REGIONAL MAGAZIN. LebensEnergie AUSGABE Menschlich 8. Nachhaltig 16. Innovativ 20. Titelthema:

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1 EICHSTÄTT + INGOLSTADT + NEUBURG-SCHROBENHAUSEN + PFAFFENHOFEN REGIONAL MAGAZIN AUSGABE Menschlich 8 Interview mit Prof. Birgit Spanner-Ulmer Nachhaltig 16 Landwirtschaftliche Genossenschaft Innovativ 20 Lebensmittelforschung Titelthema: LebensEnergie

2 RESSORT 2 Anzeige

3 Liebe Leserinnen und Leser Die Landwirtschaft prägt noch immer ganz besonders das Bild und die Wirtschaftskraft unserer Region. Wir fühlen uns mit der Landwirtschaft nach wie vor sehr stark verbunden. Wichtig ist uns ein nachhaltiges Wirtschaften und dabei insbesondere ein Wirtschaften im regionalen Wirtschaftskreislauf. Das bedeutet, Vertrauen und Verbundenheit mit regionalen Erzeugnissen zu zeigen. Regionale Produkte stammen aus heimischem Anbau, sind qualitativ hochwertig und müssen keine langen Wege zum Verbraucher zurücklegen. Wer bei unseren Landwirten einkauft, unterstützt unmittelbar den Fortbestand unserer Bauernhöfe. Bei den Lebensmitteln ist ein Trend zu Qualität und besonderem Geschmackserlebnis zu verzeichnen. Die Lebensmittel aus unserer Region liefern einen wesentlichen Beitrag dazu. Egal ob Feldfrüchte oder Gemüse, ob Milch, Eier oder Fleisch die Produkte sind nachhaltig produziert, sind gesund und lassen sich auch innovativ zubereiten. Ich freue mich daher sehr, dass sich das aktuelle Regionalmagazin mit dem wichtigen Thema Regionale Lebensmittel befasst. Damit rücken wir die regionale Erzeugung von Lebensmitteln in den Vordergrund, zeigen uns solidarisch mit unseren Landwirten und Vermarktern. Greifen Sie zu beim Regionalmagazin ebenso wie bei den heimischen Spezialitäten. Martin Wolf Landrat des Landkreises Pfaffenhofen a. d. Ilm Mitglied der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt (IRMA) e.v. EDITORIAL 3

4 INHALT 4 8 Interview mit Prof. Birgit Spanner-Ulmer 11 Mühle arbeitet nachhaltig Inhalt Menschlich Starkbierzeit: Hochkonjunktur für Braumeister Seite 6 7 Region und Heimat: Interview mit Prof. Birgit Spanner-Ulmer Seite 8 9 Nachhaltig Raps: Gelber Allrounder Seite 10 Kunstmühle in der 9. Generation Seite 11 Heizung für das Spargelfeld? Seite 14 Direktvermarktung Seite 15 Genossenschaftsmodell finanziert Gemüsehof Seite Weltmarktführer nah am Produzenten Seite 18

5 15 Keine Heizung für das Spargelfeld 19 Innvoation Impressum Innovativ Hopfenforschungsinstitut Hüll Seite 19 Lebensmittelinnovationen Seite 20 Blick über den Tellerrand: Kreative und regionale Küche Seite 21 Forschung: Energie einsparung in der Brauerei Seite 22 Herausgeber: Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.v. Auf der Schanz 39b, Ingolstadt, Tel.: 08 41/ , Fax: 08 41/ Vorsitzender: AUDI AG, Thomas Sigi Stellvertretende Vorsitzende: Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Landrat Roland Weigert Landkreis Eichstätt, Landrat Anton Knapp Leiterin der Geschäftsstelle: Monika Bachinger Verlag Bayerische Anzeigenblätter GmbH Stauffenbergstraße 2a, Ingolstadt Telefon 08 41/ , Fax 08 41/ Geschäftsführer: Thomas Gogl Anzeigen: Verlag Bayerische Anzeigenblätter GmbH Redaktion: Sabine Gooss, Julia Bellinghausen, Marion Benz, Bettina Markl, Marco Schneider Fotos: Colourbox, Sabine Gooss, Bettina Markl, Marco Schneider Auflage: Verteilung: Postzustellung, Auslagestellen im Verbreitungsgebiet Gesamtherstellung: Verlag Bayerische Anzeigenblätter GmbH INHALT 5

