IHK TrustDay: 11. Stuttgarter Informationssicherheitstag. SIEM zu Ende gedacht. Hans Baldung Luley und Olaf Müller Haberland NETZWERK GmbH

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1 SIEM zu Ende gedacht Hans Baldung Luley und Olaf Müller Haberland NETZWERK GmbH

2 NETZWERK GmbH» Gründung 1994» Inhabergeführt» Zentrale und Logistikzentrum in Filderstadt bei Stuttgart» Softwareentwicklungsstandorte in:» Stuttgart» München Made in Germany» 70% des Umsatzes mit Banken und Versicherungen» Mehrfach von HP und EMC ausgezeichnet» Seit 2007 Softwareentwicklung unter dem Namen 2

3 Wer kennt dieses Gebäude? 3

4 Angriffe von Außen auf Ihre Kronjuwelen» direkte Cyber Attacken auf, bzw. durch die Firewall» Aufzeichnen und Auswertung der Kommunikation (z.b. Prism: BigData Analysen) 4

5 Angriffe von Innen auf Ihre Kronjuwelen» Der Spion im eigenen Haus (der eigene oder externe Mitarbeiter):» Ungewollt» gewollt» Erzwungen» Korrumpierung der Firewall von außen oder von innen» Überwachung der Firewall» Brutforceattacken» Mustererkennung 5

6 ProLog Funktionsweise Sammeln der Daten Speichern & Analysieren Automatisch Auswerten Dokumentation und Bearbeitung 6

7 Gesetzliche Anforderungen» Der Vorstand hat ( ) insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten ( 91 AktG)» Geschäftsführer haben ( ) die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden ( 43 GmbHG)» Dabei ist auch zu prüfen, ob Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind ( 317 KonTraG)» Es ist darauf einzugehen, ob Maßnahmen erforderlich sind, um das interne Überwachungssystem zu verbessern ( 321 KonTraG) 7

8 Wer kennt diesen Herrn? Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit 8

9 EXKURS: Datenschutzanforderungen Referenz BDSG» 3a Datenvermeidung und Datensparsamkeit» 4 Zulässigkeit der Datenerhebung, verarbeitung und nutzung» 9 technische und organisatorische Maßnahmen Das Unternehmen muss durch technische und organisatorische Maßnahmen sicherstellen, dass der Schutz der personenbezogenen Daten von Mitarbeitern und Kunden bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung gewährleistet ist. Wichtigsten Details:»Beachtung der Grundsätze der Datensparsamkeit und Datenvermeidung ( 3a BDSG )»Insbesondere von Anonymisierung bzw. Pseudonymisierung ist Gebrauch zu machen 9

10 Aspekt der Ethik Datenschutz ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch eine Frage der ethischen Grundsätze und der Verpflichtung der eigenen Mitarbeitern gegenüber. Weiteres Ziel von ProLog :»Überwachung oder Schutz vor dem Generalverdacht: der Administratoren bzw. deren Tätigkeiten => Ohne Datenschutz können aus den heute schon vorhandenen Daten stillschweigend Nutzungsprofile der Mitarbeiter, Administratoren, des Vorstands, erstellt werden. 10

11 EXKURS : Auswertung der Protokolle Ziel: Gewährleistung der Nachvollziehbarkeit und Verbindlichkeit aller sicherheitsrelevanten Aktionen Inhalte:»Gesetzliche Auflagen (z.b. BDSG, TKG, TMG, ) sind zu berücksichtigen»aufwand für die Auswertung möglichst gering»automatisierte Auswertung und Alarmierung und Eskalation bei Sicherheitsvorfällen 11

12 EXKURS: Protokollierung Ziel: Gewährleistung der Nachvollziehbarkeit und Verbindlichkeit aller sicherheitsrelevanten Aktionen Notwendigkeit: hergeleitet z.b. aus AT 7.2 MaRisk > 9 BDSG Bereiche: Anmeldung von Benutzern, Rollenwechsel, fehlgeschlagene Authentifikationen, Zugriffe auf sicherheitsrelevante Systeme und Anwendungen, Aktivitäten der Administratoren, Anforderungen:»Protokollierung sollte auf allen Ebenen (Speichermedien, Betriebssysteme, Datenbanken, Middleware, Kommunikationsgateways, Anwendungen) in Abhängigkeit vom Schutzbedarf erfolgen»eine Zusammenführung der Protokollierungsmechanismen sollte/muss erfolgen»einheitliche und genaue Zeitangaben»Möglichkeit zur regelmäßigen Auswertung»Ablage in einer gesicherten Umgebung»Zugriff nur für einen kleinen Benutzerkreis Datenschutzanforderungen»Anonymisierung oder Pseudonymisierung sollte vorgenommen werden. Aufheben nur im Beisein des DSB, ITSB, Revision, Personalrat, etc.»protokollierung der Benutzeraktivitäten bei der Auswertung der Log Daten 12

