Ein Blick hinter die Zahlen und Fakten

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1 Asien Aktuelle Themen August 2007 Autor Tamara Trinh Editor Maria Laura Lanzeni Publikationsassistenz Bettina Giesel Deutsche Bank Research Frankfurt am Main Deutschland Internet: Fax: DB Research Management Norbert Walter verstehen Ein Blick hinter die Zahlen und Fakten s (Wieder-)Entdeckung eröffnet dem Land eine zweite Chance, ein asiatischer Tiger zu werden. Nach dem Ende des US-Embargos (1994) wurde schnell als ein weiterer asiatischer Tiger gehandelt, doch das Land erfüllte diese Erwartungen nicht. Nun blickt die Welt erneut nach, angelockt von seinem Rohstoffreichtum, seiner großen Nachfrage nach Investitionsgütern, seinem Potenzial als Absatzmarkt und seinem dynamischen Finanzmarkt. Zudem bietet ein Engagement in die Möglichkeit einer Diversifikation gegenüber. Laut unserem Wachstumsprognosemodell wird bis 2020 in derselben Wachstumsliga wie oder spielen. Die vietnamesische Bevölkerung ist jung und gebildet. Hochqualifizierte Arbeitskräfte sind heute rar, aber das allgemeine Bildungsniveau wird sich erheblich verbessern. Engere Handelsbeziehungen zu den USA und werden den Handelssektor weiter beflügeln; Investitionen bleiben hoch. In den Blickpunkt der Investoren sind vor allem Leichtindustrie, IT Outsourcing, Tourismus, Infrastruktur und der Bankensektor gerückt. Reformen im Bankensektor und eine weitere Entwicklung der Kapitalmärkte bieten neue Chancen. Das Wachstumspotenzial im Bankensektor ist enorm, aber Probleme wie Unterkapitalisierung, faule Kredite, unzulängliches Risikomanagement und schwache Aufsichtsstrukturen müssen schneller angegangen werden. Die Kapitalmärkte sind noch sehr jung, lieferten jedoch beachtliche Renditen. Weitere Pluspunkte sind eine investorenfreundlichere Regulierung und ein wachsendes Wertpapierangebot. Auch ein Markt für Unternehmensanleihen entwickelt sich. Es gibt noch viel zu tun. Es gilt, das vietnamesische Rechtsystem, das gesamte Rahmenwerk politischer Entscheidungen und die dazugehörigen Institutionen dringend zu verbessern. Trotz des recht stabilen makroökonomischen Umfeldes müssen die hohe Inflation, ein wachsender staatlicher Schuldenberg und das Wechselkursregime genau im Auge behalten werden. Auch birgt die steigende Einkommensungleichheit ein gewisses Potenzial für soziale Unruhen.

2 Aktuelle Themen 393 Inhaltsverzeichnis : Meilensteine Bis Mitte des 19 Jh.: Im Norden chin. Einfluss, im Süden indischer Einfluss (durch Champa, Khmer Kulturen) 1858: Begin der französischen Kolonialherrschaft 1954: Sieg der kommunistischen Streitkräfte bei Dien Bien Phu, Ende der franz. Herrschaft in Indochina; Teilung des Landes am 17. Breitengrad 1975: Ende des kriegs 1976: Wiedervereinigung unter dem Namen Sozialistische Republik 1979: Grenzgefechte mit 1986: Doi Moi Reform- und Öffnungspolitik 1991: Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit 1994: Aufhebung des amerikanischen Handelsembargos, kann nun Weltbank-/IWF- Mitglied werden 1995: Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit den USA, wird ASEAN-Mitglied 2000: US-Präsident Clinton besucht 2001: Ratifizierung des bilateralen Handelsabkommens mit den USA 2005: Premiermin. Phan Van Khai besucht die USA 2006: Gastgeber des APEC- Gipfels (mit Regierungschefs von 21 Nationen) 2007: WTO Beitritt 1. Die (Wieder-)Entdeckung eines vergessenen Tigers 2. Warum die Welt jetzt nach blickt 3. In derselben Wachstumsliga wie und Positivszenario: Das zweite Negativszenario: Der vergessene Tiger 4. Die Bevölkerung Jung und ambitioniert Potenzial der Diaspora nutzen Kleine, aber wachsende Mittelschicht 5. Bildung, Bildung, Bildung!!! Allgemeine Grundbildung weit verbreitet Aber hochqualifizierte Arbeitskräfte sind rar und werden teuer 6. Blühender Handel Ehemals Feinde, heute wichtigste Handelspartner 7. Mehr Investitionen werden benötigt Ausländische Direktinvestitionen (ADI) steigen rasant an 8. Branchen von großem Investoreninteresse Leichtindustrie: Diversifizierung als Treiber IT Outsourcing: Noch im kleinen Rahmen Tourismus: ein Land mit verstecktem Charme Infrastruktur: Ehrgeizige Projekte Der Bankensektor: Großes Wachstumspotenzial von niedriger Ausgangsbasis 9. Reformen im Bankensektor schreiten voran Mehr Marktteilnehmer, härterer Wettbewerb Enormer Kapitalbedarf führt zu Anleihen- und Aktienemissionen Kreditrisikobewertung steckt noch in den Kinderschuhen Weitere Reformen und ein schnelleres Reformtempo nötig 10. Rasante Finanzmarktentwicklung Winziger Aktienmarkt startet durch Investorenfreundlichere Regulierung Größeres Wertpapierangebot in Aussicht Kleiner, aber aufstrebender Rentenmarkt s Kapitalmärkte sind noch jung 11. Es gibt noch viel zu tun Regulierung und institutioneller Rahmen müssen dringend verbessert werden Makroökonomische Risiken genau beobachten Potenzial für soziale Unruhen Quellen: verschiedene öffentliche Beiträge/Artikel August 2007

3 verstehen 1. Die (Wieder-)Entdeckung eines vergessenen Tigers Einige wesentliche Fakten Land: Regierung: Generalsekretär: Regierungschef: Staatsoberhaupt: Hauptstadt: Währung: Landesgröße: Bevölkerung: Ethnische Volksgruppen: Sozialistische Republik Kommunistische Partei s (KPV) Nong Duc Manh Nguyen Tan Dung Nguyen Minh Triet Hanoi esischer Dong (VND) qkm (ähnlich wie DE) 85 Mio. Kinh (Viet): 86%, 54 Minderheiten: 14% Religionen: Keine: 81%, Buddhistisch: 9%, Katholisch: 8% Quellen: CIA Factbook, DB Research 2 Vor 15 Jahren, zur Zeit des asiatischen Wirtschaftswunders, als die Tigerstaaten Ostasiens zum Sprung auf das internationale Wirtschaftsparkett ansetzten, erwarteten viele Beobachter, dass auch sich bald zur Gruppe der asiatischen Tigerstaaten gesellen würde. Immerhin hatte das Land sich auf der Weltbühne zurückgemeldet; diesmal nicht als Kriegsgegner einer der größten Weltmächte, sondern als reformorientiertes Land, das nach chinesischem Modell unter kommunistischer Führung marktwirtschaftliche Prinzipien einführte. s Doi Moi (grob übersetzt: Veränderung zu etwas Neuem ) bzw. Erneuerungspolitik wurde 1986 eingeführt, acht Jahre nach s Reform- und Öffnungspolitik. Die Asienkrise traf s Wirtschaft hart: Die aufkommende Risikoaversion gegenüber Asien und s Schneckentempo bei Reformen verstärkten die Enttäuschung vieler Investoren, so dass diese das Land verließen und sich andere Investitionsmöglichkeiten suchten. Diejenigen, die geblieben sind, können nun endlich die Ernte einfahren. Warum ist dem so? Sehen wir gerade weitreichende fundamentale Veränderungen in eine Art Doi Moi 2.0 oder ist der Enthusiasmus gegenüber nur vorübergehend? Kann in einer Zeit, in der zwei große Märkte wie und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, weiter in der Weltwirtschaft aufsteigen und sich als asiatischer Tiger etablieren? Unserer Einschätzung nach gibt es mehrere Punkte, die für eine vietnamesische Erfolgsgeschichte sprechen, vorausgesetzt dass die Politik den richtigen Weg einschlägt und beibehält. 2. Warum die Welt jetzt nach blickt Wachstumsrate nur von übertroffen Reales BIP-Wachstum, durchschn. jährliche Veränderung ( ), % Hongkong Singapur Südkorea Taiwan Quelle: DB Research 3 Im asiatischen Vergleich wurden s Wachstumsraten in den letzten Jahren nur von übertroffen (siehe Grafik 3). Dabei beruht s Attraktivität zum Teil auch auf externen Faktoren: Das 2001 abgeschlossene bilaterale Handelsabkommen zwischen den USA und verschaffte vietnamesischen Exporteuren endlich Zutritt zum amerikanischen Markt; s Ausfuhren stiegen seitdem deutlich an. Der heutige Rohstoffboom ist eine große Chance für ein Land, das Öl- und Gasreserven besitzt und weltweit der größter Exporteur von Pfeffer und der zweitgrößte Exporteur von Reis und Kaffee ist. s große Nachfrage nach Investitionsgütern machte viele Maschinen- und Anlagenbauer in den Industrieländern aufmerksam, vor allem, weil die fortschreitende Industrialisierung der Wirtschaft im Land einen Investitionsboom auslöste (die Investitionsquote stieg seit Ende der 90er Jahre um 7 Prozentpunkte auf heute 33% an). Mit Blick auf den WTO-Beitritt (Januar 2007) wurden viele Reformen und Liberalisierungsmaßnahmen eingeleitet, die den vietnamesischen Unternehmergeist förderten. Viele sehen in der Landeskultur, dem politischem System und dem wirtschaftlichem Reformprozess s und s gro- 21. August