6 MENSCHLICH 6 Flüssiges Fasten Nach dem Aschermittwoch steht der Doppelbock hoch im Kurs Es ist wohl dem strengen Fasten der Paulanermönche, die Kurfürst Maximilian 1627 nach München holte, zu verdanken, dass landauf, landab nach dem Aschermittwoch Bockbier ausgeschenkt wird. Flüssiges bricht das Fasten nicht, sagt Johannes Jung schmunzelnd und nimmt einen kräftigen Schluck aus einem Glas, voll mit schäumendem Bier. Jung muss es wissen. Er ist seit fast zwei Jahren Braumeister in der alteingesessenen Eichstätter Privatbrauerei Hofmühl. Die 1492 vom damaligen Fürstbischof gegründete und seit über 100 Jahren in Familienbesitz stehende Brauerei hat sich dieser alten Tradition erinnert und bringt jedes Jahr in den letzten Wochen des Faschings ein eigenes Starkbier auf den Markt, bei den Bierkennern der Region bestens unter dem Namen Alligator bekannt. Die Endung -tor, die auf den Paulaner-Bock Salvator zurückgeht, dürfen übrigens nur Doppelböcke mit mindestens 18 Prozent Stammwürze tragen. 230 Hektoliter Fastenbock Wenn am Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit beginnt, ist nach altem Brauch auch der Verzicht auf Fleisch und Genussspeisen angesagt. Die Paulanermönche durften in der Zeit bis Ostern nur flüssige Nahrung konsumieren. Die Ordensbrüder fanden schnell eine Lösung: Das damals vom Hofbräuhaus vertriebene ainpöcksche Bier ein sehr kalorienhaltiges, nahrhaftes Bier konnte die feste Nahrung ersetzen. Von dieser Brauart leitet sich auch die heutige Bezeichnung des Bockbiers ab, erzählt Jung. Er

7 Gelegentlich zwickelt Braumeister Johannes Jung auch einmal ein lagerndes Starkbier schließlich weiß er: Je länger das Bier liegt, desto intensiver wird das Geschmackserlebnis. steht mit seinem Bierglas in einem bis oben gefliesten, mehrere Meter hohen Raum, rechts und links acht große Metalltanks. An den vordersten hat Jung einen Zwickelhahn geschraubt. In diesem Tank lagern 230 Hektoliter Fastenbock. Wenn der aus ist, dann ist aus, sagt Johannes Jung. Nachgebraut wird keines mehr, schließlich muss der Bock zwischen zwölf und 16 Wochen lagern, damit er langsam vor sich hin gären kann. Und je länger das Bier liegt, desto besser wird s. Der Diplomingenieur für Getränketechnologie und Brauwesen weiß, wovon er spricht. Er lacht verschmitzt: Wir haben unlängst einen alten Bock aus dem Jahr 1998 probiert, das war fast wie Sherry. Mit Hilfe modernster Technik sorgt die Hofmühl für ein schonendes Brauverfahren nicht nur beim Doppelbock, sondern bei allen Biersorten, die die Brauerei vertreibt. Nicht nur das vor 14 Jahren für die Hofmühl patentierte Kochsystem Merlin, sondern auch die riesige, erst vor kurzem installierte, Solarthermie auf dem Dach lassen nachhaltiges Wirtschaften zu. Das sorgt auch für ein energiebewusstes Handeln. Der 45-jährige gebürtige Mainzer, der schon bei seinem Großvater, der im Frankenland Hausbraurecht besaß, beim Bierherstellen zuschauen konnte, zeigt sich überzeugt von dem schonenden Brauverfahren und kann mit dem diesjährigen Alligator einen Doppelbock präsentieren, der mit stolzen 18,9 Prozent Stammwürze in den Starkbierfesten der Region zum Ausschank kommt. Alligator mit 18,9 Prozent Stammwürze Spätestens Mitte März dürfte es aber zu Ende sein: Dann geht unserer Erfahrung nach das Flaschenbier zur Neige. Das ist übrigens schon seit Ende Januar im Verkauf. Die Wirte brauchen aber keine Angst haben, dass die Bockbierfeste dann ausfallen müssten: Fässer haben wir schon ein paar auf Reserve. (smo) MENSCHLICH 7

8 MENSCHLICH 8 Gewachsene Werte Prof. Birgit Spanner-Ulmer im Interview Hintergrund Bisherige berufliche Stationen Forschung und Lehre an der Technischen Universität München und an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Managerin bei AUDI in den Geschäftsbereichen Produktion und technische Entwicklung Professorin für Arbeitswissenschaft am Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme in der Fakultät Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz Produktions- und Technikdirektorin beim Bayerischen Rundfunk Forschungsbereiche Schnittstellenoptimierung von Mensch, Technik und Organisation Ergonomische Produkt- und Prozessgestaltung Alter und Arbeitswelt - Forschung für das Alter Entwicklung innovativer Arbeitswelten e-production für sichere und ergonomische Produktion von Elektrofahrzeugen