13 Kernfunktionen einer Deutschen SIEM - Lösung» Schutz des geistigen Eigentums gegen Angriffe von Innen, bzw. von Außen bei Korrumpierung der Firewall» Völlige Transparenz Ihrer IT und Mitarbeiter» Direktalarmierung bei kritischen Vorfällen» Forensische Suche und Beweissicherheit vor Deutschen Gerichten» Aufbereitung von Daten für Revisionen/Audits/TÜV Zertifizierungen/» Frühzeitige Erkennung von Systemausfällen» Verfremdung des Personenbezugs durch Pseudonymisierung / Mehraugen Prinzip zur Depseudonymisierung Alles unter Einhaltung des Deutschen Datenschutzgesetzes! 13

14 Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland Als Innovationsprojekt und Beitrag zum Standort Deutschland. 14

15 Referenzen» Seit 2011 haben sich 26 Banken in Deutschland für ProLog entschieden» Bis Ende 2013 werden die ersten Industriekunden ProLog zu ihrem Schutz einsetzen 15

16 Wer kennt dieses Gebäude? 16

17 NSA Initiative Prism So lassen sich die diversen Meldungen der vergangenen Wochen zusammenfassen: Die US Geheimdienste hören den gesamten Internet Datenverkehr der Welt ab, zapfen dazu mit Atom U Booten die transatlantischen Glasfaserkabel an, machen sich alle Internet Unternehmen untertan und kennen den Inhalt jedes Telefonates. 17

18 Problem von Prism Datenverkehr wächst schneller als Speichermöglichkeiten Das Problem der Geheimdienste: Seitdem ist das Volumen des weltweiten Datenverkehrs explodiert. Auf 522 Millionen Terabyte pro Jahr berechnet Netzwerktechnik Marktführer Cisco das Datenvolumen im Internet weltweit, bis 2017 soll sich diese Zahl noch einmal verdreifachen. Zum Vergleich: Die weltweite Festplattenproduktion 2012 betrug etwa 500 Millionen Terabyte wer den gesamten Datenverkehr speichern wollte, müsste sie komplett aufkaufen. 18

19 Wer kennt dieses Gebäude? 19

20 Die Lösung der NSA: Echolon (Nachfolger Prism) US Spione wollen Blanko Scheck Das erklärte Ziel der Dienste: Wenn sie schon nicht alle Inhalte im Netzverkehr speichern und analysieren können, dann wollen sie zumindest alle Details über die Verbindungen der Nutzer untereinander festhalten: Verbindungsdaten wer schreibt wem, wer surft wo benötigen nur relativ wenig Festplattenspeicherplatz. Sie geben zudem Hinweise darauf, an welcher Stelle ein Blick in die Rohdaten also die Inhalte der Kommunikation lohnt. Deswegen soll der US Gesetzgeber seinen Nachrichtendiensten die Möglichkeit geben, sich mit einer Blanko Spionagelizenz per Gesetz an Softwarefirmen, Kommunikationsdienstleister, Internet Konzerne zu wenden. "Communications Assistance for Law Enforcement Act 2" heißt der Gesetzentwurf, mit dem die Geheimdienste die Kommunikation direkt an der Quelle abgreifen wollen, blanko und ohne Kontrolle durch Gerichte. Künftig, so der Wunsch der Dienste, sollen die Konzerne ihre Angebote und Geräte bereits ab Werk fürs Abhören vorbereiten. Matthew Green, IT Experte an der US Universität John Hopkins, warnt: "Das Prism Programm ist dagegen geradezu klein." 20

21 Fazit aus den Aktivitäten der Geheimdienste» Die Sammelwut steigt weiter» Trotz Mitarbeiter der NSA fehlen immer noch die richtigen Filter um die horrenden Datenmengen effizient Auswerten zu können» Neben NSA existieren sechs weitere Geheimdienste in den USA» Russland, China, England, Frankreich, Südamerika, Ostblock, tun nichts anderes» Aufgrund von noch geltenden Gesetzen aus der Nachkriegszeit kann der Staat nicht wirklich helfen Nach wie vor gilt: das geistige Eigentum der Deutschen Industrie ist weltweit Angriffsziel Nummer 1 der Angriff von Innen ist immer noch das Spionagemittel Nummer 1 21

22 Unser Wunsch an Sie und Ihr Unternehmen Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Burg ein Stück sicherer machen! Vielen Dank! Ihre NETZWERK GmbH 22

23 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! NETZWERK GmbH Olaf Müller Haberland Geschäftsführer NETZWERK GmbH Hans Baldung Luley Geschäftsführer Steinheilstraße Ismaning Telefon: (0152) olaf.mueller Kurze Straße Filderstadt Bonlanden Telefon: (0152)

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