4 Aktuelle Themen 393 Entwicklungsstand mit vergleichbar Nominales Pro-Kopf-Einkommen, USD S Türkei Irland Südkorea Mexiko Chile USA Brasilien Deutschland Japan Mögliche Wachstumspfade bis 2020 Reales BIP-pro-Kopf, in USD KKP Basisszenario Das zweite in derselben Wachstumsliga wie und BIP-Wachstum , % p.a. Quelle: Deutsche Bank Research, Formel-G 5 Der vergessene Tiger Quelle: DB Research 4 ße Parallelen; daher ist für viele Investoren, die auf der Suche nach einem Standort mit niedrigen Lohnkosten und einem stabilen politischen Umfeld sind, zunehmend eine Alternative oder ein zweites Standbein zu einem Engagement in. esische Firmen werden konkurrenzfähiger; dies bleibt auch in der Region nicht verborgen. So sollen sich thailändische Firmen bereits besorgt über die wachsende vietnamesische Konkurrenz geäußert haben. Einige vietnamesische Firmen sehen ihr Land als eine Art Tor zu Indochina und planen, auch in Kambodscha und Laos Fuß zu fassen. Südchina ist eine weitere Option. Für die Tourismusindustrie ist eine Art Neuland, ein sicheres Reiseziel mit einer interessanten Geschichte. Das Land ist nicht Zielscheibe von inländischen Terroristen oder radikalen Islamisten, es ist ein exotisches und noch relativ günstiges Urlaubsziel. Viele, die das Land besuchen, treibt die Neugierde und die Tatsache, dass einen Krieg gegen die USA gewonnen hat. Die Entwicklung der vietnamesischen Kapitalmärkte ist so weit fortgeschritten, dass die internationale Finanzwelt Interesse zeigt. Portfoliodiversifikationsstrategien und die Suche nach Rendite trugen zur Entdeckung s bei. Politische Stabilität, allgemeiner sozialer Konsens, und ein relativ günstiges makroökonomisches Umfeld schaffen ein attraktives Geschäftsumfeld. Erhebliche Kapitalzuflüsse verringern die Notwendigkeit für staatliche Mittelaufnahme und halten den Schuldendienst niedrig. Dies ist eine durchaus eindrucksvolle Liste attraktiver Faktoren; einige werden mit der Zeit schwinden, andere werden aktive politische Unterstützung brauchen, um zu bestehen. Einige der genannten Faktoren werden wir genauer in dieser Publikation genauer betrachten. 3. In derselben Wachstumsliga wie und Im asiatischen Vergleich wurde s Wirtschaftsleistung in den letzten Jahren nur von übertroffen; zwischen 2000 und 2006 betrug die durchschnittliche Wachstumsrate 7,4% p.a. verglichen mit 9,5% in und 6,7% in (siehe Grafik 3). Andererseits ist s Entwicklungsstand eher mit dem s vergleichbar; das nominale Einkommen pro Kopf betrug 2006 geschätzte USD 715 ähnlich dem s (USD 765) und weniger als die Hälfte des chinesischen (ca. USD 2.000, siehe Grafik 4). Kurz gesagt: ist so arm wie, aber wächst mit fast chinesischem Tempo (s Wachstumstempo hat jedoch zugelegt). Laut den Prognosen des Deutsche Bank Research Formel-G- Modells für das reale BIP-Wachstum von mehr als 30 Industrie- und Schwellenländern bis 2020, wird s Wirtschaft in den nächsten anderthalb Jahrzehnten mit ungefähr dem gleichen Tempo Quelle: Deutsche Bank Research August 2007

5 verstehen 1000 Jahre chinesische Herrschaft, 100 Jahre französische Herrschaft, 10 Jahre amerikanische Herrschaft Dies ist eine grobe Faustregel für s Geschichte. Die wechselnde ausländische Herrschaft hat ihre Spuren in einigen Teilen sowohl der vietnamesischen Kultur und Gesellschaft als auch im Rechtssystem (welches ein Wunderwerk der Flickkunst aus verschiedenen Elementen der Systeme der Kolonialherren ist) hinterlassen. Sie hat möglicherweise auch den Menschen die Fähigkeit hinterlassen, Einflüsse von außen in konstruktiver Weise aufzunehmen und zu integrieren. Die Kluft zwischen Norden und Süden Der Norden gilt, zumal Sitz der Hauptstadt Hanoi, im Allgemeinen eher als konservativ, während der Süden, mit dem Handels- und Geschäftszentrum Ho-Chi-Minh Stadt, offener zu sein scheint für Kapitalismus und schnellere Reformen. Im Zuge zunehmender Migration zwischen den Landesteilen und einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Norden schwindet diese (psychologische) Kluft allerdings. Dagegen konzentriert sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Kluft zwischen der Mehrheit der Kinh -Bevölkerung und den 54 Minderheiten, die wirtschaftliche benachteiligt worden sind. Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter wird weiter zunehmen Jährl. Veränderung der Bevölkerung zwischen J., in % 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0,0-0,5-1, Deutschland Quelle: UN 7 wachsen wie und und zwar mit ca. 5,7% p.a. 1 (siehe Grafik 5). Somit wird s Pro-Kopf-Einkommen in Jahre 2020 ungefähr das gleiche Niveau erreichen wie das von heute. Positivszenario: Das zweite Es ist nicht undenkbar, dass sich mit den richtigen politischen Maßnahmen das vietnamesische Wachstum auf 8-10% p.a. beschleunigen könnte. Einige Umstände stützen diesen Trend: Die WTO- und AFTA-Mitgliedschaften wirken als eine Art Reformanker. Beachtliche wirtschaftliche und strukturelle Reformen haben die Armut im Land verringert und den Beifall und die Unterstützung multilateraler Organisationen geerntet. In einem solchen Szenario würde die bisherige hohe Dynamik der Volkswirtschaft auf mittlere Sicht weiter erhalten bleiben, und das Ziel der Regierung, bis 2010 über den Status eines einkommensschwachen Landes hinaus zu wachsen 2, scheint leicht erreichbar. Negativszenario: Der vergessene Tiger Eine Umkehr des Reformprozesses und steigender Protektionismus jedoch könnten das Wachstum schnell bremsen. Dann würden auch die Kapitalzuflüsse ausländischer Investoren vermutlich versiegen ein Szenario ähnlich wie nach der der Asienkrise, als 1999 s Wachstumsrate auf 4,8% sank. In einem Umfeld von Reformstau und versiegenden ausländischen Geldern könnte sich s Wachstumsrate bei 4-5% p.a. festfahren. Momentan sieht es so aus, als habe den richtigen reformpolitischen Weg eingeschlagen. Politische Entscheidungsträger orientieren sich an der Politik der Nachbarn. Im Allgemeinen ahmt das Land s Transformationsweg nach. Es schaut jedoch auch nach, das sich erfolgreich zum beliebtesten Urlaubsziel Südostasien entwickelt hat und ein Drehkreuz für den internationalen Flugverkehr geworden ist. Auch möchte seine großen Staatsunternehmen zu so genannten National Champions aufbauen, möglicherweise nach dem Vorbild der südkoreanischen Chaebols. All diese Ziele müssen in eine umfassende politische Rahmenstrategie eingebunden werden. In diesem Zusammenhang ist es als positiv zu werten, dass die Regierung offener gegenüber Beratung von außen geworden ist, d.h. politische Maßnahmen werden mit internationalen Organisation wie dem IWF oder der Weltbank, aber auch mit ausländischen Vertretern der Privatwirtschaft diskutiert. 4. Die Bevölkerung Jung und ambitioniert Mit ca. 85 Mio. Einwohnern (ähnlich wie in Deutschland) ist hinter (254 Mio.) und den (90 Mio.) das drittgrößte asiatische Schwellenland ( und ausgenommen). Andere Schwellenländer mit ähnlicher Bevölkerungsgröße sind Mexiko (108 Mio.), Ägypten oder die Türkei (beide ca. 75 Mio.). Viet- 1 2 Siehe Bergheim (2005). Man beachte jedoch, dass bei der ursprünglichen Modellschätzung von Formel-G nicht mit dabei war, weil es Schwierigkeiten mit der Datenlage gab. Da die Wachstumsprognose von 5,7% auf geschätzten Daten beruht, ist die statistische Fehlertoleranz höher als bei der ursprünglichen Schätzung, die und mit einbezog. Im jetzigen Fünfjahresplan wird bis 2010 ein Pro-Kopf-Einkommen von USD bis und ein durchschnittliches jährliches BIP-Wachstums von 7,5-8% angestrebt. Siehe MPI, Socio-Economic Development Plan August

6 Aktuelle Themen 393 Die relative Größe der Diaspora ist größer als die s Diaspora, in % der Bevölkerung des Heimatlands Quellen: verschiedene öffentliche Beiträge/Artikel Private Geldüberweisungen sind wichtig Geschätzte Überweisungen für 2006, in % des 2005er BIP * Pakistan Mexiko Polen *DB Research-Schätzung. Quelle: The Economist, Nov. 25, nams Bevölkerung ist sehr jung; das Medianalter beträgt nur 25 Jahre, ähnlich wie in und weit jünger als s 33 Jahre. Da die vietnamesische Regierung die Zwei-Kind-Familie fördert, wird die vietnamesische Gesellschaft vermutlich etwas schneller altern als die indische, sie wird jedoch nicht mit den durch die Ein-Kind- Politik geschaffenen demographischen Problemen s kämpfen müssen. Die Volkwirtschaft genießt eine demographische Dividende und die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter wird weiter mit 1-2% im Jahr wachsen im Gegensatz zu, wo diese abnehmen wird (Grafik 7). Die Entwicklung verläuft also ähnlich wie in und ist ein Haupttreiber für das künftige Wirtschaftswachstum. Die Anzahl der Erwerbspersonen wird bereits auf 40 Mio. geschätzt und wächst stetig weiter. Diese junge Gesellschaft ist offen für Veränderungen und weite Teile sind von Unternehmergeist erfüllt. Ferner hat diese Nachkriegsgeneration ein relativ positives Bild von den USA und mehrere Auswanderungswellen haben enge Bindungen an Nordamerika, Frankreich, Deutschland und Australien geschaffen. Man trifft nicht selten Familien an, wo mindestens ein Familienmitglied im Ausland lebt. Potenzial der Diaspora nutzen Laut offiziellen Schätzungen leben ungefähr 3 Mio. esen im Ausland, zumeist in Nordamerika oder Westeuropa (informelle Schätzungen sind etwas höher und sprechen von ca. 5 Mio. Auslandsvietnamesen). Dies ist eine winzige Gruppe, verglichen mit den Mio. im Ausland lebenden Indern oder den Mio. Auslandschinesen 3. Im Verhältnis zur inländischen Bevölkerung gesehen ist die vietnamesische Diaspora mit 3,6% jedoch recht groß; sogar größer als die indische Diaspora mit ungefähr 2,3% der Bevölkerung s. Die chinesische Diaspora ist jedoch mit 5% noch größer (siehe Grafik 8). Private Transferzahlungen der Diaspora helfen, den inländischen Konsum anzukurbeln und erreichten 2006 im Falle von geschätzte 9,5% des BIP eine Zahl, die nur noch von den übertroffen wird (siehe Grafik 9). Es ist unumstritten, dass die im Ausland lebenden Inder eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einzelner Branchen der indischen Wirtschaft gespielt haben und dass zurückgekehrte Auslandschinesen das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften deutlich verbessert und einen wichtigen Beitrag zum politischen Entscheidungsprozess geleistet haben. Die vietnamesische Regierung hat lange gezögert, das Potenzial der vielen Auslandsvietnamesen bzw. Viet Kieu zu nutzen; jedoch hat man mittlerweile erkannt, dass diese einen Zugang zu diversen Netzwerken der internationalen Geschäftswelt ermöglichen und internationalen Wissenstransfer erleichtern können. Daher hat sich die vietnamesische Regierung in den letzten Jahren sehr darum bemüht, die vietnamesische Diaspora stärker in den wirtschaftlichen Entwicklungsprozess einzubinden. Kleine, aber wachsende Mittelschicht Die Mittelschicht ist mit geschätzten 10% der Bevölkerung noch recht klein, aber ist zunehmend bereit, ihre Statussymbole offen zur Schau zu stellen und mehr Einkommen für nicht lebenswichtige Konsumgüter auszugeben. Heute machen jedes Jahr ungefähr 1,5-2 Mio. esen eine Auslandsreise im Jahr 4, meistens in andere asiatische Länder (, Singapur,, und Chi- 3 4 Schätzungen für die Größe der einzelnen Diaspora beruhen auf Zahlenmaterial aus verschiedenen öffentlichen Beiträgen/Artikeln. EIU (2006b) August 2007

