da sie nachweisen konnten, dass ihre Produktion die Umwelt kaum belastet. Trotzdem steht die Firma vor großen Problemen, denn etliche Zulieferer müssen die Arbeit einstellen. In Langfang und Umgebung sollen 1108 Firmen die Produktion einstellen, davon betroffen sind auch unsere Lieferanten für Schweißgase, teilte das Unternehmen mit. Nun ist Hess auf der Suche nach Ersatzlieferanten. Auf der Olympic Safety Reeducation Ceremony in Langfang sollen für vier Firmen Ausnahmegenehmigungen angekündigt worden sein, allerdings lediglich mündlich, meldet das Handelsblatt. Ob und wie sich diese Ankündigungen auswirken, muss sich noch zeigen. Was bleibt, sind auf jeden Fall drastische Einschränkungen und Belastungen der Firmen. Derzeit bemühen sich auch die deutschen Wirtschaftsvertretungen und die Diplomatie um Lösungen. Unser Korrespondent Dr. Thomas Kiefer berichtet für Produktion von den Wachstumsmärkten in Asien. Unser Korrespondent lebt und arbeitet sowohl in Shanghai als auch in Aumühle bei Hamburg. Das Auswärtige Amt (AA) steht mit den betroffenen Unternehmen, den zuständigen Außenhandelskammern und den chinesischen Behörden in Kontakt. Das AA unterstütze die Bemühungen der Unternehmen, rasche und einvernehmliche Lösungen zu finden, sagte ein Amtssprecher. Auch überlegen sich einige der von den Schließungen betroffenen Unternehmen, Klagen einzureichen. Arbeitsschutz Mehr Unfälle bei Metallern von Lisa Zeidler LANDSBERG. Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz ist 2007 leicht zurückgegangen. Im Wirtschaftszweig Metall ereigneten sich laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) 3,82% mehr meldepflichtige Arbeitsunfälle pro 1000 Vollzeitarbeiter als Trotz des geringen Unfallrisikos ist die absolute Zahl der Arbeitsunfälle insgesamt um 1,2 % auf gestiegen. Das klingt paradox, ist es aber nicht, sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer. Denn gleichzeitig sei dank der guten Konjunktur auch die Beschäftigung gewachsen habe die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden um 2,5 % auf 57 Mrd Stunden zugenommen. Wenn so viel mehr gearbeitet wird, passiert absolut gesehen auch mehr, obwohl das Risiko abnimmt. Das geringe Unfallrisiko resultiere aus dem Engagement für die Prävention. Im Wirtschaftszweig Metall stiegen nach Angaben der DGUV die Unfälle um 3,82 %. Heinz-Rudolf Neumann von der Maschinenbau- und Metall- Berufsgenossenschaft erklärt, dass die absoluten Unfallzahlen zwar um 1,77 % zugenommen haben, die Zahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden aber zurückgegangen sei. Nach Angaben von Klaus Taubitz, Pressesprecher der Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd, ist die Zahl der Arbeits- und Dienstwegeunfälle in den Mitgliedsbetrieben von 2006 auf 2007 um 5,5 % gestiegen. Diese Entwicklung betreffe vor allem die mittelständischen Industriebetriebe mit bis zu 500 Mitarbeitern. Auffallend ist, dass deutlich weniger schwere Unfälle passierten und die Zahl der tödlichen Unfälle von 45 auf 33 sank. Insgesamt ergibt sich damit folgendes Bild: Gerade die genannten Betriebe sahen sich von der anspringenden Konjunktur überrascht und deshalb kurzfristig gezwungen, ihre Produktion mit den vorhandenen Ressourcen hochzufahren, sagt Taubitz. Dabei hätten sie weder neue Mitarbeiter eingestellt noch ihre Produktionsflächen ausgeweitet. Die Unternehmen mussten also in deutlich stärkerer räumlicher Enge produzieren, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf das Unfallrisiko. Mit der neuen AMB 2008 beginnt für unsere Branche ein neues Messezeitalter. Wir sind dabei, und Sie? Dipl.- Ing. Ralf Riedemann, Mori Seiki GmbH, Wernau. Arbeitsunfälle 2006 und 2007 nach Wirtschaftszweigen Bau Holz Nahrungs- und Genussmittel Metall Papier und Druck Textil und Leder Feinmechanik und Elektrotechnik Chemie 15,74 18,61 14,23 14,86 24,48 25,03 22,59 22,96 48,40 46,36 42,70 44, ,33 66,60 65,27 64,48 Erstmals auf der Neuen Messe Stuttgart direkt am Flughafen Spezialangebote der Bahn zur AMB Stuttgart unter Quelle: DGUV Produktion Im Wirtschaftszweig Metall haben sich 2007 mehr meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1000 Vollzeitarbeiter ereignet als Bau und Holz liegen mit Abstand an der Listenspitze. Produktion_169x229_4c.indd :02:14 Uhr

10 10 Produktion Wirtschaft: Produktivität und IT 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Dienstleistungen kommen nicht an WIESBADEN (ilk). Obwohl mittlerweile mit 97 % fast alle deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ihren Kunden Services wie Wartung, Reparatur und Ersatzteilverkauf anbieten, werden innovativen Dienstleistungen zu wenig Beachtung geschenkt. Dies ist das Ergebnis einer von der Beratungs- und Agenturgruppe Marketing Partner vorgestellten Branchenanalyse. Demnach punkten viele Industrieunternehmen zwar mit den eigenen Basisleistungen wie den von 95 % angebotenen Beratungen oder Schulungen (94 %). Sowohl zentrale, das Servicespektrum ergänzende Dienste wie Anlagen-, Maschinen- und Flottenmanagement als auch Prozessoptimierungslösungen werden jedoch nach wie vor zu wenig berücksichtigt, schreiben die Studienautoren. Dass derzeit so wenige Unternehmen innovative Serviceleistungen anbieten, hat auch damit zu tun, dass der Druck in der Branche bisher noch nicht so hoch war, analysiert der Vertriebsexperte Michael Stiller von Marketing Partner. IT-TELEGRAMM +++ Die AP AG wird von der Containex Container mit einem der größten Projekte in der Unternehmensgeschichte beauftragt. Die Einführung der ERP-Plattform für mehrere hundert Arbeitsplätze soll dem Wiener Hersteller für Container und mobile Raumsysteme als langfristige Wachstumsgrundlage dienen. +++ Wonderware bietet seinen Kunden jetzt das Wonderware Developer Network. Die Online- Plattform bietet Gelegenheit zum fachlichen Austausch und soll über geografische Grenzen hinweg Zugang zu einem Ideen- Pool für Techniker bieten. Lean Production Kombi: Deutsche Wertarbeit und Japan-Lean unschlagbar von Franz J. Brunner WIEN (ilk). Übung mit Beharrlichkeit macht den Meister. Diese alte Weisheit gilt im Grunde sowohl in Japan als auch hierzulande. Trotzdem spricht man häufiger vom japanischen Produktivitätswunder und den Strategien, die es bewirkt haben als von den deutschen Tugenden fundierter Facharbeiter- und Meisterausbildung oder der Jahrzehnte alten REFA- Kultur. Die nach dem 2. Weltkrieg danieder liegende japanische Industrie hat lange Zeit vom Westen, hauptsächlich von den USA gelernt und dabei versucht, es immer etwas besser zu machen. Dann wurden schließlich eigene Konzepte erprobt, weiterentwickelt und zu nahezu unnachahmlicher Perfektion gebracht, wie KAIZEN, KANBAN, Total Productive Maintenance TPM, u.a.m. Seit gut 15 Jahren, etwa seit der dramatischen MIT-Studie über den Produktivitäts- und Qualitätsvergleich westlicher gegenüber japanischer Automobilindustrien, wird den japanischen Methoden im Westen volle Aufmerksamkeit geschenkt. Konzerne unterhalten Beobachterbüros in Japan; japanische Gurus' werden eingeladen, Seminare abzuhalten; Projekte zur Einführung der einen oder anderen Strategie werden gestartet; ganze Expertengruppen werden aus Japan eingeflogen, um vor Ort vorzuzeigen, wie es gemacht wird. Schließlich werden sogar japanische Professoren langfristig als Chefauditoren verpflichtet! Das alles hat zweifellos viel bewirkt und in Bewegung gebracht. Einige Unternehmen haben aber richtig erkannt, dass Kapieren wichtiger ist als Kopieren und haben rechtzeitig damit begonnen, daraus einen eigenen Weg, eine eigene Strategie zu entwickeln und sind damit sehr erfolgreich! In USA und Europa hat zudem eine geradezu offensive Gründungswelle japanischer und koreanischer Produktionsstätten eingesetzt, die zur Toyota erfand die Mutter aller Produktionssysteme. Noch heute gilt Toyota-Lean als das große Vorbild. Bild: Imago Verbreitung fernöstlicher Strategien entscheidend beigetragen haben und zu wahren Pilgerorten für interessierte Besucher, vor allem Studenten geworden sind. Was fehlt denn dann eigentlich noch, um es der japanischen Industrie gleich zu tun?! Man könnte hier im Wesentlichen drei Gründe herausstreichen. Die KMU s haben vielfach noch zu wenig mitbekommen und kommen im Tagesgeschäft mit den immer neuen Forderungen ihrer Großabnehmer kaum dazu, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das zweite Defizit ist die Ausbildung des Nachwuchses. In USA gibt es inzwischen ganze Universitätsinstitute, die sich mit fernöstlichen Strategien auseinandersetzen. Bei uns werden kaum entsprechende Pflichtvorlesungen angeboten, weil man der Meinung ist, die einzelnen Methoden würden ohnehin in anderen Vorlesungen miterwähnt. Ähnliches gilt für die Ausbildung von Technikern und Jungmeistern. Die Wirtschaft erwartet hier aber mit vollem Recht gründlich und umfassend ausgebildete Absolventen. Management muss selber erst verstehen, worauf es ankommt Drittens werden japanische Strategien und Methoden vielfach vereinzelt, also isoliert als Projekte eingeführt; manchmal beim Managementwechsel wieder vernachlässigt oder verworfen oder durch andere ersetzt. Die Folge ist Desorientierung, Frust und Verschwendung von Ressourcen. Die Erkenntnis, dass alle japanischen Strategien untereinander verknüpft und verzahnt sind und eine auf die Japanische Erfolgsrezepte Seit mehr als dreißig Jahren sind die japanischen Strategien und Methoden im Westen bekannt. Einzelheiten werden seither in den USA und Europa eifrig nachgeahmt und adaptiert. Dieses Taschenbuch gibt einen Gesamtüberblick der unterschiedlichen Perspektiven japanischer Konzepte und will damit ihre Erfolgsgeschichte transparenter machen. So können Unternehmen ihre eigenen Ideen und Projekte entwickeln und damit die eigene Marktposition verbessern. Die behandelten Kernthemen des Buches sind: KAIZEN - der japanische Erfolgsschlüssel KVP - der kontinuierliche Verbesserungsprozess LPM - Lean Production Management TPM - Total Productive Maintenance SM - Shopfloor Management TPS - Toyota Production Management 169 Seiten, Gebunden 29,90 Euro ISBN Verlag Hanser Der Autor Franz J. Brunner ist Dozent für Qualitäts- und Umweltmanagement am Institut für Managementwissenschaften der Technischen Universität Wien. andere aufbaut, um zum nachhaltigen Erfolg zu führen, ist noch zu wenig verbreitet. Das Management ist hier gefordert, erst einmal selber zu verstehen worauf es ankommt und daraus ein schlüssiges, nachhaltiges Konzept zu entwickeln, einzuführen und dabei zu bleiben. Bekanntlich sind die eigentlichen Macher im Unternehmen die Wertschöpfungsgruppen am shopfloor! Auf diesen lastet schließlich KAIZEN, das ständige Verbessern zum Guten und sie verdienen dabei die volle Unterstützung eines weit blickenden Managements. Entwicklung Innovativer werden? Ja, aber mit System! von Dr. Hans-Wilhelm Leyendecker FRANKFURT (ilk). Ein Konsortium bestehend aus VDMA, ZVEI, DIN sowie den Unternehmen Communardo, Harting KGaA und Wittenstein AG fördert mit dem Betrieb des Internetportals die Anwendung von Forschungsergebnissen in der Praxis. Um den Markterfolg zu sichern, muss ein Unternehmen schneller ans Ziel gelangen als die Wettbewerber. Dafür muss es neue Produkte und Dienstleistungen schnell und erfolgreich am Markt platzieren. Entlang des Innovationsprozesses müssen optimale Bedingungen geschaffen werden, damit das Unternehmen in die Lage versetzt wird, in besonderem Maße innovativ sein zu können oder zu werden. Der Schlüssel dazu liegt in der gezielten Steuerung aller Bereiche, die auf den Innovationsprozess einwirken. Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) der Universität Stuttgart entwickelte ein umfassendes Modell des Innovationsprozesses. Es besteht aus insgesamt neun Gestaltungsfeldern. Für jedes Gestaltungsfeld wurden die kritischen Erfolgsfaktoren bestimmt und dazu mess- und skalierbare Leistungsindikatoren erarbeitet. Daraus wird ein Wert für die Innovationsfähigkeit berechnet, der eine Aussage darüber erlaubt, wie gut das Unternehmen in der Lage ist, seine Innovationsprozesse erfolgreich zu gestalten. Die Nutzer des Internetportals werden aufgefordert ihre Innovationsaktivitäten anhand von 58 Fragen einzuschätzen. Nach Abschluss der Online-Eingabe wird den Teilnehmern sofort ein Überblick angeboten, der die Stärken und Schwächen des Unternehmens im Innovationsprozess aufzeigt. Jeder Teilnehmer hat die Wahl zwischen einer kostenlosen Kurzversion und einer kostenpflichtigen, ausführlichen Langversion. Die Kurzversion gibt einen vollständigen Überblick über die Position des eigenen Unternehmens in einer selbst gewählten Bezugsgruppe. Probate Handlungsempfehlungen und Verbesserungspotenziale Die Langversion enthält über die Kurzversion hinaus noch eine Vielzahl wichtiger individualisierter Detailinformationen. Die Selbstbewertung der Innovationsfähigkeit wird ausführlich erläutert, analysiert und dokumentiert. Für die Bereiche mit den größten Verbesserungspotenzialen werden Handlungsanweisungen und Empfehlungen gegeben, wie die Messen Sie sich mit den innovativsten Unternehmen! Dr. Josef Trischler, VDMA Innovationsfähigkeit des eigenen Unternehmens gezielt verbessert werden kann. Zusätzlich ergänzen herausragende Beispiele aus der Unternehmenspraxis die Empfehlungen. Für jedes Unternehmen ist es wichtig zu wissen, wo es im Innovationswettbewerb steht. Mit InnoScore.de können sich produzierende Unternehmen jetzt in Echtzeit mit anderen benchmarken. Die Kenntnis der eigenen Position ist der erste Schritt Bild: VDMA in Richtung Verbesserung, meint Dr. Eva Kirner vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. Der ehemalige Projektleiter des Forschungsvorhabens Alexander Slama, vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Competence Center Innovationsmanagement betont: Mit InnoScore.de können produzierende Unternehmen schnell und autark einen Fitness- Check zur Innovationsfähigkeit des eigenen Unternehmens durchführen, sich vergleichen und individuelle Empfehlungen zur Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit erhalten. Wittenstein bindet Partner und Lieferanten in InnoScore ein Markus Glaser von der Wittenstein AG nennt eine weitere, interessante Nutzungsmöglichkeit von InnoScore: Als Unternehmen praktiziert Wittenstein mit der Nutzung von InnoScore.de erfolgreich die Beratung von Partnern und Lieferanten hinsichtlich der Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit. Über unser Programm Unternehmen helfen Unternehmen haben wir diese Initiative auch nach extern geöffnet und helfen dabei kleinen und mittleren Unternehmen bei der Erschließung ihres Innovationspotenzials. Dr. Josef Trischler, Leiter Betriebswirtschaft im VDMA, fordert die Unternehmen auf, die Chancen dieser Bewertung wahrzunehmen und zu nutzten: Messen Sie sich an den innovativsten Maschinenbauunternehmen und stärken Sie auf dieser Basis Ihre Innovationsfähigkeit. Wer den Dienst in Anspruch nehmen will, kann sich anonym und kostenlos unter anmelden.

11 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Wirtschaft: Geld und Recht Produktion 11 Rechtsdienstleistungsgesetz Berater erhalten mehr Rechte von Gunnar Knüpffer BERLIN. Nach dem neuen RDG dürfen künftig auch Nichtanwälte im Zusammenhang mit einer anderen wirtschaftlichen Tätigkeit juristische Nebenleistungen erbringen. Der Energieberater darf nach dem neuen RDG für seine Kunden Verträge mit einem Energieversorger abschließen. Das neue Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) reformiert die Rechtsberatung grundlegend. Zwar bleibt die Vertretung vor Gericht und die umfassende außergerichtliche Beratung in Händen der Anwälte. Öffnungen sieht das neue RDG jedoch bei der unentgeltlichen, altruistischen Rechtsberatung vor, die grundsätzlich freigegeben wird. Für die Rechtsberatung im Familien- und Freundeskreis gelten keine gesetzlichen Vorgaben; karitative Einrichtungen, Verbraucherberatungsstellen und Mieterbund müssen gewährleisten, dass sie Rechtsdienstleistungen nur durch oder unter Anleitung eines Volljuristen erbringen. Auch Nichtanwälte dürfen künftig im Zusammenhang mit einer anderen wirtschaftlichen Tätigkeit juristische Nebenleistungen erbringen. Das RDG führt dabei grundsätzlich keine umfassende Rechtsdienstleistungsbefugnis unterhalb der Rechtsanwaltschaft ein. Wer umfassend rechtlich beraten will, muss Volljurist sein, das heißt, er muss beide juristischen Staatsexamen haben. Darüber hinaus muss er als Rechtsanwalt zugelassen sein. Das RDG gilt nur für den außergerichtlichen Bereich und reglementiert nur noch Fälle echter Rechtsanwendung. Das bislang geltende Rechtsberatungsgesetz Auffinden von Rechtsnormen ist keine Rechtsdienstleistung mehr unterstellte jede Erledigung fremder Rechtsangelegenheiten dem gesetzlichen Erlaubnisvorbehalt. Das führte dazu, dass diese Tätigkeiten grundsätzlich nur durch Rechtsanwälte oder durch andere Personen mit einer besonderen Erlaubnis zur Rechtsberatung erbracht werden durften. Nur noch Fälle echter Rechtsanwendung sind jetzt allein dem Anwalt vorbehalten. Tätigkeiten, die sich im Auffinden, der Lektüre, der Wiedergabe und der bloßen schematischen Anwendung von Rechtsnormen erschöpfen, sind keine Rechtsdienstleistungen: Das betrifft die Mitwirkung bei einem Vertragsschluss oder einer Vertragskündigung. Beispiel: Ein Energieberater kündigt für seinen Kunden bestehende Energieversorgungsverträge und schließt neue ab. Das betrifft die Geltendmachung unstreitiger Ansprüche. Beispiel: Eine Kfz- Werkstatt rechnet mit der gegnerischen Versicherung nicht nur die Reparaturkosten ab, sondern macht für den Geschädigten auch die allgemeine Schadenpauschale geltend. Oder die allgemeine Aufklärung über rechtliche Hintergründe. Beispiel: Ein Mieterverein klärt per Rundschreiben alle Mieter einer Wohnanlage über die nach dem BGB bestehenden Minderungsrechte bei einer Modernisierung auf. Bild: MEV Betriebsprüfung Wenn der Prüfer klingelt von Bernhard Köstler Produktion Nr. 29/30, 2008 NEUBIBERG. Dass der Besuch eines Prüfers droht, zeigt bereits Jahre vorher ein Blick in die Steuerbescheide. Sind diese ohne nähere Erläuterungen nach 164 Abgabenordnung unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, ist eine Prüfung vorprogrammiert. Wer frühzeitig weiß, dass in geraumer Zukunft geprüft wird, kann seine Buchhaltung liften und sein Augenmerk auf brisante Geschäftsvorfälle richten. Der Finanzbeamte studiert übrigens nicht nur die Steuererklärungen und Jahresabschlüsse, bevor er mit seiner Prüfung startet, sondern er wird auch im Internet aktiv. Über kann er sich die Internetseite der zu prüfenden Firma ansehen und zwar so, wie sie die Jahre zuvor ausgesehen hat. Äußerungen im Vorgespräch können Prüfungen auslösen Der Prüfer darf seit 2002 einen EDV-Zugriff auf alle steuerlich relevanten Buchhaltungsdaten verlangen. Egal ob Direktzugriff oder Zugriff über eine CD-Rom Unternehmen sollten im Vorfeld mit ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer abstecken, welche Bereiche er ungehindert einsehen darf und welche nicht. Kommt ein Prüfer des Finanzamtes zu Besuch, sollte die Buchhaltung darauf vorbereitet sein. Zu Prüfungsbeginn steht meist Smalltalk. Doch dieser hat es in sich. Denn die oftmals salopp gemachten Äußerungen können erste Prüfungsfeststellungen auslösen. Deshalb sollte bei Prüfungseröffnung der Steuerberater das Gespräch führen. In Produktionsbetrieben ist vor allem die Bewertung von Material, Schablonen und Sonderwerkzeugen im Visier der Finanzamts. Bei hohen Gewinn mindernden Bewertungsabschlägen sollte erwogen werden, einen Gutachter hinzuzuziehen. Werden Geschäftspartner bewirtet, dürfen nur 70 % der Aufwendungen als Betriebsausgaben verbucht werden. Neuester Trend: Steht auf dem Bewirtungsbeleg lediglich Besprechung oder Kundengespräch, darf kein Cent abgezogen werden. Deshalb sollte der Bewirtungsanlass detailliert erläutert werden. Bild: MEV Berlin, 14. und 15. Oktober Der Kongress für Top-Entscheider Plenumsthemen: Deutschland am Wendepunkt Maschinenbau als Schlüssel zur Energie-Effizienz Forumsthemen: Wachstumsfelder der Zukunft im Maschinenbau Fachkräftemangel überwinden Personalressourcen nutzen! Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen Nachhaltiger Energiemix Effizienzpotenziale in Produktionsprozessen Energieeffizienter Maschinenbau rechnet sich Eine Veranstaltung der Partner: Medienpartner: Sponsoren: Aussteller: 3ter_Maschinenbaugipfel_285x192.indd :03:07 Uhr

12 12 Produktion Wirtschaft: Nachrichten 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Hundt fordert maßvolle Tarife Joseph Hogan wird ABB-CEO KURZNACHRICHTEN Kuka mit Großautrag von VW Volkswagen Rückkehr in die USA VDMA Wachstum bekräftigt BERLIN (DJ/ks). Die Arbeitgeber warnen vor zu hohen Tarifabschlüssen für 2009 und fordern eine rasche Senkung der Sozialabgaben. Wir stehen vor einer spürbaren Konjunkturabkühlung. Das müssen die Tarifparteien bei der im Herbst anstehenden Metallrunde sowie 2009 in jedem Fall berücksichtigen. Dies schränkt den Verteilungsspielraum ein, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) Dieter Hundt. Gleichzeitig forderte er die Bundesregierung auf, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung spätestens zum Jahreswechsel um 0,6 Punkte zu reduzieren. ZÜRICH (DJ/ks). ABB Ltd hat Joseph Hogan zum neuen CEO ernannt. Hogan ist gegenwärtig CEO von GE Healthcare und Mitglied des GE Senior Executive Council, teilte das schweizerische Unternehmen mit. Er werde seine Arbeit bei ABB am 1. September aufnehmen. ABB-CFO Michel Demare, der seit 13. Februar 2008 auch die Position des Interims- CEO inne hatte, werde seine bisherige Finanzaufgabe weiterführen. Hogans Ernennung impliziere keinen Strategiewechsel, teilte der Konzern mit. Verwaltungsratpräsident Hubertus von Grünberg bekräftigte auch die mittelfristigen Finanzziele von ABB. AUGSBURG (DJ). Die Kuka AG beliefert die Volkswagen AG an deren Produktionsstandort in Indien. Wie das Unternehmen mit Sitz in Augsburg mitteilte, handelt es sich um einen Auftrag im kleineren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für das neue VW-Werk in Chakan in der Nähe von Pune. Kuka Systems werde Karosseriebauanlagen für Anbauteile wie Türen und Klappen für den Skoda Fabia und zwei für Schwellenländer hergestellte Polo-Varianten mit und ohne Stufenheck liefern. Der Auftrag wird nach Angaben von Kuka in den kommenden 24 Monaten realisiert werden. WOLFSBURG (DJ). Nach mehr als 20 Jahren kehrt Volkswagen mit einem eigenen Werk in die USA zurück. Die bis zu 1 Mrd US-Dollar (rund 620 Mio Euro) teure Produktion solle in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee im Südosten des Landes entstehen. Das Vorhaben ist Kernstück eines ehrgeizigen Wachstumsplans und soll den Wolfsburgern auf dem weltgrößten Automobilmarkt aus den roten Zahlen helfen. Die ersten Modelle sollen Anfang 2011 vom Band laufen und die Produktion von anfänglich Fahrzeuge bis 2018 auf Modelle jährlich hochgefahren werden. FRANKFURT (DJ/ks). Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat ungeachtet der sich weltweit eintrübenden Konjunktur seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr bestätigt. Das Produktionsvolumen werde 2008 preisbereinigt um 5 % gegenüber dem Vorjahr steigen. Im vergangenen Jahr sei ein Produktionsvolumen von rund 180 Mrd Euro erzielt worden. Für dieses Jahr rechnet der Verband mit einem Volumen von rund 191 Mrd Euro, so dass 2008 bereits das fünfte Jahr in Folge ein Produktionswachstum zu verzeichnen sein dürfte. Seit Ende 2003 betrug die Steigerung 38,4 %. Boeing plant eigenes Lasten-Luftschiff + präsentieren den Wettbewerb DREHER DES JAHRES 2008 Dreher des Jahres 2008 am 11. September auf der AMB, Neue Messe Stuttgart LANDSBERG (ks). Nach der spektakulären Pleite des deutschen Cargo- Lifters im Jahr 2002 plant nun der US-Konzern Boeing ein eigenes Luftschiff. Die Kombination aus Luftschiff und Hubschrauber soll 40 t schwere Lasten bis zu 320 km weit ohne Auftanken befördern können. Der Start sei für etwa 2012 geplant, teilte Boeing in St. Louis mit, ohne Entwicklungskosten zu beziffern. Partner ist die private Firma SkyHook International aus dem kanadischen Calgary, die das Patent auf das Projekt besitzt. Die Amerikaner planen nach eigenen Angaben einen 92 m langen Transporter. Er soll mit Helium-Gas gefüllt werden und von vier Rotoren angetrieben werden. Die Fracht hängt an Seilen. Mögliche Einsatzgebiete sind entlegene Regionen ohne ausgebautes Straßennetz etwa Kanada und Alaska mit seinen Öl- und Gasreserven. Die Liste der Interessenten sei bereits lang, sagte Pete Jess, Präsident von SkyHook. Boeing will zunächst zwei der Luftschiffe vom Typ JHL-40 (Jess Heavy Lifter) bauen und entwickeln. Bild: Boeing Mit freundlicher Unterstützung von: Der im Vergleich zum CargoLifter kompakte JHL-40 hier im Modell wäre das erste funktionierende Lasten-Luftschiff. verlag moderne industrie GmbH Justus-von-Liebig-Str Landsberg Tel.: 08191/125-0 Fax: 08191/ In Deutschland waren 2002 die Pläne des Unternehmens CargoLifter für ein Fracht-Luftschiff unter großem Aufsehen geplatzt. Die Gesellschaft musste zwei Jahre nach ihrem Börsengang Insolvenz anmelden. Zehntausende Kleinaktionäre hatten in die Vision zum Bau des weltgrößten Lasten-Luftschiffs in Brandenburg investiert und ihr Geld verloren. Der CargoLifter sollte mit 260 m Länge und einer Nutzlast von bis zu 160 t um einiges größer werden als das nun von Boeing geplante Luftschiff. Boeing interessierte sich schon damals für das CargoLifter-Konzept, lehnte aber nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung letztlich eine Investition in die börsennotierte Gesellschaft ab. Das größte Luftschiff im regulären Einsatz ist derzeit der Zeppelin NT, den die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH in Friedrichshafen baut. Erst kürzlich wurde das vierte Exemplar ausgeliefert, wo es für Werbe- und Touristenflüge über San Francisco eingesetzt wird. fer-dreher-logos x300.indd :08:11 Uhr

13 Besuchen Sie uns im Internet. Es gibt viel zu entdecken! Entscheider lesen Produktion Produktion Technik Nummer 29/30 Lösungen für die Produktion 24. Juli Trends und Reports 16 Praxis 17 Flurförderzeuge: Stapler-Technik im Einklang mit der Umwelt Energieketten: Immer Bild trotz Hitze, Sonne, Regen und Schnee Produkte Teileerkennungssystem: Casting für Aluminiumfelgen Projekt Montage 21 prämiert NEWS MÜNCHEN (lz). Den internationalen Innovation and Entrepreneurship Award in Robotics and Automation 2008 erhält in diesem Jahr das Projekt Montage 21 von Mercedes Benz. Der Bereich Produktionsplanung der Daimler AG hat innerhalb des Projekts ein komplett neues Anlagenund Technologiekonzept zur Hinterachsmontage entwickelt. Bürkle erhält Aufträge aus Kanada FREUDENSTADT (lz). Vom Boom der Solarbranche profitiert nach eigenen Angaben die Robert Bürkle GmbH. Das Unternehmen installierte bereits im April 2008 den ersten Einetagenlaminator bei einem Kunden in Kanada. Die Solarfirma Day4Energy bestellte nun zwei weitere Einlagenlaminatoren und einen Ypsator. Geliefert und in Betrieb genommen werden die Anlagen zum Jahresende. DResearch verstärkt Team BERLIN (lz). Der Spezialist für mobile Videoüberwachungssysteme DResearch hat sein Team auf zwei wichtigen Positionen verstärkt. Peter Schüßler ist für das Produktmanagement verantwortlich, Markus Rohling betreut als Gebietsvertriebsleiter u. a. die wachsenden Sicherheitsmärkte in Osteuropa. Thema: Offenheit und Performance BLOMBERG (sp). Zum 13. Mal lädt der Automatisierer Phoenix Contact zum Industrial Communications Congress nach Blomberg. Am 16. und 17. September halten neben Dr. Ulf Merbold von der RWTH Aachen Anwender und Spezialisten verschiedener Hochschulen Vorträge zu Automatisierungslösungen. 25 Millionen Profibus-Knoten KARLSRUHE (sp). Die Profibus Nutzerorganisation veröffentlicht aktuelle Marktdaten: Die Anzahl installierter Profibus-Knoten in Fertigungsund Prozessanlagen überschreitet 25 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 25 % innerhalb von Chemie REACH: Fast jede Firma betroffen von Wilfried Kipp-Weike LANDSBERG (lz). REACH? da haben wir nichts damit zu tun, ist eine häufige Reaktion von Unternehmen auf dieses Thema. Wir sind doch kein Chemieunternehmen. Viele wissen nicht, dass sie von REACH betroffen sind. In der Realität ist jedoch nahezu jede Firma tangiert, sei es als Hersteller, Importeur oder nachgeschalteter Anwender. Bei den Herstellern gibt es keine Probleme, die wissen, was auf sie zukommt und haben in der Regel ihre Hausaufgaben gemacht. Bei den nachgeschalteten Anwendern und auch bei Importeuren sieht es anders aus, sagt Peter Kölsch vom REACH-Support der BASF. Probleme treten vor allem bei Unternehmen auf, die nach der REACH-Verordnung als Importeure registrierungspflichtig sind. Seit 1. Juni 208 bis zum 30. November 2008 läuft die Vorregistrierungsphase für REACH. Hier können Hersteller und Importeure ihre Stoffe zur Registrierung anmelden. Wird auf die Vorregistrierung verzichtet, entfällt das Recht zur Inanspruchnahme der Übergangsfristen und eine sofortige Registrierung ist erforderlich. Bei Verzicht auf eine Registrierung darf der betreffende Stoff nicht mehr innerhalb der EU in den Verkehr gebracht Alle Stoffe, deren Jahresproduktion mindestens eine Tonne erreicht, werden registriert. Stoffe mit einer Jahresproduktion von über 100 t müssen ein Evaluierungsverfahren durchlaufen. Stoffe mit einer Produktionsmenge über t im Jahr unterliegen einem Zulassungsverfahren. Stoffe, die unabhängig von ihrer Produktionsmenge als besonders gefährlich gelten, werden einem Zulassungsverfahren unterzogen. Bild: BASF Hersteller in der EU und Importeure von Chemikalien müssen ihre Chemikalien registrieren lassen, soweit die Stoffe als besonders gefährlich eingestuft werden. werden. REACH regelt vor allem die Erfassung und Auwirkungen der Altchemikalien, die bereits vor 1981 auf dem Markt waren. Für die nach 1981 neu auf den Markt gekommenen Substanzen sind die Daten bereits erfasst. Ab einer jährlichen Produktionsmenge von 10 kg werden die Stoffe auf der Grundlage der EU-Richtlinie 67/548 registriert. Darin wird die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe EUweit geregelt. Hinter REACH steht das Konzept no data, no market. Es müssen Informationen über einen Stoff vorliegen, Informationen zu REACH Als besonders gefährliche Stoffe gelten Substanzen, die Krebs auslösen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung stören, die keinem natürlichen Abbau unterliegen, sich in Lebewesen anreichern und allgemein giftig sind, die nicht abgebaut werden und sich sehr stark in Geweben anreichern, die hormonartig wirken. bevor er auf den Markt kommt. Das alte Chemikalienrecht unterschied Alt- und Neustoffe. Für alle Stoffe gelten mit REACH gleiche Regeln, abhängig von der Menge, für Altstoffe gelten Übergangsfristen für die Registrierung. Jeder Hersteller in der EU und jeder Importeur von Chemikalien muss die von ihm in Verkehr gebrachten Chemikalien registrieren lassen, soweit die Jahresmengen überschritten werden oder der Stoff als besonders gefährlich eingestuft wird. Die Übergangsfristen enden Mitte Anwender sind in den meisten Fällen bei der Registrierung aus dem Schneider. Sie können sich auf die Registrierung durch den Hersteller oder Importeur berufen. Dabei gilt auch das Endprodukt, die Zubereitung als registriert, sofern eine Registrierung für alle Komponenten vorliegt. Importieren Anwender Stoffe oder Zubereitungen direkt aus dem Nicht-EU-Raum, müssen sie prüfen, ob die Inhaltsstoffe die Mengenschwellen überschreiten. Wenn dies der Fall ist, besteht eine Registrierungspflicht. Ein anderer Fall, in dem Anwender registrierungspflichtig werden, ist, wenn der Lieferant die Registrierung für die vorgesehene Anwendung verweigert oder wenn die Anwendung aus Gründen der Geheimhaltung gegenüber dem Lieferanten nicht offenbart werden soll. Dann gilt der Anwender als Hersteller und muss selbst einen Antrag auf Registrierung bei der europäischen Chemikalienagentur stellen. REACH soll das Woher und Wohin von Chemikalien klären. Anwender haben natürlich ein berechtigtes Interesse, ihre Rezepturen und Prozesse als Grundlage ihres wirtschaftlichen Erfolges zu schützen. REACH sieht deshalb einen sehr weit reichenden Datenschutz vor. Es geht nur darum, Verwendungsgebiete zu umreißen und für die Praxis handhabbar zu machen. Ziel ist, Chemikalien zu bewerten, ohne, dass Anwender ihr Know-how ans Schwarze Brett hängen. REACH verlangt nicht die detaillierte Beschreibung spezifischer Anwendungen und deren Offenlegung. Die Mitwirkungspflicht besteht darin, Lieferanten die Anwendung zu beschreiben, damit diese bei der Registrierung berücksichtigt werden können. Unfälle durch falsche Handhabung vermeiden Anwender haben vor allem die Pflicht, ihre Prozesse an die Anforderungen der geänderten Sicherheitsdatenblätter anzupassen und zu prüfen, dass die Anwendungen unter die Szenarien der Registrierung fallen. Die Liste der angegebenen Verwendungen erleichtert zusammen mit den Expositionsszenarien, Gefährdungen zu beurteilen und Unfälle durch falsche Handhabung zu vermeiden. Ein erster wichtiger Schritt ist die Erstellung eines Stoffinventars. Darin werden alle bezogenen und weiterverarbeiteten chemischen Stoffe, und die zugehörigen Mengen und die Anwendungen einzeln erfasst. Sagen Sie uns Ihre Meinung: Mail an: TECHNIKBILD DER WOCHE Energie Sauberer Kraftstoff aus Windkraft Bild: Fraunhofer IFAM Ein Kieferknochen-Implantat aus Metallpulver. Ein Simulationsprogramm des Fraunhofer IFAM berechnet Struktur und Dichte, die durch ein Rapid-Prototyping-Verfahren nachgebildet werden. So lassen sich auch Bauteile für die Leichtbauindustrie herstellen. BERLIN (hi). In nächster Zukunft sollen Busse und PKW mit CO2-freiem Kraftstoff rollen Wasserstoff aus Windenergie. Dazu werden das französische Mineralölunternehmen Total und der deutsche Stromerzeuger Enertrag ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg bringen. Die Herstellung von Wasserstoff aus Windenergie wird technisch bisher nur in kleinerem Leistungsbereich getestet. Die Kooperationspartner gehen jetzt in einer Machbarkeitsstudie den Einsatz in großem Maßstab an. Energie dafür ist genug vorhanden, denn als einer der größten unabhängigen Windstromerzeuger Europas betreibt Enertrag Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von über 600 Megawatt. In einer Elektrolyseanlage des entstehenden Enertrag-Hybridkraftwerkes kann die Windenergie mit hohen Wirkungsgraden von bis zu 80 % in Wasserstoff umgewandelt werden. Geplant ist, mit dem sauberen Enertrag-Windwasserstoff aus dem Norden Brandenburgs die Total-Wasserstofftankstellen in Berlin zu beliefern. Total ist in Europa bei der Einführung der Wasserstofftechnologie seit lan- gem eine treibende Kraft. Wird die Zusammenarbeit erfolgreich, könnten in der nächsten Phase der deutschen Clean Energy Partnership (CEP) Busse der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) und PKWs der führenden Automobilhersteller (Daimler, Opel, Ford) im Alltagsbetrieb erstmals weltweit Wasserstoff tanken, der emissionsfrei aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Die Herstellung von Wasserstoff aus Windenergie dient außerdem der bedarfsorientierten Einspeisung erneuerbarer Energie in die Stromnetze, denn es gelangt nur noch der Windstrom in die Netze, der gleichzeitig auch gebraucht wird.

