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2 Hilfe für GI Kinder Am wurde in Aschaffenburg der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein "GI Babies Germany" gegründet. Der Verein unterstützt volljährige GI Kinder und Enkelkinder von US Soldaten bei der Suche nach ihren amerikanischen Wurzeln, ihrem Vater, oder auch Verwandten und hilft bei der Familienzusammenführung. Der Verein bietet auch Hilfe wenn Väter oder Großväter bereits gefunden wurden. Auch ehemalige amerikanische Soldaten, die ihre Kinder in Deutschland suchen, werden von uns unterstützt. Freiwillige Helfer, genannt volunteer searchangels, in Deutschland und den USA helfen Mitgliedern ehrenamtlich bei den Suchen nach Angehörigen. Wir unterstützen, tauschen Erfahrungen aus, geben Tipps, helfen bei den Suchen und wollen auch an die Öffentlichkeit treten damit die vergessenen Kinder nicht noch einmal vergessen werden und alle mit ähnlichem Lebenslauf wissen, dass sie nicht alleine sind. Niemand muss mehr ein Einzelkämpferdasein führen und allein gegen bürokratische Windmühlen kämpfen, denn zusammen sind wir stark! Mittlerweile haben wir auch Mitglieder in der Schweiz, den Niederlanden und den USA. Es finden mehrmals pro Jahr Treffen in verschiedenen Städten, meistens in Süd- oder Mitteldeutschland, statt um sich kennen zu lernen und Erfahrungen direkt austauschen zu können.

3 GI Babies Germany e.v., Aschaffenburg Fakten Viele suchen seit Jahren oder gar Jahrzehnten nach ihrem Vater, ihrer Herkunft, ihren Wurzeln. In Deutschland wurden nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes allein zwischen 1945 und 1955 etwa Besatzungskinder, nach anderen Quellen über Kinder aus Beziehungen mit U.S.-Militärangehörigen geboren. Frauen, die sich nach Kriegsende mit dem Feind einließen, genossen nicht unbedingt Ansehen in der Gesellschaft. Nicht selten waren diese Frauen Beschimpfungen und Demütigungen ausgesetzt. Sie wurden oftmals auch von den Soldaten im Stich gelassen, die sich freiwillig versetzen ließen, oder vom Militär zwangsversetzt wurden. Manchmal wurden sie von der eigenen Familie ausgestoßen, da diese sich für die Frauen schämten. Der Druck auf die Mütter war oftmals so groß, dass viele sich entschlossen, ihre Kinder ins Heim oder zur Adoption frei zu geben. Manchmal verheimlichten oder verdrängten sie die Herkunft der Kinder aus Angst vor Schande. Bei dunkelhäutigen Kindern war dies noch gravierender, da ein Verschweigen der Herkunft nicht möglich war. Diese Auswirkungen waren auch nach der offiziellen Besatzungszeit noch zu spüren. Für den Verein resultiert aus der Tatsache, dass auch heute noch vieles geheim gehalten wird, ein großes Problem, weil gewisse Angaben gebraucht werden um eine Suche starten zu können.

4 In vielen Fällen sah das Schicksal der Kinder so aus Die Kinder wuchsen oft ohne ihre GI-Väter auf. Sie erfuhren nicht, wer ihr leiblicher Vater ist. Manchmal kamen sie in ein Heim oder wurden zur Adoption freigegeben. Sie stießen auf Mauern des Schweigens und auf Lügen und hatten unter der Vergangenheit der Mütter zu leiden. Ihre Mütter sind/waren ihnen gegenüber nicht kooperativ und gaben keine oder nur wenige Infos über ihre Väter heraus. Oft erfolgte die Information nur aus den Akten der Behörden oder von Verwandten/Freunden. Die Mütter übertrugen des Öfteren ihre Wut und den Frust auf ihre Kinder. Diese wurden innerhalb der Familie manchmal anders behandelt, als Geschwister aus erlaubten Beziehungen. Für Nachbarn oder teilweise auch Lehrer waren es Kinder vom Feind. Sie wurden als Bankert oder Bastard betitelt und waren bei der alten Kriegsgeneration unerwünscht. Den Kindern wurden Stiefväter als Väter vorgetäuscht oder Großeltern als Eltern. Die Kinder spürten oft, dass etwas nicht in Ordnung ist und hatten eine Vorahnung. Sie konnten diese aber meist nicht erklären. Daraus resultierten oftmals Gefühle der Ablehnung, Selbstzweifel, Identitätskrisen, ewige Suche nach den Wurzeln. Ewige Suche nach dem eigenen Ich. Das gilt natürlich nicht nur für die so genannten Besatzungskinder ( ) denn die nach 1955 geborenen Kinder teilen das gleiche Schicksal, daher machen wir hier keine Unterschiede. Mit den GI Babies ist man nicht allein Unsere Stärke wächst aus der Gemeinschaft: vor Ort, national und amerikaweit. Unsere Hilfe hört dort nicht auf, wo eingefahrene Wege enden. Wir haben den Mut, neue Aufgaben anzunehmen und unkonventionell zu bewältigen. Wir arbeiten ehrenamtlich aber dennoch professionell. Hingabe und manchmal auch die eigenen Erfahrungen prägen unsere Arbeit.

5 GI Babies Germany e.v., Aschaffenburg Vereinsdaten Gegründet am in Feldkahl bei Aschaffenburg 143 aktive Mitglieder (Stand März 2014) deutschlandweit mit Schwerpunkten in den Regionen Frankfurt/Kaiserslautern/Mannheim und Stuttgart/Heilbronn, sowie in Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und den USA Zweisprachige Searchangels im Verein, weitere Searchangels und freiwillige Helfer in den USA 106 Suchen konnten seit Vereinsgründung abgeschlossen werden 34 Suchen sind aktuell noch in verschiedenen Stadien in Bearbeitung Bei 27 Suchen warten wir noch auf Informationen der Suchenden Zahlreiche Mitgliedertreffen wurden durchgeführt, unter anderem in Aschaffenburg, Darmstadt, Ludwigsburg, Mannheim und Kaiserslautern Kontakt GI Babies Germany e.v. Postfach Obernburg Telefon: Internet:

6 Unser Vorstand 1. Vorsitzende: Jennifer Battenfeld, 2. Vorsitzende: Sandra Black, 3. Vorsitzende: Gino Black, Schatzmeister: David Meder, Schriftführerin: Claudia Magel, Pressebeauftragte: Daniela Rode, Telefon: Kassenprüfer: Charlotte Kleinmann, Robert Löffler Unsere drei Vorsitzenden, von links nach rechts: Jennifer Battenfeld, Sandra Black, Gino Black

7 Notizen GI Babies Germany e.v., Aschaffenburg

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