9 Im Februar hat Prof. Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer ihre neue Stelle als Produktions- und Technikdirektorin beim Bayerischen Rundfunk angetreten. Im Regionalmagazin spricht die gebürtige Eichstätterin über die Region und ihre Heimat. Das Bayerische Fernsehen hat in Ingolstadt die Sendereihe das Bayerische Jahrtausend präsentiert. Für die Produktion war der BR in ganz Bayern unterwegs. Welche Rolle spielen die Regionen für Ihren neuen Arbeitgeber? Prof. Spanner-Ulmer: Alle Regionen sind dem Bayerischen Rundfunk wichtig, der BR ist in allen Regionen daheim, er hat in Bayern das dichteste Netz an Korrespondenten und Studios. Neben den größeren Standorten wie dem Studio Franken in Nürnberg oder dem Studio Ostbayern in Regensburg sind es noch rund 20 Korrespondentenbüros. Damit decken wir alle Regionen Bayerns intensiv in allen unseren Programmen und Angeboten ab. Die Sendereihe Das Bayerische Jahrtausend, die mit hohem Produktions- und finanziellem Aufwand produziert wurde, dokumentiert zugleich den hohen Stellenwert, den wir der bayerischen Geschichte und dem Thema Bildung einräumen. Durch Medien wie das Internet holen wir uns die ganze Welt ins Wohnzimmer. Ist da die eigene Region für die Menschen noch interessant? Prof. Spanner-Ulmer: Unbedingt, denn Heimat bedeutet Da bin ich daheim - gleichzeitig unser Slogan im Fernsehen. Dieses Gefühl wird deutlich spürbar durch verschiedene Traditionen in den einzelnen Regionen. Gerade in Zeiten der Globalisierung, in der wir uns mit der ganzen Welt vernetzen, werden die Wurzeln, wird ihre direkte Umgebung für die Menschen wieder wichtiger. Beruflich haben Sie mit Technik zu tun. Region und Heimat sind ja eher emotionale Themen. Wie wichtig sind Ihnen Regionalität und Heimat? Prof. Spanner-Ulmer:Gerade Technik begeistert mich, ob im Design oder in ihrer Wirkungsweise. Technik und Emotion ergänzen sich hervorragend. Das Phänomen, dass Technik emotionale Wirkung entfaltet, sehen Sie zum Beispiel auf der IFA oder im Kino, wenn Kinder erstmals 3D-Filme sehen. Heimat und Regionalität berühren eine andere, tiefergehende Gefühlswelt. Ich bin sehr gerne wieder in Bayern. Heimat ist für mich auch gleichbedeutend mit Freunden, Familie und gewachsenen Werten. Sie selbst sind Eichstätterin. Was finden Sie an ihrer Heimat interessant und welche Eichstätter Besonderheiten finden Sie liebenswert? Prof. Spanner-Ulmer: In der Barockstadt Eichstätt bin ich aufgewachsen. Ich liebe die alte wie die neue Architektur und die vielen Kirchen. Zu einem gelungenen Samstag gehört für mich der Besuch des Eichstätter Wochenmarkts. Welche Lebensmittel verbinden Sie mit der Region? Prof. Spanner-Ulmer: Auf jeden Fall Weißwürst, Leberkäs und Brezen. Dazu ein Bier von der Hofmühle oder dem Gutmann. Beim Einkaufen nehmen wir gerne nach Möglichkeit die Lebensmittel aus der Region. Bald beginnt die Starkbierzeit. Mögen Sie solche und andere bayerische Traditionen? Prof. Spanner-Ulmer: Bayerische Traditionen müssen auf jeden Fall sein, z.b. ein Besuch auf dem Eichstätter Volksfest, oder im Sommer in Biergärten. Dem Starkbier ziehe ich lieber ein leichtes Weißbier vor. Ein Nachbar Eichstätts ist Ingolstadt. Wie nehmen Sie diese Stadt als Eichstätterin wahr? Prof. Spanner-Ulmer: Ingolstadt verbinde ich unter anderem mit einer spannenden beruflichen Phase in meinem Leben, meiner Arbeit bei AUDI. Ich erlebe Ingolstadt als dynamische und moderne Stadt. Ihr neuer Arbeitsplatz ist München. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht Eichstätt zu verlassen und nach München zu ziehen? Prof. Spanner-Ulmer: Es ist wunderbar, in der Großstadt zu arbeiten aber in einer kleineren Stadt zu leben. (go) MENSCHLICH 9

