Regionale Eier-Vermarktung

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1 Regionale Eier-Vermarktung nachhaltig oder Modehype? DLG Forum Eurotier 13.November 2012 Hans-Peter Goldnick

2 Was erwartet Sie? Erläuterung des Themas Vorstellung des Referenten Einstieg ins Thema Diskussion der Thesen Konklusion

3 Regional / Regionalität bedeutet: Aus der einen (oder einer bestimmten) Region (aus der Region für die Region) oder regionale Spezialitäten.

4 Vermarktung bedeutet: Förderung des Absatzes von Produkten oder Dienstleistungen zur Unterstützung des Vertriebes unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse ausgewählter Märkte..

5 Regionale Vermarktung bedeutet: eine gemeinsame Marke für regional hergestellte Produkte zu erschaffen und diese Produkte innerhalb und außerhalb der Region zu verkaufen sowie dafür nötige Vertriebsstrukturen zu organisieren oder aufzubauen

6 Regionale Vermarktung ermöglicht regionalen Produzenten den Bekanntheitsgrad der eigenen Produkte zu erhöhen indem sie sich in einem Vermarktungsnetzwerk zusammenschließen und gemeinsam Vertriebsstrukturen zum gemeinsamen Vorteil nutzen.

7 Regionale Vermarktung heißt auch regionale Besonderheiten ins Bewußtsein der Bevölkerung zu rücken und damit die Region im Ganzen zu stärken.

8 Nachhaltig oder Modehype? Nachhaltig im Sinne von Bestand habend / von Dauer sein und eben nicht ein Erscheinung der Zeit.

9 Hans-Peter Goldnick Landwirt und Kaufmann Regionaler Vermarkter seit Inhaber des über 35 Jahren

10

11 Regionale Vermarktung seit 1937 Heute ein landwirtschaftlicher Spezialbetrieb Produktion und Vermarktung von Erdbeeren Eiern Spargel und Getreide

12 Regionale Vermarktung Was ist passiert?

13 Regionalität ist das neue Bio Nestle-Studie Emnid Umfrage im Auftag des BELV..und diverse weitere Erhebungen und Untersuchungen durch DLG, DBV und Verbraucherverbände

14 Regionalität schlägt Bio! Regionalität ist ein Megatrend! Der neue Platzhirsch im Supermarkt: Regio schlägt Bio! Wer es sich leisten kann, zahlt auch gerne mehr für regionale Produkte!

15 Regionalität ist für viele Deutsche das Thema Nr. 1 und wird Deutschland noch mindestens 10 bis 15 Jahre begleiten. Es bedient das gestiegene Bedürfnis nach Erdung, Authentizität und Qualität.

16 Deutsche fühlen sich in ihrer jeweiligen Region zum überwiegenden Teil wohl, lieben und identifizieren sich sogar in einem großen Maße mit ihr.

17 Das Thema Regionalität ist in den verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedlich fest verwurzelt und geprägt. Die differenzierte Wahrnehmung zwingt Lebensmittelproduzenten zu unterschiedlichen Positionierungsstrategien.

18 42 % der Deutschen stimmen folgender These zu: Interesse an Produkten aus meiner Region bringt auch Produktinteresse an Produkten aus anderen Regionen mit sich.

19 Regionalität ist ein Mega-Trend, in dem ein großes Potential an Wertschöpfung für Handel und Industrie steckt: Für 96 % der deutschen Handelsunternehmen ist das Thema Regionalität von zentraler Bedeutung. Es rangiert gleich hinter Kostendruck auf Rang zwei der wichtigsten Themen.

