Krautwisch - kulinarisch

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1 Krautwisch - kulinarisch Infos zum Workshop Zusammengestellt von Margot Klein Vorstandsmitglied der kfd-trier 1

2 Krautwisch oder Krautbuschen Traditionell in der Zeit um den kath. Feiertag Maria Himmelfahrt (15. August) gesammelte Heilkräuter. Die gebundenen Kräuter werden in einem Gottesdienst gesegnet und anschließend in der Wohnung oder in Stallgebäuden aufbewahrt zum Schutz vor allen möglichen Verzauberungen, aber auch z.b. für Eheglück und Kindersegen. Der Krautwisch enthält eine heilige Anzahl von verschiedenen Kräutern, 7,9,12,15 oder 19. Der 9er Busch enthält z.b. Johanniskraut, Schafgarbe, Baldrian, Arnika, Königskerze (sie bildet die Mitte), Kamille, Wermut, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut. Die Zusammenstellung des Krautwischs ist regional verschieden. In einigen Gegenden wird auch Getreide eingebunden. Der Ganze oder Teile des Krautwischs können auch zum Räuchern verwendet werden. Manchmal mischte man auch Weihrauch bei um z.b. ein Krankenzimmer auszuräuchern. Einzelne Bestandteile des Krautwischs dienen auch zur Zubereitung von Teeaufgüssen. Wir beobachten einen Trend hin zur Natur und all ihren Schätzen. Dazu gehören auch die Heilkräuterkunde und eine Beschäftigung mit einer natürlichen Ernährung. Natürliche und gesunde Nahrung ist meist regional, saisonal und entsprechend klimafreundlich, d.h. ökologisch erzeugt. 2

3 Sich Klima freundlich ernähren heißt? Verzicht?! Eine Umstellung der Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten mit einem Gewinn für die Umwelt und Gesundheit Wir essen zu süß und zu fett! mit Folgen für die Gesundheit und das Klima 2/3 der Verursacher schädlicher Treibhausgase sind private Haushalte 20 % der Klima belastenden Treibhausgase werden bei der Produktion unserer Nahrungsmittel erzeugt 3

4 Es ist genug für alle da, nur wird es falsch verteilt Überproduktionen werden auf dem Feld vernichtet, weil die Früchte nicht den Handelsnormen entsprechen. Es bestehen nicht unbedingt Qualitätsmängel sondern eher Schönheitsfehler. Eine ausreichende Anbaufläche steht den einheimischen Bauern nicht mehr zu Verfügung, weil Unternehmen Land annektieren.. In vielen südlichen Ländern ist der Besitz von Land nicht klar gesetzlich geregelt. Die Bauern können nicht mal die Feldfrüchte für den eigenen Bedarf produzieren. Die industrielle Produktion von Futtermitteln wird von einigen wenigen Weltfirmen bestimmt, die auch Einfluss nehmen auf die Saatgutproduktion. Die Lebensmittelindustrie schafft mit gesetzten Haltbarkeitsdaten eine Kultur der frühen Vernichtung von Lebensmitteln. Supermärkte räumen ihre Regale ca. drei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Kundenaufklärung ist dringend geboten um hier eine weitere Vernichtung von Lebensmitteln zu reduzieren. Auswüchse dieser Praxis sind die enorme Ausweitung der Tafel- Bewegung und Mülltauchen bei Supermarktketten. Die angebotenen Lebensmittel werden immer stärker verarbeitet. Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet wurde, umso mehr Energie hat es bei seiner Erzeugung verbraucht. Die Belastung für die Umwelt ist dabei gestiegen und die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe haben abgenommen. 4

5 Gleichzeitig wurden künstliche Zusatzstoffe beigefügt um es haltbarer, schmackhafter? und gesünder? zu machen. Light- Lebensmittel enthalten z.b. weniger Fett, werden aber wegen des Geschmacks mit Zucker angereichert. So haben sie zwar weniger Fett, sind aber vom Gesamtkaloriengehalt nicht geringer. Zuckerzusatz in fast allen Lebensmitteln: Sie erhöhen den Gesamtenergiegehalt und tragen so zu einer höheren Tagesaufname bei. Die Folgen sind Zunahme von Zivilisationskrankheiten, z.b. Diabetes Typ2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck zum Teil schon bei Kindern und Jugendlichen. Der Anteil an tierischen Nahrungsmittel ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen.(karte 4)und ( Karte5).Für die Erzeugung von 1kg Fleisch benötigt der Bauer 16kg Futtergetreide. Die Nahrungsenergie geht uns Menschen verloren. Außerdem wird die Gesamtanbaufläche dadurch nicht effektiv zur Nahrungsmittelproduktion genutzt. 5

6 Maßnahmen für eine klimafreundliche Ernährung Essen Sie mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel Bevorzugen Sie Öko- Lebensmittel Wählen Sie regionale Produkte und vermeiden Sie Flugtransporte Verwenden Sie saisonales Gemüse und Obst aus dem Freiland Kaufen Sie frische, gering verarbeitete Lebensmittel statt Tiefkühlware Nutzen Sie energieeffiziente Haushaltsgeräte und Ökostrom Gehen Sie zu Fuß einkaufen oder nehmen Sie statt des Autos das Fahrrad Zubereitung der Mahlzeiten mit der Familie oder Freunden. Der Genuss sollte an die erste Stelle rücken Lebensmittel und ihre handwerkliche Erzeugung wertschätzen. Durch Selbermachen den Arbeitsaufwand bewusst machen, dann fällt auch das Wegwerfen viel schwerer. 6

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