14 14 Produktion Technik: Trends und Reports 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Flurförderzeuge Stapler-Technik: Im Einklang mit der Umwelt von Klaus Hiemer LANDSBERG. Neben der Schaffung dezentraler Informationstechnologien für Stapler und deren zunehmender Funktion als zentrale Schnittstellen zwischen logistischen Systemelementen ist der Trend zu Produkten mit noch höherer Umweltverträglichkeit eines der Kernthemen, wenn es um die aktuellen Technik-Entwicklungen bei Flurförderzeugen geht. Wie auf der Weltleitmesse CeMAT in Hannover zu sehen war, beschäftigen sich alle namhaften Staplerhersteller schwerpunktmäßig mit dem Thema Umweltverträglichkeit. Ein wichtiges Technik-Thema ist dabei der Antrieb. Nach wie vor behalten die Dieselstapler ihre Stamm-Einsatzgebiete sowie den Transport von sehr schweren Lasten in freiem Gelände. Aber der elektromotorische Antrieb hat in den letzten Jahren Boden gutgemacht. Batterie-Leistung ist deutlich gestiegen Bild: Deutsche Messe Im Blickfeld vieler Unternehmen liegen neben dem Antrieb auch die Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit eines Staplers. Dabei haben die Entwickler in den Unternehmen gute Arbeit geleistet. Die Batterien sind deutlich leistungsstärker geworden. Das führte dazu, dass sowohl die Leistungskraft als auch die Einsatzdauer erhöht wurden. Linde demonstrierte dies vor einiger Zeit spektakulär auf der Nordseeinsel Juist. Die Aschaffenburger ließen einen Elektrostapler auf speziellen Schienen senkrecht einen Turm hochfahren. Das tonnenschwere Fahrzeug schaffte die Übung mühelos mehrmals hintereinander. Auch ein anderes Problem haben die Entwickler in Angriff genommen: das bisweilen mühsame Auswechseln der Batterien, um den Stapler für die nächste Schicht fit zu halten. In der Vergangenheit gehörte handwerkliches Geschick und relativ viel Zeit dazu, eine Batterie zu wechseln. Heute lässt sich die Batterie oftmals leicht ausfahren, mit einem Hebezeug entnehmen und der Wechsel benötigt nur mehr wenige Minuten. Das Thema Energie und Antrieb wird auch in Zukunft Technik-Trend- Thema sein. Für Dr. Helmut Limberg, Vertriebschef bei der Jungheinrich AG, ist es eine besonders wichtige Frage, wie wir noch effizienter mit dem Thema Energie umgehen. Obwohl die Staplerhersteller, bedingt durch die erforderliche Erzielung einer hohen Einsatzdauer, von jeher nicht im Verdacht standen, besonders fahrlässig mit der Ressource Energie umzugehen, haben sie sich, dem allgemeinen Trend folgend, auf breiter Front der Optimierung der Energienutzung angenommen, meint auch Dr. Thorsten Schmidt, Abteilungsleiter Maschinen und Anlagen beim Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Hier sind noch viele Innovationen zu erwarten. Da der Stapler aber immer nur eine Komponente eines Materialflusssystems darstelle, werde aber auch die Integration in übergeordnete Leitsysteme vorangetrieben, beispielsweise durch Integration automatischer Lesegeräte (RFID-Antennen) in den Frontschild. Dadurch können Ladeeinheiten ohne Absteigen des Fahrers bei Ein- und Auslagerung sicher erfasst werden, so Schmidt. Noch weiter gehe die Automation von Regalstaplern für den mannlosen Betrieb, vergleichbar mit Funktionalitäten von fahrerlosen Transportfahrzeugen. Energiesparende Antriebskonzepte sind nach Ansicht der Hamburger Still AG für Flurförderzeuge allerdings das Gebot der Stunde. So hat das Unternehmen mit dem Dieselstapler RX 70 den weltweit ersten Stapler mit Hybridantrieb auf den Markt gebracht. Der RX 70 benötigt lediglich 2,5 Liter Kraftstoff pro Stunde (gemessen an dem Modell mit 2,5 Tonnen Tragkraft und 60 Arbeitsspielen pro Stunde) und ist damit der sparsamste und umweltfreundlichste Stapler seiner Klasse. Ladeeinheiten können sicher erfasst werden Vergleichsfahrzeuge liegen hier zwischen 13 und 60 % höher. Umgerechnet in Kohlendioxid bedeutet dies, dass der RX 70 nur 6,4 Kilogramm klimawirksames CO2 pro Betriebsstunde freisetzt. Zudem arbeitet Still intensiv an neuen Antriebskonzepten für die Zukunft. So laufen schon seit längerer Zeit Versuche mit Brennstoffzellen, bei denen Still Stapler und Schlepper als Testfahrzeuge modifiziert hat. Daneben steht die weitere Automatisierung der Intralogistik für Still im Fokus. Zunehmend werden teil- und vollautonome Flurförderzeuge zu einem wichtigen Bestandteil von Materialflusslösungen. Still setzt hier unter anderem die RFID-Technik zur Positionsbestimmung von Staplern ein. Außerdem bereits im Einsatz sind rechnergesteuerte Kommissionierstapler, die per Laser durch eine Umgebungserkennung navigieren. Diese neuen Ansätze sind als sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Instrumente wie Lagerverwaltungsund Staplerleitsysteme (LVS und SLS) gedacht und inzwischen Bestandteil des Still-eigenen Materialflussmanagementsystems (MMS.i). Und auch unter dem Aspekt der Total Cost of Ownership (TCO) sieht Still eine Entwicklung immer stärker in Richtung Systemgeschäft. In diesem Sinne bauen wir nicht nur Flurförderzeuge, sondern bieten auch umfangreiche Dienstleistungen vom Komplettservice bis zum Flottenmanagement an, erklärt Still- Staplerexperte Bert Frisch. Dass sich das Prinzip der Nachhaltigkeit ebenso wie ein hoher Bedienkomfort auf der einen Seite und ein effizienter Staplerbetrieb auf der anderen Seite keineswegs ausschließen, sondern sich vielmehr ergänzen und auf diese Weise für ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit sorgen, will die Aschaffenburger Linde Material Handling GmbH (MH) mit Linde PureMotion beweisen. Mit dem Programm bündelt das Unternehmen seine technologische Kompetenz zum Schutz von Mensch und Umwelt in allen Unternehmensbereichen. Zugleich gibt Linde PureMo- tion die Philosophie und Leitlinie für die Entwicklung zukunftsfähiger innovativer Produktmerkmale vor. Denn nur, wenn es uns gelingt, unsere technologische Kompetenz für mehr Wirtschaftlichkeit und zum Schutz des Menschen und der Umwelt zu bündeln, werden wir unserer Verantwortung als Unternehmen gerecht, erläutert Geschäftsführer Georg Silbermann. Diese Erkenntnis bildete den Ausgangspunkt zur Entwicklung des Programms Linde Pure- Motion. Vision aus Tradition : Dieses Motto hat sich der Stapler-Pionier Clark auf die Fahnen geschrieben. Die Clark Europe GmbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr möchte nach eigenen Angaben in puncto Sicherheit, Ergonomie, Umweltverträglichkeit, Technik und Produktivität Trends an der Spitze einer vitalen Branche setzen. Hybridantriebe gehören zu den innovativen Ansätzen, wenn es um umweltschonende Antriebe geht. Auffällig dabei ist die stringente Ausrichtung auf Umweltverträglichkeit der Clark-Geräte. Energieeffizienz und hohe Produktivität kombiniert Clark mit schadstoffarmen Motoren, wartungsarmer und verschleißreduzierter Technik sowie recycelbaren Materialien. Clarks neue Dreirad-Elektrobaureihe GTX 16-20s umfasst Modelle mit Tragkräften von 1,6 bis 2,0 Tonnen. Diese Geräte verfügen über 100 % AC-Technologie mit zwei leistungsstarken Antriebsmotoren. Bild: Deutsche Messe Logistik Kommissionierung vereinfacht BOPPART (hi). Eine neuartige RFID- Technik ermöglicht eine Optimierung komplexer Kommissioniervorgänge. Eingesetzt wird die Innovation in einem so genannten RFID-Multipicker. Um die Kommissionierung zu vereinfachen und zu beschleunigen, haben die Warehouse-Experten Ehrhardt + Partner (E+P) gemeinsam mit dem ITL Institut für technische Lösungen in der Logistik den Kommissionierwagen RFID-Multipicker entwickelt. Der Wagen mit integrierter RFID-Technik ermöglicht die parallele Kommissionierung von bis zu 40 Aufträgen sowie eine Reduzierung der Pick-Fehler und des Zeitaufwands. Der RFID-Multipicker eignet sich besonders für den Einsatz zur mobilen Dokumentenerfassung bei Versicherungen, Banken und Kanzleien sowie Bild: ITL branchenübergreifend für die Kommissionierung kleiner Artikel. Unser Ziel war es, einen Kommissionierwagen zu entwickeln, der die logistischen Prozesse optimiert und die Fehlerquote gerade beim Kommissionieren kleinerer und loser Artikel minimiert, erklärt Prof. Dr.-Ing. Helmut Bollenbacher, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und renommierter Spezialist auf dem Gebiet der digitalen Bild- und Signalverarbeitung. Der neue Wagen ist bereits seit Januar bei einem unserer Kunden aus der Versicherungsbranche erfolgreich im Einsatz, ergänzt Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter von Ehrhardt + Partner. Zunächst verheiratet der Kommissionierer die mit RFID-Tags ausgestatteten Behälter mit dem Kommissionierwagen. Dabei werden den ein- Mittels moderner RFID-Technologie werden komplexe Lagerprozesse optimiert. zelnen Behältern aus dem Lagerführungssystem automatisch Aufträge zugewiesen. Ein Scannen der Fächer wie beispielsweise beim Einsatz von Barcodes entfällt. So wird das Rüsten des Wagens erheblich beschleunigt. Anschließend wird der Kommissionierer über den Touch-Fullscreen zum Entnahmeort geführt und scannt den Lagerplatz. Leuchtanzeigen am Wagen zeigen an, welche Artikelmenge in welchen Behälter abgelegt werden soll. Die Put-to-Light-Technologie stellt sicher, dass die kommissionierte Menge dem vorgesehenen Auftrag zugeführt wird. Pick-Fehler lassen sich dadurch erheblich minimieren und die Kommissioniergenauigkeit deutlich erhöhen. Nach Abschluss der jeweiligen Entnahme bestätigt der Kommissionierer den Vorgang. Ist die Kommissionierung aller Aufträge abgeschlossen, wird der RFID-Multipicker zum Warenausgang geleitet, die Behälter entnommen und per RFID-Tischlesegerät erfasst. Damit ist gewährleistet, dass die Kommissionierbehälter in nachfolgenden Arbeitsschritten nicht vertauscht und die kommissionierten Aufträge über den gesamten Kommissioniervorgang lückenlos nachverfolgt werden.