7 verstehen Gute sekundäre, schlechte tertiäre Ausbildung Schulbesuchsquote, % USA Deutschland Sekundärbereich Englischkenntnisse besser als die vieler Nachbarn Englischkenntnisse (0: gut - 10: schlecht) Taiwan Südkorea Quelle: PERC Umfrage Aug Hochqualifizierte Arbeitskräfte sind selten In % aller wirtschaftlich aktiven Personen Ausbildung mit Zertifikat Grundausbildung Ungelernte Arbeitskraft Tertiärbereich Quelle: WDI 100% 80% 60% 40% 20% 0% Quelle: CEIC na), aber auch in die USA oder nach Europa. Der Automobilbesitz steigt (geschätzte 5% der Bevölkerung besitzen ein Auto) und konzentriert sich im Luxusbereich (Limousinen und Geländerwagen). Allerdings könnten die schlechten Straßenverhältnisse ein weiteres Wachstum behindern. 5. Bildung, Bildung, Bildung!!! Allgemeine Grundbildung weit verbreitet Ein Pluspunkt für s hohes Wachstumspotenzial ist der gesellschaftliche Fokus auf Aus- und Weiterbildung. s Alphabetisierungsquote entspricht mit ca. 90% ungefähr der s und ist somit deutlich höher als die indische oder pakistanische Quote von 60% bzw. 50% zwei Länder, die sich auf dem gleichen Entwicklungsstand wie befinden. Auch bei der sekundären Schulbesuchsquote von 73% kann einige Nachbarn übertrumpfen (siehe Grafik 10). Die Offenheit des Landes für ausländische Einflüsse und die Abhängigkeit der Wirtschaft vom internationalen Handel könnten Gründe für die vergleichsweise (besonders verglichen mit ) besseren Englischkenntnisse vieler Erwerbstätiger sein (siehe Grafik 11). Zudem gibt es nicht wenige esen, die Deutsch sprechen (ihre Zahl wird auf ungefähr geschätzt; darunter befinden sich ca Akademiker, die in der ehemaligen DDR ausgebildet wurden und dort gearbeitet haben 5 ). Auch sollte erwähnt werden, dass die Frauenpartizipationsquote in recht hoch ist und das Land somit einen großen Teil seines Erwerbspersonenpotenzials ausschöpft. aber hochqualifizierte Arbeitskräfte sind rar und werden teuer Die Schulbesuchsquote für den tertiären Bildungsbereich (d.h. die Studierendenquote) ist jedoch sehr niedrig, da es sowohl an Universitätsplätzen als auch an Lehrkräften mangelt; mit 16% ist sie eine der niedrigsten Quoten in Asien (siehe Grafik 10). Daher sind höher qualifizierte Arbeitskräfte, die einen Universitätsabschluss oder eine spezialisierte Berufsausbildung besitzen, sehr rar (siehe Grafik 12). Dieser Fehlbestand führt dazu, dass einige Berufsgruppen ein jährliches Lohnwachstum von 30-50% 6 verzeichnen dies gilt besonders für Arbeitskräfte im Banken-, Finanz-, Rechnungs- und Personalwesen, aber auch für die (mittlere) Managementebene. Berichten zufolge versuchen Firmen diesen Engpass zu mindern, indem sie Arbeitskräfte aus anderen Ländern in einstellen (z.b. aus oder den ) oder Personal aus ihren asiatischen Niederlassungen nach verlagern. Auch wenn die Englischkenntnisse in generell besser sind als die seiner Nachbarn, sind diese absolut gesehen doch verbesserungswürdig. Ähnliches gilt für die Servicequalität im Hotel- und Gastronomiebereich. Zudem würden die Banken- und Finanzaufsicht sowie der allgemeine politische Entscheidungsprozess von besser ausgebildeten Fachkräften profitieren. Tatsächlich gibt es noch recht wenige vietnamesische Experten, die sich mit internationalen wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen und Stolpersteinen gut auskennen und s wirtschaftliche Interessen auf der internationalen Bühne repräsentieren und verteidigen können. 5 6 Auswärtiges Amt (2007). Bradsher (2006). 21. August

8 Aktuelle Themen 393 Exporte in die USA, Importe aus Bilaterale Handelsbilanz, Mrd. USD USA EU US BTA* Schon heute eine sehr offene Volkswirtschaft Exporte + Importe (Güter & Dienstleistungen), % des BIP Südkorea Willkommen USA auf der Hut vor *Bilaterales Handelsabkommen mit den USA. Quelle: IMF Direction of Trade Statistics Quelle: DB Research 14 Es gibt auch einige interessante politische Aspekte in der Beziehung zwischen und seinen ehemaligen Kriegsgegnern. In der breiten Bevölkerung gibt es zumeist eine recht positive Einstellung zu den USA; dies ist hilfreich für immer enger werdende Handelsbeziehungen und für weitere Investitionsflüsse. Auf der anderen Seite möchte die USA als Verbündeten gegen gewinnen. Es gibt nun einige vorsichtige Versuche zur Zusammenarbeit auf militärischer Ebene. Handelsstreitigkeiten jedoch haben die bilateralen Beziehungen verkompliziert. Andererseits könnte man meinen, dass und natürliche Verbündete seien, mit ihren äußerst ähnlichen politischen Systemen und wirtschaftlichen Transformationswegen. So wird ein regelmäßiger Austausch von Zentralbankmitarbeitern auf mittlerer Management-Ebene beobachtet. Andererseits wird s Aufstieg in auch mit Misstrauen beäugt. Ein deutlich besserer Bildungsstand ist also erstrebenswert. s gesellschaftliches Credo für eine gute Schulbildung und die Tatsache, dass Bildung jüngst ein Schwerpunktthema der Regierungspolitik geworden ist, sollten hier sichtbare Verbesserungen ermöglichen. 6. Blühender Handel Ehemals Feinde, heute wichtigste Handelspartner Bis Mitte der 90er Jahre war durch seine Regierungspolitik und durch das US-Embargo sehr von der Außenwelt isoliert. Als die Reformen der Doi Moi-Politik, die 1986 eingeführt wurde, langsam Früchte trugen und die Clinton-Regierung die amerikanisch-vietnamesischen Beziehungen normalisierte, blühte der vietnamesische Handel langsam auf. Das bilaterale Handelsabkommen mit den USA, welches 2001 in Kraft trat, verschaffte vietnamesischen Exporteuren den Zutritt zum weltweit größten Absatzmarkt. Die USA wurden bald zum größten vietnamesischen Exportmarkt und das bilaterale Handelvolumen mit den USA überholte das mit der EU (lange Zeit s größter Handelspartner). s Aufstieg zur Wirtschaftsmacht beeinflusste ebenfalls s Handel wurde das Reich der Mitte zum größten Handelspartner s. Interessanterweise sind s Handelsbeziehungen mit ein Spiegelbild seiner Handelsbeziehungen mit den USA und der EU; hat ein Handelsbilanzdefizit mit (siehe Grafik 13): Es führt Textilien, Spielzeug, Motorräder, Fernseher und Radios aus ein, während es hauptsächlich Agrarprodukte, Gummi sowie Fisch und Meeresfrüchte dorthin exportiert. wurde somit eines der letzten Mitglieder in der asiatischen Riege aus kleinen, offen Volkswirtschaften, deren BIP-Wachstum sich hauptsächlich auf ein hohes Exportwachstum und hohe Investitionen stützt. Als das Land Januar 2007 der WTO beitrat, betrug die Summe der vietnamesischen Ein- und Ausfuhren 150% des BIP (siehe Grafik 14) eine viel höher Quote als in, oder sogar. wird sich voraussichtlich weiter ins Welthandelsgefüge integrieren und Exporte werden weiter einer der Hauptwachstumstreiber bleiben. Es gibt jedoch einen Haken: exportiert hauptsächlich Rohstoffe oder Exportgüter mit geringer Wertschöpfung. Auch wenn der Anteil der Erzeugnisse der verarbeitenden Industrie gestiegen ist und nun 50% aller Güterexporte ausmacht, bestehen diese hauptsächlich aus Kleidung und Textilien, Schuhwerk und Möbelstücken. Die Frage, die sich daher aufdrängt, ist, ob in der Lage sein wird, auch eine verarbeitende Industrie mit höherwertigeren Erzeugnissen aufzubauen und seine Exportbasis zu diversifizieren, um nicht allzu sehr von den Launen der internationalen Rohstoffmärkte abhängig zu sein. 7. Mehr Investitionen werden benötigt Ähnlich wie in spielen in Investitionen eine Schlüsselrolle in der wirtschaftlichen Entwicklung. Zwar ist die vietnamesische Investitionsquote von 33% des BIP (siehe Grafik 15) geringer als die s, aber höher als die vieler anderer Nachbarländer. Dennoch hat weiterhin einen sehr hohen Bedarf an Investitionen, besonders im Infrastrukturbereich. Unzureichende Stromerzeugung, überfüllte Häfen und schlechte Straßenverhältnisse deu August 2007