10 NACHHALTIG 10 Gelber Allrounder Raps, die regionale Antwort auf Soja Die Rapskörner werden zu Öl gepresst. Das Abfallprodukt, der Rapskuchen wird als Futtermittel verwendet. angebaut werden kann, informiert Schneider, denn Raps ist nicht selbstverträglich. Die Schädlinge würden die nächste Ernte vernichten, wenn zwischenzeitlich nicht andere Früchte angebaut werden. Dass ganz Deutschland gelb wird, sei deshalb nicht zu befürchten. Im Vergleich zum Konkurrenten Soja, kann der Raps aber in der Region angebaut werden. Modellregion Deutschland wird gelb befürchten Naturschützer, wenn Biomasse die fossilen Kraftstoffe ablösen soll. Den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Raps hat sich die Juraps GmbH in Berching verschrieben. Die Ölmühle des Maschinenrings Sulz-Altmühl verarbeitet jährlich Tonnen Rapskörner ihrer Mitglieder. Etwa ein Drittel stammt aus dem Landkreis Eichstätt. Raps ist ein Allrounder und zu Unrecht unter die Räder gekommen. Immer wieder muss Josef Schneider, Geschäftsführer des Maschinenrings, die gelbe Pflanze verteidigen. Kritiker warnen vor einer Monokultur. Neben dem Flächenverbrauch, sei auch der Energie- und Rohstoffaufwand beim Anbau zu berücksichtigen, wenn man bedenkt, dass nur ein kleiner Teil, nämlich die Körner der Pflanze, tatsächlich Energie liefern. Jeder Bauer weiß, dass nur alle vier Jahre Raps auf den Feldern Der größte Teil des Rapsöls wird als alternativer Energielieferant genutzt. Unsere Rapsprodukte gehen wieder in den regionalen Markt zurück, erklärt Schneider Liter Rapsöl produziert die Ölmühle in Berching. Daraus wird das meiste zum Kraftstoff JuraPS verarbeitet. Die Verbrennung von reinem Rapsöl ist CO2-neutral, da nur soviel CO2 frei wird, wie die Rapspflanze im Laufe ihres Lebens gespeichert hat, wirbt Schneider. Derzeit werden 250 Fahrzeuge in der Modellregion um Berching mit reinem Pflanzenöl betrieben. Ein weiterer Teil wird als Speiseöl verwendet. Raps als Schmier- oder Bindemittel, sowie als Grundstoff für Materialien wie Farben und Kunststoffe ist eher noch eine Randerscheinung. Trotzdem ist auch hier das Pflanzenöl auf dem Weg den fossilen Lieferanten abzulösen. Ein Abfallprodukt bei der Erzeugung des Öls ist der Rapskuchen oder Rapsexpeller. Er findet als Futtermittel Verwendung. Durch hohe Energie- und Rohproteingehalte ist er als Leistungsfutter ideal und trägt zu einer besseren Eiweisversorgung bei. (bta)

11 Josef Scheller jun., Andrea Mayr, die Kompetenz im Mühlenladen, und Josef Scheller sen. (v.l.) im Mühlenladen. Die 9. Generation Kunstmühle setzt auf Nachhaltigkeit Es klappern die Mühlen am rauschenden Bach, so romantisch wie in dem Volkslied ist die Arbeit in der Mühle schon lange nicht mehr. Bei uns geht alles vollautomatisch und computergesteuert, erklärt Josef Scheller, Juniorchef der Kunstmühle Scheller in Reisgang bei Pfaffenhofen. Die Wasserkraft nutzt der Familienbetrieb an der Ilm für die Stromerzeugung. Die Familie Scheller bewirtschaftet die Mühle mit 50 Mitarbeitern in der neunten Generation. Wir wollen den Leuten eine Alternative bieten, so der Juniorchef. Die bekannten Marken werden von ausländischen Konzernen gesteuert. Scheller punktet dagegen mit Regionalität. Die Marke Mehlzauber findet sich mittlerweile in ganz Südbayern in den Regalen von Edeka und Rewe. sef Scheller senior fügt hinzu: Bei uns ist auch die Produktion völlig abgeschlossen von äußeren Einflüssen. Das Getreide wird von den einzelnen Produktionsstufen per Luftdruck transportiert und sieht bis zum Kunden nicht mehr das Tageslicht. Ein Müller muss nicht mehr, so wie früher, säckeweise Getreide und Mehl schleppen. Heute erfordert der Beruf neben technischen und elektronischen auch Kentnisse der Ernährungslehre und Hygienebewusstsein. Müller sind gefragte Leute auf dem Markt. Das Mühlensterben hat der Betrieb gut überlebt und konnte sogar noch expandieren. 200 Tonnen Hartweizen und 300 Tonnen Weichweizen werden am Tag verarbeitet. Damit werden neben Endverbrauchern vor allem Bäckereien und Teigwarenhersteller im Süddeutschen Raum beliefert. Einen Marktanteil von rund 20 Prozent konnte sich Scheller damit sichern. Getreide muss man nicht um die halbe Welt fahren Wir sind überzeugt, dass man das Getreide nicht um die halbe Welt fahren muss, nur weil es irgendwo billiger ist, betont Scheller. Kurze Wege und die Nachprüfbarkeit der Qualität sind Schellers Argument. Die Mühle führt neben hohen Eigenstandards das Siegel Geprüfte Qualität Bayern. Wir können garantieren, dass bei uns kein Bauer Asche aus Müllverbrennungen und Klärschlamm ausbringt, betont Scheller und sein Vater, Jo- Die Familie unterstützt außerdem den Naturschutz. In der Aktion Lerchenfenster in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und teilnehmenden Landwirten aus der Erzeugergemeinschaft der Mühle wurden Fenster für die Feldlerche geschaffen. Hierbei wird auf zirka 40 von Quadratmetern im Feld kein Getreide gesät, sodass die Bodenbrüter diese Lücken als Einflugschneisen nutzen können. Im letzten Jahr konnten nach Zählungen des LBV die ersten Erfolge bei dem gefährdeten Vogel gemeldet werden. (bta) NACHHALTIG 11