15 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Technik: F & E Produktion 15 Messsysteme Neuheit für verbesserte Tsunami-Frühwarnung von Margarete Pauls BREMERHAVEN (pd). Mit Fertigstellung ihrer Simulationskomponente im Deutsch-Indonesischen Tsunami- Frühwarnsystem (GITEWS) hat die Arbeitsgruppe Tsunami-Modellierung des Alfred-Wegener-Instituts für Polarund Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft das derzeit führende Softwaresystem zur schnellen Information über Tsunami-Ereignisse mit Katastrophenpotenzial vorgelegt. Es wird nun beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in das Entscheidungs-Unterstützungs-System ( Decision Support System, DSS) integriert und soll im November in Indonesien in den Testbetrieb gehen. Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren hat mein Team mit Hilfe aktuellster Software-Technologien das modernste und flexibelste Simulationssystem für eine der gefürchtetsten Naturkatastrophen der Erde entwickelt, erläutert Dr. Jörn Behrens, Leiter der Tsunami-Modellierung am Alfred-Wegener-Institut. Denn im Unterschied zu anderen derzeit verfügbaren Tsunami-Warnsystemen nutzt es für seine ultraschnelle Situa- Bild: Alfred-Wegener-Institut tionsanalyse nicht nur Erdbebendaten, sondern kombiniert verschiedenste Messwerte zu einer robusten, präzisen und raschen Lagebeschreibung. So können neben Seismikdaten (Erdbeben-Parameter) auch Pegel- und Bojendaten (zu Wellenhöhen) oder GPS-Daten (zu Erdkrusten- Verformungen) in die Berechnungen einfließen. Im DSS laufen alle Daten zusammen und das erstellte Gesamtlagebild unterstützt Entscheidungsträger dabei beispielsweise nach einem Seebeben, weit verlässlicher Beispiel einer hochaufgelösten Tsunami-Simulation aus dem AWI-Simulationssystem. Die Abbildung zeigt die Ankunft der Welle in der Region Banda Aceh, Nord-Sumatra, wie am 26. Dezember 2004 ca. 35 Minuten nach dem schweren Erdbeben im Indischen Ozean geschehen. und schneller als bisher einzuschätzen, ob sich daraus für die Bewohner angrenzender Küsten eine Bedrohung durch anschwellende Wasserwellen entwickelt. Entsprechend erreichen die Warnungen die Betroffenen früher als bisher und es bleibt mehr Zeit, Katastrophenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus können die Simulationsergebnisse verschiedener Institute nahtlos in das System integriert werden. Die Arbeitsgruppe des Alfred-Wegener-Instituts stellt bis November 2008 bereits etwa hoch aufgelöste Tsunami-Szenarien im Warnsystem bereit, mit denen das neu entwickelte Simulationssystem die real gemessenen Daten in Sekundenschnelle vergleicht und seine Vorhersagen daraus ableitet. Gleichzeitig arbeiten indonesische Partner an einer Vervollständigung der Datenbasis. So wird am Alfred-Wegener-Institut derzeit zusammen mit Mitarbeitern des indonesischen Institute of Technology Bandung eine Anbindung der dort berechneten etwa lokalen Tsunami-Szenarien an das in Bremerhaven entwikkelte System eingefügt, die ab sofort eine wesentliche Erweiterung der Datenbasis erlaubt. Bei den Schnittstellen zu anderen Programmen halten wir uns an die offenen Standards, die den Austausch von Daten in der Computerwelt regeln. Somit können Fremdszenarien nahtlos integriert werden und wir können das Simulationsmodell schnell an andere Meeresgebiete auf der Welt, zum Beispiel an das Mittelmeer, anpassen, so Behrens zu den Perspektiven für weitere Frühwarnsysteme. Die Arbeitsgruppe Tsunami-Modellierung wurde Anfang 2006 eta- bliert und hat neben dem jetzt vorgelegten Simulationssystem auch die Simulationssoftware TsunAWI, eine der Grundlagen für die Berechnung von Tsunami-Szenarien, entwickelt. Den Praxistest hat diese Software schon bestanden: Am 13. September 2007, als ein Erdbeben der Stärke 7,9 vor West-Sumatra einen Tsunami auslöste, konnten die resultierenden Wellenhöhen präzise simuliert werden. Auswirkung von Katastrophen soll minimiert werden Das Ziel von GITEWS ist es, die Auswirkungen von Naturkatastrophen mit einem Frühwarnsystem zu minimieren. Trotzdem kann ein Naturereignis wie der Tsunami von 2004 nicht verhindert werden und solche Katastrophen werden auch bei einem perfekt arbeitenden Alarmsystem weiterhin ihre Opfer fordern. GITEWS wird von einer Reihe von Wissenschaftlern und Ingenieuren entwickelt, u. a. des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz- Gemeinschaft (AWI). Exzellenzcluster Energie und Medizin aus Sonne und Pflanzen Think Mink! Abdichten Waschen/Reinigen Gleiten/Tragen Transportieren Führen Breitstrecken Ableiten Entgraten Großserien Bild: UniCat BERLIN (sp). In dem neu gegründeten Exzellenzcluster UniCat haben sich ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen zusammengefunden. Als Reaktion auf Ressourcenknappheit und Klimawandel wollen sie natürliche Grundstoffe quasi als Katalysatoren zusammenbringen, um daraus Neues entstehen zu lassen. UniCat kommt von Unifying Concepts in Catalysis und steht für die gemeinsame Suche nach Lösungen für Menschheitsprobleme wie die Begrenzung fossiler Energieressourcen, Aids oder den Klimawandel. Es geht u. a. darum, neue Produkte aus bereits vorhandenen Stoffen zu generieren. Dazu soll ein Vermittler Reaktionen, die in der Natur nicht in dieser Form stattfinden, beschleunigen. Diese Aufgabe übernehmen die Katalysatoren. Rund 50 Arbeitsgruppen in den beteiligten Instituten widmen sich innerhalb des Clusters dieser Aufgabe. Der Cluster besteht aus Forschungsgruppen der TU Berlin, der FU Berlin, der HU Berlin, der Universität Potsdam, des Max- Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie des Fritz-Haber-Instituts und wird mit rund 7,8 Mio Euro p.a. gefördert. Die Arbeitsgruppe von Prof. Reinhard Schomäcker beispielsweise versucht Methan in chemisch wertvollere Stoffe wie Ethylen umzuwandeln. Das könnte verhindern, dass das wertvolle Erdgas bei der Rohölgewinnung unter Freisetzung riesiger Mengen von CO2 einfach abgefackelt wird. Das Ethylen ist zudem kostbarer Ausgangsstoff für die Industrie zur Herstellung der verschiedensten Stoffe wie Folien und Verpackungen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Hildebrandt untersucht Biokatalysatoren: Mithilfe von Laserlicht wird das katalytische Zentrum der Enzyme vermessen. Besonders interessant ist dabei das Enzym Hydrogenase, das von der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bärbel Friedrich und Dr. Oliver Lenz an der HU Berlin isoliert wird. Mit ihm wollen die Forschungsgruppen Strom aus Wasserstoff gewinnen. Eine Deutschlandpremiere führte Annemarie Waits, beteiligte Wissenschaftlerin aus Oxford, auf der UniCat-Eröffnungsveranstaltung Ende Mai 2008 an der TU Berlin vor: Sie zeigte, wie eine biologische Mini-Brennstoffzelle, die zudem noch preiswerte Grafitelektroden statt des üblichen teuren Platins benutzen kann, aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom produziert. Die als Katalysator eingesetzte Hydrogenase auf der Grafitanode initiierte dabei die Wasserstoffspaltung, während ein Laccase-Enzym an der Grafitkathode die Reduktion von Sauerstoff steuert. Mit Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff startete Annemarie Waits aus Oxford die Uhr und gab damit den Startschuss für UniCat. Was Mink Fasern berühren, baut Spannungen ab. Warum unsere Ingenieure Aufladungen abbauen: Mink Fasertechnologie kann je nach Art der Berührung beispielsweise unerwünschte elektrostatische Aufladung Ihrer Produkte verhindern, vor Produktionsstörungen schützen oder reinigen, polieren, dosieren, transportieren, tragen, glätten, entgraten, abdichten, und mehr. Denn unsere Fasern verfügen über ein unvorstellbar breites Spektrum an Eigenschaften. Mit dem richtigen Know-how gebündelt, sind sie die ideale Lösung für nahezu alle denkbaren Aufgaben. Profitieren Sie von unserem einzigartigen Erfahrungs- und Wissensvorsprung und nutzen Sie die grenzenlosen Möglichkeiten zur Optimierung Ihrer Prozesse. Unsere Faserexperten erreichen Sie unter +49 (0 ) , besuchen Sie uns online oder auf einer unserer zahlreichen Messen. Infos unter: August Mink KG Fabrikation technischer Bürsten Postfach 949, DE Göppingen, fon +49 (0) , fax +49 (0) ,