9 verstehen Investitionsquote soll auf 40% steigen Investitionsquote, % des BIP Südkorea Deutschland WTO-Beitritt lockt Auslandsinvestoren zurück Gesamte (angemeldete) Auslandsinvestitionen, Mrd. USD Viel Entwicklungshilfe USA Quelle: DB Resesarch s Investitionseffizienz ist schlechter als die der Nachbarn ICOR (Incremental Capital Output ratio)* *Benötigte Investitionseinheiten für eine zusätzliche Einheit Wachstum. Quelle: DB Research Quelle: CEIC 17 Entwicklungshilfe spielt beim Aufbau der öffentlichen Infrastruktur in eine wichtige Rolle. Da sich als Musterschüler bei der Armutsbekämpfung erwiesen hat, sind die Mittelzuflüsse internationaler Entwicklungshilfeorganisation relativ großzügig gewesen (seit Anfang dieses Jahrzehnts betrugen die jährlichen angekündigten Zuflüsse USD 2-3,5 Mrd. bzw. bis zu 5% des BIP; 2005 erreichten die tatsächlichen Zuflüsse USD 1,8 Mrd.). Man erwartet, dass auch weiterhin Zuflüsse an Entwicklungsgeldern in den genannten Größenordnungen bekommen wird ten auf eine Vielzahl von Infrastrukturengpässen hin 7. Die Stromversorgung hinkt weit hinter der Nachfrage her, Stromausfälle sind keine Seltenheit. Wenn diese Engpässe nicht bald behoben werden, könnten sie das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen. Daher plant die Regierung, die Investitionsquote bis 2010 auf 40% des BIP 8 (bzw. um insgesamt USD 140 bn 9 ) anzuheben. Leider ist die Investitionseffizienz, gemessen an der Incremental Capital Output Ratio, kurz ICOR 10, über die Jahre hinweg gesunken und ist nun mit 4,2 sogar schlechter als die s (3,7) oder die s (3,3; siehe Grafik 16). Ein Grund könnte die weit verbreitete Korruption sein 11, aber ineffiziente Kapitalbereitstellung durch das noch recht unterentwickelte Finanzsystem spielt ebenfalls eine Rolle. Ausländische Direktinvestitionen (ADI) steigen rasant an Die ADI-Ströme nach waren Anfang dieses Jahrzehnts mit jährlichen (angekündigten) ca. USD 3 Mrd. relativ gering. In den letzten zwei Jahren hat sich mit steigendem Investoreninteresse das Blatt gewendet (siehe Grafik 17). Die (angekündigten) Zuflüsse für 2006 betrugen über USD 10 Mrd. (16% des BIP, USD 4,4 Mrd. flossen in dem Jahr tatsächlich ins Land 12 ). Nach inländischen Schätzungen, könnten die angekündigten ADI-Zuflüsse sich 2007 auf USD 30 Mrd. verdreifachen. Obwohl ausländische Entwicklungshilfegelder für durchaus großzügig ausfallen (siehe Box) und der vietnamesische Staat die internationalen Kapitalmärkte als Finanzierungsquelle entdeckt hat 13, hofft er dennoch darauf, dass ADI eine große Rolle bei der Erhöhung der Investitionsquote spielen werden 14. Der allgemeine Trend im ausländisch-investierten Wirtschaftssektor unterstreicht dies: Dieser Sektor spielt eine immer größere Rolle in der Volkswirtschaft und war 2006 für 17% der Wirtschaftsleistung verantwortlich (vor 10 Jahren waren es nur 6%). Japan ist der größte ausländische Investor in. Berichten zufolge ist die erste Wahl für japanische Firmen, die ein Engagement in haben, und (weitere) Investitionen in ein Drittland verlagern möchten 15. Singapur, Taiwan, Südkorea und Hong Man sollte jedoch nicht vergessen, dass in den letzten Jahren schon eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Infrastruktur zu verzeichnen ist. So gab es z.b nur 3 Geldautomaten im ganzen Land und viele Mobilfunkbetreiber wussten noch nicht einmal von der Existenz s. Heute gibt es in den Innenstädten der Großstädte an jeder Ecke einen Geldautomaten und der Zugang zu internationalen Mobilfunknetzen ist überhaupt kein Problem mehr. Siehe MPI, Socio-Economic Development Siehe IMF art. IV consultation (Nov 2006). 10 ICOR: Benötigte Investitionseinheiten für eine zusätzliche Einheit Wachstum; ein größerer Wert signalisiert eine Abnahme der Effizienz, d.h. man benötigt mehr Investitionen, um eine weitere Einheit an Output zu erzeugen. 11 Laut Schätzungen des Central Institute for Economic Management (CIEM) gehen 20-40% aller staatlichen Investitionen in Bauprojekte durch Schwund und Verlust verloren (Siehe IMF art. IV consultation (Nov 2006) oder Kazmin (13. Jan. 2007). 12 Schätzung der Weltbank. 13 Man sagt, dass seine erste ausländische Staatsanleihe im Oktober 2005 nicht aus finanzieller Notwendigkeit begeben hat, sondern, um das Land an den internationalen Finanzmärkten bekannt zu machen und somit mehr Research über zu fördern, so dass mehr internationale Investoren sich für das Land interessieren konnten. Die Anleihe wurde von den Märkten gut aufgenommen und wird teurer gehandelt als die Anleihen einiger Nachbarn mit ähnlichem Länderrisiko. 14 Der Fünfjahresplan strebt bis 2010 eine Investitionsquote von 40% an; 65% der dafür benötigten Mittel sollen aus inländischen Quellen stammen und 35% aus externen. Siehe MPI, Socio-Economic Development Masaki (2006). 21. August

10 Aktuelle Themen 393 Die größten ausländischen Investoren in ADI-Bestände (Stand Ende März 2007), Mio. USD Telefongebühren nicht mehr übermäßig hoch Internationales Gespräch (3 Min.), USD Peking Shanghai Jakarta Bangkok Hanoi HCM Stadt Manila Neu Delhi Bangalore Tatsächliche Investitionen Angemeldete Investitionen Japan Singapur Taiwan Südkorea Hongkong Niederlande Brit. Jungferninseln Frankreich Mauritius USA Großbritannien Kaimaninseln Quelle: Investment Review, April 16-22, Quelle: JETRO Umfrage für kong sind weitere große Investoren in. Große nichtasiatische Investoren sind die Niederlande, Frankreich, die USA und Großbritannien (siehe Tabelle 18). Deutschland ist immer noch ein sehr kleiner Investor in ; der Bestand deutscher Investitionen liegt nur bei USD 161 Mio. (Stand Q1 2007) 16. Chinesische Investitionen in haben rasch zugenommen, der Investitionsbestand beträgt nun über USD 245 Mio. (Stand Q1 2007) 17 ; die tatsächlichen Zahlen könnten allerdings noch höher sein, da es Anzeichen für zahlreiche inoffizielle Investitionen gibt, besonders in der Grenzregion. Die chinesischen Investitionsgelder fließen meistens in die Rohstoffindustrie (z.b. Kohle oder Bauxit) und in den Aufbau von Transportinfrastruktur zwischen und Südchina. Die ersten ausländischen Investoren in beklagten als Haupthindernisse für ein engagement die nicht vorhandene Zulieferindustrie und hohe Betriebskosten. Mit Verbesserungen in der allgemeinen Infrastruktur sanken die Betriebskosten (z.b. Telefongebühren) deutlich (siehe Grafik 19) und mit der weiteren Entwicklung der Volkswirtschaft wird aller Voraussicht nach auch der Aufbau einer Zulieferindustrie einhergehen. 8. Branchen von großem Investoreninteresse Leichtindustrie: Diversifizierung als Treiber s Produktionsstandortvorteil sind seine noch relativ geringen Lohnkosten (siehe Grafik 20), obwohl höher qualifizierte Arbeitskräfte, z.b. Manager, wie oben schon erwähnt zunehmend teuerer werden. Die Kombination aus einer äußerst fleißigen Arbeiterschaft, politischer Stabilität und einen relativ investorenfreundlichen Wirtschaftsumfeld macht das Land für viele Investoren attraktiv. Da Betriebskosten und Mitarbeiterfluktuation in und weiter steigen, suchten zahlreiche Investoren nach alternativen Standorten. Der Wunsch nach einer Diversifizierung von Produktionsstandorten spielt auch eine Rolle. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) finden attraktiv. Die Schuh- und Textilindustrie war eine der ersten Branchen, die das Potenzial s als Produktionsstandort entdeckt haben. Hauptexportziel für in gefertigte Kleidung sind die USA mit 56% aller Kleidungsexporte, gefolgt von der EU (19%) und Japan (11%) 18. In Erwartung des vietnamesischen WTO-Beitritts zogen die Ausfuhren von Kleidung 2006 mit ca. 30% Wachstum gg. Vj. rasant an 19. Auch der Auftritt der Schuhindustrie war so gut, dass vietnamesische Schuhexporte 2006 in die Anti-Dumping Maßnahmen der EU einbezogen wurden. Trotzdem stiegen im letzten Jahr Schuhexporte um 20% gg. Vj. 20. Nicht selten ist für Firmen der Standort für Massenproduktion, während spezialisierte, qualitativ hochwertige Bestellungen nach gehen. Es gibt auch eine kleine, aber aufstrebende Elektronik- bzw. IuK-Industrie in. Intels Ankündigung im Jahr 2006, für USD 1 Mrd. (dreimal mehr als die ursprünglich geplante Investition von USD 300 Mio. 21 ) 16 Investment Review (2007). 17 Investment Review (2007). 18 Weltbank (Juni 2006). 19 Die USA haben sich jedoch die Möglichkeit vorbehalten, auch nach dem WTO- Beitritt s Quoten einführen zu können. 20 Weltbank (Dez. 2006). 21 Kazmin (13. Nov. 2006) August 2007