12 IngolStadtLandPlus 12 Unsere Heimat steckt Unsere Region zählt zu den attraktivsten Standorten in Deutsc Menschen einen einzigartigen Raum für persönliche Weiterent Landkreis Pfaffenhofen a.d.ilm Hauptplatz 22 D Pfaffenhofen a. d. Ilm Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Anzeige Audi Markt Manching Ingolstädter Str. 2 D Manching Tel.: +49 (0) Inititative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.v. (IRMA) ist eine Public-Private-Partnership. Gründungsmitglieder sind die Stadt Ingolstadt, die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen sowie die Unternehmen AUDI AG, BAUER AG, CAS- SIDIAN, EDEKA und die Media-Saturn-Holding. Anzeige Media Saturn Stadt Ingolstadt Rathausplatz 2 D Ingolstadt Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Neuburg Ingolstadt Nördl. Grünauer Str. 21 Brückenkopf 8 ½ Tel.: / FC Ingolstadt 04 Fußball GmbH Am Sportpark Ingolstadt Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0)

13 voller Impulse und Ideen hland. Wir möchten durch Ideen und Innovationen im Sinne der wicklung, Kreativität, Fortschritt und Nachhaltigkeit schaffen. Anzeige EDEKA Landkreis Neuburg- Schrobenhausen Platz der Deutschen Einheit 1 D Neuburg a.d. Donau Tel.: + 49 (0) Fax: + 49 (0) Bauer AG Das Regionalmanagement der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.v. wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Kreisverband der Volksbanken Raiffeisenbanken der Region 10 Cassidian DTB IngolStadtLandPlus 13

14 NACHHALTIG 14 Michael Schmidl setzt auf Direktvermarktung. Sein Spargel kommt aus der Region und bleibt auch dort. Beheizte Spargelfelder In Kaltenthal bei Hohenwart baut die Familie Schmidl seit 1928 Spargel an. Tochter Marina Schmidl ist bereits die fünfte Generation. Ihr Vater, Michael Schmidl, ist seit 48 Jahren Landwirt und lebt für den Spargel. Jeden Tag schaut er auf seinen Feldern nach dem Rechten. Landwirt Michael Schmidl wehrt sich gegen Energiefresser Der Bauer lebt mit der Natur und beobachtet sie intensiv, selbst ein Specht, der sich gerade vor dem Fenster, an einem Holzstamm zu schaffen macht, erregt für Minuten seine Aufmerksamkeit. Seine enge Verbindung zur Natur hilft ihm die Qualität seines Produkts Spargel schonend und natürlich zu erhalten. Deshalb beobachtet der Naturfreund eine Entwicklung mit Sorge: Einige Kollegen in Deutschland haben begonnen ihre Ernte durch großflächiges Beheizen um mehrere Wochen zu verfrühen. Bis zu einem Monat früher sprießen die Stangen aus dem Boden.