16 16 Produktion Technik: Praxis 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Kabelkanal-Konfektionierung Körper und Deckel rationell mobil bearbeitet Bild: Walter Lutzc von Walter Lutz KREUZTAL (rm). Da auf das Konfektionieren von Kabelkanälen bis zu 75 % der gesamten Installationskosten entfallen können, setzt der Siegerländer Maschinenbauer Georg dafür die Systemtechnik sowie eine mobile Bearbeitungsmaschine der Pflitsch GmbH & Co. KG ein. Damit werden Kanalkörper und -deckel schnell und sicher abgelängt und bearbeitet. In den Längsteil-, Besäum- und Inspektionsanlagen für die Coilverarbeitung, in Coil-Verpackungsanlagen, Querteil- und Stapelanlagen sowie in den Produktionsanlagen für die Transformatorenindustrie, die Georg produziert, ist viel komplexe Steuerund Regeltechnik im Einsatz. Bustechnik, dezentrale Antriebstechnik sowie viele Aktoren und Sensoren sind hier zu finden. Mit unterschiedlichen Energie- und Datenkabeln verbindet man die dezentralen Einheiten mit der Leitebene oder der Hauptsteuerung. Diese Leitungen müssen mechanisch geschützt und sicher durch die Anlage geführt werden. Dazu verwendet Georg verschiedene Stahlblechkanäle. Statt die einzelnen Kanalsegmente in Handarbeit auf die jeweilige Einbausituation anzupassen, nutzt man nun eine mobile Bearbeitungsmaschine Maxi-Cut von Pflitsch. Damit lassen sich die Kanalkörper und -deckel binnen Sekunden exakt ablängen. Früher wurde der Blechkanal mühsam angezeichnet, eingespannt und per Kappsäge auf Länge gestutzt. Anschließend musste der entstandene Grat abgeflext und der Kanal wieder in Form gebracht werden, wenn er sich durch die Handbearbeitung verbeult hatte. Heute werden Kanal und Deckel einfach in das Schneidwerkzeug der Maxi-Cut eingeschoben und per Knopfdruck gratund verzugsfrei abgelängt. Ähnliches Einsparpotenzial ergibt sich bei der Erstellung seitlicher Ausbrüche. Hier wurde früher ein Kanal angebohrt, dann das Blech in mehreren Arbeitsgängen ausgesägt und anschließend der Kanal mühsam entgratet. Auch das gelingt heute mit der Ausklinkstanze der Maxi-Cut auf Viele Anwender verbauen Kilometer an Kabelkanälen für die sichere Kabelführung. Hier lässt sich ein großes Rationalisierungspotenzial erschließen, wenn aufwändige Handarbeit bei der Konfektionierung durch eine Bearbeitungsmaschine vermieden wird. Knopfdruck. Passgenaue Kanalstücke, wofür vorher 2 h Bearbeitungszeit nötig waren, sind mit der mobilen Bearbeitungsmaschine in 5 min fertig. Bei etwa 2 km Kabelkanal, die die Georg-Mitarbeiter pro Jahr zu Stücken von 0,2 bis 2 m verarbeiten, hat sich die MaxiCut schon im ersten Jahr bezahlt gemacht. Dazu kommen die hohe Maßgenauigkeit und attraktive Optik der Teile, die sich bei Handarbeit nur schwer realisieren ließe. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Maschine: Einen Metallkörper zu sägen und zu schleifen macht im Vergleich zum hydraulischen Stanzvorgang der Maxi-Cut viel Lärm. Zudem fallen mit ihr weder Späne noch Schleifstäube an, was auch spezielle Schutzeinrichtungen überflüssig macht. Bei der Kabelführung lässt sich sehr viel Zeit gewinnen Sparbüchse Kabelkanäle Beim Konfektionieren von Kabelkanälen lässt sich mit einer mobilen Bearbeitungsmaschine von Pflitsch viel Geld sparen: Per Knopfdruck grat- und verzugsfrei ablängen Seitliche Ausbrüche durch Stanzen herstellbar Passgenaue Kanalstücke in Minuten Hohe Maßgenauigkeit Attraktive Optik Stanzen ist leiser als Sägen und Schleifen Keine Späne, kein Schleifstaub Lange Werkzeugstandzeit Die kompakte Bearbeitungseinheit ist in einen Werkstattwagen integriert, der lediglich einen 230-V-Anschluss benötigt. Die verwendeten Werkzeuge aus hochwertigen Messerstählen sind auf die Pflitsch-Kabelkanäle angepasst, arbeiten präzise, gratarm und reproduzierbar. Ihre Standzeit ist wegen der wechsel- und nachschleifbaren Schneidplatten sehr lang. Das Ausklinkmodul für seitliche Ausbrüche kann gegen eine Einheit zum Muldendrücken für Kanaldeckel ausgetauscht werden. Georg verarbeitet Pflitsch-Installations-Kanäle PIK in den fünf Kanalquerschnitten von 30 mm x 30 mm bis 150 mm x 60 mm. Damit führt man Einzelkabel oder Kabelbündel sicher durch die Maschinen. Um die Anlagenkomponenten elektrisch einfacher miteinander verbinden zu können, verwendet Georg so genannte Verteilergehäuse an den Schnittstellen, bei denen die ankommenden und abgehenden Kabel in einem Kabelkanalstück sicher zugeführt werden. Sind die Kabel eingelegt, werden die Baugruppen sicher mit einem ebenfalls maßgenauen Deckel verschlossen. Für die kompakten PIK-Kanalsysteme hat Pflitsch außerdem Formteile wie T-Abgänge und 90 -Winkelstück entwickelt, mit denen sich auch an Biegungen eine geschlossene Kabelführung ergibt, was beim herkömmlichen Stapa-Rohr nicht geht. Aufsteckbare Kunststoffkappen sorgen an den Kanalenden für einen sicheren Kantenschutz, bei dem selbst empfindliche Kabelisolationen unbeschädigt herausgeführt werden. Standardmäßig gibt es den Installationskanal aus Stahlblech in zehn Querschnitten von 15 mm x 15 mm bis 200 mm x 60 mm in den Ausführungen verzinkt, verzinkt-grundiert, nach RAL-pulverbeschichtet oder in Edelstahl Die Verbindung der einzelnen Kanalteile wird rationell über einpressbare Verbinder hergestellt. Bei den größeren Dimensionen werden sie miteinander verschraubt. In jedem Fall ergibt sich dabei ein sicherer Potenzialausgleich nach VDE. Montiert wird der Installationskanal in einer Anlage wahlweise per Halteclipse oder Schrauben. Der stabile Kanal kommt dabei mit großen Befestigungsabständen aus, was wiederum Montagezeit spart. Um den Einsatz von Kabelkanälen noch rationeller zu machen, stellt Pflitsch Dienstleistungen von der Planung bis zur einbaufertigen Baugruppe bereit, was den Eigenbau vor Ort überflüssig macht. Auch Sonderlösungen wie ein individuelles Verbindungsstück zwischen zwei Schaltschränken sind machbar. Ausbrüche werden dabei ebenso maßgenau realisiert wie die Konfektionierung zum Beispiel mit Kabelverschraubungen und Schläuchen. Dabei ist auch der Einsatz von Fremdteilen möglich, die vom Anwender beigestellt oder beschafft werden. Das ergibt eine Kostentransparenz auf allen Ebenen. Einbaufertig individuell bestückte Teile sparen viel Aufwand Um die Planung des Industriekanals zu verbessern, kann der Konstrukteur online per Internet seinen individuellen Streckenverlauf zusammenstellen: Das Online-CAD-System enthält dazu eine Kanal-Datenbank inklusiv aller Formteile. Der Zugang erfolgt über die Pflitsch-Homepage. Die erzeugten Daten lassen sich in die gängigen CAD-Systeme des Anwenders einbinden, beispielsweise um Kollisionsprüfungen ablaufen zu lassen. Nach Übertragung der generierten Stück- und Bestelllisten stellt Pflitsch die entsprechenden Baugruppen bereit. Diese Kanalkonfiguration ist jederzeit auf Knopfdruck reproduzierbar, bleibt aber modifizierbar, wenn sich beispielsweise Einsatz-Anforderungen ändern. Das Dienstleistungspaket vermindert den Bestell- und Montageaufwand und beinhaltet eine umfassende Dokumentation, wie sie von Qualitätsmanagementsystemen gefordert wird. Robustes Energieführungssystem Immer im Bild trotz Hitze, Sonne, Regen und Schnee von Reinhold Mannel KÖLN. Robuste E4/4-Energieketten der Serie 4040 der Igus GmbH mit Chainflex-Lichtwellen-, Motor- und Steuerleitungen erledigen die sichere Energie- und Datenzuführung eines großen LED-Displays. Bild: Igus GmbH Am Victory Plaza im texanischen Dallas, im Außenbereich des American Airlines Center, befindet sich dieses überlebensgroße bewegliche LED- Display, sichtbar für alle Passanten. Das Display mit acht 312-Zoll-Bildschirmen wurde von der belgischen Barco-Gruppe entwickelt. Das wartungsfreie Kunststoff-Energiekettensystem und seine Leitungen sind rauen Bedingungen ausgesetzt: extreme Hitze, Sonneneinstrahlung, Regen und Schnee. 18 Stunden pro Tag, an 360 Tagen im Jahr, sind dabei die LED-Bildschirme im Betrieb. Die zuvor eingesetzten Leitungen hielten Temperaturen von unter 5 C nicht stand und beeinträchtigten durch Korkenzieher die Systemleistung. Nun sind acht korrosionsbeständige E4/4-Energiekettensysteme installiert, eine pro LED-Bildschirm. E4/4-Energieketten der Serie 4040 werden bei langen Verfahrwegen eingesetzt und dort, wo hohe Füllgewichte freitragend in Seitenlage zu führen sind. Ein formschließender Hintergriff ein zweiter, sehr massiver Bolzen in der Bohrung bewirkt dabei eine effektive Verzahnung der Kettenglieder und so eine hohe Seitenstabilität. Druckkräfte und Torsionssteifigkeit der Energiekette werden insgesamt gesteigert und damit auch ihre Widerstandskraft gegen nasse, raue Witterungen. Das aus vier Teilen bestehende, beidseitig zu öffnende Energiekettensystem gibt es in vier Innenhöhen von 32 mm bis 80 mm, mit einer Außenbreite bis 600 mm. Durch den großen Baukasten ist die Serie für zahlreiche Anwendungen sowie Befüllungen konfigurierbar. Es gibt unter anderem vielfältige Innenaufteilungsvarianten, Erweiterungsbügel für große Schläuche, Anschlusselemente für unterschiedliche Anbindungsarten an die Maschine und ein Aluminium-Rinnensystem für lange und sehr lange Verfahrwege. Wie bei allen Energieketten des Herstellers sind breite, kabelschonende Dieser überlebensgroße bewegliche LED- Außenbildschirm wird mit dem Energiekettensystem E4/4 mit eingelegten Chainflex-Leitungen mit Energie und Daten versorgt. Öffnungsstege verbaut. Um die großen Datenmengen für perfekte Bilder auch nach vielen Millionen Zyklen sicherzustellen, kommen in der Anlage in Dallas Chainflex-Lichtwellenleitungen CFLG.6G zum Einsatz. Diese Leitungen mit 6 bis 12 Fasern der Typen 50/125 µm und 62,5/125 µm wurden speziell für den Einsatz in Energieketten entwickelt. Sie können bei Temperaturen von -40 C betrieben werden. Die Leitungen wurden im Kühllabor auf über Immer im Bild Darum wurden für den riesigen LED-Außenbildschirm Energieketten E4/4 und Chainflex-Leitungen verbaut: Hitze, Sonneneinstrahlung, Regen und Schnee sind kein Problem Lange Verfahrwege und hohe Füllgewichte möglich Hohe Seitenstabilität Große Druckkraft- und Torsionssteifigkeit Innenhöhe 32 bis 80 mm, Außenbreite bis 600 mm Kältefeste, abriebfeste Leitungen Trotz Millionen von Zyklen gibt es kaum Abrieb 20 m Länge in der Energiekette getestet und werden unter anderem in Kränen verbaut. Auch die Einzeladermotorleitung CF300, ebenfalls typisch für Hochleistungskrane, findet in der Großdisplay-Anlage Anwendung, eingesetzt zur Energieversorgung. Bei beiden Chainflex-Leitungen sind alle Mantelwerkstoffe mit TPE ausgeführt, um die hohen Anforderungen bezüglich Temperatur und geringen Abriebs bei Millionen von Zyklen zu erfüllen.

