UMFRAGE: Nadelstichverletzungen in der Altenpflege

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1 Berlin, 12. Mai 2014 Hintergrund der Umfrage Seit Inkrafttreten der neuen Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege (TRBA 250) im März 2014 sind nun auch in der stationären und ambulanten Altenpflege 1 Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter vor Nadelstichverletzungen 2 zu treffen. So müssen zum Beispiel grundsätzlich verletzungssichere medizinische Instrumente 3 zur Verfügung gestellt und genutzt werden. Ziel der Umfrage Ziel der folgenden Umfrage ist es, festzustellen, wie hoch das Bewusstsein für ist. ob die Arbeitgeber ihre Angestellten ausreichend über Nadelstichverletzungen, deren Folgen, den Umgang mit derartigen Verletzungen sowie vor allem deren Vermeidung informieren. ob die Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter ergreifen zum Beispiel durch das Bereitstellen von Sicherheitsprodukten und sicheren Entsorgungsbehältern sowie durch Schulungen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dabei helfen, die Verwendung sicherer medizinischer Instrumente zum Schutz des Pflegepersonals flächendeckend zu etablieren. Leitfragen Sind Sie in der Altenpflege tätig? Messen Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit Blutzucker bei Diabetikern und/oder injizieren Sie Insulin? Wenn Sie die beiden Fragen mit ja beantworten können, sind Sie ein idealer Teilnehmer für diese Umfrage. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den folgenden kurzen Fragebogen ausfüllen. Vielen Dank für Ihre Mühe! 1 Pflege umfasst dabei alle Hilfeleistungen am Patienten bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens, bei denen Kontakte zu Krankheitserregern bestehen können. 2 Nadelstichverletzung (NSV) im Sinne dieser TRBA ist jede Stich-, Schnitt- und Kratzverletzung der Haut durch stechende oder schneidende Instrumente, die durch Patientenmaterial verunreinigt sind unabhängig davon, ob die Wunde blutet oder nicht. NSV können durch alle benutzten medizinischen Instrumente, die die Haut penetrieren können, wie Nadeln, Lanzetten, Kanülen, Skalpelle, chirurgische Drähte verursacht werden (Punkt 2.8 der TRBA 250). 3 Ist der Einsatz spitzer und scharfer medizinischer Instrumente notwendig, sind Arbeitsgeräte mit Sicherheitsmechanismen zu verwenden, bei denen keine oder eine geringere Gefahr von Stich- und Schnittverletzungen besteht, soweit dies zur Vermeidung einer Infektionsgefährdung erforderlich und technisch möglich ist (Punkt [4] der TRBA 250). 1

2 Angaben zur Einrichtung Ich bin in einer der folgenden Einrichtungen beschäftigt: Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Stationäre Pflegeeinrichtung/Seniorenheim/Pflegeheim Ambulanter/Mobiler Pflegedienst Betreutes Wohnen Anzahl der zu betreuenden Bewohner/Kunden pro Schicht: Für welche Position sind Sie eingestellt? Versorgung von Diabetikern 1. Bei wie vielen Diabetikern pro Schicht messen Sie Blutzucker und/oder injizieren Sie Insulin? 2. Welche medizinischen Instrumente werden beim Blutzuckermessen bzw. der Insulingabe verwendet? Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Mehrfachantworten sind möglich. Lanzetten Stechhilfen Insulinspritzen Pen-Nadeln bzw. Insulin-Pens Sonstige: 3. Werden die Insulin-Pen-Nadeln nur einmal genutzt und im Anschluss gleich entsorgt? ja nein Ich benutze keine. 2

3 4. Verschließen Sie die Insulin-Pens nach ihrer Anwendung wieder (Recapping der Nadel)? Nein, ich entsorge die Nadel immer sofort. Ja, beidhändig durch Zurücksetzen der Hülle auf die Nadel. Ja, einhändig durch die Verwendung von Halterungen für die Pen-Nadelhülle. Ich verwende keine Insulin-Pens. 5. Wie bzw. wohin werden die medizinischen Instrumente entsorgt? Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Mehrfachantworten sind möglich. in den Mülleimer/Papierkorb des jeweiligen Bewohnerzimmers/der Wohnung in den Gemeinschaftsmülleimer/-papierkorb des Pflegepersonals in extra dafür aufgestellte offene Behälter in durchstichsichere geschlossene Entsorgungsbehälter 6. Wissen Sie, von wem bzw. auf welchem Wege die Instrumente/Hilfsmittel zur Behandlung der Diabetiker in Ihrer Einrichtung zur Verfügung gestellt werden? Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Mehrfachantworten sind möglich. Durch den Arbeitgeber, er kauft zentral ein. Durch den Hausarzt des Patienten. Die Apotheke bzw. ein Händler für Medizinbedarf liefert. Durch den Hausarzt des Patienten. Ich besorge dann die medizinischen Instrumente. durch Angehörige Das weiß ich nicht. 3