11 verstehen esische Arbeitslöhne noch niedrig, aber Manager werden teuer USD Bangkok Jakarta Hanoi HCM Stadt Peking Manila Bangalore Neu Delhi Shanghai -Tourismus: Noch viel Aufwärtspotenzial Ausländische Besucher, Mio. Hongkong Singapur Südkorea Taiwan Pakistan Sri Lanka Monatslohn eines einfachen Arbeiters Monatsgehalt eines Ingenieurs der mittleren Führungsebene Monatsgehalt eines Managers der mittleren Führungsebene Quelle: JETRO Umfrage für Quelle: CEIC eine Niederlassung für Chipfertigung und Prüfung in aufzubauen, gilt als Beweis für s Attraktivität. IT Outsourcing: Noch im kleinen Rahmen Die Größe des vietnamesischen IT Outsourcing Sektors ist in keiner Weise vergleichbar mit der s. Angelockt von den niedrigen Lohnkosten und den vergleichsweise guten Englischkenntnissen, haben dennoch einige Firmen die Möglichkeit geprüft, Softwareentwicklungsprojekte nach zu verlagern. Lohnkosteninflation und hohe Mitarbeiterfluktuation in veranlassen viele Firmen, alternative Standorte wie, die oder auch in Erwägung zu ziehen. Laut Schätzungen von Industriebeobachtern sind die Löhne für vietnamesische IT-Entwickler 15-20% niedriger als die ihrer indischen Kollegen und die Mitarbeiterfluktuation beträgt weniger als 5% im Vergleich zu 35% in einigen indischen Städten 22. Die noch sehr geringe Größe des Wirtschaftszweiges kann zwar problematisch sein, aber mit mehr als 50% jährlichem Wachstum 23 in den letzten Jahren könnte sich dies schnell ändern. Die Gesamterträge des vietnamesischen Software Outsourcing Sektors werden auf USD 70 Mio. geschätzt 24. Es gibt heute über 600 Softwarefirmen in 25. Tourismus: ein Land mit verstecktem Charme ist seit langem ein Magnet für Rucksacktouristen und abenteuerlustige Reisende, aber in den letzten Jahren kommen auch mehr und mehr Pauschaltouristen nach, da immer mehr Hotelanlagen in Strandnähe eröffnet werden und das Land verstärkt als sicheres, erschwingliches, aber dennoch exotisches Reiseziel vermarktet wird. besitzt eine ca km lange Küste, die hauptsächlich aus Sandstränden besteht. Tourismuseinnahmen stiegen 2006 auf USD 3 Mrd. (5% des BIP) 26. In den letzten zehn Jahren konnte ein beachtlicher Zuwachs der Besucherströme verzeichnet werden: 1995 besuchten gerade mal 1,3 Mio. Touristen, 2006 waren es 3,6 Mio. Verglichen mit anderen asiatischen Staaten ist der Besucherstrom nach zwar noch verschwindend gering (siehe Grafik 21), das Wachstumspotenzial in der vietnamesischen Tourismusindustrie ist damit jedoch enorm, vorausgesetzt, dass besser geschultes Personal zur Verfügung steht. Infrastruktur: Ehrgeizige Projekte Wie schon erwähnt, sind noch viele Verbesserungen in der vietnamesischen Infrastruktur nötig; die Bauindustrie boomt. Besonders im Bereich Transportinfrastruktur (z.b. Flughäfen, Seehäfen) sind einige ehrgeizige Projekte geplant. Modernisierung und Bau sechs internationaler Flughäfen (einer davon soll Singapur und Bangkok das Wasser reichen können 27 ) stehen auf den Plan, daneben der Bau einer U-Bahn in Ho-Chi-Minh Stadt und einer Hochbahn in Hanoi. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Energiesektor. s Energiebedarf wird zu einem großen Teil aus Wasserkraft gedeckt (siehe Grafik 22), aber Dürreperioden im Norden können zu schmerzlichen Unterbrechungen in der Stromversorgung führen. Als Energieträger 22 Siehe Murray (2006). 23 VietNamNet Bridge (2006). 24 VietNamNet Bridge (2006). 25 Masaki (2006). 26 VietNamNet Bridge (2006). 27 BFAI (2006). 21. August

12 Aktuelle Themen 393 Wasserkraft als Hauptenergiequelle Energiequellen, % der vorhandenen Leistung Erdgas Wenig Reiche, aber Relation ähnlich wie bei Nachbarländern , , , , , , ,000 Hongkong Anzahl der USD-Millionäre in 2005 (links) Anteil an der Gesamtbevölkerung, % (rechts) Taiwan Singapur * Südkorea Wasserkraft Kohle Öl Andere Quelle: Energy Economist Quellen: Capgemini/Merrill Lynch World Wealth Report, EIU 23 Hohes Wachstumspotenzial im Bankensektor % des BIP, 2006 Bankeinlagen Bankkredite *Schätzung, beruht auf Zahlen des jüngsten IWF Art. IV. Reports. Quelle: CEIC werden Erdgas und zunehmend Kohle entdeckt. Bis 2010 plant die Regierung mit Hilfe ausländischer Investoren den Bau von sieben neuen Kohlekraftwerken, einem Erdgaskraftwerk und einem Atomkraftwerk 28. Der Bankensektor: Großes Wachstumspotenzial von niedriger Ausgangsbasis In den letzten Jahren ist die Aufmerksamkeit vieler Banken, die Ausschau nach neuen Wachstumsmärkten halten, auf gefallen. Es besteht ein großes Wachstumspotenzial, da nur 5-7% der Bevölkerung von 85 Mio. Menschen ein Bankkonto besitzen und Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen (mindestens 50% aller Zahlungsgeschäfte werden noch mit Bargeld durchgeführt). Zudem gibt es heute nur ca. 4 Mio. Kreditkartennutzer in (2005 waren es 1-2 Mio.) 29. Daher gelten momentan das Kreditkartengeschäft und das Privatkundengeschäft als die Wachstumsbereiche im Bankenmarkt. Laut Einschätzungen von Marktforschern beträgt das jährliche durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in Ho-Chi-Minh Stadt USD (dies wäre mehr als das Dreifache des landesweiten durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens). Die Anzahl der USD-Millionäre ist mit geschätzten noch sehr gering, insbesondere verglichen mit und Millionären in und. In Relation zur Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes jedoch weicht nicht allzu sehr von den indischen bzw. chinesischen Verhältnissen ab (siehe Grafik 23). Die Relation von Bankkrediten zum BIP ist mit geschätzten 70% für 2006 noch sehr niedrig (im Vergleich zu den asiatischen Nachbarn s), dies deutet auf ein beträchtliches Wachstumspotenzial hin (siehe Grafik 24). Der Haken ist jedoch, dass nur ungefähr ein Viertel der Bevölkerung s in Städten lebt. Das ist eine der niedrigsten Verstädterungsquoten in Asien (siehe Grafik 25), zwar ähnlich der s, aber um einiges niedriger als die s (40%). Ho-Chi-Minh Stadt bildet das größte Ballungsgebiet mit ca. 7 Mio. Einwohnern. Daher ist es für viele auf dem Land lebenden esen schwierig, Zugang zu Bankdienstleistungen zu bekommen. Die vietnamesische Regierung hat ausländischen Banken nur sehr vorsichtig Zugang zum inländischen Bankenmarkt gewährt. Laut WTO-Absprachen sollten ausländische Banken ab dem 1. April 2007 einheitliche Marktbedingungen vorfinden. Ausländischen Banken ist es nun erlaubt 100-prozentige Tochtergesellschaften in zu gründen, vorausgesetzt die Bank kann Aktiva von mehr als USD 10 Mrd. 32 aufweisen; auch können ausländische Banken nun unbegrenzt Einlagen in VND annehmen 33 und Kreditkarten ausgeben. Die Quote für ausländische Beteiligungen an einer vietnamesischen Bank wurde für einen einzelnen Investor auf 15% angehoben (dies ist weniger als die ursprünglich erhofften 20%), aber die Beteiligungsquote für die Gesamtzahl ausländischer Investoren in einer Bank ist bei 30% geblieben. Heute sind 28 ausländische Banken in 28 BFAI (2006). 29 Laut Schätzungen von Bankiers in. 30 McCool (2006). 31 EIU (2006a). 32 Gründungen von ausländischen Bankfilialen waren bereits erlaubt, vorausgesetzt, die Muttergesellschaft konnte Aktiva von über USD 20 Mrd. aufweisen; zudem ist es möglich, Joint Ventures einzugehen. 33 Einige Einschränkungen hinsichtlich Sichteinlagen bei ausländischen Bankfilialen in VND von vietnamesischen natürlichen Personen, die keine Kreditbeziehung zu der jeweiligen Bank unterhalten, könnten bis 2011 noch bestehen August 2007

13 verstehen Geringe Verstädterung erschwert Zugang zu Bankdienstleistungen Stadtbevölkerung, % der Gesamtbevölkerung, 2005 Südkorea Pakistan Sri Lanka s Bankensektor 5 Staatsbanken 2 Policy Banks Quelle: WDI 31 Städtische Joint-Stock Banks 4 Ländliche Joint-Stock Banks 5 Joint-Venture Banken 28 Ausländische Banken (einige mit 2 Filialen) 21 Finanzierungs- & Leasinggessellschaften > 900 Kreditkooperativen 25 Quellen: State Bank of, (letzte verfügbare Daten), EIU 26 tätig und mehrere von ihnen haben sich an vietnamesischen Banken beteiligt bzw. angekündigt, dies zu tun (siehe Anhang 1 und 2). 9. Reformen im Bankensektor schreiten voran Mehr Markteilnehmer, härterer Wettbewerb Das vietnamesische Bankensystem wird von den staatlichen Geschäftsbanken dominiert (es gibt vier große und eine kleinere Staatsbank, siehe Tabelle 27), die einen Markanteil von ca. 70% (aller Kredite) auf sich vereinigen. Den restlichen Markt teilen sich 36 städtische und ländliche Joint-Stock Banks (JSBs), d.h. Banken in Form von Aktiengesellschaften prinzipiell private Banken, die aber oft eine staatliche Einheit als Hauptaktionär haben können 34 und einen Marktanteil von 15% besitzen, sowie 28 ausländische Banken und 5 Joint-Venture Banken (siehe Tabelle 28) mit einem Marktanteil von weiteren 15%. Trotz des überfüllten und fragmentierten Zustands des vietnamesischen Bankenmarkts gibt die vietnamesische Zentralbank, die State Bank of (SBV), immer noch Geschäftslizenzen für neue Banken aus (ca. 10 neue Banken warten momentan auf eine Lizenz), während Richtlinien für Übernahmen im Bankensektor relativ unklar bleiben. Die Strategie vietnamesischer Banken konzentriert sich eher auf die Erweiterung von Marktanteilen als auf die Erwirtschaftung von Gewinnen. Daher ist der Wettbewerb im Bankenmarkt sehr hart geworden; dies gilt insbesondere für den Bereich der JSBs, wo die einzelnen Banken eher klein sind und sich alle auf die Vergabe von Krediten an Privatkunden und an KMUs konzentrieren. Es gibt jedoch auch einige Initiativen zur Zusammenarbeit, z.b. Banknet, das Bankautomaten verschiedener Banken miteinander verbindet. Die Staatsbanken* Abkürzung Name Grundkapital, Mrd. VND Vietcombank The Bank of Foreign Trade Incombank alias Industrial and Commercial Bank ICBV Agribank alias BARD or VBARD The Agriculture and Rural Development Bank BIDV Bank for Investment and Development The Mekong Delta Housing Development Bank 768 *Es gibt auch 2 Policy Banks: Die Bank for Social Policies und die Development Bank. Quelle: SBV (letzte verfügbare Daten) Oft wird das Gründungskapital für JSBs von einer Gruppe, die aus Staatsbanken, Staatsunternehmen, privaten Firmen und Geschäftsleuten bestehen kann, bereitgestellt. 21. August