17 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Technik: Neue Produkte Produktion 17 Teileerkennungssystem Design Sweeper 2.0 Casting für Aluminiumfelgen Ein VisionCheck-System vergleicht die Aufnahmen der Aluminiumfelgen mit eingelernten Bildern, übermittelt die Daten an eine Datenbank und löst den korrekten Weitertransport der Felgen aus. Bild: SysCon GmbH SCHIFFERSTADT (rm). Die fortentwickelte Anlage Design Sweeper 2.0 der SysCon GmbH zur Identifikation von Aluminiumfelgen hat eine vierfach genauere Kamera als das Vorgängermodell und kann über das Internet gesteuert werden. Bei ihrer Herstellung durchlaufen Aluminiumfelgen viele Stationen, bis sie fertig verpackt in den Versand gehen. Damit an den unterschiedlichen Bearbeitungsstationen immer die passenden Typen ankommen, entwickelte SysCon ein System, das Aluminiumfelgen anhand ihres Designs identifiziert und sortiert. Nun ist dies noch genauer, mit erweiterten Einsatzmöglichkeiten und bei Bedarf ferngesteuert möglich. Pro Sekunde kann eine Felge bis 26,5 Zoll Durchmesser über das Transportsystem durch die gegen Fremdlicht geschützte Anlage geschleust werden. Dort erstellt eine GigE-Kamera Bilder, die vom angeschlossenen VisionCheck-System mit den gelernten Musterbildern verglichen werden. Im Gegensatz zum Vorgängersystem geschieht dies mit der neuen Kamera nun standardmäßig sowohl bei gestopptem als auch bei durchlaufendem Betrieb. Außerdem werden auf Grund der auf das Vierfache gewachsenen Auflösung auch ähnliche Objekte sicher erkannt. Das sichert eine hohe Erkennungsrate, auch wenn gleiche Typen von Rädern durch unterschiedlichen Kokillenverschleiß Varianzen aufweisen. Sicheres Erkennen mit geringen Reject-Raten ist nötig nach dem Gießen, wenn Räder in großer Vielfalt zu identifizieren sind. Denn sie müssen beispielsweise zum Stanzen des Mittellochs der richtigen Stanze und dem geeigneten Werkzeug zugeführt werden. Vor dem Röntgen ist das passende Programm auszuwählen. Vor dem Lackieren ist zu prüfen, ob das Lackierprogramm stimmt und die Schraublöcher ordnungsgemäß verschlossen oder abgedeckt sind. Letztendlich hilft der Design Sweeper, Fehlverpackungen zu vermeiden. Die hohe Kameraauflösung erkennt auch ähnliche Objekte Bei designgleichen Rädern können optional Einpresstiefe oder Anlagemaß und alternativ die Radhöhe und auch die Maulweite mit einer Genauigkeit von jeweils ±1 mm gemessen werden. Eine weitere Option beinhaltet das Ermitteln der Ventillochposition mit einer Genauigkeit von ±2 Grad. Wichtig ist dies vor einer Unwuchtprüfung oder zur Identifizierung und korrekten Positionierung der Felge in einer Bearbeitungseinrichtung wie Dreh- oder Bohrmaschine. Vor der Helium-Dichtprüfung bewirkt die Ventilloch-Erkennung, dass der Roboter den Stopfen korrekt einsetzt. Die Genauigkeit der Ventilloch- Messung wurde nun auch für sehr große Räder erhöht. Und schließlich kann eine Höhenmessung integriert werden, wo zur groben Unterscheidung im Halb-Zoll-Raster ein kostengünstiger Distanzsensor zum Einsatz kommt. Die Optimierung der Anlage mit einer Erkennungsleistung von 99,9 Prozent umfasst auch Steuertechnik und Software. Die Profibus-Anbindung gehört nun zum Standard. Das Einbinden aller Erkennungsdaten in das Datenbank-Verwaltungssystem MySQL unterstützt den Datenaustausch mit ERP- und PPS-Systemen. Weltweiter Remote-Betrieb mit VNC-Software möglich Dadurch lassen sich Anzahl und Typen der Felgen in der Fertigungsstrecke zeitnah und auftragsbezogen kontrollieren. Die selbstoptimierende Aktivliste kann über das PPS-System ferngesteuert werden. Mit Hilfe der VNC-Software, die den Inhalt eines entfernten Bildschirms auf den eigenen überträgt und Manipulationen daran zulässt, wird der Remote-Betrieb über Ländergrenzen hinweg machbar, via Internet, WLAN oder Intranet. Zum Systemumfang gehört ein spezielles Lichtschutzgehäuse, in das Monitor und Rechner integriert werden. Alternativ kann das System aber auch in ein Panel auf einem Standfuß eingebaut und entfernt vom Lichtschutzgehäuse aufgestellt werden. Zu den möglichen Sonderausstattungen zählen Einrichtungen für die Kontrolle von Stahlbuchseneinsätzen in Schraublöchern oder für die Positionsfindung im Lackiergehänge zur Roboterentnahme. SysCon GmbH Bahnhofstraße Schifferstadt Fax: 06235/3066 STECKVERBINDUNGEN FÜR DEN EINSATZ UNTER EXTREMEN BEDINGUNGEN Drehzahlsensoren RT-K Drehzahl und Drehrichtung im Blick FREIBURG (rm). Drehzahlsensoren RT-K der Rheintacho Messtechnik GmbH sind speziell für elektrische Antriebssysteme vorgesehen und in Hall- Differenztechnik ausgeführt. Damit ist die sichere Erfassung der Drehzahl auch unter ungünstigen elektrischen und magnetischen Umgebungseinflüssen machbar. Durch die zweikanalige Ausführung ist zusätzlich zur Drehzahl auch die Auswertung der Drehrichtung möglich. Sowohl in Bezug auf die benötigten Signale als auch die notwendige Schutzart lässt sich ein exakt auf die jeweilige Anwendung zugeschnittener Sensor wählen. Eine breite Auswahl an verschiedenen Kabellängen und Steckertypen runden die Anpassungsmöglichkeiten ab. Durch die Gehäuseausführung in Kunststoff und weitere konstruktive Maßnahmen ist der Einsatz des Sensors in einem weiten Temperaturbereich bis 140 C möglich. Das verwendete Gehäusematerial hat günstige mechanische Eigenschaften, so bei Druckfestigkeit und Medienbeständigkeit. Der elektrische Aufbau lässt unter anderem einen weiten Bereich der möglichen Versorgungsspannung und eine hohe EMV-Stabilität zu. Das verwendete Hall-Element deckt einen breiten Frequenzbereich ab und ist auch für die Quasi-Stillstandserfassung ausgelegt. Der Hall-Differenzsensor kann Drehzahlen auch unter ungünstigen elektrischen und magnetischen Bedingungen präzise erfassen. Bild: Rheintacho Messtechnik GmbH Die geometrische Ausführung als Flanschsensor sichert die für eine gute Signalerfassung notwendige korrekte Einbauposition. Ohne Modifikation der Sensoraufnahme kann auch ein in Bezug auf Umgebungsbedingungen höher spezifizierter Sensor eingesetzt werden. Der Zweikanal-Halldifferenzsensor ist für große Schaltabstände, einen weiten Frequenz- und Temperaturbereich ebenso vorgesehen wie für die Quasi-Stillstandsdetektion. Rheintacho Messtechnik GmbH Waltershofener Straße Freiburg Fax: 0761/ LEMO Elektronik GmbH Hanns-Schwindt-Str München Tel. 089/ Fax 089/ Ready for Take-off ob Übung oder Ernstfall: LEMO sorgt für präzise Verständigung. Vom Headset bis zur Kabeltrommel kommen je nach Verwendungszweck die K-Serie, die F-Serie oder die Serie Hermaphroditic (geschlechtslose Steckverbindung) zum Einsatz. Entwickelt für höchste Anforderungen, haben sich alle drei Serien auch in der zivilen Luftfahrt- und Fahrzeugtechnik sowie in der Telekommunikation bewährt. Eine Vielzahl von Kontaktkonfigurationen sind lieferbar. LEMO ganz verbindlich.

18 18 Produktion Technik: Problem und Lösung 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Sponsored Sponsored Sponsored Sponsored BETRIEBSTECHNIK Große Werkstücke spannen Größte Werkstücke problemlos auf Drehmaschinen gespannt Code 130pul08 MONTAGE/VERBINDUNGSTECHNIK Effiziente Herstellung individueller Zeichnungsteile Code 129pul08 SENSORIK/BILDVERARBEITUNG WERKZEUGE 100% Qualitätskontrolle Optimaler Einsatz von Smart Kameras Code 127pul07 Variantenvielfalt Hochleistungszerspanen Kosten senken in der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung Code 128pul07 Sponsored Sponsored Sponsored Sponsored MONTAGE/VERBINDUNGSTECHNIK SCHWEISSEN/SCHNEIDEN DAEMPFUNGSTECHNIK Frequenzweiten exakt justieren Neuartiges Schraubsystem reduziert Justagezeit Einzelstücke Kleinserien Laserschweißen Manuell, Joystick oder CNC = SELECT LOGISTIK/MATERIALFLUSS Code 126pul07 Code 131pul08 Mehr lagern auf wenig Raum Lagererweiterung in luftiger Höhe Code 123pul07 Frischobst statt Fallobst Steigerung der Pflückleistung bei der Obsternte Code 132pul08 Sponsored So finden Sie die Lösung zu Ihrem technischen Problem: 1. Suchen Sie zu einem der Probleme, die auf dieser Seite in Kurzform dargestellt sind, eine Lösung, dann gehen Sie im Internet auf 2. Geben Sie dort im Suchfeld rechts oben den Code der betreffenden Abbildung ein - Sie gelangen direkt zum gewünschten Beitrag. 3. Über einen Link am Ende des Beitrages haben Sie in der Regel die Möglichkeit, weitere Informationen von einem der technischen Anbieter anzufordern. In einer ständig erweiterten Datenbank finden Sie unter immer die aktuellsten technischen Problemlösungen. OBERFLÄCHENTECHNIK Alu-Entgratung in 3 Sekunden Zuverlässige Entgratung von komplexen Profilformen Code 125pul07 Weitere Problemlösungen finden Sie unter Wirtschaft Technik Management Entscheider lesen Produktion

19 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Technik: Neue Produkte Produktion 19 Bild: Otto Ganter GmbH & Co. KG Profilnibbler PN 130 Besonders leise, schnell, handlich DITZINGEN (rm). Der Profilnibbler PN 130 wird vom Hersteller Trumpf GmbH + Co. KG als weltweit leichtester, schnellster und handlichster seiner Art bezeichnet. Insbesondere lassen sich damit dünne Profilbleche mit einer Materialstärke von rund einem Millimeter verarbeiten. Neben Einsätzen im Dach- und Fassadenbau bewährt sich das Werkzeug auch im flachen Blechmaterial und beweist dort eine große Vielseitigkeit. Das Elektrowerkzeug kann Stahlbleche bis zu einer Stärke von 1,3 mm trennen und wiegt lediglich 1,4 kg. Das sind rund 20 Prozent weniger als Nibbler im vergleichbaren Segment und etwa 30 Prozent weniger als die größeren Modelle PN161 und PN 200. Gleichzeitig unterstützt der kompakte Nibbler eine Arbeitsgeschwindigkeit von 3,2 m/min, die um 20 FURTWANGEN (rm). Die Scharniere GN 238 der Otto Ganter GmbH & Co. KG wurden als eine technisch optimierte Lösung zur Positionierung von Türen entwickelt. Sie sind durch die einfache Montage bei gleichzeitig anspruchsvollem Design gekennzeichnet. Dieser Profilnibbler ist nach Herstellerangabe um etwa 20 % leichter und um ebensoviel schneller als andere Produkte im vergleichbaren Segment. Prozent über den bisher bekannten Bestwerten liegt. Bleche können dadurch besonders schnell getrennt werden, was sich besonders bei langen Trennstrecken positiv auswirkt. Das ergonomische und schlanke Design sowie das geringe Gewicht erleichtern das Arbeiten mit dem Nibbler. Er arbeitet vibrationsarm und hat eine gute Manövrierfähigkeit und Flexibilität. Wegen der Geometrie des Werkzeugträgers hat der Profilnibbler eine hohe Kurvengängigkeit, mit der Tra- Bei den Scharnieren befinden sich unter der Kunststoffabdeckung Justierscheiben aus gehärtetem Stahl. Sie haben an der Unterseite einen Schneidring, der sich beim Anziehen der Senkschraube in die strahlenförmig angeordneten Rippen des Zink- Druckguss-Flügels einschneidet. Dadurch entsteht nach Angaben pez- und Profilbleche bearbeitet werden können. Der kleinste Radien-Durchmesser von 25 mm lässt sich auch in schwer zugänglichen Lagen verwirklichen. Die Schneidrichtung ist stufenlos und schnell über 360 wählbar. Der einfache Werkzeugwechsel ist in Sekunden und ohne zusätzliche Hilfsmittel durchführbar, was insbesondere