4 Umgang mit Nadelstichverletzungen 7. Haben Sie vor dieser Umfrage bereits von Nadelstichverletzungen gehört? ja nein 7 a. Wenn ja, wo? Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Mehrfachantworten sind möglich. von Kollegen von einem Betroffenen im Gespräch mit dem Arbeitgeber in einer Schulung aus einer Broschüre in der Fachpresse im Internet von meinem Berufsverband/Berufsgenossenschaft 8. Sind in Ihrer Einrichtung bereits Nadelstichverletzungen aufgetreten? ja nein Das weiß ich nicht. 9. Hatten Sie persönlich schon einmal eine Nadelstichverletzung? ja nein 9 a. Wenn ja, wie oft in Ihrem Berufsleben? 9 b. Wenn ja, wobei bzw. bei welcher Tätigkeit? 10. Wissen Sie, welche Folgen eine Nadelstichverletzung für Sie haben kann? ja nein 11. Wurden Sie seitens Ihres Arbeitgebers zur Problematik von Nadelstichverletzungen und der ja nein sicheren Behandlung der Bewohner/Pflegekunden geschult? 4

5 12. Wurden Sie auf Kosten des Arbeitgebers gegen Hepatitis B geimpft? ja nein 13. Sind Sie darüber informiert, dass die TRBA 250 vorschreibt, immer dort, wo eine Infektion durch ja nein Nadelstichverletzungen möglich ist, zum Schutz der Mitarbeiter Sicherheitsinstrumente zur Verfügung zu stellen? 14. Gibt es in Ihrer Einrichtung ein Meldeverfahren bzw. Standards für das Vorgehen im Fall einer ja nein Das weiß ich nicht. Nadelstichverletzung? 15. Was würde Sie davon abhalten, Ihrem Arbeitgeber eine Nadelstichverletzung zu melden? Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Mehrfachantworten sind möglich. Ich sehe keine Notwendigkeit, eine Nadelstichverletzung zu melden. Ich möchte nicht, dass meine Kollegen davon erfahren, dass ich mich verletzt habe. Bei der Meldung einer solchen Verletzung habe ich Angst um meinen Job. Nichts, ich bin mir bewusst, dass bei einer möglichen Infektion die Versicherung nur dann eintritt, wenn die Verletzung gemeldet wurde. Einsatz verletzungssicherer Instrumente 16. Kennen Sie verletzungssichere Instrumente? ja nein 17. Werden in Ihrer Einrichtung bereits verletzungssichere Instrumente genutzt? ausschließlich teilweise nein, gar nicht 5

6 17 a. Wenn in Ihrem Haus herkömmliche und verletzungssichere Instrumente parallel genutzt werden, nach welchen Kriterien entscheiden Sie bzw. Ihre Vorgesetzten, wann Sicherheitsinstrumente einzusetzen sind? Bitte kreuzen Sie Zutreffendes an! Mehrfachantworten sind möglich. nur bei bekannt infektiösen Bewohnern bzw. Patienten bei Bewohnern aus Risikogruppen (z.b. chronisch Kranke) herkömmliche Instrumente nur dann, wenn Bewohner gesichert nicht infektiös ist Ich benutze immer Sicherheitsinstrumente. Ich kann dies leider nicht beeinflussen, da es vom Hausarzt des Bewohners abhängt, welches Instrument verschrieben wird. 18. Ihrer Einschätzung nach: Helfen sichere Instrumente, das Verletzungsrisiko zu verringern? ja nein Ich sehe keinen Unterschied. Ich habe bisher noch kein sicheres Instrument verwendet. Die Initiative SAFETY FIRST! Deutschland bedankt sich herzlich für Ihre Teilnahme an der Umfrage! Bitte senden Sie den ausgefüllten Fragebogen per an oder per Post an SAFETY FIRST! Deutschland c/o ipse Communication Albrechtstraße 14 B Berlin 6

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