14 Aktuelle Themen 393 Joint-Venture Banken Name Zentrale Ausländische(r) Partner Einheimischer Partner VID Public Bank Hanoi Public Bank Berhad () BIDV Indovina Bank HCMC Cathay United Bank (Taiwan) ICBV ShinhanVina Bank HCMC Shinhan Bank (Südkorea) Vietcombank VinaSiam Bank HCMC Siam Commercial Bank PCL & Charoen Pokphand Group () -Russia Bank VBARD Hanoi Vneshtorgbank (Russland) BIDV Quelle: Firmenwebseiten 28 Mindestreserven asiatischer Bankensektoren %, 2005 Singapur Hongkong Südkorea Taiwan * *DB Research-Schätzung. Quelle: Moody s 29 Enormer Kapitalbedarf führt zu Anleihen- und Aktienemissionen Laut Schätzungen gibt es nur wenige vietnamesische Banken, die die vom Basel I Abkommen vorgegebenen Mindestkapitalanforderungen von 8% erfüllen könnten. Das vietnamesische Bankensystem ist unterkapitalisiert, sowohl in absoluter Hinsicht als auch im asiatischen Vergleich (siehe Grafik 29). Seit 2001 (als das Mindestkapital bei den Staatsbanken auf 4% oder weniger gesunken war) sind einige Fortschritte bei der Restrukturierung und Rekapitalisierung der Staatsbanken zu verzeichnen; zwischen 2001 und 2005 gab es staatliche Kapitalspritzen in Höhe von insgesamt ca. VND 10,4 Billionen. Heute beträgt das Mindestkapital der Staatsbanken 4-6% 35, bei den JSBs ist es im Durchschnitt etwas höher. Die SBV hat nun Mindestgrundkapitalanforderungen (so genanntes Minimum Chartered Capital ) für Banken herausgegeben: JSBs müssen bis 2008 ein Mindestgrundkapital in Höhe von VND 1 Billionen (USD 60 Mio.) und bis 2010 von VND 3 Billionen (USD 185 Mio.) besitzen 36. Laut Schätzungen würde heute vielleicht die Hälfte aller JSBs diese Bedingung erfüllen (siehe auch Anhang 2). Wenn dem so ist, müssten JSBs sich zusätzliche Finanzmittel in Höhe von VND Billionen (USD 0,6 1 Mrd.) 37 verschaffen. Staatsbanken müssen bis 2008 ein Mindestgrundkapital in Höhe von VND 3 Billionen besitzen 38. Schätzungsweise werden die Staatsbanken voraussichtlich VND Billionen (USD 1,8-3 Mrd. 39 ) zusätzlicher Finanzmittel benötigen, um bis 2010 die Basel I-Vorgaben erfüllen zu können (Stand Q3 2006). Seit letztem Jahr haben JSBs angefangen, mittels Emissionen lokaler Anleihen und Börsengänge (und auch durch Anteilsverkäufe an ausländische Partner (siehe Anhang 2)) ihre Kapitalbasis zu erhöhen. Die so genannte Equitisierung der Staatsbanken ist geplant 40, 35 Das Mindestkapital bei der Vietcombank könnte schon 8% erreicht haben, da die Bank Pläne für einen Börsengang hat. 36 Dies gilt auch für Joint Venture Banken und ausländisch-investierte Banken; siehe Weltbank (Dez. 2006). 37 MacCana (2006). 38 Weltbank (Dez. 2006). 39 MacCana (2006). 40 Equitisierung bedeutet die Umwandlung eines Staatsunternehmens in eine Art Aktiengesellschaft und die Veräußerung eines Teils des staatlichen Anteils der erste Schritt hin zu einer Börsennotierung August 2007

15 verstehen Hohes inländisches Kreditwachstum Inländisches Kreditwachstum, durchschnittliches Wachstum , % Pakistan Sri Lanka Südkorea Taiwan Hongkong Singapur Kredite in ausländischer Währung Treiber des letzten Kreditbooms Kreditwachstum, % gg. Vj Alle Kredite Kredite der Staatsbanken Quelle: DB Research Kredite in ausländischer Währung Kredite in ausländischer Währung an Staatsunternehmen Quelle: CEIC 31 die Vietcombank (VCB), soll dieses Jahr als erste an der Reihe sein. Die Regierung will Mehrheitsanteilseigner an den Staatsbanken bleiben (mit einem Anteil von mindestens 51%). Interessanterweise planen die Staatsbanken zuerst einen inländischen Börsengang, bevor sie Anteile (von 10%) an ausländische Partner verkaufen und einen internationalen Börsengang in Singapur oder Hongkong anstreben. Kreditrisikobewertung steckt noch in den Kinderschuhen Das wahre Ausmaß an faulen Krediten im Bankensektor ist unbekannt, Schätzungen reichen von 15 bis 20% des BIP 41, ein Erbe der politisch gesteuerten Kreditvergabe. Faule Kredite bei den JSBs werden offiziell auf unter 4-5% geschätzt, da diese nicht so stark von der politisch gesteuerten Kreditvergabe betroffen waren. Es gibt keine offiziellen Zahlen für die Anzahl der faulen Kredite bei Staatsbanken, aber man nimmt an, dass diese deutlich höher liegen. Rasantes Kreditwachstum in den letzten Jahren (mit 30-40% gg. Vj. die höchste Wachstumsrate in ganz Asien; siehe Grafik 30) könnte zu weiteren faulen Krediten führen. Aufgrund dieser Situation versuchen staatliche Stellen nun, das Kreditwachstum zu bremsen mit unterschiedlichem Erfolg. Der Risikoappetit der Staatsbanken wurde erfolgreich gedämpft (das Kreditwachstum bei den Staatsbanken wird momentan auf 10-15% gg. Vj. geschätzt), aber höheres Einlagenwachstum bei diesen Banken hat zu einer Häufung von Überschussliquidität geführt, welche von den Staatsbanken am Interbankenmarkt an ressourcenarme JSBs weiter verliehen wird. Dies ermöglicht ein weiterhin rasantes Kreditwachstum bei den JSBs (bei einigen in Höhe von 30-60% gg. Vj.). Kredite sind zumeist durch Grundstücke, Fabrikanlagen und Gerätschaften besichert, aber die Pfändungsgesetzeslage ist noch recht undurchsichtig. Ferner hat der Grad der Dollarisierung im Bankensystem in den letzten Jahren wieder zugenommen; ein Viertel aller Kredite ist nun in ausländischer Währung. Im Gegensatz zum Kreditvergabeboom 1999/2000 wuchsen Kredite in ausländischer Währung (hauptsächlich an Staatsunternehmen) schneller an als die Kreditvergabe insgesamt (siehe Grafik 31). Die de facto feste Wechselkursanbindung an den USD seit Ende 2004 mag ein Faktor sein, der diese Entwicklung begünstigt hat. Dollarisierung kann die Verwundbarkeit eines Bankensystems gegenüber Schocks erhöhen, besonders dann, wenn unklar ist, ob das Währungsrisiko durch die Kreditnehmer adäquat abgesichert wurde und ob der Staat ausreichende Ressourcen besitzt, um (in USD) verschuldeten Staatsunternehmen im Falle eines Falles unter die Arme zu greifen. Die Regierung versucht, die Kreditvergabe für Aktiengeschäfte zu stoppen, aber die Zweckverwendung eines Kredits ist oft nicht bestimmbar. Auch sind Banken eigentlich angehalten, keine Kredite an ihre Wertpapierfirmen zu vergeben. Die Banken können dies jedoch umgehen, indem sie das Geld anderen Banken leihen, die wiederum das Geld an die Wertpapierfirma der ersten Bank verleihen. Weitere Reformen und ein schnelleres Reformtempo nötig Der IWF veranschlagt für die Kosten einer Bankenreform in 15-20% des BIP und betont, dass ein schnellerer Reformprozess notwendig ist, um die staatlichen Eventualverbindlichkeiten gering 41 Schätzungen des IWFs für die Analyse zur Tragfähigkeit des Schuldenstands. 21. August