15 In der Region praktiziert bislang nur ein Landwirt dieses kostspielige Verfahren, denn vorab ist ein enormer Investitionsaufwand notwendig. Für Schmidls derzeitige Ertragsfläche von 20 Hektar würde allein die Installation der Heizanlagen zwei Millionen Euro verschlingen. Abgesehen von dem Energieaufwand der notwendig ist. Wir heizen mit Sonne, erklärt der Bauer und die scheint kostenlos. Ertragssteuerung betreibt auch der Kaltenthaler, aber ohne großen Energieaufwand, nämlich mit Hilfe von Folien. Die schwarz-weiße Taschenfolie kann je nach Bedarf gewendet werden. Braucht es das junge Gemüse noch etwas wärmer, wird die Sonneneinstrahlung durch die schwarze Seite auf die Dämme gezogen. Soll er vor der Sonne geschützt werden, dann kommt die weiße Seite zum Tragen. Die Folie wird zwar aus Erdöl produziert, dafür verhindern wir damit unnötige Wasserverluste, erklärt Schmidl. Der Wärmehaushalt wird durch das Wenden der Folie reguliert. Zudem wird sie bis zu neun Jahre verwendet. Die geben ja zu, sie wollen die Kleinen kaputt machen Trotzdem hat der Landwirt, der heizt, Vorteile. Zwar verkauft er seinen Spargel deutlich teurer als die Konkurrenz, dafür ist er als erstes auf dem Markt. Die Kunden haben den Preis schon im Kopf und der nimmt mir das Geschäft weg, wenn ich dann daherkomm, merkt der Kaltenthaler an. Bisher ist das Beheizen eine Randerscheinung und noch ist der Spargel der Konkurrenten deutlich teurer. Aber die Rede ist schon von 18 Euro pro Kilo, so Schmidl: und wenn das kommt, dann muss ich ran, dann werd ich mitziehen müssen. Auch wenn ihm sowohl die Investitionskosten und der enorme Energieverbrauch Magenschmerzen bereiten. Ich weiß, ich kann nicht nur an heut und morgen denken, dafür brauche ich keine Vorschriften aus Brüssel, kritisiert er die Entwicklung, die nicht mit, sondern gegen die Natur arbeitet und denkt dabei auch an seine Tochter Marina, der er den Betrieb noch intakt übergeben will. Sein Wunsch ist es, noch nachhaltiger zu wirtschaften und die Ackerfläche zu vergrößern, damit er dem Boden mehr Erholung vom anspruchsvollen Spargel durch andere Fruchtfolgen geben kann. (bta) Köstliches vom Land Über 60 Lebensmittelhersteller aus der Region haben sich unter einer Direktvermarkterinitiative zusammengeschlossen. Zu wissen woher die Lebensmittel kommen und wie sie produziert wurden wird immer wichtiger für die Kunden. Nachvollziehbarkeit geht regional am effektivsten. Die Stunde der Direktvermarkter hat geschlagen. Nahrungsmittelkauf ist Vertrauenssache nach den Skandalen der letzten Zeit mehr und mehr. Der kurze Weg vom Produzent zum Kunden über den Direktvertrieb bürgt für die Herkunft und damit für die Qualität. Obendrein bleiben die Waren durch die kurze Lieferzeit ohne lange Lagerung frisch, knackig und damit reich an Vitamin- und Mineralstoffen. In der Region haben sich über 60 Nahrungsmittel-Hersteller aus Ingolstadt und Eichstätt der Initiative Köstliches vom Lande des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ingolstadt angeschlossen. Diese sind auf der Internetseite vom-lande.de zu finden. Hier können alle Informationen abgerufen werden wer, wo, welche Lebensmittel in der Nähe anbietet. Der nächste Hofladen oder Markt findet sich hier ebenso, wie Informationen über Zertifizierungen und Veranstaltungen oder Dienstleistungen wie der Backservice, der Hauswirtschaftliche Fachservice oder Kräuterpädagogen. Welcher Landwirt die Waren sogar liefert kann der Kunde über die Internetseite herausfinden. NACHHALTIG 15

16 NACHHALTIG 16 Grünes Kapital Das ganzheitliche Denken ist die Zukunft Landwirt Eberhard Katschke auf seinem Feld

17 Genossenschaftsmodell finanziert Gemüsehof in Niederfeld Es ist in der Region IngolStadtLandPlus einzigartig: das Genossenschaftsmodell des Gemüsehofs Niederfeld. Landwirt Eberhard Katschke erklärt, was sich hinter der Idee der Genossenschaft steckt. Im Jahr 2003 entstand die Idee, einen Gemüsehof zu betreiben, der nach den Richtlinien des biologisch-dynamischen Landbaus produziert. Katschke beschäftigt sich bereits seit 1986 mit dieser Art des Landbaus. Er basiert auf den Ideen des Philosophen Rudolf Steiner (1861 bis 1925). Grundlage seines Denkens war es, das Ganze zu betrachten und nicht nur den Menschen, sondern auch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich in die Landwirtschaft einzubeziehen, sagt Katschke. Dabei versuchte Steiner, alle Bereiche zusammenzuführen. Das sei eine große Kunst. Das ganzheitliche Denken ist die Zukunft. Denn nur, wenn wir mit dieser Art mit der Natur umgehen, hat der Planet eine Zukunft. die Ökokiste und Büroräume unterbringen, erzählt Katschke. In der ersten Etage waren Seminar- und zwei Geschäftsräume geplant. Auch der Keller sollte ausgebaut werden, um darin Obst und Gemüse zu lagern. Die Philosophie Rudolf Steiners Nachdem die Anforderungen gestellt waren und damit insgesamt Euro Baukosten feststanden, musste man sich Gedanken über die Finanzierung des Projektes machen. Und dabei sollten die herkömmlichen Banken keine Rolle spielen. Wir wollten Menschen finden, die bereit sind, uns ihr Geld anzuvertrauen und die uns zutrauen, mit diesem geliehenen Geld etwas Sinnvolles zu machen, erinnert sich Katschke. Katschke, der mit seiner Familie den Gemüsehof Niederfeld betreibt, fand solche Leute. Eine davon war Monika Lubkowitz. Über ihre Beweggründe, sich an dem Genossenschaftsmodell zu beteiligen, sagt sie: Ich unterstütze solche biologischen Projekte sehr gerne, weil es für mich ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ein weiterer wichtiger Punkt aber ist noch hinzugekommen. Und ich hatte viel Vertrauen in die Idee und die Familie. Ich bin mir sicher, dass sie alles tun werden, damit mein Geld gut investiert ist. So erwarben die Geldgeber Genussrechtsanteile nach einer bestimmten Stückelung und finanzierten damit das Projekt. Die Anleger haften lediglich mit ihrem eingelegten Kapital, informiert Katschke. Ökologisches Projekt: ein Schritt in die richtige Richtung Das ganzheitliche Denken ist die Zukunft Soweit zur Philosophie zur Umsetzung des Projektes sollte neben einer Lager- und Maschinenhalle auch ein Hauptgebäude mit einer 350 Quadratmeter großen Grundfläche entstehen. Darin wollten wir im Erdgeschoss einen Hofladen, einen Packraum für Nach sechs bis zwölf Jahren, das ist von den Anlegern frei wählbar, bekommen sie ihr Geld zurück. Die einen möchten nur die rein verliehene Summe und einige andere wollen auch Zinsen. Diese wiederum könnten geringer ausfallen, als vereinbart, denn: Die Geldgeber sind auch am Verlust beteiligt. Insgesamt wurde das Vorhaben zu einem Drittel über das Genossenschaftsmodell finanziert. Den Rest stemmte man über die sozial-ökologische Ökobank GLS. (zm) NACHHALTIG 17