20 Warum wächst Regionalität? 1. Gegenbewegung zur Globalisierung 2. Trend zur Nachhaltigkeit 3. Suche nach Alleinstellung von Handel und Hersteller

21

22 Regionalität & Globalisierung Haupttreiber für Regionalität Abwehr gegen eine immer bedrohlicher empfundene Globalisierung (Skandale) Aber: Regionalität ist ohne Globalisierung nicht möglich Trend zur Nachhaltigkeit

23 Rund die Hälfte (48 %) aller Verbraucherinnen und Verbraucher achtet beim Einkauf darauf, dass Lebensmittel aus einer bestimmten Region kommen

24 Fast die Hälfte (45 %) aller Verbraucherinnen und Verbraucher kauft regionale Lebensmittel auf dem Wochenmarkt. Supermärkte sind mit Abstand die Hauptbezugsquelle (86 %). 41 Prozent der Befragten kaufen regionale Produkte direkt vom Bauern.

25 Hauptmotiv der Verbraucher: Sie haben Vertrauen zu den Landwirten aus der Region (83 %). Kurze Transportwege (80 %), positives Lebensgefühl (71 %), Arbeitsplätze in der Heimat sind für mindestens zwei Drittel (70 %) relevant

26 79 Prozent der Verbraucher wären bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben (10 % deutlich mehr, 69 % etwas mehr).

27 Na,das ist ja super!

28 Träumen Sie ruhig weiter!

29 Realität

30 Der Markt der Eier Rund 50 % werden nicht als Schaleneier gegessen. Rund 50 % der Schaleneier werden über die Discounter vermarktet. Nur 25 % des Marktvolumens verbleiben

31 Nur ¼ des Marktes und dann unterliegt dieser auch noch den anderen Trends: Welche Trends haben wir im Lebensmitteleinzelhandel? Welche ethischen Aspekte beeinflussen die Kaufentscheidungen der verschiedenen Konsumenten

32 ABC der Lebensmitteltrends Aktuelle Trends ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Altersgerecht - Animal welfare - Bäuerliche Produkte Bio - Call Food- Chilled Food-Clean Labelling - Co²-Footprint - Convenience food Delikatessen - Designer Food - Diät Linien - Domestic fair trade - Ethno food Fair trade Feinkost Female shift Food trucks Food-prosuming Fresh casual fruits to go Functional food Geschichte/Authenzität Glutenfrei Lactosefrei Handwerk - Halal Health claim Koscher Locavores (Nahesser) - Low meat Mood foot Myfood Natural food New fusion Personalsiert Pleasure food Regionalität Rückverfolgbarkeit Selber kochen Short labelling Slim food Slow food Snacking Social dining Sophisticated consumtion Trusted food Urban Gardening variety seeking Veggi Vollkorn - Wellnes

33 Abgestimmt wird täglich und zwar an der Kasse!

34 Abgestimmt wird täglich und zwar an der Kasse! Regional einkaufen ist auch eine Sache des Wohlstandes!

35 Abgestimmt wird täglich und zwar an der Kasse! Lediglich 40 % der Verbraucher sind qualitätsorientiert. = Mehr als 60 % der Verbraucher sind preisorientiert!

36 Abgestimmt wird täglich und zwar an der Kasse! Alle Ballungsgebiete in Deutschland sind darauf angewiesen, dass sie mit Waren beliefert werden. Wo sollen denn die Hühnerställe stehen und welcher Verbraucher toleriert sie dann da?

37 Abgestimmt wird täglich und zwar an der Kasse! Die Ernährungsgewohnheiten haben sich total verändert. Gemeinsame Mahlzeiten werden immer seltener. Eine ständig wachsende Gruppe nimmt mindestens eine Mahlzeit am Tag im Rahmen der Gemeinschaftsverpflegung ein

38 Ausgaben für Lebensmittel seit 1970 stetig fallend (prozentual am Einkommen) Zwar haben wir keine Geiz ist geil - Diskussion mehr, aber die Zahlen sprechen für sich.

39 Produktion, dort wo die Produktionsbedingungen am besten sind. Ansonsten hat man Kostennachteile!

40 Regional Vermarktung regionaler Produkte ist eine Nische. Niemand kritisiert diese Nische. Wir sind gerne bereit diese Nische zu bedienen, aber die deutsche Landwirtschaft kann davon nicht leben.

41 Regional Ein gern gesehenes Attribut deswegen nachhaltig Aber was wir heute erleben ist ein Modehype!

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