16 Aktuelle Themen 393 Zinsmargen in relativ gering Kreditzinsen Einlagensätze (letzter verfügbarer Wert), Bp. Hongkong Singapur Taiwan Südkorea s Aktienmarkt Quellen: IFS, CEIC 32 2 Handelszentren (Ho-Chi-Minh Stadt, Hanoi) 107 Börsennotierte Firmen 55 Wertpapierfirmen 18 Fondsmanager 6 Depotbanken 1 Designierte Bank für den Zahlungsausgleich Quelle: State Securities Commission, letzte verfügbare Daten 33 zu halten. Eine realistische Bewertung der faulen Kreditaltlasten ist Voraussetzung, um die Größe des Problems genau bestimmen zu können und Lösungswege zu finden. Zurzeit konzentrieren sich die Reformen im Bankensystem auf eine Verbesserung des Informationsflusses, der Offenlegungsvorgaben und der noch recht intransparenten Buchhaltungs- und Klassifizierungsstandards. Das international gebräuchliche 5-stufige Risikoklassifizierungsschema für Bankkredite wurde bereits eingeführt, aber die Umsetzung hinkt noch hinterher. Es gibt Pläne für ein Kreditbüro für Privatkunden, das mit Hilfe der International Financial Corporation (IFC) einer Tochter der Weltbank, die sich auf die Entwicklung des Privatsektors spezialisiert aufgebaut werden soll. Auch ist geplant, dass vietnamesische Banken bis 2010 alle Basel I-Vorgaben erfüllen sollen. Ferner sollten Banken verstärkt Möglichkeiten für Provisionsgeschäfte ins Auge fassen, um ihre Einkommensbasis zu diversifizieren und zu vergrößern, und auch, um dem nächsten Abwärtstrend im Kreditzyklus besser standhalten zu können. Zurzeit stammen die Erträge vietnamesischer Banken zumeist aus der Zinsmarge, die relativ klein ist verglichen mit der asiatischer Nachbarländer (siehe Grafik 32). Den Geschäftsleitungen von Staatsbanken sollte mehr operative Selbstbestimmung gewährt werden, damit diese Entscheidungen auf wirtschaftlicher und gewinnorientierter Basis, ohne politische Einflussnahme, fällen können. Zum Beispiel wurden im Jahr 2006 Banken, insbesondere Staatsbanken, immer noch aufgefordert, ihre Einlagensätze einheitlich festzulegen, um einen weiteren rasanten Anstieg der Sätze und eine damit einhergehende Minderung der Margen zu vermeiden. Auch aufsichtrechtliche Reformen sind geplant. Der offizielle Fahrplan für den Bankensektor sieht eine Reorganisation der Beziehung zwischen der SBV und den staatlichen Geschäftsbanken vor. Momentan ist die Zentralbank sowohl Aufsichtsbehörde als auch Miteigentümer der Staatsbanken. Diese Situation kann zu Interessenskonflikten führen 42. Die vorgeschlagenen Änderungen der Zentralbankstatuten sehen eine Eliminierung der Eigentümerrolle vor, so dass die Zentralbank nur noch für die Geldpolitik und die Bankenaufsicht zuständig ist 43. Auf längere Sicht ist auch der Aufbau einer unabhängigen Finanzaufsichtsbehörde geplant. Zurzeit ist die Aufsicht sehr stark regelbasiert und es gibt nur eine sehr eingeschränkte Beurteilung von Kreditrisiken und operativen Risiken (z.b. bei der Zulänglichkeit von Kreditvergabeprozessen oder des Risikomanagements). Zu guter Letzt sollte die Bankenaufsicht auch verstärkt das Risiko von aufkommenden Eventualverbindlichkeiten und Off- Balance-Sheet-Risiken der Banken (z.b. Garantien für Anleihen von Staatsunternehmen) im Auge behalten. 10. Rasante Finanzmarktentwicklung Winziger Aktienmarkt startet durch 2006 fiel die Aufmerksamkeit vieler Portfolioinvestoren auf den vietnamesischen Aktienmarkt, der die schon sehr hohen Renditen sei- 42 Es gibt auch eine Deposit Insurance Agency, eine Art Einlagensicherungsfond (Einlagen in VND in Höhe von bis zu VND 30 Mio. per Kunde per Bank sind darüber versichert), die unabhängig aufsichtrechtliche Pflichten ausüben kann, aber darauf angewiesen ist, dass die dafür benötigten Daten von der SBV bereit gestellt werden. 43 Siehe ADB Proposed Program Loan Document, Sept August 2007

17 verstehen s Aktienmarkt hat 2006 seine Nachbarn übertrumpft Index Jan 2006 = 100 (basierend auf Aktienindizeszeitreihen in USD) Sensex PSE Der Aktienhandel an der Börse in Ho- Chi-Minh Stadt Es gibt jeden Tag drei Handelsperioden mit einer Gesamtdauer von nur 70 Minuten und mit minütigen Pausen zwischendurch: 8:20 8:40 h Bestimmung des Eröffnungskurses 9:00 9:20 h Order Matching 10:00 10:30 h Bestimmung des Schlusskurses Handelsperiode für Anleihen von 10:30 11:00h Die Kauf- und Verkaufsorder, die per Hand eingegeben werden, werden am Ende jeder Handelsperiode abgeglichen, aber für die zweite Handelsperiode wird ein kontinuierliches Order Matching-System eingeführt. Der Abwicklungszeitraum für Aktien ist t+3, für Renten t+1. 0 Shanghai Jakarta Quelle: Bloomberg 34 s Marktkapitalisierung noch sehr gering Marktkapitalisierung (Stand Ende 2006), % des BIP Honkong Singapur Taiwan USA Japan Südkorea Deutschland * *Eigene Schätzung. Quellen: World Federation of Exchanges, DB Research 35 ner Nachbarn noch übertrumpft hatte (siehe Grafik 34) 44 ; die Rendite des Index betrug für das Jahr 142% (auf USD-Basis gemessen), die Rendite von s Shanghai Composite Index war mit 138% nicht weit entfernt, während die Rendite von s Sensex nur 49% betrug. Der vietnamesische Markt ist jedoch relativ teuer geworden; die Kurs-Gewinn-Verhältnisse einiger in Ho-Chi- Minh Stadt notierten Aktien werden auf 40-70x der erwarteten Gewinne geschätzt war ein großer Meilenstein für die Entwicklung des vietnamesischen Aktienmarkts, der in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnen konnte. Im Laufe des Jahres stieg die Zahl der börsennotierten Firmen von ca. 30 auf 106. Der tägliche Umsatz stieg auf USD 50 Mio. an 46. In Q existierten Wertpapierkonten (davon ca ausländische). Die Marktkapitalisierung stieg von weniger als 1% des BIP Ende 2005 ein Jahr später auf 15% bzw. USD 9 Mrd. 47 In der ersten Hälfte von 2007 erreichte sie 23% des (2006er) BIP. Einige Beobachter erwarten, dass die Markkapitalisierung bis 2010 auf USD 80 Mrd. anwachsen könnte 48. Verglichen mit seinen Nachbarn ist jedoch s Aktienmarktkapitalisierung in Relation zum BIP noch verschwindend gering; sie beträgt weniger als die Hälfte der s und liegt weit unter der s von 90% (siehe Grafik 35). Ausländische Anleger haben einen Marktanteil von ca. 30%. 90% der Anleger sind private inländische Investoren, die 50% der Werte halten. Insgesamt konnten -Fonds weltweit bis Mitte 2007 Zuflüsse in Höhe von ca. USD 6 Mrd. verzeichnen 49. Es gibt zwei Handelszentren in : Die Hauptbörse für den Handel aktiennotierter Firmen ist das Ho-Chi-Minh Security Trading Centre (das im Juli 2000 gegründet wurde und an der anfangs 2 Firmen notiert waren); die zweite Börse, das Hanoi Security Trading Centre (gegründet im März 2005) konzentriert sich auf kleine Firmen und Anleihen. Wertapapierfirmen sprießen wie Pilze aus dem Boden: Ende 2005 gab es nur 14, heute sind es 55. Joint-Ventures zwischen vietnamesischen und ausländischen Wertpapierfirmen sind erlaubt, aber der ausländische Partner darf nur einen Anteil von bis zu 49% halten (es ist geplant, dieses Limit bis 2012 auf 100% zu erhöhen). Investorenfreundlichere Regulierung Dem Ansturm auf s Börse liegt hauptsächlich ein offizieller Gesinnungswandel zu Grunde. Im Laufe des letzten Jahres lockerte die Regierung nach und nach Beschränkungen, um die Entwicklung des formalen Aktienmarkts (im Gegensatz zum relativ großen informalen Markt, der in auch OTC Markt genannt wird) voranzutreiben. Zuerst wurden im Oktober 2005 die Höchstgrenzen für ausländische Beteiligungen an einem börsennotierten Unternehmen (ausgenommen Banken) von 30% auf 49% erhöht. Ausländischinvestierte Unternehmen bekamen die Erlaubnis für eine Börsennotierung, und Taiwans Taya Electronic Wire and Cable Co. war die erste ausländisch-investierte Firma, die dies wahrnahm und im Februar 2006 an die Börse ging. In einem weiteren Schritt liefen steuer- 44 Anfang 2007 übertrumpfte der Schanghaier Aktienmarkt den vietnamesischen, als die vietnamesische Regierung versucht hatte, den Überschwang am Aktienmarkt etwas abzukühlen. 45 Schätzung von Marktbeobachtern in. 46 Kazmin (Feb. 2007). 47 Kazmin (Jan. 2007). 48 Herb (2006). 49 Kazmin (Juli 2007). 21. August

18 Aktuelle Themen 393 Eine Auswahl geplanter Equitisierungen 2007 Vietcombank, Mekong Delta Housing bank, Insurance Corporation, Tochtergesellschaften von National Shipping Lines (Vinalines) and Electricity of 2008 Mobile Telecom Services Company (Betreiber von Mobifone), Vinaphone, Airlines, Textile and Apparel Group, BIDV, Incombank 2009 Paper Corporation, Steel Corporation, Norther Foodstuff Corporation 2010 Agribank, Cement Corporation, Chemical Corporation Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) 36 liche Vergünstigungen für Firmen aus, die erst ab 2007 an die Börse gehen; dies führte Ende 2006 zu einem Ansturm von Börsengängen (allein im Dezember 2006 gab es 49 Börsengänge). Das neue Wertpapiergesetz, das seit Januar 2007 in Kraft ist, zielt darauf ab, das regulatorische Umfeld für den Wertpapierhandel in zu verbessern und mehr Transparenz und Offenlegung von Finanzdaten zu erreichen. Das Gesetz sieht eine Umwandlung des Ho-Chi-Minh Security Trading Centre in eine vollständige Börse vor, die auch Gerichtsbarkeit über die börsennotierten Firmen besitzen wird. Ferner wird eine Trennung zwischen Wertpapierfirmen und Vermögensverwaltern angestrebt und jede Firma ob nun börsennotiert oder nicht, die mehr als 50 Aktionäre besitzt, muss nun ihre Finanzdaten offenlegen. Mit diesem Schritt werden für Firmen am informalen Markt die gleichen Offenlegungsstandards wie am formalen Markt gelten dies ist somit ein Anreiz, gleich an der (fomalen) Börse zu notieren (Firmen schrecken nicht selten wegen der Offenlegungspflichten vor einem Börsengang zurück, da sie fürchten, wertvolle Geschäftsinformationen an Wettbewerber preiszugeben). Der nächste Reformschritt könnte eine Reform der Finanzmarktaufsicht beinhalten. hat eine State Securities Commission (staatliche Wertpapierkommission), die aber dem Finanzministerium unterstellt ist. Diese Situation kann zu Interessenkonflikten bezüglich der Aufsichtsrolle führen, da das Finanzministerium auch als Emittent von Wertpapieren auftreten kann. Größeres Wertpapierangebot in Aussicht Auf längere Sicht wird am Markt im Zuge von Börsengängen ehemaliger Staatsunternehmen ein größeres Wertpapierangebot erwartet. Bis 2010 obliegt es besonders den acht in strategischen Branchen neu gebildeten sog. Economic Groups (Wirtschaftsgruppen), die das Potenzial zu Global Players haben, aufzusteigen 50, das Wertpapierangebot am Markt zu steigern und somit für ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu sorgen. Ferner ist der so genannte OTC-Markt über dem zurzeit ca Firmen gehandelt werden (die Marktkapitalisierung wird auf das 5-10-fache des formalen Markts geschätzt) in naher Zukunft die wahrscheinlichste Quelle für neue Wertpapiere, die börsennotiert werden. Die Börse in Ho-Chi Minh Stadt erwartet bis Ende des Jahres börsennotierte Firmen (Stand Anfang des Jahres: 107). Aber die Equitisierung (d.h. die Umwandlung eines Staatsunternehmen in eine Art Aktiengesellschaft und die Veräußerung eines Teils des staatlichen Anteils der erste Schritt hin zu einer Börsennotierung) schreitet nur langsam und schrittweise voran und das Tempo könnte weit hinter den momentanen Erwartungen vieler Investoren zurückbleiben. Bis heute wurden ungefähr staatliche Unternehmen equitisiert 52. Nun spricht man davon, alle anderen Staatsunternehmen bis 2010 zu equitisieren 53, aber realistisch gesehen ist in diesem Zeitraum von den übrigen Firmen nur die Equitisierung von Firmen 54 wahrscheinlich. Der Branchenfokus liegt dabei auf dem Transportwesen, der Telekommunikation und dem Bankensektor (siehe Box 36). Die Regierung hat eine State 50 Hierbei handelt es sich um Baoviet (Versicherung), Vinacomin (Rohstoffsektor), VNPT (Telekommunkation), Vinashin (Seetransport), Vinatex (Kleidung und Textilien), EVN (Strom), Rubber Corporation, und Petrovietnam (Öl); siehe Weltbank (Juni 2006). 51 Institutional Investor (2006). 52 Robaschik (2007). 53 Siehe ADB Proposed Program Loan Document, Sep Weltbank (Juni 2006) August 2007