18 NACHHALTIG 18 Stark verwurzelt Hopfen-Weltmarktführer hält per sönlichen Kontakt zu Landwirten Welche Ortschaft der Hallertau die Hauptstadt des Hopfens ist, darüber lässt sich streiten. Der Wolnzacher Dr. Akis Trouboukis und der Mainburger Johann Braun vertreten eine klare Position. Natürlich hält jeder seinen Heimatort für das Zentrum des Hopfenanbaus, sagen beide augenzwinkernd. Ihr Arbeitgeber Joh. Barth & Sohn, ein Unternehmen der Barth- Haas-Gruppe mit Sitz in Nürnberg, hat Mainburg als Einkaufszentrale für die deutschen Hopfenanbaugebiete gewählt. Barth & Sohn sorgt dafür, dass Hopfen u.a. aus der Hallertau in Form von Pellets oder Extrakt an Brauereien auf der ganzen Welt geliefert wird. Wir exportieren in rund 170 Länder, betont der Einkaufsleiter für Deutschland, Johann Braun. Der Hauptanteil stammt aus der Hallertau. Allein in der Ernte 2011 wurden hier Tonnen Hopfendolden geerntet, bundesweit waren es Tonnen. Zu den Kunden gehören kleine Brauereien und vor allem die Braugiganten. 60 Prozent der Bierproduktion weltweit wird allein von den 10 größten Brauereikonzernen gebraut. Entsprechend ist auch deren Hopfenbedarf., so Trouboukis. Obwohl der Kauf und Verkauf des grünen Goldes zu ihrer Arbeit gehören, möchten Trouboukis und Braun sich nicht nur als Händler, sondern auch als Dienstleister sehen. Trotz internationaler Beziehungen behält die Firma ihre Wurzeln immer im Auge. Unser Einkaufsbüro in Mainburg ist unsere Stärke. Damit sind wir direkt an den Hopfenbauern dran. Unsere Mitarbeiter sind alle Spezialisten, die zu den Hopfenbauern Kontakt haben und zu ihnen in die Betriebe fahren, weiß Johann Braun. Durch diese engen Beziehungen ist es möglich, die Pflanzer aus erster Hand über Unter- oder Überproduktionen zu informieren. Ein Beispiel: Nach vier überdurchschnittlichen Ernten in Folge und dem Pflanzen äußerst ertragreicher Sorten wie Herkules sind die Lager voll. Nach Ablauf der aktuellen Verträge können daher nicht mehr alle der zurzeit bewirtschafteten Flächen unter Vertrag genommen werden. Gespräche über solche Entscheidungen fallen leichter, weil unsere Mitarbeiter die Landwirte kennen und mit ihnen die Begeisterung für den Hopfen teilen, weiß Dr. Akis Trouboukis und ergänzt: Die Leidenschaft für den Hopfen verbindet uns Menschen in der Hallertau! (go)