bei Arbeiten vor Ort nützlich ist. Die Maschine trennt Trapezprofile, Well- und Profilbleche sowie Flachbleche, ohne dabei etwaige Oberflächenbeschichtungen zu beschädigen. Dabei bewirkt der Träger mit integrierter Matrize eine lange Standzeit. Trumpf GmbH + Co. KG Johann-Maus-Straße Ditzingen Fax: 07156/ Scharniere GN 238 Attraktives Design einfach justierbar Attraktive, einfach einstellbare Scharniere stehen in drei Varianten und zwei Farben zur Wahl. Positionssensoren Serie RT8/RT9 Von 45 bis 200 Umdrehungen HEIDELBERG (rm). Bis zu 200 Umdrehungen können die absolut messenden Positionssensoren der Serie RT8 von Celesco im Vertrieb von B+L Industrial Measurements GmbH erfassen. Mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,02 % und einer Auflösung von ±0,003 % steht das Messsignal in digitaler Form via CAN-Bus bereit. Auch analoge Spannungs- oder Strom-Ausgangssignale sind in 2- oder 3-Leitertechnik möglich. Als kleinster Messbereich ist 1/8 Umdrehung, entsprechend 45, spezifiziert. Das speziell entwickelte präzise Potentiometer hat eine Messgenauigkeit von besser ±0,3 %. Einbautiefe und Durchmesser betragen jeweils etwa 70 mm. Positionssensoren der Serie RT9 Bild: B+L Industrial Measurements GmbH Bild: Trumpf GmbH + Co. KG sind für Messungen bis 50 volle Umdrehungen ausgelegt. RT9 unterscheidet sich von der Serie RT8 hauptsächlich durch den mechanischen Aufbau und die zulässige höhere radiale Achslast von über 15 kg. des Unternehmens ein stabiler Formschluss. Dieses Funktionsprinzip kann Maßabweichungen der Befestigungsbohrung von bis zu 1,5 mm (Verstellbereich) ausgleichen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil bei der Montage. Für ein hochwertiges Design wurde eine spezielle Abdeckung für die Justierscheibe und die Befestigungsschraube entwickelt. Somit besteht zusätzlich ein Schutz gegen Schmutzpartikel, ein weiterer Pluspuinkt für den Anwender. Es stehen laut Otto Ganter GmbH drei unterschiedliche Varianten in den beiden Farben Schwarz und Silber zur Wahl: beidseitig justierbar, einseitig justierbar sowie nicht justierbar mit normalen Bohrungen für Senkschrauben. Otto Ganter GmbH & Co. KG Triberger Straße Furtwangen Fax: 07723/4659 Bei diesen Positionssensoren unterscheiden sich die Serien RT8 und RT9 insbesondere durch die Höhe der möglichen Achslasten bis 15 kg. Der Durchmesser beträgt knapp 115 mm und die Einbautiefe etwa 60 mm. Beide Serien sind für den Betrieb im Außenbereich zwischen -40 C und +90 C vorgesehen. Mit den Schutzarten IP 67 oder IP 68 sind sie aus Edelstahl oder pulverlackbeschichtetem Aluminium zu haben. Einige Varianten der Positionssensoren beinhalten komfortable Justiermöglichkeiten bei Messanfang und Messende. Auf diese Weise lässt sich das Ausgangssignal in weiten Bereichen an die Messaufgabe anpassen. B+L Ind. Measurements GmbH Hans-Bunte-Straße Heidelberg Fax: 06221/ F CNC Serien Maschinen C FlatCoM Die Flexible......in Größe und Ausführung isel-cnc-basismaschinen für den Aufbau von Maschinen und Anlagen zum: Bestücken / Montieren Bedrucken / Gravieren Bohren / Fräsen Dosieren / Schrauben Formen /Modellieren Kleben / Vergießen Lasern / Wasserstrahlen Löten / Schweißen Messen / Prüfen Sägen / Schneiden...und für viele andere Applikationen Die Großformatige... zur Bearbeitung von Plattenmaterial M S MoDUStar Die Experten für sicheres Schneiden SICHERHEITSMESSER zur Unfallverhütung. federbelastete Klinge federbelasteter Schutzstift ergonomischer Griff beweglicher Klingenschutz verdecktliegende Klinge MARTOR KG D Solingen Tel.: 0212/ Fax: 0212 / A+A 2008, Hamburg , Halle: A1 Stand: A1.109 iselautomation GmbH & Co. KG Bürgermeister-Ebert-Str. 40 D Eichenzell Tel.: ( ) Fax: ( ) AD094 KW 27/2008

20 20 Produktion Schwerpunkt: Oberflächentechnik 24. Juli 2008 Nr. 29/30 Oberflächenqualität Wann Baugruppen sauber sind Walther Pilot Jetzt auch mit Signiertechnik INGOLSTADT (ba). Wie sicher müssen Baugruppen sein? Vor dieser Frage und gleichzeitig einem Dschungel aus verschiedensten Normen stehen viele Anwender, wenn sie die Sauberkeit ihrer Baugruppen überprüfen wollen. Kaum ein Anwender hat heutzutage Zeit, sich einen Überblick über alle für seine Anwendungen relevanten Normen zu machen. Dennoch ist die Frage nach der Oberflächenreinheit wichtig, vor allem wenn die Baugruppen in nachfolgenden Prozessen beschichtet oder drahtgebondet werden. Denn nur so kann garantiert werden, dass das Coating bzw. die Bondverbindung dauerhaft hält. Auch Baugruppen, die unter kritischen, wechselnden klimatischen Einflüssen eingesetzt werden, müssen eine sehr hohe Oberflächenreinheit aufweisen. Es kann sonst zu Fehlfunktionen durch verunreinigungsbedingte Kriechströme und elektrochemische Migration kommen. Hilfe bei der Reinheitsqualifikation kann der Anwender theoretisch in den verschiedenen Normen finden. Diese beinhalten Empfehlungen, welche Methoden für eine Qualifikation Bild: Zestron herangezogen werden können. Dennoch ist der Dschungel von den verschiedensten IPC-, IEC-Normen etc. groß und gleichzeitig verweisen diese häufig auf sehr teure und zeitaufwendige Testmethoden. Prinzipiell existieren genormte Reinheitsanforderungen für folgende Anwendungsfälle: Normen für Beschichtungen, Normen für Kriechstromsicherheit, Normen für Bondprozesse. Welche Normen bzw. welche Testmethoden relevant sind, ist Delaminationseffekte aufgrund fehlerhafter Beschichtung sind ein ernsthafter Fehler auf Baugruppen. allerdings immer anwenderspezifisch und kann letztendlich nur über einen Dialog mit dem Anwender herausgearbeitet werden. Im gemeinsamen Gespräch berät Zestron gerne und grenzt relevante Normen und Methoden ein. Speziell bei den Testverfahren verfügt Zestron in seinem Analytikzentrum über alternative Methoden, mit denen die Oberflächenqualifikation schnell und einfach durchgeführt werden kann. WUPPERTAL (ba). Die Walther Pilot Spritz- und Lackiersysteme GmbH hat den Bereich Signiertechnik zu einer selbständigen Unternehmenssparte ausgebaut. Der neue Inkjet-Drucker Typ 4032-F. Bild: Walther Pilot Das Unternehmen aus dem Bergischen bietet nunmehr eine breite Palette von Geräten zur berührungslosen Kennzeichnung, wie etwa Farbspritzsysteme für Punkt- oder Strichcodes, pneumatische sowie elektromagnetische Signierblöcke, DOD-Großzeichendrucker, Continuous-Inkjet-Kleinzeichendrucker. Dieser neue Continuous-Inkjet- Kleinzeichendrucker vom Typ 4032-F verfügt über eine Auflösung von 32 dot vertikal (1- bis 4-zeilig) und eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 210 m/min (einzeilig). Somit eignet er sich hervorragend für jede Art der industriellen Kennzeichnung. Einfachste Bedienung und Eingabe der Texte über Touch Panel ermöglichen die schnelle und zuverlässige Markierung des Produktes mit einer fortlaufenden Nummer, dem Datum, der Uhrzeit oder auch mit einem frei programmierbaren Text. Darüber hinaus ist das Bedrucken mit einem Data Matrix Code, Barcode oder Logo problemlos möglich. Auch bei der Kennzeichnung dunkler Oberflächen mit pigmentierter Tinte garantiert der Hersteller einen störungsfreien Betrieb und einen kontrastreichen Druck. Alle verfügbaren Kennzeichnungssysteme sind leicht in neue oder bestehende Anlagen integrierbar. Den neuen Prospekt Berührungslos signieren, codieren, beschriften sendet Walther Pilot gern auf Anfrage zu. Er kann auch als PDF von der Walther-Website heruntergeladen werden. DELTA schützt Oberflächen. Pulverbeschichtung Das Konzept der schwebenden Wolke INNOVATIONSPREIS Wir haben zwar die Schraube nicht neu erfunden, aber alles drumherum. Dörken gehört offiziell zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand. Wobei Innovationen eigentlich nichts Neues für uns sind. Denn seit über 115 Jahren entwickeln wir permanent neue Ideen auch für den Oberflächenschutz. Wie wir das schaffen? Ganz einfach: Durch unsere Mitarbeiter, die sich nie mit dem Guten zufriedengeben, sondern immer auf der Suche nach dem Besseren sind. Das ist auch der Grund, warum wir beim diesjährigen renommierten Unternehmensvergleich in den fünf zentralen Kategorien Innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, Innovative Prozesse und Organisation, Innovationsmarketing und Innovationserfolg überzeugen konnten. Wenn das keine guten Neuigkeiten sind. Mehr unter von Monika Riede MARKDORF (ba). Gleichmäßige Schichtstärkenverteilung und hohe Materialeinsparungen sind die beiden wichtigsten Vorteile des neuen Wagner-Kabinenkonzepts VertiCube. Aufgrund einer nahezu waagrechten Strömungsführung innerhalb der Kabine lässt sich eine zusätzliche Tiefenwirkung auch mit wenig Pulver und geringeren Luftmengen realisieren. Das Werkstück wird von einer weichen Pulverwolke umhüllt, so dass Material gespart wird. Die VertiCube von Wagner ist laut Hersteller die erste Kabine auf dem Markt, die statt der sonst üblichen vertikalen Luftströmung einen waagerechten Luftstrom erzeugt. Es entsteht eine sehr weiche Pulverwolke, die quasi um das Werkstück herum schwebt und eine optimale vertikale Schichtstärkenverteilung sowie die Minimierung des Pulververbrauches ermöglicht. Den Pistolenschlitzen gegenüber ist ein vertikaler Absaugkanal eingebaut, der direkt in die Kabinenwand eingelassen ist. Das Prinzip der vertikalen Kanäle an sich ist kein neues Thema. Die maßgebliche Innovation ist die richtige Auslegung der Absauggeschwindigkeiten durch geeignete Öffnungen, mit deren Hilfe die Pulverwolke zum Schweben gebracht wird. Auch die Kombination eines vertikalen Kanals mit einem horizontalen Kanal für die Bodenreinigung ist eine entscheidende Neuheit in Bezug auf optimierte Strömungsverhältnisse im Kabinenbereich. VertiCube ist ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des HiCoat-ED- Konzepts bei Wagner und wird ausschließlich in Kombination mit Hi- Coat-C4-Pistolen betrieben. Das System bietet folgende Vorteile: Die Überbeschichtung wird reduziert und das Pulver wird in gleichmäßiger Schichtstärkenverteilung über die gesamte Höhe des Werkstückes verteilt. Die Überbeschichtung der Werkstücke im unteren Bereich wird verhindert. VertiCube ermöglicht höhere Auftragswirkungsgrade; Materialeinsparungen und optimierter Energiehaushalt tragen zur Wirtschaftlichkeit der Anlage bei. Eine der ersten Referenzinstallationen für die VertiCube-HiCoat-Kabine ist die bei der Firma Kettler, Hersteller von Sport- und Fitnessgeräten. Hierbei handelt es sich um eine verfahrbare Filterkabine, 10 HiCoat-C4- Automatikpistolen und zwei HiCoat- C4-Handpistolen. Das System ermöglicht flexible Beschichtungsprozesse und kann jederzeit mit einem Zyklon für schnelle Farbwechsel aufgerüstet werden. Als Steuerung ist das System DigiTech im Einsatz, das individuelle Beschichtungsrezepturen ermöglicht. Über digitale Präsenzregler lassen sich Pulvermenge, Hochspannung, Kaskadenkennlinie und sämtliche Bewegungsparameter abspeichern. Mit der neuen Anlage erzielt Kettler 10 bis 15 % Materialeinsparungen beim Pulver sowie eine gleichmäßige Schichtstärkenverteilung von 70 bis 100 µm auf konstante 70 µm. Bild: Wagner

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