Nachhaltige Produktion und gesunde Ernährung in Oberjosbach Hartmut König, Verbraucherzentrale Hessen

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1 Nachhaltige Produktion und gesunde Ernährung in Oberjosbach Hartmut König, Verbraucherzentrale Hessen

2 Übersicht Nachhaltigkeit aus Verbrauchersicht Regionale Produkte und Transporte Qualitätsanforderungen und -information Gesunde Produkte aus Verbrauchersicht Gesundheitsbezogene Werbung Ampelkennzeichnung Zukunftsperspektiven

3 Arbeitsfelder zur Nachhaltigkeit Klimaschutz und Konsum Nachhaltiges Wirtschaften Siedlungs- und Naturräume erhalten Verbraucherschutz und Gesundheit Sozial gerechte Entwicklung Globale Verantwortung in der einen Welt

4 Nachhaltigkeitserwartungen 90 % wünschen mehr Produkte aus der Region 89 % möchten keine langen Transportwege 75 % gehen zu Händlern mit Umweltimage 79 % würden klare Kennzeichnung auch als CO 2 -Footprint begrüßen (Acenture/Emnid 6/2007 repräs.)

5 Konsumentenerwartungen an Regional geografische Herkunft (nahräumig geprägt) Lebensmittel der Urproduktion kurze Transportwege erzeugt, be- und verarbeitet in der Region 80 % erwarten vorrangig Frische 31 % erwarten weitgehend Rückstands- und Schadstofffreiheit 20 % erwarten regionales Herkunftskennzeichen (Dorandt, S. EU 25(2005))

6 Warum kaufen Verbraucher regionale Produkte? 76 % um regionale Betriebe zu unterstützen 68 % damit sie frische, ausgereifte Produkte bekommen 54 % um die Umwelt zu schonen/transport 37 % zuverlässige Infos über Anbau und Produktion vom Erzeuger 26 % weil ich den Erzeuger kenne (Dialego 2008, Regionalkäufer n=65%, repräs.)

7 Qualitätsdifferenzierung im Wettbewerb Markenbildung Handelsketten-Marken (vergleichende) Werbung Garantien Kontrollierte Gütezeichen und Qualitätssiegel Gesetzliche Mindeststandards anheben anbieterunabhängige Verbraucherinformation

8 Vertrauen in regionale Qualitätszeichen Frage: Wie groß ist Ihr Vertrauen in folgende Lebensmittel, wenn diese das Herkunfts- und Qualitätszeichen Baden Württemberg tragen? Basis: alle Befragten (n=500); Werte in %, 2001

9 Beispiele regionaler, nachvollziehbarer Marken Geprüfte Qualität Hessen Albkorn onser Alb onser Korn, mei Brot! Schloss Korn, Ober-Ramstadt Weserklasse Bio- und Vollkornbäckereien wie Hofpfisterei oder Mulinbeck

10 Regionale Herkunft genügt nicht Kontrollierter integrierter und ökologischer Anbau Gentechnikfreiheit / Ohne Gentechnik Garantierter geringerer Rückstandsgehalt Definierte handwerkliche Qualitätsproduktion Qualitätssicherungssysteme Verbesserte soziale Gerechtigkeit (CSR-Systeme) Nachhaltigkeitsstandards wie z.b. Klimaschutz

11 Klimaschutz: Erdölverbrauch für 1 kg Erdbeeren Aus der Region 250 km = 28 ml Aus Italien 1260 km = 100 ml Aus Südafrika (Flugware) km = ml

12 Wohlfühl/Gesunde -Lebensmittel sind gefragt! Hohes Interesse: 13,2 Mio. Haushalte Käufer: 4,2 Mio. Haushalte Gesundheit: besonders stark in der Altersgruppe 65+ Schnelle Zubereitung: Berufstätige von 35 bis 49 Jahren mit Kindern (BVE-GfK-Marktstudie, Anuga 2007)

13 Was sind Wohlfühl/Gesunde - Lebensmittel? frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fett- und zuckerreduzierte/-freie Produkte, diätetische Lebensmittel, probiotische Lebensmittel, biologisch erzeugte Lebensmittel /gesunde Umwelt (BVE-GfK-Marktstudie, Anuga 2007)

14 Nährwert-/gesundheitsbezogene Werbung (Health Claims-Verordnung) Gesundheitsbezogene Angaben wissenschaftlich belegt Nährwertbezogen Angaben: z. B. fettarm, zuckerfrei, light, ballaststoffreich, reich an Calcium (Positivliste) Gesundheitsbezogene Werbeaussagen wie senkt das Infarktrisiko, verbessert die Immunabwehr ) müssen zugelassen werden (dto. Kinderwerbung) Hervorheben einzelner Nährwerte oder bei Gesundheitsaussagen: Einhaltung von Nährwertprofilen (Zucker, Fett oder Salz); Eine Abweichung erlaubt, wenn Kennzeichnung erfolgt.

15 Der Kampf ums Salz: Nährwertprofile (Health-Claims-Verordnung) Beispiel: Brot ist gesund, Vitalbrot, reich an Calcium EU-Arbeitspapier: max. 1% Salz im Brot Gegenwärtig: 1,8 2,4 % Als Brot problemlos verkäuflich, aber ohne Gesundheitswerbung oder mit Hinweis auf erhöhten Salzgehalt (Abweichungsregel) EU plant jetzt 6-jährige Übergangslösung mit 1,5 % Salz, danach 1 %

16 Ampelcheck und Nährwertkennzeichnung

17 Ampelbewertung von Leibniz-Milchsnack Rot Fett 27 g pro 100 g Rot gesättigte Fettsäuren 18 g pro 100 g Rot Zucker 32 g pro 100 g Gelb Salz 0,6 g pro 100 g Stand

18 Zukunft für das Backgewerbe Hoher Vollkornanteil im Angebot Nachvollziehbare, überprüfbare Regionalökologische Angebote Obligatorische verbrauchergerechte Nährwertkennzeichnung (Ampel) Bewusster Verzicht auf irreführende Werbung Einhaltung nachprüfbarer Sozialstandards (CSR) Klimagerechte Produktion

19 Beispiel Regional-Werbung

20 Danke für Ihre Aufmerksamkeit

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