19 Edle Züchtung Hopfen wird in Hüll erforscht Am Anfang stand die wilde Natur auch beim Hopfen. In jahrhundertelanger Auslese entstanden Sorten, die kultiviert wurden. Die Züchtung muss dabei nicht nur die vielfältigen Ansprüchen der Brauwirtschaft berücksichtigen, sondern auch die hohen Anforderungen der Hopfenpflanzer nach möglichst krankheitsresistenten Sorten, die gleichzeitig gute Anbaueigenschaften und einen hohen Ertrag aufweisen. In einem weltweit anerkannten Kompetenzzentrum bemühen sich die Mitarbeiter genau um diesen Spagat und arbeiten dabei unabhän- Chemische Analyse der Inhaltsstoffe gig von Firmeninteressen. Mitten im Herzen der Hallertau ist das Forschungszentrum Hüll bei Wolnzach zu finden. Jährlich werden hier gut 100 gezielte Kreuzungen unterstützt von Biotechnologie und Genomanalyse durchgeführt, um neue Sorten zu kreieren Pflänzchen werden dann in mühevoller Kleinstarbeit selektiert und so können bis zur definitiven Markteinführung dann schon einmal zehn bis zwangig Jahre vergehen. Heraus kommen allerdings Qualitätssorten, die allen Anforderungen Genüge tragen. 70 Prozent der deutschen Anbaufläche ist bereits mit Zuchtsorten aus Hüll bepflanzt. Die Forschung und gezielte Kreuzung birgt einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil für die Umwelt: Durch die Erschaffung krankheitsresistenterer Pflanzen kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden; mit der Sorte Hallertauer Merkur konnte die erste mehltauresistente Sorte zugelassen werden. Darüber hinaus forschen die Mitarbeiter in Hüll mit Hochdruck an Möglichkeiten zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen. 100 Kreuzungen pro Jahr Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse werden sobald sie empirisch gesichert wurden, an die Hopfenwirtschaft und Hopfenpflanzer weitergegeben. Diese haben in Hüll die idealen Ansprechpartner für all ihre Belange, denn hier ist man dem Grünen Gold noch verpflichtet. (jbe) NACHHALTIG 19

20 INNOVATIV 20 Alles aus Liebe. Von A bis Z. Wir lieben Lebensmittel. Innovation schmeckt Forschung bei EDEKA Chips mit noch nie da gewesenen Geschmacksrichtungen, Gummibärchen in neuen Farben oder Nudeln in ungewöhnlichen Formen die Lebensmittelhersteller lassen sich einiges einfallen, um den Verbraucher immer wieder mit neuen Genusserlebnissen zu überraschen. Doch bei solchen Produktneuheiten kann man meist eher von Trends sprechen als von wahren Neuheiten. Hinter echten Produktinnovationen steckt mehr als nur neue Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Wer ein ganz neues Produkt kreieren möchte, muss viel Forschungsarbeit investieren. Ein Unternehmen, das sich in den letzten Jahren verstärkt mit dieser Thematik befasst hat, ist EDEKA. In den letzten vier Jahren hat das Unternehmen drei echte Lebensmittel-Weltneuheiten erfolgreich auf dem Markt platziert. Dabei arbeitet EDEKA eng mit dem renommierten Fraunhofer Institut zusammen sorgte die EDEKA Südbayern mit Sitz in Gaimersheim mit der Marke VielLeicht für Furore, denn VielLeicht bietet vollen Geschmack bei weniger als drei Prozent Fett. Entwickelt wurde dieses Erfolgs- produkt zusammen mit Fraunhofer-Wissenschaftlern und einem findigen Metzgermeister aus Mindelheim. Das Geheimnis steckt im Produktionsverfahren, das inzwischen patentiert wurde. Anfang 2011 gelang die nächste Überraschung: EDEKA brachte Lupinesse auf den Markt, das erste rein pflanzliche Speiseeis, das mit den wertvollen Proteinen der einheimischen blauen Süßlupine produziert wird. Lupinesse wird gänzlich ohne Milch hergestellt und ist cholesterinfrei, laktosefrei und glutenfrei. In diesem Jahr folgte die Präsentation einer weiteren Innovation im Conveniencebereich: EDEKA Fix Mahlzeiten mit echtem Hackfleisch. Vom Fraunhofer IVV wurde für EDEKA ein Verarbeitungsverfahren entwickelt, das eine schonende Gefriertrocknung von Hackfleisch gewährleistet. Eine gesonderte Fleischzugabe wie es bisher bei Produkten dieser Art üblich, ist bei EDEKA Fix Mahlzeiten nicht mehr erforderlich. Der Verbraucher kann sich auf die hohe Qualität des Fleisches verlassen, da nur bestes Hackfleisch aus eigener Verarbeitung verwendet wird. Wir sind sehr daran interessiert, unseren Kunden eine Vielfalt an Lebensmitteln mit gesundheitlich relevantem Mehrwert bieten zu können. Mit den überaus engagierten Wissenschaftlern vom Fraunhofer-Institut IVV in Freising haben wir hervorragende Partner für dieses Vorhaben gefunden. so Hans Georg Maier, Vorsitzender der Geschäftsführung der EDEKA Südbayern. (go)

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