19 verstehen Der Rentenmarkt hat zwei verschiedene Segmente: 1. Ein längerfristiges Segment, wo generell Staatsanleihen mit einer Laufzeit von Jähren gekauft und gehalten werden. Hauptakteure sind Versicherer (Bao Viet, Bao Minh, Manulife, Prudential, AIG). 2. Ein kurzfristiges Segment, in dem Staatsanleihen mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren gehandelt werden. Hauptakteure sind die Staatsbanken (bes. VCB mit einem Marktanteil von 20%, BIDV 20%), große Joint-Stock Banks (Techcombank, VIB, Sacom, EAB, ACB) und ausländische Banken (DB Marktanteil 10-15%, HSBC: 10-15%, Citibank, Standard Chartered, ANZ). Quelle: DB Capital Investment Corporation (SCIC) mit Hilfe von Singapurs Temasek gegründet, die das aus den Equitisierungen hervorgegangene Kapital verwalten soll. Kleiner, aber aufstrebender Rentenmarkt Die Größe des vietnamesischen Rentenmarkts erreichte Ende 2006 ca. 13% des BIP 55. Es werden zurzeit ca. 500 Anleihen gehandelt und die vietnamesische Renditestrukturkurve reicht bis zu einer Laufzeit von 15 Jahren 56. Es gibt keine Höchstgrenzen für den Anteil an lokalen Anleihen, den ausländische Finanzinstitute halten dürfen 57. Der Rentenmarkt wird seit langem von Staatsanleihen (emittiert vom Finanzministerium) dominiert. Das Handelsvolumen ist mit täglichen USD Mio. noch relativ gering, und obwohl die Liquidität für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von weniger als 5 Jahren besser geworden ist, gibt es für längere Laufzeiten immer noch ein Liquiditätsrisiko. Die Größe einer Anleiheemission ist mit durchschnittlichen VND 700 Mrd. (USD 44 Mio.) auch noch relativ gering, da der Staat bei Anleiheemissionen (mit monatlichen 3-4 Emissionen) dem Motto nur so viel wie gerade nötig zu folgen scheint. Viele der staatlichen Anleihen dienen als Mittelaufnahme für Infrastrukturprojekte in den Bereichen Transportwesen, Bewässerung und Ausbildung. In letzter Zeit haben auch Städte (Ho-Chi-Minh Stadt und Hanoi) und Provinzen Anleihen emittiert, um ihre eigenen Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Der ehemalige Development Assistant Fund (DAF 58 ), heute umfirmiert zur Development Bank (VDB), war als Anleiheemittent am Markt, um längerfristige staatliche Investitionsprojekte zu finanzieren. Diese Anleihen besitzen eine Staatsgarantie. Auch wurden staatliche Rekapitalisierungsanleihen in Höhe von VND 9,7 Billionen (USD 600 Mio.) begeben, um die Staatsbanken zu rekapitalisieren 59. Man erwartet, dass das Angebot an Staatspapieren nicht abebben wird, da es weiterhin einen hohen Bedarf an Infrastrukturprojekten gibt. Offiziellen Plänen zufolge sind bis 2010 Emissionen in Höhe von USD 4 Mrd. vorgesehen. 60 Bedenkt man jedoch das heutige Ausmaß der Infrastrukturengpässe, könnte diese Zahl im Endeffekt deutlich höher liegen. Emissionen von Unternehmensanleihen haben in letzter Zeit stark zugenommen; große Firmen und Banken haben 2006 Anleihen in Höhen von USD 500 Mio. begeben. Einige Banken haben Wandelanleihen emittiert. Unter den großen Emittenten befanden sich Electricity of (EVN) und die Bank for Investment and Development of (BIDV), die Anleihen in Höhe von VND Mrd. (USD 63 Mio.) und VND Mrd. (USD 138 Mio.) begeben haben. EVNs Anleihe war die erste Unternehmensanleihe in mit einer Laufzeit von 10 Jahren und die erste VND- Anleihe, die auch ausländischen Investoren angeboten wurde. 55 Goel (2007) Für detaillierte Informationen zum vietnamesischen Rentenmarkt, siehe S. Goel. Bond Primer (Juli 2007). 56 Das Finanzministerium emittiert Anleihen mit Laufzeiten von 3,5, und 7 Jahren, die Development Bank (weniger liquide) emittiert Anleihen mit Laufzeiten von 2,3,5,10 und 15 Jahren. 57 Für Anleihen, die von ausländischen Investoren gehalten werden (mit Ausnahme von steuerbefreiten Anleihen), fällt eine Kapitalertragssteuer in Höhe von 0,1% des Nennwerts und des Kupons an, wenn der Kupon ausgezahlt wird. Bei Verkauf oder Übertragung einer Anleihe fällt eine weitere Steuerzahlung in Höhe von 0,1% des aktuellen Gesamtwerts an (siehe Goel, 2007). 58 Der DAF ist einer der größten Gläubiger in, mit ausstehenden Krediten in Höhe von 12% des BIP; die Hälfte davon ist durch Entwicklungshilfe finanziert. 59 IMF Art. IV Consultation (Jan 2006). 60 Institutional Investor (2006). 21. August

20 Aktuelle Themen 393 s Kapitalmärkte sind noch jung Da die Kapitalmärkte in sich erst entwickeln, befindet sich auch das infrastrukturelle und aufsichtsrechtliche Rahmenwerk noch im Aufbau. Das durchaus noch ausbaufähige Kapitalmarktwissen inländischer privater Anleger bereitet der Regierung Sorgen, insbesondere befürchtet sie Risiken übermäßiger Spekulation und Blasenbildung. Auch wenn Fundamentaldaten einen Teil des rasanten Anstiegs der Aktienkurse begründen, spielt Marktpsychologie doch eine bedeutende Rolle. Es überrascht daher nicht, dass so genanntes Herdenverhalten bei inländischen Privatanlegern weit verbreitet ist und der Handel am Markt häufig durch Gerüchte und nicht durch fundamentale Veränderungen getrieben wird. Eine Handvoll Blue Chips-Firmen bestimmt maßgeblich die Entwicklung des Aktienindex die 10 größten Firmen sind für 60% der Marktkapitalisierung verantwortlich. Eine angemessene Bewertung der börsennotierten Firmen kann problematisch sein, da Offenlegungsstandards noch verbessert werden müssen. Zurzeit werden Bilanzabschlüsse nur von inländischen Wirtschaftsprüfern geprüft, fallen verglichen mit den in hoch entwickelten Volkswirtschaften herrschenden Standards eher knapp aus und haben meistens keine detaillierte Anmerkungen. Auch gibt es einen großen Spielraum für Insiderhandel. Tägliche Preisschwankungsgrenzen von +/-5% für börsennotierte Aktien und Investmentfonds (aber nicht für Renten) sind vorgegeben, scheinen jedoch die rasante Kursentwicklung nicht zu bremsen. Alles in allem ist es verständlich, dass strengere Richtlinien und Vorgaben erwogen werden. 11. Es gibt noch viel zu tun Noch sehr schwacher Investorenschutz Index (höhere Werte bedeuten einen besseren Schutz) Deutschl. Taiwan Sri Lanka Südkorea Pakistan Japan USA Hongkong Singapur Quelle: World Bank Doing Business, Regulierung und institutioneller Rahmen müssen dringend verbessert werden s schwaches Rechtssystem und die allgemein niedrige Transparenz gelten als die größten Hindernisse für ein Engagement ausländischer Investoren in. Es gibt eine Fülle von Gesetzen und Regelungen, die von verschiedenen Ministerien und anderen staatlichen Stellen beschlossen werden und oft nicht zueinander passen. Überhaupt ist die Durchsetzung von Verträgen, Gesetzen und Vorgaben per se ein großes Problem. Die Pfändungsgesetzgebung steckt noch in den Kinderschuhen. Ein verständlicheres Steuersystem wäre wünschenswert. Auch der Investorenschutz in ist noch sehr schwach (siehe Grafik 37). Der gerichtliche Entscheidungsprozess kann sehr intransparent verlaufen. Die Interpretation von Gesetzen kann von Fall zu Fall verschieden sein und Gesetze können auch rückwirkend in Kraft treten. Im Gegensatz zu, das ein zusammenhängendes gesetzliches Rahmenwerk besitzt, ähnelt das vietnamesische Rechtssystem einem Wunderwerk der Flickkunst, das französische, russische, chinesische und andere Elemente aufweist. Leider gab es trotz der rasanten wirtschaftlichen Fortschritte der letzte Jahre keine maßgeblichen Verbesserungen beim Rechtssystem. Auch die allgemeine Informationstransparenz und die Qualität offizieller Daten muss dringend verbessert werden. Eine breitere und bessere Datenlage würde viel dazu beitragen, die Bereiche, die Reformen am nötigsten hätten, zu identifizieren. Zuletzt sollte auch der weit verbreiteten Korruption Einhalt geboten werden (siehe Grafik 38) August 2007

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